Stammdaten

Register
Amtsgericht Kassel HRB 2027
Vorher
quindata GmbH
Eingetragen
9.5.2005
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieBetrieb von Datenverarbeitungseinrichtungen für DritteErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
a) Der Betrieb von Einrichtungen und Anlagen, die der elektronischen Datenverarbeitung dienen, die Erbringung von Datenverarbei-tungsleistungen für Dritte;die Gesellschaft erbringt ihre Dienstleistungen hierbei vorrangig gegenüber ihren Gesellschaftern; b) Die Beratung und Betreuung auf dem Gebiet der elektronischen Datenverarbeitung; c) Die Durchführung von ergänzenden Geschäften, z. B. Vertrieb von Hard- und Softwareprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dennis Becker
seit 21.4.2023
Geschäftsführer
Jürgen Schlüter
seit 22.8.2008
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Raiffeisen Waren GmbH
Germany
256.000 €
50.00%
ZG Raiffeisen eG
Germany
256.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Raiffeisen-IT GmbH

Kassel

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen

Geschäftsmodell

Die Raiffeisen-IT GmbH (Raiffeisen-IT) ist ein Lösungsanbieter rund um das Thema IT-Infrastruktur.

Sie hat ihren Sitz in Kassel und einen Standort in Karlsruhe. Die Raiffeisen-IT ist der IT-Dienstleister für die Konzerninfrastruktur der Raiffeisen Waren GmbH in Kassel und der ZG Raiffeisen eG in Karlsruhe, die gemeinsam mit rd. 3,44 Mrd. Euro Umsatz und über 4.800 Mitarbeitern am Markt mit Raiffeisen-IT Lösungen erfolgreich agieren.

Aktuell bietet die Raiffeisen-IT IT-Service & Support für über 4.500 Nutzer in mehr als 400 Standorten deutschlandweit an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Wirtschaftsentwicklung in Deutschland

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im andauernden krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Das preis- und kalenderbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent, während es im Vorjahr noch einen Anstieg von 1,9 Prozent zu verzeichnen hatte. Die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland trugen ihr Übriges dazu bei. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Die Anzahl der Erwerbstätigen im Inland bewegte sich im Jahresdurchschnitt 2023 mit 45,9 Mio. Menschen leicht über Vorjahresniveau und erreichte damit einen neuen historischen Höchststand. Der Beschäftigungsaufbau fand insbesondere durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte als auch eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung statt, die dem demografischen Wandel entgegenwirkt.

Die Preissteigerungen für das Jahr 2023 wurden, wie im vorangegangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägt. Die Inflationsrate auf der Verbraucherstufe lag in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 bei 5,9 Prozent und war damit deutlich niedriger als im Vorjahr (-2,0 Prozent). Vor allem im Bereich Energie zeigte sich eine Entspannung bei der Preisentwicklung, während sich dagegen die Nahrungsmittel besonders stark verteuerten. Die Inflationsrate ist aber dennoch mit knapp 6,0 Prozent auf einem weiterhin hohen Niveau.

Weltweit reagierten die Notenbanken auf die hohe Inflation auch weiterhin im Jahr 2023 mit einer restriktiven Geldpolitik. Die im Juli 2022 von der Europäischen Zentralbank eingeleitete Zinswende fand ihren Höhepunkt mit der letzten Zinserhöhung am 20. September 2023. Der Leitzins stieg von 2,5 Prozent auf 4,5 Prozent. Der 3-Monats-EURIBOR, also der Zinssatz für Termingelder in Euro im Interbankengeschäft, belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 3,94 Prozent nach 2,06 Prozent im Vorjahr. Der Kurs des US-Dollars lag im Jahresdurchschnitt bei 1,08 EUR/USD und notierte somit stärker als im Vorjahr (2022: 1,05 EUR/USD).

