Raiffeisenbank Rottumtal eGLiquidiert
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Raiffeisenbank Rottumtal eGOchsenhausenJahresabschluss zum 31. Dezember 2015Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015I. Geschäftsverlauf 1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der Kreditgenossenschaften Im Jahr 2015 setzte sich der konjunkturelle Aufschwung in Deutschland fort. Trotz der Wachstumsschwäche in den Schwellenländern und der erneuten Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise in den Sommermonaten blieb die gesamtwirtschaftliche Entwicklung hierzulande robust aufwärtsgerichtet. Den ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 1,7 % über das Vorjahresniveau gestiegen. Der Zuwachs fiel damit geringfügig stärker aus als in 2014 (+1,6 %) und deutlich stärker als in den Jahren 2012 und 2013 (+0,4 % bzw. +0,3 %). Die privaten Konsumausgaben sind im bisherigen Verlauf des Konjunkturaufschwungs dynamischer gestiegen als in früheren Zyklen. Sie expandierten in 2015 um 1,9 % und damit so kräftig wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Maßgeblich hierfür waren neben der bereits seit einiger Zeit nach oben gerichteten Beschäftigungs- und Tariflohnentwicklung auch Sonderfaktoren wie die Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro je Arbeitsstunde und die Kaufkraftgewinne durch den niedrigen Ölpreis. Darüber hinaus gingen von der starken Zuwanderung von Flüchtlingen nach Deutschland Nachfrageimpulse aus. Die Konsumausgaben des Staates (+2,4 %) legten noch stärker zu als der Privatkonsum. Hier führten unter anderem die Personal- und Sachkosten zur Betreuung, Unterbringung und Integration der Flüchtlinge zu Mehrausgaben. Angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheit über die künftige Wirtschaftsentwicklung und Wirtschaftspolitik insbesondere in Griechenland und im Euroraum als Ganzes blieb der Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen (+4,8 %) in 2015 erneut hinter den Wachstumsraten vergangener Aufschwungphasen zurück. Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte sich 2015 abermals in einer guten Grundverfassung. Allerdings hat sich der Beschäftigungsaufbau angesichts der Einführung des allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und der für einen bestimmten Personenkreis eingeführten abschlagsfreien Rente mit 63 im Vorjahresvergleich etwas verlangsamt. Die Zahl der Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland ist im Jahresdurchschnitt 2015 um 329.000 auf 43,0 Mio. gestiegen, nachdem sie 2014 um 375.000 zugelegt hatte. Die Inflationsrate ist in Deutschland von 0,9 % in 2014 auf niedrige 0,3 % in 2015 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war der Preisverfall bei Rohöl, der nach einer vorübergehenden Stabilisierungsphase in den Frühjahrsmonaten zum Jahresende abermals an Fahrt aufnahm. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die ohnehin schon expansiven geldpolitischen Rahmenbedingungen für den Euroraum im vergangenen Jahr noch einmal gelockert. Gleich auf seiner ersten geldpolitischen Sitzung im Januar 2015 beschloss der EZB-Rat ein Programm zum Ankauf von Vermögenswerten. Im Zuge dieser quantitativen Lockerung begann die EZB ab März 2015 unter Einrechnung der bereits beschlossenen Aufkaufprogramme jeden Monat Wertpapiere im Wert von 60 Mrd. Euro am Sekundärmarkt zu kaufen. Geschäftsentwicklung der Volksbanken und Raiffeisenbanken Angesichts der stabilen konjunkturellen Lage in Deutschland konnten die 1.021 Volksbanken und Raiffeisenbank, PSD Banken, Sparda-Banken sowie die sonstigen Kreditgenossenschaften im Geschäftsjahr 2015 an ihre guten Geschäftsergebnisse der Vorjahre anknüpfen. Sie wuchsen erneut stabil. Die positive Geschäftsentwicklung zeigt einmal mehr: Den Kreditgenossenschaften ist es nachhaltig gelungen, das Vertrauen der Kunden in ihr Geschäftsmodell weiter zu stärken und diese mit ihren Leistungen zu überzeugen. So stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen der Kreditgenossenschaften auf 608 Milliarden Euro (+4,5 %). Auch die Kundenkredite legten auf 505 Milliarden Euro (+4,8 %) zu. Die addierte Bilanzsumme stieg um 30 Milliarden auf 818 Milliarden Euro (+3,8 %), während manche Bankengruppen teilweise eine Bilanzverkürzung betrieben haben. 2. Entwicklung der Raiffeisenbank Rottumtal eG
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) Nach einem Bilanzsummenwachstum in 2014 von 7,1 %, konnte die Bilanzsumme in 2015 nochmals um 3,1 % aufgrund der Zuwächse bei den Kundeneinlagen zulegen.
