Pinguin -
System GmbH
Dornburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
I.
Grundlagen des Unternehmens
Geschäftsmodell des Unternehmens Unser
Geschäftsmodell umfasst die Instandsetzung von
Gebäudeschäden nach einmalig auftretenden
Schadensereignissen durch Wasser, Feuer, Sturm oder Hagel.
Dabei ist insbesondere die Ortung von Undichtigkeiten an
Gebäuden und Anlagen, die Ortung energetischer
Schäden, die technische Gebäudetrockung, die
Sanierung und Instandsetzung sowie Reinigung an
Gebäuden und Hausräten, hervorzuheben.
Unsere Kunden sind Eigentümer von Immobilien
jeder Größenordnung. Die Auftragsvermittlung
erfolgt im Wesentlichen durch unsere Vertragspartner.
Zusätzlich wird sie auch durch unseren
Bekanntheitsgrad beeinflusst. Bei unseren Vertragspartnern
handelt es sich überwiegend um etablierte
Versicherungen, Hausverwaltungen sowie
Gebäudegenossenschaften. Hinzukommen
Planungsbüros, Bauträger, die öffentliche
Hand und die Abwicklung von Aufträgen aus dem
Handwerkernetz innerhalb der ALBAG Gruppe.
Die Gesellschaft betreibt Niederlassungen in Dornburg
(Hauptniederlassung), Frankfurt, Gießen, Kassel,
Thale, Hannover, Vechta, Witten sowie Köln.
II.
Wirtschaftsbericht
1.
Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene
RahmenbedingungenDie gesamte Branche entwickelt sich
immer weiter in einen Spezialisierungsmarkt hinein. Die
Abwicklung der Schäden wird seitens der
auftraggebenden Versicherer stärker vereinheitlicht.
Des Weiteren tendieren große Immobilienverwaltungen
vermehrt zu einem gesteuerten Schadenmanagement. Schlanke
und optimierte Prozesse im Schadenmanagement sind ein
strategisches Instrument zur nachhaltigen Steigerung der
Effizienz und somit der Wettbewerbsfähigkeit der
Gesellschaften. Die wichtigsten Prozesse sind hierbei die
Schadenaufnahme sowie die Schadenregulierung und
-abwicklung. Die einzelnen Schadenmanagementprozesse
unterliegen einer stetigen Veränderung, sodass eine
gute Organisation von großer Bedeutung ist. Die
Vorgaben der Versicherer bringen die Branche immer mehr in
einen gemeinsamen Rahmen, der für alle Partner der
Versicherer gleichlautend gilt.
Die Branche ist zum normalen Schadenaufkommen durch
Alterung der Gebäude sowie der daraus resultierenden
Schäden im Wesentlichen mit einem guten Grundstock an
Aufträgen ausgestattet. Die
Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist nicht
rein konjunkturabhängig, das heißt das
Schadengeschäft ist grundsätzlich von der
konjunkturellen Entwicklung losgelöst. Der
Großteil der eingehenden Aufträge ist auf
Witterungsbedingungen sowie höhere Gewalt
zurückzuführen.
Weist ein Wirtschaftsjahr erhöhte
Frostschäden oder Kumulschäden durch Starkregen,
Sturm oder Hagel aus, kann sich dies positiv auf den Umsatz
der Gesellschaft auswirken. Die Herausforderung der
Gesellschaft ist, kurzfristig auf Kumulereignisse durch
Ressourcen- bzw. Kapazitätsplanung reagieren zu
können.
Die Gesellschaft besetzt mit ihren Niederlassungen
wichtige Ballungszentren. Das langjährig etablierte
Filialnetz der Gesellschaft ermöglicht eine gute
Abdeckung des nahezu gesamten Bundesgebietes.
2.
GeschäftsverlaufDie Pinguin-System GmbH ist
mittelbares Tochterunternehmen der ALBAG
Dienstleistungsgesellschaft für die Wohnungswirtschaft
mbH (ALBAG) mit Sitz in Essen. Im aktuellen
Geschäftsjahr hat die ALBAG der Gesellschaft ein
Darlehen gewährt, um bestehende Verbindlichkeiten
abbauen zu können. Insgesamt hat sich die
Liquiditätslage der Pinguin-System GmbH im Vergleich
zum Vorjahr deutlich verbessert. Ein Grund dafür ist
eine verbesserte Auftragslage. Darüber hinaus wurde
der Abrechnungsprozess optimiert, welches sich positiv auf
die Zahlungseingänge der Gesellschaft auswirkt.
Die ALBAG ist im Bereich des Schaden- und
Instandhaltungsmanagements von Wohnimmobilien tätig.
Hauptsächlich wickelt sie Versicherungs- und
Instandhaltungsschäden für namhafte Unternehmen
der Versicherungs- und Immobilienwirtschaft ab. Dazu
gehört die Steuerung der kundenspezifischen regionalen
Handwerkernetze sowie die digitale Abwicklung der
Geschäftsvorfälle von der Auftragsvergabe bis hin
zur Abrechnung mit Kunden und Handwerkspartnern. Seit dem
Jahr 2019 beteiligt sich die ALBAG im Rahmen des
spezialisierten Reparaturmanagements an Sanierungs- und
Handwerksunternehmen.
Im Rahmen der Übernahme der Pinguin-System GmbH
durch die Pinguin-System PG GmbH, deren Anteile wiederum
durch die ALBAG übernommen wurde, wurde im Jahr 2022
ein Betrag i. H. v. T€ 4.400 gemäß §
272 Abs. 2 Nr. 4 HGB in die Kapitalrücklage
eingezahlt. Zusätzlich hat die ALBAG der Gesellschaft
im Geschäftsjahr 2023 ein Darlehen i. H. v. T€
500 gewährt. Ein weiteres Darlehen hat der
Darlehensgeber Pöppinghaus und Wenner GmbH
(Tochterunternehmen der ALBAG, kurz: P&W) i. H. v.