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wie in den vergangenen Jahren hat sich auch im Berichtsjahr das stetige Wachstum der IT-Branche weiter fortgesetzt. Das Marktvolumen betrug im Jahr 2023 215,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 210,7 Mrd. EUR), was die wachsende Bedeutung der IT-Branche, nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Digitalisierung zeigt. 1

Während das Wachstum der IT-Branche im Vorjahr jedoch noch bei 6,8 Prozent gelegen hatte, verlangsamte sich die Steigerung im abgelaufenen Jahr auf 2,0 Prozent.

Der Wachstumsrückgang war in allen Unternehmenssegmenten zu verzeichnen. Die Segmente IT-Hardware (-5,4 Prozent) und TK-Endgeräte (-0,7 Prozent) zeigten einen negativen Wachstumsfaktor, wogegen die Segmente Software und IT-Services trotz rückläufiger Wachstumswerte gegenüber dem Vorjahr weiterhin ein solides Wachstum mit jeweils 9,6 Prozent und 5,1 Prozent lieferten.

Der Umsatz im Bereich Software wuchs, wie auch in vergangenen Jahren, vor allem durch die steigende Nachfrage nach digitalen Cloud-Lösungen, wie beispielsweise Microsoft Azure, einem der führenden Anbieter im Bereich Cloud Computing. Ebenso konnte aber auch SAP zuletzt besonders im Bereich Cloud Computing Zuwächse realisieren. 2

externe Quelle: Bitkom | Januar 2024

2 externe Quelle: Statista | Januar 2024

3. Geschäftsverlauf

Die allgemeinen Rahmenbedingungen haben den Geschäftsverlauf der Raiffeisen-IT im Geschäftsjahr 2023 kaum beeinflusst. Die strategische Ausrichtung auf langfristige Vertragsmodelle hat auch im Jahr 2023 zu einer linearen Entwicklung bei der bestehenden Umsatzstruktur geführt, unabhängig von den deutlich stärker schwankenden Märkten in Folge des Ukraine-Konfliktes.

Im Berichtsjahr wurde die im Vorjahr geplante Umstrukturierung des Unternehmens erfolgreich umgesetzt. Damit verbunden ist die Ausgliederung des Bereichs Projektentwicklung und -betreuung, sowie die Eingliederung dieses Bereichs in die Konzernstruktur der Gesellschafter. Der damit einhergehende Umsatzrückgang in diesem Bereich begründet den ebenfalls geringeren Personalaufwand.

Daneben wurden neue Projekte im verbleibenden Bereich der IT-Infrastruktur realisiert und bestehende Projekte erweitert, was zu einer Umsatzsteigerung führte. Dies konnte den Umsatzrückgang in Folge der Umstrukturierung jedoch nur teilweise kompensieren.

Die Planung und Steuerung der Gesellschaft erfolgt insbesondere über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz sowie Jahresergebnis vor Ertragsteuern (EBT). Der erzielte Umsatz von 17,2 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023 lag mit 2,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert (19,9 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert aus der Ausgliederung des projektbezogenen Dienstleistungs- und Beratungssektors. Betrachtet man das Segment IT-Infrastruktur isoliert, so gab es keine signifikanten Änderungen gegenüber dem Planwert und Vorjahr und blieb mit 16 Mio. EUR Umsatz gleich. Das Ergebnis vor Ertragsteuern liegt mit 0,9 Mio. EUR um 0,5 Mio. EUR über dem Vorjahresergebnis und geringfügig über dem Plan.

4. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Vermögenslage

Die bei der Raiffeisen-IT aktivierten Vermögensgegenstände inklusive der immateriellen Vermögensgegenstände liegen unter Berücksichtigung von getätigten Investitionen und der planmäßigen Abschreibungen mit 5,8 Mio. EUR, 1,0 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Dies resultiert aus den, gegenüber dem Vorjahr, geringeren Investitionen. Des Weiteren wurden die planmäßig abgeschlossenen Projekte aktiviert und entsprechende Abschreibungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen mit 0,8 Mio. EUR deutlich niedriger als im Vorjahr (2,3 Mio. EUR). Dies ist sowohl auf stichtagsbedingt niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Berichtsjahr: 0,1 Mio. EUR; Vorjahr 0,4 Mio. EUR) als auch auf niedrigere Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, zurückzuführen (Berichtsjahr: 0,4 Mio. EUR; Vorjahr: 1,4 Mio. EUR). Der Rückgang resultiert hauptsächlich aus der Optimierung des Forderungsmanagements. Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von insgesamt 0,3 Mio. EUR bestehen im Wesentlichen aus Ansprüchen gegen Steuerbehörden und sind im Vorjahresvergleich auf geringerem Niveau (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR).