Die Kundenforderungen gingen leicht zurück. Der Rückgang beträgt im Geschäftsjahr 2015 0,6 % oder TEUR 729. Grund hierfür ist die Umlagerung bzw. Neuvermittlung von Kundenforderungen an die Verbundunternehmen. Insgesamt konnten 721 Kredite mit einem Volumen von TEUR 23.229 an unsere Kunden neu vergeben bzw. prolongiert werden. Rückzahlungen und Tilgungen von Kunden auf ihre Kredite wurden in Höhe von TEUR 19.716 erbracht. An die Münchener Hypothekenbank eG und die R+V wurden insgesamt langfristige Kredite in Höhe von TEUR 5.669, mit einer durchschnittlichen Zinsbindungsdauer von 25 Jahren vermittelt. Unter den Posten Wertpapieranlagen und Forderungen an Kreditinstitute bilanzieren wir ausschließlich Positionen, die wir als Liquiditätsreserve vorhalten und Positionen zur Risikominderung des Zinsänderungsrisikos.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in 2015 um 9,9 % oder TEUR 3.058 zurückgegangen. Grund hierfür waren die gezielten Ablösungen von vermittelten Kundenkrediten in die eigenen Bücher, sowie die laufenden Tilgungen und Sondertilgungen. Die Kundeneinlagen konnten insgesamt im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesteigert werden. Die Spareinlagen nahmen leicht um 1,6 % oder TEUR 1.463 zu und die anderen Einlagen stiegen um 11,0 % oder TEUR 6.814.
Nach einem Rückgang der Vermittlungsprovisionen in 2014 von 11,6 % oder TEUR 57, konnten die Vermittlungserträge in 2015 um 33,8 % oder TEUR 147 gesteigert werden. Vor allem das Kreditvermittlungsgeschäft konnte mit 59,3 % oder TEUR 99 zulegen. Ebenfalls haben sich das Versicherungs- und das Bauspargeschäft erholt. Die Zahlungsverkehrserträge liegen knapp unter dem Vorjahreswert.
In den fünf HG Märkten und dem Lebensmittelmarkt in Steinhausen a.d. Rottum wurden im vergangenen Geschäftsjahr Waren im Wert von TEUR 475 umgesetzt, dies entspricht einem Rückgang von 19,4 % oder TEUR 114. Der Warenbestand hielt sich auf Vorjahresniveau. Das Rohergebnis reicht wie in den Vorjahren nicht aus, um die aus dem Warengeschäft entstandenen Aufwendungen abzudecken. Investitionen In 2015 wurden in Reinstetten das Mobiliar (Schreibtische, Bürostühle) sowie die Technik (Monitore und PCs) für die Kreditabteilung und dem neu eingerichteten Beraterzimmer angeschafft. Ferner wurde in eine Brennstoffzelle investiert. Für die Geschäftsstelle Rottum haben wir einen neuen Kontoauszugsdrucker angeschafft. Des Weiteren musste der Server für die Archivierung erneuert werden. Personal- und Sozialbereich Bei der Raiffeisenbank Rottumtal eG waren im Berichtsjahr bis zu 65 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einschließlich der Aushilfs- und Reinigungs- und sonstigen Arbeitskräften, beschäftigt. Im Jahresdurchschnitt waren 39,7 (Vorjahr 37,1) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 26 (Vorjahr 28) Vollzeitmitarbeiter/innen sowie 5 (Vorjahr 5) Auszubildende ausschließlich im Bankgeschäft tätig. Wie in den Vorjahren legt die Raiffeisenbank Rottumtal eG großen Wert auf qualifizierte Mitarbeiter/-innen. Aus diesem Grund haben im Berichtsjahr unsere Mitarbeiter/-innen an insgesamt 228 Seminartagen (Vorjahr 282) an Schulungen oder Webinaren teilgenommen. Für Aus- und Weiterbildungsseminare gaben wir TEUR 54 aus. II. Darstellung der Lage sowie der Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Raiffeisenbank Rottumtal eG 1. Gesamtbanksteuerung, Risikomanagement In unserer Unternehmenskonzeption haben wir uns klar auf die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder in alle Finanzierungs- und Vermögensanlagenfragen sicherstellt. Mit Hilfe von Kennzahlen- und Limitsystemen planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch die Funktionstrennung in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformation aus der ordnungsgemäßen Geschäftsentwicklung sichergestellt. Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft von großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten berichten direkt dem Vorstand. Im Management der Risiken unterscheiden wir zwischen Kredit-, Marktpreis-, Liquiditäts- und Betriebsrisiken, wobei die Kredit- und Marktpreisrisiken einen Schwerpunkt bilden. Das Kreditrisikomanagement, d.h. die Steuerung und Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist in der Abteilung Controlling angesiedelt. Daneben nimmt die Stelle Kreditkontrolle die intensive Betreuung problembehafteter Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und Engagementabwicklung von gekündigten bzw. insolventen Krediten vor. Unsere Risikostrukturen sind unauffällig. Erkennbaren Risiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Für latente Risiken bestehen in angemessenem Umfang Vorsorgereserven. Das Adressenausfallrisiko wird aufsichtsrechtlich durch die CRR und die Großkreditvorschriften quantitativ und durch die Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) qualitativ begrenzt. Darüber hinaus werden Instrumente eingesetzt, die der risikoorientierten Kreditbeurteilung dienen. Im Firmenkundengeschäft setzten wir ein bewährtes elektronisches Datenverarbeitungsprogramm für die Bilanzanalyse und