ADAC RSR GmbH
Selbe AdresseErbringung sonstiger juristischer Dienstleistungen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joost Greve seit 24.2.2025 | Geschäftsführer |
Markus Groiß seit 21.2.2024 | Geschäftsführer |
Stephanie Nitsch seit 17.1.2018 | Prokura |
Robert Amann seit 12.2.2013 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ADAC SEMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTDer nachfolgende Lagebericht ist ein zusammengefasster Lagebericht i.S.d. § 315 Abs. 5 HGB, da der Geschäftsverlauf sowie die künftigen Chancen und Risiken des ADAC SE Konzerns und der Muttergesellschaft, der ADAC SE, untrennbar miteinander verbunden sind. GRUNDLAGEN DES KONZERNS UND DER ADAC SEGeschäftsmodell Im Rahmen ihres Gesellschaftszwecks - Beteiligung an Unternehmen und Erbringung von Dienstleistungen jeder Art - verwaltet die ADAC SE auch die in ihrem Besitz befindlichen Gesellschaftsanteile ihrer Tochtergesellschaften. Die ADAC SE ist die Muttergesellschaft des ADAC SE Konzerns. Die Ergebnisse der ADAC SE sind in hohem Maße von den direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften und Beteiligungen beeinflusst. Zum Bilanzstichtag halten der Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC), München (kurz: ADAC e.V.), 57,74 %, die ADAC Stiftung, München, 25,10 % und die ADAC Erste RC Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, 17,16 % der Anteile an der ADAC SE. Wesentliche Beteiligungen ADAC Versicherung AG (Vorjahr in Geschäftsfeld Versicherungen) Die ADAC Versicherung AG bietet Leistungen im Rahmen der Schutzbrief-, Rechtsschutz-, Kraftfahrzeughaftpflicht-, Privathaftpflicht-, Reisekranken-, Unfall- und Reiserücktrittsversicherung sowie Versicherungsvermittlung an. Deckungsgebiete sind die Bundesrepublik Deutschland, das europäische Ausland und die außereuropäischen Anliegerstaaten des Mittelmeeres. Die personenbezogenen Leistungen des Gruppenversicherungsvertrages mit dem ADAC e.V., der Reisekrankenschutz-, die Privathaftpflicht- und die Unfallversicherung gelten weltweit. Darüber hinaus werden auch andere Versicherungen vermittelt. Weltweit betreut der ADAC Ambulanz-Service jährlich mehrere Zehntausend Reiseversicherte im Ausland. Im Rahmen der ADAC Plus-Mitgliedschaft werden jedes Jahr mehrere Zehntausend Fahrzeugrücktransporte aus dem In- und Ausland durchgeführt. ADAC Service GmbH (Vorjahr in Geschäftsfeld Automotive Services) Die ADAC Service GmbH vermittelt technische Dienst- und Hilfeleistungen für die Kfz-Branche. Dazu gehören Assistance-Leistungen für Kfz-Hersteller, die international im Rahmen des ARC-Europe-Verbundes zusammen mit weiteren europäischen Automobilclubs erbracht werden. Zudem erstreckt sich das Portfolio auf Services zur Erhöhung der Werkstattqualität, Verkehrsinformationen, einen Schadenservice für Versicherungen und Flotten sowie über die ADAC Truckservice Pannenhilfe und Mobilitätsmanagement für Nutzfahrzeuge über 3,5 Tonnen. Aero-Dienst GmbH (Vorjahr in Geschäftsfeld Luftfahrt Services) Die Aero-Dienst GmbH befasst sich mit der Vercharterung, dem Vertrieb sowie der Instandhaltung von Business Jets. Unter anderem ist hier der Betrieb und die Wartung von ADAC-Ambulanzflugzeugen angesiedelt, die im Auftrag der ADAC Versicherung AG eingesetzt werden. Zum weiteren Kundenkreis zählen nationale und internationale Business Jet-Betreiber, -Mieter und -Eigentümer. ADAC Autovermietung GmbH (Vorjahr in Geschäftsfeld Autovermietung) Die ADAC Autovermietung GmbH vermietet Fahrzeuge der etablierten internationalen Autovermieter. Dies betrifft zum einen die Vermittlung von internationalen Ferienmietwagen und zum anderen die Vermittlung von Pkw, Lkw, Motorrädern und Campern für den Bedarf der ADAC Mitglieder und der Nichtmitglieder. Die ADAC Autovermietung vermietet zusätzlich über die ADAC eigene Mietwagenflotte mehr als 3.000 ADAC Clubmobile. ADAC Finanzdienste GmbH (Vorjahr in Geschäftsfeld Sonstige) Die ADAC Finanzdienste GmbH beschäftigt sich mit Finanzdienstleistungsprodukten wie Kreditkarten und Autokrediten. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die konjunkturelle Entwicklung war im Jahr 2022 stark vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine belastet. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe waren die Folgen. Die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus führte zwar zu neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen, die daraus resultierenden ökonomischen Auswirkungen fielen aber zunehmend geringer aus. Dagegen verschärfte der Ukraine-Konflikt und die im Gegenzug ergriffenen Sanktionen die Störungen weltweiter Wertschöpfungsketten und erhöhen den inflationären Druck. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war im Jahr 2022 um 1,9 % höher als im Jahr 2021 1 . Im Vergleich zum Jahr 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das Bruttoinlandsprodukt um 0,7 % höher. Auf der Nachfrageseite waren die privaten Konsumausgaben im Jahr 2022 die wichtigste Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen preisbereinigt um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr und erreichten damit fast das Vorkrisenniveau von 2019. Grund dafür waren Nachholeffekte im Zuge der Aufhebung fast aller Corona-Schutzmaßnahmen im Frühjahr 2022 1. Bei den Reise- und Tourismus Anbietern und Veranstaltern machten sich der Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen trotz des Krieges in der Ukraine und eine höhere Inflation deutlich bemerkbar. Dabei stiegen die Reiseausgaben der Deutschen in 2022 um knapp 103 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Niveau von 2019 konnte dagegen nicht wieder erreicht werden 2 . In 2022 wurden insgesamt 2,65 Mio. PKW-Neuwagen zugelassen, was einem Rückgang von 26,5 % gegenüber dem Jahr 2019 vor Corona bedeutet. Dies bedeutet ein Wachstum von 1,1 % gegenüber 2021. Eine weiterhin positive Entwicklung verzeichneten Hybrid- und Elektroautos mit einem Plus von 9,6 % und 32,2 % 3 . Zum Jahresende hat sich der Bestand der ADAC Mitglieder gegenüber dem Vorjahr um 193 Tsd. auf 21,4 Mio. Mitglieder erhöht. Für die im April 2020 neu eingeführte Premium-Mitgliedschaft haben sich im Jahr 2022 rund 377 Tsd. Mitglieder entschieden. Diese Entwicklung wirkt sich unmittelbar auf die Rahmenbedingungen für den SE Konzern aus. Geschäftsverlauf des Konzerns Die im Lagebericht aufgeführten Finanzinformationen sind, soweit nicht anders angegeben, in Millionen Euro (Mio. €) dargestellt und wurden kaufmännisch gerundet. Es kann daher zu Rundungsdifferenzen innerhalb der Aufstellungen zwischen den Einzelangaben und den jeweiligen Summen bzw. bei der Darstellung der prozentualen Abweichung kommen. Das Geschäftsjahr 2022 war geprägt vom Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen. Insbesondere Tochtergesellschaften, die ihre Dienstleistungsangebote rund um Reise- und individuelle Mobilität der Mitglieder im Bereich Freizeitgestaltung anbieten, konnten von den Nachholeffekten im Reiseverhalten profitieren. Dagegen belasteten hohe Preissteigerungen, spürbare Lieferengpässe (z.B. Neuwagen) und Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg die Geschäftsentwicklung des SE Konzerns. Bei den Versicherungsleistungen führte dies und eine stärkere Vertriebsleistung zu höheren verdienten Beiträgen bei hohen Schadenaufwendungen in reise- und mobilitätsabhängigen Produkten aufgrund einer hohen Inanspruchnahme und der hohen Inflation. Höhere Werbeinvestitionen, Produktinnovationen, Digitalisierungsinitiativen und die Modernisierung der IT-Plattformen intensivieren weiterhin den Wettbewerb. Die Solarisbank AG, Berlin, wird zukünftig das Kreditkartenportfolio der ADAC Finanzdienste GmbH von der Landesbank Berlin übernehmen und sie damit als Co-Branding Partner für die ADAC Kreditkarte ablösen. Die moderne und leistungsstarke Banking-Plattform von Solaris bietet den ADAC Finanzdiensten die Möglichkeit, ihre Produkte um innovative Features zu erweitern und das ADAC Kartenprogramm konsequent auszubauen. Die Migrationsvorbereitungen haben hierzu bereits begonnen. Ferner führten datenschutzrechtliche Auflagen zu Einschränkungen im E-Commerce wie den Nutzungsverzicht verschiedener Instrumente von Google. Im Zuge der Diversifikationsstrategie und der Ausrichtung auf das Thema Gesundheit wurde eine Kooperation und damit verbunden ein Investment in ein Start-Up mit einer digitalen Pflegelösung zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen getätigt. Der Ansatz, strategische Entwicklungspartnerschaften einzugehen, soll künftig auch für weitere Geschäftsmodelle geprüft werden. Der Konzern verzeichnete gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzanstieg in Höhe von Mio. € 70,5 bzw. 6,8 % auf Mio. € 1.113,1. Leistungsindikatoren Aufgrund der Angleichung an das interne Berichtswesen werden als finanzielle Leistungsindikatoren des ADAC SE Konzerns die Außenumsätze mit Dritten (Umsätze die nicht mit Unternehmen der drei Säulen ADAC SE, ADAC e.V., der ADAC Stiftung und deren Mehrheits-Tochtergesellschaften erzielt wurden) und der Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung pro Gesellschaft definiert. Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der ADAC SE ist das Ergebnis vor Steuern unter besonderer Berücksichtigung des Personalaufwands. Zur Darstellung der finanziellen Leistungsindikatoren verweisen wir auf die Übersicht zum Vergleich der Prognose mit dem tatsächlichen Geschäftsverlauf sowie den folgenden Ausführungen zum Geschäftsverlauf des Konzerns bzw. der ADAC SE. Die Steuerung der ADAC SE und ihrer Tochtergesellschaften erfolgt rein über finanzielle Leistungsindikatoren. Terminologien und Bandbreiten Bei der Prognose der Leistungsindikatoren legt die ADAC SE folgende Terminologien und Bandbreiten zugrunde:
Vergleich Prognose mit tatsächlicher Geschäftsentwicklung Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Leistungsindikatoren des ADAC SE Konzerns im Geschäftsjahr 2022 im Vergleich zu den Prognoseaussagen im Vorjahr. Aufgrund der Änderungen der Leistungsindikatoren wird hier noch auf die im Vorjahr prognostizierten Geschäftsfelder eingegangen.
