Zumdieck Service GmbH
Selbe AdresseVermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Markus Engler seit 17.1.2025 | Geschäftsführer |
Christoph Blome seit 17.8.2015 | Prokura |
Marcus Zumdieck seit 7.2.2012 | Geschäftsführer |
Uwe Gravenstein seit 5.9.2003 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 10.40% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ZUMDIECK GmbHPaderbornJahresabschluss zum 31. Dezember 2023LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZUMDIECK GMBH, PADERBORN1. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsfeld und Organisation des Unternehmens Der Schwerpunkt des Unternehmens liegt weiterhin auf dem Lebensmittelimport aus verschiedenen Ländern der Welt, ergänzt durch Produktion und Veredelung. Erprobte strategische Allianzen in verschiedenen Regionen Europas und der Welt, ergänzt durch Know-how aus der Eigenproduktion sowie leistungsstarke Logistik erweisen sich auch im Berichtsjahr als marktgefragtes und tragfähiges Konzept, welches bei den Hauptkundengruppen weiterhin geschätzt wird. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Das Geschäftsjahr 2023 Im Geschäftsjahr 2023 blieb das politische und wirtschaftliche Umfeld weiterhin krisenbehaftet, wenngleich viele Parameter wie die Teuerung, Energiepreise und Seefrachten im Zuge einer zunehmenden Normalisierung nach den Pandemiejahren im Jahresverlauf deutlich rückläufig waren. Insgesamt verharrten viele dieser Indikatoren trotz dieser Rückgänge jedoch auf einem hohen Niveau im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie. Zum Jahresende wirkten sich die Angriffe der Huthi-Rebellen auf die internationale Schifffahrt nachteilig auf die Seefrachtentwicklung und damit auf die wieder erstarkenden Handelsströme aus Fernost aus. Das Marktumfeld war zunächst durch Konsumzurückhaltung aufgrund der zu Beginn des Jahres noch hohen Teuerungsrate, insbesondere bei Lebensmitteln, gekennzeichnet. Es verbesserte sich mit der sinkenden Teuerung im Jahresverlauf zusehends. Seit Herbst 2023 waren dann deutlich positive Absatzveränderungen wahrnehmbar. Im Handelsbereich konnten insgesamt bestehende Sortimente mit fast allen Kunden fortgeführt werden; eine Geschäftsausweitung war aufgrund rückläufiger Absätze in Einzel- und Großhandel bedingt durch die teuerungsbedingte Konsumzurückhaltung kaum möglich. Durch das insgesamt nach wie vor hohe Preisniveau konnte jedoch eine deutliche Umsatzsteigerung erreicht werden. Im Industriebereich erholte sich das China-Geschäft leicht. Insgesamt konnte bei ebenfalls rückläufigen Absätzen mit teilweise neuen Produkten und mit Sortimentskunden der Umsatz gehalten werden. 2.2 Umsatz- und Ertragsentwicklung Die Umsatzentwicklung im Jahr 2023 ist besser verlaufen als wir erwartet haben und es wurde ein Umsatz in Höhe von über EUR 100 Mio. realisiert. Deutliche Preissteigerungen bei vielen Produkten, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 sichtbar waren, haben dazu geführt, dass eine Umsatzsteigerung in Höhe von EUR 6 Mio. im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden konnte. Die Ertragsentwicklung im Jahr 2023 liegt damit deutlich über dem Plan und das operative Ergebnis sowie das Ergebnis vor Steuern liegen deutlich über dem Vorjahresniveau. Zum einen konnte durch die deutliche Umsatzsteigerung bei nur leicht gestiegenen Fixkosten ein höherer Deckungsbeitrag realisiert werden. Zum anderen gab es auf der Beschaffungsseite in der Saison (einmalige) Effekte, die bei einigen Produkten zu günstigeren Einstandspreisen geführt haben. Insgesamt konnte somit das Geschäftsjahr 2023 mit einem sehr guten Ergebnis abgeschlossen werden. Der erzielte Jahresüberschuss wurde vollständig thesauriert und damit das Eigenkapital weiter gestärkt. 