Materna Radar Cyber Security Germany GmbH
Selbe AdresseErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Georg Dr. Oschmann seit 10.12.2019 | Geschäftsführer |
Lieselotte Neste seit 10.12.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
SITA B.V. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
SITA IPS GmbH (vormals: Materna IPS GmbH)DortmundJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Materna IPS GmbH, Dortmund Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Materna IPS GmbH, Dortmund, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Materna IPS GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dortmund, den 28. Juni 2024 KPMG
AG
Engel, Wirtschaftsprüferin Kavun, Wirtschaftsprüferin Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2023
Anhang für 2023Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Materna IPS GmbH ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) und unterliegt deutschem Recht. Der Jahresabschluss der Materna IPS GmbH zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt und umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang. Die Gesellschaft ist nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die "sonstigen Steuern" werden unter den "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen und im Anhang separat dargestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit wurden in der Bilanz unter den Vorräten der Posten "fertige Erzeugnisse und Waren" sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Materialaufwand der Posten "Aufwendungen für bezogene Waren" jeweils um den Begriff Lizenzen erweitert. Die bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzugeben sind, sind größtenteils Anhang aufgeführt. Die Vorjahresangaben sind in T€ und die Angaben zu den Umsatzerlösen im Anhang in Mio. € dargestellt, sodass Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch genau ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten können. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Materna IPS GmbH mit Sitz in Dortmund im Handelsregister des Amtsgerichts Dortmund unter der Nummer HRB 30801 eingetragen. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der Jahresabschluss wurde nach den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wie im Vorjahr aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen angesetzt. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungspreisminderungen bzw. Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Wertverzehr des Anlagevermögens) einbezogen. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Die Abschreibungen wurden planmäßig nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Nutzungsdauern für immaterielle Vermögensgegenstände liegen bei drei Jahren, die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens zwischen 3 und 33 Jahren. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 800,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung wurde eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Niedrigere beizulegende Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Wertaufholungen erfolgen, wenn der Grund für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung entfällt. Ausleihungen werden zum Nennwert angesetzt. Niedrigere beizulegende Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Wertaufholungen erfolgen, wenn der Grund für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung entfällt. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Die unfertigen Leistungen und die fertigen Leistungen sind mit den Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben allen aktivierungspflichtigen Einzelkosten auch Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Wertverzehr des Anlagevermögens) in Form eines angemessenen Zuschlags auf die Einzelkosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht aktiviert. Fremdkapitalzinsen wurden ebenfalls nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Handelswaren und Lizenzen sind zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Marktpreisen bilanziert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Wertberichtigungen erfasst. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % auf die nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungen Rechnung getragen. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nennwerten bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die zu Aufwendungen in kommenden Perioden führen. Das Stammkapital sowie die Kapitalrücklage sind zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach dem modifizierten Teilwertverfahren gem. dem versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt. Für die Abzinsung wurde der durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Geschäftsjahre bei einer pauschalen restlichen Laufzeit von 15 Jahren von 1,74 % gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung vom 18. November 2009 verwendet. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) und erwartete Erhöhungen der Beitragsbemessungsgrenzen mit 3,0 % (Vj. 3,0 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde mit einer Rate von 12,0 % (Vj. 12,0 %) berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Bilanzstichtag, soweit sie zu Erträgen nach dem Bilanzstichtag führen. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbelastung und -entlastung mit den erwarteten unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet. Aktive Steuerlatenzen oder aktive Überhänge an latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert. Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 32,44 % zugrunde gelegt. Die Währungsumrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt zum Devisenkurs am Entstehungstag. Zum Bilanzstichtag bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Insofern wird das Realisations- und Anschaffungskostenprinzip gemäß § 256a HGB nicht angewandt. Daraus resultierende Erträge und Aufwendungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert als davon-Vermerk ausgewiesen. Sofern im Zusammenhang mit Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung Währungssicherungsgeschäfte abgeschlossen wurden und mit diesen zu Bewertungseinheiten zusammengefasst sind, erfolgt die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten sowohl am Entstehungs- als auch am Bilanzstichtag zum Sicherungskurs. Erläuterungen zur Bilanz Angaben zu Einzelposten des Anlagevermögens Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Anlage I zum Anhang) dargestellt. Angaben zum Anteilsbesitz Zum 31. Dezember 2023 hat die Materna IPS GmbH folgende ausländische Beteiligungen gehalten:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 2.207.461,75 (Vj. € 1.396.718,03) enthalten. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital der Materna IPS GmbH beträgt € 1.501.000,00. Darstellung sonstige Rückstellungen:
Verbindlichkeiten Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten mit den entsprechenden Restlaufzeiten gemäß § 285 Nr. 1, 2 HGB ist im Verbindlichkeitenspiegel (Anlage II zum Anhang) dargestellt. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von €1.866.968,61 (Vj. € 2.375.335,98) und Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 2.000.000,00 (Vj. € 3.200.000,00) enthalten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse betragen:
Regional gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge
Wesentliche periodenfremde Erträge waren Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 30.779,03. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die Drittleistungen in Höhe von € 1.949.951,90 betreffen überwiegend interne Dienstleistungen, die durch die Muttergesellschaft Materna Communications und Information SE erbracht wurden. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen überwiegend Reisekostenabrechnungen. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Gesamtsumme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt T€ 557,54. Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:
Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2023 gehörten der Geschäftsführung der Gesellschaft folgende Personen an: Herr Dr. Georg Oschmann, Geschäftsführer (CEO), Bochum Gemäß § 286 Abs. IV HGB wird auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Materna IPS GmbH verzichtet. Zahl der Arbeitnehmer Im Berichtsjahr 2023 waren bei der Materna IPS GmbH im Durchschnitt 156 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 149 Mitarbeiter). Diese teilen sich wie folgt auf:
Konzernverhältnisse Die Materna IPS GmbH, die selbst zu Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verpflichtet ist, wird mit ihren Tochtergesellschaften in den gem. §§ 290 ff. HGB aufgestellten HGB- Konzernabschluss der Materna Information & Communications SE, Dortmund, einbezogen, und nimmt die Befreiungsmöglichkeiten nach § 291 HGB in Anspruch. Die Materna Information & Communications SE stellt somit den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der Materna Information & Communications SE wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Honorare des Abschlussprüfers Angaben zum Abschlussprüferhonorar unterbleiben, da das Unternehmen in den Konzernabschluss der Materna Information & Communications SE, Dortmund, einbezogen wird. Dort erfolgt eine entsprechende zusammenfassende Angabe der berechneten Honorare. Ergebnisverwendungsvorschlag Es wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss von € 197.133,22 auf neue Rechnung vorzutragen. Nachtragsbericht Per 17. Mai 2024 hat die Materna SE die Materna IPS GmbH mit ihren Tochterunternehmen an SITA S.C, Genf/Schweiz, veräußert. Der Verkauf steht noch unter Vorbehalt des Closings.
