Stammdaten

Register
Amtsgericht Bremen HRB 30046 HB
Vorher
Logiplan GmbHORTEC LOGIPLAN GmbH
Eingetragen
28.7.1994
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von LogistikdienstleistungenErbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Softwaresystemen für die Logistik, speziell die Produktion, das Lager, die Verpackung und den Transport sowie die Beratung von Unternehmungen auf den Gebieten Material- und Informationsfluss, der Automation und des Handlings zur Einführung dieser Systeme. Die Gesellschaft kann auch derartige Systeme im- und exportieren, vertreiben und weiterentwickeln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Stefan Huntemann
seit 20.1.2015
Geschäftsführer
Paulus Perdon
seit 20.1.2015
Geschäftsführer
Marko Maurer
seit 20.1.2015
Prokura
Henrike Bachthaler
seit 20.1.2015
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ORTEC Optimization Technology B.V.NLD
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
ORTEC Optimization Technology B.V.
Netherlands
36.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ORTEC GmbH

Bremen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1.1 Angaben zur Gesellschaft bzw. der ORTEC-Gruppe

Die ORTEC-Gruppe zählt zu den großen Anbietern intelligenter Planungs- und Optimierungssoftware sowie dazugehöriger Beratungsleistungen.

Seit 1981 entwickeln wir transparente Software-Lösungen für optimierte Planungsprozesse in der Transportlogistik- und der Dienstleistungsbranche, in Industrie und Handelsunternehmen sowie im Bereich der Personaleinsatzplanung.

Die Produkte und Dienstleistungen von ORTEC zielen darauf ab, Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre betriebliche Effizienz zu steigern, Kosten zu senken, Ressourcen optimal zu nutzen und die Qualität ihrer Dienstleistungen zu verbessern. ORTEC bietet eine Vielzahl von Lösungen an, die auf fortschrittlichen Algorithmen und Datenanalysen basieren, um komplexe betriebliche Herausforderungen zu lösen.

Mathematische Optimierungssoftware - Windows-basiert, SaaS oder Cloud-native und SAP-integriert

Mit seiner langjährigen Erfahrung ist ORTEC weltweit führend im Bereich der mathematischen Optimierungssoftware und fortschrittlicher Analytik. Über 1.100 Mitarbeiter sind in den Konzerngesellschaften und Niederlassungen in 13 Ländern rund um den Globus tätig - davon 116 in der deutschen Gesellschaft, der ORTEC GmbH, an den Standorten Überseestadt in Bremen und Heidelberg.

Unsere Produkte und Dienstleistungen unterstützen bei der Tourenplanung und Disposition von Fahrzeugen, der Paletten- und Laderaumplanung / - optimierung, Ressourcen- und Personaleinsatzplanung, Logistiknetzwerkplanung und Lagersteuerung.

Wir bieten unsere Lösungen sowohl als Windows-basierte, Software-as-a-Service (SaaS) oder Cloud-native Applikationen, wie auch als direkt in SAP® ERP und S/4HANA® integrierte Add-ons an. Außerdem sind spezielle Anwendungen für die unternehmensübergreifende Kommunikation verfügbar.

Auch im Bereich Data Analytics steht ORTEC seinen Kunden mit seinem Knowhow zur Seite. Analyse Apps zur Performance-, Szenario- und Kostenanalyse, zum Soll-Ist-Vergleich und der Cost-to-Serve-Betrachtung - für noch mehr Transparenz und datenbasierte Entscheidungsfindung - runden das Produktportfolio ab. Dabei stehen bei ORTEC Themen wie Kostenanalysen, aber auch Fahrer- / Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit genauso im Fokus, wie seit einiger Zeit verstärkt der Bereich Nachhaltigkeit.

Weltweite Optimierung der Planungsprozesse

Mehr als 1.300 führende Unternehmen aus mehr als 60 Ländern verlassen sich bei der Optierung ihrer Planungsprozesse auf ORTEC.

Die anwenderfreundlichen ORTEC-Lösungen bieten einen umfassenden Echtzeit-Überblick über logistische Prozesse und verschaffen einen detaillierten Einblick in die Unternehmensabläufe bei vielen Unternehmen auf der ganzen Welt. Mehr als 42 Jahre Erfahrung und Knowhow stecken in unserer ORTEC Software. Sie bedient sich modernster Technologien und nutzt die neuesten Optimierungstechniken zur Effizienzsteigerung der Supply-Chain unserer Kunden.

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Branchenentwicklung

Die deutsche Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 aufgrund der Folgen der globalen Krisen um 0,3 % gesunken (Veränderung gegenüber dem Vorjahr des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP)). Dennoch konnte die ORTEC GmbH eine Steigerung der Umsatzerlöse von 14,6 % gegenüber dem Vorjahr realisieren. Wir haben erneut ein erfolgreiches Jahr abgeschlossen, wobei der Jahresüberschuss mit TEUR 543 gegenüber dem Jahr 2022 (Vj.: TEUR 558) leicht zurückgegangen ist (-2,7 %).

