Stammdaten

Register
Amtsgericht Hamburg HRB 128471
Vorher
Jung von Matt/sports GmbH
Eingetragen
2.8.2013
Branche
Tätigkeiten von WerbeagenturenErbringung von Dienstleistungen des Sports a. n. g.Betrieb von Sportanlagen
Gegenstand
der Betrieb einer Agentur zur Bewertung, Entwicklung und Umsetzung außergewöhnlicher Sportmarketing-Konzepte und Ideen sowie deren Vermarktung und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Julia Brinker
seit 16.12.2021
Prokura
Robert Zitzmann
seit 1.10.2018
Geschäftsführer
Katja Kraus
seit 2.8.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

30.00% identifiziert70.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
20.00%
10.00%

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Jung von Matt Aktiengesellschaft
Germany
70.000 €
70.00%
R***** Z*******
20.000 €
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jung von Matt SPORTS GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204,00 0,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.987,00 27.925,00
22.191,00 27.925,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Unfertige Leistungen 97.616,37 121.216,30
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.907.382,73 3.496.027,70
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 444.151,88 170.983,23
- davon gegen Gesellschafter EUR 5.437,97 (i. Vj. EUR 42.246,57) -
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37.187,50 38.675,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 92.843,28 3.481.565,39 77.171,19 3.782.857,12
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 574.546,39 392.667,52
4.153.728,15 4.296.740,94
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.211,30 4.221,94
4.178.130,45 4.328.887,88

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100.000,00
II. Gewinnvortrag 830.080,86 6.145,52
III. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -20.844,38 823.935,34
909.236,48 930.080,86
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 336.123,00 359.546,76
2. Sonstige Rückstellungen 202.074,45 398.848,25
538.197,45 758.395,01
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 28.000,00 283.756,27
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 681.551,72 1.132.038,32
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.531.448,57 1.074.346,32
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 1.465.111,79 (i. Vj. EUR 975.767,40) -
4. Sonstige Verbindlichkeiten 489.696,23 150.271,10
- davon aus Steuern EUR 347.609,26 (i. Vj. EUR 89.892,85) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.588,02 (i. Vj. EUR 9.446,03) -
2.730.696,52 2.640.412,01
4.178.130,45 4.328.887,88

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 12.377.794,83 19.606.337,77
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an unfertigen Leistungen -23.599,93 -43.880,19
3. Sonstige betriebliche Erträge 209.407,88 209.857,42
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -5.705.850,44 -11.838.256,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.045.530,67 -3.970.417,55
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -732.104,97 -4.777.635,64 -736.023,04 -4.706.440,59
- davon für Altersversorgung EUR 31.231,24 (i. Vj. EUR 32.161,98) -
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10.535,54 -8.171,16
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.075.647,72 -2.000.877,82
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 187,00 2.570,21
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (i. Vj. EUR 2.570,21) -
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -39.379,94 -16.524,82
- davon an verbundene Unternehmen EUR -39.379,94 (i. Vj. EUR -16.524,82)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32.100,49 -380.678,60
11. Ergebnis nach Steuern -13.159,01 823.935,34
12. Sonstige Steuern -7.685,37 0,00
13. Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss -20.844,38 823.935,34

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Jung von Matt SPORTS GmbH (im Folgenden "Gesellschaft") ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2023 nach den Vorschriften des HGB in der aktuellen Fassung und den ergänzenden Grundsätzen des GmbHG aufgestellt worden. Von den ihr eingeräumten Erleichterungen bei der Aufstellung des Anhanges gemäß § 288 Abs. 2 HGB macht die Gesellschaft Gebrauch im Hinblick auf die Aufgliederung der Umsatzerlöse (§ 285 Nr. 4 HGB), die Angaben zu latenten (§ 285 Nr. 29 HGB) sowie die Erläuterung periodenfremder Aufwendungen und Erträge (§ 285 Nr. 32 HGB). Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Jung von Matt SPORTS GmbH, Hamburg, ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Hamburg unter der Nummer HRB 128471.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert beibehalten.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Vermögensgegenstände, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden planmäßig linear über die voraussichtliche betriebliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben.

Vorräte

Die unfertigen Leistungen werden mit den Herstellungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei den Vorräten handelt es sich um Fremdleistungen und Aktivierungen von unfertigen Leistungen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Für das allgemeine Kredit- und Zinsrisiko wurde bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung in angemessenem Umfang gebildet.

