Yazaki Systems Technologies GmbH

Im Gewerbepark B 32, 93059 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Regensburg HRB 8246
Vorher
S - Y Systems Technologies Europe GmbH
Eingetragen
21.6.2001
Branche
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für KraftwagenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Design, Herstellung, Entwicklung und der Verkauf von Kabelbäumen, elektronischen Systemen für Automobile sowie integrierte mikroprozessorgesteuerte Komponenten für die Bordelektronik von Automobilen. Dienstleistungen auf dem Gebiet Marketing und Vertrieb, Logistik, Herstellungsplanung und Qualitätsmanagement im Zusammenhang mit der Produktion der vorgenannten Komponenten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Nobuyuki Yamamoto
seit 16.5.2025
Geschäftsführer
Prokura
Andreas Di Vece
seit 10.9.2020
Geschäftsführer
Jürgen Wagner
seit 21.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Yazaki Europe Limited, Zweigniederlassung Köln
Germany
50.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Yazaki Systems Technologies GmbH

Regensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis zum 31.03.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Gesellschaft ist eingebunden in den Konzern der weltweit agierenden Yazaki Corporation mit Sitz in Japan. Sie entwickelt und liefert Produkte aus dem Bereich Bordnetzsysteme an Kunden der Automobilindustrie sowohl im Kleinwagen- als auch im Premium-Segment. Hierzu übernimmt die Gesellschaft die Akquise von Aufträgen sowie Vertrieb und Logistik. Ferner entwickelt die Gesellschaft die Produkte entsprechend den Anforderungen der Kunden; die Produkte werden dann in konzerneigenen Produktionsstätten im Ausland hergestellt. Zudem ist die Gesellschaft teilweise auch für den Vertrieb und die Entwicklung für Produkte, die von Tochtergesellschaften im Ausland verkauft werden, verantwortlich.

1.2 Zweigniederlassungen

Die Hauptverwaltung der Gesellschaft ist in Regensburg angesiedelt. Weitere Standorte bestehen in Köln, München sowie in Ljubljana, Slowenien.

1.3 Forschung und Entwicklung (F&E)

Die Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens stehen ausschließlich im Zusammenhang mit vergebenen oder zumindest avisierten Kundenaufträgen. Die Aufwendungen für Entwicklung beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 19.754 (Vorjahr: TEUR 11.997).

Die Entwicklungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Fahrzeugarchitektur und ihre Komponenten wie Bordnetz-Systeme (d.h. Systeme zur Verteilung von Energie und Information) in Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren sowie Elektrofahrzeugen, wobei der Trend sich stark von Benzin- und Dieselmotoren wegbewegt.

Der Systemansatz kombiniert die Auslegung und Konstruktion der elektrischen Kabelbäume mit einer optimierten Funktionsverteilung zwischen den elektronischen Steuergeräten sowie einer optimal ausgelegten Technologie im Produkt Kabelbaum - aktuell mit einem speziellen Fokus auf sogenannte Zonale Architektur. Das bedeutet: Zentrale Recheneinheiten steuern Entscheidungen in Fahrzeugen, während zonale Knoten für Vorberechnungen, Sammeln der Daten und Versorgungen der Zonen verantwortlich sind. Die Anforderung an (voll)elektrisch angetriebene und autonom fahrende Fahrzeuge wird im Markt stetig dominanter. Fahrzeughersteller setzen auf eine Systemarchitektur, welche hilft, die enorme Komplexität zu bewältigen, mit immer mehr Features und Funktionalitäten in Bezug auf das autonome Fahren. Unter den Begriffen CASE (Connected - Autonomous - Shared - Electrified) und MaaS (Mobility-as-a-Service) zusammengefasste Trends prägen die Anforderungen der Automobilindustrie. Ein genauerer Blick auf die gesamten E/E-Systeme (Electric/Electronic) ermöglicht Verbesserungspotenziale in Bezug auf Kosten, Gewicht, Funktionalität und Qualität. Die Optimierung des Bordnetzes und die Entwicklung neuer Technologien erfolgen in enger Abstimmung mit den Kunden.

Das proprietäre Softwaretool epdsPRO 2.0 spielt dabei eine zentrale Rolle. epdsPRO 2.0 ermöglicht eine schnelle, effiziente und transparente Systemanalyse verschiedener E/E-Architekturen - wie bereits erwähnt z.B. Zonale Architekturen - sowie Optimierungen, die strategische Entscheidungen, wie die zukünftige Architektur in einem Fahrzeug aussehen kann, maßgeblich unterstützen und beschleunigen können. Darüber hinaus sind weitere Faktoren, wie Automatisierbarkeit und Komplexität, Messgrößen bei der Bestimmung zur optimalen Auslegung der Kabelbäume im Fahrzeug.

Die Entwicklung von Zukunftstechnologien im Bereich der Kabelsatz-Automatisierung sowie zukunftsweisender Komponenten und Elektronik im Bereich autonomer und batteriebetriebener Fahrzeuge wird gemeinsam mit der Muttergesellschaft Yazaki Europe Limited gestartet und solide aufgestellt.

In den letzten Jahren konzipierte Teilverfahren zur Automatisierung im arbeitsintensiven Bereich der Kabelbaumfertigung wurden weiterentwickelt und befinden sich zum Teil in finalen Industrialisierungsphasen. Ein Einsatz in einer Kabelbaum-Serienproduktion ist nahe. Abschließende Optimierungsschleifen und Qualifizierungstests wurden bereits durchgeführt. Aufgrund des hohen Kundeninteresses ist diese Technologie für ausgewählte Bereiche in ersten Test-Fahrzeugen (z.B. für Tür- oder Dach-Kabelsätze) bereits implementiert und sogenannte Langläufer-Test haben positive Ergebnisse zurückgespielt.

