Werum Services GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Hendrik Bohlen seit 19.2.2024 | Vorstandsmitglied |
Carsten Stein seit 25.8.2014 | Vorstandsmitglied |
Christian Sommer seit 6.3.2014 | Vorstandsmitglied |
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Werum Software & Systems AGLüneburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024Lagebericht1. Grundlagen des Unternehmens Unternehmensstrategie Das Unternehmen Werum wurde 1969 von dem Softwarepionier Wulf Werum gegründet. Im Laufe der weiteren Unternehmensentwicklung wurde die ursprüngliche Personengesellschaft zunächst in eine GmbH und später in eine AG überführt. Zu jedem Zeitpunkt war das Unternehmen mehrheitlich im Besitz von Mitarbeitern. Im Jahr 2014 wurde die Gesellschaft in zwei Unternehmen aufgeteilt. Durch Abspaltung des Geschäftsbereiches CIS entstand mit rechtlicher Wirkung rückwirkend zum 01.09.2013 die Werum Software & Systems CIS AG, die gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17.09.2014 wiederum zum 01.01.2015 in die Werum Software & Systems AG umbenannt wurde. Die Werum Software & Systems AG setzt die erfolgreiche Unternehmensphilosophie der Vorgängergesellschaften fort. Das Unternehmen ist fast komplett im Besitz von Mitarbeitern (einschließlich ehemaliger Mitarbeiter). Wir denken über Quartalsberichte hinaus an eine langfristige, nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens zum Wohle unserer Kunden und unserer Mitarbeiter. Im Jahr 2019 wurde die Werum Hanse GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Gegenstand dieser Firma ist ausschließlich die Errichtung und Vermietung des neuen Unternehmensstandorts der Werum Software & Systems AG. Seit dem Geschäftsjahr 2020/2021 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Tochtergesellschaft. Organisches Wachstum Wir setzen weiterhin auf ein kontinuierliches und organisches Wachstum. Für unsere Kunden, Partner und Mitarbeiter ist dies die Basis für eine stabile und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Langfristige Kundenbeziehungen Die Kontinuität der Ansprechpartner auf unserer Seite schafft Verlässlichkeit. Mit vielen unserer Stammkunden verbindet uns eine mehr als zehnjährige Geschäftsbeziehung. Wir verstehen uns als Partner unserer Kunden. Viele Kunden binden uns in ihre IT-Strategie ein, da unsere Leistung nicht nur die Realisierung eines Projektes umfasst, sondern auch die langfristige Wartung, Pflege und Weiterentwicklung miteinschließt. 1.1 Produktstrategie Unser Ziel ist es, für unsere Kunden optimierte Lösungen zu realisieren. Dabei verknüpfen wir die Zuverlässigkeit ausgereifter Produkte und Plattformen mit der Flexibilität individueller Software. Die Basis bilden klare und für zukünftige Erweiterungen tragfähige Architekturen sowie moderne Software-Technologien. Architekturkonzept Abhängig von der Branche und den individuellen Anforderungen der Kunden verwenden oder kombinieren wir:
Qualität Unsere Lösungen werden überwiegend in unternehmenswichtigen Bereichen und anspruchsvollen Anwendungen eingesetzt. Gerade in Branchen wie z.B. der Automobilindustrie oder der Luft- und Raumfahrt muss unsere Software hohen Ansprüchen an die Qualität genügen. Das gilt sowohl für den Entwicklungsprozess der Software, die Abwicklung der Projekte als auch für die Qualität der Lösung hinsichtlich Datensicherheit, Verfügbarkeit und Erfüllen regulatorischer Anforderungen. Kundenorientierung Die Weiterentwicklung unserer Produkte und Plattformen orientieren sich an den Markt- und Projektanforderungen, die wir durch stetigen Austausch mit unseren Kunden ermitteln. Die Entwicklung von kundenspezifischen Lösungen stimmen wir im Dialog mit unseren Kunden intensiv ab. Damit erreichen wir, dass neue Produktversionen und individuelle Lösungen bei den Anwendern eine hohe Akzeptanz genießen. 