Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
WITTE Bitburg GmbH
Lilienthalstraße 11, 54634 Bitburg, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Kersten Tom Janik seit 5.8.2022 | Geschäftsführer |
Harald Hau seit 27.11.2018 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
WITTE Bitburg GmbHBitburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen der Gesellschaft A. Geschäftsmodell der Gesellschaft Die WITTE Bitburg GmbH (WITTE Bitburg) ist auf dem Gebiet der Herstellung und des Vertriebs von Kunststoffteilen, der Herstellung, der Aufbereitung und des Vertriebs von Kunststoffgrundstoffen, der Beschaffung von Werkzeugen, der Durchführung von Änderungen und Instandhaltung an Werkzeugen sowie der Herstellung und Montage von artverwandten Baugruppen tätig. Die Gesellschaft ist zu 100 % eine Tochtergesellschaft der WITTE-Velbert GmbH & Co. KG, Velbert (WITTE-Velbert). WITTE Bitburg produziert hauptsächlich Teile für die Automobilindustrie mit dem Schwerpunkt Türaußengriffkomponenten und ist hierbei als Grundfertiger sowohl für verbundene Gesellschaften als auch für andere Zulieferer der Automobilbranche tätig. B. Forschungs- und Entwicklungskosten Im Innovations-Center unserer Muttergesellschaft wird Grundlagenforschung und Basisentwicklung betrieben. Die dort ausgeführten Tätigkeiten sind seriennah, jedoch noch nicht am Markt positioniert. Zum anderen werden Lösungen auf Basis von Kunden-individuellen Produktionsspezifikationen erarbeitet. Die Entwicklung vollzieht sich hier kundenbezogen auf der Grundlage eines Serienvertrages oder eines separaten Entwicklungsvertrages, dem i.d.R. die Belieferung in einem Serienauftrag folgt. An diesen Aufträgen partizipiert unsere Gesellschaft. Darüber hinaus unterstützen wir bei der Entwicklung und Optimierung der Serienwerkzeuge. II. Wirtschaftsbericht 2023 A. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland sank im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,3 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im vergangenem Jahr im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Konsumausgaben des Staates sanken erstmals seit fast 20 Jahren preisbereinigt um 1,7 %. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung vom 15. Januar 2024) Im Gesamtjahr 2023 wurden in Deutschland 2,8 Mio. Pkw neu zugelassen, 7 % mehr als im Vorjahr. Der Vergleich mit dem Vorkrisenniveau ist allerdings weiterhin deutlich negativ. Im vergangenen Jahr wurden 21 % weniger Neufahrzeuge zugelassen als 2019. Aufgrund der ursprünglich geplanten Reduzierung des Umweltbonus kam es auch am Jahresende 2023 zu einem Vorzugseffekt, der sich aber weniger stark auswirkte als im Vorjahr. Das abrupte Ende des Umweltbonus am 17. Dezember 2023 wird sich in den Neuzulassungen vor allem 2024 auswirken. Exportiert wurden 2023 insgesamt 3,1 Mio. Pkw. Das sind 17 % mehr als im Vorjahr, das Niveau des Vorkrisenjahres 2019 wird allerdings noch um gut 11% unterschritten. (Quelle: VDA Pressemitteilung vom 4. Januar 2024) B. Geschäftsverlauf Die diversen Krisen haben die Geschäftstätigkeit im Jahr 2023 weiterhin deutlich beeinflusst. Die Abrufe der Kunden waren auch im Geschäftsjahr 2023 schwankend und unzuverlässig. Die Gesamtleistung (= Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen) erhöhte sich in 2023 im Vorjahresvergleich um 10,9 % auf TEUR 26.829. Trotz der allgemeinen Verunsicherung des Weltmarktes konnte die Serienleistung gesteigert werden. Auch die Leistung im Bereich Dienstleistungen und Lizenzen hat sich erhöht. Diese Änderung des Produktmix aber auch realisierte Kompensationszahlungen von Kunden hatten einen positiven Einfluss auf die Materialaufwandsquote - als Materialaufwand zur Gesamtleistung-, die sich von 36,0 % in 2022 auf 34,9 % in 2023 verbesserte. Neben dem Serienbereich lag auch der Werkzeug- und Entwicklungsumsatz leicht über dem Vorjahresniveau. Dem höheren Ergebnisbeitrag durch den Umsatzanstieg und geringeren Abschreibungen standen gestiegene Personalaufwendungen und sonstige Aufwendungen (insbesondere Leiharbeitnehmer) gegenüber. Im Ergebnis wurde 2023 