Das im März 2019 eröffnete Innovations- und Forschungszentrum in Regensburg intensiviert die Entwicklungsarbeit auf Basis der oben genannten Technologien.

Der Fokus liegt klar auf der Automatisierung von Kabelbäumen und der Elektronikentwicklung (Einzeltechnologien und komplexe Produkte), aber auch darauf, den Kunden ausgewählte Technologien vor Ort präsentieren zu können.

Speziell im Bereich der Elektronik entwickelt sich der Markt rasant und die Anforderungen resultierend aus oben angesprochenen Trends für neue Steuergeräte, Sensoren und intelligente Partnersysteme im Auto verändern sich permanent. Eigene Entwicklungen in Richtung Zonale Architekturen, Elektronik für Batteriesysteme, Leistungselektronik und Ladesysteme helfen Yazaki, sich in diesen Bereichen zu etablieren. Hier seien verschiedene Technologien im Bereich Stromversorgung und Konvertierung hervorgehoben, mit denen Yazaki sein Produktportfolio vergrößern wird.

Die Stimmen der Kunden und ihre Anforderungen werden genau beobachtet. Die Entwicklungszyklen werden kürzer und die von Kunden adressierten RFIs (Requests for Information) nehmen zu.

In einigen Bereichen bestehen Kooperationen mit Hochschulen, wie die mit der Hochschule Landshut mit ihrem Masterstudiengang Wiring System Development, aber auch auf Basis von Masterarbeiten mit anderen Universitäten rund um Regensburg.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2022/2023 begann in einem anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld mit globalen Herausforderungen durch Inflation, dramatisch gestiegenen Rohstoffpreisen und seit Februar 2022 zusätzlich durch den Krieg in der Ukraine. Im April 2022 prognostizierte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem World Economic Outlook Update (WEO Update), dass das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 6,1 % im Jahr 2021 auf nur noch 3,6 % sinken wird. Diese Prognose beinhaltete die Erwartungen aus den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und wurde für 2022 gegenüber dem ersten Ausblick im Januar 2022 um 0,8 % gesenkt. Aufgrund des kriegsbedingten Rohstoffpreisanstiegs und des zunehmenden Preisdrucks wurde eine Inflation von 5,7 % in den Industrieländern und 8,7 % in den Schwellen- und Entwicklungsländern prognostiziert. Tatsächlich erreichte die globale BIP-Wachstumsrate für 2022 3,4 % und lag damit leicht unter den Erwartungen zu Beginn unseres Geschäftsjahres.

In der Eurozone stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 %. Das Wachstum fiel robuster aus als erwartet und übertraf die Prognose vom April 2022 um 0,7 %-Punkte. Während die Wachstumsraten in Deutschland und Frankreich hinter den Erwartungen zurückblieben, übertrafen sie in Italien und Spanien die Erwartungen. Auch das britische BIP wuchs über den Erwartungen und erreichte im Jahr 2022 4,0 %. Die ersten drei Monate des neuen Jahres 2023, welches das letzte Quartal unseres Geschäftsjahres darstellt, blieben in Bezug auf die hohe Inflation, die anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und drei Jahre COVID herausfordernd. Laut Eurostat wuchs das BIP im Euroraum im ersten Quartal 2023, dem letzten Quartal unseres Geschäftsjahres, um 1,0 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Im Jahr 2022 wurden weltweit 85,4 Millionen Kraftfahrzeuge, darunter Pkw und Nutzfahrzeuge, produziert, was einem Anstieg von 5,7% gegenüber 2021 entspricht. In Europa sank die Produktion um 0,5% auf 16 Mio. Fahrzeuge.

Nach Angaben des Verbands der europäischen Automobilhersteller (EAMA) erreichten die weltweiten Neuzulassungen im Jahr 2022 66,2 Millionen Einheiten, da sich die Verkäufe im letzten Quartal des Jahres erholten. Die Nachfrage liegt jedoch immer noch deutlich unter dem Niveau von 2019 vor der Pandemie, als 74,9 Mio. Autos neu zugelassen wurden. Die Zulassungen in der Region Europa gingen im Jahr 2022 um 10,4 % auf 12,8 Mio. Einheiten zurück, was auf die Halbleiterknappheit und den Krieg in der Ukraine zurückzuführen ist. Innerhalb Europas gingen die Pkw-Neuzulassungen in der EU im Jahr 2022 um 4,6 % und in Großbritannien um 2,0 % zurück. In Deutschland ging die Zahl der PKW-Neuzulassungen leicht zurück von 2.651 Tausend Einheiten im Jahr 2021 auf 2.622 Tausend PKW in 2022. Die Inlandsproduktion von Pkw sank dagegen deutlich von 3.480 Tausend Pkw auf 3.096 im Jahr 2021 Tausend Pkw in 2022.

