Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 5644
Vorher
Bernd Kraft GmbH Salze und Lösungen für Industrie und GewerbeBernd Kraft GmbH
Eingetragen
26.6.2002
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von Schädlingsbekämpfungs-, Pflanzenschutz- und DesinfektionsmittelnGroßhandel mit Wasch-, Putz- und Reinigungsmitteln
Gegenstand
Die Konzeption, die Herstellung und der Vertrieb analytischer Reagenzien, Chemikalien und spezieller chemischer Zubereitungen sowie der Vertrieb von Verbrauchsmaterialien zu chemischen Anwendungen, Lösungen und Salzgemischen für Wissenschaft, Industrie und Gewerbe sowie Beratungsdienstleistungen im Umfeld der Geschäftsaktivitäten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sina Menez
seit 3.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Timo Roßhoff
seit 3.2.2025
Prokura
Frank Fürst
seit 7.10.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

1.91% identifiziert97.56% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
1.91%

Ungelöste Beteiligungen (5)

NameAnteil
BV Acquisitions XIII BK LimitedGBR
53.59%
AnalytiChem GmbHEigenbeteiligung
42.00%
1.97%
0.00%
0.00%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
AnalytiChem Holding GmbH
Germany
87.000 €
58.00%
AnalytiChem GmbH
Germany
63.000 €
42.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AnalytiChem GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Feststellungsdatum: 19.04.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der AnalytiChem GmbH

Duisburg

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die AnalytiChem GmbH ist ein spezialisierter deutscher Hersteller für Laborchemikalien und wurde 1974 in Duisburg gegründet. Neben einem umfangreichen Sortiment an Standard-Laborchemikalien bietet das Unternehmen ein umfangreiches Programm an Reagenzien und Gemischen für die Labor- und Prozessanalyse an mit dem Schwerpunkt auf kundenindividuelle Anwendungen. Dazu gehören im Wesentlichen klassische Lösungen für die anorganische Analytik, (Referenz-) Standards zur Kalibration von Messgeräten sowie gebrauchsfertige (ready-to-use) Reagenzien für Labor- und Prozessanalysatoren. Als Vollsortimenter mit hohem Diversifizierungsgrad des Verkaufsprogrammes werden nahezu alle Branchen, in denen chemische Laboruntersuchungen durchgeführt werden, bedient. Durch die Einbindung in die AnalytiChem Group (your-science-enabled) erweitert die AnalytiChem GmbH ihr Produktportfolio und passt es neuen Marktbedingungen und Gegebenheiten an.

Deutschland, sowie die angrenzenden Länder der EU und die Schweiz stellen den Hauptabsatzmarkt der AnalytiChem GmbH dar. Darüber hinaus exportieren wir unsere Produkte in mehr als 70 Länder weltweit.

Die Gesellschaft verfügt über einen Produktions- und Laborstandort in Duisburg. Die Verwaltung, das Wareneingangslager, das Chemikalien-Auslieferungslager sowie die Logistik sind seit 2011 in Oberhausen angesiedelt. Die Grundstücke befanden sich bis 2023 im Eigenturm der Gesellschaft. Im Jahr 2024 wurden die Grundstücke am Standort Duisburg an eine Immobiliengesellschaft, im Zuge eines sale and lease back Geschäftes, verkauft. Sitz der Gesellschaft ist Duisburg.

Seit Februar 2021 ist die AnalytiChem Holding GmbH in Eschborn mit 100% der Anteile Mehrheitsgesellschafterin der AnalytiChem GmbH. Seit August 2021 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der AnalytiChem Holding GmbH als beherrschendes Unternehmen. Im Dezember 2022 wurde der Name der Gesellschaft auf AnalytiChem GmbH geändert.

Die Gesellschaft zählt zur AnalytiChem Group, die vom Board der AnalytiChem Group geleitet wird.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Geschäftsverlauf

Die für die AnalytiChem GmbH bedeutenden Wirtschaftsräume sind Deutschland und der Euro-Raum. Für die deutsche Wirtschaft erwies sich die konjunkturelle Lage im Geschäftsjahr bis zum 31.12.2023 als schwierig. Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft setzte sich nach dem Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht weiter fort. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt sank im Vergleich zum Vorjahr 2022 (kalenderbereinigt) um ca. 0,1%.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte. 1

Gegenläufig zu dieser gesamtwirtschaftlichen Lage konnte das Geschäftsergebnis des Vorkalenderjahres deutlich überschritten werden. Mit einem Umsatz von TEUR 18.875,8 einem EBITDA von TEUR 3.616,3 und einer Gross-Margin von 14.808,8 haben wir unsere im Vorjahreslagebericht prognostizierte Ziele für das Geschäftsjahr 2023 nur teilweise (bei EBITDA) erreicht.

