FXFlat Bank GmbHLiquidiert

Kokkolastraße 1, 40882 Ratingen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 44445
Vorher
Kluth Orth Heyder Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbHHeyder Krüger & Kollegen GmbHFXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH
Eingetragen
13.6.2002
Branche
Großhandel mit FlachglasInstitute für Factoring-GeschäfteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Finanzportfolio-Verwaltung, die Anlagevermittlung und die Abschlussvermittlung sowie die Verwaltung eigenen Vermögens und der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen. Gegenstand des Unternehmens ist weiterhin der Eigenhandel, das Finanzkommissionsgeschäft sowie das Eigengeschäft im Sinne des § 32 Abs. 1a Satz 1 KWG.

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Dursun Samed Yilmaz
seit 13.10.2014
Geschäftsführer
Christian Weiß
seit 20.5.2014
Prokura
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH

Ratingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Bilanz zum 31. Dezember 2019

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällige Forderungen 2.036.584,51 3.030.685,80
b) andere Forderungen 0,00 34.513,06
2.036.584,51 3.065.198,86
2. Forderungen an Kunden 283.661,07 29.207,33
- darunter an verbundene Unternehmen (TEUR 220.041,87)
3. Treuhandvermögen 11.173.708,99 6.101.222,36
4. Immaterielle Anlagewerte
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.440,00 44.567,00
5. Sachanlagen 55.143,00 52.183,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 54.348,29 35.481,39
7. Rechnungsabgrenzungsposten 5.782,44 26.206,55
13.613.668,30 9.354.066,49

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
täglich fällig 1.588,58 15.112,66
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 196.494,75 123.433,79
3. Treuhandverbindlichkeiten 11.173.708,99 6.101.222,36
4. Sonstige Verbindlichkeiten 105.381,94 119.040,91
5. Rückstellungen
a) Steuerrückstellungen 40.377,00 273.525,18
b) Sonstige Rückstellungen 114.045,98 351.336,98
154.422,98 624.862,16
6. Fonds für allgemeine Bankrisiken 192.000,00 328.000,00
7. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
b) Gewinnrücklage 1.699.187,89 1.326.000,00
c) Bilanzgewinn 15.883,17 641.394,61
1.982.071,06 2.370.394,61
13.613.668,30 9.354.066,49

Entwicklung des Anlagevermögens vom 31. Dezember 2018 bis 31. Dezember 2019

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 31. 12. 2018 Zugänge Abgänge Stand 31. 12. 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 264.910,75 0,00 96.053,58 168.857,17
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 293.857,41 35.490,44 38.679,20 290.668,65
558.768,16 35.490,44 134.732,78 459.525,82
Abschreibungen
Stand 31. 12. 2018 Zugänge Abgänge Stand 31. 12. 2019
EUR EUR EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 220.343,75 28.460,50 84.387,08 164.417,17
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 241.674,41 22.772,34 28.921,10 235.525,65
462.018,16 51.232,84 113.308,18 399.942,82
Buchwerte
Stand 31. 12. 2018 Stand 31. 12. 2019
EUR EUR
1. Immaterielle Anlagewerte
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 44.567,00 4.440,00
2. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inkl. GWG) 52.183,00 55.143,00
96.750,00 59.583,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019

01.01.2019 bis 31.12.2019 01.01.2018 bis 31.12.2018
EUR EUR EUR
1. Zinsaufwendungen 4.714,00 0,00
2. Provisionserträge 3.945.181,75 6.456.242,26
3. Provisionsaufwendungen 450.281,61 670.010,51
4. Sonstige betriebliche Erträge 432.023,70 62.180,21
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 1.378.463,17 1.985.008,79
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 302.951,32 385.404,42
b) Andere Verwaltungsaufwendungen 2.255.473,09 2.328.438,69
3.936.887,58 4.698.851,90
6. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 51.232,84 85.641,38
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.087,15 14.107,40
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 20.589,12 0,00
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ./. 89.586,85 1.049.811,28
10. Außerordentliche Erträge 0,00 1.840,98
11. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 10.473,97
12. Außerordentliches Ergbnis 0,00 ./. 8.632,99
13. Steuern vom Einkommen und Ertrag 30.529,98 312.783,68
14. Sonstige Steuern 0,00 0,00
15. Einstellung in Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,00 87.000,00
16. Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken 136.000,00 0,00
17. Jahresüberschuss 15.883,17 641.394,61
18. Gewinnvortrag 0,00 0,00
19. Vermögensminderung durch Abspaltung ./. 67.369,11 0,00
20. Entnahme aus Gewinnrücklage 67.369,11 0,00
21. Bilanzgewinn 15.883,17 641.394,61

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ratingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Düsseldorf
Register-Nr.: HRB44445

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH zum 31.12.2019 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und den ergänzenden Vorschriften für Kreditinstitute ( §§ 340 ff. HGB ) aufgestellt. Dabei kam insbesondere die Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute ( RechKredV ) vom 18.12.1998 zur Anwendung.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Form der Darstellung

Die Gesellschaft ist wie eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der handelsrechtlichen Vorschriften zu behandeln ( §§ 340 ff. HGB ). Der Aufbau der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht der Formblattvorschrift für Kreditinstitute, die auch für Finanzdienstleistungsinstitute anzuwenden ist.

Soweit im Berichtsjahr hinsichtlich der im Vorjahr von den Gliederungsvorschriften abweichenden Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung Veränderungen vorgenommen wurden, wurde dem Prinzip der Darstellungsstetigkeit ( § 265 Abs. 1 HGB ) durch Erläuterungen im Anhang entsprochen.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden sind mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken waren nicht erkennbar. Eine Pauschalwertberichtigung wurde nicht gebildet.