Sonstige Rückstellungen

Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wird den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Fremdwährungsposten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet.

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 2.907 Vorjahr: T€ 3.496) sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Vermögensgegenstände (T€ 93, Vorjahr: T€ 77) sind bis auf T€ 13 (Vorjahr: T€ 13) innerhalb eines Jahres fällig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 444, Vorjahr: T€ 171) sind zum Bilanzstichtag Forderungen gegen die Gesellschafterin in Höhe von T€ 5 (Vorjahr: T€ 42) enthalten. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital in Höhe von T€ 100 ist zum Nennwert angesetzt. Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde auf neue Rechnung vorgetragen.

Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen (T€ 336, Vorjahr: T€ 360) betreffen Steueraufwendungen des Vorjahres.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen (T€ 202, Vorjahr: T€ 399) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Urlaub (T€ 80, Vorjahr: T€ 83), für ausstehende Rechnungen (T€ 77, Vorjahr: T€ 211), für Abschlusskosten (T€ 17, Vorjahr: T€ 12) und für Prämien (T€ 14, Vorjahr: T€ 30).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 682 (Vorjahr: T€ 1.132).

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.531, Vorjahr: T€ 1.074) sind T€ 1.465 (Vorjahr: T€ 976) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 480, Vorjahr: T€ 538) und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin (T€ 1.051, Vorjahr T€ 536).

Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte. Eine Besicherung der Verbindlichkeiten durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte ist nicht erfolgt.

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 490 (Vorjahr: T€ 150) bestehen im Wesentlichen aus Verbindlichkeiten aus Steuern (T€ 348, Vorjahr: T€ 90) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit (T€ 14, Vorjahr: T€ 9).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen:

2024 2025 2026 2027
Raummieten 76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 304.286,40 €
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) 76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 304.286,40 €
76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 76.071,60 € 304.286,40 €

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Währungsumrechnung

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 34 (Vorjahr T€ 51) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 30 (Vorjahr: T€ 141) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Steuern

Die Erträge aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für das Berichtsjahr betragen T€ 32 (Vorjahr: T€ -381) und betreffen vorherige Geschäftsjahre.

V. Sonstige Angaben

Gemeinschaftlich vertretungsberechtigte Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023 bis heute:

Katja Kraus, Managing Director, Hamburg

Robert Zitzmann, Managing Director, Hamburg

Im Jahresdurchschnitt waren 65 (Vorjahr: 70) Angestellte beschäftigt. Davon waren 20 (Vorjahr: 24) Mitarbeiter weiblich und 45 (Vorjahr: 46 Mitarbeiter) männlich.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 beliefen sich auf € 364.782,55.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Jung von Matt Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 einbezogen, welche den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Dieser Konzernabschluss wird unter HRB 72893 (Amtsgericht Hamburg) im Unternehmensregister offengelegt.

 

Hamburg, 21.6.2024

Jung von Matt SPORTS GmbH

Katja Kraus

Robert Zitzmann

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 294,10 0,00 294,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.562,30 0,00 0,00 5.562,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 66.869,25 4.507,44 1.986,53 69.390,16
72.431,55 4.507,44 1.986,53 74.952,46
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 251.146,00 0,00 0,00 251.146,00
251.146,00 0,00 0,00 251.146,00
323.577,55 4.801,54 1.986,53 326.392,56
Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 90,10 0,00 90,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.562,30 0,00 0,00 5.562,30
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 38.944,25 10.445,44 1.986,53 47.403,16
44.506,55 10.445,44 1.986,53 52.965,46
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 251.146,00 0,00 0,00 251.146,00
251.146,00 0,00 0,00 251.146,00
295.652,55 10.535,54 1.986,53 304.201,56
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 204,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.987,00 27.925,00
21.987,00 27.925,00
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00
0,00 0,00
22.191,00 27.925,00

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

A. GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS/GESCHÄFTSMODELL.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN

2. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DER GESELLSCHAFT

2.1. AUSWIRKUNGEN DER GLOBALEN KRISEN FÜR JUNG VON MATT IN 2023

2.2. ERTRAGSLAGE

2.3. FINANZLAGE

2.4. VERMÖGENSLAGE

C. RISIKEN- UND CHANCENBERICHT

1. RISIKOMANAGEMENT ALLGEMEIN

2. SPEZIFISCHE RISIKEN FÜR JUNG VON MATT

2.1. BRANCHENRISIKEN

2.2. RISIKO AUS DEM MÖGLICHEN VERLUST DES GESCHÄFTES WICHTIGER KEY ACCOUNTS

2.3. RISIKO AUS DEM ABGANG VON SCHLÜSSELPERSONAL

2.4. RISIKEN UND CHANCEN AUS DER VERÄNDERUNG DER TECHNOLOGIE UND DES MEDIENUMFELDES

2.5. ZUSAMMENFASSUNG DER RISIKOLAGE DER GESELLSCHAFT

D. PROGNOSEBERICHT

A. Grundlagen des Unternehmens/Geschäftsmodell

Die Jung von Matt SPORTS GmbH (JVM SPORTS) ist eine Kreativagentur im Bereich Sport und arbeitet u.a. für Unternehmen, Verbände, Vereine, Athleten und Medien. Der Schwerpunkt liegt hier in der Bewertung, der Entwicklung und der Umsetzung von Sportmarketingkonzepten und Ideen sowie deren Vermarktung und alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Die Gesellschaft ist Teil der Jung von Matt-Gruppe ("JvM"), mit Hauptsitz in Hamburg, und nimmt von dieser Serviceleistungen in Anspruch wie z. B. in den Bereichen Controlling und IT- Services. Dadurch ist die JvM SPORTS in die administrativen Prozesse sowie das interne Kontrollsystem der Gruppe eingebunden. Ebenso wie die kreativen Serviceabteilungen, wie FFF, Produktion und Desktop Publishing.

Die wichtigste Kennzahl zur Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gesellschaft ist das Gross Income, entsprechend dem Saldo aus Umsatzerlösen, Bestandsveränderungen sowie eingekauften und an die Kunden direkt weiterberechneten Projektkosten.

Das Jahresergebnis nach Steuern wird um die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie um die Tantiemen der leitenden Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Gesellschaft bereinigt und ergibt das Ergebnis vor Steuern/Tantieme. Dieses Ergebnis im Verhältnis zum Gross Income ergibt die Marge als weiteren wesentlichen finanziellen Leistungsindikator. Als Ziel für die Gesellschaft gilt dabei ein Wert von mindestens 15,0 %.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Folgen der globalen Krisen belasteten auch in 2023 die deutsche Wirtschaft.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus. 1

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 % 2.

Die meisten der im Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA e.V., Frankfurt am Main (GWA) zusammengeschlossenen Unternehmen gingen für das Jahr 2023 von einem Wachstum ihrer Umsatzerlöse aus. Die betreffenden Umsatzerlöse sind im Jahr 2023 bereinigt um 5,7 % gestiegen 3.

Somit bewegte sich JvM in einer Branche, die nach rückläufigen Umsätzen im Jahr 2020 zum dritten Mal in Folge ein Wachstum verzeichnen konnte. Für die Positionierung im Wettbewerbsumfeld kann man das Ranking der inhabergeführten Agenturen heranziehen. Hier belegt JvM gemessen am Gross Income im Jahr 2023 den zweiten Platz 4 und ist damit eine der führenden Kommunikationsgruppen in Deutschland.

1 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 15.01.2024
2 Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 020 vom 15.01.2024
3 Quelle: GWA Frühjahrsmonitor 2024, https://www.gwa.de/Presse/Studienund/GWAMonitore
4 Quelle: www.wuv.de vom 17.4.2024

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

2.1. Auswirkungen der globalen Krisen für Jung von Matt in 2023

Die durch die globalen Krisen verursachte Verunsicherung führte dazu, dass in Aussicht gestellte Projekte abgesagt oder zumindest verschoben wurden. Die dafür vorgesehenen Kapazitäten konnten nicht immer ausgelastet werden bzw. die Verschiebung der Projekte führte zu einem erhöhtem Arbeitsanfall, der dann durch den Zukauf von externen Mitarbeitenden aufgefangen werden musste.

Ebenso war die JvM Gruppe von Preiserhöhungen der Lieferanten betroffen, die nur zum Teil an die Kunden weitergegeben werden konnten.

