ArcelorMittal Stahlhandel GmbHLiquidiert

45356 Essen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRB 25615
Vorher
Flamm-Stahl Gesellschaft mit beschränkter HaftungArcelor Stahlhandel GmbH
Eingetragen
12.12.1972
Branche
Großhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und StahlhalbzeugGroßhandel mit NE-Erzen, NE-Metallen und NE-MetallhalbzeugTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Eisen-, Metall- und Kunststoffwaren a. n. g.
Gegenstand
Der Handel mit und die Anarbeitung von Stahlerzeugnissen und artverwandten Erzeugnissen aller Art. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind.

Historie

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Management

NameRolle
Oliver Menrath
seit 7.1.2019
Prokura
Jörg Brücken
seit 7.1.2019
Prokura
Olaf Schwedler
seit 25.1.2018
Prokura
Ralf Müller
seit 25.1.2018
Prokura
Thomas Tuchscherer
seit 25.1.2018
Prokura
Franz-Günter Kleine
seit 20.1.2016
Geschäftsführer
Stefan Glock
seit 20.11.2014
Prokura
Andrea Meißler
seit 28.7.2014
Prokura
Patrick Meessen
seit 28.7.2014
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Distribution GmbH

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017

Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Kräftiges Wirtschaftswachstum kennzeichnete die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2017. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr. Damit setzte die deutsche Wirtschaft das deutliche Wachstum aus den beiden vorherigen Jahren fort (2016: +1,9 % und 2015: + 1,7 %). Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre (2006 bis 2016) von +1,3 % lag.

Dieses weiterhin positive Wachstum im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2015: 1,7 % (preis- und kalenderbereinigt: 1,5 %) und 2016: 1,9 % (preis- und kalenderbereinigt: 1,9 %) ist gemäß Aussage des Statistischen Bundesamtes wie in den Vorjahren hauptsächlich auf die weiterhin positive Entwicklung der Binnennachfrage zurückzuführen. Mit +3 % legten 2017 insbesondere die Bruttoanlageninvestitionen im Vergleich zum Vorjahr zu. Hierbei stiegen die Bauinvestitionen um 2,6 % und die Investitionen in Ausrüstungen, vor allem Maschinen, Geräte und Fahrzeuge, preisbereinigt um 3,5 % im Vergleich zum Vorjahr. Die privaten Konsumausgaben waren preisbereinigt um 2 % höher als im Jahr zuvor. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen unterdurchschnittlich um 1,4 %. Der Außenbeitrag trug mit +0,2 % positiv zum Bruttoinlandsprodukt von 2017 bei. Die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen waren um 4,7 % höher als im Vorjahr. Die Importe legten um 5,2 % zu.

Wie im Vorjahr entwickelten sich auch die meisten anderen Länder der Europäischen Union positiv und es wird von einer Steigerung der Wirtschaftsleistung in Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.

Betrachtet man alle 28 Länder der Europäischen Union (EU 28), wird von einem Wirtschaftswachstum von 2,3 %, also einem Wert leicht über dem Wert für Deutschland, ausgegangen. Für die 19 Länder der Europäischen Währungsunion (EWU 19) wird ein etwas schwächeres Wachstum von +2,2 % prognostiziert.

Die Bruttowertschöpfung in den Bereichen des produzierenden Gewerbes und der Baubranche hat sich gegenüber 2016 in Summe nicht verändert und blieb bei 30,5 % (2016: Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe: 25,7 %/Baugewerbe: 4,8 %; 2017: Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe: 25,6 %/Baugewerbe: 4,9 %) der gesamten Wertschöpfung.

1 Vgl.: Statistisches Bundesamt 2018: Pressemitteilung vom 11. Januar 2018 - 011/18; Statistisches Bundesamt 2018: Bruttoinlands-Produkt 2017 für Deutschland. Begleitmaterial zur Pressekonferenz am 11. Januar 2018

Entwicklung des Stahlmarkts 2

Die Rohstahlproduktion in Deutschland betrug im Jahr 2017 43,9 Mio. Tonnen (Vorjahr: 42,1 Mio. Tonnen).

Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 11,0 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 0,25 Mio. Tonnen bzw. 2,3 %.

Absatzrückgänge sind dabei vor allem in den Produktbereichen Formstahl und Breitflanschträger (-1,3 %), Stabstahl (-1,5 %), kaltgewalzte Bleche (-0,8 %) und Quartobleche (-1,9 %) zu verzeichnen; hingegen konnten in den Produktbereichen Betonstahl (11,3 %) und Bandbleche (2,6 %) Absatzsteigerungen erzielt werden.

Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2017 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 2,3 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,3 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich wieder bei 2,5 Monaten und blieb damit auf Vorjahresniveau. Die Verkaufspreisentwicklung von Lang- sowie von Flachprodukten und Rohren zeigte über das gesamte Jahr einen positiven Trend. Am Ende des Jahres 2017 lagen die Stahlpreise bei den genannten Produkten deutlich höher als im Vorjahr.