Der Umsatz im Bereich Logistik ist in Deutschland seit vielen Jahren von Wachstum geprägt. In 2023 belief sich dieses auf 2,5 % gegenüber 2022. Für das Geschäftsjahr 2024 wird hingegen nur noch ein Wachstum von 0,9 % prognostiziert.

Die Kunden von ORTEC sind insbesondere im Logistikmarkt tätig, weshalb dieser für das Unternehmen, bzw. der Unternehmensgruppe von wesentlicher Bedeutung ist. Die ORTEC GmbH sieht die weitere Entwicklung auch in Anbetracht bestehender Unwägbarkeiten positiv, da die Logistik-Unternehmen aufgrund der Marktverhältnisse gezwungen sind, verstärkt Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und Industrialisierung von Prozessen vorzunehmen, mit dem Ziel, durch eine Steigerung der Produktivität die eingesetzten Ressourcen reduzieren zu können, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Im Vergleich zur durchschnittlichen Entwicklung der Logistikbranche konnten wir unser Wachstum ebenfalls weiterhin verstetigen. Gerade für unsere international tätigen Kunden, bzw. multinationalen Konzerne, stellt ORTEC eine von wenigen Lösungen für eine Zusammenarbeit dar, die aufgrund ihrer Größe und Ausrichtung als Partner in Frage kommt. Die meisten unserer Wettbewerber sind auf der nationalen Ebene tätig. So konnten wir unsere Position bei großen internationalen Key Accounts (wie bspw. Coca-Cola, der Heineken Gruppe, L'Oréal, Konica Minolta, Sto, und Shiseido) sichern und auch teilweise weiter ausbauen.

1.3 Entwicklung des Unternehmens

In 2023 wurde die ORTEC GmbH weiterhin konfrontiert mit den Folgen des Krieges in der Ukraine, der Energiekrise, einem hohen Zinsniveau und geopolitischen Spannungen. Die ORTEC GmbH sowie die ORTEC-Gruppe haben ein Umsatzwachstum von 14,6 % bzw. 12,4 % realisieren können, auch in Anbetracht der aufgezeigten Herausforderungen. Die ORTEC-Gruppe hat weltweit gezeigt, dass sie ein robustes und dennoch flexibel aufgestelltes Unternehmen ist, das schnell und wirksam auf externe Herausforderungen des Marktumfeldes reagieren kann.

Die ORTEC GmbH hat in 2023 weiterhin an den ISO-Themen gearbeitet, Prozesse optimiert und Risiken minimiert. Wir verfügen bereits über die Zertifizierung für unsere Entwicklungen und den Customer Service Support sowie für die Bereiche Facility, TEC DE und HR. Nach dem reibungslosen externen Audit in Bremen, hatten wir in 2023 auch das erste externe Audit in Heidelberg, was erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

Seit 2021 hat die ORTEC-Gruppe damit begonnen, einmalige Lizenzverkäufe durch Wechsel auf ein Subscriptions- und SaaS Modelle zu substituieren. Die hieraus resultierenden positiven Ergebnisse spiegeln sich in den in 2023 erzielten externen Umsatzerlösen im Bereich "Recurring revenues" wider, die um rd. 31 % in 2023 im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden konnten. Hierunter sind monatliche Gebühren für Lizenzen, Wartung und Hosting zu verstehen, die über einen Vertragszeitraum von in der Regel 3 bis 5 Jahren vereinbart werden. Insbesondere diese "Recurring" Umsätze tragen dazu bei, die Kontinuität bei der Entwicklung der Umsätze der ORTEC GmbH zu gewährleisten. Die Wartungsumsätze sind in den letzten Jahren auf annähernd 50 % des externen Umsatzes gestiegen.

Die Liquidität der ORTEC GmbH war zu jeder Zeit während des Geschäftsjahres gewährleistet.

1.4 Investitionen

Die Investitionen in das Anlagevermögen betragen in 2023 TEUR 72 und sind damit um TEUR 6 höher als in 2022. Hierbei handelte es sich hauptsächlich um die Anschaffung von Hardware (Laptops). Die Abschreibungen bewegen sich insgesamt leicht über dem Niveau des Vorjahres.

1.5 Forschung und Entwicklung

Als SAP Silver Partner liefert ORTEC seinen Kunden innovative Technologie bzw. Lösungen, die speziell auf SAP ERP und S/4HANA zugeschnitten sind. Seit mehr als 22 Jahren, in denen ORTEC mit SAP zusammenarbeitet, entwickelt das Unternehmen Add-ons, die den hohen SAP-Standards für Softwarequalität, Leistung und Sicherheit entsprechen. Dieses stellt ORTEC mit jedem neuen Release sicher, das durch SAP zertifiziert wird, wodurch gewährleistet ist, dass die ORTEC Lösungen vollständig mit der SAP-Lösung kompatibel sind. Dabei ist die ORTEC GmbH nach wie vor innerhalb der ORTEC-Gruppe für die komplette Produktentwicklung und Zertifizierung für die Produkte "ORTEC for SAP ERP" und "ORTEC for SAP S/4HANA" verantwortlich.