Das verwaltete Treuhandvermögen ist zum Nennbetrag angesetzt. Zum Bilanzstichtag wurden noch nicht realisierte Verluste berücksichtigt.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung entsprechend der steuerlichen Regelung gem. § 6 Abs. 2 EStG direkt als Aufwand abgesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Kunden, sonstige Verbindlichkeiten sowie die Treuhandverbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag bewertet. Nicht realisierte Verluste sind in den Treuhandverbindlichkeiten berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Betrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die bestehenden Verpflichtungen bzw. Risiken angemessen abzudecken. Der Ansatz erfolgte zum Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag nach § 256 a HGB in Euro umgerechnet wurden.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Der Geschäftsbereich "erlaubnisfreie Unterstützungsdienstleistung" wurde bis zum 09.05.2019 durch die FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH, Ratingen erbracht. Die FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH hat mit Gesellschafterbeschluss vom 14.03.2019 (Handelsregistereintragung am 09.05.2019) den Geschäftsbetrieb/Teilbetrieb rückwirkend zum 01.01.2019 gem. § 123 Abs. 2 Nr. 2 UmwG auf eine gesellschafteridentische neugegründete Gesellschaft (CapTrader GmbH, Düsseldorf) abgespalten. Die gesamten in 2019 erwirtschafteten Erträge aus diesem Geschäftsbereich werden folglich bei der CapTrader GmbH, Düsseldorf bilanziert.

Die Abspaltung des zu Buchwerten positiven Vermögenssaldos (positive Differenz zwischen den abgespaltenen Vermögensgegenständen und Schulden) führte zu einer abspaltungsbedingten bilanziellen Vermögensminderung bei der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH. Der aus der Abspaltung zu Buchwerten entstehende Spaltungsverlust i.H.v. T€ 67 wurde aus der Gewinnrücklage entnommen.

Angaben zur Bilanz

Bei den Forderungen gegenüber Kreditinstituten befinden sich Bankkonten in Fremdwährung (USD) in Höhe von EUR 21.976,96.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Aktiva andere Forderungen an Kreditinstitute 0 0 0 0 0
Forderungen an Kunden 283.661 283.661 0 0 0
davon verbundene Unternehmen 220.041 220.041 0 0 0

Das Treuhandvermögen insgesamt beträgt EUR 11.173.708,99. Der Ausweis betrifft ausschließlich

Treuhandvermögen gegenüber eigenen Kunden. Im Treuhandvermögen befinden sich keine Bankkonten in Fremdwährung.

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Die immateriellen Anlagewerte werden über drei Jahre abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 54.348,29 setzen sich im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von EUR 41.721,29 und Kautionen in Höhe von EUR 12.477,00 zusammen.

Fristengliederung nach Restlaufzeiten gem. § 9 RechKredV (in TEUR)

Gesamtbetrag Restlaufzeit bis 3 Monate Restlaufzeit mehr als 3 Monate Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre Restlaufzeit mehr als fünf Jahre
Passiva Verbindlichkeiten gg. Kreditinstituten 1.589 1.589 0 0 0

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 105.381,94 enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt. Diese setzen sich aus Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von EUR 29.012,67 und Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von EUR 47.219,63 zusammen. Weiterhin wird unter diesem Posten das Transitkonto FXFlat/Treuhand mit EUR 29.077,10 ausgewiesen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen die Kosten für die Erstellung und die Prüfung des Jahresabschlusses, ausstehende Eingangsrechnungen für bereits erhaltene Leistungen, nicht genommene Urlaubsansprüche der Mitarbeiter, Schwerbehindertenabgabe, Berufsgenossenschaftsbeiträge sowie Aufbewahrungskosten für Geschäftsunterlagen.

Rückstellungsspieqel

Stand 01.01.2019 Zugang Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2019
Zinsen Betriebsprüfung 0,00 4.714,00 0,00 0,00 4.714,00
Tradingpartner 0,00 11.981,78 0,00 0,00 11.981,78
Schwerbehindertenabgabe 0,00 1.385,00 0,00 0,00 1.385,00
Tantiemen 130.137,00 0,00 130.137,00 0,00 0,00
Jahresabschlussprüfung 23.800,00 25.000,00 20.000,00 3.800,00 25.000,00
Jahresabschlusserstellung 20.000,00 25.000,00 17.871,60 2.128,40 25.000,00
WpHG-Prüfung 11.900,00 0,00 10.500,00 1.400,00 0,00
Urlaubsrückstellung 14.269,46 27.665,20 14.269,46 0,00 27.665,20
Berufsgenossenschaft 6.500,00 2.500,00 5.344,00 1.156,00 2.500,00
Ausstehende Rechnungen 74.581,42 2.000,00 71.481,42 3.100,00 2.000,00
Beiträge 2.500,00 0,00 756,08 1.743,92 0,00
Rechts- u. Beratungskosten 4.500,00 0,00 3.858,00 642,00 0,00
Aufbewahrungskosten 13.800,00 0,00 0,00 0,00 13.800,00
301.987,88 100.245,98 274.217,56 13.970,32 114.045,98

Der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken §340g HGB wurde um 136 TEUR auf 192 TEUR gekürzt. Die letzten drei Geschäftsjahre haben aufgezeigt, dass die Sicherheitsmaßnahmen der FXFlat so gut gegriffen haben, dass nur ein kleiner vierstelliger Betrag für die Deckung von Sollsalden bei CFD-Privatkunden genutzt werden musste. In der Zwischenzeit wurde jedoch ein mittlerer sechsstelliger Betrag hierfür in den Sonderposten aufgebaut. Weiterhin hat ein großer White-Labelkunde mit mehreren hundert Privatkunden sein Geschäft gekündigt, da das dortige CFD-Geschäft vom Konzern an einen anderen Konzern verkauft wurde. Somit besteht keinen Grund mehr, solch einen hohen sechsstelligen Betrag fortzuführen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufschlüsselung der Provisionserträge

Die Gesellschaft erzielt aus der Vermögensverwaltung Provisionserträge in Höhe von 29 TEUR, aus der Anlagenvermittlung 16 TEUR, aus dem Finanzkommissionsgeschäft 3.675 TEUR und aus erlaubnisfreien Unterstützungs- und sonstigen Dienstleistungen 225 TEUR.