ein Gewinn vor Steuern (Leistungsindikator) in Höhe von TEUR 303 (TEUR 431 im Vorjahr) erwirtschaftet. Das Ergebnis lag damit um TEUR 236 unter dem Planwert, vor allem aufgrund ungeplanter Personal- und Fehlerkosten. C. Darstellung der Ertragslage Die Umsatzerlöse erhöhten sich in 2023 von TEUR 24.180 im Vorjahr auf TEUR 27.501. Hierbei kam es zu einem Anstieg der Umsätze im Bereich Serienteile und Materialverkäufe (Leistungsindikator) um TEUR 1.644 auf TEUR 20.842. Der im Vorjahr geplante Serienumsatz (Mio. EUR 21,2) wurde somit volumenbedingt nicht ganz erreicht. Der Werkzeugumsatz (Leistungsindikator) ist zwar um TEUR 161 auf TEUR 1.879 gesunken, hat damit aber den Planwert (Mio. EUR 1,1) übertroffen. Die Entwicklungsumsätze (Leistungsindikator) lagen mit TEUR 404 um TEUR 273 über dem Vorjahresniveau und über dem Plan (TEUR 0). Die sonstigen Erlöse (insbesondere Lizenzerträge, Dienstleistungen) betrugen TEUR 4.376 (Vorjahr: TEUR 2.788). Die Änderung des Serien-Produktmix, Kompensationszahlungen der Kunden sowie vor allem der höhere Anteil an Dienstleistungs- und Lizenzerlösen führte zu einer Verbesserung der Materialaufwandsquote von 36,0 % auf 34,9 %. Der Personalaufwand erhöhte sich im Vorjahresvergleich um TEUR 496 trotz der von 161 Mitarbeiter im Vorjahr auf 158 Mitarbeiter in 2023 gesunkenen durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, im Wesentlichen aufgrund von Lohn- und Gehaltssteigerungen. Die Abschreibungen sanken in 2023 um TEUR 56. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere durch höhere Aufwendungen für Leiharbeitnehmer (TEUR +797), höhere Dienstleistungen (TEUR +485), höhere Leasingkosten (TEUR +244) sowie höhere Fehlerkosten (TEUR +209) gegenüber 2022 um TEUR 1.703 auf TEUR 8.143. Gegenläufig gingen die Aufwendungen für Restrukturierung um TEUR 66 zurück. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultierten in 2023 vor allem aus laufenden Steueraufwendungen. Das Jahresergebnis lag mit TEUR 203 nach Steuern unter dem Niveau des Vorjahres (TEUR 292). D. Darstellung der Vermögenslage Das Gesamtvermögen verringerte sich zum 31. Dezember 2023 um TEUR 1.683 auf TEUR 11.321. Neben einem Rückgang im Nettoanlagevermögen war eine Reduzierung des Vorratsvermögens zu verzeichnen. Sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch gegen verbundene Unternehmen lagen leicht über dem Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen verringerte sich im Berichtsjahr um TEUR 329. Abschreibungen in Höhe von TEUR 987 standen Neuinvestitionen in Höhe von TEUR 662 sowie Verluste aus Anlagenabgängen von TEUR 4 gegenüber. Die Vorräte verringerten sich zum 31. Dezember 2023 stichtagsbedingt um TEUR 1.550, vor allem bei Rohstoffen und unfertigen Werkzeugen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit TEUR 907 um TEUR 78 über Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich zum Stichtag um TEUR 140 auf TEUR 2.610 und enthalten vor allem Cash-Pool-Forderungen. Der Gewinn des Vorjahres wurde per Gesellschafterbeschluss vorgetragen. Das Eigenkapital erhöhte sich daher um den laufenden Jahresüberschuss von TEUR 203. Durch den Rückgang der Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 50,5 % auf 59,8 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken stichtagsbedingt um TEUR 79 auf TEUR 1.918. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (TEUR 1.022) sanken um TEUR 1.978 vor allem aufgrund der Darlehenstilgung gegenüber der WITTE-Velbert. Die sonstigen Verbindlichkeiten (TEUR 123) lagen etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Während die sonstigen Rückstellungen insbesondere aufgrund von Verpflichtungen aus Preisdifferenzen ansteigen, reduzierten sich die Steuerrückstellungen, da die Vorauszahlungen die Steuerlast übersteigen. E. Darstellung der Finanzlage Für die Finanzmittel-Betrachtung werden die bestehenden liquiden Mittel von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) sowie gegebenenfalls bestehende Cash-Pool-Verbindlichkeiten gegenüber der WITTE Automotive (Vorjahr WITTE-Velbert) in Summe betrachtet. Cash-Pool-Forderungen werden im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Zum 31. Dezember 2023 bestand eine Cash-Pool-Forderung von TEUR 1.885 (Vorjahr TEUR 1.827). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2023 einen positiven Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.798. Die positiven Effekte resultieren vor allem aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen sowie der Abnahme der Vorräte. Gegenläufig wirkten sich die geringeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus. Im Rahmen der Investitionstätigkeit kam es zu einem Abfluss in Höhe von TEUR 672 v.a. durch Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen von TEUR 662. Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit kam es zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 2.126 durch die Tilgung eines Intercompany-Darlehens und gezahlte Zinsen. Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgte über die WITTE Automotive. F. Mitarbeiter Mitarbeiter stellen bei der WITTE Bitburg den wesentlichen Werttreiber dar. Mit ihren Fähigkeiten und Qualitäten bilden sie die Basis des Erfolges der Gesellschaft. Das Arbeits- und Gesundheitsmanagement der deutschen, tschechischen und bulgarischen Unternehmen des WITTE-Konzerns sind nach ISO 45001:2018 zertifiziert. Zudem werden Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt und personelle Veränderungen, Strategien und sonstige Entwicklungen intern kommuniziert. Die Geschäftsführung bedankt sich - auch an dieser Stelle - bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die große Flexibilität, das engagierte Arbeiten und den hohen Einsatz für WITTE unter weiterhin erschwerten Bedingungen. Nur durch den Einsatz und die Motivation aller Mitarbeiter der nun größer gewordenen WITTE-Familie konnte die organisatorische Integration der VAST erfolgreich umgesetzt werden. Ebenfalls konnte WITTE schnell und flexibel auf Abrufschwankungen reagieren, für unterschiedliche Kostenelemente Preisanpassungen und Kompensationen gegenüber unseren Kunden generieren, und trotz dieses schwierigen Jahresverlaufs am Ende ein profitables Ergebnis realisieren. Auch in 2023 riss die Hilfsbereitschaft für die unter dem Krieg leidenden Ukrainerinnen und Ukrainer nicht ab. Dafür möchten wir uns ebenfalls bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. G. Nachhaltigkeit / ESG Performance Das Thema Nachhaltigkeit hat für WITTE als Familienunternehmen seit jeher einen hohen Stellenwert, und durch die jüngsten Entwicklungen hat es in der Gesellschaft, für die Kunden und auch für WITTE selbst nochmals an Bedeutung gewonnen. Ziel ist seit jeher die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die Verminderung von Umweltbelastungen. WITTE entwickelt Produkte mit dem Ziel, die Belastungen für die Umwelt schon bei der Herstellung, beim späteren Gebrauch und schließlich bei der Verwertung bzw. Entsorgung am Ende des Produktlebenszyklus so gering wie möglich zu halten. Im demnächst erscheinenden neuen WITTE Nachhaltigkeitsbericht geben wir ein detailliertes Update zur Nachhaltigkeitsstrategie und zur Entwicklung der ESG (Environmental, Social, Governance-)Performance des Unternehmens in den Geschäftsjahren 2022 und 2023. Besonderer Fokus unserer Aktivitäten liegt weiterhin auf den Themen Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit in der vorgelagerten Lieferkette. Für unsere Standorte haben wir uns das Ziel gesetzt, bis Ende 2025 bilanzielle Klimaneutralität zu erreichen (Scope I & 2). Wichtigste Hebel hierfür sind die Steigerung der Energieeffizienz, die Eigenerzeugung und der Einkauf von CO 2 -neutraler Energie sowie die Kompensation aller verbliebenen, bis dahin technisch unvermeidbaren Emissionen: Unsere gute Nachhaltigkeitsperformance wurde uns auch in verschiedenen Ratings bescheinigt: Im Carbon Disclosure Project (CDP) Rating haben wir für das Geschäftsjahr 2023 die Note B- im Bereich Climate Change erhalten. Im in der Automobilbranche geläufigen SAQ 5.0 (Sustainability Self Assessment Questionnaire) erzielen wir für unsere Standorte Scores zwischen 82 und 91 %. III. Chancen- und Risikobericht A. Risikomanagement Durch eine enge Anbindung der Management-Organisation an die WITTE-Velbert sind organisatorische Regelungen und Maßnahmen getroffen, damit den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende und sonstige wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung unserer Gesellschaft früh erkannt werden. Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation liegt bei den Bereichsleitern und Geschäftsführern der Gesellschaft. Die Kommunikation mit der Geschäftsführung der WITTE Automotive über risikorelevante Faktoren erfolgt regelmäßig und berücksichtigt mögliche Schäden sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Qualitäts- und Umweltmanagement sowie das Controlling-System werden kontinuierlich weiterentwickelt, um Risiken der aktuellen und zukünftigen Entwicklung rechtzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Durch die intern genutzte Software SAP ERP 6.0 ist die Gesellschaft in der Lage, das Berichts- und Planungssystem durch Kennzahlen, Soll-Ist-Vergleiche und umfassende Abweichungsanalysen ständig zu verbessern. Im Rahmen des Steuerungs- und Überwachungssystems stehen regelmäßig produktionsbezogene Kennziffern und Analysen zur Verfügung. Ebenso werden wochen- und monatsbezogene Übersichten, betriebswirtschaftliche Auswertungen und Kennzahlen erstellt. Darüber hinaus werden zyklisch Plan-, Ist- sowie Forecast-Analysen erstellt und entsprechende Maßnahmen durch die Geschäftsleitung definiert, eingeleitet und überwacht. Es erfolgt eine laufende Überwachung und Steuerung der Liquidität. Debitoren und Kreditoren werden ständig beobachtet und analysiert. Forderungsrisiken werden durch leistungsnahe Zahlungen abgesichert. Das Forderungsmanagement wird zusammen mit dem Bereich Kreditmanagement der WITTE- Velbert sowie einem automatisierten Mahnverfahren laufend überwacht. Wertberichtigungen tragen dem Ausfallrisiko angemessen Rechnung. Die Vorratsbestände werden durch ein laufendes Monitoring gesteuert. Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken begegnet die Gesellschaft, soweit nach eigener Einschätzung notwendig, durch entsprechende Termingeschäfte sowie mittel- und langfristige Zinsvereinbarungen. B. Chancen Die Chancen der Gesellschaft liegen in der Partizipation am Wachstum der Hersteller in der Automobilindustrie. Die Automobilhersteller erweitern kontinuierlich ihre Produktpalette. Dies schafft Wachstumspotential für die Gesellschaft. Durch langfristige Kundenbeziehungen und Erfahrungen hat die Gesellschaft Kenntnisse über die Wünsche und Ziele ihrer Kunden. Dies stellt eine zusätzliche Chance zum Ausbau des Marktanteils dar. WITTE-Produkte werden vom Kunden als innovativ, hoch qualitativ und zuverlässig wahrgenommen. In einem Automobilmarkt, in dem in der jüngeren Vergangenheit vermehrt über Rückrufaktionen in der Presse berichtet wird, werden die Qualität und Technologiestärke von WITTE künftig noch stärker ein ausschlaggebender Faktor bei der Auftragsvergabe sein. Die WITTE Bitburg ist Teil des WITTE-Konzerns, der neben Produktionsstandorten in Deutschland auch Standorte in der Tschechischen Republik, Bulgarien, China, USA und Schweden sowie für den Produktbereich WITOL in China und den USA unterhält. Mit der am 30. Juni 2023 100-prozentigen Übernahme der VAST erhöht der WITTE-Konzern im operativen Geschäft seine Präsenz sowohl auf dem weltweit größten Automobilmarkt China als auch in Indien und Japan. Diese Entwicklungen ermöglichen WITTE dem Kunden erfolgreich Globallösungen für seine Produkte anzubieten. Als Technologie-Zentrum für Kunststoffspritzguss im WITTE-Konzern kann WITTE Bitburg das Absatzvolumen für einige Produkte aufgrund von Modelländerungen beim Kunden ausbauen und weitere Produkte hinzugewinnen. C. Risiken Risiken bestehen für die WITTE Bitburg in der branchenüblichen Abhängigkeit von einer geringen Anzahl von Kunden in einer bestimmten Branche. Auch der Anteil unserer für verbundene Unternehmen gefertigten Produkte wird letztendlich an diese Kunden geliefert. Die WITTE Bitburg ist im Rahmen des WITTE-Konzerns als Zulieferer für