Stammdaten

Register
Amtsgericht Passau HRB 2778
Eingetragen
20.5.1986
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Maschinen für die Metallerzeugung, von Walzwerkseinrichtungen und GießmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung
Gegenstand
Planung, Entwicklung und Herstellung sowie Vertrieb von Anlagensystemen und Gegenständen der Verfahrenstechnik, des Umweltschutzes sowie des Anlagen- und Maschinenbaus .

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Udo Dr. Dinglreiter
seit 19.2.2004
Geschäftsführer
Ulf Scheuchl
seit 19.2.2004
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
60.00%
Dr. Udo DinglreiterU. Dinglreiter GmbH
40.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

94496 Ortenburg, Seilerstr. 26
62.400 €
60.00%
Germany
41.600 €
40.00%

Beteiligungen

NameAnteil
41.67%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

R. Scheuchl GmbH

Ortenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1 GRUNDLAGEN DES UNTERNEHMENS

1.1 GESCHÄFTSMODELL

Als mittelständisches Unternehmen entwickeln, planen und realisieren wir in den Bereichen Gießereitechnik, Verfahrenstechnik und Energietechnik kundenspezifische Anlagen und Maschinen für einen weltweiten Absatzmarkt mit Schwerpunkten in Europa und Asien. Von der individuellen Beratung über die Konstruktionsphase bis hin zur Montage und Inbetriebnahme beim Kunden sowie einem intensiven After-Sales-Service bieten wir alle Leistungen aus einer Hand. Herausragende Ingenieurskompetenz und ausgereifte Fertigungstechnologien bilden seit der Gründung im Jahre 1962 eine stetige Symbiose.

Langjährige Erfahrung, eine hohe Innovationsfähigkeit und ambitionierte Qualitätsstandards sind der Garant für die hohe Kundenzufriedenheit. Wir setzen auf kurze Entscheidungswege und unbürokratische Abwicklung, denn nur so ist es möglich, auf die unterschiedlichsten Anforderungen der Kunden schnell und flexibel reagieren zu können.

1.2 FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Basis für den Erfolg in der Zukunft bildet die Forschungs- und Entwicklungsarbeit von heute. Regelmäßig investiert das Unternehmen zu einem großen Anteil in die Verbesserung der Maschinen und Anlagentechnik.

Neben laufenden Projekten in den konventionellen Geschäftsbereichen ist als herausragende Aktivität die Entwicklung verschiedener Automatisierungslösungen im Bereich der Produktion und Verpackung von Produkten für die Halbleiterindustrie zu nennen. Zukunftsweisende Entwicklungsarbeiten wurden darüber hinaus in den Geschäftsfeldern Anlagenbau im Zusammenhang mit der Fertigung von Batteriezellen für die Elektromobilität durchgeführt.

2 WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHE LAGE

Die Weltwirtschaft erlebte im Jahr 2023 mit +3,2% ein im Vergleich zum Vorjahr etwa konstantes Wachstum (Vorjahr: +3,5%). Die Aussichten zu Beginn des Jahres 2024 sind als positiv zu bewerten, die Wirtschaft rechnet mit einer Erholung des Weltmarktes.

In der Europäischen Union (EU 27) ergab sich mit einem Wachstum in Höhe von etwa 0,4% (Vorjahr: 3,5%) eine starke Abschwächung, welche jedoch insgesamt höher als erwartet ausfiel. Deutschland liegt mit einer Reduktion in Höhe von -0,3 % (Vorjahr: +1,8%) deutlich unter dem EU-Durchschnitt.

Dagegen konnte die USA eine Wachstumssteigerung verzeichnen. Der Anstieg lag hier bei +2,5% (Vorjahr: +1,9%).

Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas lag mit +5,2% (Vorjahr: +3,0%) deutlich über dem Vorjahreswert.

Vor allem in der Europäischen Union und Deutschland sind nach wie vor in weiten Bereichen der Industrie Engpässe bei den Lieferketten und die Folgen des anhaltenden Russlandkrieges dominierend.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Die R. Scheuchl GmbH plant, konstruiert und fertigt kundenspezifische Spezialanlagen und Maschinen. Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 war nach wie vor beeinflusst von Auswirkungen des herrschendes Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine.

Die noch im Jahr 2022 dominierenden Lieferengpässe bei elektronischen Bauteilen und Antriebskomponenenten konnten jedoch im Jahr 2023 schrittweise abgebaut werden. Insofern normalisierte sich im aktuellen Geschäftsjahr die durchschnittliche Lieferzeit für Anlagen und Maschinen an unsere Kunden.