2.3 Finanz- und Vermögenslage Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme um 10 % verringert. Das Umlaufvermögen ist nach wie vor der wesentliche Teil des Vermögens und ursächlich für die Verringerung der Bilanzsumme auf der Aktivseite. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich leicht erhöht. Dagegen haben sich die Warenvorräte im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert, was in Summe die Verringerung des Umlaufvermögens erklärt. Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen und damit einhergehend auch die Fremdverschuldung. Insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten konnten durch den erwirtschafteten Cashflow sowie durch die Verringerung der Warenvorräte in hohem Maße abgebaut werden. Das Eigenkapital hat sich durch die Thesaurierung des Jahresüberschusses noch einmal deutlich erhöht. Die Eigenkapitalquote ist im Berichtsjahr weiter angestiegen und im Branchenvergleich weiterhin überdurchschnittlich hoch. Wir erachten unseren Vermögensaufbau und dessen Finanzierung weiterhin als branchenüblich, unternehmenskonform und als nach wie vor gut. 2.4 Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens werden die folgenden Indikatoren herangezogen:
2.5 Gesamtaussage Die wirtschaftliche Lage kann im Branchenvergleich finanzwirtschaftlich und strategisch als gut eingestuft werden. Die Ertragsentwicklung hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert und ist mehr als zufriedenstellend. 3. Chancen- und Risikobericht Neben den allgemeinen und branchenbedingten Geschäftsrisiken sind neben den Risiken aus der allgemeinen politischen Lage (Ukraine-Krieg, Nahostkrise) keine besonderen Risiken im Berichtsjahr zu verzeichnen. 3.1 Branchenrisiken und Wettbewerbsumfeld Die branchenbedingten Risiken, die vor allem aus den vom Wetter beeinflussten Ernten bestehen, konnten im Berichtsjahr durch unsere Fachkenntnisse und der Flexibilität in der weltweiten Beschaffung weitgehend kontrolliert werden. Die regional sehr unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels sind hierbei gesondert zu erwähnen. Diesem Risiko treten wir nach wie vor mit einer Diversifizierung über verschiedene Beschaffungsregionen und Artikel entgegen. Grundsätzlich umfasst das Produktportfolio weiterhin überwiegend marktgängige Basisprodukte, die durch Konservierung oder Tiefkühlung weitestgehend unkritisch hinsichtlich ihrer Verderblichkeit sind und kaum kurzfristigen Trends unterliegen. Die Sicherheit der gehandelten Lebensmittel wird durch branchenübliche Maßnahmen im Rahmen unseres unabhängig zertifizierten Qualitätssicherungskonzeptes und der EU-Richtlinien gewährleistet. Auf der Kundenseite bleibt die Diversifizierung in den einzelnen Kundensegmenten Hauptfaktor zur Risikominimierung bei gleichzeitiger Nutzung von Synergien in den Bereichen Beschaffung, Qualitätssicherung und Logistik. Aufgrund unserer breiten Diversifizierung ist das Risiko einer Abhängigkeit von Einzelkunden trotz fortlaufender Konzentrationstendenzen im Markt nach wie vor als nicht kritisch zu bewerten. 3.2 Unternehmensstrategische Risiken Wir sehen uns sowohl was die Kundensegmente, die Kundenbindung und die Sortimente, als auch was die Beschaffungsseite betrifft, für die Zukunft gut aufgestellt - auch was die Schaffung und Besetzung neuer Geschäftsfelder angeht. Der ständige Ausbau der Eigenproduktion erhöht die Kundenbindung und unsere Flexibilität. Besondere Risiken sind in diesem Bereich zum aktuellen Zeitpunkt nicht zu erkennen. 3.3 Informationstechnische Risiken Das ERP-System hat sich im Geschäftsjahr nach der erfolgreichen Umstellung in 2022 auf eine neue Version bewährt. Weitere Funktionalitäten der neuen ERP-Software konnten erfolgreich implementiert werden. Die Digitalisierung und Standardisierung der Geschäftsprozesse wurde somit auch im Berichtsjahr weiter vorangetrieben, was insbesondere die Effizienz steigert, die Fehleranfälligkeiten reduziert sowie das mobile Arbeiten weiter vereinfacht. Die Hardware sowie andere IT-Systeme werden durch Investitionen laufend an die EDV-technischen Notwendigkeiten und Geschäftsprozesse angepasst. In diesem Jahr sind weitere Ersatzinvestitionen in Hardware und Software geplant, um auch weiterhin den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. 