Dortmund, 27. Juni 2024 Materna IPS GmbH Dr. Georg Oschmann Geschäftsführung / CEO Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023Inhaltsverzeichnis 1 Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell b) Ziele und Strategie c) Steuerungssystem d) Forschung und Entwicklung 2 Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen b) Geschäftsverlauf c) Ertragslage d) Vermögens- und Finanzlage e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 3 Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung a) Chancen- und Risikobericht b) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten 4 Prognosebericht 1 Grundlagen des Unternehmens a) Geschäftsmodell Die Materna IPS GmbH, Dortmund, (kurz: Materna IPS) ist ein etablierter Dienstleister für die Integration automatisierter Passagierprozesse für Flughäfen und Fluggesellschaften. Zu den Kunden zählen große internationale Fluggesellschaften sowie internationale Flughäfen in Nordamerika, Europa und Asien. Mit einer möglichen Auslastung von über 150.000 täglichen automatisierten Gepäckabgaben und einer hohen Anzahl von Installationen ist Materna IPS aus Sicht der Geschäftsführung ein Marktführer im Bereich Self-Bag-Drop (SBD). Materna IPS bildet mit ihren ausländischen Tochtergesellschaften einen Teilkonzern (Materna IPS Gruppe) innerhalb der Materna Gruppe (Konzern der Materna Information & Communications SE, Dortmund). In diesem Teilkonzern ist das Aviation-Geschäft unter der Marke IPS (Intelligent Passenger Solutions) in der Materna-Gruppe gebündelt. Damit tritt Materna IPS als ein führender Akteur und internationaler Dienstleister für die automatisierte Passagierabfertigung für Fluggesellschaften, Flughäfen und Betreiber in der Luftfahrtindustrie auf. Aufgrund des international geprägten Marktes und der zu den Kunden notwendigen regionalen Nähe bietet die Materna IPS ihre Produkte und Leistungen außerhalb Europas vorrangig über ihre ausländischen Tochterunternehmen an. Die Materna IPS hält zum 31.12.2023 unmittelbar Anteile an vier internationalen Gesellschaften. Zu den Tochtergesellschaften der Materna IPS gehören die Materna IPS USA Corp., Orlando/USA, die Materna IPS Canada Inc., Toronto/Kanada, die Materna IPS India Private Ltd., Bangalore/Indien, und die Materna IPS UK PLC, Henley-on-Thames/ Großbritannien. b) Ziele und Strategie Das oberste Ziel der Materna IPS ist es, ein verbessertes Reiseerlebnis für die Fluggäste zu schaffen. Dafür bietet das Unternehmen international renommierte Produktlinien für die automatisierte Passagierabfertigung sowie maßgeschneiderte Lösungen auf Basis eines modularen Ansatzes an. Es wird beabsichtigt, weltweit die Abfertigungsprozesse von Fluglinien und Flughäfen auf Basis komfortabler und sicherer Selbstbedienungssysteme für Passagiere zu vereinfachen. Self-Check-In sowohl remote im Web sowie vor Ort an Kiosk- Systemen, die eigenständige Gepäckaufgabe an sogenannten Self-Bag-Drop-Automaten, elektronische Zugangskontrollanlagen für Sicherheitsbereiche und die biometrische Erkennung von Passagieren gehören dabei zu den Kernkompetenzen des Unternehmens. Durch die Bündelung der Fach- und Technologieexpertise in einem Teilkonzern möchte die Materna IPS-Gruppe erreichen, gezielt und schnell auf die Anforderungen im Aviation-Markt reagieren zu können. Mit langjähriger Erfahrung verfügt Materna IPS über eine weitreichende Expertise in diesem Bereich, mit vielen erfolgreichen Kundenprojekten auf der ganzen Welt. Als Pionier für Common Use-Lösungen konnte sich Materna, bereits in den frühen 2000er Jahren mit Softwareplattformen und -anwendungen eine nennenswerte Stellung in der Luftfahrtbranche aufbauen. Die bewährten Common-Use Anwendungen basieren auf weltweiten Standards der Dachverbände IATA, ACI und ATA. Materna IPS ist seit vielen Jahren aktives Mitglied in diesen Organisationen und maßgeblich an der Definition und Weiterentwicklung diverser Standards beteiligt. Durch sogenannte CUSS (Common Use Self-Service) - Lösungen können sowohl Flughäfen als auch Fluggesellschaften verschiedene Hardware- und Software-Systeme gemeinsam nutzen. Dank der selbst entwickelten Materna CUSS-Plattform, die die Basis für die Integration verschiedener Airlines bildet, können Prozesse vereinfacht und effizienter gestaltet werden. So nutzen Fluggesellschaften die von den Airports bereitgestellten