2.2. Ertragslage

Die Jung von Matt SPORTS GmbH hat im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von € 12,4 Mio. (Vorjahr: € 19,6 Mio.) erzielt.

Das Gross Income steigt leicht auf € 10,9 Mio. (Vorjahr € 10,5 Mio.), da bei dem Kunden FIFA und dem Neukunden Google höhere Projekterlöse erzielt werden konnten. Das Gross Income entwickelt sich somit besser als erwartet, denn ursprünglich wurde mit einem Rückgang des Gross Income im unteren zweistelligen Prozentbereich geplant.

Die Umsatzerlöse und das Gross Income teilen sich im Berichtsjahr auf folgende Branchen auf:

Branche Umsatzerlöse Gross Income
TEUR TEUR
Anlagen- und Maschinenbau 80 58
Automotive 2.268 1.817
Banken/Finanzdienstleister/Versicherungen 552 419
Einzelhandel 1.075 968
Elektro-Industrie 181 136
Informationstechnologie 273 143
Logistik 15 15
Medien 189 187
Nahrungs- und Genussmittel 1.127 966
Online-Dienste 591 585
Pharma/Health Care 136 136
Sonstige Verbrauchsgüter 301 282
Sonstige Wirtschaftszweige 2.792 2.573
Staatlicher/gesellschaftlicher Sektor 60 58
Textil 2.075 1.944
Touristik 425 425
Versandhandel online und offline 238 228
Gesamt 12.378 10.942

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen zur Erbringung der Umsatzerlöse verringerten sich überproportional zu den Umsatzerlöse um € 6,2 Mio. auf € 5,7 Mio., insbesondere da die im Berichtszeitraum erbrachten Leistungen einen deutlich geringes Fremdleistungsvolumen enthielten als im Vorjahreszeitraum.

Der Personalaufwand steigt um € 0,1 Mio. auf € 4,8 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen steigen um T€ 75 auf € 2,1 Mio. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf folgende Effekte zurückzuführen:

Anstieg der periodenfremden Aufwendungen um T€ 95,6;

Anstieg der durch die Konzernmutter Jung von Matt AG umgelegten Betriebskosten um T€ 13,4 sowie der Personalkosten von T€ 24,6.

Anstieg der Raumkosten um T€ 12;

Anstieg der Schulungskosten der Mitarbeiter um T€ 11,9;

Anstieg der Lizenzkosten um T€ 7,9;

Anstieg der Wirtschaftsprüfungskosten um T€ 6,6.

Aufwendungen aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entstanden in Höhe von T€ 32 (Vorjahr: T€ -381).

Die bereinigte Steuerquote sank von 33,22 % auf 0 %.

Der Jahresfehlbetrag beträgt T€ 20,8 (Vorjahr: Jahresüberschuss T€ 823,9). Die Marge der Gesellschaft für das Jahr 2023 beträgt 1,2 % (Vorjahr: 12,5 %).

Im Jahresdurchschnitt waren 65 (Vorjahr: 70) Angestellte beschäftigt.

2.3. Finanzlage

Die Finanzlage der Gesellschaft ist insgesamt stabil.

Das Finanzmanagement ist insbesondere darauf ausgerichtet, dass Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden.

Zur Optimierung des Finanzmanagements wird dabei in Fällen von direkt weiterberechneten Fremdkosten durch entsprechende Kundenvereinbarungen angestrebt, den jeweiligen Zahlungseingang bei der Gesellschaft vor Fälligkeit der betreffenden Verbindlichkeiten sicherzustellen.

Es existieren am Abschlussstichtag Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Konzernmutter in Höhe von T€ 1.051 (Vorjahr T€ 536,0).

Der Bestand der flüssigen Mittel lag am Abschlussstichtag bei T€ 574,5 (Vorjahr: T€ 392,7). Die Liquidität der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2023 auch durch die Gewährung von Darlehen durch die Jung von Matt Aktiengesellschaft sichergestellt (siehe Erläuterung im nachfolgenden Abschnitt 2.4 Vermögenslage).

