Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 505657
Eingetragen
15.7.2004
Branche
Großhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und LaborbedarfHerstellung von medizinischen und zahnmedizinischen Apparaten und Materialien a. n. g.Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von pharmazeutischen Erzeugnissen, medizinischen Artikeln, Krankenhaus-, Dental- und Altenpflegebedarf
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: (i) Die Be- und Verarbeitung sowie der Handel (Import und Export) mit Waren aller Art, vor allem im Bereich der dentalen Präzisionsmechanik; (ii) der Handel (Import und Export) mit Dentalgeräten und Dentalprodukten; und (iii) die Erbringung von Dienstleistungen und Kundensupport.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Debora Carmen Engel
seit 1.9.2023
Prokura
Jürgen Kiesel
seit 1.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Amann Girrbach AGAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Amann Girrbach AG
Austria
300.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Amann Girrbach GmbH

Pforzheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Amann Girrbach GmbH, Pforzheim

I. Grundlagen des Unternehmens

Die Amann Girrbach GmbH, Pforzheim, vertreibt Geräte und Materialien für die Herstellung von Zahnersatz vorwiegend in Deutschland und Österreich. Ergänzend zu den Produkten bietet sie ihren Kunden, Dentallaboren und Zahnärzten, den dazugehörigen Service und notwendiges Training rund um das Thema "Dental-Prothetik" an.

II. Wirtschaftsbericht

Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

Die Größe des globalen CAD/CAM-Marktes für Zahnmedizin wird im Jahr 2023 auf ca. € 2,7 Mrd. geschätzt, wobei 63 % auf Geräte (sowohl im Labor als auch auf dem Stuhl) und 37 % auf Verbrauchsmaterialien entfallen. Europa ist der größte regionale Markt, die USA sind das größte Einzelland.

Der globale Markt für zahnmedizinische Geräte und Verbrauchsmaterialien hat in der Vergangenheit ein solides Wachstum. Dies ist vor allem auf den zunehmenden weltweiten Einsatz von Dentalgeräten und Verbrauchsmaterialien zurückzuführen, aber auch auf Kunden, die von ihren Altsystemen auf teurere CAD/CAM-Systeme umsteigen. Im Jahr 2020 ging der Markt im Zuge der COVID-19-Pandemie um mehr als 20 % zurück. Es gab zwar Unterschiede zwischen den Ländern und Regionen, aber es gab zwei Auswirkungen: Obwohl Zahnarztpraxen in den meisten Ländern während der Pandemie geöffnet blieben, verschoben viele Patienten nicht dringende und kosmetische Termine. Darüber hinaus waren Labore und Zahnärzte - wie die meisten Unternehmen - in Zeiten dieser Unsicherheit zurückhaltend mit Investitionen.

Der Weltmarkt zeigte in den Jahren 2021 und 2022 Erholungseffekte, wobei aufgrund der anhaltenden Krisen (Ukraine-Krieg, Unterbrechungen der Lieferkette usw.) etwas an Zugkraft verloren ging. Im Jahr 2023 bremsten zusätzliche Effekte aus Zinserhöhungen und eine konjunkturelle Abschwächung in einigen Regionen die Markterholung weiter. Für den Weltmarkt wird erwartet, dass das Niveau vor COVID-19 im Jahr 2024 überschritten wird. CAD/CAM hatte bereits im Jahr 2022 das Verkaufsvolumen von 2019 erreicht, da es sich stärker erholte als das Nicht-CAD/CAM-Segment. Im Jahr 2023 hat sich die Preissensibilität der Kunden aufgrund hoher Zinsen, Inflation und steigender Material- und Personalkosten verschärft, was sich vor allem auf Premiumhersteller auswirkt.

Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Während das Vorjahr insbesondere durch ein Brandereignis in der Produktion in Österreich geprägt war, welches auch starke Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf der Amann Girrbach GmbH hatte, waren im Geschäftsjahr keine besonderen operativen Ereignisse zu verzeichnen.

Die für das Brandereignis zustehende Versicherungserstattung wurde ausbezahlt und ist ergebniswirksam vereinnahmt (TEUR 4.610).

