Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 234416
Eingetragen
12.7.2017
Branche
Großhandel mit elektronischen Bauteilen und TelekommunikationsgerätenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Telekommunikationsgeräten sowie elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen a. n. g.Großhandel mit Geräten der Unterhaltungselektronik
Gegenstand
Technologieentwicklung von und Import/Export sowie Handel mit Optoelektrischen Geräten, Telekommunikationseinrichtungen und Zusatzausrüstungen; Import/Export sowie Handel mit anderen Produkten, soweit hierfür öffentlich-rechtliche Genehmigungen nicht erforderlich sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Kloo
seit 19.12.2019
Prokura
Wei Xiang
seit 12.7.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
FS COM LimitedHKG
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
FS COM Limited
HKG
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FS.COM GmbH

Karlsfeld (vormals: Neufahrn b.Freising)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

FS.COM GmbH ist ein professioneller Anbieter von Kommunikations- und Hochgeschwindigkeits-Netzwerklösungen für Netzwerk-, Rechenzentrums- und Telekommunikationskunden.

Der Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit optoelektronischen Geräten, Telekommunikationseinrichtungen und Zusatzausrüstungen sowie der Import, Export und Handel mit anderen Produkten, soweit hierfür keine öffentlich-rechtlichen Genehmigungen erforderlich sind. Forschung und Entwicklung wird nicht vorgenommen. Die FS.COM GmbH ist im Handelsregister unter HR B 234416, Amtsgericht München, eingetragen. Zweigniederlassungen bestehen nicht.

2. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Deutschland in 2023 bis Anfang 2025

Im Jahr 2023 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland einen Rückgang von 0,3 %, was auf eine schwächelnde Wirtschaftsleistung zurückzuführen ist. Dieser Rückgang betraf verschiedene Sektoren unterschiedlich stark. Während die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um 1,0 % zurückging, verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit 2,6 %, entgegen dem allgemeinen Negativtrend, ein Wachstum und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste, Erfolgsgeschichte an.

"Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Dr. Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter.

Der Abwärtstrend der deutschen Wirtschaft setzte sich im Jahr 2024 fort. Laut Statistischem Bundesamt sank das BIP preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr.

Laut Bundeswirtschaftsministerium zeigte die deutsche Wirtschaft im Januar und Februar 2025 eine verhaltene Entwicklung. Trotz steigender Kaufkraft sei die Konsumneigung gedämpft und Unternehmen investieren vorsichtig. Besonders die Industrie leide unter einer schwacher Nachfrage und internationalem Wettbewerbsdruck.

Das Ifo-Institut reduzierte seine Wachstumsprognose für 2025 von ursprünglich 0,4 % auf 0,2 %.

2.2 Entwicklung der Gesamtwirtschaft in Europa in 2023 bis Anfang 2025

Im Jahr 2023 verzeichnete die europäische Gesamtwirtschaft ein schwaches Wachstum, stark beeinflusst durch anhaltende Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und die restriktiven geldpolitischen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone wuchs um 0,8 %, und für die gesamte EU wurde ein ähnliches Wachstum prognostiziert. Die schwache wirtschaftliche Dynamik zeigte sich besonders in der ersten Jahreshälfte, als die hohen Konsumpreise und gestiegene Zinsen den privaten Konsum sowie die Industrieproduktion bremsten. Zwar erholte sich der Dienstleistungssektor dank des Nachholbedarfs nach der Pandemie, jedoch verlor auch dieser im Jahresverlauf an Schwung, da die Kaufkraft der Haushalte stark belastet war.

Die EU-Kommission erwartet ein BIP-Wachstum von 0,8% für 2024 in der Eurozone und prognostiziert für 205 einen Anstieg auf 1,3 %. Als Unsicherheitsfaktor gilt die Zollpolitik der neuen US-Regierung.

2.3 Entwicklung der Branche im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der deutsche E-Commerce-Sektor verzeichnete im Jahr 2023 laut EHI Retail Institute nur ein geringes Wachstum von etwa 1 % gegenüber dem Vorjahr und erreichte einen Umsatz von rund 85,4 Milliarden Euro. Dieser stagnierende Trend ist eine Folge der hohen Inflation und der sinkenden Kaufkraft der Verbraucher, die sich im Konsumverhalten widerspiegelte.

Weitaus dynamischer zeigte sich dagegen der Internethandel im B2B-Sektor. Ohne konkrete Zahlen zu nennen, generiert der B2B-Onlinehandel laut ECC Köln "einen signifikanten Anteil des Gesamthandels im B2B-Bereich". Viele Unternehmen setzen zunehmend auf digitale Vertriebswege und bieten ihren Geschäftskunden B2C-ähnliche Einkaufserfahrungen, heißt es in der Studie weiter.

