SIMPLICITY INVEST GmbH
Otto-Hahn-Straße 34, 33442 Herzebrock-Clarholz, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Heinrich Leewe seit 22.12.2014 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SIMPLICITY INVEST GmbHHerzebrock-ClarholzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Die SIMPLICITY-Gruppe ist im Bereich des Textilhandels mit den Marken OPUS und someday tätig. Angefangen hat alles im Herbst 2000 mit der Idee, unter dem Namen OPUS richtig gute Hosen zu machen. Vom Spezialisten für Hosen hat sich OPUS dann zu einer Marke entwickelt, die komplette Outfits für moderne Frauen anbietet, die sich nicht über ihr Alter, sondern über ihren Stil definieren: feminin, casual, klar und individuell. Mit der Zeit entwickelte sich die Idee für eine neue Modemarke, und so ging es 2015 weiter mit someday und dem Einstieg in das Premiumsegment: Casual Confident. Unter diesem Namen entstehen modisch anspruchsvolle Kollektionen: pure Mode für souveräne und selbstbewusste Frauen. Heute sind die beiden Modemarken OPUS und someday unter dem Dach der simplicity networks GmbH vereint. Eine klare Formsprache, eine langlebige Qualität und harmonische Farbpaletten machen jedes unserer Produkte zu einem potentiellen Lieblingsteil unserer Kundinnen. Wir bedienen mit OPUS und someday keine Altersgruppe, sondern vielmehr die Stil Welt, in der sich unsere Kundinnen bewegen. Unsere Kollektionen werden über unseren Online-Shop und bei weit mehr als 2.000 Handelspartnern europaweit vertrieben - sowohl online als auch offline. Unser Weg führt uns von zwei Modemarken zu einem wachsenden Netzwerk mit Expansionspotenzial. Mittlerweile sind wir mehr als ein modernes Modeunternehmen. Wir sind Marken-Schaffende, Logistik-Experten und digitaler Innovator. Für jede Herausforderung finden wir eine effiziente oder digitale Lösung. Und stolz können wir behaupten: Unsere Ideen werden überwiegend In-House umgesetzt. Das macht uns besonders. Gesamtwirtschaftliche LageLaut statistischem Bundesamt (Destatis) war die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland im Jahr 2022 vor allem geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine, zu denen extreme Energiepreiserhöhungen zählten. Hinzu kamen dadurch verschärfte Material- und Lieferengpässe, massiv steigende Preise für weitere Güter wie beispielsweise Nahrungsmittel sowie der Fachkräftemangel und die andauernde, wenn auch im Jahresverlauf nachlassende Corona-Pandemie. Trotz dieser nach wie vor schwierigen Bedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2022 insgesamt gut behaupten. Im Frühjahr 2022 wurden fast alle Corona-Schutzmaßnahmen aufgehoben. Dies trug zunächst zur Erholung der deutschen Wirtschaft bei. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine Ende Februar und den in der Folge extrem steigenden Energiepreisen wurde der Aufschwung gebremst. Lieferengpässe und stark anziehende Einfuhr- und Erzeugerpreise erschwerten die Lage weiter. Die Inflationsrate stieg so mit 7,9 % hoch wie noch nie seit der deutschen Vereinigung. In der Folge kam die konjunkturelle Erholung Deutschlands ins Stocken. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund hierfür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Einschränkungen im Frühjahr 2022. Der in den ersten beiden Corona-Jahren boomende Internet- und Versandhandel schwächte sich hingegen im Jahr 2022 ab: Die privaten Haushalte kauften weniger online als im Jahr 2021, aber immer noch deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie. Branchenentwicklung Trotz schlechter Konsumstimmung infolge des Russland-Ukraine-Krieges und steigender Energiepreise zeichnete sich im ersten Halbjahr 2022 erstmals eine Erholung der Bekleidungsindustrie ab. Diese Nachholeffekte reichen allerdings nicht aus, um das Vor-Pandemie-Niveau im Bekleidungseinzelhandel wieder zu erreichen. Die amtlichen Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen ein leichtes Minus bei den Beschäftigtenzahlen von 0,6%. Der Export ist die Stütze der deutschen Bekleidungsindustrie, hier konnte trotz des Wegfalls des russischen Marktes ein Plus von knapp 10 % erreicht werden. Kennzahlen der Unternehmenssteuerung Der wesentliche Leistungsindikator stellt in der SIMPLICITY-Gruppe das EBITDA dar. Ertragslage Unser wesentlicher finanzieller Leistungsindikator, das EBITDA, beträgt 30.220 TEUR, der Konzernjahresüberschuss beläuft sich auf 19.124 TEUR. Nachdem die größten Auswirkungen der Corona Pandemie überstanden sind, ist das EBITDA vorrangig wegen gestiegener Materialaufwendungen gesunken. Die Umsatzerlöse konnten nach Beendigung der Corona Einschränkungen auf 228 Mio. EUR gesteigert werden. Der Rohertrag (Umsatzerlöse plus sonstige betriebliche Erträge minus Materialaufwand) beträgt 102.341 TEUR. Die SIMPLICITY-Gruppe investiert weiterhin in Ausbau der Marken mit allen damit verbundenen Maßnahmen. Die Personalaufwendungen betragen 20.947 TEUR. Die Mitarbeiteranzahl beträgt zum Konzernbilanzstichtag 357 Mitarbeiter. Vermögens- und FinanzlageDie Konzernbilanzsumme beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 199.828 TEUR. Die Aktivseite ist, neben den liquiden Mitteln und den Finanzanlagen, durch den Forderungsbestand sowie den Warenbestand zum Bilanzstichtag geprägt, welche sich beide durch eine hohe Umschlagshäufigkeit auszeichnen. Die Kapitalstruktur der SIMPLICITY-Gruppe ist durch eine gute Eigenkapitalausstattung geprägt. Das Konzerneigenkapital beträgt zum Stichtag 176.112 TEUR. Hiervon resultieren insgesamt 22 Mio. EUR aus der Verrechnung von Unterschiedsbeträgen aus der Erstkonsolidierung der simplicity networks GmbH sowie aus Neubewertungen nach § 301 HGB. Die Eigenkapitalquote liegt bei 88,1 %. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen nicht, da die Gruppe nach größtmöglicher Autonomie gegenüber den Kapitalmärkten strebt. Investitionen in den Bereichen Büroausstattung, IT, Ladeinfrastruktur und Fuhrpark wurden in Höhe von 1.698 TEUR vorgenommen. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 36.738 TEUR. Die Vorräte betragen zum Bilanzstichtag 24.605 TEUR. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Vermögensgegenstände und die Rechnungsabgrenzung summieren sich auf 51.275 TEUR. Die Zahlungsmittel beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 52.066 TEUR, das entspricht 26,1 % der Bilanzsumme. Die Verbindlichkeiten betragen 12.828 TEUR. Die Vermögens- und Finanzlage stellt sich sehr positiv dar. Gesamtbeurteilung des Geschäftsverlaufs Insgesamt sind wir mit der Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. Die kommunizierten Umsatz- und Ertragsziele wurden erreicht. Der Mut und die Bereitschaft zu Veränderungen sowie der Wille zur immerwährenden Verbesserung sind in dem sich so rasch wandelnden Bekleidungsmarkt die wichtigsten Erfolgsfaktoren. In diesem Sinne blicken wir trotz anhaltend starkem Wettbewerbsdruck auf den relevanten Absatzmärkten und trotz einer absehbaren Eintrübung des Wirtschaftswachstums weiterhin optimistisch in die Zukunft Chancen und Risiken der voraussichtlichen EntwicklungDie Einschätzung von Chancen und Risiken erfolgt im Rahmen der Planung prinzipiell für einen Zeitraum von einem Jahr. Die konjunkturelle Lage auf den Absatzmärkten beeinflusst die Wachstumsaussichten unserer Gruppe. Als Konsumgüterunternehmen können wir unmittelbar von positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und deren Auswirkung auf das Konsumentenvertrauen und das Kaufverhalten der Kunden profitieren. Regulatorische und gesetzgeberische Veränderungen können einen Einfluss auf die Absatzchancen und die Profitabilität haben. Die Senkung von Einfuhrzöllen oder Steuern kann beispielsweise die Wettbewerbsposition der Gruppe in Relation zum lokalen Wettbewerb verbessern. Um Risiken, Trends und Entwicklungen