T€ 900 im Jahr 2022 zur Verfügung gestellt. Die
in den Jahren 2022 und 2023 erhaltenen Finanzmittel wurden
zur Aufrechterhaltung der Geschäftstätigkeit
verwendet, sodass der Fortbestand der Gesellschaft
weiterhin gewährleistet werden konnte bzw. auch
zukünftig gewährleistet werden kann. Darüber
hinaus wurden die von der ALBAG und P&W zur
Verfügung gestellten Darlehen zur Finanzierung der
erhöhten Auftragsmengen sowie zur Ablösung von
Kreditorenverbindlichkeiten bereitgestellt. Zu
erwähnen ist die Schließung der Niederlassung in
Leipzig zum 31.07.2023. Die prognostizierte Verbesserung
der Vermögens- Finanz- und Ertragslage hat die
Pinguin-System GmbH für das Geschäftsjahr 2023
weit übertroffen. So konnte entgegen des im
Lagebericht für das Jahr 2022 erwarteten
Jahresfehlbetrages i. H. v. T€ 1.250 bis T€ 1.750
im aktuellen Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss
i. H. v. T€ 198 erzielt werden.
Die im Lagebericht für das Jahr 2022
prognostizierte Verbesserung der Ertragslage und des
Ergebnisses konnte übertroffen werden. Die
Gesamtleistung (Summe aus Umsatzerlösen und
Bestandsveränderung) hat sich gegenüber dem Jahr
2022 um T€ 4.128 bzw. 18,1 % auf T€ 26.932
erhöht und auch das Ergebnis i. H. v. T€ 198 hat
sich im Vergleich zum Vorjahr (- T€ 2.533) deutlich
verbessert.
Während der Geschäftsverlauf des Jahres
2022 noch stark von den Auswirkungen des
Russland-Ukraine-Krieges und der damit verbundenen
Steigerung der Rohstoffpreise geprägt war, hat sich
die Situation inzwischen verbessert. Die Rohstoffpreise
sind jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.
Trotz des Ausbleibens nennenswerter Starkwetter- bzw.
Frostereignisse im aktuellen Geschäftsjahr, konnte der
Umsatz der Gesellschaft im Vergleich zum Vorjahr um T€
2.319 gesteigert werden.
Die Sanierungsbranche ist stark geprägt von
Zusammenschlüssen verschiedener Unternehmen, um
regionale und überregionale Champions zu bilden. Vor
diesem Hintergrund hat sich die Pinguin-System GmbH zu
einem strategischen Zusammenschluss mit der finanzstarken
ALBAG Unternehmensgruppe entschieden, um so die eigene
Position im Markt zu etablieren und um Synergien und
Wertsteigerungen realisieren zu können.
3.
Lage
a) ErtragslageDen größten
Ertragsbereich der Pinguin-System GmbH stellt die Sanierung
nach Wasser- und Überschwemmungsschäden, gefolgt
von der Brandschadensanierung dar.
Die Gesellschaft wurde auch im Jahr 2023 von den
Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges und dem damit
verbundenen starken Anstieg der Rohstoffpreise getroffen,
denn die höheren Aufwendungen für
Projektabwicklungen konnten auch im Geschäftsjahr 2023
aufgrund bestehender Rahmenpreisabkommen mit den
Auftragsgebern nur bedingt weiterbelastet werden. Dennoch
konnte die Ertragslage im aktuellen Jahr deutlich
verbessert werden. Ursächlich dafür sind neben
einem Anstieg der Auftragseingänge auch ein
optimiertes Projektcontrolling. Hervorzuheben hinsichtlich
der gestiegenen Auftragseingänge sind insbesondere die
Kumulschäden im Main-Taunus-Kreis im Zeitraum von
August bis September sowie die Kumulschäden im
Landkreis Limburg-Weilburg im Zeitraum von September bis
Oktober.
Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich die
Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr deutlich um
T€ 4.116 bzw. 18,0 % auf T€ 26.920. Die
Erhöhung der Gesamtleistung ist auf einen Anstieg der
Umsatzerlöse von T€ 23.687 auf T€ 26.007
sowie der Bestandsveränderung i. H. v. - T€ 883
auf T€ 926 an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
zurückzuführen. Die gestiegenen Umsatzerlöse
resultieren im Wesentlichen aus dem Anstieg der
Umsätze im Bereich Sanierung von T€ 16.000 auf
T€ 19.000.
Im Bereich der Leitungswasserschäden hat sich
der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr von T€ 18.163 auf
T€ 21.170 erhöht, während im Bereich der
Überschwemmungsschäden ein Rückgang des
Umsatzes von T€ 4.290 auf T€ 2.903 zu verzeichnen
ist. Der Umsatz der Brandsanierungsschäden ist im
Geschäftsjahr 2023 um T€ 759 auf T€ 1.785
angestiegen.
Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein
Jahresüberschuss i. H. v. T€ 44 erzielt werden,
sodass die bestehenden Aufwendungen für
Fremdleistungen, Personal und Sonstiges gedeckt werden
konnten.
Die Gesellschaft wickelt einen erheblichen Anteil
ihrer Projekte mit Subunternehmern ab. Die Abwicklung der
Projekte über Subunternehmer ist sehr kostenintensiv.
Die Materialaufwendungen erhöhten sich im
Geschäftsjahr um 8,8 % und damit unterproportional zum
Anstieg der Gesamtleistung
. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen
die unterproportionale Inanspruchnahme von
Subunternehmerleistungen (+9,6 %).Dementsprechend
reduzierte sich die Materialaufwandsquote bezogen auf die
Gesamtleistung um 4,4%-Punkte auf 51,4 %.
Das Rohergebnis verbesserte sich im
Geschäftsjahr 2023 deutlich um T€ 3.274 bzw.
31,0% auf T€ 13.846.
Die Personalaufwendungen erhöhten sich im
Geschäftsjahr 2023 trotz des Rückgangs der
durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 16 Mitarbeiter auf
208 Mitarbeiter um T€ 508 auf T€ 10.298. Die
Personalaufwandsquote bezogen auf die Gesamtleistung
reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Gesamtleistung von
42,9% auf 38,2%.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr nur um
T€ 176 (6,2 %) auf T€ 3.027. Die Erhöhung
resultiert vorwiegend aus gestiegenen Aufwendungen für
Miete und Mietnebenkosten für
Geschäftsräume(T€ 74), Hard- und
Softwarekosten (T€ 51), Rechts- und Beratungskosten
(T€ 46), Fortbildungskosten (T€ 34) sowie
Werbekosten (T€ 24) bei gleichzeitigem Rückgang
der Rechts- und Beratungskosten (T€ 95) sowie der Kfz-
Kosten (T€ 50).
Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem
Vorjahr um T€ 33 auf T€ - 77 verbessert. Durch
die im Geschäftsjahr vorgenommenen Neufinanzierungen
durch verbundene Unternehmen konnte die Zinsbelastung
gegenüber dem Vorjahr reduziert werden.
Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 ein
positives Ergebnis in Höhe von T€ 44 (Vorjahr: -
T€ 2.533).
b) Finanzlage
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet,
Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfristen zu
begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu
vereinnahmen sowie eine ausreichende Liquidität der
Gesellschaft sicher zu stellen.
In Zusammenarbeit mit der ALBAG wurden diverse
Projekte zur Förderung der Wirtschaftlichkeit
durchgeführt. Diese beinhalten vor allem
Prozessoptimierungen in der Auftragsabwicklung, um die
Durchlaufzeiten der Aufträge effektiv zu
verkürzen und zeitnah Erlöse zu generieren. Damit
wird das gebundene Kapital in der Gesellschaft verringert
und die finanzielle Handlungsfähigkeit gestärkt.
Die Entwicklung der Gesellschaft war durch das
positive operative Ergebnis des Geschäftsjahres 2023
beeinflusst.
Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 verfügte die
Pinguin-System GmbH über keine Kreditlinien.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
erhöhen sich um T€ 34 auf T€ 2.661 und
betragen 32,55 % (Vorjahr: 35,48 %) der Bilanzsumme.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit des Jahres 2023beläuft
sich auf-T€ 213 (Vorjahr: - T€ 671).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
verringerte sich von T€ - 195 um T€ 159 auf
T€ - 354.
Die Finanzierung der Investitionen erfolgte
vorwiegend durch Kreditneuaufnahmen bei verbundenen
Unternehmen. Insgesamt betragen die Einzahlungen im
Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit T€
500. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat
sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 502 auf T€
371 erhöht. Zahlungsmittelabflüsse erfolgten im
Zusammenhang mit der Tilgung von Darlehen (T€ 47)
sowie mit den Zinszahlungen (T€ 83).
c) Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich um T€
759 auf T€ 8.165 zum Bilanzstichtag 2023 erhöht.
Die Vermögenslage der Gesellschaft ist durch den
Anstieg der Vorräte (T€ 458) und der liquiden
Mittel (T€ 230) geprägt.
Auf der Passivseite stiegen im Wesentlichen die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um
T€ 718. Dagegen sind die sonstigen Verbindlichkeiten
um T€ 565 gesunken. Das Eigenkapital hat sich zum
Stichtag 31.12.2023 insgesamt aufgrund des
Jahresüberschusses um T€ 44 erhöht.
Insgesamt ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital
in Höhe von T€ 565.
4.
Finanzielle LeistungsindikatorenWir ziehen für
unsere interne Unternehmenssteuerung die Entwicklung der
Gesamtleistung, das Betriebsergebnis,
Rentabilitätskennzahlen sowie Kennzahlen der aktiven
Projekte und den Cashflow heran.
Zusätzlich werden unterjährig
Abschlüsse erstellt, um mit Hilfe von monatlichen
betriebswirtschaftlichen Auswertungen die Ergebnisse der
einzelnen Niederlassungen zu kontrollieren und zu steuern.
Aufgrund dessen kann die Gesellschaft frühzeitig
Fehlentwicklungen erkennen und Maßnahmen zur
Gegensteuerung ergreifen.
Im Jahr 2023 erhöhte sich der EBIT um T€
2.521 auf T€ 122. Die Gesamtleistung stieg um
insgesamt 18,0 % gegenüber dem Vorjahr. Die
Gesamtleistung pro Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2023
beträgt T€ 129 (Vorjahr: T€ 100).
III.
Chancen- und Risikobericht
1.
Risikobericht
a) Gesamteinschätzung Risiken
Die Liquiditätssituation der Gesellschaft hat
sich im aktuellen Geschäftsjahr deutlich verbessert.
Dennoch ist die stetige Verbesserung der Liquidität
weiterhin Kernaufgabe für die nachfolgenden
Geschäftsjahre. Nach wie vor ist die Sicherung der
Liquidität aufgrund der finanzstarken
Muttergesellschaft jederzeit gewährleistet.
Unsere Branche ist zum normalen Schadensaufkommen
durch Alterung der Gebäude sowie der daraus
resultierenden Schäden mit einem guten Grundstock an
Aufträgen ausgestattet. Fehlen in einem Jahr
Frostschäden, Kumulschäden durch Starkregen,
Sturm oder Hagel, dann können Schwankungen in den
Umsatz- und Ergebnispositionen entstehen. Eine zu geringe
Abdeckung von geografischen Gebieten spielt dabei
zusätzlich eine entscheidende Rolle.
Die für die Gesellschaft tätigen
Nachunternehmer, die einen großen Teil der
Schäden abwickeln, bilden einen sehr wichtigen
Erfolgsfaktor. Ein Risiko liegt darin, dass die
Gesellschaft nicht im notwendigen Umfang auf die Ressource
Nachunternehmer zurückgreifen kann. Um diesem Risiko
gegenzusteuern bedient sich die Pinguin-System GmbH dem
Handwerkernetzwerk der ALBAG.
b) Liquiditätsrisiken
Bei vorhandenen Verbindlichkeiten besteht bei
Verschlechterung der Ertragslage grundsätzlich ein
Liquiditätsrisiko.
Als Risiko sind insbesondere die bei
Kumulschäden eintretenden Zahlungsverschleppungen
durch temporäre Überlastung unserer Auftraggeber
zu nennen.
Entwicklungen und Turbulenzen an Finanzmärkten
sind teils sofort, aber eher in geringem Ausmaß zu
spüren. Konjunkturelle Entwicklungen zählen
ebenfalls unterschwellig zu Risiken.
Aufgrund der Zuführung von Eigenkapital durch
das Mutterunternehmen hat sich die Liquiditäts- und
Eigenkapitalsituation des Unternehmens deutlich verbessert.
Nichtsdestotrotz ist im Rahmen der Sanierung der
Gesellschaft insbesondere das Liquiditätsmanagement
die zentrale Herausforderung der nächsten
Geschäftsjahre. Durch die Zugehörigkeit zur ALBAG
ist die Fortführung des Unternehmens
gewährleistet.
c) Personalrisiken
Die Mitarbeiter der Pinguin-System GmbH bilden einen
sehr wichtigen Erfolgsfaktor im Unternehmen. Die
Pinguin-System GmbH beschäftigte im Jahr 2023
durchschnittlich 208 Mitarbeiter an neun Standorten
deutschlandweit. Die Bruttolohnsumme betrug T€ 8.235
€.