Bedingt durch den hohen Auftragseingang gegen Ende des Jahres 2022 mit entsprechend langen Projektdauern war der Auslastungsgrad im Geschäftsjahr 2023 durchgehend sehr hoch.

2.2.1 ERTRAGSLAGE

Der fakturierte Jahresumsatz im Berichtsjahr ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, ebenso wie die betriebliche Gesamtleistung.

Das Rohergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,12% erhöht.

Der Jahresüberschuss des Jahres 2023 liegt über dem Wert des Vorjahres.

2.2.2 FINANZLAGE

Die Finanzlage wird generell als gut eingeschätzt. Das Unternehmen finanziert sich überwiegend aus Eigenkapital. Das Eigenkapital konnte im Zuge der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr erneut gesteigert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt am Ende des Berichtsjahres rd. 51% und ist damit deutlich oberhalb des Durchschnitts bei vergleichbaren Unternehmungen angesiedelt.

2.2.3 VERMÖGENSLAGE

Während sich das immaterielle Anlagevermögen und die Sachanlagen um TEUR 207 verringerte, stiegen die Sachanlagen um TEUR 48 leicht an. Die Finanzanlagen sind gleich geblieben.

Die Unternehmensbeteiligung INACORE GmbH sowie die Scheuchl Equipment Technology (Shenyang) Co. Ltd., China entwickeln sich weiterhin planmäßig und zufriedenstellend.

Die Vorräte sind um TEUR 2.692 gestiegen. Es wurden erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von TEUR 21.908 offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbezogen höher als im Vorjahr.

Die Verbindlichkeiten sind gegenüber dem Vorjahr aufgrund der erhaltenen Anzahlungen wesentlich gesunken.

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.230 bzw. um 3,52% geringer. Dies ist im Wesentlichen auf die verminderten liquiden Mittel zurückzuführen.

2.3 LEISTUNGSINDIKATOREN

Bei den Führungsgrößen liegt unser Fokus auf folgenden Indikatoren:

• Ergebnisse aus Projekten

• Sonstiger betrieblicher Aufwand

• Liquidität

• Betriebsergebnis

Der sonstige betriebliche Aufwand ist um TEUR 589 bzw. 20,12% gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Die Liquidität ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 4.301 gesunken. Ursächlich hierfür ist der Sondereffekt des Vorjahres, in welchem man durch erhaltene Anzahlungen von Kunden für Projekte die Liquidität stark erhöhte.

Das Betriebsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht.

2.4 GESAMTAUSSAGE

Wir beurteilen unsere Ertragslage, unsere Finanzlage und unsere Vermögenslage als gut. Unsere Umsatzentwicklung und die Entwicklung des Jahresüberschusses entsprechen grundsätzlich den Erwartungen in einem sehr angespannten Marktumfeld.

Bei den oben genannten Leistungsindikatoren liegt das Unternehmen durchweg im erwarteten Korridor.

Wir sind darauf ausgerichtet unsere Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist oder bei Vereinbarung von Skonto innerhalb der Skontofrist zu bezahlen. Wir monitoren das Ergebnis des Projektgeschäfts sehr detailliert.

Im Projektgeschäft kommt es regelmäßig auf eine gute Finanzierungsmöglichkeit der asymmetrisch zum Zahlungseingang verlaufenden Ausgaben an. Das Unternehmen verfügt stets über ausreichende Liquidität, so dass im Berichtsjahr alle Projekte eigenfinanziert werden konnten.

3 PROGNOSEBERICHT

Die R. Scheuchl GmbH plant, konstruiert, fertigt und installiert Spezialmaschinen mit einem Schwerpunkt in der Gießereiindustrie, Spezialanlagen mit Schwerpunkten in der Elektrotechnik, in der Chemie und in der Pharmazie und Systeme zur Energierückgewinnung mit einem Schwerpunkt bei großindustriellen Lackieranlagen. Das Unternehmen verfügt über eine nachhaltige Kundenstruktur, die geprägt ist von einem hohen Anteil an OEM-Unternehmen aus der Chemie, der Automobilindustrie sowie deren first-Tier-Zulieferern. Neben einem Schwerpunkt in Europa verfolgt das Unternehmen mit einer lokal angesiedelten Tochterunternehmung eine ambitionierte Wachstumsstrategie in China und Asien.

Der Bereich Maschinenbau / Gießereitechnik hängt auf Grund der deutlichen Nähe zur Automobilindustrie sehr stark vom Export ab.

