Karl Miller GmbHLiquidiert

77933 Lahr/Schwarzwald, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 391283
Eingetragen
6.9.1999
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Kabinen, insbesondere Krankabinen für See, Straße und Gebäude, Großkabinen, Spezialcontainer und Maschinenhäuser. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen, vertreten oder sich an ihnen beteiligen; sie darf insbesondere die Geschäftsführung solcher Unternehmen ausüben. Sie darf Zweigniederlassungen errichten.

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Firma Karl Miller GmbH & Co. KG
Germany
800.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Karl Miller GmbH

Lahr

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht 2014

der Karl Miller GmbH

Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

1. Konjunkturelle Entwicklung in der metallverarbeitenden Industrie

In den Branchen der metallverarbeitenden Betriebe und des Maschinenbaus gab es im Laufe der letzten Jahre eine differenzierte Entwicklung. Einige Bereiche konnten ihre Marktstellung weiter festigen, in den meisten Branchen gab es jedoch eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung und zum Ende des Geschäftsjahres 2013 verfehlte die Branche das Produktionsniveau vom Vorjahr um rd. 1,3 %. Die Gründe hierfür waren die anhaltende Krise in Europa sowie eine verringerte Importnachfrage in China. Die Entwicklung in 2014 war grundsätzlich positiver, da sich der Euroraum aus der Rezession lösen konnte und sich dadurch das Vertrauen in die Märkte erhöhte. Im Jahresverlauf 2014 stieg aufgrund der politischen Krisen in Russland und der Ukraine sowie der anhaltenden Staatsschuldenkrise in der Europäischen Union das Risiko einer Abwärtsbewegung. Allein der Exporteinbruch mit Russland von rd. -19 % im 1. Halbjahr 2014 hat das Jahresergebnis 2014 deutlich belastet. Bereits im Schlussquartal 2014 hatte sich die konjunkturelle Dynamik deutlich erhöht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im 4. Quartal gegenüber dem 3. Quartal um 0,7 % gestiegen. Die Wachstumsimpulse kamen dabei vor allem von der Inlandsnachfrage.

Die weitere Entwicklung hängt stark von einer sich stabilisierenden Entwicklung des politischen Umfelds ab, so dass bei wieder zunehmenden Kapazitätsauslastungen in der Industrie auch wieder vermehrt Investitionen in Anlagen getätigt werden, die in der EU insgesamt, aber insbesondere in Deutschland, positive Auswirkungen haben werden.

2. Geschäftsverlauf der Gesellschaft

Das Geschäftsjahr 2014 war erneut von einer rückläufigen Umsatzentwicklung geprägt, mit der Folge, dass sowohl die Vorjahresumsätze als auch die geplanten Umsätze nicht erreicht werden konnten. Die Umsatzschwäche ist im Wesentlichen auf die weiterhin bestehenden Schwierigkeiten in den Bereichen Baumaschinen und im Mining zurückzuführen.

Aus diesem Grund wurden im 2. Quartal 2014 umfassende Maßnahmen für eine nachhaltige und konsequente Marktbearbeitung in allen Geschäftsbereichen eingeleitet. Zahlreiche Neukunden konnten im Geschäftsjahr 2013 und 2014 akquiriert werden, jedoch haben die Projekte von Beginn der Entwicklung bis zur Umsatzrelevanz eine häufig lange Vorlaufzeit, so dass sich die Wirkungen auf die Ertragslage erst zeitverzögert ergeben.

Zur Stabilisierung der Ergebnisse wurden ab Mitte des Geschäftsjahres ebenfalls umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die zeitversetzt zu einer Reduzierung der Kosten führen. Allerdings wurde Anfang des Jahres das neue Verwaltungs- und Produktionsgebäude bezogen, so dass hier weitere Aufwandssteigerungen gegenüber dem Vorjahr hinzugekommen sind, die das Betriebsergebnis verschlechterten.