Im Jahr 2023 erlebte die europäische Branche für Netzwerkausrüstung, Optoelektronik und Rechenzentren deutliche Wachstumsimpulse, angetrieben durch die zunehmende Nachfrage nach leistungsstarker IT-Infrastruktur und energieeffizienteren Lösungen. Zu diesem Ergebnis kommt das Markforschungsinstitut Grand View Research und ergänzt: "Der Markt für Rechenzentrumskollokation in Europa verzeichnete ein starkes Wachstum, unterstützt durch die Nachfrage von Hyperscalern und Telekommunikationsunternehmen, die ihre globalen Netzwerke ausbauen." Diese Entwicklung wird durch die Implementierung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) unterstützt, die die Lokalisierung von Rechenzentren in Europa vorantreibt. Besonders der Sektor für kleine und mittelständische Unternehmen profitiert, da Kollocation-Dienste kosteneffiziente Lösungen für den begrenzten Platz- und Energiebedarf bieten. Die Investitionen in europäische Rechenzentren sollen sich bis 2030 weiter steigern, mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von etwa 15,3 %.

Darüber hinaus setzt sich die Einführung optischer Technologien in Netzwerkinfrastrukturen in erhöhtem Tempo fort, vor allem aufgrund ihrer hohen Bandbreite und niedrigen Energieanforderungen. Glasfasertechnologie wird zunehmend eingesetzt, um die Anforderungen an schnellere und energieeffizientere Übertragungen zu erfüllen, insbesondere in Rechenzentren, in denen kürzere Latenzzeiten und höhere Datenraten erforderlich sind. Diese Entwicklungen sind entscheidend, da optische Technologien elektrische Verbindungen bei wachsendem Datenverkehr ersetzen und so die Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz verbessern. Marktexperten gehen von einem jährlichen Wachstum des Marktes für Fiber-optische-Kabel und -Transceiver von jährlich durchschnittlich 8,9 % in Europa bis zum Jahr 2030 aus.

2.4 Entwicklung der FS.COM GmbH im Berichtszeitraum

Die FS.COM GmbH hat sich als Player und Partner der digitalen Transformation in Europa etabliert. Intensive Marktforschung, permanente Produktweiterentwicklung, Optimierung der Lieferketten und des Serviceangebots sowie konsequente Kundenorientierung tragen zum Erfolg des Unternehmens bei.

2023 war geprägt von einem externen Sondereffekt: Nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union (Brexit) zum 1. Februar 2020 gestaltete sich der Warenverkehr von Deutschland nach Großbritannien zusehends aufwändiger mit dem Ergebnis, dass die Muttergesellschaft der FS.COM GmbH entschied, für den britischen Mark ein eigenes Logistik- und Servicezentrum zu gründen. FS.COM INNOVATION LTD nahm 2023 seinen vollen Geschäftsbetrieb auf, was dazu führte, dass das UK-Geschäft, das zuvor knapp 15 % des Umsatzes der FS.COM GmbH generierte, innerhalb der FS-Gruppe zur neu gegründeten Einheit in Großbritannien migriert wurde.

Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland und Europa war im Jahr 2023 von einer schwächeren Konjunktur geprägt. Eine steigende Inflation bei höheren Zinsen hemmte die Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Der Markt für Netzwerkausrüstung wächst zwar deutlich, war jedoch von einem hohen Wettbewerbsdruck und einem Preisverfall bei Standardprodukten gekennzeichnet. Insbesondere bei Switches und Transceivern war ein hoher Preisdruck festzustellen, der die Margen unter Druck setzt.

Ein deutlicher Einschnitt für die Ertragslage der FS.COM GmbH stellte die zuvor genannte Ausgliederung des Großbritannien-Geschäfts in eine eigenständige Einheit dar.

Diese Faktoren führten dazu, dass das Unternehmen in 2023 einen Umsatzrückgang von rund 10 % von 93,2 Mio. auf 83,8 Mio. Euro verzeichnete. Der UK-Umsatz fiel von rund 14 Mio. Euro im Vorjahr auf knapp über 1 Mio. Euro in 2023. Unter Berücksichtigung der Umsatzentwicklung der FS-Gesellschaft in Großbritannien wäre der Umsatz um 4,5 % höher gelegen als im Vorjahr. Der um das UK-Geschäft bereinigte Umsatz betrug im Geschäftsjahr 82,7 Mio. nach 79,2 Mio. Euro im Vorjahr, was einer Steigerung von 4,4 % entspricht.

Analog reduzierten sich die Kosten für Materialbeschaffung von 80,4 Mio. auf 76,8 Mio. Euro. Der Rückgang der Aufwendungen um 4,5 % fiel geringer aus als das Umsatzminus. Aufgrund der starken Steigerung der Bezugspreispreise innerhalb der FS-Gruppe auf der Einkaufsseite, hatte die FS.COM GmbH zum Vorjahr mehr Wareneinsatzkosten zu tragen. Da diese Preiserhöhungen nicht direkt bzw. unmittelbar an die Kunden weitergegeben werden konnten, musste ein Margenverlust im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden.

Eine markante Dynamik bei der Lohnentwicklung in Verbindung mit dem Anstieg der Mitarbeiteranzahl in 2023 führte dazu, dass der Personalaufwand um 12,7 % auf 2,3 Mio. Euro im Vorjahresvergleich stieg. Insgesamt konnte ein Deckungsbeitrag, definiert als Umsatzerlöse abzgl. Material- und Personalaufwand, von 4,7 Mio. Euro erzielt werden nach 10,8 Mio. Euro im Vorjahr. Der Deckungsbeitrag entspricht 5,6 % der Umsatzerlöse (Vorjahr: 11,6 %).