2.2. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird primär über die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Gross Margin sowie EBITDA gesteuert.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Headcount) ist der nichtfinanzielle Leistungsindikator, der zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit genutzt wird. Daneben sind wir in unseren Tätigkeiten darauf bedacht, die Bereiche Arbeitsschutz, Umweltschutz, Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit, Aus- und Fortbildung zu fördern sowie unseren Marktanteil zu erhöhen, diese werden aber nicht zur direkten Steuerung der Geschäftstätigkeit eingesetzt.

1 DSTATIS Pressemitteilung vom 15.01.2024 - 019/24

2.3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3.1. Ertragslage

Die Entwicklung der Ertragslage wird anhand der Erfolgsrechnungen der Kalenderjahre 2023 und 2022 dargestellt:

2023 2022
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 18.875,8 100,1 18.023,9 100,1
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -25,0 -0,1 -23,8 -0,1
Gesamtleistung 18.850,8 100,0 18.000,1 100,0
Sonstige betriebliche Erträge 327,0 1,7 321,0 1,8
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -4.219,7 -22,4 -4.150,4 -23,1
Aufwendungen für bezogene Leistungen -149,3 -0,8 -132,7 -0,7
-4.369,0 -23,2 -4.283,1 -23,8
Rohergebnis 14.808,8 78,6 14.038,0 78,0
Personalaufwand
Löhne und Gehälter -5.530,7 -29,3 -5.667,0 -31,5
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.186,2 -6,3 -1.127,5 -6,3
-6.716,9 -35,6 -6.794,5 -37,7
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -645,4 -3,4 -814,1 -4,5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.466,6 -23,7 -4.318,4 -24,0
Ordentliches Betriebsergebnis 2.979,9 15,8 2.111,0 11,7
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27,1 0,1 0,2 0,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 0,0 -69,7 -0,4
Finanzergebnis 27,1 0,1 -69,5 -0,4
Ergebnis vor Steuern 3.007,0 16,0 2.041,5 11,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 4,7 0,0 -3,1 0,0
Ergebnis nach Steuern 3.011,7 16,0 2.038,4 11,3
Sonstige Steuern 9,0 0,0 17,0 0,1
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -3.002,7 -15,9 -2.021,4 -11,2
Jahresergebnis 0,0 0,0 0,0 0,0
Veränderung
TEUR %
Umsatzerlöse 851,9 4,7
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1,2 5,0
Gesamtleistung 850,7 4,7
Sonstige betriebliche Erträge 6,0 1,9
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -69,3 1,7
Aufwendungen für bezogene Leistungen -16,6 12,5
-85,9 2,0
Rohergebnis 770,8 5,5
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 136,3 -2,4
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -58,7 5,2
77,6 -1,1
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 168,7 -20,7
Sonstige betriebliche Aufwendungen -148,2 3,4
Ordentliches Betriebsergebnis 868,9 41,2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26,9 >100,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 69,7 >-100,0
Finanzergebnis 96,6 >-100,0
Ergebnis vor Steuern 965,5 47,3
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,8 >-100,0
Ergebnis nach Steuern 973,3 47,7
Sonstige Steuern -8,0 -47,1
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne -981,3 48,5
Jahresergebnis 0,0 0,0

Das Rohergebnis hat sich im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr von 14.038,0 T€ um 770,8 T€ auf 14.808,8 T€ verbessert; ursächlich hierfür sind im Wesentlichen die um 851,9 T€ (4,7%) gesteigerten Umsatzerlöse bei einer leicht gesunkenen Materialaufwandsquote (23,2% gegenüber 23,8% im Vorjahr).

Die Personalaufwendungen konnten aufgrund von leicht rückläufiger Anzahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um 77,6 T€ (1,1%) reduziert werden. Bei deutlich reduzierten aufgrund von der Erreichung des Erinnerungswertes zum 31.03.2023 der Position NAV ERP System innerhalb der immateriellen Vermögensgegenständen Abschreibungen von 168,7 T€ (20,7%) und bedingt durch der Weiterbelastung von anteiligen Konzernabschlusskosten der Konzernmutter aus Vorjahren um 148,2 T€ erhöhten sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein Betriebsergebnis i.H.v. 2.979,9 T€ gegenüber 2.111,0 T€ im Vorjahr.