Automaten gemeinsam mit ihrer jeweiligen Airline-Applikation. Materna IPS bietet mit diesem Geschäftsmodell Lösungen für schnelle, einfache und sichere Prozesse, die sich leicht in die bestehende Infrastruktur der Flughäfen integrieren lassen. Aus Sicht der Geschäftsführung profitieren die Fluggäste somit von kürzeren Wartezeiten, flexibleren Abfertigungszeiten und von einem insgesamt optimierten Reiseerlebnis am Flughafen. Die Strategie der Materna IPS ist es, die bestehende Wettbewerbsposition im Markt zu behaupten und auszubauen. Die Kundenzielgruppe der Materna IPS Gruppe besteht überwiegend aus Flughäfen und Fluggesellschaften. Insbesondere gilt es, die Internationalisierung weiter voranzutreiben, wobei dabei der Fokus auf dem nordamerikanischen und asiatischen Kontinent liegt. Hier konnten im vergangenen Jahr bereits gute Erfolge durch neue Projekte erzielt werden. In den USA ist das Unternehmen inzwischen an nahezu allen großen Flughäfen vertreten (New York LaGuardia, Atlanta, Chicago, Dallas, Denver und Los Angeles sowie weitere). Einer der wichtigsten Aviation Märkte ist in Indien zu finden. Hier greifen die Investitionen in den Markt und die lokale Gesellschaft konnte weitere Kunden mit Installationen in Dehli, Hyderabad und Mumbai gewinnen. Durch die Konzernzugehörigkeit zur Materna Gruppe war die Materna IPS ein Familienunternehmen, in dem das Grundprinzip der Nachhaltigkeit tief verankert war und zu den wichtigsten Unternehmenswerten der Firma zählte. Die Materna Gruppe setzte auf substanzielles Wachstum, um das Unternehmen für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das "Denken in Generationen, statt in Quartalen" ist ein prägendes Konzept für das Engagement des Dortmunder Familienunternehmens. Materna sieht sich nicht nur in dieser gesellschaftlichen Verantwortung, sondern nimmt sie auch aktiv und gerne an. Dieser Einsatz basierte dabei auf der individuellen Überzeugung als eines der großen mittelständisch geprägten Familienunternehmen Deutschlands und auf den persönlichen Werten der Unternehmensführung. Durch den anstehenden Verkauf der Materna IPS Gruppe an die SITA S.C. sollen diese Grundprinzipien beibehalten werden. Flughäfen gehören zu einem besonders sicherheitsintensiven Bereich. Da das Passagieraufkommen in den letzten Jahren enorm gestiegen ist und damit auch der Bedarf an optimierten Prozessen an den Touchpoints wie Gepäckaufgabe, Security und Boarding, kann Materna IPS aus Sicht der Geschäftsführung hier eine führende Rolle einnehmen - auch durch die Integration neuer Technologien wie Biometrie, RFID und Bezahlmodelle in die Systeme. Dabei arbeitet das Unternehmen stets an der kontinuierlichen Weiterentwicklung dieser Technologien und nimmt an verschiedenen Programmen teil. Dazu gehört unter anderem die "Biometric Rally" in den USA, die jährlich durch die TSA (Transportation Security Administration) organisiert wird. c) Steuerungssystem Zur laufenden Steuerung des Unternehmens im Sinne der Zielerfüllung, der Chancennutzung und der Umsetzung der strategischen Ziele nutzt die Geschäftsführung der Materna IPS das auf das Unternehmen zugeschnittene umfassende Informationssystem, das mit Monats- und Quartalsberichten Aufschluss über alle relevanten Kennzahlen liefert. Dazu zählen insbesondere Umsatz, Gross-Profit und EBIT (Ergebnis vor Steuern und Finanzergebnis). Der Auftragseingang und das Working Capital (Umlaufvermögen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten) werden ebenfalls regelmäßig überwacht. Der Gross-Profit wird projektbezogen berechnet aus der Differenz zwischen Umsatzerlösen und internen sowie externen direkt zurechenbaren Kosten. Der Abgleich der tatsächlichen und der geplanten Geschäftsentwicklung wird im Rahmen eines Monats-Reportings sowie einer unterjährig zweimal aktualisierten Prognose (Forecast) vorgenommen. Mit der Summe der vorhandenen Instrumente soll für das Management ein rechtzeitiges Gegensteuern zur Gesamtzielrealisierung sowie eine Risikobegrenzung ermöglicht werden. Routinemäßig werden die Monatsberichte für Auswertungsgespräche des Controllings mit der Geschäftsführung sowie leitenden Mitarbeitern aus dem operativen Bereich eingesetzt. d) Forschung und Entwicklung Für Materna IPS nimmt auch die Forschung und Entwicklung einen hohen Stellenwert ein. So ist neben der Weiterentwicklung der eigenen