AWO Integration gemeinnützige GmbH
Selbe AdresseAmbulante Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Ulses seit 10.2.2012 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Arbeiterwohlfahrt Bezirksverband Unterfranken e.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AWO Care gGmbHWürzburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZ zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023AWO care gGmbH WohlfahrtspflegeWürzburg
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Die AWO care gGmbH hat ihren Sitz in Würzburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Würzburg unter HRB 8447 eingetragen. I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss der AWO care gGmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften, den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes über die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) und der Pflegebuchführungsverordnung aufgestellt. Von der Möglichkeit zur Unterlassung von Anhang-Angaben nach § 286 HGB wurde teilweise Gebrauch gemacht. Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt EUR 125.000. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgte nach dem Grundsatz der Unternehmensfortführung. Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Das Realisationsprinzip bzw. das Imparitätsprinzip sowie der Grundsatz der Vorsicht wurden beachtet. Aufwendungen und Erträge wurden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit periodengerecht abgegrenzt. Die Ausübung von Bewertungswahlrechten erfolgte unverändert zum Vorjahresabschluss. Das Sachanlagevermögen ist zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich zeitanteiliger Abschreibung bewertet. Die Abschreibungen erfolgten linear unter Berücksichtigung handels- und steuerrechtlicher Vorschriften entsprechend der voraussichtlich tatsächlichen wirtschaftlichen und technischen Nutzungsdauer. Für geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu Anschaffungs- und Herstellungskosten von 1.000 EUR wurde im Zugangsjahr ein Sammelposten gebildet, der über 8 Jahre linear abgeschrieben wird. Über die Entwicklung des Sachanlagevermögens gibt der diesem Anhang beigefügte Nachweis auf Blatt 4 Auskunft. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungs-nebenkosten bewertet. Für Lebensmittel erfolgt eine körperliche Bestandsaufnahme zum Bilanzstichtag. Übrige Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe die regelmäßig ersetzt wurden, deren Bestand in Größe, Wert und Zusammensetzung nur geringen Veränderungen unterlag und deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung war, wurden mit einem Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt. Die letzte körperliche Bestandsaufnahme der mit einem Festwert bewerteten Vorräte erfolgte zum Bilanzstichtag 2023. Forderungen, flüssige Mittel und sonstige Vermögensgegenstände sind zu ihrem Nennwert ausgewiesen. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden erforderlichenfalls Einzelwertberichtigungen in dem Umfang gebildet, in dem mit einem Ausfall zu rechnen war. Für die übrigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3% vorgenommen. Die Sonderposten mit Rücklageanteil betreffen Investitionskostenzuschüsse. Sie sind mit ihrem Nennwert abzüglich zeitanteiliger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgten linear unter Berücksichtigung handels- und steuerrechtlicher Vorschriften entsprechend den zu Grunde liegenden Sachanlagen und deren Nutzungsdauer. Über die Entwicklung der Investitionskostenzuschüsse zu Sachanlagen gibt der diesem Anhang beigefügte Nachweis auf Blatt 5 Auskunft. Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet für ungewisse Verbindlichkeiten, für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für im Geschäftsjahr unterlassene Aufwendungen für Instandhaltung, die im folgenden Geschäftsjahr innerhalb von drei Monaten nachgeholt wurden. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind ggf. mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Im Jahr 2015 wurde ein Lebensarbeitszeitmodell für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Form eines versicherungsgebundenen Zeitwertkontos bei der R+V Lebensversicherung AG eingeführt. Die Einbringungen in das Wertguthaben werden in eine Rückdeckungsversicherung eingezahlt, Entnahmen aus dem Wertguthaben werden durch Rückkäufe der Rückdeckungsversicherung finanziert. Das verpfändete Vermögen wird dabei als Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB qualifiziert und mit den entsprechenden Verpflichtungen verrechnet. Derartige Verrechnungen fanden statt zwischen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten und beizulegendem Wert von 35 TEUR und Schulden mit einem Erfüllungsbetrag von 31 TEUR. Damit zusammenhängende Aufwendungen und Erträge wurden ebenfalls verrechnet. Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit ihrem Nennwert ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. III. Sonstige Angaben Geschäftsführer der Gesellschaft war im Berichtsjahr Herr Martin Ulses. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl betrug 567. Die Forderungen hatten alle eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Forderungen gegenüber dem Gesellschafter bestanden nicht. Von den Verbindlichkeiten hatten 2.013 TEUR eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht. Von den Verbindlichkeiten betreffen 3.914 TEUR Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter. Nicht bilanzierte Haftungsverhältnisse bestanden am Bilanzstichtag nicht. Aus Mietverträgen für Senioreneinrichtungen bestehen jährliche Verpflichtungen von 2.570 TEUR. Die Gesellschafterin hat zwei Patronatserklärungen gegenüber der Gesellschaft abgegeben. Danach hat sich die Gesellschafterin verpflichtet die Gesellschaft finanziell so auszustatten, dass diese jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen gegenüber dem jeweiligen Berechtigten aus den Mietverhältnissen betreffend der Mietobjekte "Tagespflege Dittelbrunn" und "Tagespflege Schonungen" ordnungsgemäß zu erfüllen. III. Angaben nach §285 Nr. 33 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres und ergänzende Angaben zur voraussichtlichen Entwicklung bestehen nicht.
