North Safety Products Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Curtis Andrew Holtz seit 18.9.2025 | Geschäftsführer |
Jerome Christian Raymond Bobinet seit 7.8.2025 | Geschäftsführer |
Sean Clifford Well seit 7.8.2025 | Geschäftsführer |
Bridget Nicole Milot Ren seit 7.8.2025 | Geschäftsführer |
Mihai-Alexandru Raceanu seit 5.9.2024 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KCL GmbHEichenzellJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Eichenzell, 5. September 2024 Schoen, Guido Lagebericht zum Geschäftsjahr 20231 GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT Die Gesellschaft gehört zum US-amerikanischen Konzern Honeywell International Inc., Charlotte, North Carolina, USA. Die Gesellschaft ist organisatorisch dem Konzernbereich (SBG - Strategic Business Group) Safety & Productivity Solutions (SPS) zugeordnet. Die SBU (Strategic Business Unit) General Safety mit der LoB (Line of Business) Gloves berichtet an SBG SPS. Die KCL GmbH produziert und vertreibt Schutzhandschuhe überwiegend für den Industriebedarf im Bereich Chemikalien-, Hitze-, Schnitt- und Kälteschutz und erbringt in diesem Zusammenhang Beratungs- und Betreuungsdienstleistungen. 2 WIRTSCHAFTSBERICHT 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltwirtschaft wurde durch hohe Inflationsraten und geldpolitische Straffungen belastet. Trotz eines robusten Wachstums in den USA, angetrieben durch private Konsumausgaben und zunehmend auch Unternehmensinvestitionen, blieb das Wachstum in China hinter den Erwartungen zurück, trotz der Abkehr von der Null-Covid-Politik im vergangenen Winter. In anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländern war die Konjunktur zwar heterogen, aber insgesamt ebenfalls gedämpft. Für die Jahre 2023 und 2024 erwartete der Sachverständigenrat globale BIP-Wachstumsraten von 2,7 % bzw. 2,2 %. Im Euro-Raum zeigte sich ebenfalls eine schwache Konjunktur, die voraussichtlich erst im Jahr 2024 etwas anziehen würde, mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 0,6 % bzw. 1,1 % für 2023 bzw. 2024. Die deutsche Wirtschaft kühlte sich im europäischen Vergleich besonders stark ab. Private Haushalte und der Staat reduzierten ihre Konsumausgaben. Obwohl die Industrie und die Bauwirtschaft noch von einem erhöhten Bestand an Aufträgen profitierten, gingen diese und auch die Neuaufträge deutlich zurück. Hinzu kamen Engpässe aufgrund fehlender Arbeitskräfte. Nach dem Einbruch des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland als Folge des Corona-Virus im Jahr 2020 und von Nachholeffekten geprägten Folgejahren stagnierte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 mit einem BIP um -0,3%. Diese Abwärtsrevision im Bergleich zum Vorjahreswachstum von 1,8% ist neben dem Rückgang des Staatskonsums zum Ende der Corona-Pandemie insbesondere auf hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen nebst ungünstigen Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen zurückzuführen. Die Inflation in Deutschland, gemessen an der Veränderung des Verbraucherpreisindex, betrug im Jahresmittel 5,9% gegenüber dem Vorjahr. Die Teuerung war, wie im Vorjahr, insbesondere von der Kriegs- und Krisensituation geprägt, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen beeinflusste. Weltweit haben Zentralbanken ihre Geldpolitik gestrafft, was zur Dämpfung des außenwirtschaftlichen Umfelds Deutschlands beigetragen hat. Die globale Industrieproduktion und der für die deutsche Wirtschaft wichtige Warenhandel entwickelten sich seit dem Frühjahr schwach. Obwohl die US-Volkswirtschaft positive außenwirtschaftliche Impulse für Deutschland lieferte, wuchs die Eurozone nur geringfügig, und das chinesische Wirtschaftswachstum blieb bis zur Jahresmitte historisch niedrig. Zusätzlich zur gedämpften globalen Nachfrage haben sich im Jahr 2023 die inländischen Produktionskosten und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland verschlechtert. Die Preissteigerung in Deutschland lag deutlich über der in anderen wichtigen Volkswirtschaften wie den USA und China. Die energieintensiven Industriezweige Deutschlands litten besonders unter hohen Produktionskosten aufgrund der Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Die inländische Nachfrage fiel zu Jahresbeginn durch Kaufkraftverluste infolge der Inflation stark zurück, erholte sich jedoch im zweiten Quartal mit sinkenden Inflationsraten und steigenden