Stadtwerke Lehrte GmbH
Germaniastraße 5, 31275 Lehrte, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christoph Lux seit 23.11.2023 | Prokura |
Björn Sommerburg seit 2.1.2019 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 96.15% | |
Stadt Lehrte | 3.85% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.09% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Stadtwerke Lehrte GmbHLehrteJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Geschäftsmodell Die Stadtwerke Lehrte GmbH ist ein kommunales Querverbundunternehmen, das seine Kunden mit Gas, Strom, Wasser und Wärme versorgt. Darüber hinaus wird der Messstellenbetrieb in allen Netzbereichen, insbesondere in den regulierten Sparten Gas- und Stromversorgung sichergestellt. Das Versorgungsgebiet ist überwiegend die Stadt Lehrte, Gas- und Stromversorgung werden aber auch darüber hinaus angeboten. Für die Wasserversorgung ist die Gesellschaft ausschließlich für das Gebiet der Kernstadt verantwortlich. 2. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin wesentlich von dem seit Februar 2022 andauerndem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und den damit zusammenhängenden Auswirkungen und Herausforderungen, insbesondere mit Blick auf die Energieversorgung, geprägt. Die deutsche Wirtschaft hat sich dabei insgesamt als sehr widerstandsfähig gegenüber den bis in den späteren Jahresverlauf anhaltenden Lieferkettenengpässen, Rekordinflationsraten, den Handels- und Wirtschaftssanktionen gegenüber Russland und den Unsicherheiten über eine mögliche Gasmangellage im Winterhalbjahr 2022/23 erwiesen. Das Bruttoinlandprodukt (BIP) wuchs preisbereinigt um 1,9%. Die Inflationsrate lag im Jahr 2023 bei durchschnittlich 5,9%. Die Auswirkungen auf die Wirtschaft fielen insbesondere auf Grund der massiven staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen für private Haushalte und Unternehmen sowie deren Anpassungen an die hohen Energiepreise durch die Energiepreisbremsen und die damit verbundenen Einsparungen von Erdgas, kürzer und milder aus als noch im Herbst des Vorjahres erwartet. 3. Branchenentwicklung Der seit Februar 2023 andauernde Ukraine-Krieg hatte auch im Jahr 2023 direkte und indirekte Auswirkungen auf die deutsche und europäische Energiebranche. Im Fokus stand für die europäische Union und Deutschland die Erhaltung der Versorgungssicherheit. Mit dem Vorhaben die Abhängigkeit von russischem Erdgas und Öl zu reduzieren, wurden mit dem Ziel einer Beschaffungsdiversifizierung und der Erschließung neuer Energiequellen unter anderem LNG-Terminals in Betrieb genommen. Zur Abmilderung der Folgen der Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten wurde im Jahr 2023 die Strom- und Gaspreisbremse eingeführt. Diese Maßnahme hat dazu beigetragen, die Verbraucherinnen und Verbraucher von den stark gestiegenen Energiekosten zu entlasten und die Inflation zu dämpfen. Durch die Preisbremsen wurden für private Haushalte, kleine und mittlere Unternehmen die Preise für Strom, Gas und Fernwärme bei 80 Prozent des Vorjahresverbrauches gedeckelt. Die gedeckelten Preise lagen bei 40 ct/kWh für Strom, 12 ct/kWh für Erdgas und 9,5 ct/kWh für Fernwärme. Die Preise für Industriekunden lagen für 70 Prozent des Vorjahresverbrauches bei 13,0 ct/kWh für Strom und 7,0 ct/kWh für Gas. Neben der finanziellen Entlastung wurde damit ein Anreiz zum Energieeinsparen gesetzt. Die Preisentwicklung an den Beschaffungsmärkten für Spot- und Termingeschäfte zeigte im Jahr 2023 einen rückläufigen Trend. Die Endkundenpreise für Strom und Gas sind im Jahr 2023 kontinuierlich gesunken und der Wettbewerb hat gegenüber dem Krisenjahr 2022 wieder zugenommen. Der Energieverbrauch (Primärenergieverbrauch) in Deutschland sank im Jahr 2023 auf Grund des hohen Energiepreisniveaus und der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung auf ein historisches Tief und ging nach den vorläufigen Daten der AG Energiebilanzen (AGEB) um 8,1% gegenüber dem Vorjahr zurück. Weiterhin wirkte sich eine sehr milde Witterung auf den Wärmeverbrauch aus. Das energiepolitische Handeln war im Jahr 2023 geprägt von einer ganzen Reihe an weitreichenden Gesetzten mit dem Ziel eines Übergangs zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieversorgung. In diesem Zuge wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetzt (EEG) 2023 umfassend novelliert, um den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland deutlich zu beschleunigen. Bis zum Jahr 2030 soll ein Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch von mindestens 80% erreicht werden. Im Bereich Erdgas und Wärme waren die politischen und gesellschaftlichen Diskussionen von der Novellierung des Gebäudeenergiegesetztes (GEG) geprägt. Mit der Novellierung wurde der bisher geltende Neubaustandard im Hinblick auf den Jahres-Primärenergieverbrauch angehoben und der Einsatz erneuerbarer Energien beim Einbau neuer Heizungen verbindlich geregelt. Das GEG ist verflochten mit dem ebenfalls beschlossenen Gesetz für die Wärmeplanung und zu Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz). Es verpflichtet die Länder bis zum 30.06.2026 für Gemeindegebiete mit über 100.000 Einwohnern bzw. bis zum 30.06.2028 für Gemeindegebiete mit weniger als 100.000 Einwohnern eine Wärmeplanung zu erstellen. Auf Seiten der Netzinfrastruktur wird durch das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) mit dem Ziel einer beschleunigten Einführung von intelligenten Strommessgeräten (Smart Meter) und durch die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingungen die Grundlage für eine effizientere und flexiblere Energieversorgung gelegt. Weiterhin soll durch die nationale Wasserstoffstrategie der Markthochlauf von Wasserstoff beschleunigt werden. Die Energiebranche in Deutschland steht im Hinblick auf die Umsetzung der politischen und gesetzlichen Vorgaben und den damit verbundenen ambitionierten Zielen vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig eröffnen sich damit für die Branche vielfältige Chancen. Für Energieversorger ist es entscheidend, diese Entwicklungen aktiv zu begleiten und durch Innovation und Anpassungsfähigkeit ihre Position im Markt zu stärken und auszubauen. 