Würzburg, 02. Mai 2024 AWO care gGmbH Martin Ulses, Geschäftsführer Anlagenspiegel 2023
Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023A. Darstellung des Geschäftsverlaufs Entwicklung der Branche und Gesamtwirtschaft sowie Auftrags- und Umsatzentwicklung Die AWO care gGmbH, ein Tochterunternehmen des Arbeiterwohlfahrt Bezirksverbandes Unterfranken e.V., betrieb 2023 in Unterfranken 16 verschiedene soziale Einrichtungen im Bereich der Alten- und Eingliederungshilfe. Davon waren fünf stationäre Pflegeeinrichtungen, sieben Tagespflegeeinrichtungen, ein ambulanter Pflegedienst und zwei Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Außerdem wurden Serviceleistungen an Unternehmen im Bereich der Alten- und Eingliederungshilfe erbracht. Die Gesamtleistung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 612 TEUR (3,1%) auf 20.542 TEUR. Investitionen und Finanzierungsmaßnahmen Im Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen von 161 TEUR durchgeführt. Die Buchwerte der Anlagenabgänge waren 10 TEUR. Die Investitionen wurden aus Eigenmitteln finanziert. Personalbereich Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl, umgerechnet auf Vollzeitstellen, stieg im Jahresdurchschnitt um 22 bzw. 7,8% auf 310 (Vorjahr 288). Der Personalaufwand von 13.597 TEUR erhöhte sich um 1.456 TEUR (12,0%) gegenüber dem Vorjahr. Die Erhöhung ist hauptsächlich auf die Tariferhöhung, bestehend aus pauschaler Entgelterhöhung und Stufensteigerungen, die Veränderung der Beschäftigtenzahlen und auf die Veränderung der Rückstellungen für geleistete Mehrarbeit und nicht genommenen Urlaub zurück zu führen. Für die Beschäftigten galt im Berichtsjahr ein Haustarif. Kosten der betrieblichen Altersversorgung sind nicht angefallen. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres In drei von fünf stationären Einrichtungen sind weiterhin erhöhte Kosten für Leih- und Fremdpersonal entstanden, um die marktgegebenen Personalausfälle zu kompensieren. Die bereits reduzierte Plan-Belegungsquoten wurden in drei von fünf stationären Einrichtungen unterschritten, bei den Tagespflegen waren es vier von sieben. Die in 2018 und 2019 aufgetretenen Wasserschäden in der stationären Einrichtung Partenstein sind nun vollständig abgewickelt. Der "Rettungsschirm" ist 2022 ausgelaufen. Für stationäre Einrichtungen wurde in den Vorjahren eine Rückstellung in Höhe von 20% der erstatteten Leistungen vorgenommen, da das Abrechnungsverfahren nicht an allen Stellen eindeutig ist und es ggf. zu Rückzahlungen kommen kann. Die Rückstellung für 2021 wurde aufgelöst, da es keine Rückzahlungsverpflichtung mehr bestand, die Rückstellung für 2022 wurde dagegen nicht aufgelöst, da bis zum 31.12.2024 noch Rückzahlungsverpflichtungen aus den Rettungsschirmzahlungen geltend gemacht werden können. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres wurden teilweise auch bei den übrigen Gliederungspunkten des Berichtes erläutert. B. Darstellung der Lage Vermögenslage Die Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 637 TEUR auf 3.668 TEUR (100%). Das Anlagevermögen bestand fast ausschließlich aus Betriebs- und Geschäftsausstattung. Es reduzierte sich im Geschäftsjahr um 132 TEUR auf 1.007 TEUR (27%). Zugängen von 161 TEUR standen planmäßige Abschreibungen von 282 TEUR und Abgänge von 10 TEUR gegenüber. Das Umlaufvermögen bestand hauptsächlich aus Forderungen und flüssigen Mitteln. Es reduzierte sich um 495 TEUR auf 2.627 TEUR (72%). Dabei haben sich die Forderungen um 343 TEUR auf 1.369 TEUR (37%) erhöht. Die flüssigen Mittel reduzierten sich um 750 TEUR auf 1.221 TEUR (33%). Das Eigenkapital reduzierte sich in Höhe des Jahresfehlbetrags um 1.422 TEUR auf -1.702 TEUR (46%). Die Sonderposten mit Rücklageanteil erhöhten sich um 104 TEUR auf 244 