Einkommen. Die insoweit sich erholende inländische Nachfrage stieß jedoch mit niedrigem Angebot an Fachkräften und einer erhöhten Kapazitätsauslastung im Dienstleistungsbereich an Grenzen. Die konjunkturelle Abkühlung und ein Rückgang der Krankenstände führten nur zu einer geringfügigen Entspannung der Fachkräfteengpässe. Der Nachfragerückgang war zum einen getrieben von den immer noch anhaltenden Auswirkungen der Corona Pandemie. Die Bevorratungsstrategien unserer Kunden sind langfristig angelegt, sodass wir in den vergangenen Jahren eine starke Bevorratung bei unseren Kunden beobachten konnten. Diese aufgebauten Bestände wurden im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der beendeten Corona Pandemie wesentlich abgebaut, allerdings sehen wir, dass dieser Prozess noch nicht komplett abgeschlossen ist. Zum anderen sehen wir bei unseren Kunden aus dem Zuliefererbereich eine Reduzierung der Fertigungsschichten, was eine direkte Auswirkung auf die Mengen benötigter PSA-Produkte zur Folge hat. Im Bereich der Einmalhandschuhe haben wir im Zuge des Nachfragerückgangs die Verkaufspreise zwar stark reduzieren können, allerdings haben auch Wettbewerber ihre Verkaufspreise zum Teil signifikant reduziert, weshalb wir trotz dieser Maßnahme einen Absatzrückgang zu verzeichnen hatten. Nach wie vor stellten die Eigenmarken-Strategien unserer Händler Herausforderungen dar. Dies verstärkte den Verdrängungswettbewerb im Niedrigpreis-Segment. Auch im Premium-Segment spüren wir den Einfluss der Hausmarken bei großen Handelsgesellschaften. Wir versuchten dieser Entwicklung mit noch besser auf unsere Kunden zugeschnittenen Handschuh-Konzepten entgegenzuwirken. Darüber hinaus haben wir unsere Vertriebsaktivitäten bei unseren wichtigsten Kunden sowie in den Absatzkanälen Handwerk, Behörden, Kommunen und Militär verstärkt. Es ist anzumerken, dass aufgrund der mangelhaften Versorgungssituation und politisch gesetzten Rahmenbedingungen im Verlauf der Covid Pandemie Wettbewerber aus dem asiatischen Raum Läger und Vertriebsstrukturen speziell in Deutschland aufgebaut haben. Dadurch wurde zusätzlicher langfristiger Wettbewerb in den Markt gebracht, was zu einer verschärften Preissituation bei bestimmten Produktgruppen im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung geführt hat. Der Umsatz ist im Einklang mit der Vorjahresprognose niedriger als im Vorjahr ausgefallen. Insbesondere der einkaufseitige Preisrückgang bei den Einmalhandschuhen sowie eine Reduzierung der Personalkosten sorgten dafür, dass wir vor Sondereffekten unser Vorjahresergebnis dennoch übertreffen konnten. 2.2 Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft 2.2.1 Vermögenslage und Kapitalstruktur Bilanzsumme Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 19% erhöht. Der Anstieg resultiert aus der Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 1.548 sowie des Umlaufvermögens um TEUR 3.725. Anlagevermögen Die drei größten Einzelinvestitionen umfassten eine Spritzgussmaschine (TEUR 556), ein Formenset (TEUR 97) sowie Lichtkuppeln für die Produktionshallen (TEUR 88). Die Erhöhung des Anlagevermögens um TEUR 1.548 auf TEUR 5.469 (Vj. TEUR 3.921) resultiert zum einen aus der Zuschreibung der einhundertprozentigen Beteiligung an der KCL Magyarorszag Kft., Budapest, Ungarn (TEUR 956) und zum anderen aus den erhöhten Investitionen des Geschäftsjahres, wobei zu erwähnen ist, dass sich zum Ende des Geschäftsjahres 2023 TEUR 330 mehr Anlagen im Bau befanden als im Vorjahr. Aufgrund des Wegfalls der Gründe für die in Vorjahren erfolgte Abschreibung der Beteiligung erfolgte im Geschäftsjahr die Zuschreibung der Beteiligung. Umlaufvermögen Der Rückgang der Vorräte um TEUR 3.875 auf TEUR 4.075 (Vj. 7.950) basiert im Wesentlichen auf dem Abverkauf von Einmalhandschuhen, die im Vorjahr aufgrund von Lieferkettenschwierigkeiten in großen Mengen vorgehalten werden mussten. Darüber hinaus wurden die durchschnittlichen Bestellvolumina reduziert, um der veränderten Bedarfssituation gerecht zu werden. Die Forderungen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über TEUR 3.699 (Vj. TEUR 4.195), Forderungen gegen verbundene Unternehmen über TEUR 19.351 (Vj. TEUR 11.026) und sonstigen Vermögensgegenständen über TEUR 5 (Vj. TEUR 270). Die Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung des Cash Pools um TEUR 8.075 auf TEUR 18.938 (Vj. TEUR 10.864). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 460 auf TEUR 3.699 (Vj. TEUR 4.159) gesunken. Aufgrund der Bündelung von Kundenzahlungen durch große Einkaufsverbände ist eine Veränderung der Forderungen in dieser Höhe nicht ungewöhnlich, wenn Fälligkeiten auch nur wenige Tage überschritten werden. Darüber hinaus gehen die niedrigeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen einher mit dem reduzierten Umsatz im Geschäftsjahr. Die Veränderung der sonstigen Vermögensgegenstände resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang von Umsatzsteuer-Forderungen um TEUR 200 und einem Rückgang der sonstigen Forderungen um TEUR 40. Rückstellungen und Verbindlichkeiten Die sonstigen Rückstellungen haben sich um TEUR 140 auf TEUR 2.763 (Vj. TEUR 2.903) verringert. Dies ist im Wesentlichen auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen, zum einen die Erhöhung der Rückstellungen für Kundenboni und Gutschriften um TEUR 267 und zum anderen die Reduzierung der Restrukturierungsrückstellung um TEUR 305. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um TEUR 3.800 auf TEUR 12.443 (Vj. TEUR 8.643). Dies ist maßgeblich zurückzuführen auf die Erhöhung des aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags abzuführenden Gewinns um TEUR 3.533. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.406 auf TEUR 4.646 (Vj. TEUR 3.240) gestiegen, was aus dem zum Geschäftsjahresende hin gestiegenen Einkaufsvolumen resultiert. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 205 auf TEUR 381 (Vj. TEUR 176) resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Umsatzsteuerverbindlichkeiten um TEUR 350 sowie der Reduzierung der kreditorischen Debitoren um TEUR 153. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt 38,1% (Vj. 45,4%). Da das Eigenkapital sich nicht verändert hat, ergab sich die Veränderung der Eigenkapitalquote aus der höheren Bilanzsumme. 2.2.2 Finanzlage Cash Pool Allgemein Wie in den Vorjahren, ist die Gesellschaft an das Cash-Pooling der Honeywell-Gruppe angebunden, das dem Konzern durch ein zentrales Finanzmanagement erlaubt, das Fremdfinanzierungsvolumen zu reduzieren, indem Liquiditätsüberschüsse einzelner Gesellschaften genutzt werden, um den Geldbedarf anderer Konzernunternehmen intern zu finanzieren. Dieser konzerninterne Liquiditätsausgleich wird durch die Honeywell GmbH als deutsche Cashpool-Führerin organisiert, indem diese, teilweise mittelbar durch die Honeywell Deutschland GmbH, den Konzernunternehmen überschüssige Liquidität entzieht bzw. Liquiditätsunterdeckungen durch Kredite ausgleicht. Die Honeywell GmbH selbst ist wiederum in den europäischen Cash Pool, geführt durch die Honeywell Europe N.V., Diegem/Belgien, eingebunden. Ab Februar 2023 wird der europäischen Cash-Pool durch Honeywell Advanced Limited, Dublin, Irland, geführt. Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 15.456 (Vj. TEUR 8.902). Der erhöhte Cash-Flow resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Periodenergebnis, korrigiert um die Veränderung der Rückstellungen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind. Insbesondere der Abbau der Vorräte um TEUR 3.875, die positive Veränderung der Einkaufspreisabweichungen um TEUR 1.721, die Erhöhung der realisierten Erträge aus Kurssicherungsgeschäften um TEUR 1.297 sowie die um TEUR 506 gestiegenen Zinserträge trugen maßgeblich zur Erhöhung des Cashflows bei. Cash Flow aus Investitionstätigkeit Der positive Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 966 (Vj. negativ TEUR 550) und resultiert zum einen aus der erhaltenen Dividendenzahlung i.H.v TEUR 1.618 unserer Beteiligung KCL Magyarorszag Kft., Budapest, Ungarn und zum anderen aus dem Zahlungsmittelabfluss durch regelmäßige Ersatzinvestitionen sowie erhaltenen Zinsen. Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit Der negative Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 8.348 (Vj. TEUR 8.153) und ergibt sich aus der Gewinnabführung des Vorjahres sowie den diesbezüglich gezahlten Zinsen. Finanzmittelfonds Der Finanzmittelfond setzt sich aus Cash-Pooling-Ansprüchen zusammen und beträgt TEUR 18.938 (Vj. TEUR 10.864). 2.2.3 Ertragslage Die Umsatzerlöse der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 6.277 (14%) auf TEUR 38.576 (Vj. TEUR 44.853) gesunken. Dieser Rückgang ist bedingt durch einen Nachfragerückgang bei einigen unserer großen Kunden. Insbesondere medizinische Einmalschutzhandschuhe wurden nicht mehr so stark nachgefragt, was sich nicht nur in einem Rückgang der Absatzmengen, sondern auch in Preisrückgängen widerspiegelte. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 472 (67%) auf TEUR 238 (Vj. TEUR 710) gesunken. Der wesentliche Grund hierfür war der Rückgang der Erträge aus der Währungsumrechnung. Aufgrund der Veränderung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zum Bilanzstichtag ergab sich eine Bestandsminderung von TEUR 437. Die Bestandsminderung des Vorjahres betrug TEUR 90. Der Materialaufwand verringerte sich um TEUR 6.715 (29%) auf TEUR 16.553 (Vj. TEUR 23.268). Die Materialaufwandsquote ist im Geschäftsjahr um 9%-Punkte von 52% auf 43% gesunken. Als Hauptgrund hierfür sehen wir vor allem die weitere Entspannung bei der Beschaffung von Einmalhandschuhen. Aufgrund der weiter gesunkenen Nachfrage nach Produkten, die während der Coronapandemie stark nachgefragt wurden, sind die Einkaufspreise im Berichtsjahr weiter zurückgegangen. Die Personalaufwendungen reduzierten sich um TEUR 440 (7%) auf TEUR 6.237 (Vj. TEUR 6.677). Dies resultiert aus Restrukturierungsmaßnahmen im Produktions- und Verwaltungsbereich. Die Personalaufwandsquote erhöhte sich von 15% auf 16%. Dies ist auf den Umsatzrückgang zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 429 (6%) auf TEUR 6.202 (Vj. TEUR 6.631) gesunken. Wesentliche Gründe hierfür waren die Reduzierung der Managementgebühren um TEUR 263 und ein Rückgang der Energiekosten um TEUR 135. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.618 (Vj. TEUR 0) resultieren aus einer Dividendenzahlung. Die Erträge aus der Zuschreibung der Finanzanlagen in Höhe von TEUR 956 (Vj. TEUR 0) ergeben sich aus der Zuschreibung der KCL Magyarorszag Kft., Budapest, Ungarn, da die Gründe für die in Vorjahren erfolgte Abschreibung der Beteiligung im Geschäftsjahr weggefallen sind. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen erhöhten sich um TEUR 18 (5%) auf TEUR 355 (Vj. TEUR 337) bedingt durch die Veränderung der Aufwendungen aus der Verzinsung der Ergebnisabführung. Das nicht abgeführte Ergebnis wird gemäß Ergebnisabführungsvertrag mit 5% p.a. verzinst. Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge erhöhten sich um TEUR 506 auf TEUR 534 (Vj. TEUR 28) aufgrund des im Geschäftsjahr 2023 weiter gestiegenen Leitzinses, was zu einer Verzinsung unseres Cash Pool Guthabens geführt hat. Aufgrund des mit der Gesellschafterin geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages wird der Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 11.526 vollständig an die Honeywell Deutschland GmbH, Offenbach, abgeführt. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Finanzielle Leistungsindikatoren
Für die Erläuterungen der Umsatzerlösentwicklung verweisen wir auf den Abschnitt Ertragslage 2.2.3. Die Bruttomarge berechnet sich aus der Gesamtleistung (Umsatzerlöse zuzüglich Bestandsveränderung) abzgl. des Materialaufwandes, geteilt durch die Gesamtleistung und hat sich um 9%-Punkte erhöht. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Einkaufpreise bei Handelswaren. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Abschnitt 2.2.3 Ertragslage. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Seit dem Januar 2020 sind wir Teil des Honeywell Multisite-Zertifikats für die DIN EN ISO 9001:2015 welches im Jahr 2023 aufrechterhalten wurde. Besonders wichtig für uns ist die Überwachung nach dem Modul D oder Modul C2 durch eine benannte Stelle auf Grundlage der EU-Verordnung 2016/425. Die Modul D Überwachung wurde seit dem November 2022 auf das Modul C2 umgestellt und im Jahr 2023 aufrechterhalten. Das TÜV Profi Cert Zertifikat für das KCL GmbH PSA (Persönliche Schutzausrüstung) Konzept wurde in das Honeywell Multisite-Zertifikats für die DIN EN ISO 9001:2015 übernommen und somit auch im Jahr 2023 aufrechterhalten. Zum Mai 2021 trat nach einjähriger Verlängerung die neue Medizin-Verordnung (EU) 2017/725 in Kraft und hat die bisherige Richtlinie 93/42/EGW ersetzt. Wir haben die betroffenen Produkte nach den Vorgaben der Medizin-Verordnung rezertifiziert. Hierfür wurden die technische Dokumentationen der Produkte verordnungsgemäß angepasst, die Risikoanalysen aktualisiert und ein Prozess zur Rückverfolgbarkeit der Produkte einschließlich der eingesetzten Rohstoffe implementiert. Mit der frühzeitigen Durchführung dieser Maßnahmen haben wir Absatzmärkte auch in 2023 gesetzeskonform