Umsatzerlöse nach wesentlichen Beteiligungen
Der Außenumsatz mit Dritten beläuft sich auf Mio. € 693,2 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 66,2 bzw. 10,6 % positiv entwickelt. Die Umsatzerlöse konnten in nahezu allen Beteiligungen gesteigert werden. Vorrangig resultierte der Anstieg dabei aus der ADAC Versicherung AG (Mio. € 34,9 bzw. 4,4 %). Einen weiteren wesentlichen Umsatzanstieg erzielten die ADAC Autovermietung GmbH (Mio. € 13,5 bzw. 61,8 %) sowie die Aero-Dienst GmbH (Mio. € 7,1 bzw. 14,8 %). Aufgrund der vorhandenen Geschäftsführungs- und Routinefunktionen erbringt die ADAC SE Einzelunternehmung weiterhin vielfältige Dienstleistungen wie Personalverwaltung und -schulung, Finanzbuchhaltung und Controlling, Datenschutz etc. an verbundene Unternehmen (inkl. ADAC e.V. und dessen Beteiligungen) sowie an die ADAC Stiftung und deren Beteiligungen. Geschäftsverlauf der wesentlichen Beteiligungen ADAC Versicherung AG Die Umsatzerlöse der ADAC Versicherung AG stiegen leicht um Mio. € 34,9 bzw. 4,4 % von insgesamt Mio. € 803,1 auf Mio. € 838,1. Die Erlössteigerungen betrafen im Wesentlichen die Sparte Verschiedene finanzielle Verluste (Reiserücktritts-, Reisegepäck- und sonstige Versicherungen) mit einem Anstieg von Mio. € 23,5 bzw. 27,1 %. Die Corona-Pandemie hat das Geschäftsjahr der ADAC Versicherung AG weiterhin stärker beeinflusst. Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung der Omnikanalstrategie und der Produktrelaunches konnten die Umsatzziele insbesondere in den Sparten Reise und Kranken übertroffen werden. Das gestiegene Interesse an diesen Produkten resultiert unter anderem auch aus Nachholeffekten der vorangegangenen Jahre, in denen die Reisetätigkeit pandemiebedingt teilweise erheblich eingeschränkt war. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2022 bezüglich deutlich steigender Schadenquoten trat im Geschäftsverlauf ein und wurde in den Sparten Reisrücktritt und Kranken deutlich übertroffen. Grund für die hohen Schadenhäufigkeiten waren unter anderem die hohen Corona-Inzidenzen in den Hauptreisemonaten bei gleichzeitig weniger flexiblen Stornobedingungen der Reiseveranstalter im Vergleich zum Vorjahr sowie inflationsbedingte höhere Durchschnittsschadenaufwendungen in der Sparte Kranken. Gegenläufig sank die Schadenquote nur in den Sparten Rechtsschutz und Haftpflicht. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung sank im Geschäftsjahr deutlich von Mio. € 123,3 um Mio. € 30,6 bzw. 24,8 %. ADAC Service GmbH Die ADAC Service GmbH verzeichnet insbesondere aufgrund von Neukunden einen deutlichen Umsatzanstieg im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig erhöhten sich insbesondere inflationsbedingt die Schadenaufwendungen. Der Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung konnte um Mio. € 3,8 bzw. 63,8 % stark verringert werden. Aero-Dienst GmbH Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und hier insbesondere höhere Materialkosten durch Preiserhöhungen und hohe Reparaturkosten wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus und führten zu einem deutlichen Rückgang um Mio. € 0,3 bzw. 20,5 %. Trotz schwieriger Marktverhältnisse konnten die Umsatzerlöse unter anderem aufgrund der Steigerung des Flugvolumens (in Blockstunden) deutlich erhöht werden. ADAC Autovermietung AG Das Kooperationsmodell der ADAC Autovermietung GmbH, welches auf einer direkten und exklusiven Rabattgewährung der Kooperationspartner an ADAC Mitglieder basiert, zeigte im Berichtsjahr einen deutlichen Anstieg. Dadurch konnten sowohl die Umsatzerlöse als auch das Ergebnis (Anstieg von Mio. € 6,7 bzw. >100 %) stark gesteigert werden. Im Geschäftsjahr konnten 258 Tsd. Fahrzeuge an Kunden vermittelt werden, was einem Anstieg von 35 Tsd. Fahrzeugen bzw. 15,6 % bedeutet. Weiterhin führte die Angebotsverknappung bei Mietwagen zu deutlich höheren Vermittlungsumsätzen. ADAC Finanzdienste GmbH Die ADAC Finanzdienste GmbH konnte insbesondere aufgrund von Sondereffekten im Rahmen des zukünftigen Wechsels des Bankpartners im Kreditkartengeschäft einen starken Anstieg des Ergebnisses erzielen. Erläuterungen zur weiteren Ertragslage
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen um Mio. € 4,6 bzw. 5,6 % unter dem Vorjahreswert von Mio. € 81,1. Diese Entwicklung ist überwiegend auf die im Vorjahr erhaltene Versicherungsteuererstattung in Höhe von Mio. € 21,5 sowie der Verringerung der Erträge aus der Auflösung der Schwankungsrückstellung um Mio. € 4,2 auf Mio. € 22,0 zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich die Auflösungen von Rückstellungen um Mio. € 14,8. Die Materialaufwandsquote (Relation Materialaufwand zu Umsatzerlöse) ist von 58,7 % im Vorjahr auf 63,7 % gestiegen. Insgesamt ist ein Anstieg des Materialaufwands um Mio. € 96,7 auf Mio. € 709,1 bzw. 15,8 % festzustellen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vorjahresvergleich um Mio. € 92,5 bzw. 15,6 % auf Mio. € 685,8. Hier wirken im Wesentlichen die erhöhten Aufwendungen für IT-Dienstleistungen sowie gestiegene Schadensaufwendungen. Der Personalaufwand beträgt Mio. € 231,5 und liegt damit um Mio. € 7,6 bzw. 3,4 % über dem Vorjahreswert von Mio. € 223,9. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf erhöhte Löhne und Gehälter sowie einem Anstieg der Mitarbeiteranzahl zurückzuführen. Die Aufwendungen für Altersversorgung sanken dagegen um Mio. € 5,7. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vorjahresvergleich leicht um Mio. € 6,4 bzw. 4,1 % auf Mio. € 150,7. Das Betriebsergebnis verringerte sich aufgrund der oben genannten Faktoren von Mio. € 116,7 um Mio. € 30,7 bzw. 26,3 % auf Mio. € 86,1. Das Finanzergebnis verringerte sich im Vorjahresvergleich um Mio. € 3,5 bzw. 10,4 % auf Mio. € 30,7. Dies ist im Wesentlichen auf um Mio. € 4,6 geringere Erträge aus Teilgewinnabführungsverträgen sowie einem um Mio. € 1,5 verminderten Zinsergebnis zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr die Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von Mio. € 4,0 um Mio. € 5,0 auf Mio. € 9,1. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag verringerten sich im Wesentlichen aufgrund des geringeren Ergebnisses vor Steuern der Muttergesellschaft sowie der Auflösung von Risiko-Rückstellungen um insgesamt Mio. € 32,8 bzw. 47,4 % auf Mio. € 36,4. Weiterhin wirkten im Vorjahr zusätzlich steuerliche Korrekturen von Betriebsausgaben. Die sonstigen Steuern betragen Mio. € 1,2 gegenüber Mio. € 24,2 im Vorjahr. Der starke Rückgang liegt im Wesentlichen im Aufwand für Versicherungsteuer im Vorjahr begründet. Im Vergleich zur Prognose (auf Vorjahresniveau) entwickelte sich der Konzernjahresüberschuss vor allem aufgrund geringerer Steueraufwendungen positiv. Finanzlage Der Finanzmittelfonds setzt sich aus den Kassenbeständen, den Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und kurzfristigen Anlagen in einem geldmarktnahen Fonds zusammen. Neben der Entwicklung aus der laufenden Geschäftstätigkeit wirkten sich im Berichtsjahr insbesondere die Dividendenzahlung an die Aktionäre (ADAC e.V., ADAC Stiftung und ADAC Erste RC Beteiligungsgesellschaft mbH) sowie die Ertragsteuerzahlungen für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 aus. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beläuft sich im Berichtsjahr auf Mio. € -32,2 und ist insbesondere aufgrund der Ertragsteuerzahlungen gesunken. Im Bereich der Investitionstätigkeit beträgt der Cashflow Mio. € -5,2. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst die Auszahlung der Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von Mio. € 44,6 in Form der gezahlten Bardividende. Der Finanzmittelfonds beträgt zum Geschäftsjahresende Mio. € 133,1 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 214,1 um Mio. € 81,0 verringert. Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 50,2 bzw. 2,8 % auf Mio. € 1.759,8. Der Rückgang der Aktiva resultiert dabei im Wesentlichen aus dem geringeren Guthaben bei Kreditinstituten (Mio. € 80,3 bzw. 43,6 % auf Mio. € 103,9). Gegenläufig erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um Mio. € 23,3 bzw. 56,3 % auf Mio. € 64,8. Die Verringerung der immateriellen Vermögensgegenstände um Mio. € 2,0 bzw. 13,0 % auf Mio. € 13,6 ist insbesondere auf die planmäßige Abschreibung auf die in den Vorjahren zugegangene EDV-Software zurückzuführen. Bei den Finanzanlagen erhöhten sich in der Buchwertbetrachtung vor allem die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen um Mio. € 9,1 bzw. 16,0 % auf Mio. € 65,8. Die Wertpapiere des Anlagevermögens erhöhten sich um Mio. 53,5 bzw. 10,1 % auf Mio. € 584,0, dagegen verringerten sich die sonstigen Ausleihungen um Mio. € 55,1 bzw. 6,5 % auf Mio. € 793,6. Die Vorräte haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 1,5 bzw. 11,6 % auf Mio. € 14,5 erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich um Mio. € 23,9 bzw. 28,0 % auf Mio. € 109,2. Der Anstieg ist neben stichtagsbedingten Schwankungen im Wesentlichen aufgrund der um Mio. € 23,3 bzw. 56,3 % höheren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Insbesondere aufgrund geringerer offener Forderungen aus IT-Dienstleistungen sanken die Forderungen gegenüber einem Gesellschafter um Mio. € 2,2 bzw. 18,9 % auf Mio. € 9,6. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht um Mio. € 0,7 bzw. 2,4 % auf Mio. € 29,2 verringert. Die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich im Wesentlichen aufgrund Steuerzahlungen für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 um Mio. € 80,3 bzw. 43,6 % auf Mio. € 103,9 verringert. Das Konzerneigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr trotz der Ausschüttung an die Gesellschafter aufgrund eines positiven Konzernjahresüberschusses von Mio. € 444,4 um Mio. € 34,5 bzw. 7,8 % auf insgesamt Mio. € 478,9 erhöht. Zur strukturellen Zusammensetzung und Erläuterung der Veränderungen verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel sowie auf die Ausführungen im Konzernanhang. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um Mio. € 91,4 bzw. 7,1 % auf Mio. € 1.197,9 vermindert. Dabei sind die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 18,1 bzw. 7,7 % gestiegen und belaufen sich zum Stichtag auf Mio. € 254,9. Hier wirkt sich insbesondere die Erhöhung des Rententrends sowie das Einbeziehen der faktischen Rentenerhöhung im Jahr 2023 aus. Die versicherungstechnischen Rückstellungen weisen einen Rückgang von Mio. € 31,9 bzw. 3,8 % auf und betragen zum Stichtag Mio. € 797,5. Dieser Effekt ist auf eine Verminderung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung um Mio. € 73,9 auf Mio. € 42,6 sowie die um Mio. € 22,0 verringerte Schwankungsrückstellung zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle um Mio. € 45,9 auf Mio. € 378,4 sowie der Rückstellung für Beitragsüberträge um Mio. € 18,1 auf Mio. € 360,5 aus. Die Steuerrückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um Mio. € 63,0 von Mio. € 100,7 auf Mio. € 37,6. Dies ist in erster Linie auf Inanspruchnahmen betreffend den Geschäftsjahren 2020 und 2021 sowie auf Auflösungen für Vorjahre zurückzuführen. Die sonstigen Rückstellungen verminderten sich um Mio. € 14,7 bzw. 12,0 % auf Mio. € 107,8. Der Rückgang ist insbesondere bei den übrigen Rückstellungen (um Mio. € 15,8) zu verzeichnen. Hier wirken überwiegend Auflösungen von Rückstellungen für mögliche Risiken aus einer Beitragsrückerstattung. Die Verbindlichkeiten haben sich im Vorjahresvergleich um Mio. € 5,1 bzw. 6,9 % auf Mio. € 79,6 erhöht. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. € 6,8 bzw. 27,5 %) ergibt sich im Wesentlichen aus dem Wegfall der meisten Corona-Schutzmaßnahmen und dem damit verbundenen Anstieg des Reiseverhaltens. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Nach Auffassung des Vorstands ist die wirtschaftliche Lage des Konzerns insgesamt zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr wurde ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von Mio. € 116,7 erzielt, welches um Mio. € 34,2 bzw. 22,7 % unter dem des Vorjahres mit Mio. € 151,0 liegt. Diese Entwicklung basiert im Wesentlichen auf einem um Mio. € 26,2 bzw. 6,1 % gesunkenen Rohertrag (Umsatzerlöse - Materialaufwand) sowie erhöhten Personalaufwendungen um Mio. € 7,6 bzw. 3,4 %. Gegenläufig wirken sich die um Mio. € 32,8 bzw. 47,4 % gesunkenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die um Mio. € 23,0 bzw. 95,2 % gesunkenen Sonstigen Steuern ergebnissteigernd aus, so dass sich ein im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 21,5 bzw. 37,3 % erhöhter Konzernjahresüberschuss in Höhe von Mio. € 79,2 ergibt. Die Eigenkapitalquote (als Relation des Eigenkapitals zur Bilanzsumme) hat sich erhöht und beträgt zum Geschäftsjahresende 27,2 % (VJ: 24,6 %). Zum Stichtag hat sich der Finanzmittelfonds um Mio. € 81,0 bzw. 37,8 % auf Mio. € 133,1 (VJ: Mio. € 214,1) verringert. Die Unternehmensgruppe verfügt dennoch weiterhin über eine stabile Basis, um ihren finanziellen Verpflichtungen auch künftig nachkommen zu können. Geschäftsverlauf der ADAC SE Ertragslage
Im Berichtszeitraum erzielte die ADAC SE einen Jahresüberschuss von Mio. € 53,2 (VJ: Mio. € 41,0). Dabei haben sich sowohl das Betriebsergebnis um Mio. € 3,0 auf Mio. € 32,4 als auch das Finanzergebnis um Mio. € 19,7 auf Mio. € 117,6 verringert. Gegenläufig verringerte sich der Ertragsteueraufwand um Mio. € 35,1 von Mio. € 65,9 auf Mio. € 30,8. Die Umsatzerlöse in Höhe von Mio. € 152,8 (VJ: Mio. € 137,1) resultieren mit Mio. € 149,1 (VJ: Mio. € 135,8) aus der Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen (inkl. ADAC e.V.) sowie an die ADAC Stiftung und deren Beteiligungsgesellschaften und mit Mio. € 3,7 (VJ: Mio. € 1,3) aus sonstigen Erlösen. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 7,9 um Mio. € 0,3 auf Mio. € 8,2 erhöht. Der Materialaufwand erhöhte sich vorwiegend aufgrund gestiegener Aufwendungen aus Leistungsverrechnungen sowie aufgrund bezogener IT-Dienstleistungen von Mio. € 82,2 um Mio. € 7,8 auf Mio. € 90,0. Der Personalaufwand beläuft sich auf Mio. € 48,3 (VJ: Mio. € 46,4) und hat sich insbesondere aufgrund gestiegener Löhne und Gehälter um Mio. € 2,0 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von Mio. € 37,9 um Mio. € 9,0 auf Mio. € 46,9 erhöht. Die Erhöhung ergibt sich im Wesentlichen aus höheren Honoraren für Beratungsleistungen sowie Zuführungen zu Sonstigen Rückstellungen. Das Ergebnis aus Beteiligungen und verbundenen Unternehmen verringerte sich um Mio. € 18,2 von Mio. € 135,8 auf Mio. € 117,6. Dabei haben sich die Erträge aus Beteiligungen bzw. Gewinnabführungen insbesondere aufgrund des gesunkenen Ergebnisses der ADAC Versicherung AG um Mio. € 20,5 vermindert. Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens waren mit Mio. € 2,7 unverändert zum Vorjahr. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens haben sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 0,6 vermindert und betragen Mio. € -1,3 (VJ: Mio. € -0,7). Ursächlich hierfür sind die Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens. Das Zinsergebnis hat sich aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus im Rahmen der Cash Concentration um Mio. € 1,0 von Mio. € -0,3 auf Mio. € -1,3 und gezahlter Steuerzinsen rückläufig entwickelt. Das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beläuft sich auf Mio. € 85,2 und ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der vorstehend beschriebenen Effekte um Mio. € 22,7 gesunken. Damit traf die Prognose des im vorherigen Lagebericht in Aussicht gestellten Rückgangs im zweistelligen Bereich ein. Der Rückgang der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von Mio. € 35,1 von Mio. € 65,9 auf Mio. € 30,8 ist im Wesentlichen auf das geringere Ergebnis vor Steuern sowie auf die Auflösung von Steuerrückstellungen nach Wegfall der Risiken zurückzuführen. Weiterhin wirkten im Vorjahr zusätzlich steuerliche Korrekturen von Betriebsausgaben auf Ebene einer Tochterorgangesellschaft steuererhöhend. Nach Auffassung des Vorstands ist die wirtschaftliche Lage der ADAC SE insgesamt zufriedenstellend. Finanzlage Die verschiedenen Liquiditätsströme (nach DRS 21) stellen sich komprimiert wie folgt dar:
Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich insbesondere aufgrund der in 2022 fällig gewordenen Ertragsteuerzahlungen für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 im Vergleich zum Vorjahr verringert. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist insbesondere begründet durch Einzahlungen aus Gewinnabführungen. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit umfasst die an die Gesellschafter ADAC e.V., München, ADAC Stiftung, München, und ADAC Erste RC Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, geleistete Bardividende in Höhe von Mio. € 44,6. Die Zahlungsmittel umfassen Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände in Höhe von Mio. € 39,0 (VJ: Mio. € 91,9). Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige Anlagen in einen geldmarktnahen Fonds in Höhe von Mio. € 29,2 (VJ: Mio. € 29,9), der jederzeit in Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden kann und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegt. Der Finanzmittelfonds hat sich somit im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 121,8 um Mio. € 53,6 auf Mio. € 68,2 verringert. Auf Basis der vorliegenden Liquiditätsplanung geht die Gesellschaft davon aus, dass künftig positive Finanzmittelüberschüsse erwirtschaftet werden. Vermögenslage