Softwarelösungen das zuvor beschriebene Themengebiet der Biometrie Integration von großer Bedeutung. Hier setzt die Materna IPS die Anforderungen des One-ID Konzeptes der IATA um, welches das papierlose Reisen und die Integration von biometrischen Konzepten zur Passagieridentifizierung zum Ziel hat. Die mit Partnerunternehmen entwickelten Lösungen zur biometrischen Gesichtserkennung sind inzwischen in mehreren Kundenprojekten im Einsatz. Diese Technologie ist gerade auf dem amerikanischen Markt besonders gefragt. Hier arbeitet Materna IPS in verschiedenen Projekten mit Organisationen, Behörden und Verbänden zusammen wie der TSA (Transportation Security Administration) der amerikanischen Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Ministeriums für Innere Sicherheit oder der CBP (Customs Border Protection), der Zoll- und Grenzschutzbehörde. Materna IPS bietet verschiedene Arten der biometrischen Authentifizierung an, je nach den Bedürfnissen und Anforderungen des jeweiligen Flughafens oder der Fluggesellschaft. Die Technologien können Passagiere per 1: N-Abgleich oder per 1:1-Identitätsprüfung identifizieren. Neben der biometrischen Gesichtserkennung wird weiter an Lösungen zur Integration von Fingerabdruck- oder Handvenen-Erkennung geforscht. Im Rahmen der aktiven Mitwirkung in der IATA CUSS-Working Group arbeitet das Produkt Management Team an der stetigen Weiterentwicklung der Standards wie CUSS, CUPPS, CUTE und CUWS. Bedingt durch die weltweite Corona-Pandemie, die auch die Flugbranche besonders getroffen hat, wurden in den vergangenen Jahren Anforderungen der Airports nach neuen Konzepten zur Vermeidung von Kontakten und berührungslosen Lösungen zur Bedienung der Selbstbedienungslösungen deutlich. Hier konnte Materna IPS bereits auf existierende Systeme setzen, die eine Abfertigung durch Service Mitarbeiter nahezu vermeiden können. Dennoch hat das Unternehmen in die Forschung und Entwicklung einer berührungslosen Steuerung der Automaten investiert und nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Alternativen wie Sprach- oder Gestensteuerung sich für eine selbst entwickelte Smartphone Lösung entschieden. Mit dem neuen Feature "Touchless.Connect" können Passagiere über eine webbasierte Anwendung die Kioske mit ihrem eigenen Mobiltelefon steuern, nachdem sie sich über einen QR-Code verbunden haben. Somit lässt sich der Kontakt mit Service Personal vermeiden. Dies schafft Akzeptanz für die Nutzung der Systeme und verringert das Risiko von Infektionen an Flughäfen. Ebenso investiert Materna IPS in die Erweiterung bestehender Systeme durch zusätzliche Scanner Lösungen für das automatische Scannen von Kofferanhängern während des Bag Drop Prozesses, um auf die Nutzung von Handscannern zu verzichten. Auch diese Lösungen sollen langfristig das Vertrauen der Passagiere in eine sichere Flugreise sichern. Mit dem eigenen neuen Kamerasystem steht das Unternehmen auf Erfolgskurs. Hier wird ein Kamerasystem mit Deep Learning Effekt eingesetzt. Damit erzielt die Materna IPS einen enormen Wettbewerbsvorteil, da teure Systeme von Fremdanbietern in den Angeboten eliminiert werden können. Innovationen, die dem Service Team die Installationen an den Flughäfen erleichtern, werden immer wichtiger. Damit können Aufwände reduziert werden und die Produktivität gesteigert werden. Eine sehr gute Möglichkeit bietet sich für Materna IPS mit dem Einsatz der Microsoft Hololens, der Mixed-Reality-Smartglasses. Mithilfe der vier "Environment Understanding Cameras" sowie einer Tiefenkamera legt die Hololens eine virtuelle Repräsentation der Umgebung an und stellt interaktive 3D-Projektionen in einem realen Kontext dar. Mit dieser Methode können gezielt Automaten in Flughafenumgebungen dargestellt werden und auch Mitarbeiter beim Aufbau und der Wartung angelernt werden. Solche Innovationen steigern sowohl die Motivation als auch die Effizienz. 