Im Rahmen der Implementierungsstrategie von SAP gibt es in der Regel ein jährliches Key Release der S/4HANA Version. ORTEC stellt sich der Herausforderung, passt sich dieser Strategie an und bringt, ebenfalls im jährlichen Turnus ein Produkt-Release auf den Markt, das möglichst zeitnah nach der Veröffentlichung der S/4HANA Version erscheint, um die Erwartungshaltung unserer Kunden zu erfüllen. So haben wir ORTEC for SAP S/4HANA auch in 2023 weiterentwickelt und ein neues Release - 5.1 - an den Start gebracht, welches durch SAP zertifiziert wurde. Auch zukünftig werden wir entsprechend den SAP-Releases neue Versionen auf den Markt bringen.

ORTEC gelingt es, das Produkt ORTEC for SAP S/4HANA mit jedem Release durch zusätzliche Features und Funktionen immer weiter zu verbessern und seinen Kunden mit ORTEC for SAP S/4HANA eine erstklassige, branchenspezifische Entscheidungsunterstützung zur Verfügung zu stellen, die nahtlos in die SAP-Benutzeroberfläche,

-Prozesse und -Technologie eingebettet ist. Seit neuestem können sogar ORTEC's Data Analytics Apps direkt an die Lösung angebunden werden.

Entsprechend der Marktentwicklung kommt auch bei ORTEC dem Bereich der Cloud-basierten Lösungen eine immer größere Bedeutung zu. So bietet das Unternehmen Cloud-native ORTEC-Lösungen zur Laderaumoptimierung, Tourenplanung und Außendienstplanung an, welche ebenfalls kontinuierlich verbessert und weiterentwickelt werden.

ORTEC GmbH ist dabei seit 2021 im Konzern für die (Weiter-) Entwicklung des ursprünglich Windows-basierten Produktes zur Laderaumoptimierung in eine Cloud-basierte Lösung, dem OLO (ORTEC Load Optimization) verantwortlich.

Die zahlreichen, regelmäßigen Releases bzw. Updates zeigen, dass im Hause ORTEC ebenfalls bei diesem Produkt die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung im Vordergrund steht, um den steigenden Anforderungen unserer Kunden gerecht zu werden und ihnen jederzeit ein starkes Werkzeug zur Optimierung der Kommissionier- und Verladeprozesse an die Hand geben zu können.

Auch im Rahmen der SAP-Lösungen von ORTEC hält cloud-native Software immer weiter Einzug. So sind mittlerweile verschiedene Cloud-Komponenten in ORTEC for SAP S4/HANA integriert, zur direkten Nutzung innerhalb des SAP Add-Ons. Entsprechend stehen auch hier den Kunden jederzeit die neuesten Komponenten zur Visualisierung von Karten und Ladegrafiken, Cloud-Geocoding sowie zur Laderaumoptimierung zur Verfügung.

Für die Zukunft gerüstet

Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein und die Position des Unternehmens am Markt weiter zu stärken, ist ORTEC im Jahr 2023 eine Partnerschaft mit der renommierten Investmentfirma Battery Ventures eingegangen. Das Ziel besteht darin, die Führungsposition von ORTEC in Europa und den USA in den Bereichen Supply Chain, Workforce Management und Data Science & Consulting weiter auszubauen, Innovationen voranzutreiben, Kunden einen hohen Mehrwert zu bieten und langfristiges Wachstum zu erzielen.

Gemeinsam mit Battery Ventures wird ORTEC zukünftig Produkte und Dienstleistungen in den genannten Geschäftsbereichen anbieten.

Die Partnerschaft soll ORTEC ermöglichen, seine Position als führender Anbieter von Optimierungstechnologien zur Bewältigung komplexer betrieblicher Herausforderungen in einer zunehmend datengesteuerten Welt zu festigen.

Battery Ventures wurde 1983 gegründet und ist als globaler Softwareinvestor aktiv. In den letzten 40 Jahren hat das Unternehmen mehr als 500 Investitionen getätigt.

1.6 Mitarbeiter

Die durchschnittliche Anzahl an Mitarbeitern (einschließlich Auszubildenden, Aushilfen und Geschäftsführern) in 2023 betrug 116 (2022: 115). Weitere Einstellungen neuer Mitarbeiter sind für das Jahr 2024 geplant.

