R. STAHL HMI Systems GmbHLiquidiert

50829 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 30512
Vorher
SAE - STAHL GMBH
Eingetragen
3.8.1998
Branche
Herstellung von PrüfmaschinenHerstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen
Gegenstand
die Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Support von Bedien- und Anzeigegeräten sowie Kamerasystemen

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Jürgen Jähn
seit 4.6.2014
Prokura

Konzern- und Jahresabschlüsse

R. Stahl HMI Systems GmbH

Köln

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008

Bilanz zum 31. Dezember 2008

der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln

A k t i v a

  EUR Stand am 31.12.2008
EUR
Stand am 31.12.2007
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 57.804,00   59
2. Geschäfts- oder Firmenwerte 1,00   54
    57.805,00 113
II. Sachanlagen      
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.392,25   175
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.084,30   6
    240.476,55 181
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.666.382,72   839
2. Unfertige Erzeugnisse 375.269,49   339
3. Fertige Erzeugnisse 48.038,75   462
    2.089.690,96 1.640
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 990.845,49   1.634
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.522,71   270
3. Sonstige Vermögensgegenstände 91.694,47   26
    1.396.062,67 1.930
III. Flüssige Mittel   2.904.251,09 2.268
C. Rechnungsabgrenzungsposten   12.209,03 8
    6.700.495,30 6.140

P a s s i v a

     
  EUR Stand am 31.12.2008
EUR
Stand am 31.12.2007
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 1.031.300,00   1.031
II. Kapitalrücklage 480.000,00   480
III. Gewinnvortrag 1.124.618,62   948
IV. Jahresüberschuss 1.562.951,38   1.177
    4.198.870,00 3.636
B. Rückstellungen      
1. Steuerrückstellungen 40.514,00   237
2. Sonstige Rückstellungen 809.111,00   817
    849.625,00 1.054
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.556.281,05   1.183
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.937,27   125
3. Sonstige Verbindlichkeiten 55.781,98   142
    1.652.000,30 1.450
    6.700.495,30 6.140

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008

der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln

  2008 2007
EUR EUR TEUR TEUR
1. Umsatzerlöse   14.750.029,83   13.158
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   -425.383,42   -16
3. Sonstige betriebliche Erträge   195.959,91   162
    14.520.606,32   13.304
4. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.093.991,74   6.371  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 0,00 7.093.991,74 8 6.379
5. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 2.821.685,69   2.448  
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 493.019,27 3.314.704,96 469 2.917
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   237.352,44   429
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen   1.629.976,08   1.589
    2.244.581,10   1.990
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.192,85   12  
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 504,96 25.687,89 4 8
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   2.270.268,99   1.998
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 695.510,48   810  
12. Sonstige Steuern 11.807,13 707.317,61 11 821
13. Jahresüberschuss   1.562.951,38   1.177

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2008

der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln

  Anschaffungs-/Herstellungskosten
  Stand am 1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 217.128,46 35.360,71 17.693,51 234.795,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.533.875,64 0,00 0,00 1.533.875,64
  1.751.004,10 35.360,71 17.693,51 1.768.671,30
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.183.009,45 215.330,73 170.676,84 1.227.663,34
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.303,90 3.780,40 0,00 10.084,30
  1.189.313,35 219.111,13 170.676,84 1.237.747,64
  2.940.317,45 254.471,84 188.370,35 3.006.418,94
  Kumulierte Abschreibungen
  Stand am 1.1.2008
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2008
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 158.511,46 35.322,71 16.842,51 176.991,66
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.479.338,64 54.536,00 0,00 1.533.874,64
  1.637.850,10 89.858,71 16.842,51 1.710.866,30
II. Sachanlagen        
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.007.871,20 147.493,73 158.093,84 997.271,09
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  1.007.871,20 147.493,73 158.093,84 997.271,09
  2.645.721,30 237.352,44 174.936,35 2.708.137,39
  Buchwerte
  Stand am 31.12.2008
EUR
Stand am 31.12.2007
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 57.804,00 58.617,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 54.537,00
  57.805,00 113.154,00
II. Sachanlagen    
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 230.392,25 175.138,25
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.084,30 6.303,90
  240.476,55 181.442,15
  298.281,55 294.596,15

