Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 520340
Vorher
Jäger Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
23.2.1977
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Abfüllen und Verpacken von Gegenständen und von kosmetisch/pharmazeutischer Produkten, die Herstellung und der Vertrieb kosmetisch/pharmazeutischer Waren. Die Gesellschaft darf ander Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf Zweigniederlassungen im In- und Ausland errichten. Die Gesellschaft kan sich auf verwandten Gebieten betätigen und alle Geschäfte betreibe, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen. Sie kann sich an anderen Unternehmen mit dem gleichen oder einem ähnlichen Gegenstand beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

Keine Bekanntmachungen für diesen Filter verfügbar

Management

NameRolle
Marc Lehnhäuser
seit 11.12.2025
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

CoPhar Services Holding GmbH
Germany
100.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Jäger GmbH

Muggensturm

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Jäger GmbH, 76461 Muggensturm

Gliederung

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

2. Forschung und Entwicklung

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

3. Lage

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

III. Prognosebericht

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

2. Chancenbericht

3. Gesamtaussage

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Jäger GmbH ist ein unabhängiges, mittelständisches Dienstleistungsunternehmen in Privatbesitz, das seit 1972 erfolgreich Kosmetika, Pharmazeutika, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel im Lohn herstellt. Es wird vorwiegend nach Kundenspezifikation produziert.

Das derzeitige Produktionsportfolio umfasst die Herstellung und Konfektionierung von Salben, Cremes, Lotionen, Liquida und Pulver.

Zu den Kunden gehören namhafte Unternehmen aus ganz Europa, wobei der Schwerpunkt auf dem deutschsprachigen Raum liegt.

2. Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft bietet ausgewählten Kunden Entwicklungsdienstleistungen im Bereich der Kosmetika, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel an.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die branchenspezifische wirtschaftliche Entwicklung war 2023 durch eine Entspannung der Engpässe, sowie eine Stabilisierung der Preise auf den Rohstoff- und Energiemärkten geprägt.

2. Geschäftsverlauf

In 2023 erzielte die Jäger GmbH einen Umsatz von 13,9 Mio. EUR (14,8 Mio EUR laut Umsatz-Prognose 2023 im Lagebericht 2022) und lag damit um 18,1 % über dem Vorjahresumsatz.

Die Umsatzsteigerung ist grösstenteils auf die Kompensation der besonders schwachen Vorjahresbeschaffung einiger Kunden, sowie die Akquisition im Jahr 2023 zurückzuführen. Ebenso verstärkten sich die Umsätze mit anti-parasitärer Produkte nach 3 schwachen Vorjahren (Corona-Pandemie).

Der Start in das Jahr 2024 war positiv und die Auftragsbücher sind aktuell gut gefüllt, so dass von einem positiven Geschäftsverlauf in Jahr 2024 ausgegangen wird.

3. Lage

Die Vermögenslage der Jäger GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert (+21.7%). Sie ist geprägt durch den Bestand an Vorräten insbesondere an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den Forderungen gegen den Gesellschafter die CoPhar Services Holding GmbH, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch das Sachanlagevermögen. Dieses beträgt 11,4% der Bilanzsumme (Vorjahr 13,2%) und ist vollständig durch Eigenkapital gedeckt. Die Summe der bilanzierten Vermögenswerte hat sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere durch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen gegenüber Gesellschaftern verbessert. Die Eigenkapitalquote liegt auch 2023 weiterhin auf einem hohen Niveau, so dass die Stabilität des Unternehmens nicht gefährdet ist.

Die Kapitalstruktur des Unternehmens ist ausgewogen, die Eigenkapitalquote beträgt 58,4% (Vorjahr: 71,1%).

Das Fremdkapital gliedert sich in lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten. Die kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betragen hierbei TEUR 1.065 bzw. 11,4% der Bilanzsumme (Vorjahr: TEUR 187 bzw. 2,4%).

Aufgrund der oben geschilderten Entwicklung, ansteigenden Materialaufwendungen, Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen sowie bei einem Umsatz unterhalb des Planniveaus wurde im Geschäftsjahr ein Jahresverlust in Höhe von -440 TEUR erzielt (Vorjahr: Jahresüberschuss 188 TEUR). Dieser wurde auf Grund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags durch die Gesellschafterin ausgeglichen

Für das Geschäftsjahr 2024 kann aufgrund umfangreicher Kunden- und Projektakquisition eine positive Prognose gestellt werden.

