Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 19003
Eingetragen
16.12.2021
Branche
Bauträger für WohngebäudeBauträger für andere Gebäude und BauwerkeKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Entwicklung, Planung, Ausführung und Instandhaltung von Bauten aller Art und Erwerb, Entwicklung, Bebauung und Verkauf von Grundbesitz (Grundstücken/ grundstücksgleiche Rechte) im In- und Ausland, d.h. einschließlich der Tätigkeit als Bauträger i.S.d. § 34 c Abs. 1 Nr. 3 a GewO (d.h. die Vorbereitung und Durchführung von Bauvorhaben als Bauherr im eigenen Namen für eigene oder fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern, Mietern, Pächtern oder sonstigen Nutzungsberechtigten oder von Bewerbern um Erwerbs- oder Nutzungsrechten).

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Michael Christian Thon
seit 16.12.2021
Geschäftsführer
Helmut Meichelböck
seit 16.12.2021
Prokura
Matthias Rengstl
seit 16.12.2021
Prokura
Max Simml
seit 16.12.2021
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
44.00%
30.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

K-Holding GmbH
Germany
100.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Ferdinand Tausendpfund GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT zum Jahresabschluss 2023

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

- Gegenstand des Unternehmens

- Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023

- Geschäftsverlauf der Ferdinand Tausendpfund GmbH 2023

2. PROGNOSEBERICHT

- Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

- Aussichten für die Ferdinand Tausendpfund GmbH 2024

3. CHANCEN- und RISIKENBERICHT

1. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gegenstand des Unternehmens

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH ist ein im Land Bayern tätiges, mittelgroßes Bauunternehmen, dessen Leistungsspektrum nahezu alle wichtigen Bereiche des Baus abdeckt:

- Generalist im Hoch- und Tiefbau, mit Neu- und Bestandsbauten

- Spezialist im Wirtschaftsbau, insbesondere Bauten für den Sektor Energie

- Bauträger im Wirtschafts- und Wohnungsbau

Dabei werden die Bauhauptgewerke überwiegend mit dem eigenen, umfassend qualifizierten Personal ausgeführt, in besonderen Fällen auch mit ausgesuchten Nachunternehmern. Der Schwerpunkt liegt wie in den vergangenen Jahren im Bau von Bauten für die Energiewende und die Anpassung an die Klimaänderungen.

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Baubranche 2023

Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 begann die Trendwende in der bis dato florierenden deutschen Baukonjunktur. Den enormen Anstieg der Energiepreise, Sanktionen gegen Russland und Produktionsausfälle in der Ukraine hätte die deutsche Bauwirtschaft vielleicht - wie vorher die Coronakrise - meistern können; gleichzeitig sind jedoch die stabilen politischen Rahmenbedingungen weggefallen, die den Bauboom jahrelang gestützt haben:

• Das sprunghafte Anziehen der Bauzinsen ab April 2022 von 1% auf 4%,

• eine hohe Inflation und damit steigende Lebenshaltungskosten, die den Spielraum der Verbraucher und Bauherren deutlich einengen,

• unaufhaltsam steigende Material- und Energiepreise, getriggert durch das politische Vorantreiben der Klimawende,

• sich ständig ändernde Förderrichtlinien im Gebäudebereich, Stopps gerade erst neuaufgelegter Fördermittel und der fast vollständige Wegfall der Neubauförderung sowie

• die Unsicherheiten bei der Budgetierung der Haushaltsmittel, dies alles hat dem Hochbau, insbesondere dem Wohnungsbau, im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weggezogen. Denn unsichere oder sich ständig ändernde politische Rahmenbedingungen verhindern Bauprojekte, weil im Bau die Projekte über Jahre geplant und umgesetzt und über Jahrzehnte finanziert werden.

Die Bauwirtschaft startete mit einem Auftragsbestand von 68,3 Mrd. € in das Jahr 2023 (nominal +6 %, real -9 %). Wie von den Spitzenverbänden der Bauwirtschaft prognostiziert, hat die ungünstige Mischung bei den Rahmenbedingungen 2023 zu einem Nachfrageeinbruch nach Bauleistungen geführt: Der Umsatz ist real um 5,3 % gesunken. Verantwortlich für diesen Umsatzrückgang ist vor allem der Wohnungsbau, der 2023 real um 12 % eingebrochen ist. Der Wirtschaftsbau und der öffentliche Bau trugen jeweils "nur" mit real -1% zu dieser krisenhaften Entwicklung bei.