Im Hinblick auf eine Neuregelung der Gesamtfinanzierung wurde im ersten Halbjahr 2024 in Zusammenarbeit mit externen Beratern ein Restrukturierungsplan für die gesamte Amann Girrbach Gruppe aufgesetzt. Ursächlich für diesen Plan war ein Rückgang der operativen Ertragskraft als Folge einer Kombination von Umsatzrückgang, Druck auf die Bruttogewinnmarge, Erhöhung der Kostenbasis im Hinblick auf ein Wachstum, welches nicht im erwarteten Ausmaß eintrat und unvorhergesehener Ereignisse, z.B. dem Brand in Österreich, der einen großen Teil der Vorräte vernichtete. Diese Vorkommnisse hatten auch nachteilige Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Gruppe. Gegen Jahresende 2023 wurden Maßnahmen zur Umkehr dieser Entwicklung eingeleitet, welche ebenfalls zur Kostenerhöhung im Berichtsjahr beitrugen.

Die Amann Girrbach GmbH ist in diesem Restrukturierungsplan enthalten. Auf der Grundlage dieses Plans konnte eine Neuregelung der Finanzierung für die Gruppe abgeschlossen werden, welche die Finanzierung unter Annahme der Planerfüllung mit den inhärenten Unsicherheiten bis Ende 2027 sicherstellt.

Zum Stand der Lageberichtserstellung hat diese Einschätzung weiterhin Gültigkeit. Ohne diese Beurteilung einzuschränken könnten jedoch wesentliche negative Abweichungen von den mittelfristigen Planungen zu einem bestands- oder entwicklungsbeeinträchtigenden Risiko führen.

Insgesamt ist das Geschäftsjahr 2023 als herausforderndes Geschäftsjahr zu beurteilen.

Umsatz- und Auftragsentwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr ging der Umsatz leicht zurück. Im ersten Quartal 2023 betrug das Umsatzwachstum 26% gegenüber dem durch das Brandereignis geprägten Vergleichsquartal 2022. Während der Umsatz auch in den beiden Folgequartalen um 6% bzw. um 11% stieg, musste im vierten Quartal eine Reduktion von 33% in Kauf genommen werden.

Im Gesamtumsatz enthalten sind konzerninterne Leistungsverrechnungen in Höhe von TEUR 3.266 (im Vorjahr TEUR 2.592).

Im Berichtsjahr fielen sonstige betriebliche Erträge in der Höhe von TEUR 5.284 (Vorjahr TEUR 464) an. Die Erhöhung ist auf Versicherungsentschädigungen zurückzuführen.

Der Auftragseingang 2023 erfuhr einen leichten Anstieg in Höhe von 8% im Vergleich zum Vorjahr.

Einkauf und Beschaffung

Die Beschaffung der Produkte für den Absatz erfolgt zum überwiegenden Teil über die Amann Girrbach AG, Mäder/AT (früher Koblach/AT).

Investitionen

Im Berichtsjahr wurden Investitionen in Höhe TEUR 139 (Vorjahr TEUR 1.343) getätigt.

Finanzierungsmaßnahmen

Die Bankkonten weisen zum Bilanzstichtag ein Guthaben von TEUR 1.493 aus (Vorjahr TEUR 394). Zum Bilanzstichtag wurde die bestehende Kontokorrentlinie in Höhe von TEUR 300 nicht benutzt (Vorjahr Limit von TEUR 500, vollständig ausgenutzt). Die Finanzierung erfolgte wie im Vorjahr durch die Muttergesellschaft.

Im Rahmen einer umfassenden Neuregelung der Gesamtfinanzierung der Amann Girrbach Gruppe wurde das Kreditverhältnis mit dem bestehenden Bankenkonsortium mit Wirkung per Mitte 2024 neu verhandelt und strukturiert und bis 31. Dezember 2027 verlängert. Der neue Kreditrahmen beträgt EUR 90,0 Mio. Die Amann Girrbach GmbH, Pforzheim, ist weiterhin zusammen mit anderen Gesellschaften der Gruppe als Bürge in den Kreditvertrag eingebunden. Sie haftet hieraus gesamtschuldnerisch. Als Sicherheit hat die Amann Girrbach GmbH, Pforzheim, alle Forderungen und Bankguthaben sowie die beweglichen Vermögensgegenstände verpfändet.

Personal- und Sozialbereich

Die Lohn- und Gehaltsstruktur besteht vorwiegend aus Festgehältern. Ein Teil der Mitarbeitenden hat einen variablen, zielabhängigen Lohnanteil. Der Außendienst wird provisionsabhängig entlohnt.

