Volksbank Göppingen eG

Stammdaten

Register
Amtsgericht Ulm GnR 530005
Eingetragen
2.5.1882
Branche
Kreditinstitute des SparkassensektorsKreditinstitute mit SonderaufgabenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Reisen und Immobilien.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Hinnenberg
seit 8.1.2025
Prokura
Sven Allinger
seit 24.7.2024
Prokura
Thomas Peter Holzwarth
seit 26.10.2021
Prokura
Edwin Engelhart
seit 26.10.2021
Prokura
Jens Bauer
seit 26.10.2021
Prokura
Michael Beschoner
seit 18.3.2021
Vorstandsmitglied
Lukas Dr. Kuhn
seit 28.4.2014
Vorstandsmitglied

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Volksbank Göppingen eG

Göppingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Volksbank Göppingen eG

Gliederung des Lageberichts

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

b) Finanzlage

c) Vermögenslage

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

C. Risiko- und Chancenbericht

D. Prognosebericht

A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit als Genossenschaftsbank besteht unsere Kernaufgabe darin, die wirtschaftliche Entwicklung unserer Mitglieder und Kunden zu fördern. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an unser Geschäftsgebiet, welches wir grundsätzlich als Landkreis Göppingen mit den angrenzenden Regionen sehen. Neben unserer Hauptstelle in Göppingen unterhalten wir ab dem 01.01.2024 drei Dienstleistungszentren in Donzdorf, Ebersbach und Geislingen, sowie weitere 14 Geschäftsstellen und Beratungsfilialen im Kreis. Ergänzt wird das Angebot durch 22 Selbstbedienungs-Standorte. Im Genossenschaftsregister eingetragene Zweigniederlassungen im Sinne von § 14 GenG sind nicht vorhanden. Darüber hinaus nutzen wir das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe.

Die Bank hat als zentrale Geschäftsfelder das Privat- und das Firmenkundengeschäft sowie als Ergänzung zum Kundengeschäft und zur Liquiditäts-, Ertrags- und Risikosteuerung das Eigengeschäft.

Wesentliche Veränderungen unserer Geschäftstätigkeit haben wir 2023 nicht vorgenommen.

Unsere Bank ist sowohl der BVR Institutssicherung GmbH als auch der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V.) angeschlossen. Gegenüber der BVR Institutssicherung GmbH bestehen Beitragsverpflichtungen zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch Abgabe einer Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung gegenüber dem BVR übernommen. Die Sicherungseinrichtung hat nach § 1 ihrer Satzung die Aufgabe drohende oder bestehende wirtschaftliche Schwierigkeiten bei den angeschlossenen Instituten abzuwenden oder zu beheben (Institutsschutz).

Personal- und Sozialbereich

Wir sehen in unserem Personal einen strategischen Schlüsselfaktor, der unmittelbar gebraucht wird, um neue, kundenzentrierte Konzepte von Mensch zu Mensch im Markt zu platzieren. Um in einem hart umkämpften Arbeitsmarkt zentrale Stellen und Funktionen in der Bank auch in der Zukunft mit ausreichend qualifizierten Mitarbeitern besetzen zu können, stellen wir jährlich neue Auszubildende ein. Wir sehen die betriebliche Ausbildung zudem als einen Aspekt der gesellschaftlichen Verantwortung unserer Bank.

Die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt 2023 ist mit 265,0 im Vergleich zu 262,5 im Vorjahr um 1,0% oder 2,5 Mannjahren gestiegen. Die Übernahme der Auszubildenden, die Einstellung neuer Mitarbeiter und Arbeitszeitaufstockungen konnten die natürliche Fluktuation mehr als ausgleichen. In 2023 wurden 9 neue Auszubildende eingestellt. Neben Bankkaufleuten werden auch Finanzassistenten, duale Bachelor of Art-Absolventen und ein Kaufmann für IT-System-Management ausgebildet. In 2024 werden wir weitere 10 Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen.

In 2023 hat sich der Personalbestand strukturell nicht wesentlich verändert. Etwa ein Drittel unserer Mitarbeiter (w/m/d) - 32,6% / 109 Personen befinden sich im Altersbereich bis 40 Jahre (Vj. 29,2%). Die Altersstruktur der Mitarbeiter (w/m/d) stellt sich wie folgt dar:

2023: 334 Personen 2022: 322 Personen
unter 30 Jahre: 73 Personen unter 30 Jahre: 61 Personen
30 bis unter 40 Jahre: 36 Personen 30 bis unter 40 Jahre: 33 Personen
40 bis unter 50 Jahre: 85 Personen 40 bis unter 50 Jahre: 84 Personen
50 bis unter 55 Jahre: 58 Personen 50 bis unter 55 Jahre: 57 Personen
ab 55 Jahre: 82 Personen ab 55 Jahre: 87 Personen

Per 31.12.2023 beschäftigen wir insgesamt 24 Auszubildende (Vj. 23). Gemessen an der Personenzahl von 334 hat sich die Ausbildungsquote mit 7,2% im Vergleich zum Vorjahr (Vj. 7,1%) leicht erhöht.

B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht)

1. Rahmenbedingungen

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland stand im Jahr 2023 im Zeichen der Spätfolgen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine und der Coronapandemie. Die Wirtschaftssituation im Jahr 2023 war geprägt von geopolitischen Spannungen, einer weiterhin starken Inflation, eines hohen Arbeits- und Fachkräftemangels sowie einer inversen Zinsstruktur. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3%, nachdem es 2022 merklich zugelegt hatte.

Ähnlich wie bereits im Vorjahr zeigte sich die Investitionskonjunktur gespalten. Einerseits legten die Investitionen in Ausrüstungen erneut zu, wenn auch schwächer als 2022 (+ 3,0% nach + 4,0%), andererseits gaben die Bauinvestitionen, die im Vorjahr um 1,8% gesunken waren, abermals nach. Der Rückgang im Jahr 2023 betrug 2,7%.

Nach einem durch die Erholung von der Coronakrise getriebenen kräftigen Zuwachs im Vorjahr um 3,9% gingen die privaten Konsumausgaben 2023 preisbereinigt um 0,7% zurück. Hauptgrund war der kräftige Anstieg der Verbraucherpreise, der die Kaufkraft der Einkommen vieler Haushalte deutlich dämpfte. Der Staatskonsum, der 2022 noch um 1,6% gestiegen war, sank um deutliche 1,5%. Hintergrund hierfür war der Wegfall von pandemiebedingten Sonderausgaben.

Die staatlichen Einnahmen expandierten 2023 mehr als die Ausgaben. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit gab in Relation zum nominal gestiegenen Bruttoinlandsprodukt leicht von 2,5% im Vorjahr auf 2,1% nach. Die staatliche Schuldenquote, die 2022 noch bei 66,1% lag, dürfte auf rund 65% gesunken sein.

Im Jahr 2023 blieb der Arbeitsmarkt in einer soliden Grundverfassung. Die Anzahl der Erwerbstätigen erhöhte sich um 300.000 auf 45,9 Mio. Menschen. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich auch aufgrund der verstärkten Erfassung Geflüchteter auf 5,7%, ist aber nach wie vor auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau und nur leicht über dem Stand von 2022 (5,3%).

Die jährliche Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex betrug 6,9% in 2022, in 2023 verringerte sie sich etwas. Im Jahresdurchschnitt lag die Inflationsrate bei 5,9%, wobei die Monatswerte einen klar rückläufigen Trend zeigten. Die Inflationsrate ist ausgehend von den im Januar und Februar mit jeweils 8,7% markierten Maximalwerten bis November und Dezember auf Jahrestiefststände von 3,2% und 3,7% gefallen.

Die Aktienmärkte setzten 2023 die Erholung von Ende 2022 fort, der Dax stieg bis 9. März 2023 um 12,3% auf 15.633,21 Punkte. Aufgrund der Krise der US-Regionalbanken verlor der DAX bis 17. März 2023 5,5% seines Kurswerts. Die Fusion der Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse am 19. März 2023 konnte die Märkte beruhigen und ermöglichte eine Erholung. Ende Juli 2023 notierte der DAX bei 16.446,83 Punkten und damit 18,1% über seinem Jahreseinstandswert. Anschließend gingen die Kurse leicht zurück und erreichten Ihren Tiefpunkt mit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der DAX verlor 4,3% und fiel damit auf 14.716,54 Punkte. Im November setzte bereits eine neuerliche Erholung ein und der DAX legte von November bis Jahresende um 13,1% zu. Das Jahr 2023 schloss der DAX mit 16.751,64 Punkten und auf Jahressicht um 20,3% im Plus ab.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Region Stuttgart verläuft zäh mit einem klaren negativen Trend, begründet durch hohe Energiekosten, Inflation, schwacher Konsum, eine rückläufige Auftragslage und Fachkräftemangel. Als größtes Risiko in der Region Stuttgart wird die Inlandsnachfrage gesehen, gefolgt vom Fachkräftemangel und steigenden Arbeitskosten. Dennoch lässt sich zusammenfassend festhalten, dass 33% der Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut, 49% als befriedigend und 18% als schlecht empfinden (Vorjahr: 11%).

(Quelle: IHK Region Stuttgart, Konjunkturumfrage Jahresbeginn 2024: Es bleibt zäh.)

Die Entwicklung der deutschen Genossenschaftsbanken war im abgelaufenen Jahr geprägt von leicht gestiegenen Volumina im Kreditgeschäft (+2,6%), die Kundeneinlagen (-0,2%) und die addierte Bilanzsumme blieben insgesamt stabil. Bei den Zinsbindungen im Kreditgeschäft gab es unterschiedliche Veränderungsraten. Dabei stiegen die kurzfristigen Forderungen mit +7,8% stärker als die langfristigen Forderungen (2,5%). Auf der Einlagenseite gab es Umschichtungen von Sichteinlagen in Termineinlagen/Sparbriefe. Den Zuflüssen bei Termineinlagen (+ 166,3%) und Sparbriefen (+ 260,1%) standen Abflüsse bei den Sichteinlagen (- 12,3%) und Spareinlagen (- 19,0%) gegenüber. Beim Eigenkapital waren weiterhin Zuwachsraten festzustellen. So stieg das bilanzielle Eigenkapital um 3,2% auf 64,3 Milliarden EUR. Die Rücklagen legten dabei um 2,6% zu, die Geschäftsguthaben (gezeichnetes Kapital) wuchsen um 4,8% an.

(Quelle: BVR Rundschreiben vom 6. März 2024, Geschäftsbericht der Genossenschaftsbanken, hier: Geschäftsentwicklung der Genossenschaftsbanken im Jahr 2023)

(Quelle, sofern nicht anderweitig genannt: BVR Rundschreiben vom 4. März.2024, Hintergrundmaterial zur Erstellung der Geschäftsberichte der Volksbanken und Raiffeisenbanken)

2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen bzw. nicht finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität und die Zukunftsfähigkeit der Bank wird die Relation des Teilbetriebsergebnisses zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen (nachfolgend: "Teil-BE/dGV") festgelegt. Die Kennzahl Teil-BE/dGV misst die Ertragskraft der Bank in Relation zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen.

Im Hinblick auf die starke Bedeutung der Bewertungsergebnisse im Kunden- und Eigengeschäft auf die Ertragslage der Bank betrachten wir ergänzend das absolute Ergebnis vor Steuern.

Als Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit/Effizienz unseres Instituts wurde die Cost Income Ratio (nachfolgend: "CIR") bestimmt. Sie stellt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zum Zins- und Provisionsergebnis dar.

Das Wachstum der bilanziellen Kundeneinlagen und -kredite definieren wir grundsätzlich als Indikator für die Generierung von Erträgen und die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Wir streben bei den bilanziellen Kundenkrediten ein strategisches Wachstum in Höhe von 3,0% p.a. an. In Anbetracht aktuell stark und schnell ansteigender Zinsen und der Bilanzstruktur der Bank, die von einem deutlichen Überschuss der Kundeneinlagen gegenüber den Kundenkrediten gekennzeichnet ist, streben wir ein moderates Ansteigen der Kundeneinlagen, 2024-2028 gestaffelt von 0,0% bis 3,00% ab 2027, an.

Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die Gesamtkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR, die sich aus der Relation der Eigenmittel zum Gesamtrisikobetrag ermittelt.

Zur Sicherstellung einer angemessenen Liquiditätsausstattung ziehen wir die aufsichtliche Kennzahl "Liquidity Coverage Ratio" (LCR) heran. Mit ihrer Hilfe soll sichergestellt werden, dass die Institute über ausreichend lastenfreie, erstklassige liquide Aktiva verfügen, um den Liquiditätsbedarf während eines Liquiditätsstressszenarios von 30 Tagen zu decken.

Daneben haben wir bedeutsame nichtfinanzielle Leistungsindikatoren definiert, die die Entwicklung unserer Bank maßgeblich beeinflussen bzw. denen wir eine strategische Bedeutung zumessen:

Unser Ziel ist es, die genossenschaftlichen Stärken in die digitale Welt zu transformieren, um damit sowohl für Privat- als auch Firmenkunden ein herausragendes Omnikanal-Kundenerlebnis zu schaffen. Als Indikator für unseren Transformationsprozess zur Omnikanalbank betrachten wir den Anteil der aktiven Kunden, die für das Online-Banking freigeschaltet sind bzw. die VR-BankingApp nutzen.

Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten.

3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs

Die bereits Ende 2022 im Zuge des Ukrainekriegs eingetretene Wirtschaftsschwäche dauerte in Deutschland das gesamte Jahr 2023 an. Sie war geprägt durch mehrere kräftige Leitzinsanhebungen und damit als Folge höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie einen deutlichen Kaufkraftentzug als Ergebnis der nach wie vor hohen Teuerung. Überlagert wurden diese Einflüsse von den hohen Unsicherheiten infolge des eskalierenden Nahostkonflikts zum Jahresende 2023 und dem wirtschaftspolitischen Kurs der Bundesregierung nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts.

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2023 stellt sich wie folgt dar:

Unser Teilbetriebsergebnis erhöhte sich von 23.250 T€ auf 31.870 T€. Die Rentabilitätskennzahl Teil-BE/dGV stieg im Vorjahresvergleich von 0,83% auf 1,14%. Das Ergebnis vor Steuern stieg im Vergleich zum Vorjahr von 607 T€ auf 33.349 T€.

Die CIR lag im Geschäftsjahr 2023 bei 53,8% (Vorjahr: 61,1%). Das bilanzielle Kundenkreditgeschäft (Aktiva 4) erhöhte sich um 4,9% (81.141 T€) auf 1.752.227 T€. Die bilanziellen Kundeneinlagen (Passiva 2) sind um 4,4% (-101.409 T€) auf 2.185.038 T€ zurückgegangen.

Die Gesamtkapitalquote belief sich auf 19,35%; ein Anstieg von 0,45 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) reduzierte sich im Vorjahresvergleich von 153,5% auf 142,1% und lag zu allen Meldestichtagen weiterhin komfortabel über unserer bankinternen Warngrenze von 115%.

Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator konnte weiter verbessert werden bzw. erfüllt unsere Erwartungen. Der Anteil der aktiven Kunden, die für das Online-Banking freigeschaltet sind, ist im Jahresverlauf 2023 von 56,67 auf 60,04% gestiegen. Der Anteil der VR-BankingApp-Nutzer sank von 18,89 auf 16,26%, nachdem er 2021 bei 13,43% lag.

Der Rückgang ist stichtagsbezogen und auf den Einsatz von Updates der App-Software zurückzuführen, nach denen sich erfahrungsgemäß ein vorübergehender Rückgang in der Nutzungsquote einstellt. Beide Werte liegen oberhalb der Benchmark-Vergleichsgruppe des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes (56,61% und 15,67%).

Die Entwicklung aller bedeutsamsten Leistungsindikatoren liegt grundsätzlich im Rahmen bzw. überstieg beim Teilbetriebsergebnis und der CIR unsere Erwartung. Bei den Kundeneinlagen fiel der Rückgang mit 100 Mio. € im Vergleich zu unserer Annahme in der mittelfristigen Unternehmensplanung von 50 Mio. € deutlich höher aus. Der Anstieg des Ergebnis vor Steuern basiert neben dem Anstieg des Teilbetriebsergebnis auf einem geringer ausgefallenen Bewertungsergebnis im Kreditgeschäft (Planwert -6,3 Mio. € zu Istwert -3,5 Mio.€).

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Bilanzsumme 2.748.403 2.823.119 -74.717 -2,6
Außerbilanzielle Geschäfte 989.271 1.022.335 -33.064 -3,2
- davon Eventualverbindlichkeiten 53.797 99.994 -46.197 -46,2
- davon Derivate 796.000 720.000 76.000 10,6
- davon unwiderrufliche Kreditzusagen 139.474 202.340 -62.866 -31,2

Ursächlich für den Rückgang der Bilanzsumme um 74,7 Mio. € (-2,6%) war der Rückgang der Kundeneinlagen (siehe Folgetabellen).

Die außerbilanziellen Geschäfte weisen im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 33,1 Mio. € (-3,2%) auf. Die Eventualverbindlichkeiten sind um 46,2 Mio. € (-46,2%) zurückgegangen und die unwiderruflichen Kreditzusagen um 62,9 Mio. € (-31,2%). Der starke Rückgang bei den außerbilanziellen Kundengeschäften ist unter anderem durch zwischenzeitliche Valutierungen im Boomjahr 2022 zugesagter Baufinanzierungen zu erklären.

Bei den Derivaten standen zwei endfällige und ein vorzeitig aufgelöster Zinssicherungs-SWAP in Höhe von insgesamt 70,0 Mio. € Neuabschlüssen mit 146,0 Mio. € gegenüber, so dass saldiert ein Anstieg von 76,0 Mio. € (+10,6%) zu verzeichnen war. Ursache hierfür war zum Einen der weiter anhaltende Anstieg der Marktzinsen im Jahr 2023 und zum Anderen ein neues Festzinsprodukt für unsere Kunden, dessen Zinsänderungsrisiko über SWAP-Geschäfte abgesichert wurde.

Aktivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Kundenforderungen 1.752.227 1.671.086 81.141 4,9
Wertpapieranlagen 728.793 828.697 -99.904 -12,1
Forderungen an Kreditinstitute 169.533 224.260 -54.726 -24,4

Die Kundenforderungen haben sich von 1.671,1 Mio. € um 81,1 Mio. € (+4,9%) auf 1.752,2 Mio. € erhöht. Dies ist vor allem auf eine gute Entwicklung der langfristigen Finanzierungen (+67,4 Mio. € bzw. +4,9% lt. bankinterner Entwicklungsstatistik) zurückzuführen. Haupttreiber des Wachstums war hier der private Baufinanzierungsbereich. Der Rückgang der Wertpapieranlagen um 99,9 Mio. € auf 728,8 Mio. € resultiert hauptsächlich daraus, dass endfällige Wertpapiere in Höhe von 113,5 Mio. € nur mit 39,7 Mio. € ersetzt wurden. Der enthaltene Spezialfonds im Bereich der Investmentanteile hat sich auf 157,8 Mio.€ bilanziell reduziert. Im Geschäftsjahr wurden Anteile in Höhe von 9,0 Mio. € veräußert und in Höhe von 3,0 Mio. € neu erworben. Die Bilanzposition "Forderungen an Kreditinstitute" ist um 54,7 Mio. € (-24,4%) auf 169,5 Mio. € zurückgegangen. Dies ist vor allem auf die Reduzierung der Übernacht-Fazilitäten bei der Deutschen Bundesbank zurückzuführen. Die DZ Bank-Termineinlagen sind mit 15,0 Mio. € konstant geblieben.

Passivgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 222.979 213.112 9.867 4,6
Spareinlagen 614.156 714.760 -100.603 -14,1
andere Einlagen 1.570.882 1.571.687 -805 -0,1
verbriefte Verbindlichkeiten 5.140 8.297 -3.157 -38,1
Passiva 2 und 3 gesamt 2.190.178 2.294.744 -104.566 -4,56

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich zum Bilanzstichtag 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 9,9 Mio. € (+4,6%) auf 223,0 Mio. € erhöht. Nennenswerte Veränderungen betrafen einen Anstieg des Förderkreditgeschäftes um 7,6 Mio. €, den Rückgang der Sicherheitsleistung der DZ Bank AG für unser Derivatgeschäft um 19,4 Mio. € auf 23,4 Mio. € und die unterjährige Aufnahme eines Darlehens bei der DZ Bank AG in Höhe von 20,0 Mio. €.

Bei den Passivpositionen 2 und 3 verzeichneten wir 2023 einen Rückgang um 104,6 Mio. € (-4,6%) auf nunmehr 2.190,2 Mio. €. Hauptsächlich die Spareinlagen nahmen dabei um -14,1% oder 100,6 Mio. € auf 614,2 Mio. € ab. Der Rückgang der Spareinlagen begründet sich durch die anhaltende Nachfrage vieler Anleger nach Wertpapier- und Fondsanlagen, sowie durch Umschichtungen unserer Kunden in kurzfristige Tagesgeld- bzw. Termineinlagen. Die anderen Einlagen wiesen ebenfalls Umschichtungen auf: Rückgängen der Sichteinlagen um 196,3 Mio. € stand ein Anstieg der Termineinlagen um 195,5 Mio. gegenüber. Insgesamt stagnierten die anderen Einlagen bei 1.570,9 Mio. € (-0,8 Mio. € oder -0,1%).

Betreutes Kundenkredit- u. Anlagevolumen Berichtsjahr
TEUR
2022
TEUR
Veränderung
%
Bilanzielle Kundenkredite 1.752.227 1.671.086 4,9
Bauspardarlehen Bausparkasse Schw. Hall 183.358 177.167 3,5
Immobilien- u. Kommunaldarlehen 24.836 27.537 -9,8
Darlehen, R+V Versicherung 19.705 17.991 9,5
VR-Smart-Finance, Restbuchwerte *) 4.072 4.314 -5,6
Team Bank Easy Credit 3.142 1.657 89,6
= Außerbilanzielles Kundenkreditvolumen 235.113 228.666 2,8
Betreutes Kundenkreditvolumen 1.987.340 1.899.752 4,6
Bilanzielle Kundeneinlagen 2.190.178 2.294.744 -4,6
Bauspareinlagen Bausparkasse Schw. Hall 221.444 218.830 1,2
Rückkaufswert Lebensversicherung R+V 330.941 323.134 2,4
UNION Immobilienfonds 224.777 224.809 0,0
UNION Investmentfonds 660.272 540.931 22,1
Kurswert Depots 403.512 301.062 34,0
= Wertpapier Kurswerte gesamt 1.288.561 1.066.802 20,8
DZ Privatbank 24.130 19.019 26,9
Geschlossene Fonds 271 846 -68,0
= Außerbilanzielles Kundenanlagevolumen 1.865.347 1.628.631 14,5
Betreutes Kundenanlagevolumen 4.055.525 3.923.375 3,4

Die Übersicht über die betreuten Kundenvolumina (Zahlen lt. Verbundbilanz des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken-BVR) zeigt die tatsächliche Entwicklung der Kredit- und Anlagebestände im Kundengeschäft, weil sie die an Verbundpartner vermittelten Geschäfte mitberücksichtigt. Sowohl das bilanzielle Kreditwachstum von 81,1 Mio. € oder 4,9% als auch der Anstieg der an unsere Verbundpartner vermittelten Kreditbestände (+2,8% auf 235,1 Mio. €) trugen zum Kreditwachstum bei. Das gesamte betreute Kundenkreditvolumen erhöhte sich um 4,6% auf 1.987,3 Mio. €.

Die bilanziellen Einlagen unserer Kunden gingen um -4,6% auf 2.190,2 Mio. € zurück. Die außerbilanziellen Anlagen der Kunden hingegen stiegen um 14,5% oder 236,7 Mio. € auf 1.865,3 Mio. €. Sowohl die Rückkaufswerte der Lebensversicherungen und die Bauspareinlagen, als vor allem auch die Wertpapieranlagen unserer Kunden konnten Zuwächse aufweisen. Der Nettoabsatz von 137,5 Mio. € (Vj. 100,1 Mio. €), die thesaurierten Erträge und das positive Börsenumfeld mit seinen Kursgewinnen ermöglichten bei den Wertpapieranlagen den Anstieg um 221,8 Mio. € auf 1.288,6 Mio. € (+20,8%) zum 31.12.2023. Erträge der Kunden, die in Form von Zinszahlungen und Dividenden ausgeschüttet wurden, sind hierbei nicht berücksichtigt. Das betreute Kundenanlagevolumen verzeichnete damit einen Anstieg um 132,2 Mio. € (+3,4%) auf 4.055,5 Mio. €.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr 2022 Veränderung
Provisionserträge TEUR TEUR TEUR %
Zahlungsverkehr 7.887 8.154 -267 -3,3
Kartenterminals 633 600 33 5,5
Kreditkartengeschäft 1.436 1.417 19 1,3
Avale, Akkreditive (Kundengeschäft) 159 146 13 8,9
Avale (Treasury) 641 582 59 10,1
Sorten- u. Edelmetallgeschäft 315 509 -194 -38,1
Auslandsgeschäft 168 185 -17 -9,2
Wertpapiergeschäft 7.997 7.445 552 7,4
Bausparen 869 1.097 -228 -20,8
Lebensversicherungen 854 871 -17 -2,0
Sachversicherungen 590 568 22 3,9
Krankenversicherungen 46 37 9 24,3
Verbundprovision gesamt: 10.524 10.018 506 5,1
Vermittlung von Immobilien 1.846 1.649 197 11,9
Kreditprovisionen 198 186 12 6,5
Sonstige Erträge 1.092 970 122 12,6
Gesamt: 24.731 24.416 315 1,3

Im Vergleich zu 2022 sind die Zahlungsverkehrserträge zurückgegangen (-267 T€ oder -3,3%). Im Zuge der BGH-Entscheidung über die Unwirksamkeit in der Vergangenheit verwendeter AGB-Klauseln liegen uns größtenteils Zustimmungen unserer Kunden vor. Für noch offene Rückerstattungsansprüche gekündigter, aber zum Bilanzstichtag noch nicht abgewickelter, Konten haben wir eine entsprechende Rückstellung gebildet. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft haben sich im Bilanzjahr um 552 T€ oder +7,4% auf 8,0 Mio. € erhöht. Die Provisionen aus der Vermittlung von Lebens- und Sachversicherungen in Höhe von 1,4 Mio. € sind leicht gestiegen (+5 T€ oder +0,3%). Bei der Vermittlung von Bausparverträgen betrug der Rückgang 228 T€ oder 20,8%, was hauptsächlich auf die Krise im Immobilienbereich zurückzuführen ist. Insgesamt stiegen die Verbundprovisionen um 0,5 Mio. € oder 5,1% an.

Die Provisionserträge im Bereich der Immobilienvermittlung sind um 197 T€ auf rund 1,8 Mio. € angestiegen. Insgesamt lagen die Provisionserträge in 2023 um 0,3 Mio. € (+1,3%) über denen des Vorjahres.

4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage

a) Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im betriebswirtschaftlich orientierten Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

Erfolgskomponenten Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR in % dBS TEUR in % dBS TEUR in %
Zinsüberschuss 48.607 1,74 39.751 1,41 8.856 22,3
- davon Konditionsbeitrag *) 65.163 2,33 29.537 1,05 35.626 120,6
- davon Strukturbeitrag *) -16.556 -0,59 10.214 0,36 -26.770 -262,1
- davon Aktivzinsen 64.842 2,31 42.267 1,50 22.575 53,4
- davon Passivzinsen -16.235 -0,58 -2.517 -0,09 -13.718 -545,0
Provisionsüberschuss 20.439 0,73 19.973 0,71 466 2,3
Rohüberschuss 69.046 2,46 59.724 2,12 9.322 15,6
Personalaufwand 22.226 0,79 22.688 0,81 -462 -2,0
And. Verwaltungsaufwand 14.950 0,53 13.785 0,49 1.165 8,5
Verwaltungsaufwand gesamt 37.176 1,33 36.473 1,30 703 1,9
Teilbetriebsergebnis 31.870 1,14 23.250 0,83 8.620 37,1
Saldo Sonst. betr. Ertrag / Aufwand 698 0,02 40 0,00 658 1.645,0
Betriebsergebnis vor Bewertung 32.568 1,16 23.290 0,83 9.278 39,8
Bewertungsergebnis Kreditgeschäft -3.477 -0,12 -2.095 -0,07 -1.382 -66,0
Bewertungsergebnis Wertpapiere 4.259 0,15 -20.588 -0,73 24.847 120,7
Verkauf Beteiligungen 0 --- 0 --- 0 ---
Bewertungsergebnis gesamt 781 0,03 -22.683 0,81 23.464 103,4
Betriebsergebnis nach Bewertung 33.349 1,19 607 0,02 32.742 5.394,1
Saldo a. o. Ertrag / Aufwand 0 --- 0 --- 0 ---
Ergebnis vor Steuern 33.349 1,19 607 0,02 32.742 5.394,1
Steuern -9.922 -0,35 -5.090 -0,18 -4.832 -94,9
Jahresergebnis 23.427 0,84 -4.483 -0,16 27.910 622,6
Dotierung (-) / Auflösung (+)
Fonds für allg. Bankrisiken § 340 g HGB -16.135 -0,58 0 --- 16.135 ---
und Vorsorgereserven § 340 f HGB -5.600 -0,20 5.600 0,20 11.200 200,0
Satzungsgemäße Rücklagendotierung -200 -0,01 -150 -0,01 -50 33,3
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22 0,00 1 0,00 21 ***
Bilanzgewinn 1.514 0,05 968 0,03 546 56,4
Cost Income Ratio (CIR) 53,8 61,1
Durchschnittliche Bilanzsumme 2.801.285 2.812.019

Die Zinserträge (inkl. Laufende Erträge) sind im Zuge der anhaltenden Zinserhöhungen an den Kapitalmärkten insgesamt kräftig von 1,50% des dGV auf 2,31% angestiegen. Die variabel verzinslichen Wertpapiere der Bank, die einen wesentlichen Anteil der Eigenanlagen ausmachen, profitierten weiter vom steigenden Zinsniveau. Ebenso trug das Wachstum im Kundenkreditgeschäft zu diesem Anstieg bei.