2.4. Vermögenslage

Das Anlagevermögen der JvM SPORTS beträgt T€ 22,2 und verringerte sich um T€ 5,7 im Vergleich zum Vorjahr. Im Finanzanlagevermögen der JvM SPORTS befindet sich eine Beteiligung von 16,48% an der Sponsoo GmbH. Aus Gründen kaufmännischer Vorsicht wurde die Beteiligung bereits in den Vorjahren handelsrechtlich abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände liegen mit insgesamt € 3,5 Mio. leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen dabei € 2,9 Mio. (Vorjahr € 3,5 Mio.). Im Buchwert dieser Forderungen sind Wertberichtigungen in Höhe von T€ 31,1 (im Vorjahr T€ 45,8) enthalten.

Es bestanden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 444,2 (Vorjahr: T€ 171,0) und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von T€ 37,2 (Vorjahr: € 38,7).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände um T€ 15,7 resultiert im Wesentlichen aus der Zunahme der Steuerforderungen um T€ 21,7 und aus der Zunahme der Forderungen gegenüber der Künstlersozialkasse um T€ 19,8.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten gehen um T€ 2,0 zurück, im Wesentlichen auf Grund geringerer Vorauszahlungen für ein konzerninternes Projekt.

Die Bilanzsumme der JvM SPORTS beläuft sich infolge der beschriebenen Entwicklungen zum Ende des Berichtsjahres auf € 4,2 Mio. (Vorjahr: € 4,3 Mio.) und verringerte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 3,5%. Dies ist im Wesentlichen auf die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote liegt am Abschlussstichtag leicht über dem Wert des Vorjahres bei 21,8% (Vorjahr: 21,5%).

In 2023 verringerten sich die Steuerrückstellungen um T€ 23,4 (Vorjahr T€ 154,6).

Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 196,8. Im Wesentlichen erklärt sich dies durch den verringerten Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen in Höhe von T€ 76,7.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf T€ 681,6 (Vorjahr € 1,1 Mio.) gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€1,5 Mio.; Vorjahr: € 1,1 Mio.) enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 480,4 (Vorjahr: T€ 538,3) sowie Darlehensverbindlichkeiten (€ 1,1 Mio., Vorjahr: T€ 536).

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind im Jahr 2023 insbesondere aufgrund erhöhter kreditorischer Debitoren infolge einer Gutschrift um T€ 339,4 auf T€ 489,7 gestiegen.

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft kann unter Berücksichtigung der Kapitalstruktur und der Liquiditätssituation insgesamt weiterhin als solide bewertet werden. Allerdings ist die Ertragslage als nicht zufriedenstellend zu bewerten.

Die Liquidität ist durch die vorhandenen Mittel und den Zugang zu liquiden Mitteln hinreichend gesichert.

C. Risiken- und Chancenbericht

1. Risikomanagement allgemein

Aus der unternehmerischen Tätigkeit der Jung von Matt Gruppe ergeben sich in allen Geschäftsbereichen verschiedene, nachstehend dargestellte Risiken und Chancen. Das gruppenweite Risikomanagementsystem, in welches die Gesellschaft eingebunden ist, hat zum Ziel, Risiken als auch Chancen frühzeitig zu erkennen. Damit soll erreicht werden, dass Risiken begrenzt und Chancen wahrgenommen werden können. Eine zentrale Komponente des Risikomanagementsystems ist ein detailliertes, monatlich rollierendes Planungs- und Controlling-System, das in allen Jung von Matt-Gesellschaften implementiert ist und sowohl durch die Geschäftsführer der jeweiligen Agenturen als auch zentral durch den Vorstand einem regelmäßigen Monitoring unterliegt.

Im Folgenden werden die wesentlichen potenziellen Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung der Jung von Matt SPORTS sowie deren Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beschrieben.

2. Spezifische Risiken für Jung von Matt

2.1. Branchenrisiken

Kommunikation in der Gesellschaft unterliegt stets auch den gesellschaftlichen Normen. Insofern stehen unsere Branche und ihr Output seit längerem bei staatlichen Dienststellen sowohl auf Bundes- aber vor allem auf Europa-Ebene unter Beobachtung. Dies begann vor vielen Jahren im Bereich der Werbung für Tabak und Alkoholika und setzte sich bei Nahrungsmitteln und Pharmazeutika fort. Auch für die Automobil- und Spielzeugindustrie sind weitere Eingriffe der Legislative in die Freiheit von Kommunikationsmaßnahmen zu erwarten.

