Graupner GmbH
Gewerbeallee 2, 04821 Brandis, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ingo Graupner seit 10.10.2003 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Graupner GmbHBrandisJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Gesellschaft ist Vertragshändler der Marken Volkswagen PKW und (bis 31. März 2023) Volkswagen Nutzfahrzeuge. Für die Marken Audi, Seat, Skoda und (ab April 2023) Volkswagen Nutzfahrzeuge werden Neuwagen vermittelt. Weiterhin bestehen Servicepartnerverträge für die Marken Volkswagen Pkw und Nutzfahrzeuge, Audi, Seat und Skoda. Der Standort des Unternehmens liegt in Brandis östlich von Leipzig im Freistaat Sachsen. Geschäftszweck ist der Handel mit Neufahrzeugen der oben genannten Marken, Gebrauchtwagen aller Marken, Kfz-Ersatzteilen und Zubehör, sowie die Wartung und Instandhaltung von Kraftfahrzeugen. Weiterhin wird die Vermittlung von Versicherungs-, Finanzierungs- und Leasinggeschäften und die Vermietung von Kraftfahrzeugen angeboten. Im Bereich der gewerblichen Großkunden sowie der elektrischen VW ID-Modelle sind wir als Vermittler für den Hersteller tätig. Darüber hinaus betreiben wir einen Webshop, über den wir Ersatzteile und Zubehör aktiv vermarkten. II. Wirtschaftsbericht 1. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Im Gesamtjahr 2023 hat sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) die gesamtwirtschaftliche Leistung der deutschen Volkswirtschaft wie zuletzt nach 2009 (Finanzkrise) und 2020 (Corona-Krise) im Vergleich zum Vorjahr vermindert. Nach dem Einbruch aufgrund der Auswirkungen der weltweiten Coronakrise im Jahr 2020 mit einem um preisbereinigt um 5,0 % verminderten Bruttoinlandsprodukt, ist dieses nach einem Anstieg von 1,8 % im Vorjahr im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken. Die Wirtschaftsleistung hat das Vorkrisenniveau von 2019 damit lediglich um 0,7 % übertroffen. Ursächlich für diese Rückgang waren hohe Preise (u.a. durch hohe Energiekosten, Material- und Lieferengpässe sowie Fachkräftemangel) und steigende Zinsen und die damit verbundene geringe Nachfrage auch aus dem Ausland. Die Entwicklung verlief in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich. Die Wirtschaftsleitung im produzierenden Gewerbe ging um 2,0 %, die im verarbeitenden Gewerbe um 0,4 % zurück (jeweils ohne Baugewerbe). Positiv verliefen die Automobilindustrie und der sonstige Fahrzeugbau. Das Baugewerbe, das von der Coronapandemie im Jahr 2020 kaum beeinflusst war, litt zwar unter hohen Baukosten, Fachkräftemangel und den schlechten Finanzierungsbedingungen, konnte aber durch Produktion im Tiefbau und Ausbaugewerbe noch ein Plus vom 0,2 % erzielen. Durch die hohen Energielosen sank die Wirtschaftsleistung in der Chemie- und Metallindustrie. Dem negativen Trend mit einem Rückgang von -0,1 % konnte sich auch der Dienstleistungsbereich nicht entziehen. Während die Bereiche Information und Kommunikation, bzw. öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit und Unternehmensdienstleister profitierten, ging die Wertschöpfung im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe zurück (-2,0 %). Im letzteren Bereich konnten hingegen Kraftfahrzeughandel und Verkehrsbereich zulegen. Auch die privaten (-0,8 %) und staatlichen (-1,7 %) Konsumausgaben sanken, ebenso die Bauinvestitionen (-2,1 %). Die Investitionen in Ausrüstungen (Maschinen, Geräte, Fahrzeuge) stiegen um 3,0 %. Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Zulassungen bei, der durch den Umweltbonus für Elektrofahrzeuge verstärkt wurde. Im Außenhandel sanken Importe preisbereinigt um -3,0 %, die Exporte um -1,8 %. Trotz der gesunkenen Wirtschaftsleistung stieg die Beschäftigung (+ 333.000 Personen) aufgrund Zuwanderung und höherer Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung, wobei der Anstieg überwiegend im Dienstleistungsbereich stattfand. Zwar hat sich der Mangel an diversen Komponenten und die Lieferfähigkeit der Hersteller weitestgehend normalisiert, die steigenden Preise für neue Pkw (lt. Angaben des Statistik Portals "Statista" neue Fahrzeuge in 2023 EUR 44.630, Vj. EUR 42.790), steigende Zinskosten, der Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Verunsicherung haben den Pkw-Markt aber weiterhin belastet. Dies spiegelt sich in den Zulassungszahlen der privaten Haushalte wider, die um 1,9 % abnahmen. Die gewerblichen Zulassungen erzielten einen Zuwachs vom 12,4 %. Firmenwagen müssen regelmäßig erneuert werden und insbesondere die Zahl der Mietwagen und Eigenzulassungen der Hersteller und Autohändler nahmen zweistellig zu. Insgesamt wurden in 2023 2,84 Mio. neue Pkw (Vorjahr 2,65 Mio.) zugelassen, im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 verbleibt ein Rückgang von rd. 22,2 %. Trotz der sich ab 2023 verringernden Fördermaßnahmen (u. a. Entfall der Förderung von Plug-In Hybridfahrzeugen sowie dass ab September Förderanträge nur noch durch Privatpersonen möglich waren) konnten die Zulassungen reiner Elektro-Pkw noch einen Zuwachs von 11,4 % (Vj. 32,3 %) verzeichnen, ihr Anteil stieg damit auf 18,4 % (Vorjahr 17,7 %) am Gesamtmarkt. Die Neuzulassungen der Plug-in-Hybride sanken dagegen um 51,5 % (Vj. +11,3 %), ihr Anteil betrug nur noch auf 6,2 % (Vorjahr 13,7%). Durch den Rückgang der Förderung bei den Elektroantrieben konnten sich die Antriebsarten Benzin bzw. Diesel stabilisieren. Ihr Anteil an den Pkw-Neuzulassungen betrug bei Benzin 34,4 % (Vorjahr 32,6 %) bzw. bei Diesel 17,1 % (Vorjahr 17,8 %). Erdgasbetriebene und mit Flüssiggas angetriebene Pkw sind zusammen mit einem Anteil von 0,5 % (Vorjahr 0,7 %) vertreten. Bezogen auf den Absatzkanal entfielen von den Neuwagenzulassungen 67,1 % auf gewerbliche Halter (+12,4 % gegenüber dem Vorjahr) und 32,8 % auf Privatpersonen (-1,9 % gegenüber dem Vorjahr). Der wichtige Flottenmarkt (ohne Zulassungen von Fahrzeugbau, Handel und Autovermieter) konnte um 12,4 % zulegen. Fast zwei Drittel aller Neuzulassungen entfielen auf die von den Marken Volkswagen und AUDI besetzten Segmente Kompaktklasse (16,3 %), SUVs (30,1 %), Kleinwagen (11,9 %) und die Mittelklasse (10,5 %). Die Marke Volkswagen erreichte im Jahr 2023 einen Marktanteil von 18,2 % (Vj. 18,1 %) bzw. AUDI 8,7 % (Vj. 8,0 %). Bezogen auf die Stückzahlen bedeutet dies einen Anstieg von +7,9 % (Volkswagen) bzw. von +15,7 % (AUDI). Beliebtestes Modell waren der VW Golf einschließlich der voll-elektrischen Version bzw. der AUDI A4. Bei den Transportern konnte der Marktanteil von Volkswagen mit 31,0 % (Vj. 32,1 %) fast gehalten werden, der Absatz bei den VW-Transportern sank leicht um 0,1 %. Der vollelektrische ID.Buzz erreicht einen Anteil von 9,1 % bei den VW-Transportern. Die Besitzumschreibungen der Gebrauchtwagen erhöhten sich gegenüber 2022 um 6,9 % auf nunmehr 6,03 Mio. (Vorjahr 5,64 Mio.). Der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis hat sich nach Angaben der DAT (Report 2024) leicht von EUR 18.800 auf EUR 18.620 vermindert. Diese Minderung ist auf gestiegene Neufahrzeugauslieferungen und Angebote an Mietwagen und Herstellerzulassungen sowie Leasingrückläufern zurückzuführen, die zu einem größeren Angebot geführt haben. Aber nach wie vor beeinflussen Unsicherheiten wie der Ukrainekrieg, gestiegene Lebenshaltungskosten und Zinsen auch den Gebrauchtwagenkauf. Die Werkstattauslastung