bedient. Im November 2013 wurde die sog. HOS (Honeywell Operating System) Bronzezertifizierung erreicht, die im Wesentlichen darauf abzielt, unter Nutzung von Lean- und 6-Sigma-Methoden die Prozesse im Bereich Integrated Supply Chain (ISC - integrierte Beschaffungskette) zu standardisieren und kontinuierlich zu verbessern. Es wurde eine stufenweise (englisch "Tier") Meeting-Struktur implementiert. Mit aufsteigender Eskalationsstufe finden die Meetings regelmäßig mit einem festen Teilnehmerkreis statt. Ziel ist es, auftretende Probleme an ein ausgewähltes Team zu adressieren, um eine schnelle und kompetente Problemlösung mit optimaler Ressourcennutzung zu erreichen. Weitere wesentliche Aspekte im Unternehmen sind die Themen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (HSE). Generell sind alle Unternehmensbereiche davon betroffen, jedoch liegt die Priorität auf dem Fertigungsbereich, da sich hier die größten Risiken befinden. Für das Jahr 2024 ist die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 50001:2018 geplant. 3 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT 3.1 Prognosebericht Wir gehen davon aus, dass unsere Händler bis zum Herbst des Jahres 2024 ihre Lagerbestände weiter reduzieren werden, sodass dann eine Absatztalsohle erreicht sein sollte. Dies wird jedoch davon abhängig sein, wie sich die Wirtschaft insgesamt weiterentwickelt und ob Produktionskapazitäten angepasst werden. Mittelfristig sehen wir positive Effekte aufgrund einer Konzentration auf Handschuhtypen, die in speziellen Bereichen eingesetzt werden und besondere Anforderungen erfüllen. Dies unterstützen wir durch unsere in-House Laborauswertungen und den weiteren Ausbau unserer Gefahrstoffdatenbank. Darüber hinaus erwarten wir bis zum Ende des Jahres 2024 noch erhöhte Umsätze aufgrund von zwei Großaufträgen sowie einer Neuproduktinitiative. Wir gehen von folgender Entwicklung unserer finanziellen Leistungsindikatoren aus. Umsatzerlöse 2023: TEUR 38.576 Umsatzerlöse 2024: leicht rückläufig Bruttomarge 2023: TEUR 21.586 Bruttomarge 2024: leicht rückläufig Unsere Annahmen für diese Prognose basieren auf der im Juni 2024 bereits eingetretenen und bis zum Jahresende 2024 absehbaren Umsatz- und Bruttomargenentwicklung. Bezüglich der dargestellten zukunftsbezogenen Aussagen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. 3.2 Risikobericht Bestandsrisiko Sämtliche Geschäftsaktivitäten mit Russland und Weißrussland wurden als Reaktion auf die russische Invasion in der Ukraine mit Wirkung vom 9. März 2022 und in Umsetzung europäischer Sanktionen eingestellt. Im Bestands-Bereich werden zum Zeitpunkt der Berichtserstattung keine über das inhärente Maß hinausgehenden Risiken gesehen. Kundenrisiken Die Lieferverflechtungen der Gesellschaft beinhalten Vertragspartner der Strom- und Gasversorgung. Insoweit, wie diese durch die anhaltenden Unsicherheiten im Markt, insbesondere steigende Energiepreise aber auch der geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA beeinträchtigt werden, ist ein mittelbarer Effekt auch auf die Gesellschaft möglich. Auch wenn von einem weitgehenden Ausfall von Vertragspartnern derzeit nicht auszugehen ist, lässt sich ein mittelbarer Effekt durch verminderte Nachfrage aufgrund allgemeiner Zurückhaltung von Neuaufträgen bei gestiegener Unsicherheit oder als Effekt von weitergehenden Sanktionen nicht ausschließen und würde die Gesellschaft im gleichen Maße betreffen, wie hierdurch Lieferketten beeinflusst werden. Ein weiteres Risiko sehen wir in der allgemeinen Versorgung der Automotive Industrie. Wir sehen eine weiter rückläufige Kapazitätsauslastung bei unseren Industrie- und Handwerkskunden. Nachtschichten sind in einigen Werken bereits komplett eingestellt worden. Insbesondere in der Bauindustrie sehen wir Absatzrisiken. Zudem besteht das Risiko des Markteintritts weiterer anderer Wettbewerber, die ähnliche Einmalhandschuhe in den Markt bringen könnten. Ein besonders hohes Risiko sehen wir in der weiter voranschreitenden Einführung von Handelsmarken. Der Anteil solcher Produkte mit niedrigem Komplexitätsgrad wird an Bedeutung gewinnen. Ein hohes Risiko sehen wir beim Thema Preisstabilität. Dies betrifft sowohl die beschränkten Möglichkeiten, erhöhte Einkaufspreise an unsere Endkunden weiterzugeben, aber auch Preisnachlässen nicht in gefordertem Umfang nachkommen zu können. Inflations- und Einkaufsrisiken Das ifo-Institut