2 Wirtschaftsbericht a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes preisbereinigt um 0,3 Prozent ab. Die wirtschaftliche Entwicklung war dabei wie schon im Vorjahr wesentlich bestimmt durch die Auswirkungen der Energiepreiskrise in Verbindung mit einer ausgeprägten weltwirtschaftlichen Schwäche und den zunehmend spürbaren Effekten der restriktiveren Geldpolitik. Die deutsche Wirtschaft hat sich in den akuten Krisen der ersten Jahre dieses Jahrzehnts nicht zuletzt dank einer konsequenten Stabilisierungspolitik als anpassungsfähig und robust erwiesen. Insbesondere vor dem Hintergrund des beschleunigten demografischen Wandels, vernachlässigter Standortfaktoren sowie eines durch geopolitische Risiken geprägten weltwirtschaftlichen Umfelds besteht jedoch das Risiko einer Phase mit geringem Potenzialwachstum. Gleichzeitig erfordert nachhaltiger Wohlstand erhebliche zusätzliche Investitionen. Die demografische Alterung schwächt das Arbeitsangebot und damit die Wachstumsdynamik Deutschlands. Gleichzeitig führt die Dekarbonisierung zu einem zusätzlichen und die Digitalisierung zu einem veränderten Bedarf an Fachkräften (Quelle: Wirtschaftsbericht der Bundesregierung 2024). Die weltweite Luftfahrtindustrie hat (laut IATA, Press Release 6, 2024) die Folgen der Corona- Pandemie weitgehend wettgemacht. Die starke Erholung nach der Pandemie setzte sich im Jahr 2023 fort. Der Verkehr im Dezember lag nur 2,5 % unter dem Niveau von 2019, mit einer starken Leistung im vierten Quartal, was den Fluggesellschaften eine Rückkehr zu normalen Wachstumsmustern im Jahr 2024 ermöglicht. Die Erholung im Reiseverkehr ist eine gute Nachricht. Die Wiederherstellung der Konnektivität treibt die Weltwirtschaft an, da Menschen reisen, um Geschäfte zu machen, sich weiterzubilden, Ferien zu verbringen und vieles mehr. Die Passagierzahl an den deutschen Flughäfen ist im Jahr 2023 um 20 Prozent gestiegen auf insgesamt 197,2 Millionen. Gegenüber dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 beträgt die Erholungsrate des Luftverkehrs in Deutschland nun 79 Prozent. Ähnlich hat sich der Travel- Retail-Markt entwickelt, zu dem u.a. die Duty-Free-Shops an den Flughäfen zählen. Größtes Verkehrssegment ist weiterhin der innereuropäische Flugverkehr. Hier wählten 135,6 Millionen Passagiere das Flugzeug für ihre Reise. Die Auslastung der einzelnen Flüge konnte weiter gesteigert werden. Der sogenannte Sitzladefaktor der deutschen Airline-Gruppen ist mit 84 Prozent nun höher als vor der Pandemie (2019: 83,5 Prozent) (laut Branchenreport BDL- Jahreszahlen 2023). Die Materna IPS blickt zuversichtlich in die Zukunft, da sich die Auftragslage in Europa weiter verbessert und in den größten Wachstumsmärkten USA und Indien mit eigenen Tochtergesellschaften vertreten ist. b) Geschäftsverlauf Die Materna IPS realisierte im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von T€ 25.911, was über dem geplanten Wert von T€ 20.465 liegt. Die wesentlichen Gründe für diese Entwicklung sind der deutlich höher realisierte Projektumsatz (+M€ 2) und Serviceumsatz (+M€ 3,5) gegenüber dem Budget. Vermindert um eine Bestandsveränderung von T€ 2.418 und erhöht um andere aktivierte Eigenleistungen von T€ 34 wurde eine Gesamtleistung von T€ 23.526 erreicht. Damit wurde das Vorjahr um +18,7% (T€ 19.828) überschritten. Der Auftragseingang im Jahr 2023 betrug M€ 23,57 und lag somit um 3,5m€ besser als budgetiert. Der geplante Gross-Profit i.H.v. M€ 16,73 ist im vergangenen Geschäftsjahr 2023 um M€ 2 ebenfalls übertroffen worden. Das abgelaufene Geschäftsjahr ist im Wesentlichen durch Projektabnahmen in Deutschland, Indien und den USA und durch das weiterwachsende Servicegeschäft in unseren Märkten positiv beeinflusst. Das vergangene Geschäftsjahr 2023 ist mit Ende des I. Quartals durch einen Cyber-Angriff bei der Muttergesellschaft für einige Wochen beeinträchtigt gewesen. Vor allem die Service-Projekte, die in Betrieb im Rechenzentrum der Muttergesellschaft betreut wurden, sind mit höchsten Anstrengungen aus dem Rechenzentrum in eine externe Cloudumgebung umgezogen, um den Betrieb sicher zu stellen. Abgesehen von den internen Einschränkungen sind auch Projekte durch den Angriff betroffen gewesen, die zum Teil bis zu acht Wochen ruhten. c) Ertragslage Insgesamt sind die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr um T€ 5.931 gestiegen, von 19,9 Mio. € im Vorjahr auf 25,9 Mio.€. Im Wesentlichen ist dies auf das angestiegene Projektgeschäft zurückzuführen, das um M€ 5 gegenüber dem Vorjahr höher ausgefallen ist. Der Serviceumsatz konnte um M€ 1 auf M€ 11,4 (+10%) gesteigert werden. Das angestiegene Projektgeschäft resultiert aus dem guten Auftragseingang des Vorjahres und Geschäftsjahres 2023. Dieser konnte zum größten Teil auch im Jahr 2023 nach HGB realisiert werden.