Das zukünftige Wachstum wird maßgeblich
von der Innovationskraft der Gesellschaft beeinflusst.
Hierbei sind insbesondere die Kompetenz und das Engagement
der Mitarbeiter in allen Bereichen des Unternehmens
für den Erfolg entscheidend. Die für die
Gesellschaft relevanten Handwerksbereiche sind
gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb um qualifizierte
Fachkräfte sowie die Herausforderung in den Regionen
der Standorte als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu
werden. Risiken bestehen insoweit, als die personellen
Ressourcen in entsprechendem Umfang, am richtigen Ort, zum
richtigen Zeitpunkt im Rahmen des Personalbedarfs
vorgehalten werden müssen bzw. die entsprechenden
Kapazitäten an Nachunternehmern verfügbar sein
müssen. Die vorhandenen Personalkapazitäten
werden grundsätzlich so ausgestaltet, dass auch bei
unvorhergesehenen Ausfällen von Mitarbeitern die
Aufrechterhaltung der erforderlichen Arbeitsabläufe
jederzeit gewährleistet werden kann. Definierte
Vertretungsregelungen gewährleisten damit die
Sicherstellung der Geschäftsabläufe und
Entscheidungsprozesse.
Der demografische Wandel und die Auswirkungen auf die
Belegschaftsstruktur werden von der Pinguin-System GmbH
systematisch betrachtet. Zu beobachten ist eine
Dynamisierung der Alterskurve und damit verbunden ein
steigendes Durchschnittsalter in der Belegschaft. Um diesem
Trend entgegenzuwirken und im zunehmenden Wettbewerb
bestehen zu können, werden die materiellen und
immateriellen Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmer
kontinuierlich weiterentwickelt. Durch flexible
Arbeitszeit- und Arbeitsortmodelle sowie
familienunterstützende Rahmenbedingungen und
Nebenleistungen soll das Profil als familienfreundlicher
Arbeitgeber weiter geschärft werden.
Die Fluktuationsrisiken müssen vorausschauend
identifiziert und gezielt adressiert werden, um erfolgs-
und geschäftskritische Fähigkeiten und
Kompetenzen im Unternehmen zu binden. Dem hohen Risiko der
Personalfluktuation und dem damit verbundenen
Qualitätsverlust wird erfolgreich anhand zahlreicher
Maßnahmen, welche die Personalbindung
unterstützen, begegnet. Dazu zählen insbesondere
eine offene und transparente Kommunikation,
regelmäßige Feedbackrunden und
Mitarbeitergespräche.
Ein hoher Ausbildungsstandart der Mitarbeiter sowie
die stetige Fortentwicklung dieses Standards sollen auch
zukünftig wesentlicher Bestandteil für ein hohes
Qualitätsniveau darstellen. Die Pinguin-System GmbH
unterstützt hierbei ihre Mitarbeiter, neue
Stärken zu entdecken und Möglichkeiten zur
Förderung des Potenzials jedes Mitarbeiters zu nutzen.
Hier sind insbesondere Weiterbildungen in allen
Unternehmensbereichen, kontinuierliche interne und externe
Fortbildungen hervorzuheben. Dabei berücksichtigt die
Gesellschaft die persönlichen Stärken der
Mitarbeiter und unterstützt bei der Auswahl der
Fortbildung.
Die Gesundheit und die Unfallverhütung bei
unseren Mitarbeitern stellen ein hohes zu schützendes
Gut dar. Daher legen wir großen Wert auf die
Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien zur
Arbeitssicherheit. Seit nunmehr einigen Jahren wird die
Pinguin-System GmbH durch die BG Bau im Arbeitsschutz mit
der Beratungsgesellschaft für Arbeits- und
Gesundheitsschutz (BfGA) betreut. Die Mitarbeiter aller
Bereiche nehmen jährlich an den
Sicherheitsunterweisungen teil.
Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter die
Möglichkeit regelmäßig kostenfreie
Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen in Anspruch zu nehmen
- unter Anderem regelmäßige
Präventionsmaßnahmen, betrieblich notwendige
Impfungen, arbeitsmedizinische Gehörvorsorge- und
Sehtests. Ebenfalls bietet die Gesellschaft allen
Mitarbeitern die Erst- und Folgeausbildung als Ersthelfer
an.
Die Rekrutierung und das Binden von Fachkräften
und Talenten gehören zu den höchsten
Prioritäten des Unternehmens. Hierzu zählen unter
Anderem das Angebot zur Nutzung diverser Benefits, wie zum
Beispiel die Möglichkeit zur Nutzung eines Dienstrads,
der Einkauf vergünstigter Waren und Dienstleistungen
("Corporate Benefits") und die wöchentliche
Bereitstellung von frischem Obst und Gemüse sowie
Getränken. Darüber hinaus setzt die
Pinguin-System GmbH den Fokus auch insbesondere auf die
Gesundheit und Beweglichkeit ihrer Mitarbeiter und hat
weitere Benefits in Planung ("Wellpass").
Durch den Zusammenschluss mit der ALBAG im
Frühjahr 2022 werden diverse Synergien genutzt - wie
zum Beispiel die gemeinschaftliche Nutzung von
verschiedenen Jobportalen, um geeignetes Personal zu
rekrutieren. Darüber hinaus bedient sich die
Pinguin-System GmbH dem Handwerkernetzwerk der ALBAG zur
Beauftragung von Fremdfirmen.
Die vorgenannten Risiken der Fluktuation, des
Qualitätsverlustes, der Personalrekrutierung und des
demografischen Wandels haben wir identifiziert und
geeignete Maßnahmen geschaffen, um diesen entgegen zu
wirken.
d) Organisatorische Risiken
Grundsätzlich ist der Eintritt eines Schadens
und die Schadensanierung - als Gegenstand der
geschäftlichen Aktivität der Gesellschaft -
hinsichtlich des Schadeneintrittszeitpunktes, seiner
Häufigkeit sowie des Ortes des Eintrittes nicht
planbar. Risiken bestehen insoweit, als die personellen
Ressourcen in entsprechendem Umfang, am richtigen Ort und
zum richtigen Zeitpunkt im Rahmen der Personalbedarfs- und
-einsatzplanung vorgehalten werden müssen
beziehungsweise die entsprechenden Kapazitäten an
Fremdunternehmen verfügbar sein müssen. Auch eine
Überkapazität an eigenem Personal stellt ein
Risiko für die Gesellschaft dar.