1.2 Geschäftstätigkeit Werum entwickelt Softwareprodukte und realisiert Lösungen für die folgenden Geschäftsfelder: - IT-Lösungen für Tests (ILT) - Geodaten-Management (GDM) - Individuelle Kundenlösungen (IKL) Alle drei Geschäftsfelder weisen im Bereich der eingesetzten Technologien, Werkzeuge und Methodiken deutliche Überlappungen auf. Gemeinsam ist auch die Einbindung der Lösungen in globalere unternehmensweite Kontexte. Die wesentlichen Branchen für Lösungen von Werum sind: - Luft- und Raumfahrt - Automobil - Öffentliche Verwaltung - Forschungsschifffahrt - Anlagen- und Gerätebau Durch enge Zusammenarbeit der Projekt- und Produktgruppen erzeugen wir Synergien, die wir für den technologischen Fortschritt unseres Unternehmens nutzen. Viele Themen können branchenübergreifend realisiert werden, wodurch sich stetige Wiederverwendungsmöglichkeiten ergeben. 1.3 Forschung und Entwicklung Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit sind unsere eigenen Komponenten, Plattformen und Produkte. Hier ist es notwendig, gerade auch unter Einbeziehung der KI-Technologie sowohl technologisch als auch funktional im Vorderfeld der Innovationen und der Märkte zu sein. Wichtig dabei ist die Innovationskraft unserer hochqualifizierten Mitarbeiter. Durch gezielte Fortbildungen und Seminare verfolgen wir ständig die aktuellen Trends. Im Rahmen von Kooperationen mit Hochschulen evaluieren wir Methoden und Technologien für den praxisbezogenen Einsatz. Die Gesamtaufwendungen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr belaufen sich auf rd. T€ 677. Für das folgende Geschäftsjahr erwarten wir Aufwendungen in ähnlicher Größenordnung. 2. Entwicklung der Geschäftstätigkeit und der Rahmenbedingungen 2.1 Rahmenbedingungen Das Geschäftsjahr stand unter dem Einfluss einer Vielzahl von Faktoren und damit verbundenen großen Herausforderungen. Die Krisen in der Welt sind nicht weniger geworden. Die Situation im Ukraine-Konflikt ist unverändert und zusätzlich kommen die Entwicklungen im Nahen Osten dazu. Statt einer erhofften Verbesserung der Randbedingungen sind die Folgen mit hohen Energiepreisen, Ressourcen-Knappheit und Inflationstendenzen anhaltend. Die gesamtwirtschaftliche Situation hat sich insbesondere in Deutschland recht negativ entwickelt. Zusätzlich zu den globalen Einflüssen verschlechtern sich die nationalen Rahmenbedingungen und führen zu einer stagnierenden Wirtschaftsentwicklung, die sehr stark den Mittelstand trifft. Viele Unternehmen verlagern mittlerweile nicht nur die Produktion, sondern auch Forschung und Entwicklung ins Ausland. Das hat auch Einfluss auf die Entscheidungsprozesse und Investitionsbereitschaft vieler unserer Kunden. Weiterhin führen die Folgewirkungen der Pandemie und die aktuellen Infektionslagen zu erhöhten krankheitsbedingten Ausfallquoten. Die konjunkturellen Rahmenbedingungen in dem Geschäftsfeld "IT-Lösungen für Tests" sind grundsätzlich schwierig. Die von uns bedienten Themen und Leistungen wurden weiterhin von unseren Kunden angefragt, allerdings stehen die Realisierungen und Beauftragungen oft unter Gesamtvorbehalt auf Kundenseite. Die Aktivitäten im Geschäftsfeld "Geodaten-Management" sind weiterhin durch eine längerfristige Auftragslage gesichert. Das Geschäftsfeld "Individuelle Kundenlösungen" basiert auf laufenden Projekten und Rahmenverträgen im Bestandskundenumfeld. Die einzelnen Abrufbeauftragungen sind allerdings abhängig von den genehmigten Budgets. 