Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 600260
Vorher
ISGUS Informatik GmbH
Eingetragen
5.9.1962
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Gegenstand
Die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Geräten und Systemen der Zeit- und Datentechnik, der Feinmechanik, insbesondere solchen des Informatikwesens. Gegenstand des Unternehmens ist auch die Übernahme und Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmen. Die Gesellschaft kann sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreiben, die mit dem Gegenstand des Unternehmens in Zusammenhang stehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Jörg Glatz
seit 19.2.2026
Prokura
Volker Hans Neipp
seit 19.2.2026
Prokura
Prokura
Klaus Wössner
seit 27.11.2006
Prokura
Stefan Beetz
seit 27.11.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (5)

NameAnteil
39.00%
Hermann Würthner
27.50%
10.30%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
ISGUS GmbHEigenbeteiligung
6.00%

Gesellschafter
Beta

5 von 6 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
Hermann Benz
Villingen-Schwenningen
39.00%
Hermann Würthner
Villingen-Schwenningen
27.50%
S***** B****
10.30%
A****** W***
9.40%
J***** B****
7.80%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ISGUS GmbH

Villingen-Schwenningen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die ISGUS GmbH ist ein führender Hersteller von Soft- und Hardwarelösungen im Bereich des Workforce Managements. Mit innovativen und maßgeschneiderten Lösungen ist das Unternehmen in allen Branchen und Unternehmensgrößen vertreten.

Das ZEUS® Workforce Management umfasst Module für die digitale Zeiterfassung, das HR-Management, die Personaleinsatzplanung, die Unternehmenssicherheit und die Betriebsdatenerfassung. Durch die individuell skalierbaren Lösungen können Unternehmen die Software genau an ihre Bedürfnisse anpassen.

Die Softwarelösungen in der ISGUS Cloud zu hosten, bietet Unternehmen einen klaren Mehrwert und besondere Kostenersparnis, die zu einer Steigerung der Produktivität und Effizienz führen. Die ZEUS® mobile App ermöglicht es Mitarbeitern, ihre Daten und Zeiten jederzeit und überall zu erfassen und zu pflegen. So können Beschäftigte auch außerhalb des Büros flexibel arbeiten, ihre Arbeitszeiten sowie weitere wichtige Informationen und Daten im Blick behalten.

1.2 Forschung und Entwicklung

Die stetige Neu- und Weiterentwicklung unserer Produkte und Lösungen nimmt einen hohen Stellenwert im Unternehmen ein und wird weiterhin stetig ausgebaut. Neue Produkte und die Weiterentwicklung unseres bestehendes Produktportfolios sichern die Zukunftsfähigkeit der Firma ISGUS. Rund 8 % unserer Mitarbeiter sind direkt mit Entwicklungsaufgaben betraut. Die Weiterentwicklung der ISGUS Produkte wird auch in Zukunft einen hohen Stellenwert des Unternehmens einnehmen.

II. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Noch immer bietet der Markt im Bereich des Zeitmanagements und den angrenzenden Segmenten weiteres Wachstumspotential. Im Rahmen der digitalen Transformation werden Unternehmungen, Behörden und Institute die Einführung von digitalen Prozessen und Instrumenten zur Umsetzung von Einsparungen und strategischen Geschäftszielen einsetzen.

Das Thema Digitalisierung, welches durch die die Corona-Pandemie, die Anfang 2020 weltweit auftrat, eine Beschleunigung erfuhr, hat bis heute nichts an Aktualität verloren. In fast allen Unternehmen steht dieses Thema im Mittelpunkt und ist zwischenzeitlich eine Hauptaufgabe von Unternehmens-Verantwortlichen geworden.

Mit dem Begriff ZEUS® Workforce Management verdeutlichen wir, dass unser Leistungsspektrum weit über die reine Zeiterfassung hinausgeht. HR-Management, Sicherheit, Personalplanung und Betriebsdatenerfassung sind keine unterschiedlichen Lösungen, sondern ergänzen sich mit unserem System gegenseitig und bilden somit einen durchgängigen digitalen Prozess, zur Unterstützung und Entscheidungsfindung innerhalb der Unternehmen.