Die Kosten für die Warenabgabe, die von 2,0 Mio. Euro auf 1,6 Mio. Euro zurückgingen, lehnen sich an den Umsatzrückgang an. Die Nebenkosten des Geldverkehrs, im Wesentlichen Servicegebühren an Payment-Provider, stiegen im Vorjahresvergleich um 0,6 Mio. auf 1,4 Mio. Euro an. Die Beendigung eines Vertrags mit anschließender Schlussabrechnung durch den Provider führten zu einem Mehraufwand von rund 0,5 Mio. Euro. Der im Vorjahr aus konzerninterner Management- und Servicedienstleistung entstandene Einmaleffekt von 4,3 Mio. Euro lässt keinen Vergleich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus 2022 (8,6 Mio. Euro) mit denen aus 2023 von 4,3 Mio. Euro zu. Der sonstige betriebliche Aufwand 2023 liegt auf dem bereinigten Vorjahresniveau.

Mit 0,9 Mio. Euro liegt das Jahresergebnis 52 % unter dem Vorjahresergebnis. Das für 2023 geplante Vorsteuerergebnis von 2,0 Mio. bis 2,5 Mio. Euro konnte nicht erreicht werden.

Der Auftragsbestand ist aufgrund des Online-Geschäftsmodells und dem Fehlen langfristiger Lieferrahmenverträge der FS.COM GmbH mit fremden Dritten keine aussagekräftige Unternehmenskennzahl.

Beschaffung

Den weitaus größten Anteil der opto-elektronischen Geräte, Netzwerkkomponenten und Telekommunikationseinrichtungen bezieht die FS.COM GmbH direkt von der Muttergesellschaft FS.COM Ltd. in China mit Sitz in Hongkong. Darüber hinaus bestehen Geschäftsbeziehungen zu weiteren Lieferanten in Asien. Der Versorgung mit fertigen Waren war und ist gesichert.

Personal

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter erhöhte sich von 48 auf 63 Mitarbeiter. Dementsprechend stiegen die Löhne und Gehälter innerhalb der Personalaufwendungen von 1,7 Mio. auf 1,9 Mio. Euro.

Finanzlage

Die flüssigen Mittel werden ausschließlich auf Guthabenbasis geführt.

Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit betrug 12,6 Mio. Euro und wird wie folgt abgeleitet

TEUR
Periodenergebnis 939
+ Abschreibungen 39
+/- Veränderung Rückstellungen -709
+/- Gewinn/Verlust Abgang Anlagevermögen 0
+/- Veränderung Aktiva 12.518
+/- Veränderung Passiva -208
operativer Cashflow 12.579

Die Veränderungen in den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der chinesischen Muttergesellschaft sowie der chinesischen Konzernmuttergesellschaft klassifiziert die FS.COM GmbH als Cashflow aus der Finanzierung, da hier überwiegend liquiditätssteuernde Maßnahmen innerhalb des Konzerns zum Tragen kommen. Durch die Erhöhung der Forderungen (+0,3 Mio. Euro) und der Abnahme der Verbindlichkeiten (-9,7 Mio. Euro) im Verbundbereich ergab sich per Saldo ein Abfluss von 10,0 Mio. Euro.

Im Ergebnis stiegen die liquiden Mittel um 2,7 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahresstichtag. Liquiditätsrisiken sind weder akut noch längerfristig zu erwarten.

Vermögenslage

Die Ende 2023 erfolgte Anmietung neuer (Lager-)Räumlichkeiten in Karlsfeld führte zu anschließenden Bauarbeiten am Mietobjekt, um infrastrukturelle Anpassungen für den Geschäftsbetrieb zu schaffen. Das Anlagevermögen erhöhte dadurch von 0,1 Mio. auf 0,4 Mio. Euro. Die geleisteten Anzahlungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro resultieren aus Baumaßnahmen, die sich bis in das Jahr 2024 erstrecken. Das Anlagevermögen bleibt für die Vermögenslage der Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung, da es lediglich 1 % der Bilanzsumme beträgt.

Im Berichtszeitraum 2023 wurden die Vorräte von 31,5 Mio. auf 23,2 Mio. Euro reduziert. Dieser Rückgang ist vor allem auf den strategischen Abbau von Vorräten zurückzuführen, die während der Pandemie aufgebaut wurden, um Lieferkettenrisiken abzufedern. Zusätzlich führte die Eröffnung eines eigenen Lagers für den UK-Markt nach dem Brexit zu einer Verlagerung von Beständen aus den zentralen europäischen Lagern. Darüber hinaus wurden die Vorräte im Hinblick auf den bevorstehenden Umzug des Unternehmens, der im Januar 2024 erfolgte, minimiert.

Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich von 7,9 Mio. auf 4,1 Mio. Euro. Für den Rückgang verantwortlich sind Steuererstattungen für Vorjahre von Finanzamt und Gemeinde, die überwiegend im 4. Quartal 2023 erfolgten. In Höhe von 1,0 Mio. Euro ist die zu leistende Mietkaution für den neuen Firmenstandort enthalten. Die liquiden Mittel erhöhten sich im Vorjahresvergleich von 2,7 Mio. auf 5,1 Mio. Euro. Steuererstattungen des Finanzamtes in Höhe von knapp 2,1 Mio. Euro für Vorjahre im letzten Quartal des Jahres waren stichtagsbedingt für diese Entwicklung verantwortlich.

