Mankind GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Mehrzweckindustrierobotern
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
tabacon Franchise Verwaltungs-GmbHAufgelöst | 100.00% |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Valora Retail Kiosk GmbHHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013BestätigungsvermerkWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Valora Retail Kiosk GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 20. Juni 2014 Ernst
& Young GmbH
Opaschowski, Wirtschaftsprüfer Friedrich, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2013AKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013
Anhang für das Geschäftsjahr 20131. AllgemeinesDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. 2. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDie Immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgten linear. Es werden grundsätzlich folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden überwiegend über 10 Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer bestimmt sich grundsätzlich nach der Laufzeit der Mietverträge, da diese den wertbestimmenden Faktor des Geschäftsmodells darstellen. Zugänge des beweglichen Anlagevermögens werden ab dem Anschaffungszeitpunkt linear pro rata temporis abgeschrieben. Finanzanlagen sind mit den historischen Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Soweit bei den Ausleihungen keine Einzelwertberichtigungen erforderlich waren, sind Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 10% abgesetzt worden. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt. Die flüssigen Mittel werden ebenfalls zum Nennwert bilanziert. Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung angemessen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassenmittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Haftungsverhältnisse Aufgrund einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft im Rahmen einer Vereinbarung über ein automatisches Cash Management System haftet die Gesellschaft für eventuelle Zahlungsverpflichtungen bestimmter verbundener Unternehmen, soweit die Einhaltung der übernommenen Zahlungsverpflichtung das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen im Zeitpunkt der Eingehung der Zahlungsverpflichtung nicht berührt. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus der gesamtschuldnerischen Bürgschaft im Rahmen einer Vereinbarung über ein automatisches Cash Management System für eventuelle Zahlungsverpflichtungen bestimmter verbundener Unternehmen wird aufgrund der guten Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Valora Gruppe als gering eingeschätzt. Aufgrund einer gesamtschuldnerischen Bürgschaft im Rahmen eines Credit Facilities Agreement (Syndikatskredit) haftet die Gesellschaft (neben weiteren Gesellschaften der Valora-Gruppe) für Zahlungsverpflichtungen der Valora Holding Finance Ltd., St. Peter Port/Guernsey, und der Valora Holding AG, Muttenz/Schweiz, soweit die Einhaltung der übernommenen Zahlungsverpflichtung das zur Erhaltung des Stammkapitals erforderliche Vermögen im Zeitpunkt der Eingehung der Zahlungsverpflichtung nicht berührt. Zum Bilanzstichtag war der aus dem Credit Facilities Agreement bestehende Kreditrahmen über 100 Mio. CHF von der Valora Holding Finance Ltd. und der Valora Holding AG nicht in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus dieser gesamtschuldnerischen Bürgschaft wird daher und aufgrund der guten Vermögen-, Finanz- und Ertragslage der Valora Holding Finance Ltd. und der Valora Holding AG als gering eingeschätzt. 3. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2013 ist aus dem nachfolgend abgedruckten Anlagenspiegel ersichtlich. Angaben zum Anteilsbesitz Beteiligungen bestanden im Geschäftsjahr an folgenden Unternehmen:
Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von € 106 resultieren aus Lieferungs- und Leistungsbeziehungen. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Personalrückstellungen (T€ 124) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (T€ 74). Verbindlichkeiten Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern Unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden in Höhe von T€ 782 (VJ T€ 4.586) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Valora Holding Germany GmbH, Hamburg, ausgewiesen. Sie bestehen aus dem Cashpool (T€ 2.894, VJ T€ 4.348) sowie aus sonstigen Leistungsbeziehungen (T€ 107, VJ T€ 445). Die Forderungen aus dem Ergebnisabführungsvertrag (T€ 2.219, VJ T€ 207) werden mit den Verbindlichkeiten saldiert. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 14.402 (VJ T€ 15.205) resultieren aus verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 12.500 (VJ T€ 12.500) sowie aus sonstigen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen T€ 1.902 (VJ T€ 2.705). 4. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Inland erzielt. Von 207 Filialen am 31.12.2013 wurden 66 in Eigenregie betrieben und 141 in einem Franchise Konzept. Inklusive weiterbelasteter Kosten wurden aus dem Franchise-System Umsatzerlöse in Höhe von T€ 4.570 erlöst. Demgegenüber stehen Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von T€ 3.394. Aus der Vermietung einer gewerblichen Immobilie wurden Umsatzerlöse in Höhe von T€ 248 erwirtschaftet. Die restlichen Umsatzerlöse in Höhe von T€ 45.262 entfallen auf Umsatzerlöse aus den Filialen in Eigenregie (T€ 40.564) sowie auf Promotionserlöse (T€ 4.698). Die in den 66 eigenbetriebenen Filialen erzielten Umsatzerlöse setzen sich aus den folgenden Warengruppen zusammen:
Aufwendungen für bezogene Waren Die erhaltenen Skontoerträge aus Warenrechnungen und Boni sind von den Aufwendungen für bezogene Waren abgezogen worden. Sonstige betriebliche Erträge/Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 2.268 beinhalten vor allem Erlöse verbundene Unternehmen (T€ 1.508), dem Verkauf von Anlagevermögen (T€ 661) sowie periodenfremde Erträge aus Mieten und Mietnebenkosten (T€ 26) und aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 48). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von T€ 9.790 beinhalten vor allem Miet- und Leasingaufwendungen (T€ 2.296 inkl. Mietnebenkosten), Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen (T€ 4.407), Sonstige Dienstleistungen (T€ 840), Instandhaltungsaufwendungen (T€ 351), Bankgebühren und Avalprovisionen (T€ 427) sowie Umsatzprovisionen an Franchisenehmer (T€ 381). Die periodenfremden Aufwendungen betragen T€ 637. Im Wesentlichen handelt es sich um Aufwendungen aus Abstimmungsdifferenzen auf Lottoeinnahmen (T€ 539) sowie Nachzahlungen für Mietnebenkosten (T€ 53). 5. Sonstige AngabenSonstige finanzielle Verpflichtungen Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus langfristigen und überwiegend umsatzabhängigen Mietverträgen hinsichtlich der von uns betriebenen Ladengeschäfte. Unter Zugrundelegung der Mindestmieten belaufen sich die sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf rund € 20,7 Mio. Ferner besteht ein Konzernumlagevertrag mit der Valora Management AG, Muttenz/Schweiz. Nach diesem Vertrag stellt die Valora Management AG der Gesellschaft Verwaltungs- und Dienstleistungen zur Verfügung. Der Vertrag kann mit einer Kündigungsfrist von sechs Monaten gekündigt werden. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer in 2013 betrug 329 (Vorjahr 283). Angaben zu den Organen der Gesellschaft Als Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr bestellt:
Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr 2013 für ihre Tätigkeit von der Gesellschaft keine Bezüge. Ergebnisabführungsvertrag Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Valora Holding Germany GmbH, Hamburg. ErgebnisverwendungDas negative Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 von T€ 2.219 wird im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages in voller Höhe von der Valora Holding Germany GmbH, Hamburg, übernommen. Konzernzugehörigkeit Die Gesellschaft ist in den Konzernabschluss der Valora Holding AG, Muttenz/ Schweiz, einbezogen. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Valora Holding AG, Hofackerstrasse 40, CH-4132 Muttenz/Schweiz, erhältlich. Als verbundene Unternehmen werden die Unternehmen angesehen, die in den Konzernabschluss der Valora Holding AG, Muttenz/Schweiz, einbezogen werden. Prüfungs- und Beratungsgebühren Das für das Prüfungsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für Abschlussprüfungsleistungen T€ 22.