Das Finanzergebnis hat sich um 96,6 T€ auf 27,1 T€ verbessert. Es bestehen weder Intercompany- noch Bankdarlehen.

Es verbleibt ein um 965,5 T€ von 2.041,5 T€ auf 3.007,0 T€ verbessertes Ergebnis vor Steuern. Das Ergebnis nach Steuern ist um 973,3 T € auf 3.011,7 T€ gestiegen. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft beträgt der Jahresüberschuss der Gesellschaft 0,0 T€.

2.3.2. Finanzlage

Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Den Mittelzuflüssen aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 47,3 T€ standen im Kalenderjahr 2023 Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 139,0 T€ und Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 127,6 T€ gegenüber, so dass der Finanzmittelbestand im Kalenderjahr 2023 um 219,3 T€ auf 518,6 T€ gesunken ist.

Der Finanzmittelbestand enthält Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit erfolgten vorwiegend für die Durchführung von Ersatzinvestitionen. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit entfällt im Wesentlichen auf die Tilgung des Intercompany Darlehns.

2.3.3. Vermögenslage

Die Vermögenslage und ihre Veränderung wird anhand der Strukturbilanzen zum 31. Dezember 2023 und 2022 dargestellt:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 171,2 1,6 417,3 4,1
Sachanlagen 3.920,8 36,2 4.154,3 40,6
4.092,0 37,8 4.571,6 44,7
Umlaufvermögen
Vorräte 1.682,8 15,5 1.910,7 18,7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.331,7 21,5 2.533,8 24,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.141,4 19,8 110,4 1,1
Sonstige Vermögensgegenstände 20,3 0,2 307,0 3,0
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 518,6 4,8 737,9 7,2
6.694,9 61,8 5.599,8 54,8
Rechnungsabgrenzungsposten 51,1 0,5 51,0 0,5
10.838,0 100,0 10.222,4 100,0
Veränderung
TEUR %
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände -246,1 -59,0
Sachanlagen -233,5 -5,6
-479,6 -10,5
Umlaufvermögen
Vorräte -227,9 -11,9
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -202,1 -8,0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.031,0 >100,0
Sonstige Vermögensgegenstände -286,7 -93,4
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten -219,3 -29,7
1.095,1 19,6
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,0
615,6 6,0
31.12.2023 31.12.2022
TEUR % TEUR %
Eigenkapital 5.763,3 53,2 5.763,3 56,4
Rückstellungen
Steuerrückstellungen 0,0 0,0 41,3 0,4
Sonstige Rückstellungen 1.042,7 9,6 851,1 8,3
1.042,7 9,6 892,4 8,7
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 468,4 4,3 795,1 7,8
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.292,5 30,4 2.524,0 24,7
Sonstige Verbindlichkeiten 248,6 2,3 247,6 2,4
4.009,5 37,0 3.566,7 34,9
Rechnungsabgrenzungsposten 22,4 0,2 0,0 0,0
10.838,0 100,0 10.222,4 100,0
Veränderung
TEUR %
Eigenkapital 0,0 0,0
Rückstellungen
Steuerrückstellungen -41,3 >-100,0
Sonstige Rückstellungen 191,6 22,5
150,3 16,8
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -326,7 -41,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 768,5 30,4
Sonstige Verbindlichkeiten 1,0 0,4
442,8 12,4
Rechnungsabgrenzungsposten 22,4 >100,0
615,6 6,0

Das Anlagevermögen hat sich um 479,6 T€ auf 4.092,0 T€ vermindert. Den Investitionen von 167,2T€ standen Abschreibungen in Höhe von 645,4T€ gegenüber. Das Anlagevermögen ist vollständig durch Eigenkapital finanziert. Insbesondere dadurch, dass die Gesellschaft ihre Geschäftstätigkeit auf eigenen Grundstücken durchführt, beträgt das Anlagevermögen rd. 37,8% (i.V. 44,7%) der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen hat sich um 1.095,1 T€ erhöht, was insbesondere auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus der Gewährung von Intercompany Darlehen (+2.031,0 T€) zurückzuführen ist.

Auf der Passivseite haben sich die Rückstellungen um 150,3 T€ erhöht, was i.H.v. 191,6 T€ auf die Erhöhung der sonstigen Rückstellungen zurückzuführen ist.

