Turnbull & Irrgang Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
Selbe AdresseRechtsanwaltskanzleien und Notariate
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Antje Helmer seit 21.1.2026 | Prokura |
André Wales seit 16.10.2025 | Prokura |
Volker Widdra seit 20.3.2025 | Geschäftsführer |
Nils Larsen seit 18.6.2024 | Prokura |
Kurt Stefan Olsson seit 5.10.2023 | Prokura |
Zoran Vujovic seit 8.5.2023 | Prokura |
Andreas Gnielka seit 15.7.2022 | Geschäftsführer |
Björn Holzwarth seit 14.7.2021 | Geschäftsführer |
Bastian Baldauf seit 28.1.2016 | Prokura |
Jan Matthies seit 11.12.2008 | Prokura |
Hans-Patrick Mann seit 3.4.2008 | Prokura |
Andreas Rehberg seit 14.3.2005 | Geschäftsführer |
Matthias Henckell seit 27.6.2002 | Prokura |
Sven Bechert seit 3.6.2002 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 51.89% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grossmann & Berger GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Grossmann & Berger GmbH mit Sitz in Hamburg ist eingetragen beim Amtsgericht Hamburg Abteilung B unter der Registernummer HRB 25866. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften des dritten Buches des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf. Von den Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Da in dem Posten Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe lediglich Werbematerial ausgewiesen wird, ist zur Klarstellung des Postens in der Bilanz dieser entsprechend benannt worden. Das Gliederungsschema für die Bilanz bzw. Gewinn und Verlustrechnung wurde zur Verbesserung der Klarheit der Bilanz um folgende Posten erweitert: Bilanz: Verbindlichkeiten aus Provisionen gegenüber Mitarbeitern GuV: Unterprovisionen Fremdmakler III. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE 1. Bilanzierungsmethoden Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Angewandte Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. Die Abschreibungen werden bei den immateriellen Vermögensgegenständen und den Sachanlagen linear bzw. degressiv über eine Nutzungsdauer von einem bis 50 Jahren entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Im Zusammenhang mit einer vereinbarten Earn-Out Klausel haben sich die Anschaffungskosten für Anteile an verbundenen Unternehmen um EUR 2.285.230,00 vermindert, da aufgrund der Earn-Out Klausel ein Rückgriff auf die Veräußerer erfolgt. In Höhe von EUR 931.970,01 wurden die Anteile an verbundenen Unternehmen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB außerplanmäßig abgeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen wurden zu Anschaffungskosten bilanziert. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten mit dem gewogenen Durchschnittspreis bzw. dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen ausreichend Rechnung getragen. Die Pensionsrückstellung wurde mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet, dem folgende Annahmen zugrunde gelegt wurden: - durchschnittlicher Marktzins von 1,82 % für eine Laufzeit von zehn Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde - Lohn und Gehaltssteigerungen von 0%, da eine betragsmäßige feste jährliche Verpflichtung vereinbart wurde - Rententrend 0% - Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G" Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet worden. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens wird nachfolgend im Anlagespiegel dargestellt.