Durch den Zugewinn von neuen Kunden reduziert sich das Risiko eines Umsatzausfalles. Mittelfristig liegt in der geographischen Diversifikation die Chance der Generierung von nachhaltigem Wachstum.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Geschäftsleitung basiert Ihre Entscheidungen zur Unternehmenssteuerung auf einen monatlichen Ergebnisreport. Wesentlich Inhalte des Reportes sind im Einzelnen:

• Management Summary

• Soll-Ist Abgleich bezüglich Umsatz, Leistung, Kosten, Ergebnis und Cash Flow im Vergleich zur Planung und Forecast.

• Liquiditätsplanung

• Maßnahmenstatus

III. Prognosebericht

Auf Basis der vorhandenen Arzneimittel-Zertifizierungen (Herstellerlaubnis für nichtsterile Human- und Veterinärarzneimittel und flüssige Darreichungsformen zur inneren Anwendung, der Zertifizierung nach DIN ISO 13485 für Medizinprodukte sowie ISO 22000 Food) kann der Kundenstamm kontinuierlich erweitert werden.

Personelle Kompetenzen werden 2024 vor allem in den Bereich Kundenbetreuung und Qualitätswesen aufgebaut, um aktuellen und potenziellen Kunden ein breites Servicespektrum anbieten zu können. Der Personalstamm hat sich in 2023 gegenüber dem Vorjahr erhöht Selektive Prozessautomation zur Senkung der Produktionskosten und zur Erhöhung der Patientensicherheit bleiben auch 2024 die Schwerpunkte der Investitionspolitik.

Für 2024 wird ein Umsatz von 16,5 Mio. € angestrebt, so dass wir mit einem insgesamt positiven Jahresüberschuss rechnen.

Unternehmenspolitisch stehen die Bedürfnisse der Kunden nach Qualität, Flexibilität und Schnelligkeit im Vordergrund. Der Einsatz der MitarbeiterInnen ist weiterhin von großer Unternehmenstreue und hoher Professionalität geprägt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Die Branchen Pharma, Kosmetik, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel können weiterhin als stabil bezeichnet werden.

Ertragsorientierte Risiken

Globale Herausforderungen sind nach wie vor bestehende lange Lieferfristen in den Beschaffungsmärkte, insbesondere im Verpackungsbereich. Die bisherige Abhängigkeit von Deutschland als Heim- und Hauptmarkt sollte weiter reduziert werden.

Die Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitenden ist nach wie vor eine der grössten Herausforderungen für die Jäger GmbH. Nach 2 schwierigen Jahren konnten gegen Ende 2023 diverse kompetente neu Mitarbeitende gewonnen werden. Dieser positive Trend hat sich auch Anfang 2024 fortgesetzt.

Da auch viele Produkte der Grundversorgung hergestellt werden, ist ein ertragsorientiertes Risiko eher als gering einzuschätzen.

Die Produktions- /Arbeitskosten stehen weiterhin im Fokus. Diese können nur mit zunehmend automatisierten Produktionsprozessen und angepassten Chargengrößen aufgefangen werden.

Die Umsetzung von Industrie 4.0 und die Digitalisierung ist im regulierten Umfeld anspruchsvoll (Qualifizierung und Validierung), bietet aber auch Chancen zur partnerschaftlichen Lösungsfindung mit Kunden.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Jäger GmbH hat die Coronakrise gut gemeistert und blickt nach einem anspruchsvollen Jahr 2023 vorsichtig optimistisch in das Jahr 2024.

Aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen sind Forderungsausfälle nicht zu erwarten.

Währungsrisiken bestehen vertriebsseitig nicht. Lieferantenseitig besteht ein geringes Risiko, da die meisten Rohstoffe und Packmittel aus dem Euroraum bezogen werden.

2. Chancenbericht

Durch das breit gestreute Produktionsportfolio, motivierte und langjährige MitarbeiterInnen, gezielte Erweiterungen des Teams durch hochqualifiziere Neueintritte sowie einem flexiblen Maschinenpark, können verschiedenste Kundenaufträge in unterschiedlichen Losgrößen zuverlässig in der gewünschten Qualität abgearbeitet werden.

Aufgrund der in der Vergangenheit getätigten Investitionen ist der Betrieb der Jäger GmbH sehr gut gerüstet, um in den nächsten Jahren nachhaltig zu wachsen.

Vorhandene Produktionsmöglichkeiten sowie die nötige Flexibilität eines mittelständischen Unternehmens eröffnen die Möglichkeit zur effizienten Erweiterung des Produktportfolios.