2.1 Vermögenslage

Die Veränderungen der Vermögens- und Kapitalstruktur im Vergleich zum Vorjahr zeigt folgende Übersicht:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR % TEUR %
Langfristig gebundenes Vermögen 8.637 78,3 7.416 74,0
Kurz- bis mittelfristig gebundenes Vermögen 2.393 21,7 2.608 26,0
Aktiva 11.030 100,0 10.024 100,0
Wirtschaftliches Eigenkapital 2.380 21,6 2.896 28,9
Langfristiges Fremdkapital 6.593 59,8 4.918 49,1
Kurzfristiges Fremdkapital 2.057 18,6 2.210 22,0
Passiva 11.030 100,0 10.024 100,0

Im Anlagevermögen haben sich wesentliche Veränderungen im Geschäftsjahr durch die Fertigstellung des Neubaus des Verwaltungs- und Produktionsgebäudes ergeben. Dadurch und durch weitere Investitionen in technische Anlagen und Maschinen ist das Anlagevermögen auf TEUR 8.580 gestiegen und entspricht damit einer Anlagequote von 77,8 %.

Das Vorratsvermögen liegt mit TEUR 1.805 weitgehend auf dem Vorjahresniveau. Der Anstieg liegt im Wesentlichen im Bereich der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten, auch umsatzbedingt, geringfügig gesenkt werden. Im Geschäftsjahr gab es keine nennenswerten Forderungsausfälle.

Aufgrund des Jahresfehlbetrags von TEUR -516 hat sich das Eigenkapital von TEUR 2.896 auf TEUR 2.380 im Geschäftsjahr verringert. Die Eigenkapitalquote liegt damit bei 21,6 % (Vorjahr 28,9 %).

Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr im Wesentlichen im Gewährleistungs- und Personalbereich zurückgegangen und liegen bei TEUR 247 (Vorjahr TEUR 383).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr von TEUR 5.649 auf TEUR 7.530 gestiegen. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Finanzierung des Verwaltungs- und Produktionsgebäudes.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind umsatzbedingt um TEUR 250 auf TEUR 601 im Geschäftsjahr gesunken.

2.2 Finanzlage

Die Finanzlage hat sich wie folgt entwickelt:

2014
in TEUR
2013
in TEUR
Jahresergebnis -516 38
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -456 801
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.659 -4.910
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.881 4.300
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 9 243

Die Finanzlage der Gesellschaft war jederzeit geordnet.

2.3 Ertragslage

Das Geschäftsjahr zeigt folgende Entwicklung:

2014 2013
TEUR % TEUR %
Rohertrag 5.955 100,0 6.585 100,0
Betriebsergebnis -348 -5,8 139 2,1
Finanzergebnis -160 -2,7 -80 -1,2
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -508 -8,5 59 0,9
Ergebnisabhängige Steuern 0 0,0 13 0,2
Jahresergebnis -516 -8,7 38 0,6

Der Personalaufwand liegt bei TEUR 5.066 und entspricht einer Personalaufwandsquote von 40,3 % (Vorjahr 38,3 %). Die Kosteneinsparungen des Geschäftsjahres bezogen sich im Wesentlichen auf Personalkürzungen und Kurzarbeit.

Die Abschreibungen sind aufgrund des Bezugs des Neubaus deutlich gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 432 gestiegen.

Die Zinsaufwendungen sind durch die Fremdfinanzierung ebenfalls gestiegen und betrugen im Geschäftsjahr TEUR 160.

Im Wesentlichen bedingt durch den Umsatzrückgang und den erst nachlaufenden Kostenanpassungen ergab sich ein Jahresfehlbetrag von TEUR -516 (Vorjahr Jahresüberschuss TEUR 38).

3. Nachtragsbericht

Die finanzierende Bank hat die am 31. Dezember 2014 noch offene Baukostenfinanzierung im März 2015 unterzeichnet und damit eine langfristige Darlehensfinanzierung des Verwaltungs- und Produktionsgebäudes gewährt.