Die Wettbewerbssituation ist weiterhin durch eine breite Anzahl von Anbietern gekennzeichnet. Die ISGUS GmbH hat sich in diesem Markt sehr stark platziert. ISGUS Softwarelösungen und Hardware für die Bereiche Zeiterfassung, Betriebsdatenerfassung, Employee Self Service und Sicherheitsmanagement sind überwiegend branchenunabhängig und werden von namhaften Kunden aus dem Mittelstand, der Industrie, bei Transport und Logistik, bei Banken und Versicherungen, im Gesundheitswesen sowie bei einer Vielzahl von Kommunen, Landes- und Bundesbehörden eingesetzt.

Die Mehrzahl der Kunden ist im Bereich der KMUs (Klein- und mittelständische Unternehmen) zu finden, insgesamt bedienen wir mit unseren Lösungen Kunden von wenigen bis mehrere tausenden Mitarbeiter in allen Branchen.

2.2 Geschäftsverlauf

Trotz nachlassender Konjunkturaussichten, Inflationsängsten und vor allem gestiegener Zinsen ist es uns wiederum gelungen, unsere Marktposition zu steigern.

Mit einem Gesamtumsatz in Höhe von TEUR 30.780 lagen wir wiederum über dem Umsatz des Jahres 2022 in Höhe von TEUR 27.805. Damit beträgt das Umsatzwachstum 10,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Das Rohergebnis beträgt TEUR 26.773.

Mit einem Zuwachs von 10 % konnte das Systemgeschäft der ISGUS GmbH erneut nachhaltig gesteigert werden. Der Verkaufsanteil an Kauf-Software hat sich im Geschäftsjahr wieder leicht erholt und liegt über dem Vorjahreswert. Der Anteil der SaaS-Systeme hat sich sehr stark erhöht.

Der Terminalumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um 3,4 % erhöht. Die Leistungen aus Wartung und Dienstleistungen konnten um 8 % gesteigert werden.

Im Bereich Mechanik und Schließzylinder ergibt sich ein Umsatzwachstum von 9 %. Der Anteil am Gesamtumsatz des Bereichs Mechanik/Schließzylinder liegt bei ca. 9,4 %.

Der SaaS Bereich entwickelt sich weiterhin sehr positiv. In diesem Segment sind aus heutiger Sicht auch in Zukunft hohe Wachstumsraten zu erwarten. Der Zuwachs dieser Cloud-basierenden Lösung liegt bei 41 % im Vergleich zum Vorjahr.

Aktuell entscheiden sich 2 von 3 Neukunden für eine Lösung in der ISGUS-Cloud und schließen einen SaaS Vertrag ab. Im ISGUS-eigenen Rechenzentrum befinden sich zum Jahresende über 1.350 von insgesamt 3.950 ZEUS® Kunden. Ende 2023 haben wir täglich rund 320.000 Mitarbeiter im ISGUS-Rechenzentrum abgerechnet.

Die konsequente Stärkung der SaaS-Aktivitäten sind weiterhin ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung der ISGUS GmbH. Die Akzeptanz und Nachfrage der SaaS-Lösungen am Markt sind weiterhin hoch. Seit 2020 ist das ISGUS-Rechenzentrums nach DIN ISO 27001 zertifiziert und garantiert damit den Kunden ein Höchstmaß an Leistung und Datensicherheit.

Der konsequente Ausbau im Vertriebsbereich in den Niederlassungen und die Weiterbildung unserer Mitarbeiter zeigt sich als starkes Standbein unseres Unternehmens. Dies sehen wir u. a. auch als notwendiges Vorgehen, um den Erfolg der letzten Jahre kontinuierlich weiter führen zu können. Der Vertrieb hat weiterhin sehr viele Angebote im Markt platziert.

Mit unseren 18 Standorten in Deutschland sind wir flächendeckend und sehr gut aufgestellt. Auch die Tochterunternehmen und Partner im In- und Ausland tragen zur Unternehmensentwicklung bei.

Die ISGUS GmbH beschäftigt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 258 Mitarbeiter, davon befinden sich 25 Personen in einer Ausbildung. Personalabgänge konnten, wo notwendig, größtenteils wieder ersetzt werden. Für alle vorgesehenen Ausbildungsstellen im kommenden Ausbildungsjahr haben wir bereits Ausbildungsverträge abgeschlossen.

