Foundation Medicine GmbH

Nonnenwald 2, 82377 Penzberg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 225866
Vorher
FMI Germany GmbH
Eingetragen
24.5.2016
Branche
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen LaboratorienForschung und Entwicklung im Bereich BiotechnologieErbringung von Dienstleistungen der diagnostischen Bildgebung
Gegenstand
Genomische Diagnostik sowie das Durchführen von genomischen Sequenzierungen und Datenanalyse im Labor.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Foundation Medicine, Inc.USA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Foundation Medicine, Inc.
United States
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Foundation Medicine GmbH

Penzberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

A. Wirtschaftsbericht

1. Geschäft und Rahmenbedingungen
1.1. Allgemeine Hinweise zum Lagebericht
Bei der Erstellung des Lageberichts werden vom Management Einschätzungen und Annahmen getroffen. Diese beruhen auf Erkenntnissen der Vergangenheit und verschiedenen sonstigen Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als zutreffend erachtet werden und deren Bewertung nicht direkt aufgrund anderer Quellen gegeben ist. Die tatsächliche Entwicklung kann von diesen Einschätzungen abweichen. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Änderungen der Einschätzungen sind allenfalls notwendig, sofern sich die Gegebenheiten, auf denen die Einschätzungen basieren, geändert haben oder neue Informationen und zusätzliche Erkenntnisse vorliegen. Solche Änderungen werden in der Berichtsperiode berücksichtigt, in der die Änderungen erfolgt sind.

1.2. Rahmenbedingungen
Die Foundation Medicine GmbH (FMI GmbH), Penzberg, ist eine einhundertprozentige Tochtergesellschaft der Foundation Medicine Inc. (FMI Inc.), Cambridge, Massachusetts, USA. Die FMI Inc. wiederum ist 100 %-ige Tochter der F. Hoffmann-La Roche Ltd (FHLR) in Basel, Schweiz.
Im Konzern von FHLR / FMI Inc. nimmt die FMI GmbH am Standort Penzberg wichtige globale Funktionen im internationalen Geschäft von FMI Inc. wahr. Das Geschäft der FMI GmbH basiert dabei hauptsächlich auf den Lieferbeziehungen zur Muttergesellschaft. Daneben bestehen wenige Drittkundenbeziehungen.

1.3. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Foundation Medicine versucht, durch Innovationen in der personalisierten Krebsmedizin die Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu verbessern. Dafür werden diagnostische Tests entwickelt, die die wichtigsten genomischen und molekularen Eigenschaften von Tumoren erfassen und mit relevanten wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnissen verknüpfen. Dies soll Onkologen dabei unterstützen, die bestmögliche Behandlung für jeden Patienten festzulegen.
Foundation Medicine und Roche unterhalten darüber hinaus seit 2015 eine umfassende strategische Zusammenarbeit, die 2018 zur Übernahme zu 100% von Foundation Medicine in den Roche-Konzern führte. Als Teil der Zusammenarbeit wurde mit der FMI GmbH ein Sequenzierungslabor der nächsten Generation in Penzberg aufgebaut. Dieses Labor dient als strategische Drehscheibe von Foundation Medicine für die kommerzielle Ausweitung in verschiedene europäische Länder.
Das Labor in Penzberg ist ein Hochdurchsatzlabor zur Prozessierung verschiedener Patientenproben, basierend auf der jeweiligen Art des Tumors.
Das molekulare Tumorprofiling von FMI Inc. unterstützt Ärzte bei der Detektion von über 300 genetischen Alterationen. Gerade wenn Standardtherapien nicht ansprechen oder viele Therapieoptionen bestehen, kann ein umfassendes Tumorprofiling helfen. Für alle soliden Tumoren eignet sich FoundationOne® CDx. Sollte bei soliden Tumorerkrankungen nur wenig oder kein Gewebe vorliegen, analysiert die Liquid-Biopsy-Untersuchung FoundationOne® Liquid CDx zirkulierende Tumor-DNA im Blut. Zur genetischen Charakterisierung von hämatologischen Erkrankungen oder Sarkomen eignet sich das molekulare Profiling FoundationOne® Heme.
Die Verantwortung für die Vermarktung der Tests von FMI Inc. außerhalb der USA trägt dabei FHLR bzw. die separaten Roche-Landesgesellschaften. Die FMI GmbH hat keinen direkten Einfluss auf die Generierung des Probenvolumens, das in Penzberg prozessiert wird. Strategische Entscheidungen derlei Natur werden zwischen FHLR und FMI Inc. getroffen.
Das Geschäft von FMI Inc. und damit auch der FMI GmbH ist darüber hinaus nicht konjunkturabhängig, sondern richtet sich vielmehr am Stand der Forschung zur Behandlung von Krebserkrankungen und der Vergütung der entsprechenden Behandlung in den jeweiligen Ländern aus.
Die Tests von FMI Inc. werden in vielen Ländern von FHLR bzw. den Roche-Landesgesellschaften angeboten, dabei jedoch sehr unterschiedlich vergütet. Nationale Vorgaben zum Schutz patientenbezogener Daten, in Bezug auf die Behandlung von Krebserkrankungen im Allgemeinen, sowie die genannten großen Unterschiede bei der Vergütung machen eine kurze Einschätzung oder Gesamtaussage zum Geschäft der FMI GmbH sehr schwierig.
Grundsätzlich kann aber festgehalten werden, dass, je fortschrittlicher die Patientenversorgung in einem Land ist, desto eher erfolgt eine Unterstützung der Behandlung über sog. Comprehensive Genomic Profiling (CGP).
Branchenkonjunkturdaten für das Jahr 2021 und die Folgejahre liegen nicht spezifisch vor. FMI Inc. hat jedoch aufgrund der Zugehörigkeit zu FHLR eine gute Ausgangsposition, da über FHLR bzw. die Roche-Landesgesellschaften bereits ein Zugang zu den lokalen Absatzmärkten besteht.