Hamburg, den 19. Juni 2014 Valora Retail Kiosk GmbH Die Geschäftsführung Lars Bauer Thomas Weber Entwicklung des Anlagevermögens 2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20131. Grundlagen der GesellschaftDie Gesellschaft betreibt bundesweit mehrheitlich eigene und über Franchising Einzelhandelsgeschäfte im Kiosk Bereich, d.h. im Einzelhandel von Presseerzeugnissen, Tabakwaren, Süßwaren und im geringeren Umfange Getränken. Zusätzlich werden Annahmestellen für Lotto/Toto, staatliche Lotterien sowie bei einzelnen Verkaufsstellen die Post geführt. Die Verkaufsstellen befinden sich hauptsächlich an hochfrequenten Standorten in Vor-kassenzonen von Verbrauchermärkten sowie in Einkaufszentren (EKZ). Die Geschäfte haben mehrheitlich einen einheitlichen Auftritt unter den Marken K Kiosk. Die Ware wird über Grossisten bezogen, mit denen die Gesellschaft teilweise umfassende Liefervereinbarungen abgeschlossen hat. Die Gesellschaft mietet die Läden und vermietet sie inklusive der Ladeneinrichtung beim Franchising an Dritte für den Betrieb. Sie erhält beim Franchising Erlöse aus Gebühren und Provisionen. 2. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die für die Gesellschaft wesentlichen Rahmenbedingungen sind die allgemeine Nachfrageentwicklung von primär Tabak und sekundär Presse sowie Lotto. An den Standorten in den Vorkassenzone, EKZ und Kaufhäusern hängt die wirtschaftliche Entwicklung auch von der spezifischen Frequenzentwicklung ab. Der Einzelhandelsumsatz mit Tabakwaren war im Jahr 2013 gegenüber Vorjahr mit +0,3% leicht positiv in Deutschland. Im Gesamtmarkt Presse Grosso entwickelte sich der Einzelverkauf von Publikumszeitschriften im Jahr 2013 mit -4,2% weiterhin signifikant rückläufig zum Vorjahr. Der positive Trend im "ready-to-go" Food, für die Gesellschaft insbesondere im Bereich Getränke, hat angehalten. Im Bereich der Systemvermieter (SB Warenhäuser, EKZ Betreiber) ist die Gesellschaft bezüglich der Möglichkeiten bei der Sortimentserweiterungen durch entsprechende Bedingungen in den Mietverträgen eingeschränkt. Geschäftsverlauf Der Geschäftsverlauf im Jahr 2013 war für die Valora Retail Kiosk GmbH in Anbetracht der anspruchsvollen Rahmenbedingungen befriedigend auch wenn die erwartete Ergebnisverbesserung auf Grund der in der Ertragslage dargestellten Effekte nicht erreicht wurde. Die Anzahl der Verkaufsstellen in Eigen- und Fremdbetrieb nahm von Vorjahr 203 auf 207 zum Stichtag hin zu und betrug durchschnittlich 204 Verkaufsstellen (Vorjahr 197). Die Anzahl der Verkaufsstellen im Eigenbetrieb ging zu Gunsten von Franchise Betrieb gegenüber Vorjahr zurück, was im Einklang mit der Strategie der Gesellschaft steht. Im "Same Store" Vergleich haben die darin enthaltenen Eigenstellen insgesamt im Umsatz zulegen können. Der prognostizierte Anstieg des flächenbereinigten Umsatzes ist somit in diesem Bereich erreicht worden. Ein Rückgang im Bereich Presse im Umfang des Marktes konnte hierbei durch Steigerungen im Bereich Tabak und Food mehr als aufgefangen werden. Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft durchschnittlich 329 (Vorjahr 283) und zum Jahresende 307 (Vorjahr 381) Mitarbeiter in ihren Eigenstellen. Für die Eigenstellen hat die Gesellschaft wiederum die Waren (außer Presse) von ihrer Schwestergesellschaft Valora Retail Services bezogen, welcher auch der entsprechende Warenbestand in der jeweiligen Eigenstelle gehört. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Die gesamten Erlöse aus Warenumsätzen, Provisionen, Franchisegebühren sowie Mieten haben sich von € 53,7 Mio. auf € 50,1 Mio. im Berichtsjahr verringert, was insbesondere auf die Erhöhung der Franchisenehmer zu Lasten der selbst betriebenen Verkaufsstellen zurückzuführen ist. Die Warenumsätze gingen dementsprechend von € 42,6 Mio. im Vorjahr auf € 38,3 Mio. zurück, während die Erlöse aus Provisionen von € 6,4 Mio. auf € 7,0 Mio. und aus Franchising von € 4,2 Mio. auf € 4,6 Mio. zunahmen. Die Erlöse aus Mieten verringerten sich von € 0,5 Mio. auf € 0,2 Mio. Der Warenaufwand betrug € 33,3 Mio. (Vorjahr 36,8 Mio.), woraus sich eine Verringerung der Bruttomarge von 13,1% gegenüber der im Vorjahr von 13,6% ergibt. Der Rückgang erklärt sich damit, dass im Eigenstellen Portfolio Verkaufsstellen mit einem hohen Tabakanteil im Sortimentsmix, der eine wesentlich geringere Bruttomarge im Vergleich zu Food und Presse hat, zugenommen haben. Der Personalaufwand - netto nach entsprechender Rückvergütung von verbundenen Unternehmen über € 1,5 Mio. im Berichtsjahr - belief sich auf € 4,3 Mio. (Vorjahr € 5,1 Mio.). Der Mietaufwand für die Eigenstellen reduzierte sich von € 2,4 Mio. auf € 2,2 Mio. Der Aufwand aus Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen erhöhte sich markant von € 2,8 Mio. auf € 4,4 Mio. Dies war die Folge von wesentlich höheren IT Dienstleistungskosten, aber auch einer Überprüfung der administrativen Kosten für Franchising. Des Weiteren hat ein periodenfremder nicht wiederkehrender Aufwand in der Höhe von € 0,5 Mio. aus Abstimmungsdifferenzen auf Lottoeinnahmen der Vorjahre zu Buche geschlagen, sodass insgesamt ein Jahresverlust von € 2,2 Mio. (Vorjahr € 0,2 Mio.) entstanden ist. Die Zunahme des Verlusts gegenüber Vorjahr geht somit vornehmlich auf die erwähnten höheren Dienstleistungs- sowie periodenfremden Aufwendungen zurück. Da mit der Muttergesellschaft Valora Holding Germany GmbH ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht, ist diese auch verpflichtet, den eingetretenen Verlust gemäß § 302 AktG auszugleichen. Das Anlagevermögen hat sich von € 15,9 Mio. auf € 14,7 Mio. im Berichtsjahr im Wesentlichen durch den Verkauf einer Immobilie reduziert. Die Investitionen lagen leicht über den planmäßigen Abschreibungen und sind vornehmlich in Ladeneinrichtungen geflossen. Die Forderungen aus LuL waren mit € 0,2 Mio. relativ unbedeutend und auf Vorjahresniveau. Die liquiden Mittel lagen bei € 1,7 Mio. (Vorjahr 3,0 Mio.) per Jahresende 2013. Damit ist die Liquiditätslage zum Bilanzstichtag weiterhin gut gewesen. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war und ist auf absehbare Zukunft, auch unter Berücksichtigung der Finanzierungsmöglichkeit durch die Inanspruchnahme von Konzernmitteln aus dem Cash Pool, gegeben. Die Verbindlichkeiten LuL waren mit € 0,7 Mio. relativ gering. Die Verbindlichkeiten gegen über der Schwestergesellschaft Valora Retail Services, welche die Waren für die Gesellschaft beschafft (exkl. Presseerzeugnisse) sowie zentrale Dienstleistungen erbringt, lagen mit € 1,2 Mio. rd. € 1,0 Mio. unter Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft sowie dem Cash Pool konnten signifikant um € 3,8 Mio. reduziert werden, was insbesondere auch durch die erwähnte Verlustübernahme resultierte. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft auf Basis handelsrechtlicher Zahlen betrug 2,6% zum Abschlussstichtag (Vorjahr 2,1%). Die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren betreffen insbesondere die Schulung unserer Mitarbeiter, unsere Prozesseffizienz und die Erfüllung der Anforderungen unserer Lieferanten, insbesondere der Presseverlage, im Hinblick auf eine zeitgerechte Remission (Erfüllung der KR-Richtlinien) sowie der Meldung der Abverkaufsdaten. Die Geschäftsführung ist mit dem Geschäftsverlauf in Anbetracht der erwähnten Rahmenbedingungen sowie Sondereffekte zufrieden. Das Standortportfolio der Gesellschaft ist sehr gut und die Geschäfte befinden sich in einem guten Zustand, sodass von keinem großen Investitionsbedarf ausgegangen wird. 3. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ereignet. 