HÜPPE Deutschland GmbH
Selbe AdresseGroßhandel mit Sanitärkeramik
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Julian Henco seit 5.9.2023 | Geschäftsführer |
Heiko Jähnichen seit 11.4.2023 | Prokura |
Michael Amende seit 17.8.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hüppe GmbHBad ZwischenahnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht 2022I. Rahmenbedingungen, Ausrichtung und Geschäftsverlauf1. Grundlagen des Unternehmens und Geschäftstätigkeit Das Unternehmen HÜPPE in Bad Zwischenahn ist ein Hersteller von Produkten im Sanitärbereich, insbesondere Duschabtrennungen, Duschflächen und verwandte Produkte für den Duschbereich. Von dem ursprünglich 1889 in Oldenburg gegründeten Traditionsunternehmen wurde 1966 als erster Anbieter in Deutschland die Duschabtrennung vermarktet. Daraus entstand 1974 die eigenständige Hüppe Duscha GmbH, die schließlich seit Anfang der 1980er Jahre in Bad Zwischenahn ansässig ist und 2012 auf die Hüppe GmbH verschmolzen wurde. Von 1986 bis 2021 war Hüppe eine Tochtergesellschaft der weltweit tätigen Masco Corporation, Livonia, Michigan/USA. Sie gehört seit 31.5.2021 zur Aurelius-Gruppe, mit der AURELIUS Development Thirty-One GmbH, Grünwald, als Gesellschafterin. Die Hüppe GmbH hat mehrere Tochtergesellschaften im europäischen Ausland. Am Sitz der Hüppe GmbH in Bad Zwischenahn, von wo aus Aktivitäten für andere Tochtergesellschaften im europäischen Ausland koordiniert und gesteuert werden, beschäftigt das Unternehmen 253 feste Mitarbeiter (Stand 31.12.2022). Die Aktivitäten werden insgesamt auf europäischer Ebene durch das Hüppe Management Board geführt. Die Ergebnisse der Hüppe GmbH fließen in den Konzernabschluss der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA mit Sitz in Grünwald ein. 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die deutsche Wirtschaft erfuhr, nach den signifikanten Einschränkungen durch die COVID Pandemie im Vorjahr, eine positive Entwicklung von 1,8% (BIP) verglichen zum Vorjahr. 1 Die Bauinvestitionen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 3,19% reduziert 2 . Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheit mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sowie der Ausfall von Nahrungsmittel- und Düngemittelexporten aus der Ukraine und Russland sind wahrscheinliche Folgen. Insbesondere in der Europäischen Union wird sich das Wirtschaftswachstum deutlich abschwächen. Vor allem die hohe Abhängigkeit von russischen Energieimporten stellt ein beträchtliches Risiko für einige Mitgliedstaaten dar. Nicht zuletzt können ein Lieferstopp oder ein Importembargo für russische Energieträger nicht ausgeschlossen werden. Vor Ausbruch des Krieges zeigte sich die weltweite konjunkturelle Entwicklung robust. Zwar hatte die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus (SARS-CoV-2) in vielen Staaten zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen geführt. Die ökonomischen Auswirkungen der Pandemiewellen fallen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfen der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. 3 Die Energiekrise des Jahres 2022 und die erhöhte Inflation haben deutliche Spuren in der deutschen Wirtschaft hinterlassen. So ist ein starker Rückgang der Wirtschaftsleistung zwar bislang ausgeblieben. Auf einen Wachstumspfad kehrte die Gesamtwirtschaft bisher allerdings nicht zurück. Sie dürfte sich im Prognosehorizont nur langsam erholen. Angesichts der global gedämpften Konjunktur und der geldpolitischen Straffung in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften sind vom Außenhandel und den Investitionen keine expansiven Impulse zu erwarten. Der Sachverständigenrat erwartet, dass das deutsche BIP im Jahr 2023 um 0,4% schrumpft und im Jahr 2024 um 0,7% wächst. 4 3. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2022 zeigte seitens des Ergebnisses eine negative Entwicklung für die Hüppe GmbH. Der Jahresfehlbetrag hat sich von T€ 1.239 auf T€ 3.330 erhöht. Dabei ist der Gesamtumsatz um 4,6% Prozent gesunken. Der Umsatz und das Jahresergebnis für 2022 liegen unter dem ursprünglichen Planniveau. Der Inlandsumsatz sank um 11,7%. Der Auslandsumsatz hat sich im Jahr 2022 hingegen positiv entwickelt und ist um 3,4% gestiegen. Maßgeblichen Anteil daran hatte das Geschäft in Tschechien. Das Jahr 2022 wurde wesentlich durch die Russlandkrise ausgelöste Energiekrise geprägt. Neben einer zurückhaltenden Nachfrage in Deutschland, waren wir teilweise mit Problemen in den globalen Lieferketten konfrontiert. Dabei konnten Lieferengpässe zwar weitestgehend vermieden werden, die inflatorische Preisdynamik auf der Einkaufsseite führte jedoch zu wesentlich erhöhten Materialpreisen, dies wurde insbesondere bei Energie- und Gasintensiven Materialien wie z.B. Float-Glas und Aluminium deutlich. Der Kundenkreis setzt sich wie im Vorjahr insbesondere aus Kunden in Deutschland (49%, Vorjahr 53%) und Intercompany-Kunden (39%, Vorjahr 42%) zusammen. Kunden aus Russland spielen im Gegensatz zum Vorjahr keine Rolle mehr durch die Sanktionen, welche nach dem Angriff auf die Ukraine gegen Russland verhängt wurden. Die nicht finanziellen Leistungsindikatoren haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: Die Abwesenheitsrate bezogen auf Mitarbeiterfehltage betrug für die Produktion 2022 8,1% (Vorjahr 5,9%), Zielgröße ist 4,5%. Der Materialaufwand im Verhältnis zum Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 3,6%-Punkte gestiegen. Die Umsatz- und Ertragsentwicklung wird im Abschnitt "Ertragslage" des Lageberichts ausführlich erläutert. 