LunaticNet Beteiligungs GmbH
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Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Michael Keil seit 3.5.2010 | Prokura |
Jens Eckstein seit 4.1.2010 | Prokura |
Franz Stefan Dr. Rinck seit 29.10.2009 | Vorstandsmitglied |
Andreas Nellner seit 13.5.2008 | Vorstandsmitglied |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
STANGL Semiconductor Equipment AGEichenauJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2008 bis zum 31.12.2008Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2008A. Verlauf des Geschäftsjahres und Lage des Unternehmens Die STANGL Semiconductor Equipment AG (STANGL) ist ein führender Anbieter im Bereich der Herstellung von Spezialmaschinen für nasschemische Prozesse vor allem in der Photovoltaikindustrie. Der Anteil der Photovoltaikindustrie am Umsatz beträgt mehr als 90 0/0. STANGL produziert Spezialanlagen in den Bereichen Waferherstellung, (GERULUS)Siliziumsolarzellen- (SILEX) und Dünnschichtmodulproduktion (VITRIUM / TENUIS / IMPEDIO) auf CdTe, aSi und CIS/CISG-Basis. Das starke Wachstum der Branche und des Unternehmens sowie die weiterhin fundamental positiven Aussichten hinsichtlich der Branchenentwicklung, haben im abgelaufenen Jahr zu der Entscheidung für einen Neubau der Produktions- und Verwaltungsgebäude geführt. Die bisher angemieteten Räume an mehreren Standorten im Landkreis Fürstenfeldbruck werden nach der Fertigstellung des Neubaus im 3. Quartal 2009 aufgegeben. Dadurch werden insbesondere die Produktionslogistik sowie sämtliche Unternehmensprozesse weiter optimiert. Die nationale Präsenz umfasst den Firmensitz und Produktionsstandorte im Landkreis Fürstenfeldbruck sowie in Singen, sowie Servicestandorte in Dresden, Thalheim und Rostock. Zusätzlich verfügt STANGL über Vertriebs- und Servicepartner sind in den USA sowie Taiwan und greift zugleich auf das weltweite Vertriebs- und Servicenetzwerk des Mehrheitsgesellschafters SINGULUS TECHNOLOGIES AG (STAG) zurück. 1. Entwicklung von Branche und Umfeld Nach Jahren steilen Wachstums hat die Solar-Branche ihre Erwartungen wegen der Finanzmarktkrise und des konjunkturellen Abschwungs reduziert. Nach neuesten Studien des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) und der Schweizer Bank Sarasin kann die Solarbranche trotz weltweiter Finanzkrise optimistisch in die Zukunft blicken. Für 2008 prognostizierte der BSW-Solar ein Wachstum von mindestens 35 Prozent beim Zubau der neu installierten Photovoltaik-Leistung in Deutschland. Die neu installierte Leistung wird voraussichtlich bei 1,5 Gigawatt liegen, nachdem es im Vorjahr 1,1 Gigawatt waren. Auch für das kommende Jahr 2009 rechnet der Verband mit einem anhaltend starken Wachstum. Es wird erwartet, dass die Preise für Solarmodule im kommenden Jahr deutlich sinken werden. Daher ist weiterhin von einer großen Nachfrage auszugehen. Die in Deutschland staatlich garantierte Einspeisevergütung wirkt zusätzlich stabilisierend und ist eine Sicherheit bei der Kreditvergabe. Die Solarbranche ist einer der wenigen Wirtschaftszweige, die auch unter dem Eindruck der Finanzkrise investiert, Arbeitsplätze schafft und Deutschlands Spitzenposition bei Erneuerbaren Energien weltweit stärkt. Immer mehr Länder bieten attraktive Absatzmärkte für Solartechnik "Made in Germany". In den nächsten zwölf Jahren rechnet der Verband mit einem Anstieg der Exportquote bei der Photovoltaik von derzeit 46 Prozent auf 75 Prozent. Neben neuen Märkten wie Italien und der Tschechischen Republik rücken die USA verstärkt in das Visier der exportorientierten Solarunternehmen. Besonders die größte Marktwirtschaft der Welt schwenkt um auf Energiesparen und Umweltschutz. Vorbildlich war schon Kalifornien. Solarenergie soll dort binnen 10 Jahren den größten Teil des Energieverbrauchs decken. 