Der Anstieg der liquiden Mittel auf 1,9 Mio. EUR korrespondiert mit dem rückläufigen Forderungsbestand um 1,5 Mio. EUR (Berichtsjahr: 0,8 Mio. EUR; Vorjahr 2,3 Mio. EUR), sowie aus den geringeren Investitionen in Folge der Umstrukturierung.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 1,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR) beinhaltet überwiegend turnusmäßig vorauszuzahlende Leistungen für das Folgejahr aus Soft- und Hardwarewartungsverträgen und verhält sich gegenüber dem Vorjahr konstant.

Das Eigenkapital der Raiffeisen-IT GmbH steigerte sich geringfügig auf 1,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR). Die vorgenommene Ausschüttung an die Gesellschafter aus dem Jahresüberschuss des Vorjahres, konnte durch den Jahresüberschuss des Geschäftsjahres kompensiert werden, sodass sich die Eigenkapitalquote auf 18,9 Prozent im Berichtsjahr (Vorjahr: 16,2 Prozent) erhöhte.

Die Verbindlichkeiten verringerten sich insgesamt um 0,5 Mio. EUR auf 6,6 Mio. EUR (Vorjahr: 7,1 Mio. EUR). Hierin sind Darlehen in Höhe von insgesamt 5,0 Mio. EUR enthalten (wie Vorjahr) die von den Gesellschaftern zur Verfügung gestellt wurden. Die Vertragsdauer wurde bis zum 31.12.2025 verlängert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbezogen um 0,4 Mio. EUR auf 1,3 Mio. EUR im Berichtsjahr (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR).

Finanzlage

Im Berichtsjahr investierte die Gesellschaft 1,5 Mio. EUR (inkl. GWG) (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die größten Einzelinvestitionen entfielen auf folgende Projekte:

- Re-Investition IT - Infrastruktur (SAP HANA)

- Implementierungsprojekte

- POS-Kassensystem

- OXID-eShop

- Mobile Prozesse Lagerlogistik / MDE

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über Gesellschafterdarlehen in Höhe von 5,0 Mio. EUR sowie über eine Betriebsmittelkreditlinie von 2,0 Mio. EUR bei einem Kreditinstitut.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Raiffeisen-IT haben sich, unter der Berücksichtigung der strukturellen Veränderungen, sowohl im Vergleich zum Plan als auch im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr auf 17,2 Mio. EUR (Vorjahr: 19,9 Mio. EUR). Im Vergleich zum Vorjahr sind diese zwar um 2,7 Mio. Euro gesunken, was aber hauptsächlich aus der Reduzierung der Umsatzerlöse aus dem Projektgeschäft resultiert, das im Rahmen der beschriebenen Umstrukturierung aus der Raiffeisen-IT ausgegliedert wurde.

Der Rückgang des Materialaufwandes in Höhe von 0,2 Mio. EUR auf 9,0 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf einen geringeren Wareneinsatz für externe Dienstleistungen zurückzuführen. Gleichzeitig erhöhten sich im Berichtsjahr die Miet- und Wartungskosten für Software-Anwendungen.

Der Rohertrag reduzierte sich um 2,5 Mio. EUR auf 8,2 Mio. EUR (Vorjahr: 10,7 Mio. EUR). Die Rohertragsquote sank entsprechend auf 47,6 Prozent (Vorjahr: 53,8 Prozent).