Ein Arbeitsmarkt für hoch spezialisierte Mitarbeiter, wie sie von der ORTEC GmbH benötigt werden, war in den vergangenen drei Geschäftsjahren kaum vorhanden. Wir werden daher die Mitarbeiter weiterhin intern und extern schulen und erneut verschiedene Maßnahmen treffen, um die ORTEC GmbH als attraktiven und bekannten Arbeitgeber am Markt zu präsentieren.

Ende Dezember 2023 fand der Launch einer neuen ORTEC Global Karriere-Website statt. Auf diese Weise können sich potenzielle Kandidaten besser innerhalb der Unternehmensstruktur positionieren. Jedes Land hat seine eigene Seite, die es uns ermöglicht, auch "lokale Flairs" zu vermitteln. Die Definition neuer individueller Gehälter und die Aktualisierung bestehender Gehaltsstrukturen wurde in 2023 realisiert.

Bereits im Geschäftsjahr 2021 wurde mit der Einführung eines neuen Career Plan Tools begonnen, das von den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen selbst ausgefüllt wird und aus einer "Performance Bewertung" und einer "Impactful Behavior" Bewertung besteht. Dieses "Agile Performance Management" wird seitdem weiterentwickelt und weiter professionalisiert, mit dem Ziel, einen fortlaufenden Prozess der Kommunikation zwischen einer Führungskraft und einem Mitarbeiter zu installieren, der sich auf das ganze Jahr erstreckt. Damit sollen die Leistungskultur und das Engagement aller Mitarbeiter gefördert werden. Unsere Vision ist es, einen möglichst großen positiven "Impact" (Einfluss) auf die Geschäftsprozesse unserer Kunden zu erlangen.

Die ORTEC GmbH sucht weiter nach Junioren, Studenten und Auszubildenden, damit auch jüngere Mitarbeiter und Nachwuchskräfte frühzeitig, bzw. zeitnah eingearbeitet werden und die speziellen Kenntnisse im Unternehmen auch künftig aufrechterhalten werden können. Hierzu dient der intensive Kontakt zu Hochschulen, Universitäten und berufsbildenden Schulen. Wir haben zudem an diversen Personalmessen in Bremen und Heidelberg teilgenommen und ein "Juniorprogramm" entwickelt, um die Einarbeitung von Junioren in die ORTEC-Welt zu verbessern und attraktiv zu gestalten.

1.7 Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Die Logistik-Software-Lösungen von ORTEC haben positive Auswirkungen auf die Umwelt. Mehr und mehr Kunden achten auf den ökologischen Nutzen unserer Lösungen. ORTEC unterstützt seine Kunden bei der Einsparung von Ressourcen und somit bei der Reduzierung von Umweltbelastungen.

ORTEC schafft Mehrwert für verschiedene Unternehmen und trägt direkt zu den drei Säulen der Nachhaltigkeit bei: Menschen, Planet und Profit, insbesondere durch intelligente Lösungen für das Gesundheitswesen und für den Online-Handel.

Seit 2015 erstellen wir in Deutschland jedes Jahr "Energy Audit Reports", die in dem ORTEC Global Audit Report mit aufgeführt werden. Umgesetzte Maßnahmen sind unter anderem: Fokussierung auf einen niedrigen C02 Ausstoß bei Leasing-Fahrzeugen, Reduzierung der Reisekosten durch flexible Arbeitsplätze und Installation von Telekonferenzsystemen, Unterstützung beim Leasing von Fahrrädern und die Verwendung von grüner Energie. Im Jahr 2024 wird sich die ORTEC GmbH insbesondere dafür einsetzen, die Umstellung auf E-Autos voranzutreiben. Die ersten beiden vollelektrischen Fahrzeuige sind im Einsatz und die GmbH ist dabei, auf dem Firmenparkplatz vier E-Säulen zu installieren.

ORTEC ist Mitglied des UN Global Compact und erreichte in 2023 ein silbernes Ecovadis-Rating. Im selben Jahr haben wir unsere Kohlenstoffintensität (Scope 1 & 2 pro €M Revenue) gesenkt, unsere Scope-3-Berichtskategorien weiter ausgebaut und 110 % unserer jährlichen Emissionen durch die Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen über unseren Partner Trees for All ausgeglichen.

