Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 621289
Eingetragen
28.7.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von Lagern, Getrieben, Zahnrädern und Antriebselementen
Gegenstand
Die Herstellung und der Vertrieb von Komponenten, Handlings-Systemen, Automationen und Anlagen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Timo Schmidt
seit 30.8.2021
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Dietmar Spitznagel
seit 11.12.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Schilling Holding GmbH
Germany
50.000 DM
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schilling Engineering GmbH

Wutöschingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der Schilling Engineering GmbH

AKTIVSEITE

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.053,00 180.819,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 293.530,00 276.899,00
2. technische Anlagen und Maschinen 393.142,00 363.593,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 210.984,00 256.179,00
1.025.709,00 1.077.490,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.315.146,00 1.065.083,00
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.165.957,00 2.281.323,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 492.911,00 450.835,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 637.309,55 415.583,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.268.018,40 741.526,28
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.261.502,00 1.451.649,84
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 3.321.906,44 3.990.290,34
10.462.750,39 10.396.291,34
C. Rechnungsabgrenzungsposten 114.228,11 260.328,45
11.602.687,50 11.734.109,79

PASSIVSEITE

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.564,59 25.564,59
II. Kapitalrücklage 704,56 704,56
III. Bilanzgewinn 6.601.287,07 4.857.135,27
6.627.556,22 4.883.404,42
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 527.029,88 236.700,06
2. sonstige Rückstellungen 1.250.983,60 1.168.976,13
1.778.013,48 1.405.676,19
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.642.996,81 4.595.864,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen 474.636,02 773.526,30
3. sonstige Verbindlichkeiten 66.037,97 68.838,35
davon aus Steuern: € 38.950,38 (Vj.: € 41.976,98)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 0,00 (Vj.: € 2.074,15) 3.183.670,80 5.438.229,18
D. Rechnungsabgrenzungsposten 13.447,00 6.800,00
11.602.687,50 11.734.109,79

Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 15.914.839,41 16.875.952,63
2. Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -73.290,00 15.841.549,41 -3.644.255,00
3. sonstige betriebliche Erträge 97.605,62 208.470,10
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.846.863,51 -3.768.157,51
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -732.517,25 -4.579.380,76 -848.759,12
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.034.376,51 -3.684.676,66
b) soziale Abgaben -789.155,78 -4.823.532,29 -636.370,63
davon für Altersversorgung € 11.649,73 (Vj.: € 9.728,40)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -357.023,73 -377.784,35
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -2.418.312,92 -2.259.624,82
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 25.828,64 30.705,63
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.415,03 15.413,61 -13.482,13
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.020.836,58 -493.630,34
11. Ergebnis nach Steuern 2.755.482,36 1.388.387,80
12. sonstige Steuern -11.330,56 -11.832,56
13. Jahresüberschuss 2.744.151,80 1.376.555,24
14. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.857.135,27 3.480.580,03
15. Bilanzgewinn 6.601.287,07 4.857.135,27

Anhang

der Schilling Engineering GmbH, Wutöschingen

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der Schilling Engineering GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Schilling Engineering GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wutöschingen
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Freiburg
Register-Nr.: 621289

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei der Bewertung wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten berücksichtigt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Steuerrückstellungen bzw. Steuerrückforderungen beinhalten auch die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet.

Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen zum Beginn des Geschäftsjahres: 1.919.758,92 Euro.

Die kumulierten Abschreibungen betrugen am Ende des Geschäftsjahres: 2.157.899,10 Euro.

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 31.12.2022 Zugang Umbuchung Abgang Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 514.315,83 70.893,43 18.112,17 567.097,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 479.788,15 37.209,78 0,00 516.997,93
2. technische Anlagen und Maschinen 860.230,74 132.789,01 18.000,00 975.019,75
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 1.142.914,20 64.890,20 86.012,37 1.124.493,33
2.701,30 U
2.482.933,09 237.590,29 104.012,37 2.616.511,01
2.997.248,92 308.483,72 122.124,54 3.183.608,10
Abschreibungen
Stand 31.12.2022 Zugang Abgang Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 333.496,83 122.694,43 17.147,17 439.044,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 202.889,15 20.578,78 0,00 223.467,93
2. technische Anlagen und Maschinen 496.637,74 103.239,01 17.999,00 581.877,75
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 886.735,20 110.511,50 83.737,37 913.509,33
1.586.262,09 234.329,29 101.736,37 1.718.855,01
1.919.758,92 357.023,72 118.883,54 2.157.899,10
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 128.053,00 180.819,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 293.530,00 276.899,00
2. technische Anlagen und Maschinen 393.142,00 363.593,00
3. andere Anlagen, Betriebs-und Geschäftsausstattung 210.984,00 256.179,00
897.656,00 896.671,00
1.025.709,00 1.077.490,00