Der Personalaufwand ist um 2,8 Mio. EUR auf 3,4 Mio. EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR) gesunken. Dies korrespondiert mit dem Umsatzrückgang durch Ausgliederung des Projektbereichs.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 2,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR) und blieben im Vergleich zum Vorjahr konstant.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von insgesamt 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR gesunken.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und des höheren Steueraufwandes wird ein Jahresüberschuss von 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 0,3 Mio. EUR) ausgewiesen.

1
2

III. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen und Risikomanagement

Grundsätzliches Bestreben der Raiffeisen-IT ist es, Chancen und Risiken des unternehmerischen Handelns verantwortungsbewusst abzuwägen und so langfristig erfolgreich zu sein. Unternehmerisches Handeln bedeutet auch, kalkulierbare Risiken bewusst einzugehen, um damit verbundene Chancen nutzen zu können. Möglichen Risiken präventiv zu begegnen sowie eingetretene Risiken frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und angemessen auf sie zu reagieren, sind zentrale Bestandteile des bei der Raiffeisen-IT implementierten Risikomanagementsystems.

Die Raiffeisen-IT als IT-Dienstleister ist aufgrund ihrer Ausrichtung stark von ihren Gesellschaftern abhängig. Damit wird auch die sich daraus ableitende Chancen- und Risikolage wesentlich von der Ausrichtung der Anteilseigner bestimmt einhergehend mit der Inanspruchnahme von Leistungen durch diese.

2. Chancen und Risiken

Die folgende Übersicht enthält eine Klassifizierung der Risiken hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit und der potenziellen Höhe bzw. Tragweite, denen sich die Raiffeisen-IT gegenübersieht. Ausgehend vom Bruttorisiko wird das Nettorisiko dargestellt, das sich ergibt, nachdem risikoreduzierende Maßnahmen getroffen worden sind. Risikointerdependenzen werden, soweit diese festzustellen sind, in der Bewertung berücksichtigt.

Eintrittswahrscheinlichkeit Tragweite
vorstellbar (< 10 %) mittel (< 0,5 Mio. EUR)
selten (> 10 - 20 %) hoch (> 0,5 Mio. EUR - 1 Mio. EUR)
gelegentlich (> 20 - 50 %) sehr hoch (1 Mio. EUR -1,5 Mio. EUR)
häufig (> 50 %) schwerwiegend (> 1,5 Mio. EUR)
Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Tragweite
Operative Risiken
IT-Risiken selten schwerwiegend
Personalrisiken selten hoch
Finanzwirtschaftliche Risiken
Liquiditäts- und Finanzrisiken vorstellbar schwerwiegend

IT-Risiken

Risiken in Bezug auf die IT und die Informationssicherheit beziehen sich auf potenzielle Bedrohungen oder Gefahren, die sich auf die Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit von Informationssystemen und deren Daten auswirken können. Diese Risiken können verschiedene Formen annehmen und können sowohl interne als auch externe Ursachen haben. Hier sind einige gängige Arten von IT-Risiken:

- Sicherheitsrisiken - Dazu gehören Bedrohungen wie Cyberangriffe, Malware, Phishing, Denial-of-Service-Angriffe und Datenlecks, die die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten und Systemen gefährden können.

- Compliance-Risiken: Diese Risiken beziehen sich auf die Nichteinhaltung von Gesetzen, Vorschriften und Branchenstandards im Bereich der Informationssicherheit, Datenschutz und Datensicherheit.

-Betriebsrisiken - Dazu gehören Risiken im Zusammenhang mit Ausfällen von Hardware, Software oder Netzwerken, die die kontinuierliche Verfügbarkeit und Leistung der Informationssysteme und deren Daten beeinträchtigen können.

-Reputationsrisiken - Diese Risiken entstehen, wenn Sicherheitsvorfälle oder Datenschutzverletzungen das Ansehen und die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens beeinträchtigen können.

-Technologierisiken - Hierbei handelt es sich um Risiken im Zusammenhang mit neuen Technologien, unzureichender IT-Infrastruktur, mangelnder Kapazität oder veralteten Systemen, die die Effizienz und Wirksamkeit von IT-Prozessen beeinträchtigen können.

