German
Bionic Systems GmbH
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
9.884.810,95 |
7.075.858,27 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
6.255.172,94 |
4.494.466,55 |
| II.
Sachanlagen |
1.733.429,95 |
1.497.435,68 |
| III.
Finanzanlagen |
1.896.208,06 |
1.083.956,04 |
| B.
Umlaufvermögen |
8.550.740,13 |
5.648.588,30 |
| I.
Vorräte |
1.097.661,65 |
650.712,72 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
1.142.682,20 |
230.470,00 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
6.310.396,28 |
4.767.405,58 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
394.192,11 |
32.324,65 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
18.829.743,19 |
12.756.771,22 |
Passiva
|
|
31.12.2022
EUR |
31.12.2021
EUR |
| A.
Eigenkapital |
4.185.547,71 |
10.890.260,70 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
98.198,00 |
98.198,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
23.037.596,17 |
22.540.011,60 |
| III.
Bilanzverlust |
18.950.246,46 |
11.747.948,90 |
| B.
Rückstellungen |
428.430,15 |
140.000,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
13.687.806,80 |
1.416.608,75 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
527.958,53 |
309.901,77 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
18.829.743,19 |
12.756.771,22 |
Anhang
German Bionic Systems GmbH
,
Berlin
Anhang für das Geschäftsjahr 2022
I.
Allgemeine Angaben
Die German Bionic Systems GmbH hat ihren Sitz in
Berlin. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin
(Charlottenburg), unter der Registernummer HRB 199907
geführt.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022
ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches
aufgestellt worden.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn-
und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden
können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB)
gewählt.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft
im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB und hat
größenabhängige Erleichterungen bei
der Aufstellung des Jahresabschlusses teilweise in Anspruch
genommen.
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Geschäftsführung geht von einer
Fortführung der Gesellschaft aus und bewertet die
Vermögensgegenstände und Schulden entsprechend zu
Fortführungswerten.
Im Jahresabschluss sind sämtliche
Vermögensgegenstände, Schulden,
Rechnungsabgrenzungsposten,
Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit
gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der
Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite,
Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.
Das Anlage- und Umlaufvermögen, das
Eigenkapital, die Rückstellungen, die Schulden sowie
der Rechnungsabgrenzungsposten sind in der
Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend
aufgegliedert.
Die in der Bilanz ausgewiesenen
Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet
(§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).
Aktiva
Anlagevermögen
Selbst geschaffene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
wurden in Form von Entwicklungskosten unter Ausübung
des Wahlrechts gem. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB angesetzt.
In die Herstellungskosten werden nur die
Pflichtbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB
einbezogen. Die Abschreibungen werden linear, entsprechend
der jeweiligen voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 5
und 10 Jahren, vorgenommen. Teilweise befanden sich die
Vermögensgegenstände noch in Entwicklung.
Die Übrigen immateriellen
Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten
bewertet und werden linear über die erwartete
Nutzungsdauer von bis zu 10 Jahren abgeschrieben.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten abzüglich planmäßiger
Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen auf Sachanlagen
werden linear, entsprechend der jeweiligen
voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen 1 und 15 Jahren,
vorgenommen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Anschaffungskosten von 250,00 Euro bis 800,00 Euro werden
im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind grundsätzlich mit den
Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert
bewertet. §253 Abs.3 Satz 6 HGB findet keine
Anwendung.
Umlaufvermögen
Die Vorräte wurden unter Beachtung des
Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder
Herstellungskosten bewertet. In die Herstellkosten werden
nur die Pflichtbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 2
HGB einbezogen.
Die erhaltenen Anzahlungen wurden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder
mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Erkennbaren und latenten Ausfallrisiken wurde
durch die Bildung von Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Der Kassenbestand sowie die Guthaben bei
Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag
bilanziert.
Rechnungsabgrenzungsposten sind gebildet für
Einnahmen/Ausgaben, soweit diese Erträge/Aufwendungen
für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag
darstellen.
Latente Steuern werden für sich in Folgejahren
voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den
handelsrechtlichen uns steuerrechtlichen Wertansätzen
für Vermögensgegenstände, Schulden und
Rechnungsabgrenzungsposten sowie für steuerliche
Verlustvorträge ermittelt. Aktive und passive Latenzen
werden verrechnet ausgewiesen. Das Aktivierungswahlrecht
für einen sich ergebenden Aktiv-Überhang wird
nicht in Anspruch genommen. Weitergehende Angaben nach
§ 285 Nr. 29 sind wegen § 288 HGB nicht
notwendig.