TEUR (7%). Sie betreffen überwiegend zweckgebundene Investitionsförderungen öffentlicher und nicht öffentlicher Zuwendungsgeber und werden entsprechend den geförderten Wirtschaftsgütern planmäßig abgeschrieben. Im Berichtsjahr erfolgten Zugänge von 150 TEUR; die planmäßigen Abschreibungen betrugen 46 TEUR. Eigenkapital und Sonderposten mit Rücklageanteil reduzierten sich zusammen um 1.318 TEUR auf -1.458 TEUR (40%). Langfristige Verbindlichkeiten bestanden in Höhe von 2.501 TEUR (41%). Diese betreffen fast ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Langfristige Rückstellungen bestanden nicht. Die kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich um 83 TEUR auf 514 TEUR (14%). Sie betreffen überwiegend Verpflichtungen gegenüber Personal für Urlaub und Überstunden, sowie Rückstellungen für Zahlungen aus dem Rettungsschirm. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 83 TEUR auf 2.013 TEUR (55%). Die Reduzierung resultierte hauptsächlich aus der Veränderung der kreditorischen Debitoren. Finanzlage Zur Beurteilung der Finanzlage wurden die Sonderposten mit Rücklageanteil, die Investitionskostenzuschüsse für Sachanlagen betreffen, umgegliedert und bei den Sachanlagen in Abzug gebracht. Die dadurch bereinigte Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 741 TEUR auf 3.424 TEUR (100%). Die Finanzierung erfolgte hauptsächlich aus Eigenmitteln. Das langfristig gebundene Vermögen (Netto-Anlagevermögen) reduzierte sich um 236 TEUR auf 763 TEUR (22%). Die langfristigen Mittel reduzierten sich um 1.284 TEUR auf 799 TEUR (23%). Die Finanzierung des langfristigen Vermögens durch langfristige Mittel führte damit zu einer Überdeckung von 36 TEUR. Die Umlaufmittel von 2.661 TEUR deckten entsprechend das kurzfristige Kapital von 2.625 TEUR zu 101% ab. Die flüssigen Mittel von 1.221 TEUR deckten das kurzfristige Kapital zu 47% ab. Der Finanzierungsüberhang der langfristigen Mittel über das langfristig gebundene Vermögen bzw. der Deckungsüberhang des kurzfristigen Vermögens über das kurzfristige Kapital reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 438 TEUR. Der Cash-Flow (G+V-Ergebnis zuzgl. Abschreibungen abzgl. Auflösung Sonderposten) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr -1.186 TEUR (Vorjahr -363 TEUR). Ertragslage Die AWO care gGmbH erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresfehlbetrag von 1.422 TEUR bzw. 6,9% der Gesamtleistung nach einem Verlust von 610 TEUR im Vorjahr. Die Ertragslage bleibt insgesamt nicht zufriedenstellend. Die meisten stationären Einrichtungen erwirtschafteten größere Verluste. C. Chancen der künftigen Entwicklung Die AWO care stellt sich im Rahmen des AWO Bezirksverbandes weiterhin den sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft, ihrer Sozialbedarfe und Rahmenbedingungen. Als gemeinnütziges Unternehmen findet die AWO care stets Lösungen, um den Menschen in Unterfranken attraktive Angebote zur Deckung sozialer Bedarfe anzubieten. Im marktwirtschaftlichen Umfeld geschieht dies unter Wettbewerbs- und betriebswirtschaftlichen Grundsätzen. Die AWO care hat sich die Kernziele "attraktiver Arbeitgeber", "starke Marke AWO", "innovative Konzepte" und "gesundes Wachstum" gesetzt und verfolgt diese stetig. Unternehmerische Entscheidungen werden nach diesen Zielen ausgerichtet und der Verband in sozialer und wirtschaftlicher Verantwortung zukunftsorientiert geführt. Um für die Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, werden bei der AWO care agile Arbeitsmethoden angewendet und die Arbeitsabläufe auf den Prüfstand gestellt. Zudem werden Führungskräfte eng durch ein Coaching-Angebot begleitet und weiterentwickelt. Für neue Führungskräfte wird das Onboarding optimiert und daraus neue Führungsentwicklungsprogramme