Bizerba Labels & Consumables GmbH

Harpener Hellweg 31, 44805 Bochum, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Bochum HRB 15815
Vorher
BAG Bizerba Automotive GmbH
Eingetragen
7.2.2003
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Etiketten aller Art, insbesondere von Schmuck-, Thermo-, Funktions- und Sicherheitsetiketten sowie der Handel mit ähnlichen Produkten, wie Thermopapieren für Bonrollen und Thermotransferbändern. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Maßnahmen und Rechtsgeschäfte durchzuführen, die dem Unternehmensgegenstand mittelbar oder unmittelbar dienen. Insbesondere kann sie Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art im In- und Ausland erwerben oder gründen, Zweigniederlassungen errichten und sich im In- und Ausland an solchen Unternehmen beteiligen und Kooperationsund Unternehmensverträge abschließen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Claudio Pupo
seit 18.10.2023
Prokura
Christoph Demant
seit 18.1.2023
Prokura
Angela Kraut
seit 21.2.2022
Prokura
Andreas Wilhelm Kraut
seit 14.12.2015
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Bizerba SE & Co. KG
Germany
600.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bizerba Labels & Consumables GmbH

Bochum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Unternehmensprofil

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH besteht seit 2016 als eigenständige Gesellschaft am Standort in Bochum. Sie beliefert namenhafte Kunden der Bizerba-Gruppe, in erster Linie aus der Lebensmittelindustrie, mit einem breiten Produktportfolio an selbstklebenden Etikettenlösungen. Sie stellt damit die Versorgung der Kunden mit Verbrauchsmaterial sicher und bietet der Bizerba-Gruppe die Möglichkeit neben dem projektbezogenen Gerätegeschäft auch einen kontinuierlichen Umsatz mit Verbrauchsmaterial bei den Gerätekunden zu realisieren.

Die Bizerba Label & Consumables GmbH verarbeitet mit rund 140 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb jährlich rund 50 Mio. Quadratmeter Papier- und Folienbedruckstoffe zu circa 6 Mrd. Etiketten. Dieses Volumen wird in den drei Produktbereichen laminatbasierende Etiketten, Linerless- Etiketten und Clean-Cut Etiketten realisiert, wobei der Produktbereich der laminatbasierenden Etiketten für über 80 % des Umsatzes steht. Um diesen Kernbereich strategisch vom Wettbewerb zu differenzieren und zu stärken, unterhält die Bizerba Labels & Consumables GmbH eine eigene Laminatfertigung, mit der am Markt einzigartige Materialkombinationen realisiert werden und den Kunden ein Mehrwert bieten.

1.2 Geschäftsführung

Die Geschäftsführung der Bizerba Labels & Consumables GmbH wird durch Andreas Wilhelm Kraut (zugleich Gesellschafter der Bizerba SE & Co. KG) wahrgenommen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Konjunktur und Markt

2.1.1 Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 entwickelte sich die globale Konjunktur überraschend robust: Trotz der zahlreichen geopolitischen Konflikte sowie der anhaltend hohen Inflation und entsprechend restriktiver Maßnahmen wichtiger Notenbanken wuchs die Weltwirtschaft um 3,2 % (Vorjahr: 3,5 %), so der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook (WEO) Update vom April 2024. Der Verlauf war etwas besser als erwartet, unter anderem aufgrund der überraschend widerstandsfähigen Wirtschaft in den USA und einigen anderen Staaten. Positiv wirkte sich zudem aus, dass China einen größeren Beitrag zur globalen Expansion leistete als angenommen und sich die Inflation früher abschwächte als prognostiziert. Insgesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise 2023 global um 6,8 %. Historisch betrachtet war das abgelaufene Jahr allerdings eines der wachstumsschwächsten der letzten drei Jahrzehnte.

In den Industrienationen vergrößerte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2023 insgesamt um 1,6 % und damit deutlich weniger dynamisch als im Vorjahr mit 2,6 %. Die Entwicklungs- und Schwellenländer verzeichneten eine Steigerung von 4,3 % (Vorjahr: 4,1 %). In den USA lag das Wirtschaftswachstum bei 2,5 % (Vorjahr: 1,9 %) und in China bei 5,2 % (Vorjahr: 3,0 %). Die Eurozone verlor im abgelaufenen Jahr deutlich an Schwung und expandierte nur um 0,4 % (Vorjahr: 3,4 %). Ursächlich dafür waren eine spürbare Konsum- und Investitionszurückhaltung sowie hohe Energiepreise.

Dies machte sich vor allem in Deutschland bemerkbar. Hier schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt 2023 laut Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) preisbereinigt um 0,2 %, während es im Vorjahr noch um 1,8 % zugenommen hatte. Negativ wirkten sich unter anderem die nachlassende Dynamik des Welthandels, die trotz der jüngsten Rückgänge weiterhin hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen und ungünstige Finanzierungsbedingungen infolge steigender Zinsen aus. Darüber hinaus verunsicherten die Energiekrise und die geopolitischen Spannungen Produzenten, Investoren und Konsumenten.

Anfang 2024 blieb die Weltwirtschaft weiterhin relativ unempfindlich gegenüber den zahlreichen Krisen und damit verbundenen Unsicherheiten. Daher hob der IWF seine Prognose für das globale Wachstum im Gesamtjahr 2024 im April erneut leicht an. Zugleich beurteilte er die Chancen und Risiken für die künftige Entwicklung der Weltkonjunktur als weitgehend ausgeglichen. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt nahm in den ersten drei Monaten 2024 im Vergleich zum ersten Quartal 2023 preis- und kalenderbereinigt um 0,2 % ab.