Das Jahr 2023 war bis hinein in das Folgejahr stark geprägt von politischen Rahmenbedingungen mit starken Einschränkungen der Geschäftsprozesse.

Insbesondere in der Automobilindustrie zeichnen sich die Auswirkungen der Transformation bezüglich der Antriebstechnologie ab. Nachdem die Industrie im großen Maßstab auf die Einführung elektrischer Antriebe gesetzt und hohe Summen investiert hat, bleiben häufig die Verkaufszahlen der einschlägigen Produkte hinter den Planzahlen zurück. Dies führt direkt zu rückläufigen Investitionen in diesem Bereich mit eintsprechenden Auswirkungen auf verfügbare Projekte für den Anlagen- und Maschinenbau.

Gleichzeitig besteht - trotz großteils über den Erwartungen liegenden Verkaufszahlen von Fahrzeugen mit klassischer Antriebstechnik - eine Zurückhaltung bei Investitionen in diesem Bereich. Dies führt ebenso zu einer geringeren Nachfrage aus der Automobilindustrie im Bereich des Anlagen- und Maschinenbaus.

Gesetzte politische Rahmenbedingungen in Deutschland und teilweise in der EU tragen dabei nicht zu einer Abmilderung der Investitionszurückhaltung bei.

Vor diesem Hintergrund sehen wir tendenziell einen Rückgang der Nachfrage mit entsprechenden Auswirkungen auf die Auftragslage beziehungsweise auf die Aufwendungen zur Generierung von Aufträgen.

Zunehmend können sich auch der Krieg zwischen Russland und Ukraine und mögliche Ausweitungen des Konflikts sowie die Positionierung Chinas und zunehmende Spannungen zwischen den USA und China negativ auf die Nachfrage nach Anlagen und Maschinen sowie auf die Versorgung mit Rohmaterialien beziehungsweise auf die Energiekosten auswirken. Mit Spannung wird hier der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024 erwartet.

Darüber hinaus entwickelt sich der Anlagen- und Maschinenbau Chinas in vielen Bereichen mit hoher Geschwindigkeit. Eine Strategie der lokalen Beschaffung bei Projekten innerhalb Chinas nist nach unserer Einschätzung deutlich zu erkennen. Dies führt regelmäßig zu einer hochkompetitiven Wettbewerbssituation bei der Akquisition neuer Projekte in China.

In diesem Umfeld sind Prognosen nach wie vor durch ein höchstes Maß an Unsicherheit gekennzeichnet.

Die R. Scheuchl GmbH verfügt über einen hohen Auftragsbestand in zumindest zum Teil systemkritischen Wirtschaftsbereichen sowie in Wachstumsfeldern der Automobilindustrie, so dass wir grundsätzlich von einer zufriedenstellenden Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ausgehen würden. Wir rechnen mit einem Betriebsergebnis in etwa wie in 2023.

4 CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Aktuell zeichnen sich vier Risiko- und Chancenblöcke für den laufenden Geschäftsbetrieb ab:

• kriegsbedingte Risiken

• Risiken/Chancen auf Grund von fehlendem Fachpersonal

• transformationsbedingte Risiken/Chancen

Kriegsbedingte Risiken beruhen auf dem von Russland begonnenen Angriffskrieg gegen die Ukraine und dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft. Zunehmend wirkt sich in der Folge des Krieges auch die Positionierung Chinas beim Russlandkrieg und damit einhergehende Spannungen zwischen USA und China auf die gesamtwirtschaftliche Lage aus. Infolge des Krieges verhängte Sanktionen gegen Russland führen zu Gegenreaktionen mit einer möglichen Verknappung von Energie in Form von Kohle und Gas. Trotz zum Teil rückläufiger Energiepreise Dist mit nach wie vor hohen Kosten für wichtige Komponenten zu rechnen.

Auf Grund der hohen Inflationsrate im Jahr 2023 ergibt sich darüber hinaus ein hoher Druck auf Lohn- und Gehaltssteigerungen, die die Produktivität im internationalen Umfeld eher belasten.

Kriegsfolgen könnten sich in verstärktem Maß auch auf die weltweite Konjunktur mit direkter Auswirkung auf den Absatz unserer wichtigsten Kunden auswirken.

Bereits vor der Corona-Pandemie kam es im Bereich des Maschinenbaus zu erheblichen Problemen bei der Besetzung offener Stellen mit Fachpersonal. Nach einem Wiederbeleben der Wirtschaft nach der Pandemie hat sich diese Situation im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie verschlechtert.