Hauptgrund für die niedrigen Zahlen 2022 in der Europäischen Union waren die Lieferengpässe. Die Autohersteller in Europa beklagten vor allem die mangelnde Verfügbarkeit von Teilen, unter anderem für Elektronikchips. Laut ACEA machten sich diese Engpässe vor allem in der ersten Jahreshälfte bemerkbar. Ab August stiegen die Verkäufe dann wieder an. Im Dezember stieg der Umsatz den fünften Monat in Folge um fast 13 %. Doch das reichte nicht aus, um den Einbruch in der ersten Jahreshälfte wieder wettzumachen. Insgesamt blieb der globale Automobilmarkt anfällig für anhaltenden Druck in den Lieferketten und zunehmende geopolitische Spannungen, die erhebliche Auswirkungen auf den europäischen Markt hatten. Trotz dieser Herausforderungen erkannten wir eine ungewöhnlich hohe Unsicherheit und Volatilität in der Produktionsplanung der Automobilhersteller, unserer Hauptkundengruppe, mit häufigen kurzfristigen Änderungen, die schwierig zu bewältigen sind, da ein erheblicher Anteil der Kosten nicht variabel ist.

2.2 Geschäftsverlauf

Der wirtschaftliche Verlauf des Geschäftsjahres 2022/2023 war wiederum geprägt von einem schwierigen Marktumfeld mit weiter steigenden Herausforderungen. Enorme Preisanstiege im Bereich von Energie und Rohstoffen, verbunden mit hohen Inflationsraten und signifikanten Lohnsteigerungen in den Produktionsstandorten haben weiterhin Druck auf die Margen der Automobilzulieferer ausgeübt. Im Zuge der eingeschränkten Verfügbarkeit von Bauteilen haben unsere Kunden ihre Abrufe permanent angepasst und im Regelfall vermindert. Dieser Trend bestand bereits im vorhergehenden Geschäftsjahr und setzte sich unvermindert fort. Angemeldete Abrufe wurden häufig erst binnen Tagen vor der Produktion storniert, was dazu führte, dass bereits disponierte Produktionsressourcen nicht mehr umgeplant werden konnten und erheblich Leerkosten anfielen. Obwohl kundenverursacht wurden solche Kosten teilweise erst spät und nach langwierigen Verhandlungen kompensiert.

Der aus schwankenden Kundenabrufen und Kostensteigerungen resultierende Margendruck wirkte sich dementsprechend negativ auf die Profitabilität des Geschäfts aus, da er nur teilweise verursachungsgerecht kompensiert werden konnte.

Aufgrund einer Vereinbarung mit wesentlichen Kunden werden verschiedene Projekte nicht mehr durch die Gesellschaft, sondern durch ihre Muttergesellschaft Yazaki Europe Limited, Zweigniederlassung Köln, mit der eine Geschäftsführungseinheit besteht, bedient. Dies hat in der Folge zu einem deutlichen Rückgang der bislang durch die Gesellschaft fakturierten Umsätze geführt. Der Schwerpunkt Forschung und Entwicklung sowie die Kundenkoordination auch für andere Konzerngesellschaften werden jedoch unverändert fortgesetzt.

2.3 Gesamtlage des Unternehmens

2.3.1 Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2022/2023 betrug der Umsatz TEUR 153.415 (Vorjahr: TEUR 228.352), was einem Rückgang von 32,8% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies ist vor allem auf die Verlagerung der Business Unit BMW zur Gesellschafterin Yazaki Europe Ltd, Köln, zurückzuführen. Die Gesamtleistung sank um 34,9 % von TEUR 260.483 auf TEUR 169.636.

Aus dem gleichen Grund verringerte sich auch der Materialaufwand um 30,3 % von TEUR 242.664 auf TEUR 169.042, wobei sich die Materialaufwandsquote (= Materialaufwand / (Umsatzerlöse + Bestandsveränderung)) im Vergleich zum Vorjahr von 105,9 %auf 112,3 % weiter verschlechterte. Hauptgrund sind erforderliche Kompensationen an Werke innerhalb der Yazaki-Gruppe für deutlich gestiegene Produktionskosten und Stillstände. Der Personalaufwand verringerte sich um 10,8 % von TEUR 19.325 auf TEUR 17.233 aufgrund einer Reorganisation innerhalb der Gruppe, die zu einer deutlichen Reduzierung der Mitarbeiterzahl führte.

Das Betriebsergebnis (EBIT) blieb aufgrund des schwierigen Geschäftsverlaufs negativ. Im Berichtsjahr verbesserte sich das EBIT jedoch gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.871 auf TEUR 35.961. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich von TEUR 38.929 im Vorjahr um TEUR 11.062 (-28,4%) auf TEUR 27.867, im Wesentlichen bedingt durch die Übertragung des BMW-Geschäfts.

Das Finanzergebnis belief sich auf TEUR 47 gegenüber TEUR -318 im Vorjahr.

Nach Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstigen Steuern in Höhe von insgesamt TEUR 2.855 (Vorjahr: TEUR 4) erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag vor Verlustausgleich in Höhe von TEUR 38.769 (Vorjahr: TEUR 41.153), der aufgrund eines am 15. März 2014 abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages zum Bilanzstichtag von der Muttergesellschaft übernommen wurde.

2.3.2 Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2022/2023 ist neben dem operativen Verlust geprägt durch den liquiditätswirksamen Ausgleich des Vorjahresverlustes durch die Muttergesellschaft und die Auszahlung von Abfindungen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen. Insgesamt ergibt sich ein deutlich negativer Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sind die Ausleihungen an die Muttergesellschaft auf TEUR 52.500 (Vorjahr: TEUR 38.500) angestiegen. Forderungen aus Verlustausgleichsanspruch bestehen in Höhe von TEUR 38.769 (Vorjahr: TEUR 51.042). Es wurden keine nennenswerten Investitionen getätigt. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sanken von TEUR 1.520 auf TEUR 535.