2,9 Mrd. US-Dollar stehen allein für das Solarförderprogramm in Kalifornien zur Verfügung. Das massive Konjunkturprogramm der neuen US Regierung wird die Einführung der Solartechnik in den USA weiter verstärken. Nach Einschätzung des BSW- Solar können bis Mitte dieses Jahrhunderts fast ein Drittel des Strom- und Wärmebedarfs durch Solarenergie bereitgestellt werden. Bank Sarasin legt neue Nachhaltigkeitsstudie vor: Die Schweizer Bank Sarasin hat jüngst ihre neue Nlachhaltigkeitsstudie "Solarenergie 2008" vorgelegt. Bis 2012 wird es demnach weltweite Wachstumsraten von durchschnittlich 48 Prozent geben. Das globale Marktvolumen der Photovoltaik werde bis 2020 auf 125 Gigawatt neu installierter Photovoltaik-Leistung liegen, so die Erwartung der Banker. Im Jahr 2008 gehen sie von einem Zubau weltweit von vier Gigawatt aus. Vor allem der Marktanteil der Dünnschicht-Technologie werde bis 2012 von derzeit 12 Prozent auf 23 Prozent steigen. Als interessante Märkte für die Photovoltaik sieht die Bank vor allem Italien und die Tschechische Republik. Wegen der Finanzkrise und der drohenden Rezession erwarten die Analysten für das kommende Jahr jedoch geringere Zuwachsraten. Photon-Consulting "Solar Annual 2008": Auch die Analystengruppe um Michael Rogol von Photon Consulting gehen von einem weiteren stabilen Wachstum der Solarenergie aus. Für 2008 sieht man eine Steigerung von 3,9 GW auf 7,1 GW bei der Zellenproduktion. 2009 soll sich dieser Wert mit 14,7 GW mehr als verdoppeln. Für 2012 werden 52,3 GW erwartet. Gesamt Solarzellen/-module Produktion
Quelle: Quelle: Photon Consulting / Solar Annual 2008, Herbst 2008 Wir erwarten, dass nach einem ruhigen Start in 2009 die Solarbranche mittelfristig wieder an Dynamik zunehmen wird. Preiswertere Solarmodule werden zu einer Steigerung der Nachfrage führen. Die Förderprogramme in vielen Staaten auf der ganzen Welt werden dies unterstützen und verstärken. Dies eröffnet STANGL eine einmalige Gelegenheit, seine Kernkompetenz unter Beweis zu stellen und dem Markt Maschinen zu bieten, welche die beste Cost of Ownership (Gesamtkosten während Nutzungsdauer eines Produktes) haben und somit einen großen Teil zur Kostenreduzierung im Bereich der Erneuerbaren Energien beitragen können. Basierend auf der patentierten Maschine für Dünnschichtsolarmodule hat das Unternehmen seit 2007 eine technologisch neue Anlage für das Auftragen eines buffer layers auf Folie (roll-to-roll) im Rahmen eines Auftrags entwickelt und erkauft. Diese besonders anspruchsvolle Innovation bedeutet den Einstieg in ein weiteres hochinteressantes Wachstumssegment. Es sind bereits weitere Aufträge erteilt. 2. Umsatz- und Auftragsentwicklung Geprägt vom gesamtwirtschaftlichen Aufschwung im Berichtszeitraum sowie von der nachhaltigen Branchenkonjunktur stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 24% (die Gesamtleistung um 31%) gegenüber dem Vorjahr, dabei konnten eine Reihe von Projekten zum Bilanzstichtag noch nicht abgerechnet werden. Der Auftragseingang im abgelaufenen Jahr betrug ca. 60 Mio. €. Aufgrund der weltweiten Finanzkrise sind jedoch die Auftragseingänge seit dem 4. Quartal 2008 rückläufig. Die Aufträge entfallen zu 45 % auf Auftraggeber aus dem asiatischen Raum, zu 34 % auf Europa, der Rest kam aus den USA: Über 50 % der Auftragseingänge betreffen den Dünnschichtbereich. Der Auftragsbestand zum 31.12.2008 betrug ca. 35 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Ca. 60 % davon entfallen auf den Dünnschichtbereich. 