Sonstige betriebliche Erträge

Der deutliche Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus Dienstleistungsvereinbarungen mit der CapTrader GmbH. Die weiterbelasteten Overheadkosten sind in der Position mit TEUR 357 enthalten.

Abschreibungen / Zuschreibungen des Geschäftsjahres

Angaben zu den Abschreibungen sind dem Anlagenspiegel zu entnehmen. Zuschreibungen sind - mit Ausnahme der Zuschreibungen hinsichtlich der abgespaltenen Vermögensgegenstände zum 01.01.2019 - nicht vorgenommen worden.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steuern vom Einkommen und Ertrag ist ein Körperschaftsteueraufwand für Vorjahre inklusive Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 11 und ein Gewerbesteueraufwand für Vorjahre in Höhe von TEUR 20 enthalten.

Sonstige Angaben

Wesentliche finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz abgebildet sind, in Höhe von TEUR 35 aus Leasingverträgen und in Höhe von TEUR 39 aus Mietverträgen.

Es bestehen keine Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber den Gesellschaftern.

Arbeitnehmeranzahl im Jahresdurchschnitt

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 25 angestellte Arbeitnehmer sowie 2 Geschäftsführer als Mitglieder der Geschäftsleitung.

Geschäftsführer

Herr Rafael Neustadt, Düsseldorf ( Bankkaufmann )

Herr Dursun Samed Yilmaz, Neuss ( Bankbetriebswirt )

Die Geschäftsführer sind jeweils alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Gesamtbezüge

Von der Schutzklausel in § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Der Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2019 ergibt sich wie folgt:

EUR
Jahresüberschuss 15.883,17
Vermögensminderung durch Abspaltung -67.369,11
Entnahme aus Gewinnrücklage 67.369,11
Stand 31. Dezember 2019 15.883,17

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 641.394,61 wurde gemäß Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 28.03.2019 EUR 200.827,61 an die Gesellschafter ausgeschüttet und EUR 440.567,00 in die Gewinnrücklage eingestellt.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers für 2019 betrifft mit EUR 24.900,00 Abschlussprüfungsleistungen, mit EUR 12.495,00 die WpHG-Prüfung und mit EUR 14.375,00 sonstige Beratungsleistungen.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Gesellschafter beabsichtigen den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 15.883,17 in die Gewinnrücklage einzustellen.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag sind nicht zu erwähnen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ratingen, 12. Februar 2020

Rafael Neustadt, Geschäftsführer

Samed Yilmaz, Geschäftsführer

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH

Ratingen

1. Grundlagen der Gesellschaft

Sitz der Gesellschaft:

Kokkolastraße 1 in 40882 Ratingen

Aktuell angebotene Dienstleistungen:

Finanzkommissionsgeschäft

Anlagevermittlung

Finanzportfolioverwaltung

Unterstützungsdienstleistungen (erlaubnisfrei) bis 03/2019

Erlaubnistatbestände:

Abschlussvermittlung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 2 KWG)

Anlageberatung (§ 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1a KWG)

Anlagevermittlung (§1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1 KWG)

Anlageverwaltung (§1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 11 KWG)

Eigengeschäft (§32 Abs. 1a KWG)

Eigenhandel (§ 1 Absatz 1a Satz 2 Nr. 4 KWG)

Factoring (§1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 9 KWG)

Finanzierungsleasing (§1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 10 KWG)

Finanzkommissionsgeschäft (§1 Abs. 1 Nr. 4 KWG)

Finanzportfolioverwaltung (§1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 3 KWG)

Mitgliedschaften:

CFD-Verband

Geschäftsmodell:

Die FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH ist als CFD-, Forex- sowie Futures-Broker tätig und betreibt hierbei ausschließlich das Finanzkommissionsgeschäft. Sie bietet ihre Kernprodukte sowohl an Privat - als auch an professionelle Kunden aus dem deutschsprachigen europäischen Raum an. Aus der Historie heraus wird zur Abrundung des Produktangebotes weiterhin im geringen Maß die Finanzportfolioverwaltung und Anlagevermittlung erbracht.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfeldes im Jahr 2019

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 wurde geprägt durch eine strategische Entscheidung der Gesellschafter. Hierbei handelt es sich um die Abspaltung der Marke "CapTrader" in eine eigen- sowie selbständige Gesellschaft. Die Abspaltung wurde zu Beginn des Jahres 2019 initiiert, rückwirkend zum Jahresbeginn. Die technische, buchhalterische sowie administrative Trennung zwischen der FXFlat und CapTrader hat zur Auslastung bzw. sogar zur Überlastung der vorhandenen Ressourcen geführt, sodass teilweise das Tagesgeschäft der FXFlat darunter gelitten hat. Die Umsetzung sowie die Finalisierung dieser Abspaltung haben über ein halbes Jahr angedauert. Hierdurch sind der FXFlat enorme Kosten entstanden, sowie Erträge (aus dem Geschäft CapTrader) entgangen.

Trotz dieses Ereignisses war es der FXFlat möglich, die Anzahl der aktiven Kunden gegenüber dem Vorjahr (2018) um ca. 37 % zu steigern. Das Treuhandvermögen der Kunden stieg im selben Zeitraum um ca. 83%. Das Handelsvolumen konnte trotz der ESMA-Regulierung, insbesondere mit der Einschränkung des maximalen Hebels bei Privatkunden, fast auf dem Vorjahresniveau gehalten werden, obwohl die Volatilität an den Märkten, insbesondere in den Kernprodukten Dax, Dow Jones und EUR/USD im Durchschnitt um ca. 25% zurückgegangen ist.