Um Risiken wie z. B. Manipulation oder
unzulässige Zugriffe auf IT-Strukturen zu minimieren,
wurden diverse Prozesse zur Sicherung von Systemen
implementiert. Diese umfassen Prozesse zur zentralen
Vergabe und Überwachung von Zugriffen,
Passwortrichtlinien, personalisierte Active-Directory
Anmeldedaten sowie Active-Directory-Benutzergruppen.
Alle Eingangsrechnungen durchlaufen einen
Prüfprozess in einem Datenmanagementsystem mit
entsprechender Freigaberegelung und dem Vier-Augen-Prinzip.
Dies dient der Sicherheit des Geschäfts- und
Rechtsverkehrs.
e) IT Risiken
Aufgrund höherer Gewalt können
unvermeidbare Ereignisse im Bereich der IT eintreten, die
katastrophale Auswirkungen haben können. Um den
vorgenannten Risiken entgegen zu wirken, ist die
Infrastruktur der Pinguin-System GmbH redundant vorhanden,
somit ist ein Ersatz gewährleistet.
Organisatorische Mängel innerhalb der IT werden
durch eine sorgfältige Einarbeitung und umfassende
Schulungen der IT Mitarbeiter ausgeschlossen.
Eine interne auf das Unternehmen abgestimmte IT
Schulung sorgt dafür, dass Fehlhandlungen von neuen
Mitarbeitern im Vornhinein minimiert werden.
Ein weiteres Risiko kann der Ausfall von IT-Systemen
darstellen. Um dem Ausfallrisiko entgegenzuwirken, wurden
einige Schutzmaßnahmen getroffen - dazu gehören
insbesondere die Redundanz der Infrastruktur, die
Ausarbeitung eines Back-up-Konzeptes sowie die Vorhaltung
einer unterbrechungsfreien Stromversorgung.
Darüber hinaus können sich weitere Risiken
aufgrund vorsätzlicher Handlungen (Datendiebstahl,
Löschungen) ergeben. Um diese zu vermeiden, wurden
für die einzelnen Abteilungen und Positionen des
Unternehmens Rechtestandards ausgearbeitet, welche nur die
benötigten Rechte beinhalten, die für die
Ausübung der Arbeit notwendig sind. Weiterhin stehen
uns über größere Zeiträume
Datensicherungen zur Verfügung, um gelöschte
Daten wiederherzustellen.
Um auch zukünftig Risiken im Hinblick auf
Datenverlust vorbeugen zu können, wurde in 2023 ein
Konzept zur Umsetzung einer neuen IT Infrastruktur
entwickelt, welches den neusten Sicherheitsstandards
entspricht. Die Umsetzung des Konzeptes erfolgt im Jahr
2024.
f) Wettbewerbsrisiken
Die Entwicklung der Pinguin-System GmbH ist
insbesondere - neben den Schadenereignissen - von der
Vermittlung von Sanierungsfällen durch die
Versicherungen abhängig. Um eine größere
Bindung zu erreichen, wurden mit einigen Versicherungen
befristete Rahmenverträge geschlossen. Ein Hauptrisiko
besteht darin, dass nach Ablauf der Vertragszeit kein
weiterer Vertragsabschluss zustande kommt und damit
Hauptauftraggeber wegfallen.
Des Weiteren erfolgt eine stetige Beobachtung des
Marktes, um neue potenzielle Wettbewerber identifizieren zu
können. Zusätzliche Wettbewerber könnten
durch Neugründungen bzw. Zusammenschlüsse
bestehender Unternehmen entstehen.
g) Risiken durch Preisentwicklung / Inflation
Die Gesellschaft ist auch im Jahr 2023 aufgrund der
lokalen und weltweiten Preisentwicklung aufwands- und
ertragsorientierten Risiken ausgesetzt. Aufgrund
höherer Material- und Subunternehmerpreise sind
insgesamt die Projektabwicklungskosten auf einem hohen
Niveau.
Die derzeit vorhandene Inflation können wir
aufgrund der mit unseren Auftraggebern geschlossenen
Rahmenpreisabkommen nicht in vollem Umfang weiterreichen.
Fraglich ist, inwieweit ein voller Inflationsausgleich bei
Anpassung der Rahmenpreise erfolgt. Temporäre
Energiekostenzuschüsse konnten zum Teil die Inflation
ausgleichen.
2.
ChancenberichtAufgrund des mittelbaren Einstieges
der ALBAG in die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022
können weiterhin Synergien genutzt werden. Dadurch
soll die Margensituation der Gesellschaft auch
zukünftig gebessert werden.
Mögliche Überkapazitäten an
Aufträgen werden durch ein breit aufgestelltes
Netzwerk von Nachunternehmern und Lieferanten aufgefangen.
Die Qualitätskontrollen erfolgen durch den Einkauf im
Vorfeld sowie die Bauleitung vor Ort.
Regelmäßige Kontrollen der
Leistungsfähigkeit sichern eine zuverlässige
Zusammenarbeit.
Die künftige Ertragslage kann darüber
hinaus durch die Bereitschaft unserer Kunden, die
vorgegebenen Marktpreise den der Branche abverlangten
Leistungen nach oben anzupassen, gesteigert werden.
Den Marktbegleitern stehen wir in Flexibilität,
Geschwindigkeit, Anpassungsmöglichkeiten,
Qualität und technischer Ausstattung in nichts nach.
Durch unsere permanenten Schulungen steigern wir die
Qualität der Mitarbeiter und der daraus resultierenden
steigenden Qualität der erbrachten Leistungen. Durch
die konstant hohe Zuverlässigkeit und Qualität
der Leistungen können sowohl bestehende
Kundenverbindungen gegen Mitbewerber abgesichert werden,
als auch zusätzliche Aufträge bei Bestandskunden
generiert werden.
Chancen sehen wir weiterhin im Ausbau unserer
Marketing- und Vertriebsaktivitäten, um unsere
Wettbewerbsposition zu stärken.
