Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Werkzeugen
Wingcopter GmbH
Feldstraße 16, 64331 Weiterstadt, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bernhard Dr. Klumpp seit 28.3.2025 | Geschäftsführer |
Tom Kolja Plümmer seit 18.10.2017 | Geschäftsführer |
Jonathan Karsten Hesselbarth seit 18.10.2017 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (12)
| Name | Anteil |
|---|---|
J******* H********** | 23.55% |
T** K**** P****** | 23.55% |
| 3.32% |
Ungelöste Beteiligungen (17)
| Name | Anteil |
|---|---|
Wingcopter GmbHEigenbeteiligung | 2.68% |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
3 Gesellschafter
GmbH-Struktur
2 von 3 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Wingcopter GmbHDarmstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Wingcopter GmbH1. Grundlagen des Unternehmens1.1 GeschäftsmodellDie Wingcopter GmbH ist ein Startup-Unternehmen im Bereich der Entwicklung, Produktion, Vermarktung und des Bertriebs von Drohnen für die Zulieferung von Paketen mit einem Maximalgewicht von derzeit 5 kg. Das Unternehmen verfolgt derzeit parallel zwei Geschäftsmodelle: 1) OEM-Vertrieb: Als OEM-Hersteller ("original equipment manufacturer") verkauft Wingcopter weltweit Drohnen an Unternehmen, die in der Regel über eine Expertise in der Luftfahrtindustrie verfügen und die Drohnen entweder als Händler weiterverkaufen oder selbst zur Auslieferung verschiedenster Güter nutzen. Oftmals handelt es sich hierbei um Logistikunternehmen, welche die Drohnen als ergänzende Transportart zu den bereits bestehenden Flotten nutzen 2) "Drone as a Service": Als Dienstleister betreibt Wingcopter Drohnen im Auftrag von Dritten (Regierungen, Institutionen, Unternehmen), um Waren in bestimmte Regionen/Standorte zu liefern. Hierbei kann neben der Flugplanung, dem Genehmigungsverfahren und dem Stakeholdermanagement sowie der eigentlichen Flugdurchführung auch die komplette Instandhaltung und Wartung, Kundenbetreuung sowie Ausbildung und Schulung weiterer Drohnenpiloten durch Wingcopter abgewickelt werden. 2. Wirtschaftsbericht2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und BranchenentwicklungDem Internationalen Währungsfonds (IWF) zufolge sind die Aussichten für die Weltwirtschaft mit einem globalen Wachstum von 3,2% wieder besser als im vorherigen Geschäftsjahr. Dennoch wird für Deutschland nur ein Wachstum von 0,2% vorhergesagt1. Der Hauptgrund hierfür sei die schwache Verbraucherstimmung infolge der hohen Inflation. Diese sank im Laufe des Geschäftsjahres 2023 von einem Höchstwert von 8,7% im Januar auf 3,7% im Dezember Die Jahressteuerungsrate war mit 5,9% dennoch auf einem hohen Stand2. Der hohe Stand ist nach wie vor auf die Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation zurückzuführen. Die Inflation dauerhaft zu senken ist nach wie vor das Hauptziel. Weiterhin sind Klimaschutz sowie geopolitische Spannungen, wie in der Ukraine oder im Nahen Osten, große Herausforderungen für die Weltwirtschaft3. Während das globale Bruttoinlandsprodukt im Berichtsjahr 2023 um 3,2% anstieg, sank das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3%4. Auch in der Eurozone blieb das BIP in 2023 auf ähnlichem Niveau im Vergleich zum Vorjahr5. Somit setzte sich die Erholung von den Auswirkungen der Corona-Pandemie für die deutsche im Gegensatz zur Weltwirtschaft nicht weiter fort. Gründe dafür sind die nach wie vor schwache Verbraucherstimmung, die hohen Preise (insb. Energiepreise) sowie ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen6. Aufgrund der Corona-Pandemie kam es zu einem verstärkten Einsatz und medialem Interesse an Drohnen und deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Vor allem auch der Markt für medizinische Drohnenlieferungen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und wird 2024 auf eine Größe von 690 Millionen USD geschätzt7. Im Bereich der medizinischen Drohnenlieferungen macht die Notfallversorgung den größten Teil des Umsatzes mit 46,5% aus (basierend auf Datenbasis aus 2022)8. Global ist der Drohnenmarkt vor allem in den USA fortgeschritten. Hier hat neben Walmart auch Amazon an einem Standort in Kalifornien mit Lieferungen durch Drohnen begonnen9. Im Bereich der Regulierungen wurde in der EU die erste Drohne mit C6-Zertifizierung