2. Mitzugehörigkeiten Unter der Position Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden Bankguthaben in Höhe von EUR 492.586,17 (Vj.: EUR 2.432.232,85) ausgewiesen, die den Forderungen gegen verbundene Unternehmen mitzugehörig sind. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind, wie im Vorjahr, in voller Höhe den Forderungen gegen Gesellschafter mitzugehörig. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind EUR 192.198,99 (Vj.: EUR 221.989,25) den Forderungen aus Leistungen mitzugehörig. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 5.689.054,17 (Vj.: EUR 1.230.267,73) den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen mitzugehörig. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind EUR 79.875,10 (Vj: EUR 119.057,41) ausgewiesen, die den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mitzugehörig sind, wovon EUR 7.378,00 zusätzlich den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehören. In Höhe von EUR 2.000.000,00 sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern mitzugehörig. 3. Rückstellungen In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Einzelposten enthalten:
Der Unterschiedsbetrag der Rückstellung für Pensionen zwischen dem Ansatz nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn bzw. sieben Geschäftsjahren beträgt EUR 1.477,00. 4. Restlaufzeiten 4.1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind antizipative Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von EUR 587.350,15, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen, enthalten. 4.2. Verbindlichkeiten
Zur Besicherung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 1.189.054,17 hat die Gesellschaft eine Grundschuld zugunsten der finanzierenden Bank bestellt. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Anpassungen des Ausweis Zur Verbesserung der Klarheit der Ertragslage wurde der Ausweis von bisher in den sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesenen Erträgen aus Dienstleistungsverträgen angepasst, sodass diese in den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 187.080,00 (Vj.: 132.840,00) ausgewiesen werden. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen Es wurde im Geschäftsjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB in Höhe von EUR 1.048.636,68 auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. VI. SONSTIGE ANGABEN 1. Die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer betrug im Geschäftsjahr 170 , davon sind 90 Makler, sowie 80 übrige Angestellte. 2. Geschäftsorgane: Mitglieder der Geschäftsführung im Berichtsjahr waren und sind derzeit: - Herr Andreas Rehberg, Sprecher der Geschäftsführung, Geschäftsführer Gewerbevermietung, - Herr Frank D. Albers, Geschäftsführer Investment Hamburg und Berlin (seit 01.04.2023) - Herr Andreas Gnielka, Geschäftsführer Wohnen-Bestandsimmobilien Hamburg, - Herr Björn Holzwarth, Geschäftsführer Investment Deutschland, - Frau Sandra Ludwig, Geschäftsführerin Gewerbeinvestment Hamburg und Berlin (bis 28.02.2023), - Herr Lars Seidel, Geschäftsführer kaufmännischer Bereich, - Herr Frank Stolz, Geschäftsführer Wohnen-Neubau Hamburg und Berlin. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammengesetzt: - Herr Frank Brockmann, Mitglied des Vorstands der HASPA Finanzholding, (Vorsitzender), Hamburg, (Vorsitzender bis 13. Juli 2023) - Herr Wilfried Jastrembski, Leiter des Unternehmensbereichs "Immobilienkunden" der Hamburger Sparkasse AG (bis 31. Dezember 2023), Generalbevollmächtigter der HASPA Finanzholding (seit 1. Januar 2024), (Vorsitzender ab 13. Juli 2023), Ahrensburg, - Herr Dr. Olaf Oesterhelweg, Mitglied des Vorstands der HASPA Finanzholding, Großhansdorf, - Herr Christoph Möller, Leiter des Beteiligungsmanagements Konzerngesellschaften der HASPA Finanzholding, Hamburg, - Herr Mario Caroli, Geschäftsführer der Minne Erste Beteiligungsgesellschaft mbH, Staig. 3. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2023 betrugen EUR 1.710.061,49 (Vj.: EUR 1.989.133,05). 4. Es bestehen folgende Beteiligungen zum 31. Dezember 2023:
* Die Angaben beziehen sich auf den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022. 5. Mutterunternehmen der Grossmann & Berger GmbH, Hamburg, ist die HASPA Finanzholding, Hamburg. Die HASPA Finanzholding, Ecke Adolphsplatz/Gr. Burstah, 20457 Hamburg, ist eine juristische Person alten Hamburgischen Rechts. Sie ist eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRA 43 831. Der Jahresabschluss der Grossmann & Berger GmbH, Hamburg, wird in den Konzernabschluss der HASPA Finanzholding, Hamburg, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis und den kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss der HASPA Finanzholding, Hamburg, wird im elektronischen Unternehmensregister offen gelegt. 6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen: Die Gesellschaft hat nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die sich nicht aus der Bilanz ergeben und nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, wie folgt:
Es bestehen Mietverträge mit verbundenen Unternehmen, aus denen Jahresmieten von insgesamt TEUR 57 resultieren. VII. NACHTRAGSBERICHT Mit Gesellschafterbeschluss vom 11. Januar 2024 wurde eine zusätzliche Einzahlung in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Satz 4 HGB beschlossen. Die Einzahlung ist bereits zum 31. Januar 2024 erfolgt.