in der Modebranche und in den für uns relevanten Absatzmärkten frühzeitig identifizieren zu können, beobachten wir ständig den Markt. Die Erkenntnisse fließen in die Kollektionserstellung ein. Durch Vertriebsallianzen mit dem Einzelhandel und den damit verbundenen Erfahrungen am Point of Sale können Kollektionen noch gezielter auf die Nachfrage zugeschnitten werden. Mit zwölf Kollektionen im Jahr und einem sehr kurzen Zeitraum von der Kollektionserstellung bis zur Auslieferung der Ware reagiert die SIMPLICITY-Gruppe schnell und flexibel auf Markttrends. Um das Risiko der qualitativen und zeitgerechten Warenbeschaffung weiterhin gering zu halten, setzen die Unternehmen der SIMPLICITY-Gruppe auf eine dezentrale Lieferantenstruktur und mehrere, voneinander unabhängige Beschaffungsmärkte. Produktionsausfälle sind möglich, würden sich jedoch auf einzelne Modelle beschränken und könnten mit gewissem zeitlichem Verzug an andere Produktionsstandorte verlagert und nachproduziert werden. Um das Lagerrisiko möglichst gering zu halten, werden alle Bestände permanent überwacht und zeitnah verwertet. Personalrisiken ergeben sich im Wesentlichen bei der Personalbeschaffung, durch den Fachkräftemangel und Fluktuation. Wir legen großen Wert auf die Fortbildung und Qualifikation unserer Mitarbeiter. Externe wie interne Fortbildungen und interne Trainingsprogramme dienen dazu, diesem Anspruch gerecht zu werden. Investitionen in technische und IT-Unterstützung sorgen für die Sicherung und Weiterentwicklung der Prozesse. Auf die stetige Weiterentwicklung der IT-Systeme wird sehr großen Wert gelegt. IT-Sicherheits- und Systemausfallrisiken werden durch Backupsysteme und regelmäßige Wartungen weitgehend ausgeschlossen. Als international operierende Gruppe unterliegen wir moderaten Wechselkursrisiken. Wechselkursrisiken, die durch den Einkauf in außereuropäischen Ländern entstehen, werden durch Kurssicherungsinstrumente abgesichert. Das Wechselkursrisiko wird dadurch weitgehend neutralisiert. Kurssicherungsinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung möglicher Risiken aus bestehenden oder geplanten Grundgeschäften und nicht zu Handels- oder Spekulationszwecken eingesetzt und nur mit Banken bester Bonität abgeschlossen. Wechselkursentwicklungen können das Ergebnis der Gruppe potenziell beeinflussen. Wir analysieren das Marktumfeld kontinuierlich, um hieraus entstehende Chancen zu identifizieren und wahrzunehmen. Wir verfügen über einen sehr breit gestreuten Kundenstamm. Das führt zu einer sehr geringen Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. Durch das straffe Debitorenmanagement werden sehr kurze Forderungslaufzeiten und geringe Forderungsausfälle erreicht. Einen Bestandteil des Risikomanagements bildet der Versicherungsbereich. Durch entsprechend hoher Deckungssummen für die Bereiche Haftpflicht, Feuerbetriebsunterbrechung, Gebäude etc. werden die Risiken abgesichert. Mit dem Versicherer findet im jährlichen Rhythmus eine Überprüfung der bestehenden Risiken und Deckungssummen statt. Der rasante technologische Fortschritt der letzten Jahre hat die Einkaufs- und Lebensgewohnheiten der Konsumenten stark verändert. Die SIMPLICITY-Gruppe begreift diese Veränderungen als Chance. Mit dem Ausbau und der kontinuierlichen Verbesserung des Online-Shops entsprechen wir den Ansprüchen der Konsumenten in Bezug auf Produktpräsentation, Produktauswahl und Service, Gleichzeitig nutzt die SIMPLICITY-Gruppe digitale Medien, um die Wahrnehmung seiner Marken zu verstärken und sie emotional aufzuladen. Insgesamt sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Risiken auf der Absatzseite haben wir durch unsere Präsenz am Point of Sale stets im Blick, nicht zuletzt gestützt durch breit aufgestellte Partnerschaften mit dem Einzelhandel. Zudem bietet uns die hohe Kollektionsfrequenz die Chance, auch kurzfristig auf Trends zu reagieren. Wir sind