-Personalrisiken - Diese Risiken beziehen sich auf interne Bedrohungen, wie unbeabsichtigte Fehlkonfigurationen, menschliche Fehler, Fahrlässigkeit oder böswillige Handlungen von Mitarbeitern.

Die stetige Identifizierung, Bewertung und Management von IT-Risiken sind entscheidend, um potenzielle Auswirkungen zu minimieren und sicherzustellen, dass IT-Systeme und Daten angemessen geschützt sind. Durch die Implementierung von geeigneten Sicherheitsmaßnahmen, einem Risikomanagement mit Bezug zur Informationssicherheit, Richtlinien und Verfahren, können Organisationen das Risiko von Sicherheitsvorfällen verringern und die Widerstandsfähigkeit ihrer IT-Infrastruktur stärken. Dies wird durch die stetige Zertifizierung des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS) der Raiffeisen-IT nach ISO 27001 und dem Betrieb eines eigenen ISMS bei der Raiffeisen Waren GmbH gewährleistet.

Personalrisiken

Die Raiffeisen-IT hat einen kontinuierlichen Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften. Die Abwanderung leistungsstarken Fachpersonals und eine fehlgeschlagene Bindung an das Unternehmen können sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken, da damit ein Know-how-Verlust einhergeht und auch die Kundenzufriedenheit leiden könnte. Um sicherzustellen, dass die Raiffeisen-IT über ausreichend personelle Ressourcen verfügt, wird auf eine hohe Ausbildungsquote sowie umfangreiche Weiterbildungsmöglichkeiten für die Beschäftigten gesetzt, um die vorhandene Fachkompetenz auszubauen. Flexible Arbeitszeit- und Vergütungssysteme sowie attraktive Sozialleistungen sollen für einen hohen Grad an Unternehmensidentifikation sorgen und Vorteile bei der Rekrutierung von neuen Mitarbeitern bieten.

Liquiditäts- und Finanzrisiken

Dem Risiko den finanziellen Verpflichtungen nicht oder nur mehr eingeschränkt nachkommen zu können, begegnet die Gesellschaft mit Kreditlinien bei der Hausbank und den Gesellschaftern, um den Geschäftsverlauf jederzeit gewährleisten zu können. Für das Risiko eines darüber hinausgehenden Liquiditätsbedarfs müssten die Gesellschafter aufkommen.

Insgesamt gesehen hat sich die Chancen- und Risikosituation der Raiffeisen-IT im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Zum jetzigen Zeitpunkt bestehen keine den Fortbestand der Raiffeisen-IT gefährdenden Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.

IV. Prognosebericht

Ab dem 1. Januar 2023 wurden eine strategische Neuausrichtung und eine Strukturveränderung umgesetzt. Einhergehend mit der bereits erfolgten Umfirmierung in Raiffeisen-IT GmbH fokussiert sich die Gesellschaft weiterhin hauptsächlich auf die Kernkompetenz der Bereitstellung der IT-Infrastruktur für ihre Gesellschafter. Die bisherigen Aufgaben der Anwendungsbetreuung, Beratung und Entwicklung wurden jeweils in eigene IT-Bereiche bei den Gesellschaftern etabliert.

Durch diese Neuausrichtung ist die Raiffeisen-IT im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung in den kommenden Jahren weiterhin in der Lage, den IT-Infrastrukturbereich zukunftsorientiert und effizient für die Gesellschafter voranzubringen und zu stärken. Den Fokus legt die Gesellschaft auf die Fortführung der Konsolidierungsprojekte in der IT-Infrastruktur sowie auf die Umsetzung einer hybriden IT-Strategie, bei der einige IT-Ressourcen intern bereitgestellt und verwaltet werden, für andere jedoch Cloud-Dienste genutzt werden. Diese Cloud-Dienste gewinnen gesamtwirtschaftlich zunehmend an Bedeutung, was sich auch auf die Geschäftsentwicklung der Raiffeisen-IT auswirkt.