Um den Anforderungen der fortlaufenden Digitalisierung und Neuerungen entsprechend begegnen zu können, ist die dauernde Weiterbildung und Qualifikation unserer Mitarbeiter sehr wichtig. Dies geschieht in Form von Seminaren, innerbetrieblichen Schulungen und persönlichen Weiterbildungen.

III. Lage

3.1 Ertragslage

Das Betriebsergebnis (= Ergebnis vor Steuern und Zinsen) hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 7,5 % auf TEUR 3.556 erhöht. Der Jahresüberschuss der ISGUS GmbH hat sich in diesem außerordentlichen erfolgreichen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 75 % auf TEUR 3.250 erhöht. Die Prognose im letztjährigen Lagebericht eines deutlich positiven Ergebnisses wurde somit erreicht. Zu dieser Ergebniserhöhung haben mehrere Faktoren geführt:

• Der Anteil der SaaS-Systemen ist in den letzten Jahren immer weiter angewachsen. Diese Umsätze hatten im vergangenen Geschäftsjahr einen Zuwachs von 41 % und garantieren damit einen regelmäßigen Umsatzeingang. Die SaaS-Erlöse verteilen sich auf einen Zeitraum von 36 bis 60 Monate, je nach Laufzeit der Verträge.

• Die Gesamt-Umsätze sind um insgesamt 10,7 % gestiegen.

• Die Preisanpassungen für die Einkaufspreise bei Roh- und Betriebsstoffen fielen im vergangenen Jahr nicht so stark aus wie in den vergleichbaren Vorjahren. Die Verfügbarkeit von Einkaufsteilen hat sich wesentlich verbessert.

• Die gestiegenen Aufwendungen in vielen Bereichen konnten u.a. durch Gegensteuerungen in der Produktion, durch Digitalisierungsmaßnahmen und andere organisatorische Maßnahmen und Umstellungen teilweise ausgeglichen werden.

• Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte aufgrund einer positiven Entwicklung an den Wertpapiermärkten eine Zuschreibung der vorhandenen Wertpapiere maximal bis zum Anschaffungswert. Nach der Zinswende und der bisherigen Zinspolitik der EZB war es auch wieder möglich, Zinseinnahmen zu generieren.

Die Ertragslage wird bei ähnlichen Voraussetzungen auch in Zukunft als gut angesehen.

3.2 Finanzlage

Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt in 2023 58,9 % gegenüber 56,5 % im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten im Jahr 2023 durch die planmäßigen Tilgungen um TEUR 405 auf TEUR 961 reduziert werden.

Auch für die weitere Zukunft gilt, dass die ISGUS GmbH aufgrund eines hohen Bestandes an liquiden Mitteln und der sehr guten Eigenkapitalquote weiterhin auf keine Geldzuflüsse von außen angewiesen ist. Dies gibt außerdem eine Sicherheit für unsere Kunden, Mitarbeiter und Gesellschafter.

Wir beurteilen unsere Finanzlage als sehr solide.

3.3 Vermögenslage

Investitionen im Sachanlagevermögen beliefen sich auf TEUR 774. Das Sachanlagevermögen weist einen Wert zum Bilanzstichtag von TEUR 1.631 aus. Der Schwerpunkt der Investitionen lag wiederum im weiteren Ausbau der EDV-Infrastruktur und des ISGUS-eigenen Rechenzentrums.

Die Wertpapiere im Anlagevermögen und im Umlaufvermögen haben sich insgesamt um TEUR 1.003 auf TEUR 20.004 erhöht. Die Kurskorrekturen, die zum Jahresende 2022 vorgenommen werden mussten, konnten zum Jahresende 2023 wieder zurückgenommen werden. Zusätzliche nennenswerte Engagements sind nicht erfolgt, da aufgrund der gestiegenen Zinssituation vor allem Anlagen in Festgelder erfolgten.