2.1.2 Branchenentwicklung

Im deutschen Einzelhandel machten sich die geopolitischen Konflikte mit der damit einhergehenden Verunsicherung der Konsumenten sowie die anhaltende Inflation 2023 ebenfalls bemerkbar. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ging der Umsatz des gesamten Einzelhandels im abgelaufenen Jahr real um 3,3 % zurück. Nominal wurde durch die kräftigen Preissteigerungen ein Zuwachs von 2,3 % erzielt. Auch im Lebensmitteleinzelhandel führte die Inflation zu konträren Entwicklungen. Aufgrund der erhöhten Preise für Nahrungsmittel, die 2023 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 12 % zunahmen, wuchs der Umsatz in diesem Bereich nominal um 5,9 %, während sich real ein Rückgang von 3,9 % ergab. Im ersten Quartal 2024 verzeichnete der gesamte Einzelhandel nach Angaben von Destatis gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum real ein Minus von 0,7 % und nominal ein Plus von 1,7 %. Im Bereich Lebensmittel wurden sowohl preisbereinigt als auch nominal Zuwächse von 1,9 % bzw. 4,7 % ermittelt.

Obwohl die Teuerungsraten 2023 im Jahresverlauf deutlich abnahmen, blieben die Konsumenten sehr preissensibel. Aus diesem Grund gewannen Vertriebsschienen wie Discounter bei sogenannten Fast Moving Consumer Goods (FMGC) nach Berechnungen des Marktforschungsinstituts GfK Marktanteile hinzu. Sie erhöhten ihren Umsatz 2023 um 10,3 %, während der Lebensmitteleinzelhandel nur um 6,2 % zulegte und der Fachhandel lediglich um 0,3 %.

Insgesamt wuchs der Umsatz des Segments FMGC 2023 durch die Inflation um 7,5 %, bei Nahrungsmitteln waren es 7,1 %. In einzelnen Bereichen gab es laut GfK aber auch Mengenzuwächse, beispielsweise bei Käseprodukten sowie Obst und Gemüse. Der Umsatz mit Molkereiprodukten der gelben Linie (überwiegend Käseprodukte) erhöhte sich um 13,7 %, in der weißen Linie (Milch und Quark) wurde ein Zuwachs von 10,2 % erzielt. Frischeprodukte legten insgesamt um 7,8 % zu, wobei mit Obst und Gemüse 8,5 %, mit Fleisch- und Wurstwaren 6,0 % sowie mit Brot und Backwaren 12,7 % mehr umgesetzt wurden als im Vorjahr.

In den ersten beiden Monaten 2024 stieg der Lebensmittelumsatz den Angaben der GfK zufolge insgesamt um 4,8 %. Zurückzuführen war das erstmals wieder auf Mengeneffekte, die Preise entwickelten sich teilweise deutlich rückläufig. In einigen Bereichen wie beispielsweise bei Molkereiprodukten konnten die Mengensteigerungen die rückläufigen Preise nicht ausgleichen. Daher kam es sowohl in der gelben als auch in der weißen Linie zu einem Umsatzrückgang. Das Geschäft mit Frischeprodukten wie Fleisch und Wurstwaren, Obst und Gemüse sowie Brot und Backwaren legte dagegen jeweils zu.

Der europäische Markt für Haftetiketten war in 2023 durch einen erdrutschartigen Einbruch des Marktvolumens geprägt. Die ersten drei Quartale 2023 haben mit einem negativen Wachstum in Q1 von Minus 12,3 %, in Q2 von Minus 11,8 % und im Q3 von Minus 10,1 % einen in dieser Ausprägung noch nie dagewesenen Einbruch der Nachfrage dargestellt. Im vierten Quartal konnte dann der Wendepunkt und ein um 1,7 % wieder steigendes Marktvolumen beobachtet werden. (Quelle: Finat Radar 23, European Summary quarterly growth rate market volume in mio sqm)

Die hohen Materialpreise des Kalenderjahres 2022 haben sich in 2023 so entwickelt, dass in den ersten drei Quartalen ein moderater Preisrückgang zu verzeichnen war, bevor im Laufe des Q4 2023 wiederum eine leichte Preissteigerung eingetreten ist. Dieser Trend ist bei allen Materialindizes unabhängig ob papierbasiert oder folienbasiert erkennbar und betrifft somit das gesamte Bedruckstoffspektrum. (Quelle: Finat Radar 23, Europe-Summary Materials, Index Figures)

2.2 Ertragslage

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH hat ihr geplantes Umsatzziel für das Geschäftsjahr 2023/2024 deutlich verfehlt (-5,7 Mio. EUR bzw. -11,5 %). Die Umsatzerlöse lagen mit 43,8 Mio. EUR auch um 5,7 % unten denen des letzten Geschäftsjahres 2022/2023 (46,4 Mio. EUR). Durch einen Bestandsabbau von 0,6 Mio. EUR ergibt sich eine Gesamtleistung von 43,2 Mio. EUR.

Die Umsatzanteile der Bizerba Labels & Consumables GmbH kommen aus den Bereichen des nationalen Vertriebskanals, der MO Deutschland und des internationalen Vertriebes. Die Umsatzentwicklung der MO Deutschland hat sich über das Geschäftsjahr 2023/2024 gegenüber dem Vorjahr um 6,9 %-Punkte verbessert. Der Umsatz aus dem internationalen Geschäft hat sich jedoch negativ entwickelt (-23,0 %). Die Eröffnung eines neuen Schwesterwerkes in den USA in Q3 2022, welches die Linerless-Fertigung für den amerikanischen Markt vor Ort übernommen hat, wirkt sich dabei im Vorjahresvergleich deutlich aus. Auch die Absatzmärkte Belgien und Frankreich liegen unter Vorjahresniveau und unter Budget, sodass die Umsatzlücke nicht geschlossen werden konnte.