Auf dem EU-Stahlmarkt verlief die Entwicklung, wenn auch in den einzelnen Produktgruppen uneinheitlich, insgesamt jedoch positiver als ursprünglich angenommen. Die anhaltende Nachfrageerholung ist breit angelegt. Trotz dieses positiven Szenarios sind nach wie vor Störungen auf der Importseite und wachsender Protektionismus auf globaler Ebene das Hauptrisiko für die Stabilität des europäischen Stahlmarktes. Die konsequente Anwendung der bestehenden Handelsschutzinstrumente durch die EU-Kommission bleibt deshalb unabdingbar. In Deutschland steht die Erholung angesichts einer robusten Verfassung der wichtigsten stahlverarbeitenden Branchen auf solidem Fundament. Die Auftragsbestände der deutschen Stahlindustrie befinden sich weiterhin auf einem zufriedenstellenden Niveau. Zudem hat sich das Preisumfeld für Stahlprodukte verbessert. Die Stahlindustrie in Deutschland startet zwar mit einer verbesserten Auftragslage in das Jahr 2018 - allerdings belastet mit einer erheblichen konjunkturellen Unsicherheit.

Der ifo-Geschäftsklimaindex für die stahlverarbeitenden Industrien zeigte für die relevanten Kundenbranchen (Metallwaren, Maschinen- und Fahrzeugbau sowie Baubranche) einen Abwärtstrend.

2 Vgl.: BVSE Meldung vom 17. Juni 2018; Wirtschaftsvereinigung Stahl, Engagement für Stahl - Jahresbericht 2017; Bundesverband Deutscher Stahlhandel 2017: Stahlhandelsstatistik Deutschland; stahlmarktconsult; Stahlpreise im Hochseilakt - Ausblick auf das Jahr 2018 v. 18. Dezember 2017; finanztrends: Der Stahlmarkt stabilisiert sich v. 8. März 2018; ifo Geschäftsklimaindex: ifo Konjunkturperspektiven 1/2018

Konzernstruktur

Die ArcelorMittal Distribution GmbH ("AMD") mit Sitz in Köln stellt als Obergesellschaft einen Konzernabschluss auf, in den die folgenden Gesellschaften einbezogen werden:

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle/Westfalen ("AMSH")

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln ("AMSK")

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen ("AMSE")

Zwischen der AMD und ihren Tochtergesellschaften bestehen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträge.

Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine Veränderungen innerhalb des bisherigen Konsolidierungskreises ergeben.

Mehrheitsgesellschafterin der AMD ist die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin ("AMBH"). Zwischen der AMD als Organgesellschaft und der AMBH als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Die Konzernunternehmen sind im Wesentlichen im Stahlhandelsgeschäft in Deutschland tätig. Der Konzern unterhält die folgenden Niederlassungen bzw. Standorte:

Essen (Niederlassung der AMSE)

Essen (Niederlassung Montana der AMSE)

Neckarsulm (Niederlassung der AMSE)

Regensburg (Niederlassung der AMSE)

Berlin (Niederlassung Ravené der AMSH)

Leipzig (Niederlassung der AMSH)

Saalfeld (Niederlassung Stahlbautechnik der AMSH)

Saalfeld (Niederlassung Schneidbetrieb der AMSH)

Goslar (Standort der Niederlassung Bredemeier der AMSH)

Halle/Westfalen (Niederlassung Schäfer der AMSH)

Osnabrück (Standort der Niederlassung Schäfer der AMSH)

Herford (Standort der Niederlassung Schäfer der AMSH)

Bad Oldesloe (Niederlassung Pätau der AMSH)

Olpe (AMSK)

Die überwiegend gehandelten Stahlprodukte der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, sind Formstahl/Breitflanschträger, Hohlprofile, Quartobleche sowie Edelbaustahl und Werkzeugstahl.

Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle, verfügt über ein Stahl-Vollsortiment (Formstahl/Breitflanschträger, Stabstahl, Betonstahl, Baustahlmatten, Flachprodukte, Rundrohre, Hohlprofile, Blankstahl, Edelstahlprodukte sowie Aluminiumbleche und Aluminiumprofile) mit umfangreichen Stahlanarbeitungskapazitäten. Ferner bearbeitet die Niederlassung Schneidbetrieb Stahl durch Sägen etc. und handelt mit den dabei anfallenden Restenden.

Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, verfügt ebenfalls über ein Stahl-Vollsortiment mit Ausrichtung auf kleinere Handwerksbetriebe.

Es werden alle Stahl verarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau.

Aufgrund der guten Beschäftigungssituation in unseren Absatzmärkten konnte der Absatz gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Die gestiegenen Verkaufspreise in allen Produktgruppen führten auch zu entsprechenden Umsatzsteigerungen. Allerdings konnten die schneller steigenden Wiederbeschaffungspreise nicht zeitnah umgesetzt werden. Dies führte zu einem entsprechenden Margenrückgang. Das höhere Absatzvolumen führte allerdings auch zu einer höheren Kostenstruktur, insbesondere bei den Transportkosten. Aufgrund der Einführung einer neuen, gruppenweiten Warenwirtschaft war das Ergebnis zusätzlich belastet Die Geschäftsführung beurteilt die Geschäftsentwicklung, insbesondere im Lagergeschäft, als insgesamt zufriedenstellend.

Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen verringert sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.118 auf TEUR 18.475. Diese Bewegung resultiert auf der einen Seite aus planmäßigen Abschreibungen in Höhe von TEUR 2.188 und Abgängen (TEUR 2.261) und auf der anderen Seite aus einer Gesamtinvestition von TEUR 1.074 sowie mit TEUR 257 aus einer Korrektur eines in Vorjahren erfassten Anlagenabgangs.