4. Lage der Gesellschaft Vermögenslage Das Anlagevermögen der Gesellschaft beträgt T€ 22.551, davon entfallen T€ 15.452 auf Finanzanlagen bei verbundenen Unternehmen. Die Investitionssumme betrug im Jahr 2022 T€ 575, dabei wurde insbesondere in Sachanlagen investiert. Das Anlagevermögen beträgt zum Jahresabschlussstichtag 71,3% (Vorjahr 69,5%) der Bilanzsumme. Das Umlaufvermögen beläuft sich auf T€ 9.000 per 31. Dezember 2022 (Vorjahr T€ 10.026). Die Vorräte haben sich dabei um T€ 171 erhöht. Seit Juni 2021 besteht eine Factoring-Vereinbarung, wonach das Factoringunternehmen für einen bestimmten Debitorenkreis die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erwirbt. Durch den Ankauf der Forderungen wird das Delkredererisiko und damit das wirtschaftliche Eigentum an den Factor übertragen, das Debitorenmanagement wird von der Hüppe GmbH betreut. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Durch die Abtretung der Forderungen auf das Factoringunternehmen werden die Forderungen nicht mehr als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern als Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 bestanden als Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesene Forderungen gegenüber dem Factoringunternehmen in Höhe von T€ 1.749 (Vorjahr: T€ 2.651), insbesondere aus vom Factoringunternehmen einbehaltenen Zahlungen für Boni an Kunden. Die Inanspruchnahme aus dem Factoring ist auch der wesentlichen Treiber für die Reduzierung der Sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr um T€ 840. Die Sonstigen Rückstellungen haben sich um T€ 628 insbesondere aufgrund ausgezahlter Rückstellungen für Restrukturierung und geringerer Rückstellungen für Mitarbeiterboni verringert. Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.118 erhöht, dabei sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um T€ 308 gestiegen, während sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um T€ 1.958 erhöht haben. Dabei hat sich insbesondere die Aufnahme eines Darlehens von der Hüppe Türkei in Höhe von T€ 1.000 sowie die Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Cashpool gegenüber Hüppe Belgien in Höhe von T€ 1.014 ausgewirkt. Finanzlage Die Gesellschaft zeigt per 31. Dezember 2022 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 5.061 (Vorjahr: T€ 8.391). Die Veränderung des Eigenkapitals ergibt sich durch den Jahresfehlbetrag von T€ 3.330. Die Eigenkapitalquote beträgt 16% (Vorjahr: 25%). Die Hüppe GmbH finanziert sich seit Juni 2021 durch ein Darlehen der AURELIUS Development Thirty-One GmbH, Grünwald, in Höhe von ursprünglich T€ 3.896 sowie seit 2022 durch ein Darlehn von der Tochtergesellschaft Hüppe Türkei in Höhe von M€ 1 das im Geschäftsjahr 2023 weiter aufgestockt wurde. Darüber hinaus bestehen Cashpoolverbindlichkeiten mit mehreren Tochterunternehmen in Höhe von M€ 4,3 zum 31. Dezember 2022. Im August 2021 wurde das Darlehen der Aurelius GmbH in Höhe von T€ 502 getilgt. Im Geschäftsjahr 2022 wurde das Darlehen in Höhe von T€ 1.500 auf Anforderung des Gesellschafters getilgt, sowie mit Forderungen von T€ 212 verrechnet, so dass zum 31. Dezember 2022 noch ein Darlehen von T€ 1.681 ausgewiesen wurde. Im Jahr 2023 wurde eine Forderung gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 1.309 mit dem Darlehen verrechnet, so dass zum 31. Dezember 2023 noch ein Darlehen von T€ 372 besteht. Das Gesellschafterdarlehen ist monatlich kündbar, wird aber zur Finanzierung der Hüppe GmbH benötigt und kann ohne erhebliche Konsequenzen für die Liquiditätssituation nicht abgezogen werden. Am 16. Juni 2023 hat die Alleingesellschafterin, Aurelius Development Thirty-One GmbH, schriftlich bestätigt, dass eine Rückführung des Gesellschafterdarlehns nur sofern und so weit erfolgt, wie eine 12-Monats-Liquiditätsplanung eine entsprechende Rückführung zulässt. Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Hüppe Türkei haben sich zum 31. Dezember 2023 auf M€ 2,4 erhöht. Die Gesellschaft verfügt derzeit über eine ausreichende Liquidität (Liquide Mittel am 30. Juni 2024: T€ 454). Die Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Juli 2025 umfasst, zeigt, dass die Finanzierung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist. Dabei setzt sie auf eine insgesamt steigende Umsatzentwicklung, strenge Kostenkontrolle und restriktive Investitionspolitik. Bestandteil der Planung ist, dass über die Teiltilgungen des Gesellschafterdarlehens in 2022 und die teilweise Verrechnung mit einer Forderung gegenüber der Gesellschafterin hinaus keine weiteren Rückführungen des Gesellschafterdarlehens erfolgen und dass Schwankungen der Liquidität gruppenintern ausgeglichen werden. Im bisherigen Verlauf des Jahres 2024 hat die Gesellschaft sich bei Umsatz und Ergebnis im Rahmen Planung bewegt und ihre Liquidität im Zusammenwirken mit ihren Tochtergesellschaften gesichert. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für den Rest des Jahres 2024 erwartet. Allerdings beobachtet die Gesellschaft die Entwicklung in der Ukraine und Russland sowie der deutschen und europäischen Baukonjunktur mit Sorge und entwickelt weitere Maßnahmen, um sich einer länger andauernden Marktflaute anpassen zu können. Das Marktumfeld bleibt weiterhin von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere Baukonjunkturentwicklung und die negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft aufgrund gestiegener Zinsen sowie der weitere Verlauf der Krise in der Ukraine. Den Risiken wird insbesondere durch eine vorausschauende Finanzplanung begegnet. Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Sollten sich wesentliche Planungsannahmen ändern und dadurch die Liquiditätsziele deutlich hinter der Unternehmensplanung zurückbleiben, kann ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf entstehen. Sofern dieser zusätzliche Liquiditätsbedarf nicht durch die Gesellschaft selbst, durch externe Kapitalgeber oder eine Konzernfinanzierung sichergestellt wird, kann die Gesellschaft möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. In diesem Kontext besteht eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, so dass die Gesellschaft daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Die Gesellschaft verfügt am Standort Bad Zwischenahn, Niedersachen, über ein ca. 5 ha großes, lastenfreies Betriebsgrundstück, sowie über ein nicht betriebsnotwendiges lastenfreies Grundstück von ca. 1 ha Größe. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2022 ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von -T€ 3.306 erzielt. Der Cash-Zufluss aus der Investitionstätigkeit betrug T€ 1.860. Dabei haben sich insbesondere Einzahlungen aus Dividenden in Höhe von T€ 2.416 und Auszahlungen für Investitionen in Höhe von T€ 575 ausgewirkt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten (T€ 51) ergab sich aus der Verringerung der Cashpoolforderungen (T€ 254) sowie Zinszahlungen. Insgesamt hat sich der Finanzmittelbestand daher um T€ -1.395 auf -T€ 6.199 reduziert. Der Finanzmittelbestand umfasst liquide Mittel von T€ 820 (Vorjahr T€ 1.131), Cashpoolverbindlichkeiten von T€ 4.310 (Vorjahr T€ 2.541) und kurzfristige Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von T€ 2.709 (Vorjahr T€ 3.394). Ertragslage Das Jahresergebnis hat sich im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 2.1 M€ reduziert. Ein Treiber ist der Umsatzrückgang um 2,0 M€ bei relativ gestiegenen Materialkosten. Darüber hinaus haben sich die Dividendeneinnahmen gegenüber dem Vorjahr um 0.7 M€ verschlechtert. Die Ukraine-Krise, welche auch Deutschland in 2022 beeinträchtigt hat, ist einer der Faktoren warum es eine Reduzierung des Umsatzes um 2,1 M€ gab und ist gleichzeitig der wesentliche Treiber für gestiegene Materialkosten, da durch diese Krise insbesondere die Energiepreise enorm gestiegen sind. Dadurch wurde ein Betriebsergebnis in Höhe von -6,0, M€ was M€ 1,9 unter dem Vorjahr liegt. Das Rohergebnis hat sich um 2,6 M€ bzw. 10,5% verschlechtert. Es wurde auch 2022 weiterhin in neue Produkte und Absatzkanäle investiert. Die Ertragslage der Hüppe GmbH stellt sich -geordnet nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten- für das Geschäftsjahr 2022 wie folgt dar:
Im Berichtsjahr wurde bei einer Betriebsleistung von T€ 40.529 (Vorjahr T€ 42.458) ein Rohergebnis von T€ 21.728 (Vorjahr T€ 24.283) erwirtschaftet. Der Umsatz hat sich um 4,6 % verschlechtert. Der Personalaufwand hat sich gegenüber 2021 um 1 M€ reduziert, darin sind 0,5 M€ reduzierte Restrukturierungskosten enthalten. Darüber hinaus haben sich vor allem geringere Aufwendungen für Akkordlöhne ausgewirkt. Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich insbesondere durch gestiegene Beratungskosten (+0.5 M€) um 0,7 M€ erhöht. So wurde ein Betriebsergebnis von - 6 M€ erzielt. Das Beteiligungsergebnis (2,4 M€) ergibt sich durch die Ausschüttung von Dividenden aus der Türkei in Höhe von 1,6 M€, Niederlande 0,5 M€ und Tschechien 0,3 M€. Im Vorjahr betraf das Beteiligungsergebnis die Dividenden aus der Türkei und Tschechien. Im Neutralen Ergebnis sind Rückstellungsauflösungen von T€ 841 enthalten (Vorjahr T€ 620). Damit wird insgesamt ein Jahresfehlbetrag von M€ -3,3 (Vorjahr M€ -1,2) ausgewiesen. II. Prognose-, Chancen und Risikobericht1. Chancen- und Risikobericht Das Unternehmen wird sich in Zukunft weiter auf die Märkte fokussieren, in denen es gute Chancen auf erstrangige Marktanteile gibt, wie zum Beispiel Deutschland und Frankreich. Als international tätiges Unternehmen ist die Hüppe GmbH gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und unternehmerischen Risiken ausgesetzt. Die Einschätzung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist im Einzelnen im Prognosebericht dargestellt. Besondere Risiken bestehen weiterhin aus der anhaltenden Ukraine-Krise und damit verbundenen kurz- und mittelfristigen Konsequenzen. Darüber hinaus beeinträchtigt der Krieg in der Ukraine sowohl die Lieferketten als auch insbesondere Preise für Energieträger wie Gas und Öl. Die Absatzmärkte in Russland und der Ukraine sind darüber hinaus durch diesen Krieg nicht mehr belieferbar. Weitere Risiken können aus einer erneuten Kostenerhöhung von Rohstoffen und Tariflohnvereinbarungen sowie den Entwicklungen von Währungsrelationen und Zinsen entstehen, wobei diese Risiken bewertet und wenn sinnvoll durch Sicherungsgeschäfte abgedeckt werden. Zum 31. Dezember 2022 bestehen keine Devisentermingeschäfte oder sonstige Finanzderivate. Das Jahr 2022 war nicht mehr so stark durch die COVID-19 Pandemie geprägt, wie im Vorjahr. Es kommt noch immer zu Krankheitsausfällen durch COVID, welche die Produktivität und Lieferfähigkeit beeinträchtigen können. Der weitere Verlauf der Ausbreitung des Coronavirus und Folgen auf den Geschäftsverlauf werden laufend überwacht, mit wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit wird zur Zeit jedoch nicht gerechnet. Der Angriff von Russland auf die Ukraine bedeutet Krieg in Europa. Westliche Länder reagierten darauf mit teilweise massiven Sanktionen. Für Unternehmen können sich daraus erhebliche wirtschaftliche Folgen ergeben sowohl unmittelbar (z.B. aufgrund bestehender Liefer- und Leistungsbeziehungen) wie auch mittelbar (z.B. durch weiter steigende Rohstoffpreise, Lieferkettenstörungen u.a.). Die Hüppe GmbH hat das Geschäft mit Russland komplett eingestellt. Forderungen an russische Kunden wurden in Höhe von T€ 80 im Geschäftsjahr 2022 wertberichtigt. Als weitere Auswirkungen werden in erster Linie weitere Erhöhungen bei den Energiepreisen befürchtet, die auch zu einer wirtschaftlichen Rezession in Deutschland aber auch weltweit führen könnten. Direkte Beschaffungsbeziehungen mit Russland oder der Ukraine bestehen nicht. Es besteht jedoch das Risiko von indirekten Abhängigkeiten, da eventuell notwendige Vorprodukte für Rohstoffe aus diesen Gebieten kommen könnten. Weitere wesentliche Absatz- oder Beschaffungsrisiken werden für die Hüppe GmbH durch die Ukrainekrise zurzeit nicht gesehen, da keine weiteren wesentlichen Geschäftsbeziehungen mit der Ukraine und Russland bestehen. Allerdings sind die weitere Entwicklung und die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise aufgrund der dynamischen Entwicklung noch schwer abschätzbar. Risiken werden auch in der gesamtwirtschaftlichen Lage und einer möglichen wirtschaftlichen Rezession für Deutschland und auch weltweit gesehen. Die Krise kann zu Kaufzurückhaltung und damit verbundenen Rückgang der Umsatzerlöse und Ergebnisse bei der Gesellschaft und den Tochterunternehmen führen. Der weitere Verlauf der Krise und der Folgen für den Geschäftsverlauf werden laufend überwacht. Im Laufe des Jahres 2023 kam es zu einer anhaltenden Entspannung an den Beschaffungsmärkten und eine damit verbundene rückläufige Entwicklung der Einkaufspreise, insbesondere für Energie, Aluminium und Glas. Demgegenüber können sich die Auswirkungen des rückläufigen Konsumverhalten der Verbraucher sowie ein rückläufiger Wohnungsbau aufgrund gestiegener Finanzierungskosten in Europa weiter verstärken. In Deutschland kommt zudem die Verunsicherung der Konsumenten durch die energiepolitische Debatte hinzu. Das Marktumfeld bleibt weiterhin von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere Baukonjunkturentwicklung und die negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft aufgrund gestiegener Zinsen sowie der weitere Verlauf der Krise in der Ukraine. Die Geschäftsführung überwacht die Entwicklung engmaschig und entwickelt fortlaufend weitere Maßnahmen, um sich einer länger wirkenden Marktflaute anpassen zu können. Die Gesellschaft verfügt derzeit über eine ausreichende Liquidität (Liquide Mittel am 30. Juni 2024: T€ 454). Aus Tilgungen des Gesellschafterdarlehens (T€ 1.681) oder dem Zurückbleiben des Cashflow hinter der Unternehmensplanung könnte mittel- oder langfristig ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf entstehen. Das Risiko hinsichtlich der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze der Tochtergesellschaften wurde analysiert. Der Beurteilung liegen Planungsrechnungen der Gesellschaften unter