Die Proportionalkostenquote im Geschäftsjahr 2023/2024 liegt leicht schlechter als geplant (+0,5 %-Punkte). Gegenüber Vorjahr verbesserte sich die Materialaufwandsquote auf 61,9 % (-0,8 %-Punkte) durch eine leichte Entspannung der Rohmaterialpreise.

Die Personalaufwandsquote liegt aufgrund von Entgeltsteigerungen mit 20,7 % über Vorjahresniveau (+2,6 %). Die übrigen Fixkosten (ohne Personal) lagen in Summe insgesamt mit 5,8 Mio. EUR um 9,9 % unter dem budgetierten Wert lag und ebenfalls unter Vorjahr (+8,2 %). Dies resultiert im Wesentlichen aus der Reduzierung der Stromkosten durch die Nutzung der neu installierten Photovoltaikanlage gepaart mit den Effekten aus der Strompreisbremse sowie einem deutlichen Rückgang der Ausgaben für Leiharbeiter.

Im Geschäftsjahr 2023/2024 wurden erstmals latente Steuern aktiviert (0,4 Mio. EUR). Insgesamt ergibt sich so ein Jahresüberschuss von 0,8 Mio. EUR, der um 0,5 Mio. EUR über Vorjahr liegt.

2.3 Finanzlage

Der Cashflow der Bizerba Labels & Consumables GmbH blieb im Geschäftsjahr 2023/2024 ausgeglichen. Die Gesellschaft verfügt über keinerlei Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Liquidität wird über die Muttergesellschaft gesteuert. Die Cash Pool Forderungen gegen die Muttergesellschaft haben sich im Vergleich zum Vorjahr um +1,6 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR erhöht. Die Liquidität der Gesellschaft war im ganzen Geschäftsjahr gesichert.

2.4 Vermögenslage

Die Bilanz der Bizerba Labels & Consumables GmbH verkürzte sich per 31. März 2024 im Stichtagsvergleich um 9,9 Mio. EUR von 24,5 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR. Dabei haben sich durch die im Geschäftsjahr beschlossene Ausschüttung i.H.v. 17,0 Mio. EUR die Gesamtforderungen (im Vorjahr: 9,8 Mio. EUR) gegenüber der Gesellschafterin Bizerba SE & Co. KG hin zu Gesamtverbindlichkeiten i.H.v. 7,1 Mio. EUR entwickelt, was zu dieser Bilanzverkürzung führt. Durch die Ausschüttung hat sich auch die Eigenkapitalquote mit 33,1 % zum Stichtag 31. März 2024 gegenüber dem 31. März 2023 (85,7 %) deutlich reduziert.

3. Qualitätsmanagement, Arbeits- und Gesundheitsmanagement, Energiemanagement

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH besitzt, wie die gesamte Bizerba-Gruppe, eine verantwortungsvolle Unternehmensführung. Deshalb gehören hohe Produktqualität, Umweltschutz, Schonung der Energiequellen und Arbeitssicherheit zu den Unternehmenszielen. Die Integration dieser Aufgaben in die Unternehmensstrategie ist zugleich Voraussetzung für einen nachhaltigen Markterfolg. Deshalb sind unsere Produkte und Fertigungsprozesse umwelt- und ressourcenschonend gestaltet. Der Produktionsstandort Bochum besitzt ein etabliertes Umwelt- und Energiemanagementsystem, das nach den Normen ISO 14001 und 50001 zertifiziert ist. In unseren Richtlinien zur Umwelt- und Energiepolitik ist festgehalten, dass Umweltschutz und Energiebewusstsein eine grundsätzliche Führungsaufgabe ist und alle Vorgesetzten sowie Mitarbeiter wirken verantwortungsbewusst an der täglichen Umsetzung von Verbesserungsmaßnahmen mit. Im Geschäftsjahr 2023/2024 waren keine, das Umwelt- und Energiemanagement betreffenden Vorfälle zu verzeichnen. Sämtliche behördlichen Auflagen wurden erfüllt, die jährlichen Überwachungsaudits wurden erfolgreich absolviert.

Im Bereich Arbeits- und Gesundheitsmanagement übernehmen wir ebenfalls Verantwortung. Unser Ziel ist es, die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter kontinuierlich zu verbessern. Wir besitzen ein zertifiziertes Arbeitsschutzmanagementsystem nach ISO 45001.

Zur Absicherung unserer hohen Produktqualität haben wir ein konzernweit geltendes, einheitliches Qualitätsmanagementsystem installiert, das regelmäßig von den zuständigen Zertifizierungs- und Akkreditierungsstellen, Behörden sowie Kunden auditiert wird. Sowohl die Zentrale als auch alle im QM-System integrierten nationalen und internationalen Fertigungsstätten, Niederlassungen und Vertretungen sind in das Auditprogramm eingebunden. Damit werden die Kompetenzen nach ISO 9001, die Befugnis zur Durchführung von EU-Konformitätsbewertungsverfahren sowie alle relevanten internationalen Sicherheitsstandards kontinuierlich überwacht und die Konformität unserer Systeme mit den gesetzlichen und normativen Anforderungen bestätigt.