2.2 Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf war insgesamt nicht zufriedenstellend. Die zuvor beschriebene Gesamtlage führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer nicht verlässlichen Planbarkeit und erforderte sehr kurzfristige und flexible Personal- und Kapazitätsplanungen. Wir konnten Auslastungsschwankungen nur teilweise durch Umplanungen und Personalverschiebungen zwischen unseren Geschäftsfeldern auffangen. Die dynamisierten Arbeitsmodelle mit hochflexiblen Arbeitszeiten und -orten sowohl bei uns als auch bei unseren Kunden führen aktuell im Vergleich mit der Vor-Corona-Zeit für unsere Projektdurchführung hinsichtlich Terminen und Zusammenarbeit zu einer geringeren Produktivität. In Summe wurde ein negatives Gesamtergebnis erzielt. Die Betriebsleistung (Umsatz +/- Bestandsveränderung ./. Materialaufwand) beträgt im Geschäftsjahr 2023/2024 T€ 11.689 und ist um T€ 417 gestiegen. Die Personalkosten sind um T€ 747 gestiegen, die übrigen Aufwendungen u.a. auch bedingt durch die Verlagerung des Unternehmensstandortes um T€ 534. Es wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 134 aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags von der Werum Hanse GmbH übernommen. 2.3 Ertragslage
* vor Beteiligungsergebnis Die Prognosen des Vorjahres konnten aufgrund der zuvor aufgeführten Rahmenbedingungen nicht erreicht werden. Die Kennzahlen zur Ertragslage haben sich wie folgt entwickelt:
2.4 Finanzlage Neben der Eigenkapitalfinanzierung werden Fremdmittel in Form von Privatdarlehen in Anspruch genommen. Die Liquiditätssituation ist weiter positiv. Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit konnten die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Im Geschäftsjahr wurden keine der bestehenden Kreditlinien in Anspruch genommen. Hinsichtlich der Angaben zum Bestand der eigenen Aktien gem. § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG wird auf Abschnitt IV im Anhang verwiesen. 2.5 Vermögenslage
Die Erhöhung im Anlagevermögen resultiert aus der Erhöhung der Finanzanlagen. 2.6 Projektabwicklung In den Bewertungen der unfertigen Leistungen und Rückstellungen für Projekte sind Risiken - soweit erkennbar - ausreichend berücksichtigt. Durch die konsequente Nutzung von effizienten Controlling-Mechanismen sowohl hinsichtlich des Projektmanagement als auch innerhalb der kaufmännischen Verwaltung wurden den Verantwortlichen direkt verfügbare und transparente Informationen zur Bewertung und Risikoeinschätzung zur Verfügung gestellt. 2.7 Finanzielle Leistungsindikatoren Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt unser Fokus auf der Entwicklung von: - Betriebsleistung - Betriebsergebnis - Jahresergebnis Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die entsprechenden Kennzahlen heran. 2.8 Gesamtaussage In Anbetracht der zuvor genannten Situation und Rahmenbedingungen schätzen wir unsere Vermögens- und Finanzlage trotz des aktuellen Ergebnisses weiterhin als gut ein. Unsere Umsatzentwicklung und der Auftragsbestand zum Geschäftsjahresende sind positiv. Die Verlustübernahme aus der Tochtergesellschaft bewegt sich in der erwarteten Höhe entsprechend der Bauplanung. 3. Prognosebericht 3.1 Voraussichtliche Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren Wir gehen davon aus, dass sich die aktuelle gesamtkonjunkturelle Situation im nächsten Jahr nicht grundsätzlich ändert, sondern die Herausforderungen der Kostensteigerungen bei Energie und Personal - wenn auch nicht auf dem extrem hohem Niveau - anhalten werden. Dennoch rechnen wir für die kommenden Geschäftsjahre mit einem weiteren Wachstum und einer moderaten Erhöhung bei der Betriebsleistung mit positivem Betriebsergebnis und Jahresüberschuss in ähnlicher Höhe wie im Geschäftsjahr 2022/2023. 3.2 Personalentwicklung Wir gehen von einem weiteren kontrollierten Personalwachstum aus. Die Mitarbeiteranzahl sowie die Personalkosten werden weiter moderat steigen. 3.3 Produktentwicklung Die Aufwendungen für Produktentwicklung werden schwerpunktmäßig eingesetzt für: - DIMS-EO (Datenmanagementsystem für Erdbeobachtung) - DSHIP (Informationsmanagement für wissenschaftliche Geodaten) - HyperTest (Messdaten- und Informationsmanagementsysteme) - WTCS (Windkanalleitsystem) Wir rechnen mit vergleichbaren Aufwendungen. 