ausgestattet, welche BVLOS-Missionen10 ohne besondere Genehmigungen innerhalb eines Standardszenarios (d.h. Durchführung von BVLOS-Flügen innerhalb eines Radius von 2 km und gleichzeitig durchgehend VLOS für einen Spotter) ermöglicht. Auch in den USA wurde einigen Unternehmen Genehmigungen zu BVLOS-Flügen erteilt.11 2.2. Forschung und EntwicklungWingcopter betreibt intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeiten mit dem Ziel ein ausgereiftes Drohnenmodell auf den Markt zu bringen, welches im finalen Zustand eine Musterzulassung (Type Certification - TC) der FAA erhalten soll. Hierunter zählt neben der Entwicklung der Drohnenhardware inklusive Mechanics, Avionics, Electronics und Systemengineering auch die Entwicklung der dazugehörigen Software mit der Flight Control Software, der Ground Control Station und Backend Software sowie Detect-and-Avoid Techniken. Im Berichtsjahr wurden im Dezember 2023 im Engineering-Bereich 80 Mitarbeitende (Durchschnittswert im Gesamtjahr: 70) beschäftigt. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrug im Geschäftsjahr TEUR 6.318 und wurde als selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. 2.3. LeistungsindikatorenZur internen Steuerung und als finanzielle Leistungsindikatoren verwendet die Wingcopter GmbH die Umsatzerlöse sowie den Deckungsbeitrag (Gross profit oder Rohergebnis). Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der Wingcopter sind die Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Headcount) und Sales Backlog (unterschriebene Kundenaufträge). 3. Lage der Gesellschaft3.1 Mitarbeiterinnen und MitarbeiterDie Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Headcount) ist auf 125 vollzeitbeschäftigte (Vorjahr: 114) und 29 teilzeitbeschäftigte (Vorjahr: 24) gestiegen. Im Jahr 2023 gehörten durchschnittlich etwa 54% der Mitarbeitenden zu den technischen Fachbereichen (hierzu gehören hauptsächlich Systemingenieure und Softwareingenieure, Zulassungsexperten und andere relevante technische Spezialisten). In der Produktion waren insgesamt 24% beschäftigt. Die restlichen 22% betreuten allgemeine und administrative Bereiche. Im Dezember 2023 wurde vom Beirat ein Kostenreduktion empfohlen, die zum Abbau von 11 Mitarbeitern in dem Bereich Produktion und 3 Mitarbeitern in der Produktentwicklung im kommenden Geschäftsjahr führt. Die korrespondierenden Rückstellungen sind im Jahresabschluss berücksichtigt. 3.2. ErtragslageDie Ertragslage wird insbesondere durch die im Zusammenhang mit dem Aufbau des Geschäftsmodells getätigten Aufwendungen bestimmt. Im Ergebnis wurde ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 14.187 im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von TEUR 10.554 erwirtschaftet. Der Umsatz ging entsprechend der Erwartungen des Vorjahrs im Jahr 2023 um TEUR 969 auf TEUR 696 zurück. Die gesunkenen Umsätze lassen sich auf Rückgänge sowohl im Projekt- als auch im OEM-Geschäft aufgrund von Verzögerungen in der Produktentwicklung zurückführen. Der Deckungsbeitrag (Umsatzerlöse + aktivierte Eigenleistung - Materialaufwand) im Geschäftsjahr 2023 betrug TEUR 6.304. Die aktivierten Eigenleistungen (TEUR 7.302) beziehen sich auf die Wingcopter Drohne 198. Die Betriebskosten (Personalkosten + sonstige betriebliche Aufwendungen) sind im Jahr 2023 von TEUR 15.130 um 27% auf TEUR 19.172 gestiegen. Die Personalkosten sind im Berichtsjahr von TEUR 8.862 auf TEUR 12.134 gestiegen. Dies resultiert größtenteils aus Personalwachstum im Bereich Produktentwicklung. Weiterhin sind die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 6.267 auf TEUR 7.039 gestiegen Hierfür sind hauptsächlich höhere Kosten für externe Dienstleister sowie SAP-Implementierungskosten verantwortlich. Der Zinsaufwand für aufgelaufene Zinsen beträgt aufgrund des Darlehens durch die Europäische Investitionsbank ("EIB") rund TEUR 500 (im Vorjahr: EUR 0). 3.3. FinanzlageDas Stammkapital des Unternehmens ist mit EUR 46.934 unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen hat aber ein Finanzdarlehen in Höhe von 40 Millionen EUR von der EIB im Mai 2023 abgeschlossen. Die erste Tranche des Darlehens in Höhe von 20 Millionen EUR wurde im Juli 2023 abgerufen. Die zweite Tranche und die dritte Tranche in Höhe von jeweils 10 Millionen EUR dürfen ab 2024, aber erst wenn der gleiche Betrag in Equity aufgebracht wird, abgerufen werden. Das Unternehmen ist seit März 2024 mit mehreren Equity-Investoren bezüglich einer Kapitalerhöhung im Gespräch, sodass mit dem Abruf der zweiten und dritten Tranche fest gerechnet wird. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit des Geschäftsjahres 2023 war negativ, da die erwirtschafteten Umsatzerlöse die entstandenen Kosten noch nicht decken konnten. Die Unterteilung des Cashflows des Unternehmens in die unterschiedlichen Cashflow-Kategorien stellt sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