Zum Jahresende 2023 ist der Vorratsbestand wieder auf ein geringeres Niveau zurückgekommen. Dieser betrug TEUR 1.801 im Vergleich zum Jahr 2022 mit TEUR 2.185. Die Beschaffungssituation hat sich im Laufe der letzten Monate merklich entspannt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen zum Jahresende TEUR 5.723 und liegen damit über dem Vorjahreswert (VJ: TEUR 4.709). Der Grund liegt vor allem am hohen Forderungsbestand zum Jahresende bedingt durch hohe Umsätze in den letzten Monaten des Geschäftsjahres. Die Forderungen sind bis auf wenige noch offene Sachverhalte ansonsten komplett eingegangen.

Die flüssigen Mittel belaufen sich auf TEUR 6.206 (VJ TEUR 6.114).

Unsere Vermögenslage bewerten wir weiterhin als sehr stabil.

3.4 Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 233 Mitarbeiter beschäftigt. Die Anzahl der Mitarbeiter ermitteln wir ohne Berücksichtigung der Geschäftsführung und der Auszubildenden.

Im Jahr 2023 konnte ein Rohergebnis in Höhe von TEUR 26.773 (VJ TEUR 24.059) erzielt werden. Das Rohergebnis pro Mitarbeiter beträgt in 2023 TEUR 115 (VJ TEUR 103). Die letztjährige Prognose eines sinkenden Rohergebnisses konnte somit übertroffen werden.

Des Weiteren ziehen wir zur Unternehmenssteuerung die Kerngröße Personalaufwand heran. Dieser liegt bei TEUR 17.600 (VJ TEUR 16.458). Die Personalaufwandsquote liegt damit bei 57,1 %. Damit hat sich der Personalaufwand im Vergleich zur Gesamtleistung leicht reduziert. Dieser liegt jedoch aufgrund der sehr hohen Personalintensität auf einem sehr hohen Niveau. Im letztjährigen Lagebericht gingen wir noch von einer steigenden Personalaufwandsquote aus.

Die Entwicklung unserer Kenngrößen sind insgesamt gut.

IV. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1 Prognosebericht

Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 2024 liegen wir im Umsatz um 9 % über dem Umsatz des Vorjahres und mit 3,3 % über dem geplanten Budgetumsatz. Der Auftragseingang ist weiterhin stabil, wir erreichen beim Auftragseingang einen Zuwachs gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 7,9 %.

Das Angebotsvolumen liegt noch immer auf einem sehr hohen Niveau, so dass hier weiterhin mit den entsprechenden Aufträgen im Jahresverlauf gerechnet werden kann.

Die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024 weist einen Umsatz (ohne sonstige Erlöse) von TEUR 31.000 aus. Wir gehen davon aus, diesen Wert im laufenden Geschäftsjahr zu überschreiten, sofern es zu keiner Verschlechterung der Nachfragesituation bzw. deutlich steigenden Insolvenzen bei Kunden kommt.

Wir rechnen erneut mit einem deutlich positiven Ergebnis. Jedoch wird dies stark von der weiteren Entwicklung der wirtschaftlichen Lage abhängen. Im Umfeld gestiegener Zinsen und einer noch immer schwachen Konjunktur ist derzeitig eine geringeres Investitionsverhalten zu spüren. U.a. aus diesen Gründen gehen wir von einem geringeren Rohergebnis als im Jahr 2023 aus.

4.2 Risikobericht

ISGUS verzichtet weiterhin auf eine Forderungsabsicherung. Bei Bedarf werden entsprechende Auskünfte über das Zahlungsverhalten eingeholt. Für Aufträge von Neukunden und Kunden mit in der Vergangenheit schlechtem Zahlungsverhalten werden regelmäßig Auskünfte eingeholt und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Die Außenstände der Tochtergesellschaften sind mit entsprechenden Abschlägen berücksichtigt.

Die Energieversorgung ist für die kommenden Jahre vorerst gesichert. Im Jahr 2023 haben wir einen Gasvertrag abgeschlossen, der die Gaskosten bis Ende 2026 absichert.