Anhang für das Geschäftsjahr 2008

der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln

A. Rechnungslegungsgrundsätze

Bei der Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen mit Ausnahme der im Berichtsjahr erstmals vorgenommenen Saldierung von Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Der Firmenwert wird über einen Zeitraum von zehn Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist mit den steuerlich aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Berichtsjahr wurden erstmals abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter über EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Abweichend hiervon wurden in Vorjahren geringwertige Anlagegüter gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Neuzugänge an beweglichem Sachanlagevermögen wurden in 2008 nach der linearen Methode abgeschrieben (Vorjahr: degressive Methode).

Die Auswirkungen beider Bewertungsänderungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage und wurden im Hinblick auf eine einheitliche Bilanzierung in Handels- und Steuerbilanz vorgenommen.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihm am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden.

Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten sowie Sonderkosten der Fertigung (z. B. Werkzeugkosten). Die eliminierungspflichtigen kalkulatorischen Kostenbestandteile und die entsprechend R 33 EStR anzusetzenden Kostenbestandteile wurden durch pauschale Zu- und Abschläge bei den Material- und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert.

B. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen in voller Höhe von EUR 313.522,71 (i. V. TEUR 270) aus Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr.

Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist ein Betrag von EUR 22.835,41, unter den sonstigen Vermögensgegenständen ein Betrag von EUR 20.457,93 mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

3. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für den Personalbereich (TEUR 439), Provisionsverpflichtungen (TEUR 242) und Garantieverpflichtungen (TEUR 74).

4. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in voller Höhe von EUR 39.937,27 (i. V. TEUR 125) aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen in Höhe von EUR 26.414,61 (i. V. TEUR 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

  31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
Verbindlichkeiten aus Steuern 43.809,83 128
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 11.972,15 14
  55.781,98 142

II. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 66 ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 4 sowie Steuernachzahlungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 4 enthalten. Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen sind nicht angefallen.

2. Verbundene Unternehmen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen mit EUR 0,00 (i. V. TEUR 4) verbundene Unternehmen.

C. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

  Anzahl
Angestellte 41
Gewerbliche Arbeitnehmer 18
  59

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 930.

3. Organ der Gesellschaft

Geschäftsführer sind:

 

Herr Dipl.-Ing. Joachim Schuster, Pulheim

 

Herr Dipl.-Ing. Herbert Schober, Pfedelbach

4. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der R. Stahl AG, Waldenburg, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

D. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.687.570,00 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 28. Januar 2009

R. Stahl HMI Systems GmbH

Geschäftsführung

Joachim Schuster

Herbert Schober

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2008

der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln

A. Markt- und Branchenentwicklung

Die Gesellschaft entwickelt und produziert wie in den Vorjahren Terminals, PCs, Handhelds und Kamerasysteme für industrielle Anwendungen, insbesondere für explosionsgefährdete Industriebereiche. Das jüngste Geschäftsfeld Kamerasysteme geht in sein zweites Jahr und erfreut sich wachsender Beliebtheit.

Im Jahr 2008 setzte sich das Weltwirtschaftswachtum trotz abermals gestiegener Energie- und Rohstoffpreise in unseren Märkten bis zum Jahresende fort. In allen Produktbereichen hat die Gesellschaft Wachstum zu verzeichnen. Zentraleuropa-Afrika zeigte sich wieder als wesentlicher Wachstumstreiber. Die Region Asien-Pazifik verdoppelte ihr Absatzvolumen und Region Nord-/ Südamerika konnte ebenfalls deutlich zulegen. In Deutschland konnte das Vorjahresniveau gehalten werden.

