Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 107234
Vorher
AM-Automation GmbHAM Logistic Solutions GmbH
Eingetragen
8.3.2000
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenEntwicklung und Programmierung von AnwendungssoftwareErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Die Entwicklung, Erstellung, der Vertrieb und die Wartung von Software aller Art, die Planung und Errichtung elektrotechnischer Anlagen, der schaltschrankbau sowie die Entwicklung, Erstellung, der Vertrieb und die Wartung von Förder-, Handhabungsund Lagersystemen sowie Maschinen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Maarten Reezigt
seit 9.3.2026
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
REESINK MATERIAL HANDLING EQUIPMENT B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
REESINK MATERIAL HANDLING EQUIPMENT B.V.
Netherlands
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AM Logistic Solutions GmbH

Offenau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

Die AM Logistic Solutions GmbH (im Folgenden auch: "AM Logistic Solutions") ist ein führender Anbieter von automatisierten Intralogistiklösungen. Das Unternehmen hat sich dabei auf zwei Bereiche spezialisiert. Ein Schwerpunkt ist die Distribution eines automatisierten Lagersystems des norwegischen Herstellers Autostore. Dieses System bietet seinen Kunden ein flexibles, automatisches Kleinteilelagersystem mit effizienter Raumausnutzung.

Des Weiteren bietet die AM Logistic Solutions ihren Kunden komplette Lagerlösungen - Regalbediengeräte, Shuttlesysteme und Hochregallager nach kundenspezifischen Bedürfnissen. Die Lösungen bieten Flexibilität und Zuverlässigkeit und machen das Produkt zum gefragten automatischen Lagersystem auf dem heutigen Markt.

Die Kunden stammen aus den unterschiedlichsten Branchen wie beispielsweise der Automobil-, Fahrrad-, Elektronik-, E-Commerce- oder Pharmaindustrie.

Seit dem 27. Dezember 2018 ist die AM Logistic Solutions GmbH Teil von Royal Reesink B.V. mit Sitz in Apeldoorn, Niederlande. Die Royal Reesink B.V. ist international ein großer Distributor für hochwertige Maschinen und Ersatzteile für die Bereiche Landwirtschaft, Landschaftspflege, Intralogistik und Baumaschinen. Der Fokus liegt auf einem kompletten Betreuungskonzept über die gesamte Lebensdauer der Maschinen. Dieser umfassende Ansatz deckt sich mit dem Konzept der AM Logistic Solutions GmbH. Diese ist innerhalb des Konzerns der Sparte Reesink Logistic Solutions zugeordnet.

B. Wirtschaftsbericht

I. Geschäftsverlauf

Konjunktur und Markt

Die deutsche Wirtschaft kam im Jahresverlauf 2023 in einem krisengeprägten Umfeld aufgrund hoher Preise, einer geringen Nachfrage sowie ungünstigen Finanzierungsbedingungen ins Stocken. Erste Berechnungen des statistischen Bundesamtes ergaben einen Rückgang des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,3% gegenüber 2022. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024).

Umsatz und Auftragseingang

Der Umsatz der AM Logistic Solutions GmbH liegt im Jahr 2023 bei 56,2 Mio. € und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 87% angestiegen (Vorjahr: 30,1 Mio. €). Der Anstieg der Umsatzerlöse ist insbesondere das Resultat aus dem wesentlich höheren Volumen an abgerechneten Logistikprojekten in 2023, da diese Projekte als Werkverträge erst mit Abnahme als Umsatzerlös realisiert werden können. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sind hingegen um 0,3 Mio. € gesunken. Somit erhöht sich die Gesamtleistung (definiert als Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) im Jahr 2023 auf 55,9 Mio. €.

Zum Jahresende 2023 lag der Auftragsbestand bei insgesamt 67,0 Mio. € (Vorjahr: 78,8 Mio. €) und damit 15% unter Vorjahresniveau. Der Schwerpunkt des Auftragsbestandes bilden weiterhin Projekte mit Produkten des größten Lieferanten Autostore AS mit Sitz in Nedre Vats, Norwegen.