Im Jahr 2024 wird der Markt in Deutschland für Informationstechnik weiterhin wachsen. Laut Bitkom wird in der Informationstechnik für 2024 ein Umsatz von 151,5 Mrd. EUR erwartet (+6,1 Prozent). Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Mrd. EUR das größte Wachstum verzeichnen. Im Untersegment IT-Hardware wird mit einer Marktvolumina von 54,4 Mrd. EUR (+4,6 Prozent) gerechnet. Die Ausgaben für IT-Services steigen im Jahr 2024 auf 51,7 Mrd. EUR (+4,8 Prozent). Der Bereich Telekommunikation erwartet ein Wachstum um 1,0 Prozent auf 72,8 Mrd. EUR. Für die Segmente der TK-Infrastruktur und der TK-Endgeräte wird ein leichter Rückgang auf 20,2 Mrd. EUR Mrd. prognostiziert. Die Investitionen in Telekommunikationsdienste erwarten einen Anstieg auf 52,6 Mrd. EUR (+1,6 Prozent). 3

Der Fokus der Investitionsvorhaben liegt entsprechend der mit den Gesellschaftern abgestimmten Strategie für das kommende Geschäftsjahr in der Fortführung der Konsolidierung der IT-Infrastruktur im Computer- und Storage-Bereich, der konsequenten Verfolgung einer hybriden Cloud-Strategie, der innovativen Ausrichtung auf Plattformen, Produkte und IT-Services im Microsoft- und SAP-Umfeld sowie dem Einsatz moderner Entwicklungsumgebungen.

Die Raiffeisen-IT GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 durch die Einführung neuer IT-Lösungen mit Umsatzerlösen in Höhe von 18,9 Mio. EUR. Die Gesellschaft rechnet mit einem Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von 0,5 Mio. EUR. Gezielte Anpassung der Kostenstruktur und Optimierung der innerbetriebswirtschaftlichen Prozesse bleiben weiterhin wichtige Ziele des Unternehmens.

 

Kassel, den 22. Mai 2024

gez. Dennis Becker

3 externe Quelle: Bitkom| Januar 2024

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.104.101,00 4.141.021,00
2. Geleistete Anzahlungen 295.465,59 939.707,86
4.399.566,59 5.080.728,86
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.438.615,00 1.767.949,00
5.838.181,59 6.848.677,86
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 77.602,38 374.808,53
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (0,00)
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 425.256,82 1.364.102,97
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 295.094,43 559.062,03
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr) (0,00) (0,00)
797.953,63 2.297.973,53
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.900.312,53 0,00
2.698.266,16 2.297.973,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.694.640,29 1.698.275,91
10.231.088,04 10.844.927,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 512.000,00 512.000,00
II. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 600,000,00 500.000,00
III. Gewinnvortrag 240.357,60 488.125,64
IV. Jahresüberschuss 577.299,02 252.231,96
1.929.656,62 1.752.357,60
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 742.252,00 1.239.192,00
2. Sonstige Rückstellungen 420.475,57 512.184,48
1.162.727,57 1.751.376,48
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 81.231,57
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (0,00) (81.231,57)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.283.810,58 1.718.278,14
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (1.283.810,58) (1.718.278,14)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.000.000,00 5.000.000,00
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (0,00) (0,00)
(davon mit einer Restlaufzeit >1 Jahr < 5 Jahre) (5.000.000,00) (5.000.000,00)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 285.198,55 295.927,06
(davon aus Steuern) (142.917,96) (279.940,91)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0,00) (0,00)
(davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr) (285.198,55) (295.927,06)
6.569.009,13 7.095.436,77
D. Rechnungsabgrenzungsposten 11.832,25 18.286,47
E. Passive latente Steuern 557.862,47 227.469,98
10.231.088,04 10.844.927,30

