Bauträger für Wohngebäude
Grothe GmbH
Löhestraße 22, 53773 Hennef (Sieg), DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Andreas Rosen seit 17.7.2006 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
URMET GROUP S.p.A. | 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Grothe GmbHHennefJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Grothe GmbHGrundlagen des UnternehmensDie Grothe GmbH ist Experte für Sprechanlagen, Signalisation, Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation. An unserem Standort Hennef (Sieg) stellen wir unsere traditionellen Produkte in Eigenproduktion her. Hupen, Klingeltaster, Transformatoren und Unterputz-Gongs "Made in Germany". Seit dem Zusammenschluss mit der Urmet Group 2001 bündeln wir unser Know-how innerhalb der Unternehmensgruppe. Unsere Produktpalette wird dadurch umfassend ergänzt: von Sprechanlagen, Zutrittskontrolle, Sicherheitstechnik über Gelmuffen bis hin zu Smart Home bieten wir alles an, was Gebäudetechnik von A bis Z ausmacht. GeschäftsverlaufDer ZVEI berichtet, dass die deutsche Elektro- und Digitalindustrie den Umsatz im Jahr 2023 um 6% gegenüber 2022 gesteigert hat. Dabei stieg der Inlandsumsatz um 7,2%, während der Auslandsumsatz um 5,1% (nur EU +5,8%) angestiegen ist. Der Gesamtumsatz der Branche ist somit auf 238,1 Milliarden Euro angestiegen. Die Haupteinflussfaktoren für den Anstieg waren natürlich die deutlich 2-stelligen Preiserhöhungen und das angeheizte Geschäft für regenerative Energiegewinnung, und hier im speziellen Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Sodass im Basisgeschäft (ohne regenerative Energiegewinnungssysteme) wohl ein Rückgang zu verzeichnen ist. (Anmerkung der Redaktion). Dies bestätigt sich auch im Anstieg der Produktion i.H.v. 0,4% zum Vorjahr und dies bei deutlich mehr ausgelieferten Systemen zur regenerativen Energiegewinnung. Die Auftragseingänge sind insgesamt um 2,2% zurückgegangen (trotz regenerative Energiesysteme). Wobei sich die Auftragseingänge im Inland noch leicht im Plus befanden (+2,6%) jedoch von einer stark negativen Entwicklung der Auftragseingänge aus dem Ausland (-6,1% gesamt; -9,3% nur Euro-Zone). Sodass sich in 2023 die Umsatzentwicklung der Grothe GmbH, wenn auch negativ zum Vorjahr (-6,9%), aber sicherlich noch im oberen Drittel der Firmen im Basisgeschäft liegt. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2023 auf 12,1 Mio. Euro (i. VJ. 13,0 Mio. EUR). Der Inlandsumsatz betrug 9,255 Mio. EUR und verzeichnete damit einen Rückgang von 2,8% zum Vorjahresumsatz (9.523 Mio. EUR). Der Auslandsumsatz sank ebenfalls von 3,483 Mio. EUR im Vorjahr auf 2,854 Mio. EUR in 2023 (-18,0%). Hauptsächlich durch das Ausbleiben der Intercompany Umsätze. Der Anteil am Gesamtumsatz des Auslandsumsatzes sank somit auf 23,6% am Gesamtumsatz. Zudem beeinflußte die Materialkostensteigerung und auch Versorgungsengpassproblematik das Baugewerbe, und im Wesentlichen das der Ein- und Zweifamilienhäuser, Objekte in die die meisten unserer Produkte ihre Anwendung finden. Verschärfend kam die Kaufzurückhaltung aufgrund der für deutsche Verhältnisse stark gestiegenen Inflation (getrieben durch die teils massiven Materialkosten- und Energiekostensteigerungen als auch der gestiegenen Zinsen) hinzu. Im Bereich der Gebäudesystemtechnik konnten wir uns trotz stark negativer Entwicklung der Baubranche auf dem Vorjahreswert behaupten (+0,0%). Vermögens-, Finanz- und ErtragslageFür die Steuerung der Grothe GmbH werden als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren die Entwicklung der Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern und Zinsen verwendet. Das Anlagevermögen ist zum 31.12.2023 um 273 T€ zum Vorjahresstichtag angestiegen, und hat einen Anteil am Gesamtvermögen von 40,4% gegenüber dem Vorjahr von 35,3%. Beim Rückgang der Bilanzsumme um 563 T€ schlagen im Wesentlichen der Abbau der Lagerbestände i.H.v. 578 T€ und der Forderungen i.H.v. 265 T€ zu Buche. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Berichtszeitraum um 1,7% (-18 T€) durch vertragsgemäße Tilgung gesunken. Die Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 2,5 Mio. EUR bestehen unwiderruflich bis 2026 durch die im April 2024 seitens der Gesellschafter erteilten Verlängerungsoptionen. Die Eigenkapitalquote sank von 37,9% im Vorjahr auf 27,0%, während die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 5,6% auf 9,380 Mio. EUR gesunken ist. Das negative EBIT in Höhe von -1.031 T€ verblieb im Ergebnis hinter der ursprünglichen Planung und auch unterhalb des Vorjahres EBIT i.H.v. -912 T€. Hauptsächliche Treiber waren der Umsatzrückgang i.H.v. 897 T€, und die daraus fehlende Marge. Die angestoßenen Investitionen flankiert durch div. investive Maßnahmen in Hennef als auch im Marketing, haben das Ergebnis belastet. Das war aber über das Investitionsprogramm so geplant und von den Gesellschaftern unterstützt und zum Teil auch finanziert. MitarbeiterIn 2023 ist die Belegschaft (ohne Auszubildende) auf durchschnittlich 70 Mitarbeiter (i. VJ. 72) Mitarbeiter gesunken. Daneben beschäftigt die Grothe GmbH mittlerweile 2 Auszubildende. Die Suche nach Personal gestaltet sich immer schwieriger. Die Grothe GmbH ist mit Wirkung zum 08.11.2022 aus dem Flächentarifvertrag Metall ausgetreten. Innovation und EDVUnser Produktportfolio wurde in vielen Bereichen durch neue Produktentwicklungen ergänzt. Der in 2022 eingeführte Web-shop ist weiterentwickelt worden. Diese 2. Generation ging im März 2023 an den Start und vereinfacht die Verwaltung der Webshop-Aufträge deutlich in unserem ERP-System. Des Weiteren haben wir unseren Marketingauftritts ('Social Media' wie auch Anzeigen in Fachzeitschriften etc.) ausgebaut und verfolgen dies in den kommenden Jahren. Voraussichtliche Entwicklung, Risiken und ChancenDie Supply-chain-Problematik der der vergangenen Jahre hat sich weitgehend normalisiert, dennoch ist die Lage angespannt. Auch die Entwicklung der Transportkosten hat sich entspannt bleibt dennoch etwas angespannt durch den unsicheren Zugang zum Suez-Kanal. Auch bezüglich der vergangenen Chip-Misere konnten wir Entspannung erfahren, aber auch hier kann man nicht von "still ruht der See" berichten. Die Kursentwicklung des Dollars blieb einigermaßen stabil, bleibt aber auch immer ein Unsicherheitsfaktor. Jedoch wurde das vor Corona-Niveau von 1,15 USD/EUR noch nicht erreicht. Hier müssen wir die Entwicklung wachsam verfolgen und gegebenenfalls unsere USD-basierten Materialeinkäufe mit den hierzu in direktem Zusammenhang stehenden Fertigprodukten zum Markt hin anpassen. Eine Dollarkursabsicherung wird, wo und wann sinnvoll, weiter betrieben. Weder mit der Ukraine noch mit Russland noch im nahen Osten unterhält Grothe relevante Geschäftsbeziehungen, sodass hier kein direkter negativer Einfluss auf die Umsatzentwicklung zu erwarten ist. Inwieweit sich die militärische Auseinandersetzung neben der hohen Inflationsrate und Energiekostenerhöhung auf die Wirtschaft in den westlichen Ländern und auf etwaige Transportwege im weiteren Verlauf des Jahres 2024 noch weiter auswirken werden, ist nicht abzuschätzen. Der Start in 2023 war, wie zu erwarten, bis Ende Februar gut (+8% zum