4. Geschäftsentwicklung Unternehmensentwicklung allgemein Die Stadtwerke Lehrte standen auch im Jahr 2023 unter der Einflussnahme der energiewirtschaftlichen Entwicklung aufgrund des andauernden Krieges in der Ukraine. Die im Krisenjahr 2022 für das Geschäftsjahr 2023 realisierten Beschaffungskosten für den Kundenabsatz von Strom und Gas lagen um ein Vielfaches über den historischen Beschaffungskosten vor dem Krisenjahr. Dies führte in den Sparten Strom und Gas zu den höchsten Endkundenpreisen in der Historie der Stadtwerke Lehrte. Die Belastungen für die Kundinnen und Kunden konnten über eine Deckelung der von der Bundesregierung eingeführten Preisbremse abgedämpft werden. Im Endkundenbereich führte dies jedoch zu Kundenverlusten im vierstelligen Bereich. Das Jahr 2023 war dadurch geprägt, die Risiken in der Beschaffung von Strom und Gas zu minimieren und die Beschaffung zu diversifizieren. Es wurde eine langfristige Beschaffungsstrategie in Kombination mit einem Risikocontrollingprozess eingeführt. Weiterhin standen auf der Kundenseite Maßnahmen in der Vertriebsstrategie, im Marketing und im Imagebereich im Mittelpunkt. Auf der internen Seite wurde der kaufmännische Bereich neu aufgestellt mit dem Ziel das Controlling zu stärken und steuerungsrelevante Instrumente aufzubauen. Im Netzbereich wurde der Stromnetzausbau fortgesetzt und ein Rezertifizierungsaudit durchgeführt. Nach einem krisengeprägtem Jahr 2022 mit einem Unternehmensverlust von -6,7 Mio. € schloss das Jahr 2023 wieder mit einem positiven Ergebnis in Höhe von 4,3 Mio. € ab. Die Schwerpunktthemen der Fachbereiche im Jahr 2023 waren: Technische Dienste Allem voran wurde im Jahr 2023 in den Ausbau der Mittel- und Niederspannungsnetze investiert. Im Fokus der Investitionen standen dabei der Auf- und Ausbau des Netzschutzes, die Vorbereitungen zur Steuerbarkeit der Niederspannungsnetze und die Aufnahme weiterer Leistungskapazitäten aus der Erzeugung erneuerbarer Energien. Die Zusammenarbeit mit den Dienstleistern zur Wartung und Instandhaltung der Netzassets wurde intensiviert. Im Rahmen einer zukunftsfähigen Netzausbauplanung wurden neue Dienstleister angeworben. Die Erfahrungen aus dem Krisenjahr 2022 führten dazu, dass die Stadtwerke Lehrte eine Business Continuity Richtlinie erstellt haben. Die Fertigstellung des Betriebsgebäudes und die damit im Zusammenhang stehende Netzersatzanlage bilden in diesem Zusammenhang das Rückgrat für einen sicheren und kontinuierlichen Netzbetrieb. Die Bildung eines hauseigenen Krisenstabes wurde im Jahr 2023 begonnen. Das Zertifizierungsverfahren nach DIN ISO 27001/27019 wurde im Jahr 2023 mit dem Rezertifizierungsaudit abgeschlossen. Die Bestätigung wurde für zwei weitere Jahre, bis zur Umstellung auf die neuen Normvorschriften erteilt. Das Informationssicherheitsteam wurde in diesem Zusammenhang erweitert. Die Einbindung aller Fachbereiche führte zu einer gesteigerten Akzeptanz von Maßnahmen aus dem Informationssicherheitsmanagement. Das Gasnetz der Stadtwerke Lehrte GmbH wurde im Jahr 2023 ausschließlich unter der Prämisse der Instandhaltung betrieben. Ersatzinvestitionen wurden zur Aufrechterhaltung der Versorgung realisiert. Mit der Fertigstellung des Baugebietes "Gartenquartier" konnte das fünfte Nahwärmenetz der Stadtwerke Lehrte in Betrieb genommen werden. Die auf Gas basierende Wärmeerzeugung soll im Rahmen einer Transformation in den kommenden Jahren auf regenerative Wärmeerzeugung umgestellt werden. Das Wassernetz wurde nach historischen Anschaffungszeitpunkten und Materialanalysen soweit notwendig saniert und instandgehalten. Kundennahe Dienste und Vertrieb Der Fachbereich Shared Services war im Jahr 2023 mit den Auswirkungen der Energiekrise aus dem Jahr 2022 beschäftigt. Kundenverluste im vierstelligen Bereich in den beiden Hauptsparten Strom- und Gasvertrieb belasten die Vertriebssparten nachhaltig. Das Hauptaugenmerk im Berichtsjahr wurde auf Vertriebsmaßnahmen für Privatkunden und Marketing im Imagebereich gelegt. Die aus dem Vorjahr geringen Absatzmengen in den Bereichen Strom und Gaslieferung wurden nur marginal gesteigert. Witterung und Endkundenpreise stabilisierten die Absatzmengen auf einem niedrigen Niveau. Die erforderlichen Spotmarktausgleichsmengen zur Belieferung der Kunden konnten, aufgrund der gegenüber der Energiekrise deutlich abgefallenen Preise, ergebnisstützend wirken. Besondere Aufmerksamkeit erforderte im Jahr 2023 die Umsetzung der Energiepreisbremsen, die Verstärkung von Image- und Werbekampagnen zur Umkehr der Kundenverluste und die Intensivierung der Kundenansprachen. Da durch die Absenkung der Großhandelspreise auch der Wettbewerb um die Kunden wieder intensiviert wurde, hat der Fachbereich Shared Service Abwehrstrategien und Vertriebsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Der Absatz von Nebengeschäften wurde durch die Aufnahme weiterer Dienstleister verstärkt. Der Absatz von PV-Anlagen konnte aufgrund der hohen Energiepreise stabilisiert werden. Darüber hinaus wurden die Grundlagen geschaffen, das Geschäftsfeld weiter auszubauen. Die Sparte Wasserversorgung konnte im Jahr 2023 gesichert