Das Management Board und der Vorstand der Bizerba SE & Co. KG werden regelmäßig durch den bzw. die Managementsystembeauftragten über die Wirksamkeit und die Weiterentwicklung der Managementsysteme unterrichtet. Zudem wird in den internen Entscheidungsgremien laufend über die Qualität der Organisation und der Produkte berichtet. Notwendige Maßnahmen zur laufenden Verbesserung der Produkte und Prozesse werden veranlasst, zeitnah umgesetzt und permanent überwacht.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Risikomanagement

Wie alle international tätigen Unternehmen ist auch Bizerba verschiedenen Chancen und Risiken ausgesetzt. Mit unserer Risikomanagementstrategie wollen wir Risiken rechtzeitig erkennen und Gefahren ausweichen. Aufbauend auf einem unternehmensweiten Controlling-Instrumentarium und einem internen Melde- und Überwachungssystem werden die Chancen und Risiken sowie die gesetzlich geforderten Verfahren und Instrumente laufend überprüft, kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert. Damit wird sichergestellt, dass insbesondere bestandsgefährdende Risiken rasch erkannt und die zuständigen Entscheidungsträger darüber informiert werden. Halbjährlich werden alle Führungskräfte aktiv dazu aufgefordert, neue mögliche Risiken zu melden. In diesem Zug werden auch die Bearbeiter der gemeldeten Risiken schriftlich aufgefordert, Gegenmaßnahmen zu benennen bzw. den Stand der eingeleiteten Gegenmaßnahmen mitzuteilen sowie die Risiken monetär neu zu bewerten. Nach dieser halbjährlichen Risikoinventur wird ein Bericht mit einer Übersicht, sowie mit allen Einzelrisiken erstellt und dem Vorstand übergeben. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft wird über den Vorstand über wesentliche Risiken und Änderungen benachrichtigt.

Das Risikomanagement gehört zu den Kernbestandteilen der Managementprozesse der Bizerba Gruppe. Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen verfügt Bizerba über ein zuverlässiges, institutionalisiertes Risikomanagementsystem zur Erkennung, Kommunikation und Behandlung von Einzel- und Gesamtrisiken. Damit werden die Risiken für den unternehmerischen Erfolg systematisch ermittelt, bewertet und durch entsprechende Maßnahmen kontrollierbar gemacht. Diese Methodik ist ein integraler Bestandteil unseres Managementkonzepts, trägt zur Steigerung des Unternehmenswertes bei und schafft Handlungsspielräume für das Unternehmen.

Die Risiken des Unternehmens werden regelmäßig identifiziert und die entsprechenden Einschätzungen aktualisiert. Soweit möglich, werden die Risiken nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und der zu erwartenden Schadenshöhe quantifiziert und in Kategorien eingeteilt, um Gegenmaßnahmen treffen zu können. Vorhandene Sicherungssysteme und Maßnahmen zur Risikobewältigung werden beschrieben, fortlaufend erweitert und auf ihre Eignung hin beurteilt. Unterstützung bei der Bewertung von Risiken liefern Schwellenwerte, die als Richtgrößen fungieren. Somit werden die Zuordnung und Bewertung der Risiken transparent dargelegt. Insgesamt sind wir auf der Basis der vorhandenen Instrumente in der Lage, unsere Risiko- und Chancenpolitik sicher fortzuführen. Wir verfügen jederzeit über Entscheidungsgrundlagen sowie geeignete Verfahren und Standards für die Bewältigung künftiger Risiken und die Nutzung neuer Chancen.

4.2 Wesentliche Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

4.2.1 Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Die Weltwirtschaft wurde im Berichtsjahr von weiter rasanten Entwicklungen beeinflusst. Neben den sich ausweitenden geopolitischen Konflikten prägten eine schwächere Konjunktur und anhaltende hohe Zinsen das abgelaufene Geschäftsjahr.

Bizerba begegnete den sich ergebenden finanziellen und strategischen Unternehmensrisiken mit einer systematischen Überwachung der Liquiditäts-, Kredit- und Währungsrisiken sowie der Einleitung eines umfangreichen Transformationsprozesses. Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen erfolgt eine konsequente Analyse der Chancen und Risiken in Bezug auf Markt- und Kundenanforderungen.

4.2.2 Kundenrisiken und -chancen

Unsere Branche ist stark von strukturellen und äußeren Veränderungen geprägt. Im Einzelhandel setzt sich der Trend zur Konsolidierung im klassischen Fleischerhandel fort, die Lebensmittelindustrie steht immer strenger werdenden Hygiene- und Umweltanforderungen gegenüber. Zudem kommen verstärkt Forderungen im Hinblick auf Nachhaltigkeit und CO 2 Reduzierung hinzu.

Der Anteil der Umsatzerlöse, die wir mit Großkunden erzielen, steigt tendenziell weiter an, jedoch leiten wir daraus derzeit kein bestandsgefährdendes Risiko aus der Abhängigkeit von einem Kunden ab. Der Verkauf von Produkten erfolgte überwiegend innerhalb der Bizerba-Gruppe.

4.2.3 Produkt- und Entwicklungsrisiken und -chancen

Innovationen sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für Bizerba. Sie bergen Chancen, aber auch Produkt- und Gewährleistungsrisiken. Bei unseren Produkten ist ein Qualitätsrisiko nicht ganz auszuschließen. Diesem begegnen wir mit einem umfangreichen Global Quality Managementsystem, um mögliche Risiken aus Produkthaftung und Garantieansprüchen zu minimieren.