Angaben zu Forderungen

Der Betrag der im Posten Umlaufvermögen enthaltenen Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt Euro 1.054.238,14 (Vorjahr: Euro 1.146.014,19).

Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz unter Berücksichtigung der teilweisen Ergebnisverwendung wurde im Bilanzgewinn ein Gewinnvortrag von Euro 3.857.135,27 (Vorjahr: Euro 3.480.580,03) einbezogen.

Rückstellungen

Der überwiegende Teil der Rückstellungen beinhaltet Rückstellungen für Personalkosten. Diese betragen insgesamt Euro 1.112.230,60 (Vorjahr Euro 994.222,13) und werden größtenteils im Folgejahr abgebaut.

Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr beträgt Euro 3.183.670,80 (Vorjahr: Euro 5.438.229,18).

Bürgschaften

Für die Schwestergesellschaft Schilling Engineering Schweiz GmbH ist eine Bürgschaft im Höchstrahmen von 1.500 TE zugunsten der Sparkasse Hochrhein eingetragen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen folgende finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind:

Mieten/Leasinggebühren Monatliche Verpflichtung Gesamte Verpflichtung
Bewegliche Vermögensgegenstände 3.901,62 111.109,82
Immobilien 41.385,33 5.574.129,60
Fuhrpark 10.011,59 227.793,96
55.298,54 5.913.033,38

Anlagen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abrechnungen mit der Schweizer Schwestergesellschaft werden mit den steuerlich bekannten Verrechnungspreisen berücksichtigt.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 70.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Günther Schilling bis 03.07.2023
Zweiter und dritter Geschäftsführer: Gaby Schilling
Ute Schilling

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wutöschingen, den 22. April 2024

Unterschrift

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 der Schilling Engineering GmbH, Wutöschingen

1. Grundlagen des Unternehmens

Die Schilling Engineering GmbH ist unter der HRB 621289, Amtsgericht Freiburg i. Br. eingetragen mit Firmensitz in Wutöschingen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Komponenten und Anlagen im Bereich der Reinraumtechnik. Der Fokus liegt auf schlüsselfertigen, kundenindividuellen "Raum in Raum" Reinraum-Systemen, -Einhausungen und -Arbeitsplätzen. Die gesamten Prozesse von der Planung, über Entwicklung, Fertigung, Aufbau, Qualifizierung und Wartung liegen innerhalb des Unternehmens und werden stetig verbessert. Somit wird für den Kunden spezifisch die bestmögliche Lösung geplant mittels des firmeneigenen, patentierten Baukastensystems. Der Baukasten ermöglicht mit standardisierten Elementen eine große Bandbreite an Anforderungen abzudecken - abgehängte oder freitragende Decke, Wandelemente einfach oder mit Umluft, Medieninstallation. Kundenindividuelle Sonderwünsche werden ebenso realisiert. Spätere Veränderungen des Raumes sind in vielen Ausprägungen möglich, z.B. durch eine ressourcenschonende Erweiterung oder zerstörungsfreie Öffnung/ Schließung der Wände zur Maschineneinbringung.

Die Kundenanwendungen liegen in über 20 verschiedenen Branchen, u.a. Pharma/ Biotech, Medizintechnik, High-Tech, Plast, Apotheken, Lebensmittel/ Kosmetik, Elektronik. Der größte Anteil der Kunden ist in der DACH-Region angesiedelt. Die Projektvorlaufzeiten sind aufgrund des Investitionsgüter-Geschäfts je nach Projektgröße von einigen Wochen bis hin zu mehreren Monaten.