geht für 2024 von einer Teuerungsrate von 2,2% gegenüber 2023 aus und erwartet für 2025 eine weitere Steigerung um 1,8%. In Anbetracht der aus den beiden vergangenen Jahren bereits erheblichen Inflationsraten von 6,9% im Jahr 2022 und 5,9% im Jahr 2023, ist zu erwarten, dass der Warenbezug sich in ebendiesem Rahmen weiterhin verteuert. Bei den Einkaufspreisen für Einmalhandschuhe sehen wir zwar eine allgemeine Stabilisierung, allerdings auch neue Risiken, was die logistischen Beschaffungskosten angeht. Diese sind vor allem getrieben durch terroristische Aktivitäten auf krisengeplagten Transportrouten. Daher halten wir es für möglich, dass es zu erneuten energie- und transportpreisbedingten Einkaufspreissteigerungen kommen könnte. Dies wird uns insbesondere dadurch belasten, dass wir einen Großteil der Handelsware, die wir verkaufen, aus Asien beziehen. Wir versuchen dem entgegenzuwirken, indem wir für wirtschaftlich produzierbare Produkte mit speziellem Absatzpotential In-Sourcing betreiben. Andere Risiken Insoweit wie Russland den Angriffskrieg auf die Ukraine fortführt oder angesichts anstehenden Wahlen, insbesondere in den USA, Krisen eskalieren, vermag dieser sich auch negativ auf andere Risiken auszuwirken, wie z. B. Cybersicherheitsvorfälle und andere Störungen unserer IT-Infrastruktur oder der unserer Kunden und Lieferanten, einschließlich Störungen bei unseren Cloud Computing-, Server-, System- und anderen IT-Dienstleistern. Globale Cybersecurity-Bedrohungen und -Vorfälle können von unkoordinierten individuellen Versuchen, sich unbefugten Zugang zu IT-Systemen zu verschaffen, bis hin zu ausgeklügelten und gezielten Maßnahmen reichen, die als fortschrittliche, anhaltende Bedrohungen bekannt sind und sich gegen das Unternehmen, seine Produkte, seine Kunden und/oder seine Drittanbieter, einschließlich Cloud-Anbieter, richten. Unsere Kunden verlangen in zunehmendem Maße Cybersicherheitsschutz und schreiben Cybersicherheitsstandards für unsere Produkte vor, wodurch uns zusätzliche Kosten entstehen können, um solchen Anforderungen gerecht zu werden. Wir sind bestrebt, umfassende Maßnahmen zur Abschreckung, Vorbeugung, Erkennung, Reaktion und Abschwächung dieser Bedrohungen zu ergreifen, einschließlich Identitäts- und Zugangskontrollen, Datenschutz, Schwachstellenbewertungen, kontinuierliche Überwachung unserer IT-Netzwerke und -Systeme sowie der Wartung von Sicherungs- und Schutzsystemen. Weiterhin ist zu erwähnen, dass der Zugriff auf gut ausgebildetes Fachpersonal eine Schwierigkeit darstellt. Im Bereich der technischen Berufe begegnen wir dem durch eigene Auszubildende am Standort Eichenzell. Produktionsrisiken Die Produktion der Gesellschaft ist energieintensiv. Bei weiterhin steigenden Energiepreisen oder ggf. Ausfällen in der Versorgungssicherheit wird die Gesellschaft stark beeinträchtigt. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Die Gesellschaft ist im Rahmen ihrer operativen Tätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt, die durch den Einsatz von Derivaten gesteuert und begrenzt werden. Bei den eingesetzten Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisentermingeschäfte, die zentral auf Konzernebene durch die Konzernobergesellschaft Honeywell International Inc. abgeschlossen werden. Abschließende Risikobewertung Weitere Risiken mit einem wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und die weitere Entwicklung der Gesellschaft sind derzeit nicht erkennbar. 3.3 Chancenbericht Wir sehen positive Entwicklungen in den eingeleiteten Veränderungen in unseren Vertriebsstrukturen. Wir befinden uns auf der Zielgeraden dieses Transformationsprozesses. Dies lässt sich erkennen an der Anzahl von zusätzlichen Ausschreibungen in der Großindustrie, die wir bearbeiten. Unser Fokus liegt dabei auf Neukunden und Projekten. Von der Investition in zusätzliche Mitarbeiter erwarten wir uns einen verbesserten Zugang zu den Endkunden und einen verstärkten Einsatz von KCL Produkten. Des Weiteren sind wir dabei unsere Produktion immer stärker auf eine Plattformstrategie umzustellen, bei der wir gleichartige Produktionsprozesse unterschiedlicher Handschuhtypen in größerem Volumen prozessoptimiert fertigen können. Handschuhtypen, die wir nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll herstellen können, werden wir, soweit möglich, outsourcen. Vertriebsseitig reagieren wir agil auf die sich derzeit schnell ändernden Gegebenheiten. Ziel dieser Taktik ist es, so viele Kundenbesuche wie möglich zu realisieren. Nicht realisierbare Projekte werden eingestellt, sodass wir unsere Ressourcen auf die wesentlichen Herausforderungen konzentrieren können. Wir sehen einen steigenden Bedarf an Touchscreen-fähigen Handschuhen, insbesondere in der Großindustrie, die mit elektronischen Geräten arbeitet. Wir sind bereits bei großen Herstellern in diesem Bereich gelistet und haben erste Bestellungen erhalten. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
