Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 11502
Vorher
Homepage-Design Seibert Gesellschaft mit beschränkter Haftung//SEIBERT/MEDIA GmbH
Eingetragen
26.8.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Internetdienstleistungen, Software-Entwicklung, Beratung, Design, Systemadministration, Handel mit Software-Lizenzen und Waren der IT-Branche sowie Beteiligungen an weiteren/anderen Gesellschaften

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Geschäftsführer
Prokura
Prokura
Oliver Zahrt
seit 25.10.2014
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (6)

Gesellschafter
Beta

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

4 von 5 angezeigt

Name
Ort
Betrag
Anteil
Seibert Holding GmbH
Germany
60.000 €
80.00%
P*** H******* v** B*********
3.750 €
5.00%
S******** M******
3.750 €
5.00%
B******* K***********
3.750 €
5.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

//SEIBERT/MEDIA GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

der //SEIBERT/MEDIA GmbH

Das Unternehmen

Die //SEIBERT/MEDIA GmbH wurde 1996 in Wiesbaden gegründet und steht mit seinen 266 (Stand 31. Dezember 2022) Mitarbeitenden seit mehr als 25 Jahren für qualitativ hochwertige und kundenzentrierte IT-Leistungen im Bereich der digitalen Zusammenarbeit. Kunden von Seibert Media umfassen sowohl einen Großteil der deutschen DAX Unternehmen aber auch Hidden Champions und Global Player weltweit.

Seit Mitte der 2010er Jahre hat sich das Unternehmen vom reinen IT-Dienstleister für individuelle Software-Entwicklung zum Anbieter eigener Softwareprodukte sowie dem Handel von Drittlizenzen gewandelt. Dabei konzentriert sich das Produktportfolio auf Lösungen aus dem Bereich der Collaboration Software, die Kunden nachhaltig bei der effektiven und effizienten Zusammenarbeit ihrer Angestellten unterstützen soll.

Hier sind in erster Linie die Produkte Linchpin und Agile Hive zu nennen, in die das Unternehmen seit 2016 umfassend investiert hat. Bekannt ist Seibert Media für die Diagramming-Lösung draw.io, der am häufigsten installierten und populärsten App (meiste und beste Reviews) im Atlassian Marketplace. Der Handel mit Lizenzen für Atlassian Produkte insb. Jira und Confluence und ergänzende Dienstleistungen und Schulungen runden das Service-Portfolio im Atlassian-Bereich ab.

Seit ca. 5 Jahren hat sich Seibert Media außerdem als Partner im Google-Ökosystem etabliert und agiert dort sowohl als Lizenzhändler für die Google Workplace-Produkte als auch als Dienstleistungs-Partner bei der Einführung oder beim Umstieg von bereits existierenden Office Lösungen. Neben Google Workspace agiert Seibert Media im Google Ökosystem als Experte für die Google Cloud Plattform und spezialisiert sich dort aktuell insb. auf die Themenfelder generative KI, Big Data und Business Analytics.

Marktentwicklung

Atlassian Ökosystem

Seibert Media ist seit 2011 Platinum Partner des US-amerikanischen Unternehmens Atlassian, einem führenden Anbieter von Tools für agile Softwareentwicklung, Aufgabenmanagement, Kollaboration und Wissensmanagement. Die bekanntesten Produkte sind Jira und Confluence. Für Atlassian vertreibt Seibert Media Lizenzen und erbringt darüber hinaus Dienstleistungen rund um Atlassian-Produkte. Atlassian selbst entwickelt vor allem die Software und setzt im Vertrieb und bei der Implementierung auf ein Netzwerk von Partnerunternehmen.

Über die letzten Jahre zeigt Atlassian ein konstantes Wachstum sowohl auf der Umsatzseite als auch hinsichtlich des Kundenstamms. Mit ca. 250.000 Kunden weltweit und einem Umsatz von mehr als 3 Milliarden US$ im Kalenderjahr 2022 hat sich Atlassian längst als Marktführer im Bereich der agilen Softwareentwicklung etabliert und wird in einer Riege mit Microsoft, Google und weiteren Techgrößen genannt.

Eine erwähnenswerte Entwicklung im Rahmen der Marktentwicklung rund um Atlassian Software stellt das weiterhin starke Wachstum der Cloud-Produkte dar. Insbesondere in den USA erzielt Atlassian mittlerweile erhebliche Umsätze mit dem Verkauf von Cloud-Produkten. Dies geht einher mit einer Abkündigung der Verfügbarkeit von Server-Produkten seit Anfang 2021 einher. Mit einer Übergangszeit bis 2024 sind seit 2021 nur noch die Deployment-Varianten Data Center und Cloud erhältlich. Der Entwicklungsfokus bei Atlassian wird in den kommenden Jahren nahezu ausschließlich auf Cloud-Produkte und den Software as a Service (SaaS)-Bereich ausgerichtet sein. Kleinbetrieben werden zukünftig nur noch SaaS-Produkte zur Verfügung stehen.

Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, investiert Seibert Media gemeinsam mit Partnerunternehmen seit Ende 2019 intensiv in die Entwicklung von Cloud-Varianten der eigenen Produkte, insb. der Intranet-Lösung Linchpin, aber auch Agile Hive und weiterer Apps. Hierbei sollen sowohl kleinere und mittelständische Unternehmen adressiert als auch Enterprise-Kunden im deutschsprachigen Raum beim Umstieg auf Cloud-Produkte unterstützt werden.

Google Ökosystem

Seit Ende 2017 ist Seibert Media offizieller Partner der Google LLC und vertreibt Produkte und Dienstleistungen rund um die Google Cloud Plattform (auch GCP). Hierunter fallen in erster Linie die unter Google Workspace bekannte Office Suite als Alternative zu Microsoft 365. Der auf 15 Milliarden US$ geschätzte Gesamtmarkt wird aktuell von Microsoft durch das Produkt "M365" dominiert. Aktuell beläuft sich der Umfang von Google Workspace innerhalb dieses stark wachsenden Gesamtmarkts auf knapp 1,3 Milliarden US$. Seit ca. einem Jahr verstärkt Seibert Media außerdem seine Aktivitäten in der Google Cloud rund um die Themenbereiche Big Data, KI und Business Intelligence. Die Wachstumsrate der Google Cloud beträgt über die letzten beiden Jahre 47% (2021) bzw. 37% (2022). Nimmt man die Zahlen von Google und Atlassian als Indikator für die Entwicklung der relevanten Märkte, ist Seibert Media weiterhin sehr gut aufgestellt.

Seit Beginn der Corona-Pandemie Anfang 2020 hat sich die Notwendigkeit von Heimarbeit und digitaler Zusammenarbeit und die Nutzung entsprechender Software noch einmal deutlich verstärkt und vor Augen geführt, wieviele Unternehmen immer noch nicht auf digitale Zusammenarbeit ausgerichtet sind. Auch wenn die finanziellen Auswirkungen für die Wirtschaft bisher noch nicht vollständig abschätzbar sind, wird die Notwendigkeit für Tools zur digitalen Zusammenarbeit in der kurzen und mittleren Frist vermutlich noch einmal stärker anwachsen. Diese Einschätzung hat sich auch im letzten Geschäftsjahr nicht grundlegend verändert.

Geschäftsergebnis

Erlöse

Die Ertragslage von Seibert Media zeigt im Geschäftsjahr 2022 einen starken Anstieg der Umsatzerlöse um 42,8% im Vergleich zum Vorjahr. Umsatzseitig wurde zu Beginn des Geschäftsjahres von einem Umsatzrückgang von -5% (worst case) bis hin zu einer Steigerung von ca. 50% (best case) ausgegangen. Die mittlere Umsatzerwartung für 2022 lag bei 67 Millionen € und somit einer Steigerung von ca. 20% gegenüber dem Geschäftsjahr 2021. Somit konnte in 2022 die Best Case Erwartung beinahe erreicht werden.

Mit insgesamt 77,9 Millionen € konnten insgesamt 23,4 Millionen € zusätzliche Erlöse gegenüber 2021 erwirtschaftet werden. Wie auch in den letzten Jahren machen Lizenzhandel und Produktumsätze in ähnlichen Anteilen den größten Teil der Umsätze in 2022 aus. Dienstleistungen und sonstige Erträge folgen mit deutlichem Abstand.

Kosten

Kostenseitig verlief das Geschäftsjahr 2022 ebenfalls im erwarteten Rahmen. An Aufwendungen für bezogene Leistungen fielen im Berichtszeitraum 50,5 Millionen € an. Im Vorjahr 2021 belief sich der entsprechende Wert auf 34,6 Millionen €. Dies entspricht einer Erhöhungsrate gegenüber dem Vorjahr von 45,7%.

Neben den Aufwendungen für Waren und bezogene Leistungen stellen die Personalaufwendungen mit 15,1 Millionen € den größten Aufwandsposten dar. Die absolute Veränderung beträgt ca. 3,5 Millionen € und entspricht einer Steigerung von 30% zum Vorjahr. Die gestiegenen Kosten sind zu einem großen Anteil auf erneut gestiegene Gehälter sowie die Einstellung weiteren Personals zurückzuführen und fallen etwas höher aus als in der Planung zu Jahresbeginn angenommen.

Ertragslage

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 7,9 Millionen € erwirtschaftet werden. Dies entspricht einem absoluten Anstieg von 2,5 Millionen € und damit einem Wachstum von 48%. Nach dem ebenfalls sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2021 konnte Seibert Media das operative Ergebnis noch einmal verbessern und blickt zufrieden auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 zurück. Die Umsatzrendite betrug 2022 vor Steuern 10,11% und nach Steuern 6,85%. Sie lag somit ähnlich hoch wie im Jahr zuvor.