Die Abgänge beziehen sich hauptsächlich auf die Veräußerung der Grundstücke und Gebäude der AMSE - Neckarsulm.

Deutlich erhöhte Preise führten zu einer Erhöhung der Vorratsbestandswerte um TEUR 4.884 bei annähernd gleichgebliebenen Lagerbeständen.

Der leichte Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 227 auf TEUR 8.242 resultiert unter anderem aus einem um TEUR 77 höheren Wertberichtigungsbedarf auf Forderungen.

Die AMSH und die AMSE nahmen auch 2017 wie im Vorjahr an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 12.665).

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren mit TEUR 4.462 ausschließlich aus der Verlustübernahme des Mutterunternehmens (Vorjahr Verbindlichkeit: TEUR 540).

Die Forderungen gegen andere verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.381 auf TEUR 31.671 gefallen. Die Abnahme betrifft im Wesentlichen den Cash-Pool-Saldo gegen die ArcelorMittal Treasury SNC, der um TEUR 6.426 auf TEUR 30.020 gefallen ist. Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzlage des Konzerns.

Die Eigenkapitalquote verbessert sich von 23,3 % auf 23,8 %.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 922 auf TEUR 9.613 verringert. Diese Abnahme resultiert im Wesentlichen aus einem um TEUR 1.204 niedrigeren Bestand an ausstehenden Rechnungen (im Wesentlichen für bezogene Dienstleistungen) sowie der planmäßigen Reduzierung der Rückstellung im Bereich Personal um TEUR 883. Gegenläufig erhöhten sich die Rückstellungen für Restrukturierung insbesondere im Zusammenhang mit der anstehenden Schließung der Niederlassung Berlin um TEUR 1.220.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um TEUR 602 auf TEUR 20.325.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um TEUR 4.367 auf TEUR 44.681 entfällt mit TEUR 1.816 auf gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit TEUR 2.551 auf verminderte Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 2.731 auf TEUR 17.178 betrifft im Wesentlichen mit TEUR 2.729 Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf.

Ertragslage

Wir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Konzerns nicht verwendet.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um TEUR 54.468 ist überwiegend auf den Anstieg des Umsatzes im Bereich Flachstahl um TEUR 63.818 auf TEUR 167.337 zurückzuführen, während die Umsatzerlöse im Bereich Langstahl um TEUR 9.900 auf TEUR 293.969 gesunken sind. Die Erlösschmälerungen erhöhten sich korrespondierend zu den Umsätzen von TEUR 5.472 auf TEUR 6.208. Die Erlöse aus Mieten und Dienstleistungen stiegen ebenfalls von TEUR 1.672 auf TEUR 2.958. Mit insgesamt TEUR 458.056 haben die Umsatzerlöse den für 2017 geplanten Wert von TEUR 395.913 deutlich übertroffen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um TEUR 1.832 auf TEUR 8.397. Sie entfallen im Wesentlichen auf Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 285), auf Erträge aus dem Abgang aus Anlagevermögen (TEUR 4.159) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.248). Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf gestiegene Erträge aus Anlagenabgängen (TEUR +4.118), während sich die Erträge aus Weiterbelastungen um TEUR 2.243 reduziert haben.

Der Materialaufwand stieg leicht überproportional im Vergleich zum Umsatz um TEUR 60.026. Sowohl auf der Ein- als auch auf der Verkaufsseite stiegen die Preise das ganze Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr. Jedoch konnten die Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite nicht vollends am Absatzmarkt umgesetzt werden. Dies führte zu geringeren Margen, die den budgetierten Werten nicht entsprachen, und damit zu einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Rohertrag.

Insbesondere bedingt durch rückläufige Aufwendungen für Sonderzahlungen und Abfindungen nahmen die Personalaufwendungen um TEUR 1.954 auf TEUR 30.532 ab.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um TEUR 2.861 auf TEUR 36.205. Von dem Anstieg entfallen TEUR 2.176 auf Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung der Niederlassung Berlin.

Das EBITDA verschlechtert sich von TEUR 3.881 auf TEUR -751 und liegt damit unter den Erwartungen für 2017. Ursächlich hierfür war insbesondere der gesunkene Rohertrag aufgrund der Preissituation.

Der Konzernverlust vor Ergebnisabführung in Höhe von TEUR -4.462 wurde von der AMBH übernommen.

Investitionen

Im Jahr 2017 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 1.074 getätigt, die im Wesentlichen Ersatzinvestitionen betreffen.

Auch für 2018 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant.

Finanzierung

Neben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten finanziert sich der Konzern vor allem durch Darlehen der ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg. Darüber hinaus steht eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, zur Verfügung.

Die Laufzeit der von der ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg, gewährten Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 40.000 wurde im September 2017 um drei Jahre bis zum 16. September 2020 verlängert.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/ Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Weitere Details sind dem Anhang zu entnehmen.