Steuerrückstellungen waren aufgrund der unterjährig geleisteten Vorauszahlungen nicht zu bilden. Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich zum Vorjahresstichtag von 1,6 Mio. auf 0,9 Mio. Euro. Rückstellungen für Gewährleistungen und ausstehende Rechnungen, im Wesentlichen für Servicegebühren, stellen den überwiegenden Teil dar. Da die Rücklaufquote gegenüber dem Vorjahr gesunken ist, war die Gewährleistungsrückstellung deutlich niedriger zu bemessen.

Mit der Reduzierung der Vorräte in 2023 wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern um 16,5 % von 32,9 Mio. auf 27,5 Mio. Euro zurückgeführt. Die passive Rechnungsabgrenzung für Lieferungen in 2024, für die bereits in 2023 Zahlungen vereinnahmt wurden, belief sich auf 1,1 Mio. Euro und verzeichnete einen leichten Rückgang von 0,1 Mio. Euro zum Vorjahr.

Investitionen

In 2023 wurden im Wesentlichen Ein- und Umbauten am neuen Standort in Karlsfeld sowie kleinere Ersatzinvestitionen getätigt, die von untergeordneter Bedeutung waren. Insgesamt investierte die Gesellschaft 0,3 Mio. Euro, in denen 0,1 Mio. Euro geleistete Anzahlungen auf Umbauten enthalten waren.

Wirtschaftliche Lage

Der Geschäftsverlauf war erfolgreich. Die Lage der FS.COM GmbH kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle

Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 14,3 % (Vorjahr 9,4 %). Der Anstieg zum Vorjahr ist auf das Jahresergebnis zurückzuführen, wobei zugleich die Bilanzsumme im Vorjahresvergleich von 48,2 auf 38,5 Mio. Euro abnahm. Die für 2023 angestrebte nominale Erhöhung des Eigenkapitals auf Basis des geplanten Vorsteuerergebnisses konnte nicht erreicht werden.

Die Umsatzrendite bezogen auf das EBT (1,2 Mio. Euro; Vorjahr 2,3 Mio. Euro) beträgt im Geschäftsjahr 1,6 % (Vorjahr 2,5 %). Für die rückläufige Entwicklung sind im Wesentlichen Margenverluste verantwortlich.

Die Rückgabe- bzw. Retourenquote eines Geschäftsjahres gilt als weiterer Indikator. Die Quote wird als zentraler Parameter für die Sortimentszusammensetzung, Qualität der verkauften Produkte und als Wertparameter bei der Bemessung der Garantierückstellung verwendet. Die Kennzahl sank von 1,5 % im Vorjahr auf 1,4 % des Umsatzes.

Diese Kennzahlen liegen alle im positiven Bereich und sind zufriedenstellend, auch wenn die EBT-Rendite im Vergleich zum Vorjahr rückläufig ist.

Nichtfinanzielle Web-Shop

Der Online-Shop ist das digitale Aushängeschild jedes E-Commerce Unternehmens mit immenser Bedeutung geworden. Gerade während der COVID-Pandemie haben viele Händlerinnen und Händler erkannt, wie wichtig der digitale Kanal für das Business ist. Dabei kommt es beim Online-Shop heute auf wesentlich mehr an als nur auf gelistete Produkte und einfache Suchfunktionen.

Ein wichtiger Aspekt ist die Frage der Datenpflege und des Produktmanagements. Im Online-Handel sollte diese vor allem auf Multi- und Omnichannel-Strategie ausgerichtet sein. In den kommenden Jahren wird besonders Omnichannel zum New Normal werden.

Ein durchdachtes Payment-Angebot gehört ebenfalls zu den wichtigsten Servicefaktoren. Es zeigt sich, dass Käufe in den letzten Zügen, nämlich während des Bezahlvorgangs (Check-out-Prozess), abgebrochen werden, wenn bevorzugte Zahlungsverfahren fehlen. Standard-Verfahren wie der Kauf auf Rechnung, (Sofort-)Überweisung oder Kreditkartenzahlungen und Dienste wie PayPal gehören zum angebotenen Payment-Mix. Die Wahl der angebotenen Zahlverfahren wird ständig überprüft und angepasst. Inzwischen nimmt beispielsweise die Nutzung sogenannter digitaler Wallets zu, also Zahlungen via Apple oder Google Pay und anderen Anbietern. Die Konzeption des Online-Shop berücksichtigt laufend den technologischen Fortschritt und eine entsprechende Erweiterbarkeit, um kurzfristige Anpassungen zu ermöglichen.

Customer Service (Kundenservice)

Die Unterstützung des Kunden, wenn dieser sich mit Problemen an das Unternehmen wendet, stellt ein zentrales Thema der FS.COM GmbH dar. Modernere Ansätze verstehen darunter sämtliche Service-Leistungen eines Unternehmens zur Verbesserung der Kundenzufriedenheit und -bindung vor, während und nach dem Kauf. Gemeinsame Aufgabe von Service, Marketing und Vertrieb ist es, das Arbeiten auf die Kundenbedürfnisse auszurichten. Kernthemen sind in Bezug auf den Bestell- und Kaufprozess sind dabei Fragen beantworten, Beschwerdemanagement, After-Sales-Management, Feedback und Kommunikation.

