TSTx UG (haftungsbeschränkt)
Selbe AdresseGroßhandel mit Textilien
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Nimtz seit 27.10.2025 | Geschäftsführer |
Torsten Matthäus Stuhler seit 10.12.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Dynamit Nobel GmbHTroisdorfJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022Geschäftstätigkeit Nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 17. August 2005 hatte die bis dahin inaktive Dynamit Nobel GmbH, Troisdorf, mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 Teile des Vermögens der Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik, Leverkusen (DNES), nämlich den Teilbetrieb Legacy Business, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung gemäß §§ 123 Abs. 2 Nr. 1, 124 ff. UmwG übernommen. Die Abspaltung ist am 20. September 2005 vollzogen worden. Der Teilbetrieb Legacy Business umfasst im Wesentlichen die nicht industriellen Aktivitäten des früheren Geschäftsfelds Sprengmittel der ehemaligen Dynamit Nobel AG. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Standortdienstleistungen, Grundstücks- und Beteiligungsverwaltung sowie um die Abwicklung der verschiedenen Transaktionen, mit denen die Sprengmittelaktivitäten zwischen 2001 und 2004 an verschiedene Dritte veräußert worden sind. Die Dynamit Nobel GmbH ist ein Konzernunternehmen der Albemarle Corporation, Charlotte, North Carolina, USA. Rechtliches und wirtschaftliches Umfeld Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst vor allem die Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz sowie die Erbringung von Standort- und sonstigen Dienstleistungen an Standorten, deren Betrieb den Vorschriften über explosions- oder sonst gefährliche Stoffe unterliegt, und zwar ausschließlich in Deutschland. Zum Bilanzstichtag sind dies im Wesentlichen die Standorte Troisdorf und Stadeln. Standorte, an denen explosions- oder sonst gefährliche Stoffe hergestellt oder gelagert werden, sind aufgrund der spezifischen Anforderungen der Mieter, darunter vor allem Hersteller von Sprengstoffen, Zündmitteln und Munition, und der besonderen gesetzlichen Bestimmungen, die für solche Standorte gelten, vom allgemeinen Markt für die Vermietung von gewerblichen Immobilien abgekoppelt. Die Vermietung an Personen, die nicht mit explosions- oder sonst gefährlichen Stoffe umgehen, ist an solchen Standorten in aller Rege!l unzulässig. Zudem sind die Miet- und Dienstleistungsverträge der Gesellschaft mit den Erwerbern der einzelnen industriellen Aktivitäten des früheren Geschäftsfelds Sprengmittel der ehemaligen Dynamit Nobel AG im Zuge der jeweiligen Transaktion langfristig ausgestaltet worden. Vor diesem Hintergrund sind die Zyklen auf dem (inländischen) Markt für die Vermietung von gewerblichen Immobilien für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft nicht von besonderer Bedeutung. Ertragslage Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von EUR 3,4 Mio und lag damit über dem Vorjahresniveau (EUR 3,3 Mio). Der Jahresüberschuss lag mit EUR 0,6 Mio deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres, welches noch einen Jahresfehlbetrag von EUR 1,3 Mio ausgewiesen hatte. Die Umsatzerlöse und das Jahresergebnis sind bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren. Insgesamt wurden aus der Grundbesitzvermietung inkl. Weiterbelastungen für Kosten und erbrachter Serviceleistungen Umsatzerlöse von EUR 3,4 Mio (Vorjahr: EUR 3,3 Mio) generiert. Die sonstigen betrieblichen Erträge von EUR 0,9 Mio (Vorjahr: EUR 1,4 Mio) betreffen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erlöse aus dem Verkauf von Anlagegenständen. Die Personalaufwendungen sind auf mit EUR 0,6 Mio auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR 0,6 Mio). Aufwendungen für die Altersvorsorge sind im Geschäftsjahr nur in geringem Umfang angefallen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Geschäftsjahr deutlich auf EUR 1,3 Mio zurückgegangen (Vorjahr: EUR 2,1 Mio). Die Zinserträge in Höhe von EUR 0,4 Mio (Vorjahr: EUR 0,3 Mio) resultieren mit EUR 0,3 Mio aus Darlehen an verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen von EUR 0,8 Mio (Vorjahr: EUR 1,5 Mio) resultieren im Wesentlichen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen. Vermögenslage Die Bilanzsumme liegt mit EUR 47,1 Mio unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 48,7 Mio). Dieser Rückgang resultiert vor allem aus geringeren Forderungen gegen Dritte. Das Anlagevermögen liegt mit EUR 10,7 Mio unter dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR 11,5 Mio). Dies resultiert daraus, dass die Ersatzinvestitionen mit TEUR 2 deutlich unter dem Wert der Abschreibungen von EUR 0,7 Mio lagen. Das Anlagevermögen von EUR 10,7 Mio ist vollständig durch Eigenkapital (EUR 30,4 Mio) finanziert. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit EUR 25,2 Mio (Vorjahr: EUR 25,7 Mio) Forderungen gegen die Gesellschafterin ANH aus verzinslichen Darlehen und internem Cash Clearing sowie mit EUR 9,0 Mio (Vorjahr: EUR 7,5 Mio) Forderungen aus dem konzerninternen In-House Banking gegenüber einer niederländischen Schwestergesellschaft. Die Pensionsrückstellungen betragen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 19) und die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf EUR 15,7 Mio (Vorjahr: EUR 16,2 Mio). Letztere enthalten vorwiegend Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen von EUR 14,7 Mio (Vorjahr: EUR 15,3 Mio). Das Eigenkapital beträgt EUR 30,4 Mio (Vorjahr: EUR 29,8 Mio). Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 64,6% (Vorjahr: 61,1%). Finanzlage Die Finanzlage des Unternehmens ist in 2022 vor allem durch die Einbeziehung des Unternehmens in den konzerninternen Cash-Pool beeinflusst. Der Cash-Pool wird von einer niederländischen Konzernobergesellschaft geführt und ist in das Inhouse-Banking des Albemarle-Konzerns integriert. Über ein Konto bei der in Luxembourg angesiedelten J.P. Morgan Asset Management (Europe) S.à r.l wird der gesamte ein- und ausgehende Zahlungsverkehr der Dynamit Nobel GmbH abgewickelt und als kurzfristige interne Forderung/Verbindlichkeit mit der niederländischen Konzernobergesellschaft in der Bilanz dargestellt. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft rund TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 184 Mio) in Sachanlagen investiert. Die Investitionen liegen damit deutlich unter den Abschreibungen in diesem Bereich. Beschaffung Die Gesellschaft ist im Rahmen der von ihr zu erbringenden Standortdienstleistungen an einigen Standorten für die Beschaffung von Energie und Wasser sowie der Ableitung von Abwässern verantwortlich. Forschung und Entwicklung Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind nicht Gegenstand der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und wurden im Berichtsjahr nicht durchgeführt. Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente Das Tochterunternehmen Metalon Environmental Management & Solutions GmbH (Metalon), Frankfurt am Main, verwaltet eigenen Grundbesitz, eigenes Vermögen und Pensionsverpflichtungen. Das Vermögen der Gesellschaften besteht unverändert fast ausschließlich aus verzinslichen Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Hinsichtlich der Beteiligung Metalon besteht das Risiko einer Wertminderung vor allem in Abhängigkeit davon, ob und in welchem Umfang Sanierungsmaßnahmen an dem ehemaligen Produktionsstandort in Liebenau/Weser durchzuführen sind. Die Metalon hat von der Rockwood Specialties Group GmbH das Altlasten- und Umweltmanagement in Bezug auf ehemalige Produktions-, Deponie- oder Lagerflächen einschließlich der Entwicklung von Konzepten und Durchführung von Maßnahmen zur Sanierung, Rekultivierung oder sonstigen Entwicklung solcher Flächen übernommen. Zu diesem Zweck wurden konzernintern u.a. die Umwelthaftungen der Rockwood Specialties Group GmbH