Das Unternehmen war jedoch stets in der Lage, allen finanziellen Verpflichtungen während des Geschäftsjahres nachzukommen. Es ist eingebunden in das zentrale Cash-Management des Yazaki-Konzerns in Europa, welches die liquiden Mittel und Kreditlinien bündelt und den Yazaki Gesellschaften in Europa für Investitionen und das operative Geschäft verfügbar macht. Über einen zentralen europäischen Cash-Pool ist die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt.

2.3.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Unternehmens hat sich im Berichtsjahr von TEUR 199.636 um TEUR 11.070 auf TEUR 188.566 zum 31. März 2023 verringert.

Auf der Aktivseite ergibt sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 1.173 aufgrund des Business-Transfers zur Muttergesellschaft sowie ein Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen, die hauptsächlich aus Darlehensforderungen und dem Verlustausgleichsanspruch stammen, um TEUR 7.406. Der von der Muttergesellschaft aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages auszugleichende Verlust ist in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 38.769 (Vorjahr: TEUR 41.153) enthalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben sich um TEUR 985 verringert.

Auf der Passivseite erhöhten sich die Rückstellungen um TEUR 1.696. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen ist hauptsächlich auf die noch nicht abgerechneten konzerninternen Lizenzgebühren zurückzuführen, die durch den Rückgang der Rückstellungen im BMW-Geschäft kompensiert wurden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen verringerten sich um TEUR 11.601 von TEUR 41.557 im Vorjahr auf TEUR 29.956 im laufenden Jahr.

Die Eigenkapitalquote stieg aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf 60,1 % (Vorjahr: 56,7 %).

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße des Unternehmens ist das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern), welches im Rahmen der Planung für die Gesellschaft einschließlich der ausländischen Tochtergesellschaften festgelegt wird. Es stellt nach Zustimmung des Beirats und der Konzerngremien das für den Berichtszeitraum zu erreichende Ziel dar.

Die Yazaki Europe Limited Gruppe plant und analysiert die wirtschaftliche Entwicklung rein geschäftsfeldbezogen. Die Geschäftseinheiten stimmen nicht mit den rechtlichen Einheiten überein, sondern gehen über diese hinaus. Da die Gesellschaft jedoch den gleichen Entwicklungen unterliegt wie in den Geschäftsbereichen, geben auch die Steuerungs- und Planungsparameter der Geschäftseinheiten Aufschluss über die Entwicklung des Unternehmens.

Die für Yazaki Systems Technologies relevanten Geschäftsbereiche der Yazaki Europe Limited Group erwirtschafteten im Berichtszeitraum ein kumuliertes EBIT von TEUR-15.600 (Vorjahr: TEUR 42.000). Das EBIT der Gesellschaft lag im Geschäftsjahr 2022/2023 bei TEUR-35.961 (Vorjahr: TEUR-40.831), was insbesondere auf die deutlich verschlechterte Rohmarge und zusätzliche Belastungen aus der Geschäftsverlagerung zurückzuführen ist. Die prognostizierte deutliche Verringerung des Betriebsverlustes im Geschäftsjahr 2022/2023 konnte somit nicht vollständig erreicht werden. Die leichte Verringerung des Verlustes gegenüber dem Vorjahr resultiert zudem maßgeblich aus vereinnahmten Beteiligungserträgen aus der Türkei in Höhe von TEUR 8.964 und reduzierten Personalaufwendungen infolge der durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen.

Die Geschäftsführung erwartet für das Geschäftsjahr 2023/2024 aufgrund der Übertragung weiterer langfristiger Lieferverträge auf die Gesellschafterin Yazaki Europe Limited ein erneut deutlich sinkendes Geschäftsvolumen. Die Geschäftsführung rechnet damit, dass die Umsatzerlöse per Ende März 2024 um rund ein Drittel sinken werden. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 wird angestrebt, den Verlust weiter signifikant zu reduzieren (vor Ergebnisübernahme durch die Muttergesellschaft).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden in der Unternehmensführung der Gesellschaft auf Ebene der Gesellschaft nicht verwendet. Vielmehr findet bei den Automobilherstellern auf Business-Unit-Ebene in der Yazaki Europe Limited Gruppe ein übergeordnetes Management nach den Projekten für einzelne Fahrzeuglinien statt.

Unsere Entwicklungs- und Problemlösungskompetenz ist ein entscheidender Faktor, um ein strategischer Geschäftspartner für unsere Kunden zu sein. Deshalb passen wir unser Entwicklungspotenzial regelmäßig quantitativ und qualitativ an die Anforderungen an, um auch in Zukunft den Kundenanforderungen gerecht zu werden und so Umsatz zu generieren.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die Volkswirtschaften der Welt sind fortgesetzt stark von Materialknappheit bei Gütern und Transportkapazitäten betroffen. Zusätzliche Unsicherheiten gehen mit der Energie- und Rohstoffkrise infolge des Kriegs in der Ukraine einher. Die von der Gesellschaft genutzte Fertigungsstätte im äußersten Westen der Ukraine, nahe der Grenze zur Slowakei, war bislang in ihrer Produktions- und Lieferfähigkeit nicht maßgeblich beeinträchtigt. Im Zuge des Riskmanagements und im Einvernehmen mit dem Kunden wurde damit begonnen, Backup-Produktionskapazitäten an einem Standort in Marokko aufzubauen.