1.4. Geschäftsverlauf
Das Geschäftsjahr 2021 zeichnete sich durch eine annähernde Verdoppelung des prozessierten Probenvolumens gegenüber 2020 aus. Diese Entwicklung setzt sich auch in den darauffolgenden Jahren fort (2024 zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichtes noch nicht abgeschlossen).

Jahr
Monate
Anzahl
2020
12
7.477
2021
12
14.658
2022
12
21.995
2023
12
24.768
2024
5
10.529


Wesentlich hierfür waren der Transfer von Bestandskundenländern von FMI Inc. sowie die Neuerschließung weiterer Kundenländer, die bisher nicht zum Portfolio gehörten. Hervorzuheben ist hierbei, wie bereits oben ausgeführt, die sehr komplexe Wettbewerbssituation im Allgemeinen, da es von Land zu Land teilweise sehr unterschiedliche regulatorische Vorgaben zum Umgang mit Patientenproben gibt, was die Erschließung neuer Märkte in der Regel zu einer langwierigen Angelegenheit macht.

2. Ertragslage
Der Umsatz der Foundation Medicine GmbH im Jahr 2021 betrug rund 21,2 Mio. EUR. Insgesamt waren Skaleneffekte zu beobachten, das Ergebnis nach Steuern lag im Jahr 2021 bei einem Überschuss von rund 0,29 Mio. EUR. Die Skaleneffekte ergaben sich aus der Steigerung des Umsatzes bei einem geringen Anstieg der Fixkosten gegenüber den variablen Kosten. Das verdoppelte Probenvolumen konnte ohne größere Investitionen in zusätzliches Personal, zusätzliche Geräte oder weitere Räumlichkeiten bewältigt werden.
Dies liegt innerhalb der Planung; der Umsatz konnte gegenüber 2020 um gut 8,4 Mio. EUR gesteigert werden. Wesentlich dafür war ein entsprechender Anstieg der Anzahl der zu analysierenden Proben im Rahmen des internationalen Geschäftes. Der überwiegende Teil der Umsätze besteht aus der monatlichen Verrechnung aller Kosten der FMI GmbH mit der FMI Inc., sodass bei steigenden Kosten die Umsätze entsprechend steigen (Cost-Plus-Verrechnung).
Die Auftragslage ist zufriedenstellend angesichts der Tatsache, dass das Probenvolumen annähernd verdoppelt werden konnte (siehe 1.4). Die Mitarbeiter und die Analysekapazitäten werden voll ausgelastet. Erneut ist an dieser Stelle jedoch darauf hinzuweisen, dass die Auftragseingänge an sich abhängig sind von strategischen Entscheidungen auf Seiten FHLR bzw. FMI Inc.
Da für die Analyse jeder einzelnen Probe ein bestimmter Mix an chemischen Verbrauchsmaterialien genutzt wird, verdoppelten sich die Aufwendungen für diese Verbrauchsmaterialen durch die Verdopplung des Auftragsvolumens.
Zum Materialaufwand zählen darüber hinaus die bezogenen Leistungen, hierbei handelt es sich um die pathologische Begutachtung jeder Probe hinsichtlich Tumorgehalt und Tumorart. Die FMI GmbH kauft diese Leistung bei einem Verbund niedergelassener pathologischer Praxen ein. Die Kosten hierfür stiegen um 100% gegenüber 2020.
Weitere Positionen wie Transportkosten oder Kosten aus Serviceverträgen für Laborgeräte stiegen verhältnismäßig leicht, so dass insgesamt ein Anstieg der Kosten für Materialaufwendungen in Höhe von 109% gegenüber 2020 zu verzeichnen war.