Berücksichtigung der Risiken der Ukraine-Krise zugrunde. Die Planungen werden jährlich neu bewertet und basieren auf historischen Erfahrungen und weiteren Faktoren, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den gegebenen Umständen vernünftig erscheinen. Die Gesellschaft nimmt bei den Berechnungen Schätzungen und Annahmen in Hinblick auf die Zukunft vor. Die hieraus abgeleiteten Planungen werden naturgemäß in nicht immer zu Einhundert Prozent genau den späteren Gegebenheiten entsprechen. Die Schätzungen und Annahmen können ein Risiko in Form einer Berichtigung des Buchwerts von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit sich bringen. Der Nichteintritt der den Planungen zugrundeliegenden Prämissen und / oder eine künftige nachhaltige Veränderung von Zinsen und Risiken auf den Kapitalmärkten (Diskontierungszins) kann sich positiv oder negativ auf den Unternehmenswert auswirken und ggf. zu weiteren Abwertungen bei den Tochtergesellschaften führen. Die Ausfallrisiken im Forderungsbereich sind erfahrungsgemäß gering. Zur frühzeitigen Erkennung unternehmerischer Risiken ist die Gesellschaft in ein umfangreiches Planungs-, Kontroll- und Informationssystem als Teil eines konzernweiten Planungs- und Steuerungsprozesses eingebunden. Bezüglich möglicher Liquiditätsrisiken wird auf Abschnitt 4 "Finanzlage" verwiesen. 2. Prognosebericht Die wirtschaftliche Lage von HÜPPE hat sich in 2023 im Umsatz etwas schlechter entwickelt als erwartet. In der Gesamtbetrachtung der Hüppe-Gruppe sehen wir im Umsatz zwar auch ein Defizit gegenüber der Planung, aber dank erfolgreich umgesetzter Verkaufspreiserhöhungen, um die gestiegenen Material-, Logistik- und Energiekosten zu kompensieren sowie einmaligen Erträgen aus dem Verkauf der Marke, ist das Ergebnis leicht besser als im Vorjahr und auch besser als in der Planung erwartet, allerdings noch negativ. Für das Geschäftsjahr 2024 werden für die Hüppe Gruppe gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 leicht steigende Umsätze und operative Ergebnisse auf Vorjahresniveau erwartet, allerdings zeigen die Planungen die Hüppe Gruppe 2024 noch negative Ergebnisse. Bei der Hüppe GmbH wird der Umsatzrückgang in 2023 begleitet von signifikanten Kostensteigerungen - insbesondere in den Bereichen Material und Logistik. Wir sehen aber im 2. Halbjahr 2023 eine Stabilisierung der Materialkosten und die Energiekosten sind weniger gestiegen, als in der Planung für dieses Jahr erwartet. Angesichts bereits eingeleiteter operativer Maßnahmen, geplanter Managementinitiativen und dank der operativen Unterstützung durch die AURELIUS Equity Opportunities sollte sich die wirtschaftliche Situation von HÜPPE im Jahr 2024 weiter stabilisieren. Die politische Situation in der Türkei und die Konsequenzen in den Bereichen Währung, Inflation und Hypothekenzinsen bilden weiterhin ein Risiko. Für 2023 ist wieder ein Wertverlust der Türkischen Lira und auch der Tschechischen Krone zu beobachten. Es ist schwierig vorherzusagen, wie die weiterführende Währungsentwicklung verläuft. Es ist jedoch davon auszugehen, dass zumindest für 2024 nicht mit einer kurzfristigen Erholung zu rechnen ist. Wir haben daher begonnen, die Organisationsstruktur der Marktentwicklung anzupassen. Für 2023 haben wir stark steigenden Glas- und Aluminiumpreisen gesehen, die sich im Moment aber stabilisieren. Wir streben durch die weitere Internationalisierung unserer Lieferantenpartnerschaften an dies bestmöglich zu kompensieren. Darüber hinaus sind Projekte zur technischen Überarbeitung von unseren bestehenden Produkten in Planung, die zu Kosteneinsparungen führen werden. In 2023 wurde das Produktportfolio geprüft und angepasst. Es wurden allerdings weiterhin neue Produkte entwickelt. Der Bereich Kundenservice steht weiterhin im Fokus unseres kontinuierlichen Verbesserungsprozesses. Dies wird positiven Einfluss auf die Umsatzentwicklung und das Betriebsergebnis haben. Auch in 2023/2024 wird Hüppe innovative Produktideen umsetzen, die unser Produktportfolio verbessern werden und besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Durch konsequente Marktbearbeitung und schnelle Anpassung an Umsatzschwankungen durch bspw. COVID-19 und die Ukraine-Krise zielen wir darauf negative Ergebniseinflüsse zu gut wie möglich zu kompensieren. Insgesamt haben sich bei der Hüppe GmbH die Umsatzerlöse mit T€ 36.144 im Geschäftsjahr 2023 leicht verschlechtert, für 2024 wird aber mit einem leichten Umsatzwachstum aufgrund von verstärkten Vertriebsaktivitäten gerechnet. Bei geringeren Umsätzen konnte im Geschäftsjahr 2023 durch Kosteneinsparungen, einmalige Erträge aus dem Verkauf der Marke von 1,1 M€ sowie höhere Beteiligungserträge ein deutlich verbessertes, leicht positives Jahresergebnis von T€ 39 erzielt werden. Für 2024 wird insbesondere aufgrund geringerer Beteiligungserträge als im Geschäftsjahr 2023 ein mäßig verschlechtertes Ergebnis erwartet.