und ohne besondere Vorkommnisse abgeschlossen werden. Kaufmännischer Bereich Der kaufmännische Bereich wurde im Jahr 2023 organisatorisch neu aufgebaut. Mit einer neuen Führungsmannschaft in dem kaufmännischen Bereich konnte die Geschäftsführung gestärkt werden. Herr Christoph Lux, Bereichsleiter für den Fachbereich Controlling, Finanz- und Rechnungswesen übernahm im Jahr 2023 die Stelle des Prokuristen für die Stadtwerke Lehrte GmbH. Im Berichtsjahr wurden Quartalsabschlüsse eingeführt. Ziel der Maßnahme war es, die Steuerung der Ergebnisse aufgrund von unterjährigen Hochrechnungen zu qualifizieren. In Zusammenarbeit mit allen Fachbereichen wurde ein umfangreiches Statistikwesen eingeführt. Organisatorisch wurde das Team der IT dem kaufmännischen Bereich zugeordnet. Die Höhe der IT-seitigen Aufwendungen und die Möglichkeit zur direkten Steuerung der Aufwandsseite führten zu dieser Maßnahme. Netz- und Energiewirtschaft Die Netz- und Energiewirtschaft setzte die steigenden gesetzlichen Anforderungen der Marktkommunikation in der Energiewirtschaft (MaKo) für die Stadtwerke Lehrte GmbH um. Eine besondere Herausforderung stellen hierbei die auf mittlerweile fast 900.000 Nachrichtenvorgänge angewachsene Datenfülle für die Marktrolle Netz und die zusätzlich anfallenden ca. 240.000 Nachrichtenvorgänge für den Vertriebsbereich dar. Besonders die steigende Zahl von wettbewerblichen Messstellenbetreibern führte zu steigenden Prozesszahlen, die bilaterale Klärungen erforderlich machten. Zudem wurden Netzabsatzstatistiken zur Verifizierung der Energiemengen neu entwickelt und eingesetzt. Das Energiedatenmanagement (EDM) sieht sich im gleichen Maße steigenden Anforderungen ausgesetzt und setzte diese erfolgreich um. Hauptaugenmerk liegt auch hier auf dem Aufbau und der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der entsprechenden Prozesslandschaft, die im Jahr 2023 ca. 1.000.000 Nachrichtenvorgänge abgewickelt hat. Das Regulierungsmanagement hat zudem alle regulatorischen Vorgaben umgesetzt. Die Regulierung arbeitete im vergangenen Jahr verstärkt mit den Fachbereichen Controlling, Finanz- und Rechnungswesen und Strom- und Gasnetz zusammen, um eine aus regulatorischer Sicht optimierte Unternehmensstrategie vorzubereiten. Stabstellen Der Energiehandel und Vertrieb erstellte ein neues Risikohandbuch für die Beschaffung von Strom und Gas. Die Abbildung der Risiken der Energiekrise, die Berücksichtigung erforderlicher Liquiditätsanforderungen, die Einbeziehung von statistischen Auswertungen und die Anforderungen des Marktes wurden dabei neu betrachtet. Die Beschränkungen in den Handelsrahmen der meisten Energiehändler stellte im Jahr 2023 keinen limitierenden Faktor mehr da, da die Großhandelspreise an den Terminmärkten gegenüber dem Jahr 2022 stark eingebrochen waren. Die Absicherung der Liefermengen für das Jahr 2024 konnte im Oktober 2023 abgeschlossen werden. Alle Energieeinkäufe wurden in Zusammenarbeit mit den kaufmännischen Diensten, der Abrechnung, dem Forderungsmanagement und der Netz- und Energiewirtschaft getätigt. Das Team Assistenz hat im abgeschlossenen Berichtsjahr Richtlinien zum Projektmanagement erstellt und die Koordination für die Stadtwerke Lehrte übernommen. Die Einführung dieser Richtlinie wird für die Anpassungen in der strategischen Ausrichtung der Stadtwerke Lehrte maßgeblich zum Erfolg beitragen. Ebenfalls wurde über die Assistenz begonnen das bestehende Dokumentenmanagement- und Lenkungssystem weiterzuentwickeln. Ziel ist es hierbei ein social Intranet mit dem Dokumentenmanagement zu verknüpfen. Das Personalwesen der Stadtwerke Lehrte GmbH setzte ganzjährig Personalbeschaffungs- und haltemaßnahmen um. Im Mittelpunkt der Personalakquise standen 2023 dabei erneut die technischen Sparten. Der Fachkräftemangel und der bestehende Wettbewerb um technisches Personal stellte die mit Abstand größte Herausforderung dar. Die Personalabrechnungssoftware wurde in Abstimmung mit dem Fachbereich Controlling, Finanz- und Rechnungswesen um standardisierte Auswertungs- und Statistikmethoden erweitert. Ausgewählte Leistungskennzahlen der Sparten
5. Lage der Gesellschaft Im Geschäftsjahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 64.743 (Vorjahr: T€ 53.328) erzielt. Die Umsatzsteigerung in Höhe von T€ 11.415 ist zum einem auf höhere Endkundenpreise in den Vertriebssparten Strom, Gas und Wärme gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen, die sich im Zuge der hohen eingedeckten Beschaffungskosten aus dem Krisenjahr 2022 für das Geschäftsjahr 2023 ergeben. Im Jahr 2022 konnten hingegen in der Sparte Gas deutlich gestiegene Beschaffungskosten an Kunden mit einer Preisbindung nicht weitergegeben werden. Den höheren Endkundenpreisen steht ein insgesamt geringerer Vertriebsabsatz gegenüber dem Vorjahr entgegen. Des Weiteren sind in den Netzsparten Strom und Gas höhere Erlöse zu verzeichnen, die aus der Weitergabe von gestiegenen vorgelagerten Netzkosten über die Netznutzungsentgelte sowie aus der Abrechnung von Mehr- und Mehrmindermengen resultieren. Den Umsatzerlösen steht ein geringerer Materialaufwand von T€ 44.859 (Vorjahr: 48.840 T€) gegenüber. Der Rückgang um T€ 3.981 ist im Wesentlichen auf insgesamt geringere Beschaffungskosten für die Sparten Strom und Gas zurückzuführen. Die Beschaffungskosten für die Sparte Strom stiegen dabei gegenüber dem Vorjahr deutlich an. In der Sparte Gas gingen die Beschaffungskosten gegenüber dem Vorjahr hingegen stark zurück. Gegenläufig zu den insgesamt geringeren Beschaffungskosten sind in den Netzsparten Strom und Gas höhere vorgelagerte Netzkosten zu verzeichnen. Die Stadtwerke Lehrte GmbH war bis zum 31.12.2022 mit der Betriebsführung des Eigenbetriebs "Stadtentwässerung" beauftragt, die zum 31.12.2022 beendet wurde. Die während der Vertragszeit angeschafften Vermögensgegenstände haben die Stadtwerke Lehrte GmbH im eigenen Namen erworben. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde das Vermögen an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" übertragen. Die Vermögensübertragung spiegelt sich in den gestiegenen Sonstigen betrieblichen Erträgen 2023 mit T€ 24.222 (Vorjahr: T€ 3.439) und in den gestiegenen Sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit T€ 29.100 (Vorjahr T€ 4.499) wider. Der Personalaufwand betrug im Jahr 2023 T€ 7.079 (Vorjahr: T€ 5.981). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf Steigerungen aus dem Tarifabschluss sowie auf eine Auszahlung einer Inflationsausgleichprämie an Mitarbeiter zurückzuführen. Die Abschreibungen sind von T€ 3.844 auf T€ 3.001 gesunken. Der Effekt resultiert im Wesentlichen aus der Vermögensübertragung an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung". Das Jahr 2023 schließt mit einem Ergebnis (vor Gewinnabführung) von T€ 4.307 (Vorjahr T€ -6.674) ab. Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war im Geschäftsjahr jederzeit gesichert. Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden durch die Inanspruchnahme von Darlehen finanziert. Darlehen wurden planmäßig getilgt. Zum Bilanzstichtag betrugen die liquiden Mittel T€ 6.974 (Vorjahr: T€ 5.476). Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft beträgt zum 31.12.2023 T€ 68.493 (Vorjahr: T€ 91.817). Branchentypisch stellt das Anlagevermögen den größten Bilanzposten dar. Im Geschäftsjahr 2023 wurden T€ 5.894 investiert. Das Anlagevermögen ist von T€ 72.444 auf T€ 51.377 gesunken. Die ist im Wesentlichen auf die Vermögensübertragung an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" (T€ 23.599) zurückzuführen. 6. Risiko- und Chancenbericht zur künftigen Entwicklung Die Stadtwerke Lehrte GmbH sind im Jahr 2023 mit einer positiven Entwicklung aus der energiewirtschaftlichen Krise herausgekommen. Der Umgang mit Risiken und die Betrachtung von Chancen führten in Summe zu einer positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Der bestehende Krieg zwischen der Ukraine und Russland, der entstehende Krieg im mittleren Osten und die Unbeständigkeit in der bundespolitischen Lage in Bezug auf die Gesetzgebung für die Energiewirtschaft sorgen weiterhin für eine anhaltende Volatilität und Nervosität an den Energiemärkten. Dennoch haben sich die Energiepreise im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich abgesenkt. Die sich daraus ergebenden Chancen müssen genutzt werden, um Kundenabwanderungen zu stoppen und in eine Phase der Kundenrückgewinnung einzutreten. Im Jahr 2023 haben die Stadtwerke Lehrte aufgrund der Energiekrise und der damit einhergehenden Preisexplosionen ca. 15% der Kunden verloren. Das Risiko der Kundenabwanderung besteht auch in Zukunft, da der Wettbewerb um Kunden wieder entfacht wird. Ein weiteres Risiko stellt die andauernde schwache Gesamtkonjunktur dar. Beständig hohe Zinsen für Investitionen, sich weiterhin auf einem hohen Niveau befindliche Materialkosten und das schwindende Angebot von Dienstleistern im technischen Bereich führen zu einem höheren Risikopotential. Auf die längere Sicht hin gesehen besteht für die Stadtwerke Lehrte GmbH das größte Risiko in dem schwindenden Gasabsatz. Bedingt durch eine klimatische Veränderung, dem beginnenden Wechsel der Kunden auf alternative Heizenergieträger und der anhalten Diskussion um den Energieträger Gas im Allgemeinen wird der Ausstieg aus der Gassparte die größte Herausforderung für die Energieversorgung darstellen. Die Sparten Gasnetz und -vertrieb leisten in Summe den größten Ergebnisanteil für die Stadtwerke Lehrte. Eine Umsteuerung der Unternehmenswerte wird ab dem Jahr 2024 im Rahmen eines Strategieprojektes gestartet. Die langfristige Sicherung des Unternehmens, die Rolle im Zuge der Energiewende für die Stadt Lehrte und die Schaffung von Perspektiven schaffen sowohl neue Risiken wie auch neue Chancen. Ein weiteres großes Risiko in der Zukunft wird die Finanzierbarkeit der Investitionsvorhaben in Strom-, Wärmenetze und neue Geschäftsfelder darstellen. Die finanzielle Situation der Stadtwerke Lehrte GmbH hat sich durch die Beendigung des Betriebsführungsvertrages der Stadtentwässerung Lehrte geändert. Die Eigenkapitalquote der Stadtwerke Lehrte nähert sich mit 21% dem ersten Zielwert von 25 % an. Der Verschuldungsgrad wurde ebenfalls in die Richtung des ersten Zielwertes auf 1,1 gesenkt. Die Gesellschaft wird in den kommenden Jahren die Ergebnisse thesaurieren müssen, um die Investitionen mit einer Eigenkapitalstärkung durchführen zu können. Die bestehende Regulierungslogik setzt eine kalkulatorische Eigenkapitalquote von 40% in den Netzinvestitionen voraus. Da der Netzausbau in den Bereichen Strom und Wärme voraussichtlich den größten Teil der anstehenden Investitionen in Anspruch nehmen wird, wird eine deutliche Zuführung von Eigenkapitel zwingend erforderlich werden. Der Aufbau neuer Sparten, die Erschließung neuer Märkte und die Anpassung der Stadtwerke Lehrte an diese Herausforderungen stellen ein hohes Risikopotential dar. Um den Risiken angemessen zu begegnen, wird innerhalb des Strategieprojektes 2024 das Hauptaugenmerk auf die Finanzierbarkeit von Investitionen in Netze und der Aufbau neuer Geschäftsfelder untersucht. Durch die vorherige Betrachtung und Untersuchung der Herausforderungen sollen die Risiken minimiert und die sich ergebenden Chancen genutzt werden. Risiken ergeben sich ebenfalls aus der steigenden