Die R. Scheuchl GmbH setzt daher seit Jahren auf die Entwicklung und Ausbildung von Fachkräften im eigenen Unternehmen oder im unternehmensnahen Umfeld.

Transformationsbedingte Risiken ergeben sich auf Grund des fulminanten Technologiewandels der Automobilindustrie weg vom Antrieb durch Verbrennungsmotor hin zum elektrischen Antrieb. Dadurch sind Unternehmen mit eingeschwungenen Lieferketten im Gießereibereich zum Vollzug eines Wandels der Geschäftsmodelle und der Produktportfolios gezwungen. Als Partner für Automatisierungslösungen ergeben sich in Folge dieses Technologiewandels jedoch auch erhebliche Chancen für das Unternehmen. So ist es im laufenden Geschäftsjahr erneut gelungen, Projekte aus zukunftsträchtigen Technologiebereichen für das Unternehmen zu gewinnen. Besonders hervorzuheben sind hier Aufträge im Zusammenhang mit der Elektromobilität oder aus der Chemieindustrie.

Einschätzung:

Auf Grund der großen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Krieg und der sich abzeichnenenden Nachfrageschwäche bezüglich Investitionen in den Anlagen- und Maschinenpark sowie der oben näher genannten Risiken ist eine Abschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung derzeit unmöglich. Im Zuge einer sich verändernden Automobilbranche ist im Projektgeschäft eine hohe Eigenkapitalquote verbunden mit der Fähigkeit Projekte autark zu finanzieren nach wie vor von großem Vorteil. Kreative Methoden bei der Beschaffung sowie bei der Sicherung und Akquisition von Fachkräften unterstützen bei der Bewältigung der immensen Herausforderungen.

Vor dem Hintergrund der im Unternehmen vorhandenen Stärken und Kompetenzen und auf Grund der starken Bindung zwischen Unternehmen und Mitarbeitern glauben wir jedoch weiterhin an eine stabile Geschäftsentwicklung.

 

Ortenburg, den 19. Juli 2024

gez.: Ulf Scheuchl, Geschäftsführer

gez.: Dr. Udo Dinglreiter, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 6.124.050,20 6.282.760,65
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 341.782,55 548.728,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 341.781,55 548.727,00
II. Sachanlagen 4.482.711,85 4.434.476,85
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.517.385,85 2.634.551,85
2. technische Anlagen und Maschinen 1.354.029,00 1.075.054,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 611.297,00 649.874,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 74.997,00
III. Finanzanlagen 1.299.555,80 1.299.555,80
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 389.110,00 389.110,00
2. Beteiligungen 910.445,80 910.445,80
B. Umlaufvermögen 27.502.252,01 28.587.019,25
I. Vorräte 7.758.665,19 5.066.749,52
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.494.307,61 3.969.968,71
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 45.533,35 119.593,12
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 228.196,58 47.624,82
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.220.577,68 3.802.750,77
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 5.146,16 2.646,16
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 15.249.279,21 19.550.301,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 116.860,34 103.112,54
Summe Aktiva 33.743.162,55 34.972.892,44

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 17.163.069,65 14.662.442,25
I. Gezeichnetes Kapital 104.000,00 104.000,00
II. Gewinnvortrag 14.022.442,78 13.216.810,41
III. Jahresüberschuss 3.036.626,87 1.341.631,84
B. Rückstellungen 6.497.147,54 3.075.919,48
C. Verbindlichkeiten 10.082.945,36 17.234.530,71
1. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 129.575,64 122.972,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 129.575,64 122.972,04
2. sonstige Verbindlichkeiten 9.953.369,72 17.111.558,67
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 9.953.369,72 17.106.660,18
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 4.898,49
Summe Passiva 33.743.162,55 34.972.892,44

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 18.308.881,48 16.044.171,99
2. Personalaufwand 11.565.685,63 10.679.591,00
a) Löhne und Gehälter 9.297.572,28 8.595.192,81
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.268.113,35 2.084.398,19
davon für Altersversorgung 22.712,89 29.097,83
3. Abschreibungen 1.237.929,85 1.201.026,33
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.237.929,85 1.201.026,33
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.515.918,32 2.927.048,70
5. Erträge aus Beteiligungen 1.690.307,92 500.016,00
davon aus verbundenen Unternehmen 1.023.619,92
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 201.230,45 8.152,78
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.999,90 54.511,97
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 708.918,32 336.540,72
9. Ergebnis nach Steuern 3.082.967,83 1.353.622,05
10. sonstige Steuern 46.340,96 11.990,21
11. Jahresüberschuss 3.036.626,87 1.341.631,84