bestrebt, durch die Warenqualität und das Design zwei für unsere Kunden wichtige Produktmerkmale zu bieten. Dadurch definieren wir uns im Wettbewerb nicht ausschließlich über den Preis. Auf der Beschaffungsseite sehen wir durch unsere, in Relation zu den Umsatzerlösen, vergleichsweise niedrigen Lagerbestände und die vorausschauende Einkaufsstrategie eher geringe Risiken. Prognose und AusblickDie deutsche Wirtschaft trat im ersten Halbjahr 2023 auf der Stelle. Die hohe Inflation zehrte an der Kaufkraft der privaten Haushalte und ließ die Europäische Zentralbank die Leitzinsen kräftig anheben. Darunter litten die Konsum- und die Baukonjunktur, da die realen Haushaltseinkommen gesunken und die Finanzierungskosten gestiegen sind. Aber auch der Industriekonjunktur ging die Luft aus. Zwar verloren die angebotsseitigen Engpässe, die die Produktion im vergangenen Jahr noch spürbar hemmten, zunehmend an Bedeutung. Allerdings machte sich nachfrageseitig zunehmend die Abkühlung der Weltkonjunktur bemerkbar. Denn vielerorts bremsten Notenbanken die Konjunktur durch rasche und kräftige Leitzinsanhebungen, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Zudem ist eine merkliche Kehrtwende bei der Produktion in den energieintensiven Industriezweigen in Deutschland trotz kräftig gesunkener Energiepreise bislang ausgeblieben. In den vergangenen Monaten hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt. Nahezu kein Wirtschaftsbereich blieb davon verschont. Anders als noch im Sommer erwartet, dürfte daher die Erholung in der zweiten Jahreshälfte ausbleiben und sich die konjunkturelle Abkühlung fortsetzen. Die Nachfrage nach Industriewaren in wichtigen Absatzmärkten wird schwach bleiben und erst gegen Jahresende wieder anziehen. Der private Konsum dürfte sich im zweiten Halbjahr wieder allmählich erholen. Der Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen wird kräftig bleiben und bei langsam sinkenden Inflationsraten auch zu einem Kaufkraftplus führen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 0,4% zurückgehen. In den kommenden beiden Jahren wird die Wirtschaftsleistung dann um 1,4% und 1,2% zulegen. Die stationären Modehändler starten deutlich pessimistischer als 2022 ins neue Jahr. Das zeigt die Konjunkturumfrage im TW - Test Club. Demnach gehen mehr als drei Viertel (77%) der Händler davon aus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage 2023 verschlechtern wird. Beim vorherigen Jahreswechsel hatten das fürs Folgejahr nur 48% der Befragten erwartet. 73% erwarten zudem eine weitere Eintrübung der Konsumstimmung für Bekleidung und Textilien, 2021 hatte dieser Wert für 2022 noch bei 42% gelegen. Sechs von zehn (60%) gehen zudem von einer Verschlechterung der Umsatzlage ihres Unternehmens aus. Im Jahr zuvor waren es nur 15% gewesen. SIMPLICITY geht trotz der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2023 deutlich steigen wird. Dies wird unter anderem durch eine Steigerung der Digitalumsätze erreicht. Das EBITDA erwarten wir aufgrund der positiven Entwicklung der Rohstoff-, Transport- und Energiekosten deutlich über Vorjahresniveau.
Herzebrock-Clarholz, 08.12.2023 Stefan Leewe Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben und rechtliche GrundlagenDer Konzernabschluss der SIMPLICITY INVEST GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt und entspricht dem Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen. Die Gesellschaft ist nach § 290 HGB verpflichtet einen Konzernabschluss aufzustellen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Herzebrock-Clarholz und ist unter der Nummer HRB 9926 beim Amtsgericht Gütersloh eingetragen. Angaben zur Bilanzierung und BewertungKonsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den konsolidierten Abschluss zum 31. Dezember 2022 werden neben der SIMPLICITY INVEST GmbH folgende im Konsolidierungskreis stehende Gesellschaften einbezogen.