Die Liquidität der Gesellschaft war während des gesamten Geschäftsjahrs gesichert. Wingcopter war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. 3.4. VermögenslageDas Anlagevermögen hat sich von TEUR 12.471 auf TEUR 19.300 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung der Entwicklungskosten für die Drohne W198. Weitere Investitionen im Jahr 2023 beinhalten Drohnen für den Eigenbedarf in Höhe von TEUR 984 und weitere Betriebsinvestitionen von TEUR 803. Die Finanzierung der geplanten Investitionen soll aus den vorhandenen liquiden Mitteln sowie den dargestellten Finanzierungsmaßnahmen erfolgen. Das Umlaufvermögen verzeichnet einen Rückgang i.H.v. TEUR 918 auf TEUR 23.613. Insbesondere resultiert dies aus der Entwicklung des Kassenbestandes und Guthaben bei Kreditinstitutionen, der um TEUR 948 auf TEUR 19.945 gesunken ist. Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 63 auf TEUR 2.959 gesunken. Das Eigenkapital hat zum 31. Dezember 2023 TEUR 19.868 (Vorjahr: TEUR 34.056) betragen. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 45,98 % (Vorjahr: 91,39 %). Die Rückstellungen sind von TEUR 1.222 auf TEUR 1.057 gesunken. Dies ist i.W. auf die Auflösung von Gewährleistungsrückstellungen von TEUR 382 zurückzuführen sowie auf die gleichzeitige Erhöhung der Personalrückstellung von TEUR 292 aufgrund von Abfindungen resultierend aus dem Personalabbau, die im kommenden Geschäftsjahr umgesetzt werden. Durch Abruf des Darlehens mit der EIB i.H.v. 20 Millionen Euro sind die Verbindlichkeiten um TEUR 20.311 gestiegen. Die Bilanzsumme beträgt zum Stichtag TEUR 43.213 und hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2022 um TEUR 5.959 erhöht. Im Wesentlichen ist dies auf die weitere Aktivierung von Entwicklungskosten sowie auf die Darlehensaufnahme zurückzuführen. Insgesamt hat sich das Geschäftsjahr 2023 entsprechend der Prognose entwickelt. Da das Hauptaugenmerk des Unternehmens auf der Fertigstellung eines kommerziell nutzbaren Serienproduktes liegt, ist der Umsatz wie erwartet zurückgegangen. Dennoch konnte der Deckungsbeitrag gesteigert werden. 4. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung (Prognosebericht) mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Chancen- und Risikobericht)4.1. RisikoberichtDas Unternehmen überwacht und steuert Risiken im Rahmen der normalen Betriebsführung. Nachfolgend werden wesentliche Bereiche von Risiken und Unsicherheiten erläutert, denen das Unternehmen ausgesetzt ist. Die unterschiedlichen Risiken werden nach ihrer Wahrscheinlichkeit in drei Kategorien eingestuft: niedrig, mittel und hoch. 4.1.1 FinanzierungDas Unternehmen hat - bedingt durch die Personalkosten, Kosten für Fremddienstleister und Investitionen - eine hohe laufende Kostenstruktur. Dem stehen bisher noch geringe Umsätze gegenüber. Das zeigt sich konkret in einem negativen Cashflow aus dem operativen Geschäft. Das Management erwartet frühestens im Jahr 2029 die Erreichung des Cashflow-Break-Even. Der Jahresabschluss wurde unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Aktuell decken die Umsatzerlöse nicht die Vollkosten. Deswegen ist das Unternehmen von regelmäßigen Kapitalerhöhungen, möglichen angeknüpften projektspezifischen Zuschüssen und Venture-Debt-Finanzierungen abhängig, um das Geschäft weiter zu finanzieren. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich Wingcopter auf eine Venture-Debt-Finanzierung in Höhe von 40 Millionen Euro der European Investment Bank (EIB) beworben und im Dezember 2022 den ersten Teil der Finanzierungsvereinbarung mit der EIB unterschrieben. Mit Unterzeichnung des zweiten Teils der Finanzierungsvereinbarung im Mai 2023 hat Wingcopter das 40 Millionen Euro Darlehen, unterstützt durch das InvestEU-Programm, sichern können. Mit dem Darlehen soll die Forschung & Entwicklung der Drohne W198 weiter bis zum vollständigen kommerziellen Einsatz vorangetrieben werden. Weiterhin soll die Finanzierung genutzt werden, um die FAA-Zertifizierung zu erhalten. Die erste Auszahlung in Höhe von 20 Millionen Euro erfolgte am 3. Juli 2023. Die weiteren Abrufe ab 2024 von je 10 Millionen Euro sind gebunden an die Beschaffung von zusätzlichem Eigenkapital in derselben Höhe. Hierzu fand am 18. Dezember 2024 die notarielle Beurkundung einer Kapitalerhöhung durch zwei neue Investoren in Höhe von EUR 9.505.308,54 sowie durch bestehende Gesellschafter in Höhe von EUR 502.201,70 statt. Nach dieser erfolgten Kapitalerhöhung in Höhe von insgesamt EUR 10.007.510,24 ist die Gesellschaft berechtigt, eine weitere Tranche im Rahmen der Darlehensvereinbarung mit der EIB in Höhe von EUR 10.000.000,00 abzurufen. Um Liquiditätsrisiken anzugehen und zu beherrschen, betreibt die Gesellschaft eine langfristige Liquiditätsplanung, die auf der mittel- und kurzfristigen Liquiditätsplanung aufbaut. Ziel ist es, die Zahlungsströme so genau und so verlässlich wie möglich zu planen, um die Liquidität des Unternehmens dauerhaft zu sichern und mögliche Liquiditätsengpässe frühzeitig zu erkennen, um entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dazu erfolgt eine kontinuierliche Analyse der angefallenen Kosten, aufgeschlüsselt nach Funktionsbereichen. Die Wingcopter GmbH aktualisiert ihre Liquiditätsplanung einmal im Monat, um das Liquiditätsrisiko sowie die Fähigkeit des Unternehmens, Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit begleichen zu können, zu ermitteln. Die Geschäftsführung ist dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass eine ausreichende Liquidität für die Begleichung der ausstehenden Verbindlichkeiten vorhanden ist. Vor dem Hintergrund, dass die Gesellschaft auch zukünftig weiterhin von Finanzierungsmaßnahmen abhängig ist, stuft die Geschäftsführung das Liquiditätsrisiko als eher "hoch" ein. Es handelt sich um ein bestandsgefährdendes Risiko. Wir verweisen des Weiteren auf die Ausführungen im Anhang unter Abschnitt "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden". 4.1.2 ProduktentwicklungDas Unternehmen hat 2023 maßgeblich die Entwicklung der Drohne W198 vorangetrieben. Die Entwicklung der finalen Variante erfolgt in mehreren Schritten, in denen verschiedene Modelle entwickelt werden, die sich hinsichtlich ihrer Lebensdauer und Leistungsfähigkeit unterscheiden. In den Folgejahren soll das ausgereifte Fertigprodukt der Drohne W198 auf den Markt gebracht werden. Die Drohne W198 wird für die Type Certification der FAA vorgesehen. Parallel zur Weiterentwicklung der Produktionsreihe der Drohne W198 erfolgt die Prüfung der Drohnen im Flight & Ground Testing Department. Drohnen sind komplexe Systeme, die eine breite Expertise in vielen Bereichen erfordert und alle Teile müssen als System die nötige Leistung und Sicherheit bieten können. Erfahrungswerte über Lebensdauer und Leistung wurden anhand der Prototypen im kleinen Umfang ermittelt und lassen sich für die weiteren Versionen bisher nur abschätzen. Basierend auf den vorliegenden Ergebnissen wurden Zeitpläne für die weitere Entwicklung, Fertigstellung und Auslieferung der konsekutiven Drohnenvarianten ermittelt. Eine wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens ist stark von der erfolgreichen und zeitnahen Auslieferung dieser Drohne an den Kunden abhängig. Das potenzielle Risiko wird als "hoch" eingestuft. 4.1.3 ProduktionDas Unternehmen nutzt die Produktionsanlage des Standortes Weiterstadt, welche auf weitere Skalierung im Produktionsbetrieb ausgerichtet ist. Das Unternehmen verfügt über ein erfahrenes Team im Bereich Produktion und führt SAP als ERP-System ein. Erste Erfahrungswerte hinsichtlich Produktionseffizienz und -prozesse konnten gesammelt werden. Bei steigender Nachfrage nach Wingcopter-Drohnen muss das Unternehmen seine Produktionskapazitäten erhöhen und bestehende Prozesse hieran anpassen. Die Skalierung der Produktion kann mit Herausforderungen wie der Einstellung und Schulung von Mitarbeitern, Erhöhung der Anzahl von Produktionshilfsmitteln und der weiteren