Als professioneller Dienstleister sehen wir uns in der Pflicht und in der Lage, diesen Anforderungen hinsichtlich unserer Kommunikation stets proaktiv und innovativ zu begegnen und unsere Kunden hinsichtlich der damit verbundenen Herausforderungen gut zu beraten.

Die damit verbundenen aufwändigen Prüfungs- und Kennzeichnungspflichten bedeuten aber für unsere Branche und dabei insbesondere für kleinere Werbetreibende erhebliche Probleme. Das Bemühen um Verbraucherschutz hat dadurch auch durchaus nachteilige Folgen für die Wettbewerbsstruktur. Wir sind daher im Branchenverband GWA engagiert und hoffen, uns über diesen Weg konstruktiv mit dem Branchen-Knowhow in die politische Diskussion einbringen zu können.

Die Vergabe von Aufträgen in einigen Geschäftsfeldern der Kommunikationsberatung und - umsetzung, z.B. bei Kampagnenetats oder bei der Markenberatung, erfolgt in zunehmendem Umfang nicht mehr in Form von Jahresetats, sondern über einzelne Projekte und entsprechende Ausschreibungen. Hieraus ergeben sich für Jung von Matt laufend neue Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit kürzeren Planungszyklen und geringerer Planungssicherheit, kleineren Etatvolumina in der Ausschreibung sowie einem im Verhältnis zum Etatvolumen höheren Akquisitionsaufwand.

Bei jeder größeren Ausschreibung überprüfen wir daher, ob sich das Investment in eine Teilnahme wirtschaftlich rechnet. Hierbei werden das zu erwartende Agenturhonorar unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit des Gewinns der Ausschreibung mit den erwarteten Kosten für die Teilnahme an der Ausschreibung abgewogen. Die verringerte Planungssicherheit ist auch eine der Ursachen für weiter erhöhte Gestehungskosten bei einzelnen Agenturen, da temporär erforderliches Personal nicht mehr ökonomisch vorgehalten werden kann und z. T. kurzfristig und dann zu Kosten beigestellt werden muss, die nicht nur deutlich über denen für festes Personal, sondern z. T. auch über den Erlösen liegen.

Die JvM Agenturen begegnen diesen Herausforderungen mit neuen technischen Plattformen zum besseren Austausch bei der Jobabwicklung mit Kunden und einer kontinuierlichen Verbesserung der Kapazitätssteuerung.

Die Existenz eines speziellen Branchenrisikos im Zusammenhang mit der Coronavirus- Pandemie sahen wir für JvM in den vergangenen Jahren differenziert, da unsere breite, internationale und heterogene Kundenstruktur einerseits sehr unterschiedlich von der Coronavirus-Pandemie betroffen war und wir andererseits durch unser breites Leistungsangebot einen weiteren Risikoausgleich erfuhren, in dem die Nachfrage nach unterschiedlichen Leistungsarten sowohl ab- als auch zunahm und es zu Leistungsverlagerungen und Kapazitätsausgleichen kam. Auch aufgrund dieser unterschiedlichen Betroffenheit durch die mit der Pandemie verbundenen Einschränkungen setzte ein Großteil unserer Kunden ihre Marken- und Produktkommunikation auf im Wesentlichen unverändertem Niveau fort. Diese Einschätzung aus dem letzten Jahr hat sich im Nachhinein auch für das Geschäftsjahr 2023 bestätigt. Für das Geschäftsjahr 2024 sehen wir diesbezüglich kein branchenspezifisches Risiko mehr.

Eine analoge Bewertung ergibt sich für die Bewertung der Risiken aus dem russischukrainischen Krieg. Auch wenn unsere werbetreibenden Kunden vereinzelt sogar sehr stark von diesem Konflikt betroffen sind, leiten diese bis auf wenige Ausnahmen daraus bisher nicht ab, keine Kommunikation mehr zu betrieben.

Insofern sieht die Geschäftsführung hierin kein besonderes Branchenrisiko. Auf diese Nachfrageschwankungen müssen wir durch ein entsprechendes Kapazitätsmanagement reagieren.

Das Branchenrisiko ist insgesamt für uns von mittlerer Bedeutung, da wir zu jeder Zeit selbst entscheiden können, für welche Kunden wir arbeiten und ob wir in die Teilnahme an einer Ausschreibung investieren.

