Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 213343
Eingetragen
14.8.2018
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenBearbeitung und Veredlung von KunststoffwarenHerstellung von Kunststoffen in Primärformen
Gegenstand
Verarbeitung von Kunststoff-Reststoffen zu Sekundärstoffen, insbesondere zu hochwertigen Kunststoffgranulaten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

50.00% identifiziert50.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
50.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Siemer Unternehmensbeteiligung AG
Germany
1.250.000 €
50.00%
LEFA GmbH
Germany
1.250.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SL Recycling GmbH

Bakum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 18.547.412,45 20.150.241,37
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1,00 1,00
II. Sachanlagen 18.547.411,45 20.150.240,37
B. Umlaufvermögen 1.249.984,21 2.392.250,82
I. Vorräte 456.148,35 852.196,05
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 545.820,92 1.093.318,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 248.014,94 446.735,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.038,04 0,00
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 533.494,44  
Aktiva 20.372.929,14 22.542.492,19

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 1.424.641,10
I. Gezeichnetes Kapital 2.500.000,00 2.500.000,00
II. Kapitalrücklage 8.100.000,00 6.450.000,00
III. Verlustvortrag 7.525.358,90 3.609.200,52
IV. Jahresfehlbetrag 3.608.135,54 3.916.158,38
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 533.494,44  
B. Rückstellungen 11.799,35 70.165,30
C. Verbindlichkeiten 20.361.129,79 21.047.685,79
Passiva 20.372.929,14 22.542.492,19

Anhang zu 31. Dezember 2023


der

SL Recycling GmbH
49456 Bakum

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss der SL Recycling GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der §§ 264 a bis 264 c HGB sowie unter Anwendung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) und den einschlägigen Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Bei der der Gesellschaft handelt es sich um eine kleine Kapitalgesellschaft gemäß § 267 I HGB. Es wird von den größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 I HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr einen deutlichen Jahresfehlbetrag erlitten, welcher nicht durch Einzahlungen der Gesellschafter ausgeglichen werden konnte, sodass sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von EUR 533.494,44 ergibt. Im Hinblick auf die gesetzlichen Notwendigkeiten sei hierbei jedoch erwähnt, dass in den Verbindlichkeiten der Gesellschaft insolvenzrechtliche Rangrücktritte in Sinne der InsO für Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 6.050.000,00 ausgesprochen worden sind. Eine bilanzielle Überschuldung wäre demnach geheilt. Aufgrund der anhaltend negativen Jahresergebnisse und der damit verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten wurde zudem im November 2023 die Einstellung des Geschäftsbetriebes zum Jahresende beschlossen. Bezüglich des Gesellschaftsvermögens befindet sich die Geschäftsführung derzeit in der Abwicklung.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: SL Recycling GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Bakum
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Oldenburg
Register-Nr.: HRB 213343

Die Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte am 09. September 2024.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1. Aktiva
Das entgeltlich erworbene, immaterielle Anlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgte unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer nach der linearen Methode.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Für die Zugänge wurden zeitanteilig für den Monat des Zugangs sowie die folgenden Monate Abschreibungen angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Einzelanschaffungswert zwischen EUR 250,00 bis zu EUR 800,00 wurden entsprechend der steuerlichen Vorschriften im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Vorräten werden Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren mit den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Börsen- und Marktpreisen am Stichtag bewertet. Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung notwendiger Gemeinkosten für Fertigung und Material angesetzt. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt. Insofern wurde das strenge Niederstwertprinzip bei der Bewertung beachtet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Zur Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken wurden diese hinsichtlich ihrer Einbringlichkeit überprüft, die Notwendigkeit einer Wertberichtigung hat sich hierbei nicht ergeben.

Der Kassenbestand sowie das Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Für verausgabte Kosten, die wirtschaftlich das folgende Kalenderjahr betreffen, wurde mit deren Nennwert ein aktiver Rechnungsabgrenzungsposten angelegt.

2. Passiva
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 2.500.000,00 sowie die Kapitalrücklagen und Verlustvorträge sind zum Nennbetrag angesetzt worden. Im Berichtsjahr erfolgte die Zuführung zur Kapitalrücklage mit einem Betrag von EUR 1.650.000,00 zwecks teilweisem Ausgleich des Jahresergebnisses.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, sie sind ausreichend bemessen und nach vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

3. Gewinn- und Verlustrechnung
Aufwendungen und Erträge wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i.S. von § 275 HGB aufgestellt.

4. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Einzelposten des Anlagevermögens
Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelpositionen des Anlagevermögens ergeben sich aus dem dargestellten Bruttoanlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind in Höhe von EUR 545.820,92 (Vorjahr: EUR 1.093.318,79) innerhalb eines Jahres fällig.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind enthalten, Forderungen

Aus Steuern: EUR 164.549,47
Vorjahr: EUR 278.564,46

Verbindlichkeiten
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel:



Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

kleiner 1 J.
größer 1 Jahr

TEUR
TEUR
TEUR
gegenüber Kreditinstituten
13.800,0
1.920,0
11.880,00
aus Lieferungen und Leistungen
332,3
332,3
0,0
gegenüber Gesellschaftern



sonstige Verbindlichkeiten
6.228,9
178,9
6.050,0
Summe
20.361,2
2.431,2
17.930,0


In den Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von EUR 10.950.000,00 enthalten.

Für sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 13.800.000,00 sind Grundschulden, Sicherungsübereignungen von Vorräten und Gegenständen des Anlagevermögens, Forderungsabtretungen sowie selbstschuldnerische Bürgschaften als Sicherheiten bestellt worden.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten, Verbindlichkeiten

Aus Steuern: EUR 11.569,31
Vorjahr: EUR 176,19

Aus sozialer Sicherheit: EUR 1.357,70
Vorjahr: EUR 0,00
Gegen Gesellschaftern: EUR 4.990.000,00
Vorjahr: EUR 1.885.000,00
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
Zur Finanzierung der Investitionsphase haben beide Gesellschafter mit Darlehensvertrag vom 19. Januar 2019 jeweils ein Darlehen in Höhe von EUR 2.000.000,00 gewährt. Diese Darlehen werden mit 2 % p.a. marktgerecht verzinst und sind auf unbestimmte Zeit gewährt. Hinsichtlich der Tilgung ist eine tilgungsfreie Zeit von fünf Jahren vereinbart. Des Weiteren ist in den Darlehensverträgen ein Rangrücktritt im Sinne des § 19 Abs. 2 der Insolvenzordnung vereinbart worden, sodass beide Gesellschafter mit ihrer Forderung hinter sämtliche Forderungen und Ansprüche anderer Gläubiger zurücktreten.

Die bestehenden Gesellschafterdarlehen der LEFA GmbH sowie der Siemer Unternehmensbeteiligung AG valutieren zum Bilanzstichtag nunmehr in Höhe von jeweils EUR 2.425.000,00, da der Liquiditätsbedarf der Gesellschaft durch weitere Darlehensgewährungen gedeckt worden ist. Zusätzliche Gesellschafterverbindlichkeiten in Höhe von EUR 140.000,00 ergeben sich aus der Darlehensverzinsung.

Verbindlichkeiten mit Rangrücktrittsvereinbarungen
Mit Vertrag vom 14. Dezember 2021 hat die Berichtsgesellschaft ein Darlehen in Höhe von EUR 400.000,00 von der WELA-Plast GmbH in Anspruch genommen. Dieses Darlehen wurde mit einer Laufzeit von 4 Jahren bis zum 30. April 2026 gewährt und wird mit einem Zinssatz von 2 % p.a. auf die jeweilige Darlehensvaluta verzinst. Es besteht jedoch zu jeder Zeit die Möglichkeit einer vorzeitigen Tilgung. Aufgrund von zwei weiteren Darlehensgewährungen von jeweils EUR 400.000,00, ergibt sich zum Bilanzstichtag ein Saldo in Höhe von EUR 1.200.000,00 zu Lasten der Berichtsgesellschaft.

Für die gesamte Darlehenssumme ist in den Darlehensverträgen ein Rangrücktritt im Sinne des § 19 Abs. 2 der Insolvenzordnung vereinbart worden, somit tritt die Darlehensgeberin mit ihrer Forderung hinter sämtliche Forderungen und Ansprüche anderer Gläubiger zurück und wird erst nach Befriedigung dieser Gläubiger zugleich mit den Gesellschafter, jedoch im Rang vor deren Einlagerückgewähransprüche befriedigt.
 
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind solche gegen Gesellschafter in Höhe von EUR 20.000,00 (Vorjahr: EUR 80.000,00) enthalten.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 32 (Vorjahr: 34).

Organe der Gesellschaft

Als Geschäftsführer sind Herr Stephan Siemer, Vechta sowie Herr Ludger Ostendorf, Bakum bestellt. Zum 28. Alle Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Herrn Jürgen Sterzenbach, einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer ab dem 28. April 2021, wurde mit Eintragung ins Handelsregister vom 04. April 2023 die Geschäftsführung wieder entzogen, da dieser das Unternehmen verlassen hat.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahresergebnis 2023 soll gemäß Beschluss der Gesellschafter vom 09. September 2024 auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Unterschrift der Geschäftsführung


 

Bakum, den 09. September 2024 

gezeichnet:, Dr. Stephan Siemer



Ludger Ostendorf

(Geschäftsführer der Gesellschaft)

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 09.09.2024 festgestellt.

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