Digitalisierung der Netze. Den Forderungen des Energiewirtschaftsgesetzes folgend, werden die Stadtwerke Lehrte einen erheblichen Teil der oben beschriebenen Netzinvestitionen in die Steuerbarkeit und Regelung des Stromnetzes investieren. Die Betrachtung der Netze im Rahmen des Informationssicherheitsmanagements wird in Zukunft einen deutlich höheren Stellenwert einnehmen müssen. Die Gefahren durch IT-seitige Einflussnahme auf Versorgungseinrichtungen steigen stetig. Der Einsatz von KI basierten Angriffserkennungssystemen wird für die Stadtwerke Lehrte an Bedeutung gewinnen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass ein weiteres Risiko für die Stadtwerke Lehrte noch nicht geschlossen werden konnte. Das Fehlen von eigenen Erzeugungskapazitäten im Bereich erneuerbarer Energieträger besteht weiterhin. Das Ziel ist es die Aufnahme einer Erzeugungssparte im Rahmen der Strategieuntersuchungen bewerten zu lassen. Um zukünftigen Krisen und Herausforderungen besser und resilienter begegnen zu können, ist die Aufnahme von Erzeugungsaktivitäten eine zu prüfende Möglichkeit. Um die, mit der Energiewende einhergehenden, Chancen nutzen zu können, ist eine regionale erneuerbare Energieerzeugung eine mögliche Ergänzung. Langfristige stabile Erzeugungspreise, bei eigenen Erzeugungsanlagen, stellen vor dem Hintergrund der starken Preisanstiege im Jahr 2022 auf den Energiemärkten eine zusätzliche Möglichkeit dar, Chancen zu ergreifen und gleichzeitig Risiken für das Unternehmen weiter zu minimieren. Eine partielle Abkopplung vom Energiemarkt, der den weltpolitischen Schwankungen unterworfen ist, stellt somit neben der Chance auch eine Möglichkeit zur Risikominimierung dar. Das Risiko die bestehenden Herausforderungen aufgrund von Ressourcenengpässen nicht erfolgreich angehen zu können, besteht weiterhin. Der Fachkräftemangel und der Wettbewerb um Mitarbeiter wird für die Stadtwerke Lehrte ein zunehmend wachsendes Risikopotential bereitstellen. Vor allem in den MINT Berufen tätige Mitarbeiter fehlen dem Arbeitsmarkt in ausreichender Zahl. Neben eigenen Fachkräften, stehen auch Dienstleister für die Errichtung von Infrastrukturen nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung. Die Ausprägung neuer Geschäftsfelder und die Entwicklung bestehender Sparten führen im Bereich der Mitarbeiter zu einem steigenden Entwicklungsdruck. Eines der ersten Ergebnisse des Strategieworkshops stellt das Potential und die Bindung der Mitarbeiter an die Stadtwerke Lehrte heraus. Da die Stadtwerke Lehrte überdurchschnittlich motiviertes Personal beschäftigen, können die beschriebenen Herausforderungen genutzt werden, um die Stadtwerke Lehrte erfolgreich in die Zukunft zu führen. So kann die Energiewende, neben den beschriebenen Risiken, vor allem als Chance begriffen werden. Geschäftsfelder, die sich im Zuge der Umstellung des Wärmemarktes ergeben werden, können erschlossen werden. Neben der leitungsgebundenen Wärmeversorgung in geschlossenen Wärmenetzen, werden eine große Zahl von Haushalten individuelle Lösungen benötigen, da keine Infrastrukturleistungen mehr angeboten werden können. Diese individuellen Lösungen bergen Möglichkeiten der Geschäftsfeldentwicklung mit einer gleichzeitigen langfristigen Kundenbindung. Die Marktstellung als Lieferant kann nach der Energiekrise gefestigt und ausgebaut werden. Neue Handelspartner und neue Risikorichtlinien stellen die Chance dar, neue Produkte anzubieten. Neben den beschriebenen Chancen stellt die Frage nach der Finanzierbarkeit der anstehenden Herausforderungen ebenfalls neue Möglichkeiten bereit. Da branchenweit nach Lösungen für die gleichen Aufgaben gesucht wird, steigen die Chancen Kooperationen gewinnbringend umzusetzen deutlich an. Die Erkenntnis, dass alle Energieversorger ähnliche Herausforderungen sehen, führt dazu das protektionistische Arbeitsweisen vermehrt hinterfragt werden. Die Möglichkeit Geschäftsfelder erfolgreich einzuführen, steigt an, wenn mehrere gleichartig aufgestellte Unternehmen die Herausforderungen gemeinsam annehmen. Das kurzfristige Ziel der Stadtwerke Lehrte wird es sein, eine Strategie zur Unternehmensentwicklung darzustellen. Einhergehend mit der Strategie werden die Stadtwerke ein Leitbild erstellen, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Orientierungshilfe zur Entwicklung jeder einzelnen Ressource zur Verfügung zu stellen. Die Stadtwerke Lehrte werden in dem kommenden Jahr verstärkt in die Steuerung von Prozessen und in das Statistikwesen investieren müssen. Die großen Investitionssummen und die regulatorischen Herausforderungen bedingen, dass die Finanzströme ergebnisorientierter gesteuert werden müssen. Um die Belegschaft der Stadtwerke Lehrte in die anstehenden Aufgaben bestmöglich einzubinden, werden ein Änderungsmanagement und ein Projektmanagement eingeführt. Änderungen an bestehenden Prozessen und Arbeiten sind zukünftig dokumentationspflichtig umzusetzen. Ebenfalls wird für die kommenden Jahre ein Projektmanagement eingeführt, um die Ressourceneinsätze effizient und effektiv planen zu können, Finanzmittel im erforderlichen Maß einplanen zu können und die Projektergebnisse an der Unternehmensstrategie zu messen. Gemeinsam mit der Belegschaft, der Stadt Lehrte, den Kunden, den Marktpartnern und dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Lehrte werden die Herausforderungen der Zukunft angegangen. Trotz großer Risiken und Herausforderungen blicken die Stadtwerke positiv in die Zukunft. Ein offener Dialog mit allen Beteiligten, das Annehmen von Aufgaben und die notwendige Entwicklung werden die Stadtwerke Lehrte in eine energiewirtschaftlich erfolgreiche Zukunft führen.