Die Pinguin-System GmbH hat durch die gute regionale
Marktpositionierung und die flexiblen
Einsatzmöglichkeiten der vorhandenen Ressourcen gute
Chancen, die Strukturen an veränderte
Marktgegebenheiten anpassen zu können.
3.
GesamtaussageDeutschlandweit fehlendes Fachpersonal
sowie Fluktuation erschweren uns immer mehr die
Unternehmensplanung. Viel ist in die Aus- und Weiterbildung
zu investieren. Bei einer guten finanziellen
Stabilität können wir die Aufgaben gut
bewältigen.
Die Prozessoptimierungen und
Restrukturierungsmaßnahmen wurden erfolgreich
umgesetzt, sodass die Gesellschaft einen
Jahresüberschuss i. H. v. T€ 198 erzielt hat.
Zusätzlich wird für das Geschäftsjahr 2024
ein Ergebnis von T€ 400 prognostiziert. Demnach sehen
wir die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit
weiterhin gewährleistet.
In diesem Zusammenhang wird eine Verbesserung der
Margensituation erwartet. Somit geht die
Geschäftsführung insgesamt von einer nachhaltigen
Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage,
einer erfolgreichen Fortführung der
Unternehmenstätigkeit sowie einer insgesamt positiven
zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft aus.
IV. Finanz- und Risikomanagement
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen und Guthaben bei
Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen
solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die
Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige
Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.
Ziel des Finanz- und Risikomanagements der
Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs
gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management
der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine
konservative Risikopolitik.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall-
und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden
entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur
Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen
über ein adäquates Debitorenmanagement.
Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung
einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die
Bonität unserer Kunden und Lieferanten.
V. Prognosebericht
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des
Unternehmens weiterhin positiv.
Der Integrationsprozess in die
ALBAG-Unternehmensgruppe konnte erfolgreich umgesetzt
werden, dadurch entstehen für die Pinguin-System GmbH
auch in der Zukunft wertvolle Synergieeffekte und Vorteile.
Diese verstärken den positiven Blick auf die Zukunft.
Darüber hinaus wird die Marktsituation weiter
ausgebaut. Die Pinguin-System GmbH positioniert sich unter
den regionalen Marktführern ihrer Branche.
Die Prioritäten des Unternehmens liegen unter
anderem auf der Optimierung von Prozessen, der Führung
von Verhandlungen mit Kunden sowie der zügigen
Projektabwickklung. Preise sollen den Marktgegebenheiten
angepasst werden, um zukünftig weiterhin eine
Verbesserung des Ergebnisses zu erzielen.
Dementsprechend erwartet die
Geschäftsführung für das Geschäftsjahr
2024 eine deutliche Verbesserung der Vermögens-
Finanz- und Ertragslage.
Vorrangiges Ziel der Gesellschaft ist der Erhalt der
Konkurrenzfähigkeit und eine nachhaltige
Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage. Ein
zusätzliches Ziel ist der Ausbau des guten Ergebnisses
des Geschäftsjahres 2023.
Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Anstieg
der Gesamtleistung sowie ein verbessertes Jahresergebnis
(Jahresüberschuss i. H. v. T€ 350 bis T€
600) erwartet.
VI. Nachtragsbericht
Als Vorgang von besonderer Bedeutung ist das
Ausscheiden des Geschäftsführers André
Eckartz zu erwähnen. In der Gesellschafterversammlung
vom 29.04.2024 wurde der Beschluss zur Abberufung zum
30.04.2024 gefasst.
Dornburg-Dorndorf, den
01.05.2024
gez.
Matthias Preis, Geschäftsführer
gez.
Christian Arora, Geschäftsführer
gez.
Olaf Michels, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
637.347,00 |
633.428,00 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
181.027,00 |
121.302,00 |
| II.
Sachanlagen |
456.320,00 |
512.126,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
5.924,00 |
6.680,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
60.156,00 |
94.618,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
390.240,00 |
410.828,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.591.841,32 |
6.879.126,29 |
| I.
Vorräte |
4.293.840,23 |
3.848.126,85 |
| 1.
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen |
3.105.844,24 |
2.656.897,92 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.412.572,73 |
2.382.565,95 |
| III.
Wertpapiere |
148.984,01 |
142.372,99 |
| IV.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
736.444,35 |
506.060,50 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
85.194,15 |
36.168,63 |
| Aktiva |
8.314.382,47 |
7.548.722,92 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
565.086,05 |
520.648,34 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
30.000,00 |
30.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
4.400.000,00 |
4.400.000,00 |
| III.
Verlustvortrag |
3.909.351,66 |
1.375.980,54 |
| IV.
Jahresüberschuss |
44.437,71 |
-2.533.371,12 |
| B.
Rückstellungen |
1.754.391,00 |
1.219.868,00 |
| C.
Verbindlichkeiten |
5.994.905,42 |
5.808.206,58 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
1.706.992,06 |
988.737,16 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
4.287.913,36 |
4.819.469,42 |
| Passiva |
8.314.382,47 |
7.548.722,92 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
13.845.979,75 |
10.572.188,34 |
| 2.
Personalaufwand |
10.297.502,16 |
9.789.897,35 |
| a)
Löhne und Gehälter |
8.393.084,58 |
7.945.196,47 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
1.904.417,58 |
1.844.700,88 |
| davon
für Altersversorgung |
30.433,69 |
43.399,88 |
| 3.
Abschreibungen |
373.967,55 |
306.310,02 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
373.967,55 |
306.310,02 |
| davon
außerplanmäßige Abschreibungen |
|
26.896,00 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
3.026.965,01 |
2.851.414,58 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
5.609,99 |
6.310,30 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
82.752,31 |
116.497,75 |
| davon
an verbundene Unternehmen |
45.776,14 |
|
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
|
23.292,06 |
| davon
Aufwendungen aus der Zuführung und
Auflösung von latenten Steuern |
|
23.044,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
70.402,71 |
-2.508.913,12 |
| 9.
sonstige Steuern |
25.965,00 |
24.458,00 |
| 10.
Jahresüberschuss |
44.437,71 |
-2.533.371,12 |
Anhang
I.
Allgemeine Angaben einschließlich Angaben zum
Unternehmen
Der Jahresabschluss der Pinguin-System GmbH,
Dornburg, (Amtsgericht Limburg, HRB 2752) wurde nach
den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den
einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.
Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in
§ 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine
mittelgroße Kapitalgesellschaft. Bei der Aufstellung
wurden daher die größenabhängigen
Erleichterungen für mittelgroße
Kapitalgesellschaften (teilweise) in Anspruch genommen.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem
Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter
Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1
Nr. 2 HGB).
II.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren
(im Wesentlichen) unverändert die nachfolgenden
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Die erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu
Anschaffungskosten bewertet. Der Umfang der
Anschaffungskosten entspricht den Vorschriften des §
255 Abs. 1 HGB.
Leistungsbedingter Werteverzehr wird durch
planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer erfasst. Im
Falle einer voraussichtlichen Wertminderung wird eine
außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen.
Folgende Nutzungsdauern und Abschreibungssätze
wurden zu Grunde gelegt:
|
Nutzungsdauer
|
Abschreibungssätze
|
Software
|
3 Jahre
|
33,33 %
|
Mietereinbauten
|
15 Jahre
|
6,67 %
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
3 bis 10 Jahre
|
33,33 % bis 10 %
|
Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2 bis 15 Jahre
|
50,00 % bis 6,67 %
|
Sammelposten
|
5 Jahre
|
20 %
|
Geringwertige
Wirtschaftsgüter
|
1 Jahr
|
100 %
|
Für abnutzbare bewegliche Anlagegüter des
Anlagevermögens, deren Anschaffungskosten
€ 150,00, aber nicht € 1.000,00,
übersteigen, wurden Sammelposten gebildet, der im
Wirtschaftsjahr der Bildung und in den folgenden vier
Wirtschaftsjahren mit je einem Fünftel aufgelöst
wird.
Für abnutzbare Vermögensgegenstände
unter € 800,00 wurde im Geschäftsjahr die
Softortabschreibung gewählt.
Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
sowie der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten.
Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert
werden vorgenommen, wenn der Börsen und Marktpreis
niedriger war als die ursprünglichen
Anschaffungskosten.
Die teilfertigen Leistungen werden ermittelt, indem
die vom Kunden beauftragten Auftragshöhen und die von
den verantwortlichen Projektleitern ermittelten
Fertigstellungsgrade der Projekte berücksichtigt
werden. Bei der Ermittlung der Herstellungskosten werden
neben den Projekteinzelkosten angemessene Teile der
Gemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie
Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs,
für freiwillige soziale Leistungen und für die
betriebliche Altersversorgung werden nicht in die
Herstellkosten einbezogen. Der Grundsatz der verlustfreien
Bewertung wurde beachtet, indem der Wert der vereinbarten
Gegenleistung den voraussichtlich anfallenden Aufwendungen
bis Fertigstellung zu produktionsbedingten Vollkosten
gegenübergestellt wurde.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden zum Nennwert
bilanziert und unter Berücksichtigung aller bekannten
Einzelrisiken bewertet. Für das allgemeine
Kreditrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1 %
gebildet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert
angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden
gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem
Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmt Zeit
nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.
Die Rückstellungen werden für alle
ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig
bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.
Die Rückstellungen werden in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännische Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden,
soweit erforderlich, bei der Ermittlung des
Erfüllungsbetrages berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als
seinem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den
Abschlussstichtag abgezinst.
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde
die "projected unit credit method" angewandt.
Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen
getroffen:
Zinssatz
|
1,82
|
%
|
erwartete Lohn- und
Gehaltssteigerungen
|
0,00
|
%
|
Rententrend
|
0,00
|
%
|
zugrunde gelegte
Sterbetafel
|
Richttafel
von 2018 G Prof Dr. Klaus Heubeck
|
Bei den Rückstellungen für
Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem
Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den
vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach
dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen
sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im
laufenden Geschäftsjahr in Höhe von
€ 11.947,00 (ausschüttungsgesperrt).
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
III.
Angaben zur Bilanz
1.
Anlagespiegel für die einzelnen Posten des
Anlagevermögens
Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der
Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
Anschaffungs-,
Herstellungskosten
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
335.223,44
|
115.086,80
|
1.892,81
|
|
448.417,43
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
48.903,59
|
|
|
|
48.903,59
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
384.127,03
|
115.086,80
|
1.892,81
|
|
497.321,02
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
11.332,85
|
|
|
|
11.332,85
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
1.210.073,90
|
|
8.524,01
|
|
1.201.549,89
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.753.785,37
|
268.003,75
|
39.837,34
|
|
1.981.951,78
|
Summe Sachanlagen
|
2.975.192,12
|
268.003,75
|
48.361,35
|
|
3.194.834,52
|
Summe Anlagevermögen
|
3.359.319,15
|
383.090,55
|
50.254,16
|
|
3.692.155,54
|
|
kumulierte Abschreibung
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
kumulierte Abschreibung
|
|
01.01.2023
|
|
|
|
31.12.2023
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
213.921,44
|
55.359,80
|
1.890,81
|
|
267.390,43
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
48.903,59
|
|
|
|
48.903,59
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
262.825,03
|
55.359,80
|
1.890,81
|
|
316.294,02
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.652,85
|
756,00
|
|
|
5.408,85
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
1.115.455,90
|
34.457,00
|
8.519,01
|
|
1.141.393,89
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
1.342.957,37
|
283.394,75
|
34.640,34
|
|
1.591.711,78
|
Summe Sachanlagen
|
2.463.066,12
|
318.607,75
|
43.159,35
|
|
2.738.514,52
|
Summe Anlagevermögen
|
2.725.891,15
|
373.967,55
|
45.050,16
|
|
3.054.808,54
|
|
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
|
Buchwert
Geschäftsjahr
|
Buchwert Vorjahr
|
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
A. Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
181.027,00
|
121.302,00
|
2. Geschäfts- oder
Firmenwert
|
|
|
|
0,00
|
0,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
181.027,00
|
121.302,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
5.924,00
|
6.680,00
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
|
|
|
60.156,00
|
94.618,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
|
|
|
390.240,00
|
410.828,00
|
Summe Sachanlagen
|
|
|
|
456.320,00
|
512.126,00
|
Summe Anlagevermögen
|
|
|
|
637.347,00
|
633.428,00
|
2.