B. Darstellung des Geschäftsverlaufs und Lage der Gesellschaft

I. Verlauf des Geschäftsjahres

Das Geschäftsjahr 2008 verlief abermals zu unserer vollen Zufriedenheit. Die Gesellschaft erhielt Auftragseingänge von insgesamt MEUR 14,7. Dies stellt eine Steigerung von 3 % dar. Der Umsatz konnte mit MEUR 14,8 um 12 % gesteigert werden. Die Gesamtleistung betrug MEUR 14,4 und legte damit um 9 % zu.

Der Exportanteil des Umsatzes liegt mit 83 % auf dem Niveau der Vorjahre. Die wichtigsten Absatzmärkte liegen nach wie vor in Europa und den USA. Der US-amerikanische Markt wird dabei von der Gesellschaft hauptsächlich mittelbar beliefert.

Der Anstieg der Leistung zeigt sich im gesamten Produktportfolio. Das Produkt Handheld erfreut sich auch im vergangenen Jahr wieder stabiler Beliebtheit. Der Umsatz stieg um 8 % auf MEUR 8,8. Weitere Steigerungen in der Stückzahl sind allerdings eher unwahrscheinlich, aber es gelang im Jahresverlauf das Geschäftsfeld Handheld nachhaltig für die nächsten Jahre zu sichern. Die Gesellschaft verfügt nicht nur über die Liefervereinbarung bis zum Ende des Produktlebenszyklus für das aktuelle Gerät, sondern ist auch mit der Entwicklung eines Nachfolgegeräts beauftragt worden. Die Markteinführung des neuen Akkus mit längerer Standzeit für das bestehende Gerät erfolgte zum Ende des Geschäftsjahres.

Das Geschäftsfeld Terminals wuchs um 14 % auf MEUR 5,6. Durch kontinuierliche Marktbearbeitung ist es gelungen den Markt weiter zu durchdringen. Dabei konnte nicht nur im gestiegenen Markt des vergangenen Jahres weiteres Volumen generiert werden, sondern es gelang auch der Konkurrenz Marktanteile abzunehmen.

Das jüngste Geschäftsfeld Kamerasysteme entwickelt sich sehr positiv. In seinem ersten vollständigen Geschäftsjahr erreichte es auf Anhieb einen Umsatz von TEUR 296. Für diesen Bereich wurde im Verlauf des vergangenen Jahres ein eigenes Team aus bestehenden Mitarbeitern und einem neu gewonnen Kameraspezialisten zusammengestellt. Die Kooperationen mit qualitativ hochwertigen Zulieferern wurden weiter gefestigt und selektiv erweitert. Die Kompetenz und das Produktportfolio wurden also weiter ausgebaut. Die Gesellschaft kann dem Kunden nun eine professionelle Betreuung mit technischer Planungskompetenz, ein relativ vollständiges Produktportfolio und den Bau des Systems aus einer Hand bieten.

II. Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertragssteuern des Geschäftsjahres 2008 liegt mit MEUR 2,3 um 13,1 % über dem Vorjahr. Die Umsatzrendite konnte dabei mit 15,3 % gehalten werden. Die Ergebnisverbesserung wurde durch eine Steigerung des Volumens in allen Geschäftsfeldern erreicht.

Der Materialaufwand absolut wuchs durch die Volumensteigerung um 11,2 %. Die Materialaufwandsquoten in den einzelnen Geschäftsfeldern haben sich allerdings kaum verändert. Jedoch durch die Veränderung im Produktmix veränderte sich die Gesamtquote des Materialaufwands der Gesellschaft von 48,1 % auf 49,1 %.

Der übrige Betriebsaufwand erhöhte sich mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen um nur 2,4 % und zeigt eine geringere Quote von 11,4 % gegenüber 12,1 % im Vorjahr.