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war der 01.09.2016. Da die Anteile der simplicity networks GmbH durch Abspaltung zu Buchwerten in die SIMPLICITY INVEST GmbH eingebracht wurden, resultierte aus der Erstkonsolidierung ein technischer passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 43,9 Mio. EUR, der durch thesaurierte Gewinne der simplicity networks GmbH aus Vorjahren begründet war. Der passivische Unterschiedsbetrag wurde daher dem Eigenkapital zugeordnet und im Gewinnvortrag ausgewiesen. Die simplicity networks GmbH, Oelde, die Opus GmbH, Oelde, und die someday GmbH, Oelde, haben von den Erleichterungsmöglichkeiten gemäß § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung nach § 303 HGB aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse und andere konzerninterne Erträge sind mit den entsprechenden Aufwendungen im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung gemäß § 304 HGB verrechnet worden. Eine Eliminierung von Zwischenergebnissen aus gruppeninternen Lieferungen wurde nicht vorgenommen, da es sich um unwesentliche Beträge im Sinne von § 304 Abs. 2 HGB handelte. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeErworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen in der Regel über drei Jahre vermindert. Im Rahmen der Neubewertung nach § 301 Abs. 1 HGB wurden immaterielle Vermögensgegenstände zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung zu Zeitwerten bewertet; diese werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer zwischen zwei und elf Jahren der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,-- wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen bei Finanzanlagen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. aufgrund erforderlicher Bewertungsabschläge mit einem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Anschaffungsnebenkosten wurden berücksichtigt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nominalwert bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die liquiden Mittel sind mit ihren Nominalwerten bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die sonstigen Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Sofern sie zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr hatten, wurden sie mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz abgezinst. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungAnlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr einschließlich der kumulierten Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagespiegel verwiesen (Anlage). Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich (1.626 TEUR), Rücknahmeverpflichtungen onlineshop (1.699 TEUR), Abschluss- und Prüfungskosten (144 TEUR), die Rückstellungen für Gewährleistungen (163 TEUR) und Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen (148 TEUR). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 15.648 TEUR sonstige finanzielle Verpflichtungen, die im Einzelnen Verbindlichkeiten aus Miet- und Pachtverträgen 4.658 TEUR (davon 2.137 TEUR mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) und übrige Verbindlichkeiten in Höhe von 10.989 TEUR (davon 10.618 TEUR mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr) betreffen. Angaben zu latenten Steuern Die Abgrenzung latenter Steuern nach § 274 HGB beruht auf nicht dauerhaften Bilanzierungs- und Bewertungsdifferenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen. Derartige Unterschiede ergeben sich in den Einzelabschlüssen im Anlagevermögen und bei den Rückstellungen. Da sich bei Gesamtdifferenzbetrachtung ein Aktivüberhang latenter Steuern in den Einzelabschlüssen ergibt, wird diese unter Inanspruchnahme von § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht gebildet. Passive latente Steuern wurden auf Bewertungsunterschiede aus der Neubewertung nach § 301 HGB im Rahmen der Erstkonsolidierung unter Berücksichtigung von Abschreibungen und eines Steuersatzes von 30,25 % gebildet. Die passiven latenten Steuern betragen am Jahresende 5.533 TEUR und reduzierten sich im Geschäftsjahr um 632 TEUR. Aufgliederung der Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse werden ausschließlich mit dem Vertrieb von Textilien erzielt. Geographisch entfallen für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 174.683 TEUR auf das Inland und 53.088 TEUR auf das Ausland. Sonstige PflichtangabenNamen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch Herrn Stefan Leewe, Geschäftsführer der simplicity networks GmbH, geführt. Von der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Durchschnittliche Zahl der im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 beschäftigten Arbeitnehmer. Die Zahl der durchschnittlich in diesem Zeitraum beschäftigen Arbeitnehmer beträgt 349. Davon entfallen auf die Lohnempfänger 32 und auf die Gehaltsempfänger 317 Personen. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar 2022 für die einbezogenen Unternehmen betrug für Abschlussprüfungsleistungen 76 TEUR und 63 TEUR für Steuerberatungsleistungen, die von einem mit dem Abschlussprüfer verbundenen Unternehmen erbracht wurden. Ergebnisverwendung Es wird vorgeschlagen, das Ergebnis der Muttergesellschaft auf neue Rechnung vorzutragen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind und weder in der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt wurden, haben sich nicht ereignet.
Herzebrock-Clarholz, 08. Dezember 2023 Stefan Leewe Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 31.12.2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Die Gewinnrücklagen sowie der Konzern-Bilanzgewinn stehen am Stichtag zur Ausschüttung zur Verfügung.
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die SIMPLICITY INVEST GmbH, Herzebrock-Clarholz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der SIMPLICITY INVEST GmbH, Herzebrock-Clarholz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SIMPLICITY INVEST GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bielefeld, den 8. Dezember 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Peter Krupp, Wirtschaftsprüfer ppa. Thomas Godt, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 14.12.2023 gebilligt. |
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