Ein im Verhältnis weniger starker Anstieg war im Personalaufwand zu beobachten (knapp 32% gegenüber 2020). Aufgrund verschiedener Reorganisationsmaßnahmen und in vielen Bereichen voranschreitender Digitalisierung von Arbeitsabläufen konnte eine Effizienzsteigerung erreicht werden.
Das höhere Probenvolumen erforderte die Anschaffung weiterer Laborgeräte, so dass die Abschreibungen in 2021 gegenüber 2020 leicht stiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insgesamt um knapp 38%. Hervorzuheben sind hierbei die Steigerungen bei den Kosten für Rechtsberatung (0,09 Mio. EUR in 2020 gegenüber 0,41 Mio. EUR in 2021) und für die Speicherung von Daten in der Cloud (0,08 Mio. EUR in 2020 gegenüber 0,34 Mio. EUR in 2021). Grund hierfür waren ein deutlich erhöhter Abstimmungsbedarf zum Umgang mit Patientendaten in den neu hinzugekommenen Kundenländern sowie ein überproportional höherer Bedarf an virtuellem Speicherplatz aufgrund der Verdoppelung des Probenvolumens. Die Rahmenbedingungen in Bezug auf die genutzten Räumlichkeiten und Services, bereitgestellt durch die Fa. Roche Diagnostics, blieben unverändert.
Analyse der bedeutenden Leistungsindikatoren zur Steuerung des Unternehmens:
Wesentlich für die Beurteilung der Leistung der FMI GmbH ist die Effizienz, mit welcher die Prozessierung der Proben am Standort durchgeführt wird.
Die Effizienz wird beurteilt anhand der Materialaufwands- und der Personalaufwandsquote. Der Materialaufwand bezieht sich im Wesentlichen auf den Verbrauch chemikalischer Materialien, die für den Analyseprozess benötigt werden. Den überwiegenden Teil machen Reagenzien der Fa. Illumina aus, deren Verwendung regulatorisch vorgeschrieben ist. Entsprechende Preissteigerungen können nicht durch die Hinzunahme anderer Anbieter ausgeglichen werden. Daher ist das Ziel eine stabile Materialaufwandsquote auf dem Niveau der letzten Jahre.
Der Personalstamm der FMI GmbH besteht zu einem großen Teil aus Mitarbeitern, die direkt an der Probenprozessierung beteiligt sind. Entscheidend für eine konstante bzw. verbesserte Personalquote sind eine gute Dienstplanung ebenso wie die Einführung technischer Neuerungen, die einen geringeren Personaleinsatz erlauben. Demgegenüber bleibt der Personalbedarf in der Administration oder den Abteilungen für Qualität bzw. Bioinformatik weitgehend unverändert. Das Ziel ist eine gleichbleibende Personalaufwandsquote auf dem Niveau der letzten Jahre.
Kennzahlen für die Jahre 2020 und 2021:

Materialaufwandsquote:
2020: 37%
2021: 46%
Personalaufwandsquote:
2020: 34%
2021: 27%


Die Materialaufwandsquote ist in 2021 im Vergleich zum Vorjahr im Verhältnis zum Umsatz etwas stärker angestiegen und liegt bei 46%. Grund hierfür waren entsprechende Preissteigerungen der Illumina-Reagenzien. Die Personalaufwandsquote konnte im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Effizienzsteigerung im Laborbetrieb und technischer Vereinheitlichungen gesenkt werden.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 66,5 (Vj. 57,0). Die Arbeitnehmer teilen sich wie folgt auf:

Aufteilung der Arbeitnehmer
nach Arbeitszeit
nach Vertragsart
Vollzeit
Teilzeit
Unbefristet
Befristet
59,5
7,0
62,0
4,5


Die Fluktuationsquote im Berichtsjahr betrug 3%, dies bewegt sich auf dem Niveau von 2020.