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: R. Scheuchl GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Ortenburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Passau
Register-Nr.: HRB 2778

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss wurde gem. § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die einschlägigen Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die im Berichtsjahr erworbenen geringwertigen Wirtschaftsgüter bis EUR 800,- Einzelanschaffungskosten ab 01.01.2018 wurden sofort voll abgeschrieben und die Abschreibung in der Entwicklung des Anlagevermögens unter den Abschreibungen des Geschäftsjahres gezeigt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Seit dem Kalenderjahr 2022 erfolgt für den Bilanzposten "erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen" zum Bilanzstichtag eine offene Saldierung mit den "Unfertigen Leistungen" gem. § 268 Abs. 5 S. 2 HGB. Die anteilig den "Unfertigen Leistungen" zuzuordnenden erhaltenen Anzahlungen in Höhe von EUR 21.907.581,63 wurden durch Saldierung als Aktiva ausgewiesen und von den "erhaltenen Anzahlugen auf Bestellungen" mit einem ursprünglichen Gesamtbetrag in Höhe von EUR 28.611.840,48 entsprechend gekürzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie geleistete Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag, die als Aufwendungen für die Zeit danach zu erfassen sind.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag ausgewiesen.

Fürungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs.1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die Pensionsrückstellungen betragen EUR 303.133,00.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verlusten aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand demzufolge nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang zu den Abschreibungen ausgewiesen. Diese Beträge sind damit sowohl in der Geschäftsjahresabschreibung als auch in den historischen Anschaffungskosten enthalten. Der Abgang sämtlicher GWG erfolgt sowohl in den historischen Anschaffungskosten als auch in der kumulierten Abschreibung im Folgejahr.

Die gesamten auf die GWG entfallenden historischen Anschaffungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen zu Beginn des Berichtsjahres betragen EUR 397.235,91. Zugänge zu den historischen Anschaffungskosten erfolgten in Höhe von EUR 34.838,31 und zu den Abschreibungen in Höhe von EUR 34.838,31. Abgänge waren in Höhe von EUR 5.003,10 bei den historischen Anschaffungskosten und EUR 5.003,10 bei den kumulierten Abschreibungen zu verzeichnen.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: EUR 9.626.814,78.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: EUR 9.986.220,82.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.377.014,37 40.304,89 12.225,06
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.782,30 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 77.049,55 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.389.796,67 117.354,44 12.225,06
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.803.430,58 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 4.885.995,28 354.313,26 658.118,99
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.455.800,10 255.565,93 210.682,76
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 74.997,00 354.488,77 0,00
Summe Sachanlagen 12.220.222,96 964.367,96 868.801,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 389.110,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 910.445,80 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.299.555,80 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 15.909.575,43 1.081.722,40 881.026,81
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.405.094,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 12.782,30
3. geleistete Anzahlungen 0,00 77.049,55
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.494.926,05
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 3.803.430,58
2. technische Anlagen und Maschinen 429.485,77 5.011.675,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.500.683,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -429.485,77 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 12.315.789,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 389.110,00
2. Beteiligungen 0,00 910.445,80
Summe Finanzanlagen 0,00 1.299.555,80
Summe Anlagevermögen 0,00 16.110.271,02
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.828.287,37 324.294,89 12.220,06 0,00 2.140.362,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.781,30 0,00 0,00 0,00 12.781,30
3. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.841.068,67 324.294,89 12.220,06 0,00 2.153.143,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.168.878,73 117.166,00 0,00 0,00 1.286.044,73
2. technische Anlagen und Maschinen 3.810.941,28 504.816,03 658.110,99 0,00 3.657.646,32
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.805.926,10 291.652,93 208.192,76 0,00 2.889.386,27
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 7.785.746,11 913.634,96 866.303,75 0,00 7.833.077,32
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 9.626.814,78 1.237.929,85 878.523,81 0,00 9.986.220,82
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 264.732,00 548.727,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1,00 1,00
3. geleistete Anzahlungen 0,00 77.049,55 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 341.782,55 548.728,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 2.517.385,85 2.634.551,85
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.354.029,00 1.075.054,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 611.297,00 649.874,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 74.997,00
Summe Sachanlagen 0,00 4.482.711,85 4.434.476,85
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 389.110,00 389.110,00
2. Beteiligungen 0,00 910.445,80 910.445,80
Summe Finanzanlagen 0,00 1.299.555,80 1.299.555,80
Summe Anlagevermögen 0,00 6.124.050,20 6.282.760,65

Abschreibung auf Geschäfts- oder Firmenwert

Der im Jahr 1986 entgeltlich erworbene Firmenwert wurde aktiviert und ist voll abgeschrieben.