Die Geschäftsleitung hat aufgrund des sich wegen der ESMA-Regulierung veränderten Handelsverhaltens der Kunden, sowie dem Wegfall der Erträge aus dem CapTrader - Geschäft entschlossen, alternative Produkte anzubieten. In Q2 des Geschäftsjahres 2019 führte die FXFlat für Privat- sowie professionellen Kunden den Handel mit Futures an der EUREX sowie der CME ein. Diese neuen börsengehandelten Produkte sind so ausgestaltet worden, dass sie eine echte Alternative zu den CFDs mit hohen Hebeln darstellen, auch für Privatkunden. Sie können, im Gegensatz zum deutschen und internationalen Wettbewerb, sehr günstig mit hohen Hebeln gehandelt werden. Im zweiten Halbjahr, nach Einführung dieses neuen Produktsegmentes, wurden bei der FXFlat mehr als 50.000 Future-Kontrakte mit steigender Tendenz gehandelt.

Lediglich die nicht im Fokus der Tätigkeiten bei FXFlat stehende Vermögensverwaltung und die Anlagevermittlung verzeichneten Rückgänge, welche so in den Planzahlen für 2019 berücksichtigt worden waren, da es sich hierbei um auslaufende Produkte handelt. Diese beiden Geschäftsbereiche machen nur noch einen Anteil von ca. 1 % der Einnahmen der FXFlat aus.

Wir werden weiterhin an unserer vorsichtigen Planung und Haltung auch für das Jahr 2020 festhalten und gleichwohl versuchen, neben kreativen Ideen durch punktuelle Investitionen weiteres organisches Wachstum in den Kernbereichen zu generieren. Dabei wollen wir uns sowohl personell wie organisatorisch verstärken, weiter professionalisieren, bestehende Partnerschaften festigen und ausbauen, um den Anforderungen auch weiterhin gewachsen zu sein.

2.2. Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds für Wertpapierhandelsbanken

Da die FXFlat Wertpapierhandelsbank eine von sehr wenigen Wertpapierhandelsbanken mit Kernprodukten CFD, FX und Futures ist, bedient sie sich als Vergleichsmaßstab der Ergebnisse der Steinbeis Hochschule in Berlin.

Hieraus ging hervor, dass bei allen Teilnehmern der Steinbeis-Studie (hierunter z.B. Flatex Bank, CMC Markets, Cortal Consors, Onvista Bank, SBroker usw.) die Kontenanzahl im Durchschnitt leicht gesunken sei. Die FXFlat konnte jedoch ihre Kontenanzahl im Betrachtungszeitraum um 62,5 % steigern. Die Anzahl der Transaktionen soll bei den Teilnehmern durchschnittlich um 5% gestiegen sein. Bei der FXFlat ist die Transaktionszahl um denselben Wert gestiegen.

Das durchschnittliche Handelsvolumen der Teilnehmer liegt bei 25.275 EUR pro Transaktion. Bei der FXFlat liegt dieser Wert leicht darunter, bei 22.534 EUR pro Transaktion.

Dies könnte daraus resultieren, dass die FXFlat im Gegenteil zu ihren Mitbewerbern weniger Anteil an professionellen Kunden am Gesamtumsatz hat, welche nach wie vor mit hohen Hebeln handeln können und somit von der ESMA Regulierung nicht betroffen sind.

2.3. Kundenstruktur und Mitarbeiter der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH

Gesamtkunden der Wertpapierhandelsbank 4.014
darunter geeignete Gegenpartei 1
darunter Privatkunden 3.739
darunter professionelle Kunden 274
darunter Firmenkunden 27 (unter den professionellen Kunden)

Von der vorgenannten Gesamtkundenanzahl waren Stand 31.12.2019

kapitalisierte Konten 1.886
Konten mit einem Nullsaldo 2.931

Hierbei handelt es sich ausschließlich um Kunden aus dem Finanzkommissionsgeschäft.

Die FXFlat beobachtet zwei wesentliche politische bzw. steuerrechtliche Ereignisse, die maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit haben können:

Brexit

Hier hat die Gesellschaft bereits Maßnahmen ergriffen, ihre englischen Geschäftspartner und Liquiditätsprovider durch Partner innerhalb der EU kurzfristig ersetzen zu können. Auch die englischen Partner haben entsprechende Maßnahmen ergriffen, sollte es zu einem "Hard-Brexit" kommen.

Änderung des Einkommensteuergesetzes

Nach § 20 Absatz 6 Satz 4 werden die folgenden Sätze eingefügt: "Verluste aus Kapitalvermögen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 dürfen nur in Höhe von 10 000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 und mit Einkünften im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 11 ausgeglichen werden; die Sätze 2 und 3 gelten sinngemäß mit der Maßgabe, dass nicht verrechnete Verluste je Folgejahr nur bis zur Höhe von 10 000 Euro mit Gewinnen im Sinne des Absatzes 2 Satz 1 Nummer 3 und mit Einkünften im Sinne des § 20 Absatz 1 Nummer 11 verrechnet werden dürfen. Verluste aus Kapitalvermögen aus der ganzen oder teilweisen Uneinbringlichkeit einer Kapitalforderung, aus der Ausbuchung wertloser Wirtschaftsgüter im Sinne des Absatzes 1, aus der Übertragung wertloser Wirtschaftsgüter im Sinne des Absatzes 1 auf einen Dritten oder aus einem sonstigen Ausfall von Wirtschaftsgütern im Sinne des Absatzes 1 dürfen nur in Höhe von 10 000 Euro mit Einkünften aus Kapitalvermögen ausgeglichen werden; die Sätze 2 und 3 gelten sinngemäß mit der Maßgabe, dass nicht verrechnete Verluste je Folgejahr nur bis zur Höhe von 10 000 Euro mit Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnet werden dürfen.