Hamburg, den 22. Februar 2024 gez. Andreas Rehberg gez. Frank D. Albers gez. Andreas Gnielka gez. Björn Holzwarth gez. Lars Seidel gez. Frank Stolz LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Grundlagen des Unternehmens Die Grossmann & Berger GmbH gehört zu den führenden Immobiliendienstleistern für den Verkauf und die Vermietung von Gewerbe- und Wohnimmobilien. Mit ihrem Hauptsitz in Hamburg und Standorten in Berlin, Stuttgart und München ist die Unternehmensgruppe bestehend aus Grossmann & Berger und E&G Immobilien bundesweit 25-mal vertreten. Rund 250 Mitarbeitende decken mit ihrer umfassenden Kompetenz das gesamte Immobilien- Dienstleistungsspektrum ab. Bei ihrer Tätigkeit können sie auf mehr als 90 Jahre Unternehmenswissen zurückgreifen. Grossmann & Berger ist ein Tochterunternehmen der HASPA-Gruppe und Gründungsmitglied des deutschlandweiten Gewerbeimmobiliennetzwerks German Property Partners (GPP). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf 1.1. Wohnimmobilien Es hat etwas gedauert, aber inzwischen ist der überwiegende Teil der Anbieter von Bestandswohnimmobilien in Hamburg und der Region in der neuen Preiswelt angekommen. Seit dem Peak 2021 haben sich in 2023 die auf Standard-Immobilien bezogenen Kaufpreise über alle Objekttypen um rund 20 % reduziert. Dabei sind gegenüber 2021 bei Bestandshäusern im Hamburger Umland die größten Preiskorrekturen zu beobachten. Bei den Wohnungen verzeichnen vor allem große Eigentumswohnungen Preisrückgänge, die im Umland in Konkurrenz zu Häusern mit größeren Grundstücken stehen. Da in vielen Lagen die Preisabschläge tatsächlich höher ausfielen als noch 2022 angenommen, wurden die Grossmann & Berger Prognosewerte für 2023 nach unten korrigiert. Der Grossmann & Berger Preistrend prognostiziert für 2024 weitere leichte Preisrückgänge von bis zu 3 %, wobei die Talsohle Mitte kommenden Jahres erreicht sein dürfte, sofern sich das Zinsniveau bis dahin stabil unterhalb der 4 %-Marke einpendelt. Für Immobilien in allen Lagen gilt, dass sich ein großer energetischer Modernisierungsbedarf signifikant auf den Verkaufspreis und die Vermarktungsdauer niederschlägt. Für Objekte mit den Energieeffizienzklassen F und schlechter ist das Interesse aktuell eher gering, es sei denn, sie punkten mit einer sehr ruhigen oder außergewöhnlichen Lage. 1.2. Gewerbliche Vermietung Hamburg Auch das mit rund 130.000 m 2 umsatzstarke 4. Quartal brachte für 2023 nicht mehr die Wende. Mit rund 455.000 m 2 lag das Ergebnis -5 % unter dem Fünf-Jahres-Mittel und -15 % unter dem Zehn-Jahres-Mittel der Jahre 2014-2023. Das dynamische Abschlussgeschehen aus dem Vorjahr setzte sich somit 2023 nicht fort. Vielmehr ließ die Entscheidungsfreudigkeit der Nutzer deutlich nach, was sich häufig auf die Länge der Anmietungsprozesse auswirkte. Im Jahresvergleich ging der Flächenumsatz um -19 % zurück. Im Flächensegment ab 5.000 m 2 sank das Umsatzvolumen gegenüber dem Vorjahr um -28 % auf 144.000 m 2. Die Zahl der Großabschlüsse ging von 19 auf 16 zurück. Der Eigennutzerkauf Hamburg Port Authority war mit rund 22.200 m 2 der größte Abschluss in 2023. Die Durchschnittsmiete lag am Jahresende bei 20,60 €/ m 2 mtl. Mit -1,9 % gab sie gegenüber dem Vorjahr leicht nach, auch weil mehr als die Hälfte der Großvermietungen außerhalb der City und HafenCity registriert wurden. Die Durchschnittsmiete nur für die zentralen Teilmärkte City und HafenCity legte dagegen mit +1,5 % leicht zu und belief sich auf 27,50 €/m 2 mtl. Die Spitzenmiete erreichte einen Wert von 34,50 €/m 2 mtl. und erhöhte sich damit um +3 ,0 %. Das kurzfristige Flächenangebot stieg im Vorjahresvergleich um +17 % auf 657.000 m 2. Entsprechend machte die Leerstandsquote einen Sprung von 4,0 % auf 4,6 %. Bei den Projektfertigstellungen gab es einige Verzögerungen. Zum Jahresende ergab sich so ein Fertigstellungsvolumen von 432.000 m 2 für die Jahre 2024 und 2025 mit insgesamt 44 Projekten. Davon werden derzeit rund 155.000 m 2 Bürofläche spekulativ gebaut. 