3. Entwicklung Der Einstieg in den Bereich nasschemische Spezialmaschinen im Inline-Verfahren für die Siliziumsolarzellen erfolgte durch ein entsprechendes R&D Projekt. Der Prototyp wird im 1. Quartal 2009 fertig gestellt und dann weltweit angeboten. Desweiteren erfolgt die komplette Neuentwicklung einer Anlage zum Aufbringen von einer Indiumsulfid Pufferschicht als Alternative zum CdS. Es handelt sich dabei um keine nasschemische Anlage, sondern um einen CVD Prozess. Der Kooperationspartner ist das HZBI. Die Entwicklung wird voraussichtlich Ende 2009 abgeschlossen sein. 4. Produktion und Beschaffung Aufgrund des starken Wachstums wurden in 2008 erneut zusätzliche Produktionsflächen angemietet. Das größere Bestellvolumen führte zu einer verbesserten Einkaufsposition. Das eigene Personal wurde zusätzliche durch Werksvertragsunternehmen und Zeitarbeitspersonal ergänzt. 5. Investitionen Für den Standort in Singen wurde eine neue Fräsmaschine angeschafft. Alle Investitionen im Sachanlagevermögen beliefen sich auf € 0,4 Mio. Im immateriellen Anlagevermögen wurden ca. € 0,2 Mio. investiert. STANGL hat zum 26. September 2008 einen Immobilien Leasingvertrag mit der Steatit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH Co. Vermietungs KG über das Produktions- und Verwaltungsgebäude "Hasenheide Nord" in Fürstenfeldbruck geschlossen. Die Gesamtinvestitionskosten des Objekts belaufen sich auf TEUR 17.500, die Mietzeit beträgt 15 Jahre zuzüglich einer Mietverlängerungsoption von 5 Jahren. Die Mietzeit beginnt am ersten Tag des der Übernahme folgenden Kalendervierteljahres. Zu Mietbeginn wird eine Gesamtzahlung der STANGL an den Leasinggeber, die sich aus Mieten und Mietvorauszahlungen zusammensetzt, in Höhe von TEUR 1.398 zuzüglich 0,2% Verwaltungskostenbeitrag fällig. Die erste Zahlung ist voraussichtlich am 1. Oktober 2009 fällig. Die Jahresmieten, Mietvorauszahlungen und die Verwaltungskostenbeiträge werden anschließend vierteljährlich am Ende des jeweiligen Kalendervierteljahres fällig. 6. Personal Die Zahl der Mitarbeiter zum 31.12.2008 betrug 178 (Vorjahr: 148). Dies bedeutet einen Anstieg um 20 %. Davon befanden sich zum Stichtag 7 Mitarbeiter in der Ausbildung. Im Durchschnitt des Jahres wurden 148 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 99,5). Zusätzlich wurden ca. 71 Mitarbeiter (Vorjahr: 89) von Vertragsunternehmen zum 31.12.2008 beschäftigt. Die Organisation wurde zusätzlich durch die Einstellung von Führungskräften auf der 2. Ebene gestärkt. Der Vorstand wurde durch die Berufung von Herrn Andreas Nellner zum Finanzvorstand ab dem 01.01.2008 ergänzt. 7. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Berichtsjahr sank die die EBIT -Marge von ca. 26 % in 2007 (bereinigt um positive Einmaleffekte: 21%) auf 8,2 % vom Umsatz in 2008. Die Ursachen liegen im deutlich höheren Anteil der Unfertigen Erzeugnisse in der Gesamtleistung, in stark gestiegenen Aufwendungen für Entwicklungen, die nach den HGB-Vorschriften nicht aktiviert werden konnten (ca. 1 Mio. €) sowie Vorleistungen zum Aufbau der Organisation (ca. 1,5 Mio. €, davon Personal 1,3 Mio. €, die nicht unmittelbar mit der gestiegenen Leistung in Zusammenhang stehen) um die nächsten Wachstumsschritte zu bewältigen. Daneben führten einmalige Aufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € (im wesentlichen Rückstellungen in Verbindung mit dem vorgesehenen Auszug aus den bisherigen Räumen und dem Neubau) zu negativen Effekten. Die Vermögenslage ist durch folgende Sachverhalte geprägt: Die