Der deutliche Nachfrageeinbruch im Wohnungsbau und die daraus resultierende Unterauslastung der Kapazitäten bleiben für die Beschäftigung nicht ohne Folgen: Nach einem Jahrzehnt des Beschäftigungsaufbaus von plus 220.000 Beschäftigten auf 926.700 (2022), konnten die Betriebe die Beschäftigtenzahl 2023 gerade einmal konstant halten (927.700); trotz der geringen Nachfrage bemühen sich die Unternehmen, ihr Personal zu halten.

Die Einkaufspreise für Baumaterial verharren weiterhin auf historisch hohem Niveau: Vergleicht man die Jahresmittelwerte der Erzeugerpreisindizes von 2020 mit den laufenden Mittelwerten von 2023, so liegen beispielsweise die Indizes bei Mineralölerzeugnissen per September 2023 um ca. 60% über dem Jahresdurchschnitt von 2020 und bei Bitumen um fast 75%. Dämmstoffe aus Styrol liegen um gut 45% über der Basis von 2020, Betonstahl ebenfalls. Zement, ein energieintensiv hergestellter Baustoff, hat um über 60% zugelegt. Auch die Indizes für Holzprodukte liegen um gut ein Drittel über dem Niveau von 2020. Diese Entwicklung hält auch die Preise für Bauleistungen auf hohem Niveau. Betroffen sind alle Bausparten.

Inzwischen hat die Preisdynamik für Bauleistungen allerdings erkennbar nachgelassen: Für 2023 lag die Preisentwicklung für Bauleistungen bei etwa +7% (nach +16% in 2022), der Umsatz betrug 162,5 Mrd. € (real -5,3%; nominal +1,3%).

In den einzelnen Sparten zeichnete sich folgende Entwicklung ab:

Im Wohnungsbau wurden 2023 für 260.000 Wohneinheiten Baugenehmigungen erteilt. Damit wurden etwa 100.000 WE weniger genehmigt als im Vorjahr (-27 %; Mehrfamilienhäuser etwa -48.000 WE, somit -25 %; Ein- und Zweifamilienhäuser -44.000 WE, somit -41 %). Die Auftragsbestände sind 2023 real um fast 20% zurückgegangen; die Auftragspolster der Unternehmen damit weitgehend aufgebraucht.

Die Bauverbände gehen davon aus, dass 2023 etwa 271.000 WE fertiggestellt worden sind (Vorjahr: 295.300 WE). Der Umsatz im Wohnungsbau betrug bei 58 Mrd. Euro (nominal -6%, real -12%).

Im Wirtschaftsbau ist die Entwicklung zweigeteilt: Im Wirtschaftshochbau schlägt sich die konjunkturelle Stagnation in Deutschland erkennbar nieder. Zinsen und Energiepreise bremsen die Investitionsneigung der Unternehmen. Für Baumaßnahmen in und an Wirtschaftsbauten fehlen Genehmigungen über insgesamt ca. 3 Mrd. Euro (nominal -10% gg. Vorjahr). Die Auftragseingänge lagen 2023 im Wirtschaftshochbau im Minus, die Auftragsbestände sind gegenüber dem Vorjahr geschmolzen.

Anders der Wirtschaftstiefbau: Hier hat es im gesamten Jahr 2023 deutliche Investitionsimpulse gegeben. Projekte der Mobilitätswende und auch der Energiewende sind an den Markt gegangen, Großprojekte im Öffentlichen Nahverkehr, aber auch für den Stromtrassenausbau beauftragt worden. Und die Deutsche Bahn investiert weiter in ihr Schienennetz. Der Auftragseingang im Wirtschaftstiefbau legte 2023 nominal um 26% zu.

Für 2023 lag der Umsatz im Wirtschaftshochbau bei 32,4 Mrd. Euro (real -6%), im Wirtschaftstiefbau bei 27,6 Mrd. Euro (real +5%). Der Wirtschaftsbau insgesamt erreicht 2023 somit einen Umsatz von 60 Mrd. Euro (nominal +5,5%, real -1,3%).

Auch der öffentliche Bau zeigte ein ambivalentes Bild: Insgesamt erreichte der Umsatz 2023 im öffentlichen Hochbau 9,4 Mrd. Euro (nominal +13%, real fast +6%). Im öffentlichen Tiefbau stiegen die Umsätze dagegen nur leicht auf 35 Mrd. Euro (nominal fast +4%, real -3%). Insgesamt hat der öffentliche Bau damit in 2023 gut 44 Mrd. Euro erreicht (nominal +6%, real -1%).