Schon seit vielen Jahren setzt sich die Jäger GmbH dafür ein, den CO 2 Fussabdruck zu verbessern. Die Produktionsprozesse und das Rohstofflager werden beispielsweise mit Brunnenwasser gekühlt. Zur Unterstützung der Elektromobilität wurde eine Stromtankstelle installiert, welche von Mitarbeitern und Kunden zunehmend benutzt wird.

3. Gesamtaussage

Die Jäger GmbH ist mit der Bearbeitung der Branchen Pharma, Kosmetik, Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel breit aufgestellt. Ein krisenfester und abgerundeter Stamm zufriedener Kunden und ein erfahrenes und loyales Team von MitarbeiterInnen sichert den Fortbestand des Unternehmens.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen und bonitätsstarken Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme. Zudem besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Eigenmittel und Lieferantenkrediten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zum Berichtszeitpunkt bestehen neben der Betriebstätte in Muggensturm keine Zweigniederlassungen.

 

Muggensturm, den 07. Juni 2024

Jäger GmbH

gez. die Geschäftsführer

Handelsbilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.088.130,00 1.008.668,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 22.962,00 9,00
II. Sachanlagen 1.065.168,00 1.008.659,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 49.080,00 58.166,00
2. technische Anlagen und Maschinen 723.136,00 621.824,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 292.952,00 304.219,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 24.450,00
B. Umlaufvermögen 8.229.346,90 6.640.439,23
I. Vorräte 3.178.778,58 3.036.491,25
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.722.178,59 3.398.765,68
1. Forderungen gegen Gesellschafter 2.521.214,24 1.669.711,87
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 244.052,13
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.956.912,22 1.729.053,81
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 328.389,73 205.182,30
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.117,00 8.800,54
Aktiva 9.319.593,90 7.657.907,77

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.444.877,58 5.444.877,58
I. Gezeichnetes Kapital 51.129,19 51.129,19
II. Gewinnrücklagen 15.645,53 15.645,53
III. Bilanzgewinn 5.378.102,86 5.378.102,86
B. Rückstellungen 381.499,14 266.579,59
C. Verbindlichkeiten 3.493.217,18 1.946.450,60
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.064.567,18 186.872,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 188.409,08
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.428.650,00 1.571.169,51
Passiva 9.319.593,90 7.657.907,77

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.815.605,09 6.043.040,06
2. Personalaufwand 3.954.566,92 3.243.559,64
a) Löhne und Gehälter 3.344.941,27 2.712.428,88
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 609.625,65 531.130,76
davon für Altersversorgung 6.623,86 6.559,13
3. Abschreibungen 270.509,72 247.485,06
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 270.509,72 247.485,06
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.067.592,62 2.401.657,85
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 17,99
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65.160,98 48.059,97
davon aus verbundenen Unternehmen 65.098,63
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 27.684,99 9.551,89
davon an verbundene Unternehmen 7.536,36
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 18,38 8,51
9. Ergebnis nach Steuern -439.588,57 188.837,08
10. sonstige Steuern 409,00 428,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 439.997,57
12. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 188.409,08
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.378.102,86 7.525.282,41
15. Ausschüttung 2.147.179,55
16. Bilanzgewinn 5.378.102,86 5.378.102,86

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Jäger GmbH hat ihren Sitz in Muggensturm und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Mannheim unter der HRB 520340.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen GmbH im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 Abs. 2 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften nach den für mittelgroßen Kapitalgesellschaft geltende Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB). Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten soweit gesetzlich nicht anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen. Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens und für die Beschaffung des Eigenkapitals sowie für immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, wurden nicht bilanziert.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen dem Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden folgende Grundsätze angewandt:

Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden linear abgeschrieben. Dabei wird die Nutzungsdauer des jeweiligen immateriellen Vermögensgegenstands nach dem Prokuktlebenszyklus oder dessen erwarteten Synergieeffekten angesetzt, soweit diese verlässlich geschätzt werden können. Ansonsten wird die Nutzungsdauer gem. § 253 Abs. 3 HGB mit zehn Jahren angenommen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibung kommt unter Berücksichtigung der steuerlich zulässigen Höchstsätze, die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung.

Bis zum Wirtschaftsjahr 2020 wurden bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, deren Anschaffung über Euro 250,00 aber nicht mehr als Euro 1.000,00 betragen, im Jahr des Zugangs als Sammelposten aktiviert und über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben (Poolabschreibung).