ANHANGALLGEMEINE HINWEISE Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) unter Berücksichtigung der Annahme der Unternehmensfortführung im Sinne des § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt erstmalig die Größenkriterien einer mittelgroßen Gesellschaft. Es gelten daher unverändert die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. REGISTERINFORMATIONEN Die Gesellschaft ist unter der Firma KCL GmbH mit Sitz in Eichenzell im Handelsregister des Amtsgerichts Eichenzell unter der Nummer HRB 420 eingetragen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Immaterielle Vermögensgegenstände Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an den aus Erfahrungswerten abgeleiteten Konzernvorgaben orientieren, um planmäßige Abschreibungen linear vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt 5 Jahre. Sachanlagevermögen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, die sich an den aus Erfahrungswerten abgeleiteten Konzernvorgaben orientieren, und etwaige außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Ansonsten werden Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von unter EUR 800 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Planmäßige Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen die folgenden Nutzungsdauern zugrunde:
Voraussichtlich dauernden Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Finanzanlagen Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Vorräte Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Zur Berücksichtigung von Bestandsrisiken im Vorratsvermögen werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie den Waren Bewertungsabschläge, die sich an der Gängigkeit und Reichweite orientieren, vorgenommen. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, wurden vollständig wertberichtigt. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der "Projected-Unit-Credit-Methode" unter Verwendung der Heubeck'schen "Richttafeln 2018G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,78% (Vj. 1,79%) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009, die zuletzt durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11.März 2016 geändert worden ist, verwendet. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Die sonstigen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Die Rückstellungen aufgrund drohender Verluste aus schwebenden Geschäften wurden auf Vollkostenbasis in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die Abzinsung erfolgte unter Anwendung der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre unter Berücksichtigung der Restlaufzeit. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt (Anlage 1 zum Anhang). Finanzanlagen Anteile an Verbundenen Unternehmen
Die Finanzkennzahlen sind aus dem handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31.12.2022 entnommen. Aufgrund des Wegfalls der Gründe für die in Vorjahren erfolgte Abschreibung der Beteiligung erfolgte im Geschäftsjahr die Zuschreibung der Beteiligung. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen gliedern sich wie folgt auf:
Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB). Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 47 (Vj. TEUR 44). Diese wurden mit Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 58 (Vj. TEUR 57) (verpfändete Rückdeckungsversicherung) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Die Saldierung beider Bilanzpositionen führt zu einem aktiven Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 11 (Vj. TEUR 13). Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB: Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden: TEUR 47 Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände: TEUR 58 Verrechnete Aufwendungen: TEUR 1 Verrechnete Erträge: TEUR 0 Laut Gutachten ergibt sich auf Basis der Abweichung zum 7 Jahres Durchschnittszinssatz eine Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 0) (Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB). Nach der Lesart des Bundesministeriums für Finanzen resultiert vor dem Hintergrund des unveränderten § 301 AktG hieraus keine Abführungssperre. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni, Restrukturierungsmaßnahmen, Urlaubsansprüche, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Gewährleistungsansprüche, ausstehende Lieferantenrechnungen und Jubiläumsgelder gebildet. Die Jubiläumsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Methoden (Anwartschaftsbarwertmethode) auf Basis eines Zinssatzes von 1,76 % (Vj. 1,45 %) p.a. bewertet. Die Berechnung erfolgte auf Basis der Heubeck - Richttafeln 2018 G und bezieht eine Fluktuation nach Standardwerten ein. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und gliedern sich wie folgt auf:
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Aufgliederung der Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden analog zum Vorjahr ausschließlich im Geschäftsbereich (Line of Business) Gloves erzielt. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Aufwendungen für Managementgebühren von TEUR 2.135 (Vj. TEUR 2.398), Energie von TEUR 861 (Vj. TEUR 997), Währungsumrechnung von TEUR 251 (Vj. TEUR 777), Wertberichtigungen auf Forderungen von TEUR 784 (Vj. TEUR 626), Ausgangsfrachten von TEUR 573 (Vj. TEUR 592), Wartungs- & Reparaturarbeiten von TEUR 639 (Vj. TEUR 547) und übrigen sonstige Kosten von TEUR 907 (Vj. TEUR 693) zusammen. SONSTIGE ANGABEN Mitarbeiter Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:
Steuerliche Verhältnisse Es besteht eine ertragsteuerliche Organschaft mit der Honeywell Deutschland Holding GmbH, Offenbach als Organträgerin. Haftungsverhältnisse Die zugunsten der Honeywell Inc. und anderer verbundener Unternehmen eingegangene gesamtschuldnerische Bürgschaft gegenüber Dritten in Höhe von 302.105 TEUR (Vj: 0 TEUR) ist aus Sicht der Gesellschaft nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verbindlichkeiten durch die verbundenen Unternehmen voraussichtlich erfüllt werden können und daher kein Risiko einer Inanspruchnahme aus dem gem. § 251 HGB ausgewiesenen Haftungsverhältnis besteht. Auf Grund der Erfahrungen aus der Vergangenheit und des fortlaufenden Monitorings der Liquiditätssituation des Honeywell Konzerns ist das Risiko einer Inanspruchnahme als äußerst gering anzusehen. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, bestehen aus Sicht der Gesellschaft nicht. Abschlussprüferhonorar Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 21 und umfasst ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, einbezogen. Die Honeywell International Inc., 300 South Tryon Street, Charlotte NC 28202, United States, erstellt einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis der Unternehmen. Der Konzernabschluss wird nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt und kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission-File-Nummer 1-08974 eingesehen werden. Der Konzernabschluss wird gem. §292 HGB im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Gesellschaft ist aufgrund des § 292 HGB davon befreit, einen Konzernabschluss aufzustellen. Der Konzernabschluss, der Honeywell International Inc., Charlotte, North Carolina, United States, wird nach US-GAAP erstellt. Die wesentlichen Unterschiede der im Konzernabschluss des Mutterunternehmens angewandten vom deutschen Recht abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsführung Die Geschäftsführung setzte sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen: Schoen, Guido, Regional Sales Leader Gesamtbezüge der Geschäftsführung Die Angabe der Geschäftsführerbezüge unterbleibt nach § 286 Abs. 4 HGB. Nachtragsbericht Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. Anlagevermögen Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die KCL GmbH, Eichenzell Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KCL GmbH, Eichenzell,-bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden-geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KCL GmbH, Eichenzell, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 5. September 2024 Deloitte
GmbH
Frank Hoffsteter, Wirtschaftsprüfer Benjamin Fleischmann, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der KCL GmbH, Eichenzell, wurde am 20.09.2024 festgestellt. |
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