Geschäftsverlauf der Ferdinand Tausendpfund GmbH 2023

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH ist mit einer guten Auftragslage und einem Bestand an Aufträgen von 35,2 Mio. € in das neue Jahr (Vorjahr 42,0 Mio. €) gestartet. Lieferschwierigkeiten gab es kaum noch. Die Materialpreise bewegten sich zwar auf hohem Niveau, schwankten aber nicht mehr so stark. Auf hohem Niveau stabil waren auch die Energiepreise, obwohl auf dem Energiemarkt bereits wieder zu geringeren Preisen gehandelt wurde.

Per Ende April lag die Gesamtleistung mit 6,6 Mio. € genau im Plan (Vorjahr 7,3 Mio. €). Vom Sommer an war der Auftragseingang geprägt von einem zusehends schärfer werdenden Wettbewerb.

Insgesamt führte die Geschäftstätigkeit 2023 zu Umsatzerlösen von 26,5 Mio. € bei einer Bestandsveränderung von in Ausführung befindlichen Bauaufträgen von insgesamt +5,2 Mio. €. Die Gesamtleistung betrug somit 31,7 Mio. € (prognostiziert: 33,5 Mio. € / 2022: 31,6 Mio. €). Der Jahresüberschuss belief sich auf 0,8 Mio. € (nach Steuern), das entspricht 2,52% der Gesamtleistung (prognostiziert: 3,30 %). Dies stellt einen Rückgang von 0,2 Mio. € gegenüber dem Vorjahr dar (2022: 0,3 Mio. nach Steuern) - die geringere Auslastung der Kapazitäten hat hier Gewinnanteile gekostet. Der enge Wettbewerb machte Zugeständnisse bei den Margen erforderlich.

Die Wertschöpfung je produktiv beschäftigtem Mitarbeiter sank geringfügig auf 310 T€.

Die Vermögenslage der Gesellschaft ist 2023 durch ein Bilanzvolumen von 12,4 Mio. € gekennzeichnet, wovon 4,6 Mio. € auf das Eigenkapital entfallen. Dies entspricht 37,1 % des Bilanzvolumens (Vorjahr 30,2 %). Als wesentliche Aktivposten sind das zum Bilanzstichtag bestehende Sachanlagevermögen mit 4,2 Mio. € (Vorjahr 4,4 Mio. €), die teilfertigen Arbeiten (nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen) mit 31,0 Mio. € (Vorjahr 25,8 Mio. €), die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit 2,9 Mio. € (Vorjahr 3,4 Mio. €) sowie die flüssigen Mittel mit 4,9 Mio. € (Vorjahr 5,4 Mio. €) zu nennen.

Zweifelhafte Forderungen wurden wertberichtigt. Die ausgewiesenen Forderungen werden als werthaltig angesehen.

Die Liquidität war im Berichtsjahr jederzeit gewährleistet. Die bestehenden Kreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Neue Kredite wurden nicht aufgenommen.

Insgesamt ist die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft geordnet.

Im Dezember 2023 fand das turnusmäßige Überwachungsaudit durch die Zertifizierung Bau statt. Dabei wurde wie in den vergangenen Jahren die hohe Qualität des Managementsystems bestätigt, so dass das die Ferdinand Tausendpfund GmbH inzwischen seit neun Jahren lückenlos nach DIN EN ISO 9001 zertifiziert ist. (Qualitätsmanagement)

Insgesamt bestätigt die derzeitige Marktlage eine gute Marktpositionierung der Gesellschaft durch das breite Leistungsspektrum:

• Hoch- und Energiebau mit 60,28 % Umsatzanteil

• Tief- und Wirtschaftsbau mit 39,72 % Umsatzanteil

Mit ihren zwei Geschäftsfeldern ist die Ferdinand Tausendpfund GmbH gut aufgestellt und kann auf Marktentwicklungen flexibel reagieren. Mit einem hohen Anteil an nachhaltigem Bauen und Bauen für den Klimaschutz wird der, durch den Wegfall des Wohnungsbaus ansteigende Konkurrenzdruck, in sehr gutem Maße kompensiert. (Geschäftsfeld/ Strategie)