Das 1998 gegründete Unternehmen gehört seit 2018 zur SCHILLING Holding GmbH. Sie hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 78 Angestellte beschäftigt, davon 8 Auszubildende und Abschlussarbeiten. Die Kunden in der Schweiz werden durch unsere Schwestergesellschaft, die Schilling Engineering Schweiz GmbH, bedient. Eine flache Hierarchie und eine greifbare Geschäftsleitung führen zu schnellen Entscheidungen und Umsetzungen.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Der Auftragseingang im verarbeitenden Gewerbe war in Deutschland über das Jahr 2023 sehr volatil und hatte im Dezember kalenderbereinigt einen 2,7% höheren Stand als im Vorjahr Dezember 2022 gemäß den Angaben des statistischen Bundesamtes (Destatis). Gegenüber dem Vorjahr sank allerdings der Auftragseingang kalenderbereinigt um 5,9%. Im Bereich der Investitionsgüter wurde ein Rückgang von 3,8% an Auftragsvolumen verzeichnet.

Die Bruttoinvestitionen gingen gem. BMWK um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr zurück, v.a. durch einen Rückgang der Bauinvestitionen. Das preisbereinigte BIP sank um 0,3%. Sowohl privater Konsum als auch Kaufzurückhaltung im Zuge erhöhter Unsicherheiten infolge geopolitischer Konflikte führten zu dem erwarteten Rückgang. Im Vergleich zu Europa und der Weltwirtschaft lag Deutschland abgeschlagen im Minus-Bereich. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg 2023 mit 0,7%.

Mit 5,9% Jahresdurchschnitt fiel die Inflation 2023 geringer aus als 2022, befand sich aber dennoch auf einem hohen Stand. Die Teuerungen für Lebensmittel waren nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Teuerungsraten für Energie fielen geringer aus als zu Jahresbeginn 2023. Arbeitnehmerentgelte lagen mit +6,7% sowie Unternehmens- und Vermögenseinkommen mit +6,5% im Plus.

2.2 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Ein überdurchschnittlicher Auftragsrückgang war 2023 um 11,9% gegenüber dem Vorjahr im Maschinenbau sichtbar gem. Destatis Angaben. Zusätzlich zum schwachen Inlandsgeschäft waren die Umsätze der Eurozone rückläufig. Die Auftragsbestände wurden weiter abgebaut, so dass 40% der Metall+Elektro-Firmen unterausgelastet waren, während 16% einen hohen Auftragsbestand meldeten. Seit 2020 hat der Saldowert damit den tiefsten Stand seit Herbst 2020 erreicht. Großaufträge im 4. Quartal 2023 bremsten den Abwärtstrend etwas ab.

Die Produktion im Maschinen- und Anlagenbau lag mit 1,0% unter dem Vorjahresniveau in Deutschland und blieb damit im mittleren Feld der EU-Staaten, die einen durchschnittlichen Rückgang von 1,4% hatten gem. Eurostat/ VDMA. Die Verfügbarkeit von Material hat sich deutlich stabilisiert.

Die Zahl der Beschäftigten im Bereich verarbeitendes Gewerbe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,1% gem. Angaben von Destatis. Es besteht weiterhin ein anhaltend hoher Mangel an Arbeitskräften mit bundesweit über 238.000 fehlenden MINT-Fachkräften gem. Gesamtmetall.

2.3 Entwicklung des eigenen Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr

Die Gesamtleistung des Unternehmens konnte im Vergleich zum Vorjahr um 19% erhöht werden. Die Umsatzerlöse reduzierten sich um 5,7%. Durch einen hohen Bestelleingang Ende des Jahres konnte ein guter Arbeitsvorrat nach 2024 mitgenommen werden. Die Umsatzrentabilität konnte gesteigert werden.

Die Zunahme der Gesamtleistung ist insbesondere auf das Schwesterunternehmen Schilling Engineering Schweiz GmbH zurück zu führen. Ein Projektanstieg führte zu höheren intercompany-Verkäufen. Der Fokus der Produkte liegt auf kundenindividuellen Reinräumen. Die Bereiche Sauberräume und standardisierte Reinraumkabinen/-arbeitsbänke konnten ausgebaut werden. Der Aftersales hat einen soliden Umsatzanteil. Es wird stetig in die Weiter- und Neuentwicklung der Produkte investiert.