im Jahr 2023 hat sich auch wegen des weiter steigenden Pkw-Bestandes (1.1.2024: 49,1 Mio. Pkw, Vorjahr: 48,8 Mio. Pkw), der höheren Zahl an Wartungen und höherer Kosten aufgrund der zunehmend aufwendigeren Technik weiter erholt. Nach Angaben des Zentralverbandes des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK) auf seiner Jahrespressekonferenz vom Februar 2024 ist die Auslastung der Werkstätten weiter auf 87 % gestiegen, nach dem der Wert im Vorjahr noch bei 85 % gelegen hatte. Nach Angaben des ZdK hat sich die Umsatzrendite der Kfz-Betriebe im Jahr 2023 auf 2,1 % (Vorjahr 3,1 %) vermindert. Dabei sind die Erlöse insgesamt um rd. 11,9 % gestiegen. Während der Umsatz im Neuwagenhandel aufgrund höherer Preise, der gestiegenen Lieferfähigkeit sowie der Umweltprämie für E-Fahrzeuge um 2,7 % stieg, legte der Handel mit älteren Gebrauchtwagen um 15,2 % als Folge des Mengenwachstum zu. Service und Reparatur stiegen um 17,7 % als Folge des gewachsenen Fahrzeugbestandes und gestiegener Kosten. 2. Geschäftsverlauf bei der Graupner GmbH Im Jahr 2023 hat sich der Umsatz um 0,7 % (Vj. + 0,8 %) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Damit haben wir unseren für 2022 geplanten Umsatz um 2,2 % übertroffen. Im Gegensatz zum Vorjahr hat der Neuwagenbereich leider 15,9 % verloren, der Gebrauchtwagenverkauf konnte um 14,6 % zulegen. Im Neuwagenbereich haben sich eine verzögerte Liefersituation, aber auch gestiegene Neuwagenpreise und rückläufige Verkaufshilfen des Herstellers auf den Absatz ausgewirkt. Der Gebrauchtwagenbereich war ebenso gekennzeichnet von einer Käuferzurückhaltung, insbesondere im Einzel- und Privatkundengeschäft, die zu einem zusätzlichen Margendruck geführt haben. Daneben spielt auch die Verunsicherung der Kunden bezüglich der Zukunft der Antriebsarten (rein elektrisch, Hybridtechnik, Benzin-/Dieselmotor) eine Rolle. Sowohl unsere Aktivitäten im Teilebereich (+1,9 %) als auch der Service (+1,3 %) entwickelte sich weiter positiv. Während der Teilebereich zunehmend einem Preiswettbewerb und Margendruck des Herstellers ausgesetzt ist, macht sich im Service der Mangel an Fachkräften und damit verkaufter Stunden bemerkbar. Ab August 2023 haben wir unser Dealer-Management-System komplett auf ein neues modernes System umgestellt und im weiteren Jahresverlauf die Digitalisierung der Serviceprozesse vorbereitet. Diese umfangreiche IT-Umstellung hat das Ergebnis mit Beratungs- und Schulungskosten sowie Arbeitsausfall zusätzlich belastet hat. Weitere größere Investitionen wurden in 2023 nicht realisiert, es wurden lediglich erforderliche Ersatzinvestitionen getätigt. 3. Darstellung der Lage a) Ertragslage Aufgrund der vorstehend beschriebenen Entwicklung haben wir vor Steuern einen Fehlbetrag von EUR -153,7 erzielt und sind damit vom Vorjahresergebnis von EUR 781,3 weit entfernt, die Planung für 2023 mit einem Ergebnis von TEUR 295,9 vor Steuern haben wir ebenfalls nicht erreicht. Als Folge vieler Faktoren (s. o.) hat sich operativ unser Rohergebnis (Umsatz abzgl. Wareneinsatz und produktiver Löhne) gegenüber dem Vorjahr um 12,8% vermindert. Während sich die Rohertragsrate im Neuwagenbereich noch verbessert hat, hat sie sich in den Abteilungen Gebrauchtwagenhandel, Teilehandel und Service verringert. Belastet hat das Ergebnis insbesondere gegenüber dem Vorjahr um 7,8 % gestiegene Personalaufwendungen. Die Sachaufwendungen haben sich kaum verändert. Unserem Augenmerk auf weiterer Kosteneinsparungen konnten wir in 2023 nicht im geplanten Umfang realisieren, da uns um TEUR 92,6 höhere IT-Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Digitalisierung der Serviceprozesse