3.4 Sachinvestitionen Die Sachinvestitionen in die Arbeitsplatzausstattung (Computersysteme, Netzwerk, Büromöbel) und die Serversysteme beliefen sich im Jahr 2023/2024 im geplanten Rahmen einschließlich der Erhöhungen für Beschaffungen im Rahmen des Umzugs an den neuen Firmenstandort. Für 2024/2025 rechnen wir im operativen Bereich wieder mit leicht sinkenden Sachinvestitionen. Die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln. 3.5 Finanzinvestitionen Es besteht weiterhin die Werum Hanse GmbH mit einem Stammkapital von T€ 25. Die Ausleihungen an die Werum Hanse GmbH wurden im Geschäftsjahr um T€ 875 erhöht. 3.6 Gesamteinschätzung Wir sehen für alle unsere Themenbereiche in 2024/2025 gute Potentiale, sofern sich die gesamtwirtschaftliche Situation vor allem in Deutschland verbessert. Wir erwarten trotz der aktuellen Herausforderungen gute Chancen für unsere Geschäftstätigkeiten. Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung unseres Unternehmens positiv. Das Bestandsgeschäft mit langfristigen Projekten und Kundenbeziehungen ist weiterhin stabil. Unsere Lösungen werden verstärkt nachgefragt und entsprechen gut den Anforderungen unserer Kunden. Insgesamt rechnen wir für die kommenden Geschäftsjahre mit einem weiteren moderaten Wachstum hinsichtlich Mitarbeiteranzahl und Umsatz bei positivem Jahresergebnis. 4. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung 4.1 Betrachtung der möglichen Risiken Für die zukünftige Entwicklung gibt es folgende Risiken: • Marktentwicklung: Es ist nicht auszuschließen, dass die Wettbewerbssituationen sowie die politischen Rahmenbedingungen in allen Bereichen doch Einfluss auf unsere Auftragslage haben und damit zu einer Abschwächung des Wachstums führen werden. Neben der Investitionsbereitschaft aus der Industrie ist mittelfristig nicht absehbar, wie welche Sparmaßnahmen in den öffentlichen Haushalten vorgenommen werden. • Produkt- und Leistungsentwicklung: Es sind erhebliche Entwicklungsaufwände - speziell auch im Kontext der künstlichen Intelligenz - notwendig, um bei Produkten und Dienstleistungen im Vorderfeld der Innovation zu bleiben. Zu langsame Investitionen würden mit zeitlicher Verschiebung erhebliche Auswirkungen auf unser Geschäft haben. • Mitarbeitergewinnung und steigende Personalkosten: Die Gewinnung neuer Mitarbeiter, speziell mit guten Studienabschlüssen (Bachelor und Master) bzw. mit hervorragender Ausbildung bleibt weiterhin schwierig. Zusätzlich ist aufgrund der aktuellen Gehaltsentwicklungen in vielen Branchen mit steigenden Personalkosten zu rechnen. • Finanzierung: In diesem Bereich sehen wir in 2024/2025 keine Risiken. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Liquiditätslage, so dass aller Voraussicht nach eine Aufnahme von Bankdarlehen nicht notwendig erscheint. • Datensicherheit: Es besteht umfangreicher Schutz vor dem Verlust von Entwicklungsdaten und dem Zugriff auf Unternehmensdaten. Das Thema Datensicherheit unterliegt einer ständigen Überprüfung und Aktualisierung. 4.2 Chancen Dem gegenüber stehen erhebliche Chancen der zukünftigen Entwicklung. Wir sind bei unseren Kunden als verlässlicher und vertrauensvoller Partner angesehen, der ständig auf aktuelle Trends sowohl in Bezug auf die Technologien als auch Märkte eingeht und zügig Lösungen anbietet. Dieses ist eine der Grundlagen für langfristige, strategische Partnerschaften und entsprechende Rahmenvereinbarungen. Im Zuge des digitalen Wandels und der immer stärkeren Anforderungen an Dokumentation u.a. mit Rückverfolgbarkeit und Datenqualität werden unsere integrativen Plattformen immer stärker nachgefragt. Werum ist wegen der Flexibilität und Offenheit zu anderen Systemen als Integrationspartner anerkannt. Gerade in Kontext der hochdynamischen Entwicklungen im Bereich der KI und des maschinellen Lernens erproben wir systematisch Verfahren, analysieren die Ergebnisse (Chancen und Risiken) und bewerten den Nutzen gemeinsam mit Schlüsselkunden. Auf Basis dieser Daten sind bereits jetzt entsprechende Komponentenentwicklungen in den Produkt- und Plattform-Versionen in der Umsetzung. Wir sehen hiermit sehr gute Ansatzpunkte sowohl im Bestands- als auch im Neugeschäft. Daneben setzen wir auf KI-Technologien auch innerhalb unserer Entwicklungsprozesse hinsichtlich Produktivität, Qualität aber auch Motivation der Mitarbeiter. Auch hier sind entsprechende Verfahren und Methoden in der Erprobung und Freigabe. 