Gestiegene Kosten der Vorprodukte sowie Lohnkostensteigerungen konnten nur teilweise durch Verbesserung der Prozesse kompensiert werden, so dass Preiserhöhungen für die Verkaufsprodukte notwendig waren. Zur Abmilderung des Kaufkraftverlustes zahlte das Unternehmen 2023 eine Inflationsausgleichsprämie an alle Mitarbeiter aus.

Die Besetzung neuer oder frei gewordener Stellen stellte sich in vielen Fällen als schwierig heraus. Angestoßene Prozess- und Strukturverbesserungen wirkten teilweise der Personalknappheit entgegen. Investitionen in die digitale Infrastruktur und moderne Arbeitsumgebung wurden mit diversen Projekten erfolgreich umgesetzt.

3. Lage des Unternehmens

3.1 Vermögenslage

Der Bilanzsumme reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1% und führt daher zu keiner Verschiebung der Vermögensstruktur. Trotz niedriger Anlagenintensität mit knapp 9% ist der Maschinenpark hochmodern, die Kapitalbindung im Unternehmen ist von kurzer Dauer. Mit konstanter Umlaufintensität von 90% wird die Vermögenslage positiv beurteilt. Inflations- und Wechselkurseinflüsse haben auf die Vermögenslage keinen nennenswerten Einfluss.

3.2 Finanzlage

Auf die Inanspruchnahme von Kontokorrentlinien sowie Darlehensaufnahmen konnte verzichtet werden. Die Kassen- und Bankguthaben weisen ein solides Guthaben auf, so dass nahezu alle Lieferantenrechnungen mit Skontoabzug beglichen wurden. Alle finanziellen Verpflichtungen wurden stets erfüllt. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote stieg auf 57%.

Die Avallinie bei der Sparkasse Hochrhein wird mittels Anzahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften zum Bilanzstichtag nur teilweise in Anspruch genommen.

Die getätigten Investitionen wurden i.d.R. aus liquiden Mitteln finanziert.

3.3 Ertragslage

Die Kernprodukte mit dem Modulsystem der Reinraumsysteme trugen zum größten Anteil des Umsatzes und Ertrags bei. Der Bausatzanteil des Schweizer Schwester-Unternehmens Schilling Engineering Schweiz GmbH stieg 2023 nochmals deutlich. Die Gesamtleistung beträgt 15,8 Mio. EUR. Der Materialaufwand sank auf 29% der Betriebsleistung (Vorjahr 35%). Die Personalaufwendungen und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind angestiegen.

4. Bericht zur voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

4.1 Voraussichtliche Entwicklung

Ein guter Auftragseingang zum Jahresende sowie vorteilhafte Auftragseingänge zu Beginn des Jahres 2024 bieten bereits für die nächsten Monate eine optimistische Umsatzperspektive. Eine leichte Umsatzsteigerung im Jahr 2024, u.a. in Wachstumsmärkten wird budgetiert. Durch die allgemein unsichere Wirtschaftsprognose sind die Investitionsprojekte nicht eindeutig einzuordnen, zumal gestiegene Kosten weitergegeben werden müssen. Somit rechnet Schilling nur mit einem leichten Anstieg des Jahresergebnisses. Nicht allein der Preis, sondern v.a. auch die Qualität, Lieferbereitschaft und Materialverfügbarkeit spielen eine größere Entscheidung in der Auftragsvergabe.

4.2 Chancen

Die Innovationskraft des Maschinen- und Anlagenbau zeigt den Erfolg der Branche. Mit einem Plus von 6,7% im Vergleich zum Vorjahr wurde in der EU in der Branche investiert was zeigt, dass wir an die Stärke und Zukunftsfähigkeit unserer Industrie glauben, so Karl Heusgen vom VDMA. Wachstumschancen liegen insbesondere in der Digitalisierung, Produktionsvernetzung, Mobilität und Klimaschutz.

Die Nachhaltigkeit der Produktpalette sowie die Energieoptimierung eines Reinraums über die Lebenszeit wird 2024 weiter untersucht und an die bestehenden Lösungen weiterentwickelt. Die Investition in Produktentwicklungen sichert weiterhin die Zukunft.

Es wird weiterhin mit diversen Projekten in die digitale Infrastruktur und moderne Arbeitsumgebung investiert. Das bereits bestehende unternehmensweit tief integrierte ERP-System mit Dokumentenmanagement-System wird weiterentwickelt und mit regelmäßigen Updates versorgt.