Vorjahr und 1,5% über Plan). Der Monat März konnte diesen Trend nicht bestätigen, sodass wir per Ende März bei -2,3% zum Vorjahr lagen und auch unseren Plan um 199 T€ kumuliert verfehlt haben. Das Kaufverhalten für unser Portfolio wird zudem durch die verstärkte Fokussierung der Installateure auf die Installation regenerativer Energiesysteme (Photovoltaik, Solarthermie, Wärmepumpen, Windenergie, Ladestationen f. Kfz) beeinträchtigt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Investitionen im Bausektor zurückgehalten werden, bzw. im Bau befindliche Gebäude drastische Verzögerungen aufgrund der Baukosten und der teuren Finanzierung erleiden, N.B. unsere Produkte werden in einem Gebäude als letzte installiert. Natürlich beobachten wir die Marktentwicklung stringent, jedoch haben wir aktuell viele unterschiedliche Einflussgrößen die das Kaufverhalten beeinflussen: Pandemienachwirkungen, Materialkosten, Materialversorgung, Energieversorgung und -kosten, Euro-Entwicklung, Verlangsamung der Bautätigkeit aufgrund der Versorgungsengpässe und schwer nachverhandelbarer Kostensteigerungen etc. etc. Wir haben uns für das Jahr 2024 sehr ehrgeizige Ziele in den relevanten Artikelgruppen der Gebäudetechnik gesteckt (+30%). Eine Erholung des Marktes, wenn auch zum größten Teil saisonbedingt erwarten wir nach den Osterferien und vor allem in der 2. Jahreshälfte. Wir gehen in unserer Planung für das 2. Halbjahr 2024 aber aufgrund neuer Produktstarts und einer veränderten Preisstruktur von einer deutlichen Umsatzsteigerung im zweistelligen Prozentsatz aus. Die Gesellschafter werden zudem auch weiterhin das Investitionsprogramm in voller Höhe unterstützen. So gesehen ist die Finanzsituation der Grothe GmbH gestärkt und trotz aller bekannten widrigen Umstände in den Jahren 2024 und 2025 über die Gesellschafter sichergestellt. Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld und durch das konsequente weitere Investitionsverhalten erneut ein negatives Jahresergebnis jedoch deutlich niedriger als in 2023. Wir gehen bei der Prognose von einem im Jahr 2024 fortdauernden militärischen Ukraine-Konflikt verbunden mit einer instabilen Energieversorgung und noch andauender Inflation aus. Um ein potentielles Ausbleiben der Gasversorgung wurde mit entspr. Absenkung der Temperaturen begegnet. Abgesichert wurde ein potentieller Gasausfall mit Heizventilatoren und Stromheizkörpern. Diese stehen auch 2024 und folgende Jahre zur Verfügung, wenn benötigt. Im Rahmen der DIN EN ISO 9001:2015 hat die Grothe GmbH eine Risikobewertung in allen Abteilungsbereichen durchgeführt. Wo nötig, wurden Maßnahmen zur Minimierung bzw. Eliminierung definiert und wo möglich z. T. begonnen diese umzusetzen. In 2023 hat Grothe GmbH die Zwischenprüfung ohne Beanstandungen wieder erfolgreich bestanden. Chancen sehen wir in dem weiteren Ausbau der Umsätze in dem Bereich Sprechanlagen, Sicherheitstechnik und Gebäudeautomation (Gebäudetechnik). Das Kernsegment (Gongs, Trafos, Klingeltaster, Industrie-Signalisation und Bewegungsmelder) wird sich weiterhin stabil entwickeln, wenn die Kundenachfrage sich wieder normalisiert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, über die zu berichten wären, haben sich nicht ergeben. Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Grothe GmbH möchten wir an dieser Stelle unseren Dank für ihre große Einsatz- und Verantwortungsbereitschaft in diesem von Corona, Versorgungsengpässen und Kriegsnachrichten geprägten Jahr aussprechen. Sie haben diese zusätzliche Belastung bravourös gemeistert und dieses Jahr entscheidend mitgestaltet.