Die Personalaufwendungen belaufen sich auf TEUR 13.602 (Vorjahr TEUR 12.445). Die Steigerung resultiert aus der Erhöhung des durchschnittlichen Mitarbeiterstandes im Vergleich zum Vorjahr. Die Fluktuationsrate verbesserte sich mit 13% im Vergleich zum Vorjahr

Aufgrund eines Vertrages über Altersvorsorge bietet das Unternehmen seit 01.09.2002 den Mitarbeitern Möglichkeiten zur Zukunftssicherung an. Als Durchführungsweg wurde die Pensionskasse gewählt. Zum Jahresende 2023 haben 51 Mitarbeiter von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht.

Das Unternehmen bildet in den Ausbildungsgängen "Kaufleute für Büromanagement" sowie "Fachkräfte für Ordermanagement" aus. Das Bestreben ist es, die Auszubildenden nach der (in der Regel) dreijährigen Ausbildung zu übernehmen. Für die bestehenden Mitarbeiter werden bedarfsgerechte Fortbildungen und regelmäßige Schulungen durchgeführt.

Darstellung der Lage

Vermögenslage

Das Anlagevermögen liegt mit TEUR 1.952 unter dem Vorjahr (TEUR 2.306). Es verteilt sich auf Sachanlagen (TEUR 1.584, Vorjahr TEUR 1.930), Finanzanlagen (TEUR 368, Vorjahr TEUR 371) und immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 0, Vorjahr TEUR 6).

Die Mittelbindung bei den Vorräten beträgt TEUR 4.689 und ist damit gegenüber dem Vorjahr um TEUR 130 höher. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 515 auf TEUR 5.610 gestiegen. Der Bestand an Kassen- und Bankguthaben liegt mit TEUR 1.493 um TEUR 1.099 über dem Vorjahr (TEUR 394).

Im Eigenkapital bestand per 31.12.2023 ein nicht gedeckter Fehlbetrag von EUR 2.422 (Vorjahr TEUR 808). In diesem Zusammenhang wurde zum Bilanzstichtag zwischen der Amann Girrbach AG und der Gesellschaft ein Stundungsvertrag auf bestehende Verbindlichkeiten abgeschlossen und ein qualifizierter Rangrücktritt vereinbart. Der Fortbestand des Unternehmens ist somit überwiegend wahrscheinlich sichergestellt. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen im Abschnitt "II. Wirtschaftsbericht - Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr".

Finanzlage

Die Liquiditätsbedürfnisse wurden laufend durch die Muttergesellschaft gedeckt. Dadurch sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr von TEUR 7.889 auf TEUR 10.500 angewachsen.

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresfehlbetrag von TEUR 1.614 (Vorjahr Fehlbetrag von TEUR 3.989).

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Aufwendungen für Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren) beläuft sich auf TEUR 13.826 und liegt um TEUR 761 tiefer als im Vorjahr (TEUR 14.587). Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand und Aufwand für bezogene Waren gemessen zu den Umsatzerlösen) beläuft sich auf 73,9% (Vorjahr 72,5%).

Die Personaltangente (Personalaufwand gemessen an der Betriebsleistung) erhöhte sich leicht um 2 Prozentpunkte auf 26%.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit TEUR 6.164 um TEUR 1.168 über dem Vorjahr (TEUR 4.996).

Die Umsatzrentabilität (Verhältnis Ergebnis vor Steuern zu Umsatzerlösen) verbesserte sich von -7,7% im Jahr 2022 auf -3,1% im Berichtsjahr.

III. Prognosebericht

Ausblick

Die globale wirtschaftliche Situation im Jahr 2024 ist weiterhin von politischen Unruheherden und Unsicherheit geprägt und bleibt volatil. Analysten erwarten trotzdem eine solide weitere Wachstumskurve im Dentalmarkt, einschließlich anhaltender Erholungseffekte, und schätzen eine Wachstums-CAGR von 6 bis 7 % für den Zeitraum 2023 bis 2027. Nach COVID-19 weist das CAD/CAM-Segment eine höhere Wachstumsrate auf und steigerte seinen Marktanteil von 8 % im Jahr 2017 auf mehr als 13 % im Jahr 2027 - mit deutlich höherer Relevanz in fortgeschritteneren Ländern.