Preispolitik

Wir sehen in einer fairen, leistungsgerechten Preispolitik die Basis für nachhaltiges Wachstum sowie langfristig stabile Ertragskraft. Durch ständige Technologieentwicklungen seitens unserer Muttergesellschaft sehen wir uns auch zukünftig konkurrenzfähig aufgestellt. Unser Ziel ist es, mit hoher Liefer- und Qualitätsperformance sowie einer partnerschaftlichen Lieferbeziehung, untermauert durch eine absolut wettbewerbsfähige Preisgestaltung, die Kunden dauerhaft zu binden.

Systeme

Wir arbeiten mit einem absolut schlüssigen und effektiven Warenwirtschaftssystem, welches eine komplette Nachverfolgbarkeit auf allen Ebenen garantiert sowie eine termingerechte und möglichst effiziente Disposition der bestellten Produkte erlaubt. Das elektronische Ablagesystem lässt auch den Zugriff auf ältere Dokumente zu. Controllinginstrumente wurden und werden ständig neu- bzw. weiterentwickelt.

3. Finanzierungsinstrumente

Finanzielle Flexibilität zu sichern, hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie. Finanziell flexibel bleibt die FS.COM GmbH durch einen angemessenen Liquiditätsspielraum.

Unsere Refinanzierungsrisiken begrenzen wir durch ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Kriterien wie Flexibilität bei der Inanspruchnahme, Kreditkonditionen, Kapitalkosten und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt. Dabei wird auch beachtet, in welchen Währungen unsere Erträge und Cashflows erwirtschaftet werden.

Besondere Finanzierungsinstrumente setzt die Gesellschaft derzeit nicht ein. Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend über die Verbindlichkeiten gegenüber der chinesischen Alleingesellschafterin, im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit auch über Lieferanten.

Weiterhin wurden mit der Gesellschafterin sowie einem verbundenen Unternehmen im United Kingdom separate Verträge geschlossen, die die Abwicklung und den Ausgleich von für den anderen Vertragspartner vereinnahmte Zahlungseingänge regeln. Zur Vermeidung von "Hin- und Her"-Zahlungen werden Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet. Gleichzeitig sollen Wechselkurseinflüsse gesenkt werden.

4. Risiken

Wir sind gesetzlich verpflichtet, auf wesentliche Risiken der künftigen Entwicklung, die bestandsgefährdende oder wesentliche Einflüsse auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben können, hinzuweisen.

Zur Identifikation und Bewertung wesentlicher Risiken haben wir ein umfassendes Kontroll- und Risikomanagementsystem als Bestandteil der Unternehmensplanung implementiert. Dieses System wird zur Anpassung an neue Erkenntnisse fortlaufend weiterentwickelt. Hilfe und Unterstützung durch die FS-Gruppe ergänzen dieses System.

Der Warenbezug der FS.COM GmbH erfolgt größtenteils über die Muttergesellschaft in China. Lieferkettenunterbrechungen und Logistikprobleme stellen eine potentielle Gefährdung des Geschäftsbetriebs des Unternehmens dar. Globale Lieferketten sind anfällig für Störungen, sei es durch Naturkatastrophen, politische Einflussfaktoren oder andere unvorhersehbare Ereignisse.

Veränderungen in den internationalen Handelsbeziehungen, insbesondere zwischen China und Europa, könnten sich auf Zölle, Steuern und sonstige Handelsregelungen auswirken. Auch die Wahl des neuen US-Präsidenten kann erhebliche geopolitische und wirtschaftliche Auswirkungen und Einflüsse haben, die kurz nach Amtsantritt Ende Januar 2025 nicht abschließend beurteilt werden können.

Einfluss auf die Ertragslage der FS.COM GmbH hat außerdem der harte Wettbewerb im Bereich Onlinehandel und Telekommunikation. Neue Unternehmen treten ständig in den Markt ein, während etablierte Wettbewerber ihre Angebote erweitern und verbessern.

Als Online-Unternehmen ist die FS.COM GmbH dem Risiko potentieller Cyberangriffe ausgesetzt, ein Datenleck oder eine Unterbrechung der Netzwerkinfrastruktur könnte nicht nur finanzielle Schäden verursachen, sondern auch das Vertrauen der Kunden beeinträchtigen.

Die mittel- und langfristige Finanzierung des Unternehmens erfolgt durch die Muttergesellschaft, Risiken durch Zinsänderungen sind daher unwahrscheinlich. Kursänderungsrisiken sind ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.

Alle uns bekannten Risiken sind nach derzeitigem Erkenntnisstand durch entsprechende Rückstellungen ausreichend abgedeckt. Im Übrigen lässt sich der Einfluss der genannten Risiken auf unsere wirtschaftliche Lage nicht hinreichend quantifizieren.

Bestandsgefährdende Risiken sind nach unseren Erkenntnissen aber nicht gegeben.