Durch diese Neuregelung wird der Kunde gezwungen, deutlich mehr Steuern zu zahlen, nämlich auf seinen Bruttogewinn (abzüglich höchstens bis zu 10.000, - EUR Verluste). Im Endeffekt wird der Kunde auch dann Steuern zahlen müssen, wenn er netto gar keinen Gewinn hat, weil seine Verluste seine Gewinne aufgezehrt haben.

Dieser Schritt der Bundesregierung, welcher ab dem 01.01.2021 in Kraft treten soll, kann dazu führen, dass Kunden alternative Produkte aufsuchen, um nicht mehr solch hohen Steuern zahlen zu müssen.

2.4. Lage der Gesellschaft

2.4.1. Vermögenslage

Die Entwicklung der wesentlichen Bilanzposten stellt sich wie folgt dar:

Aktiva 31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
TEUR TEUR in %
Forderungen an Kreditinstitute 2.037 3.066 -34
Forderungen an Kunden 284 29 +879
Treuhandvermögen 11.174 6.101 +83
Immaterielle Anlagewerte 4 45 -91
Sachanlagen 55 52 +6
Sonstige Vermögensgegenstände 54 35 +54
Rechnungsabgrenzungsposten 6 26 -77
Bilanzsumme 13.614 9.354 +46

Neben den aus dem guten Geschäftsverlauf (Erhöhung der Erträge im Finanzkommissionsgeschäft) resultierenden Steigerungen der Forderungen an Kreditinstituten hat sich das Treuhandvermögen deutlich erhöht; da es keine Auswirkung auf die Vermögenslage der Gesellschaft hat, sind hierfür keine weiteren Angaben zu machen.

Passiva 31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
TEUR TEUR in %
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten 2 15 -86
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 197 124 +59
Treuhandverbindlichkeiten 11.174 6.101 +83
Sonstige Verbindlichkeiten 105 119 -12
Rückstellungen 154 625 -75
Fonds für allgemeine Bankrisiken 192 328 -41
Eigenkapital
Stammkapital 75 75 unv.
Gewinnrücklagen 1.699 1.326 +28
Bilanzgewinn 16 641 -97
Bilanzsumme 13.614 9.354 +46

Das Gesellschaftsvermögen bzw. die liquiden Mittel liegen unverändert bei der DAB-Bank München, bei der Deutschen Bank Düsseldorf sowie bei der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert. Die treuhänderisch gehaltenen Kundenvermögen in € liegen separat verteilt bei der Wirecard Bank München, bei der Sparkasse Hilden Ratingen Velbert und den Omnibuskonten der Liquiditätsvendoren Gain Capital (Cityindex), TradeTech Alpha sowie Philip Capital Inc. Zusätzlich gibt es bei der Wirecard ein firmeneigenes € Konto, dass zeitnahe Überträge zum Ausgleich der Treuhandvermögen ermöglicht, sofern Bedarf hierfür vorliegt. Die wertmäßig größte Veränderung ergibt sich aus dem Treuhandbereich, wie für die Aktivseite der Bilanz bereits beschrieben. Der Sonderposten für allgemeine Bankrisiken §340g HGB wurde um 136 TEUR auf 192 TEUR gekürzt. Die letzten drei Geschäftsjahre haben aufgezeigt, dass die Sicherheitsmaßnahmen der FXFlat so gut gegriffen haben, dass nur ein kleiner vierstelliger Betrag für die Deckung von Sollsalden bei CFD-Privatkunden genutzt werden musste. In der Zwischenzeit wurde jedoch ein mittlerer sechsstelliger Betrag hierfür in den Sonderposten aufgebaut. Weiterhin hat ein großer White-Labelkunde mit mehreren hundert Privatkunden sein Geschäft gekündigt, da das dortige CFD-Geschäft vom Konzern an einen anderen Konzern verkauft wurde. Somit besteht keinen Grund mehr, solch einen hohen sechsstelligen Betrag fortzuführen.

2.4.2. Ertragslage

31.12.2019 31.12.2018 Veränderung
TEUR TEUR TEUR in%
Zinsaufwendungen 5 0 +5 -
Provisionsergebnis 3.495 5.786 -2.291 -40
Sonstige betriebliche Erträge 432 62 +370 +696
Verwaltungsaufwendungen 3.937 4.698 -761 -16
a) Personalaufwendungen 1.681 2.370 -689 -30
b) andere Verwaltungsaufwendungen 2.256 2.328 -72 -3
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 51 86 35 -40
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3 14 -11 -79
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und auf bestimmte Wertpapiere 21 0 +21 -
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -90 1.050 -960 -108

Die Gegenüberstellung der aktuellen Zahlen mit den Vorjahreszahlen ist relativ zu betrachten. Aufgrund der Abspaltung der Marke CapTrader befinden sich in den Zahlen 2019 keine CapTrader Erträge oder Aufwendungen, welche sich jedoch im Jahr 2018 befinden. Insgesamt hat FXFlat insbesondere aufgrund der hohen Aufwendungen für die Abspaltung sowie des Wegfalls der Erträge aufgrund der Abspaltung des Teilbetriebs "erlaubnisfreie Unterstützungsdienstleistung" ein negatives Ergebnis der normalen Tätigkeit erzielt. Aufgrund der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken gem. § 340 g HGB i.H.v. 136 TEUR konnte jedoch ein Jahresüberschuss i.H.v. 16 TEUR erzielt werden.

2.4.3. Finanzlage

Die Liquiditätsausstattung der Gesellschaft war im abgelaufenen Jahr jederzeit hinreichend gut und die Zahlungsfähigkeit jederzeit gewährleistet. Es stehen ausreichende Finanzierungsmittel zur Finanzierung der geschäftlichen Aktivitäten zur Verfügung.