Innerhalb der Verbindlichkeiten fallen insbesondere, die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (+768,5 T€) aufgrund der Ergebnisabführung 2023 auf; außerdem haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 326,7 T€ aufgrund des Rückgangs der Roh-, Hilfts- und Betriebsstoffe reduziert.

Das Eigenkapital ist aufgrund des Ergebnisabführungsvertrag unverändert geblieben; die Eigenkapitalquote beträgt 53,2% gegenüber 56,4% im Vorjahr. Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr annähernd unverändert (10.838,0 T€ gegenüber 10.222,4 T€).

3. Prognosebericht

Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird nicht zuletzt von der weiteren Investitionstätigkeit, der konjunkturellen Entwicklung der Branchen, in denen chemische Analysen durchgeführt werden, und der damit verbundenen Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen abhängen. Zudem wirken sich regulatorische Anforderungen an Produkten und Rohstoffen auf den zukünftigen Bedarf aus.

Aus den Erfahrungen der Vergangenheit lässt sich ableiten, dass sich die AnalytiChem GmbH in einem stabilen und konservativen Markt befindet. Unsere Kunden, die in hohem Maße aus systemrelevanten Branchen wie z.B. Energieerzeugung, Wasserwirtschaft, Umweltüberwachung und produzierendes Gewerbe kommen und normgerechte Analysen durchführen müssen, tragen erheblich zum Wachstum bei.

Bedingt durch die Zugehörigkeit zur AnalytiChem Group, einer globalen Unternehmensgruppe bestehend aus zurzeit 8 Unternehmen, die Produkte und Dienstleistungen zur Qualitätskontrolle anbieten, erweitern wir unser Portfolio um Produkte der Schwesterunternehmen. Somit werden wir uns in die Lage versetzen, weitere Kundengruppen zu erreichen und weitere Geschäftsfelder zu erschließen. Durch die Bündelung unserer Einkaufsvolumina und Abstimmung unserer Einkaufsprozesse werden wir die Verbesserung der Beschaffungskonditionen weiter forcieren.

Belastungen durch die Corona Pandemie sind nicht mehr zu erwarten.

Nach wie vor sehen wir im Hinblick auf unsere Lieferfähigkeit infolge des Krieges in der Ukraine, sowie infolge der Sanktionen gegenüber Russland keine direkten Auswirkungen auf unser Geschäft. Wir unterhalten weder mit Russland noch der Ukraine direkte Geschäftsbeziehungen.

Wir planen für das Geschäftsjahr 2024 steigende Umsatzerlöse in einer zum Vorjahr vergleichbaren Größenordnung. Zudem erwarten wir, aufgrund von Veränderungen im Produktmix, dem Vertrieb der AnalytiChem Group Handelswaren und einem steigenden Intercompany Geschäftes eine leicht sinkende Gross-Margin, ermittelt als Verhältniskennzahl zwischen Nettoumsatz und Wareneinsatz, von ca. 71%. Im Hinblick auf unsere Schlüsselkennzahl EBITDA planen wir eine moderate Verbesserung der Kennzahl, bei einer zum Geschäftsjahr 2023 leicht sinkenden Mitarbeiterzahl. Wir weisen aber darauf hin, dass diese Planungen aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit nicht beeinflussbaren Unsicherheiten verbunden sind.

4. Chancen- und Risikobericht

Das Risikomanagementsystem beinhaltet neben der laufenden Überwachung der Geschäftsprozesse ein monatliches Berichtswesen mit allen relevanten Informationen, die mit den jährlichen Ergebnis- und Liquiditätsplanungen unterjährig zur Sicherung des Unternehmenswertes und zum Erkennen von Risiken überprüft werden. Neben der laufenden Überprüfung der Planansätze, finden regelmäßige Managementmeetings statt, um im Bedarfsfall erforderliche Anpassungen auszuarbeiten, zu kommunizieren und umzusetzten.

Die Basis bildet das Budget, welches im laufenden Geschäftsjahr für das Folgejahr aufgestellt wird.

Zudem begegnet die Gesellschaft Betriebsrisiken mit einem nach DIN ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagementsystem.

Die Risikoeinschätzung erfolgt auf Basis eines Einschätzungsrahmens von einem Jahr und wird aufgrund ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen auf das Unternehmensergebnis als "hoch", "mittel", oder "gering" eingestuft.