Investition

2023 wurden Investitionen in Höhe von rund 209 T€ (Vorjahr: 238 T€) getätigt. Der Investitionsschwerpunkt lag hierbei auf einer Nomagic Picking Station i. H. v. 100 T€, welche an das bestehende AutoStore System in Offenau angebunden wird. Das neue System dient neben Schulungszwecken auch Kundenvorführungen und dem damit verbundenen Ziel die Markpositionierung der AM Logistic Solutions GmbH als Anbieter für vollständig integrierte Intralogistiklösungen zu stärken.

Beschaffung

Die Beschaffung des Autostoresystems erfolgt vertragsgemäß bei der Firma Autostore AS mit Sitz in Nedre Vats, Norwegen. Für die Beschaffung weiterer Komponenten und Nebengewerke werden durch den Bezug über diverse Lieferanten Einzelabhängigkeiten vermieden. Die Beschaffung wird auftragsbezogen durchgeführt, weshalb eine Bevorratung weitgehend entbehrlich ist. Lediglich für Kleinteile, Ersatzteile und Teile für Garantieleistungen ist eine Bevorratung nötig.

Bei allen weiteren Projekten erfolgt die Beschaffung ebenfalls projektbezogen. Hierbei wurde mit verschiedenen Lieferanten und Dienstleistern zusammengearbeitet, um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren.

Personal

Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 waren mit 80 aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (FTEs) zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weniger beschäftigt als im Vorjahr. Der Rückgang des Personalbestands ist vor allem auf eine höhere Fluktuation im Servicebereich zurückzuführen.

II. Darstellung der Lage

Die AM Logistic Solutions GmbH bedient sich zur Unternehmenssteuerung folgender finanzieller Leistungsindikatoren: der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung der fertigen und unfertigen Erzeugnisse) sowie dem Ergebnis vor Zinsen und Steuern ("EBIT"). Die Geschäftsentwicklung 2023 war insgesamt sehr zufriedenstellend und entsprach im Wesentlichen den ursprünglichen Erwartungen der Geschäftsführung und Gesellschafter. Die Gesamtleistung ist wie im Vorjahreslagebericht erwartet gegenüber 2022 deutlich angestiegen. Das Ziel der Erwirtschaftung eines EBIT auf Vorjahresniveau wurde nicht ganz erreicht.

Vermögenslage/Finanzlage

Bei einer um 3,3 Mio. € auf 57,0 Mio. € verringerten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf 22,3% erhöht (Vorjahr: 21,4%). Die verringerte Bilanzsumme ist auf die Finalisierung vieler Projekte und damit einem niedrigeren Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen zurückzuführen. Das Anlagevermögen ist nach wie vor von untergeordneter Bedeutung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 25,3 Mio. € auf 26,3 Mio. € erhöht, da einige Projekte noch vor Jahresende abgeschlossen und fakturiert werden konnten. Das Cash Pool Guthaben mit der Reesink GmbH verringerte sich von 19,7 Mio. € auf 16,7 Mio. €, wobei der Grund in einer einmaligen Abstandszahlung aus der Beendigung eines Vertragsverhältnisses hervorgeht.

Auf der Passivseite ist innerhalb der Verbindlichkeiten eine Verringerung der erhaltenen Anzahlungen von 42,2 Mio. € auf 37,0 Mio. € festzustellen, was ebenfalls auf die Finalisierung der Projekte im Geschäftsjahr 2023 zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 0,8 Mio. € auf 3,2 Mio. € gestiegen.

Finanzlage

Die Finanzsituation der Gesellschaft hat sich stabil gehalten. Bankkredite wurden im Geschäftsjahr nicht benötigt. Das kurzfristige Vermögen übersteigt die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 11,7 Mio. € (Vorjahr: 11,8 Mio. €).

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt über das Cash Pool Konto mit der Reesink GmbH. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt.