1.3. Gewerbliches Investment Hamburg Der Hamburger Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien erreichte zum Ende des Jahres ein Transaktionsvolumen von rund 1,3 Mrd. €. Das Ergebnis lag damit rund 71 % unter dem Vorjahreswert und spiegelte deutlich die zahlreichen Herausforderungen auf dem Investmentmarkt wider. Die stark gestiegenen Zinsen, hohe Inflation und wirtschaftliche Herausforderungen führten zur Verunsicherung vieler Marktakteure und bremsten dadurch das Transaktionsgeschehen stark aus. Im Abschlussquartal wurden die meisten Transaktionen und das höchste Volumen registriert. Die Gesamtzahl an Transaktionen lag im Vorjahresvergleich um rund ein Drittel niedriger. Die Öffentliche Hand setzte sich mit großem Abstand als aktivste Käufergruppe durch. Über 400 Mio. € Investmentvolumen sorgten für einen Anteil von rund 33 % am Gesamtmarkt. Neben dem Ankauf des Gebäudes der Finanzbehörde am Gänsemarkt führte auch der Erwerb des "New Work Harbour" in der HafenCity im 4. Quartal durch die Hamburg Port Authority zu dem überdurchschnittlich hohen Anteil. Mit einem Volumen von rund 157 Mio. € war es gleichzeitig die größte Transaktion des Jahres. 1.4. Gewerbliches Investment Berlin Die zurückhaltende Stimmung auf dem Berliner Investmentmarkt für gewerbliche Immobilien setzte sich auch im Schlussquartal fort. Das Transaktionsvolumen lag mit rund 2,7 Mrd. € etwa 65 % unter dem Vorjahresergebnis (7,8 Mrd. €). Die großvolumigen Anteilsverkäufe von der Signa Holding GmbH trugen zum Jahresende das Transaktionsvolumen, welches sich dennoch auf niedrigem Niveau bewegte. Mit dem nun vollständigen Verkauf des Beam an die Kühne Holding AG war die Signa Holding GmbH ebenfalls an der größten Transaktion im 4. Quartal beteiligt. Büroimmobilien blieben die mit Abstand gefragteste Assetklasse. Der Anteil an ausländischem Kapital, das bis Jahresende für Gewerbeimmobilien investiert wurde, belief sich auf 33 %, 2022 waren es 60 %. 2. Lage des Unternehmens 2.1. Ertragslage Für das Geschäftsjahr wurde entgegen der ursprünglichen Planung und im Vergleich zum Vorjahr ein Ergebnisrückgang verzeichnet. Das Jahr wurde mit einem Fehlbetrag von T€ - 4.101 abgeschlossen. Ursächlich war der starke Umsatzeinbruch von rd. 37 % (T€ - 12.128) im Vergleich zum Vorjahr. Während in einigen Geschäftsbereichen Bewegung im Markt war und lediglich auf einem niedrigeren Preisniveau Abschlüsse vermittelt wurden (Wohnen-Bestand), reduzierten sich in anderen Geschäftsbereichen (Investment und Neubau-ETW-Vertrieb) durch die konjunkturellen Auswirkungen (Zinsanstieg, geringe Investitionsbereitschaft) die Transaktionen deutlich. Im Segment Büro war das Abschlussgeschehen ebenfalls deutlich reduziert. Allerdings spiegelt hier, durch zwei sehr bedeutende Abschlüsse im Vorjahr, der Vergleich nicht den konjunkturellen Verlauf wider. Insgesamt reduzierte sich der Umsatz (T€ 20.648) im Vergleich zum Vorjahr (T€ 32.776) um T€ 12.128 (- 37 %) sowie gegenüber der Planung, die einen moderaten Anstieg vorsah. Die Geschäftsbereiche waren von dieser Marktentwicklung unterschiedlich betroffen. Im Geschäftsfeld Wohnen (Verkauf Bestandsimmobilien, Vermietung und Neubau) Hamburg und Berlin ging die Umsatzleistung im Vergleich zum Vorjahr um 44 % zurück. Ursächlich hierfür waren eine zurückgegangene Nachfrage nach Neubauwohnungen, der allgemeine Preisrückgang sowie ein geminderter Nachfragerückgang bei Bestandsimmobilien. Insgesamt wurden für den Bereich Wohnen Bestandsimmobilien die Prognosen nicht getroffen, da zum Zeitpunkt der Budgeterstellung das Marktgeschehen noch