Die Gesamtleistung wurde mit einer Materialeinsatzquote von 31 % (Vorjahr: 33 %) erreicht. Die Quote ist um 2 Prozentpunkte gesunken, das resultiert aus dem Umsatzanstieg im Servicegeschäft und der Schlussrechnung eines großvolumigen Software-Projektes, welches verhältnismäßig geringeren Materialeinsatz benötigte. Der daraus resultierende Gross-Profit liegt bei T€ 16.357 (+ M€ 3,1 gegenüber dem Vorjahr) bei einer Gross-Profitmarge in Höhe von 70 % (+3% Punkte gegenüber dem VJ). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge auf T€ 257 resultiert aus höheren Kursgewinnen im Vergleich zum Vorjahr. Der Personalaufwand mit T€ 11.502 ist mit 49 % vom Gesamtaufwand der größte Kostenfaktor. Die Mitarbeiteranzahl liegt bei 156 (Vorjahr: 149) im Jahresdurchschnitt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei T€ 4.335 und tragen mit 18 % zum Gesamtaufwand bei. Das EBIT des Geschäftsjahres 2023 lag bei T€ 241 und damit M€ 1,6 über dem Vorjahr und rund T€ 741 über dem Budget (T€ -500). Die Planüberschreitungen ergeben sich im Wesentlichen aus dem Umsatzanstieg. Das Finanzergebnis lag bei -T€ 24. Hier fallen insbesondere Zinsen im Zusammenhang mit einem kurzfristigen Darlehen von der Muttergesellschaft ins Gewicht. Der Steueraufwand ist um +T€ 334 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Im Wesentlichen ist hierfür eine Steuerrückerstattung im Vorjahr ursächlich. Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr 2023 insgesamt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 197 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag T€ 1.045) ab. d) Vermögens- und Finanzlage Die Bilanz der Materna IPS zeigt zum Stichtag 31. Dezember 2023 ein Eigenkapital in Höhe von T€ 7.921. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung in Höhe von 2,6 %. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt 40,9 %. Die liquiden Mittel, bestehend aus Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, lagen mit T€ 3.031 leicht unter dem Vorjahresniveau von T€ 3.205. Die liquiden Mittel betragen 15,6 % der Bilanzsumme. Die aus Sicht der Geschäftsführung sehr gute Liquiditätsausstattung bildet weiterhin eine gute Grundlage zur Finanzierung der laufenden Geschäftsaktivitäten und der planmäßigen Bedienung von Verbindlichkeiten. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen verringerten sich im Geschäftsjahr 2023 um T€ 233 auf T€ 2.680. Dies ist darauf zurückzuführen, dass den Abschreibungen in Höhe von insgesamt T€ 451 die Zugänge in Höhe von T€ 337 gegenüberstehen. Im Verlauf des Jahres 2023 wurden Investitionen das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 337 (Vj. T€ 35) vorgenommen. Diese erfolgten vor allem in ein neu gewonnenes Leasing Kundenprojekt in Malaysia. Das Finanzanlagevermögen mit M€ 3,74 hat sich zum Vorjahr in Summe leicht verändert (-2,5%). Es wurde eine Kapitalherabsetzung in der kanadischen Tochtergesellschaft i.H.v. T€ 919 durchgeführt und ein Darlehen an die Tochtergesellschaft in den USA i.H.v. T€ 824 erteilt. Die Anlagenintensität liegt bei 33 %. Der Deckungsgrad I des Anlagevermögens liegt bei 123 % und zeigt somit eine Finanzierung des Anlagevermögens durch das Eigenkapital auf. Das Umlaufvermögen ist um T€ 513 auf T€ 12.939 gestiegen. Hierbei liegen zwei gegenläufige Effekte vor. Der Anstieg resultiert im Wesentlich aus den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von M€ +2,6. Aufgrund der erst im Dezember 2023 zum Teil erhaltenen Projektabnahmen konnten die finalen Kundenrechnungen im Inland gestellt werden, weshalb im Gegenlauf die Vorräte um M€ -2 reduziert wurden. Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um T€ 614 auf T€ 2.973. Dies resultiert im Wesentlichen aus im Vergleich zum Vorjahr höheren Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen. Die Verbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 662 auf T€ 8.481. Dies resultiert im Wesentlichen um im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft. Die Fremdkapitalquote liegt zum Stichtag bei 59 % und somit 0,4 %-Punkte niedriger als im Vorjahr. e) Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren In der Materna IPS Gruppe werden als finanzielle Leistungsindikatoren und zur internen Steuerung im Wesentlichen die Kennzahlen, Umsatz, Gross-Profit und das EBIT verwendet. Der Auftragseingang und das Working Capital werden ebenfalls regelmäßig überwacht. Der Gross Profit wird projektbezogen berechnet aus der Differenz zwischen Umsatzerlösen und internen und externen direkt zurechenbaren Kosten. Die Materna IPS bedient sich ebenfalls nichtfinanzieller Leistungsindikatoren, die zur erfolgreichen Steuerung des Unternehmens beitragen. So stellt die Ausbildung von Nachwuchskräften und die Beschäftigung von Studenten einen wesentlichen Bestandteil der Personalpolitik dar. Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 10 Azubis im Unternehmen beschäftigt. Ebenso ist die Weiterentwicklung der Mitarbeiter ein wichtiger Erfolgsfaktor der Materna IPS. Das Weiterbildungsangebot wird kontinuierlich ausgebaut und gibt den Mitarbeitern die Chance, neue Kenntnisse zu erwerben. Zudem werden Mitarbeiter über individuelle Zielvereinbarungen ermutigt, ihre Qualifizierungen zu erweitern und zu vertiefen. Diese Maßnahmen sollen die Nachhaltigkeit des Personalkörpers und der eigenen Innovationskraft sichern. Ebenso werden Auswertungen über arbeitnehmerseitige Kündigungen und regelmäßig stattfindende Mitarbeiterbefragungen zur Verbesserung der Mitarbeiterzufriedenheit herangezogen. Das Thema "Werte und Kultur bei Materna" wird seit 2018 intensiv bearbeitet und kontinuierlich weiterentwickelt. Unter der Leitfrage "Was zählt für dich?" wurden Werte herausgearbeitet, die Materna IPS als Arbeitgeber besonders stark machen und die strategisch ausgebaut werden sollen. Im Jahr 2023 stieg die in halbjährlichen Umfragen ermittelte Zustimmung zu diesen Arbeitgeberwerten in der Belegschaft weiter an, genauso wie die allgemeine Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen und die Weiterempfehlungsquote. Durch die im Jahr 2022 eingeführte Employer Branding Kampagne soll die Positionierung "Materna als Employer of Choice" für bestehende und zukünftige Mitarbeiter weiter gesteigert und der Bedarf an Arbeitskräften am Markt gedeckt werden. Trotz des anstehenden Verkaufs der Materna IPS an die SITA sollen die Werte beibehalten werden. 3 Chancen und Risiken der zukünftigen Geschäftsentwicklung a) Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Zu seinen Aufgaben gehört es, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Die Materna IPS verfügt über ein Risikomanagement, das sich als Methodik durch die gesamte Prozesskette von der Angebotsphase im Rahmen des Akquisitionsprozesses, über die Umsetzungsprozesse während der Prozesslaufzeit bis zu den nachgelagerten Prozessen, wie Wartung, Gewährleistung und Betrieb ziehen. Hierbei sind, je nach Phase, die Verantwortlichen und ihr Vorgehen genau bestimmt. Ferner existieren mit einer Prüf- und Risikocheckliste sowie einem Risikoregister zwei wesentliche Hilfsmittel, die bei der Identifikation von potenziellen Risiken und ihrer Dokumentation, Analyse und Beurteilung unterstützen. Darauf basierend werden Maßnahmen zur Behandlung des Risikos abgeleitet und ihre Umsetzung nachfolgend überwacht. Des Weiteren beobachtet das Unternehmen Risiken hinsichtlich der Kalkulation und Abwicklung von größeren Projekten. Geschäftsimmanenten Risiken begegnet die Materna IPS mit Hilfe eines monatlichen Reporting-Systems, das einen Überblick über die Entwicklungen zu Auftragseingang, Umsatz, Gross-Profit, EBIT sowie der wesentlichsten Aufwandsarten durch Plan/Ist- und Vorperiodenvergleiche ermöglicht. Zudem erfolgt eine Margenbetrachtung auf Einzelprojektebene. Darüber hinaus wird durch wöchentliche Liquiditätsübersichten und eine rollierende Liquiditätsplanung bei der Materna IPS die Liquiditätsentwicklung überwacht. Ebenso werden Risiken bezüglich der Abhängigkeit von ertragskritischen Volumen als maßgeblicher Erfolgsfaktor für die Unternehmensentwicklung beobachtet. Die Materna IPS bietet ihr Dienstleistungsspektrum und Produkte im Ausland über Tochtergesellschaften an, was mit entsprechenden Risiken hinsichtlich des Geschäftserfolges dieser Gesellschaften und dem damit zusammenhängenden Erfolg der Investitionen der Materna IPS verbunden ist. Mit einem standardisierten Reporting der Tochterunternehmen und kontinuierlichen Soll-Ist-Analysen hat die Materna IPS Vorkehrungen getroffen, um mögliche finanzielle Risiken frühzeitig zu erkennen bzw. zu minimieren. Zudem wird auf wöchentlicher Basis für alle Gesellschaften die konzernweite Liquiditätsentwicklung überwacht. Im Zusammenhang mit dem internationalen Geschäft ist die Materna IPS auch Währungsrisiken ausgesetzt. Diese können sich sowohl auf der Kunden- als auch auf der Lieferantenseite ergeben. Die Materna IPS sichert in der Regel Fremdwährungsrisiken nicht durch derivative Finanzinstrumente ab. Fremdwährungsgeschäfte können bei entsprechenden Kursentwicklungen auch positive Ergebniseffekte nach sich ziehen. An den Risikomanagement-, Projektinitialisierungs- und Projektcontrollingprozessen werden kontinuierlich Weiterentwicklungen vorgenommen. Diese Instrumente sind nach Ansicht des Managements dazu geeignet, eine rechtzeitige Identifizierung bestehender Risiken, die die Materna IPS und ihre Gesellschaften treffen könnten, zu gewährleisten und zugleich die Steuerung erforderlicher Gegenmaßnahmen zu unterstützen. Risiken können sich bei der Abwicklung von Werkverträgen und Festpreisen im Falle einer Überschreitung der budgetierten Zeitraster und Kosten ergeben. Durch ein engmaschiges Projektcontrolling, welches die wichtigsten KPIs überwacht, sollen diese Risiken minimiert und ein frühzeitiges Gegensteuern ermöglicht werden. Aktuell sind keine Umstände bekannt, die aus diesem Vorgang einen wesentlichen negativen, zukünftigen Einfluss auf die Materna IPS haben könnten. Durch die vergangene Corona-Krise müssen insbesondere Fluggesellschaften und Flughäfen, die die Zielkunden der Materna IPS sind, mit