Ertragslage

Der Rohertrag (definiert als Gesamtleistung zzgl. sbE abzgl. Materialaufwand) der AM Logistic Solutions GmbH ist im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 Mio. € gestiegen. Dies basiert vor allem auf einem höheren Volumen im Servicegeschäft als auch auf dem wesentlich höheren Volumen von abgerechneten Projekten in 2023.

Der Personalaufwand ist leicht gestiegen und beträgt 6,7 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €). Die Gründe hierfür liegen vor allem in Gehaltanpassungen verschiedener Berufsgruppen. Die Abschreibungen i. H. v. 0,2 Mio. € liegen mit einem Anstieg von 12% ebenfalls leicht über Vorjahresniveau. Der sonstige betriebliche Aufwand ist aufgrund eines Sondereffekts durch eine Abstandszahlung aus der Beendigung eines Vertragsverhältnisses um 3,6 Mio. € angestiegen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich mit -315 T€ (Vorjahr: 259 T€) gegenüber dem Vorjahr verringert, was an der einmaligen Belastung durch eine Abstandszahlung aus der Beendigung eines Vertragsverhältnisses liegt. Die Profitabilität des EBIT zur Gesamtleistung liegt bei -0,6% (Vorjahr: 0,6%).

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf -226 T€ (Vorjahr: 328 T€). Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern (Ertrag in Höhe von 58 T€) und der sonstigen Steuern i. H. v. 14 T€ verbleibt ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 183 T€ (Vorjahr Jahresüberschuss i. H. v. 172 T€). Das normalisierte Jahresergebnis (ohne Berücksichtigung der einmaligen Belastung durch die genannte Abstandszahlung) liegt deutlich über dem Jahresergebnis des Vorjahres.

III. Prognosebericht

Voraussichtliche gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Regierungen, internationale Organisationen und Wirtschaftsforscher versuchen regelmäßig die künftige wirtschaftliche Entwicklung anhand verschiedener Annahmen zu prognostizieren. So geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem wirtschaftlichen Ausblick von einem moderaten globalen Wachstum in Höhe von 2,9% im Jahr 2024 aus. In Deutschland geht die OECD von einem deutlich geringeren Wachstum in Höhe von nur 0,3% aus. Die Ursachen sind vielfältig, wobei die kriselnde, energieintensive Industrie in der deutschen Wirtschaft ein größeres Gewicht hat als in anderen Ländern. Die Zinspolitik könnte sich bei sinkender Inflation verändern, jedoch wird zunächst weiter von einem restriktiven Zinsniveau in den meisten großen Volkswirtschaften ausgegangen (Quelle: OECD Economic Outlook, Interim Report February 2024). Das hohe Zinsniveau kann durch die Verschiebung von Investitionen zu negativen Auswirkungen auf die kapitalintensive Automatisierungsbranche führen. Dem entgegen wirkt ein zunehmender Arbeitskräftemangel, wodurch sich ein positiver Effekt innerhalb der Branche ergibt.

Prognose zu Gesamtleistung und EBIT

Die voraussichtliche Gesamtleistung der AM Logistic Solutions GmbH liegt leicht über Vorjahresniveau, da die Auftragsbücher für 2024 bereits sehr gut gefüllt sind und von weiteren größeren Auftragseingängen im ersten Halbjahr 2024 ausgegangen wird. Das Betriebsergebnis ("EBIT") wird deutlich über Vorjahresniveau erwartet, da wir im Gegensatz zu 2023 nicht mit größeren negativen Einmaleffekten rechnen.

Absatz/Produktion/Investition

Mit Produktinnovationen und der Akquise neuer Kunden sollen bestehende Umsätze gesichert und die Rahmenbedingungen für profitables Wachstum geschaffen werden. Die AM Logistic Solutions GmbH sieht es als Aufgabe, kostenbewusst zu wirtschaften und den Kunden Wettbewerbsvorteile durch innovative Produkte, neue Werkstoffe und einen erweiterten Service zu bieten. Aus diesem Grunde betreibt das Unternehmen laufend Aktivitäten zur Produktverbesserung als Basis für künftiges Wachstum.