3. Finanzlage
Die Finanzlage der FMI GmbH ist aufgrund der mit der Roche Finanz AG, Finance Treasury Operations in Basel/Schweiz, bestehenden Cashpool-Vereinbarung als unkritisch einzustufen.
Die im Berichtsjahr 2021 getätigten Investitionen in Höhe von 2,72 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen den Umbau des Labors und der Büroflächen sowie Laborgeräte und IT-Ausstattung. Die Finanzierung der Investitionstätigkeit erfolgte vollständig durch Konzernmittel.

4. Vermögenslage
Aktiva
Die Zugänge bei den Sachanlagen entfallen im Wesentlichen auf Mietereinbauten und auf Laborgeräte sowie IT. Die Abschreibungen auf materielle Anlagegüter beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,87 Mio. EUR. Die Investitionsquote - (Nettoinvestitionen in Sachanlagen x 100)/ Restbuchwert der Sachanlagen - lag am Ende des Geschäftsjahres bei 41%.
Das Umlaufvermögen beläuft sich auf 6,8 Mio. EUR, dies entspricht 50% der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen beinhaltet Vorräte in Höhe von 2,7 Mio. EUR sowie Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von 4,1 Mio. EUR. Der Anstieg des Umlaufvermögens im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+ 1,3 Mio. EUR) sowie aus einem Anstieg der Vorräte (+ 0,9 Mio. EUR).
Passiva
Die Bilanzsumme beläuft sich auf 13,4 Mio. EUR zum 31.12.2021, das Eigenkapital konnte aufgrund des Jahresüberschusses von 0,3 Mio. EUR auf 5,8 Mio. EUR erhöht werden. Der Anstieg der Passiva resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+ 2,7 Mio. EUR), was auf höhere bezogene Intercompany Leistungen zurückzuführen ist.

5. Gesamtsituation des Unternehmens
Die Geschäftsführung beurteilt die Lage insbesondere aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gesteigerten Umsatzerlöse weiterhin als zufriedenstellend.

B. Prognose,- Risiko- und Chancenbericht

1. Chancen und Risiken der Geschäftstätigkeit
Die FMI GmbH als letztendliches Tochterunternehmen des Roche-Konzerns ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Das Unternehmen verfügt durch die bestehende Organisation über ein wirksames System zur Früherkennung, Kommunikation und Behandlung von Qualitäts- und Compliance-Risiken. Ziel ist es, die im Rahmen der geschäftlichen Aktivitäten entstehenden potenziellen Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten, ihre Folgen abzuschätzen und geeignete Vorsorge und Sicherungsmaßnahmen einzuleiten. Die gemäß dem jeweiligen Risikoprofil anzuwendenden unterschiedlichen Verfahren und Instrumente werden im Einklang mit den gesetzlichen Erfordernissen stetig weiterentwickelt, ergänzt und optimiert.
Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Es muss sichergestellt sein, dass die erhobenen Daten und bereitgestellten Informationen im Einklang mit den konzernweit gültigen Richtlinien stehen, um den Entscheidungsträgern der FMI GmbH eine einheitliche Sichtweise zur Verfügung stellen zu können.
Die Eingliederung des Risikomanagements in die betrieblichen Abläufe stellt einen wesentlichen Aspekt bei der Risikominimierung dar. Grundlagen des Risikomanagements bilden die Managementstrukturen, die Planungs- und detaillierten Berichts- und Informationssysteme. Neben der Aufbereitung der Daten für die externe Berichterstattung werden regelmäßig interne Berichte erstellt, welche die Geschäftsführung und verschiedene Managementebenen frühzeitig und umfassend über mögliche Risiken informieren.
Finanz- und Währungsrisiken werden durch die Treasury-Aktivitäten der Muttergesellschaft FMI Inc. abgedeckt.
Die Bewertung bestehender Einzelrisiken erfolgt aus Kombination der Eintrittswahrscheinlichkeit und der geschätzten finanziellen Auswirkung der Einzelrisiken (Nettobewertung). Diese werden dann entsprechend den Risikostrukturen und -größen individuell behandelt.
Geringe bis mittlere Risiken bestehen im Bereich Absatzmarkt insbesondere aufgrund des voranschreitenden Auftretens von Konkurrenzprodukten.
Darüber hinaus bestehen geringe Risiken aufgrund möglicher Produktverfügbarkeitsprobleme. Diesem Risiko wird mit einem risikoorientierten Source-Development und systematischer Verfolgung der Komponenten-Verfügbarkeit seitens unserer Supply Chain Organisation begegnet.
Geringe Personalrisiken bestehen aus heutiger Sicht, da der Mitarbeiterstamm stabil ist, die Mitarbeiter sehr gut ausgebildet sind und eine langfristige Perspektive im Unternehmen haben. Bisher können alle freien Stellen zeitgerecht besetzt werden.
Nach unserer Überzeugung weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf.
Kurzfristig geringe bis mittelfristig mittlere Chancen für die FMI GmbH sehen wir in der weiteren Transferierung internationaler Proben durch FHLR an den Standort Penzberg.