Herausforderungen durch geringere Passagierzahlen umgehen. Gleichzeitig können sich Chancen auch aus den sich bietenden Potentialen im Bereich der kontaktlosen Abfertigungsprozesse auf Basis von Selbstbedienungssystemen für Passagiere auch unter Einsatz biometrischer Technologie insbesondere nach der Corona- Krise ergeben. Durch ihre internationale Präsenz ergeben sich für die Materna IPS grundsätzlich große Chancen in dem Wachstumsmarkt Aviation, insbesondere auf dem nordamerikanischen und asiatischen Kontinent. Unverändert bleibt der Fachkräftemangel in der IT-Branche auf absehbare Zeit der limitierende Faktor für Wachstum bei Dienstleistungen. Recruiting, Mitarbeiterbindung und Weiterbildung von Führungskräften und Mitarbeitern sind daher Schwerpunktthemen bei der Materna IPS. Daher stellt auch für sie die duale Ausbildung in den IT-Berufen einen wichtigen Schwerpunkt dar. Mit durchschnittlich 10 eigenen Auszubildenden in technischen und kaufmännischen Ausbildungsberufen hat sich die Materna IPS auch auf dem Ausbildungssektor weiterentwickelt und bietet ein umfassendes Ausbildungsprogramm. Durch den geplanten strategischen Verkauf an die SITA ergeben sich neue Chancen am internationalen Markt für die IPS. Hiermit werden weitere Kundenzugänge durch die neue Mutter ermöglicht. b) Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen Forderungen und Bankguthaben. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor dem Eingehen einer neuen Geschäftsbeziehung wird stets die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen. 4 Prognosebericht Das Management der Materna IPS plant für das laufende Geschäftsjahr 2024 einen Umsatz, der über dem Niveau (M€ +1,4) des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023 liegt. Aus dem mehr generierten Planumsatz resultiert ein Gross-Profit von M€ 21,6 (M€ +2,8 gegenüber Geschäftsjahr 2023). Der höhere Anstieg im Gross-Profit gegenüber dem Umsatz resultiert aus dem weiter ansteigenden Servicegeschäft, welches weniger Materialaufwand bindet. Die wieder steigende Investitionsbereitschaft der Flughafen- und Airline Kunden in Self- Service Lösungen, welches sich im Auftragseingang der Materna IPS GmbH wie auch in der Gruppe widerspiegelt, stärkt die Erwartungshaltung an das Geschäftsjahr 2024. Der geplante Anstieg im Umsatz beruht im Wesentlichen auf dem gewonnenen Projektgeschäft in Deutschland und dem wachsenden Geschäft in Asien. Im Servicegeschäft ist von einem weiteren Anstieg auszugehen, da viele im Jahr 2023 installierte Einheiten im Jahr 2024 an den Flughäfen voll in Betrieb gegangen sind. Der Zugang zum US-amerikanischen und indischen Markt ist seit 2021 durch weitere gewonnene Projekte gestärkt worden. Für das Geschäftsjahr 2024 wird mit einem positiven EBIT in Höhe von M€ 1,8 gerechnet (+M€ 1,6 ggü. Vj.). Der aktuelle Auftragsbestand liegt bei rund M€ 24 und deckt mit Ende des ersten Quartals zu 88% das Budget. Mit Blick auf das abgeschlossene erste Quartal 2024 ist gegenüber dem Budget von einem stabilen Geschäftsverlauf im Jahr 2024 auszugehen. Nach aktuellen Prognosen laut dem deutschen Bundesverband der Luftverkehrswirtschaft BDL, wie auch im Materna IPS Budget verankert, ist von einer Erholung des weltweiten Luftverkehrs weiter auszugehen, maßgeblich durch die vollständigen Lockerungen der Reisebeschränkungen. Eine Prognose ist zurzeit dennoch mit hohen Unsicherheiten behaftet. Manche Reisenden werden zukünftig gar nicht mehr, weniger oder zu anderen Zielgebieten reisen. Daher prognostiziert die IATA, dass die Entwicklung in den nächsten fünf Jahren nicht mehr zu der vormals prognostizierten Entwicklung aufschließen wird. Im positiven Szenario erreicht der weltweite Luftverkehr das Niveau von 2019 in 2024, im negativen Szenario erst nach 2025. Für die Folgejahre schaut die Materna IPS positiv in die Zukunft und geht von einem internen und externen ertragsorientierten Wachstum aus. Dazu hatte die Materna IPS Gruppe eine Wachstumsstrategie "Mission 2025" im Jahr 2022 entwickelt. Diese Strategie verfolgt eine Verdoppelung des Umsatzes aus 2022 im Jahr 2025 und die bisher erreichten Ziele stützen diese Mission. Maßgeblich für das Wachstum ist der Ausbau der Internationalisierung mit den Schwerpunkten am nordamerikanischen und indischen bzw. asiatischen Markt. Neben der starken Positionierung im Self-Baggage-Drop und Check-In Markt ist die Weiterentwicklung der Biometrie und neuen Innovationen der Motor für das erwartete Wachstum. Nichtsdestotrotz ist die Entwicklung einzelner Geschäftsbereiche der Materna IPS Gruppe auch von politischen und konjunkturellen Gegebenheiten abhängig. Ebenso hängt das Wachstum von den am Markt verfügbaren Fachkräften ab, die hierfür benötigt werden. Die lang- und mittelfristigen wirtschaftlichen Folgen der politischen-Krise sind weiterhin nicht absehbar.
Dortmund, 27. Juni 2024 Dr. Georg Oschmann Geschäftsführung sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde durch Gesellschafterbeschluss vom 09. Dezember 2024 festgestellt. |
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