Konzernunternehmen, aber auch unmittelbar den Risiken der Automobilindustrie und der allgemeinen Konjunkturentwicklung ausgesetzt. Umsatzeinbrüche in der Automobilbranche können nicht durch Gewinne anderer Segmente kompensiert werden. Andererseits verfügt die WITTE Bitburg über eine starke Eigenkapitalbasis und ein solides Finanzierungskonzept. Kurz- und mittelfristige Ergebnisrückgänge können hierdurch aufgefangen werden. Unverändert bestehen Risiken auf der Einkaufsseite in der Rohstoffpreisentwicklung, insbesondere für die Bereiche Kunststoff und Energie. Diesen Risiken wirkt die Gesellschaft auf der einen Seite mit mittelfristigen Verträgen und auf der anderen Seite mit Materialgleitklauseln in den Kundenverträgen zum Teil entgegen. Darüber hinaus wird der globale Einkauf zielgerichtet verstärkt. Es bestehen partiell Abhängigkeiten von einzelnen Lieferanten, die über strategische Lieferantenbeziehungen in unser Risikomanagementsystem eingebunden werden. Das Monitoring von potentiellen Lieferanteninsolvenzen gewinnt weiter deutlich an Bedeutung. Die Gesellschaft benötigt aufgrund der Komplexität der Produkte und der hohen Ansprüche der Kunden an Qualität und Produktionszeit qualifizierte Mitarbeiter, die Neuprodukte entwickeln, produzieren und die Qualitätsanforderungen überwachen. WITTE Bitburg befindet sich in einem kontinuierlichen Prozess, Anregungen der Mitarbeiter aufzunehmen und den Standard der Mitarbeiter durch Fortbildung zu verbessern. Alle wesentlichen Einkaufs- und Absatzverträge werden auf Euro-Basis abgeschlossen. Die zukünftige Entwicklung des Automobilsektors hängt unmittelbar mit den Veränderungen der globalen Finanzmärkte und der Weltwirtschaft zusammen. Demnach wird die zukünftige Ausrichtung unserer Gesellschaft auch davon beeinflusst werden, welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen und Unsicherheiten auf dem europäischen und globalen Markt haben werden. Der anhaltende Krieg in der Ukraine ist ein bestehendes Risiko, welches sich auch im Jahr 2024 negativ auf die Geschäftstätigkeit unserer Gesellschaft auswirken kann. Der Krieg kann zu Unterbrechungen in den Lieferketten oder Engpasssituationen bei Bauteilen sowie Rohstoffen führen und dadurch die Absatzentwicklung beeinflussen. Auch sind weiterhin Schwankungen bei den Preisen bei Rohstoffen und Zukaufteilen sowie Energie zu erwarten. Neben dem Ukraine-Krieg führen auch weitere internationale Spannungen wie zwischen China und Taiwan oder der Nahostkonflikt zu weiteren Unsicherheiten auf dem Weltmarkt und möglichen wirtschaftlichen Folgen, welche kaum abschätzbar sind. Unsere Gesellschaft sieht dabei die Risiken im Absatzbereich, in weiteren Engpässen in den Lieferketten, Insolvenzen auf Zulieferseite sowie negativen Ergebnisabweichungen. D. Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft Nach Auswertung der vorliegenden Informationen aus dem vorstehend beschriebenen System zum Risikomanagement haben sich keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben. IV. Prognosebericht Der Verband der Automobilindustrie erwartet für 2024 für den Pkw-Weltmarkt mit einem Absatz- Plus von 2 % ein moderates Wachstum. Für den deutschen Markt wird von einem Rückgang von I % auf 2,8 Mio. Pkw ausgegangen. Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Für das Jahr 2024 wird eine Inlandsproduktion von 4,1 Mio. Einheiten erwartet. Dies würde eine Seitwärtsbewegung bedeuten. Die Auslandsproduktion dürfte im Jahr 2024 um 4 % auf 10,6 Mio. Einheiten zulegen (Quelle: VDA Pressemitteilung vom 30. Januar 2024). Das ifo Institut rechnet für 2024 mit einem geringfügigen Zuwachs der deutschen Wirtschaftsleistung um 0,9 % (Quelle: ifo Institut Pressemitteilung vom 14. Dezember 2023). Das Automobil wird auf Basis diverser Studien weiterhin ein nachhaltiger Baustein für die individuelle Mobilität bleiben. Die Produktionszahlen werden in den kommenden Jahren zwar wieder anwachsen, allerdings das Vor-Krisenniveau nicht kurzfristig wieder erreichen können. Die Gesellschaft geht in der Mittelfristplanung vor dem Hintergrund angepasster Kostenstrukturen und eines