Im Jahr 2019 wurden keine nennenswerten Investitionen vorgenommen.

2.4.4 Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage beurteilen wir als geordnet. Die Ertrags- und Kostenlage werden wir auch weiterhin wie gewohnt fortlaufend überprüfen. Wie bereits erwähnt, stieg die Bilanzsumme aufgrund einer deutlichen Zunahme des Treuhandbereiches um ca. 46% auf nunmehr 13.614 TEUR.

Risikobericht

2.5. Risikomanagement

Die Compliance erstellte eine Anlage zum Compliance Bericht (Stellung und Aufgaben), die eine Risikomatrix bzw. -inventur beinhaltet. Hier wurden Risiken identifiziert, analysiert und beurteilt. Das Risikoprofil der FXFlat ergibt keine neuen Erkenntnisse über erhöhte bzw. neu entstandene Risiken, da aufgrund des Wegfalls der Nachschusspflicht für Privatkunden dieses spezifische, nun bei der Gesellschaft liegende operationelle Risiko bewertet und diesem bereits seit letztem Jahr Rechnung getragen worden ist. Dies geschieht bei Bedarf durch fortlaufende Bildung eines Postens allgemeine Vorsorgerisiken in entsprechender Größenordnung. Parallel hierzu findet auf Einzelkundenbasis eine Value @ Risk Betrachtung statt, die es uns ermöglicht, aufkommende erhöhte Risiken zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen, wie z.B. Positionsreduktionen oder Erhöhung von Margin einzuleiten. Somit sind die Anforderungen an Arbeitsabläufe und Abstimmungstätigkeiten deutlich gestiegen und sind fortlaufend durchzuführen und zu dokumentieren. Weiterhin wird die bereits erwähnte steuerliche Veränderung für Privatkunden maßgeblichen Einfluss auf die Kundengewinnung haben können. Da das neue Steuergesetz zum 01.01.2021 in Kraft treten soll, wird hierauf weiterhin Augenmerk gelegt, Produkte diversifiziert sowie neue Kundschaft und Partnerschaften erschlossen.

2.6. Wesentliche Risiken unter Berücksichtigung der Risikokategorien der MaRisk

Ein Risiko für die Gesellschaft besteht - wie für alle Finanzdienstleistungsinstitute - in der Inanspruchnahme durch die Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Dieses Risiko hält die Gesellschaft für das vorliegende Jahr jedoch für überschaubar.

Folgende Risikobereiche hat die Gesellschaft des Weiteren identifiziert und beurteilt:

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko im Sinne der MaRisk wird definiert als Gefahr von Verlusten, die in Folge von Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder von externen Ereignissen eintreten. Es ist ein Oberbegriff für eine Vielzahl von Risiken, wie z.B. Personalrisiko, Reputationsrisiko, Rechtsrisiko usw. Die nach Auffassung der Geschäftsführung wesentlichen Einzelrisiken in diesem Bereich werden nachfolgend erläutert.

Personalrisiko

Das Personalrisiko versucht die Gesellschaft zu minimieren, indem Sie gut ausgebildete und fachlich kompetente und geeignete Mitarbeiter einstellt und die Qualität durch eine dauerhafte Fortbildung der Mitarbeiter gewährleistet. So wurden auch in 2019 einige Mitarbeiter auf Fortbildungen entsendet. Auszubildende bzw. ausgebildete Mitarbeiter werden nach Möglichkeit gerne übernommen, integriert und entwickelt, neue Auszubildende rücken nach. Das Unternehmen setzt in Sachen Personalzuwachs seinen Schwerpunkt im organischen Wachstum.

Reputationsrisiko

Die größte Gefahr droht, wenn - wie in der Vergangenheit bereits geschehen - unseriös auftretende Firmen, insbesondere aus dem Ausland, den CFD Markt durch ihr aggressives Marketing und Handeln in Verruf bringen und hieraus Unsicherheit für dieses Segment bis hin zu politisch motivierten rechtlichen Änderungen oder Verboten resultiert. Dieses Risiko ist allerdings seit der CFD-Beschränkung der ESMA im Jahr 2018 deutlich und spürbar gesunken.

Rechtsrisiko

Ein erhöhtes Risiko sieht die Gesellschaft in einer möglichen Nichtbeachtung rechtlich relevanter Vorschriften, welche aus der hohen Regelungsdichte und der daraus ggf. aufsichtsrechtlichen und/oder haftungsrechtlichen Sanktionierung resultieren kann. Um diese Risiken zu minimieren setzt die Gesellschaft auf ständige rechtliche Fortbildungen und die ständige Beratung u. a. durch fachlich ausgewiesene Rechtsanwälte. Die Bereiche Compliance, Datenschutz, Geldwäscheprävention und interne Revision wurden personell verstärkt. Hier wurde in 2019 insbesondere darauf geachtet, dass sich gerade dieses Personal weiterentwickelt. Hierunter befinden sich Mitarbeiter und Führungskräfte mit akademischem Titel "Master of Laws", "TÜV geprüfter Datenschutzbeauftragter gemäß DSGVO und BDSG-neu", "TÜV geprüfte Geldwäschebeauftragte". Des Weiteren wurden Schulungen der der Frankfurt School of Finance & Management auf dem Gebiet der internen Revision absolviert.

Adressausfallrisiko

Das Adressausfallrisiko sieht die Gesellschaft weiterhin als gering an. Sämtliche Kundengelder liegen auf segregierten Konten der Partnerbanken. Das Adressausfallrisiko ist mit der ESMA Beschränkung bei Privatkunden deutlich gesunken, da der maximale Hebel für CFDs stark beschränkt worden ist. Durch weitere Sicherheitsmechanismen, wie den Margin Watcher, der sämtlichen offenen Positionen zwangsliquidiert, wenn ein Schwellenwert unterschritten wird, wird vermieden, dass Kunden ins Soll gelangen. Weiterhin wird mit einer internen VaR-Berechnung das Wochenendrisiko minimiert, indem Kunden aufgefordert werden, Positionen abzubauen oder glattzustellen, die ein hohes Risiko bergen.