Die Bilanzsumme beträgt zum 31.12.2022 Mio. € 739,9 (VJ: Mio. € 817,9) und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 78,0 vermindert. Das Anlagevermögen verringerte sich leicht um Mio. € 1,1 von Mio. € 529,5 auf Mio. € 528,5. Die immateriellen Vermögensgegenstände verminderten sich insbesondere aufgrund planmäßiger Abschreibungen von EDV-Software um Mio. € 1,9 von Mio. € 15,1 auf Mio. € 13,2. Das Sachanlagevermögen verminderte sich um Mio. € 0,2 auf Mio. € 1,8. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich um Mio. € 1,0 von Mio. € 512,5 auf Mio. € 513,5. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen erhöhten sich um Mio. € 0,6 auf Mio. € 7,5. Zum Bilanzstichtag gliedert sich der Kapitalanlagenbestand im Anlage- und Umlaufvermögen nach folgenden Kategorien:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände verringerten sich insbesondere aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Forderung gegenüber der ADAC Versicherung AG aus Gewinnabführung um Mio. € 23,8 bzw. 14,6 % auf Mio. € 138,6. Die ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von Mio. € 124,6 (VJ: Mio. € 145,1) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von Mio. € 10,1 (VJ: Mio. € 13,9). Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen gegenüber dem Finanzamt in Höhe von Mio. € 2,2 (VJ: Mio. € 0,0) sowie Zinsforderungen in Höhe von Mio. € 1,5 (VJ: Mio. € 1,5). Die Guthaben bei Kreditinstituten betragen Mio. € 39,0 (VJ: Mio. € 91,9). Das Eigenkapital beträgt zum 31.12.2022 Mio. € 424,3 und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 8,5 bzw. 2,1 % erhöht. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von Mio. € 53,2 (VJ: Mio. € 41,0) abzüglich der im Berichtsjahr erfolgten Ausschüttung aus dem Vorjahresergebnis in Höhe von Mio. € 44,6. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 57,3 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 50,8 % um 6,5 Prozentpunkte erhöht. Die Rückstellungen haben sich insgesamt um Mio. € 57,0 auf Mio. € 121,2 verringert. Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ist ein Anstieg um Mio. € 3,8 bzw. 8,0 % zu verzeichnen. Die Steuerrückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich um Mio. € 62,2 auf Mio. € 28,6. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Inanspruchnahmen betreffend den Geschäftsjahren 2020 und 2021 sowie die Auflösung für Vorjahre. Die sonstigen Rückstellungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr um Mio. € 1,4 auf Mio. € 41,8. Der Rückgang der Verbindlichkeiten um Mio. € 29,5 auf Mio. € 194,4 resultiert im Wesentlichen aus geringeren Verbindlichkeiten der Gesellschaft aus der zentralen Gelddisposition gegenüber Tochterunternehmen. PROGNOSE-, RISIKO- UND CHANCENBERICHTPrognosebericht Ausblick Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine belastet die Aussichten für die Weltwirtschaft und bringt große politische Unsicherheiten mit sich. Anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe sind wahrscheinliche Folgen. Entsprechend wird von einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums ausgegangen. Diese Entwicklungen frühzeitig zu erfassen und gegebenenfalls gegenzusteuern, sowie sich ergebende Chancen zu ergreifen bzw. bestehende Geschäftsmodelle weiter zu adaptieren wird eine der strategischen Herausforderungen im Jahr 2023 sein. Unternehmensspezifische Einflussfaktoren Aufgrund der speziellen Beziehung des ADAC zu seinen Mitgliedern ist die Unternehmensgruppe neben den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen in hohem Maße von der Mitgliederentwicklung und dem Vertrauen in die Marke ADAC abhängig. Umsatzprognose der wesentlichen Beteiligungen und Ertragsprognose Die ADAC Versicherung AG leistet als größte und bedeutendste Beteiligung einen entscheidenden Umsatz- und Ergebnisbeitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des SE Konzerns. Dies kann auch im kommenden Geschäftsjahr unverändert so vorausgesetzt werden. Die Gewährleistung der Mobilität der ADAC Mitglieder wird weiterhin die Nachfrage nach Versicherungsprodukten bestimmen. Der in der Planung unterstellte Rückgang der Auswirkungen der Pandemie wird zu steigenden Schadenaufwendungen in den Sparten Schutzbrief, Krankenschutz und Reiserücktritt führen und in der Folge die Schadenquote gegenüber 2022 erhöhen. Entsprechend rechnet der Vorstand mit einem leichten Anstieg des Außenumsatzes mit Dritten und einem leicht rückläufigen Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung. Das Geschäft der ADAC Service GmbH sieht sich mit inflationsbedingt steigenden Kosten sowie einer zurückhaltenden Mengenentwicklung auch aufgrund gebremster Kfz-Neuzulassungen konfrontiert. Trotzdem erholt sich die Ertragssituation insbesondere in der Assistance aufgrund von Preisanpassungen und der Gewinnung neuer Kunden deutlich. Die vertraglichen Regelungen zur Umstrukturierung wurden 2022 finalisiert. Entsprechend wird mit einem deutlichen Anstieg des Außenumsatzes mit Dritten sowie einem stark verbesserten Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung gerechnet. Die Aero-Dienst GmbH wird im Jahr 2023 weiterhin die Flugtätigkeit im Bereich Ambulanz für die ADAC Gruppe mit einem im Jahr 2022 zusätzlich in den Dienst gestellten Ambulanzflugzeug sicherstellen. Für das Jahr 2023 wird von einer weiteren Belebung der Reisetätigkeit und einem korrespondierenden Anstieg von Ambulanzflügen ausgegangen. Im Bereich Werft wird für das Jahr 2023 der Fokus auf die Marktbearbeitung gerichtet, um sich bietende Chancen der bereits feststellbaren Marktbereinigung für die Gewinnung von Neukunden im Drittkundengeschäft zu nutzen. Jedoch wird das Risiko gesehen, dass die mit der Fortdauer des Ukraine-Krieges verbundenen Einschränkungen in der Luftfahrt sowie die Schwierigkeiten bei der Ersatzteilversorgung sich negativ sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis auswirken können. Nach Berücksichtigung aller erwarteten Effekte wird mit einem leichten Rückgang des Außenumsatzes mit Dritten sowie einem starken Anstieg des Jahresüberschusses vor Ergebnisabführung gerechnet. Bei der ADAC Autovermietung GmbH wird aufgrund von Engpässen seitens der Hersteller die Verfügbarkeit von Mietfahrzeugen global weiter unter Druck stehen. Es wird dennoch eine leichte Steigerung des Außenumsatzes mit Dritten erwartet. Berücksichtigt sind Einschränkungen im E-Commerce durch Datenschutz-Maßnahmen sowie Inflation und Rezessionsrisiken, die das Reiseverhalten trotz einer erwarteten Belebung negativ beeinflussen. Die Flottenkosten Clubmobil steigen deutlich gegenüber 2022, dadurch entsteht Druck in Zeiten ungewisser Nachfrage hohe Preise zu erzielen. Der Fokus liegt deshalb kontinuierlich auf Effizienzmaßnahmen. Zudem wird nach Neuverhandlung mit den Partnern das Vermittlungsgeschäft in Deutschland ab 2023 mit attraktiven Konditionen breiter aufgestellt. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung des Geschäftsjahres 2023 wird moderat unter dem Vorjahr erwartet. Die Geschäftsentwicklung der ADAC Finanzdienste GmbH ist im Wesentlichen geprägt von der Kündigung des Kooperationsvertrags und dem damit verbundenen zukünftigen Wechsel des Bankpartners im Kreditkartengeschäft zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit, Servicequalität und Innovationskraft. Beim Produkt Autokredit wird von einem stetigen Anstieg des Bestandsvolumens ausgegangen. Es wird insgesamt mit einem starken Rückgang bei dem Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung gerechnet. Aufgrund der beschriebenen Effekte wird bei dem Jahresergebnis vor Steuern der ADAC SE per Saldo ein moderater Rückgang erwartet. Der Vorstand erwartet aufgrund der beschriebenen Sachverhalte für den ADAC SE Konzern für das Geschäftsjahr 2023 eine leichte Erhöhung des Außenumsatzes sowie aufgrund eines deutlich geringeren Ergebnisses einer ausländischen Beteiligung einen deutlichen Rückgang des Ergebnisses. Aus Sicht des Vorstands wird den Risiken durch das laufende Liquiditäts- und Ertragsmonitoring aller Beteiligungen, dem Einleiten geeigneter Maßnahmen, sobald Risiken sichtbar werden, und der bereits initiierten langfristigen Anpassung von einzelnen Geschäftsmodellen ausreichend Rechnung getragen und daher ein weiterhin zufriedenstellender Geschäftsverlauf erwartet. Risiko - und Chancenbericht Grundprinzipen des Konzernrisikomanagements Das Konzernrisikomanagement-System umfasst alle Elemente eines Risikomanagement-Systems (RMS) und erfolgt unter Nutzung eines Risikomanagement-Tools. Die Koordination des RMS wird durch das Ressort Konzern Risikomanagement ausgeführt, das dem Vorstand für Strategie, Versicherungen und Assistance zugeordnet ist. An den Risikomanagement-Prozess sind die Mehrheitsbeteiligungen und Ressorts eingebunden. Es erfolgt jährlich eine Bottom-Up und Top-Down Risikoerhebung, welche im Risikomanagement-Tool dokumentiert wird.