steigenden Exportanteils davon aus, in den nächsten Jahren nachhaltig positive Unternehmensergebnisse zu erzielen und somit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage weiter zu verbessern. Die globale Automobilindustrie ist durch verschiedene Herausforderungen mit erheblichem Gegenwind konfrontiert. Es ist davon auszugehen, dass sich die wirtschaftliche Unsicherheit durch Handelskonflikte, Ukraine-Krieg, Nahostkonflikt, Rezession, Inflation, veränderte Nachfragesituationen sowie Engpässe in den Lieferketten weiter fortsetzt. Ausschlaggebend für das Jahr 2024 wird sein, inwiefern die Automobilindustrie die verschiedenen Unsicherheiten und Risiken bewältigen wird. Neben den Herausforderungen und Schwierigkeiten zeigt das langfristig volle Auftragsbuch des WITTE- Konzerns, dass wir das Vertrauen unserer Kunden erhalten bzw. gewinnen konnten. Zusätzlich ergeben sich Chancen durch eine wirtschaftliche Erholung, eine Optimierung im Produktmix sowie unsere gestiegene Präsenz auf dem weltweit größten Automobilmarkt China. Die Zukunft bleibt herausfordernd, da Rohstoffe, Material-, Energie- und Lohnkosten auf einem hohen Niveau verbleiben oder nur sehr langsam sinken. Auch in 2024 werden wir mit unseren Kunden über die verschiedenen Kostenelemente sprechen müssen, um diesbezüglich Preisanpassungen und Kompensationen zu generieren. Trotz dieser Herausforderungen müssen und wollen wir weiter in die Zukunft investieren. Ein wesentlicher Bestandteil hierfür ist "WITTE Forward 2024+", ein Programm zur Kostenreduzierung und langfristigen Verbesserung. Es beinhaltet notwendige Maßnahmen in allen Bereichen des WITTE-Konzerns. Ziele sind neben der Margenerhöhung durch Vertriebs-, Einkaufs- und Qualitätsmaßnahmen, Produktmanagement sowie der Fokussierung des Ersatzteilgeschäfts, weitere deutliche Einsparungen in den Werken und die aktive Kostensenkung in den Zentralbereichen. Weitere Bausteine des Programms sind die Beschränkung der Investitionen sowie die Reduzierung des Working Capital Bedarfs. Für den WITTE-Konzern wird unter diesen Rahmenbedingungen in der im Dezember 2023 verabschiedeten Planung für 2024 ein moderat positiver Geschäftsverlauf erwartet. Dies ist zum einen auf ein leichtes Umsatzwachstum, aber auch auf unsere umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen ("WITTE Forward 2024+") zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft einen etwa auf aktuellem Niveau liegenden Serienumsatz in Höhe von Mio. EUR 20,5, einen Werkzeugumsatz in Höhe von Mio. EUR 0,1 sowie Entwicklungsumsätze in Höhe von Mio. EUR 0,3 (Leistungsindikatoren). Sonstige Erlöse (insbesondere Lizenzerträge, Dienstleistungen) werden in Höhe von Mio. EUR 6,0 erwartet. Der Ausbau des Technologie- Zentrums für Kunststoffspritzguss im Hinblick auf neue Technologien ist weiterhin ein fester Baustein der Unternehmensstrategie, um mittel- und langfristig Umsatzzuwächse und nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen. Die Materialaufwandsquote wird für 2024 gemäß Plan unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen. Auch die Abschreibungen werden im Vergleich zum aktuellen Jahr deutlich niedriger erwartet. Zudem wird davon ausgegangen, die Fehlerkosten für die einzelnen Produkte im Geschäftsjahr 2024 durch Prozessoptimierung in der Nacharbeit und durch das Know-how im Bereich Lackiertechnik verringern zu können. Die Fehlerkosten werden daher deutlich unter dem Niveau des Vorjahres erwartet. Auf dieser Basis plant WITTE Bitburg für das Jahr 2024 ein Ergebnis in Höhe von Mio. EUR 0,4 vor Steuern (Leistungsindikator). Die Gesellschaft geht in der Mittelfristplanung davon aus, auch in den kommenden Jahren weiter nachhaltig positive Unternehmensergebnisse zu erzielen. Die digitale Transformation wurde im Jahr 2023 und wird in den Folgejahren durch unser nextWITTE- Programm weiter fortgesetzt. Wichtige Meilensteine im Hinblick auf die S/4 HANA-Einführung wurden durch die erfolgreiche Einführung des neuen Hauptbuchs in SAP (SAP NewGL) sowie die SAP-Migration in die private Cloud bei SAP im Jahr 2023 erreicht. Damit stellen wir sicher, dass unsere IT- Systeme sowie der IT-Betrieb bei WITTE für die Zukunft gut aufgestellt sind. Investitionen in innovative Technologien, moderne Arbeitsbedingungen sowie Maßnahmen zur Nachhaltigkeit werden weiter vorangetrieben. Mit diesen Innovationen und unserem Programm "WITTE Forward 2024+" wird unser Unternehmen trotz der aktuellen Volumenkrise stabil und zukunftssicher aufgestellt bleiben. Damit stellen wir proaktiv sicher, dass WITTE nachhaltig ein verlässlicher Partner für unsere Kunden und eine sichere Heimat für unsere Mitarbeiter bleibt.