Im 3. Quartal 2024 wird die neu erstellte Photovoltaikanlage angeschlossen und vorrangig das eigene Rechenzentrum mit grünem Strom versorgt. Momentan beziehen wir den Strom noch immer vom Spotmarkt zu Preisen, die wesentlich unter den Strompreisen des Vorjahres liegen. Wenn die ersten Erfahrungswerte vorliegen, werden wir uns wieder um einen längerfristigen Stromvertrag bemühen.

Die Beschaffungssituation von Rohstoffen und Bauteilen hat sich im Laufe der letzten Monate merklich entspannt. In sämtlichen Bereichen sind die Preise weitestgehend stabil, jedoch nach wie vor auf hohem Niveau. Bei der Elektronik und den Leiterplatten sind die Preise für gewisse Produkte um bis zu 5 % gesunken.

Die Lieferzeiten haben sich auch entspannt und sind wieder auf einem normalen Stand wie vor Corona bzw. dem Ukrainekrieg. Spezielle Baugruppen wie z.B. Mikrocontroller, Displays und CPU's haben jedoch immer noch Lieferzeiten von bis zu einem Jahr. Hier haben wir zur Absicherung langfristige Rahmenverträge mit unseren Lieferanten abgeschlossen. Auch haben wir unsere Lagerbestände, die wir während Corona erhöht haben, noch nicht wieder an das Vor-Corona-Niveau angeglichen. Verschiedene Distributoren gehen davon aus, dass im 4. Quartal 2024 bzw. 1. Quartal 2025 mit einer Allokationsknappheit auf dem Bauteilemarkt zu rechnen ist und die Lieferzeiten und damit auch die Preise wieder ansteigen könnten. Dies werden wir kritisch beobachten und bei Bedarf entsprechend reagieren.

Unsere laufenden und zukünftigen Vorhaben erfolgen stets vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit. Im Bereich der Finanzanlagen wurde dies bereits in vielen Fällen berücksichtigt und entsprechende Produkte in das Portfolio übernommen. In den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensleitung werden zukünftige Anpassungen und Neuerungen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit erfolgen.

4.3 Chancenbericht

In der Möglichkeit, unsere Lösungen sowohl beim Kunden vor Ort als auch in unserem Rechenzentrum zu installieren, sehen wir weiterhin einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Unsere Bestandskunden, die noch mit einer älteren ZEUS® - Generation arbeiten, stellen ein Potential für zukünftige Umrüstungen dar. Allerdings werden wir nicht alle Kunden halten und umrüsten können.

Der durch die Corona-Pandemie verstärkte Trend in Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung nach Digitalisierung dürfte weiterhin anhalten. Ältere und nicht vernetzte Lösungen werden in Frage gestellt und bisher getrennt voneinander arbeitende Anwendungsbereiche werden zukünftig zusammengeführt. Für den mobilen Einsatz dienen zukünftig immer mehr Apps auf Smartphones und Tablets. All dies bietet ISGUS heute schon seinen Kunden und ermöglicht diesen damit einen erheblichen Mehrwert und wir erschließen zusätzlich neue Einsatzgebiete. Von der daraus resultierenden Nachfrage profitieren wir auch weiterhin mit unserem Produkt ZEUS® eXperience.

Auch innerhalb der ISGUS-Gruppe werden wir die Digitalisierung von Prozessen und Abläufen weiter vorantreiben, um das Unternehmen für weiteres Wachstum "fit zu machen".

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt stark von der Motivation und einem eingespielten Zusammenhalt unserer Mitarbeiter ab. Ebenso stehen wir in der Verantwortung die Mitarbeiter weiterzuentwickeln, zu fördern und jederzeit einen offenen Bezug zum Unternehmen zu haben.

V. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten, Wertpapiere sowie Guthaben bei und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Ausfälle von Forderungen sind die Ausnahme in unserem Unternehmen. Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsfristen, mit Ausnutzung von Skonto-Erträgen, beglichen.