Bad Zwischenahn, 11. Juli 2024 Julian Henco Michael Amende
1
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2112/umfrage/veraenderung-des-bruttoinlandprodukts-im-vergleich-zum-vorjahr/
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Anhang 2022A. Allgemeine AngabenDie HÜPPE GmbH hat ihren Sitz in Bad Zwischenahn und ist eingetragen in das Handelsregister B des Amtsgerichts Oldenburg (HRB 202345). Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Berücksichtigung des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden unter Beachtung der handelsrechtlichen Gliederungsvorschriften der §§ 266, 275 HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die HÜPPE GmbH weist für 2022 einen Jahresfehlbetrag von T€ -3.330 aus. Zur Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit wurden folgende Maßnahmen getroffen: Die Finanzierung wird durch ein Darlehen der Hüppe Türkei in Höhe von 1 Mio. € sowie ein Darlehen der AURELIUS Development Thirty-One GmbH, Grünwald, (Aurelius GmbH) in Höhe von ursprünglich T€ 3.896 € sichergestellt. Darüber hinaus bestehen Cashpoolverbindlichkeiten mit mehreren Tochterunternehmen in Höhe von 4,3 Mio € zum 31. Dezember 2022. Im August 2021 wurde das Darlehen der Aurelius GmbH um 502 €T€ reduziert. In 2022 wurden Rückzahlungen in Höhe von 1.5m € vorgenommen, darüber hinaus wurde eine Forderung in Höhe von 212 T€ mit dem Darlehen verrechnet. Per 31.12.22 bestand damit ein Darlehen in Höhe von 1.681 €T€ von der Aurelius GmbH. Im Jahr 2023 wurde eine Forderung gegenüber dem Gesellschafter in Höhe von T€ 1.309 mit dem Darlehen verrechnet, so dass zum 31. Dezember 2023 noch ein Darlehen von T€ 372 besteht. Das Darlehen ist monatlich kündbar, wird aber zur Finanzierung der Hüppe GmbH benötigt und kann ohne erhebliche Konsequenzen für die Liquiditätssituation nicht abgezogen werden. Am 16. Juni 2023 hat die Alleingesellschafterin, Aurelius Development Thirty-One GmbH, schriftlich bestätigt, dass eine Rückführung des Gesellschafterdarlehens nur sofern und so weit erfolgt, wie eine 12-Monats-Liquiditätsplanung eine entsprechende Rückführung zulässt. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weitere Darlehen mit der Hüppe Türkei vereinbart und zum 31. Dezember 2023 bestanden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Hüppe Türkei von 2,4 Mio €. Vor diesem Hintergrund verfügt die Gesellschaft derzeit über eine ausreichende Liquidität. Die Unternehmensplanung, die eine Ertrags-, Vermögens- und Liquiditätsplanung bis zum 31. Juli 2025 umfasst, zeigt, dass die Finanzierung der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum gewährleistet ist. Dabei setzt sie auf eine insgesamt steigende Umsatzentwicklung, Kosteneinsparungen und restriktive Investitionspolitik. Bestandteil der Planung ist ferner, dass über die Teiltilgungen des Gesellschafterdarlehens im Jahr 2022 und die teilweise Verrechnung mit einer Forderung gegenüber der Gesellschafterin hinaus keine weiteren Rückführungen des Gesellschafterdarlehens erfolgen und dass Schwankungen der Liquidität gruppenintern ausgeglichen werden. Im bisherigen Verlauf 2024 hat die Gesellschaft sich bei Umsatz und Ergebnis im Rahmen der Planung bewegt und ihre Liquidität im Zusammenwirken mit ihren Tochtergesellschaften gesichert. Eine ähnliche Entwicklung wird auch für den Rest des Jahres 2024 erwartet. Allerdings beobachtet die Gesellschaft die Entwicklung in der Ukraine und Russland sowie der deutschen und europäischen Baukonjunktur mit Sorge und entwickelt weitere Maßnahmen, um sich einer länger andauernden Marktflaute anpassen zu können. Das Marktumfeld bleibt weiterhin von außergewöhnlich hoher Unsicherheit geprägt. Dies betrifft vor allem die weitere Baukonjunkturentwicklung und die negativen Auswirkungen auf die Investitionsbereitschaft aufgrund gestiegener Zinsen sowie der weitere Verlauf der Krise in der Ukraine. Die Geschäftsführung ist bei der Aufstellung des Jahresabschlusses von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Sollten sich wesentliche Planungsannahmen ändern und dadurch die Liquiditätsziele deutlich hinter der Unternehmensplanung zurückbleiben, kann ein zusätzlicher Liquiditätsbedarf entstehen. Sofern dieser zusätzliche Liquiditätsbedarf nicht durch die Gesellschaft selbst, durch externe Kapitalgeber oder eine Konzernfinanzierung sichergestellt wird, kann die Gesellschaft möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen. In diesem Kontext besteht eine wesentliche Unsicherheit bezüglich der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, so dass die Gesellschaft daher möglicherweise nicht in der Lage ist, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf ihre Vermögenswerte zu realisieren sowie ihre Schulden zu begleichen. Die Gesellschaft verfügt am Standort Bad Zwischenahn, Niedersachsen, über ein ca. 5 ha großes, lastenfreies Betriebsgrundstück, sowie über ein nicht betriebsnotwendiges lastenfreies Grundstück von ca. 1 ha Größe. B. Angaben zur Bilanzierung und BewertungEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um die lineare Abschreibung, bewertet. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Die betriebliche Nutzungsdauer des Firmenwertes basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten des Firmenwertes. Diese repräsentieren insbesondere den Kundenstamm sowie die spezielle Qualifizierung der Mitarbeiter, die im Rahmen des Erwerbs übernommen wurden. Die Ertragspotenziale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren ausgeschöpft. Der Firmenwert ist abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlichen AFA Tabellen. Seit dem 1. Januar 2008 wird neu angeschafftes Anlagevermögen linear abgeschrieben. Für die in früheren Jahren angeschafften oder hergestellten Anlagen wird die bisherige degressive Abschreibungsmethode beibehalten. Geringwertige Anlagegüter werden bei Netto-Anschaffungskosten von € 250 bis € 800 im Jahr des Zugangs aktiviert und voll abgeschrieben. Bei Netto-Anschaffungskosten bis € 250 wird das Anlagegut als sofort abzugsfähiger Aufwand gebucht. Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungen werden mit Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert (bei voraussichtlich dauernder Wertminderung) angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren wurden mit durchschnittlichen Anschaffungskosten einschließlich der Anschaffungsnebenkosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sind mit den Herstellungskosten unter Einbeziehung von Material- und Fertigungseinzelkosten einschließlich angemessener Material- und Fertigungsgemeinkosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht angesetzt. Abwertungen für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und aus geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % berücksichtigt worden. Die Erfassung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt mit dem Konzernstandardkurs. Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden aufgrund ihrer Kurzfristigkeit (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Die liquiden Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aktiviert, die Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum des Folgejahres sind. Die Kapitalanteile sind zum Nennbetrag angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer und ökonomische Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Zinssatz beträgt 1,78 %. Bei der Ermittlung wurde eine Rentensteigerung von jährlich 2,25 % und eine Fluktuation in Höhe von 1,75 % p.a. zugrunde gelegt. Jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden nicht unterstellt, da die Entwicklung der Renten unabhängig von Gehaltssteigerungen anhand eines allgemeinen Preissteigerungsindex festgelegt wird. Der Differenzbetrag aus der BilMoG-Umstellung zum 1. Januar 2010 wird in Anwendung des § 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel angesammelt. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit wurden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden wären steuerliche Verlustvorträge zu berücksichtigen. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes, der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und den Solidaritätszuschlag umfasst. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Soweit die Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern insgesamt zu einem aktiven Überhang führt, wird von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, den aktivischen Überhang nicht zu bilanzieren. C. Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen PostenI. Posten der Bilanz 1. Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang). 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 955, Vorjahr: T€ 406) und Cashpoolforderungen (T€ 0, Vorjahr T€ 254). 3. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten Zur Sicherung aller bestehender Ansprüche aus der bankmäßigen Geschäftsverbindung sind zum 31. Dezember 2022 Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 300 an die Bank verpfändet. 4. Pensionsrückstellungen Der Differenzbetrag zur Berechnung der Pensionsrückstellung mit einem Rechnungszinssatz der vergangenen sieben Jahre und der vergangenen 10 Jahre beträgt T€ 395 und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Allerdings hat die HÜPPE GmbH ausreichend freie Rücklagen. 5. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen bestehen vor allem für gewährte Kundenboni (T€ 2.319), Restrukturierungsaufwendungen (T€ 236) und Personalaufwendungen (T€ 566). Die Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von T€ 157 (Vorjahr: T€ 264) wurden mit dem Deckungsvermögen von T€ 135 (Vorjahr: T€ 264) verrechnet. Der ausgewiesene Nettobetrag beträgt T€ 22 (Vorjahr: T€ 0). Der beizulegende Zeitwert der Rückdeckungsversicherung beträgt zum 31. Dezember 2022 T€ 135 (Vorjahr: T€ 264). Die ursprünglichen Anschaffungskosten betrugen T€ 135 (Vorjahr: T€ 264). Erträge aus dem Deckungsvermögen von T€ 3 (Vorjahr T€ 1) wurden mit den Aufwendungen verrechnet. 6. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 12.479 (Vorjahr: T€ 10.361) unterteilen sich wie nachfolgend dargestellt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit T€ 2.048 (Vorjahr T€ 3.500) gegenüber der Gesellschafterin, davon T€ 1.681 (Vorjahr T€ 3.394) aus Darlehen und T€ 212 (Vorjahr T€ 106) aus Zinsen, sowie T€ 156 (Vorjahr T€ 25) aus Lieferungen und Leistungen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.973, Vorjahr: T€ 1.360), Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling (T€ 4.310, Vorjahr: T€ 2.541) und Darlehensverbindlichkeiten von T€ 1.028 (Vorjahr T€ 0). 7. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen von insgesamt T€ 508, davon aus Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen für den Zeitraum 2023 von T€ 278 und von 2024 bis 2027 von T€ 230. Der Vorteil der Miet- und Leasingverträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben. 8. Außerbilanzielle Geschäfte Seit Juni 2021 besteht eine Factoring-Vereinbarung, wonach das Factoringunternehmen für einen bestimmten Debitorenkreis die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen einen Abschlag auf den Nennbetrag erwirbt. Durch den Ankauf der Forderungen wird das Delkredererisiko und damit das wirtschaftliche Eigentum an den Factor übertragen, das Debitorenmanagement wird von der Hüppe GmbH betreut. Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Zum 31. Dezember 2022 sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.906 (Vorjahr: T€ 2.346) an das Factoringunternehmen veräußert. Durch die Abtretung der Forderungen auf das Factoringunternehmen werden die Forderungen nicht mehr als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sondern als Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2022 bestanden als Sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesene Forderungen gegenüber dem Factoringunternehmen in Höhe von T€ 1.749 (Vorjahr: T€ 2.651), insbesondere aus vom Factoringunternehmen einbehaltenen Zahlungen für Boni an Kunden. II. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse Umsatzerlöse wurden in Höhe von T€ 38.204 (Vorjahr: T€ 40.339) aus der Lieferung von Duschabtrennungen und Duschwannen, in Höhe von T€ 2.115 (Vorjahr: T€ 1.973) aus Aufmaß- und Montageleistungen sowie T€ 193 (Vorjahr: T€ 169) aus sonstigen Dienstleistungen erzielt. Die Umsatzerlöse lassen sich geografisch wie folgt aufteilen:
2. Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Fremdwährungsumrechnung (T€ 871, Vorjahr: T€ 489) und periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 841, Vorjahr: T€ 620) enthalten. 3. Personalaufwand Im Personalaufwand sind außergewöhnliche Aufwendungen für Restrukturierung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 492) enthalten. 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von T€ 1.061 (Vorjahr: T€ 474) enthalten. In Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 57) werden Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB aus der Umbewertung der Pensionsrückstellung im Rahmen der BilMoG-Umstellung (1/15 Aufstockung) gezeigt. 5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten unter anderem Zinsen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 270 (Vorjahr: T€ 669). D. Sonstige PflichtangabenI. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistung betrug T€ 57 und für Steuerberatungsleistungen T€ 39. II. Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen Alle Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden. III. Mitarbeiter Im Durchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 251 Arbeitnehmer (Vorjahr: 238), davon 110 Mitarbeiter/-innen im gewerblichen und 141 Mitarbeiter/-innen im Angestelltenbereich. IV. Organe der Gesellschaft Als Geschäftsführer der Gesellschaft sind/waren bestellt:
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung und der früheren Mitglieder der Geschäftsführung im Sinne von § 285 Nr. 9 HGB wurde nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Rückstellung für Pensionen für ehemalige Geschäftsführer beträgt T€ 1.670. V. Anteilsbesitz Die HÜPPE GmbH, Bad Zwischenahn, hält 100,0 % der Anteile an den folgenden Gesellschaften:
VI. Mutterunternehmen Es wird die Befreiung von der Erstellung eines Teilkonzernabschlusses gemäß § 291 HGB in Anspruch genommen. Der Jahresabschluss der HÜPPE GmbH, Bad Zwischenahn, wird in den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss der Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald, einbezogen (Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen). Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister offen gelegt. Oberstes Konzernunternehmen ist die Aurelius Equity Opportunities SE & Co. KGaA, Grünwald. VII. Nachtragsbericht Im Geschäftsjahr 2023 hat die Hüppe GmbH die Markenrechte an die Hüppe Intellectual Property GmbH zum Kaufpreis von 1,1 Mio € veräußert. Darüber hinaus haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
Bad Zwischenahn, 11. Juli 2024. Michael Amende Julian Henco Entwicklung des Anlagevermögens 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hüppe GmbH, Bad Zwischenahn Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hüppe GmbH, Bad Zwischenahn, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hüppe GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit: Wir verweisen auf die Angaben in Abschnitt "Allgemeine Angaben" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "4. Lage der Gesellschaft", Unterabschnitt "Finanzlage" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass der Fortbestand der Gesellschaft davon abhängig ist, dass die in der Unternehmensplanung enthaltenen Liquiditätsziele erreicht werden, und bei zusätzlichem Liquiditätsbedarf aufgrund von Abweichungen von den Planungsannahmen weitere Zahlungsmittel durch den Gesellschafter oder externe Kapitalgeber bereitgestellt werden. Wie in Abschnitt "Allgemeine Angaben" und Abschnitt "4. Lage der Gesellschaft", Unterabschnitt "Finanzlage" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 11. Juli 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer Stefan Geers, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde am 25. Juli 2024 festgestellt. |
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