5. Chancen

Für die FS.COM GmbH ergeben sich für 2024 weitere Wachstumschancen. Als Unternehmen aus den Bereichen Telekommunikation, Netzwerktechnologie und Glasfaser-Internet profitiert die Gesellschaft von den Trends zur Digitalisierung und High-Speed-Internet. Der Bedarf an leistungsfähigen Netzwerkinfrastrukturen wird durch die fortschreitende Digitalisierung und die steigende Verbreitung von Technologien wie 5G, Edge Computing und Cloud-Lösungen weiter angetrieben. Besonders der Ausbau von Datencentern, angetrieben durch die wachsende Nachfrage nach KI-Anwendungen und Big-Data-Analysen, eröffnet neue Absatzmöglichkeiten. Zudem wird die zunehmende Verlagerung von Geschäftsprozessen in digitale Plattformen Unternehmen dazu veranlassen, ihre Netzwerklösungen zu modernisieren, wovon die FS.COM GmbH als spezialisierter Anbieter profitieren kann.

Mit der Erholung der Weltwirtschaft nach den Krisenjahren ist von einer höheren Investitionsbereitschaft bei B2B-Kunden, insbesondere im Mittelstand, der lange Zeit seine Ausgaben für IT-Infrastruktur zurückgehalten hat, auszugehen. Die starke Online-Präsenz und die optimierte Logistik für den europäischen Markt verschafft dem Unternehmen zudem einen Wettbewerbsvorteil in Bezug auf Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

Darüber hinaus bietet die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit in der IT-Branche Chancen, etwa durch die Vermarktung energieeffizienter Produkte oder die Teilnahme an Projekten für nachhaltige Datencenter. Mit gezielten Marketingmaßnahmen und der Erweiterung des Produktportfolios kann dieses Wachstumspotenzial ausgeschöpft werden.

Mit der kontinuierlichen Erweiterung der Produktpalette eröffnet sich für die FS.COM GmbH weiteres Wachstumspotential. Als besonders vielversprechend entwickelt sich seit Einführung der Markt für Unternehmens- und Rechenzentrumsswitches. Das Unternehmen hat auf diesen Trend reagiert und bietet neben der Hardware mit PicOS eine eigene Software zur Konfiguration von Campus- und Rechenzentrumsnetzwerken an. Auf den Bedarf der Kunden an kompletten Lösungen reagiert das Unternehmen außerdem mit umfangreichen Beratungs- und Konfigurationsleistungen.

6. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Nach unserer Einschätzung sind für das Prognosejahr keine Sachverhalte erkennbar, die den Bestand des Unternehmens und/oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage erheblich beeinflussen. Unsere Erwartungshaltung ist mit den üblichen Unsicherheiten behaftet. Aufgrund der vorhandenen Eigenkapitalausstattung und den vorhandenen liquiden Mitteln wird die wirtschaftliche Lage als positiv beurteilt.

Wir sind den Auswirkungen von unplanbaren externen Einflussfaktoren, u.a. unsicheren politischen Rahmenbedingungen, kriegerischen Auseinandersetzungen, Preisinflation sowie Engpässen bei der Materialbeschaffung ausgesetzt. In Anbetracht dieser Rahmenbedingungen bestehen weiterhin Unsicherheiten, welche Auswirkungen sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der FS.COM GmbH ergeben. Wir haben Maßnahmen ergriffen, um bestehende Unsicherheiten aufzulösen und um planbare Entwicklungen zu erreichen.

7. Voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir eine positive Entwicklung der Gesellschaft, die durch strategische Investitionen und eine optimierte Infrastruktur gestützt wird. Der Bezug des neuen Firmenstandorts mit deutlich erweiterten Logistikflächen Anfang 2024 schafft die Voraussetzungen für eine effizientere Abwicklung größerer Auftragsvolumina und stärkt unsere Lieferfähigkeit im europäischen Markt. Diese Maßnahme und die Investitionen in den neuen Standort ermöglichen es uns, schneller auf die wachsende Nachfrage im Bereich Netzwerktechnologie zu reagieren, insbesondere durch die steigenden Anforderungen von Datencentern und Unternehmensnetzwerken.

Mit den erweiterten Logistikkapazitäten können wir nicht nur Bestände besser managen, sondern auch Lieferzeiten verkürzen, was unsere Wettbewerbsposition im B2B-Segment weiter verbessert wird. Die Optimierung unserer Services, etwa besseren technischen Support und gezielte After-Sales-Betreuung, wird die Kundenbindung und die Kundenzufriedenheit stärken. Darüber hinaus erwarten wir, dass die zunehmende Digitalisierung und der Ausbau von Cloud-Infrastrukturen in Europa zu einer erhöhten Investitionsbereitschaft bei unseren Geschäftskunden führen werden.

Ein weiterer Wachstumsimpuls ergibt sich durch die Erschließung neuer Kundensegmente und die Ausweitung unseres Produktportfolios, etwa durch innovative Netzwerklösungen und energieeffiziente Technologien.

Die FS-Gruppe investiert in Forschung und Entwicklung neuer Produkte. Es ist davon auszugehen, dass die FS.COM GmbH durch die erweiterte Produktpalette profitieren wird und sich neue Absatzmärkte ergeben.