4.3 Risikomanagementsystem Es ist ein Risikomanagementsystem im Einsatz für folgende Bereiche: Projektrisiken: Zur frühzeitigen Erkennung von Projektrisiken werden formalisierte Controlling-Mechanismen eingesetzt. Ziel ist es, bei auftretenden Risiken unmittelbar gegensteuern zu können. Die Produktentwicklung und die Projektabwicklung und damit auch das Risikomanagement werden auf Basis eines Qualitätsmanagementsystems, das neben ISO 9001 zusätzlich kundenspezifische Standards z.B. aus der Automobilindustrie und für die Luft- und Raumfahrt einhält, sowie unseren etablierten Projektmanagementverfahren durchgeführt. Zum 31.03.2024 sind alle erkennbaren Risiken in der Projektbewertung berücksichtigt. Finanzrisiken: Es erfolgt ein softwaregestütztes Risikomanagement zur Kosten-, Erlös- und Liquiditätskontrolle. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Forderungsmanagement. Forderungsausfälle sind nicht eingetreten. 4.4 Gesamtaussage Im Rahmen unseres Risikomanagements erfolgt keine quantitative Erfassung und Bewertung der möglichen Risiken und Chancen. Wir sehen aktuell keine kritischen Risiken, die die künftige Entwicklung unseres Unternehmens gefährden könnten. Die Chancen für eine stabile Geschäftstätigkeit sind gut. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns gut gerüstet. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel gedeckt.
Lüneburg, den 10. Juni 2024 Der Vorstand gez. Christian Sommer gez. Hendrik Bohlen gez. Carsten Stein BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Ergebnisverwendung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Werum Software & Systems AG hat ihren Sitz in Lüneburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lüneburg unter HRB 204846 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden unverändert zum Vorjahr angewendet. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften der §§ 266 ff. HGB, die der Gewinn und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Bewertung der einzelnen Vermögens- und Schuldposten erfolgt entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften. Die Gesellschaft hat ein abweichendes Geschäftsjahr vom 1. April bis 31. März. III. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Vermögensgegenstände von geringem Wert (mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von € 250,01 bis € 1.000,00) werden in einem Sammelposten erfasst und über fünf Jahre abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei den unfertigen Leistungen werden die Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 HGB (produktionsbezogene Vollkosten) angesetzt. Das Niederstwertprinzip wird beachtet. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB als Anzahlungen auf Vorräte offen von den unfertigen und fertigen Leistungen abgesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Die Fremdwährungspositionen der ausgewiesenen kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Divisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet und berücksichtigen Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen, die bis zum Bilanzstichtag gegenüber dem Kurs am Tag der Einbuchung eingetreten sind. Flüssige Mittel werden zum Nominalwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche vor dem Bilanzstichtag geleisteten Ausgaben aktiviert, die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur solche Einnahmen vor dem Bilanzstichtag passiviert, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IV. Angaben zu Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023/2024 ist im folgendem Anlagenspiegel dargestellt.
Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält folgende Anteile:
Die Angaben der Gesellschaft beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31.03.2024. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag (Ergebnisabführungsvertrag) zwischen der Werum Software & Systems AG und der Werum Hanse GmbH, Lüneburg. Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben unverändert eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Das gezeichnete Kapital der Werum Software & Systems AG beträgt € 1.100.000,00 und ist aufgeteilt in 1.100.000 Stück nennwertlose Stückaktien. Ausgehend von 724 Stück eigenen Anteilen wurden im Kalenderjahr 206 Stückaktien für insgesamt T€ 1,5 erworben und 200 Stückaktien für insgesamt T€ 1,5 an Mitarbeiter veräußert. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft 730 Stück eigene Anteile mit einem Nennwert von € 730,00. Sie repräsentieren einen Anteil am Grundkapital von 0,0663 %. Die Kapitalrücklage enthält Beträge nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die Entwicklung der anderen Gewinnrücklagen stellt sich wie folgt dar:
Die Aktionäre der Gesellschaft haben auf der Hauptversammlung vom 13. November 2023 beschlossen, aus dem Bilanzgewinn zum 31.03.2023 den Betrag von T€ 176 auszuschütten und den verbleibenden Betrag als Gewinnvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Von den Verbindlichkeiten haben T€ 1.446 (Vj.: T€ 1.487) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, T€ 200 (Vj.: T€ 200) eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren und T€ 500 (Vj.: T€ 500) haben eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Neben den in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten sind die folgenden Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB zu vermerken:
Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit, aus Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen zu werden, aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in folgender Höhe:
2. Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Aufwendungen für Organe Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr an: Herr Dipl.-Inform. Christian Sommer, Vögelsen Herr Dipl.-Inform. Hendrik Bohlen (ab 02/2024) Herr Dipl.-Inform. Ralf Günther, Lüneburg (bis 02/2024) Herr Dipl.-Physiker Carsten Stein, Rullstorf OT Boltersen Die Angabe der Vergütung für die Mitglieder des Vorstands unterbleibt gem. § 286 Abs. 4 HGB. Dem Aufsichtsrat gehörten in diesem Geschäftsjahr an: Herr Dipl.-Inform. Thomas Menge, Adendorf (Vorsitzender) Herr Prof. Dr.-Ing. Thomas Frischgesell, Hochschullehrer, Lüneburg Herr Dipl.-Inform. Lars Windauer, Berlin Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 23. 3. Durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 135 Angestellte (Vj.: 132) beschäftigt. Die Mitarbeiter sind in folgenden Bereichen tätig:
4. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag liegen nicht vor. 5. GewinnverwendungsvorschlagZum Zeitpunkt der Abschlusserstellung lag folgender Gewinnverwendungsvorschlag vor: Der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von T€ 2.182 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Lüneburg, den 10. Juni 2024 Der Vorstand gez. Christian Sommer gez. Hendrik Bohlen gez. Carsten Stein Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat im vergangenen Geschäftsjahr 2023/24 die ihm per Gesetz und Satzung übertragenen Aufgaben in 5 regulären Aufsichtsratssitzungen sowie 2 außerordentlichen Sitzungen ordnungsgemäß wahrgenommen. Ausschüsse wurden in diesem Geschäftsjahr nicht gebildet. Den Schwerpunkt der Gespräche zwischen Aufsichtsrat und Vorstand bildete die wirtschaftliche Gesamtentwicklung des Unternehmens einschließlich der Tochterfirma "Werum Hanse GmbH". Themenpunkte waren dabei insbesondere die Vermögens-, Liquiditäts- und Ertragslage sowie der Auftragsbestand und dessen Entwicklung. Ein besonderes Augenmerk lag dabei - insbesondere im 2. Halbjahr - auf der Analyse der Gründe, die letztendlich zum negativen Jahresergebnis geführt haben sowie den entsprechend möglichen und unternommen Gegenmaßnahmen. Weitere Themen und