Die Zinsaufwendungen haben sich ebenfalls kräftig, aber bislang weniger stark von 0,09% auf 0,58% verteuert, so dass der Zinsüberschuss um 0,33 Prozentpunkte auf 1,74% des durchschnittlichen Geschäftsvolumens angewachsen ist. Der absolute Zinsüberschuss stieg um 8,9 Mio. € auf 48,6 Mio. € und lag damit um 14,0 Mio. € über unserer Planung, wobei als Sondereffekt die vorzeitige Schließung eines Zinssicherungsgeschäftes mit einem Auflösungsverlust von 1,1 Mio. € bereits enthalten ist. Weiterhin trugen auch die im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Laufenden Erträge mit 4,5 Mio. € (Vj. 2,5 Mio. €) zur Erhöhung des Zinsüberschusses bei. Ausschlaggebend hierfür war die Ausschüttung unseres Spezialfonds in Höhe von 3,0 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €).

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreswert von 20,0 Mio. € um 2,3% auf 20,4 Mio. € und übertraf damit unsere Planung um 1,0 Mio. €. Die Erhöhung des Provisionsüberschusses resultierte insbesondere aus gestiegenen Erträgen aus dem Wertpapiergeschäft mit unseren Kunden.

Der Verwaltungsaufwand inkl. der Abschreibungen auf Sachanlagen ist gegenüber 2022 von 36,5 Mio. € auf 37,2 Mio. € gestiegen. Ursächlich waren im Wesentlichen der inflationsbedingte Anstieg der Anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. €. Treiber waren hier neben den Energieaufwendungen vor allem die Aufwendung für Digitalisierung und IT, welche mit steigenden Schulungsaufwendungen einhergingen. Der Anstieg der Personalaufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 0,9 Mio. € wurde durch die stark rückläufigen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen (-1,5 Mio. €) überkompensiert, so dass der Personalaufwand auf 0,79% des dGV oder 22,2 Mio. € zurückging. Der Verwaltungsaufwand liegt in Summe mit 0,5 Mio. € (Personalaufwand -1,5 Mio. € Andere Verwaltungsaufwendungen inklusiver Abschreibungen +1,0 Mio. €) unter unserer Vorjahres-Prognose.

Das Teilbetriebsergebnis, in das der Zins- und Provisionsüberschuss abzüglich des Verwaltungsaufwandes eingehen, ist insgesamt von 23,3 Mio. € in 2022 auf 31,9 Mio. € (+37,1%) und damit auf 1,14% des dGV gestiegen (ohne Sondereffekt aus der Schließung des Zinssicherungsgeschäftes auf 1,18% des dGV). Der kräftig gestiegene Zinsüberschuss, das weiter verbesserte Provisionsergebnis und die rückläufigen Personalaufwendungen machten dies möglich. Unsere Prognose im vergangenen Jahr ging für 2023 von einem Teilbetriebsergebnis in Höhe von 14,4 Mio. € aus.

Der Risikoaufwand im Kreditgeschäft lag mit einem saldierten, negativen Ergebnis von 3,5 Mio. € deutlich günstiger als der Planwert mit 6,3 Mio. €, aber über dem Vorjahreswert von -2,1 Mio. €. Die Zuführungen zu Einzelwertberichtigungen und -rückstellungen lagen mit 7,1 Mio. € (+120,4%) um 3,9 Mio. € über denen des Vorjahres, die Auflösungen konnten mit 1,1 Mio. € nicht an den Vorjahreswert von 1,2 Mio. € anknüpfen. Teilweise kompensiert wurde das durch den Rückgang der Pauschalwertberichtigungen, von denen 1,9 Mio. € aufgelöst werden konnten.

Deutlich höhere Kreditausfälle in Verbindung mit dem Ukraine-Russland-Konflikt und dem in 2023 neu hinzugekommenen Konflikt im Nahen Osten sind bisher nicht eingetreten; die Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 bleibt allerdings noch abzuwarten.

Entwicklung Kreditrisiko Berichtsjahr 2022 Ver-
TEUR in % dBS TEUR in % dBS änd.
in %
Durchschnittliche Bilanzsumme 2.801.285 2.812.019 -0,4
Bilanzielles Kreditvolumen brutto 1.768.422 1.683.105 5,1
Zuführung EWB und Einzel-RST -7.063 -0,25 -3.204 -0,11 120,4
Auflösung EWB und Einzel-RST 1.070 0,04 1.174 0,04 -8,9
Saldierte Netto-Bildung (-) / -Auflösung (+) -5.993 -0,21 -2.030 0,07 195,2
Zuführung (-) / Auflösung (+) PWB 1.881 0,07 -177 -0,01 -1.162,7
Direktabschreibungen -11 0,00 -8 0,00 37,5
Eingang auf abgeschriebene Forderungen 646 0,02 120 0,00 438,3
Bewertungsergebnis Kreditgeschäft -3.477 0,12 -2.095 0,07 66,0
Verbrauch EWB durch Abschreibung 715 109
Verbrauch EWB in % des Kreditvolumens 0,04 0,01
Risikoaufwand in % d. Kreditvolumens -0,20 -0,12

Das Bewertungsergebnis der Eigenanlagen war hauptsächlich durch zwei Einflussfaktoren geprägt. Die weiter angestiegenen Zinsen wirkten sich auf Grund der inversen Zinsstruktur nur gering aus. Durch den Restlaufzeiten-Verkürzungseffekt und die damit verbundene Wertaufholung der im Vorjahr abgeschriebenen Wertpapiere ergab sich ein positives Bewertungsergebnis in Höhe von 4,3 Mio. € (Vj. -20,6 Mio. €). Damit lagen wir über unserem Planansatz von +3,1 Mio. €. Zur Cash-Flow-Steuerung unseres Zinsbuches wurden 2023 Wertpapiere vorzeitig veräußert. Diese Transaktionen sind mit einem Aufwand von 2,0 Mio. € im o.g. Bewertungsergebnis enthalten. Da die Abschreibungen auf den Wertpapierbestand zinsinduziert sind, gehen wir auch 2024 davon aus, dass sich die Marktwerte mit Verkürzung der Restlaufzeit bis zur Fälligkeit weiter dem Nennwert annähern.

Infolge des deutlich verbesserten Teilbetriebsergebnisses und einem insgesamt positiven Bewertungsergebnis in Höhe von 0,8 Mio. € stieg das Ergebnis vor Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr von 0,6 Mio. € auf 33,3 Mio. € kräftig an. Dadurch konnte das geplante Ergebnis vor Steuern von +11,9 Mio. € mit dem Faktor 2,8 übertroffen werden.

Der Steueraufwand hat sich infolge der guten operativen Ergebnisentwicklung von 5,1 Mio. € auf 9,9 Mio. € erhöht. Das Ergebnis nach Steuern im Geschäftsjahr 2023 liegt damit bei 23,4 Mio. € (Vj. -4,5 Mio. €), so dass neben der Zuführung der im Vorjahr aufgelösten Vorsorgereserven nach § 340f HGB und einer Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 16,1 Mio. € eine Ausschüttung einer Dividende von 4,0% (Vj. 2,5%) ermöglicht wird.

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Struktur unserer Passivseite ist neben unserem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von 97,0 Mio.€ und dem Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 199,5 Mio. € überwiegend geprägt durch die Einlagen unserer Kunden. Mit 2.185,0 Mio. € bzw. 79,5% der Bilanzsumme stellen sie unsere Hauptrefinanzierungsquelle dar. Die Verbindlichkeiten an Banken in Höhe von 223,0 Mio. € sind größtenteils auf Weiterleitungskredite an unsere Kunden zurückzuführen.

Investitionen

Im Jahr 2023 konzentrierten sich unsere Investitionen vorwiegend auf turnusgemäße Ersatzinvestitionen und kleinere Umbaumaßnahmen in unseren Geschäftsstellen in Eislingen und Göppingen, Marktstraße. In 2023 wurde der Beschluss gefasst, die seit 2021 geplanten Neuinvestitionen in Mehrfamilienwohnhäuser in Schlat und Göppingen-Hohenstaufen, aufgrund der weiterhin ungünstigen Marktgegebenheiten im Bausektor nicht umzusetzen. Geplante Investitionen in Gebäudeleittechnik und Photovoltaikanlagen in Donzdorf und Göppingen, Marktstraße haben sich ins Folgejahr verschoben.

Insgesamt haben wir für Renovierungen, Mobiliar, sonstige bewegliche Wirtschaftsgüter, IT-Ausstattung und Betriebsvorrichtungen in allen Geschäftsstellen im Jahr 2023 0,8 Mio. € aufgewendet.

Im laufenden Jahr 2024 werden wir, neben den notwendigen Ersatzinvestitionen in allen unseren Geschäftsstellen, weiter in zukunftsorientierte Bereiche investieren. Neben moderner Gebäudeleit- und Medientechnik hat sich die Planung für die Photovoltaikanlage in Göppingen konkretisiert. In Geislingen, Stuttgarter Str. werden Elektroladesäulen für Kunden und Mieter installiert. Die einzelnen Posten des gesamten Investitionsplanes 2024 umfassen etwa 1,8 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €).

Liquidität

Die Zahlungsbereitschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet werden. Bei Liquiditätsengpässen können wir uns über die DZ BANK AG, Frankfurt am Main oder über Tendergeschäfte mit der Europäischen Zentralbank refinanzieren. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) nach Basel III-Aufsichtsrecht betrug zum Jahresultimo 142,1% (Vj. 153,5%). Seit dem 1. Januar 2018 ist hier ein Minimum von 100% einzuhalten.

Der Rückgang ist auf normale Schwankungen bei den stichtagsbezogenen Zahlungsströmen zurückzuführen. Der Durchschnitt der Monatsultimowerte der LCR lag 2023 bei 135,0% (Vj. 136,6%). Daneben stehen ausreichende offene Refinanzierungslinien zur Verfügung, die wir bisher nur teilweise in Anspruch genommen haben.

Der Liquiditätspuffer aus verpfändbaren, noch nicht verpfändeten Wertpapieren der Liquiditätsreserve betrug 2023 am Bilanzstichtag 305,4 Mio. € (Vj. 340,9 Mio. €), bei einem Sollwert von 150,0 Mio.€.

Unsere Kundeneinlagen unterliegen einer breiten Streuung. Überproportionale Großeinleger und damit verbundene hohe Abrufrisiken bestehen nicht. Für das kommende Jahr 2024 sind keine besonderen Liquiditätsrisiken erkennbar. Besondere Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus, da die aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr übererfüllt wurden. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Bildung von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden, deren Höhe sich an IDW RS BFA 7 orientiert.

Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von Geschäftsguthaben der Mitglieder und erwirtschafteten Rücklagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen gestärkt. Das bilanzielle Eigenkapital (inklusive des Fonds für allgemeine Bankrisiken) hat sich von 280,5 Mio. € auf 296,5 Mio. € erhöht. Dafür sind hauptsächlich die Dotierungen des Fonds für Allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 16,1 Mio. € und der Rücklagen in Höhe von 0,20 Mio. € (Vj. 0,15 Mio. €) verantwortlich. Die Geschäftsguthaben der Mitglieder sind zurückgegangen.

Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Berichtsjahr 2022 Veränderung zu 2022
TEUR TEUR TEUR %
Eigenkapital laut Bilanz 1) 296.547 280.456 16.092 5,7
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 294.494 295.998 -1.503 -0,5
Harte Kernkapitalquote 18,2 % 17,7 %
Kernkapitalquote 18,2 % 17,7 %
Gesamtkapitalquote 19,4 % 18,9 %

1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).

Die vorgegebenen Anforderungen der CRR und des KWG wurden im Geschäftsjahr 2023 jederzeit eingehalten.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,06 %.

Kundenforderungen

Die Kundenforderungen liegen mit einem Strukturanteil von 63,8% (Vorjahr: 59,2%) leicht unter dem Verbandsdurchschnitt von 65,4% (Vorjahr: 63,5%). Das Privatkundenkreditgeschäft ist stärker ausgeprägt als das Firmenkundenkreditgeschäft. Die Kredite sind nach Größenklassen und Branchen breit gestreut. Durch die ausgewogene Struktur unseres Kreditgeschäftes können wir Risikohäufungen vermeiden. Darüber hinaus konzentrieren wir uns grundsätzlich auf unser eigenes Geschäftsgebiet. Erkennbare Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen/-rückstellungen abgeschirmt. Latente Risiken sind ausreichend durch Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven gedeckt.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:

Wertpapieranlagen Berichtsjahr 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR %
Anlagevermögen 268.673 278.606 -9.933 -3,6
Liquiditätsreserve 460.120 550.090 -89.971 -16,4

Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 78,4% (Vj. 80,3%) auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 21,6% (Vj. 19,7%) auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6) sowie 36,9% (Vj. 33,6%) auf das Anlagevermögen und 63,1% (Vj. 66,4%) auf die Liquiditätsreserve.

Im Buchwert der Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapiere sind 31,3% (Vj. 33,5%) festverzinsliche und zu 68,7% variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Davon entfallen 20,4 Mio. € (Vj. 10,6 Mio. €) auf öffentliche Emittenten, 504,9 Mio. € (Vj. 584,0 Mio. €) auf Kreditinstitute und 39,6 Mio. € (Vj. 67,7 Mio. €) auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden überwiegend von inländischen Emittenten aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht ergeben. Sämtliche verzinslichen Wertpapiere besitzen ein externes Rating im Investmentgradebereich.

Der Aktivposten 6 beinhaltet ausschließlich Anteile an unserem Spezialfonds Volksbank Göppingen Nr. 1 in Höhe von 157,8 Mio. € (Vj. 163,6 Mio. €) welcher der Liquiditätsreserve zugeordnet ist.

Bei den Anlagen wurde auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet.

Im Bilanzjahr wurden keine Wertpapiere der Aktivposition 5 ins Anlagevermögen umgewidmet oder erstmalig nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Der Gesamtbestand der Wertpapiere im Anlagevermögen betrug nominal 267,6 Mio. €. Abschreibungen auf diesen Teilbestand wurden in Höhe von 15,8 Mio. € (Vj. 27,2 Mio. €) vermieden.

5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zum Vorjahr und zur ursprünglichen Planung als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region Göppingen, setzte sich fort. Beim Kreditgeschäft wurde mit einem Wachstum von 4,9% erfreulicherweise unsere Erwartung aus der Eckwertplanung (+4,0%) übertroffen. Das Einlagengeschäft war 2023 erwartungsgemäß rückläufig. Aufgrund der Zinswende Ende 2022 und der sich entwickelnden inversen Zinsstruktur waren 2023 langfristige Anlagen kaum gefragt. Im kurzfristigen, sehr volatilen Bereich sorgte, neben der anhaltend hohen Inflation, ein positives Börsenumfeld und die zunehmende Wettbewerbsintensität für einen Rückgang der Kundeneinlagen in Höhe von 4,6%. Bei unserer Planung für 2023 hatten wir einen Rückgang von 2,1% prognostiziert.