Optimierung der Produktionsabläufe verbunden sein. Ebenso können Knappheit an Produktionsmitteln wie Gas oder Strom wesentliche Risiken für die Skalierung der Produktion darstellen. Neben der Skalierung der Produktion spielt die Gewährleistung der Produktqualität eine entscheidende Rolle für den Erfolg des Unternehmens. Wenn es zu Qualitätsproblemen in der Produktion kommt, kann dies zu Ausschuss, Nacharbeit oder zu Sicherheitsproblemen bei den hergestellten Drohnen führen. Eine effektive Qualitätskontrolle und Überwachung der Produktionsprozesse sind daher von großer Bedeutung. Wingcopter verfügt über eine eigene Qualitätsabteilung, welche durch die erfahrenen MitarbeiterInnen in diesem Bereich kontinuierlich verbessert wird. Das potenzielle Risiko, die Drohnen-Modelle in eine Serienproduktion bei hoher Produktqualität zu überführen, wird als "hoch" eingestuft. 4.1.4 LieferkettenrisikoDer kommerzielle Erfolg des Unternehmens ist wesentlich davon abhängig, dass die Drohnen rechtzeitig ausgeliefert werden. Die angespannte geopolitische Lage, welche eine zunehmende Bedrohung bewaffneter Konflikte und vermehrter Sanktionen mit sich führt, sowie die Nachwirkungen der Covid-19 Pandemie können sich negativ auf die globalen Lieferketten auswirken. Eine kontinuierliche Ermittlung der Komponentenverfügbarkeit und Lieferzeiten erhöht die Chancen, frühzeitig Maßnahmen einleiten zu können, und verringert das Risiko von Produktionsverzögerungen. Durch eine stetige Erweiterung des Lieferantenstamms sowie die Überprüfung der Lieferanten in Bezug auf Qualität, Risiko, Wert und Compliance-Vorgaben kann bei Bedarf frühzeitig agiert werden und Aufträge gegebenenfalls an andere Lieferanten abgegeben werden. Da Wingcopter jedoch als Hersteller von Drohnentechnologie von einer bestimmte Anzahl von limitierten Zulieferern abhängig ist, können die Produktionsprozesse von Wingcopter durch Engpässe oder Qualitätsprobleme der Lieferanten beeinträchtigt werden. Das Risiko, dass es aufgrund von Lieferkettenproblemen zu Verzögerungen im Produktionsprozess kommt, wird als "hoch" eingestuft. 4.1.5 Gesetzgeberische und regulatorische RisikenDie Luftfahrtindustrie ist stark reguliert und kontrolliert und erfordert strenge und zertifizierte Prozesse und Technologien. Das Unternehmen ist bestrebt, die Anforderungen aller Rechtsvorschriften zu erfüllen. Wingcopter nimmt externe Rechtsberatung in Anspruch, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten, und verfügt über ein umfassendes Testprogramm für ihre Produkte. Insbesondere wird erwartet, dass das Unternehmen die Zulassung für die Drohne W198 durch die Federal Aviation Administration (FAA) erhalten wird. Im April 2024 fand ein Meeting mit der FAA statt, in dem Wingcopter den aktuellen Fortschritt berichtete. Das Treffen war ein Erfolg und das positive Feedback der FAA bestätigt, dass Wingcopter auf dem richtigen Weg ist. In einem zweiten Schritt hat Wingcopter vor, die Zulassung in Europa bei der European Union Aviation Safety Agency (EASA) zu beantragen. Es gibt keine Sicherheit, dass das Unternehmen diese Zulassung erhalten wird. Das Risiko wird als "mittel" eingestuft. 4.1.6 WettbewerbsrisikoIm Drohnen-Markt für die Lieferung von Paketen bewegen sich einige Wettbewerber, die bisher im Vergleich zu Wingcopter mehr Drohnen verkauft haben, über eine höhere Finanzierung verfügen oder die in Zulassungsprozessen weiter fortgeschritten sind. Das Unternehmen hat aber eine solide technologische Plattform, ein starkes Team aufgebaut, eine klare Strategie definiert und konkrete Bestellungen von Flagship-Kunden mit hohem Umsatzpotenzial. Des Weiteren bietet der Lieferdrohnenmarkt ein hohes Wachstumspotential, weshalb davon ausgegangen wird, dass mehrere Unternehmen erfolgreich nebeneinander existieren können. Das Wettbewerbsrisiko wird daher als "mittel" eingestuft. 4.1.7 IT-RisikenIm Jahr 2023 wurden keine Systemausfälle verzeichnet, die den Geschäftsbetrieb wesentlich beeinflusst hatten. Die Eintrittswahrscheinlichkeit bestandsgefährdender IT-Risiken ist gering. Das Risiko wird als "niedrig" eingestuft. 4.1.8 FremdwährungsrisikoDie Hauptwährung des Unternehmens ist der Euro; aber die Verkäufe auf dem amerikanischen Markt werden in USD entgegengenommen und in Euro umgerechnet. Das Unternehmen ist daher einem transaktionsbezogenen Wechselkursrisiko ausgesetzt. Das Risiko wird als "niedrig" eingestuft. 