Die deutlich angestiegene Inflation wirkt sich dämpfend auf die Nachfrage aus, so dass die Nachfrage nach neuen Autos in den nächsten Monaten weiter sinken könnte. Die ursprüngliche Erwartung, dass nach einer Entspannung der Halbleiterknappheit die hohe Nachfrage nach Neufahrzeugen mit höheren Produktionsvolumen bedient werden könnte, ist damit unsicherer geworden.

Die Automobilindustrie befindet sich weiterhin in einer Transformation. Der Anteil vollelektrischer Fahrzeuge steigt und bietet neue Möglichkeiten für das Geschäft der Gesellschaft mit einer steigenden Nachfrage nach Hochvoltsystemen. Auch zukünftige Trends in elektrischen Verteilungssystemen wie die zonale Architektur bieten neue Möglichkeiten.

3.1 Prognosebericht

In seinem Weltwirtschaftlichen Ausblick vom April 2023 geht der Internationale Währungsfonds für das Kalenderjahr 2023 von einer weiterhin unsicheren Entwicklung aus angesichts der Turbulenzen im Finanzsektor, der hohen Inflation, der anhaltenden Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und vier Jahren COVID.

Für das Kalenderjahr 2023 geht der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem jüngsten Bericht vom April 2023 von einer fortgesetzten signifikanten Beeinträchtigung des weltweiten Wachstums durch den Krieg in der Ukraine aus. Nach einem geschätzten Wachstum von 3,4 % im Jahr 2022 wird für 2023 ein Rückgang auf 2,8 % und im Folgejahr 2024 ein leichter Anstieg auf 3,0 % erwartet. Im Euroraum sind die Erwartungen mit 0,8 % in 2023 und 1,4 % noch deutlich geringer. In Deutschland wird für 2023 gar eine leichte Rezession (-0,1 %) und für das Folgejahr ein Wachstum von nur 1,1 % erwartet.

Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen hat sich der Ausblick des deutschen Verbands der Automobilindustrie (VDA) zuletzt etwas aufgehellt. In einer Veröffentlichung vom 2. Mai 2023 passte der Verband seine Prognose entsprechend nach oben an. Insbesondere habe sich die Versorgungssituation in den Lieferketten merklich entspannt, die außerordentlich hohen Auftragsbestände der Automobilindustrie konnten etwas abgebaut werden. In Europa ist dadurch eine etwas positivere Entwicklung zu beobachten, als sie bisher in den Prognosen des VDA unterstellt war. Für Deutschland geht der Verband nun von einem Wachstum des Pkw-Marktes um 4 % auf 2,8 Mio. Pkw aus (bisher: +2 % auf 2,7 Mio. Pkw). Damit wird das Vorkrisenniveau aus dem Jahr 2019 noch um 24 % unterschritten. Damals wurden 3,6 Mio. Pkw in Deutschland abgesetzt. In Europa (EU, EFTA & UK) erwartet der VDA für das Jahr 2023 ein Wachstum von 7 % auf 12,0 Mio. Neufahrzeuge (bisher: +5 % auf 11,8 Mio.). Der europäische Markt (EU, EFTA & UK) liegt damit noch um 24 % unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Seinerzeit wurden 15,8 Mio. Pkw. abgesetzt.

3.2 Risikobericht

Der Geschäftserfolg des Unternehmens hängt stark von der Modellpolitik und dem Verkaufserfolg einiger weniger Großkunden ab. Entsprechend risikobehaftet sind die Akquise von Aufträgen für neue Modellgenerationen und generelle Störungen des Kundenvertrauens und der Kundenbeziehungen.

Das Unternehmen steht in engem Kontakt mit Kunden und Lieferanten, um einen möglichen Umsatzrückgang frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Das etablierte interne Kontrollsystem stellt sicher, dass die relevanten Informationen über den Zielerreichungsgrad sowie über Markt- und Wettbewerbsveränderungen den Entscheidungsträgern des Unternehmens zeitnah und vollständig zur Verfügung stehen. Die Unternehmensplanung erfolgt langfristig mit einer revolvierenden Planung, die eine Jahres- und unterjährige Vorausschau beinhaltet.

Es besteht das Risiko weiter steigender Rohstoffpreise und Transportkosten sowie von Verfügbarkeitsproblemen bei den in der Kabelbaumproduktion eingesetzten Materialien. Diese Faktoren können sich negativ auf das EBIT der Gesellschaft auswirken.

Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden, sind weder im Berichtsjahr noch in absehbarer Zukunft erkennbar. Durch den Abschluss eines Gewinnabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft wird das Unternehmen zusätzlich vor Risiken geschützt, die seinen Fortbestand gefährden. Zudem ist es eng in den weltweit agierenden YAZAKI Konzern integriert.

3.3 Chancenbericht

Die Aussichten der für die Gesellschaft relevanten Märkte in Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern sind nach den jüngsten Verbandsschätzungen positiv. Basierend auf den Umsatzentwicklungen und Prognosen der Kunden, laufenden Entwicklungsaufträgen und bereits abgeschlossenen Folgeaufträgen mit Laufzeiten von 5-6 Jahren zeigt die Geschäftsentwicklung ein gemischtes Bild. Es gibt einen stetigen Trend zu SUVs, was zu einer nachlassenden Nachfrage nach Limousinen und Kombis führt. Dagegen erwarten wir in Europa ein leichtes Wachstum im Segment der leichten Nutzfahrzeuge.