Zu den globalen Trends, die sich auf den dentalen CAD/CAM-Markt auswirken, gehören die Konsolidierung sowohl auf Labor- als auch auf Zahnarztebene, übergreifende Makroentwicklungen (alternde Bevölkerung, Anstieg des verfügbaren Einkommens, Schönheitsstandards), lokale Vorschriften und Versicherungssysteme, Preisdruck (insbesondere bei Verbrauchsmaterialien) und die Nachfrage nach Qualität, Automatisierung und Innovation. Je nach Markt sind diese Trends unterschiedlich intensiv und haben unterschiedliche regionale Auswirkungen.

Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen auf der Vertriebsseite und in der Gesamtorganisation gehen wir davon aus, dass die Amann Girrbach Gruppe gegenüber dem Markt in den nächsten Jahren überdurchschnittlich wachsen wird. Dabei wird wieder stärker auf die traditionellen Kernkompetenzen gesetzt. Aus der Kombination von Wachstum bei gleichzeitiger Optimierung der Kostenstruktur wird sich die Profitabilität kontinuierlich verbessern. Dieser Ausblick gilt auch für die Amann Girrbach GmbH.

Wir gehen davon aus, dass sich der Umsatz im Vergleich zu 2023 in 2024 leicht erhöhen wird. Dank höherem Rohertrag und tieferer Kostenbasis gehen wir von einem deutlich besseren Ergebnis aus.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Amann Girrbach Gruppe verfügt über ein konzernweites Internes-Kontroll-System (IKS), welches im Jahr 2020 neu aufgesetzt wurde und systemgestützt betrieben wird. Dies dient zur Identifizierung von finanziellen Risiken, die sich aus der Rechnungslegung oder Finanzberichterstattung ergeben könnten und deckt die sieben Bereiche Einkauf, Verkauf, Logistik, Finanzen, Anlagenbuchhaltung, IT, sowie Lager und Produktion konzernweit ab. Etwaige Risiken werden in einem Katalog gelistet und entsprechende Kontrollmaßnahmen eingeführt. Durch regelmäßige Überprüfungen des Kontroll-Systems wird die Aktualität und vollständige Erfassung aller Risiken und der zugrundliegenden Kontrollen gewährleistet.

Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Risiko, dass die Erfüllung aller Standards, die in den regelmäßig stattfindenden technischen und medizinischen Audits überprüft werden, nicht vollständig gewährleistet werden kann. Diese Audits spielen eine entscheidende Rolle, um die Einhaltung von Sicherheits- und Qualitätsanforderungen sicherzustellen. Ein Versäumnis in diesem Bereich könnte erhebliche Konsequenzen für das Unternehmen haben, einschließlich regulatorischer Sanktionen, Qualitätsminderungen oder Schäden am Unternehmensruf. Daher ist es essenziell, diese Risiken sorgfältig zu überwachen und rechtzeitig geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um die Erfüllung aller relevanten Standards zu gewährleisten. Dieses Risiko wird laufend durch die Qualitätssicherungsabteilung überwacht und Feststellungen werden an das Management berichtet.

Unserer Produkte unterliegen einen strengen Qualitätsüberwachung und erfüllen hohe Qualitätsstandards. Dies sehen wir im Vergleich zu unseren Wettbewerbern als Chance an.

Für Amann Girrbach sind die MitarbeiterInnen die wertvollste Ressource des Unternehmens. Daher ist es selbstverständlich, sie zu schützen und zu fördern. Die Arbeitsbedingungen und Qualifikationen der MitarbeiterInnen beeinflussen nicht nur die Leistung in Entwicklung und Produktion, sondern auch den Erfolg im Vertrieb. Gut ausgebildete MitarbeiterInnen tragen entscheidend zur Geschäftsentwicklung bei. Ein Risiko besteht nicht nur im Verlust von Schlüsselpersonal, sondern auch in der Herausforderung, ausreichend gut qualifizierte und motivierte MitarbeiterInnen zu finden, zu rekrutieren und langfristig zu binden. Dies stellt gleichzeitig eine Chance dar. Amann Girrbach agiert in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld, in dem sich die Anforderungen an das Unternehmen und die MitarbeiterInnen hinsichtlich Flexibilität, Mobilität und Anpassungsfähigkeit stetig verändern. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, investiert Amann Girrbach systematisch in Aus- und Weiterbildung der MitarbeiterInnen, optimiert kontinuierlich den Recruiting-Prozess und legt besonderen Wert darauf, in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt gut ausgebildete und flexible MitarbeiterInnen zu gewinnen und zu halten.