Ratingverfahren ein. Dieses Programm teilt mit Hilfe von Bonitätsmerkmalen und Ausfallwahrscheinlichkeiten die Kredite in Risikoklassen ein. Ungünstige Entwicklungen in einem Wirtschaftszweig lassen sich somit frühzeitig erkennen. Im Privatkundengeschäft werden ebenfalls Ratingverfahren zur Bonitätsbeurteilung eingesetzt. Für die Steuerung Marktpreisrisiken ist der Bereich Controlling verantwortlich. Mit Hilfe eines Limitsystems, werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert. Die Marktpreisrisiken stellen den potenziellen Verlust dar, der durch die Veränderung der Preise an den für uns relevanten Finanzmärkten für eingegangene Positionen entstehen kann. Für Steuerungs- und Überwachungszwecke werden hierbei die jeweiligen Marktpreisrisikobereiche getrennt betrachtet. Zur Überwachung ist ein Limitsystem eingerichtet. Auf Basis von verschiedenen Verfahren werden Risikoberechnungen vorgenommen. Die ermittelten Risiken werden vergebenen Limiten gegenübergestellt. Die Raiffeisenbank Rottumtal eG ist als Kreditinstitut, insbesondere auf Grund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Das Risko des Zinsbuches der Gesamtbank wird über das Verfahren der Zinselastizitätsbilanz ermittelt und geht mit diesem G+V-orientierten Wert in das Gesamtlimitsystem ein. Die Auswertungen der Bank zeigen für das Standardszenario in den nächsten zwei Jahren tragbare Zinsänderungsrisiken. Das Liquiditätsrisiko wird durch die Liquiditätsverordnung sowie die Gesamtkapitalquote gemäß CRR begrenzt. Im Geschäftsjahr war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben. Wir überwachen die Liquidität über die Kennziffer der Liquiditätsverordnung hinaus durch Fälligkeitslisten. Wir haben die Risikotoleranz über die Festlegung einer Mindestliquiditätskennziffer definiert. In einem hypothetischen Szenario werden Verfügungen in Höhe von 30 % der wesentlichen Spareinlagen und Liquiditätsabflüsse der 10 größten offenen Kreditzusagen über Nacht und deren Auswirkungen auf die Liquiditätssituation simuliert. Des Weiteren wird dabei das Risiko eines illiquiden Marktes mit einem Abschlag von 25 % der Wertpapiere des Depot A berücksichtigt. Turbulenzen an den Finanzmärkten, berühren uns kaum, weil wir im Rahmen unserer Steuerung die Risikopositionen gering halten. Den Betriebsrisiken aus dem Bankgeschäft begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue Datenverarbeitungssysteme über die von uns beauftragte Rechenzentrale und der Optimierung der Arbeitsabläufe. Im Bereich der Handelstätigkeiten wird die Minimierung des Betriebsrisikos darüber hinaus u. a. durch die klare funktionale Trennung von Handel, Abwicklung, Rechnungswesen und Überwachung unterstützt. Im Kreditgeschäft trägt die funktionale Trennung in die Bereiche "Markt" und "Marktfolge" und der danach ausgerichteten Organisation dieses Bereiches zur Minimierung operationeller Risiken bei. Das Rechtsrisiko wird durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Verträge, Formulare und Vordrucke begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung unseres Verbandes und externe Rechtsanwaltskanzleien rechtzeitig in die Abwicklung ein. Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risiken hinaus prüft die eigene Interne Revision regelmäßig die Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken, die wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einteilung von entsprechenden Gegenmaßnahmen. 2. Vermögenslage Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). 2) Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014 Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die vorgegebenen Anforderungen der CRR wurden von uns im Geschäftsjahr 2015 stets eingehalten. Auch den kommenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen können wir nach derzeitigem Kenntnisstand gerecht werden. Unter Berücksichtigung einer vom Vorstand und Aufsichtsrat zur kontinuierlichen Stärkung des Eigenkapitals beschlossenen Vorwegzuweisung von TEUR 900 zu den Ergebnisrücklagen, die noch der Zustimmung der Generalversammlung bedarf, der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken sowie den Zuführungen zu den Rücklagen aus der Gewinnverwendung beträgt unser Kernkapital 16,9 Mio. EUR (Vorjahr 15,8 Mio. EUR), das sind 8,06 % der Bilanzsumme. Kundenforderungen Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns weiterhin eine weitestgehend ausgewogene branchen- und größenmäßige Streuung unserer Ausleihungen. Die durch die Generalversammlung festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des Kreditwesengesetzes (KWG) wurden während des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten. Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2015 wieder mit besonderer Vorsicht bewertet. Die für erkennbare bzw. latente Risiken in angemessener Höhe gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Durch unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren und berechtigten Kreditwünschen unserer mittelständischen Kundschaft entsprechen. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft setzen sich wie folgt zusammen:
Die Wertpapiere des Anlagevermögens und der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei Anschaffungen in das Anlagevermögen, die ab 2011 über pari getätigt wurden, sind Abschreibungen auf den niedrigeren Einlösungskurs vorgenommen worden. Im Jahresabschluss 2015 betrugen diese TEUR 366. Neuanschaffungen lagen im Wesentlichen im Bereich der mittelfristigen Laufzeiten. Mit den Fälligkeiten hochverzinslicher Wertpapiere in den kommenden Jahren wird sich bei einem konstanten Zinsniveau die Durchschnittsverzinsung des Depots A und somit auch die Zinsspanne vermindern. Sonstige Risiken Um operationelle Risiken aus dem Bankgeschäft durch System- und Kommunikationsfehler, technische Fehler, Fehler durch Mitarbeiter, Rechtsstreitigkeiten usw. so gering wie möglich zu halten, wird in zeitgemäße EDV- Anlagen und Software investiert. Es ist eine Schadenfalldatenbank zur systematischen Sammlung von entsprechenden Vorfällen zur Identifizierung möglicher Schwachstellen vorhanden. Die Arbeitsabläufe werden regelmäßig überprüft, angepasst und Qualitätsstandards definiert. Die Mitarbeiter werden den jeweiligen Anforderungen entsprechend geschult und durch Weiterbildungsmaßnahmen qualifiziert. Sonstige Risiken können sich auch aus konjunkturellen Entwicklungen oder aus der Gesetzgebung tagtäglich ergeben. Eigene strategische Entscheidungen oder auch die unbewusste Nichteinhaltung von gesetzlichen Regelungen können zu weiteren "sonstigen Risiken" führen. Um dies zu vermeiden und zu erkennen, finden durch die Interne Revision jährlich Prüfungshandlungen zur Abwehr solcher "sonstigen Risiken" statt. Mitgliedschaften in den Sicherungseinrichtungen des BVR Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, die aus dem Garantiefonds und dem Garantieverbund besteht. Mit Inkrafttreten des Einlagensicherungsgesetzes (EinSiG) am 03. Juli 2015 ist die neue BVR Institutssicherung (BVR-ISG-Sicherungssystem), eine Einrichtung der BVR Institutssicherung GmbH, Berlin (BVR-ISG), als amtlich anerkanntes Einlagensicherungssystem neben die weiterhin bestehende Sicherungseinrichtung des BVR (BVR-SE) getreten. Die BVR-SE ist als zusätzlicher, genossenschaftlicher Schutz im sogenannten dualen System parallel zum BVR-ISG-Sicherungssystem tätig. Zur Erfüllung von § 1 EinSiG i. V. m. § 1 Abs. 3d Satz 1 KWG ist die Bank mit Wirkung vom 03. Juli 2015 dem BVR-ISG-Sicherungssystem beigetreten. 3. Finanz- und Liquiditätslage Die Zahlungsfähigkeit unserer Genossenschaft war im Jahr 2015 jederzeit gegeben. Die aufsichtsrechtliche Liquiditätskennzahl (Verhältnis kurzfristigen Zahlungsmittel zu kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen) beträgt zum Jahresende 3,34. Die von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach den Bestimmungen des Kreditwesengesetzes (KWG) aufgestellte Liquiditätskennzahl von mindestens 1,0 wurde von uns im Geschäftsjahr 2015 stets eingehalten. Seit dem 01. Januar 2014 wird eine zusätzliche Meldung des Liquidity Coverage Ratio (LCR) monatlich an die BaFin gemeldet. Die Kennzahl ist ab Oktober 2015 verbindlich zu 60 % und ab 2018 zu 100 % einzuhalten. Wir haben in 2015 die Kennzahl eingehalten. Aufgrund vorhandener Möglichkeiten zur Beschaffung benötigter Liquidität über Refinanzierungsmittel ist damit zu rechnen, dass wir auch zukünftig sowohl die jederzeitige Zahlungsbereitschaft als auch die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Kennzahlen gewährleisten können. Des Weiteren profitiert unsere Bank von der vom Interbankengeschäft weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur, die überwiegend aus den Geschäftsbeziehungen mit den Privat- und Firmenkunden resultiert. 4. Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 4) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Die Ertragslage entwickelte sich im Geschäftsjahr 2015 durchaus zufriedenstellend. Sie war günstiger als in den zu Beginn des Jahres erstellten vorsichtigen Planungen angenommen. Die Zinserträge nahmen in 2015 um 1,3 % oder TEUR 88 und die Zinsaufwendungen um 20,8 % oder TEUR 294 ab. Der Rückgang bei den Zinsaufwendungen ist auf die gesunkenen Passivkonditionen aufgrund der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurückzuführen. Der Provisionsüberschuss stieg in 2015 um 10,2 % oder TEUR 100. Unsere Verwaltungsaufwendungen insgesamt stiegen in der Summe um 0,3 % oder TEUR 13 und waren damit nahezu auf Vorjahresniveau. Das Bewertungsergebnis aus den Kundenforderungen und Wertpapieranlagen ist mit TEUR -780 negativ. Dies ist überwiegend auf die Abschreibungen bei den eigenen Wertpapieren in Höhe von TEUR 1.053 zurückzuführen. Bei den Einzelwertberichtungen im Kreditgeschäft konnten wir saldierte Auflösungen in Höhe von TEUR 253 verbuchen. Das Bewertungsergebnis und die Einstellung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken in 2014 wurde aufgrund der Umwidmung in Vorsorgereserven in den Fonds für allgemeine Bankrisiken in Höhe von 1,9 Mio. EUR beeinflusst. In 2015 fand keine Umwidmung statt. Der Jahresüberschuss liegt um TEUR 699 über dem Vorjahreswert von TEUR 461. Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,55 % (Vorjahr 0,23 %). Nach unserer Ergebnisvorschaurechnung für 2016 wird die Ertragslage durch einen rückläufigen Zinsüberschuss belastet. Das Provisionsergebnis wird sich auf dem Vorjahresniveau halten können, wobei die Verwaltungsaufwendungen sich weiter erhöhen werden, sodass insgesamt ein rückläufiges Betriebsergebnis vor Bewertung zu erwarten ist. 5. Zusammenfassende Beurteilung der Lage Das Geschäftsvolumen wurde im Berichtsjahr 2015 gesteigert. Die Kundenforderung hielten sich nahezu auf Vorjahresniveau und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind angestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nahmen ab. Fällige Anlagen aus dem Depot A wurden überwiegend in Wertpapiere angelegt. Unsere Eigenkapitalausstattung erlaubt uns für die Zukunft ein weiterhin angemessenes Wachstum. Die Risiken der künftigen Entwicklung liegen im Wesentlichen in den Adressausfallrisiken und in den Marktpreisrisiken. Die notwendigen Instrumente zur Steuerung dieser Risiken haben wir installiert. Zur Abdeckung der Risiken besteht ausreichend Deckungspotenzial. Derzeit können wir keine Risiken erkennen, welche die Risikotragfähigkeit der Bank überschreiten würden. III. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Nach Schluss des Geschäftsjahres wurden keine Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt. IV. Voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaft wird nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Jahren von dem weiter steigenden Margendruck und den wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen sowie den steigenden Anforderungen an die Produkt- und Beratungsqualität geprägt. Wir rechnen in den nächsten Jahren aufgrund der Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten mit einer verhaltenen Konjunktur. Für die kommenden Geschäftsjahre 2016 und 2017 erwarten wir keine wesentlichen Veränderungen bei unseren Kundenforderungen. Die risikoorientierte Kreditvergabepolitik und -bepreisung steht weiterhin im Vordergrund. Im Einlagengeschäft gehen wir 2016 und 2017 von moderaten Steigerungsraten aus. Mit marktgerechten Konditionen und einer ganzheitlichen Beratung wollen wir unsere Kundeneinlagen weiterhin stärken. Die geschäftspolitischen Vorgaben bzw. Erwartungen wirken sich auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in den nächsten zwei Jahren wie folgt aus: Vermögenslage: In den kommenden Jahren planen wir weiterhin eine Stärkung des Eigenkapitals durch die kontinuierliche Dotierung der Rücklagen. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen in Form der Eigenkapital- und Liquiditätskennzahl werden wir auch in den kommenden zwei Jahren einhalten. Finanzlage: Die Bank wird auch künftig jederzeit in der Lage sein ihren Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit nachzukommen. Aufgrund vorhandener Liquiditätsreserven und der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund ist mit Störungen in der Zahlungsfähigkeit nicht zu rechnen. Ertragslage: Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei Jahren die Entwicklung der Zinsspanne von entscheidender Bedeutung. Aufgrund des derzeit niedrigen Zinsniveaus planen wir für 2016 mit einem deutlichen Rückgang des Zinsüberschusses in Höhe von TEUR 438 und im Jahr 2017 um weitere TEUR 345. Der Provisionsüberschuss wird sich vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Gesamtlage in den nächsten zwei Jahren nicht deutlich verändern. Wir planen mit einem Provisionsergebnis von TEUR 1.100 im Jahr 2016 und TEUR 1.130 in 2017. Der Verwaltungsaufwand wird im Personalbereich durch Tariferhöhungen moderat ansteigen. Durch weitere Kosteneinsparungen und durch die Überwachung des Budgets planen wir trotz steigender Allgemeinkosten für die Jahre 2016 und 2017 mit nahezu gleichbleibenden anderen Verwaltungsaufwendungen in Höhe von rund TEUR 1.515. Auf die Risikovorsorge im Kreditgeschäft muss in den kommenden Jahren ein besonderes Augenmerk gelegt werden. Wir rechnen mit einem moderaten Bedarf. Die Entwicklung der Marktpreisrisiken muss in den kommenden zwei Jahren ebenfalls sorgfältig beobachtet werden. Sie werden unsere Ertragslage weiterhin belasten. Insgesamt erwarten wir für 2016 und 2017 im Vergleich zum Berichtsjahr ein rückläufiges Jahresergebnis. Chancen und Risiken: Wegen unserer geordneten Vermögenslage, der damit verbundenen Risikotragfähigkeit und unserer regionalen Marktkenntnisse gehen wir davon aus, auch künftig Ertragschancen für Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu nutzen. Wir erwarten in den kommenden zwei Jahren ein auskömmliches Ergebnis erwirtschaften zu können. Dies wird uns dann auch weiterhin ermöglichen, unseren Mitgliedern eine angemessene Dividende zu bezahlen und unsere Rücklagen zu stärken. Chancen bestehen bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, was zu einer positiven Geschäftsentwicklung führen könnte. Risiken für die geschäftliche Entwicklung unseres Hauses sehen wir bei einer über mehrere Jahre andauernden weltweiten Rezession. Risiken für die Ertragslage bestehen ab 2016 insbesondere bei einer fallenden Zinsstrukturkurve. Dies hätte längerfristig deutliche Auswirkungen auf unsere Ertragslage. Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank hätten, sind weiterhin nicht zu erkennen. Durch unser Risikomanagement und entsprechende geschäftspolitische Maßnahmen sind wir bestrebt, von unseren Planungen abweichende Entwicklungen in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Vorschlag für die ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 1.160.383,71 - nach den im Jahresabschluss mit EUR 900.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 260.383,71) - wie folgt zu verwenden:
Ochsenhausen, 31. März 2016 Raiffeisenbank Rottumtal eG Der Vorstand Hermann Frick Karl Ammann Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung Die Generalversammlung vom 14.07.2016 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2015 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 1.160.383,71 wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015Raiffeisenbank Rottumtal eG, OchsenhausenAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2015A. Allgemeine Angaben Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) werden die folgenden im Jahresabschluss 2010 angewandten Übergangsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt: - Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die auf EUR lautenden Barreserven wurden mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zinsanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind den zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM-Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere sind nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Bei Anschaffungen, die ab 2011 über pari getätigt wurden, sind Abschreibungen auf den niedrigeren Einlösungskurs vorgenommen worden. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt und von dem positiven Überschuss die Risiko- und Bestandsverwaltungskosten abgezogen. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2015 war keine Rückstellung zu bilden. Die Bewertung des Warenbestandes erfolgte zu den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Marktpreis. Gleichartige und annähernd gleichwertige Warenartikel wurden für Zwecke der Bewertung zu einer Gruppe zusammengefasst. Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten für die Zugänge an den Beteiligungen an der DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg bzw. an der Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg erfolgte nach Tauschgrundsätzen mit Gewinnrealisierung. Die Bewertung der Sachanlagen und der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgte zu den Anschaffungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Diese orientieren sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen. Aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderungen wurden in den Vorjahren außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Abschreibungen gemäß § 6b EStG vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden in voller Höhe als Aufwand erfasst bzw. abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut EUR 410 nicht übersteigen. Der Rückstellung für Vorruhestandsverpflichtungen liegt eine versicherungsmathematische Berechnung auf Basis der "Richttafeln 2005 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Verpflichtungen aus Vorruhestandsverpflichtungen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Der bei der Abzinsung der Rückstellung für Vorruhestandsverpflichtungen angewendete Zinssatz von 3,89 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregeln nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Es wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,5 % zugrunde gelegt. Das unter Aktivposten 13 ausgewiesene Körperschaftssteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ist mit dem Barwert bewertet. Unterschiedsbeträge zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dem niedrigeren Ausgabebetrag wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag wird planmäßig auf die Laufzeit der Verbindlichkeit verteilt. Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs.2 HGB abgezinst. Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert (vgl. Erläuterungen im Abschnitt D). Auf fremde Währung lautende Eventualverbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Aufwendungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Dabei sind die nach der Satzung erforderlichen Mindestzuführungen erfüllt. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2015(volle EUR)
D. Erläuterungen zur Bilanz In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 5.506.313 Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. In den Forderungen an Kunden (A 4) sind EUR 1.716.511 Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten. Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr EUR 7.535.385 fällig. In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an Beteiligungsunternehmen sind:
In folgenden Posten sind enthalten:
In den Bilanzposten "Treuhandvermögen" und "Treuhandverbindlichkeiten" sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Im Aktivposten "Sachanlagen" sind Grundstücke und Bauten, die wir im Rahmen eigener Tätigkeit nutzen, in Höhe von EUR 764.522 und Betriebs- und Geschäftsausstattungen in Höhe von EUR 592.330 enthalten. Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Unterschiedsbeträge zwischen dem Ausgabebetrag und dem höheren Erfüllungsbetrag von Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 657 (Vorjahr EUR 815) enthalten. In dem Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) ist ein Vermögensgegenstand für den eine Nachrangklausel besteht, in Höhe von EUR 500.000 (Vorjahr EUR 0) enthalten. In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 17.967 enthalten. In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind EUR 26.431.321 Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von EUR 13.190 (Vorjahr EUR 16.173) enthalten. In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen sind:
In den Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von EUR 4.637.775 enthalten. Latente Steuern sind nicht bilanziert. Aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt. Die aktiven latenten Steuern beruhen überwiegend auf dem Bestand von Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und versteuerten Rückstellungen. Passive latente Steuern sind nicht vorhanden. Die unter Passivposten 12a "Gezeichnetes Kapital" ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich wie folgt entwickelt:
Die im Posten 1b) und 2c) unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen unterliegen den für alle Kreditverhältnisse geltenden Risikoidentifizierungs- und -steuerungsverfahren, die eine rechtzeitige Erkennung der Risiken gewährleisten. Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen überwiegend breit gestreute Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen werden. Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstige betrieblichen Aufwendungen betreffen mit EUR 50.178 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen. Die für das Geschäftsjahr ermittelten Auf- und Abzinsungseffekte für Zinsrückstellungen aus Zins-produkten wurden unter den Zinserträgen und den Zinsaufwendungen erfasst. Dadurch hat sich der Zinsüberschuss per Saldo um EUR 7.334 (Vorjahr EUR 8.397) vermindert. Steuerliche Abschreibungen (gemäß § 6b EStG) wurden aus Vorjahren beibehalten. Das Jahresergebnis und auch künftige Jahresabschlüsse werden hieraus nicht wesentlich beeinflusst. Im GuV-Posten 16 sind Erträge in Höhe von EUR 24.541,55 aus der Gewinnrealisierung im Zuge der Einbringung von DZ BANK-Aktien in die DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg und durch Einbringung von Kommanditanteilen der DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg in die Zweite DZ Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. F. Sonstige Angaben Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen EUR 5.911. Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands EUR 642.092 und für Mitglieder des Aufsichtsrats EUR 697.852. Nicht in der Bilanz ausgewiesene oder vermerkte Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen in Form einer Haftsummenverpflichtung bzw. Nachhaftung gegenüber der Münchener Hypothekenbank eG in Höhe von EUR 774.620 aus Geschäftsanteilen und in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (Garantieverbund) in Höhe von EUR 493.752. Ferner besteht gemäß § 7 der Beitritts- und Verpflichtungserklärung zum institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH (BVR-ISG) eine Beitragsgarantie gegenüber der BVR-ISG. Dies betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Die Zahl der 2015 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 5 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung
Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 435 bis 455) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen. Der Name und die Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes lauten: Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Lauterbergstraße 1 76137 Karlsruhe Mitglieder des Vorstands, ausgeübter Beruf Ammann, Karl, Geschäftsleiter Frick, Hermann, Geschäftsleiter Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf, Unternehmen, in dem der Hauptberuf ausgeübt wird Puhl, Siegfried, - Vorsitzender - , Geschäftsführer, i.R. Deeng, Otto, - stellvertretender Vorsitzender - , Elektromeister, i.R. Feirle, Hans, Landwirtschaftsmeister, selbstständig Frisch, Josef, Geschäftsführer, F.S.K. Frisch & Steiner Kabelbau GmbH Härle, Matthäus, staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau, selbstständig Heine, Leonhard, Bürgermeister, Gemeinde Steinhausen a.d.R. Rümmele, Werner, Architekt, selbstständig Seitz, Luzia, Vorstandssekretärin, Ingenics AG Waltner, Herbert, Geschäftsführer, NIC Spiel + Art GmbH