Liquiditätsrisiko

Die Gesellschaft stuft das Liquiditätsrisiko als gering ein, da sie keine Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber dem Kunden aus einem Einlagengeschäft besitzt und die Gesellschaft potenzielle Liquiditätsrisiken aus den operativen Verpflichtungen durch die Steuerung des Ertragsrisikos berücksichtigt. Darüber hinaus ist die Gesellschaft bemüht, nach Möglichkeit weitere Rücklagen aufzubauen.

Ertragsrisiko

Das Ertragsrisiko wird durch die Gesellschaft als existent angesehen. Dies ist damit zu begründen, dass z.B. durch bereits beschriebene anstehende Steueränderungen der Regierung, Kunden mögliche Alternativen im Ausland ersuchen könnten. FXFlat hat bereits Maßnahmen ergriffen, um bestehende sowie Neukunden auch an ausländische Kooperationspartner zu vermitteln, sollte der Kundenwunsch dahin tendieren. Somit wird sichergestellt, dass wechselbereite Kunden zwar das Brokerhaus wechseln könnten, die Erträge jedoch davon nicht tangiert werden. Die Gesellschaft reagiert auf das Ertragsrisiko zudem mit einem strikten Kostencontrolling. Als zentrales Steuerungsinstrument sieht die Gesellschaft eine zeitnahe und aussagekräftige Buchführung unter Einbeziehung der offenen Posten an. Hieraus leitet die Gesellschaft eine Finanzplanung ab. In den operationellen Risiken sieht die Gesellschaft das größte vorherrschende Risikopotenzial. Die Gesellschaft sieht die Compliance-Regelungen bzw. die Überprüfung deren Einhaltung als Steuerungsinstrument zur Vermeidung/Verminderung von operationellen Risiken. Hierzu wurden detaillierte Vorgaben bezogen auf das operative Geschäft durch entsprechende Arbeitsanweisungen festgehalten. Die fortlaufenden Kosten bei möglicherweise weiterhin sinkenden Margen bleiben dabei im Fokus der Geschäftsleitung. Aufgrund von aufsichtsrechtlichen Anforderungen bestehen besondere Anforderungen an die Höhe unserer Eigenmittel. Sie müssen, nachdem sie die ersten drei Jahren nach Lizenzerteilung mindestens 12% betragen sollten, nun 8% der Gemeinkosten zzgl. 2,5% SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) auf Basis des letzten festgestellten Jahresabschlusses betragen. Diese Anforderung wurde wie in den Vorjahren durchgehend erfüllt.

Risiken aus dem Geschäftsmodell

Die Gesellschaft sieht sich derzeit als ausreichend gut diversifiziert aufgestellt an. Der Prozess zur Optimierung des Geschäftsmodells hält unvermindert an. Um das Vertrauensverhältnis zu den Kunden der Gesellschaft weiterhin stabil zu halten, setzt die Gesellschaft auf ein aktives Beschwerdemanagement und verpflichtet sich zur Einhaltung der Compliance-Regelungen. Das Nachschusspflichtverbot hat u. E. die Seriosität der Branche gestärkt und das Produkt CFD für einige Anlegerkreise attraktiver gemacht. Dies zeigt sich auch daran, dass im Privatkundengeschäft die durchschnittliche Einzahlungssumme tendenziell steigt.

Des Weiteren liegt der Fokus der Gesellschaft das bereits bestehende Produktportfolio weiter zu diversifizieren. Aus diesem Grunde wurden Produkte wie "Spot-FX" und "Futures" hinzugefügt, so dass Kunden weiterhin CFD-Alternative Produkte handeln können.

3. Prognosebericht und Chancenbericht

3.1. Ausblick Weltwirtschaft und Kapitalmärkte

Nach einer geringen Volatilitätsphase im letzten Halbjahr 2019, sieht die FXFlat in 2020 die Märkte durch politisch motivierte Ereignisse (USA/Iran Krise), sowie durch den Corona Virus Ausbruch hoch volatil. Insbesondere der Corona Virus Ausbruch wird wirtschaftliche Folgen mit sich ziehen, da China (Ursprungsherd des Virus) ein sehr großer Motor der Weltwirtschaft ist. Der Flugverkehr dorthin wird eingeschränkt und Produktionen müssen geographisch verlagert werden. Dieser Umstand wird sich in den Kapitalmärkten durch hohe Volatilität bemerkbar machen, so dass bei verschiedenen Handelsteilnehmern dadurch auch Unsicherheit entstehen wird.

Die Märkte sind allerdings aufgrund der langjährigen Liquiditätshaltung der weltweiten Zentralbanken mit Liquidität mehr als gesättigt. So sehen wir auch bei sehr hoher Volatilität keine Liquiditätsengpässe, die zur Folge haben könnten, dass größere Kundenorders liquiditätsbedingt nicht ausgeführt werden. Insbesondere die Rohstoffmärkte Öl und Gold stehen in diesen Phasen unter Beobachtung. Durch die ESMA-Beschränkung der maximalen Hebel für Privatkunden, sieht sich die FXFlat sich hier allerdings gut gerüstet.

Die Bundesregierung hat das Einkommenssteuergesetz § 20 geändert, so dass der Kunde auf CFDs und andere Finanzprodukte mit derivativem Character bedeutend mehr Steuern zahlen muss, als er es heute bereits tut. Dieses Gesetz soll zu Beginn des Jahres 2021 in Kraft treten. Nach diesem neuen Gesetzt könnte der Kunde sogar Steuern auf Transaktionen zahlen, die netto keine Gewinne erwirtschaftet haben. Dies könnte dazu führen, dass Kunden alternative Produkte wählen, um diese hohen Steuerzahlungen zu vermeiden.