Der Anstieg der Personalkosten um 13,6 % resultiert hauptsächlich aus einem erhöhten Personalstand im Vergleich zum Vorjahr. Des Weiteren sorgten diverse Auszahlungen von Überstunden, die durch das hohe Volumen anfielen, für höheren Aufwand. Die Quote des Personalaufwands liegt bei 22,9 % gegenüber 22,0 % im Vorjahr.

Die Gesellschaft konnte in den letzten Jahren ihre Verschuldung vollständig tilgen. Trotz der Auszahlung der Vorjahresdividende im Verlauf des Geschäftsjahres gelang es ohne Darlehen zu wirtschaften. Daher trägt das Finanzergebnis marginal zum Ergebnis bei.

Die Ertragsteuerbelastung im Geschäftsjahr 2008 beläuft sich auf rd. 32 %. Damit ergibt sich ein Jahresüberschuss von TEUR 1.562 gegenüber TEUR 1.177 im Vorjahr.

III. Vermögens- und Finanzlage

Aus dem Erfolg des Geschäftsjahr 2007 wurden MEUR 1 an die Muttergesellschaft in 2008 ausgeschüttet. Das Eigenkapital konnte um TEUR 563 auf MEUR 4,2 gesteigert werden. Die Gesellschaft verfügt damit über eine Eigenkapitalquote von 62,7 %.

Den Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von TEUR 254 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 237 gegenüber.

Die Vorräte erhöhten sich um TEUR 450 auf TEUR 2.090. Der Vorratsanstieg hat mehrere Gründe. Einerseits wirkte sich das gestiegene Geschäftsvolumens aus. Andererseits herrschte aufgrund der boomenden Konjunktur im vergangenen Geschäftsjahr geradezu Materialknappheit am Beschaffungsmarkt, die teilweise zu Produktionsengpässen führte. Dieses Problem zwang die Gesellschaft zu erhöhter Lagerhaltung. Als dritter, jedoch weniger umfangreicherer Effekt ist die zum Jahresende begonnene Bevorratung für Neuprodukte zu sehen.

Das Niveau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte durch aktives Forderungsmanagement um TEUR 643 auf TEUR 991 gesenkt werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen befinden sich mit TEUR 1.556 auf höherem Niveau wie im Vorjahr mit TEUR 1.183.

Die Liquiditätslage der Gesellschaft stellt sich positiv dar. Die Gesellschaft konnte 2008 ohne Darlehen wirtschaften und verfügt darüber hinaus über ausreichende Kreditlinien, die durch die Gesellschafterin besichert sind. Der Bestand an Finanzmitteln zum 31.12.2008 beträgt TEUR 2.904 (i. V. TEUR 2.268).

C. Risiken und Risikomanagement

Die Gesellschaft analysiert regelmäßig die drohenden Risiken aus dem Geschäftsverkehr. Folgende Risikofelder werden im Einzelnen betrachtet:

Risiken des Marktes und der Umgebung der Gesellschaft

Politische, rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken

Finanzmarktrisiken

Risiken aus den internen Prozessen

Die Geschäftsprozesse der Gesellschaft sind in einen mit der Konzernleitung abgestimmten Planungs- und Budgetierungsprozess eingebunden. Darüber hinaus werden in diesem Rahmen auch die einzelnen Risikobereiche regelmäßig untersucht; die Ergebnisse werden klassifiziert. Falls erforderlich werden entsprechende Maßnahmen eingeleitet. Die weitere Überwachung der Gesellschaft durch die Konzernleitung erfolgt durch ein umfangreiches Berichtssystem quartalsweise und durch regelmäßige Konsultationen.

Im Geschäftsjahr wurden keine relevanten Geschäftsrisiken identifiziert, die im Risikomanagement von ihrer Qualität und Quantität zu einer Anzeigepflicht und besonderen Maßnahmen geführt hätten.