Als global agierendes Unternehmen ist die Amann Girrbach Gruppe verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Risiken ausgesetzt. Veränderungen im politischen oder regulatorischen Umfeld und geopolitische Spannungen können das Investitions- und Konsumverhalten der Kunden negativ beeinflussen. Auch zukünftig sind weltweit politische und gesellschaftliche Unsicherheiten zu erwarten, wie der anhaltende Konflikt in der Ukraine und die eskalierte Krise im Gazastreifen deutlich gezeigt haben. Eine mögliche direkte Konsequenz daraus ist die nach wie vor hohe Inflation, die zu regionalen Umsatzrückgängen führen kann.

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die bestehende Liquiditätsvorschau wird regelmäßig aktualisiert. Im Rahmen des Working Capital Management werden die Umschlagskennzahlen der Forderungen, des Lagers und der Verbindlichkeiten eng bewirtschaftet, um die verfügbare Liquidität laufend zu optimieren. Im Rahmen einer Neuregelung der Gesamtfinanzierung per Mitte 2024 wurde die Gruppe mit frischer Liquidität ausgestattet, welche gemäß aktueller Finanzplanung die Liquidität unter Berücksichtigung einer angemessenen Planungsreserve bis Ende 2027 sicherstellt. Neben der kurzfristigen Liquiditätsvorschau wird auch die Liquiditätsentwicklung im Vergleich zur Finanzplanung laufend überwacht.

Auf Kundenforderungen besteht ein Kredit- bzw. Ausfallrisiko im marktüblichen Umfang. Die offenen Forderungen werden eng überwacht. Zahlungsausstände aus der Vergangenheit werden abgebaut. Gleichzeitig wird die Bonität und Zahlungsmoral der Kunden bei der Entgegennahme von neuen Bestellungen konsequent beurteilt, um das Ausfallrisiko zu minimieren.

Das Preisänderungsrisiko auf der Absatz- und Beschaffungsseite wird laufend beobachtet. Die Erkenntnisse fließen in die Pricing-Strategie und in das Lieferanten-Management ein.

Für versicherbare Risiken besteht ein globales Versicherungsportfolio, welches in Zusammenarbeit mit externen Fachleuten laufend überwacht und angepasst wird.

 

Pforzheim, im Dezember 2024

Amann Girrbach GmbH

Geschäftsführung

gez. Jürgen Kiesel

gez. Mathias Knödler

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.951.954,29 2.306.439,99
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 392,00 6.295,00
1. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 392,00 6.295,00
II. Sachanlagen 1.583.541,00 1.929.645,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 773.557,00 933.192,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 809.984,00 996.453,00
III. Finanzanlagen 368.021,29 370.499,99
1. Sonstige Finanzanlagen 368.021,29 370.499,99
B. Umlaufvermögen 12.228.139,67 10.398.919,67
I. Vorräte 4.689.285,86 4.558.894,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.045.528,46 5.445.602,16
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 340.850,63 16.655,00
2. Übrige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.704.677,83 5.428.947,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.493.325,35 394.422,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 997.950,18 7.490,66
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2.421.948,02 807.968,98
Bilanzsumme, Summe Aktiva 17.599.992,16 13.520.819,30

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 300.000,00 300.000,00
II. Verlustvortrag -1.107.968,98 2.880.863,18
III. Jahresfehlbetrag -1.613.979,04 -3.988.832,16
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 2.421.948,02 807.968,98
B. Rückstellungen 3.872.480,66 3.552.353,90
C. Verbindlichkeiten 12.190.504,80 9.962.976,57
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 500.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.499.807,51 7.889.474,93
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.690.697,29 1.573.501,64
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.537.006,70 5.488,83
Bilanzsumme, Summe Passiva 17.599.992,16 13.520.819,30

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.683.714,29 14.630.250,53
2. Personalaufwand -13.601.984,60 -12.444.620,17
a) Löhne und Gehälter -11.620.235,80 -10.306.412,65
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.981.748,80 -2.138.207,52
3. Abschreibungen -485.837,82 -1.090.769,44
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -485.837,82 -1.090.769,44
4. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.163.577,36 -4.996.347,53
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.631,03 4.121,36
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -50.924,58 -91.466,91
7. Ergebnis nach Steuern -1.613.979,04 -3.988.832,16
Jahresfehlbetrag 1.613.979,04 3.988.832,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Amann Girrbach GmbH, Pforzheim