Abgerundet wird die Risikominimierung zudem durch Managementsysteme im Bereich Umwelt, Energie und Arbeitssicherheit. Deren erfolgreiche Rezertifizierung, auch in 2023, zeigt die überdurchschnittlichen Anstrengungen der Bizerba Labels & Consumables GmbH hinsichtlich verringertem Energieverbrauch und Umweltbeeinflussung.

4.2.4 Beschaffungsrisiken

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH benötigt für die Herstellung der Produkte Verbrauchsstoffe wie Papier-Zellstoffe, Chemikalien, Druckfarben, Thermopapiere und Klebstoffkomponenten. Ein konsequentes Lieferantenmanagement sowie langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit haben die Verfügbarkeit der einzelnen Komponenten und Materialien weitestgehend abgesichert. Einen strategischen Vorteil besitzt die Bizerba Labels & Consumables durch die eigene Laminatfertigung in Bochum. Damit ergeben sich im Bereich Beschaffung und R&D vielfältige Möglichkeiten das eigene Produktspektrum mit alternativen Laminatkomponenten zu optimieren. Von dieser Möglichkeit wurde im Geschäftsjahr 2023/2024 Gebrauch gemacht und es sind günstigere Rohmaterialien in die Produktion eingeflossen.

4.2.5 Liquiditäts-, Finanzierungs- und Währungsrisiken

Liquiditäts-, Zinsänderungs- und Ausfallrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstrom- und Wechselkursschwankungen werden für die Bizerba Labels & Consumables GmbH auf Konzernebene durch ein kontinuierliches Zins- und Liquiditätsmanagement, sowie eine festgelegte Strategie verschiedener Währungsabsicherungsinstrumente überwacht. Die Anfertigung einer Einjahres- Cashflow-Planung auf Monatsbasis sowie einer Dreijahresplanung führen zu einer Minimierung des Liquiditäts- und Zahlungsschwankungsrisikos innerhalb der Gruppe.

4.3 Gesamtaussage zur Risiko- und Chancensituation

Die Überprüfung der Risikosituation hat ergeben, dass im Geschäftsjahr 2023/2024 und in absehbarer Zeit keine Einzelrisiken existieren, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden. Auch die Gesamtsumme der Einzelrisiken ist unverändert und aus heutiger Sicht nicht bestandsgefährdend.

Die aktuelle Lage durch die Krise in Osteuropa und die nach wie vor sehr angespannte Situation im Maschinenbau führen zu einem volatilen Auftragseingang. In unserem Supply Chain Management wird dies täglich neu bewertet und entsprechende Maßnahmen abgeleitet.

5. Prognosebericht

5.1 Konjunkturelles Umfeld

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die Weltwirtschaft 2024 und 2025 wie bereits im Jahr davor jeweils um 3,2 % wachsen. Angesichts der vielfältigen Herausforderungen der vergangenen Jahre bescheinigt der IWF der globalen Konjunktur weiterhin eine robuste Konstitution. Allerdings bleiben die Expansionsraten historisch schwach. Als Ursachen dafür werden unter anderem gestiegene Finanzierungskosten, anhaltende Auswirkungen des Ukrainekriegs und Spätfolgen der Pandemie genannt. Darüber hinaus sieht der IWF verschiedene Risiken für den künftigen Verlauf. So könnten die zunehmende geopolitische Fragmentierung sowie die zahlreichen Spannungen und Krisen sowohl zu geringerem Wachstum als auch zu wieder steigender Inflation und dauerhaft höheren Leitzinsen führen. Sollte darüber hinaus die chinesische Wirtschaft ins Stocken geraten, könnte sich das angesichts der großen Bedeutung des Landes bremsend auf viele seiner Handelspartner auswirken.

Die Entwicklungs- und Schwellenländer sollen 2024 und 2025 jeweils um 4,2 % wachsen, darunter China um 4,6 % und 4,1 %. In den Industrienationen ist in den beiden Jahren mit BIP-Steigerungen von 1,7 % und 1,8 % zu rechnen, wobei die USA dank einer guten Arbeitsmarktsituation und privaten Nachfrage mit 2,7 % und 1,9 % deutlich überdurchschnittlich zulegen dürften. Für die Eurozone wird dagegen nur ein Plus von 0,8 % respektive 1,5 % erwartet. Hierzu tragen unter anderem Frankreich und Spanien voraussichtlich positiv bei. Schlusslicht unter den G7-Staaten wird 2024 aus heutiger Sicht Deutschland bleiben, wo das BIP nur um 0,2 % zunehmen soll. 2025 ist dann wieder ein Zuwachs um 1,3 % möglich.

Auch andere Konjunkturforscher äußern sich verhalten für die deutsche Wirtschaft. Das Ifo-Institut rechnet angesichts der schlechten Stimmung und der hohen Unsicherheiten im laufenden Jahr ebenfalls nur mit einer Steigerung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % und für 2025 mit einem Plus von 1,5 %. Während sich Bauwirtschaft und Industrie im laufenden Jahr voraussichtlich schwach entwickeln, dürften die privaten Konsumausgaben die Wirtschaft stützen. Sie sollen laut Ifo-Institut 2024 um 1,1 % und 2025 um 1,7 % wachsen. Dabei wird ein Rückgang der Inflation auf 2,3 % beziehungsweise 1,6 % erwartet.

Der deutsche Einzelhandel wird sich 2024 - nach dem schwierigen Vorjahr - gemäß den Einschätzungen des HDE (Handelsverband Deutschland) leicht erholen. Der Verband erwartet, dass sich die Umsätze der Branche im laufenden Jahr nominal um 3,5 % und real um 1 % erhöhen, sieht aber zugleich viele Risiken für den Konsum. Neben den Kriegen in der Ukraine und Nahost nennt der HDE hier den sich verschärfenden Arbeitskräftemangel sowie mögliche gesellschaftliche Gefahren durch eine Politik der Ausgrenzung und Intoleranz.