Lehrte, den 30. April 2024 Stadtwerke Lehrte GmbH gez. Sommerburg, Geschäftsführer BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023STADTWERKE LEHRTE GMBH, LehrteAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023A. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft
B. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den ergänzenden Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes und des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Stadtwerke Lehrte GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Die größenabhängigen Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhangs wurden in Anspruch genommen. Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen. Die gesetzlichen Gliederungsschemata für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind vornehmlich auf Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen abgestellt. Um die Besonderheiten eines Versorgungsunternehmens zu verdeutlichen, wurden die Gliederungsschemata in mehreren Posten erweitert und ergänzt. In der Bilanz (Anlagenspiegel) sind die technischen Anlagen auf die Posten "Verteilungsanlagen" aufgespalten worden. Auf der Passivseite sind die Posten "Investitionszuschüsse" und "Erhaltene Baukostenzuschüsse" zusätzlich eingefügt worden. Die Vorschriften für die Rechnungslegung und interne Buchführung für Energieversorgungsunternehmen gemäß § 6b Abs. 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sind beachtet. Die Zuordnung der in der Unbundling-Bilanz sowie der Unbundling-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte erfolgte weitestgehend direkt. Soweit Verteilungen notwendig waren, wurden verschiedene sachgerechte Verteilungsschlüssel (z. B. Anschaffungskosten, Umsatzschlüssel, Personalschlüssel etc.) angewandt. Durch diese Vorgehensweise ist eine verursachungsgerechte Zuordnung gewährleistet. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon-Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde der Betriebsführungsvertrag der Stadtentwässerung aufgelöst und sämtliche Vermögenswerte wurden über einen Vermögensübertragungsvertrag an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" der Stadt Lehrte übertragen. C. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und um die lineare Abschreibung entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer vermindert. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrundeliegenden Nutzungsdauern sind in Anlehnung an die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern festgesetzt worden. Alle abnutzbaren Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Bei den Anschaffungskosten werden Anschaffungsnebenkosten und Anschaffungskostenminderungen berücksichtigt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben dem direkt zurechenbaren Fertigungsmaterial, den direkt zurechenbaren Fertigungslöhnen und Fremdleistungen auch Material- und Fertigungsgemeinkosten. Soweit Investitionszuschüsse vereinnahmt wurden, wird hierfür der passivische Ansatz als "Sonderposten für Zuschüsse" gewählt. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 1.000,00 werden im Zugangsjahr aufwandswirksam erfasst und voll abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich, werden Abschreibungen vorgenommen. Bei den Vorräten handelt es sich um Bau- und Installationsmaterialien sowie um fertige Erzeugnisse und Waren. Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungskosten mittels Durchschnittswertermittlung. Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden. Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Für Ausgaben für Folgejahre wurden aktive Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Das gezeichnete Kapital und Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Diese entsprechen dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung in das Handelsregister. Der Sonderposten für Zuschüsse ist mit dem noch nicht erfolgswirksam gewordenen Anteil bewertet. Die Pensionsrückstellungen wurden auf der Grundlage von versicherungsmathematischen Berechnungen (PUC-Methode) auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (von Klaus Heubeck) ermittelt. Der Rechnungszins beträgt 1,82 % und wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach der Vereinfachungsregel ermittelt. Zusätzlich wurden zu erwartende Rentenanpassungen in Höhe von 1,02 % und zu erwartende Entgeltanpassungen mit 1,02 % berücksichtigt. Bei den sonstigen bzw. den Steuerrückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken mit dem Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Soweit in den sonstigen Rückstellungen erhaltene Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind diese unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen bewertet und unter Heranziehung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. D. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten I. Posten der Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens des Geschäftsjahres geht aus dem Anlagenspiegel hervor. Die Stadtwerke Lehrte GmbH war bis zum 31.12.2022 mit der Betriebsführung des Eigenbetriebs "Stadtentwässerung" beauftragt. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde das Vermögen an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" übertragen. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Sonderposten für Zuschüsse Unter den Sonderposten für Investitionszuschüsse erfolgt der Ausweis der von Kunden seit 2003 erhaltenen Ertragszuschüsse im Gas-, Strom-, Wasser-, Wärmebereich mit T€ 2.680 (Vorjahr: T€ 7.667, davon aus Abwasser T€ 4.824). Diese Beträge werden mit dem durchschnittlichen Abschreibungssatz der bezuschussten Anlagen aufgelöst. Die bis zum 31.12.2023 erhaltenen Ertragszuschüsse werden unter dem Sonderposten für Erhaltene Baukostenzuschüsse ausgewiesen und jährlich linear auf die Ursprungsbeträge aufgelöst. 4. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Mit den Pensionsrückstellungen wurden Wertpapiere des Anlagevermögens verrechnet, die zur Deckung der Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Aus Auf- und Abzinsungen der Verpflichtungen und aus dem verrechneten Deckungsvermögen sind Zinserträge in Höhe von T€ 31 mit Zinsaufwendungen in Höhe von T€ 178 saldiert worden. Der Saldo wird unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betrag nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt T€ 158. 5. sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen energiewirtschaftliche Verpflichtungen. Für die Abrechnung von Mehr- und Mindermengen wurden T€ 2.979 zurückgestellt. Der Posten für die Klärschlammverwertung in Höhe von T€ 179 wurde im Jahr 2023 durch die Beendigung der Betriebsführung mit der Stadtentwässerung aufgelöst. 6. Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 8.000 durch Grundpfandrechte besichert. Die Stadtwerke Lehrte GmbH war bis zum 31.12.2022 mit der Betriebsführung des Eigenbetriebs "Stadtentwässerung" beauftragt. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde das Vermögen sowie die dazugehörenden Verbindlichkeiten an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" übertragen. Der unter dem Posten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesene Betrag ist teilweise durch üblichen Eigentumsvorbehalt von Lieferanten abgesichert. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 290 (Vorjahr: T€ 1.028) bzw. im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 10) enthalten. II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösung von Rückstellungen sowie Erträge aus der Vermögensübertragung der Sparte Abwasser. Die Stadtwerke Lehrte GmbH war bis zum 31.12.2022 mit der Betriebsführung des Eigenbetriebs "Stadtentwässerung" beauftragt. Mit Beginn des Jahres 2023 wurde das Vermögen an den Eigenbetrieb "Stadtentwässerung" rückgeführt. 3. Materialaufwand In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind der Strom-, Gas- und Wasserbezug sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten. 4. Personalaufwand In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für die Altersversorgung von T€ 614 (Vorjahr: T€ 762) enthalten. 5. sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u.a. Rechts- und Beratungskosten, Mieten, Gebühren und Beiträge, Versicherungsprämien, Dienstleistungen und allgemeine Verwaltungskosten enthalten. Die Abgänge aus dem Anlagevermögen durch die Vermögenübertragung der Sparte Abwasser beliefen sich auf T€ 23.599. Die Konzessionsabgabe beläuft sich auf T€ 1.582. 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 178 (Vorjahr: T€ 210) enthalten. Diese werden mit Zinserträgen in Höhe von T€ 31 verrechnet. 7. sonstige Steuern Die sonstigen Steuern resultieren im Wesentlichen aus der Grundsteuer und aus KFZ-Steuern. E. Sonstige Pflichtangaben I. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter inklusive Geschäftsführung beschäftigt:
II. Angaben zum Mutterunternehmen Name: Lehrter Beteiligungs-GmbH (LBG) Sitz Rathausplatz 1 in 31275 Lehrte 96,15 % des gezeichneten Kapitals der Stadtwerke Lehrte GmbH werden von der Lehrter Beteiligungs-GmbH, Lehrte gehalten. Diese erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis. Die Stadtwerke Lehrte GmbH wird in den Konzernabschluss der Lehrter Beteiligungs-GmbH einbezogen. III. Abschlussprüferhonorar Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt € 66.400 und gliedert sich wie folgt:
IV. Organe der Gesellschaft und Gesamtbezüge Als Geschäftsführer ist bzw. war bestellt: Björn Sommerburg, Peine Rüdiger Funke, Braunschweig ab dem 05.09.2023 Dem Aufsichtsrat gehören an: Herr Frank Prüße Bürgermeister der Stadt Lehrte Rechtsanwalt (Vorsitzender) Herr Dr. Bodo Wiechmann Ratsherr Diplom-Physiker bis 18.09.2023 Herr Dr. Hans-Joachim Deneke-Jöhrens Landwirt Hans-Joachim Denek-Jöhrens Landwirtschaft Herr Hans-Jürgen Licht Ratsherr Fachbereichsleiter Schule Landeshauptstadt Hannover Frau Heike Koehler Ratsfrau Prokuristin/Kauffrau Verlagsvertretung Wolfgang Köhler GmbH Herr Jonas Schlossarek Ratsherr Versicherungskaufmann VGH Versicherung bis 18.09.2023 Frau Petra Wegener Ratsfrau Industriekauffrau, Personalrätin Region Hannover Herr Dr. Marcel Haak Wirtschaftswissenschaftler PwC PricewaterHouseCoopers GmbH bis 18.09.2023 Herr Ronald Schütz Rentner Herr Thomas Diekmann Volljurist und Gewerkschaftssekretär bei Vorstandsverwaltung Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Herr Christoph Gehrke Marketingbetriebswirt,Teamleitung Messestellenbetrieb Stadtwerke Lehrte GmbH Arbeitnehmervertreter Herr Marco Quesse Verwaltungsbetriebswirt seit dem 19.09.2023 Herr Dr. Henning Battermann Sachverständiger seit dem 19.09.2023 Herr Michael Clement Controller seit dem 18.09.2023 Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung i.S.v. § 285 Nr. 9 a HGB wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen für das Geschäftsjahr € 17.250. V. ErgebnisverwendungsvorschlagDas im Geschäftsjahr 2023 ausgewiesene Jahresergebnis in Höhe von € 4.306.570,14 wird vollständig gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Lehrter Beteiligungs-GmbH abgeführt.
Lehrte 15. Juni 2023 Stadtwerke Lehrte GmbH gez. Björn Sommerburg, Geschäftsführer gez. Rüdiger Funke, Geschäftsführer
Tätigkeitsbilanz Gasverteilung gemäß § 6b Abs. 3 EnWGAKTIVA
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung Gasverteilung gemäß § 6 Abs. 3 EnWG
Ergänzende Angaben zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG für die Gasverteilung für das Geschäftsjahr 2023der Stadtwerke Lehrte, Lehrte1. Allgemein Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG haben Unternehmen, die i. S. v. § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, mit der Erstellung des Jahresabschlusses für jeden der genannten Tätigkeitsbereiche intern jeweils eine den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entsprechende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG sind dabei in der Rechnungslegung die Regeln der Zuordnung einschließlich der angewandten Abschreibungsmethoden anzugeben. In der Stadtwerke Lehrte GmbH muss deshalb für folgende Tätigkeiten eine separate Rechnungslegung in Form getrennter Konten erfolgen und ein Tätigkeitsabschluss aufgestellt werden: 1. Gasverteilung 2. Stromverteilung 3. Messstellenbetrieb Für andere Tätigkeiten im Sinne der Bestimmungen des § 6b EnWG 4. innerhalb des Gassektors 5. innerhalb des Elektrizitätssektors (inkl. Messstellenbetrieb) 6. außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors müssen ebenfalls getrennte Konten geführt werden. Den Tätigkeiten außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors werden folgende Tätigkeiten der Stadtwerke Lehrte GmbH zugeordnet: Wasserversorgung, Strom- und Wärmeerzeugung (inkl. Contracting) sowie sonstige Aktivitäten. 2. Angaben zu einzelnen Posten Alle Forderungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Verbindlichkeiten mit Laufzeiten bis zu einem Jahr von T€ 421 (Vorjahr: T€ 417) und mit Laufzeiten von über einem Jahr von T€ 4.429 (Vorjahr: T€ 4.506), davon über 5 Jahre von T€ 2.745 (Vorjahr: T€ 2.840) ausgewiesen. Alle anderen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ -276 (Vorjahr: T€ -204) und in Höhe von T€ 1 (Vorjahr: T€ 2) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen. Unter dem Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 161 (Vorjahr: T€ 189) ausgewiesen. 3. Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden Pflichtangaben in den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 6b Abs. 3 S. 7 EnWG die Regeln / Methoden (Direktzuordnung oder Schlüsselung) einschl. Abschreibungsmethoden, nach denen die Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge den Konten zugewiesen werden. Die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der Stadtwerke Lehrte GmbH beschrieben. Die Regeln und Methoden der Zuordnung von Geschäftsvorfällen/Konten zu den einzelnen Tätigkeiten sind folgende: In den Bilanzen sowie in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt im Regelfall eine direkte Zuordnung auf die Tätigkeiten. Lediglich in Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Tätigkeiten vorliegt oder die weitere Aufteilung der Konten mit unvertretbar hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, wird die Zuordnung durch Schlüsselung auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen wie z. B. Umsatz- oder Personalkosten, Anlagenbuchwerte oder Anzahl Eingangsrechnungen vorgenommen. Der Bilanzausgleich der Tätigkeiten erfolgt in den Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" und "Sonstige Verbindlichkeiten".