4.2. ChancenberichtDen Risiken stehen ernsthafte Chancen gegenüber. Die Chancen wurden zum Stichtag des Jahresabschlusses für einen Zeitraum von insgesamt 5 Jahren ermittelt. 4.2.1 MarktZu den Hauptchancen für Wingcopter gehören insbesondere die erheblichen Marktchancen. Der Lieferdrohnenmarkt hat ein beträchtliches Wachstumspotential und als Pionier im Markt hat Wingcopter bereits ein hohes Maß an Erfahrung und Branchenwissen gesammelt sowie einen etablierten Kundenstamm aufgebaut. Insbesondere im medizinischen Kuriermarkt sieht Wingcopter große Chancen, es wird ein jährliches Wachstum von 5,2% bis 2030 auf 10.964 Millionen USD antizipiert12. Dieses Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach einer schnellen und effizienten Lieferung von medizinischen Produkten angetrieben, insbesondere in abgelegene oder schwer zugängliche Gebiete. Besonders in kritischen Bereichen wie Laborproben, Pharmatransporten, Impfprogrammen und Bluttransfers bietet eine Lieferung per Drohne durch eine schnellere Zustellung einen erheblichen Mehrwert. Auch wenn die Regulierungen der Luftfahrtindustrie Herausforderungen mit sich bringen, wurden weltweite Fortschritte in der Vereinheitlichung von Vorschriften und Richtlinien für den Betrieb von Lieferdrohnen gemacht, wodurch der kommerzielle Einsatz der Drohnen ermöglicht wird. Die schnell voranschreitende technologische Entwicklung in den Bereichen der Batterien-Technologie und KI bieten außerdem eine enorme Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Lieferdrohnen, wodurch diese zukünftig auch für eine größere Bandbreite an Anwendungen genutzt werden können. 4.2.2 Unit EconomicsWingcopter setzt kontinuierlich daran, das Drohnenmodell W198 weiter zu verbessern. Durch die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Produkts und die Realisierung von Skaleneffekten in der Produktion werden in Zukunft Unit Economics erwartet, die den Marktanforderungen entsprechen. Die erzielten Kosten pro Paketzustellung von Wingcopter können vor allem im Bereich von medizinischen Lieferungen, bei denen es um die schnelle und effiziente Auslieferung der Produkte geht, abgedeckt werden. Insbesondere bei kleineren Lieferungen können hier Kosten gespart werden, da personalintensive herkömmliche Transportmethoden umgangen werden können. 4.2.3 Erfüllung von ESG-ZielenDrohnen stellen eine klimaneutrale Lieferlösung dar und spielen eine entscheidende Rolle in der Zukunft des nachhaltigen Transports und der Logistik. Als fortschrittliches grünes Technologieunternehmen engagiert sich Wingcopter aktiv dafür, einen signifikanten Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Situation im globalen Süden zu leisten. Neben der zeitnahen Auslieferung von medizinischen Produkten schafft Wingcopter Arbeitsplätze in einem zukunftsorientierten Markt und fördert die Ausbildung hochqualifizierten Personals vor Ort. Darüber hinaus setzt sich das Unternehmen besonders für die Verwirklichung der Geschlechtergleichstellung und die Stärkung der Rolle von Frauen und Mädchen ein, beispielsweise durch die Beschäftigung eines überwiegend weiblichen Pilotenteams in Malawi. 4.3. PrognoseberichtDie Weltwirtschaft verhält sich trotz steigender geopolitischer Herausforderungen und geldpolitischen Maßnahmen nach einer Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) resilienter als erwartet. Das globale Wachstum werde um 3,2 % ansteigen, in Deutschland dürfte die Wirtschaft in diesem Jahr nur mit 0,2 % wachsen.13 Im Vergleich zum Vorjahr erwarten wir einen leicht steigenden Umsatz, mit der Finalisierung eines kommerziell nutzbaren Produktes. Der Umsatz wird hauptsächlich durch den Verkauf des Produktes sowie durch Serviceleistungen generiert. Wir planen aktuell mit konstanten Deckungsbeiträgen im Vergleich zum Vorjahr. Es wird eine konstante Beschäftigtenanzahl im Geschäftsjahr 2024 von 150 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen prognostiziert und eine entsprechende Konstanz der Personalkosten erwartet. Aufgrund von Verzögerungen in der Produktentwicklung befinden sich unterzeichnete Kundenaufträge voraussichtlich im nächsten Geschäftsjahr überwiegend weiterhin im Sales Backlog.