4. Chancen- und RisikoberichtGrößtes entwicklungsbeeinträchtigendes Risikofür unsere Gesellschaft ist eine Abschwächung des Konsumklimas. Der Nachfragerückgang im Pressebereich stellt eine Herausforderung dar, da diese mit anderen Sortimenten und Dienstleistungserträgen aufgefangen werden muss. Da weit über 90% der Umsatzerlöse mit preisgebundener Ware erzielt werden, können Absatzrückgänge nur in sehr geringem Maße durch die Preispolitik aufgefangen werden. Hinsichtlich unserer Einkaufskonditionen sind wir unmittelbar auf die Verhandlungen mit den uns beliefernden Verlagen und Lieferanten im übrigen Sortiment angewiesen. Aufgrund der branchenüblichen Spannenmodelle im Bereich Presse partizipieren wir jedoch unmittelbar an einer Erhöhung der Verkaufspreise. Ein weiteres Risikosehen wir in der Entwicklung der Mietkonditionen bei neu abzuschließenden oder zu verlängernden Mietverträgen. Hier ist es bereits in den vergangenen Jahren zu einer Verschärfung des Wettbewerbes an sehr guten Standorten gekommen. Weiterhin sind wir auch zukünftig auf die Vereinbarung von marktgerechten Gehaltskonditionen angewiesen, die bei unserer, durch die langen Öffnungszeiten bedingt, sehr lohnintensiven Branche einen erheblichen Einfluss auf den Unternehmenserfolg haben. Da die überwiegende Anzahl der Läden durch Franchisenehmer betrieben wird, ist das Risikodiesbezüglich limitiert. Andere Risiken einer ungünstigen Entwicklung mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind nicht zu erkennen. Denn die Zinsen dürften auf absehbare Zeit sehr tief bleiben und die Gesellschaft hat auch kein Währungsrisiko, da sie in Euro ein- und verkauft. Das Delkredere Risiko ist ebenfalls beschränkt. Die Gesellschaft beliefert die Franchisenehmer nicht mit Waren, und diese rechnen auch die Lottoeinnahmen direkt mit den Lottogesellschaften ab, was den geringen Forderungsbestand aus LuL erklärt. Chancen sehen wir hauptsächlich in einem weiteren Ausbau unseres Filialnetzes sowie einer Ausweitung des Sortiments im Bereich Food und Services in den Filialen. Hierfür und auch für ständige Modernisierung unserer Bestandsfilialen steht ein ausreichendes Investitionsvolumen zur Verfügung. Über den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit unserer Muttergesellschaft werden etwaig entstehende Verluste vollständig übernommen. Das Risikomanagement unserer Gesellschaft (einschließlich der Preisänderungs-, Forderungsausfalls- und Liquiditätsrisiken) findet dabei über das ausführliche monatliche und wöchentliche Berichtswesen, die Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation an das wirtschaftliche Umfeld sowie über die Liquiditätsbereitstellung durch die Valora Holding Germany GmbH über die Cash-Pooling-Vereinbarung statt. 5. PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2014 geht die Geschäftsführung von einem stabilen bis leicht steigenden Geschäftsverlauf und somit von leicht steigenden Erlösen gegenüber Vorjahresniveau bei gleich bleibender Verteilung zwischen Verkaufsstellen im Eigen- und Franchise Betrieb aus, da das Standortportfolioweiter selektiv ausgebaut werden soll. Sofern die Zahl der Eigenstellen zugunsten von Franchise abnimmt, wird dies keine negativen Auswirkungen auf die Ertragslage haben. Durch weitere Flächenoptimierungen an bestehenden Standorten mit einer Erhöhung des Food Anteils im Warenumsatz sowie der Provisionserlöse soll das operative Ergebnis verbessert werden. Die von der Schwestergesellschaft zu erbringenden Dienstleistungen sollen darüber hinaus optimiert werden, um die diesbezüglichen Kosten zu reduzieren. Insgesamt geht die Geschäftsführung von einem - wenn auch wesentlich geringeren - Jahresfehlbetrag zwischen € -0,8 Mio. und € -1,3 Mio. aus.
Hamburg, den 19. Juni 2014 Valora Retail Kiosk GmbH Die Geschäftsführung Lars Bauer Thomas Weber |
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