Passiva
Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt.
Zudem wurde der Betrag, der bei der Ausgabe von
Schuldverschreibungen für Wandlungs- oder
Optionsrechte erzielt wurde, in die Kapitalrücklage
eingestellt. Er entspricht der Differenz zwischen dem
Ausgabebetrag der Schuldverschreibung mit Wandlungs- und
dem Ausgabebetrag der gleichen Schuldverschreibung ohne
Wandlungsrecht. Zudem wird für die Gewährung von
Anteilen an Mitarbeiter aus bedingtem Kapital
(Mitarbeiterbeteiligungsprogramm) die Kapitalrücklage
ratierlich über den Zeitraum, in dem der Mitarbeiter
die Arbeitsleistung erbringt, dotiert.
Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen mit den
Erfüllungsbeträgen, die nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendig sind.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr
werden nicht abgezinst.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
III.
Erläuterungen zur Bilanz
Anlagevermögen
Der Gesamtbetrag der Forschungs- und
Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr
3.925.470,81 Euro. Davon entfallen als aktivierte
Eigenleistungen 2.540.395,26 Euro auf die selbst
geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens. In den Ausleihungen gegen
verbundene Unternehmen sind Forderungen gegen
Tochtergesellschaften in Deutschland, Japan und den USA
enthalten. Davon wurden im Geschäftsjahr 650.000 Euro
außerplanmäßig auf die Ausleihungen der
japanischen Tochtergesellschaft abgeschrieben. Ausleihungen
an die amerikanische Tochtergesellschaft sind aufgrund von
Wechselkurseffekten in Höhe von 32.409,26 EUR
wertgemindert.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr.
Eigenkapital
Das Gezeichnete Kapital beträgt 98.198,00 Euro
und ist in voller Höhe eingezahlt. Die
Kapitalrücklage hat sich im Berichtszeitraum um
insgesamt 497.584,57 Euro erhöht. Der Anstieg
resultiert mit 371.604,00 Euro aus Wandelanleihen und mit
125.980,57 Euro aus ratierlichen Anpassungen des
Mitarbeiterbeteiligungsprogramms. Im Bilanzverlust ist ein
Verlustvortrag in Höhe von 11.747.948,90 Euro
enthalten.
Sonstige Rückstellungen
Die Sonstigen Rückstellungen betreffen im
Wesentlichen die Aufwendungen für ausstehende
Rechnungen und die Erstellung des Jahresabschlusses und der
Steuererklärungen 2022.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten in Höhe von 1.727.556,30 Euro
sind innerhalb eines Jahres fällig (i.VJ. 810.025,78
Euro).
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als
einem Jahr bestehen in Höhe von 11.960.250,50 Euro
(i.VJ. 606.582,97 Euro).
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
bestehen in Höhe von 0,00 Euro (i.VJ. 0 Euro).
Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen
bestehen in Höhe von 1.937,56 Euro (i.VJ. 1.000,00
Euro).
IV.
Sonstige Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen von nicht in der
Bilanz enthaltenen Geschäften
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen insgesamt in Höhe von
313.368,12 Euro sonstige finanzielle Verpflichtungen aus
Miet- und Leasingverträgen.
Belegschaft
Die Gesellschaft beschäftigte im
Geschäftsjahr 2022 52 Mitarbeiter.
Geschäftsführung
Geschäftsführer sind Herr Dr. Peter
Heiligensetzer, CTO (Abberufung am 28. Februar 2023) sowie
Herr Armin Schmidt, CEO. Herr Dirk Pöschl wurde am 1.
April 2023 als Geschäftsführer bestellt.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Stichtag
Aus einem Darlehensvertrag mit der Europäischen
Investitionsbank hat die Gesellschaft am 8. Juni 2023 eine
Tranche von 2.500.000,00 Euro erhalten (Laufzeit 5 Jahre).
Weitere 7.500.000,00 Euro stehen bis März 2024 zum
Abruf durch die Gesellschaft bereit.
Aus Wandeldarlehensverträgen hatte die
Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 Zusagen in Höhe von
3.200.000,00 Euro. Diese wurden vollständig bis zum
11. April 2023 eingezahlt.
Berlin, 23. Juni 2023
gez.,
Geschäftsführer
gez.
Armin Schmidt, Geschäftsführer
Dirk
Pöschl
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 24.11.2023
festgestellt.
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