Angabe zu Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 5.146,16 (Vj. EUR 2.646,16).

Ausschüttungssperre

Der Gesamtbetrag, der gem. § 253 Abs. 6 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 5.242,00 (Vj. EUR 23.268,00).

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB 5.242,00

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind zu den nach der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelten Anwartschaftsbarwerten unter Verwendung der Richttafeln 2018 G ermittelt. Es wurde ein Rententrend von 1,00 % p.a. zugrunde gelegt. Der Rechnungszins wurde mit dem von der Deutschen Bundesbank nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung für Dezember 2023 bei einer pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ermittelten Wert von 1,82 % p.a. (Vj.1,78 %) p.a. (10-Jahres-Durchschnitt) bzw. 1,74 % p.a. (7-Jahres-Durchschnitt) angesetzt.

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet.

Bei den Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag im laufenden Geschäftsjahr in Höhe von EUR 5.242,00 (Vj. EUR 23.268,00). In dieser Höhe besteht eine Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Die Verpflichtung ist z. T. durch eine Rückdeckungsversicherung abgedeckt. Der Rückdeckungsanspruch i.H.v. EUR 85.665,00 wurde gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert mit der Pensionsrückstellung i.H.v. EUR 388.798,00 ausgewiesen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängige Erleichterung für mittelgroße Kapitalgesellschaften bei der Offenlegung gem. §327 Nr.2 HGB i.V.m. §285 Nr.12 HGB in Anspruch.

Latente Steuern

Beim Ausweis von aktiven latenten Steuern wurde vom Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und auf einen Ansatz in der Bilanz verzichtet.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Miet- und Pachtverträge

Das am Bilanzstichtag bestehende Pachtverhältnis verursacht einen ergebnisabhängigen Aufwand, der im Berichtsjahr rd. TEUR 588 (brutto) betragen hat. Bei unverändertem Ergebnis würde auch in den zukünftigen Jahren dieser Aufwand anfallen. Der Pachtvertrag ist jeweils mit einer Frist von 12 Monaten zum Jahresende kündbar.

Der Mietvertrag für die Geschäftsräume in Ingelheim erfordert einen jährlichen Aufwand i.H.v. TEUR 23 (brutto). Der Mietvertrag ist mit einer Frist von drei Monaten kündbar.

Der Mietvertrag für die Geschäftsräume in Perach erfordert einen jährlichen Aufwand (anteilig ab August 2023) i.H.v. TEUR 4 (brutto). Der Mietvertrag ist mit einer Frist von drei Monaten zum Quartalsende kündbar.

Leasingverträge

Die am Bilanzstichtag bestehenden Leasingverpflichtungen betragen insgesamt TEUR 30 (brutto) und betreffen 6 Kraftfahrzeuge.

Die am Bilanzstichtag bestehenden Mietverträge für Kopierer umfassen Verpflichtungen von TEUR 23 bis Laufzeitende.

Wartungsverträge für die eingesetzte Software erfordern einen jährlichen Aufwand über TEUR 157.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 73
Angestellte 96
leitende Angestellte 17
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 186
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 167
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 19

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Scheuchl Ulf ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing.
Geschäftsführer: Dr. Dinglreiter Udo ausgeübter Beruf: Dipl.-Ing.

Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer

Die Gesellschaft nimmt die Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch.

Anwendung der Ausnahmeregelung nach § 286 Abs. 3 HGB

Auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes wurde verzichtet, da diese Aufstellung nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zufügen kann.

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss beträgt 3.036.626,87 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 17.059.069,65 EUR, der zu verwenden ist.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Ortenburg,19. Juli 2024

gez.: Ulf Scheuchl, Geschäftsführer

gez.: Dr. Udo Dinglreiter, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.10.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die R. Scheuchl GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der R. Scheuchl GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der R. Scheuchl GmbH für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 31. Juli 2024

Brunnmeier & Becker GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez.: Claudia Becker, Wirtschaftsprüferin

gez.: Christoph Brunnmeier, Wirtschaftsprüfer

Hinweis:

Die R. Scheuchl GmbH hat von den Offenlegungserleichterungen des §327 HGB Gebrauch gemacht.

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss.

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