Der Geschäftsführung sind keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt.

4. Chancen und Risiken

Die Karl Miller GmbH ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von unternehmerischen Chancen und Risiken ausgesetzt. Ziele des Risikomanagements der Gesellschaft ist die fortlaufende Identifikation, Bewertung und Bewältigung der Risiken. Diese Risikomanagementziele werden in Abhängigkeit von der jeweiligen Art des Risikos durch unterschiedliche Methoden verfolgt.

Dem Risiko von Preisänderungen auf dem Beschaffungsmarkt wird durch Abschluss von Rahmenverträgen Rechnung getragen. Das Risiko der Preisänderungen auf dem Absatzmarkt wird durch ständige Verbesserung der Kostenstruktur und Erhöhung der Produktivität bewältigt. Ebenfalls wird versucht, durch stärkere Kundenbindung dem anhaltenden Preisverfall zu begegnen.

Liquiditätsrisiken werden durch eine fortgeschriebene Liquiditätsübersicht frühzeitig erkannt.

Ausfallrisiken werden durch externe und interne Bonitätsprüfungen der Kunden berücksichtigt. Das Mahnwesen wird sehr straff und zeitnah geführt.

Möglichen Risiken aus negativen Veränderungen von Umsatz und Ergebnis wird anhand von monatlichen Plan-/Ist-Zahlen begegnet. Die Analysen werden dabei sowohl auf Unternehmensebene als auch auf Ebene der einzelnen Projekte durchgeführt.

Im IT-Bereich wird das Unternehmen von einem IT-Spezialisten der Karl Miller GmbH & Co. KG betreut. Das Sicherheitskonzept der Karl Miller GmbH ist auf Redundanz ausgelegt, alle Produktiv-Server verfügen über eine "Cold Standby" Lösung. Zum Sicherungskonzept gehört ein täglicher Backupsatz über alle Server.

Eine prozessunabhängige Risikoüberwachung (Interne Revision) ist aufgrund der Organisationsstruktur und der vorhandenen Kontrollmechanismen nicht erforderlich.

Die Risiken aus der Veränderung des Kapitalmarktzinsniveaus sind für die Gesellschaft aufgrund der geringen Inanspruchnahme von variablen Finanzkrediten und des Einsatzes von Zinssicherungsmaßnahmen von untergeordneter Bedeutung.

Sämtliche Risiken werden auf monatlicher Berichtsbasis direkt an die Geschäftsführung kommuniziert.

Risiken, die sich aus Veränderungen in der Prozessgestaltung in der Metallindustrie ergeben, sind für die Karl Miller GmbH als Zulieferer von hoher Bedeutung. Dazu werden systematisch Kundeninformationen gesammelt, Fachinformationsmedien und -veranstaltungen sowie Schutzrechtsaktivitäten gezielt ausgewertet, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen und Trends abzuleiten.

Dem branchenbezogenen Risiko begegnet die Gesellschaft durch ständige Verbesserungen der Kostenstruktur und Erhöhung der Produktivität. Die künftige Entwicklung der Gesellschaft hängt damit im Wesentlichen mit dem Erfolg dieser Risikobewältigung zusammen.

5. Prognosebericht

Bereits im Geschäftsjahr 2014 wurden umfangreiche Maßnahmen im Bereich der Marktbearbeitung ergriffen, um zukünftig ein nachhaltiges und stetiges Umsatzwachstum zu erzielen. Zur Erreichung dieser Ziele wurden Vertriebsmitarbeiter bestimmt, die ausschließlich für die Umsetzung dieser nachhaltigen Geschäftsentwicklung verantwortlich sind. Der im Vorjahr eingeschlagene Weg wird daher auch in den kommenden Geschäftsjahren fortgesetzt.

Zur Steigerung der Produktivität wurde in 2014 ein mehr als zehn Punkte enthaltender Maßnahmenplan verabschiedet, der neben einer Optimierung der Produktionsabläufe eine verbesserte Kapazitätsauslastung ermöglichen soll.