Im Bereich der Elektrifizierung wird für die Zukunft eine positive Entwicklung für unser Unternehmen erwartet, die insbesondere im Bereich der Kabelbaumsysteme zusätzliche Absatzpotenziale bieten kann.

Durch den Aufbau von Personalentwicklungskapazitäten sehen wir uns in der Lage, kundenspezifische Anforderungen an neue Produkte auch im Bereich der Elektromobilität zu erfüllen. Die Zusammenarbeit mit den globalen Unternehmen der Yazaki Corporation bietet auch die Möglichkeit, vom anhaltenden Wachstum der Automobilmärkte zu profitieren.

 

Regensburg, den 31. Oktober 2023

Yazaki Systems Technologies GmbH

Die Geschäftsführer

Andreas Di Vece

Hans Lemmens

Bilanz zum 31. März 2023

Aktiva

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.821.638,61 8.085.642,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 241.818,00 258.657,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.399,00 852.720,74
1.070.217,00 1.111.377,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.817.161,20 10.817.161,20
15.709.016,81 20.014.180,94
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 11.132.361,12 14.006.074,73
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.216.025,39 15.682.871,46
18.348.386,51 29.688.946,19
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.748.953,87 28.922.094,74
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 125.887.211,82 118.481.375,62
3. Sonstige Vermögensgegenstände 235.979,27 980.550,02
153.872.144,96 148.384.020,38
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 535.151,33 1.520.302,45
172.755.682,80 179.593.269,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 101.092,40 28.453,65
188.565.792,01 199.635.903,61

Passiva

31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 9.950.000,00 9.950.000,00
III. Gewinnrücklagen 43.490.650,49 43.490.650,49
IV. Gewinnvortrag 59.766.354,48 59.766.354,48
113.257.004,97 113.257.004,97
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 10.607.985,00 10.228.242,00
2. Steuerrückstellungen 8.676,31 8.676,31
3. Sonstige Rückstellungen 24.415.375,40 23.099.442,16
35.032.036,71 33.336.360,47
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen 248.466,00 0,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.668.345,69 3.773.037,35
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 29.955.576,34 41.556.674,70
4. Sonstige Verbindlichkeiten 3.404.362,30 7.712.826,12
davon aus Steuern TEUR 2.034 (Vorjahr: TEUR 2.112)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 724 (Vorjahr: TEUR 1.536)
40.276.750,33 53.042.538,17
188.565.792,01 199.635.903,61

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

2022/2023 2021/2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 153.414.853,31 228.352.190,40
2. Verminderung (i.Vj.: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen -2.873.713,61 801.471,43
3. Sonstige betriebliche Erträge 19.094.561,31 31.329.598,33
169.635.701,01 260.483.260,16
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -139.408.210,37 -233.197.586,39
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -29.633.757,63 -9.466.334,37
-169.041.968,00 -242.663.920,76
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.354.523,55 -15.828.869,53
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -2.878.509,94 -3.495.722,29
davon für Altersversorgung TEUR 569 (Vorjahr: TEUR 603)
-17.233.033,49 -19.324.591,82
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -418.555,70 -396.747,30
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -27.867.145,91 -38.929.421,68
8. Erträge aus Beteiligungen 8.964.097,66 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 349.500,67 11.628,50
davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 1)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -302.355,77 -329.203,00
davon aus Aufzinsung TEUR 181 (Vorjahr: TEUR 209)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.851.109,46 0,00
12. Ergebnis nach Steuern -38.764.868,99 -41.148.995,90
13. Sonstige Steuern -3.955,62 -3.746,00
14. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags übernommener Verlust 38.768.824,61 41.152.741,90
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis 31. März 2023

Allgemeine Angaben

Die Yazaki Systems Technologies GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Regensburg unter der Nummer HRB 8246 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewendet.

Der Jahresabschluss wird in EUR aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Bewertung umfasst die nach den Steuervorschriften aktivierungspflichtigen Beträge.

Bei der Bemessung der Nutzungsdauern stützen wir uns auf operative Erfahrungen, die weitgehend mit den Angaben in den Steuerlichen AfA-Tabellen übereinstimmen.

Die Gesellschaft geht im Wesentlichen von folgenden Nutzungsdauern aus:

1.

5 Jahre für gewerbliche Schutzrechte und ähnliche gegen Entgelt erworbene Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten,

2.

5 bis 10 Jahre für technische Anlagen, sowie

3.

3 bis 13 Jahre für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert von weniger als 800 Euro werden im Jahr der Anschaffung abgeschrieben.

Sachanlagen werden linear abgeschrieben.

Wir bewerten die Finanzanlagen zu Anschaffungskosten oder im Falle einer dauerhaften Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Zeitwerten.

Umlaufvermögen

In den Vorräten haben wir unfertige Leistungen mit den dafür angefallenen Herstellungskosten, höchstens aber mit dem Niederstwert angesetzt. Die Herstellungskosten berücksichtigen Einzel- und Gemeinkosten. Handelswaren haben wir mit Durchschnittspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und eingeschränkter Verwendbarkeit ergeben, sind in ausreichendem Umfang vorgenommen worden; insgesamt sind die Vorräte verlustfrei bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Soweit uns bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei der Bilanzaufstellung bereits Risiken bekannt wurden, haben wir diese durch ausreichende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nominalbetrag bewertet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Aufwand für das kommende Geschäftsjahr darstellen.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gebildet. Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund der in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist.