 

Villingen-Schwenningen, 10. Juli 2024

ISGUS GmbH

Geschäftsführung

gez. Stefan Beetz

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.439.771,26 11.279.071,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.271,00 68.297,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen 1.630.764,60 1.564.338,62
1. Grundstücke und Bauten 198.574,90 218.903,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.778,00 25.798,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.278.647,00 571.205,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.764,70 748.431,72
III. Finanzanlagen 11.714.735,66 9.646.436,35
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.556.984,40 2.354.206,39
2. Beteiligungen 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen 24.575.648,62 24.716.926,76
I. Vorräte 1.801.005,95 2.185.247,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.722.614,58 4.708.833,61
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.225.082,68 1.069.358,87
III. Wertpapiere 10.846.035,62 11.709.037,93
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 6.205.992,47 6.113.807,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 582.726,78 298.331,78
Bilanzsumme, Summe Aktiva 38.598.146,66 36.294.330,51

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 22.745.190,59 20.495.049,89
I. Gezeichnetes Kapital 3.200.000,00 3.200.000,00
II. Kapitalrücklage 1.276.715,10 1.276.715,10
III. Gewinnrücklagen 4.530.000,00 4.530.000,00
IV. Bilanzgewinn 13.738.475,49 11.488.334,79
B. Rückstellungen 6.743.374,95 5.781.730,61
C. Verbindlichkeiten 9.076.135,66 9.988.746,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 961.000,00 1.366.200,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 33.445,46 28.803,65
Bilanzsumme, Summe Passiva 38.598.146,66 36.294.330,51

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 26.772.599,97 24.287.556,99
2. Personalaufwand 17.599.630,84 16.457.503,37
a) Löhne und Gehälter 14.885.585,75 13.781.871,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.714.045,09 2.675.632,06
3. Abschreibungen 611.948,28 340.798,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 611.948,28 340.798,56
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.922.308,78 4.093.101,51
5. Erträge aus Beteiligungen 500.150,00 500.125,00
6. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens 192.939,27 107.402,12
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 496.536,06 150.433,50
8. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 52.163,16 963.911,21
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 407.145,72 289.116,40
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.035.759,06 956.406,42
11. Ergebnis nach Steuern 3.333.269,46 1.944.680,14
12. Sonstige Steuern 83.128,76 87.203,97
Jahresüberschuss 3.250.140,70 1.857.476,17

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 3.250.140,70 1.857.476,17
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.488.334,79 10.130.858,62
3. Ausschüttung 1.000.000,00 500.000,00
4. Bilanzgewinn 13.738.475,49 11.488.334,79

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ISGUS GmbH hat ihren Sitz in Villingen-Schwenningen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg i. Br. unter HRB Nr. 600260 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. beachten. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen.

Der im Rahmen der Verschmelzung übergegangene Geschäfts- und Firmenwert wurde planmäßig über fünf Jahre abgeschrieben. Unsere Schätzung basierte auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklus der Produkte des erworbenen Unternehmens.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Abschreibungen von Gebäuden werden Nutzungsdauern zwischen 20 und 50 Jahren zugrunde gelegt; Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden grundsätzlich nur vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich dauerhaft ist.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird ggf. durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die Richttafeln 2018G von Klaus Heubeck verwendet. Im Berichtsjahr wird ein von der deutschen Bundesbank vorgegebener Marktzinssatz von 1,82 % (Vj. 1,78 %) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Gehaltsanpassungen sind unverändert mit 1,50 % p.a., Rentenanpassungen unverändert mit 0,70 % p.a. eingerechnet. Die Fluktuation wird aufgrund des betreffenden Personenkreises unverändert nicht berücksichtigt. Der Wert von rückdeckungsakzessorischen Verpflichtungen bestimmt sich nach der Entwicklung der Aktivwerte der kongruenten Rückdeckungsversicherungen. Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungen, die an die Pensionsberechtigten verpfändet sind; die Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen in der Bilanz nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 263). Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre im Sinne des § 253 Abs. 6 HGB.

Die übrigen Rückstellungen werden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der ggf. nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde.