Bei allen Geschäften strebt die Unternehmensleitung profitables Wachstum im Einklang mit den Erfordernissen eines modernen Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes an.

Den Risiken im Umweltschutz begegnen wir mit einer konsequenten Einhaltung der hierfür vorgesehenen gesetzlichen Normen und einer vorausschauenden Maßnahmenplanung. Daneben bestehen entsprechende Versicherungen zur Begrenzung möglicher Restrisiken in der Umwelthaftpflicht. Das Umweltrisiko wird als geringes Risiko eingestuft.

Die Risiken der immer stärker werdenden regulatorischen Vorgaben begegnen wir mit aktiven nachhalten der gesetzlichen Regularien, durch aktive Teilnahme in Arbeitskreisen und durch Teilnahme an Fortbildungen in unserem Verband VCH. Die AnalytiChem GmbH unterliegt als Verbandsmitglied des VCH, der Responsable Care Initiative des VCH für verantwortungsvollen Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern.

Unser Kerngeschäft ist der Inlandsmarkt. In geringem Umfang exportieren wir direkt an ausländische Drittkunden, so dass Währungsrisiken ohne wesentliche Bedeutung sind. Durch ein nachhaltig betriebenes Forderungsmanagement und einer laufenden Analyse der Altersstruktur der Forderungen, ist das Forderungsausfallrisiko als gering einzustufen.

Von primärer Bedeutung ist jedoch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, die wiederum auch von vielen globalen Faktoren abhängig ist. Hier verweisen wir auf die weiterhin, im globalen Vergleich, nicht wettbewerbsfähigen hohen Energiekosten in Deutschland, die regulatorischen Hemmnisse (REACH (Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 zu Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals) / Lieferkettensorgfaltsgesetz) und die rückläufige Investitionstätigkeit, die sich zu einem Standortnachteil für die deutsche Wirtschaft entwickeln. Aufgrund der diversifizierten Kundenstruktur, die sich auf unterschiedliche Branchen erstreckt, liegen keine besonderen und einseitigen Abhängigkeiten vor. Zudem bestehen keine einseitigen Abhängigkeiten von einzelnen Großkunden. Die aus der Konkurrenz anderer Marktteilnehmer sich ergebenden Risiken finanzieller Nachteile schätzen wir eher als gering ein. Als einer der wichtigsten Anbieter auf dem deutschen Markt sind wir seit vielen Jahren einem stetigen Wettbewerb ausgesetzt. Diesem begegnen wir mit einem vergrößerten Produktportfolio, auch durch die Ergänzung und Substitution von Produkten unserer Schwesterunternehmen. Seit März dieses Jahres unterstützt ein European Sales Manager unser lokales Vertriebsteam. Insgesamt wird das Absatzrisiko als mittleres Risiko gewertet.

Aufgrund unserer zufriedenstellenden EBITDA-Marge, verbunden mit entsprechendem Forderungs- und Liquiditätsmanagement, können wir in einem Markt mit Nachfrageschwankungen bestehen und uns den Erfordernissen des Marktes anpassen.

Die Materialeinsatzquote konnte weiterhin stabil gehalten werden. Dadurch werden unsere Geschäftsergebnisse nur zum Teil durch die volatile Entwicklung der Rohstoffpreise beeinflusst. Zu unseren Lieferanten haben wir langfristige, partnerschaftliche Geschäftsverbindungen aufgebaut. Für jeden zu beschaffenden Rohstoff qualifizieren wir, soweit möglich, mehrere Alternativlieferanten, um Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten zu vermeiden. Durch Bündelung von Einkaufsaktivitäten innerhalb der Unternehmensgruppe, werden weiterhin bessere Beschaffungskonditionen durchgesetzt. Ergänzend werden die Einkaufsprozesse innerhalb der Matrix-Struktur weiter konsolidiert und harmonisiert. Dafür werden in 2024 weitere Kompetenzen gebildet, um die lokalen Teams zu unterstützen. Insgesamt wird das Beschaffungsrisiko als mittleres Risiko gewertet.

Wesentlich sind die Aufwendungen für Personal, die maßgeblich von unserem Bedarf an qualifizierten Fachkräften geprägt sind. In diesem Zusammenhang wird auch für uns die zunehmende Verknappung des Arbeitsmarkts die zentrale Herausforderung für die Beschaffung qualifizierten Fachpersonals sein. Dieser begegnen, wir in Zusammenarbeit mit der IHK, unter anderem mit der Ausbildung von eigenen Fachkräften. Zudem bauen wir unsere internen Kompetenzen weiter aus, in diesem Bereich wird weiteres Fachpersonal eingestellt. Insgesamt wird das Personalrisiko als mittleres Risiko gewertet.