Für den Lebensmitteleinzelhandel ist das Marktforschungsinstitut GfK verhalten zuversichtlich: Darauf weist nach dem guten Start in das laufende Jahr das im März 2024 zum zweiten Mal in Folge verbesserte GfK-Konsumklima hin. Positiv auf die Konsumneigung könnte sich in den kommenden Monaten zudem der sich verlangsamende Preissteigerungs-Trend und die in einigen Bereichen bereits deutlich fallenden Preise auswirken.

5.2 Entwicklung der Bizerba Labels & Consumables GmbH

2023/2024 war für die Bizerba Labels & Consumables GmbH ein erfolgreiches Geschäftsjahr.

Durch die Anpassung der Fertigungskapazitäten an das bestehende, aktuelle Marktvolumen und eine geringere Materialeinsatzquote gegenüber Vorjahr, ist es gelungen einen positiven Ertrag zu erwirtschaften.

Die Umsatzverteilung lag im Geschäftsjahr 2023/2024 dabei zu etwa 70 % im deutschen und zu 30 % im internationalen Kundenkreis. Das wichtige Geschäft mit Großkunden konnte dabei sukzessive ausgebaut werden.

Im Bereich der Produktion wurden im Rahmen einer Spezialisierungsstrategie zwei Maschinen an Schwesterwerke verlagert. Im Gegenzug wurde eine neue Flexodruckmaschine vom Schwesterwerk in Wien nach Bochum gebracht und hat im August die Produktion aufgenommen. Das Produktionslayout wird weiterhin Schritt für Schritt optimiert und im Sinne einer "LEAN-Production" an die Wertschöpfungskette angepasst. In 2023/2024 wurde neben der zuvor beschriebenen Investition in eine Flexodruckmaschine in eine neue Inspektionsmaschine investiert, die eine 100 % Kontrolle der bedruckten Etikettenrollen ermöglicht und damit höchste Kundenanforderungen erfüllen kann.

Für das ab dem 1. April 2024 beginnende Geschäftsjahr 2024/2025 rechnen wir mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich, das an das Niveau 2022/2023 anknüpft. Aufgrund von weiterer zu erwartender Entspannung in den Materialpreisen und einer strengen Überwachung der Fixkosten gehen wir davon aus, dass wir das EBT deutlich steigern können.

 

Balingen, 10. Juli 2024

Bizerba Labels & Consumables GmbH

Andreas Wilhelm Kraut, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. März 2024

Aktiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 427,00 603,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.259.738,00 4.753.817,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.590,00 140.536,00
4. Geleistete Anzahlungen 40.000,00 7.525,00
4.463.755,00 4.902.481,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 458.783,36 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.647.783,00 1.663.462,00
2. Unfertige Erzeugnisse 549.477,00 1.044.338,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.044.407,00 2.127.472,08
4. Geleistete Anzahlungen 421.047,76 19.215,06
4.662.714,76 4.854.487,14
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 543.096,55 606.734,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.670.418,59 13.192.415,59
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.475.739,03 686.206,09
4.689.254,17 14.485.356,13
III. Flüssige Mittel 894,66 270.510,93
C. Aktive latente Steuern 370.000,00 0,00
14.645.401,95 24.512.835,20

Passiva

Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 600.000,00 600.000,00
II. Kapitalrücklage 3.413.044,60 9.413.044,60
III. Gewinnvortrag 0,00 10.726.833,64
IV. Jahresüberschuss 833.365,00 277.893,40
4.846.409,60 21.017.771,64
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 426.335,00 388.204,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 313.753,35
3. Sonstige Rückstellungen 1.120.908,20 1.471.351,49
1.547.243,20 2.173.308,84
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.077.663,33 1.193.576,87
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.053.462,23 11.076,44
3. Sonstige Verbindlichkeiten 120.623,59 117.101,41
8.251.749,15 1.321.754,72
14.645.401,95 24.512.835,20

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.783.110,39 46.419.152,11
2. Vermindernung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -552.888,08 -602.598,92
3. Sonstige betriebliche Erträge 137.612,19 371,04
43.367.834,50 45.816.924,23
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 26.746.107,38 28.477.868,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -100,26 235.712,80
26.746.007,12 28.713.580,81
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 7.444.469,85 6.825.561,23
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.490.677,01 1.485.825,95
8.935.146,86 8.311.387,18
6. Abschreibungen auf Sachanlagen 693.364,61 704.412,03
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 6.873.023,28 7.961.921,05
120.292,63 125.623,16
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 433.607,30 163.306,68
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.271,26 9.313,66
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -289.452,33 1.006,78
713.788,37 152.986,24
11. Ergebnis nach Steuern 834.081,00 278.609,40
12. Sonstige Steuern 716,00 716,00
13. Jahresüberschuss 833.365,00 277.893,40

Anhang vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den Vorschriften des Gesellschaftsvertrags aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Gesellschaften. Im Geschäftsjahr wurden die Größenkriterien für große Kapitalgesellschaften erstmals unterschritten.

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH ist unter der Nummer HRB 15815 im Handelsregister des Amtsgerichts Bochum eingetragen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher in diesem Anhang gesondert aufgegliedert und erläutert. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls an dieser Stelle gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die beweglichen Anlagegüter wurden linear abgeschrieben. Zugänge mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben worden. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag aktiviert.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Diese beruhen auf der aktuellen Betriebsabrechnung. Hierbei werden neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt. Kosten der allgemeinen Verwaltung und Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch Abwertungen berücksichtigt.