A. Allgemeines

Die Amann Girrbach GmbH mit Sitz in Pforzheim ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Mannheim unter der Handelsregisternummer HRB 505657 eingetragen. Das Geschäftsjahr 2023 läuft vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die Vorschriften des HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften und ergänzend die Vorschriften des GmbH-Gesetzes angewandt worden.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, ausschließlich im Anhang aufgeführt.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit den handelsrechtlichen Bestimmungen überein. Die Grundsätze der Darstellungs-, Ausweis- und Bewertungsstetigkeit wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Bilanz entspricht der Gliederung nach § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren vermindert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im selben Jahr abgeschrieben.

Zur Abdeckung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, die nicht verpfändet ist. Der zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzte Aktivwert dieser Versicherung beträgt zum 31. Dezember 2023 EUR 368.021,29 (i.V. TEUR 370) und ist unter dem Posten Finanzanlagen unsaldiert ausgewiesen.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Dem Lager- und Verwertungsrisiko wurde aufgrund des Niederstwertprinzips sowie ergänzender zeitabhängiger Abwertung angemessen Rechnung getragen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1% gebildet.

Die flüssigen Mittel sowie das gezeichnete Kapital sind zum Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Rückstellungen für zu erwartende Dienstjubiläen wurden in Höhe des Barwerts der voraussichtlich anfallenden Jubiläumsleistungen unter Anwendung eines Fluktuationsabschlags sowie eines Zinssatzes von 1,8 % gebildet.

Zum 1. Januar 2010 ergab sich aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG eine Unterdotierung in Höhe von EUR 157.536,00. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, die außerordentliche Zuführung zu den Pensionsrückstellungen auf 15 Jahre verteilt vorzunehmen. Im Jahr 2023 wurden EUR 10.502,00 zugeführt, es verbleibt ein noch nicht in der Bilanz ausgewiesener Betrag der Unterdotierung von EUR 10.508,00.

Zum 31. Dezember 2023 werden die Pensionsrückstellungen versicherungsmathematisch mit dem Anwartschaftsbarwert (Project Unit Credit Method) angesetzt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden der Bewertung der Altersversorgungsverpflichtungen die "Heubeck Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank laufend veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§253 Abs. 2 S. 3 HGB).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren (1,74%) beträgt zum Abschlussstichtag EUR 35.114 (i. V. TEUR 163) und ist ausschüttungsgesperrt.

Die Rückstellungen wurden auf der Basis eines Zinssatzes von 1,82 % (i.V. 1,78 %) sowie einer erwarteten Rentensteigerung von 2,00 % (i.V. 2,00 %) ermittelt. Der so bestimmte Wert der Pensionsverpflichtung beträgt nach Berücksichtigung des Verteilungsbetrages, der sich aus der Umstellung des Bewertungsverfahrens nach BilMoG ergab, zum 31. Dezember 2023 EUR 2.371.777,00 (i.V. TEUR 2.416).

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Die ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden mit dem Nennwert bewertet.

Aufgrund des Wahlrechts in § 274 HGB wird vom Ansatz aktiver latenter Steuern in der Bilanz abgesehen.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel separat dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 225.456,51 (i.V. TEUR 342) enthalten.

Alle weiteren Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände weisen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen.

3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Diese Position enthält den Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten.

4. Eigenkapital

Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 einen nicht gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 2.421.948,02 im Eigenkapital aus. Der Gesellschafter, die Amann Girrbach AG, hat zur Vermeidung einer etwaigen Überschuldung und zur Sicherung der Liquiditätslage mit der Gesellschaft eine Forderungsstundung und einen qualifizierten Rangrücktritt vereinbart. Der Fortbestand des Unternehmens ist somit weitestgehend sichergestellt.