Vorräte sind um 2,6 Mio. € auf 6,0 Mio. € bedingt durch das gestiegene Auftragsvolumen gestiegen. Die Anlage von freien Mitteln in Wertpapieren wurde von 2 Mio. € auf Null reduziert. Dagegen sind die liquiden Mittel um 5 Mio. € auf 6,4 Mio. € gestiegen. Im Gegenzug stiegen die Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen um 4,8 Mio. € auf 5,7 Mio. € und stehen im Zusammenhang mit dem gestiegenen Auftragsvolumen. Die Rückstellungen haben sich um 1 Mio. € erhöht auf 3,7 Mio. € und resultieren im Wesentlichen aus den Anstiegen der Rückstellungen für Gewährleistungen (um 223 T€), drohender Verluste aus schwebenden Geschäften (um 457 T€), Provisionen (um 153 T€), Nachlaufkosten (um 157 T€), Mietverpflichtungen (um 130 T€) und Verpflichtungen im Personalbereich (381 TEUR). Die Gesellschaft verfügte zum Stichtag des Berichtsjahres über eine freie Liquidität von 6,4 Mio. €. B. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. C. Risikobericht Abgesehen von den möglichen Auswirkungen der weltweiten Finanzmarktkrise, deren Auswirkungen auf STANGL nicht abschließend eingeschätzt werden können, werden quartalsweise Risikoanalysen durchgeführt und den erkannten Risiken konsequent entgegen gewirkt. Keines der erkannten Risiken hat einen wesentlichen Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Die Risiken bestehen im schnellen Unternehmenswachstum und daraus resultierenden organisatorischen und personellen Engpässen. Diese werden stufenweise und systematisch behoben. Weitere Risiken werden in den Bereichen Einkauf und Fertigung gesehen. Entsprechende Maßnahmen sind eingeleitet und bereits 2008 teilweise umgesetzt worden. D. Prognosebericht Im laufenden Geschäftsjahr 2009 wird aufgrund der weltweiten Finanzkrise auch mit einer Konsolidierung in der Photovoltaikbranche gerechnet, so dass erst in 2010 wieder mit größeren Wachstumsschritten (laut einer Studie der HSBC vom Februar 2009 ca. 36%) zu rechnen ist. Auch STANGL wird sich diesem Trend nicht entziehen können. Es wird jedoch mit einem geringen Wachstum für 2009 gerechnet. Der EBIT in 2009 wird durch Vorleistungen für das Wachstum in den Folgejahren weiterhin belastet werden. Durch den weiteren Aufbau der Organisation, die Einführung der ERP-Software und Kosten in Verbindung mit dem Neubau wird der EBIT 2009 in Verbindung mit den stark reduzierten Umsatzerwartungen für 2009 sich auf gut 10 % einpendeln. Wir gehen dabei von einer nur leichten Umsatzsteigerung in 2009 im Vergleich zu 2008 aus. Die oligopolistische Wettbewerbssituation und die Fähigkeit, qualitäts- und kostenüberlegen gegenüber Wettbewerbern auftreten zu können, versetzt STANGL in die Lage, die erreichte Marktposition festigen zu können und ab 2010 wieder mit einem EBIT von 15 - 20 % zu rechnen. Die Finanzierung der Gesellschaft ist für die nächsten 12 Monate aus dem am 31.12. 2008 vorhandenen Auftragsbestand als gesichert anzusehen. E. Wiedergabe der Schlussbemerkung des Abhängigkeitsberichts Der Vorstand der Stangl Semiconductor Equipment AG erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die im Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Durchgeführte oder unterlassene Maßnahmen auf Veranlassung bzw. im Interesse des herrschenden Unternehmens oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens waren im Geschäftsjahr 2008 folgende: Im Interesse des herrschenden Unternehmens wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Einführung eines SAP ERP-Systems begonnen. Diese Entscheidung wurde in Übereinstimmung mit dem Vorstand der STANGL Semiconductor Equipment AG auch im Interesse der STANGL AG getroffen.