Die Prognose berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung bekannten Ereignisse, die unsere Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024 und im laufenden Jahr beeinflussen könnten. Für das Jahr 2024 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund 93 Mio. Euro und einem Vorsteuerergebnis von 2,5 bis 3 Mio. Euro. Die EBT-Rendite würde bei 2,7 % rund 1 Prozentpunkt über dem Jahr 2023 und auf dem Niveau des Jahres 2022 liegen. Dies würde gleichzeitig zu einer nominalen Erhöhung des Eigenkapitals der Gesellschaft führen.

Für 2025 plant die Geschäftsführung mit einer geringen Umsatzsteigerung wobei die Vorsteuerergebnisrendite leicht verbessert werden könnte.

Insgesamt blickt das Unternehmen optimistisch auf die Entwicklung im Jahr 2024 zurück sowie auf das laufende Jahr 2025 und erwartet, dass sich die positiven Marktentwicklungen und die strategische Anpassungen in einem gesteigerten Umsatzwachstum niederschlagen werden.

Wie in der Vergangenheit setzt die FS.COM GmbH alles daran, die Ziele zu erreichen und - wenn möglich - zu übertreffen.

 

27.03.2025 Karlsfeld

Geschäftsführung

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 395.027,66 145.307,50
I. Sachanlagen 395.027,66 145.273,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.561,00 145.273,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.466,66 0,00
II. Finanzanlagen 0,00 34,50
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 34,50
B. Umlaufvermögen 37.954.228,01 48.027.059,26
I. Vorräte 23.223.574,08 31.470.466,20
1. fertige Erzeugnisse und Waren 23.223.574,08 31.470.466,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 9.672.391,62 13.835.567,23
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.436.497,09 5.030.003,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.154.253,79 902.994,60
3. sonstige Vermögensgegenstände 4.081.640,74 7.902.569,10
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 1.032.910,00 12.000,00
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.058.262,31 2.721.025,83
C. Rechnungsabgrenzungsposten 151.622,25 8.623,21
Aktiva 38.500.877,92 48.180.989,97

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.486.376,43 4.546.950,54
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 4.521.950,54 2.568.328,29
III. Jahresüberschuss 939.425,89 1.953.622,25
B. Rückstellungen 889.216,20 1.598.044,02
1. sonstige Rückstellungen 889.216,20 1.598.044,02
C. Verbindlichkeiten 31.154.902,85 40.983.028,54
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.339.696,44 1.311.577,09
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.339.696,44 1.311.577,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 472.542,74 290.901,82
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 472.542,74 290.901,82
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 27.467.353,63 32.904.684,98
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 27.467.353,63 32.904.684,98
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 4.265.323,24
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0,00 4.265.323,24
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.875.310,04 2.210.541,41
davon aus Steuern 1.815.058,84 2.209.608,73
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 958,36 932,68
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.875.310,04 2.210.541,41
D. Rechnungsabgrenzungsposten 970.382,44 1.052.966,87
Passiva 38.500.877,92 48.180.989,97

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 83.771.267,23 93.223.095,92
2. sonstige betriebliche Erträge 924.909,45 177.371,11
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 79.461,58 133.273,65
3. Materialaufwand 76.801.175,28 80.432.612,77
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 76.779.517,59 80.423.256,77
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 21.657,69 9.356,00
4. Personalaufwand 2.275.747,17 2.019.254,18
a) Löhne und Gehälter 1.896.088,36 1.700.028,92
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 379.658,81 319.225,26
5. Abschreibungen 127.611,81 54.797,14
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 38.857,53 54.797,14
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 88.754,28
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.224.127,97 8.587.342,33
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 26.176,66 135.287,33
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 39.412,92 627,34
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 125,65
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 367.293,48 353.132,05
10. Ergebnis nach Steuern 939.633,89 1.953.830,25
11. sonstige Steuern 208,00 208,00
12. Jahresüberschuss 939.425,89 1.953.622,25

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften sowie des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: FS.COM GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Karlsfeld (vormals Neufahrn b.Freising)
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: HRB 234416

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die geleisteten Anzahlungen sind zum Nennwert angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die verlustfreie Bewertung der fertigen Erzeugnisse und Waren ist durch eine Wertberichtigung sichergestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten angesetzt. Die in Fremdwährung lautenden flüssigen Mittel sind zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Auszahlungen für Aufwendungen bzw. Einzahlungen für Erträge für einen Zeitraum nach dem Abschlussstichtag.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigten.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge.