Bewegliche Gegenstände unter Euro 250,00 wurden demzufolge im Jahr des Zugangs voll als Betriebsausgabe abgesetzt.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2021 werden die bewegliche Wirtschaftsgüter mit einem Zugangswert von bis zu Euro 800,00 im Jahr des Zugangs aktiviert und vollumfänglich abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Rohstoffe, die das Verfallsdatum überschritten haben, wurden vollumfänglich abgewertet.

Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen sowie der fertigen Erzeugnisse erfolgte zu Herstellungskosten bzw. dem niedrigen beizulegenden Wert. Zinsen für Fremdkapital sind bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Der Rechnungsabgrenzungsposten weist ausschließlich Aufwand für das nächste Wirtschaftsjahr aus.

Das gezeichnete Kapital in Höhe von Euro 51.129,19 wird mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden nur eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von erfolgten Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Verbindlichkeiten wurden mit Ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).

Die Bilanzierung erfolgte nach Verwendung des Jahresergebnisses.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (vgl. Anlagespiegel) ist nachfolgend dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB).

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.154,41 27.673,40 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 153.154,41 27.673,40 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 401.467,46 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen 8.367.067,59 291.689,85 0,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.792.062,33 55.058,47 4.840,14
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 24.450,00 -24.450,00 0,00
Summe Sachanlagen 11.585.047,38 322.298,32 4.840,14
Summe Anlagevermögen 11.738.201,79 349.971,72 4.840,14
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 180.827,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 180.827,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 401.467,46
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 8.658.757,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 2.842.280,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 0,00 11.902.505,56
Summe Anlagevermögen 0,00 12.083.333,37
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 153.145,41 4.720,40 0,00 0,00 157.865,81
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 153.145,41 4.720,40 0,00 0,00 157.865,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 343.301,46 9.086,00 0,00 0,00 352.387,46
2. technische Anlagen und Maschinen 7.745.243,59 190.377,85 0,00 0,00 7.935.621,44
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.487.843,33 66.325,47 4.840,14 0,00 2.549.328,66
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.576.388,38 265.789,32 4.840,14 0,00 10.837.337,56
Summe Anlagevermögen 10.729.533,79 270.509,72 4.840,14 0,00 10.995.203,37
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 22.962,00 9,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 22.962,00 9,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 49.080,00 58.166,00
2. technische Anlagen und Maschinen 0,00 723.136,00 621.824,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 292.952,00 304.219,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 24.450,00
Summe Sachanlagen 0,00 1.065.168,00 1.008.659,00
Summe Anlagevermögen 0,00 1.088.130,00 1.008.668,00

Angaben zur Bilanz

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Beträge mit einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr in Höhe von Euro 480,00 (Vorjahr: Euro 480,00).

Gegenüber dem Gesellschafter belaufen sich zum Bilanzstichtag die Forderungen auf Euro 2.765.266,37 (Vorjahr: Euro 1.669.711,87).

Das gezeichnete Kapital beträgt DM 100.000,00. Die Umrechnung auf den Euro erfolgte mit dem Kurs von 1,95583 DM/€.

Im Posten sonstige Rückstellungen in Höhe von Euro 381.499,14 sind die nachfolgenden wesentlichen Rückstellungen enthalten.

Prozesskosten Euro 70.150,00
Aufbewahrungsverpflichtungen Euro 27.395,00
Gewährleistungspflichten Euro 13.959,00
Abfallentsorgung Euro 15.000,00
Berufsgenossenschaft Euro 18.000,00
Personalkosten Euro 59.450,83
Boni (Personal) Euro 37.776,00
Urlaub Euro 96.768,31
Schwerbehindertenabgabe Euro 12.500,00
Jahresabschlusserstellung / -prüfung Euro 25.000,00

Verbindlichkeitenspiegel

Art der Verbindlichkeit davon mit einer Restlaufzeit Art der
Gesamt
T-Euro
bis 1 Jahr
T-Euro
> 1 Jahr
T-Euro
Sicherheit
gegenüber Kreditinstituten 1.065 1.008 57 1,5
(Vorjahr) (187) (63) (124)
erhaltene Anzahlungen 30 30 0
(Vorjahr) (0) (0) (0)
aus Lieferungen und Leistungen 2.221 2.221 0 6
(Vorjahr) (1.311) (1.311) (0)
gegenüber Gesellschaftern 0 0 0
(Vorjahr) (188) (188) (0)
sonstige Verbindlichkeiten 177 177 0
(Vorjahr) (260) (260) (0)
Gesamtbetrag 3.493 3.436 57
(Vorjahr) (1.946) (1.822) (124)

davon gegenüber Gesellschaftern: Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 188.409,08)

davon aus Steuern: Euro 37.472,20 (Vorjahr: Euro 44.365,16)

davon im Rahmen der sozialen Sicherheiten: Euro 4.929,79 (Vorjahr: Euro 18.630,19)