Nach eingehender Analyse der Risikofaktoren, Beurteilung der derzeitigen Gesamtsituation, der vorhersehbaren Entwicklung und weiterer möglicher Veränderungen, liegen nach unserer Einschätzung keine bestandsgefährdenden Risiken und auch keine sonstigen Einzelrisiken vor, die die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft jetzt und in naher Zukunft wesentlich beeinflussen könnten.

 

Duisburg, den 8. November 2024

Frank Fürst, Geschäftsführer

Timo Roßhoff, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 171.210,50 417.300,15
171.210,50 417.300,15
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.133.674,25 3.251.644,25
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 787.085,60 902.660,85
3.920.759,85 4.154.305,10
4.091.970,35 4.571.605,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.040.482,84 1.394.640,41
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 324.002,89 146.516,88
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 318.333,96 369.557,06
1.682.819,69 1.910.714,35
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.331.669,74 2.533.819,22
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.141.429,75 110.374,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 20.345,40 306.913,89
4.493.444,89 2.951.107,21
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 518.640,95 737.936,35
6.694.905,53 5.599.757,91
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 51.090,15 50.987,19
10.837.966,03 10.222.350,35

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 87.000,00 87.000,00
- davon Gezeichnetes Kapital: 150.000,00 EUR; i.Vj.: 150.000,00 EUR
- davon eigene Anteile: -63.000,00 EUR; i.Vj.: -63.000,00 EUR
II. Kapitalrücklage 51.129,19 51.129,19
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 70.795,00 70.795,00
IV. Gewinnvortrag 5.554.424,49 5.554.424,49
5.763.348,68 5.763.348,68
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 0,00 41.320,07
2. Sonstige Rückstellungen 1.042.721,43 851.093,73
1.042.721,43 892.413,80
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 468.441,38 795.126,57
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.292.450,93 2.523.982,03
3. Sonstige Verbindlichkeiten 248.588,40 247.479,27
- davon aus Steuern: 183.795,85 EUR; i.Vj.: 169.534,68 EUR
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 672,21 EUR; i.Vj.: 0,00 EUR
4.009.480,71 3.566.587,87
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 22.415,21 0,00
10.837.966,03 10.222.350,35

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 18.875.833,89 18.023.895,47
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -25.029,26 -23.781,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 327.017,42 320.974,54
- davon aus der Währungsumrechnung: 1.378,76 EUR; i.Vj.: 425,84 EUR
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.219.691,04 4.150.442,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 149.329,20 132.656,59
4.369.020,24 4.283.098,71
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.530.670,03 5.666.968,61
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.186.200,38 1.127.496,61
- davon für Altersversorgung: 69.039,21 EUR; i.Vj .: 67.653,76 EUR
6.716.870,41 6.794.465,22
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 645.450,34 814.137,45
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.466.587,39 4.318.389,48
- davon aus der Währungsumrechnung: 4.239,59 EUR; i.Vj.: 3.118,35 EUR
Ordentliches Betriebsergebnis 2.979.893,67 2.110.997,94
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.158,24 206,18
- davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: 59,56 EUR; i.Vj.: 206,18 EUR
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 69.694,24
- davon an verbundene Unternehmen:0,00 EUR; i.Vj.: 69.694,24 EUR
- davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen: 0,00 EUR; i.Vj.: 0,00 EUR
Finanzergebnis 27.158,24 -69.488,06
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -4.661,25 3.068,00
11. Ergebnis nach Steuern 3.011.713,16 2.038.441,88
12. Sonstige Steuern 8.982,84 16.996,67
13. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.002.730,32 2.021.445,21
14. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Firma der Gesellschaft lautet AnalytiChem GmbH. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Duisburg unter HRB 5644 eingetragen, Sitz der Gesellschaft ist 47167 Duisburg.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Mit notariell beurkundetem Gesellschafterbeschluss vom 2. Dezember 2022 wurde der der Name der Gesellschaft von Bernd Kraft GmbH in AnalytiChem GmbH unbenannt. Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt 150.000,00 EUR. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist nach den gesetzlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§ 267 HGB) und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren unter Berücksichtigung eines Gewinnabführungsvertrags aufgestellt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Vermögensgegenstande des Anlagevermögens werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und, soweit abnutzbar, vermindert um Abschreibungen bewertet.