Verrechnung von Vermögensgegenständen und
Schulden
Für die Saldierung von Schulden aus
Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen
Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Verrechnung von Vermögensgegenständen
und Schulden
|
€
|
Erfüllungsbetrag
der Schulden
|
634.421,00
|
Anschaffungskosten der
verrechneten Vermögenswerte
|
350.775,01
|
Zeitwert der
verrechneten Vermögenswerte
|
371.294,54
|
verrechnete Aufwendungen
|
13.520,76
|
verrechnete Erträge
|
9.094,00
|
Der Zeitwert entspricht unter anderem dem Aktivwert
der beiden Rückdeckungsversicherungen sowie dem
Stichtagswert (31.12.2022) des Wertpapierdepots.
Die verrechneten Zinserträge aus den
verpfändeten Rückdeckungsversicherungen und die
Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der
Pensionsrückstellungen werden unter dem Posten "Zinsen
und ähnlichen Aufwendungen" ausgewiesen.
3.
Angaben und Erläuterungen zu
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im
Wesentlichen Rückstellung für ausstehende
Rechnungen (T€ 401), Urlaubslohn und Überstunden
(T€ 281), Prozessrisiken (T€ 221), Tantieme
(T€ 101), Bonuszahlungen (T€ 173),
Jahresabschluss/Prüfungskosten (T€ 74), sowie
Gewährleistung (T€ 48).
4.
Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern
Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern beläuft sich auf € 247.350,67
(Vorjahr: € 74.871,41). Der Ausweis erfolgt unter den
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
5.
Angabe zu Restlaufzeitenvermerken
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamt-
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
betrag
|
bis 1 J
|
mehr als
|
größer 5 J.
|
|
|
|
1 Jahr
|
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
(Vorjahr)
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
2.661,6
|
2.661,6
|
0,0
|
0,0
|
|
(2.627,9)
|
(2.627,9)
|
(0,0)
|
(0,0)
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
1.707,0
|
247,3
|
1.459,7
|
0,0
|
|
(988,7)
|
(74,9)
|
(913,8)
|
(0,0)
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
1.626,3
|
1.267,7
|
358,6
|
77,9
|
|
(2.191,6)
|
(1.767,2)
|
(424,4)
|
(132,6)
|
Summe
|
5.994,9
|
4.176,6
|
1.818,3
|
77,9
|
|
(5.808,2)
|
(4.470,0)
|
(1.338,2)
|
(132,6)
|
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen resultieren aus Lieferungs- und
Leistungsverkehr, sowie zwei Darlehen in Höhe von
insgesamt T€ 1.459,7.
6.
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen
Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von T€
1.753,9 sonstige finanzielle Verpflichtungen.
Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen
folgende Sachverhalte:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
|
Gesamt
|
bis 1 Jahr
|
1-5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
|
T€
|
T€
|
T€
|
T€
|
Mietverhältnisse
|
920,7
|
502,4
|
411,9
|
6,4
|
Leasingverhältnisse
|
833,2
|
312,3
|
520,9
|
0,0
|
Gesamt
|
1.753,9
|
814,7
|
932,8
|
6,4
|
IV.
Sonstige Angaben
1.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
|
Zahl
|
gewerbliche Mitarbeiter
|
|
99
|
verwaltende Mitarbeiter
|
|
106
|
leitende Angestellte
|
|
3
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt damit
|
|
208
|
2.
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Herr Matthias Preis
|
|
ausgeübter Beruf:
|
Maler- und
Lackierermeister
|
Herr Christian Arora
|
|
ausgeübter Beruf:
|
geprüfter
Betriebswirt (IHK)
|
Herrn Olaf Michels
|
|
ausgeübter Beruf
|
Versicherungsbetriebswirt
|
Herrn André
Eckartz
|
(bis zum 30.4.2024)
|
ausgeübter Beruf:
|
Diplom-Ingenieur
|
3.
Vergütungen der Geschäftsführer
Als Vergütung für die geleisteten
Tätigkeiten im Berichtsjahr wurden T€ 393,1
gewährt.
4.
Konzernzugehörigkeit
Die Pinguin - System GmbH ist Tochtergesellschaft der
Pinguin-System PG GmbH, die wiederum Tochtergesellschaft
der ALBAG Dienstleistungsgesellschaft für
Wohnungswirtschaft mbH, Essen, deren Muttergesellschaft
wiederum die Provinzial Versicherung AG, Düsseldorf
ist. Die Provinzial Holding AG, Münster stellt einen
Konzernabschluss auf, in den die Provinzial Versicherungs
AG einbezogen wird. Wegen der untergeordneten Bedeutung
wird weder die Berichtsgesellschaft noch die ALBAG
Dienstleistungsgesellschaft für Wohnungswirtschaft
mbH, Essen einbezogen.
Dieser Konzernabschluss und der Konzernlagebericht
werden im elektronischen Bundesanzeiger zur Bekanntmachung
eingereicht. Von dort aus erfolgt die Übermittlung der
offenlegungspflichtigen Unterlagen an das
Unternehmensregister.
5.
Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung
Die Geschäftsführung beabsichtigt der
Gesellschafterversammlung folgende Ergebnisverwendung
vorzuschlagen:
Der Jahresüberschuss beträgt
44.437,71 €.
Der Jahresüberschuss wird zusammen mit dem
Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen.
Dornburg-Dorndorf, den 1.
Mai 2024
Matthias
Preis - Geschäftsführer -
Christian
Arora - Geschäftsführer -
Olaf
Michels - Geschäftsführer -
sonstige Berichtsbestandteile
Ergebnisverwendung
Die Gesellschafterversammlung der Pinguin - System
GmbH, hat am 16.09.2024 beschlossen, den
Jahresüberschuss in Höhe von 44.437,71 € auf
neue Rechnung vorzutragen.
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 16.09.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Pinguin-System GmbH, Dornburg-Dorndorf
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Pinguin-System
GmbH, Dornburg-Dorndorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der
Pinguin-System GmbH, Dornburg-Dorndorf, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss
in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der
Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken
wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder
Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung
des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den
gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die
Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt
des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der
Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt,
dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts
mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das
von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den
von den gesetzlichen Vertretern dargestellten
zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf
Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise
vollziehen wir dabei insbesondere die den
zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Köln, den 31. Mai
2024
Mazars
GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
L.S.
gez.
Erik Barndt, Wirtschaftsprüfer
gez.
Ralf Engelshove, Wirtschaftsprüfer
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