Die Ertragslage war im Geschäftsjahr 2023 von einer sehr guten operativen Entwicklung geprägt. Der starke Anstieg des Zinsüberschusses, sowie die gute Entwicklung beim Provisionsüberschuss und die moderat gestiegenen Verwaltungsaufwendungen sorgten für ein Teilbetriebsergebnis, das mit 1,14% der dBS unsere Planung weit übertraf. Ca. 1,1 Mio. € enthaltener Zinsaufwand stammen aus dem Sondereffekt einer vorzeitigen Auflösung von Zinssicherungsgeschäften. Ohne den Sondereffekt hätte sich ein Teilbetriebsergebnis von 1,18% der dBS ergeben.

Aufgrund Wertaufholungen bei den zinsinduzierten Wertpapierabschreibungen des Vorjahres ist das Bewertungsergebnis leicht positiv. Das Ergebnis vor Steuern von 33,3 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €) liegt damit weit über unserer Planung von 11,9 Mio. €. Nach Abzug der Steuern verbleibt ein ausreichendes Ergebnis, das 2023 eine deutliche Stärkung der Eigenkapitalausstattung der Bank erlaubt.

Die Bank verfügt über eine geordnete Vermögens- und Liquiditätslage. Die aufsichtsrechtlichen und die betrieblichen Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden gut eingehalten.

Das im Kreditgeschäft aktuell erkennbare akute und latente Risiko ist durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen bzw. Pauschalwertberichtigungen, Vorsorgereserven nach § 340f HGB sowie den Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in angemessenem Umfang gedeckt. Der Wertpapierbestand des Anlagevermögens enthält durch den massiven Anstieg der Kapitalmarktrendite in den letzten beiden Jahren stille Lasten. Sie werden im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches nach IDW RS BFA3 berücksichtigt. Der Bestand der Zinsderivate zur Aktiv-/Passivsteuerung enthält saldiert deutliche stille Reserven. Diese übersteigen die stillen Lasten des Wertpapierbestandes.

C. Risiko- und Chancenbericht

Risikomanagementsystem und -prozess

Ziele des Risikomanagementprozess

Die Ausgestaltung des Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie. Hierin sind die strategischen Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolgs beschrieben sowie das Grundverständnis des Vorstandes zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert.

Der Vorstand trägt für das Risikomanagement die Gesamtverantwortung. Dabei wird er durch das Ressort Gesamtbanksteuerung bei risikopolitischen Fragen, insbesondere bei der Entwicklung und Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie bei der Ausgestaltung eines Systems zum Controlling und Management von Risiken, unterstützt. Das Ressort Gesamtbanksteuerung ist zuständig für die Entwicklung von Grundsätzen, Methoden und Standards des Risikocontrollings, das sich auf die Verfahrensentwicklung in der genossenschaftlichen Finanzgruppe (gFG) stützt. Die Leitung der Risikocontrolling-Funktion im Sinne der MaRisk wurde der Ressortleitung Gesamtbanksteuerung übertragen.

Ziel unserer Risikostrategie ist nicht die vollständige Vermeidung von Risiken, sondern das bewusste Eingehen von Risiken unter der Wahrung eines angemessenen Chancen-Risiko-Profils unserer Risikopräferenz entsprechend. Dabei beachten wir die folgenden Grundsätze:

Die zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten Methoden und Verfahren berücksichtigen sowohl das Ziel der Fortführung unseres Instituts (normative Perspektive), als auch den Schutz unserer Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht (ökonomische Perspektive).

Es erfolgt eine Sicherstellung des Fortbestandes unseres Instituts durch die Betrachtung einer angemessenen Liquidität in verschiedenen Perspektiven.

Wir verzichten auf Geschäfte, deren Risiko vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit und der Risikostrategie unserer Bank nicht vertretbar sind (Vermeidung von Risiken).

Wir bauen systematisch Geschäftspositionen auf, bei denen Ertragschancen und Risiken in angemessenem Verhältnis stehen (Akzeptanz von Risiken).

Wir betreiben Risikobegrenzung durch Übertragung nicht strategiekonformer Risiken auf andere Marktteilnehmer (beispielsweise über VR-Circle, Versicherungsverträge oder durch Schließung offener Positionen über Derivate), (Reduzierung von Risiken).

Wir vermeiden weitestgehend Risikokonzentrationen durch quantitative Instrumente (u.a. Limitsysteme) oder qualitative Risikoanalysen.

Wir betreiben Schadensbegrenzung durch aktives Management aufgetretener Schadensfälle (Kompensation von Risiken).

Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns zentrale Aufgaben und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu beurteilen, zu steuern und zu überwachen sowie negative Abweichungen von der Erfolgs-, Kapital- und Liquiditätsplanung zu vermeiden.

Risikoidentifizierung

Als Risiko definieren wir die negative Abweichung vom erwarteten Ergebnis bzw. Planwert aufgrund von Unsicherheit. Zur Beurteilung der Wesentlichkeit von möglichen Risiken verschaffen wir uns einmal im Jahr im Rahmen der Risikoinventur sowie anlassbezogen einen Überblick über die Risiken unserer Bank. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die aufgrund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, die Ertrags-, Liquiditäts- und Vermögenslage sowie die Kapitalausstattung wesentlich beeinträchtigen können. Dabei werden auch übergreifende Risiken wie das Modell-, Reputations- und Nachhaltigkeitsrisiko sowie Risikokonzentrationen in der Wesentlichkeitsbewertung der einzelnen Risikoklassen berücksichtigt.

Bei der Volksbank Göppingen eG werden aktuell das Kreditrisiko im Kunden- und Eigengeschäft, das Marktrisiko aus Zinsen, Aktien und Währungen, das operationelle Risiko sowie das Liquiditätsrisiko in Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos als wesentliche Risiken bewertet.

Risikobeurteilung

Alle in der Risikoinventur als wesentlich bewertete Risiken werden anhand von Risikomessverfahren quantifiziert. Dabei verwendet die Bank vor allem Value-at-Risk-basierte Verfahren.

Die laufende Quantifizierung potenzieller Verluste unter normalen Marktbedingungen wird zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstests). Dabei werden die aktuelle Portfoliosituation sowie unsere Geschäfts- und Risikostrategie berücksichtigt.

Für die einzelnen Risikoarten findet in regelmäßigen Abständen eine Überprüfung der eingesetzten Methoden in Form von Validierungen, Angemessenheitsprüfungen und Backtestings statt. In diesem Kontext befassen wir uns auch mit den Annahmen und Grenzen der verwendeten Modelle.

Risikoberichterstattung

Für die Risikoberichterstattung bestehen feste Kommunikationswege und ein festgelegter Empfängerkreis. Das regelmäßige Berichtswesen umfasst unter anderem die Risiko- und Liquiditätstragfähigkeitsberechnung, Informationen zur Limitauslastung sowie Detailansichten zu den wesentlichen Risiken und bildet die Basis für Abweichungsanalysen (Soll-Ist-Vergleiche). Es dient als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie für die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung.

Anlassbezogen werden, bei sich abzeichnenden oder eintretenden starken Veränderungen, umgehend Analysen über die Auswirkungen auf die Risiko- und Ertragslage der Bank durchgeführt und es wird darüber berichtet.

Risikotragfähigkeit und Liquiditätstragfähigkeit

Die Planung und Steuerung der Risiken erfolgt auf Basis der Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Geschäfts- und Risikostrategie. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken adäquat durch Kapital im Sinne des Risikodeckungspotenzials (Risikotragfähigkeit) bzw. durch hochliquide Aktiva als Liquiditätsdeckungspotenzial (Liquiditätstragfähigkeit) gedeckt werden können.

Zur Bestimmung unserer Risikotragfähigkeit haben wir zum 1. Januar 2023 auf die normative und ökonomische Perspektive gemäß dem Leitfaden zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht und der Bundesbank vom 24. Mai 2018 umgestellt.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive werden die Eigenmittelanforderungen (Kapitalbedarf) den regulatorischen Eigenmitteln gegenübergestellt. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden. Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von mindestens drei Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt. Darüber hinaus werden in der normativen Perspektive auch Stressbetrachtungen vorgenommen.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive war auf Grundlage der verwendeten Verfahren gegeben. Die Mindestanforderungen an das Kapital waren auch unter Berücksichtigung des adversen Szenarios eingehalten.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Darüber hinaus besteht unser Anspruch darin, das aus den geschäftspolitischen Zielen abgeleitete ökonomische Gesamtrisikolimit, welches unserem Risikoappetit entspricht, ebenfalls zu decken. Ausgangspunkt bei der barwertigen Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist der Barwert (Marktwert) sämtlicher Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Dabei werden auch außerbilanzielle Größen berücksichtigt. Die Ermittlung des Risikodeckungspotenzials erfolgt losgelöst von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive war auf der Grundlage der verwendeten Verfahren und des vorhandenen Risikodeckungspotenzials gegeben und stellte sich zum Berichtsstichtag wie folgt dar:

Ökonomische Tragfähigkeit 2023 2022
Risikodeckungspotenzial in T€ 361.376 ---
Gesamtbankrisikolimit in T€ 212.000 ---
Gesamtbankrisiko in T€ 169.818 ---
Auslastung des Gesamtbankrisikolimits in % 80,1 ---
Auslastung des Risikodeckungspotenzials in % 47,0 ---

Durch die Umstellung des Risikotragfähigkeitskonzeptes zum 1. Januar 2023 werden keine Vorjahreswerte angegeben. Die Werte zum 31.12.2023 sind aufgrund der geänderten Konzeption auch nicht mit denen im Lagebericht des Vorjahres veröffentlichten Werten zum 31.12.2022 vergleichbar.

Die Ermittlung der Liquiditätstragfähigkeit erfolgt ebenfalls in einer normativen und einer ökonomischen Perspektive anhand von aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahlen sowie einer Überwachung des Überlebenshorizonts.

In der normativen Perspektive wird das Ziel verfolgt, kurzfristig und in unserer mehrjährigen Geschäftsplanung die aufsichtsrechtlichen Liquiditätsanforderungen einzuhalten. Dazu werden hochliquide Vermögenswerte den aufsichtsrechtlichen Nettomittelabflüssen gegenübergestellt. Für die Steuerung der normativen Liquiditätstragfähigkeit verwendet die Bank die aufsichtsrechtlich vorgegebene Kennzahl Liquidity Coverage Ratio (LCR). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR beträgt 115,0%. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Berichtsstichtag 142,1%. Zusätzlich wird die Net Stable Funding Ratio (NSFR) als normative Mindestgröße in der Banksteuerung berücksichtigt. Diese zeigt das Verhältnis von verfügbarer zur erforderlichen stabilen Refinanzierung auf. Die NSFR betrug zum Berichtsstichtag 123,2 %. Die erforderlichen aufsichtsrechtlichen Mindestgrößen wurden für beide Kennzahlen auf Grundlage der verwendeten Verfahren im gesamten Berichtsjahr eingehalten. Entsprechend unserer Gesamtbankplanung halten wir diese beiden Kennzahlen auch in unserem Planungszeitraum über drei Jahre ein.

In der ökonomischen Perspektive werden neben der Plan-Liquiditätsablaufbilanz Stress-Liquiditätsablaufbilanzen vierteljährlich erstellt. Diese berücksichtigen die Liquiditätsauswirkungen von institutseigenen und marktweiten Ursachen sowie eine Kombination daraus. Wir haben einen Mindest-Überlebenshorizont von 4 Monaten für die Plan-Liquiditätsablaufbilanz sowie die Stress-Liquiditätsablaufbilanzen definiert; dieser wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Risiken

Wir unterscheiden folgende Risikoarten in der ökonomischen Risikotragfähigkeitsermittlung, deren Limithöhe sowie Risikoauslastung in der nachstehenden Tabelle aufgeführt sind:

Risiko 2023 2022
Limit
in T€
Auslastung
in %
Limit
in T€
Auslastung
in %
Kreditrisiko 71.000 77,0 --- ---
Marktrisiko 133.000 82,0 --- ---
Operationelles Risiko 8.000 76,2 --- ---
Gesamtbankrisiko 212.000 80,1 --- ---

Im Hinblick auf die Umstellung der Risikotragfähigkeitskonzeption zum 1. Januar 2023 sind die dargestellten Risikomessungen zum 31. Dezember 2023 nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar.

Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir konsistent zum Prognosezeitraum einen Zeitraum von einem Jahr zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird.

Bestandsgefährdende Risiken (wesentliche Risiken mit hohen Auswirkungen) liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor.

Die Risikoartenlimite wurden auf Grundlage der verwendeten Verfahren eingehalten.

Die Risikomessung für die in der ökonomischen Perspektive der Risikotragfähigkeit berücksichtigten Risikoklassen erfolgt mithilfe geeigneter Value-at-Risk (VaR)-Modelle mit einem Konfidenzniveau von 99,9%. Bei den Risikoklassen, für die kein statistisches Verlustverteilungsmodell verwendet wird, erfolgt eine expertenbasierte Risikoeinschätzung, die dem Ausmaß nach dem 99,9%-Quantil entspricht.

Adressenausfallrisiken bzw. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko beschreibt die Gefahr, dass Verluste oder entgangene Gewinne aufgrund des Ausfalls von Geschäftspartnern, der Ratingmigration und/oder der adressbezogenen Spreadveränderung entstehen. Es umfasst das Kreditrisiko im Kundengeschäft sowie im Eigengeschäft sowie ggfs. weitere Kreditrisiken, wie beispielsweise das Ländertransferrisiko.

Das Kreditrisiko stufen wir als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein. Auf Grundlage der Risikoinventur unseres Instituts kann das Risiko mit einer geringen Wahrscheinlichkeit eintreten und hat aber ein hohes Schadenspotenzial mit entsprechend wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein. Dabei verwenden wir vorrangig die Verfahren der gFG. Um die Spezifika der einzelnen Kundensegmente abbilden zu können, sind für unterschiedliche Kundensegmente separate Ratingverfahren im Einsatz. Zum Bilanzstichtag sind hierbei 99,9% des ratingrelevanten Bestandes geratet. Mit Hilfe der Steuerungssoftware VR-Control können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitig Maßnahmen einleiten.

Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ BANK AG auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Auch hier werden die Risikoentwicklungen im Rahmen von VR-Control über ein Portfoliomodell mit Hilfe einer Monte-Carlo-Simulation überwacht. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Streuung der Eigenanlagen, Diversifikation in viele Anlageklassen und Beschränkung auf gute Bonitäten.

Gemäß unseren Grundsätzen zur Risikosteuerung nehmen wir im Kundengeschäft zur Absicherung von Kreditrisiken werthaltige Sicherheiten herein. Das Kreditvolumen war zu 76,5% mit werthaltigen Sicherheiten unterlegt.