Die Nummern der Sicherungsvermerke bedeuten:

1 = Pfandrecht an unbeweglichen Sachen

2 = Pfandrecht an beweglichen Sachen

3 = Pfandrecht an übertragbaren Rechten

4 = Sicherungsübereignung Vorräte

5 = Sicherheitsabtretung Forderungen

6 = Eigentumsvorbehalt

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer 5 Jahre bestehen bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 0,00).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von Euro 1.064.567,18 durch Pfandrechte an beweglichen Wirtschaftsgütern und durch Forderungsabtretung gesichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von Euro 2.220.718,21 (Vorjahr: Euro 1.311.084,17) sind durch Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten Tilgungsdarlehen. Bei der Ermittlung der Restlaufzeit wurde ein unveränderter Zinssatz bis zum Tilgungsende unterstellt.

Zum 31.12.2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):

Pachtvertrag Immobilien (jährlich) Euro 732.000,00
Leasing-, Wartungs- und sonstige Verträge (jährlich) Euro 97.663,42

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Die im Geschäftsjahr in der Gewinn- und Verlustrechnung enthaltenen periodenfremden Erträge belaufen sich auf einen Betrag von T-Euro 4,7 (Vorjahr: T-Euro 29,5). Die periodenfremden Aufwendungen haben im Berichtsjahr eine Höhe von T-Euro 14,9 (Vorjahr: T-Euro 6,1) betragen. Das periodenfremde Ergebnis beträgt somit T-Euro -10,2 (Vorjahr: T-Euro +23,4).

In der Gewinn- und Verlustrechnung des Berichtsjahres sind folgende Beträge enthalten:

Unter der Position "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung" sind Aufwendungen für die Altersversorgung in Höhe von Euro 6.623,86 (Vorjahr: Euro 6.559,13) enthalten.

Unter der Position "sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von Euro 65.098,63 (Vorjahr: Euro 33.479,94) enthalten.

Unter der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind Aufwendungen in Höhe von Euro 7.536,36 (Vorjahr: Euro 0,00) an verbundene Unternehmen enthalten.

Unter der Position "übrige sonstige betriebliche Erträge" sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 676,89 (Vorjahr: Euro 0,00) enthalten.

Unter der Position "übrige sonstige betriebliche Aufwendungen" sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von Euro 312,63 (Vorjahr: Euro 224,47) enthalten.

Sonstige Angaben

Mitarbeiterzahl

Jahresdurchschnitt: 2023 2022
Angestellte 25 19
Arbeiter 57 55
Gesamt 82 74

Angaben gem. § 42 Abs. 3 GmbH-Gesetz

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten in Höhe von Euro 0,00 (Vorjahr: Euro 188.409,08). Die Verzinsung des Vorjahressaldo erfolgte mit 4,00% p.a..

Organmitglieder

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Geschäftsführer: Herr Lutz Schmidt (Diplom-Betriebswirt) bis 02.01.2024
Dr. Michael Anselment (Physiker) bis 10.04.2024
Herr Stephen Thomas Haller (Diplom-Ingenieur) ab 02.01.2024

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag gab es keine.

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis wird lt. Ergebnisabführungsvertrag vom 22.04.2022 von der CoPhar Services Holding GmbH ausgeglichen.

 

Muggensturm, 07. Juni 2024

gez. Stephen Haller, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Jäger GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Jäger GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Jäger GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlagen für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentlich falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 20.06.2024

RTS Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KG
Steuerberatungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Andreas Welte, Wirtschaftsprüfer

Cornelia Link, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen

Handelsregister Dokumente

Gesellschafterliste
Aktueller Abdruck
Chronologischer Abdruck

Organisationen an dieser Adresse

2 nahegelegene Organisationen

Liste von Unternehmen und Organisationen an oder in der Nähe dieser Geschäftsadresse. Die Daten umfassen Firmennamen, Adressen, Registrierungsdetails und Branchenklassifikationen.
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus öffentlichen Quellen, offiziellen Registern oder werden von Drittanbietern bereitgestellt. Fusionbase übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Daten. Melde dich bei Fragen oder Anregungen über unser Kontaktformular.