entstanden sind. Aufgrund der gestiegenen Refinanzierungszinssätze haben- auch die Zinsaufwendungen mit TEUR 74,7 zur Ergebnisverschlechterung beigetragen. b) Finanzlage Die Gesellschaft verfügt über eine solide Finanzstruktur. Das verzinsliche Fremdkapital ist überwiegend kurzfristiger Natur. Für die Abwicklung der Geschäfte und Zwischenfinanzierungen bestehen ausreichend ungenutzte Linien für die Einkaufsfinanzierung bei unseren Hausbanken. Wir verfügen über nicht ausgeschöpfte Kreditlinien in Höhe von rd. TEUR 2.172,1. Darüber hinaus sind alle Kreditlinien über 2023 prolongiert. Damit befinden wir uns in einer stabilen finanziellen Situation und werden auch im kommenden Geschäftsjahr genügend liquide Mittel haben, um unsere geplanten Investitionen zu finanzieren und unseren sonstigen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten haben wir nicht getätigt. Für 2023 ergibt sich für die Autohaus Graupner GmbH folgende Darstellung des Cash Flow:
Die Investitionen ins Anlagevermögen - ohne Geschäft-, Miet- und Vorführfahrzeuge - betrugen im Geschäftsjahr TEUR 373,9 und wurden durch kurzfristige Darlehensaufnahmen finanziert. c) Vermögenslage Unsere Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um 12,7 % erhöht. Auf der Aktivseite haben sich im Wesentlichen die sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 818,8 und die Sachanlagen um TEUR 177,8 erhöht. Maßgeblich hierfür ist eine Darlehensvergabe an einen benachbarten Händler zur Fahrzeugfinanzierung. Die entsprechenden Fahrzeuge sind sicherungsübereignet. Auf der Passivseite haben sich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um TEUR 1.715,7 erhöht, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 355,1 und die Rückstellungen um TEUR 163,2 jeweils vermindert. Die Eigenkapitalquote beträgt 38,4 % (Vj. 45,3 %). Allen erkennbaren Risiken sind durch Wertberichtigungen, Rückstellungen bzw. Verbindlichkeiten Rechnung getragen. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne operative Unternehmenssteuerung nutzt als Instrument eine Deckungsbeitragsrechnung nach den Kostenstellen Neuwagen, Gebrauchtwagen, Werkstatt, Ersatzteile und sonstige Dienstleistungen bzw. Verwaltung. Im Blickpunkt stehen permanent die Eigenkapitalquote und die Umsatzrendite, welche für die Geschäftsbanken ein wesentlicher Bestandteil des Ratings sind. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme sowie des Jahresfehlbetrages verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 38,4 %. Hinsichtlich der Umsatzrendite war ebenfalls eine Verringerung zu verzeichnen. Diese liegt bei -0,8 % vor Steuern (Vj. 4,0 %) und damit unter dem Branchendurchschnitt (2,1 %). 5. Gesamtaussage Insgesamt konnte die Gesellschaft die finanzwirtschaftlichen Ziele für 2023 nicht erreichen bzw. hat sie erstmals einen Verlust erwirtschaftet. III. Prognosebericht Nach der Konjunkturprognose des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus Dezember 2023 für 2024 rechnet dieser mit einem leichten Anstieg des Wirtschaftswachstums von 0,7 % (Vj. -0,4 %) und einer Inflationsrate von 2,6 % (Vj. 6,1 %). Hintergrund für den leichten Anstieg ist die erwartete Ausweitung des privaten Konsums. Allerdings sieht er eine verschlechterte Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft aufgrund hoher Energiekosten und Preissteigerungen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft ist aufgrund der schwer einschätzbaren konjunkturellen Entwicklung in China schwer abzusehen. Daneben spielen die geopolitischen Risiken aus dem Ukrainekrieg sowie der Entwicklung in Nahost ebenso eine bedeutende Rolle. Kurzfristig ist der Ausblick des Sachverständigenrates