Dadurch steht dem Konzern insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Liquide Mittel 1.003 1.001
Forderungen aus Cash-Pooling (Forderungen gegen verbundene Unternehmen) 30.020 36.446
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -229 -14
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) (-) 0 -2.551
  30.794 34.882

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit von TEUR -7.314 ist insbesondere auf liquiditätswirksame Effekte aus dem Aufbau des Vorratsbestandes sowie den operativen Verlust zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 5.391 und entfällt mit TEUR 6.163 auf Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen, mit TEUR 302 auf Zinseinnahmen und mit TEUR 1.074 auf Anlageinvestitionen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (TEUR -2.166) resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnabführung aus 2016 in Höhe von TEUR 540 sowie aus Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.626.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Aufgrund des Preisanstiegs erhöhten sich die Umsatzerlöse. Die Margen verschlechterten sich jedoch, da die beschaffungsseitigen Preissteigerungen nicht zeitnah im Absatzbereich umgesetzt werden konnten. Die Absatzmengen blieben hinter dem Budget zurück.

Die Produktausrichtung war auch im Jahr 2017 auf die Kernprodukte Formstahl/Breitflanschträger sowie Flachprodukte in Band- und Quartoblechen ausgelegt.

Warenbezug

Wie bereits in den Vorjahren liegt der Schwerpunkt bei der Beschaffung bei den europäischen Werken des ArcelorMittal-Konzerns. Eine Veränderung dieser Einkaufsstruktur ist nicht vorgesehen. Es ist aufgrund von steigenden Rohstoffpreisen sowie erlassener Anti-Dumping-Maßnahmen weiterhin von steigenden Preisen auszugehen. Die Versorgung für den lagerhaltenden Stahlhandel ist nach wie vor sicher und als gut einzustufen.

Personal

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 593 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl verteilt sich auf 324 Angestellte und 269 gewerbliche Mitarbeiter (im Vorjahr insgesamt 598 Mitarbeiter, davon 322 Angestellte und 276 gewerbliche Mitarbeiter).

An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen.

Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des Konzerns betreut.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie Seminare der ArcelorMittal Distribution GmbH durchgeführt.

Umweltschutz

Es bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert.

Risikomanagement

Innerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden.

Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert.

Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen.

Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert.

Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrages keine nennenswerten Risiken, die den Bestand des Konzerns oder einzelner Konzernunternehmen gefährden könnten.

Die Geschäftsleitung der AMD sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns.

Ausblick 3sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft konnte den Wachstumskurs im Laufe des Jahres 2018 weiter fortsetzen, verlor dabei aber aufgrund von Sondereffekten in der zweiten Jahreshälfte zunehmend an Schwung. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2018 um 1,5 % höher als im Vorjahr. Damit setzte die deutsche Wirtschaft das Wachstum zwar fort, jedoch nicht so kräftig wie in den beiden vorherigen Jahren. Für 2019 fällt die Prognose noch niedriger aus und man schätzt ein Wachstum von 1,0 %.

3 Vgl. Statistisches Bundesamt 2019: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung - Erste Ergebnisse zur gesamtwirtschaftlichen Lage - vom 31. Januar 2019; Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Jahreswirtschaftsbericht 2019; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Deutsche Konjunktur: Aufschwung stößt an Grenzen; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Internationale Konjunktur - nachlassendes Expansionstempo bei hohen Risiken; tagesschau.de - Konjunkturprognosen für Deutschland v. 2. Februar 2019

Neben der Bundesregierung gibt es eine Vielzahl von Institutionen und Experten, die in regelmäßigen Abständen eine Einschätzung des Wirtschaftswachstums einzelner Länder abgeben. Institute wie bspw. das Hamburgische Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das ifo Institut für Wirtschaftsforschung, das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) und die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erachten für 2019 ein Wachstum zwischen 1,1 % und 1,9 % als realistisch.

Wesentliche Ursache sind laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Deutschen Instituts für Wirtschaft vor allem der weiterhin anhaltende Beschäftigungsaufbau und die steigenden Einkommenserwartungen der Konsumenten. Das begünstigt den privaten Konsum, der eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur bleibt. Eine Rolle spielen hier auch von der neuen Bundesregierung geplante Abgabenentlastungen und Ausgabenerweiterungen, beispielsweise die Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung, die Abschaffung des Solidaritätszuschlages sowie das Familienentlastungsgesetz und die damit verbundene Erhöhung des Kindergeldes und des Kinderfreibetrages, die die Einkommen der privaten Haushalte in 2019 ankurbeln werden.

Nach Einschätzung der diversen Institute und Experten ist vom Außenhandel kein positiver konjunktureller Impuls im Jahr 2019 zu erwarten. Unsicherheit geht dabei vor allem von den wachsenden Sorgen um einzelne europäische Länder, in erster Linie Italien, sowie den mangelnden Fortschritten bei den Brexitverhandlungen der EU mit dem Vereinigten Königreich und der Möglichkeit eines weiter eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und dem Rest der Welt aus. Sie beeinträchtigt die Investitionstätigkeit der Unternehmen weltweit. Das wiederum bremst das Wachstum der deutschen Exporte.

Um nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Standorte zu verbessern, wird weiter konsequent an der Optimierung der Kostenstruktur gearbeitet. Darüber hinaus werden durch Verkaufspreisvorgaben schrittweise Verbesserungen in den Margen generiert. Um den Fokus auf unsere strategischen Produkte zu unterstreichen, wurden im Geschäftsjahr 2018 der Lagerstandort Berlin aufgegeben und die Betonstahl Bearbeitungsbetriebe Herford und Goslar verkauft.