Eichenau, den 25. März 2009 STANGL Semiconductor Equipment AG Vorstand Hans Jürgen Stangl Wolfgang Stangl Andreas Nellner Bilanz zum 31. Dezember 2008AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für 20081. Allgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 der Stangl Semiconductor Equipment AG, wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Das Wahlrecht für den Ausweis von Pflichtangaben wird grundsätzlich in der Art ausgeübt, dass sämtliche erforderlichen Angaben im Anhang enthalten sind. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden die Pflichtvermerke in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ebenfalls in diesem Anhang angeführt. In der Bilanz sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, in der Gewinn- und Verlustrechnung sämtliche Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit nichts anderes bestimmt ist. Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Die Posten der Aktivseite werden nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet. Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden mit dem Tageskurs umgerechnet. Kursverluste bis zum Abschlussstichtag werden berücksichtigt. Zusätzliche Angaben zur Vermittlung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 264 II S. 2 HBG) sind nicht erforderlich. II. Angaben zur Bilanz einschließlich der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Vorträge zum 1. Januar 2008 wurden ordnungsgemäß aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2007 übernommen. Aktiva Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten und - soweit dies zulässig ist - mit den Herstellungskosten bewertet. Bilanzierungshilfen werden nicht in Anspruch genommen. 1. Anlagevermögen Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, deren Nutzung zeitlich beschränkt ist, werden vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Abschreibung wird grundsätzlich linear unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer in Übereinstimmung mit den steuerlichen Vorschriften ermittelt. 1.1 Immaterielle Vermögensgegenstände Immaterielle Vermögensgegenstände werden nur angesetzt, wenn sie nicht selbst erstellt wurden. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. 1.2 Sachanlagen Bei der Ermittlung der Herstellungskosten selbsterstellter Sachanlagen werden keine Fremdkapitalzinsen berücksichtigt. Die planmäßigen Abschreibungen von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden linear vorgenommen. Für geringwertige Anlagegüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG wurde im Geschäftsjahr ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr und den folgenden 4 Jahren abgeschrieben wird. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht erforderlich. 1.3 Entwicklung des Anlagevermögens gemäß § 268 Abs. 2 HGB Die nach Bilanzposten gegliederte Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen und Zuschreibungen im Geschäftsjahr 2008 stellt sich wie folgt dar:
2. Umlaufvermögen Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden mit dem beizulegenden Wert, höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. 2.1 Vorräte Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten. Auf eine verlustfreie Bewertung wird geachtet. Dabei werden die noch anfallenden Verwaltungs- und Vertriebskosten von den voraussichtlichen erzielbaren Verkaufserlösen abgesetzt. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die erhaltenen Anzahlungen auf die Vorräte werden offen abgesetzt, soweit sie den Vorräten zugeordnet werden können und diese nicht übersteigen. 2.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbaren Ausfallrisiken wird im Einzelfall durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Wie im Vorjahr werden keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Umsatzsteuerforderungen in Höhe von € 617.930,60 enthalten. 4. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden nur Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag gezeigt. Umsatzsteuer auf enthaltene Anzahlungen und Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungs- und Ausgabebeträgen von Verbindlichkeiten sind nicht enthalten. Passiva 1. Gezeichnetes Kapital Das gemäß § 152 Abs. 1 S. 1 AktG als gezeichnetes Kapital ausgewiesene Grundkapital beträgt unverändert € 50.000,00 und ist in 50.000 auf den Namen lautenden Stückaktien aufgeteilt. Vom Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2007 von € 5.718.156,44 wurden € 1.429,539,11 im Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag von € 4.288.617,33 wurde auf neue Rechnung vorgetragen. 2. Rückstellungen Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Höhe angesetzt. Eine Abzinsung erfolgt nur, wenn die zugrunde liegende Verbindlichkeit einen Zinsanteil enthält. Rückstellungen für latente Steuern wurden nicht gebildet. Sonstige Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Gewährleistungen (T€ 650), Drohverluste (T€ 456), Nachlaufkosten (1-€ 157) und sonstige Rückstellungen (T€ 534) gebildet. Für Verpflichtungen im Personalbereich wurden Rückstellungen in Höhe von T€ 827 gebildet. 3. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten kommen mit dem Rückzahlungsbetrag zum Ansatz. Die Verbindlichkeiten haben in Höhe von € 4.220,00 eine Laufzeit von 1 bis zu 5 Jahren und in Höhe von € 84.237,08 eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Die erhaltenen Anzahlungen weisen die Beträge aus, die dem Grunde oder der Höhe nach keine Entsprechung in den Vorräten haben. III. Angaben zur Gewinn - und Verlustrechnung1. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen die Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Produkten der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie. Die Aufgliederung gemäß § 285 Satz 1 Nr. 4 HGB unterbleibt nach § 288 Satz 2 HGB. 2. Sonstige betriebliche Erträge Es sind periodenfremde Erträge i. H. v. T€ 60,2 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten. 3. Personalaufwand 3.1. Bezüge der Organe der Gesellschaft Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 724. Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 17. 3.2 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Im Jahresmittel waren durchschnittlich 149 Arbeitnehmer bei der Gesellschaft im Anstellungsverhältnis. Aufgliederung der Arbeitnehmer nach Gruppen:
IV. Sonstige Angaben1. Vorstand und Aufsichtsrat Zum Bilanzstichtag waren Herr Hans-Jürgen Stangl (Vorsitzender, CEO), Herr Wolfgang Stangl (COO) und Herr Andreas Nellner (CFO) (seit 1.1.2008) Vorstände der Gesellschaft. Zum Aufsichtsrat sind bestellt als Vorsitzender Herr Stefan A. Baustert (Vorstandsvorsitzender der Singulus Technologies AG), Herr Dr. Anton Pawlakowitsch (Vorstand der Singulus Technologies AG) und Herr Dr. Geza Toth-Feher (Rechtsanwalt). 2. Finanzielle Verpflichtungen Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen und sonstigen Verpflichtungen in Höhe von € 21.862.652,30 (VJ € 812.695,00) entfallen €1.926.080,37 auf die Laufzeit bis zu einem Jahr, € 5.517.357,85 auf die Laufzeit von 1 bis 5 Jahre und € 14.419.214,08 auf den Zeitraum über 5 Jahre. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Berücksichtigung von finanziellen Verpflichtungen i.H.v. T€ 20.120 aus einem Leasingvertrag für eine neue Firmenimmobilie (Produktion und Verwaltung), der eine Laufzeit von 15 Jahren hat. 3. Haftungsverhältnisse Aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, Wechsel- und Scheckbürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen keine weiteren Verbindlichkeiten. 4. Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Singulus Technologies AG, Kahl am Main, einbezogen, der im Handelsregister des Amtsgerichtes Aschaffenburg hinterlegt wird.