2. Prognosebericht
Im Geschäftsjahr 2022 konnte der Umsatz gegenüber 2021 um weitere 30% gesteigert werden, der Jahresüberschuss um das Vierfache. 2023 bewegte sich auf dem Niveau von 2022.
Das erste Halbjahr 2024 zeichnet sich durch ein stabiles Probenvolumen wiederum auf dem Niveau von 2023 aus. Für das zweite Halbjahr 2024 und das erste Halbjahr 2025 gehen wir von einem sinkenden Probenvolumen aus. Grund dafür ist die Übernahme des Geschäftsbereiches Foundation Medicine durch Roche Diagnostics. Bisher verantwortete Roche Pharma das internationale Geschäft mit Tests von Foundation Medicine. Nach erfolgreicher Übernahme erwarten wir steigende Umsätze in den Ländern, in welchen Roche Diagnostics die Tests von Foundation Medicine vertreibt, und damit auch ein weiterhin moderat steigendes Probenvolumen für die FMI GmbH.
Insgesamt ist der Ausblick als stabil positiv zu bezeichnen.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 6.636.566,00 5.783.427,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.805,00 7.424,00
II. Sachanlagen 6.632.761,00 5.776.003,12
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.632.761,00 5.128.058,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 647.945,12
B. Umlaufvermögen 6.773.122,40 3.728.986,34
I. Vorräte 2.685.232,11 1.767.251,38
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.087.890,29 1.961.734,96
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.424.626,75 1.091.496,95
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.663.263,54 870.238,01
C. Rechnungsabgrenzungsposten 29.755,97 541.877,65
Aktiva 13.439.444,37 10.054.291,11

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 5.848.741,41 5.548.824,66
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.934.785,28 6.934.785,28
III. Verlustvortrag 1.404.338,30 832.304,14
IV. Jahresüberschuss 293.294,43 -578.656,48
B. Rückstellungen 827.528,61 645.953,01
C. Verbindlichkeiten 6.763.174,35 3.859.513,44
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.756.991,16 2.070.900,80
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.756.991,16 2.070.900,80
2. sonstige Verbindlichkeiten 2.006.183,19 1.788.612,64
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.006.183,19 1.788.612,64
Passiva 13.439.444,37 10.054.291,11

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Rohergebnis 11.569.003,69 8.191.581,90
2. Personalaufwand 5.750.696,47 4.372.918,48
a) Löhne und Gehälter 4.812.173,56 3.685.992,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 938.522,91 686.925,81
davon für Altersversorgung 236.961,35 128.776,34
3. Abschreibungen 1.877.760,73 1.782.209,29
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.877.760,73 1.782.209,29
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.597.586,06 2.613.674,88
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 145.111,06 2.809,93
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.221,30 1.435,73
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 46.444,70  
7. Ergebnis nach Steuern 293.294,43 -578.656,48
8. Jahresüberschuss 293.294,43 -578.656,48