hauptsächlich aus früheren Aktivitäten der Dynamit Nobel AG auf Metalon übertragen; dazu gehört auch eine etwaige Umwelthaftung hinsichtlich des ehemaligen Produktionsstandortes in Liebenau/Weser. Hinsichtlich eines Teils des ehemaligen Produktionsstandortes in Liebenau/Weser hat der Landkreis Nienburg/Weser mit noch an die Rockwood Specialties Group GmbH gerichtetem Schreiben vom 08. April 2009 die Durchführung einer Sanierungsuntersuchung im Hinblick auf die Vorlage eines erforderlichen Sanierungsplans gem. § 13 Abs. 1 i. V. m. § 4 Abs. 3 BBodSchG angeordnet. Hintergrund sind Grundwasserverunreinigungen mit leichtflüchtigen halogenierten Kohlenwasserstoffen und sprengstofftypischen Verbindungen im Bereich des früheren sog. Sprenglochs. Dort hatte eine Rechtsvorgängerin der 2004 auf die Rockwood Specialties Group GmbH verschmolzenen Dynamit Nobel AG, die Gesellschaft mit beschränkter Haftung zur Verwertung chemischer Erzeugnisse (VerwertChemie), eine Raketensprengkopffertigung betrieben. Die Frage der Verursachung ist zwischen dem Landkreis und der Rockwood Specialties Group GmbH streitig. Gegen die vorgenannte Anordnung hat die Rockwood Specialties Group GmbH durch Schreiben vom 07. Mai 2009 Widerspruch eingelegt. In der Folge hat sich die Metalorı bereit erklärt, sich hälftig an den Kosten einer Sanierungsuntersuchung zu beteiligen, die andere Hälfte wird von der Grundstückseigentümerin getragen. Mit Rücksicht hierauf ist das Widerspruchsverfahren zunächst ausgesetzt worden. Der Verständigung auf eine Kostenbeteiligung lag eine Äußerung der zuständigen Behörde zugrunde, wonach eine Verfüllung des Sprenglochs mit Abdeckung gegen den Eintrag von Niederschlagswasser als Sanierungsmaßnahme ausreichend sei. Die Kosten hierfür waren von dem Haftpflichtversicherer der damaligen VerwertChemie auf etwa EUR 0,3 Mio geschätzt worden. Nach den zwischenzeitlich vorliegenden Untersuchungsergebnissen muss jedoch als offen bezeichnet werden, ob eine Verfüllung tatsächlich eine geeignete Sanierungsmaßnahme ist. Eine abschließende gutachterliche Bewertung dazu, ob und in welchem Umfang Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind, steht aus. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit EUR 25 Mio ein verzinsliches Darlehen gegen die Gesellschafterin Albemarle New Holding GmbH, Frankfurt am Main und mit EUR 9,0 Mio ein Guthaben aus dem konzerninternen Inhouse-Banking gegenüber einer niederländischen Schwestergesellschaft. Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Forderungen im Wert gemindert sind. Derivative Finanzinstrumente werden bei der Dynamit Nobel GmbH nicht eingesetzt. Die gesamte Geschäftstätigkeit der Gesellschaft findet zudem im Inland statt. Einziges Risiko ist die Einbringlichkeit offener Forderungen aus den regelmäßigen Fakturierungen. Aufgrund des engen Kontakts zu den Mietern kommt es nur sehr selten dazu, dass Weiterbelastungen nicht durchgesetzt werden können. Ausblick, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 werden Umsatzerlöse mit rd. EUR 3,4 Mio auf dem Niveau des Jahres 2022 liegen. Iim Falle einer möglichen Veräußerung des Standorts Stadeln und/oder Troisdorf in 2023 würden die Umsatzerlöse signifikant zurückgehen. Das Ergebnis 2023 würde wesentlich durch die Höhe eines Veräußerungsgewinns beeinflusst werden. Hinsichtlich Art und Umfang weiterer Maßnahmen zum Schutz des Grundwassers im Abstrom des Standortes Troisdorf sieht der zuständige Rhein-Sieg-Kreis nach Prüfung des fachgutachterlichen Konzeptentwurfs vom 30.05.2012 eine Abstromsicherung (im Hinblick auf die besonders schutzwürdige Trinkwasserförderung) als derzeit ausreichend an. Ursächlich sind seit Jahren bekannte Bodenverunreinigungen durch Quecksilber (ll)-chlorid, die vermutlich durch eine zwischen 1887 und 1917 betriebene Anlage zur Herstellung von Knallquecksilber hervorgerufen wurden. Die seit über 20 Jahren betriebene hydraulische Abstromsicherung (bislang vorrangig für leichtflüchtige chlorierte Kohlenwasserstoffe) wird daher mit Anpassungen fortgeführt. Die entsprechenden öffentlich-rechtlichen Genehmigungen durch den Rhein- Sieg-Kreis zur Abwasserentnahme sowie die Bezirksregierung Köln für die Einleitung der geförderten, vorbehandelten Abwässer in die Sieg sind erteilt worden. Die Kosten für die zu erwartenden Maßnahmen wurden von der Gesellschaft bewertet und zurückgestellt. Aus heutiger Sicht kann nicht ausgeschlossen werden, dass bisher nicht bekannte Umweltrisiken hinsichtlich der erworbenen Standorte bestehen. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.
Troisdorf, den 26. April 2023 Dynamit Nobel GmbH Die Geschäftsführer Rolf
Laumann
Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnungfür das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31- Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20221. Allgemeine Angaben Die Dynamit Nobel GmbH ist eine beim Amtsgericht Siegburg Unter der Registernummer HR B 3837 eingetragene GmbH mit Sitz in der Kaiserstraße 3, 53840 Troisdorf. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der Dynamit Nobel GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt worden. Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den §§ 266 und 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Größenabhängige Erleichterungen gemäß § 288 Abs. 2 HGB wurden in Anspruch genommen. Nach Maßgabe des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 17. August 2005 hat die bis dahin inaktive Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2005 Teile des Vermögens der Dynamit Nobel GmbH Explosivstoff- und Systemtechnik, Leverkusen, nämlich den Teilbetrieb Legacy Business, als Gesamtheit im Wege der Umwandlung durch Abspaltung gemäß §§ 123 Abs. 2 Nr. 1, 124 ff. UmwG übernommen. Die Abspaltung ist am 20. September 2005 vollzogen worden. Der Teilbetrieb Legacy Business umfasst im Wesentlichen die nicht industriellen Aktivitäten des früheren Geschäftsfelds Sprengmittel der ehemaligen Dynamit Nobel AG. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Standortdienstleistungen, Grundstücks- und Beteiligungsverwaltung sowie um die Abwicklung der verschiedenen Transaktionen, mit denen die Sprengmittelaktivitäten zwischen 2001 und 2004 an verschiedene Dritte veräußert worden sind. Am Bilanzstichtag sind am Stammkapital der Gesellschaft beteiligt die Albemarle New Holding GmbH, Frankfurt am Main ("ANH"), mit 94 % sowie die dynaRENT Altersversorgungs-GmbH, Troisdorf, mit 6 %. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung der einzelnen Posten erfolgt auf Basis der allgemeinen Bestimmungen gemäß §§ 246 bis 256a HGB sowie der speziellen Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß §§ 264 bis 277 HGB. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgeblich: Die entgeltlich von Dritten erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die im Berichtszeitraum zugegangenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zeitanteilig nach der linearen Methode abgeschrieben worden. Software wird innerhalb von drei bis fünf (mit Wartungsvertrag) Jahren abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsindividuelle Nutzungsdauer oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. In den Herstellungskosten sind neben den direkt zurechenbaren Kosten angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten enthalten. Geringwertige Wirtschaftsgüter (Anschaffungswert bis EUR 150) werden im Zugangsjahr gem. § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von mehr als EUR 150 bis EUR 1.000 werden in einem Sammelposten geführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Das bewegliche und unbewegliche Anlagevermögen wird grundsätzlich linear, in Teilen aber auch degressiv, abgeschrieben. Bei degressiven Abschreibungen erfolgt ein planmäßiger Übergang auf lineare Abschreibungen, falls diese zu höheren Abschreibungen führen. Die Nutzungsdauer wurde auf Basis der wirtschaftlichen Abnutzung und in Anlehnung an die steuerlichen AfA-Tabellen wie folgt festgelegt:
Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Entfallen die Gründe für die Wertminderung in den Folgejahren, so erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Zum Bilanzstichtag liegen keine Wertminderungen vor. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der beizulegende Wert wird auf Basis zukünftiger Ertragsplanungen im Rahmen einer vereinfachten Unternehmensbewertung ermittelt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung. Bei einer voraussichtlich nur vorübergehenden Wertminderung wird, in Nichtausübung des Wahlrechts gem. § 253 Abs. 3 HGB, der Beteiligungsbuchwert beibehalten. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten oder zu den niedrigeren Wiederbeschaffungskosten angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten angesetzt worden. Spezifischen Risiken sowie dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch entsprechende Einzelbzw. Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Latente Steuern werden für Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten mit einem Steuersatz von unverändert 33,3 % ermittelt, sofern sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder umkehren und sich daraus Steuerbelastungen oder -entlastungen ergeben. Darüber hinaus sind steuerliche Verlustvorträge vorhanden. Bei der Bewertung der latenten Steuern wird der kombinierte Ertragsteuersatz von 33,3% zu Grunde gelegt. Dieser enthält neben der Körperschaftsteuer von 15,0 % und dem darauf zu entrichtenden Solidaritätszuschlag von 5,5 % den durchschnittlichen Gewerbesteuersatz in Höhe von 17,5 %. Nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern ergibt sich - wie bereits im Vorjahr - ein Steueranspruch, der im Wesentlichen aus Bewertungsunterschieden bei Rückstellungen resultiert und nicht bilanziert wird. Die Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (projected unit credit method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Die Pensionsverpflichtungen werden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren, also 1,78% (Vorjahr: 1,87 %) p.a. abgezinst. Infolge des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften werden die Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2021 mit dem 10-Jahres Durchschnittszins abgezinst. Bei Anwendung des 7-Jahres Durchschnittszinssatzes von 1,44 % hätte sich zum 31. Dezember 2022 eine um TEUR 1,0 höhere Rückstellung ergeben. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Die angenommene Gehaltssteigerung beträgt 3,5 % p.a. (Vorjahr: 3,0 %) und die Rentensteigerung liegt bei 2,2 % p.a. (Vorjahr: 1,75 %) Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den Heubeck'schen Sterbetafeln 2018G. Es wird keine Fluktuation erwartet. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und ungewisse Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Die Jubiläumsverpflichtungen werden für die Berechnung der entsprechenden Rückstellungen mit einem durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre für eine Restlaufzeit von 15 Jahren (Ausübung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 S. 2 HGB) von 1,44 % p.a. (Vorjahr: 1,35 % p.a.) abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022 einschließlich der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel in der Anlage 1 zum Anhang verwiesen. Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB ist in Anlage 2 zum Anhang enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Darlehensforderung in Höhe von TEUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 25.000) haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 34.182 (Vorjahr: TEUR 32.697) betreffen Forderungen gegen die Gesellschafterin Albemarle New Holding GmbH aus verzinslichen Darlehen TEUR 25.000 (Vorjahr TEUR 25.000) sowie daraus aufgelaufenen Zinsen TEUR 170 (Vorjahr: TEUR 668). Weiter sind Forderungen aus dem Inhouse-Banking von TEUR 9.009 (Vorjahr: TEUR 7.513) gegenüber einem niederländischen Konzernunternehmen in dieser Position enthalten. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten mit TEUR 280 (Vorjahr: TEUR 473) im Geschäftsjahr erfolgte Vorauszahlungen für Ertragsteuern an inländische Finanzbehörden. Eigenkapital Die Gesellschafterin hat am 24. September 2012 durch eine Bareinlage die Kapitalrücklage um TEUR 30.000 auf TEUR 39.557 erhöht. Die zuvor bestehende Kapitalrücklage von TEUR 9.557 resultiert aus einer Einlage der Gesellschafterin aus dem Jahre 2005. Die Gewinnrücklagen i.S.d § 266 Adbs. 3 A. III. 4. HGB enthalten den Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Altersteilzeitrückstellung am 1. Januar 2010. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 1 (Vorjahr: TEUR2) und beinhaltet den Unterschiedsbetrag, der sich aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem 10-Jahres- und dem 7-Jahres Durchschnittszinssatz ergibt. Sonstige Rückstellungen Die wesentlichen Posten der sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Umweltschutzmaßnahmen (TEUR 14.665; Vorjahr: TEUR 15.258), Rückstellungen für Personalaufwendungen (TEUR 43; Vorjahr: TEUR 70) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 460). Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr sämtlich innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8). Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestehen weder Haftungsverhältnisse im Sinne des § 251 HGB noch sonstige finanzielle Verpflichtungen im Sinne des § 285 Abs. 3 HGB. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt und resultieren aus Miet- und Pachteinnahmen (TEUR 1.640; Vorjahr: TEUR 1.791) und aus der Weiterbelastung von Mietnebenkosten (TEUR 1.734; Vorjahr: TEUR 1.543). Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten vor allem (periodenfremde) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 877; Vorjahr: Versicherungserstattungen und der Liquidation sowie Verkäufen ausländischer Beteiligungen TEUR 862). Weiter sind in der Position mit TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 538) Erlöse aus dem Verkauf von Anlagegegenständen enthalten. Personalaufwand Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 21). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die wesentlichen Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen für Reparaturen und Wartungen (TEUR 69; Vorjahr: TEUR 185), Versicherungsprämien TEUR 541 (Vorjahr: TEUR 468) sowie sonstige Fremdleistungen TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 535) und im Vorjahr Aufwendungen für die Anpassung von Rückstellungen für die Umweltsanierung TEUR 404. Zinserträge und Zinsaufwendungen Die Zinserträge entfallen mit TEUR 361 (Vorjahr: TEUR 303) auf verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 712 (Vorjahr: TEUR 1.536) die Aufzinsung langfristiger Rückstellungen, davon TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) für Pensionsrückstellungen 5. Sonstige Angaben Mitarbeiter Es wurden durchschnittlich 5 (Vorjahr: 5) Mitarbeiter beschäftigt. Geschäftsführung Herr Rolf Laumann Herr Mario Petry Die Geschäftsführer haben im Berichtsjahr von der Gesellschaft keine Bezüge für ihre Tätigkeit erhalten. Einbeziehung in Konzernabschluss Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Albemarle Corporation, Charlotte, North Carolina, USA, einbezogen, das den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA offengelegt und ist über die Internetseite www.albemarle.com erhältlich Die Dynamit Nobel GmbH ist gemäß § 293 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Bilanzstichtag Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind.
Troisdorf, den 26. April 2023 Dynamit
Nobel GmbH
Rolf
Laumann
Entwicklung des Anlagevermögens
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 31. Dezember 2022
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