Für die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft bestehen allerdings bestimmte Risiken, deren Eintreten sich nachteilig auf die künftige Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken könnte. Wie im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein wesentlicher Teil des Umsatzes mit einem Produkt und auch mit einem Großabnehmer erzielt. Ein Wegbrechen dieses Kunden könnte eine signifikante Auswirkung auf die Ergebnisentwicklung haben. Aufgrund der Qualität des Produktes sowie der langfristig vereinbarten und sehr guten Zusammenarbeit mit dem Kunden wird dieses Risiko jedoch insgesamt als sehr gering eingeschätzt. Die Vergabe der Entwicklung des Nachfolgegeräts an die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr untermauert diese Einschätzung und reduziert das Risiko aufgrund der vertraglichen Bindung weiter. Die wirtschaftliche Situation des Großkunden gibt auch keinen Anlass zur Besorgnis.

Als Entwicklungsgesellschaft innerhalb des Konzerns sind qualifizierte Mitarbeiter ein wesentlicher Baustein unserer Strategie. Dazu gehört auch die Sicherstellung eines guten Arbeitsklimas und der daraus resultierenden Motivation der Mitarbeiter. Bisher ist es uns gelungen, gute Mitarbeiter zu gewinnen und die Fluktuation niedrig zu halten. Eine nicht ausreichende Zahl qualifizierter Mitarbeiter oder eine hohe Fluktuation könnte sich auf die Qualität der Produkte und das Ergebnis negativ auswirken. Das Betriebsklima ist jedoch als positiv einzustufen. Betriebsausflug und Weihnachtsfeier sorgen für positive Akzente. Darüber hinaus wurden angeordnete Überstunden zur Bewältigung der Gesamtleistung teilweise an die Mitarbeiter ausbezahlt. Einige Mitarbeiter haben vertragliche Prämienregelungen. Die variablen Gehaltsbestandteile motivieren die Mitarbeiter und stellen für die Gesellschaft die Zielerreichung sicher.

D. Forschung und Entwicklung

Die besonderen Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung wurden wie schon im Vorjahr fortgeführt bzw. verstärkt. Damit erhöhten sich die Kosten für Forschung und Entwicklung gegenüber dem Vorjahr. Die Quote von Kosten im Bereich der Forschung und Entwicklung beträgt in 2008 rd. 10 % des Umsatzes.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden die in Vorjahren eingeführten Produktreihen im Geschäftsfeld Terminals um weitere Accessoires und Weiterentwicklungen im Bereich der Software ergänzt. Darüber hinaus wurden die bestehenden Produktreihen so weiterentwickelt, dass sie in Zukunft alle Applikationsarten des Kunden abdecken. Damit wird in 2009 die letzte Lücke im Anwendungsspektrum der Terminals geschlossen.

Im Geschäftsfeld Handheld wurde an der Nachfolgegeneration entwickelt. Die Markteinführung des Nachfolgemodells ist für 2009 geplant.

Im Geschäftsfeld Kamerasysteme wurde in 2008 weiterhin umfangreich getestet, um aus verschiedenen Komponenten im Auftragsfall zuverlässige kundenindividuelle Systeme spezifizieren zu können. Nach wie vor ist im Geschäftsfeld Kamerasysteme zunächst keine eigene Entwicklung von eigenen Komponenten geplant. Dies kann sich jedoch aufgrund der Erfahrung, die im Verlauf der zukünftigen Projekte gemacht werden, durchaus ändern.

Auch für das kommende Geschäftsjahr stehen anspruchsvolle Entwicklungsprojekte an. Die Gesellschaft wird ihrer Rolle als Kompetenzcenter der R. Stahl Technologiegruppe für Human Machine Interfaces (Terminals) und Kamerasysteme gerecht werden und auch künftig die Anstrengungen im Bereich der Forschung und Entwicklung auf hohem Niveau halten.

E. Nachtragsbericht

Nach Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2008 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre.