Diskussionspunkte waren die allgemeinen personellen, organisatorischen und strategischen Maßnahmen der AG. Dazu gehörten u.a. die Aktivitäten hinsichtlich Vertrieb, Sichtbarkeit der Firma im Bereich "Social Media" sowie das Themenfeld "Nachhaltigkeit". Zusätzlich wurde in den Sitzungen auch der jeweilige Baustatus des neuen Firmenstandortes im Hanseviertel ausführlich besprochen. Grundlage für die Gespräche war der jeweils vom Vorstand verfasste aktuelle Quartalsbericht, der auch einen laufend fortgeschriebenen vertrieblichen Forecast für das aktuelle und die zukünftigen Geschäftsjahre enthielt. Über alle Themen hinweg wurde dabei der Aufsichtsrat durch den Vorstand ausreichend informiert sowie anschließend zwischen Aufsichtsrat und Vorstand thematisch ausgiebig diskutiert. Alle Beschlussvorlagen wurden durch die Mitglieder des Aufsichtsrats entsprechend beraten und entweder direkt in den jeweiligen Sitzungen oder im Rahmen der satzungsrechtlichen Möglichkeiten entschieden. Der vom Vorstand zum 31.03.2024 aufgestellte Jahresabschluss sowie der Lagebericht der Werum Software & Systems AG sind, wie von der Hauptversammlung am 13.11.2023 beschlossen, von der AMP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Lüneburg, geprüft worden. Die Abschlussprüfer haben dabei keine Einwendungen erhoben und somit den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahresabschluss erteilt. Für das Geschäftsjahr 2023/24 sind dem Aufsichtsrat gem. S 170 AktG der Jahresabschluss und der Lagebericht des Vorstandes vorgelegt worden. Darüber hinaus lag dem Aufsichtsrat der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für die Werum Software & Systems AG in einer Sitzung am 25.06.2024 unter Beteiligung des Abschlussprüfers beraten. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen. Er hat somit den Lagebericht des Vorstands und den Jahresabschluss 2023/24 gebilligt, der damit gem. S 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des um den Fehlbetrag korrigierten Gesamtbilanzgewinns im Hinblick auf die wirtschaftliche Lage, die Liquiditätssituation sowie die Bilanz- und Ausschüttungspolitik der Gesellschaft unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der Aktionärinnen und Aktionäre geprüft und ebenfalls mit dem Vorstand diskutiert. In Abstimmung mit dem Vorstand schlägt der Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2023/24 vor, aufgrund des negativen Jahresergebnisses auf eine Gewinnausschüttung zu verzichten. Der Aufsichtsrat spricht den Vorstandsmitgliedern Christian Sommer, Ralf Günther, Carsten Stein und Hendrik Bohlen in einer aufgrund der globalen gesamtwirtschaftlich generell sehr angespannten Lage für ihren Einsatz und ihre Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/24 seinen Dank und seine Anerkennung aus. Ein besonderer Dank gilt ebenfalls den beiden Geschäftsführern der Werum Hanse GmbH, Christian Sommer und Sven Wesa für ihren unermüdlichen und erfolgreichen Einsatz bei der Fertigstellung des neuen Firmenstandortes im Hanseviertel. Der Dank und die Anerkennung gelten in ganz besonderem Maße aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die in einem wirtschaftlich schwierigen Geschäftsjahr verbunden mit einer zusätzlich besonderen Belastung durch den Firmenumzug in unser neues Gebäude sehr professionelle und wertvolle Arbeit geleistet haben.
Lüneburg, den 11.07.2024 gez. Thomas Menge, Vorsitzender des Aufsichtsrats sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 12.11.2024 festgestellt. BestätigungsvermerkDer folgende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss ohne Inanspruchnahme von Offenlegungserleichterungen. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Werum Software & Systems AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Werum Software & Systems AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werum Software & Systems AG für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Lüneburg, 11. Juni 2024 AMP GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gez. Behrens, Wirtschaftsprüfer gez. Petersen, Wirtschaftsprüfer |
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