Lehrte, den 30. April 2024 Stadtwerke Lehrte GmbH gez. Björn Sommerburg, Geschäftsführer Tätigkeitsbilanz Stromverteilung gemäß § 6b Abs. 3 EnWGAKTIVA
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung Stromverteilung gemäß § 6 Abs. 3 EnWG
Ergänzende Angaben zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG für die Stromverteilung für das Geschäftsjahr 2023der Stadtwerke Lehrte, Lehrte1. Allgemein Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG haben Unternehmen, die i. S. v. § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, mit der Erstellung des Jahresabschlusses für jeden der genannten Tätigkeitsbereiche intern jeweils eine den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entsprechende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG sind dabei in der Rechnungslegung die Regeln der Zuordnung einschließlich der angewandten Abschreibungsmethoden anzugeben. In der Stadtwerke Lehrte GmbH muss deshalb für folgende Tätigkeiten eine separate Rechnungslegung in Form getrennter Konten erfolgen und ein Tätigkeitsabschluss aufgestellt werden: 1. Gasverteilung 2. Stromverteilung 3. Messstellenbetrieb Für andere Tätigkeiten im Sinne der Bestimmungen des § 6b EnWG 4. innerhalb des Gassektors 5. innerhalb des Elektrizitätssektors (inkl. Messstellenbetrieb) 6. außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors müssen ebenfalls getrennte Konten geführt werden. Den Tätigkeiten außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors werden folgende Tätigkeiten der Stadtwerke Lehrte GmbH zugeordnet: Wasserversorgung, Strom- und Wärmeerzeugung (inkl. Contracting) sowie sonstige Aktivitäten. 2. Angaben zu einzelnen Posten Alle Forderungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Verbindlichkeiten mit Laufzeiten bis zu einem Jahr von T€ 953 (Vorjahr: T€ 6.330) und mit Laufzeiten von über einem Jahr von T€ 8.065 (Vorjahr: T€ 8.515), davon über 5 Jahre von T€ 4.252 (Vorjahr: T€ 4.660) ausgewiesen. Alle anderen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von T€ 127 (Vorjahr: T€ 299) und in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 5) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen. Unter dem Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 279 (Vorjahr: T€ 329) ausgewiesen. 3. Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden Pflichtangaben in den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 6b Abs. 3 S. 7 EnWG die Regeln / Methoden (Direktzuordnung oder Schlüsselung) einschl. Abschreibungsmethoden, nach denen die Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge den Konten zugewiesen werden. Die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der Stadtwerke Lehrte GmbH beschrieben. Die Regeln und Methoden der Zuordnung von Geschäftsvorfällen/Konten zu den einzelnen Tätigkeiten sind folgende: In den Bilanzen sowie in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt im Regelfall eine direkte Zuordnung auf die Tätigkeiten. Lediglich in Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Tätigkeiten vorliegt oder die weitere Aufteilung der Konten mit unvertretbarem hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, wird die Zuordnung durch Schlüsselung auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen wie z. B. Umsatz- oder Personalkosten, Anlagenbuchwerte oder Anzahl Eingangsrechnungen vorgenommen. Der Bilanzausgleich der Tätigkeiten erfolgt in den Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" und "Sonstige Verbindlichkeiten".
Lehrte, den 30. April 2024 Stadtwerke Lehrte GmbH gez. Björn Sommerburg, Geschäftsführer Tätigkeitsbilanz Messstellenbetrieb gemäß § 6b Abs. 3 EnWGAKTIVA
Tätigkeiten Gewinn- und Verlustrechnung Messstellenbetrieb gemäß § 6 Abs. 3 EnWG
Ergänzende Angaben zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG für den Messstellenbetrieb für das Geschäftsjahr 2023der Stadtwerke Lehrte GmbH, Lehrte1. Allgemein Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG haben Unternehmen, die i. S. v. § 3 Nr. 38 EnWG zu einem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen verbunden sind, mit der Erstellung des Jahresabschlusses für jeden der genannten Tätigkeitsbereiche intern jeweils eine den für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften entsprechende Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung aufzustellen. Gem. § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWG sind dabei in der Rechnungslegung die Regeln der Zuordnung einschließlich der angewandten Abschreibungsmethoden anzugeben. In der Stadtwerke Lehrte GmbH muss deshalb für folgende Tätigkeiten eine separate Rechnungslegung in Form getrennter Konten erfolgen und ein Tätigkeitsabschluss aufgestellt werden: 1. Gasverteilung 2. Stromverteilung 3. Messstellenbetrieb Für andere Tätigkeiten im Sinne der Bestimmungen des § 6b EnWG 4. innerhalb des Gassektors 5. innerhalb des Elektrizitätssektors (inkl. Messstellenbetrieb) 6. außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors müssen ebenfalls getrennte Konten geführt werden. Den Tätigkeiten außerhalb des Gas- und Elektrizitätssektors werden folgende Tätigkeiten der Stadtwerke Lehrte GmbH zugeordnet: Wasserversorgung, Strom- und Wärmeerzeugung (inkl. Contracting) sowie sonstige Aktivitäten. Der Tätigkeitsabschluss des Vorjahres wurde aufgrund regulatorischer Erfordernisse geändert. Die Aufteilung der Pensionsrückstellungen auf die verschiedenen Tätigkeiten wurde korrigiert und sachgerecht an die Aufteilung der zugehörigen ergebniswirksamen Buchungen angepasst. Entsprechend haben sich Forderungen bzw. Verbindlichkeiten zwischen den Tätigkeiten und aus Bilanzausgleich geändert. 2. Angaben zu einzelnen Posten Alle Forderungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden Verbindlichkeiten mit Laufzeiten bis zu einem Jahr von T€ 4 (Vorjahr: T€ 432) und mit Laufzeiten von über einem Jahr von T€ 109 (Vorjahr: T€ 102), davon über 5 Jahre von T€ 94 (Vorjahr: T€ 75) ausgewiesen. Alle anderen Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. Unter dem Personalaufwand werden Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 15) ausgewiesen. 3. Zuordnungsregeln und Abschreibungsmethoden Pflichtangaben in den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach § 6b Abs. 3 S. 7 EnWG die Regeln / Methoden (Direktzuordnung oder Schlüsselung) einschl. Abschreibungsmethoden, nach denen die Aktiv- und Passivposten sowie die Aufwendungen und Erträge den Konten zugewiesen werden. Die Abschreibungsmethoden sind im Jahresabschluss der Stadtwerke Lehrte GmbH beschrieben. Die Regeln und Methoden der Zuordnung von Geschäftsvorfällen/Konten zu den einzelnen Tätigkeiten sind folgende: In den Bilanzen sowie in den Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt im Regelfall eine direkte Zuordnung auf die Tätigkeiten. Lediglich in Fällen, in denen nur ein mittelbarer Sachbezug zu den einzelnen Tätigkeiten vorliegt oder die weitere Aufteilung der Konten mit unvertretbarem hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, wird die Zuordnung durch Schlüsselung auf der Basis sachgerechter Bezugsgrößen wie z. B. Umsatz- oder Personalkosten, Anlagenbuchwerte oder Anzahl Eingangsrechnungen vorgenommen. Der Bilanzausgleich der Tätigkeiten erfolgt in den Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" und "Sonstige Verbindlichkeiten".
Lehrte, den 30.April 2024 Stadtwerke Lehrte GmbH gez. Björn Sommerburg, Geschäftsführer BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Stadtwerke Lehrte GmbH, Lehrte, VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Lehrte GmbH, Lehrte, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Lehrte GmbH, Lehrte, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b aBS. 3 enwg Prüfungsurteile Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Stromverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n. F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Vechta, den 8. Juli 2024 ECOVIS
Audit AG
gez. Dr. Markus Beermann, Wirtschaftsprüfer gez. Markus Willenborg, Wirtschaftsprüfer Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 der Stadtwerke Lehrte GmbH wurde am 8. August 2024 festgestellt. |
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