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen haben wir entsprechend dem handelsrechtlichen Wahlrecht pauschal mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz gemäß RückAbzinsVO, mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz für einen 10-Jahres-Durchschnitt bei einer Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren abgezinst. Der Rückstellungsbetrag wird unter Einbeziehung von Trendannahmen bezüglich des zukünftigen Gehalts- und Rentenniveaus sowie von Fluktuationswahrscheinlichkeiten ermittelt.

Folgende Annahmen dienten als Grundlage für die Berechnung der Pensionsrückstellungen:

Zinssatz 1,50 % (7-Jahres-Durchschnitt), 1,79 % (10-Jahres-Durchschnitt)
Gehaltsdynamik 2,00 % p.a.
Rentendynamik 2,00 % p.a.
Fluktuation 5 % p.a. bis zum Alter von 39 Jahren;
3 % p.a. im Alter von 40 bis 49 Jahren;
0 % ab 50 Jahren
Mortalitätswahrscheinlichkeiten Wahrscheinlichkeiten nach RT 2018 G
Invaliditätswahrscheinlichkeiten Wahrscheinlichkeiten nach RT 2018 G
Beförderungen Abgedeckt durch die Anwartschaftsdynamik

Verpflichtungen für Altersteilzeit und Jubiläen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen bewertet. Für Altersteilzeitverpflichtungen wird eine Restlaufzeit von zwei Jahren angenommen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und werden in Höhe des nach einer angemessenen kaufmännischen Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern

Aufgrund des seit dem 15. März 2014 bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der Yazaki Europe Limited, Betriebsstätte Köln, und der ertragsteuerlichen Organschaft werden latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen unter Berücksichtigung von Verlustvorträgen bei der Yazaki Systems Technologies GmbH, Regensburg, als Organgesellschaft ermittelt, aber beim Organträger Yazaki Europe Ltd., Köln, bilanziert.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden zum Anschaffungskurs oder zum jeweiligen ungünstigeren Devisenmittelkurs bewertet. Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Die aus Fremdwährungsgeschäften resultierenden Erträge und Aufwendungen werden zum Tageskurs im Zeitpunkt ihrer Entstehung umgerechnet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des im Berichtsjahr bilanzierten Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Die finanziellen Vermögenswerte beziehen sich auf die Anteile an den vier ausländischen Tochtergesellschaften.

Sitz Anteil Eigenkapital 31.3.2023 Nettoeinkommen GJ 2022/23
S-Y Systems Technologies France S.A.S. Voisins-le-Brettonneux/ Frankreich 100 % -9.482.655 TEUR -11.722.401 TEUR
S-Y Systems Technologies Spanien, S.L. Madrid/Spanien 100 % 32.953.722,43 EUR 670.553,12 EUR
SY Systems Otomotiv Ltd. Sti. Mudanya Bursa/Turkey 100 % 1.093.038.538 TRY 95.716.068 TRY
S-Y Systems Automotive S.R.L Bukarest/Rumänien 100 % 115.544.130 RON 12.871.674 RON

Forderungen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 125.887 (Vorjahr: TEUR 118.481) beinhalten im Wesentlichen kurzfristige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 52.500 (Vorjahr: TEUR 38.500) sowie Forderungen aus Verlustausgleich in Höhe von TEUR 38.769 (Vorjahr: TEUR 51.042) gegen den Gesellschafter und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 34.618 (Vorjahr: TEUR 28.939).

Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das Eigenkapital nach Verlustausgleich durch das Mutterunternehmen in Höhe von TEUR 38.769 (Vorjahr: TEUR 41.153) ist mit TEUR 113.257 unverändert zum Vorjahr.

Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen umfassen die direkten vertraglichen Rentenansprüche von Arbeitnehmern und Rentnern und sind vollumfänglich mit den handelsrechtlich zulässigen Höchstbeträgen angesetzt. Wendet man den von der Bundesbank für einen 7-Jahres-Durchschnitt bekannt gegebenen Zinssatz an, ergibt sich eine Differenz von TEUR 504.

Steuerliche Rückstellungen wurden aufgrund der ertragsteuerlichen Organschaft mit der Muttergesellschaft nicht gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Preis- und Qualitätsrisiken sowie für Personalaufwendungen und erhaltene Leistungen und setzen sich wie folgt zusammen:

31.3.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Preisanpassungspflichten 153 167
Personalrückstellungen 2.918 4.995
Ausstehende Eingangsrechnungen 21.344 17.937
24.415 23.099

Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 29.956 (Vorjahr: TEUR 41.557).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die erhaltenen Anzahlungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach der Gesamtkostenmethode dargestellt.

Aufschlüsselung der Umsatzerlöse

Der Umsatz beinhaltet im Wesentlichen Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Kabelsätzen an Automobilhersteller mit Sitz ausschließlich in Europa.

1.4.2022 bis 31.3.2023 Vorjahr
TEUR TEUR
Deutschland 86.184 173.168
Ausland 59.684 50.164
Werkzeugumsätze 2.874 2.660
Sonstige Erlöse 4.673 2.360
153.415 228.352

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen des Geschäftsjahres sind periodenfremde Aufwendungen aus der Fortschreibung der Verrechnungspreise in Höhe von TEUR 1.596 (Vorjahr: TEUR 3.808) enthalten.