eher risikobehaftet, was die deutsche Entwicklung angeht. Zu einer leichten Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen, auch wenn es zu der erwarteten Zinssenkung durch die EZB käme. So geht auch der ZDK in seiner Pressekonferenz vom 15. Februar 2024 von trüben Aussichten für das Kfz-Gewerbe aus und prognostiziert 2024 mit rd. 2,65 Mio. Neuwagenzulassungen einen etwas geringen Absatz (-7,0 %) sowie zunehmende Besitzumschreibungen auf 6,2 Mio. (+ 2,7 %). Hintergrund dieser zurückhaltenden Erwartung sind die gestiegenen Neufahrzeugpreise und die verschlechterten Förderbedingungen bei den Elektrofahrzeugen, daneben gebe es kein ausreichendes Angebot an bezahlbaren Kleinwagen. Aufgrund des schwächelnden Neuwagenabsatzes sieht der ZdK im Gebrauchtwagenbereich noch bezahlbare Mobilität. Lediglich für das Werkstattgeschäft wird aufgrund der längeren Nutzung der Fahrzeuge und damit steigenden Reparaturbedarfs wieder mit einer Auslastung von 85 % wie in 2023 gerechnet. Der Verband der Automobilindustrie e. V. hat seine Absatzprognose im Januar 2024 auf 2,8 Mio. Neuzulassungen, d. h. auf dem Niveau von 2023 angegeben. Erfreulicherweise bestätigt die Entwicklung der Zulassungszahlen des KBA per April 2024 diesen Pessimismus noch nicht. Die Neuwagenzulassungen sind in den ersten vier Monaten um rd. 7,8 % und die Besitzumschreibungen um 12,4 % gestiegen. Bei den Neuwagen dürfte es sich im wesentlich um Effekte aus dem Abbau eines hohen Auftragsbestandes bei den Händlern handeln. Aufgrund der restriktiveren Förderung und dem Wegfall der BEV- Förderung der sind die Zulassungszahlen bei den reinen E-Autos und Plug-in-Hybriden (-1,4 %) rückläufig, bis zum Jahresende wird aber mit einem stärkeren Rückgang gerechnet. Die von uns vertriebenen Marken haben bei den Neuzulassungen einen Zuwachs von +10,6 % (Volkswagen) bzw. Rückgang von -16,5 % (AUDI) gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Daneben hoffen wir auf einen Erfolg der Modellpflegen bei T-Cross und Golf sowie den Neuauflagen von Passat, Tiguan und dem neuen elektrischen Topmodell VW ID.7. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten (Preis- und Zinsentwicklung, weltwirtschaftliche und geopolitische Risiken) und dem Ergebnis 2023 haben wir unsere Planung für das Jahr 2024 restriktiv gestaltet. Wir gehen aufgrund des Neuwagenergebnisses sowie einem leicht rückläufigen Gebrauchtwagenmarkt von nochmals verminderten Erlösen (-2,1 %) gegenüber 2023 aus. Wir gehen weiterhin von einem schwierigen Autohandelsmarkt, steigenden Personal- und Zinskosten sowie IT-Kosten für Digitalisierung aus. Die kurzfristigen Auswirkungen von Inflations- und Zinsentwicklung, Ukrainekrieg, Energieversorgung und rückläufiger E- Autoförderung lassen eine verlässliche Prognose für das Geschäftsjahr 2024 in Bezug auf Umsatz, Ertrag und Liquidität kaum zu. Per April 2024 sehen wir uns in unseren Planungsprämissen leider noch nicht bestätigt. Das traditionell negative Ergebnis vor Steuern per April 2024 liegt mit TEUR -572,3 um TEUR 390,0 unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (TEUR -182,3). Dies ist im Wesentlichen der Umstellung auf einen komplett digitalen Serviceprozess ab 08.01.2024 geschuldet. Durch diese Umstellung mussten im Monat Januar die Servicekapazität drastisch reduziert und dann Woche für Woche entsprechende des Fortschritts der Prozessumstellung wieder erhöht werden. Dies hat zu erheblichen Umsatzausfällen im Service- und Teiledienstbereich geführt. Die Umstellung wurde von Mitarbeiterschulungen durch ein Beraterteam begleitet, was zu zusätzlichen, erheblichen Kosten in diesem Zeitraum geführt hat. Nach den negativen