Daneben stellen die Mindestanforderungen an die Kreditvergabe risikobegrenzende Maßnahmen beim Einzelgeschäft dar. Kreditentscheidungen werden in Abhängigkeit vom Risikogehalt über unterschiedliche Kompetenzstufen getroffen. Die Bewertung der Kreditengagements und gegebenenfalls die Bildung einer Risikovorsorge erfolgen in Übereinstimmung mit den handelsrechtlichen Vorschriften. Als zentrales Kriterium für die Prüfung der akuten Ausfallrisiken wird die Nachhaltigkeit der Kapitaldienstfähigkeit herangezogen. Die Bank prüft die Bildung von Risikovorsorge bei Vorliegen von Frühwarnsignalen und Ausfallkriterien. Sanierungsbedürftige und notleidende Engagements werden in einem marktunabhängigen Bereich betreut bzw. überwacht.

Neben der Steuerung von Kreditrisiken auf Kundenebene nehmen wir die Steuerung auch auf Portfolioebene vor. Zu diesem Zweck ist ein Limitsystem, unter anderem bezogen auf die Risikokonzentration im Bereich der Größenklassen implementiert. Im Rahmen der Kreditrisikosteuerung wird das Portfolio sowohl nach Bonitätsklassen, Größenklassen, Branchen, Sicherheiten und weiteren Risikotreibern sowie deren Entwicklung analysiert und die Einhaltung des Limitsystems überwacht.

Wir ermitteln vierteljährlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Kundengeschäfte (KPM-KG) barwertig unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk für 12 Monate) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt auf Basis von Kreditrisikoprämien in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die modellierten Verluste auf Basis des LGD-Modells als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Sektorparameter zugrunde liegen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig 11.000 T€) zum 31. Dezember 2023 zu 82,1% ausgelastet.

Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen wird im Rahmen der Risikotragfähigkeitskonzeption der Bank monatlich mit Hilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG) ermittelt. Grundlage der Berechnungen sind verschiedene Marktpartnersegmente, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Die Ermittlung des in der Risikomessung angesetzten unerwarteten Verlustes (Risikoszenario) basiert auf einer Haltedauer von 250 Tagen. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig 60.000 T€) zum 31. Dezember 2023 zu 76,1% ausgelastet.

Kreditrisiken aus Fonds werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die nur das Adressenausfallrisiko abbildet. Das Marktrisiko des Fonds berücksichtigen wir mittels separater Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffern.

Marktpreisrisiken

Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Verluste entstehen können. Marktpreisrisiken umfassen Zins-, Aktien- und Währungsrisiken sowie sonstige Marktrisiken. Bei der Volksbank Göppingen eG liegen keine wesentlichen sonstigen Marktrisiken vor.

Das Marktpreisrisiko stufen wir auf Basis der Risikoinventur als aufsichtsrechtlich wesentlich und betriebswirtschaftlich hoch ein, mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem hohen potenziellen Schaden, der sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich auswirken kann.

Im Rahmen der ökonomischen Risikomessung des Zinsrisikos berechnen wir monatlich einen Value-at-Risk, der auf einem historischen Zeitraum basiert. Als Szenariotechnik verwenden wir eine Skalierung über eintägige Verbarwertungen mittels Resampling. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit (anteilig 115.000 T€) zum 31. Dezember 2023 zu 85,0% ausgelastet.

Aktien- und Währungsrisiken liegen lediglich anhand von Fondsanlagen bei Union Investment vor. Sie werden mittels einer von der Kapitalanlagegesellschaft ermittelten Ex-ante-Value-at-Risk-Kennziffer berücksichtigt, die jeweils nur das Aktien- bzw. Währungsrisiko abbildet. Unser Risikolimit für das Aktienrisiko (anteilig 12.000 T€) ist zum 31. Dezember 2023 zu 60,6% ausgelastet, das Limit für das Währungsrisiko (anteilig 6.000 T€) zu 67,3%.

Ergänzend werden weitere barwertige Berichtsgrößen als zusätzliche Informationen bei geschäftspolitischen Entscheidungen berücksichtigt.

Für das Zinsrisiko ziehen wir als weitere Steuerungsgrößen die Basel-Zinsrisiko-Kennziffer sowie die Nettoreserven aus der Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Positionen des Zinsbuches nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung (gemäß IDW-Stellungnahme RS BFA 3) heran.

Bei der Ermittlung der Auswirkungen des sog. Zinsschocks wird die Auswirkung eines ad-hoc ("über Nacht")-wirkenden Zinsschocks (Parallelverschiebung oder Änderung der Struktur der Zinskurve) auf den Barwert aller zinssensitiven Positionen des Bankbuchs, d. h. Aktiv- und Passivpositionen sowie Derivate, in Relation zu den Eigenmittel der Bank quantifiziert. Bei einem Zinsschock von +200 Basispunkt beträgt die Zinsrisikokennziffer der Volksbank Göppingen eG zum 31.Dezember 2023 18,43% (Vj. 18,98%).

Bei der Gesamtbetrachtung aller zinstragenden Positionen des Zinsbuches nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung weist die Volksbank Göppingen zum 31.Dezember 2023 Nettoreserven in Höhe von 45.303 T€ auf. Es war demnach im Jahresabschluss 2023 weiterhin keine Drohverlustrückstellung zu bilden. Gegenüber dem Vorjahr (14.939 T€) haben sich die Nettoreserven erhöht.

Liquiditätsrisiko

Unter dem Liquiditätsrisiko verstehen wir die Gefahr, den Zahlungsverpflichtungen nicht uneingeschränkt und fristgerecht nachkommen bzw. Finanzmittel nur zu erhöhten Kosten beschaffen zu können. Risikotreiber sind insbesondere das Refinanzierungskosten- und Zahlungsunfähigkeitsrisiko.

Die Bank erachtet das Liquiditätsrisiko insgesamt als wesentlich im Sinne des Aufsichtsrechts, jedoch als betriebswirtschaftlich geringes Risiko. Zwar tritt das Risiko nach unserer Einschätzung aufgrund unserer kleinteiligen und stabilen Refinanzierungsstruktur mit lediglich geringer Wahrscheinlichkeit ein, zeichnet sich in Bezug auf die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage jedoch durch ein hohes Schadenspotenzial aus.

Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank wird maßgeblich durch das Kundengeschäft bestimmt. Sie stellt die Basis der Liquiditätsausstattung dar. Zusätzlich halten wir einen Liquiditätspuffer in Abhängigkeit zur Höhe der täglich fälligen Kundeneinlagen vor.

Das Refinanzierungskostenrisiko haben wir im Rahmen unserer Risikoinventur als unwesentliches Risiko bewertet. Es geht demnach nicht in unsere ökonomische Risikotragfähigkeitskonzeption ein.

Operationelles Risiko

Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition schließt Rechtsrisiken ein.

Anhand der Risikoinventur stufen wir das operationelle Risiko als aufsichtsrechtlich wesentlich, jedoch betriebswirtschaftlich gering ein. Das Risiko hat eine geringe Eintrittswahrscheinlichkeit und aufgrund unseres Versicherungsschutzes ein mittleres Schadenspotenzial.

Die Bank hat eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Die Abgrenzung umfasst auch den Umgang mit nicht eindeutig zuordenbaren Schadensfällen, Beinaheverlusten und damit zusammenhängenden Ereignissen.

Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden.

Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare sowie die Inanspruchnahme juristischer Beratung im Fall von Rechtsstreitigkeiten.

Für die Risikomessung operationeller Risiken verwenden wir einen VaR-Ansatz, in den neben der bankeigenen Schadensfalldatenbank auch die Historie aus dem Verbandsgebiet des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes eingeht und auf die Bankgröße skaliert wird. Auf dieser Basis ist unser Risikolimit zum 31. Dezember 2023 zu 76,7% ausgelastet.

Weitere Risiken

Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei potenziellen Beteiligungsrisiken, dem Immobilienrisiko, dem Strategischen- und Geschäftsrisiko, dem Pensionsrisiko und dem Kapitalabzugsrisiko. Die Wesentlichkeit dieser Risiken überprüfen wir regelmäßig und anlassbezogen. Aktuell stufen wir alle sonstigen Risiken als unwesentlich ein.

Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Mit der Verwendung von Finanzinstrumenten werden in unserer Bank die Reduzierung der Zinsüberschussvariabilität bzw. des Zinsänderungsrisikos und Einhaltung aufsichtlicher Mindestvorgaben im Rahmen der Gesamtbanksteuerung als Ziele verfolgt.

Das Risiko wird reduziert oder vermieden, indem wir Festzinsbindungsüberhänge, insbesondere in Laufzeiten von 10 Jahren und in Teilen auch länger, durch Zinsswaps absichern. Im Rahmen der Risikomanagementmethoden nutzen wir aktiv diese symmetrischen Absicherungsmöglichkeiten.

Gesamtbild der Risikolage

Auf Grundlage unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials ist die Risikotragfähigkeit in beiden Perspektiven (ökonomisch und normativ) in den von uns simulierten Risiko- bzw. Plan- und Stressszenarien gegeben. Die internen Simulationen kommen darüber hinaus zum Ergebnis, dass die Liquidität sichergestellt und die Eigenmittelanforderungen erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2023 ist das Gesamtrisikolimit der Bank zu 80,1% ausgelastet, der Anteil des Gesamtrisikos am gesamten Risikodeckungspotential beträgt 47,0%.

Insgesamt haben sich die quantifizierten Risiken im Vergleich zum Jahresbeginn erhöht, was auf eine verschärfte Risikomessmethodik bei den Zinsänderungsrisiken zurückzuführen ist. Dabei kommt der massive Zinsanstieg aus dem Jahr 2022 im Modell stärker zur Geltung. Die weiteren wesentlichen Risiken haben entweder abgenommen oder bewegen sich auf dem Niveau zu Jahresbeginn. Die Risikolimitauslastung (Gesamtrisiko) bewegte sich im Jahresverlauf zwischen einem Auslastungsgrad von 74,0% - 85,1%.

Für das Jahr 2024 prognostizieren wir eine leichte Erhöhung der bankspezifischen Risiken, die im Wesentlichen aus Zinsrisiken resultiert. Die bestehenden anhaltenden Unsicherheiten am Zins- und Kapitalmarkt sowie aus dem geopolitischen Umfeld und die hohe Inflation können sich auf die Risikolage der Bank auswirken. Kurzfristig gehen wir daher von einem zurückhaltenden Investitionsverhalten unserer Kunden und gleichbleibenden Ausfallwahrscheinlichkeiten im Kreditportfolio aus. Diese Auswirkungen sind in der Limitallokation durch ein höheres Zinsänderungsrisiko entsprechend berücksichtigt. Daher planen wir, das Eigenkapital durch Thesaurierung aus dem laufenden Ergebnis weiter zu stärken.

Unter den von uns getroffenen Planannahmen ist die Risikotragfähigkeit für 2024 gegeben. Für den wachsenden Liquiditätsbedarf stehen verschiedene strategische Refinanzierungsinstrumente zur Verfügung, so dass wir nach unserer Planung davon ausgehen, dass die Liquiditätstragfähigkeit auch für 2024 gegeben ist.

Bei einer gegenüber dem Planszenario deutlich ungünstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, die wir im risikoartenübergreifenden, adversen Szenario simulieren, ergeben sich durch höhere Ausfallwahrscheinlichkeiten bei gleichzeitig angenommenen niedrigeren Sicherheitenwerten deutlich höhere Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft. Wir gehen in dem Szenario zusätzlich von höheren Credit Spreads und Rückgängen an den Aktienmärkten aus. Die Bewertungsaufwendungen für die Eigenanlagen steigen demzufolge ebenfalls. Durch die Annahme von steigenden Zinsen geht der Zinsüberschuss durch höhere Zinsaufwendungen zurück und die Bewertungsaufwendungen für die Eigenanlagen steigen weiter an.

Das höchste Risiko für unseren bilanziellen Zinsüberschuss für das Jahr 2024 besteht bei stark steigenden Zinsen. In diesem Szenario liegt der Zinsüberschuss bis zu 27,6% unter unserem Planwert. In diesem Szenario ergibt sich zudem ein schlechteres Bewertungsergebnis. Chancen für den bilanziellen Zinsüberschuss ergeben sich, sofern die Zinsstrukturkurve steiler wird bzw. sich die aktuell vorhandene Inversion der Zinsstrukturkurve zurückbildet. Beim Eintritt unserer Stressszenarien, die wir in der normativen Perspektive jährlich simulieren, würde sich die Gesamtkapitalquote leicht verschlechtern.

Chancen für die geschäftliche Entwicklung und die Ertragslage bestehen bei einer gegenüber unseren Erwartungen günstigeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. In diesem Umfeld könnten die in unserer Planung berücksichtigten Bewertungsaufwendungen für das Kundenkreditgeschäft nicht in der prognostizierten Höhe erforderlich werden. Zudem könnte ein Wirtschaftswachstum über den unserer Prognose zugrundeliegenden Annahmen zu einer höheren Kreditnachfrage und Wachstum im Kredit- und Dienstleistungsgeschäft mit positiven Auswirkungen auf den Zins- und Provisionsüberschuss sowie zu einem Anstieg der Kundeneinlagen führen.

D. Prognosebericht

Für das Jahr 2024 planen wir hinsichtlich unserer bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren mit einem weiteren Wachstum im Kundenkreditgeschäft von 3,0%, sowohl im Firmenkunden- als auch im Privatkundengeschäft. Im Geschäftsfeld Kundeneinlagen lag die Marge in Zeiten von negativen Marktzinsen für einen langen Zeitraum im Minus und hat sich erst mit der Zinswende der EZB ab Mitte 2022 zunehmend erholt. Unser Fokus liegt deshalb neben der Volumenentwicklung auch verstärkt darauf, die Marge in diesem Geschäftsfeld zu stabilisieren. Im Hinblick auf die stark zugenommene Wettbewerbsintensität gehen wir in diesem Spannungsfeld und angesichts unserer komfortablen Liquiditätssituation für 2024 von einer Seitwärtsbewegung bei den Kundeneinlagen aus.

Die EZB hat im Jahresverlauf 2023 angesichts der nach wie vor erhöhten Inflation ihre Straffung der Geldpolitik fortgesetzt. Äußerungen aus der EZB deuten darauf hin, dass die Ratsvertreter das gegenwärtige Leitzinsniveau als ausreichend restriktiv erachten, um die Inflation mittelfristig wieder in Einklang mit dem Inflationsziel zu bringen. Angelehnt an die Zinsprognose der DZ BANK AG vom Oktober 2023 betrachten wir den EZB-Zinserhöhungszyklus für abgeschlossen. Mit Blick auf das Jahr 2024 dürfte der Inflationsdruck im Euroraum allmählich weiter nachlassen und sich dem EZB-Ziel von 2% wieder annähern. Vor diesem Hintergrund halten wir es für wahrscheinlich, dass die EZB-Vertreter vorsichtig von ihrem bisherigen restriktiven geldpolitischen Kurs abrücken. Im Schlussquartal 2024 unterstellen wir Leitzinssenkungen im Umfang von 50 Basispunkten.