Ochsenhausen, 31. März 2016 Raiffeisenbank Rottumtal eG Der Vorstand Hermann Frick Karl Ammann Bestätigungsvermerk des PrüfungsverbandesWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Raiffeisenbank Rottumtal eG, Ochsenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k und 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Karlsruhe, 27. Mai 2016 Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e. V. Dienstdorf, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesAuch das Jahr 2015 wird in die Geschichte unserer Bank als ein sehr erfreuliches Jahr eingehen. Die Grundlage hierfür bildet das erzielte Ergebnis und dies vor dem Hintergrund einer immer weiter überbordenden Regulatorik und den daraus resultierenden anspruchsvollen Rahmenbedingungen für unsere Bank. Unsere Arbeit im Aufsichtsrat hat sich im Verlauf der letzten Jahre deutlich gewandelt. Die Arbeit ist umfangreicher und intensiver geworden. Auch in unserer Tätigkeit verspüren wir die umfangreichen Veränderungen durch die Regulatorik in der Aufsichtsarbeit. Die fachlichen Anforderungen sind mittlerweile erheblich, deshalb finden unterjährig mehrfach Schulungen für unser Gremium statt. Die Prüfer des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. bescheinigen uns eine ordnungsgemäße Durchführung unserer Aufgaben und Pflichten. Wir haben den Vorstand bei seinen Aufgaben soweit als möglich unterstützt. Die Zusammenarbeit war geprägt von einem offenen Gedanken- und Informationsaustausch und einer konstruktiven Arbeit. Dies ist uns in Anbetracht des guten Ergebnisses auch gelungen. Im Jahr 2015 fanden 11 ordentliche Aufsichtsratssitzungen unter dem Beisein des Vorstandes statt. Zudem fand im September eine mehrtägige Klausurtagung statt. Satzungsmäßig hat der Aufsichtsrat Ausschüsse gebildet, denen beschließende Entscheidungsfunktionen übertragen wurden. Der Vorstand und die Leiter der jeweiligen Fachbereiche berichten zeitnah und detailliert den Ausschussmitgliedern aus ihrer täglichen Arbeit. Die Quartalsberichte und die Jahresberichte stehen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats in Schriftform zur Verfügung. In 4 Sitzungen hat der Prüfungsausschuss sich über die Gesamtlage der Bank im Detail informieren lassen. Der Personalausschuss hat in 2 Sitzungen die notwendigen Beschlüsse gefasst. Dabei wurden auch die Vorstands- und Personalaufwendungen eingehend geprüft. Der Kreditausschuss hat in 4 Sitzungen die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beschlüsse gefasst. Die Risikoreporte und die Controllingberichte werden jeweils eingehend vom Gesamtgremium beraten. Wir Mitglieder vom Aufsichtsrat haben jederzeit uneingeschränkten Zugang zu den für uns relevanten Unterlagen, Berichten und Auswertungen. Zudem steht uns eine geschlossene Informationsplattform zur Verfügung in welcher tagesaktuell neue Auswertungen eingestellt werden. Die Unterlagen zu den Sitzungen stehen uns jeweils rechtzeitig vor den Besprechungen zur Verfügung. Wie im vergangenen Jahr auch haben wir vom Aufsichtsrat die Leiterin der internen Revision mit der Prüfung der Jahresabschlussunterlagen beauftragt. Diese Prüfung führte zu keinerlei Beanstandungen. Der vorliegende Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 mit dem Lagebericht ist durch den Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss genehmigt. Dem Vorschlag zur Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat an. In unseren Beratungen werden wir uns im Jahr 2016 verstärkt mit der Gesamtausrichtung der Bank für die Zukunft weiter beschäftigen müssen. Dabei wird es um Themen gehen: wie Personalbeschaffung, Geschäftsstellenstruktur, Kooperationen oder Fusion mit genossenschaftlichen Instituten oder Zentralverbänden. Turnusgemäß scheiden aus dem Aufsichtsrat Herr Otto Deeng, Herr Leonhard Heine und Frau Luzia Seitz aus. Die bisherigen Mandatsträger stellen sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung. Eine Wiederwahl ist zulässig. Wir von der Verwaltung würden eine Wiederwahl aufgrund der guten Zusammenarbeit begrüßen. Meiner Kollegin und meinen Kollegen im Aufsichtsrat, den Herren vom Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter danke ich im Namen des Aufsichtsrates für das Geleistete und die sehr engagierte Arbeit.
Ochsenhausen-Reinstetten, den 27. Mai 2016 Siegfried Puhl, Aufsichtsratsvorsitzender Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2015 ("Länderspezifische Berichterstattung")Die Raiffeisenbank Rottumtal eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Raiffeisenbank Rottumtal eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Im Rahmen Ihrer Tätigkeit betreibt die Raiffeisenbank Rottumtal eG auch den Verkauf der für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte benötigten Güter. Die Raiffeisenbank Rottumtal eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen, Rohergebnis aus Warenverkehr und Nebenbetrieben und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2015 TEUR 7.113. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 39,6. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 1.821. Unter Berücksichtigung der Steuern von TEUR 551 ergibt sich ein Nettogewinn von TEUR 1.260. Die Steuern betreffen laufende Steuern. Die Raiffeisenbank Rottumtal eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. |
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