Ergebnissen im Zeitraum Januar bis April 2024 erwarten wir ab Juni 2024 wieder positive Monatsergebnisse. Wir gehen auf dieser Basis davon aus, lediglich noch ein ausgeglichenes Ergebnis für 2024 zu erreichen. Dazu beitragen sollen insbesondere Verrechnungssatzerhöhung und die Prozessverbesserungen im Service, letztere auch als Folge der weiteren und nunmehr weitestgehend abgeschlossenen Digitalisierung ("Digitales Autohaus"), die auch das bisherige Ergebnis im Jahr 2024 belastet hat, sowie der Ausbau des Teilehandels. Schwieriger sehen wir die Aufgaben im Fahrzeugbereich. Hier spüren wir nach wie vor eine große Käuferzurückhaltung. Wir haben uns als Ziel gesetzt, durch Marketingmaßnahmen Bestände weiter zu reduzieren unter Verbrauch gebildeter Risikovorsorge. IV. Chancen- und Risikobericht Entscheidend für das Jahr 2024 wird sein, wie sich Zins, Inflation und Arbeitnehmereinkommen sowie der Krieg in der Ukraine mit Folgen auf Lieferketten und Energieversorgung weiterentwickeln. Nach der Pressemitteilung vom 24. April 2024 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zeigen die Konjunkturindikatoren eine "leichten Belebung" aus. Insbesondere rückläufige Energiekosten und steigende Realeinkommen haben die Industrieproduktion leicht steigen lassen. Diese wird getragen vom privaten Konsum sowie einer steigenden Auslandsnachfrage. Risiken bestehen als VW-Vertragshändler bzw. Vermittler von Fahrzeugen der Marke in der Abhängigkeit zu dem einzigen Lieferanten für Neuwagen dem VW-Konzern (Marken- Image, Produktqualität, Preispolitik, Lieferzeiten, Zunahme Direkt- und Agentur-Vertrieb). Wir sehen uns jedenfalls in der Wahl unserer Hersteller zum Teil bestätigt, die auch im Bereich der Elektromobilität mit der ID-Familie und dem Buzz von Volkswagen sowie den AUDI eTron- Modellen über ein attraktives Angebot für Privat- und Gewerbekunden verfügen. Auch wenn die Nachfrage wegen der fehlenden Förderung rückläufig ist, sehen wir mittelfristig eher die Chancen. Im ersten Quartal 2024 betrug der Anteil reiner Elektrofahrzeuge aufgrund der rückläufigen Förderung nur noch 11,8 % (Vj. 13,2 %), der Anteil von Volkswagen betrug 13,2 % und der von AUDI 7,1 %. Im Gesamtranking befinden sich Volkswagen bzw. AUDI auf den Plätzen 1 und 3 der Zulassungszahlen. Im Gesamtmarkt (+ 7,8 %) waren Volkswagen mit einem Zuwachs von 10,6 % sehr erfolgreich, während AUDI mit einem Rückgang von 16,5 % überraschend schlecht abgeschnitten hat. Sollte sich die Konjunktur stärker als erwartet abschwächen, kann diese die Nachfrage nach unseren Produkten negativ beeinflussen. Auch sehen wir den Gebrauchtwagenmarkt nach der Überhitzung der Vorjahre in einer Korrekturphase als Folge des wieder zunehmenden Angebots an jungen Gebrauchten. Sollte die Käuferzurückhaltung dazu andauern, sind für uns negative Auswirkungen auf die Gebrauchtwagenpreise zu erwarten. Belastend ist die Entwicklung an der Zinsfront. Die EZB hat infolge der Inflationsentwicklung die Leitzinsen in 2023 auf bisher 4,5 % erhöht. Es bleibt abzuwarten, ob die EZB eine erste Zinssenkung im Juni 2024 beschließt. Ob und welche Auswirkungen dieser Schritt auf den privaten Konsum bzw. Investitionen und auf Refinanzierungskosten unserer eigenen Fahrzeuge, aber auch auf Kundenfinanzierungen und Leasingverträge hat, bleibt abzuwarten. Unbeeinflusst davon sehen wir unsere Chancen im After Sales-Geschäft. Der bundesweite steigende Pkw-Bestand von rd. 49,1 Mio. Fahrzeugen muss mit Wartungs- und Reparaturarbeiten betreut werden. Von diesen Fahrzeugen entfallen auf die Marke Volkswagen rd. 10,2 Mio. bzw. AUDI rd. 3,3 Mio. Fahrzeuge, auf unsere Servicemarken Marke SKODA rd. 