Die langfristigen Kapitalmarktrenditen für die im Kundenkreditgeschäft maßgeblichen Laufzeiten von 10 bis 15 Jahren erwarten wir weitgehend unverändert auf einem Niveau von ca. 3% mit leicht fallender Tendenz bis Ende 2024. Damit würde sich die Zinsstrukturkurve zwar versteilen, aber immer noch invers bleiben und den Strukturbeitrag innerhalb des Zinsüberschusses weiter belasten.

Für die Folgejahre erwarten wir dann sukzessive eine Normalisierung der Zinsstrukturkurve, ausgehend von niedrigeren Geldmarktzinsen infolge weiterer EZB-Zinssenkungen.

Der nach der Niedrigzinsphase neu entfachte Wettbewerbsdruck wird die zuletzt erholten Margen im Einlagengeschäft weiter unter Druck halten. Demgegenüber bestehen nach dem deutlichen Anstieg des Zinsniveaus Wiederanlagechancen aus auslaufenden niedriger verzinsten Aktivpositionen. Da diese jedoch nur die im Jahresverlauf auslaufenden Geschäfte betreffen, können sie die Verteuerung des Zinsaufwands nicht vollständig kompensieren. Die aktuell inverse Zinsstrukturkurve - d.h. langfristige Kapitalmarktzinsen sind niedriger als kurzfristige Zinsen - wirkt sich über den Strukturbeitrag zusätzlich ungünstig auf unseren Zinsüberschuss aus. Wir rechnen deshalb damit, dass der Zinsüberschuss 2024 unter dem Niveau von 2023 liegen wird. Unsere Planung zum Jahresanfang ging von einem Rückgang auf 43,4 Mio. € nach 48,6 Mio. € im abgelaufenen Jahr aus. Für die folgenden Jahre erwarten wir ab 2026 einen stetigen Anstieg des Zinsüberschusses.

Nach der aktuellen Fortschreibung, welche die weitere Veränderung des Zinsniveaus bis Ende Januar 2024, jedoch lediglich die bis zu diesem Stichtag vollzogenen Zinsänderungen bei den Kundeneinlagen berücksichtigt, würde der Zinsüberschuss mit 46,4 Mio. € voraussichtlich höher ausfallen. Da wir einen weiteren Rückgang der Marge bei den Kundeneinlagen im Jahresverlauf 2024 erwarten, ist davon auszugehen, dass sich die Vorschaurechnungen für den Zinsüberschuss im Jahresverlauf auf den ursprünglichen Prognosewert zum Jahresanfang zubewegen werden.

Den Provisionsüberschuss haben wir nach dem weiteren Anstieg im abgelaufenen Jahr auf 20,4 Mio. € im Hinblick auf die unsicheren Rahmenbedingungen an den Finanzmärkten konservativ auf einem Niveau von 19,3 Mio. € geplant.

Beim Personalaufwand haben wir einen Anstieg der Mitarbeiterkapazitäten aus der Nachbesetzung von Stellen sowie eine reguläre tarifliche Steigerung der Gehälter um 2,0% ab dem 01.01.2024 berücksichtigt. Der geplante Personalaufwand steigt um 1,1 Mio. € auf 23,4 Mio. €.

Die Höhe der Sachaufwendungen steigt gemäß unserer Prognose im Jahr 2024 deutlich von 12,9 Mio. € auf 14,6 Mio. € an. Wesentliche Faktoren für den Anstieg sind zum einen steigende Energiekosten und höhere Instandhaltungsaufwendungen für unsere bankbetrieblich genutzten Räumlichkeiten. Hervorzuheben sind zudem als Sonderfaktor die Aufwendungen aus der turnusmäßigen Kartenhauptausstattung unserer Bank- und Kreditkarten im Jahr 2024.

In unserem Kundenkreditportfolio haben wir in Anbetracht des deutlich höheren Zinsniveaus und sinkender Immobilienpreise davon besonders betroffene Engagements im abgelaufenen Geschäftsjahr einer kritischen Untersuchung unterzogen und konservativ bewertet. Dadurch lag das Bewertungsergebnis mit -6,0 Mio. € deutlich unter den sehr günstigen Ergebnissen früherer Jahre. Teilweise kompensiert wurde das Bewertungsergebnis durch eine Teilauflösung unserer Pauschalwertberichtigungen bzw. -rückstellungen um +1,9 Mio. €, so dass das gesamte Bewertungsergebnis im Kundenkreditgeschäft bei -3,5 Mio. € auslief. Ansonsten hat sich die Bonitätsstruktur unseres Kreditportfolios sehr robust gezeigt. Für das Bewertungsergebnis im Jahr 2024 haben wir auf den Standardrisikokosten in Höhe von -3,0 Mio. € aufgesetzt.

Das Bewertungsergebnis für die eigenen Wertpapieranlagen haben wir in unserer Planung 2024 - zum Stichtag 31.10.2023 - ursprünglich mit saldiert +4,9 Mio. € veranschlagt. Dabei kommen die erwarteten Zuschreibungen für im Jahresabschluss 2022 niedriger bewertete Wertpapiere durch Restlaufzeitenverkürzung zum Ausdruck. Hierbei haben wir die kalkulatorischen erwarteten Verluste, die sich aus der Geschäfts- und Bonitätsstruktur ergeben, kompensatorisch berücksichtigt. Durch den starken Zinsrückgang im Dezember 2023 sind aber Teile der für 2024 erwarteten Zuschreibungen bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr realisiert worden. In unserer Ergebnisvorschaurechnung per Ende Januar 2024 hat sich dieser Ansatz demnach auf saldiert +2,7 Mio. € vermindert. Auf Grund der nach wie vor hohen Volatilitäten und Unsicherheiten für die Konjunktur- und Zinsentwicklung sowie den weiteren Fortgang des Ukraine-Russland-Konflikts ist eine verlässliche Punkt- oder Intervallprognose für das Geschäftsjahr 2024 weiterhin nicht möglich.

Für unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die auf die Ertragslage abstellen, erwarten wir für die Rentabilitätskennzahl Teilbetriebsergebnis in Relation zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen gemäß unserer Prognose 2024 per 31.10.2023 einen Rückgang von 1,14% auf 0,83%. Das geplante absolute Teilbetriebsergebnis reduziert sich dabei von 31,9 Mio. € auf 23,1 Mio. €, liegt aber weiterhin deutlich über dem Niveau früherer Jahre. Die Cost Income Ratio steigt von 53,8% auf 63,2%. Das Ergebnis vor Steuern wird demnach mit 25,5 Mio. € ebenfalls unter dem des abgelaufenen Jahres 2023 auslaufen. Wir erwarten, dass sowohl das Teilbetriebsergebnis in Relation zum durchschnittlichen Geschäftsvolumen als auch die Cost Income Ratio wie auch im abgelaufenen Jahr günstiger als der im Durchschnitt des Baden-Württembergischen Verbandsgebietes ausfallen werden.

Für den bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikator "Anteil der aktiven Kunden, die für das Online Banking freigeschaltet sind bzw. die VR BankingApp nutzen" gehen wir von einer weiteren leichten Steigerung der Nutzungsquoten aus.

Die aktuellen Konjunkturprognosen gehen von keiner wesentlichen Veränderung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im Jahr 2024 aus. Chancen für die Ertragslage könnten sich ergeben, wenn entgegen diesen Erwartungen ein nennenswertes Wirtschaftswachstum zu verzeichnen ist und das Bewertungsergebnis Kredit dadurch günstiger ausfällt als prognostiziert. Auch eine Normalisierung der Zinsstrukturkurve am Kapitalmarkt würde den Zinsüberschuss begünstigen. Entsteht die Normalisierung der Zinsstrukturkurve über ein Absinken der Geldmarktzinsen z.B. dadurch, dass die EZB ihren Zinssenkungszyklus frühzeitiger beginnt, hätte dies bereits kurzfristig positive Auswirkungen auf den Zinsüberschuss und das Bewertungsergebnis der eigenen Wertpapiere. Wird die Normalisierung der Zinskurve über höhere mittel- bis langfristige Kapitalmarktrenditen bewirkt, würden kurzfristig höhere Zinserträge voraussichtlich durch Abschreibungen auf den Wertpapierbestand, insbesondere bei Festzinspapieren, überkompensiert werden und die positiven Gesamtwirkungen erst in den darauffolgenden Geschäftsjahren spürbar werden.

Risiken sehen wir weiterhin in erster Linie in den Unwägbarkeiten aus den geopolitischen Entwicklungen in der Ukraine und Russland, die sich in Form von Kreditausfällen, Wertpapierabschreibungen und Rückstellungsbildungen ergeben können. Weiterer wesentlicher Unsicherheitsfaktor ist die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Aus der Kapitalplanung für die Jahre 2024 bis 2028 ergeben sich für das geplante Wachstum im Kreditgeschäft unter der Prämisse von Rücklagenzuführungen derzeit keine Erkenntnisse für zusätzlichen Kapitalbedarf.

Unser weiteres Wachstum im Kundenkreditgeschäft belastet grundsätzlich den Leistungsindikator der Gesamtkapitalquote durch einen Anstieg der risikogewichteten Aktiva, die mit Eigenmitteln zu unterlegen sind. Für 2024 erwarten wir dennoch einen Anstieg der Kapitalquote von 19,35 auf 19,59%. Dieser ergibt sich aus der Dotierung unserer Rücklagen und Reserven aus dem Jahresabschluss 2023 sowie insbesondere aus einem Abbau ausstehender Wertermittlungen von Immobiliensicherheiten im Kundenkreditgeschäft.

Mit der geplanten Gesamtkapitalquote können wir die aktuell gültigen Kapitalanforderungen sowie die ab 2025 erwarteten zusätzlichen Eigenmittelanforderungen aus der Finalisierung der CRR III weiter gut einhalten.

Wir gehen für 2024 weiterhin von einer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen hinsichtlich der Liquiditäts- und Eigenmittelkennziffern planen wir auch 2024 einzuhalten.

Auf Basis der vorstehenden Planung gehen wir unverändert von einer zufriedenstellenden Entwicklung des Geschäftsvolumens und der wirtschaftlichen Verhältnisse der Bank aus. In unserer Prognose haben wir die erwarteten Auswirkungen der externen Rahmenbedingungen zu Konjunktur, Inflation und Zinsen auf unsere Geschäftsentwicklung sowie die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage der Bank berücksichtigt.

Der Russland-Ukraine-Konflikt, die Entwicklung der Inflation- und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (vgl. auch Abschnitt Risiko- und Chancenbericht - Gesamtbild der Risikolage) bergen weiterhin Unsicherheiten für die Finanzmärkte und können wirtschaftliche Auswirkungen insbesondere für Unternehmen nach sich ziehen. Dies kann dazu führen, dass sich die Annahmen, die unserer Prognoseberechnung zu Grunde liegen, nicht als zutreffend erweisen. Wie bereits im Abschnitt Risiko- und Chancenbericht - Gesamtbild der Risikolage dargestellt, sind die konkreten Auswirkungen weiterhin nicht sicher abschätzbar.

Wir analysieren laufend mögliche Auswirkungen auf die Bank, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten, und werden unsere Prognosen anpassen, soweit dies erforderlich ist. In welchem Umfang sich die Auswirkungen explizit auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Bank niederschlagen werden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer abzuschätzen.

 

Göppingen, 28. März 2024

Volksbank Göppingen eG

Der Vorstand:

Dr. Lukas Kuhn

Michael Beschoner

1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2023

Volksbank Göppingen eG, Göppingen

Genossenschaftsregisternummer 530005 beim Amtsgericht Ulm

Aktivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 16.804.315,10
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00
b) Wechsel 0,00
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 151.847.891,68
b) andere Forderungen 17.685.423,07
4. Forderungen an Kunden
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 1.077.164.821,84
Kommunalkredite 12.479.767,38
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 20.944.374,81
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 20.944.374,81
bb) von anderen Emittenten 550.085.022,17 571.029.396,98
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 339.904.941,83
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00
Nennbetrag 0,00
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
6a. Handelsbestand
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 52.265.930,61
darunter:
an Kreditinstituten 900.265,80
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.062.780,00
darunter:
bei Kreditgenossenschaften 1.021.470,00
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
bei Wertpapierinstituten 0,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen
darunter:
an Kreditinstituten 0,00
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00
an Wertpapierinstituten 0,00
9. Treuhandvermögen
darunter: Treuhandkredite 3.519.624,42
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.025,00
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00
d) geleistete Anzahlungen 0,00
12. Sachanlagen
13. Sonstige Vermögensgegenstände
14. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktiva

Passivseite

Geschäftsjahr
EUR EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 23.423.694,26
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 199.555.640,84
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 522.707.653,48
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 91.448.726,80 614.156.380,28
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.369.843.585,94
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 201.038.447,88 1.570.882.033,82
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 5.139.692,09
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00
darunter:
Geldmarktpapiere 0,00
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00
3a. Handelsbestand
4. Treuhandverbindlichkeiten
darunter: Treuhandkredite 3.519.624,42
5. Sonstige Verbindlichkeiten
6. Rechnungsabgrenzungsposten
6a. Passive latente Steuern
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 18.613.799,00
b) Steuerrückstellungen 5.897.631,00
c) andere Rückstellungen 8.485.882,62
8. [gestrichen]
9. Nachrangige Verbindlichkeiten
10. Genussrechtskapital
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB 0,00
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 38.009.497,18
b) Kapitalrücklage 0,00
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 17.345.000,00
cb) andere Ergebnisrücklagen 40.155.000,00 57.500.000,00
d) Bilanzgewinn 1.513.936,72
Summe der Passiva
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 16.447
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 6
darunter: bei der Deutschen Bundesbank (6)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 16.804.315,10 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar (0)
b) Wechsel 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 207.789
b) andere Forderungen 169.533.314,75 16.470
4. Forderungen an Kunden 1.752.226.906,48 1.671.086
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert (1.022.775)
Kommunalkredite (13.415)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
ab) von anderen Emittenten 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 10.709
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (10.709)
bb) von anderen Emittenten 654.434
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank (391.458)
c) eigene Schuldverschreibungen 571.029.396,98 0
Nennbetrag (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 157.763.479,65 163.554
6a. Handelsbestand 0,00 0
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 52.275
darunter:
an Kreditinstituten (900)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 53.328.710,61 1.063
darunter:
bei Kreditgenossenschaften (1.021)
bei Finanzdienstleistungsinstituten (0)
bei Wertpapierinstituten (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.225,84 10
darunter:
an Kreditinstituten (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten (0)
an Wertpapierinstituten (0)
9. Treuhandvermögen 3.519.624,42 3.973
darunter: Treuhandkredite (3.973)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0
d) geleistete Anzahlungen 56.025,00 0
12. Sachanlagen 18.221.212,65 19.553
13. Sonstige Vermögensgegenstände 5.829.161,92 5.519
14. Rechnungsabgrenzungsposten 80.235,67 187
Summe der Aktiva 2.748.402.609,07 2.823.119