Bei der AM Logistic Solutions GmbH sind außerdem umfangreiche Investitionen in Höhe von 192 T€ geplant und budgetiert. Die bedeutendste Investition ist im Bereich Software zu finden. Hier soll ein neues ERP-System eingeführt werden, welches die Wettbewerbsfähigkeit der AM Logistic Solutions GmbH durch transparente Geschäftsprozesse entlang der kompletten Wertschöpfungskette sichern soll. Zudem ist die AM Logistic Solutions bestrebt den Weg zu einer klimafreundlicheren Mobilität zu unterstützen. Hierzu ist der Aufbau mehrerer Ladestationen für Elektroautos geplant.

IV. Chancen- und Risikobericht

Risiken sind ein wesentlicher Bestandteil jeder Geschäftstätigkeit. Um sowohl Risiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen, analysiert die AM Logistic Solutions GmbH regelmäßig interne und externe Faktoren, die das gesamte Unternehmensumfeld betreffen. Die Gesellschaft sieht sich üblichen Geschäftsrisiken ausgesetzt, die im Wesentlichen aus Produktions- und Qualitätsrisiken, konjunkturellen Risiken, IT-Risiken, spezifischen Kundenrisiken und Beschaffungsmarktrisiken resultieren. Die Reihenfolge der Risiken erfolgte sortiert nach Bedeutung für das Unternehmen. Chancen ergeben sich überwiegend aus dem stark wachsenden Geschäftsfeld der AM Logistic Solutions GmbH sowie der weiteren Integration in den Royal Reesink Konzern.

Produktions- und Qualitätsrisiken

Die Produktionsbereiche des Unternehmens sind modern und auf dem aktuellen Stand der Technik. Auf Markt- und Kundenanforderungen kann schnell und flexibel reagiert werden. Den Risiken im Produktionsbereich wird, soweit notwendig, durch geeignete Versicherungsinstrumente (z. B. für Elementarschäden) begegnet. Das Risiko einer Betriebsunterbrechung ist jedoch sehr begrenzt, da die Produktionsflächen auf mehrere Standorte verteilt sind.

Technische und wirtschaftliche Risiken bestehen bei der Durchführung unser langfristigen Logistikprojekte. Wir begegnen diesen Risiken durch eine sorgfältige Projektplanung vor Akquise sowie durch ein Monitoring dieser Projekte um Abweichungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Risikomanagements werden kontinuierlich alle Bereiche des Unternehmens beobachtet und mögliche Risiken erfasst. Durch die projektbezogene Beschaffung der meist in halbfertigem Zustand bezogenen Materialien ist der reinen Produktion eine untergeordnete Bedeutung beizumessen. Der Aufbau erfolgt direkt beim Kunden vor Ort. Hier wird auf alle üblichen Sicherungsmaßnahmen Wert gelegt.

Beschaffungsmarktrisiken

Der Hauptlieferant ist weiterhin AutoStore AS mit Sitz in Nedre Vats, Norwegen. Es besteht eine gewisse Abhängigkeit von Autostore als Hauptlieferant von AM Logistic Solutions GmbH, zu dem es derzeit keinen vergleichbaren Alternativlieferanten gibt. Jedoch beruht die Abhängigkeit auf Gegenseitigkeit, da AM Logistic Solutions weiterhin ein großer Autostoredistributor in Deutschland ist.

Die Preise und Lieferbedingungen werden von der AutoStore AS regelmäßig unter Berücksichtigung der Rohstoffpreise und der allgemeinen Preisentwicklung angepasst. Neben AutoStore AS gibt es eine Reihe weiterer wichtiger Lieferanten und Dienstleister, mit denen meist eine sehr langjährige Geschäftsverbindung besteht. Keiner der Lieferanten kommt hierbei aus den Krisenregionen Russland bzw. Ukraine. Es wird durch ständige Marktbeobachtung versucht, ungünstige Entwicklungstendenzen an den Märkten frühzeitig zu erkennen. Die wenigsten zugekauften Gewerke und Leistungen unterliegen stärkeren Rohstoffpreisschwankungen. Durch den projektbezogenen Einkauf können eventuelle Preissteigerungen auch direkt weitergegeben werden. Über Diversität bei den Lieferanten (Dual Sourcing) versuchen wir, Lieferausfällen entgegenzuwirken.