Die Transformation der Ferdinand Tausendpfund GmbH hin zu einem nachhaltigen Unternehmen geht voran: Im März 2023 haben wir mit der Erstellung eines ersten Maßnahmenplans begonnen. Die Umsetzung und Kontrolle dieser Maßnahmen erweisen sich als sehr personalintensiv. Weitere Informationen im Chancen- und Risikobericht. (Nachhaltigkeit)

Im abgelaufenen Jahr tätigte die Ferdinand Tausendpfund GmbH notwendige Ersatzanschaffungen in Höhe von 0,6 Mio. €). Die Investitionen wurden größtenteils aus dem Cashflow finanziert. (Investitionen)

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH beschäftigte 2023 durchschnittlich 16 kaufmännische und 21 technische Angestellte sowie 92 gewerbliche Arbeitnehmer, außerdem 8 gewerbliche, technische und kaufmännische Auszubildende. Die Personalkostenquote liegt bei 28,3 %.

Die Geschäftsleitung hat wiederholt festgestellt, dass die gute Wettbewerbsposition der Ferdinand Tausendpfund GmbH in erster Linie auf die hervorragend ausgebildeten und stets aktuell geschulten Mitarbeiter zurückzuführen ist. Den Schwerpunkt in der Fortbildung der Mitarbeiter bildete 2023 das Thema Arbeitsschutz und Nachhaltigkeit mit ihren vielen Facetten.

Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Gesellschaft im Jahr 2023 zufrieden. Unsere wirtschaftliche Lage ist nach wie vor gut. Durch unsere Investitionen der letzten Jahre in Strukturen, Prozessmanagement und IT sowie aktuell die Fokussierung auf das Bauen im Bestand sehen wir uns gut aufgestellt für ein absehbar schwieriges Jahr 2024. ( Gesamtaussage 2023)

2. PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenaussichten 2024

Durch die nachlassende Dynamik bei den Einkaufspreisen und den anziehenden Wettbewerb um Aufträge lässt zwar der Druck auf die Baupreise allmählich nach. Andererseits bleiben aber die Einkaufspreise hoch, steigende Mautgebühren und CO 2 -Aufschläge verteuern das Bauen noch einmal; hinzu kommen die anstehenden Tarifverhandlungen. Alles in allem rechnen die Spitzenverbände der Bauwirtschaft 2024 dennoch mit einem Preisrückgang für Bauleistungen um 2 %.

Nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Jahr erwarten die Bauverbände 2024 wegen der nach wie vor ungünstigen Rahmenbedingungen einen weiteren Rückgang des Umsatzes im Bauhauptgewerbe auf 154 Mrd. € (nominal -5 %; unter der Annahme sinkender Baupreise: real -3 %). Verantwortlich dafür ist vor allem der Wohnungsbau, der seinen Sinkflug fortsetzen wird und mit real -13 % zu der schlechten Entwicklung beiträgt.

Die Unterauslastung im Wohnungsbau lässt den jahrelangen Kapazitätsaufbau in Personal und Geräte ins Stocken geraten: Zum ersten Mal seit 2008 werden 2024 Beschäftigte abgebaut werden, voraussichtlich etwa 30.000 (= 900.000 Beschäftigte). Nur in den Ausbaubereichen und im Ingenieur- und Tiefbau werden weiterhin Fachkräfte gesucht.

Nachdem die deutsche Wirtschaft 2023 um real 0,3 % geschrumpft ist, erwartet die Bundesregierung für 2024 auch nur ein geringes Wachstum des BIP von 0,3 %.

In den einzelnen Bausparten sehen die Erwartungen folgendermaßen aus:

Für 2024 erwarten die Bauverbände bei weiterhin unveränderten Investitionsbedingungen die Fertigstellung von 235.000 WE. Das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 400.000 WE ist damit in weite Ferne gerückt. Die mit dem Wachstumschancengesetz gesetzten Impulse (eine degressive Afa von 6% für den Mietwohnungsbau und eine bessere steuerliche Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen) können nicht wirken, das Gesetz steckt im Vermittlungsausschuss fest. Den Umsatz im Wohnungsbau erwarten die Bauverbände daher 2024 nur noch bei 49 Mrd. € (nominal -15%, real -13%).

Im Wirtschaftsbau rechnen wir 2024 mit einem Umsatz von gut 60 Mrd. Euro (nominal knapp +1%, real knapp +3%). Die positive Entwicklung wird vom Tiefbau getragen, der fast 29 Mrd. Euro erreicht (real +7%). Im Wirtschaftshochbau werden gut 31 Mrd. Euro umgesetzt werden (real -1%).