Passivseite

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 42.818
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 222.979.335,10 170.294
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 714.118
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 641
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 1.566.173
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.185.038.414,10 5.514
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 8.297
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 5.139.692,09 0
darunter:
Geldmarktpapiere (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf (0)
3a. Handelsbestand 0,00 0
4. Treuhandverbindlichkeiten 3.519.624,42 3.973
darunter: Treuhandkredite (3.973)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.098.194,56 1.471
6. Rechnungsabgrenzungsposten 82.602,28 106
6a. Passive latente Steuern 0,00 0
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen 18.315
b) Steuerrückstellungen 1.819
c) andere Rückstellungen 32.997.312,62 9.124
8. [gestrichen] 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 0,00 0
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig (0)
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 199.524.000,00 183.389
darunter: Sonderposten nach § 340e Abs. 4 HGB (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 38.799
b) Kapitalrücklage 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 17.245
cb) andere Ergebnisrücklagen 40.055
d) Bilanzgewinn 97.023.433,90 968
Summe der Passiva 2.748.402.609,07 2.823.119
Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 53.797.142,88 99.994
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 53.797.142,88 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 139.473.542,96 139.473.542,96 202.340
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR EUR TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 47.819.849,50 35.315
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 12.487.692,65 60.307.542,15 4.432
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 4,49 (80)
2. Zinsaufwendungen 16.235.344,56 44.072.197,59 2.517
darunter: erhaltene negative Zinsen 34.985,63 (605)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 3.001.628,28 1.003
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.533.181,24 1.517
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 0,00 4.534.809,52 0
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 24.731.254,03 24.416
6. Provisionsaufwendungen 4.292.545,02 20.438.709,01 4.443
7. Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.429.893,09 1.306
9. [gestrichen] 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 17.797.168,02 16.892
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.428.932,25 22.226.100,27 5.796
darunter: für Altersversorgung 1.239.831,98 (2.757)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 12.925.682,72 35.151.782,99 11.832
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 2.024.147,70 1.953
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 731.909,59 1.266
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 2.514.514,58 16.810
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -2.514.514,58 0
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 2.304.300,43 273
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -2.304.300,43 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,00 0
18. [gestrichen] 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 27.748.953,92 6.207
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.802.106,22 4.975
darunter: latente Steuern 0,00 (0)
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 119.557,36 9.921.663,58 116
24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 16.135.000,00 0
25. Jahresüberschuss 1.692.290,34 1.117
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21.646,38 1
1.713.936,72 1.118
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
1.713.936,72 1.118
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 100.000,00 75
b) in andere Ergebnisrücklagen 100.000,00 200.000,00 75
29. Bilanzgewinn 1.513.936,72 968

3. Anhang

A. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig, aufgelöst.

Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt.

Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2023 über ein Expected-Credit-Loss-Modell. Der erwartete Verlust wird über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung.

Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB, die bei den Wertpapieren abgesetzt wurden, und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die Wahlrechte gemäß § 340c Abs.2 HGB und § 340f Abs. 3 HGB wurden in Anspruch genommen.

Wertpapiere

Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen.

Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere werden nur bei einer voraussichtlichen dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Anschaffungskosten über pari wurden linear über die Restlaufzeit bis zum niedrigeren Einlösungskurs, jedoch nicht unter den Marktwert am Bilanzstichtag abgeschrieben.

Da die Verwahrung der Wertpapiere im Girosammeldepot stattfindet, werden die Anschaffungskosten bei gleicher Wertpapiergattung nach der Durchschnittsmethode ermittelt.

Strukturierte Finanzinstrumente wurden, soweit sie aufgrund des eingebetteten Derivats im Vergleich zum Basisinstrument keine wesentlich erhöhten oder zusätzlichen (andersartigen) Risiken oder Chancen aufweisen, als einheitlicher Vermögensgegenstand bzw. einheitliche Verbindlichkeit nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Die im Zusammenhang mit den Kreditrisiko-Verbriefungsaktionen (VR-Circle) übernommenen Credit Linked Notes (Aktiva 5) wurden in die jeweiligen Bestandteile (Schuldverschreibungen und Credit Default Swaps) zerlegt und nach den für die betreffenden Ausweisposten beschriebenen Regeln bilanziert und bewertet. Der Ausweis der Credit Default Swaps erfolgte unter den Eventualverbindlichkeiten in Höhe der Nominalwerte vermindert um die bisherigen Tilgungsanteile. Die im Rahmen der Verbriefungsaktion erhaltenen Kreditsicherheiten aus begebenen Credit Linked Notes (Passiva 3) werden bei den entsprechenden Kreditnehmern als Barsicherheit erfasst.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand wurden - sofern sie nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv/Passiv-Steuerung dienen - nach den Grundsätzen des Imparitäts- und Realisationsprinzips einzeln mit ihrem Marktpreis bewertet. Soweit eine verlässliche Bewertung zum Stichtag aufgrund fehlender Marktpreise nicht möglich war, erfolgte die Bewertung mittels interner Bewertungsmodelle und -methoden mit aktuellen Marktparametern.

Bei erworbenen bzw. veräußerten Swaptions wird die gezahlte bzw. erhaltene Prämie grundsätzlich bis zur Fälligkeit gehalten und erst am Ende der Laufzeit ergebniswirksam gebucht.

Sofern die Swaptions als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Aktiv-/Passiv-Steuerung eingesetzt wurden, werden die Optionsprämien im Falle der Ausübung regelmäßig in die aktive bzw. passive Rechnungsabgrenzung umgebucht und anschließend über die Laufzeit des Swaps verteilt.

Sicherungsgeberpositionen in Credit Default Swaps, mit denen ausschließlich Ausfallrisiken übertragen werden und bei denen beabsichtigt ist, sie bis zur Fälligkeit bzw. bis zum Eintritt des Kreditereignisses zu halten, wurden als gestellte Kreditsicherheiten nach den für das Bürgschafts- und Garantiekreditgeschäft entwickelten Grundsätzen behandelt. Bei ernsthaft drohender Inanspruchnahme wurden Verbindlichkeitsrückstellungen in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet.

Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von Vermögensgegenständen, Schulden, schwebenden Geschäften oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen, wurden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorlagen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach den Vorschriften von § 254 HGB. Zum Ausgleich gegenläufiger Zahlungsströme wurden Portfolio-Bewertungseinheiten gebildet.

Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus:

Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB

Grundgeschäfte Buchwerte/Volumina
(in EUR)
1. Vermögensgegenstände 0,0
2. Schulden 86.000.000,0
3. schwebende Geschäfte 0,0
4. mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen 0,0
Summe 86.000.000,0

Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um nahezu perfekte Portfolio-Hedges. Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein. Daher haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko am Bilanzstichtag weitgehend ausgeglichen. Der Gesamtbetrag der sich ausgleichenden Zahlungsströme aus allen Bewertungseinheiten beläuft sich auf 1.302 TEUR.

Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale wird auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung eine wirksame Absicherung der Zahlungsstromrisiken erwartet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt, die Gebühren- und Provisionsbarwerte hinzugerechnet und von der so ermittelten Bruttoreserve der Verwaltungskostenbarwert und die Risikoprämienbarwerte des Kundenkredit- und Eigengeschäftes abgezogen. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen wurden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren und Postenentgelte angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wurde der Anteil der zinsbezogenen Verwaltungskosten für die Bestandspflege ermittelt. Dieser beläuft sich auf 34,4 % der gesamten Verwaltungsaufwendungen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnung zum 31. Dezember 2023 war keine Rückstellung zu bilden.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die auch steuerlich geltend gemacht werden. Erhöhte Abschreibungen gemäß § 6b EStG für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Sachanlagen wurden im Anschaffungsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Neuanschaffungen beweglicher Wirtschaftsgüter werden linear abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Einzelwert von 250 EUR wurden als Aufwand erfasst. Für Anlagegüter mit einem Einzelwert von mehr als 250 EUR und bis zu 1.000 EUR wurde steuerrechtlich eine Poolabschreibung vorgenommen. Handelsrechtlich wurden diese Wirtschaftsgüter im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden bei einem Gebäude außerplanmäßige Abschreibungen In Höhe von 267 TEUR vorgenommen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach dem strengen Niederstwertprinzip.

Aktive latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasipermanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die sich daraus ergebenden Steuerbelastungen (passive latente Steuern) und Steuerentlastungen (aktive latente Steuern) werden verrechnet. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB nicht aktiviert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt C).

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit Verpflichtungen aus Langzeitarbeitskonten (LAZ) verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 47.715 EUR (Anschaffungskosten in Höhe von 47.715 EUR) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Langzeitarbeitskonten in Höhe von 47.715 EUR saldiert.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensionsrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften wurden mittels Teilwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert.

Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,25 % und eine Rentendynamik in Höhe von 2,25 % zugrunde gelegt.

Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,82 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (im Vorjahr 1,78 %) auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2023 ermittelten Zinssatzes festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 152 TEUR.

Die Altersteilzeitrückstellungen und die Jubiläumsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels modifiziertem Teilwertverfahren mit einem Zinssatz von 1,74 % p.a., unter Anwendung der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelt. Als Rechnungsgrundlage werden die "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde gelegt.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode).

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit die Restlaufzeit der auf fremde Währung lautenden Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr betrug oder die Anforderungen an eine besondere Deckung vorlagen, wurden Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung vereinnahmt.

Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen.

Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden.

Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen

Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Der Umfang negativer Zinsen bei den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird in Form von Darunter-Vermerken in der Gewinn- und Verlustrechnung angegeben.

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Verwendung des Jahresergebnisses

Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

B. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- / Zugänge (a) Umbuchungen (a) Anschaffungs- /
Herstellungskosten zu Zuschreibungen (b) Abgänge (b) Herstellungskosten
Beginn des am Ende des
Geschäftsjahres im Geschäftsjahr Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 734.279 35.926 (a) 0 (a) 628.913
0 (b) 141.292 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0
0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 68.035.948 0 (a) -106.196 (a) 67.929.752
0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.125.022 780.217 (a) 0 (a) 17.017.340
0 (b) 887.900 (b)
Summe a 85.895.249 816.143 (a) -106.196 (a) 85.576.005
0 (b) 1.029.192 (b)
Änderungen der gesamten Abschreibungen im Zusammenhang mit
Abschreibungen zu Abschreibungen Zugängen (a) Umbuchungen (a) Abschreibungen am Buchwerte
Beginn des Geschäftsjahr (a) Zuschreibungen (b) Abgängen (b) Ende des Bilanzstichtag
Geschäftsjahres (gesamt) Zuschreibungen Geschäftsjahr (b) Geschäftsjahres (gesamt)
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 690.578 23.602 (a) 0 (a) 0 (a) 572.888 56.025
0 (b) 0 (b) 141.292 (b)
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
d) geleistete Anzahlungen 0 0 (a) 0 (a) 0 (a) 0 0
0 (b) 0 (b) 0 (b)
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 51.684.759 980.827 (a) 0 (a) 0 (a) 52.665.586 15.264.166
0 (b) 0 (b) 0 (b)
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.922.950 1.019.719 (a) 0 (a) 0 (a) 14.060.293 2.957.046
0 (b) 0 (b) 882.375 (b)
Summe a 66.298.287 2.024.148 (a) 0 (a) 0 (a) 67.298.767 18.277.237
0 (b) 0 (b) 1.023.667 (b)
Anschaffungskosten zu Beginn des Geschäftsjahres
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 279.501.427 -13.151.818 266.349.609
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 53.337.859 -9.148 53.328.711
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.226 0 10.226
Summe b 332.849.512 -13.160.966 319.688.546
Summe a und b 418.744.761 337.965.783

C. Erläuterungen zur Bilanz

Barreserve

In der Barreserve sind Sortengegenwerte in Höhe von 130.125,80 EUR enthalten.

Forderungen an Kreditinstitute

In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind 165.958.171 EUR Forderungen an die genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Forderungen an Kunden

In den Forderungen an Kunden (A 4) sind 31.518.938 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Weiterleitungskrediten gegenüber der DZ Bank AG und der L-Bank wurden diesen Kundenforderungen mit einem Gesamtbetrag von 176.776.632 EUR abgetreten.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 72.476.885 fällig.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig davon:
EUR börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 571.029.397 462.688.660 108.340.737 268.673.337
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) 157.763.480 0 157.763.480 0

Im Wertpapierjournal sind die nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewerteten Wertpapiere des Anlagevermögens besonders gekennzeichnet.

Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen in folgendem Umfang (§ 285 Nr. 18 HGB):

- Wertpapiere des Anlagevermögens, Buchwert: 266.349.609 EUR, Zeitwert: 251.639.262 EUR

Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen unterblieben, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind.

Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den Forderungen und Schuldverschreibungen sowie den anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 166.119.293 167.770.476
Forderungen an Kunden (A 4) 16.697.990 15.447.256
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 171.692.024 215.121.633

Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent

Im Bilanzposten "Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere" (A 6) sind folgende Anteile mit Anteilsquoten von mehr als 10 % enthalten:

Bezeichnung Wert der Anteile (Zeitwert)
EUR
Differenz zum Buchwert (Reserve)
EUR
Erfolgte Ausschüttung für das Geschäftsjahr
EUR
1. Volksbank Göppingen eG, Spezialfonds I, aufgelegt am 05.11.2018, ISIN DE000A2N4PL4 163.008.890 5.245.410 3.001.628

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen nicht. Der Dachfonds beinhaltet rentenorientierte Anlagen mit 39,9 % und aktienorientierten Anlagen mit 8,1 %. Daneben sind Immobilienfonds mit 24,8 % und Beteiligungsfonds mit 8,8 % im Bestand. 18,4 % des Fondsvermögens entfällt auf Liquidität.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Wir halten zum 31. Dezember 2023 an folgenden Unternehmen Beteiligungen von nicht untergeordneter Bedeutung sowie Anteile an verbundenen Unternehmen:

Anteil am Gesellschafts- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses
Name und Sitz kapital
%
Jahr TEUR Jahr TEUR
a) DZ BANK AG, Frankfurt am Main 0,0037 2022 10.638.000 2022 380.000
b) Bausparkasse Schwäbisch Hall AG, Schwäbisch Hall *) 0,0200 2022 1.812.302 2022 0
c) Atruvia AG, Frankfurt am Main 0,0004 2022 448.074 2022 7.592
d) Atruvia Beteiligungs-GmbH u. Co.KG, Stuttgart 1,3727 31.08.2023 91.010 31.08.2023 19.478
e) DZ Beteiligungs-GmbH u. Co.KG Baden-Württemberg, Stuttgart 1,3823 2022 3.209.879 2022 96.590
f) R+V Versicherung AG, Wiesbaden *) 0,0443 2022 2.397.253 2022 0
g) Union Asset Management Holding AG, Frankfurt am Main 0,0211 2022 1.693.990 2022 321.427
h) Volksbank Immobilien GmbH, Göppingen 100,0000 2023 33 2023 0

*) Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der DZ BANK AG, Frankfurt am Main

Mit dem unter Buchstabe h) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde.

Treuhandvermögen

Im Bilanzposten "Treuhandvermögen" (A 9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Im Bilanzposten "Sachanlagen" (A 12) sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von 8.161.499 EUR und Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 2.957.046 EUR enthalten.