Neben anderen Sozialprogrammen hat ORTEC eine unabhängige Equal Pay Analyse durchgeführt, um über unsere Initiativen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion (Diversity, Equity and Inclusion, DE&I) weiter informieren zu können. Nach den Ergebnissen unserer Wesentlichkeitsanalyse verpflichten wir uns, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Themen zu verbessern, die die größten Auswirkungen auf unsere Arbeit, unsere Stakeholder und die Umwelt haben.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögensstruktur wird analog zum Vorjahr durch das Umlaufvermögen, insbesondere durch die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, dominiert (rd. 98 % der Bilanzsumme). Hiervon entfällt wiederum der weitaus größte Teil auf die Forderungen im Verbundbereich (rd. 73 % der Forderungen). Die Kapitalstruktur ist weiterhin durch Eigenkapital (rd. 61 % der Bilanzsumme) bestimmt. Das Anlagevermögen, das insgesamt von nachrangiger Bedeutung ist, ist fristenkongruent durch langfristiges Kapital finanziert. Die unfertigen Leistungen haben sich zum Stichtag im Verhältnis zum Vorjahr um TEUR 60 erhöht. Die Zunahme der Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um TEUR 1.535 resultiert zum großen Teil aus der Zunahme der Forderungen im Verbundbereich in Höhe von TEUR 1.577, wobei sich das Umlaufvermögen insgesamt um TEUR 1.654 erhöht hat.

Ziel des Finanzmanagements im Konzern ist es, den fälligen Verpflichtungen jederzeit nachkommen zu können. Die gebildeten Rückstellungen betreffen im Wesentlichen den Bereich Personal. Im Jahr 2023 wurden keine außerbilanziellen Finanzierungsgeschäfte getätigt.

2.2 Ertragslage

Die Gesamtleistung (hier definiert als Summe aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen und sonstige betriebliche Erträge) ist gegenüber 2022 um rd. 15 % gestiegen.

Von besonderer Bedeutung ist in erster Linie die Steigerung der Wartungsvertragsumsätze auf rd. 50% der gesamten konzernfremden Umsatzerlöse. Letztgenannte sind nachhaltig und führen somit zu einer Stabilität und Kontinuität für die Zukunft bezüglich der Umsatzerlöse.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen sind insbesondere aufgrund der Zunahme der eingekauften Leistungen von Dritten um TEUR 1.229 gestiegen. Der Anstieg des Personalaufwands reflektiert die bis zum Jahresende gestiegenen Mitarbeiterzahl und erhöhte Gehaltskosten (FTE) um rd. 11 %; in Summe TEUR 992. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind in 2023 um TEUR 218 gestiegen. Gestiegene Marketing- sowie Reise- und Vertriebskosten begründen in erster Linie den Anstieg im Berichtszeitraum, nach dem erstmalig ganzjährigen Entfall der pandemiebedingten Beschränkungen aus den Vorjahren.

Der Jahresüberschuss bewegt sich mit TEUR 543 annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 558).

2.3 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft

Die wirtschaftliche Lage im Jahr 2023 betrachten wir für die ORTEC GmbH als gut. Die Geschäftsführung sieht auch für 2024 ein positiven Entwicklungstrend, auch in Anbetracht weiterhin steigender Preise, des anhaltenden Krieges in der Ukraine, einer hohen Streikfrequenz in Deutschland sowie einer Anzahl geopolitischer Konflikte nebst daraus resultierenden Lieferengpässen. Gleichwohl erwarten wir, auf dem Wachstumspfad der vergangenen Jahre zu verbleiben.

Die wirtschaftliche Lage im Geschäftsjahr 2024 stellt sich bisher als positiv und entsprechend plankonform dar. Sorge bereiten allerdings durchaus die geopolitischen Spannungen, die noch nicht vollständig überwundene Energiekrise sowie die auf hohem Niveau befindlichen Preise in Verbindung mit steigenden Zinsen. Im Februar lagen die Verbraucherpreise um 2,5 % über dem Wert des Vorjahresmonats.

Die Inflationsrate hat sich erfreulicherweise abgeschwächt, insbesondere aufgrund der Entspannung bezüglich der Preissituation bei Energie. Für den Verlauf des Jahres 2024 wird eine moderate gesamtwirtschaftliche Erholung erwartet, wenngleich sich das preisbereinigte prognostizierte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland lediglich auf 0,2 % beläuft und Deutschland damit derzeit das Schlusslicht unter den wichtigsten Industrienationen bildet.

Die Prognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute bezüglich des Weiteren konjunkturellen Verlaufs für Deutschland und Europa stehen naturgemäß unter dem Vorbehalt, dass es nicht zu unkalkulierbaren Entwicklungen bezüglich des Weiteren Verlaufs des Krieges zwischen Russland und der Ukraine kommt. Insoweit bestehen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die die Investitionsbereitschaft der Unternehmen negativ beeinflusst. Auf der anderen Seite sehen wir, dass die Kreditzinsen sinken und die Energiepreise, als ein weiterer wesentlicher Kostentreiber, ebenfalls leicht rückläufig sind. Diese Entwicklung sollte Industrie und dem Handel wiederum Umsatzsteigerungen bescheren. Unsere Auftragsbücher sind derzeit gut gefüllt, so dass selbst eine Abschwächung der Nachfrage zeitnah kaum spürbar wäre.

3. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Für die künftige Geschäftsentwicklung sehen wir im Wesentlichen folgende Risiken:

• Marktrisiken: Diese werden aktuell als gering eingeschätzt. Der Auftragsbestand hat sich in 2023 positiv entwickelt und auch für 2024 gehen wir weiterhin von einer positiven Entwicklung aus.

• Preisrisiken: Besondere Preisrisiken können absatzseitig zurzeit nicht erkannt werden.

• Betriebsrisiken: Die Rekrutierung und Bindung von gut ausgebildeten Mitarbeitern wird aufgrund der demografischen Entwicklung eine immer größere Herausforderung werden.

• Ausfallrisiken: Die Kundenstruktur ist unverändert. Insbesondere durch die weitere Verbesserung des Kreditmanagements sehen wir kein erhöhtes Ausfallrisiko für unsere Forderungen.

• Corona-Pandemie: wir erwarten keine Auswirkungen mehr für das Jahr 2024.

• Ukraine Krise: Die weitere Entwicklung ist sehr schwierig einzuschätzen. Wir können nur feststellen, dass im 1. Quartal 2024 als unmittelbare Folge hieraus keine Aufträge verloren gegangen sind. Wir erwarten, dass die Inflationsrate sowie die Sanktionen gegen Russland weiterhin für uns nicht signifikant spürbar sein werden und eine Rezession aktuell eher als unwahrscheinlich erscheint.

Die Ertragslage der ORTEC GmbH wird durch die strategische Steuerung durch die Konzernmuttergesellschaft sowie die Entwicklung der ORTEC Gruppe beeinflusst. Die daraus resultierenden Risiken werden für 2024 als gering eingeschätzt.

Risiken und Chancen werden dem Geschäftsumfang entsprechend angemessen identifiziert, analysiert und bewertet sowie im Hinblick auf mögliche Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Gesellschaft geprüft.

Bestandsgefährdende Risiken oder Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht ersichtlich. Die durchgeführte Bewertung bestehender Risiken scheint daher zutreffend.

Die Chancen der künftigen Geschäftsentwicklung stellen sich wie folgt dar:

• Unsere Strategie: Mit "Increase our Impact on the World" fokussiert sich die ORTEC-Gruppe und damit auch die ORTEC GmbH auf drei strategische Richtungen: Größere Bindung der Kunden und daraus resultierend ein zukunftssicheres Portfolio und die Mitarbeiterentwicklung (Education Factory).

• Neukundengewinnung basierend auf dem Subscription-Modell, um unsere MRR (Monthly Recurring Revenue) zu erhöhen.

• Weitere Durchführung mit dem Transfer unserer On-Premise Kunden in Richtung SaaS/Cloud (beginnend mit Transport & Retail, gefolgt von OWS (Ortec Workforce Scheduling) und später unsere SAP-Kunden),

• Upgrade unserer Kunden von älteren Lösungen auf neuere Technologien (es sollte mindestens sichergestellt sein, dass der Kunde über die/de neuste/n Version/Release verfügt)

• Servicekapazitäten so weit wie möglich für Deals, die Subscriptions-Umsätze beinhalten, einsetzten.

• Wir erwarten eine weitere Steigerung unserer Profitabilität in den kommenden Jahren.

• Die ORTEC GmbH geht aufgrund des langjährigen Kundenbestandes, der wettbewerbsfähigen Produkte und Dienstleistungen sowie eines erfahrenen und kompetenten Teams von einer weiterhin positiven Entwicklung aus.

4. Prognosebericht

In 2023 sind die Umsätze der Logistikbranche um 2,5 % gestiegen. Für das Jahr 2024 wird von der VBL (Bundesvereinigung Logistik) wieder ein leichter Aufwärtstrend erwartet. Die düsteren Prognosen aus der jüngeren Vergangenheit haben sich nicht bewahrheitet.

Insgesamt gehen wir davon aus, in 2024 ein Umsatzwachstum in der Bandbreite von 15% bis 20 % zu erzielen.

Da der Druck auf die Unternehmen, besonders im Hinblick auf Kosten und Nachhaltigkeit auch im Jahr 2024 weiter bestehen bleibt und die ORTEC-Produkte und -Services unsere Kunden bei der Optimierung der Prozesse im kostenintensiven Logistikbereich unterstützen, rechnen wir weiter mit einer steigenden Nachfrage. Wir planen, vor allem mit neuen Produkten im Bereich TTL (Transport und Logistics) zu expandieren. Der Bereich CPG (Consumer Package Goods) hat eine sehr vielversprechende Sales-Pipeline. Für die Bereiche Supply Chain und Work Force Management gehen wir ebenfalls von einer weiterhin nachhaltigen Expansion aus.

Die Marktstellung im Bereich der Optimierung soll in 2024 weiter ausgebaut werden. Das Entwickler-Team wird auch zukünftig den Fokus auf die Weiterentwickelung der SAP S/4HANA Technologie setzen.