Für Verluste aus Liefer- und Abnahmeverpflichtungen wurden - sofern erforderlich - Rückstellungen gebildet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschaftsbarwertmethode unter Verwendung der "Heubeck Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,82 % verwendet. Erwartete Rentensteigerungen werden mit 2,00 % berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 5,0 % berücksichtigt. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wurde, wie im Vorjahr, nicht im Personalaufwand, sondern im Zinsergebnis erfasst.

Aus der Abzinsung der Rückstellung für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich zum 31. März 2024 im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,79 %) eine Verminderung der Rückstellung für Pensionen (Bewertungsänderung) in Höhe von EUR 2.378,00 (Unterschiedsbetrag).

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde mit dem versicherungsmathematisch ermittelten Erfüllungsbetrag unter Anwendung eines Zinsfußes von 1,16 % und der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" bewertet. Zukünftige Entgeltsteigerungen wurden in Höhe von 2,50 % p.a. berücksichtigt.

Die Jubiläumsverpflichtungen wurden mit einem Rechnungszinssatz von 1,79 % abgezinst und unter Berücksichtigung der Erhöhung des Werts eines Sonderurlaubstages von 2,5 % sowie eines Fluktuationsabschlages von 5,0 % unter Zugrundelegung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Soweit die zu Grunde liegende Verpflichtung einen Zinsanteil enthält oder eine Rentenverpflichtung ohne Gegenleistung darstellt, wurde die Rückstellung zum Barwert angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und - entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. In Abweichung zum Vorjahr erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2024 eine Aktivierung des sich daraus ergebenden latenten Steuerüberhangs.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Restlaufzeiten der Forderungen sind im Forderungsspiegel im Einzelnen dargestellt.

Forderungsspiegel in TEUR

Art der Forderung Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr über 1 Jahr 31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Forderungen aus Lieferung und Leistung 543 0 543
(Vorjahr) (607) (0) (607)
2. Sonstige Vermögensgegenstände - Steuern 394 331 725
(Vorjahr) (27) (48) (75)
3. Sonstige Forderungen an Mitarbeiter 0 0 0
(Vorjahr) (3) (0) (3)
4. übrige sonstige Vermögensgegenstände 752 0 752
(Vorjahr) (608) (0) (608)

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stammen mit EUR 2.670.418,59 (Vorjahr: EUR 2.514.509,36) aus dem Liefer- bzw. Leistungsverkehr. Zudem sind in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 10.677.906,23) Cash Pool-Forderungen enthalten. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 9.824.872,11) enthalten.

Es besteht ein Aktivüberhang an latenten Steuern, der erstmalig in Höhe von EUR 370.000,00 angesetzt wird. Die aktiven latenten Steuern resultieren dabei im Wesentlichen aus unterschiedlichen Ansätzen bei Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen, sowie aus Verlustvorträgen. Der steuerliche Verlustvortrag beträgt EUR 2.848.276,20 (Vorjahr EUR 3.423.769,44) und wird in den nächsten 5 Jahren verwendet. Passive latente Steuern resultieren aus degressiven Abschreibungen in der Steuerbilanz.

Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgt mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschafts- und Gewerbesteuer in Höhe von 33,2 %.

Die Sonstigen Rückstellungen enthalten unter anderem die folgenden größeren Einzelposten:

Personalrückstellungen, unter anderem für Verpflichtungen aus betrieblichen Altersteilzeit-Arbeitsverhältnissen, für Vergütungen an Arbeitnehmer und leitende Angestellte, für rückständigen Urlaub und Gleitzeitguthaben der Arbeitnehmer, für Jubiläumszuwendungen sowie Sonderentgelte von insgesamt TEUR 790, sowie Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen (TEUR 90), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 76) und für rückständige Beiträge zur Berufsgenossenschaft (TEUR 33). Die verbleibenden sonstigen Rückstellungen unter anderem für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen, für Rechnungsstorni sowie für Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses belaufen sich in Summe auf TEUR 128.

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit Restlaufzeit Gesamt
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre gesichert mit 31.03.2024 31.03.2023
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.077 0 0 1.077
(Vorjahr) (1.193) (0) (0) (1.193)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 7.053 0 0 7.053
(Vorjahr) (11) (0) (0) (11)
- davon aus Lieferungen und Leistungen 5 0 0 5
(Vorjahr) (11) (0) (0) (11)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 121 0 0 121
(Vorjahr) (93) (24) (0) (117)
- davon aus Steuern 82 0 0 82
(Vorjahr) (56) (0) (0) (56)

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 7.050.362,23 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

Außerbilanzielle Geschäfte

Die Aufwendungen aus Miet-, Pacht- und ähnlichen Nutzungsverträgen mit bestimmter Laufzeit beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 954.860,93 (Vorjahr: EUR 936.664,29), davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 952.813,68; (Vorjahr: EUR 932.571,60). Zweck und Chancen liegen hier im Wesentlichen in der Verlagerung von Investitionsrisiken auf Dritte. Risiken ergeben sich im Wesentlichen aus der vertraglichen Bindung. In künftigen Geschäftsjahren ist mit Verpflichtungen in ähnlicher Höhe zu rechnen.