Die ADAC Versicherung AG verfügt auf Basis gesetzlicher Vorschriften und mit Blick auf die Versicherungsaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) über ein umfangreiches Risikomanagementsystem, dessen Effizienz und Funktionsfähigkeit regelmäßig geprüft wird. Die wesentlichen Risiken der ADAC Versicherung AG finden auch im RMS der ADAC SE Beachtung. Das Risikomanagement verfolgt das Ziel der Früherkennung, Identifizierung und Reduktion von Gefahren für die Erreichung geplanter Unternehmensziele. Es gewährt Unterstützung bei der Sicherung des Fortbestandes des Unternehmens und der Steigerung des Unternehmenswertes. Ein weiteres Ziel ist die Senkung von Risikokosten und eine priorisierte Steuerung von Risiken. Die ADAC SE fungiert als Konzern- und Muttergesellschaft für den ADAC SE Konzern. Somit stehen die wesentlichen Chancen und Risiken der Gesellschaft in unmittelbarem Zusammenhang mit den wesentlichen Chancen und Risiken ihrer Tochtergesellschaften. Risiken Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur werden Risiken identifiziert, einheitlich beschrieben und definierten Risikokategorien zugeordnet. Risiken werden, soweit möglich, in Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe für das aktuelle und die zwei darauffolgenden Jahre bewertet. Die Schadenshöhe ist die Angabe der möglichen Auswirkung auf das geplante Jahresergebnis, sollte ein Risiko eintreten. Die Risikobewertung erfolgt brutto und netto, das heißt vor und nach Umsetzung von Steuerungsmaßnahmen. Diese dienen der Steuerung und Reduktion der Eintrittswahrscheinlichkeit und/oder Schadenshöhe. Der Umsetzungsstand der Steuerungsmaßnahmen wird regelmäßig überprüft. Wesentliche Risiken sind Netto-Risiken, die einzeln an den Vorstand berichtet werden und sich wie folgt in der Risikomatrix abbilden:
In der Risikoinventur 2022 wurden keine kritischen Risiken, die in die umrandeten, farblich (rot, orange, gelb) markierten Quadranten zugeordnet würden, identifiziert. Wesentliche Risiken sind in der Risikomatrix einsortiert und nachfolgend kurz beschrieben. Weitere, bisherige unbekannte oder aktuell als immateriell eingeschätzte Risiken könnten sich zukünftig auf den ADAC SE Konzern auswirken. Aufgrund der Relevanz der ADAC Versicherung AG für die ADAC SE wird gesondert auf deren Risikolage eingegangen. Betriebliche Risiken: Im Rahmen der andauernden Optimierung der Geschäftsprozesse, d.h. Verschlankung von Prozessen und IT-Systemen durch Standardisierung und Automatisierung (4), wo möglich, und Implementierung neuer IT-Systeme werden Effizienzen und Synergien beabsichtigt. Risiken könnten durch Projektverzögerungen (4) oder Ausbleiben geplanter Effizienzen entstehen. Mit der Umsetzung zahlreicher konzernweiter und fachbereichsspezifischer Projekte wird diesen Risiken begegnet, um eine zukunftsgerichtete und kosteneffiziente Ausrichtung des Unternehmens zu sichern. Weitere betriebliche Risiken umfassen mögliche Betriebsunterbrechungen (6), wie bspw. Versorgungsausfall und Großschadenereignis, Cyberangriffe (7) und Informationssicherheit. Diesen wird durch ein kontinuierliches IT-Sicherheitsmanagement, welches sich an den gängigen Empfehlungen des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den Normen für Informationssicherheit (z.B. ISO 27001) orientiert, begegnet. Maßnahmen zur Begrenzung operationeller Risiken innerhalb der IT-Prozesse bzw. in der Aufbau- und Ablauforganisation sind vielfältig und umfassen technische und organisatorische Maßnahmen und konzernweite Notfallplanungen sowie Energiesparmaßnahmen. Der ADAC SE Konzern ist in verschiedenen Ressorts und Gesellschaften mit dem Problem des Fachkräftemangels (5) konfrontiert. Diesem begegnet der ADAC SE Konzern durch Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitgeber-Attraktivität wie z. B. der Förderung von Nachwuchskräften, strukturierten Nachfolgeregelungen und Mitarbeiterbindungsprogrammen. Strategische Risiken umfassen die negative Konjunkturentwicklung (2), damit einhergehendes geändertes Konsumverhalten und regulatorische Neuerungen (3). Die Konjunkturentwicklung bringt steigende Beschaffungs- und Refinanzierungskosten mit sich und gleichzeitig auch steigende Personalkosten durch mögliche erhöhte Tarifabschlüsse. Neben Einspar- und Einkaufsoptimierungen gehört ein enges Monitoring der Auswirkungen zu den Maßnahmen, die umgesetzt werden. Regulatorische Neuerungen, wie bspw. die Umsetzung der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), erfordern eine entsprechende Umsetzung und Verankerung in bestehenden Berichtsprozessen. Finanzielle Risiken im Bereich der Geld- und Kapitalmarktanlagen aufgrund von Marktpreisschwankungen, global signifikant angestiegenen Inflationsraten, erhöhten Refinanzierungskosten sowie Ausfallrisiken können sich negativ auf die Ertragslage bzw. die Liquidität auswirken. Den Risiken wird unterjährig mit der Betreuung durch kaufmännische Experten in den relevanten Fachbereichen und durch eine kontinuierliche Überwachung durch den Bereich Middle Office begegnet. Die Geld- und Kapitalmarktanlagen unterliegen zudem einer ständigen Kontrolle, um die erwartete Wertentwicklung gemäß des Treasury Regelwerks sicherzustellen. Von den direkten Auswirkungen des Ukraine Krieges sowie hiermit verbundenen Downgrades von lokalen Anleihen ist das Portfolio der ADAC SE nicht betroffen. Rechtlichen Risiken zu schwebenden Verfahren und Prozessen wird durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Der Ausgang dieser Verfahren und Prozesse ist ungewiss. Der ADAC SE Konzern schätzt aber das Risiko einer Belastung der Ertragslage im Prognosezeitraum als gering ein. Risiken in Zusammenhang mit der Auslegung des Schrems II Urteils in Bezug auf Datenschutz und der Nutzung von Analysetools mit Sitz außerhalb von Europa erfordern Prozessanpassungen (1), die in zahlreichen internen Projekten umgesetzt werden. Neuerungen gesetzlicher Vorgaben, beispielsweise in Bezug auf Nachhaltigkeit sowie ihre Auswirkungen auf betriebliche Prozesse und die Ertragslage werden kontinuierlich beobachtet, ihre Relevanz bewertet und wenn zutreffend, zeitgerecht umgesetzt. Für ein Versicherungsunternehmen bestehen eine Reihe gesetzlicher Vorschriften, die riskante Geschäfte untersagen, unternehmensgefährdende Risiken vermindern und negative Entwicklungen rechtzeitig erkennen lassen. Die ADAC Versicherung AG fällt zudem unter die Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wodurch eine Risikomitigierung stattfindet. Die maßgeblichen Risiken der ADAC Versicherung AG sind versicherungstechnische Risiken, Risiken aus der Kapitalanlage, das Ausfallrisiko und operationelle Risiken. Daneben gibt es die Risikokategorien Emerging Risks sowie sonstige Risiken. Nachhaltigkeitsrisiken stellen keine eigene Risikokategorie dar, sondern fließen als Faktoren in die Bewertung aller erwähnten Risikoarten im Rahmen des Risikomanagementprozesses ein. Das versicherungstechnische Risiko beschreibt das Risiko, dass die Anzahl bzw. die Höhe der Schäden, für die das Versicherungsunternehmen in der Haftung steht, unerwartet hoch ausfällt. Risiken aus Kapitalanlagen gehen einher mit Änderungen der Marktwerte und betreffen die gehaltenen Kapitalanlagen wie Aktien, Zinsträgern und Immobilien. Das Ausfallrisiko bezeichnet das Risiko von Verlusten aufgrund eines möglichen Ausfalls von Gegenparteien. Das operationelle Risiko bezeichnet das Verlustrisiko, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern, Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Alle relevanten Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems regelmäßig erfasst und mit marktüblichen Methoden bewertet. Die Entwicklung der Risiken wird laufend überwacht und bei Bedarf werden Steuerungsmaßnahmen implementiert. Operationelle Risiken werden durch das Interne Kontrollsystem (IKS) erfasst. Die von der unabhängigen Risikocontrollingfunktion der ADAC Versicherung AG erstellten Risikoberichte informieren den Vorstand die Entscheidungsträger und den Aufsichtsrat über die Ergebnisse der Risikobewertung und deren Veränderung sowie gegebenenfalls über neu entstandene Risiken. Die unabhängige Risikocontrollingfunktion wird von branchenüblichen IT-Tools unterstützt. Alle nachfolgend aufgeführten Risiken können wesentliche Auswirkungen auf das Unternehmen haben. Durch geeignete Kontrollen und Maßnahmen sollen diese möglichen Auswirkungen minimiert werden. Die unabhängige Risikocontrollingfunktion stellt zusammen mit dem Vorstand der ADAC Versicherung AG zudem sicher, dass stets eine ausreichende Deckung der Solvenzkapitalanforderung gemäß Solvency II durch verfügbare und anrechenbare Eigenmittel gegeben ist und beobachtet die Entwicklungen dieser Solvabilitätsquote eng. Insgesamt ist unter Berücksichtigung der ergriffenen Maßnahmen derzeit keine Entwicklung erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft nachhaltig beeinträchtigen könnte. Die vorhandenen Eigenmittel überdecken das Solvabilitätssoll und erfüllen damit die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Unter Berücksichtigung aller Risiken ergibt sich für den ADAC SE Konzern keine bestandsgefährdende Situation. In Bezug auf die Gesamteinschätzung der Risikosituation des Vorjahrs stellt der Ukraine Krieg kein wesentliches Risiko dar, allerdings sind die negative Konjunkturentwicklung, Risiken aus Gesetzesänderungen und Auslegungen sowie Betriebsunterbrechungsrisiken aufgrund eines Versorgungsausfalls neue wesentliche Risiken, die beobachtet und auf mögliche wirtschaftliche Folgen untersucht werden. Chancen Im Rahmen des Risikomanagement Ansatzes identifizieren wir neben Risiken auch Chancen, die sich aus vielen Bereichen heraus ergeben und handeln entsprechend, um diese zu realisieren. Die Chancen stellen einen ausbalancierten Gegenpart zur Risikosicht dar und gelten für den ADAC SE Konzern. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichen Chancen. Die derzeitige negative Konjunkturentwicklung und der damit verbundenen Kaufkraftverlust kann zu reduziertem Reiseverhalten führen. Das wiederum führt zu geringeren Schadenaufwendungen in den Reiseversicherungsprodukten. Durch die Corona-Pandemie der letzten Jahre beschleunigt sich die Digitalisierung interner und externer Prozesse des ADAC. Eine sukzessive Verschlankung der Systeme und Prozesse sowie stringente Personalpolitik wirken sich positiv auf die Kostenentwicklung aus. Die Digitalisierungsentwicklungen werden durch eine Vielzahl an Projekten verstärkt, um marktgerechte und innovative Produkte anbieten zu können. Im Bereich der internen Dienstleistungen führt ein möglicher Ausbau des Geschäfts mit Drittkunden zu zusätzlichen Umsätzen sowie Kostenvorteile durch Skaleneffekte. Die Unternehmensstrategie verfolgt ein zukunftsgerichtetes Agieren am Markt durch die Erweiterung des Produktspektrums um innovative und digitale Produkte und die Erschließung neuer Branchen, wie E-Mobilität (z.B. E-Fahrzeugleasing, Verkauf Wallboxen, Vermittlung/Verkauf E-Bikes), Zuhause und Gesundheit sowie die Verankerung von Nachhaltigkeit im ADAC SE Konzern. Die Marke ADAC bietet weiterhin die Chance durch eine gelebte Kooperation auf Basis der gemeinsamen Werte der ADAC Säulen, ADAC SE, ADAC e.V. und ADAC Stiftung, Mitgliederadäquate Leistungen zu erbringen, wie zum Beispiel weltweite Hilfeleistungen. Die Ausweitung von Governance-Prozessen sowohl im Rahmen der Umsetzung der Nachhaltigkeitsanforderungen als auch im übergreifenden Projektmanagement oder Internem Kontrollsystem und Prozessstandardisierung bietet die Möglichkeit Effizienzen zu steigern und die Prozesssicherheit zu unterstützen. Dies wiederum führt zu einer Stärkung der Marktposition des ADAC SE Konzerns als Dienstleister. Verschiedene zukunftsorientierte Projekte befassen sich zum Beispiel mit der Neugestaltung des Internetauftritts, mit Datenstrategien und der Etablierung von Analyse-Plattformen für Marketingaktivitäten. Die ADAC IT Service GmbH lotet im Zusammenhang mit ihrer IT-Strategie Chancen aus, IT-Services als Cloud-Lösungen anzubieten. Eine Erhöhung der Arbeitgeberattraktivität durch gezielte Maßnahmen zieht qualifizierte Fachkräfte an, was wiederum die Umsetzung der Unternehmensstrategie fördert. Durch ein unternehmensweites Projektmanagement können Ressourcen effizient eingesetzt und Projekte erfolgreich umgesetzt werden. Die vermehrte Nutzung von mobilem Arbeiten wird auch nach der Pandemie Bestand haben. Auch neue Führungs- und Kollaborationskonzepte sowie ein modernes Flächenmanagement werden die neue Arbeitswelt prägen. Im Finanzbereich können sich bei illiquiden Vermögenswerten Ertragssteigerungen durch Inflation und Wertsteigerungen von Objekten ergeben. Der gezielte Einsatz ausgewählter Finanzinstrumente und eine zunehmende Beachtung von Nachhaltigkeitsthemen bieten das Potenzial Wertschwankungen langfristig auszugleichen. Um dem Thema Nachhaltigkeit die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken, wurde das säulenübergreifende Nachhaltigkeitsboard ins Leben gerufen. Aufgabe des Nachhaltigkeitsboards ist es dabei, die Umsetzung des Nachhaltigkeitszielbilds in den einzelnen Säulen entsprechend zu monitoren. Zusammengefasst ergibt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr das Gesamtbild, dass der ADAC SE Konzern sich bietende Chancen im Rahmen seiner Möglichkeiten ausschöpft und zur Steigerung des Unternehmenswertes einsetzt. In Bezug auf die Gesamteinschätzung der Chancensituation des Vorjahres werden die beschriebenen Chancen weiterverfolgt und in Bezug auf Nachhaltigkeit und Produkterweiterungen intensiviert. ERKLÄRUNG DER UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289f HGBAuf die ADAC SE finden gem. Art. 9 I c) ii) SE-VO die Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) entsprechend Anwendung (§ 76 Abs. 4 AktG und § 111 Abs. 5 AktG). Die dualistisch strukturierte ADAC SE hat in § 10 Abs. 1 ihrer Satzung einen mitbestimmten Aufsichtsrat (3 Arbeitgebervertreter, 3 Arbeitnehmervertreter) errichtet. In 2022 hat die ADAC SE, ähnlich wie auch im Vorjahr, in Summe eine Quote von ca. 35 % weiblicher Führungskräfte. Diese errechnet sich über alle Führungsebenen, bis hin zur Fachbereichsleiterebene. Zum 31.12.2022 stellte sich der Frauenanteil in Führungspositionen folgendermaßen dar:
Zur Stabilisierung und Erhöhung dieser Quote wurden weiterhin Programme, wie das Cross-Mentoring, das Frauencoaching oder das Frauennetzwerk im Rahmen des Diversity Management fortgeführt und ausgebaut. Um der noch vorhandenen Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen entgegenzuwirken, wurde beispielsweise das Seminar "Professionelle Präsenz für Frauen" angeboten. Dabei soll vor allem das wirkungsvolle Auftreten in verschiedenen Situationen des beruflichen Alltags trainiert werden. Frauen erhalten dabei einen geschützten Raum im Seminar, um miteinander in den Austausch zu gehen, ihr Potenzial auszuschöpfen und mit ihren Fähigkeiten sichtbar zu werden. Der Aufsichtsrat der ADAC SE hat in seiner Sitzung am 1. Dezember 2016 beschlossen, eine Zielgröße von 30 % für das unterrepräsentierte Geschlecht im Vorstand sowie im Aufsichtsrat der ADAC SE zu setzen und bis zum 30. November 2021 zu erreichen. Der Aufsichtsrat der ADAC SE hat in der laufenden Amtsperiode (2022-2027) die Zielgröße von 30 % derzeit erreicht. Bei der Berechnung der Quote bleiben die Arbeitnehmervertreter unberücksichtigt, da diese durch Wahl bestimmt werden. Der Vorstand der ADAC SE hat in seiner Sitzung am 22. November 2016 beschlossen, eine Zielgröße von 30 % für das unterrepräsentierte Geschlecht in den beiden Ebenen unter dem SE Vorstand zu setzen und diese Zielgröße bis zum 30. November 2021 zu erreichen. Per Stichtag zum 31. Dezember 2022 wurde dieses Ziel erneut annähernd erreicht, in der ersten Ebene unterhalb des Vorstands der ADAC SE (Ressortleitungen/ohne Service-/Tochtergesellschaften) waren 27 % der Ressortleitungen mit weiblichen Führungskräften besetzt, in der zweiten Ebene unterhalb des Vorstandes (Bereichsleitungen) blieb die Frauenquote mit 31 % auf Vorjahresniveau. Lediglich die Fachbereichsleiterebene weist eine sehr hohe Quote von 53% aus, allerdings ist hier der Anteil der Führungskräfte nur auf die ADAC SE bezogen gering und beträgt in Summe 15 Führungskräfte. Für 2023 ist geplant, die Mitarbeitenden-Bindung in den Fokus zu stellen und damit die internen Potenziale noch stärker auszubauen und zu fördern. Dabei soll bereits die strategische Personalplanung gezielt Funktionen berücksichtigen, wo in den eigenen Reihen auch weibliche Potenzialträgerinnen frühzeitig auf Führungsaufgaben vorbereitet werden. Diese können dann durch individuelle Entwicklungsmaßnahmen, wie z.B. Mentoring oder Coaching gefördert werden. Nach wie vor war es allerdings auch im Jahr 2022 ein Hindernis, im Top-Management, Stellen intern zu besetzen. Teilweise entstanden neue Unternehmensbereiche, bei denen keine internen Potenzialträgerinnen zur Verfügung standen.
München, den 17. März 2023 Der Vorstand gez. Mahbod Asgari Nejad gez. Dr. Claudius Leibfritz
1 Quelle: Statistisches Bundesamt,
Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023
Konzernbilanz zum 31.12.2022AKTIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022Allgemeine Angaben und Erläuterungen zum KonzernabschlussRegisterinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma ADAC SE mit Sitz in München im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Nummer HRB 225321 eingetragen. Allgemeine Hinweise Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 290 ff. HGB, §§ 150 ff. AktG und nach den Deutschen Rechnungslegungs Standards (DRS) aufgestellt. Der DRS 26 Tz. 87 und Tz. 88 sowie der DRS 18 wurden, soweit sie über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Angaben und Erläuterungen fordern, nicht angewendet. Vorbehaltlich der Bestimmung des Artikels 10 der Verordnung über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) wird eine SE in jedem Mitgliedstaat wie eine Aktiengesellschaft behandelt, die nach dem Recht des Sitzstaats der SE gegründet wurde. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Zum besseren Verständnis sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung die nicht im Gesetz vorgesehenen Zwischensummen "Finanzergebnis" und "Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und vom Ertrag" ergänzt. Der Ausweis von Negativzinsen erfolgt in einer eigenen Position. Vor der Zusammenfassung der einzelnen Jahresabschlüsse wurden die gemäß der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen branchenspezifisch erstellten Abschlüsse der einbezogenen Versicherungsgesellschaften durch Umgliederungen dem handelsrechtlich vorgeschriebenen Gliederungsschema angeglichen. In die Konzernbilanz wurden zusätzlich Posten für versicherungsspezifische Sachverhalte eingefügt. Die im Abschluss aufgeführten Finanzinformationen sind, soweit nicht anders angegeben, in Tausend Euro (T€) dargestellt und wurden kaufmännisch gerundet. Es kann daher zu Rundungsdifferenzen innerhalb der Aufstellungen zwischen den Einzelangaben und den jeweiligen Summen kommen. Konsolidierungskreis
1) Die ADAC SE sowie die ADAC Versicherung AG sind unbeschränkt haftende Gesellschafterinnen Veränderungen des Konsolidierungskreises Der Konzernabschluss umfasst wie im Vorjahr neben der Muttergesellschaft ADAC SE 15 inländische und sechs ausländische vollkonsolidierte Tochterunternehmen. Die Anzahl der assoziierten Unternehmen verringerte sich durch die Verschmelzung der AD Clubreisen GmbH, München auf die ADAC Medien und Reise GmbH, München auf insgesamt vier Unternehmen. Konsolidierungsstichtag Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt, der mit den Abschlussstichtagen der einbezogenen Tochterunternehmen identisch ist. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Tochterunternehmen, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger BilMoG-Anwendung erworben wurden, erfolgte nach der Buchwertmethode durch Verrechnung des Beteiligungsbuchwerts mit dem anteiligen Eigenkapital des konsolidierten Tochterunternehmens zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss. Die Kapitalkonsolidierung für Tochterunternehmen, die seit 1. Januar 2010 (Einführung des BilMoG) erworben wurden, erfolgte gem. § 301 HGB Abs. 1 Satz 2 nach der Neubewertungsmethode. Dabei wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaft verrechnet. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten. Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Sich vor dem 1. Januar 2010 ergebende aktivische Unterschiedsbeträge wurden - soweit sie nicht auf Vermögensgegenstände zuordenbar waren - als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder erfolgsneutral mit dem Konzernbilanzgewinn verrechnet. Passivische Unterschiedsbeträge, die sich vor dem 1. Januar 2010 ergaben, wurden dem Konzernbilanzgewinn (Gewinnvortrag) zugeordnet. Die Einbeziehung assoziierter Unternehmen, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger BilMoG-Anwendung erworben wurden, erfolgte nach der Equity-Methode mit den Anschaffungskosten der Beteiligung zum Zeitpunkt des Erwerbs bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung, fortgeschrieben um die Veränderung des anteiligen Eigenkapitals. Ein aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen bilanziert bzw. in Vorjahren mit dem Konzernbilanzgewinn (Gewinnvortrag) verrechnet. Ein passivischer Unterschiedsbetrag wird im Konzernbilanzgewinn (Gewinnvortrag) ausgewiesen. Der Anteil am Jahresergebnis dieser Unternehmen wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert dargestellt. Anteilige Jahresfehlbeträge werden nur bis zur Höhe des Buchwerts berücksichtigt. Die Fortführung dieser Beträge findet in einer Nebenrechnung außerhalb des Konzernabschlusses statt. Die Equity-Bewertung erfolgt auf der Grundlage der nach dem jeweiligen Landesrecht erstellten Jahres- bzw. Konzernabschlüsse. Der Equity-Wert wird zu jedem Konzernabschlussstichtag auf seine Werthaltigkeit überprüft. Übersteigt der Equity-Wert den beizulegenden Zeitwert, so wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Außerplanmäßige Abschreibungen mindern in der Nebenrechnung zunächst den Geschäfts- oder Firmenwert. Nach dessen vollständiger Abschreibung wird der verbleibende Equity-Wert verringert. Der niedrigere Wertansatz des Geschäfts- oder Firmenwerts in der Nebenrechnung ist aufgrund des Wertaufholungsverbots auch an künftigen Abschlussstichtagen beizubehalten. Der nicht auf dem Geschäfts- oder Firmenwert basierende Equity-Wert wird höchstens bis zum anteiligen bilanziellen Eigenkapital im Bewertungszeitpunkt abzüglich der in der Nebenrechnung fortgeführten stillen Reserven bzw. zuzüglich der fortgeführten stillen Lasten zugeschrieben. Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Konzerns werden aufgerechnet, ebenso Aufwendungen und Erträge aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr sowie die aus dem gegenseitigen Rückversicherungsgeschäft bei den Versicherungsgesellschaften resultierenden Posten. Aufrechnungsunterschiede aus der Schuldenkonsolidierung werden erfolgswirksam behandelt. Die Eliminierung von Zwischengewinnen bzw. -verlusten in Vermögensgegenständen der Konzernbilanz, die auf zu marktüblichen Bedingungen durchgeführten konzerninternen Lieferungen und Leistungen beruhen, ist für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert gegenüber dem Vorjahr die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach den auch für die ADAC SE, München, geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Wertansätze, die auf der Anwendung von für Versicherungsgesellschaften wegen der Besonderheit des Geschäftszweigs geltenden Vorschriften beruhen, wurden beibehalten. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer, die im Wesentlichen 2 bis 20 Jahre beträgt, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung werden planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Bestandsdauer der Unternehmen sowie des Lebenszyklus der Produkte und Dienstleistungen der erworbenen Unternehmen wird eine Nutzungsdauer der jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwerte im Wesentlichen von 4 Jahren angesetzt. Die Restnutzungsdauer des zum Bilanzstichtag bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwertes liegt bei 1 Jahr. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, sofern die Wertminderung von Dauer ist. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungen erfolgen linear, entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, die bei Gebäuden 25 bis 50 Jahre und beim übrigen Sachanlagevermögen im Wesentlichen 3 bis 15 Jahre beträgt. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 werden analog den steuerlichen Regelungen im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wurde in der Handelsbilanz nicht angewandt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, sofern der beizulegende Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger als der Buchwert und die Wertminderung von Dauer ist. Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderung voraussichtlich von Dauer ist. Zuschreibungen werden gemäß § 253 Abs. 5 HGB bis zu den Anschaffungskosten oder einem niedrigeren Zeitwert vorgenommen. Bei über-pari erworbenen Papieren wird das Aufgeld linear über die Restlaufzeit abgeschrieben. Bei Wegfall der Gründe für die außerplanmäßigen Abschreibungen werden Wertaufholungen bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren Tageswerten angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind zu durchschnittlichen Einstandspreisen am Bilanzstichtag aktiviert. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. In allen Fällen wurde verlustfrei bewertet, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Handelswaren sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen werden mit dem Nennwert ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Aus Gründen der Klarheit werden alle Beziehungen zwischen dem ADAC e.V. und seinen Tochter- bzw. Enkelunternehmen, sofern diese nicht konsolidiert wurden, sowie die Beziehungen zwischen diesen Unternehmen untereinander als solche zu verbundenen Unternehmen ausgewiesen. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder gegebenenfalls nach § 253 Abs. 4 HGB zu den niedrigeren Werten, die sich aus den Börsen- oder Marktpreisen am Stichtag ergeben, angesetzt. Schecks, Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben oder Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit diese Aufwand oder Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Verpflichtungen aus Deferred Compensation sind im Regelfall durch Rückdeckungsversicherungen gesichert. Diese ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienenden, dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogenen Vermögensgegenstände (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB) wurden, sofern verpfändet, mit ihrem beizulegenden Zeitwert mit den Rückstellungen verrechnet. Erträge und Aufwendungen wurden entsprechend saldiert. Die nicht verpfändeten Vermögensgegenstände werden weiterhin als sonstiger Vermögensgegenstand in Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Für diese erfolgte keine Saldierung der Erträge und Aufwendungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach der Anwartschafts- barwertmethode unter Verwendung der "Richttafeln 2018 G" der Heubeck-Richttafel-GmbH ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer restlichen Laufzeit von 15 Jahren in Höhe von 1,78 % (Stand Dezember 2022) gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung in der Fassung vom 11. März 2016 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen inklusive Karrieretrend wurden mit 0,0 % bis 3,0 % und erwartete Rentensteigerungen mit 2,1 % berücksichtigt. Der in der Zuführung zur Rückstellung enthaltene Zinsanteil wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Unter der Position Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird eine anteilige Unterdeckung der Unterstützungskasse des ADAC e.V. GmbH, München, ausgewiesen. Der Fehlbetrag ergibt sich aus der Differenz zum anteiligen, steuerlich durch § 4 d EStG begrenzten Kassenvermögen der Unterstützungskasse des ADAC e.V. GmbH, München, und dem versicherungsmathematischen notwendigen Erfüllungsbetrag. Der in der Zuführung zur Rückstellung enthaltene Zinsanteil wird unter den Zinsaufwendungen ausgewiesen. Die auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag entfallenden Beitragsanteile aus den im Bestand befindlichen Versicherungsverträgen werden überwiegend pro rata temporis errechnet und als versicherungstechnische Rückstellungen (Beitragsüberträge) ausgewiesen, für den Rest wird die Bruchteilsmethode zugrunde gelegt. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wird zum Teil nach Durchschnittssätzen oder individuell nach Aktenlage ermittelt. Die Anteile des Rückversicherers an der Schadenrückstellung werden entsprechend vertragsgemäß ermittelt. Die zum Ausgleich der Schwankungen im jährlichen Schadenbedarf anzupassende Schwankungsrückstellung wird gemäß § 341 h HGB i.V.m. § 29 RechVersV und den in der Anlage zu dieser Verordnung enthaltenen Vorschriften bzw. entsprechend korrespondierenden ausländischen Bestimmungen berechnet. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags, d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen, angesetzt. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben. Die in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wird nach dem sogenannten Blockmodell gebildet, wobei sowohl der Aufstockungsbetrag als auch der Erfüllungsrückstand mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gebildeten notwendigen Erfüllungsbetrag gemäß § 253 Abs. 2 HGB gebildet wurde. Die für Altersteilzeitverpflichtungen gesetzlich vorgeschriebene Insolvenzsicherung der Wertguthaben erfolgt im Rahmen eines doppelseitigen Treuhandmodells durch den Treuhänder AD Club (SE) Altersteilzeit Treuhand e.V. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen resultieren im Wesentlichen aus temporären Differenzen im Bereich der Wertpapiere des Anlagevermögens, der Schadenrückstellungen, der sonstigen Rückstellungen und der Rückstellungen für Pensionen. Passive latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen resultieren aus nur für steuerliche Zwecke passivierten Sonderposten mit Rücklageanteil. Es erfolgt eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern. Das Wahlrecht zum Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wird nicht ausgeübt. Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, werden berücksichtigt. Insgesamt ergibt sich aus temporären Differenzen infolge von Konsolidierungsmaßnahmen im Berichtsjahr ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von T€ 494, der gemäß § 306 Satz 1 HGB angesetzt wird. Der für die Berechnung latenter Steuern anzuwendende Konzernsteuersatz beträgt im Jahr 2022 32,19 %. Kurzarbeitergeld wird als durchlaufender Posten behandelt und somit in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalls bewertet. Zum Bilanzstichtag noch offene Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr betragen, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag unter Beachtung des Vorsichtsprinzips bewertet. Die Einzelabschlüsse von in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften, deren Abschlüsse nicht in Euro aufgestellt sind, werden anhand der modifizierten Stichtagskursmethode umgerechnet. Demnach werden Vermögensgegenstände und Schulden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, Eigenkapitalbestandteile zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge und Aufwendungen und Erträge mit dem auf das Geschäftsjahr bezogenen Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Sich ergebende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral innerhalb des Konzerneigenkapitals ausgewiesen und erst beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis erfolgswirksam aufgelöst. Das anteilige Eigenkapital bei ausländischen assoziierten Unternehmen wird zu historischen Anschaffungskursen, das anteilige Jahresergebnis wird zum Stichtagskurs umgerechnet. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(1) Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt. In den folgenden Fällen sind Finanzanlagen in Ausübung des Bewertungswahlrechts nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB mit einem um T€ 128.053 über dem beizulegenden Wert liegenden Buchwert ausgewiesen worden:
Eine außerplanmäßige Abschreibung ist unterblieben, da die Wertminderung als nicht von Dauer eingestuft wird. Ursache ist, dass keine Verschlechterung des Bonitätsratings eingetreten ist. Zudem werden sämtliche Wertpapiere der genannten Kategorien im Kapitalanlagenbestand der Gesellschaften erwartungsgemäß bis zur Endfälligkeit gehalten und die Rückzahlung erfolgt zum Nennwert. Gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB werden zum Investmentvermögen folgende Angaben (in T€) gemacht:
(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 4.771 (VJ: 7.497) sowie Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von T€ 4.833 (VJ: T€ 4.351). Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind T€ 6.272 (VJ: T€ 6.375) noch nicht fällige, zum Stichtag abgegrenzte Zinsforderungen sowie nicht verpfändete Rückdeckungsansprüche, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstanden sind, ausgewiesen. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben T€ 248 (VJ: T€ 273) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. (3) Konzerneigenkapital Das gezeichnete Kapital von T€ 127 (VJ: T€ 127), die Kapitalrücklage von T€ 227.922 (VJ: T€ 247.922) und die Gewinnrücklagen von T€ 123.098 (VJ: T€ 106.683) entsprechen den im Jahresabschluss der ADAC SE, München, ausgewiesenen Bilanzposten. Die Kapitalrücklage setzt sich aus Beträgen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB (T€ 13.466; VJ: T€ 13.466) und Nr. 4 (T€ 214.456; VJ: T€ 234.456) zusammen. Im Berichtsjahr wurden aus der Kapitalrücklage nach § 272 (2) Nr. 4 HGB T€ 20.000 zugunsten des Bilanzgewinns entnommen. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2022 wurden im Geschäftsjahr T€ 44.623 an die Aktionäre ausgeschüttet. Den anderen Gewinnrücklagen wurden T€ 16.415 zugeführt. Die Aktionärsstruktur zum 31.12.2022 stellt sich wie folgt dar:
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Das gezeichnete Kapital ist unverändert zum Vorjahresstichtag am 31.12.2022 bei einem rechnerischen Nennbetrag je Stückaktie von € 1,00 wie folgt unterteilt:
Der jeweilige Inhaber aller Aktien der Gattung A ist berechtigt, ein Mitglied in den Aufsichtsrat der Gesellschaft zu entsenden. Eine zwangsweise Einziehung von Aktien der Gattung A ist unter bestimmten in der Satzung geregelten Tatbeständen zulässig. Über die Einziehung entscheidet die Hauptversammlung durch Beschluss. Eine zwangsweise Einziehung der Gattung C, die nicht vom ADAC e.V. gehalten werden, ist ebenfalls unter bestimmten in der Satzung geregelten Tatbeständen zulässig. Auch hier entscheidet die Hauptversammlung über die Einziehung durch Beschluss. Im Rahmen der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns wird der Teil des Bilanzgewinns, der aus einer Auflösung der freien Kapitalrücklage nach § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB resultiert und ausschließlich auf die Aktien der Aktiengattung B entfällt, vollständig ausgeschüttet. Von dem verbleibenden Teil des Bilanzgewinns werden mindestens 60 % an die Aktionäre ausgeschüttet, es sei denn, die Hauptversammlung beschließt einstimmig die Ausschüttung eines kleineren Teils des verbleibenden Teils des Bilanzgewinns. Im Falle der (teilweisen) Auflösung der freien Kapitalrücklage gemäß § 272 Absatz 2 Nr. 4 HGB nach dem 31. Dezember 2016 (Stichtag) werden die daraus resultierenden Ausschüttungsbeträge (§ 174 Absatz 2 Nr. 2 AktG) satzungsgemäß verteilt. (4) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der gemäß § 253 Abs. 6 HGB zu ermittelnde Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beläuft sich zum Stichtag auf T€ 17.016. Altersversorgungsverpflichtungen wurden nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit verpfändeten Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen aus Deferred Compensation dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen i.S.d. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB), verrechnet. Angaben zur Verrechnung nach § 285 Nr. 25 HGB i.V.m. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Die Deferred Compensation ist bei einem großen deutschen Versicherungsunternehmen rückgedeckt. Die Zeitwerte der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen werden uns von diesem zum Bilanzstichtag mitgeteilt. (5) Versicherungstechnische Rückstellungen
(6) Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von Mio. € 100,7 um Mio. € 63,0 auf 37,6 verringert. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Inanspruchnahmen betreffend das Geschäftsjahr 2020 sowie die Auflösung für Vorjahre. (7) Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Risiken aus einer möglichen Beitragsrückerstattung, mögliche Ausgleichsverpflichtungen an den Gesellschafter ADAC e.V., für noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen, für Verpflichtungen aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen, für leistungsabhängige Zahlungen, für Zinsen aus Steuernachzahlungen sowie für Ansprüche aus Altersteilzeitverpflichtungen gebildet. Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bezogen auf die Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen:
Das Wertguthaben zur Insolvenzsicherung der Altersteilzeitverpflichtungen gemäß § 8a AltTZG ist zum Stichtag in Fondsanteilen und liquiden Mitteln investiert. (8) Verbindlichkeiten Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im einzelnen dargestellt.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(9) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden im Wesentlichen mit Versicherungsleistungen in Höhe von Mio. € 838,1 (VJ: Mio. € 803,1), mit der Vermittlung technischer Dienst- und Hilfeleistungen in der KfZ-Branche in Höhe von Mio. € 54,1 (VJ: Mio. € 48,6) sowie der Vercharterung, dem Vertrieb sowie der Instandhaltung von Business Jets in Höhe von Mio. € 55,5 (VJ: Mio. € 47,9) erzielt. Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland (95 %) erzielt. (10) Sonstige betriebliche Erträge Die Position beinhaltet aperiodische Erträge in Höhe von T€ 42.888 (VJ: T€ 39.565), die in erster Linie aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen für Steuer- und Zinsnachzahlungen, der Auflösung von Rückstellungen im Rahmen der Risikovorsorge möglicher Beitragsrückerstattungen sowie aus der Auflösung von Rückstellungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren. (11) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen Der Posten beinhaltet im Vorjahr eine außerplanmäßige Abschreibung auf eine Software in Höhe von T€ 270. (12) Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus sonstigen Dienst- und Werkleistungen, aus der Verrechnung von Verwaltungsserviceleistungen vom ADAC e.V., Aufwendungen für Honorare, Aufwendungen für Porto und Telefon, Werbeaufwendungen sowie übrigen Verwaltungsaufwendungen zusammen. (13) Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens Der Posten beinhaltet im Vorjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von T€ 429. (14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten aperiodische Steuererträge in Höhe von T€ 13.321 (VJ: T€ 915) sowie aperiodische Steueraufwendungen in Höhe von T€ 343 (VJ: T€ 1.484). (15) Sonstige Steuern Die sonstigen Steuern im Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus einem Sondereffekt betreffend Versicherungsteuer für Vorjahre. In den sonstigen Steuern sind im Geschäftsjahr aperiodische Steuererträge in Höhe von T€ 634 enthalten (VJ: T€ 9). Aperiodische Steueraufwendungen sind in Höhe von T€ 70 (VJ: T€ 22.070) enthalten. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNGDer Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Die Zahlungsmittel umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige Anlagen in einem geldmarktnahen Fonds, die jederzeit in bestimmte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen. SONSTIGE ANGABENHaftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 298.175 (davon gegenüber einem Gesellschafter T€ 78.931). Mit einer Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen ist nach Beurteilung der aktuellen Sachlage nicht zu rechnen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses Von der Möglichkeit der Befreiung zur Offenlegung des Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB und § 264b HGB machen folgende, in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen Gebrauch:
Gesamtbezüge der Organe Die Bezüge des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr nach § 314 Nr. 6 a) HGB belaufen sich auf T€ 81 (VJ: T€ 83). Nachtragsbericht Es sind keine Tatbestände von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt geworden, die sich zwischen dem Bilanzstichtag und dem Erstellungsdatum des Konzernabschlusses ergeben haben. Mitarbeiter Die Mitarbeiterzahl im Jahresdurchschnitt betrug:
Prüfungshonorare und -leistungen Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für:
Konzernverhältnisse Die ADAC SE stellt den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Gewinnverwendungsvorschlag des MutterunternehmensDer Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 73.168.288,02 € einen Betrag in Höhe von 51.900.972,81 € an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 21.267.315,21 € den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.
München, den 17. März 2023 Der Vorstand gez. Mahbod Asgari Nejad gez. Dr. Claudius Leibfritz Entwicklung des Anlagevermögens für 2022
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1.1.2022 bis zum 31.12.2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die ADAC SE, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der ADAC SE, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ADAC SE, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernla geberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. März 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Kerstin Krauß, Wirtschaftsprüferin Claus Röger, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022Der Aufsichtsrat der ADAC SE hat im Geschäftsjahr 2022 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben gewissenhaft wahrgenommen und den Vorstand laufend überwacht und beratend begleitet. Zur Überwachung des Vorstands bedient sich der Aufsichtsrat eines nach seinen Vorgaben gestalteten Berichtssystems; ferner sind Maßnahmen von besonderer Bedeutung dem Aufsichtsrat vorab zur Zustimmung vorzulegen. Hierdurch ist der Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft jeweils zeitnah informiert und in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung stets eingebunden. Der Aufsichtsrat hat sich während des abgelaufenen Geschäftsjahres über die wesentlichen Vorgänge, die Lage und die Entwicklung des Unternehmens sowie über grundlegende Fragen der Unternehmensplanung regelmäßig durch mündliche und schriftliche Berichte unterrichten lassen. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und die Entwicklung des Unternehmens wurden in insgesamt fünf Sitzungen des Aufsichtsrats vom Vorstand eingehend erläutert und mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Dabei hat der Vorstand auch über das Erreichen der geplanten Ziele für das Geschäftsjahr 2022 und über die Planung für die künftige Periode berichtet. Zusätzlich zu seinen Sitzungen hat der Aufsichtsrat im Berichtsjahr auch fünfmal außerhalb von Sitzungen Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Soweit nach den Vorgaben des Aufsichtsrats erforderlich, wurden ihm Maßnahmen von besonderer Bedeutung vorab vom Vorstand zur Zustimmung vorgelegt. Über die Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands hinaus war eine Einsicht in sonstige Bücher und Schriften durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht erforderlich. Die von der Hauptversammlung als Prüfer der Abschlüsse für das Geschäftsjahr 2022 gewählte PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2022 unter Einbeziehung der Buchhaltung geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die zu prüfenden Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Aufsichtsratsmitglied rechtzeitig übermittelt. Der Aufsichtsrat hat sich hiermit in seiner Sitzung am 10. Mai 2023 befasst. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil, berichtete über die Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat informierte sich über Leistungen des Abschlussprüfers, die zusätzlich neben den Jahresabschlussprüfungsleistungen erbracht wurden. Umstände, die eine Befangenheit des Abschlussprüfers befürchten lassen, lagen nicht vor. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2022 und den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2022 erhoben. Er hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2022 jeweils gebilligt. Der Jahresabschluss 2022 der ADAC SE ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen. Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und allen Mitarbeitenden für ihren großen Einsatz und die geleistete Arbeit herzlichen Dank und Anerkennung aus.
München, den 10. Mai 2023 Der Aufsichtsrat Christian Reinicke, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Konzernabschluss der ADAC SE zum 31. Dezember 2022 wurde am 10. Mai 2023 gebilligt. |
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