Bitburg, den 23. April 2024 WITTE Bitburg GmbH gez. Harald Hau, Geschäftsführer gez. Kersten Tom Janik, Geschäftsführer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die WITTE Bitburg GmbH hat ihren Sitz in Bitburg und ist unter der Nummer HRB 31514 im Register des Amtsgerichtes Wittlich eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt. II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bilanziert. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgen die Abschreibungen linear. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bilanziert. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt. Das Sachanlagevermögen wird linear abgeschrieben. Der Ansatz des nicht abnutzbaren Anlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten. Die Nutzungsdauern betragen:
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die unfertigen Leistungen werden nach dem Grad der Fertigung zu Herstellungskosten ausgewiesen. Die Herstellungskosten enthalten Material- und Fertigungseinzelkosten, Sondereinzelkosten der Fertigung, angemessene Teile an Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen auf Fertigungsanlagen. Soweit ein niedrigerer Wert anzusetzen ist, ist dieser berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte werden zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nominalwerten. Für bestehende Einzelrisiken werden Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus wird eine Pauschalwertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert bilanziert. Aktive und passive latente Steuern werden auf temporäre oder quasi-permanente Differenzen zwischen Wertansätzen der Handelsbilanz und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge gebildet. Die Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung eines Steuersatzes von 15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 14,0 % für die Gewerbesteuer. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Rückstellungen berücksichtigen alle zurzeit erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und werden in Höhe des Erfüllungsbetrages bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden auf ihren Barwert zum Abschlussstichtag abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. III. Grundsätze für die Umrechnung in Euro Unterjährig werden Geschäftsvorfälle in fremden Währungen zum Wechselkurs des Tages umgerechnet. Zum Abschlussstichtag werden kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens und kurzfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags umgerechnet. Mittel- und langfristige Vermögensgegenstände in fremden Währungen werden mit dem niedrigeren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt. Mittel- und langfristige Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem höheren Betrag ausgewiesen, der sich aus der Umrechnung zum Anschaffungskurs oder zum Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtags ergibt. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist in einer Anlage zum Anhang dargestellt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 725 (Vorjahr: TEUR 644). TEUR 490 (Vorjahr: TEUR 2.466) betreffen Forderungen gegen Gesellschafter. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Risiken aus Preisdifferenzen in Höhe von TEUR 722 (Vorjahr: TEUR 444), ausstehende Eingangsrechnungen in Höhe von TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 335), aus Garantien und Gewährleistungen in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 66) sowie Verpflichtungen im Personalbereich in Höhe von TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 115) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 0) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 3.000). Von den Verbindlichkeiten entfallen TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 3.000) auf Gesellschafter. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten betragen:
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 42) insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 31) enthalten. VI. Sonstige Angaben Geschäftsführung Geschäftsführer der Gesellschaft: Herr Harald Hau, Wawern, Geschäftsführer der WITTE Bitburg GmbH Herr Kersten Tom Janik, Essen, Geschäftsführer (COO) der WITTE Automotive GmbH Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind in Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB unterblieben. Haftungsverhältnisse Gesamtschuldnerische Mithaftung für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen aus Bankkrediten: TEUR 7.247 (Vorjahr: TEUR 9.050). Die gesamtschuldnerische Mithaftung betrifft die Konzernfinanzierung der WITTE-Velbert und der WITTE Automotive aus Konsortialdarlehen. Im Rahmen der Konzernfinanzierung der WITTE-Velbert und der WITTE Automotive haftet die Gesellschaft zusammen mit weiteren verbundenen Unternehmen gesamtschuldnerisch als Garant für von verbundenen Unternehmen aufgenommene Darlehen. Der sich aus der Gesamtschuldnerschaft ergebende Haftungsrahmen ist dabei vertraglich beschränkt. Wir rechnen gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme aus unserer Mithaftung, da die betroffenen Unternehmen ihren Verpflichtungen bislang regelmäßig nachgekommen sind und keine Anzeichen dafür vorliegen, dass diese in Zukunft hierzu nicht in der Lage sind. Außerbilanzielle Geschäfte Verpflichtungen aus Leasing- und Mietverträgen betragen TEUR 2.784. Mit den Vertragsverhältnissen, insbesondere beim Leasing von Maschinen und technischen Anlagen, sichern wir uns die Möglichkeit, nach Ablauf der Vertragslaufzeit auf die dann neueste Technologie zu wechseln, ohne dabei ein Verwertungsrisiko berücksichtigen zu müssen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Abschlussstichtag insgesamt TEUR 2.183. Zum Abschlussstichtag bestehen Verpflichtungen aus jährlich kündbaren Dienstleistungsverträgen mit verbundenen Unternehmen. Der jährliche Aufwand im Geschäftsjahr 2024 wird ca. TEUR 1.440 betragen. Das Bestellobligo aus Investitionen und längerfristigen Verpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 743. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
Konzernzugehörigkeit Die WITTE Bitburg GmbH wird in den Konzernabschluss und Konzernlagebericht der WITTE Automotive GmbH, Velbert, Amtsgericht Wuppertal, HRB 19893, die den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Übermittlung dieser Unterlagen erfolgt an das elektronische Unternehmensregister in Köln. Ausschüttungssperren Ausschüttungsgesperrte Beträge belaufen sich auf TEUR 18. Sie entfallen vollständig auf aktive latente Steuern. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung, die für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von wesentlicher Bedeutung sind, haben sich nach dem Abschlussstichtag nicht ereignet. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss von EUR 202.584,86 zusammen mit dem Gewinnvortrag von EUR 6.051.378,05 auf neue Rechnung vorzutragen.
Bitburg, den 23. April 2024 WITTE Bitburg GmbH gez. Harald Hau, Geschäftsführer gez. Kersten Tom Janik, Geschäftsführer sonstige Berichtsbestandteile: Angaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 25. Mai 2024 festgestellt. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die WITTE Bitburg GmbH, Bitburg Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der WITTE Bitburg GmbH, Bitburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Dar- über hinaus haben wir den Lagebericht der WITTE Bitburg GmbH, Bitburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 24. April 2024 Deloitte
GmbH
Nicole Meyer, Wirtschaftsprüferin Dirk Becker, Wirtschaftsprüfer |
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