Eichenau, 25. März 2009 Der Vorstand Hans-Jürgen Stangl Wolfgang Stangl Andreas Nellner Inhaltsverzeichnis
Anlagen
Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Allgemeine Auftragsbedingungen Hinweis: Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Abkürzungsverzeichnis
A. Prüfungsauftrag Der Aufsichtsrat der Stangl Semiconductor Equipment AG, Eichenau, (im Folgenden kurz: "Gesellschaft" oder "Stangl AG") hat uns aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 7. April 2008 mit der Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der zugrunde liegenden Buchführung und des Lageberichts beauftragt. Für diesen Auftrag gelten, auch im Verhältnis zu Dritten, unsere als Anlage beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften vom 1. Januar 2002. Wir verweisen ergänzend auf die dort in Ziffer 9 enthaltenen Haftungsregelungen und auf den Haftungsausschluss gegenüber Dritten sowie die weiteren Bestimmungen der beigefügten Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt". Unsere Berichterstattung erfolgt nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e. V., Düsseldorf (IDW PS 450). B. Grundsätzliche Feststellungen I. Stellungnahme zur Lagebeurteilung durch die gesetzlichen Vertreter Die Darstellung und Beurteilung der Lage des Unternehmens und seiner voraussichtlichen Entwicklung durch den Vorstand im Jahresabschluss und im Lagebericht halten wir für zutreffend. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Hervorzuheben sind insbesondere die folgenden Aspekte: Nach Jahren des steilen Wachstums hat die Solar-Branche ihre Erwartungen auf Grund der Finanzmarktkrise und des konjunkturellen Abschwungs reduziert. Der Vorstand erwartet, dass nach einem ruhigen Start in 2009 die Solarbranche mittelfristig wieder an Dynamik zunehmen wird. Preiswertere Solarmodelle werden zu einer Steigerung der Nachfrage führen. Förderprogramme in vielen Staaten der Welt werden diese Entwicklung unterstützen und verstärken. Der Stangl AG eröffnet dies die Gelegenheit, ihre Kernkompetenzen unter Beweis zu stellen und dem Markt Maschinen zu bieten, welche die beste Cost of Ownership (Gesamtkosten während der Nutzungsdauer eines Produktes) haben und somit einen großen Teil zur Kostenreduzierung im Bereich der erneuerbaren Energien beitragen können. Geprägt vom gesamtwirtschaftlichen Aufschwung im Berichtszeitraum sowie von der nachhaltigen Branchenkonjunktur stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 24 % gegenüber dem Vorjahr. Die EBIT-Marge sank im Berichtsjahr von circa 26 % im Vorjahr auf 8,2 %. Der Auftragseingang im abgelaufenen Jahr betrug circa EUR 60 Mio. Aufgrund der Finanzmarktkrise sind die Auftragseingänge seit dem 4. Quartal 2008 rückläufig. Der Auftragsbestand zum 31. Dezember 2008 betrug circa EUR 35 Mio. und lag damit deutlich über dem Vorjahr. Im Berichtsjahr wurde vom Vorstand die Entscheidung zum Neubau der Produktions- und Verwaltungsgebäude getroffen. Die Stangl AG hat zum 26. September 2008 einen Immobilien-Leasingvertrag mit der Steatit KG geschlossen. Die Gesamtinvestitionskosten des Objekts belaufen sich auf TEUR 1.750, die Mietzeit beträgt 15 Jahre zuzüglich einer Mietverlängerungsoption von 5 Jahren. Die bisher angemieteten Räume an mehreren Standorten im Landkreis Fürstenfeldbruck werden nach Fertigstellung des Neubaus im 3. Quartal 2009 aufgegeben. Dadurch werden insbesondere die Produktionslogistik sowie sämtliche Unternehmensprozesse weiter optimiert. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft Die Darstellung der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im Lagebericht basiert auf Annahmen, bei denen Beurteilungsspielräume vorhanden sind. Wir halten diese Darstellung für plausibel. In diesem Zusammenhang ist insbesondere auf folgende Kernaussagen hinzuweisen: Im laufenden Geschäftsjahr 2009 geht die Gesellschaft aufgrund der weltweiten Finanzkrise von einer Konsolidierung in der Photovoltaikbranche aus, so dass erst in 2010 mit größeren Wachstumsschritten gerechnet wird. Für 2009 rechnet die Gesellschaft daher mit einem geringeren Wachstum. Der EBIT in 2009 wird durch Vorleistungen für das Wachstum in den Folgejahren belastet werden. Durch den weiteren Aufbau der Organisation, die Einführung der ERP-Software, Kosten in Verbindung mit dem Neubau der Produktions- und Verwaltungsgebäude und den stark reduzierten Umsatzerwartungen für 2009 rechnet die Gesellschaft für 2009 mit einem EBIT von circa 10 %. Ab 2010 geht die Gesellschaft aufgrund der oligopolistischen Wettbewerbssituation und einer gefestigten Marktposition von einem EBIT von 15 % bis 20 % aus. Die Finanzierung der Gesellschaft ist für die nächsten 12 Monate aus dem am 31. Dezember 2008 vorhandenen Auftragsbestand als gesichert anzusehen. C. Gegenstand, Art und Umfang der Prüfung Gegenstand der Prüfung im Rahmen des uns erteilten Auftrags haben wir gemäß § 317 HGB die Buchführung, den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - und den Lagebericht auf die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften geprüft. Beurteilungskriterien für unsere Prüfung des Jahresabschlusses waren die Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 bis 256 und der §§ 264 bis 288 HGB sowie die Sondervorschriften des Aktiengesetzes. Ergänzende Bilanzierungsbestimmungen aus der Satzung ergeben sich nicht. Prüfungskriterien für den Lagebericht waren die Vorschriften des § 289 HGB. Der Vorstand trägt die Verantwortung für die Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, den Jahresabschluss, den Lagebericht sowie die uns erteilten Auskünfte und vorgelegten Unterlagen. Unsere Aufgabe ist es, diese Unterlagen und Angaben im Rahmen unserer pflichtgemäßen Prüfung zu beurteilen. Art und Umfang der Prüfung Unsere Prüfung haben wir gemäß den Vorschriften der §§ 316 ff. HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht frei von wesentlichen Unrichtigkeiten und Verstößen sind. Auf dieser Basis haben wir die Prüfung des Jahresabschlusses mit der Zielsetzung angelegt, solche Unrichtigkeiten und Verstöße gegen die gesetzlichen Vorschriften zur Rechnungslegung zu erkennen, die sich auf die Darstellung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage i. S. d. § 264 Abs. 2 HGB wesentlich auswirken. Grundlage unseres risiko- und prozessorientierten Prüfungsvorgehens ist die Erarbeitung einer Prüfungsstrategie. Diese basiert auf der Beurteilung des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds des Unternehmens, seiner Ziele, Strategien und Geschäftsrisiken, die wir anhand kritischer Erfolgsfaktoren beurteilen. Die darauf aufbauende Prüfung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und dessen Wirksamkeit ergänzen wir durch Prozessanalysen, die wir turnusmäßig, insbesondere aber bei organisatorischen Umstellungen und Verfahrensänderungen mit dem Ziel durchführen, deren Einfluss auf relevante Jahresabschlussposten zu ermitteln und so die Geschäftsrisiken sowie unser Prüfungsrisiko einschätzen zu können. Die Erkenntnisse aus der Prüfung der Prozesse und des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems haben wir bei der Auswahl der analytischen Prüfungshandlungen (Plausibilitätsbeurteilungen) und der Einzelfallprüfungen hinsichtlich der Bestandsnachweise, des Ansatzes, des Ausweises und der Bewertung im Jahresabschluss berücksichtigt. Im unternehmensindividuellen Prüfungsprogramm haben wir die Schwerpunkte unserer Prüfung, Art und Umfang der Prüfungshandlungen sowie den zeitlichen Prüfungsablauf und den Einsatz von Mitarbeitern festgelegt. Hierbei haben wir die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Risikoorientierung beachtet und daher unser Prüfungsurteil überwiegend auf der Basis von Stichproben getroffen. Unsere Prüfungsstrategie für das Berichtsjahr hat zu folgenden Schwerpunkten des Prüfungsprogramms geführt:
Weiterhin haben wir u. a. folgende Standardprüfungshandlungen vorgenommen:
Ziel unserer Prüfungshandlungen im Rahmen der Prüfung des Lageberichts war es festzustellen, ob der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht und ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens vermittelt sowie ob die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. In diesem Rahmen waren die Vollständigkeit und - soweit es sich um prognostische Angaben handelt - Plausibilität der Angaben zu prüfen. Wir haben die Angaben unter Berücksichtigung unserer Erkenntnisse, die wir während der Abschlussprüfung gewonnen haben, beurteilt. Alle von uns erbetenen Aufklärungen und Nachweise sind erteilt worden. Der Vorstand hat uns die Vollständigkeit dieser Aufklärungen und Nachweise sowie der Buchführung, des Jahresabschlusses und des Lageberichts schriftlich bestätigt. D. Feststellungen zur Rechnungslegung I. Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung 1. Vorjahresabschluss Der Vorjahresabschluss wurde von der Hauptversammlung am 7. April 2008 festgestellt. Die Hauptversammlung beschloss die Ausschüttung eines Betrags von EUR 1.429.539,11 und Vortrag des restlichen Bilanzgewinns von EUR 4.288.617,33 auf neue Rechnung. Der Vorjahresabschluss wurde am 19. Dezember 2008 zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und am 3. März 2009 offen gelegt. 2. Buchführung und weitere geprüfte Unterlagen Die Organisation der Buchführung, das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem, der Datenfluss und das Belegwesen ermöglichen die vollständige, richtige, zeitgerechte und geordnete Erfassung und Buchung der Geschäftsvorfälle. Die aus weiteren geprüften Unterlagen entnommenen Informationen haben zu einer ordnungsgemäßen Abbildung in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht geführt. Die Buchführung entspricht nach unseren Feststellungen den gesetzlichen Vorschriften. 3. Jahresabschluss Die Gesellschaft erfüllt die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft. Der Jahresabschluss und die dafür angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Aufbauend auf der von Wirtschaftsprüfer Holger Friebel geprüften Vorjahresbilanz ist der vorliegende Jahresabschluss aus den Zahlen der Buchführung und aus den weiteren geprüften Unterlagen richtig entwickelt worden. Die Angaben im Anhang sind vollständig und zutreffend. 4. Lagebericht Der Lagebericht steht mit dem Jahresabschluss und unseren bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Unternehmens. Unsere Prüfung nach § 317 Abs. 2 Satz 2 HGB hat zu dem Ergebnis geführt, dass im Lagebericht die wesentlichen Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dargestellt sind. Die Angaben nach § 289 Abs. 2 HGB sind vollständig und zutreffend. Auf den nach § 312 AktG erstatteten Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ist hingewiesen und die Schlusserklärung in den Lagebericht aufgenommen worden. II. Gesamtaussage des Jahresabschlusses 1. Wesentliche Bewertungsgrundlagen Die wesentlichen Bewertungsgrundlagen sind im Anhang erläutert. 2. Sachverhaltsgestaltende Maßnahmen Im Geschäftsjahr wurde mit der Steatit KG ein Leasingvertrag über ein neu zu errichtendes Produktions- und Verwaltungsgebäude geschlossen. Das Ergebnis des laufenden Jahres ist durch die Leasing-Zahlungen noch nicht belastet, allerdings ergeben sich künftige finanzielle Verpflichtungen bis zum Auslaufen des Leasingvertrags im Jahr 2024 von insgesamt TEUR 20.120. 3. Zusammenfassende Beurteilung Nach unserer pflichtgemäß durchgeführten Prüfung sind wir - unter Würdigung der dargestellten sachverhaltsgestaltenden Maßnahmen - zu der Beurteilung gelangt, dass der Jahresabschluss insgesamt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. E. BestätigungsvermerkZu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Stangl Semiconductor Equipment AG, Eichenau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Eschborn/ Frankfurt am Main, 25. März 2009 Ernst
& Young AG
Bösser, Wirtschaftsprüfer Winterling, Wirtschaftsprüfer |
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