Erträge und Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen werden gesondert zum Finanzergebnis erläutert.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Angaben zum Anteilsbesitz Währung Beteiligung
%
Kapital in TLW Ergebnis in TLW
Inland
ISGUS-bavaria GmbH, Warngau EUR 100 10.948 2.268
Ausland
ISGUS GmbH, Wien Österreich EUR 100 -314 80
ISGUS UK Ltd., Highworth England GBP 75,5 * -296 -41
ISGUS Holding Inc., New Jersey USA USD 100 * -1.799 -43
ISGUS ESPANA SL, Madrid Spanien EUR 100 ** 3 0
ISGUS America LLC, New Jersey USA USD 75 *** -2.221 -143

* Die Daten beziehen sich auf den 31. Dezember 2022

** Es handelt sich um eine nicht-operativ tätige Gesellschaft.

*** Indirekte Beteiligung (Angaben beziehen sich auf 100%).

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In der Bilanz zum 31. Dezember 2023 wurden folgende Beträge verrechnet (in TEUR):

Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen (Deckungsvermögen) 1.023
Altersversorgungsverpflichtungs-Rückstellungen -1.023
Saldo 0

3. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 sind vom Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten TEUR 2.256 frei verfügbar.

4. Eigenkapital

In den Bilanzgewinn wurde ein Gewinnvortrag aus dem Vorjahr von EUR 11.488.334,79 (Vj. EUR 10.130.858,62) einbezogen.

5. Rückstellungen

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

In der vorliegenden Bilanz wurden folgende Beträge verrechnet (in TEUR):

Erfüllungsbetrag der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen 4.229
Beizulegender Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen -1.023
Nettowert der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen (Rückstellungen) 3.206

Die Zeitwerte der Rückdeckungsversicherungen entsprechen den Anschaffungskosten.

Im Finanzergebnis wurden folgende Beträge verrechnet (in TEUR):

Erträge aus Erhöhung Deckungsvermögen 10
Zinsaufwand aus Abzinsung -78
Zinsergebnis (Ausweis im Zinsaufwand) -68

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von TEUR 8.520 (Vj. TEUR 9.028) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 556 (Vj. 961) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 405 (Vj. TEUR 405) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 556 (Vj. TEUR 961) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 961 durch Grundschulden, verpfändete Guthaben auf Sichteinlagen sowie Wertpapierabwicklungskonten besichert. Ein Mindestbeleihungswert in Höhe von TEUR 750 ist auf den Konten einzuhalten.

Es bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 5.540 (Vj. TEUR 5.489).

7. Haftungsverhältnisse

Bei der Unterstützungskasse der Gesellschaft besteht zwischen dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen der Anwartschaftsbarwertmethode bei einem Rechnungszinsfuß von 1,82 % (Vj. 1,78 %) ermittelten erforderlichen Deckungskapital für die laufenden Leistungen und den unverfallbaren Anwartschaften sowie dem Vermögen der Unterstützungskasse zum 31. Dezember 2023 ein Fehlbetrag in Höhe von TEUR 778 (Vj. TEUR 840), in dessen Höhe eine Subsidiärhaftung der Gesellschaft besteht. Eine Inanspruchnahme ist als sicher anzunehmen.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Miet- und Leasingverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.158. Diese enden zwischen 2024 und 2028.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Rohergebnis

Im Rohergebnis sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2 (Vj. TEUR 13) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Erlöse aus dem Verkauf von Wertpapieren erstmals im Rohergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen. Der Vorjahresbetrag wurde angepasst um TEUR 224.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zuschreibungen auf Finanzanlagen erstmals im Rohergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den Erträgen aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens. Der Vorjahresbetrag wurde angepasst um TEUR 4.

2. Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 116 (Vj. TEUR 189) enthalten.

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 9 (Vj. TEUR 1) solche aus der Währungsumrechnung.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Verluste aus dem Verkauf von Wertpapieren erstmals in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis teilweise in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bzw. teilweise in den Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens. Die Vorjahresbeträge wurden angepasst um TEUR 50 bzw. TEUR 159.

4. Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen stammen in Höhe von TEUR 500 (Vj. TEUR 500) aus verbundenen Unternehmen.

5. Erträge aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Zinserträge und Ausschüttungen aus Wertpapieranlagen erstmals in den Erträgen aus anderen Wertpapieren des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen. Der Vorjahresbetrag wurde angepasst um TEUR 104.

6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge stammen in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 12) aus verbundenen Unternehmen.

7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen beinhalten außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 Absatz 2 Satz 5 HGB in Höhe von TEUR 1 (Vj. TEUR 171).