Für den zukünftigen Erfolg der Gesellschaft ist es entscheidend, dass ein stetiges Umsatzwachstum erzielt wird unter Berücksichtigung einer optimalen Kapazitätsauslastung.

Für das Geschäftsjahr 2015 wird ein Umsatzwachstum im knapp zweistelligen, für 2016 im einstelligen Prozentbereich erwartet. Es wird darüber hinaus für beide Geschäftsjahre mit einem leicht positiven Jahresergebnis geplant.

6. Forschungsbericht

Unsere Entwicklung zielt in erster Linie darauf ab, die Plug & Play Lösungen zu standardisieren, um die Teilevielfalt reduzieren zu können. Dies nimmt Einfluss auf die mechanische und elektrische Entwicklung.

Des Weiteren beansprucht die Weiterentwicklung des multifunktionalen Containersystems "Contiflex" enorm Entwicklungskapazität. Hier liegen derzeit die Anpassungen an die diversen Kundenanforderungen im Vordergrund.

 

Lahr, 12. März 2015

Karl-Martin Miller, Geschäftsführer

Manfred Keller, Geschäftsführer

Markus Jäger, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2014

Karl Miller GmbH, Lahr

AKTIVA

31.12.2014 31.12.2013
EUR EUR
A. Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 56.934,00 21.991,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.546.546,66 5.115.480,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 216.303,00 273.206,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 817.147,30 655.994,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.349.631,40
  8.579.996,96 7.394.312,22
B. Umlaufvermögen    
1. Vorräte 1.804.846,23 1.767.111,11
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände    
Sonstige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 560.177,39 587.027,10
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.700,74 243.148,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.630,86 9.918,00
  11.030.286,18 10.023.508,17

PASSIVA

   
  31.12.2014 31.12.2013
  EUR EUR
A. Eigenkapital    
I. Gezeichnetes Kapital 800.000,00 800.000,00
II. Gewinnvortrag 2.095.830,07 2.058.101,37
III. Jahresergebnis -515.918,07 37.728,70
  2.379.912,00 2.895.830,07
B. Rückstellungen 246.874,08 382.779,34
C. Verbindlichkeiten    
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.529.621,77 5.648.880,22
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 56.916,69 9.265,38
3. Sonstige Verbindlichkeiten 816.961,64 1.086.753,16
  8.403.500,10 6.744.898,76
  11.030.286,18 10.023.508,17

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2014 bis 31.12.2014

Karl Miller GmbH, Lahr

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Rohergebnis 6.152.226,01 6.692.016,58
2. Personalaufwand    
a) Löhne und Gehälter 4.201.630,88 4.261.197,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 864.115,51 907.398,86
  1.086.479,62 1.523.419,81
3. Abschreibungen    
Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 432.114,83 229.868,32
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.002.705,93 1.154.966,77
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 331,76 378,79
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 159.960,71 80.339,37
7. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -507.970,09 58.624,14
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 81,09 13.028,55
9. Sonstige Steuern 7.866,89 7.866,89
10. Jahresergebnis -515.918,07 37.728,70

Anhang 2014

der Karl Miller GmbH, Lahr

I. Allgemeine Hinweise

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Gesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs.2 HGB in Anspruch. Für die Gewinn- und Verlustrechnung kam das Gesamtkostenverfahren zur Anwendung.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die beweglichen Anlagegüter werden nach Maßgabe der jeweils kürzesten steuerlich für zulässig gehaltenen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden auch außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Für geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten im Wert von EUR 150,01 bis EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der entsprechend der steuerlichen Vorschriften über fünf Jahre abgeschrieben wird. Im letzten Jahr der Abschreibung wird ein vollständiger Abgang unterstellt.

Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet. Die fertigen und unfertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten bewertet. Dabei wurden sowohl die direkt zurechenbaren Material- und Fertigungskosten als auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen.

Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt; das allgemeine Kreditrisiko ist in Form pauschaler Abschläge berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres in der Anlage A zum Anhang dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Antizipative Forderungen aus Ertragsteuererstattungsansprüchen werden in Höhe von EUR 52.954,67 (Vorjahr: EUR 61.233,73) unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

3. Rechnungsabgrenzungsposten

Hierunter werden Wartungs- und Supportkosten ausgewiesen, die das nächste Geschäftsjahr betreffen.

4. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Verbindlichkeitenspiegel - davon Restlaufzeit -
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.038 2.340 3.152 7.530
Verindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 602 0 0 602
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 57 0 0 57
Sonstige Verbindlichkeiten 215 0 0 215
  2.912 2.340 3.152 8.404

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mittels Grundschulden, eingetragen auf die Immobilie in Lahr, in Höhe von TEUR 6.500 besichert.

Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen EUR 49.792,39 (Vorjahr: EUR 7.006,80).

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 86.366,64 (Vorjahr: EUR 73.459,77) ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit belaufen sich auf EUR 3.271,22 (Vorjahr: EUR 6.253,79).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Personalaufwand

Die Aufwendungen für Altersversorgung betrugen EUR 6.982,73 (Vorjahr: EUR 9.068,44).

2. Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Steuern betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

V. Sonstige Pflichtangaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Restwert der Leasingverpflichtungen beläuft sich auf EUR 87.223,18.

2. Mitarbeiter

Im Jahresmittel wurden 108 Mitarbeiter (76 gewerbliche Mitarbeiter, 32 Angestellte) beschäftigt. Die Anzahl der Auszubildenden betrug 15.

3. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörte im Berichtsjahr an:

Herr Karl-Martin Miller, Dipl. Ingenieur, Kirchberg

Herr Manfred Keller, Techniker für Betriebswirtschaft, Niederrieden

Herr Markus Jäger, Rottenburg

Die Bezüge der Geschäftsführer betrugen TEUR 274.

4. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung hat vorgeschlagen, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

VI. Unterzeichnung

 

Lahr, 25. März 2015

Karl-Martin Miller, Geschäftsführer

Manfred Keller, Geschäftsführer

Markus Jäger, Geschäftsführer

Sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.05.2015 festgestellt.

Es wurde beschlossen, den Jahresfehlbetrag 2014 in Höhe 515.918,07 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2014

Karl Miller GmbH, Lahr

Anschaffungs- und Herstellungskosten
  Stand 01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2014
EUR EUR EUR EUR EUR
Anlagevermögen          
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 307.326,89 50.578,12 128.263,00 0,00 229.642,01
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.394.399,37 0,00 0,00 2.612.389,58 8.006.788,95
2. Technische Anlagen und Maschinen 636.645,19 0,00 5.928,00 0,00 630.717,19
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.589.533,86 285.274,77 0,00 60.061,50 1.934.870,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.349.631,40 1.322.819,68 0,00 -2.672.451,08 0,00
  8.970.209,82 1.608.094,45 5.928,00 0,00 10.572.376,27
  9.277.536,71 1.658.672,57 134.191,00 0,00 10.802.018,28
Abschreibungen
  Kumulierte Geschäftsjahr
EUR EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 172.708,01 15.633,12
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 460.242,29 181.323,58
2. Technische Anlagen und Maschinen 414.414,19 50.975,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.117.722,83 184.183,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
  1.992.379,31 416.481,71
  2.165.087,32 432.114,83
Buchwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013
 
EUR EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 56.934,00 21.991,00
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.546.546,66 5.115.480,66
2. Technische Anlagen und Maschinen 216.303,00 273.206,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 817.147,30 655.994,16
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 1.349.631,40
  8.579.996,96 7.394.312,22
  8.636.930,96 7.416.303,22

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Karl Miller GmbH, Lahr, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen im Gesellschaftsvertrag liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftervertrages und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Biberach, 31. März 2015

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