Sonstige Vermögensgegenstände

In dem Bilanzposten "Sonstige Vermögensgegenstände" (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Angeforderte Provisionen 4.335.474
Gewinnanteil DZ Beteiligungs-GmbH und Co. KG Baden-Württemberg 974.518

Nachrangige Vermögensgegenstände

In dem folgenden Posten sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten/Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
5 Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 23.106.412 18.056.883

Fremdwährungsposten

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 1.740.651 EUR enthalten.

Restlaufzeitenspiegel für Forderungen

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) 0 0 15.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 53.181.468 113.091.033 418.566.509 1.135.369.153

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis 3 Monate
EUR
mehr als 3 Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 24.175.336 13.678.706 52.045.137 106.877.232
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2a ab) 0 90.891.644 368.705 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2b bb) 80.973.722 25.422.713 91.162.883 1.816.760

Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind 222.906.517 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Begebene Schuldverschreibungen

Von den begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 2.760.000 EUR fällig.

Treuhandverbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Treuhandverbindlichkeiten" (P 4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel für Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen für fremde Rechnung gehalten werden.

Sonstige Verbindlichkeiten

Im Bilanzposten "Sonstige Verbindlichkeiten" (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

31.12.2023
EUR
Verbindlichkeiten aus offenen Rechnungen inklusive Rechenzentrale Atruvia IT AG 783.373
Abzuführende Lohn- und Kirchensteuern 227.748
Abzuführende Kapitalertragssteuern 447.370

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 27.320 EUR (Vorjahr 36.163 EUR) enthalten.

Passive latente Steuern

Latente Steuern sind nicht bilanziert. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Es bestehen insbesondere bei den Posten Forderungen an Kunden, Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Rückstellungen Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen, die zu einer künftigen Steuerentlastung führen. Differenzen, die zu einer künftigen Steuerbelastung führen, bestehen nicht.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 0 0 222.906.517 212.998.055
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) 32.740 32.740 2.107.481 2.265.785
verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) 0 0 5.139.692 8.297.154

Eigenkapital

Die unter dem Passivposten "Gezeichnetes Kapital" (P 12a) ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

EUR
Geschäftsguthaben
a) der verbleibenden Mitglieder 36.739.681
b) der ausscheidenden Mitglieder 1.249.766
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 20.050
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile 6.153

Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
andere Ergebnisrücklagen
EUR
Stand 01.01.2023 17.245.000 40.055.000
Einstellungen
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 100.000 100.000
Stand 31.12.2023 17.345.000 40.155.000

Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen

In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank sind Eventualverbindlichkeiten in Höhe von nominal 10,0 Mio. EUR von Bedeutung, die auf ein breit gestreutes Portfolio an Credit Default Swaps (CDS) entfallen, bei denen die Bank als Sicherungsgeberin fungiert. Die den CDS zu Grunde liegenden Adressen haben jeweils Ratings im Investment-Grade-Bereich. Die Credit Default Swaps als Sicherungsgeber wurden zur Erzielung von Erträgen aus Adressenausfallrisiken abgeschlossen. Zudem bestehen Credit Default Swaps aus der Teilnahme an VR-Circle-Transaktionen zur Absicherung von Kreditrisiken der Bank.

Die in den Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten.

Akute und latente Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen, neben den oben erwähnten Credit Default Swaps, breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden.

Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird.

Im Dezember 2021 wurde die mit der DZ BANK AG, Frankfurt, dem Hauptkontrahenten im Derivatgeschäft, seit 2003 bestehende bilaterale Netting-Vereinbarung gem. Art. 206/207 CRR I in Form eines Besicherungsanhanges zum Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte gemäß Art. 273a/282 CRR II erneuert. Die Berechnung der Gesamtkapitalquote im Sinne von Art. 92 Abs. 1c der CRR I erfolgt auf Basis dieses Vertrages.

Durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögenswerte
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 176.776.632

Fremdwährungsposten

In den Schulden sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 2.355.104 EUR enthalten.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivatgeschäfte des Nichthandelsbestands, einschließlich der in Bewertungseinheiten einbezogenen Derivate, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt waren, zusammengefasst. (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ("clean prices").

(Angaben
in TEUR)
Nominalbetrag Restlaufzeit beizulegender Zeitwert
<= 1 Jahr 1-5 Jahre >5 Jahre Summe negativ positiv
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
- Zins-Swap (gleiche Währung) 1.000 365.000 430.000 796.000 14.882 40.439

Darüber hinaus sind einheitlich zu bilanzierende strukturierte Produkte vor allem mit Zinsänderungsrisiken im Bestand. Sie beinhalten Schuldnerkündigungsrechte.

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

Im Rahmen einer Steuerungsmaßnahme wurde ein Zinsswap der Aktiv-/Passivsteuerung im Volumen von nominal 20,0 Mio. EUR vorzeitig aufgelöst, da der verfolgte Steuerungszweck nicht mehr benötigt wird. Daraus hat die Bank im Geschäftsjahr eine Ausgleichszahlung in Höhe von 1,1 Mio. EUR geleistet. Diese wurden im G+V Posten 2 Zinsaufwendungen verbucht.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften sind in den Zinserträgen (GuV 1) als Reduktion des Zinsertrags bzw. in den Zinsaufwendungen (GuV 2) aus Passivgeschäften als Reduktion des Zinsaufwands enthalten.

Provisionserträge

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Immobilien, Bausparverträgen und Versicherungen nehmen in der Ertragsrechnung einen festen Bestandteil ein und machen 0,2 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen mit 55.810 EUR (Vorjahr 7.920 EUR) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen mit 300.030 EUR (Vorjahr 320.347 EUR) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind periodenfremde Erträge in Höhe von 231.427 EUR und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 246.235 EUR enthalten.

Steuerrechtliche Abschreibungen

Aus Vorjahren wurden steuerrechtliche Abschreibungen gemäß § 6b EStG mit 305.986 EUR beibehalten. Das Jahresergebnis wurde dadurch nicht wesentlich beeinflusst. Für künftige Jahresabschlüsse ergeben sich hieraus keine wesentlichen Belastungen.

E. Sonstige Angaben

Vorstand und Aufsichtsrat

An die Mitglieder des Vorstands wurden Gesamtbezüge gewährt in Höhe von 764.878 EUR. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen 64.000 EUR.

Die früheren Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebenen erhielten 742.609 EUR. Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen bestehen zum 31. Dezember 2023 Pensionsrückstellungen in Höhe von 11.579.094 EUR.

Die Forderungen an und Verpflichtungen aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands 731 EUR und für Mitglieder des Aufsichtsrats 632.158 EUR.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag beträgt 152.181 EUR, diesem stehen ausreichend frei verfügbare Rücklagen gegenüber.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Höhe von insgesamt 5.943.137 EUR. Dabei handelt es sich um Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund).

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Personalstatistik

Die Zahl der 2023 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Prokuristen 7 0
Sonstige kaufmännische Mitarbeiter 170 130
177 130

Außerdem wurden durchschnittlich 22 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr

Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile Haftsummen
EUR
Anfang 2023 50.857 752.050 0
Zugang 2023 379 9.654 0
Abgang 2023 1.719 26.792 0
Ende 2023 49.517 734.912 0
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermindert um EUR 855.476
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes

Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten:

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Am Rüppurrer Schloss 40

76199 Karlsruhe

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf

Kuhn, Dr. Lukas, -Vorstandssprecher-, Geschäftsleiter (Ressort Steuerung und Produktion)

Beschoner, Michael, Geschäftsleiter (Ressort Markt)

Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf

Dr. Kleinle, Werner, (Vorsitzender), selbstständiger Wirtschaftsprüfer / Steuerberater

Rinklin, Hubert, (stellvertr. Vorsitzender), Dipl.-Betriebswirt (FH), Vorstandsvorsitzender i.R.

Behrendt, Dietmar, Dipl.-Betriebswirt (FH), Rechtsanwalt, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwaltskanzlei Behrendt (bis 20.06.2023)

Dr. Doluschitz, Reiner, Universitätsprofessor a.D.

Federsel, Christine, Schreinermeisterin, Franz Habisreutinger GmbH & Co. KG, Nürtingen

Heinzmann, Andreas, Steuerberater, Schoetz & Partner Partnergesellschaft mbB

Roßnagel, Sonja, Rechtsanwältin, Fachanwältin für Bank- und Kapitalmarktrecht, Kanzlei Roßnagel

Schneider, Mercedes, Bankfachwirtin, Volksbank Göppingen eG

Weinmann, Jörg, Betriebswirt, Geschäftsführer, Sanitätshaus Weinmann Kirchheim GmbH

Wendeler, Ludger, Dipl.-Ökonom, Geschäftsführer, Burger Schloz Automobile GmbH & Co. KG

Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von 1.692.290,34 EUR - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von 21.646,38 EUR sowie nach den im Jahresabschluss mit 200.000,00 EUR ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von 1.513.936,72 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende von 4,00 % 1.512.603,57
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
Vortrag auf neue Rechnung 1.333,15
1.513.936,72

 

Göppingen, 28. Februar 2024

Volksbank Göppingen eG

Der Vorstand

Dr. Lukas Kuhn

Michael Beschoner

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Volksbank Göppingen eG, Göppingen

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank Göppingen eG, Göppingen (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 1.752,2 Mio. EUR. Dies entspricht 63,8 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 53,8 Mio. EUR und unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 139,5 Mio. EUR.

Die Identifizierung und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Einzelbewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird.

In der Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse durch Prüfung in Stichproben überzeugt. Hierbei haben wir insbesondere auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Bank abgestellt.

Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft im Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. Im diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile, die Zugehörigkeit zu bestimmten Branchen sowie die Gesamtzusage berücksichtigt. Außerdem wurden Kreditengagements berücksichtigt, die von der Zinsentwicklung oder von der Entwicklung auf dem Immobilienmarkt betroffen sind.

Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Bank zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten.

Im Lagebericht sind Ausführungen zu den Kreditstrukturen und den Verfahren der Risikofrüherkennung enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

- wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

- anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen gegenüber der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

- Sonstige separate Bestätigungsleistungen im genossenschaftlichen Finanzverbund

- Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäftes nach § 89 Abs. 1 Satz 1 und 2 WpHG

- Einreichung rechnungslegungsbezogener Informationen beim Betreiber des Unternehmensregisters

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Gänzle.

 

Stuttgart, 10. Juni 2024

Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.

Jürgen Gänzle, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Für die Wahrnehmung unserer Überwachungsfunktionen als Aufsichtsrat stehen wir in einem regen Austausch mit dem Vorstand, unter Nutzung moderner Technik und Kommunikationsmittel. Wir prüfen und bewerten die Tragfähigkeit der uns vom Vorstand vorgelegten Maßnahmen und Konzepte und tragen damit gemeinsam mit Vorstand und Mitarbeitern zu einer weiterhin erfolgreichen Zukunft in einem herausfordernden Umfeld bei.

Im Geschäftsjahr 2023 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats und die von ihm gebildeten satzungsmäßigen Ausschüsse ihre nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Jahresabschlussprüfung nach § 53 GenG.

Dazu ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand in regelmäßigen Sitzungen über die Geschäftsentwicklung der Bank unterrichten. Die umfassende Berichterstattung erstreckte sich, ebenso wie die sich daraus ergebende Beratung im Gremium, auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Rentabilität sowie die Risiken der Bank. Zusätzlich tagten Kredit- und Personalausschuss in besonderen Sitzungen. Aus den Sitzungen dieser Ausschüsse wurde dem Gesamtaufsichtsrat jeweils ausführlich berichtet. Darüber hinaus traf sich der Aufsichtsrat zu einer konstituierenden Sitzung und zu einer Strategiesitzung.

Einen wesentlichen Beratungsgegenstand bildete die jährliche Erörterung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie die daraus abgeleitete Unternehmensplanung der Bank.

Außerdem behandelte der Aufsichtsrat die Prüfungsberichte der Verbandsprüfung, die Compliance- und Geldwäschepräventions-Berichte sowie die turnusmäßigen Berichte zum Kreditrisiko, zur Gesamtbanksteuerung und der internen Revision.

Plenum und Ausschüsse fassten sämtliche nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse. Zudem wurden alle wichtigen Vorstandsentscheidungen mit dem Aufsichtsrat besprochen. Zwischen den Sitzungsterminen informierten die Vorstandsmitglieder den Vorsitzenden des Aufsichtsrates jeweils aktuell über bedeutsame Ereignisse und Entscheidungen.

Die zunehmende Regelungsdichte der aufsichtsrechtlichen Vorschriften sowie die Herausforderungen des Megatrends Digitalisierung erfordern eine laufende Aktualisierung der Sachkunde der Aufsichtsratsmitglieder. Hierzu organisiert die Volksbank Göppingen eG eine jährliche Inhouse-Schulung. Zusätzlich bietet der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband in Form von Informations- und Fortbildungsveranstaltungen Unterstützung an, die von den Gremiumsmitgliedern gerne angenommen wird.

Nach Auslaufen der satzungsmäßigen dreijährigen Wahlperiode des Aufsichtsrats wählte die Vertreterversammlung am 20. Juni 2023 einen neuen Aufsichtsrat. Herr Dietmar Behrendt hat die satzungsmäßige Altersgrenze erreicht und konnte nicht wieder kandidieren. Wir danken Herrn Behrendt für die langjährige gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die übrigen Aufsichtsratsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt.

In der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Aufsichtsrats wurden der Unterzeichner als Vorsitzender und Herr Hubert Rinklin als dessen Stellvertreter wiedergewählt.

Der Baden-Württembergische Genossenschaftsverband hat die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 einschließlich des Lageberichts durchgeführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt. Ebenso wurde die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung seitens des Vorstandes bestätigt. Die Abschlussprüfer haben den Aufsichtsrat in der Sitzung vom 10. Juni 2024 über die wesentlichen Prüfungsergebnisse unterrichtet. Darüber hinaus haben sich alle Aufsichtsratsmitglieder, wie vom Gesetz gefordert, mit dem Inhalt des Prüfungsberichts vertraut gemacht. Das Ergebnis der gesetzlichen Prüfung wird in der Vertreterversammlung am 27. Juni 2024 bekannt gegeben.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss inklusive Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses - unter Einbeziehung des Gewinnvortrags - entspricht den Vorschriften der Satzung.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Prüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 festzustellen sowie den Vorschlag zur Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Wir danken unseren Mitgliedern und Kunden für das Vertrauen, das sie uns entgegenbringen, und freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Dem Vorstand der Bank danken wir für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie die umfassende Information.

Für ihre erfolgreiche Arbeit sprechen wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand unsere Anerkennung und unseren Dank aus.

 

Göppingen, den 11. Juni 2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Werner Kleinle, Vorsitzender

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG

zum 31. Dezember 2023 ("Länderspezifische Berichterstattung")

Die Volksbank Göppingen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank Göppingen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die Volksbank Göppingen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2023 TEUR 70.476.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 258,7.

Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 27.749.

Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 9.802 und betreffen laufende Steuern.

Die Volksbank Göppingen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung vom 27.06.2024 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2023 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.692.290,34 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 21.646,38 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen.

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