Nach Einführung einer einheitlichen Warenwirtschaft und konsequentem Ausbau unserer Produktreihen werden wir weiter an der Kostenoptimierung arbeiten, um so unsere einzelnen Standorte nachhaltig wettbewerbsfähig aufzustellen. Auf Basis der allgemeinen Wirtschaftsdaten gehen wir, insbesondere bei den baunahen Branchen und dem Maschinenbau, von einer stabilen Entwicklung aus.

Nach aktuell vorliegenden Zahlen wurden im Konzern im Geschäftsjahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von rd. Mio. EUR 487 und ein EBITDA von rd. Mio. EUR -4,9 erzielt.

Für 2019 erwarten wir bei stabilen Marktverhältnissen steigende Umsätze bei ca. Mio. EUR 527 und damit einhergehend ein positives EBITDA von rd. Mio. EUR 2,1.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz im Jahr 2017.

 

Köln, den 22. März 2019

Patrick Meessen

Franz-Günter Kleine

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

EUR Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 2.680.397,20 3.022
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.950.396,66 11.446
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.043.178,67 5.467
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.399.013,98 1.474
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 401.738,61 184
  15.794.327,92 18.571
  18.474.725,12 21.593
B. Umlaufvermögen    
I. Vorräte    
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16.932,37 17
2. Waren 61.692.033,89 56.808
  61.708.966,26 56.825
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.241.926,02 8.469
2. Forderungen gegen Gesellschafter 4.461.571,70 0
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 31.671.463,99 40.053
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.543.834,09 1.875
  45.918.795,80 50.397
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.003.214,59 1.001
  108.630.976,65 108.223
C. Rechnungsabgrenzungsposten 147.660,64 148
  127.253.362,41 129.964

Passiva

   
  EUR Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534
II. Kapitalrücklage 19.953.044,19 19.953
III. Konzerngewinnvortrag 8.850.686,72 8.851
  30.337.730,91 30.338
B. Rückstellungen    
1. Rückstellungen für Pensionen 4.811.113,00 4.738
2. Steuerrückstellungen 63.004,19 411
3. Sonstige Rückstellungen 9.612.595,27 10.535
  14.486.712,46 15.684
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 229.218,21 14
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 229.218,21 (Vorjahr: TEUR 14)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.324.655,85 19.722
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 20.324.655,85 (Vorjahr: TEUR 19.722)    
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter    
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 540) 0,00 540
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen    
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 4.680.880,05 (Vorjahr: TEUR 49.048) 44.680.880,05 49.048
davon mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 40.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0)    
5. Sonstige Verbindlichkeiten 17.177.507,59 14.447
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 15.457.464,93 (Vorjahr: TEUR 12.557)    
davon mit einer Restaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.720.042,66 (Vorjahr: TEUR 1.890)    
davon aus Steuern: EUR 1.342.508,48 (Vorjahr: TEUR 322)    
  82.412.261,70 83.771
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.657,34 171
  127.253.362,41 129.964

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017

EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse   458.056.471,53 403.588
2. Sonstige betriebliche Erträge   8.397.239,70 6.565
3. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren   396.528.400,46 335.961
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen   3.939.199,86 4.481
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter   25.736.285,12 27.296
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung      
davon für Altersversorgung: EUR 68.566,00 (Vorjahr: TEUR -49)   4.795.919,13 5.190
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   2.188.230,90 1.870
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen   36.205.347,51 33.344
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge   302.320,03 208
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen   1.626.051,23 1.604
9. Ergebnis nach Steuern   -4.263.402,95 615
10. Sonstige Steuern   198.168,75 75
11. Konzernergebnis vor Verlustübernahme (Vorjahr: Konzernergebnis vor Ergebnisabführung)   -4.461.571,70 540
12. Erträge aus Verlustübernahme (Vorjahr: Aufwand aus Ergebnisabführung)   4.461.571,70 -540
13. Konzernjahresergebnis   0,00 0

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017

I. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, zum 31. Dezember 2017 wurde nach den Vorschriften des HGB (§§ 290 ff.) und des GmbHG aufgestellt.

Die ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 68657 eingetragen.

Die Ausweiswahlrechte wurden weitgehend zugunsten des Konzernanhangs ausgeübt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Finanzmittelfonds umfasst den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (TEUR 1.003; Vorjahr: TEUR 1.001), die Forderungen aus Cash-Pooling (innerhalb der Forderungen gegen verbundene Unternehmen) (TEUR 30.020; Vorjahr: TEUR 36.446) sowie die Kontokorrent-Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 229; Vorjahr: TEUR 14) und die Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 2.551).

Das Geschäftsjahr für den Konzern und alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

II. Konsolidierungskreis und Anteilsbesitz

In den Konsolidierungskreis sind neben der ArcelorMittal Distribution GmbH nach den Vorschriften über die Vollkonsolidierung folgende drei Gesellschaften einbezogen:

Name und Sitz Konzernanteil am Kapital
%
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen 100
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle/Westfalen 100
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln 100

Gegenüber dem Vorjahr haben sich keine Veränderungen innerhalb des bisherigen Konsolidierungskreises ergeben.

Alle einbezogenen Gesellschaften nehmen die Erleichterungen des § 264 Abs. 3 HGB bezüglich der Aufstellung (teilweise) und Prüfung (soweit prüfungspflichtig) sowie Offenlegung des Jahresabschlusses in Anspruch.