Die ORTEC GmbH wird in 2024 noch stärker den Fokus auf den Vertrieb und das Accountmanagement richten, um weiteres Wachstum zu generieren. Neukundengewinnung basiert auf Subscription, Transfer unserer Kunden von On-Premise zu SaaS/Cloud Lösungen, Upgrade der Kunden auf neue Technologien und damit auf die neueste/n Version/Release. Die Bereiche Sales und Accountmanagement werden durch unser erfahrenes Marketing-Team unterstützt. Dieses hat in den letzten Jahren viele Kontakte aufgebaut (Wirtschaftsförderung, Bundesvereinigung Logistik (BVL), Hochschulen usw.) und arbeitet an einer verbesserten Website, neuen Webinaren und Kampagnen, der Präsenz in den sozialen Netzwerken und bei Events & Inside Sales sowie dem Online-Marketing, um so die wichtige Namensbekanntheit von ORTEC in Deutschland zu verbessern.

Die hoch spezialisierten Consultants und Entwickler, Key-Account-Manager und ein neu aufgebautes Sales, Pre-Sales und Marketingteam werden für eine Weiterentwicklung der ORTEC GmbH sorgen. Für 2024 haben wir bereits verschiedene Neukunden akquirieren können und weitere Projektabschlüsse werden folgen. Damit stärken wir auch die Erlöse aus Wartungsverträgen und Services und gewährleisten eine Kontinuität der Ertragslage der ORTEC GmbH.

Für 2024 erwarten wir ein Umsatzwachstum von insgesamt ca. 15 % bis 20 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2023. Unsere Vertriebs-Pipeline hat sich in 2024 weiter gefüllt, und der Forecast zeigt aktuell, dass die Planung realistisch ist. Für 2024 geht die Geschäftsführung von einem Ergebnis aus, das rd. 12 % höher ist als im Vorjahr.

Unsere weitere Entwicklung wird auch davon abhängen, wie sich die Ukraine-Krise und die weitere Preissteigungen in 2024 auf die Volkswirtschaften auswirken. Wir werden unsere Kosten weiterhin genau analysieren, um sie mit den Erlösen im Einklang zu halten und, sofern erforderlich, entsprechende Unternehmens-, Budget- und Investitionsanpassungen vornehmen.

5. Sonstige Angaben

Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten

Im Geschäftsjahr 2023 wurden, analog zu den Vorjahren, Entwicklungsarbeiten an den Standardprodukten durchgeführt und es ist im Auftrag der ORTEC Logistics Holding B.V. an der Entwicklung neuer Software mitgearbeitet worden.

Daneben sind für die Forschung, z. B. zu neuen Technologien, Aufwendungen in aus zu den Vorjahren vergleichbarer Größenordnung angefallen.

 

Bremen, 15. März 2024

Die Geschäftsführung

gez. Paul Perdon

gez. Stefan Huntemann

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 143.810,84 158.155,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 67,00 67,00
II. Sachanlagen 143.743,84 158.088,07
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.743,84 158.088,07
B. Umlaufvermögen 7.880.772,91 6.225.949,35
I. Vorräte 320.352,81 260.316,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7.290.160,17 5.754.689,75
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.346.343,93 3.769.310,52
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.943.816,24 1.985.379,23
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 270.259,93 210.942,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.684,99 14.029,91
D. Aktive latente Steuern 13.417,21 9.602,75
Aktiva 8.042.685,95 6.407.737,08

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 4.931.476,96 4.388.551,02
I. Gezeichnetes Kapital 36.000,00 36.000,00
II. Kapitalrücklage 2.423.163,44 2.423.163,44
III. Gewinnvortrag 1.929.387,58 1.371.516,64
IV. Jahresüberschuss 542.925,94 557.870,94
B. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 8.626,74 19.249,50
C. Rückstellungen 768.119,56 626.790,16
D. Verbindlichkeiten 2.334.462,69 1.373.146,40
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.988.520,32 1.102.520,11
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.988.520,32 1.102.520,11
2. sonstige Verbindlichkeiten 345.942,37 270.626,29
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 345.942,37 270.626,29
Passiva 8.042.685,95 6.407.737,08

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 12.283.602,56 11.085.847,24
2. Personalaufwand 9.809.399,45 8.817.093,18
a) Löhne und Gehälter 8.154.082,15 7.305.774,68
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.655.317,30 1.511.318,50
davon für Altersversorgung 228.660,14 211.495,70
3. Abschreibungen 88.347,48 72.685,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 88.347,48 72.685,23
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.692.158,94 1.473.237,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 118,98 1.123,32
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 157.490,38 157.910,00
davon aus verbundenen Unternehmen 156.934,38 157.910,00
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 40.884,57 52.832,61
davon an verbundene Unternehmen 39.627,72 52.700,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 256.346,29 251.612,06
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 3.814,46
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 2.138,28
8. Ergebnis nach Steuern 553.956,21 576.296,40
9. sonstige Steuern 11.030,27 18.425,46
10. Jahresüberschuss 542.925,94 557.870,94

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben

Die ORTEC GmbH mit Sitz in Bremen ist beim Amtsgericht Bremen mit der Registernummer HRB 30046 eingetragen.