Unter Unternehmen und Haushalten ist aktuell die Stimmung schlecht und die Unsicherheit hoch. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird laut ifo-Frühjahrsprognose in diesem Jahr nur um 0,2% im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Damit wurde die Wachstumsprognose für das laufende Jahr im Vergleich zur ifo Konjunkturprognose Winter 2023 deutlich herabgesetzt (0,7 Prozentpunkte). Zu einer gesamtwirtschaftlichen Erholung wird es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Schilling hatte die letzten Monate ebenfalls eine hohe Anfragezahl an Projekten, so dass zunächst mit keinem Auftragsrückgang gerechnet wird.

4.3 Risiken

Im Unternehmen ist ein Kontroll- und Risikomanagement als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert, das fortlaufend neu bewertet und angepasst wird.

Der Branchenverband VDMA registrierte im Januar 2024 einen Auftragsrückgang um 10% im Vergleich zum Vorjahresmonat und rechnet im ersten Halbjahr mit keiner Trendwende. Die Produktionsprognose wurde um 4% gesenkt. Die Befragten des PwC-Maschinenbau-Barometers rechnen mit einer durchschnittlichen Umsatzerwartung von -2,4% für 2024. Es werden deutliche Kostensteigerungen für Personal, Energie und Rohstoffe erwartet. Als größte Wachstumshindernisse werden ein schwieriges Regulierungsumfeld sowie Fachkräftemangel und politische Entwicklungen im Ausland gesehen. Der Geschäftsführer von Gesamtmetall, Stefan Wolf, rechnet 2024 mit Personalabbau und einer steigenden Zahl an Insolvenzen in der Metall- und Elektroindustrie. Dennoch dürfte sich die bereits jetzt schon angespannte Personalsituation nicht merklich verbessern und der Fachkräftemangel sich nur leicht entschärfen. Der Arbeitskräfteengpass bleibt somit das zweitwichtigste Produktionshindernis nach dem erwarteten Auftragsmangel der Branche. Für das weitere Firmenwachstum plant Schilling neue Stellen aufzubauen. Neben der eigenen Ausbildung kann nur mit Abwerben von Personal in Berufszweigen mit Vollbeschäftigung oder Steigerung der Prozesseffizienz entgegengewirkt werden.

Zusätzlich erschwerend hinzu kommen Berichts- und Bürokratiepflichten, die Auswirkungen auf den Maschinen- und Anlagenbau haben. Die Fülle an Vorschriften für Unternehmen in der EU steigt und schränkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter ein.

Zahlungsausfallrisiken sind abgedeckt und werden durch Anzahlungstranchen sowie durch Vorauskasse bei Neukunden vorgebeugt.

Gemäß der Hiscox-Studie 2023 zum Thema Cyber Readiness steigt das Cyber-Risiko immer weiter und zeigt eine erhöhte Angriffsintensität gerade bei kleinen Unternehmen. Cyber-Attacken werden in den Top 10 der größten Unternehmensrisiken immer noch an Stelle 1 eingestuft. Bereits 58% der deutschen Unternehmen waren bereits Opfer eines Cyber-Events in den letzten 12 Monaten, eine Steigerung von 26% im Vergleich zum Vorjahr. Die durchschnittlichen Verluste durch die entstandenen Schäden gingen allerdings um 23% zurück. Moderne IT-Management- und Abwehrsysteme sind bei Schilling implementiert.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Kenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen nicht gegeben.

Die Vertreter der Gesellschaft versichern, dass nach bestem Wissen der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die Chancen und Risiken korrekt beschrieben sind.

 

Wutöschingen, den 22 April 2024

Schilling Engineering GmbH

gez. Gaby Schilling, Geschäftsführerin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Schilling Engineering GmbH, Wutöschingen

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der Schilling Engineering GmbH, Wutöschingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schilling Engineering GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten . Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Stuttgart, den 22. April 2024

witra
Allgemeine Wirtschaftsberatungs-, Revisions- und Treuhand-Gesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Walter Rist, Wirtschaftsprüfer

Feststellung

Mit Beschlussfassung vom 23.04.2024 haben die Gesellschafter den Jahresabschluss festgestellt.

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