F. Ausblick und Chancen

Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009 ist eine schwierige Frage in Anbetracht der durch die Bankenkrise ausgelösten Weltwirtschaftskrise. Bisher ist in den Märkten der Gesellschaft als Investitionsgüterhersteller bis zum heutigen Tag noch keine Auswirkung zu spüren. Dennoch bereitet sich die Gesellschaft für diesen Fall vor. Die Geschäftsführung hat verschiedene Szenarien durchgespielt und fühlt sich den Herausforderungen gewachsen.

Die Chancen der Gesellschaft werden in folgenden Punkten gesehen: Das am Anfang stehende Geschäftsfeld Kamerasysteme zeigt von Monat zu Monat einen stark steigenden Trend, der auch in Krisenzeiten noch nicht zum Erliegen kommen sollte. Im Geschäftsfeld Terminals wird die Gesellschaft im Laufe von 2009 über eine Neuerung verfügen, die endgültig alle gängigen Applikationsarten am Markt sehr innovativ abdeckt. Im Bereich Handheld zeichnet sich die Absatzlage für 2009 als stabil ab. Der Großabnehmer bestätigte noch im Dezember 2008 eine Erwartung für 2009 auf dem Niveau von 2008. Des Weiteren ist in diesem Geschäftsfeld der neue Akku für das aktuelle Gerät gerade erst auf den Markt gekommen. Das Produkt erfährt dadurch eine Aufwertung und bei mittlerweile 48.362 verkauften Geräten wird Ersatzbedarf erwartet. Außerdem ist die Markteinführung der Nachfolgegeneration noch in 2009 geplant.

Wenn ein Volumenrückgang sich abzeichnet, geben die Gleitzeitkonten und Resturlaubsbestände der Mitarbeiter der Gesellschaft kurzfristige Flexibilität. Diese sind im Gegensatz zur Autoindustrie bis zum heutigen Tag noch im Steigen begriffen. Darüber hinaus bestehen einige befristete Arbeitsverhältnisse. Die Mitarbeiter sind auch generell sehr universell qualifiziert und sind in der Lage in allen Geschäftsfeldern der Gesellschaft zu unterstützen, wenn sich Volumenverschiebungen abzeichnen. Dies nur als einige wenige Möglichkeiten, die hier exemplarisch genannt werden. Die Geschäftsführung beobachtet die Situation an den Märkten aufmerksam von Monat zu Monat und ist bereit sofort in beide Richtungen zu reagieren.

Unter der Voraussetzung stabiler Weltmärkte für die Produkte der Gesellschaft würde die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2009 weiteres Umsatzwachstum erwarten. Die Gesellschaft ist hervorragend aufgestellt. In Anbetracht der Krise geht die Geschäftsführung jedoch davon aus, mit ihren wirklich guten Chancen die Kriseneinflüsse kompensieren zu können und das Umsatzniveau von 2008 zu halten.

 

Köln, 28. Januar 2009

R. Stahl HMI Systems GmbH

Geschäftsführung

Joachim Schuster

Herbert Schober

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Stuttgart, 29. Januar 2009

Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Dr. Wolfgang Russ; Wirtschaftsprüfer

Christoph Lehmann; Wirtschaftsprüfer

Zusätzliche Angaben

1. Der Jahresabschluss der R. Stahl HMI Systems GmbH, Köln, für das Geschäftsjahr 2008 ist durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16. September 2009 festgestellt worden.

2. Der Bilanzgewinn zum 1.1.2008 betrug EUR 2.124.618,62
davon wurden in 2008 ausgeschüttet EUR 1.000.000,00
Der Jahresüberschuss 2008 beträgt EUR 1.562.951,38
Aus dem Bilanzgewinn 2008 in Höhe von EUR 2.687.570,00
werden ausgeschüttet EUR 1.000.000,00
und auf neue Rechnung vorgetragen EUR 1.687.570,00.

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