III. Konsolidierungsgrundsätze

Die Kapitalkonsolidierung wurde mit Ausnahme der Konsolidierung der ArcelorMittal Essen Services GmbH, Essen, ("AMESE") (inzwischen verschmolzen auf AMD) nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB in der bis zum 28. Mai 2009 geltenden Fassung) durchgeführt. Hiernach wurden die Buchwerte der Beteiligungen an den zu konsolidierenden Unternehmen mit dem Konzernanteil am buchmäßigen Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss oder zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. von Kapitalerhöhungen verrechnet. Die sich ergebenden aktivischen Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung auf den 1. Januar 2005 (insgesamt TEUR 4.613) wurden nach Verrechnung mit einem passiven Unterschiedsbetrag (TEUR 81) gemäß § 309 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F. offen mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Die AMESE wurde erstmals zum 31. Dezember 2010 in den Konzernabschluss unter Anwendung der Neubewertungsmethode einbezogen (§ 301 Abs. 2 HGB).

Mit notariellem Vertrag vom 2. August 2013 wurde die ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, mit handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2013 auf ihre Tochtergesellschaft, die ArcelorMittal Real Estate GmbH, Köln, verschmolzen (Downstream-Merger). Diese wurde anschließend in ArcelorMittal Distribution GmbH umfirmiert. Es handelte sich um eine gesellschaftsrechtliche Umstrukturierung lediglich innerhalb des bisherigen Konzernverbunds der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, die somit keine Auswirkung auf die wirtschaftlichen Grundlagen des Konzerns hatte. Wir sind daher der Ansicht, dass eine rein formelle Anwendung der Erwerbsmethode gemäß § 301 HGB im vorliegenden Falle nicht sachgerecht wäre, da sie die tatsächlichen Vermögens-, Finanz- und Ertragsverhältnisse des Konzerns nicht korrekt abbilden würde. Wir haben daher die bisherige Kapitalkonsolidierung unverändert fortgeführt.

Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden eliminiert.

Konzerninterne Lieferungen wurden zu üblichen Marktbedingungen vorgenommen, auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen wurde gemäß § 304 Abs. 2 HGB verzichtet.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten abzüglich erhaltener Zuschüsse und Zulagen sowie planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wurde entsprechend den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern wie folgt festgelegt:

Jahre
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 1 bis 10
Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 bis 40
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25

Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen hauptsächlich linear ermittelt. Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten bis zu EUR 150,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam verrechnet. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von EUR 150,00 bis zu EUR 1.000,00 werden im Jahr der Anschaffung in einen Sammelposten eingestellt und ab dem Geschäftsjahr des Zugangs über einen Zeitraum von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben.

Bei den Vorräten wurden die Waren und die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe mit Anschaffungskosten (gewogener Durchschnitt) oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Aufgrund gestiegener Wiederbeschaffungspreise reduzierten sich die Abwertungen der Vorratsbestände auf TEUR 977 (Vorjahr: TEUR 1.660). Bewertungen für Qualitätsmängel, vorhandene Minderqualität oder eingeschränkte Gängigkeit wurden in Höhe von TEUR 1.532 (Vorjahr: TEUR 811) vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind als aktivischer Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Vor dem Bilanzstichtag vereinnahmte Einzahlungen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, sind als passivischer Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag angesetzt und entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister.

Für die Pensionsrückstellungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Dabei wurden ein Rechnungszins von 3,67 % (10-Jahres-Durchschnittszins (Vorjahr: 3,99 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt wie im Vorjahr 2 %. Zudem wurden die 2006 veröffentlichten Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Auf eine rückwirkende Anwendung der in 2018 veröffentlichten neuen Sterbetafeln 2018 G wurde wegen der Unwesentlichkeit des Anpassungseffektes verzichtet.

Der Rechnungszins bestimmt sich nach dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre (Vorjahr: zehn Jahre), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (Stand: Dezember 2017) ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 536. Die Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrages und abzüglich eines Verlustvortrages mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind.

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde unter Beachtung der Stellungnahme des IDW RS HFA 3 vom 19. Juni 2013 ermittelt. Als Rechnungsgrundlage wurden ein Zinssatz von 0 % (Vorjahr: 1,64 %) und eine Gehaltssteigerung von unverändert 2 % verwendet.

Für die Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2006 veröffentlichten Sterbetafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, eines Rechnungszinses von 2,81 % (Vorjahr: 3,23 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich nach dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben (Vorjahr: sieben) Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (Stand: November 2017) ergibt.

Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf den Ausweis latenter Steuern wurde wegen der steuerlichen Organschaft verzichtet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokaler Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Sämtliche einbezogenen Jahresabschlüsse sind Jahresabschlüsse von im Inland ansässigen Gesellschaften und werden in Euro aufgestellt.

Die Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht erfasst. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Veränderungen des Anlagevermögens sind aus dem Anlagengitter (Anlage zum Konzernanhang) ersichtlich. Die Umbuchungspalten im Anlagengitter betreffen Korrekturen auf Anlagenabgänge aus früheren Jahren.

Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 4.462 (Vorjahr: Verbindlichkeit TEUR 540) sind zugleich Forderungen gegen verbundene Unternehmen und betreffen den Anspruch aus der Verlustübernahme.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 31.671 (Vorjahr: TEUR 40.053) resultieren mit TEUR 1.651 (Vorjahr: TEUR 1.839) aus Lieferungen und Leistungen, mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.768) aus noch zu erhaltenden Gutschriften sowie mit TEUR 30.020 (Vorjahr: TEUR 36.446) aus Cash-Pooling.