3.2. Voraussichtliche Entwicklung der FXFlat

Vorbemerkung:

Der Ausblick enthält Aussagen über die erwartete zukünftige Entwicklung. Diese Aussagen trifft FXFlat aufgrund aktueller Einschätzungen, die mit Risiken und Unsicherheiten behaftet sind. FXFlat verweist aufgrund der zukünftigen Schwankungen der Finanzmärkte auf die Prognoseunsicherheit und weist darauf hin, dass die tatsächlich eintretenden Ergebnisse gravierend von unseren Schätzungen und Aussagen abweichen können.

Ausblick:

Nachdem nun die Abspaltung mit der Marke "CapTrader" vollzogen worden ist, kann die FXFlat ihre Ressourcen voll und ganz auf eigenständiges und organisches Wachstum konzentrieren. Die Unternehmensstrategie sieht in 2020 vor, keine weiteren Großprojekte zu initiieren. Das Unternehmen legt seine Schwerpunkte in die Erweiterung des bestehenden Produktportfolios, die Gestaltung effizienter Prozesse im Backoffice & Accounting sowie der Optimierung der Vertriebsprozesse.

Wir wollen auch zukünftig und bei steigender Kundenanzahl, dass die erbrachte Servicequalität und die damit einhergehende Kundenzufriedenheit und das Kundenvertrauen in unsere Dienstleistungen auf einem konstant hohen Level bleibt und uns auch zukünftig zufriedene Neukunden beschert. Da FXFlat aufgrund der in 2018 erfolgten ESMA Beschränkungen und deren wenig kalkulierbaren Auswirkungen sehr abwartend reagiert und investiert hat, bedingt der erfreuliche und unerwartete Kundenzuwachs in allen relevanten Segmenten, dass dieser Entwicklung organisatorisch, räumlich und strategisch Rechnung getragen wird.

Beschäftigungslage:

Nach der Abspaltung beschäftigt die FXFlat 25 Mitarbeiter sowie 2 Geschäftsführer. Es soll weiteres geeignetes Personal (Auszubildende, Praktikanten, Werkstudenten) hinzukommen.

Der Corona Virus Ausbruch im asiatischen Raum wird von der Gesellschaft weiterhin beobachtet. Es wird erwartet, dass der Virus sich schnell auch auf europäischer Ebener ausbreiten kann. Nach jüngsten Erkenntnissen, sind ältere so wie schwer kranke Menschen am meisten gefährdet. Derzeit haben die Mitarbeiter der FXFlat ein durchschnittlich junges Alter. Die Geschäftsführer haben zu Beginn des neuen Jahres 2020 alle Notfallpläne nochmals inspiziert und sind mögliche weitere Notfallszenarien durchgegangen. Es werden Mitarbeitern, die gelegentlich im Home-Office gearbeitet haben, die Möglichkeit gegeben, diese zeitlich auszuweiten. Die FXFlat hat alle Ihre Mitarbeiter nochmals in Bezug auf Hygiene aufgeklärt und informiert

Umsatz:

Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass es auch weiterhin gelingen wird die Umsätze im Finanzkommissionsgeschäft zu steigern, höhere Marktvolatilitäten würden dieses Vorhaben natürlich begünstigen.

Erträge:

In Abhängigkeit des Tradingverhaltens unserer Kunden und der Marktvolatilitäten erwarten wir im Bereich des Finanzkommissionsgeschäftes eine potenzielle Umsatzsteigerung in einer Bandbreite zwischen 10-20% p.a.

Geschäftsergebnis:

Das Ergebnis der FXFlat ist aufgrund der Abspaltung sowie langanhaltender geringer Marktvolatilität leicht positiv und somit fast ausgeglichen, so wie es im letzten Lagebericht für dieses Jahr prognostiziert wurde.

Die FXFlat hat sich zum Ende des Geschäftsjahres und Vollzug der wirtschaftlichen Trennung der CapTrader wieder auf sein Tagesgeschäft konzentrieren und vor allem fokussieren können. Zudem konnte durch anhaltende steigende Volatilität die Wirtschaftlichkeit erhöht werden, so dass sich im Jahre 2020 ein positives Ergebnis entwickeln sollte.

 

Ratingen, im Februar 2020

Samed Yilmaz, Geschäftsführer

Rafael Neustadt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:

An die FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH

Prüfungsurteile

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie dem Anhang 2019 einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Wirtschaftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen-beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Meine Zielsetzung ist es, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem sowie den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Köln, 11.03.2020

Prof. Dr. Rainer Jurowsky, Wirtschaftsprüfer

Ratingen, 23.03.2020

Gesellschafterbeschluss

der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH

Wir, die unterzeichnenden alleinigen Gesellschafter der FXFlat Wertpapierhandelsbank GmbH, Ratingen, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 44445, fassen unter Verzicht auf alle Form- und Fristvorschriften hierdurch den folgenden Beschluss:

Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2019 mit einer Bilanzsumme in Höhe von € 13.613.668,30 und einem Jahresüberschuss in Höhe von € 15.883,17 wird festgestellt.

Der Bilanzgewinn in Höhe von € 15.883,17 wird vollumfänglich in die Gewinnrücklage eingestellt.

Den Geschäftsführern Samed Yilmaz und Rafael Neustadt wird bis zum 31.12.2019 Entlastung erteilt.

 

Ratingen, den 23.03.2020

Michael Heyder, Gesellschafter

Martin Krüger, Gesellschafter

Rafael Neustadt, Gesellschafter

Zur Kenntnis genommen:

Samed Yilmaz, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

59 nahegelegene Organisationen

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