Angaben und Erläuterungen zu sonstigen Vermögensgegenständen

Im Posten sind antizipative Steuerforderungen für die noch nicht veranlagten Jahre 2023 und 2022 von insgesamt 1.535.690,92 EUR (Vorjahr: 2.519.879,57EUR) enthalten.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten:

Sachverhalte 2023
EUR
2022
EUR
Servicegebühren 482.623,31 636.936,81
Garantie- bzw. Gewährleistungen 179.000,00 796.000,00
Kosten für Jahresabschluss und Steuererklärung 129.987,50 125.500,00

Angaben zu Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG / § 264c Abs. 1 HGB)

Gegenüber den Gesellschaftern bestehen die nachfolgenden Rechte und Pflichten:

Sachverhalte 2023
EUR
2022
EUR
Forderungen 0,00 0,00
Verbindlichkeiten 27.467.353,63 32.904.684,98
Mitzugehörigkeitsvermerke

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in der Bilanz mit 1.154.253,79 EUR (Vorjahr: 902.994,60 EUR) stammen, wie im Vorjahr, in voller Höhe aus Kundenzahlungen, die an die englische FS-Gesellschaft statt an die FS.COM geleistet haben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in der Bilanz mit 0,00 EUR (Vorjahr: 4.265.323,24 EUR) stellen gleichzeitig, wie im Vorjahr, in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen dar. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in der Bilanz mit 27.467.353,63 EUR (Vorjahr: 32.904.684,98 EUR) stellen gleichzeitig in voller Höhe Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen dar. Darin enthalten: Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 27.467.353,63 EUR (Vorjahr: 32.904.684,98 EUR).

Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt 1.032.910,00 EUR (Vorjahr: 144.340,00 EUR).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt 31.154.902,85EUR (Vorjahr: 40.983.028,54 EUR).

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat kurz- und langfristige Mietverträge diverser Art abgeschlossen, wobei die kurzfristigen Verträge von untergeordneter Bedeutung sind. Dem Liquiditätsvorteil aus den nicht vorgenommenen Anschaffungen und der damit verbundenen Kapitalbindung stehen die Finanzierungskosten gegenüber. Risiken können sich aus den Vertragslaufzeiten ergeben.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 7.830.907,20 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Nettomieten bis zum 01.12.2033.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

2023 2022
Tätigkeitsbereich Umsatz
%
Umsatz
%
Optisches Networking und Kabel 89 90
Panels, Gehäuse und Racks 5 5
Tester und Werkzeuge 1 1
Kupferverkabelung 4 3
Übrige 1 1
2023 2022
Geographisch bestimmter Markt Umsatz
%
Umsatz
%
Deutschland 30 26
EU 59 50
Drittland 11 24

Erläuterung der Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Bei den Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um insgesamt 592.058,22 EUR:

Servicegebühren aus der Schlussabrechnung eines Payment-Providers 480.911,00 EUR
Prämienanpassungen aus der Schlussabrechnung einer Versicherung 111.147,22 EUR

Die im Geschäftsjahr abgerechneten Aufwendungen betreffen die Vorjahre bis einschließlich 2022 und wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Erläuterung der periodenfremden Erträge bzw. Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 680.812,50 EUR enthalten.

Bei den Aufwendungen handelt es sich in Betrag und Art im Einzelnen um:

Servicegebühren aus der Schlussabrechnung eines Payment-Providers 480.911,00 EUR
Prämienanpassungen aus der Schlussabrechnung einer Versicherung 111.147,22 EUR
Wertberichtigungen für Steueransprüche aus anderen Ländern 88.754,28 EUR

Die Aufwendungen betreffen die Vorjahre bis einschließlich 2022 wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Im vorliegenden Geschäftsjahr betrug die durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer 63.

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 39
Angestellte 24

Konzernabschluss

Das Mutterunternehmen FS.COM LIMITED, Hongkong (China), stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Die FS.COM LIMITED, Shenzhen (China), stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis auf. Die Gesellschaft wird in diesen Konzernabschluss einbezogen.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Wei Xiang ausgeübter Beruf: Geschäftsführer

Er ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Vergütungen der Geschäftsführer

Von der Anwendung der Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 20.500,00 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 20.500,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 0,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Der wesentliche Teil des Einkaufes erfolgt über die Muttergesellschaft FS.COM Ltd., Hongkong. Die Einkaufskonditionen der Gesellschaft sind geprägt von dieser Mutter-Tochter-Beziehung.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die eine deutlich andere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erfordert hätten, sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Karlsfeld, 27.03.2025

Wei Xiang

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 355.102,47 62.531,26
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 220.305,72
Summe Sachanlagen 355.102,47 282.836,98
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 34,50 34,50
Summe Finanzanlagen 34,50 34,50
Summe Anlagevermögen 355.136,97 282.836,98 34,50
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.839,06 555.472,79
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -137.839,06 82.466,66
Summe Sachanlagen 0,00 637.939,45
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00
Summe Anlagevermögen 0,00 637.939,45

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

FS.COM GmbH Technologieentwicklung u. Handel, Neufahrn

Anlagenspiegel zum 31.12.2023 kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 209.829,47 33.082,32 242.911,79
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 209.829,47 33.082,32 242.911,79
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 209.829,47 33.082,32 242.911,79
Anlagenspiegel zum 31.12.2023 Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 312.561,00 145.273,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 82.466,66 0,00
Summe Sachanlagen 395.027,66 145.273,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 34,50
Summe Finanzanlagen 0,00 34,50
Summe Anlagevermögen 395.027,66 145.307,50

sonstige Berichtsbestandteile

 

gez. Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.03.2025 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die FS.COM GmbH, Karlsfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FS.COM GmbH, Karlsfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FS.COM GmbH, Karlsfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 28. März 2025

LPA-GGV Hansa GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Jeß, Wirtschaftsprüfer

Vick, Wirtschaftsprüfer

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