2.2. Risiko aus dem möglichen Verlust des Geschäftes wichtiger Key Accounts

Der Verlust eines Key Accounts kann viele Gründe haben, die nicht immer durch die Agentur zu vertreten sind: Internationales Alignment zu einer anderen Agenturgruppe, das Verschwinden von Werbetreibenden im Rahmen von M&A Prozessen sowie Gesetzesinitiativen und innovative Techniken, die Geschäftsmodelle obsolet machen, sowie der Wechsel bei handelnden Personen auf Kundenseite.

Den daraus resultierenden Planungsrisiken begegnen wir mit unseren Bemühungen nach einer laufenden Verbreiterung unseres Portfolios.

Die Jung von Matt SPORTS GmbH erfreut sich zudem einer großen Anzahl von im Vergleich zu anderen Agenturen ähnlichen Alters oder Struktur lang anhaltender Kundenbeziehungen und verfügt über eine sehr starke Führungsmannschaft und Marke, deren Nutzen wir im Zuge von Neuakquisitionen im abgelaufenen wie auch im laufenden Geschäftsjahr sehr erfreulich erfahren.

Im Berichtsjahr erfolgte durch die JvM SPORTS der Markteintritt in den USA. Durch Gründung einer Schwestergesellschaft, der Jung von Matt SPORTS Inc., soll die Handels- und Agenturbrücke über den deutschen und europäischen Sportmarkt durch ein wachsendes US- Netzwerk weiter ausgebaut werden.

Das Risiko ist für uns von Bedeutung, da unsere fünf größten Kunden einen Honorarumsatzanteil von über 50% haben. In 2024 erwarten wir, dass kein Kunde mit mehr als 5% an unserem Gross Income wesentlich negativ durch den russisch-ukrainischen Krieg betroffen sein wird.

2.3. Risiko aus dem Abgang von Schlüsselpersonal

Die Fluktuationsraten unserer Branche sind erfahrungsgemäß hoch, und das Agenturgeschäft zeichnet sich durch eine hohe Wechselbereitschaft der Mitarbeiter aus. In einer Branche, in der Karrieren, wie bei anderen partnergeführten Professional Service Providern auch, letztlich durch einen Up-or-Out-Pfad geprägt sind, sind solche Entwicklungen auch grundsätzlich unvermeidlich.

Insgesamt ist der Markt durch neue Branchen mit artverwandten Anforderungen, die aufgrund ihrer besseren Margen oder Investoren auch z. T. höhere Gehälter zahlen können, wie z. B. einige Startups, die Entwickler von Apps oder Onlinespielen, für einige unserer Profile noch schwieriger geworden. Zudem ist die allgemeine demographische Entwicklung in unseren Kernmärkten ungünstig und verschärft die Herausforderung, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden.

Dem steuert die Jung von Matt Gruppe mittels der JvM Academy seit 2013 nachhaltig entgegen. Dank unserer nachhaltigen Personalpolitik und der Breite unseres Führungspersonals auf praktisch jeder Ebene ist es uns zudem bislang stets gelungen, die sich daraus ergebenden Veränderungen erfolgreich zu meistern und die richtigen Menschen mit interessanten Aufgaben oder in innovativen Konstellationen an uns zu binden.

Mit den zuletzt erfolgten Ergänzungen des Portfolios glauben wir bei Jung von Matt, weiterhin auf dem richtigen Pfad langfristiger Erfolgsfähigkeit des Unternehmens zu sein und sehen uns sowohl hinsichtlich der Kontinuität als auch der unverändert erforderlichen Weiterentwicklung für die Zukunft gut gerüstet.

Das Risiko ist für uns ein Risiko von mittlerer Bedeutung, da die zukünftige Betreuung auch unserer größeren Kunden durch die breite personelle Aufstellung unseres Führungspersonals im Fall des Abgangs einzelner Schlüsselpersonen gewährleistet bleibt.

2.4. Risiken und Chancen aus der Veränderung der Technologie und des Medienumfeldes

Die Vielfalt an Kommunikationskanälen nimmt kontinuierlich zu. Dabei lassen sich unsere Konzepte auch immer weniger nach tradierten Mustern wie on- und offline trennen. Diese Entwicklung wird sich weiter fortsetzen, und wir sehen in den gewachsenen Kommunikationsformaten insbesondere im Bereich mobiler Anwendungen gerade auch für JvM nicht nur ein Risiko, sondern vor allem eine wichtige Chance. Dabei sind wir zuversichtlich, in diesem Segment hinsichtlich der kreativen Performance ganz vorne mitzuspielen.