gänzlich anders war. Im Geschäftsfeld Gewerbe (Vermietung Gewerbeimmobilien) hat sich die Umsatzleistung um - 20% reduziert. Die Bereiche Industrie & Logistik sowie Einzelhandelsvermietung haben das Jahr mit einem deutlichen Umsatzplus abgeschlossen. Im Bürobereich wurde im Vergleich zum Vorjahr unter Herausrechnung des Sondereffekts zweier Großvermietungen das Niveau gehalten. Das Geschäftsfeld Investment wurde stark von der Marktentwicklung getroffen, so dass sich die Umsatzleistung um - 46% gegenüber dem Vorjahr reduziert hat (Markt -71%). In diesem Geschäftsfeld hat sich das Segment Investment-Wohnen gut behauptet mit einem Umsatzrückgang von lediglich - 4%. • Das neu etablierte Geschäftsfeld Sachverständigengutachten hat sich im zweiten Jahr weiter gefestigt. Die Umsatzleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. Die Unterprovisionen für Fremdmakler sind im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.769 entsprechend des Gesamtumsatzes auf T€ 642 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit T€ 2.246 deutlich über dem Vorjahr (T€ 1.447). Ursächlich sind Dienstleistungsverrechnungen an die GPP-Partner und innerhalb der Grossmann & Berger Gruppe. Der Personalaufwand ist von T€ 18.346 auf T€ 15.617 (- 15 %) deutlich zurückgegangen. Die Veränderung resultiert größtenteils aus rückläufigen Maklerprovisionen und variablen Vergütungsbestandteilen. Wohingegen die Festvergütungen konstant geblieben bzw. leicht gestiegen sind. Ursächlich hierfür ist der Personalaufbau am Standort Berlin sowie in strategischen Geschäftsfeldern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von T€ 8.579 in 2022 auf T€ 9.705 (+ 13%) im Geschäftsjahr 2023 gestiegen. Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die Standortkosten in Form von Miet- und Mietnebenkosten (insbes. Energie) aus Mietsteigerungen sowie für neue Standorte. Weiter sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verrechnungen von internen Dienstleistungen an die GPP-Partner sowie die Grossmann & Berger Gruppe enthalten, die sich mit Erträgen in den sonstigen betrieblichen Erträgen saldieren. Gesunken sind die Aufwendungen für Marketing (Print und Online) sowie Rekrutierung. Resultierend aus dem marktbedingten Umsatzrückgang sowie den oben beschriebenen Kosteneffekten ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr entgegen der Prognose ein operativer Verlust von T€ -3.508 (Vorjahr T€ 4.976). Das Beteiligungsergebnis beinhaltet lediglich die Gewinnausschüttung der Johs. Reese Immobilien Consulting GmbH, Berlin in Höhe von T€ 169. Für die E&G-Gesellschaften ist eine Ergebnisthesaurierung beschlossen. Im Finanzergebnis sind erhöhte Abschreibungen auf Finanzanlagen (T€ - 1.049) sowie Zinsaufwendungen aus der Inanspruchnahme eines Betriebsmittelkredites (T€ - 300) enthalten. Aus Verlustrückträgen ergibt sich eine Steuererstattung von T€ 587, so dass der Jahresfehlbetrag nach Steuern T€ - 4.101 beträgt. 2.2. Finanzlage Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Finanzmittelfonds von T€ 2.455 auf T€ 512. Der CashFlow aus laufender Geschäftstätigkeit drehte sich durch den Jahresfehlbetrag ins Minus. Der CashFlow aus Investitionstätigkeit beinhaltet primär Investitionen in das Sachanlagevermögen (Ausbau neuer Standorte) sowie die Dividendeneinzahlung aus Beteiligungen. Der CashFlow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit T€ 1.945 positiv (Vj.: T€ - 7.192). Zum einen wurde das Vorjahresergebnis von T€ 4.330 an die Gesellschafter ausgeschüttet und zum anderen wurden Finanzmittel in Höhe von T€ 6.500 aufgenommen. Die Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen jeglicher Art nachzukommen, war und ist zu jeder Zeit gegeben. 2.3. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Grossmann & Berger GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 3.333 von T€ 32.225 auf T€ 28.892 reduziert. Dies zeigt sich auf der Aktivseite der Bilanz im Wesentlichen in einem Rückgang des Finanzanlagevermögens sowie der Finanzmittel. Gleichzeitig haben sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere durch Steuerrückforderungen aufgebaut. Die liquiden Mittel sind auf T€ 512 gesunken. Die sonstigen Rückstellungen sind auf T€ 1.682 gesunken. Dies resultiert primär aus reduzierten Boni und Tantiemen. Durch die Gewährung eines Betriebsmittelkredites sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 1.230 auf T€ 5.689 gestiegen. Ferner sind die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen durch die Gewährung eines Darlehens der HASPA Finanzholding von T€ 119 auf T€ 2.104 gestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Provisionen gegenüber den angestellten Maklern sind in Summe im Vergleich zum Vorjahr von T€ 1.694 auf T€ 1.966 gestiegen. Darin sind im wesentlichen Verbindlichkeiten aus Provisionen gegenüber den angestellten Maklern enthalten. Das Eigenkapital beläuft sich zum Jahresende auf T€ 16.787 (Vj.: T€ 25.218). Die Reduzierung resultiert zum einen aus einem Jahresfehlbetrag und zum anderen aus der Gewinnausschüttung 2022 an die Gesellschafter. Zur Stärkung des Eigenkapitals ist für 2024 eine Einzahlung in die Kapitalrücklage von T€ 4.000 beschlossen. 2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Gesamtleistung, ordentliches Betriebsergebnis und die Rentabilität des ordentlichen Betriebsergebnisses auf die Gesamtleistung sind die wesentlichen Steuerungskennzahlen auf Unternehmensebene. Die Gesamtleistung ist im Vergleich zum Vorjahr durch die in der Ertragslage beschriebenen Effekte, um T€ 10.202 auf T€ 22.252 gesunken. Entsprechend haben sich das ordentliche Betriebsergebnis auf T€ -3.508 sowie die Umsatzrentabilität von 15,34 % auf -15,76 % reduziert.
IV. Zweigniederlassungsbericht Die Gesellschaft unterhält Niederlassungen in Hamburg, Berlin, Ahrensburg, Buxtehude, Elmshorn, Lüneburg, Norderstedt und Sylt. Ferner ist Grossmann & Berger über die zur Unternehmensgruppe gehörenden Gesellschaften E & G Real Estate und E & G Private Immobilien auch in den südlichen Metropolregionen Stuttgart, Bodensee und München vertreten. V. Prognosebericht 1. Marktprognose Die Ergebnisse der ifo Konjunkturumfragen im Januar 20241 zeigen, dass die Stimmung unter den Unternehmen sich zu Jahresbeginn weiter verschlechtert hat. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Januar auf 85,2 Punkte gefallen, nach 86,3 Punkten im Dezember 2023. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate fielen erneut pessimistischer aus. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Rezession fest. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex gestiegen. Die Unternehmen waren etwas zufriedener mit ihren laufenden Geschäften. Die Erwartungen verbesserten sich ebenfalls, blieben aber pessimistisch. Der Auftragsbestand geht weiter zurück, wenn auch nicht mehr so stark wie zu Jahresende. Die Kapazitätsauslastung gab nach, von 81,9 auf 81,0 Prozent. Dies sind rund zweieinhalb Prozentpunkte weniger als der langfristige Durchschnitt. Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima deutlich eingetrübt. Dies war insbesondere auf eine merklich schlechtere Einschätzung zur aktuellen Lage zurückzuführen. Die Unzufriedenheit mit dem Auftragsbestand nahm spürbar zu. Auch die Erwartungen wurden noch etwas pessimistischer. Im Handel ist der Index auf den niedrigsten Wert seit Oktober 2022 gefallen. Die Händler zeigten sich weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Auch ihre Erwartungen verschlechterten sich. Das gilt sowohl für den Groß- als auch für den Einzelhandel. Im Bauhauptgewerbe hat der Geschäftsklimaindikator seine Talfahrt fortgesetzt. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Der ohnehin schon düstere Ausblick für die kommenden Monate trübte sich weiter ein. Das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) aktualisiert wie üblich zum Jahresende seine Prognose der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland für die folgenden zwei Jahre.2 Das HWWI rechnet für 2023 bei anhaltender Schwäche im Schlussquartal mit einem Rückgang des realen Bruttoinlandsprodukts um 0,3 %. Die nach dem Bundes- verfassungsgerichtsurteil zu erwartenden Einsparungen im Staatshaushalt dürften die reale Erholung im kommenden Jahr bremsen. Für 2024 wird deshalb nur mehr ein Wirtschaftswachstum von 0,5 % erwartet. Erst 2025 ist - ohne weitere Rückschläge - wieder mit einer etwas deutlicheren Zunahme des realen Bruttoinlandsprodukts um 1 % zu rechnen. Die Inflation hat sich in diesem Jahr deutlich verringert, von mehr als 8 % zu Jahresbeginn auf zuletzt 3,2 %. Die merklich steigenden Arbeitskosten werden allerdings den weiteren Disinflationsprozess bremsen. Für den Lebenshaltungskostenindex wird nach einer Inflationsrate von durchschnittlich 6 % in diesem Jahr für 2024 nunmehr eine in Höhe von 2,75 % erwartet. Erst im Verlauf von 2025 wird sie sich wieder der 2-Prozent-Marke nähern. Die Konjunkturerholung verzögert sich. Nach dem Negativwachstum in 2023 wird Deutschland nach Ansicht der Experten nur langsam auf den Wachstumspfad zurückkehren. Erst ab 2025 wird wieder ein deutlicherer Zuwachs erwartet, sofern die Vielzahl an geopolitischen Krisen nicht weiter eskaliert. Angesichts der sinkenden Inflation, scheint auch eine erste Leitzinssenkung wahrscheinlich. Die Senkung der Kapitalmarkt- und Kreditzinsen wäre ein positives Signal für die Immobilienmärkte. Die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Wohnimmobilien sinken der Prognose zufolge für Häuser im Hamburger Stadtgebiet auf 4.400 €/m 2 und 3.100 €/m 2 im Umland und liegen damit um rund 20% unter dem Preishöchststand von 2021. Insgesamt rechnen wir im Laufe 2024 mit einem weiter in Bewegung bleibendem Markt, da eine hohe Wohnraumnachnachfrage besteht und mögliche Zinssenkungen den Eigentumserwerb kalkulierbarer machen. Am Hamburger Büromarkt wird sich das Umsatzgeschehen in 2024 voraussichtlich auf dem Niveau von 2023 bewegen. Das Büroflächenangebot wird in den kommenden Monaten weiter zunehmen, vor allem in der City und HafenCity. Angesichts dieser Situation sollte sich die Vermieterseite verhandlungsbereit zeigen und attraktive Angebotspakete schnüren. Die geforderten Mieten für gute Flächen werden in der Regel jedoch weiterhin akzeptiert. Für den Hamburger Investmentmarkt wird, ausgehend von einer Stabilisierung oder sogar einer leicht rückläufigen Entwicklung der Zinsen, für 2024 aus heutiger Sicht mit einer schrittweisen Erholung und in der zweiten Jahreshälfte mit mehr Dynamik sowie moderat steigenden Investmentumsätzen gerechnet. Die generelle Stimmung in der Immobilienbranche dürfte jedoch aufgrund zahlreicher Insolvenzen weiterhin etwas eingetrübt sein. 2. Unternehmensprognose Es wird davon ausgegangen, dass sich Grossmann & Berger auf den einzelnen Märkten (Hamburg, Berlin, Stuttgart und München) sowie in den jeweiligen Segmenten entsprechend den Marktprognosen entwickeln wird. Alle Bereiche gehen von einer verhaltenen Entwicklung aus. Bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 wurden umfangreiche Reorganisationsmaßnahmen zur Ergebnisverbesserung als auch zur Erschließung neuer Umsatzfelder aufgesetzt, deren Auswirkungen in 2024 / 2025 realisiert werden. Vor diesem Hintergrund und unter der Voraussetzung einer leichten Marktbelebung gehen wir im Vergleich zu 2023 davon aus, eine Ergebnisverbesserung und ein leicht positives Ergebnis zu erzielen. VI. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1. Branchenrisiken Der Beschluss der Europäischen Zentralbank (EZB), die Zinsen zum dritten Mal in Folge unverändert zu lassen, kann als Signal aufgefasst werden, dass die Inflationsrate in Deutschland langsam wieder zu einem Normalmaß von 2 % zurückfindet.3 Damit sinken auch die Bauzinsen. Im Zusammenspiel mit den gesunkenen Immobilienpreisen könnten sich somit die Märkte im Laufe des Jahres 2024 leicht erholen. Sofern nicht neue Krisen die Märkte ins Wanken bringen. Das Maklergeschäft ist direkt von den o.g. Effekten abhängig. Somit ist in der aktuellen Transformationsphase jede Prognose risikobehaftet. 1.2. Ertragsorientierte Risiken Derzeit gehen wir davon aus, dass die Umsatzleistung in den Geschäftsfeldern Wohnen unverändert bleibt. In der gewerblichen Vermietung ist die Erwartung verhalten und im Investment gehen wir frühestens im 4. Quartal von einer Belebung auf niedrigem Niveau aus. Lediglich neue Geschäftsfelder bzw. neue Aktivitäten tragen zum Umsatzwachstum bei bzw. kompensieren Umsatzrisiken in Teilbereichen. Auf der Aufwandsseite sind umfangreiche Maßnahmen zur Kostenreduktion eingeleitet, so dass für das kommende Jahr ein ausgeglichenes bzw. leicht positives Ergebnis erwartet wird. 1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken Durch die Aufnahme eines Betriebsmittelkredites, die beschlossene Einzahlung in die Kapitalrücklage sowie erwartete Steuererstattungen ist die Gesellschaft mit ausreichend Finanzmitteln ausgestattet, um Schwankungen im Geschäftsverlauf auszugleichen bzw. erforderliche Mittel für eine Neuausrichtung bereitzustellen. Das Risiko von Zahlungsausfällen wird durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements möglichst geringgehalten. Soweit bei Forderungen Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. 2. Chancenbericht Unabhängig von der konjunkturellen Verlangsamung der Märkte im Jahr 2023 bleibt die Nachfrage nach Immobilien im Segment Wohnen bestehen. Im Gewerbebereich Vermietung ist eine Grundnachfrage aus Standortwechseln und Flächenverkleinerungen gegeben. Sobald im Segment Investment die Angebotspreise wieder die Preisgebote auf der Nachfrageseite treffen und wieder eine Zinssicherheit gegeben ist, werden Marktteilnehmer zurückkehren und die Immobilie als Anlageinvestment in das Portfolio aufnehmen. Auch weiterhin stehen strategische Investitionen zur Weiterentwicklung des Dienstleistungsspektrums auf der Agenda. Der digitale Wandel zur Optimierung des Geschäftsmodells behält unverändert eine hohe Priorität in der Unternehmensentwicklung. 3. Gesamtwürdigung von Chancen und Risiken Die Chancen und Risiken werden zusammen mit den eingeleiteten Maßnahmen aus heutiger Sicht als ausgeglichen bewertet. Allerdings erfordern die aktuelle wirtschaftliche Lage des Unternehmens und konjunkturelle Rahmendaten einer besonderen Beobachtung, um jederzeit präventiv gegenzusteuern. Bestandsgefährdende Risiken sind auf der Grundlage getroffener Entscheidungen und der derzeitigen Prognosen nicht erkennbar.
Hamburg, den 22. Februar 2024 gez. Andreas Rehberg gez. Frank D. Albers gez. Andreas Gnielka gez. Björn Holzwarth gez. Lars Seidel gez. Frank Stolz BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Grossmann & Berger GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grossmann & Berger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grossmann & Berger GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, den 23. Februar 2024 Baker
Tilly GmbH
Jana Lübben, Wirtschaftsprüferin Michael Esser, Wirtschaftsprüfer Angabe zur Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 06. März 2024 festgestellt. |
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