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt.
Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind weitgehend im Anhang aufgeführt.
Die Gliederung der Bilanz erfolgt in Anwendung der Vorschrift des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurde von den größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a, 288 HGB teilweise Gebrauch gemacht.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Foundation Medicine GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Penzberg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 225866

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Hierbei wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von fünf Jahren zu Grunde gelegt.
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Hierbei wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 bis 14 Jahren zu Grunde gelegt.
Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 wurden sofort als Aufwand erfasst. Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und bis EUR 1.000,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.
Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen alle Unternehmen, an denen die Roche Holding AG, Basel/Schweiz, direkt oder indirekt eine Mehrheitsbeteiligung hält.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.
Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Bewertung der sonstigen Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter zwingender Einbeziehung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen.
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.
Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe und ‑entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Eine Aktivierung latenter Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts.
Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden weitgehend übernommen. Im Bereich der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren wurde eine zum Vorjahr abweichende Bewertungsmethodik angewandt.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.
Angaben zur Bilanz
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist Bestandteil des Anhangs. Im Geschäftsjahr wurde eine Korrektur in laufender Rechnung vorgenommen, die sich in den Eröffnungsbilanzwerten niederschlägt.
Die Zugänge bei den Sachanlagen entfallen im Wesentlichen auf Mietereinbauten und auf Laborgeräte.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.424.626,75 (Vj. EUR 1.091.496,95) und haben eine Restlaufzeit < 1 Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen gegen Gesellschafter.
Sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 1.602.230,95 (Vj. EUR 715.814,26) eine Restlaufzeit < 1 Jahr und betreffen vor allem Steuererstattungen.
Eigenkapital
Im Verlustvortrag ist der Jahresfehlbetrag des Vorjahres in Höhe von EUR -578.656,48 enthalten. Die verbleibenden EUR 6.622,32 betreffen eine Änderung des Vorjahres. Der Jahresüberschuss des Jahres 2021 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere Rückstellungen für Personalkosten i. H. von EUR 561.132,07, Urlaubsrückstellungen in Höhe von EUR 146.733,56 sowie Rückstellungen für die Jahresabschlusserstellung und die Jahresabschlussprüfung in Höhe von EUR 74.114,00 enthalten.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr in Höhe von EUR 1.974.642,14 (Vj. EUR 1.787.791,90) enthalten. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 4.756.991,16 (Vj. EUR 2.070.900,80) haben eine Restlaufzeit < 1 Jahr. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Sie bestehen gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin der Roche AG und betreffen Verbindlichkeiten aus Cashpooling aus einem Cashpool-Vertrag mit der Roche Finanz AG, Basel/Schweiz in Höhe von EUR 4.524.547,50 (Vj. EUR 1.898.558,08) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 232.443,66 (Vj. EUR 172.342,72).
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben in Höhe von EUR 31.541,05 (Vj. EUR 820,74) eine Restlaufzeit < 1 Jahr und betreffen Verbindlichkeiten aus Gehaltsabrechnungen.
Weitere Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 115.837,04 (Vj. EUR 27.715,01) enthalten. Sie betreffen eine im Vorjahr nicht bilanzierte aktive Rechnungsabgrenzung für im Vorjahr bereits geleistete Zahlungen für Altersvorsorge, betreffend das Jahr 2021. Diese im Vorjahr unterlassene Bilanzierung wurde im Geschäftsjahr ertragswirksam nachgeholt.
Materialaufwand
Im Bereich des Materialaufwandes erfolgte im Geschäftsjahr eine Umgliederung eines Teils des Materialaufwandes in den sonstigen betrieblichen Aufwand, weil dies unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein besseres den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ertragslage vermittelt.
In der diesem Jahresabschluss vorliegenden Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Vorjahreswerte angepasst, um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Im Vergleich zum Jahresabschluss des Vorjahres wurden Umgliederungen beim Materialaufwand für Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von EUR 117.636,66 und im Bereich Materialaufwand für Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von EUR 655.536,25 vorgenommen.
Aufgrund einer veränderten Bewertungsmethodik ist der Materialaufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von EUR 6.832.794,56 (Vj. EUR 3.321.916,82) mit dem Vorjahr nicht vergleichbar. Aufgrund einer Neubewertung der Buchungslogik im Bereich der Anschaffungskosten wurde eine veränderte Bewertungsmethodik vorgenommen. Unter Berücksichtigung der im Geschäftsjahr herangezogenen Bewertungsmethodik hätte sich im Vorjahr ein Materialaufwand in Höhe von EUR 4.645.579,50 ergeben.
Personalaufwand
Der Personalaufwand für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von EUR 938.522,91 (Vj. EUR 686.925,81) ist zusammen mit den Erläuterungen zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zu betrachten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von EUR 145.111,06 (Vj. EUR 2.809,93) aus Währungsumrechnungen sowie EUR 144.451,68 (Vj. EUR 0,00) für periodenfremde Aufwendungen enthalten.
Sonstige Angaben
Einbezug in Konzernabschluss
Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Roche Holding AG, Basel/Schweiz, einbezogen. Dieser Konzernabschluss stellt den größten Konsolidierungskreis dar. Der Konzernabschluss der Roche Holding AG kann beim Handelsregisteramt Basel-Stadt, Schweiz, eingesehen werden.
Für den kleinsten Konsolidierungskreis wird kein Konzernabschluss aufgestellt.
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 66,5 (Vj. 52,0). Die Arbeitnehmer teilen sich wie folgt auf:

Aufteilung der Arbeitnehmer
nach Arbeitszeit
nach Vertragsart
Vollzeit
Teilzeit
Unbefristet
Befristet
59,5
7,0
62,0
4,5


Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Honorar des Abschlussprüfers
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt im Berichtsjahr EUR 29.000,00.
Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf EUR 2.830.523,72. Darin enthalten sind Verpflichtungen aus dem Bestellobligo für Investitionen und anderen Verpflichtungen in Höhe von EUR 984.225,00 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 0,00). Hiervon sind EUR 984.225,00 innerhalb des nächsten Geschäftsjahres fällig. Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich Verpflichtungen in Höhe von EUR 1.846.298,72 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 1.846.298,72). Hiervon sind innerhalb des folgenden Geschäftsjahres EUR 395.635,44 fällig (davon gegenüber verbundenen Unternehmen: EUR 395.635,44).
Geschäftsführung
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch Dr. Vera Grossmann, Bad Tölz, Managing Director, geführt. Seit dem 24.7.2024 wurde als Geschäftsführer der Gesellschaft Herr Christian Gertler bestellt. Frau Großmann wurde mit Wirkung vom gleichen Tag als Geschäftsführerin abberufen.
Unterschrift der Geschäftsführung
Die Geschäftsführung der Foundation Medicine GmbH unterzeichnet den vorstehenden Jahresabschluss zum 31.12.2021 wie folgt:


Anschaffungs-, Herstellungs-
kosten
Zugänge, Abgänge -
Umbuchungen
kumulierte Abschreibungen
Abschreibung, Zuschreibungen -
Buchwert

1.1.2021


31.12.2021
vom 1.1.2021 bis 31.12.2021
31.12.2021

EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
A. Anlagevermögen






I. Immaterielle Vermögensgegenstände






1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
18.095,18
0,00
0,00
14.290,18
3.619,00
3.805,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
18.095,18
0,00
0,00
14.290,18
3.619,00
3.805,00
II. Sachanlagen






1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
9.122.502,88
2.724.277,29
1.235.957,44
6.449.976,61
1.874.141,73
6.632.761,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
1.235.957,44
0,00
-1.235.957,44
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
10.358.460,32
2.724.277,29
0,00
6.449.976,61
1.874.141,73
6.632.761,00
Summe Anlagevermögen
10.376.555,50
2.724.277,29
0,00
6.464.266,79
1.877.760,73
6.636.566,00

sonstige Berichtsbestandteile

 

Penzberg, den 15. Oktober 2024

gez. Christian Gertler, Geschäftsführer


Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 21.10.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Foundation Medicine GmbH, Penzberg

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Foundation Medicine GmbH, Penzberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Foundation Medicine GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und
· vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Das Vorhandensein der Vorräte in Höhe von TEUR 2.685 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir die Inventur nicht beobachten und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen, insbesondere am Ausweis der Vorräte, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals hätten vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

· führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Mannheim, den 21. Oktober 2024


KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Beyer Wirtschaftsprüfer

gez. Woche Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.