Die Sonstigen Rückstellungen teilen sich wie folgt auf:

31.12.2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Personalverpflichtungen 2.656 3.539
Restrukturierung/Sozialplan 1.661 441
Ausstehende Rechnungen 4.756 5.960
Gewährleistungen 480 256
Prüfungs-, Beratungs- und interne Jahresabschlusskosten 0 30
Andere 60 309
  9.613 10.535

Die im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von TEUR 540 waren zugleich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und resultierten aus der Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 44.681 (Vorjahr: TEUR 49.048) betreffen neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 4.681; Vorjahr: TEUR 6.497) sowie aus Cash-Pooling (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 2.551) mit TEUR 40.000 (Vorjahr: TEUR 40.000) mehrere von der ArcelorMittal Germany Holding GmbH, Hamburg, gewährte Darlehen. Die Darlehen werden variabel verzinst.

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 17.178 (Vorjahr: TEUR 14.447) betreffen mit TEUR 13.342 (Vorjahr: TEUR 10.613) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden. Von den Verbindlichkeiten haben TEUR 902 (Vorjahr: TEUR 998) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

VI. Erläuterung zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:

2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Stahl    
Langstahl 293.969 303.869
Flachstahl 167.337 103.519
  461.306 407.388
Erlösschmälerungen -6.208 -5.472
  455.098 401.916
Sonstige Umsatzerlöse    
- Mieten & Weiterbelastungen aus Dienstleistungen 2.958 1.672
  458.056 403.588

Umsatzerlöse nach Regionen

2017
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 417.560 385.986
Ausland 40.497 17.602
  458.056 403.588

Die Sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 8.397 (Vorjahr: TEUR 6.565) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Anlagenabgängen (TEUR 4.159; Vorjahr: TEUR 41), Erträge aus Weiterbelastungen (TEUR 285; Vorjahr: TEUR 2.528) und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.248 (Vorjahr: TEUR 2.329).

Es sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 7.098 (Vorjahr: TEUR 2.549). Sie betreffen die Auflösung von Rückstellungen (TEUR 2.248; Vorjahr: TEUR 2.329), Gewinne aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (TEUR 4.159; Vorjahr: TEUR 41) und sonstige periodenfremde Erträge (TEUR 691; Vorjahr: TEUR 179). Die Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens betreffen in Höhe von TEUR 4.146 außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf eines Grundstücks in Neckarsulm.

Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 36.205 (Vorjahr: TEUR 33.344) entfallen insbesondere auf Ausgangsfrachten sowie Aufwendungen für Mieten, Instandhaltungen und Reparaturen, Kfz, Konzernumlagen und EDV. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung einer Niederlassung in Höhe von TEUR 2.176 sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 698 (Vorjahr: TEUR 419).

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 11) enthalten.

Die Zinserträge entfallen mit TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 125) auf verbundene Unternehmen.

Die Zinsaufwendungen resultieren mit TEUR 288 (Vorjahr: TEUR 216) aus der Aufzinsung von Rückstellungen für Verpflichtungen aus Pensionen, Altersteilzeit und Jubiläum und mit TEUR 772 (Vorjahr: TEUR 966) aus Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen.

VII. Sonstige Angaben

Außerbilanzielle Geschäfte

Zusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns haben zwei Gesellschaften des ArcelorMittal-Distribution-Konzernverbunds, die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, sowie die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle/Westfalen, erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich.

Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2017 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 15.000 (Vorjahr: TEUR 12.665).

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 15.336; davon sind TEUR 4.475 in 2018 und TEUR 10.861 in Folgejahren fällig.

Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 15.336 bestehen TEUR 1.853 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Personalangaben

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer betrug getrennt nach Gruppen:

2017 Vorjahr
Gewerbliche Arbeitnehmer 269 276
Angestellte 324 322
  593 598

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer sind die folgenden Herren bestellt:

Patrick Meessen, Trier (CEO - ArcelorMittal Distribution Solutions Germany Switzerland)

Franz-Günter Kleine, Lünen (Deputy Head of ArcelorMittal Distribution Solutions Germany Switzerland)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung des Mutterunternehmens betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 334.

Für ehemalige Geschäftsführer mit unverfallbaren Anwartschaften sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 195 gebildet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

In 2017 ist entschieden worden, dass die Aktivitäten des Shared Service Centers Finance an die AM Commercial Germany ab dem 1. Januar 2018 übertragen werden. Daher werden sich die Umsatzerlöse und die Personalkosten und die sonstigen damit verbundenen Kosten um ca. TEUR 1.799 reduzieren. Im Gegenzug dazu wird eine Umlage für die SSF Kosten von AM Commercial Germany zu tragen sein.

Mit notariellem Vertrag vom 5. Juni 2018 hat die Gesellschaft von der AM Berlin Holding GmbH sämtliche Geschäftsanteile an der AM Wire Solutions Sales Germany GmbH zu einem Kaufpreis i.H.v. TEUR 1.616 erworben.

Mit notariellem Vertrag vom 22. Juni 2018 wurde, mit handelsrechtlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2018, die Verschmelzung der AM Wire Solutions Sales GmbH als übertragende Gesellschaft mit der AMD als übernehmende Gesellschaft zu Buchwerten ohne Gegenleistung beurkundet.