Konjunkturelle Risiken

Die Entwicklung des Wachstums der Weltwirtschaft und die europäischen Krisenherde sind Risikofaktoren, die sich nur schwer einschätzen lassen. Durch die Abhängigkeit der Konjunkturentwicklung von den Entscheidungen der Weltpolitik, der europäischen Politik sowie nationalen politischen Entscheidungen sind sehr unterschiedliche Entwicklungen im Gesamtmarkt möglich.

Durch hochwertige Produkte - angepasst an die individuellen Kundenbedürfnisse - und eine umfangreiche Beratungs- und Serviceleistung ist es gelungen, in der Branche eine solide Marktpräsenz zu erreichen. Dem starken Wettbewerbs- und Margendruck im Autostoremarkt wird mit umfangreichen Service- und Beratungsleistungen begegnet. Der After-Sales-Service ist ein strategisch wichtiger Bereich des Unternehmens, der immer mehr an Bedeutung gewinnt und stabile Umsätze und Margen verspricht.

Aktuell sind die Auftragsbücher für 2024 gut gefüllt, und auch für 2025 gibt es bereits Aufträge. Die erhaltenen Aufträge haben keinen direkten Bezug zu den aktuellen Krisenregionen Russland bzw. Ukraine. Aus der ermittelten Auftragspipeline lässt sich außerdem eine weiterhin positive Entwicklung des Auftragseingangs ableiten. Die Marktentwicklung wird sehr genau verfolgt und entsprechende Maßnahmen zum Risikomanagement abgeleitet.

Personalrisiken

Das Ausscheiden beziehungsweise der Ausfall von Mitarbeitern und Führungskräften kann zu Einschränkungen eines reibungslosen Betriebsablaufs führen. Bei der AM Logistic Solutions GmbH sind daher ausreichende Vertretungskonzepte eingespielt. Außerdem werden die Teamarbeit und auch der Wissenstransfer gefördert. Um die Bindung zu Arbeitnehmern zu festigen und die Attraktivität der AM Logistic Solutions GmbH als Arbeitgeber aufrecht zu halten und insgesamt zu erhöhen, wird im Bereich Personalbindung kontinuierlich an entsprechenden Maßnahmen gearbeitet.

Investitions- und Finanzierungsrisiken

Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation des Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit nicht erkennbar. Zahlungsausfälle werden reduziert, indem detaillierte Bonitätsauskünfte im Vorfeld der Geschäftsbeziehung bei Neukunden eingeholt werden. Im Projektgeschäft wird mit branchenüblichen Vorauszahlungen, analog zum Projektfortschritt, gearbeitet. Für den Investitions- und Finanzierungsbereich werden im Rahmen der Unternehmensgruppe die notwendigen Mittel abgestimmt. Bankkredite werden derzeit nicht benötigt.

Datensicherheitsrisiken

Um das Risiko eines Datenverlustes zu mindern, existiert ein weitreichendes Datensicherungskonzept. Datenverluste, die durch Angriffe von außen entstehen, sind durch zusätzliche Virenscanner und eine Firewall abgesichert, daneben werden neue Datenschutzvorgaben permanent auf dem Laufenden gehalten und entsprechend geschult.

Chancen

Chancen ergeben sich hauptsächlich aus dem Geschäftsfeld des Unternehmens. Der Markt für Intralogistik und insbesondere für Automatisationslösungen wird weiterhin stark wachsen, da unter anderem der zunehmende Fachkräftemangel ein zusätzlicher Treiber für Automatisierung ist.