abgeleitet. Die neuen Tagespflegeeinrichtungen optimieren ihre Auslastung, um Vollbelegungen zu erreichen und dadurch zum wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft beizutragen. Eine Verbesserung der Ertragslage der AWO care wird prognostiziert, so dass die Gesellschaft mittel- und langfristig ein positives wirtschaftliches Ergebnis ausweisen wird. Im Bereich Pflege wird weiterhin mit einer starken Marktkonkurrenzsituation gerechnet. Dem Fachkräftemangel wird vorsorglich begegnet, in dem im Ausland nach Pflegekräften geworben wird. Moderne Personalführung, attraktive Arbeitsangebote, Arbeitszeitmodelle, Personalentwicklung sowie verstärkte Ausbildung sollen dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Die AWO care wird 2024 keine wesentlichen Investitionen durchführen und sich weiterhin auf die Anmietung von Fremdeigentum oder Leasing beschränken. D. Hinweise auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung Im Hauptsegment Senioren- und Pflegeeinrichtungen ist über viele Jahre hinweg ein zunehmender Wettbewerbsdruck durch andere (private) Dienstleister spürbar. An manchen Standorten hat dies zu Überangeboten geführt. Auslastung und Preisgestaltung sind teilweise davon betroffen und können zur Verschlechterung der Einnahme- und der Ertragssituation führen. Für einzelne Einrichtungen können dadurch auch Verluste entstehen. Auch die seit Jahren zu verzeichnende Zunahme des Fachkräftemangels und der Arbeitsbelastung bei Pflegekräften wird sich voraussichtlich weiter verschärfen und könnte zu mangelnder Auslastung der Einrichtungen mit der Konsequenz entsprechender Verluste führen. Folglich könnte dies zu einer erschwerten und teuren Suche nach qualifiziertem Personal, vor allem in den ländlichen Regionen führen. Der Einsatz von ausländischen Fachkräften als Ergänzung soll helfen, dieses Problem für die AWO care zu verringern. Jedoch ist das Anwerben von Pflegekräften aus dem Ausland oftmals teuer und schwierig zu refinanzieren. Ferner könnten finanzielle Risiken durch die Vorfinanzierungskosten für Mitarbeiterbindung (Mietkosten für Pflegekräfte aus dem Ausland) entstehen. Der Großteil der stationären Einrichtungen ist von gestiegenen Gebäudestandards auf Grundlage des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes betroffen. Mittel- und langfristig wird dadurch ein hoher Investitionsbedarf entstehen. Historisch gewachsener Investitionsstau in den einzelnen Einrichtungen wird kurzfristig zu einem hohen Kostenaufwand führen. Weiterhin stellen die gestiegenen Energie- und Lebensmittelkosten die Gesellschaft vor eine Herausforderung. Für neue Verträge wird die prognostizierte Entwicklung der Energiemärkte berücksichtigt. Strompreise wurden bis Ende 2025 fixiert. Für die Gaslieferungen läuft gegenwärtig eine Ausschreibung. Eine Optimierung im Bereich der Lebensmittelbeschaffung wird aktuell angestrebt. Die aufgrund der geplanten Lohnerhöhungen ansteigenden Personalkosten von durchschnittlich 6,0% könnten sich negativ auf die Betriebserbnisse auswirken.
Würzburg, den 10.05.2024 AWO care gGmbH Martin Ulses, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die AWO Care gGmbH, Würzburg Prüfungsurteil Ich habe den Jahresabschluss der AWO Care gGmbH, Würzburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat. Der Lagebericht steht im Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Grundlage für das Prüfungsurteil Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Kapitalgesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Kapitalgesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
Würzburg, 26 Juni 2024 Dipl.Kfm. Wolfgang Prandl, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 30. Juli 2024 festgestellt. |
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