Neue Kommunikationsformen und Technologien werden in der JvM-Gruppe aber weiterhin unsere volle Aufmerksamkeit auf der Suche nach qualifiziertem Personal erfordern.

Das Risiko ist für uns ein Risiko von geringer Bedeutung, da wir knapp die Hälfte unseres Geschäftes mit rein klassischen Kampagnen erbringen.

2.5. Zusammenfassung der Risikolage der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr 2023 hat Jung von Matt gezeigt, dass die bestehenden Risiken grundsätzlich beherrschbar sind.

Im Ergebnis ist es uns gelungen, die Gesellschaft auf das sich infolge der gesamtwirtschaftlichen Situation teilweise kurzfristig verändernde Markt- und Wettbewerbsumfeld einzustellen und somit Nachfrageverschiebungen innerhalb unseres Kundenportfolios leistungsfähig abzubilden.

Nach wie vor gilt, dass die Pflege der Bestandskundenbeziehungen für die Risikoreduzierung und den Erfolg von Jung von Matt von wesentlicher Bedeutung ist. Auch der Krieg zwischen Russland und der Ukraine führt nach Auffassung der Geschäftsführung zu keiner anderen Einschätzung der Risikolage, weil auch hier die Fähigkeit, sich schnell auf sich ändernde Umstände einzugehen, eine entscheidende Stärke von Jung von Matt ist. Wir müssen zeitnah auf veränderte Nachfrage unserer Kunden reagieren, und bisher ist uns dies im Ergebnis auch immer gelungen, sodass wir hier auch für die Zukunft zuversichtlich sind.

D. Prognosebericht

Im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2024 ein Wachstum des Bruttoinlandproduktes in Höhe von 0,2 % (Stand März 2024). Damit bleibt gesamtwirtschaftlich Deutschland nach 0,3% Rückgang in 2023 in einer schwierigen Situation. 5

Wie der am 21. März 2024 veröffentlichte Frühjahrsmonitor 2024 des GWA mit seiner Befragung von Geschäftsführern der Mitgliedsagenturen ergab, gehen 72,4 % (Vorjahr 60,7 %) der befragten Agenturen für 2024 von einem Umsatzwachstum aus, 14,3 % (Vorjahr: 16,9 %) der Befragten gehen von einem konstanten Umsatz aus und 13,3 % (Vorjahr: 22,5 %) rechnen für 2024 mit einem Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2023. 6

Hinsichtlich der Risiken aus den globalen Krisen für JvM verweisen wir auch auf unsere Ausführungen zu den Branchenrisiken im Abschnitt C.2.

In unserer Jahresplanung für 2024 gehen wir weiterhin aufgrund dieser Krisen von einem Honorarrückgang aus.

Bei einem Rückgang des Gross Income im unteren zweistelligen Prozentbereich wird das Jahresergebnis 2024 vor Steuern und Tantiemen voraussichtlich zu einer Marge zwischen fünf und fünfzehn Prozent führen.

Es gibt allerdings weiterhin eine Vielzahl von Unsicherheiten.

5 Quelle: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/wachstum-konjunktur-prognose-wirtschaftsweise-100.html
6 Quelle: https://www.gwa.de/content/uploads/2021/01/20240312_GWA_Fruehjahrsmonitor_2024.pdf

Es ist für Geschäftsführung auch weiterhin nicht absehbar, wie sich der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine entwickeln wird und welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konsequenzen sich hieraus mit Auswirkung auf JvM ergeben werden. Ebenso könnte insbesondere eine Verschlechterung der amerikanisch-chinesischen Beziehungen größeren negativen Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung haben.

Aufgrund dieser Unsicherheiten ist die Prognosefähigkeit im Hinblick auf das Geschäftsjahr 2024 erheblich eingeschränkt und kurzfristige, wesentliche Änderungen können nicht ausgeschlossen werden.

 

Hamburg, 21. Juni 2024

Jung von Matt SPORTS GmbH

Die Geschäftsführung

Robert Zitzmann

Katja Kraus

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jung von Matt SPORTS GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jung von Matt SPORTS GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jung von Matt SPORTS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 10. Dezember 2024

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