Dividenden

Im Geschäftsjahr vereinnahmte die Gesellschaft eine Dividende in Höhe von TEUR 8.964 von ihrer Tochtergesellschaft SY Systems Otomotiv Ltd. Sti., Bursa/Türkei.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 0) die Körperschaftsteuer der slowenischen Niederlassung und mit TEUR 2.735 Quellensteuer auf die Ausschüttung der türkischen Tochtergesellschaft. Etwaige Erstattungsansprüche entstehen auf Ebene der Organträgerin.

Sonstiges

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden langfristige Verträge über die Lieferung von Kabelbäumen an einen Automobilhersteller auf die 100%ige Gesellschafterin Yazaki Europe Ltd., Betriebsstätte Köln, überführt. Die Gesellschafterin ist gleichzeitig auch Organträgerin in der ertragsteuerlichen Organschaft mit der YST-G. Die Vereinbarungen mit den Kunden wurden entsprechend angepasst. Die Übertragung des Geschäfts auf die Gesellschafterin erfolgte unentgeltlich. Im Geschäftsjahr 2022/2023 sind die Umsatzerlöse mit diesem Automobilhersteller um Mio. EUR 131 und die damit verbundenen Materialaufwendungen für den Bezug von Kabelbäumen aus Yazaki-eigenen Werken um Mio. EUR 133 zurückgegangen. Die mit den übertragenen langfristigen Lieferverträgen verbundenen Umsätze und Materialaufwendungen werden nicht mehr bei der YST-G, sondern bei der Gesellschafterin Yazaki Europe Ltd., Betriebsstätte Köln, ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr fanden keine weiteren Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen statt, die zu nicht marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von TEUR 2.965 (Vorjahr: TEUR 3.727) bestehen aus Miet- und Leasingverträgen. Dies entspricht TEUR 896 für das kommende Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 885) und TEUR 2.069 für die Folgejahre (Vorjahr: TEUR 2.842).

Mitarbeiter

Durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Berichtsjahr:

1.4.2022 bis 31.3.2023 Vorjahr
Angestellte 193 227
Arbeitnehmer im Sinne des § 285 Nr. 7 HGB 193 227

Mitglieder des Beirats und der Geschäftsführung

Beirat

Munenori Yamada, Mitglied des Beirats seit 19. Oktober 2020; Vorsitzender des Beirats seit 30. März 2021

Hans Lemmens, Mitglied des Beirats, seit März 2021

Die Mitglieder des Beirats erhalten für ihre Tätigkeit im Rahmen der Beiratstätigkeit keine Vergütung.

Für Mitglieder des Beirats und ehemalige Geschäftsführer bestehen keine Pensionsrückstellungen.

Geschäftsführung

Andreas Di Vece, Geschäftsführer, ab 20. April 2020

Hans Lemmens, Geschäftsführer, ab 29. April 2021

Auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB entsprechend verzichtet.

Sonstige Angaben

Der Gesellschafter der Yazaki Systems Technologies ist die Yazaki Europe Ltd., Zweigniederlassung Köln, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Gesellschafter erstellt einen befreienden Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards, in den der Abschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Yazaki Corporation, Tokio/Japan.

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr wird mit Verweis auf den Konzernabschluss der Yazaki Europe Ltd. verzichtet.

Nachtragsbericht

Es gibt keine Transaktionen von besonderer Bedeutung, die nach dem Ende des Geschäftsjahres stattgefunden haben. In Bezug auf den Russland-Ukraine-Krieg war unser Werk in der Ukraine bislang in der Lage, Produkte zu produzieren und zu versenden, wie von unseren Kunden bestellt. Mit einem wichtigen Kunden, der mit Teilen aus der Ukraine beliefert wird, wurde eine Vereinbarung zur Duplizierung von Produktionsmitteln außerhalb der Ukraine getroffen, die sich in der Umsetzung befindet.

 

Regensburg, 31. Oktober 2023

Yazaki Systems Technologies GmbH

Die Geschäftsführer

Andreas Di Vece

Hans Lemmens

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/2023

Anschaffungskosten
01.04.2022 Zugänge Abgänge 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.857.573,63 0,00 4.223.226,19 4.634.347,44
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 500.374,18 20.538,98 487,38 520.425,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.682.167,30 299.541,06 697.060,85 3.284.647,51
4.182.541,48 320.080,04 697.548,23 3.805.073,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.817.161,20 0,00 0,00 10.817.161,20
23.857.276,31 320.080,04 4.920.774,42 19.256.581,93
Kumulierte Abschreibungen
01.04.2022 Zugänge Abgänge 31.03.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 771.931,63 57.008,00 16.230,80 812.708,83
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 241.717,18 37.377,98 487,38 278.607,78
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.829.446,56 324.169,72 697.367,77 2.456.248,51
3.071.163,74 361.547,70 697.855,15 2.734.856,29
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3.843.095,37 418.555,70 714.085,95 3.547.565,12
Buchwert
31.03.2023 31.03.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.821.638,61 8.085.642,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 241.818,00 258.657,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 828.399,00 852.720,74
1.070.217,00 1.111.377,74
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 10.817.161,20 10.817.161,20
15.709.016,81 20.014.180,94

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Yazaki Systems Technologies GmbH, Regensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Yazaki Systems Technologies GmbH, Regensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der der Yazaki Systems Technologies GmbH, Regensburg, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2022 bis zum 31. März 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 21. November 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Prof. Dr. Holger Reichmann, Wirtschaftsprüfer

Martin Mißmahl, Wirtschaftsprüfer

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