Unter der Voraussetzung, dass es bei der für 2024 geplanten Investitionslinie in Höhe von 10 Mrd. € für die Infrastruktur (Straße und Wasserstraße) bleibt, gehen die Bauverbände für 2024 im öffentlichen Tiefbau von einem Umsatz in gleicher Höhe aus wie 2023 (35 Mrd. €, real +2%), im öffentlichen Hochbau dagegen von einem leichten Zuwachs auf 9,7 Mrd. € (real +5%). Die anhaltend prekäre Finanzsituation vieler Kommunen lässt Mehrausgaben zum Abbau des Investitionsstaus nicht zu. Insgesamt rechnen die Bauverbände mit einem Umsatz von 44,9 Mrd. € im öffentlichen Bau (nominal +1%, real +3%).

Aussichten für die Ferdinand Tausendpfund GmbH 2024

Wettertechnisch war der Winter milde, wenn auch nass. Die Ferdinand Tausendpfund GmbH konnte daher relativ früh beginnen ihren Auftragsbestand von 37,3 Mio. € abzuarbeiten. Alle Mitarbeiter waren ab Ende März wieder aus der Saison-Kurzarbeit wieder zurückgekehrt.

Per Ende April lag die Gesamtleistung mit 6,4 Mio. € im Plan (Vorjahr 6,4 Mio. €).

Zum 1. Mai 2024 beträgt der Auftragsbestand 52 Mio. € (Vorjahr 40 Mio. €). Die Auftragsreichweite der Ferdinand Tausendpfund GmbH liegt damit bei 27 Monaten.

Die Geschäftsleitung plant erneut vorsichtig mit einer Gesamtleistung von 35 Mio. €. Der Jahresüberschuss (nach Steuern) soll 3,0 % betragen.

Trotz der unklaren Lage in der Bauwirtschaft wollen wir nicht nur unser gut ausgebildetes Personal halten, sondern weiterhin mit hohem Engagement auf dem Personalmarkt tätig werden und ständig gute Fach- und Führungskräfte hinzugewinnen.

Der Investitionsplan sieht für das Jahr 2024 Ersatzanschaffungen für Maschinen in Höhe von 1 Mio. € vor. Die Finanzierung erfolgt erneut zu weiten Teilen aus dem Cash-Flow.

Das Thema "nachhaltiges Unternehmen" werden wir 2024 weiterbearbeiten. Näheres dazu im Chancen- und Risikobericht. (Nachhaltigkeit)

Die Gesellschaft ist personell, finanziell und technisch solide aufgestellt. Die aktuellen Auftragsverhandlungen und die Projektentwicklung bei unseren Stammkunden veranlassen uns daher, trotz schwacher Konjunkturaussichten auch für 2024 von einer moderat positiven Geschäftsentwicklung auszugehen. ( Gesamtaussage Prognose)

3. CHANCEN- und RISIKOBERICHT

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH hat seit mehreren Jahren personelle und organisatorische Vorkehrungen getroffen für ein Risikomanagement, das sie in die Lage versetzt, eventuell auftretende Risiken rechtzeitig erkennen zu können.

Bauverträge werden im Vorfeld regelmäßig juristisch überprüft, die Bonität der Auftraggeber während der Bauzeit von einer Wirtschaftsauskunftei überwacht.

Für das Geschäftsjahr hat die Gesellschaft einen Liquiditätsplan und einen Rentabilitätsplan aufgestellt, deren Einhaltung anhand monatlich erstellter Soll-Ist-Vergleiche kontrolliert wird. Mit Hilfe monatlicher Leistungsmeldungen und Projektabrechnungen sowie monatlichen Bereichsleiterbesprechungen, in denen auch der Zahlungsstand der Projekte systematisch überprüft wird, werden die Bereiche gesteuert und kontrolliert. Die Qualität von Lieferanten und Nachunternehmern unterliegt einer regelmäßigen Bewertung durch Bauleiter und Poliere. Ablauforganisatorische Regelungen, Richtlinien und Anweisungen (wie z.B. das "Vieraugenprinzip" bei der Prüfung der Kalkulation) sind systematisch im QM-Handbuch niedergelegt: Die wichtigsten Risiken, wie Kalkulationsfehler, Verzug bei der Fertigstellung, Kostenüberschreitungen, Mängel sowie ausbleibende Zahlungseingänge, sind auf diese Weise beherrschbar. ( Planung/Controlling)

Der starke Wettbewerb erfordert aktuell eine äußerst sorgfältige Kalkulation der Projekte, um bei Ausschreibungen erfolgreich zu sein. Das Vieraugenprinzip und gründliche Abstimmung rund um die Verhandlungstermine sichern die Auskömmlichkeit der Vertragsabschlüsse.