3.4 Finanzwirtschaftliche Risiken Zur Minimierung und der Beherrschung finanzwirtschaftlicher Risiken werden nach wie vor umfangreiche Instrumente eingesetzt. Währungsrisiken für Handelswaren, die in Fremdwährungen beschafft werden müssen, sind nach wie vor über Devisengeschäfte abgesichert. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch eine Kreditversicherung beschränkt bzw. minimiert. 3.5 Sonstige Risiken Bisher als sonstige Risiken eingestufte Ereignisse oder Entwicklungen wie die zahlreichen kriegerischen Konflikte, zunehmende politische Spannungen und ihre Auswirkungen auf den Welthandel stufen wir inzwischen mehr als branchenübliche Risiken bei der internationalen Beschaffung ein. Neue Krisenherde oder krisenhafte Entwicklungen, die zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar sind, können diese Einschätzung wieder ändern. Weiterhin schwer einschätzbar sind Standortrisiken durch die Politik der Bundesregierung bzw. die EU-Kommission. So erwarten wir durch das im Jahr 2024 für einen größeren Kundenkreis relevante Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz zusätzliche Kosten durch bürokratischen Aufwand sowie preissteigernde Handelshemmnisse. Dieses Gesetz wie auch andere Maßnahmen werden u. a. dazu führen, dass die Anzahl möglicher internationaler Lieferanten deutlich reduziert wird, was den Wettbewerb verringern und damit höhere Preise nach sich ziehen wird. Insgesamt bleiben weiter wachsende Dokumentations- und Berichtspflichten für uns als mittelständisches Unternehmen schwer planbare Belastungen, die zusätzliche Ressourcen binden. 3.6 Chancenbericht Durch das breite Artikelsortiment und der Präsenz in den verschiedenen Kundensegmenten haben wir weiterhin Möglichkeiten und Chancen im Markt weiter zu wachsen, wobei dies im Wesentlichen auch von der allgemeinen Konsumerwartung im Lebensmittelbereich und insbesondere im Tiefkühlsegment abhängig ist. Darüber hinaus erhöht die anhaltende Akzeptanz bei den wichtigsten Kundengruppen die Chancen auf langfristiges Umsatzwachstum, dies nicht nur im Großverbraucher-Geschäft, sondern insbesondere im Lebensmitteleinzelhandel, der eine größere Bedeutung bekommen wird. Unsere weltweiten, langjährigen und gefestigten Allianzen auf der Beschaffungsseite bieten die Möglichkeiten, auch bei schwankenden Ernteverläufen Lösungen durch das Ausweichen auf andere Beschaffungsregionen zu nutzen und tragen so dazu bei, auch unter den Herausforderungen des Klimawandels als verlässlicher Lieferant wahrgenommen und ausgewählt zu werden. 4. Ausblick und Prognose Für das Jahr 2024 gehen wir von einem schwächeren Umsatz als für 2023 aus. Einige im Berichtsjahr sehr hochpreisige Artikel sind deutlich im Preis gefallen und die damit verbundene erwartete Erhöhung des Absatzes wird nach unserer Einschätzung den Preisverfall nicht ganz kompensieren können. Auch wenn wir im Einzelhandel deutliche Zuwächse erwarten, sind wir aufgrund der anhaltenden Probleme insbesondere in der Gastronomie (Großverbraucherbereich) vorsichtig. Für die zweite Jahreshälfte erwarten wir allerdings wieder deutliche Preisanstiege bei vielen Artikeln, die mit etwas Verzögerung auch wieder eine Umsatzsteigerung nach sich ziehen werden. Auch bei einer leicht rückläufig erwarteten Umsatzentwicklung für das Jahr 2024 gehen wir von einer positiven Ertragssituation für das Gesamtjahr 2024 aus. Entsprechend erwarten wir, dass sich die Bilanzsumme auf einem ähnlichen Niveau wie in 2023 entwickeln und die Eigenkapitalquote weiter verbessern wird.