2,6 Mio. bzw. SEAT rd. 1,5 Mio. Fahrzeuge. Der Bedarf an Serviceleistungen sollten nach der Käuferzurückhaltung der vergangenen Jahre wieder steigen. An dieser Entwicklung glauben wir durch unsere Kundenbindungsprogramme, Schulung und Weiterqualifikation unserer Mitarbeiter sowie durch die Zusammenarbeit mit Versicherern und Leasinggesellschaften zu partizipieren. Daneben legen wir unser Augenmerk auf ein professionelles Teilegeschäft mit Originalteilen und der Belieferung von Fremdwerkstätten. Weiterhin kommen in den nächsten Monaten ständig Leasingfahrzeuge zurück, bei deren Verkauf an Leasinggesellschaften wir uns zu einem Rückkauf zu einem festgelegten Restwert verpflichtet haben. Für Risiken aus künftig zurückzunehmenden Fahrzeugen bilden wir Rückstellungen bzw. passivieren eine Optionsprämie aus unserer Stillhalterverpflichtung, doch kann bei kurzfristig eintretenden Änderungen der Marktsituation (z. B. sich schnell veränderndes Konsumverhalten) diese nicht mehr ausreichen. Dies betrifft natürlich genauso auch insgesamt den Gebrauchtwagenhandel. Wir haben unsere Kommunikationsstrategie konsequent um Instrumente des Online-Marketing und die intensive Nutzung sozialer Medien erweitert. Die Palette dieser Instrumente, unter ihnen die sozialen Medien, bauen wir ständig weiter aus. Die bisherigen Erfolge veranlassen uns, auch in diesem Bereich die Entwicklung weiter zu intensivieren. Wir sehen dies als geeignetes Mittel, um künftig noch deutlich mehr Kaufabschlüsse aus Online-Anfragen heraus zu generieren. Ferner kommt der in allen Geschäftsbereichen eingesetzten Informationstechnologie erhebliche Bedeutung zu. Risiken bestehen hier insbesondere im Hinblick auf die Schutzziele Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. IT-Risiken werden laufend überwacht und minimiert. Die Weiterentwicklung von Sicherungsmaßnahmen, auch durch externe Partner, treiben wir stets voran. Zunehmend ist für den Erfolg die Personalentwicklung ein entscheidender Faktor. Wir bieten attraktive Weiterbildungs- und Entwicklungschancen, doch die Nähe zu Leipzig sowie der Personalmangel in der Branche erhöhen das Fluktuationsrisiko. In der Digitalisierung der Arbeitsprozesse sehen wir bisher nur eingeschränkt eine Kompensationsmöglichkeit Gesamtaussage Wir werden die Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes weiterhin laufend beobachten und analysieren, welche weiteren Maßnahmen wir ggf. ergreifen müssen. Daneben sehen wir im Service und Teilehandel weiterhin Wachstum. Aufgrund der guten Liquiditäts- und Eigenkapitalausstattung sieht sich die Geschäftsleitung für die kommenden Geschäftsjahre gut aufgestellt. Wir gehen davon aus, dass für uns niedrig gesteckte Ziel in 2024 eines ausgeglichenen Ergebnisses noch zu erreichen V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Durch konsequentes und zeitnahes Forderungsmanagement werden die Ausfallrisiken bei Kundenforderungen möglichst geringgehalten. Im Übrigen ist das Ausfallrisiko aufgrund unserer Kundenstruktur breit gestreut. Am Bilanzstichtag bestehende Risiken sind durch Wertberichtigungen im Jahresabschluss vollständig berücksichtigt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend mittels Lieferantenkrediten und Krediten verschiedener Kreditinstitute. Dadurch können Zahlungsstromschwankungen aus dem Kundengeschäft aufgefangen werden. Wir sind bei der Inanspruchnahme zinstragender Finanzierungen dem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt, dem wir durch konsequentes Finanz- und Risikomanagement zu minimieren versuchen. Fremdwährungsgeschäfte wurden nicht getätigt, derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt .
Brandis, 28. Mai 2024 Ingo Graupner, Geschäftsführer Gerd Graupner, Geschäftsführer Bilanz zum 31.12.2023Graupner GmbH Autohaus, BrandisAKTIVA
PASSIVA
Handelsrecht Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Graupner GmbH Autohaus, Brandis
Handelsrecht Anlagenspiegel zum 31.12.2023Graupner GmbH Autohaus, Brandis
Handelsrecht Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Bilanzierungsgrundsätze Der Vorjahresabschluss wurde am 19. Juni 2023 festgestellt. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der Nummer HRB 6577 eingetragen. Die Gesellschaft ist als mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 des Handelsgesetzbuches (HGB) einzustufen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Angaben, die wahlweise in der Bilanz oder im Anhang gemacht werden können, wurden grundsätzlich im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. Bewertungsgrundsätze Die Bilanzierung und Bewertung wurde nach den Bestimmungen der §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Abschreibungen werden linear und zeitanteilig unter Zugrundelegung der voraussichtlichen Nutzungsdauer berechnet. Im Berichtsjahr zugegangene Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis EUR 250,00 ohne Umsatzsteuer werden sofort als Betriebsausgaben verrechnet sowie Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 ohne Umsatzsteuer sofort voll abgeschrieben. Entsprechend der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes werden die Mietwagen trotz überwiegend kurzer Verweildauer im Vermögen der Gesellschaft im Anlagevermögen ausgewiesen und linear über eine Nutzungsdauer von 6 Jahren abgeschrieben. Mietwagen, die während des Geschäftsjahres ge- und wieder verkauft wurden, werden aus Vereinfachungsgründen hier nicht erfasst. Außerdem werden die Veräußerungserlöse bei den Umsätzen, die Restbuchwerte im Wareneinsatz ausgewiesen. Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Die übrigen Kundenforderungen werden wegen des Ausfallwagnisses, des Zinsverlustes, des Skontoabzuges und der Kosten der Beitreibung der Außenstände pauschal wertberichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind, mit dem von der Bundesbank ermittelten maßgebenden Zinssatz abgezinst. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz zum 31. Dezember 2023 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 284 Abs. 3 HGB ist ausgehend von den historischen Anschaffungskosten im nachfolgenden Anlagespiegel dargestellt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs als Abgang dargestellt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind innerhalb eines Jahres fällig. 3. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital von DM 100.000 wurde noch nicht auf Euro umgestellt. Es beträgt in EUR 51.129,19. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
5. Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten sowie die Kreditsicherheiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus folgender Aufstellung:
6. Latente Steuern Die passiven latenten Steuern beruhen auf höheren Abschreibungen in der Steuerbilanz, (TEUR 17,6). Der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein unternehmensindividueller Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 Der Personalaufwand enthält Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung in Höhe von TEUR 23,3 (Vj. TEUR 26,9). Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten Zinsaufwendungen an Gesellschafter in Höhe von 6,0 (VJ TEUR 2,3). V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesellschaft betreibt ihr Unternehmen in gemieteten Räumen. Aus den langjährigen Verträgen werden voraussichtlich jährlich TEUR 331,2 an Mieten zu leisten sein. Für die Jahre 2024 bis 2028 bestehen Rücknahmeverpflichtungen für Fahrzeuge aus Leasing- und Finanzierungsverträgen in Höhe von TEUR 7.441,1. 2. Angaben zu den Geschäftsführungsorganen Zum Geschäftsführer der Gesellschaft waren während des Geschäftsjahres
bestellt. Die Geschäftsführer sind Einzelvertretungsbefugt und sind von den Beschränkungen nach § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Organe wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 3. Anzahl der Arbeitnehmer (Personalstand Jahresdurchschnitt)
VI. Vorschlag zur Verwendung des ErgebnissesDer Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag 2023 und den Gewinnvortrag zum 01. Januar 2023 auf neue Rechnung vorzutragen.
Brandis, 28. Mai 2024 Gerd Graupner, Geschäftsführer Ingo Graupner, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Graupner GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Graupner GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Graupner GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Bad Wörishofen, 28. Mai 2024 Rath,
Anders, Dr. Wanner & Partner mbB
Lutz, Wirtschaftsprüfer Neubacher, Wirtschaftsprüfer Gesellschafterbeschluss der Firma Autohaus Graupner GmbH BrandisIch, der Unterzeichnende, bin der alleinige Gesellschafter der Graupner GmbH mit Sitz in Brandis. Hiermit halte ich unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Form- und Fristvorschriften über die Einberufung und Abhaltung von Gesellschafterversammlungen eine Gesellschafterversammlung der vorbezeichneten Gesellschaft ab und beschließen einstimmig was folgt: 1. Genehmigung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 Der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner das Geschäftsjahr 2023 erstellte Jahresabschluss mit einer Bilanzsumme von EUR 8.349.418,86 und einem Jahresfehlbetrag von EUR -151.090,05 wird genehmigt. 2. Entlastung der Geschäftsführung Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung erteilt. 3. Beschluss über die Gewinnverwendung Die Gesellschafter beschließen, den Verlust in Höhe von EUR -151.090,05 in das Folgejahr vorzutragen. 4. Bestellung des Steuerberaters für das Geschäftsjahr 2024 Mit der Erstellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 wird Frau Diplom-Kauffrau und Steuerberaterin Andrea Graupner beauftragt. 5. Bestellung des Wirtschaftsprüfers für das Geschäftsjahr 2024 Mit der Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2024 wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rath, Anders, Dr. Wanner & Partner mbB beauftragt. Weitere Beschlüsse wurden nicht gefasst.
Brandis, den 02.07.2024 Ingo Graupner |
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