Außerdem entstehen durch die zunehmende Integration in den Royal Reesink Konzern sowie die engere Zusammenarbeit mit Schwestergesellschaften erhebliche Chancen. Diese liegen beispielsweise in einer besseren Steuerung der Auslastung diverser Mitarbeitergruppen oder Synergien in der Beschaffung.

Gesamtbeurteilung

Risiken der künftigen Entwicklung sind vor allem auf der gesamtwirtschaftlichen Ebene zu sehen, wobei die aktuellen Chancen und Potenziale eines modernen Unternehmens auf dem Markt den Risiken überwiegen. Die im Lagebericht dargestellten Risiken haben weder einzeln noch kumuliert wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- und Finanzlage oder bestandsgefährdenden Charakter. Die Risiken in Bezug auf Krisenregionen wie Russland bzw. Ukraine sind überschaubar, da keine direkten Lieferanten- bzw. Kundenbeziehungen bestehen.

 

Offenau, den 24. Juni 2024

gez. Norbert Golz, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 853.601,00 874.128,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.637,00 16.017,50
II. Sachanlagen 846.964,00 858.110,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 846.964,00 858.110,50
B. Umlaufvermögen 55.872.007,20 59.292.891,46
I. Vorräte 29.171.918,59 33.559.396,04
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 26.264.676,28 25.266.606,73
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.734.068,44 19.657.530,90
2. sonstige Vermögensgegenstände 9.530.607,84 5.609.075,83
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 435.412,33 466.888,69
C. Rechnungsabgrenzungsposten 158.579,40 78.422,50
D. Aktive latente Steuern 121.605,60 74.701,48
Summe Aktiva 57.005.793,20 60.320.143,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 12.696.868,26 12.879.758,51
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.159.379,26 7.159.379,26
III. Gewinnvortrag 5.695.379,25 5.523.006,06
IV. Jahresfehlbetrag 182.890,25 -172.373,19
B. Rückstellungen 2.876.798,92 2.457.721,32
C. Verbindlichkeiten 41.428.126,15 44.979.988,63
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 433.888,06 172.289,49
2. sonstige Verbindlichkeiten 40.994.238,09 44.807.699,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.999,87 2.674,98
Summe Passiva 57.005.793,20 60.320.143,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 14.153.102,13 10.897.364,81
2. Personalaufwand 6.658.076,33 6.395.949,98
a) Löhne und Gehälter 5.566.014,43 5.328.747,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.092.061,90 1.067.202,07
davon für Altersversorgung 2.173,41 12.010,03
3. Abschreibungen 204.634,57 230.053,77
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 204.634,57 230.053,77
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.605.651,27 4.012.263,50
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 3.065,57 1.128,08
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.836,24 69.239,34
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 182,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -58.319,37 143.668,58
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 46.904,12
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 35.512,24
8. Ergebnis nach Steuern -168.286,43 184.668,32
9. sonstige Steuern 14.603,82 12.295,13
10. Jahresfehlbetrag 182.890,25 -172.373,19

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Registerinformationen

Firmenname laut Registergericht: AM Logistic Solutions GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Offenau
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Stuttgart
Register-Nr.: HRB 107234

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Nutzungsdauer wird bei handelsüblicher Software 3 Jahre angesetzt.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Als Nutzungsdauer wird bei Büromöbeln 13 Jahre, bei der Betriebsausstattung 3-8 Jahre sowie bei IT-Hardware 3 Jahre angesetzt. Geringwertige Anlagegüter, bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Bei verminderter Verwertbarkeit wurden angemessene Abschläge auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h., es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten und einen angemessenen Gewinn vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt bzw. in Fremdwährung bestehende Guthaben werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Es besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe der aktivierten latenten Steuern von EUR 121.605,60.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken sowie ungewisse Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a HGB) zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt:

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Nutzungsrechte 92.024,09 300,00 0,00 92.324,09
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.206.700,62 209.434,57 83.462,43 2.332.672,76
2.298.724,71 209.734,57 83.462,43 2.424.996,85
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Nutzungsrechte 76.006,59 9.680,50 0,00 85.687,09
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.348.590,12 194.954,07 57.835,43 1.485.708,76
1.424.596,71 204.634,57 57.835,43 1.571.395,85
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software und Nutzungsrechte 6.637,00 16.017,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 846.964,00 858.110,50
853.601,00 874.128,00