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 17.244.382,01 19.878.740,56
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.621,75 103.064,10
3. Sonstige betriebliche Erträge 202.809,67 107.334,27
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -162.027,66 -119.545,59
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -8.879.589,99 -9.063.743,43
-9.041.617,65 -9.183.289,02
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.837.948,70 -5.190.402,32
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -563.300,07 -1.038.280,56
(davon für Altersversorgung) (-25.563,38) (-43.877,01)
-3.401.248,77 -6.228.682,88
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.463.475,64 -2.469.252,58
(davon außerplanmäßige Abschreibungen) (0,00) (0,00)
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.261.504,14 -1.587.389,22
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 255,03 56,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -373.545,31 -239.010,28
(davon aus Aufzinsung) (-13.468,00) (-22.896,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -330.926,36 -128.353,22
(davon latente Steuern) (-330.392,49) (-125.843,79)
11. Ergebnis nach Steuern 578.750,59 253.217,80
12. Sonstige Steuern -1.451,57 -985,84
13. Jahresüberschuss 577.299,02 252.231,96

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Raiffeisen-IT GmbH hat ihren Sitz in Kassel und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Kassel (HRB 2027).

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes beachtet.

Die Raiffeisen-IT GmbH ist zum Bilanzstichtag eine mittelgroße Kapitalgesellschaft und nimmt für den Jahresabschluss teilweise größenabhängige Erleichterungen in Anspruch.

B. Angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung der Anlagegüter erfolgte über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Diese orientiert sich - falls zutreffend - an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten AfA-Tabellen und wurde im Jahr der Anschaffung pro rata temporis vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten kleiner als 800,00 EUR wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bzw. den niedrigeren Anschaffungskosten bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aufgeführt, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Pensionsverpflichtungen werden nach der Projected-Unit-Credit-Method unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze auf Basis der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Die Berechnung erfolgte mit einem Rechnungszins von 1,82 Prozent p. a. Der Rechnungszins wird pauschal mit dem von der Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz angesetzt, der sich bei einer Laufzeit von 15 Jahren ergibt. In der Anwartschaftsphase wurde ein Trend von 1,00 Prozent p. a. bis 2,50 Prozent p. a. und in der Rentenbezugsphase ein Trend von 1,00 Prozent p. a. angesetzt. Eine Mitarbeiterfluktuation wurde nicht berücksichtigt. Die im Jahresabschluss ausgewiesene Rückstellung für Pensionsverpflichtungen liegt um 12 TEUR (Unterschiedsbetrag) unter dem Bewertungsansatz, der sich zum 31. Dezember 2023 bei Anwendung des 7-Jahres-Durchschnittzinssatzes ergeben hätte.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt worden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag bilanziert.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen erfasst, die Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der Vermögensgegenstände und Schulden sowie deren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren, wurden latente Steuern ermittelt.

C. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel ersichtlich.

Anschaffungs- und Herstelllungskosten
Anfangsbestand GJ-Beginn
EUR
Zugang
EUR
Umbuchung +/-
EUR
Abgang
EUR
Endbestand GJ-Ende
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.428.795,96 1.007.470,01 667.619,91 17.154,64 15.086.731,24
2. Geleistete Anzahlungen 939.707,96 74.596,42 -667.619,91 51.218,78 295.465,59
14.368.503,82 1.082.066,43 0,00 68.373,42 15.382.196,83
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.265.450,35 466.480,46 0,00 552.550,90 5.179.379,91
5.265.450,35 466.480,46 0,00 552.550,90 5.179.379,91
19.633.954,17 1.548.546,89 0,00 620.924,32 20.561.576,74
Abschreibungen
kumuliert GJ-Beginn
EUR
Zugang GJ
EUR
Umbuchung +/-
EUR
Abgang GJ
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.287.774,96 1.711.730,92 0,00 16.875,64
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
9.287.774,86 1.711.730,92 0,00 16.875,64
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.497.501,35 751.744,72 0,00 508.481,16
3.497.501,35 751.744,72 0,00 508.481,16
12.785.276,31 2.463.475,64 0,00 525.356,80
Abschreibungen Buchwerte Buchwerte
kumuliert GJ-Ende
EUR
Buchwert GJ-Beginn
EUR
Buchwert GJ-Ende
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.982.630,24 4.141.021,00 4.104.101,00
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 939.707,86 295.465,59
10.982.630,24 5.080.728,86 4.399.566,59
Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.740.764,91 1.767.949,00 1.438.615,00
3.740.764,91 1.767.949,00 1.438.615,00
14.723.395,15 6.848.677,86 5.838.181,59

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe gegen Gesellschafter.