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Teile der Kursverluste aus Wertpapieren des Umlaufvermögens erstmals in den Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. Der Vorjahresbetrag wurde angepasst um TEUR 300.

8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In Höhe von TEUR 78 (Vj. TEUR 78) sind (vor der Saldierung mit Erträgen aus der Erhöhung des Deckungsvermögens) Zinsaufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

VI. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023
Produktion 19
Verwaltung 214
233

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung ist Herr Stefan Beetz, Dipl.-Ing. (ETH) bestellt.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Beirat

Dem Beirat gehören folgende Personen an:

Herr Dr. Ing. Peter Jung, Balingen,

ehemaliger Geschäftsführer der Bizerba SE & Co. KG, Vorsitzender

Herr Jürgen Beetz, Villingen-Schwenningen,

ehemaliger Geschäftsführer der ISGUS GmbH

Herr Hermann Würthner, Villingen-Schwenningen,

ehemaliger Geschäftsführer der ISGUS GmbH

Herr Michael Daub, München,

Geschäftsführender Gesellschafter der Outplacement Beratung München KG

Herr Dr. Ing. Stefan Scheringer, Offenburg,

Stiftungsvorstand der MEIKO Stiftung

Die Gesamtbezüge für die Mitglieder des Beirats belaufen sich insgesamt auf TEUR 30.

Ehemalige Organmitglieder

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber zwei früheren Organmitgliedern sind voll durch Rückstellungen abgedeckt. Auf die Angabe der Bezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.

4. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 13.738.475,49 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Villingen-Schwenningen, 10. Juli 2024

ISGUS GmbH

Geschäftsführung

gez. Stefan Beetz

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 20.468.653,84 3.709.282,07 -137.576,80 1.242.031,89 22.798.327,22
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.538.071,29 69.022,00 0,00 53.109,86 3.553.983,43
Geschäfts- oder Firmenwert 1.039.861,53 0,00 0,00 0,00 1.039.861,53
II. Sachanlagen 7.068.277,07 773.974,97 -137.576,80 365.933,63 7.338.741,61
1. Grundstücke und Bauten 1.162.946,78 0,00 0,00 0,00 1.162.946,78
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.558.524,77 0,00 0,00 13.882,09 1.544.642,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.598.373,80 642.210,27 610.854,92 352.051,54 4.499.387,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 748.431,72 131.764,70 -748.431,72 0,00 131.764,70
III. Finanzanlagen 9.862.305,48 2.866.285,10 0,00 822.988,40 11.905.602,18
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.402.722,59 202.778,01 0,00 0,00 2.605.500,60
2. Beteiligungen 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Zuschreibungen Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 9.189.581,87 612.466,23 25.520,56 417.971,58 9.358.555,96
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.469.774,29 43.048,00 0,00 53.109,86 3.459.712,43
Geschäfts- oder Firmenwert 1.039.861,53 0,00 0,00 0,00 1.039.861,53
II. Sachanlagen 5.503.938,45 568.900,28 0,00 364.861,72 5.707.977,01
1. Grundstücke und Bauten 944.042,88 20.329,00 0,00 0,00 964.371,88
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.532.726,77 4.020,00 0,00 13.882,09 1.522.864,68
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.027.168,80 544.551,28 0,00 350.979,63 3.220.740,45
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 215.869,13 517,95 25.520,56 0,00 190.866,52
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 48.516,20 0,00 0,00 0,00 48.516,20
2. Beteiligungen 750,00 0,00 0,00 0,00 750,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 13.439.771,26 11.279.071,97
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 94.271,00 68.297,00
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
II. Sachanlagen 1.630.764,60 1.564.338,62
1. Grundstücke und Bauten 198.574,90 218.903,90
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.778,00 25.798,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.278.647,00 571.205,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 131.764,70 748.431,72
III. Finanzanlagen 11.714.735,66 9.646.436,35
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.556.984,40 2.354.206,39
2. Beteiligungen 0,00 0,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.08.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

In dem zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ISGUS GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ISGUS GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ISGUS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Villingen-Schwenningen, 10. Juli 2024

Wirtschaftsrevision Süd GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Busser, Wirtschaftsprüfer

Wedam, Wirtschaftsprüferin

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