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.849 4.059
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 16.734 19.658
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 1.681 1.550
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
26.265 25.267

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind TEUR 228 (VJ TEUR 1.121) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Gewährleistungsansprüche (TEUR 1.648), Personalkosten (TEUR 555), drohende Verluste aus schwebendem Geschäft (TEUR 210) und ausstehende Lieferantenrechnungen (TEUR 298).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht gewährt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von TEUR 434 (VJ TEUR 172) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Der Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" enthält Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 700 (VJ TEUR 1.696) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (VJ TEUR 5).

Haftungsverhältnisse

Zwischen der AM Logistic Solutions GmbH (Sicherungsgeber) und der ABN AMRO Bank N.V. mit Sitz in Utrecht/Niederlande (Sicherungsnehmer) bestanden zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2023 diverse Verträge zur Absicherung der Gruppenfinanzierung auf Ebene der Royal Reesink B.V. mit Sitz in Apeldoorn/Niederlande.

Im Einzelnen:

- Globalzession (stille Zession) aller derzeitigen und künftigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen aus Versicherungen;

- Sicherungsübereignung des gesamten beweglichen Anlagevermögens;

- Kontenverpfändung aller Bankkonten der AM Logistic Solutions GmbH.

Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der Haftung für die Verbindlichkeiten wird aufgrund der positiven Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Royal Reesink B.V. und der betreffenden Tochterunternehmen als sehr gering eingeschätzt.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen

Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 27 (VJ TEUR 0). Es handelt sich hierbei um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus Verlusten aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens in Höhe von TEUR 0 (VJ TEUR 77).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen von außergewöhnlicher Bedeutung aus einer Abstandszahlung für die Beendigung eines Vertragsverhältnisses von TEUR 3.500 enthalten. Am 31. März 2023 hat die Gesellschaft eine Vereinbarung über die Beendigung eines Vertragsverhältnisses mit einem Dritten geschlossen

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten enthält periodenfremde Steuern in Höhe von TEUR 10 (VJ TEUR 64).

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 954. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

TEUR
Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 398
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 und weniger als 5 Jahren) (87)
Zahlungsverpflichtungen aus Leasingverträgen 556
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als 1 und weniger als 5 Jahren) (305)

Vorteile des Abschlusses von Miet- und Pachtverträgen sowie den Leasingverträgen gegenüber dem Kauf von Anlagegütern sind im Allgemeinen die Liquiditätsschonung, die Bilanzneutralität sowie eine erhöhte Flexibilität. Risiken ergeben sich aus ggf. höheren Gesamtkosten sowie einer möglichen Laufzeitbindung.

Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt betrug die Zahl der Mitarbeiter:

Gewerbliche Arbeitnehmer 57
Angestellte 28
Insgesamt 85

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft ist:

- Herr Norbert Golz, einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer alle Geschäftsbereiche

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge des Geschäftsführers verzichtet.

Konzernverhältnisse

Der Jahresabschluss der AM Logistic Solutions GmbH wird in den Konzernabschluss der Royal Reesink B.V., Apeldoorn/Niederlande, einbezogen. Die Royal Reesink B.V. stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und zugleich größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist beim Handelsregister Oost-Nederland unter der Nummer 08005560 hinterlegt.

Nachtragsbericht

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Geschäftsjahresschluss aufgetreten sind.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 182.890,25 zzgl. des Gewinnvortrags von EUR 5.695.379,25, insgesamt EUR 5.512.489,00, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Offenau, den 24. Juni 2024

gez. Norbert Golz, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 14.11.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AM Logistic Solutions GmbH, Offenau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AM Logistic Solutions GmbH, Offenau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AM Logistic Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

1. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

1. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 25. Juni 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Menke, Wirtschaftsprüfer

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