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein antizipativer Betrag in Höhe von 51 TEUR aus im Folgejahr abziehbarer Vorsteuer enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten vor allem die Risiken und Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von 265 TEUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen sonstige Verbindlichkeiten und bestehen wie im Vorjahr in voller Höhe gegenüber Gesellschaftern.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein antizipativer Betrag von in Höhe von 143 TEUR für im Folgejahr zu zahlende Umsatz-, Lohn- und Kirchensteuer enthalten.

Die passiven latenten Steuern ergeben sich aus folgender Saldierung:

Veränderung Stand zum Ende des Geschäftsjahres
Aktive latente Steuern - 344 TEUR 717 TEUR
Passive latente Steuern -13 TEUR 1.275 TEUR

Die Gesellschaft ist im Anwendungsbereich der zweiten Säule ("Pillar 2") der OECD-Modellregeln. Das deutsche Umsetzungsgesetz zu Pillar 2 wurde am 27.12.2023 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat am 28.12.2023 in Kraft. Im Jahr 2023 beschränkte sich die Ansässigkeit der Gesellschaft auf Deutschland. Die Berechnung einer Ergänzungssteuer ist vom deutschen Gesetzgeber erstmalig für Geschäftsjahre mit Beginn nach dem 30. Dezember 2023 anzuwenden. Aufgrund dessen wurde für den Jahresabschluss zum 31.12.2023 keine Berechnung der Ergänzungssteuer vorgenommen.

D. Sonstige Angaben

Am Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen im Wesentlichen aus Leasing-, Wartungs- und Mietverträgen mit einer Restlaufzeit bis zu 5 Jahren in Höhe von 11.242 TEUR (davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 140 TEUR), davon sind im folgenden Geschäftsjahr 7.873 TEUR fällig (davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 140 TEUR).

Im Durchschnitt des Jahres 2023 waren insgesamt 44 Mitarbeiter tätig:

Vollzeit Teilzeit
39 kaufmännische Mitarbeiter 5 kaufmännische Mitarbeiter

Daneben wurden 8 Auszubildende beschäftigt.

Mitglieder der Geschäftsführung:

-Dennis Becker, CEO RZ-Infrastruktur, IT-Betrieb, IT-Sicherheit, Datenschutz (ab 01.03.2023)

-Lars Prüssing, CEO, Produkt-/Prozess Management, Entwicklung Branchenlösungen, Finanzen, Personal (bis 30.04.2023)

Bezüglich der Bezüge der Geschäftsführung ist von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht worden.

 

Kassel, den 22. Mai 2024

gez. Dennis Becker

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Raiffeisen-IT GmbH, Kassel

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Raiffeisen-IT GmbH, Kassel, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Raiffeisen-IT GmbH, Kassel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, 23. Mai 2024

Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Thorsten Schwibinger, Wirtschaftsprüfer

gez. Sebastian Flögel, Wirtschaftsprüfer

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die ordentliche Gesellschafterversammlung vom 23.05.2024 hat beschlossen, aus dem Jahresüberschuss des Jahres 2023 in Höhe von 577.299,02 EUR und dem Gewinnvortrag von 240.357,60 EUR einen Betrag von 100.000,00 EUR den anderen Gewinnrücklagen zuzuweisen sowie aus dem verbleibenden Betrag in Höhe von 717.656,62 EUR eine quotale Ausschüttung von jeweils 300.000,00 EUR an die Raiffeisen Waren GmbH und die ZG Raiffeisen eG vorzunehmen. Der restliche Betrag in Höhe von 117.656,62 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 20.06.2024

 

gez. Dennis Becker

Feststellung

Die Gesellschafter haben in ihrer Versammlung am 23.05.2024 dem von der Geschäftsführung vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 zugestimmt, womit dieser festgestellt ist.

 

Kassel, 23.05.2024

Die Geschäftsführung

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