Aus der anhaltenden Diskussion um den Klimawandel und der daraus erwachsenden Notwendigkeit die Infrastruktur klimagerecht auszubauen und den privaten, öffentlichen und gewerblichen Gebäudebestand energetisch zu sanieren, ergeben sich erhebliche Wachstumschancen für die Branche. Wir sehen hier ein großes Potenzial für das Unternehmen.

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH selbst hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 eine Nachhaltigkeitsstrategie zu entwickeln. Nach zwei Workshops zu Beginn des Jahres haben wir einen Status Quo festgestellt (Wie nachhaltig ist die Ferdinand Tausendpfund GmbH bereits?) und die für das Unternehmen wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen herausgefiltert. Diese sind: CO 2 -Emissionen und Energieverbrauch, Fachkräftesicherung, Arbeitssicherheit und Gesundheit, Innovation und Digitalisierung sowie Abfall und Kreislaufwirtschaft. Wir werden in der zweiten Jahreshälfte erste Maßnahmen einleiten. Derzeitig sind wir dabei, übergeordnete Nachhaltigkeitsziele zu formulieren sowie aussagekräftige Kennzahlen dafür zu finden. Über Zwischenschritte und Ergebnisse informieren wir Führungskräfte und Belegschaft umfassend. ( Geschäftsfelder/ Strategie)

Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist personalintensiv und schlägt sich bislang nicht in geringeren Kosten nieder.

Durch die Digitalisierung zahlreicher betrieblicher Prozesse haben wir deutliche Effizienzvorteile erzielt, die uns helfen, die Qualität zu verbessern, Abstimmungsdefizite zu vermeiden und gleichzeitig Zeit und Kosten zu sparen.

Aufgrund des personellen Aufbaus unserer IT-Abteilung und unseren Schulungen sehen wir die IT-Sicherheit bei der Ferdinand Tausendpfund GmbH momentan als gewährleistet an. Ein Stresstest unseres Cyber Crime Versicherers ist mit gut bewertet worden.

Für die Fachkräftesicherung, sowie die Neueinstellung von motivierten Fachkräften und Neueinsteigern haben wir unsere Personalabteilung um eine Personalreferentin verstärkt.

Die hier im Lagebericht dargestellten Risiken haben derzeit weder einzeln noch kumuliert bestandsgefährdenden Charakter.

 

Regensburg, 27.06.2024

Ferdinand Tausendpfund GmbH

Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.302.575,54 4.557.667,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.101,00 33.515,00
II. Sachanlagen 4.170.952,51 4.431.073,51
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.075.423,51 2.141.364,51
2. technische Anlagen und Maschinen 1.012.412,00 1.156.986,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.083.117,00 1.132.723,00
III. Finanzanlagen 90.522,03 93.078,49
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.129,19 76.129,19
2. Beteiligungen 14.392,84 16.949,30
B. Umlaufvermögen 8.752.465,54 8.787.027,85
I. Vorräte 818.436,94 15.645,00
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 31.247.724,74 25.775.141,59
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.980.270,95 3.410.257,42
1. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 11.698,92
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.304.009,26 478.758,41
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.676.261,69 2.919.800,09
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.953.757,65 5.361.125,43
C. Rechnungsabgrenzungsposten 128.908,43 138.902,31
Aktiva 13.183.949,51 13.483.597,16

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.591.109,12 4.074.102,75
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Kapitalrücklage 2.855.257,10 2.855.257,10
III. Gewinnvortrag 618.845,65 15.427,28
IV. Jahresüberschuss 1.017.006,37 1.103.418,37
B. Rückstellungen 2.458.894,00 3.143.710,50
C. Verbindlichkeiten 6.118.747,39 6.265.783,91
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 563.702,14 564.607,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 389.903,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 5.165.142,25 5.701.176,34
D. Passive latente Steuern 15.199,00
Passiva 13.183.949,51 13.483.597,16