An Vermögenswerten wurden TEUR 3.665 sowie an Verbindlichkeiten und Rückstellungen TEUR 2.049 in die Bilanz der AMD übernommen.

Zukünftige Auswirkungen auf die GuV ergeben sich im Wesentlichen durch zusätzliche Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. TEUR 1.100 und zusätzliche Umsatzerlöse von TEUR 1.200.

Der Konzern hat in 2017 für ein gemietetes Grundstück in Berlin eine Kaufoption gezogen. Übergang von Nutzen und Lasten war im Februar 2018. Gleichzeitig hat die AMD das erworbene Grundstück weiterveräußert. Daraus resultierte ein außerordentlicher Gewinn i.H.v. TEUR 4.234 ohne Berücksichtigung der Nebenkosten.

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 71 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 63) sowie andere Bestätigungsleistungen (TEUR 8).

Konzernbeziehungen

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine deutsche Übersetzung des Konzernabschlusses im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

 

Köln, den 22. März 2019

Patrick Meessen

Franz-Günter Kleine

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2017

Anschaffungs- / Herstellungskosten Abschreibungen
Stand am 1.1.2017
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
Stand am 1.1.2017
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 5.051.315,42 0,00 0,00 0,00 5.051.315,42 2.029.020,92
  5.051.315,42 0,00 0,00 0,00 5.051.315,42 2.029.020,92
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 19.374.795,16 178.953,01 4.731.950,32 0,00 14.821.797,85 7.929.215,34
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.353.474,63 105.278,70 45.772,51 1.626.431,27 18.039.412,09 10.887.027,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.639.810,46 388.525,20 25.022,00 298.318,45 8.301.632,11 6.165.458,52
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 184.040,60 401.738,61 184.040,60   401.738,61 0,00
  43.552.120,85 1.074.495,52 4.986.785,43 1.924.749,72 41.564.580,66 24.981.701,67
  48.603.436,27 1.074.495,52 4.986.785,43 1.924.749,72 46.615.896,08 27.010.722,59
Abschreibungen Buchwerte
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchung
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
Stand am 31.12.2017
EUR
Stand am 31.12.2016
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände            
Entgeltlich erworbene EDV-Programme 341.897,30 0,00 0,00 2.370.918,22 2.680.397,20 3.022.294,50
  341.897,30 0,00 0,00 2.370.918,22 2.680.397,20 3.022.294,50
II. Sachanlagen            
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 599.185,96 2.657.000,11 0,00 5.871.401,19 8.950.396,66 11.445.579,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 779.913,14 44.524,31   12.996.233,42 5.043.178,67 5.466.446,82
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 467.234,50 23.605,34 293.530,45 6.902.618,13 1.399.013,98 1.474.351,94
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 401.738,61 184.040,60
  1.846.333,60 2.725.129,76   25.770.252,74 15.794.327,92 18.570.419,18
  2.188.230,90 2.725.129,76   28.141.170,96 18.474.725,12 21.592.713,68

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017

2017 Vorjahr
EUR EUR TEUR TEUR
1. Konzernjahresergebnis vor Ergebnisabführung   -4.461.571,70   540
2. + Abschreibungen auf Anlagevermögen   2.188.230,90   1.870
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen   -1.197.251,93   1.943
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge        
a) Vorräte - Veränderung Wertberichtigungen 848.041,78   -4.730  
b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen        
Veränderung Einzel- und Pauschalwertberichtigungen 77.301,27 925.343,05 -22 -4.752
5. - Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen   -4.159.303,64   -41
6. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva ohne die bereits unter Ziff. 4 berücksichtigten Korrekturen   -3.294.783,03   -5.006
7. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus        
Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva   1.362.014,41   -8.322
-/+ Zinserträge/Zinsaufwendungen   1.323.731,20   1.396
8. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit   -7.313.590,74   -12.372
9. + Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen        
Sachanlagen   6.163.556,82   401
10. - Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen        
immaterielles Anlagevermögen   0,00   -3.081
Sachanlagen   -1.074.495,52   -3.017
11. Zinseinnahmen   302.320,03   208
12. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit   5.391.381,33   -5.489
13. + Einzahlungen aus Verlustübernahme   0,00   24.727
14. - Auszahlung aufgrund Gewinnabführungsverträgen   -540.088,46   0
15. - Zinszahlungen   -1.626.051,23   -1.604
16. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit   -2.166.139,69   23.123
17. = Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds   -4.088.349,10   5.262
18. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode   34.882.393,22   29.620
19. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode   30.794.044,12   34.882

Eigenkapitalspiegel des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017

Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage
EUR
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital
EUR
Konzerneigenkapital gesamt
EUR
Stand am 31. Dezember 2015 1.534.000,00 19.953.044,19 8.850.686,72 30.337.730,91
(Nicht abgeführter) Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2016 1.534.000,00 19.953.044,19 8.850.686,72 30.337.730,91
(Nicht abgeführter) Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31. Dezember 2017 1.534.000,00 19.953.044,19 8.850.686,72 30.337.730,91

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, den 29. März 2019

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Herrel, Wirtschaftsprüfer

Fuhrmann, Wirtschaftsprüfer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 03.04.2019 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2017 festgestellt.

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