Zum Stichtag bestand aus abgeschlossenen Leasingverträgen ein Gesamtobligo über die Gesamtlaufzeit der Leasingverträge von EUR 2.126.567,11 (Vorjahr: EUR 886.008,48), davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 2.126.567,11; (Vorjahr: EUR 886.008,48). Zweck und Chance dieser Verträge sind die Liquiditätsbeschaffung und partiell die Vermeidung von Restwertrisiken. Wesentliche Risiken resultieren aus der Vertragsbindung über die Gesamtlaufzeit.

Haftungsverhältnisse und weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zwischen der Gesellschaft, verbundenen Unternehmen und der Gesellschafterin besteht eine Vereinbarung zum Kontenclearing bei der Deutsche Bank AG. Für Ansprüche, die der Deutsche Bank AG im Zusammenhang mit der Führung des Zielkontos und der Ursprungskonten entstehen, besteht eine gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschaft. Die Bizerba Labels & Consumables GmbH haftet gegenüber der Deutsche Bank AG gesamtschuldnerisch mit den übrigen einbezogenen Konzernunternehmen für die Verbindlichkeiten und Verpflichtungen aller angeschlossenen Gesellschaften. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als gering eingeschätzt, da es derzeit keine Anzeichen gibt, dass die verbundenen Unternehmen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zum Stichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Bank AG aus dem vorgenannten Cash Pool Vertrag.

Die Aufwendungen aus Wartungsverträgen beliefen sich im Geschäftsjahr auf EUR 748.598,23 (Vorjahr: EUR 615.990,65), davon gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 3.030,50 (Vorjahr: EUR 0,00). In künftigen Geschäftsjahren ist mit Verpflichtungen in ähnlicher Höhe zu rechnen.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

2024 2023
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse nach Regionen
Deutschland 27.427 62,6 25.547 55,0
Europa 14.003 32,0 15.883 34,2
Amerika 1.965 4,5 4.678 10,1
Übrige Länder 386 0,9 311 0,7
43.781 100,0 46.419 100,0

Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf unterschiedlicher Etikettenprodukte realisiert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 105.074,34 (Vorjahr: EUR 9.618,24).

Personalaufwand

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 37.039,23 (Vorjahr: Erträge von EUR 7.969,03).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 45.316,17 (Vorjahr: EUR 138.341,07).

Finanzergebnis

In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 432.801,30 (Vorjahr: EUR 163.306,68) enthalten.

In Höhe von EUR 6.336,00 (Vorjahr: EUR 8.808,00) sind Zinsen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in den Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten.

Sonstige Angaben

Mitglieder der Geschäftsführung

Andreas Wilhelm Kraut, Vorsitzender des Vorstandes der Bizerba SE & Co. KG, Balingen.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Ausschüttung

Gemäß Beschluss vom 25. März 2024 erfolgt eine Ausschüttung aus dem Gewinnvortrag i.H.v. EUR 11.004.727,04 und zusätzlich aus den Kapitalrücklagen i.H.v. EUR 6.000.000,00 an die Bizerba SE & Co. KG, Balingen. Die Dividende ist am 12. Dezember 2024 zur Zahlung fällig.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

Anzahl
Männlich 118
Weiblich 18
136

Gesellschafter

Alleingesellschafterin der Bizerba Labels & Consumables GmbH ist die Bizerba SE & Co. KG, Balingen.

Konzernverhältnisse

Die Bizerba Labels & Consumables GmbH ist eine 100%-ige Tochter der Bizerba SE & Co. KG, Balingen (Konzernmutter) und wird in den Konzernabschluss der Konzernmutter (größter und kleinster Konzernkreis) einbezogen. Der Konzernabschluss ist unter www.bundesanzeiger.de erhältlich.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar ist in dem oben aufgeführten Konzernabschluss enthalten.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres, über die an dieser Stelle zu berichten wäre, haben sich nicht ereignet.

 

Bochum, 10. Juli 2024

Bizerba Labels & Consumables GmbH

Andreas Wilhelm Kraut, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens der Bizerba Labels & Consumables GmbH, Bochum, im Geschäftsjahr 1. April 2023 bis zum 31. März 2024

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.004,40 0,00 0,00 3.004,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.267.793,22 496.849,22 390.077,35 9.374.565,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 705.807,99 74.770,39 60.661,87 719.916,51
4. Geleistete Anzahlungen 7.525,00 40.000,00 7.525,00 40.000,00
9.984.130,61 611.619,61 458.264,22 10.137.486,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 458.783,36 0,00 458.783,36
9.984.130,61 1.070.402,97 458.264,22 10.596.269,36
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.4.2023 Zugänge Abgänge Stand am 31.03.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.401,40 176,00 0,00 2.577,40
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.513.976,22 647.443,22 46.592,35 5.114.827,09
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 565.271,99 45.745,39 54.690,87 556.326,51
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.081.649,61 693.364,61 101.283,22 5.673.731,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
5.081.649,61 693.364,61 101.283,22 5.673.731,00
Buchwerte
Stand am 31.03.2024 Stand am 31.03.2023
EUR EUR
I. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 427,00 603,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.259.738,00 4.753.817,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 163.590,00 140.536,00
4. Geleistete Anzahlungen 40.000,00 7.525,00
4.463.755,00 4.902.481,00
II. Finanzanlagen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen 458.783,36 0,00
4.922.538,36 4.902.481,00

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Bizerba Labels & Consumables GmbH, Bochum

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Bizerba Labels & Consumables GmbH, Bochum, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Bizerba Labels & Consumables GmbH, Bochum, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Stuttgart, 11. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Patrick Huhn, Wirtschaftsprüfer

Markus Will, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. März 2024 wurde am 22. Juli 2023 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt. Der Jahresüberschuss zum 31. März 2024 in Höhe von € 833.365,00 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

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