Hennef, den 15. April 2024 Andreas Rosen, Geschäftsführer BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023Grothe GmbH, Hennef1. Aufstellung des Jahresabschlusses Die Grothe GmbH mit Sitz in Hennef ist beim Amtsgericht Siegburg unter HRB 6442 im Handelsregister eingetragen. Die Gesellschaft erfüllt die Merkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Absatz 2 HGB. Der Jahresabschluss der Grothe GmbH ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie unter Berücksichtigung entsprechender Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Absatz 2 HGB) gegliedert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Entwicklung des Anlagevermögens enthält die historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen bewerten wir zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Bei der Bemessung der Abschreibungen wurde auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgestellt. Diese betragen bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen drei und zehn Jahren und bei Sachanlagen zwischen acht und 15 Jahren. Für geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten über EUR 250,00 und bis zu EUR 1.000,00 wird pro Jahr ein Sammelposten gebildet, der jährlich mit einem Fünftel abgeschrieben wird, wobei der Abgang nach Ablauf der fünf Jahre unterstellt wird. In den Vorräten haben wir die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die bezogenen Waren zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bewertet. Die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Diese beinhalten neben den Fertigungs- und Materialeinzelkosten auch einen Gemeinkostenzuschlag. Darüber werden Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände bewerten wir zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Tageswert. Im Hinblick auf das latente Ausfallrisiko wurde neben Einzelwertberichtigungen auch eine Pauschalwertberichtigung vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden zum Wechselkurs am Abschlussstichtag angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Kostenvorauszahlungen für zukünftige Geschäftsjahre ausgewiesen. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird auf die Erläuterungen zur Bilanz verwiesen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert worden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden im Rahmen der Zugangsbewertung mit dem Kurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag werden stets, Gewinne aus Kursänderung nur bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger berücksichtigt. 3. Erläuterungen zur Bilanz Die Vorräte wurden zum Bilanzstichtag mit Wertberichtigungen in Höhe von EUR 180.800,00 (im Vorjahr EUR 243.100,00) versehen. Die Forderungen sind kurzfristig fällig. Wesentliche Wertberichtigungen waren unverändert nicht erforderlich. Der Verlustvortrag entwickelte sich wie folgt:
Als versicherungsmathematisches Berechnungsverfahren zur Bewertung der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen wurde das Anwartschaftsbarverfahren angewandt. Als Grundlagen für die Bewertung wurden hinsichtlich der biometrischen Annahmen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet. Die gebotene Abzinsung des Erfüllungsbetrages erfolgte in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 2 HGB mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre unter der vereinfachten Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Dieser von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz lag am 31.12.2023 bei 1,82 % (i.Vj. 1,80 %). Außerdem wurden ein Anwartschaftstrend von 0,00 % sowie ein Rentensteigerungstrend von 2,00 % p.a. berücksichtigt. Bei Anwendung eines Abzinsungssatzes auf Basis der vergangenen sieben Jahre (1,74 %) hätte sich ein um EUR 1.732,00 höherer Rückstellungsbetrag ergeben. Der daraus resultierende Gewinn unterliegt der Ausschüttungssperre. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Vorsorgen für, Resturlaubsansprüche, Tarifsonderzahlungen, Berufsgenossenschaft, Prämien der Mitarbeiter, Provisionen, Rechtsberatungskosten, sowie Kosten der Jahresabschlussprüfung. Daneben tragen sie den sonstigen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 81.973,23 (im Vorjahr EUR 119.139,14). Die Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie von mehr als einem Jahr sind in der Bilanz angegeben. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 533 (im Vorjahr TEUR 620) durch Grundschulden auf das Betriebsgrundstück in Hennef gesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 2.458.783,32 (im Vorjahr EUR 1.817.977,84) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag bestehende Bonusverpflichtungen. 4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Folgende, nicht in der Bilanz erscheinende finanzielle Verpflichtungen sind für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung: Finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen: Nominalwert der Verpflichtungen zum 31.12.2023 EUR 501.389,00 (im Vorjahr TEUR 364). 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
6. Sonstige Angaben Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 70 (im Vorjahr 72) Arbeitnehmer, davon 46 Mitarbeiter in der Verwaltung und 24 Mitarbeiter in der Produktion. Geschäftsführer der Grothe GmbH war im Geschäftsjahr Herr Andreas Rosen, Hennef, Kaufmann. Der Geschäftsführung wurden keine Vorschüsse oder Kredite gewährt; Haftungsverhältnisse sind ebenfalls nicht eingegangen worden. Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung macht die Gesellschaft von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.233.649,69 soll zusammen mit dem bestehenden Verlustvortrag auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der Jahresabschluss der Grothe GmbH wird in den Konzernabschluss der Urmet Domus International S. A., Luxemburg, einbezogen. Der größte Konsolidierungskreis ist bei der Urmet Group S.p.A., Turin, Italien. Im Jahr 2024 ist eine Verschmelzung unserer beiden Gesellschafter geplant. Die Urmet Domus International S.A., Luxemburg wird auf die Urmet Group S.p.A., Italien, verschmolzen.
Hennef, den 15. April 2024 Geschäftsführung gezeichnet Andreas Rosen Grothe GmbH, HennefEntwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 16.05.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Grothe GmbH, Hennef Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Grothe GmbH, Hennef, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Grothe GmbH, Hennef, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 3. Mai 2024 Grant
Thornton AG
Gundula Kuhn, Wirtschaftsprüferin Thorsten Bruckhaus, Wirtschaftsprüfer |
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