Paderborn, den 28. Juni 2024 ZUMDIECK GmbH gez. Marcus Zumdieck gez. Karl-Heinz Miersch BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023ZUMDIECK GMBH, PADERBORNAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023ZUMDIECK GMBH, PADERBORN
B. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Vorbemerkung Die ZUMDIECK GmbH hat ihren Sitz in Paderborn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Paderborn unter der Registernummer HRB 2074. Der Jahresabschluss der ZUMDIECK GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wird nach den Vorschriften der §§ 264 ff HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. II. Bilanzierung und Bewertungsgrundsätze Es werden die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich linear planmäßig über 3 bis 5 Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Gegenstände, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden entweder linear oder degressiv entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 13 Jahren abgeschrieben. Zugänge beim beweglichen Anlagevermögen werden linear abgeschrieben. Zugänge von geringwertigen Wirtschaftsgütern werden im Jahresabschluss gemäß den Regelungen des § 6 Abs. 2 EStG berücksichtigt. Soweit erforderlich, werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und bei den Sachanlagen außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bilanziert. Wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten (ohne Fremdkapitalzinsen) bewertet. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger ist, wird dieser Wert angesetzt. Die in den Vorräten liegenden Risiken, insbesondere infolge überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigerer Wiederbeschaffungskosten, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erfolgte mittels der Teilwertmethode unter Berücksichtigung eines Rechnungszins- satzes von 1,82 % p. a. (Vorjahr: 1,78 %), eines erwarteten Anwartschaftstrends von 1,5 % p. a. (soweit aufgrund der Einzelzusagen anzuwenden) und den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck als zugrunde gelegte Sterbetafeln. Gehalts- oder Rententrends waren nicht zu berücksichtigen. Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags passiviert, künftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden. Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Derivative Finanzinstrumente werden als schwebende Geschäfte i. d. R. nicht bilanziert. Währungssicherungsgeschäfte werden zur Absicherung von schwebenden Wareneinkaufskontrakten in Fremdwährung abgeschlossen. Aus den Währungssicherungsgeschäften und den schwebenden Einkaufskontrakten werden Bewertungseinheiten gebildet (Zeitraum bis zu einem Jahr). Aktive und passive latente Steuern werden auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären und quasi-permanenten Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Steuerbilanz und den Wertansätzen in der Handelsbilanz gebildet. Die sich ergebenden Steuerbelastungen und -entlastungen werden verrechnet. Soweit ein aktiver Überhang entsteht, wird dieser nicht angesetzt. Zum 31.12.2023 liegen ein Körperschaftsteuersatz von 15 % (zzgl. SolZ) und ein Gewerbesteuerhebesatz von 418 % zugrunde. C. Erläuterungen zur Bilanz I. Finanzanlagen Die Finanzanlagen setzen sich aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und sonstigen Ausleihungen zusammen. Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:
Die Angaben zum Anteilsbesitz werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen. II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen. III. Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch Wertguthaben gesichert, die verpfändet wurden, sowie durch Rückdeckungsversicherungen. Die Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Pensionszusagen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Die Anschaffungskosten bzw. der beizulegende Zeitwert der Vermögenswerte aus den Rückdeckungsversicherungen wurden von der Versicherung ermittelt und betragen zum 31.12.2023 TEUR 547 (Vorjahr: TEUR 502). Die übrigen Vermögenswerte betragen zum 31.12.2023 TEUR 604 (Vorjahr: TEUR 593). Ein Teil dieser Vermögenswerte wurde zu den ursprünglichen Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von TEUR 549 anstelle des beizulegenden Zeitwertes von TEUR 598 aktiviert. Die Erträge aus diesen Differenzen (abzüglich latenter Steuern) in Höhe von TEUR 37 ist für Ausschüttungen gesperrt. Aufwendungen und Erträge sind nicht verrechnet worden. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt insgesamt TEUR 2.217. Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Pensionsrückstellungen mit dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz (1,82 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz (1,70 %) beträgt TEUR 32. Dieser Betrag ist für Ausschüttungen gesperrt. IV. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und Personalrückstellungen. V. Verbindlichkeiten Der folgende Verbindlichkeitenspiegel zeigt Art und Fristigkeit: Neben den üblichen Eigentumsvorbehalten aus Warenlieferungen bestehen keine Pfandrechte bzw. ähnliche Rechte oder Sicherheiten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 207).