Die Abschreibungen der immateriellen Vermögensgegenstande des Anlagevermögens und Sachanlagen erfolgen planmäßig entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern entsprechen den Nutzungsdauern gemäß den amtlichen Abschreibungstabellen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten in Ansatz gebracht. Diese enthalten auch Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktionsbezogene Verwaltungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Sofern der dem Vermögensgegenstand am Bilanzstichtag beizulegende Wert niedriger ist, wird dieser angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstande werden mit dem Nennwert oder mit dem durch Wertberichtigungen geminderten Wert angesetzt. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigung von Forderungen erfolgt unternehmensindividuell mit 1% der nicht einzelwertberichtigten Forderungen.

Die Bewertung des Kassenbestandes und der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die aktive Rechnungsabgrenzung enthält Ausgaben aus der Zeit vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Bei der Bildung der Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung künftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Steuerrückstellungen beinhalten grundsätzlich die das Geschäftsjahr 2023 und frühere Geschäftsjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem, ihrer Restlaufzeit entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenstanden, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden latente Steuern berechnet. Als Steuersatz wird der voraussichtlich gültige unternehmensindividuelle Steuersatz von 35,0 % angewendet, der sich aus den Prozentsätzen der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags sowie der Gewerbesteuer zusammensetzt. Soweit sich aus dem Saldo von passiven und aktiven latenten Steuern insgesamt ein Aktiv- überhang ergibt, wird gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf den Ansatz von latenten Steuern verzichtet. Die latenten Steuern werden aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaft bei der Organträgerin, AnalytiChem Holding GmbH, Frankfurt am Main, dargestellt.

Beträge, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten sind für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag gebildet, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

historische Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.1.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.374.230,06 18.180,00 0,00 0,00 2.392.410,06
2.374.230,06 18.180,00 0,00 0,00 2.392.410,06
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.728.628,53 1.215,61 0,00 0,00 5.729.844,14
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.986.959,99 147.816,53 79.101,22 0,00 3.055.675,30
8.715.588,52 149.032,14 79.101,22 0,00 8.785.519,44
11.089.818,58 167.212,14 79.101,22 0,00 11.177.929,50
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.956.929,91 264.270,45 0,00 0,00 2.221.200,36
1.956.929,91 264.270,45 0,00 0,00 2.221.200,36
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.476.984,28 119.185,61 0,00 0,00 2.596.169,89
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.084.299,14 261.994,28 77.703,72 0,00 2.268.589,70
4.561.283,42 381.179,89 77.703,72 0,00 4.864.759,59
6.518.213,33 645.450,34 77.703,72 0,00 7.085.959,95
Restbuchwerte 1.1.2023 Zugänge Abgänge Zu- bzw. Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 417.300,15 18.180,80 0,00 264.270,45 171.210,50
417.300,15 18.180,80 0,00 264.270,45 171.210,50
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.251.644,25 1.215,61 0,00 119.185,61 3.133.674,25
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 902.660,85 147.816,53 79.101,22 184.290,56 787.085,60
4.154.305,10 149.032,14 79.101,22 303.476,17 3.920.759,85
4.571.605,25 167.212,94 79.101,22 567.746,62 4.091.970,35

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.331.669,74 2.533.819,22
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.141.429,75 110.374,10
Sonstige Vermögensgegenstände 20.345,40 306.913,89
4.493.444,89 2.951.107,21
Restlaufzeiten von mehr als einem bis zu fünf Jahren
Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00
4.493.444,89 0,00

(3) Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich i.H.v. 99.331,07 EUR (i.Vj.: 110.374,10 EUR) gleichzeitig um Forderungen aus Lieferungen aus Leistungen. In Höhe von 2.042.098,68 EUR (i.Vj.: 0,00 EUR) handelt es sich gleichzeitig um Forderungen gegen Gesellschafter.

(4) Sonstige Vermögensgegenstände

Beträge für Vermögensgegenstände, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, werden nicht ausgewiesen.