Die ORTEC GmbH weist zum 31. Dezember 2023 die Größenkriterien einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Bilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wurden entsprechend den für Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB aufgestellt.

Für den Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt (§ 275 Abs. 2 HGB).

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode auf Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Gegenstände verrechnet. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu EUR 800,00 werden bei Zugang in voller Höhe abgeschrieben und gleichzeitig als Abgang erfasst.

Die Vorräte werden mit den Herstellungskosten, d. h. Einzelkosten zuzüglich angemessener Anteile der Gemeinkosten, bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Einzelwertberichtigungen waren nicht erforderlich. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

Es wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Die Berechnung erfolgte mit dem Steuersatz, der zum Zeitpunkt des Ausgleichs der Steuerlatenz anzuwenden ist (31,9 %).

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Für vereinnahmten Investitionszuschüsse wird ein Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen gebildet. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt entsprechend den Abschreibungssätzen unter Beachtung der Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände.

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Die Verbindlichkeiten sind gemäß § 253 Abs. 1 HGB mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird gemäß § 284 Abs. 3 in der Bruttodarstellung in dem nachfolgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen zum 31. Dezember 2023 ausschließlich kurzfristige Forderungen gegen die Gesellschafterin.

Eigenkapital

Der Gesamtbetrag der nach § 268 Abs. 8 HGB ausschüttungsgesperrten Beträge beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 13.417,21 und resultiert vollständig aus der Aktivierung latenter Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen zurückgestellte Personalkosten. Die Steuerrückstellungen betreffen noch zu erwartende Nachzahlungen für Ertragsteuern.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen EUR 243.737,74 auf Verbindlichkeiten aus Steuern (Vorjahr EUR 172.814,07) sowie EUR 19.168,14 auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (Vorjahr EUR 18.178,43).

C. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus zwei Mietverträgen mit einer festen Laufzeit von 8 Jahren in Höhe von TEUR 114 p.a. zzgl. Umsatzsteuer und einer festen Laufzeit von 12 Jahren in Höhe von TEUR 170 p.a. zzgl. Umsatzsteuer. Bei beiden Verträgen endet die Festlaufzeit in den nächsten Geschäftsjahren. Es bestehen allerdings mehrmalige Verlängerungsoptionen, so dass von einer längerfristigen Vertragsbeziehung auszugehen ist.

Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing und Avalen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 658,5.

D. Angaben zur Gewinn-und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.386,96 (Vorjahr EUR 62,81).

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung sind EUR 228.660,14 (Vorjahr EUR 211.495,70) für Altersversorgung enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung i. H. v. EUR 118,98 (Vorjahr EUR 1.123,32).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit EUR 3.814,46 Aufwand aus latenten Steuern (Vorjahr Aufwand von EUR 2.138,28).

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 542.925,87 auf neue Rechnung vorzutragen.

E. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 116 Arbeitnehmer (Angestellte).

Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:

Herr Stefan Huntemann, hauptberuflich für die Gesellschaft tätig

Herr Paul Perdon, hauptberuflich für die ORTEC B.V., Zoetermeer/ Niederlande tätig

Von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Bezüge der Geschäftsführer wird Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft, die den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die ORTEC International B.V., Zoetermeer/Niederlande. Der Konzernabschluss der ORTEC International B.V. ist bei der Handelskammer Rotterdam, Nr. 2442 1134, erhältlich.

 

Bremen, den 12. März 2024

gez. Stefan Huntemann, Geschäftsführer

gez. Paul Perdon, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.895,77 0,00 0,00 236.895,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 935.880,30 72.177,25 21.316,92 986.740,63
1.172.776,07 72.177,25 21.316,92 1.223.636,40
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
Abschreibungen Berichtsjahr
Änderung der gesamten Abschreibungen i. Z. m. Abgängen
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 236.828,77 0,00 0,00 236.828,77
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.792,23 86.505,48 21.300,92 842.996,79
1.014.621,00 86.505,48 21.300,92 1.079.825,56
Buchwerte
Stand 31.12.2023
Stand 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 67,00 67,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.743,84 158.088,07
143.810,84 158.155,07

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 27.03.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ORTEC GmbH, Bremen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ORTEC GmbH, Bremen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ORTEC GmbH, Bremen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der ISA (DE) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und den ISA (DE) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bremen, 15. März 2024

Gräwe & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Heuer, Wirtschaftsprüfer

gez. Sloot, Wirtschaftsprüfer

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