Im Hinblick auf eine Neuregelung der Gesamtfinanzierung wurde im ersten Halbjahr 2024 in Zusammenarbeit mit externen Beratern ein Restrukturierungsplan für die gesamte Amann Girrbach Gruppe aufgesetzt. Ursächlich für diesen Plan war ein Rückgang der operativen Ertragskraft als Folge einer Kombination von Umsatzrückgang, Druck auf die Bruttogewinnmarge, Erhöhung der Kostenbasis im Hinblick auf ein Wachstum, welches nicht im erwarteten Ausmaß eintrat und unvorhergesehener Ereignisse, z.B. dem Brand in Österreich, der einen großen Teil der Vorräte vernichtete. Diese Vorkommnisse hatten auch nachteilige Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Gruppe. Gegen Jahresende 2023 wurden Maßnahmen zur Umkehr dieser Entwicklung eingeleitet, welche ebenfalls zur Kostenerhöhung im Berichtsjahr beitrugen.

Die Amann Girrbach GmbH ist in diesem Restrukturierungsplan enthalten. Auf der Grundlage dieses Plans konnte eine Neuregelung der Finanzierung für die Gruppe abgeschlossen werden, welche die Finanzierung unter Annahme der Planerfüllung mit den inhärenten Unsicherheiten bis Ende 2027 sicherstellt.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen (Vorjahr kursiv):

bis zu davon mehr als
1 Jahr
EUR
1 Jahr
EUR
5 Jahre
EUR
Gesamt
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 500.000,00 0,00 0,00 500.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.499.807,51 0,00 0,00 10.499.807,51
Vorjahr 7.889.474,93 0,00 0,00 7.889.474,93
Übrige Verbindlichkeiten 1.690.697,29 0,00 0,00 1.690.697,29
Vorjahr 1.573.501.64 0,00 0,00 1.573.501.64
(davon aus Steuern) -532.739,36 0,00 0,00 -532.739,36
Vorjahr -724.913,75 0,00 0,00 -724.913,75
(davon i. R. der sozialen Sicherheit) -21.145,47 0,00 0,00 -21.145,47
Vorjahr -22.414,93 0,00 0,00 -22.414,93
12.190.504,80 0,00 0,00 12.190.504,80
Vorjahr 9.962.976,57 0,00 0,00 9.962.976,57

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter und betrugen am Bilanzstichtag EUR 10.499.807,51 (i.V. TEUR 7.889). Sie bestehen aufgrund von Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Verbindlichkeiten sind gestundet.

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Versicherungserstattungen in Höhe von TEUR 4.610 aufgrund des Brandschadens aus 2022.

2. Personalaufwand

Die Position beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 38.355,24 (i.V. TEUR 34)

2. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten u.a die Zuführung des Fünfzehntel aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB in Höhe von EUR 10.502,00.

4. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge in Höhe von EUR 4.487,74 (i.V. TEUR 3) aus der Aufzinsung von langfristigen Forderungen.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 4.564,08 (i.V. TEUR 4).

6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen einer umfassenden Neuregelung der Gesamtfinanzierung der Amann Girrbach Gruppe wurde das Kreditverhältnis mit dem bestehenden Bankenkonsortium mit Wirkung per Mitte 2024 neu verhandelt und strukturiert und bis 31. Dezember 2027 verlängert. Der neue Kreditrahmen beträgt EUR 90,0 Mio. Die Amann Girrbach GmbH, Pforzheim, ist weiterhin zusammen mit anderen Gesellschaften der Gruppe als Bürge in den Kreditvertrag eingebunden. Sie haftet hieraus gesamtschuldnerisch. Als Sicherheit hat die Amann Girrbach GmbH, Pforzheim, alle Forderungen und Bankguthaben sowie die beweglichen Vermögensgegenstände verpfändet.

Das Risiko einer Inanspruchnahme wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse als gering eingestuft, da die Amann Girrbach Holding GmbH gemäß Planungsrechnung über die Laufzeit des Konsortialkreditvertrags über ausreichende Liquidität zur planmäßigen Tilgung des Darlehens verfügt.

Es besteht eine Bürgschaftsverpflichtung gegenüber einem Leasinganbieter, für Zahlungsausfälle von Amann Girrbach-Kunden bei über Leasing finanzierten Geräten. Der Bürgschaftsrahmen von TEUR 600 war zum 31. Dezember 2023 mit TEUR 464 (i.V. TEUR 663) nicht ausgeschöpft

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen von insgesamt EUR 1.495.502,12 verteilen sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Restlaufzeit bis 1 Jahr
EUR
Restlaufzeit mehr als 1 Jahr
EUR
Leasing 569.373,27 492.941,83
Miete 430.185,72 3.001,30
999.558,99 495.943,13
Vorjahr 896.039,00 589.827,36

III. Sonstige Angaben

1. Personal

Der durchschnittliche Mitarbeiterstand ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten (ohne Geschäftsführer, ohne Auszubildende, ohne Altersteilzeitler in Freistellung) betrug 159 (im Vorjahr: 153) Beschäftigte, davon 149 (Vorjahr: 146) Angestellte und 10 (Vorjahr: 7) Arbeiter.

2. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Honorars gem. § 288 Abs. 2 HGB wird verzichtet und bei schriftlicher Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer übermittelt.

3. Organe der Gesellschaft

Zu Geschäftsführern sind bestellt:

Jürgen Kiesel (CEO), Neusiedl am See seit 1. September 2023

Mathias Knödler (Geschäftsführung IT, Finance & Services) seit 1. Juni 2024

Michael Göllnitz (Geschäftsführung Vertrieb), Kelkheim bis 18.11.2024.

Die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

4. Mutterunternehmen der Gesellschaft

Die Gesellschaft wird als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Amann Girrbach Holding GmbH mit Sitz in Mäder (Österreich), die den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss wird beim zuständigen Firmenbuchgericht in Feldkirch (Österreich) offengelegt.

5. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich mit Ausnahme der beschriebenen Neuregelung der Finanzierung der Amann Girrbach Gruppe sowie des Restrukturierungsplans nicht ergeben. Bzgl. der Neuregelung zur Finanzierung verweisen wir auf den Abschnitt "C. II. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen". Bzgl. der Restrukturierung verweisen wir auf den Abschnitt "C. I. 4. Eigenkapital".

6. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR -1.613.979,04 wird zur Gänze auf neue Rechnung vorgetragen.

 

Pforzheim, 13.12.2024

Amann Girrbach GmbH

Geschäftsführung

gez. Jürgen Kiesel

gez. Mathias Knödler

Anlagespiegel

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 254.114,82 0,00 33.332,44 220.782,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 1.084.496,20 0,00 4.691,52 1.079.804,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.384.109,17 138.724,34 256.346,94 3.266.486,57
Summe Sachanlagen 4.468.605,37 138.724,34 261.038,46 4.346.291,25
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 370.499,99 0,00 2.478,70 368.021,29
Summe Gesamt 5.093.220,18 138.724,34 296.849,60 4.935.094,92
kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 247.819,82 5.903,00 33.332,44 220.390,38
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 151.304,20 154.943,48 0,00 306.247,68
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.387.656,19 324.991,34 256.144,96 2.456.502,57
Summe Sachanlagen 2.538.960,39 479.934,82 256.144,96 2.762.750,25
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Gesamt 2.786.780,21 485.837,82 289.477,40 2.983.140,63
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 392,00 6.295,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 773.557,00 933.192,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 809.984,00 996.452,98
Summe Sachanlagen 1.583.541,00 1.929.644,98
III. Finanzanlagen
Sonstige Finanzanlagen 368.021,29 370.499,99
Summe Gesamt 1.951.954,29 2.306.439,97

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Der Jahresfehlbetrag wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk

In dem vorstehenden zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Amann Girrbach GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Amann Girrbach GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Amann Girrbach GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben im Abschnitt "C. I. 4. Eigenkapital" im Anhang sowie auf die Angaben in Abschnitt "II. Wirtschaftsbericht - Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Gesellschaft aufgrund verschiedener Ereignisse und Gegebenheiten, die zu einer finanziell angespannten Situation geführt haben, unter Zuhilfenahme von externen Beratern einen Restrukturierungsplan entworfen hat. Zudem wurde die Finanzierung der Amann Girrbach Gruppe, zu der auch die Amann Girrbach GmbH gehört, neu aufgesetzt. Sowohl die Neuregelung der Finanzierung als auch der Restrukturierungsplan fallen positiv aus. Darüber hinaus wurde mit dem Mutterunternemen der Gesellschaft eine Stundungsvereinbarung sowie ein qualifizierter Rangrücktritt vereinbart.

Wie in den entsprechenden Passagen allerdings dargelegt wird, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass bei einer wesentlichen negativen Planabweichung eine wesentliche Unsicherheit bestehen könnte, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen könnte und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellen könnte.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 18. Dezember 2024

SONNTAG GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Layher, Wirtschaftsprüfer

gez. ppa. Piening, Wirtschaftsprüferin

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