(5) Andere Gewinnrücklagen

Die anderen Gewinnrücklagen entfallen unverändert auf den Nennbetrag der im Jahr 2008 erworbenen eigenen Anteile in Höhe von 63.000,00 EUR sowie auf Auflösungen von Altersteilzeitrückstellungen in Höhe von 7.795,00 EUR im Rahmen der Ansatz- und Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

(6) Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Personalverpflichtungen 825.045,29 788.106,63
Garantie- und Kulanzleistungen 11.862,00 14.564,00
Übrige 205.814,14 89.743,17
1.042.721,43 892.413,80

(7) Restlaufzeiten und Besicherungen der Verbindlichkeiten

Zum Bilanzstichtag hatten die Verbindlichkeiten folgende Restlaufzeiten:

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
Restlaufzeiten bis zu einem Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 468.441,38 795.126,57
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.292.450,93 2.523.982,03
Sonstige Verbindlichkeiten 248.588,40 247.479,27
4.009.480,71 3.566.587,87

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen teilweise branchenübliche Eigentumsvorbehalte. Die anderen Verbindlichkeiten sind ungesichert.

(8) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich i.H.v. 289.720,61 EUR (i.Vj.: 207.731,60 EUR) gleichzeitig um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In Höhe von 3.002.730,32 EUR (i.Vj.: 2.316.250,43 EUR) handelt es sich gleichzeitig um Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

(9) Sonstige Verbindlichkeiten

Beträge für Verbindlichkeiten, die erst nach dem Abschlussstichtag rechtlich entstehen, werden nicht ausgewiesen.

(10) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Miet- und Leasingverträgen i.H.v. 370 TEUR (i.Vj.: 470 TEUR).

V. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

(11) Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende periodenfremde Erträge enthalten:

2023 2022
EUR EUR
Gewinne aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,00 4.699,50
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen 4.347,70 69.709,44
4.347,70 74.408,94

(12) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Vorfälligkeitsentgelten i.H.v. 0,00 EUR (i.Vj.: 0,00 EUR) enthalten.

(13) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen der Weiterbelastung von anteiligen Konzernabschlusskosten der Konzernmutter aus Vorjahren i.H.v. 200.292,60 EUR (i.Vj.: 5.537,14 EUR) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

(14) Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.

(15) Angaben zur Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 121 (i.Vj.: 123) Personen (ohne Auszubildende und Geschäftsführer) beschäftigt. Davon waren 50 (i.Vj.: 53) Lohnempfänger und 71 (i.Vj.:70) Angestellte.

(16) Angaben zu den Mitgliedern der Geschäftsführung, ihren Bezügen und Vorschüssen und Krediten an Organmitglieder

Die Gesellschaft wird bzw. wurde durch folgende Geschäftsführer vertreten:

Frank Fürst, Wesel, Geschäftsführer Operations

Timo Roßhoff, Moers, Geschäftsführer Finance & Commercial

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wurde die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

(17) Mutterunternehmen

Das Mutterunternehmen der Gesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Konsolidierungskreis aufstellt, ist die AnalytiChem Investment GmbH, Eschborn. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Elektronischen Bundesanzeiger (Frankfurt am Main, HRB 120769).

(18) Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Im Monat Februar 2024 wurden die Liegenschaften Stempelstraße 6 und Theodor- Heuss-Straße 127 in 47167 Duisburg an eine Immobiliengesellschaft verkauft. Die Liegenschaften wurden, durch die Gesellschaft, über einen langfristigen Mietvertrag zurück angemietet.

Zudem wird in der Gesellschaft ein Wechsel des ERP-System forciert. Im Zeitpunkt der Anhangerstellung ist mit einem Systemwechsel im 3. Quartal 2024 zu rechnen.

 

Duisburg, den 8. November 2024

Frank Fürst, Geschäftsführer

Timo Roßhoff, Geschäftsführer

1 Prüfungsauftrag

In der Gesellschafterversammlung am 4. September 2023 der

AnalytiChem Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Duisburg,

- im Folgenden auch kurz "AnalytiChem GmbH" oder "Gesellschaft" genannt -

sind wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 gewählt worden. Die gesetzlichen Vertreter haben uns demzufolge den Auftrag erteilt, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht zu prüfen.

Dem Auftrag liegen die als Anlage 2 beigefügten Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüferinnen, Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Unsere Haftung richtet sich nach Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen. Im Verhältnis zu Dritten sind Nr. 1 Abs. 2 und Nr. 9 der Allgemeinen Auftragsbedingungen maßgebend.

2 Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AnalytiChem GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AnalytiChem GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AnalytiChem GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Böhm, Wirtschaftsprüferin

gez. But, Wirtschaftsprüfer

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