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.811.649,08 13.929.693,94
2. Personalaufwand 9.223.215,59 9.407.599,98
a) Löhne und Gehälter 7.260.764,11 6.934.548,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.962.451,48 2.473.051,54
davon für Altersversorgung 834.986,41 925.090,26
3. Abschreibungen 830.693,92 986.775,20
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 830.693,92 848.399,55
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 138.375,65
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.084.288,82 2.519.131,99
5. Erträge aus Beteiligungen 500.000,00 500.000,00
davon aus verbundenen Unternehmen 500.000,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26,94 6,91
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 20.637,20 11.792,19
davon aus verbundenen Unternehmen 19.116,20 10.384,35
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 102.151,20 113.792,87
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 534,00 591,00
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 50.257,68 268.009,11
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 15.199,00
10. Ergebnis nach Steuern 1.041.706,01 1.146.183,89
11. sonstige Steuern 24.699,64 42.765,52
12. Jahresüberschuss 1.017.006,37 1.103.418,37

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Die Ferdinand Tausendpfund GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Zur Gliederung der Vorräte wurde von der Regelung des § 265 Abs. 6 HGB Gebrauch gemacht.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Ferdinand Tausendpfund GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Regensburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Regensburg
Register-Nr.: HRB 19003

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von netto EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungswerten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Reparaturstoffen und Ersatzteilen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einfaufspreises ermittelter Festwert (EUR 15.000,00) angesetzt. Ebenso verhält es sich mit dem Bestand Heizöl, der mit EUR 645,00 angesetzt wurde.

Die erhaltenen Anzahlungen werden offen von den Vorräten abgesetzt, ein übersteigender Anteil wird auf der Passivseite unter den erhaltenen Anzahlungen ausgewiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten aktiviert. Für das allgemeine Kreditrisiko im Forderungsbestand sowie für erkennbare Einzelrisiken wurden angemessene Wertberichtigungen gebildet.

Liquide Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt.

Die Rechnungsabgrenzungsposten sind zu Nennwerten aktiviert.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Auszahlungen vor dem Stichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsung wurde pauschal eine durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren unterstellt und dafür der von der Deutschen Bundesbank auf den Bilanzstichtag ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82 % angesetzt. Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von 147,00 EUR (VJ. 704,00 EUR).

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind jeweils in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive latente Steuern wurden für temporäre oder quasipermanente Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz gebildet. Sie sind mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz von 29,1 % bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 274.374,87 26.045,00 11.994,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 274.374,87 26.045,00 11.994,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.625.317,73 17.431,35 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 3.682.516,02 200.591,64 69.381,29
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.359.182,71 346.341,93 112.062,79
Summe Sachanlagen 9.667.016,46 564.364,92 181.444,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 76.129,19 0,00 0,00
2. Beteiligungen 16.949,30 0,00 2.556,46
Summe Finanzanlagen 93.078,49 0,00 2.556,46
Summe Anlagevermögen 10.034.469,82 590.409,92 195.995,11
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 288.425,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 288.425,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.642.749,08
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 3.813.726,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.593.461,85
Summe Sachanlagen 0,00 10.049.937,30
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 76.129,19
2. Beteiligungen 0,00 14.392,84
Summe Finanzanlagen 0,00 90.522,03
Summe Anlagevermögen 0,00 10.428.884,63
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.859,87 18.455,00 11.990,57 0,00 247.324,30
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 240.859,87 18.455,00 11.990,57 0,00 247.324,30
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 483.953,22 83.372,35 0,00 0,00 567.325,57
2. technische Anlagen und Maschinen 2.525.530,02 345.161,64 69.377,29 0,00 2.801.314,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.226.459,71 383.704,93 99.819,79 0,00 2.510.344,85
Summe Sachanlagen 5.235.942,95 812.238,92 169.197,08 0,00 5.878.984,79
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 5.476.802,82 830.693,92 181.187,65 0,00 6.126.309,09
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 41.101,00 33.515,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 41.101,00 33.515,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.075.423,51 2.141.364,51
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.012.412,00 1.156.986,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.083.117,00 1.132.723,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.170.952,51 4.431.073,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 76.129,19 76.129,19
2. Beteiligungen 0,00 14.392,84 16.949,30
Summe Finanzanlagen 0,00 90.522,03 93.078,49
Summe Anlagevermögen 0,00 4.302.575,54 4.557.667,00

Forderungsspiegel

Art der Forderung zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR kleiner 1 Jahr
TEUR
größer 1 Jahr
TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.210,0 1.210,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 1.304,0 1.304,0 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 466,2 466,2 0,0
Summe 2.980,2 2.980,2 0,0

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 147,00 EUR.

Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen betragen 28.997,00 EUR.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Zinssatz 1,82 %
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0,00 %
zugrunde gelegte Sterbetafel Heubeck-Richttafeln 2018 G

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Art der Rückstellung Stand zum 31.12.2023
TEUR
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 29,0
Pensionsrückstellungen 29,0
Steuerrückstellungen 64,0
Gewerbesteuer 64,0
Sonstige Rückstellungen 2.365,9
Personalkosten 928,9
Gewährleistung 1.292,0
Abschluss- und Prüfungskosten 75,0
Aufbewahrungspflicht 5,0
sonstige Rückstellungen 65,0
Rückstellungen gesamt 2.458,9

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit zum Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023 TEUR bis 1 J.
TEUR
1 bis 5 J.
TEUR
größer 5 J.
TEUR
gegenüber Kreditinstituten 563,7 320,4 243,3 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 3.655,1 3.655,1 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 389,9 389,9 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.510,1 1.510,1 0,0 0,0
davon aus Steuern 1.154,7 1.154,7 0,0 0,0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 53,1 53,1 0,0 0,0
Summe 6.118,8 5.875,5 243,3 0,0

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt TEUR 243,3.

Betrag der Sicherungsrechte

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert, d.h. in Höhe von EUR 563.702,14.

Die nachfolgenden Sicherungsarten und Sicherungsformen sind mit den Verbindlichkeiten verbunden:

Grundschulden und Sicherungsübereignungen

Passive latente Steuern

Zum Abschlussstichtag bestanden latente Steuerverpflichtungen in Höhe von 15 TEUR (VJ. 0 TEUR). Aktive latente Steuern waren nicht zu berücksichtigen. Die Veränderung in Höhe von 15 TEUR wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausgewiesen.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten Verbindlichkeiten gemäß § 251 HGB

Zum Abschlussstichtag bestanden Haftungsverhältnisse aus Avalen in Höhe von 850 TEUR.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 403 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen wie folgt:

Restlaufzeiten bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
ab 5 Jahre
TEUR
Gesamt
TEUR
122 281 0 403

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 135 Arbeitnehmer (VJ. 134 Arbeitnehmer).

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wird gemäß § 286 Abs. 2 HGB verzichtet.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Ewald Weber, Dipl.-Ing. (bis 31.12.2023)
Michael Thon Dipl.-Kfm. (FH), LL.M.

Zum 1. Januar 2024 wurden zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Tobias Bauernfeind, Dipl.-Ing. (FH)
Herr Josef Arno Schwarz, Dipl.-Betriebswirt (FH)

Auf die Darstellung der Bezüge der Geschäftsführung nach § 285 Nr. 9a und 9b HGB wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen

Firmenname Sitz Beteiligungsquote
in %
Eigenkapital
in TEUR
Ergebnis 2023
in TEUR
FT Projekt 1 GmbH Regensburg 100 91 69
Sieber GmbH Schwandorf 100 596 467
Kassecker Innovation & Technology GmbH Regensburg 40 35 15

Mutterunternehmen

Die Gesellschaft gehört zum Konzern der K-Holding GmbH, Waldsassen, die einen befreienden Konzernabschluss und Konzernlagebericht gemäß § 291 HGB aufstellt, die im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung

Der weiterhin andauernde Krieg in der Ukraine macht sich insbesondere durch Auftragsverschiebungen und Materialbeschaffungsschwierigkeiten bemerkbar. Eine negative Auswirkung auf die Liquidität ist nicht auszuschließen, wobei nicht davon auszugehen ist, dass der Einbruch den Bestand des Unternehmens gefährdet.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 1.017.006,37 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 1.635.852,02 EUR, der zu verwenden ist.

In die Rücklagen werden 0,00 EUR eingestellt.

Auf neue Rechnung werden 1.017.006,37 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Regensburg, den 27.06.2024

gez. Josef Arno Schwarz

gez. Tobias Bauernfeind

gez. Michael Thon

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Ferdinand Tausendpfund GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Ferdinand Tausendpfund GmbH, Regensburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Ferdinand Tausendpfund GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bayreuth, 28. August 2024

UNION AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Hubert E. Grünbaum, Wirtschaftsprüfer

Daniel Buhl, Wirtschaftsprüfer

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