VI. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Längerfristige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet-, Leasing- und Pachtverträgen über angemietete Gebäude und Ausstellungsräume sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Sie betragen insgesamt TEUR 3.588 (Vorjahr: TEUR 3.958). VII. Derivative Finanzinstrumente Derivative Finanzinstrumente werden zur Fixierung von Fremdwährungsverbindlichkeiten abgeschlossen. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Die Nominalwerte sind die Summe aller den Geschäften zugrunde liegenden Kaufbeträge. Die Marktwerte berücksichtigen keine gegenläufige Wertentwicklung aus Grundgeschäften. Der Marktwert der derivativen Finanzinstrumente wird unter Anwendung anerkannter mathematischer Verfahren auf der Grundlage der zum Berechnungszeitpunkt vorliegenden Marktdaten ermittelt. VIII. Angaben zu Bewertungseinheiten (§ 285 Nr. 23 HGB) Für schwebende Wareneinkaufskontrakte - unbezahlte, schwimmende Ware sowie geplante Wareneinkäufe - wurden Devisensicherungsgeschäfte abgeschlossen. Die Summe der einbezogenen Grundgeschäfte beträgt TEUR 7.578. Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich grundsätzlich vollständig aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht sowohl Währungsidentität als auch eine Übereinstimmung in den Basisparametern von Grund- und Sicherungsgeschäft. Die Voraussetzungen werden durch Gegenüberstellung von abgeschlossenen Sicherungsgeschäften und Grundgeschäften hergestellt. Die Umsetzung der geplanten Transaktionen ist unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit vergleichbaren Transaktionen in der Vergangenheit höchst wahrscheinlich. Drohverlustrückstellungen aufgrund der negativen Marktwerte in Höhe von TEUR 137 waren nicht zu bilden. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung I. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden zu rd. 90 % im Inland und zu 10 % im Ausland erzielt. II. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten sonstige periodenfremde Erträge von TEUR 132 (Vorjahr: TEUR 255), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 55), Erträge aus der Währungsumrechnung von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 812) sowie Erträge aus der Auflösung von Kursabwertungen von TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 3). III. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 298 (Vorjahr: TEUR 281). IV. Erträge aus Gewinnabführung Die Erträge entfallen auf die vollständige Gewinnabführung eines Tochterunternehmens. V. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung Die Aufwendungen für soziale Abgaben betragen TEUR 457 (Vorjahr: TEUR 459) und für Altersversorgung TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 147). VI. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Aus der Veränderung der Pensionsrückstellung resultieren Zinsaufwendungen von TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 40). VII. Steuern vom Einkommen und Ertrag Hierin sind Steuernachzahlungen für frühere Geschäftsjahre in Höhe von TEUR 5 enthalten. E. Sonstige Angaben I. Mitarbeiterzahl Die durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
II. Geschäftsführer Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte die Geschäftsführung durch:
Auf die Angaben der Gesamtbezüge gemäß § 285 Nr. 9 HGB wird aufgrund der Vorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Für frühere Organmitglieder wurde eine Pensionsrückstellung von TEUR 1.434 (Vorjahr: TEUR 1.511) berücksichtigt. III. Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 54). Davon entfallen TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 37) auf Abschlussprüfung, TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 12) auf die Steuerberatung und TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 5) auf sonstige Leistungen. IV. Ergebnisverwendung Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.538.635,51, welcher auf neue Rechnung vorgetragen wird. V. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres, die die Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zukünftig negativ beeinträchtigen, sehen wir nicht. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf den Lagebericht.
Paderborn, den 28. Juni 2024 ZUMDIECK GmbH gez. Marcus Zumdieck gez. Karl-Heinz Miersch Hinweis zur Feststellung des Jahresabschlusses nach § 328 Abs. 1a Satz 1 HGB: Der Jahresabschluss der ZUMDIECK GmbH, Paderborn wurde in der Gesellschafterversammlung vom 16. Juli 2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ZUMDIECK GmbH, Paderborn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der ZUMDIECK GmbH, Paderborn - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZUMDIECK GmbH, Paderborn, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, 10. Juli 2024 Dr.
Stückmann und Partner mbB
Dr. Zündorf, Wirtschaftsprüfer Linkermann, Wirtschaftsprüfer |
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