Weiterstadt, 23.12.2024 gez. Tom Kolja Plümmer gez. Jonathan Karsten Hesselbarth 1 Vgl. https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/05/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-fruehjahrstagung-iwf-und-weltbankgruppe.html 2 Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html 3 Vgl.
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Internationales_Finanzmarkt/
4 Vgl. https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 5 Vgl. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/158133/umfrage/entwicklung-des-bip-in-der-eurozone-und-der-eu-gegenueber-dem-vorjahresquartal/ 6 Vgl. https://www.imf.org/en/Publications/WEO/Issues/2024/04/16/world-economic-outlook-april-2024 7 Vgl. https://www.mordorintelligence.com/industry-reports/delivery-drones-market 8 Vgl. https://www.gminsights.com/industry-analysis/medical-drone-delivery-services-market 9 Vgl. https://www.cnbc.com/2023/05/18/amazons-100-drone-deliveries-puts-prime-air-behind-google-and-walmart.html 10 BVLOS = Beyond Visual Line Of Sight 11 Vgl. https://droneii.com/the-drone-industrys-journey-through-2023 12 Vgl. https://www.theinsightpartners.com/reports/medical-courier-market 13 Vgl. https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2024/05/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-fruehjahrstagung-iwf-und-weltbankgruppe.html BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023der Wingcopter GmbHAllgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Wingcopter GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 des Handelsgesetzbuches (HGB). Der Jahresabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz entspricht den § 266 und § 275 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 286 und 288 HGB teilweise in Anspruch. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Infolge einer Aktualisierung der bewerteten Bestandsliste zum 31. Dezember 2023 war eine Korrektur des Bilanzpostens Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und in diesem Zusammenhang der Höhe der Materialaufwendungen, des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals erforderlich. Der ursprüngliche Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 vom 13. September 2024 wurde dahingehend geändert. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sowie der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden sind wir vom Grundsatz der Unternehmensfortführung gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB ausgegangen. Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr keine Jahresüberschüsse erzielt. Es handelt sich hierbei um erwartete Verluste, die sich durch Produktentwicklung, Markteinführung und Wachstum des jungen Unternehmens ergeben. Die Gesellschaft ist von Zuführungen von liquiden Mitteln durch Gesellschafter / Investoren / Fremdkapitalgebern sowie von der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung der konzipierten Umsatzerlöse abhängig. Anderenfalls ist die Gesellschaft in Ihrem Bestand gefährdet. Mit notarieller Urkunde vom 10. Mai 2023 wurde mit der European Investment Bank (EIB) eine Venture Debt-Finanzierung in Höhe von EUR 40.000.000,00 abgeschlossen, wobei die Auszahlung in drei Tranchen ab dem Jahr 2023 erfolgt. Mit notariellem Vertrag vom 10. Mai 2023 wurde weiterhin die Geschäftsführung ermächtigt, das Stammkapital der Gesellschaft innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung des Genehmigten Kapitals 2023 durch Ausgabe von bis zu 2.592 neuer Geschäftsanteile gegen Bareinlagen einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch höchstens um EUR 2.592 zu erhöhen. In diesem Zusammenhang wurde auch mit notariellem Vertrag vom 10. Mai 2023 eine Optionsrechtsvereinbarung ("warrant agreement") mit der darlehensgebenden Investment Bank abgeschlossen, wobei die Ausübung des Optionsrechts während der Laufzeit bis 31. Dezember 2037 jederzeit möglich ist. Diese Kapitalmaßnahme dient dem Wachstum des Unternehmens und verbessert gleichzeitig die Finanzlage der Gesellschaft. Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände in Entwicklung wurden mit den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2a HGB angesetzt. Die Gesellschaft macht damit vom Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 S. 1 HGB Gebrauch. Eine planmäßige Abschreibung erfolgt mangels Fertigstellung im Geschäftsjahr 2023 noch nicht. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungs- und Herstellungskosten bis 800 EUR wurden im Erwerbsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Sofern bei Anlagegegenständen zum Abschlussstichtag von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die Herstellungskosten der selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände sowie selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Material- und Fertigungseinzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, sowiet sie durch die Fertigung veranlasst sind. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebes, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung sowie Fremdkapitalzinsen werden grundsätzlich nicht aktiviert. Geleistete Anzahlungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Nennwerten angesetzt. Die Vorräte umfassen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse sowie geleistete Anzahlungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtrag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen sind durch angemessene Abwertung berücksichtigt. Die zu Herstellungskosten bewerteten Fertigungserzeugnisse umfassen die unter den Sachanlagen dargestellten Kosten unter Berücksichtigung ihres Fertigstellungsgrades. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet und werden zum Nennwert angesetzt. Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Aufgrund kurzfristiger Laufzeiten war die Berücksichtigung von Kostensteigerungen und Abzinsungen nicht notwendig. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Posten werden - falls am Bilanzstichtrag vorhanden - mit dem Devisenkassamittelkurs bewertet. Bei Restlaufzeiten bis zu einem Jahr finden abweichend von den dargestellten Bewertungsmethoden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip keine Anwendung, d.h. die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgt bei diesen Posten unabhängig vom Kurs zum Zeitpunkt der Transaktion. Auf fremde Währung lautende Posten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bestanden am Abschlussstichtag nicht. Angaben zur Bilanz Anlagespiegel für die einzelnen Posten des AnlagevermögensDie Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forschungs- und Entwicklungskosten Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden aktiviert. Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr 6.318.283,89 EUR. Davon entfallen 6.318.283,89 EUR auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Ausschüttungssperre Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt 15.056.482,95 EUR. Dieser Betrag entfällt in voller Höhe auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Im Posten sonstige Rückstellungen sind Rückstellungen für Gewährleistungen von 353 TEUR, für Drohverlustrückstellungen von 292 TEUR, für ausstehende Rechnungen von 239 TEUR, für ausstehenden Urlaub des Personals von 136 TEUR, für Abschluss- und Prüfungskosten von 35 TEUR sowie für Aufbewahrungspflichten von 2 TEUR enthalten. Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre und der Sicherungsrechte Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt 20.491.666,66 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Dabei handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, welche mit einer Optionsscheinvereinbarung verknüpft wurde. Latente Steuern Durch die handelsrechtliche Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände entstehen grundsätzlich passive latente Steuern. Aufgrund des Vorliegens aktiver Wertansatzdifferenzen im Anlagevermögen und in den sonstigen Rückstellungen sowie steuerlicher Verlustvorträge konnten nach Saldierung mit den aktiven latenten Steuern die passiven latenten Steuern mit 0,00 EUR angesetzt werden. Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Die Mietverträge haben eine Laufzeit bis mindestens 31.12.2028, daraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4.145.180,00 EUR. Die Leasingsverträge haben eine Laufzeit bis mindestens 31.07.2029, daraus ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 40.800,56 EUR. Sonstige Angaben Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt: - Herrn Tom Kolja Plümmer, Münster / Altheim (Hessen), Chief Executive Officer (CEO) - Herrn Jonathan Karsten Hesselbart, Darmstadt, Chief Technology Officer (CTO). Die Geschäftsführer sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschlag bzw. Beschluss zur ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor: Der Jahresfehlbetrag beträgt 14.187.416,49 EUR, welcher auf neue Rechnung vorgetragen wird. Unterschrift der Geschäftsführung
Weiterstadt, 23.12.2024 gez. Tom Kolja Plümmer
Weiterstadt, 23.12.2024 gez. Jonathan Karsten Hesselbarth sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.02.2025 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Wingcopter GmbH, Darmstadt: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Wingcopter GmbH, Darmstadt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Wingcopter GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Angaben im Anhang unter dem Abschnitt "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie die Angaben im Lagebericht unter dem Abschnitt "4.1.1 Finanzierung", in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die bisherige Verlustsituation auf die Markeintritts- und Wachstumsphase der Gesellschaft zurückzuführen und die Unternehmensfortführung von der Fortsetzung der Finanzierung durch Gesellschafter/Investoren oder ähnlichen Finanzierungsmaßnahmen sowie der erfolgreichen Umsetzung des Unternehmenskonzeptes und der Generierung der konzipierten Umsatzerlöse abhängig ist. Wie in den Angaben im Anhang unter dem Abschnitt "Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und in den Angaben im Lagebericht unter dem Abschnitt "4.1.1 Finanzierung" dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Hinweis zur Nachtragsprüfung Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Jahresabschluss und geänderten Lagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 13. September 2024 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 23. Dezember 2024 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung des Bilanzansatzes der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und in diesem Zusammenhang der Höhe der Materialaufwendungen, des Jahresergebnisses sowie des Eigenkapitals und entsprechende Änderungen der Angaben im Anhang und im Lagebericht zu den genannten Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Anhang im Abschnitt "Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss" wird verwiesen.
Köln, den 13. September 2024 / Begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen: 23. Dezember 2024 Rödl
& Partner GmbH
Schönhals, Wirtschaftsprüfer Brettl, Wirtschaftsprüferin |
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