Investitionen

Die grundlegende Positionierung von Seibert Media als Solution Partner und Produkthersteller für Collaboration Software hat sich über die vergangenen Jahre nicht verändert. Dementsprechend fanden auch im Geschäftsjahr 2022 die größten Investitionen in Form von gestiegenen Gehältern und Neueinstellungen statt. Hierbei wurden weiterhin die Bereiche Marketing und Vertrieb gestärkt, um den Anforderungen als Produktanbieter und der steigenden Kundenbasis besser gerecht werden zu können. Seit Beginn 2021 investiert Seibert Media auch gezielt in die Entwicklung neuer innovativer Ideen und hat hierzu ein Team etabliert, das sich explizit um die Generierung neuer Ideen und Unterstützung bei der Evaluation neuer Ideen kümmert. In 2022 wurde außerdem das neue Headquarter in der Wiesbadener Innenstadt bezogen. Hier sind einzelne Investitionen in Infrastruktur (Küche und Einrichtung) angefallen, die nicht auf zusätzliches Personalwachstum zurückzuführen sind. Neben Personal und Infrastruktur sind die Abschreibungen für IT & Hardware die größten Kostenblöcke. Diese entwickeln sich entsprechend des Personalwachstums proportional.

Personal

Zum Bilanzstichtag 31.12.2022 beschäftigte Seibert Media insgesamt 266 (255 im Jahresschnitt) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Davon sind 221 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem festen Anstellungsverhältnis. Dazu zählen 4 Auszubildende in verschiedenen Bereichen. Darüber hinaus beschäftigte Seibert Media zum Stichtag 41 studentische Aushilfen, vornehmlich aus den Studiengängen Media Management und Informatik.

Der Fachkräftemangel macht sich auch im Umfeld von Seibert Media bemerkbar. Als wachsendes Unternehmen ist Seibert Media stets auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im IT Sektor. Sollte das Unternehmen die Personalbedarfe nicht decken können, stellt das ein erhebliches Geschäftsrisiko dar. Daher ist das Unternehmen stark bemüht, in die Ausbildung des eigenen Nachwuchses zu investieren. Eine Übernahmequote von ca. 75% der Studierenden und 50% der Auszubildenden nach Abschluss des Studiums bzw. der Ausbildung sprechen hier eine deutliche Sprache.

Weiterhin wurden insbesondere die Verbindungen zu umgebenden Hochschulen intensiviert, um bereits frühzeitig Studierende auf Seibert Media aufmerksam zu machen und im Rahmen von Studentischen Aushilfsstellen, Praktika oder Abschlussarbeiten an Seibert Media zu binden. Zur Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Seibert Media im Geschäftsjahr stark investiert. Hierbei wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt nach ihren Bedürfnissen und den Anforderungen des Projektgeschäfts in internen und externen Schulungs- und Seminareinrichtungen weitergebildet. Hieran hat sich im Vergleich zu vergangenen Jahren nichts verändert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zu 2021 um 11,5 Millionen € erhöht. Die Liquiden Mittel sind gegenüber dem Vorjahr um 1.232,7T € gestiegen. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um ca. 4 Millionen € angestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 48,4% auf 42,3% zum 31.12.2022 verringert.

Die Finanzierung der Gesellschaft ist über die Möglichkeit, langfristige Darlehen von der Seibert Holding GmbH und Kreditlinien bei der Hausbank erhalten zu können, gesichert. Darüber hinaus legt das Unternehmen großen Wert auf Zahlungsziele mit maximal 30 Tagen und die Einhaltung der vereinbarten Zahlungsbedingungen mit den Kunden. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend. Engpässe sind nicht zu erwarten.

Geschäftsprognose

Insgesamt schaut Seibert Media für 2023 positiv auf die Entwicklung des Geschäfts, auch wenn eine gewisse Unsicherheit bezüglich des Ablaufs der Verfügbarkeit von Server-Produkten bei Atlassian zum Februar 2024 bestehen bleibt. Während auf die Risiken im übernächsten Abschnitt eingegangen wird, soll nachfolgend die Wachstumserwartung für 2023 näher betrachtet werden.

Durch eine Umstellung der internen Controlling-Systeme kann für 2023 kein detaillierter Vergleich zu den Vorjahreswerten vorgenommen werden. Wachstumsraten beziehen sich daher nur auf die aggregierten Werte. Stattdessen berichtet Seibert Media für dieses Jahr die jeweils absoluten Prognosen der Geschäftsbereiche.

Für den Bereich Atlassian Solutions geht das Unternehmen im Geschäftsjahr 2023 von einem Umsatz im Bereich von 44 bis 52 Millionen € aus. Insgesamt wird hier weiter von steigenden Lizenzumsätzen ausgegangen, da im Laufe des Jahres die Mehrheit der bestehenden Server-Kunden auf alternative Deployment-Varianten Data Center oder Cloud wechseln sollten und damit höhere Umsätze einhergehen. Insgesamt stellt 2023 für diesen Geschäftsbereich ein Übergangsjahr dar, in dem sich viele kleinere und mittelgroße Kunden vor einer grundsätzlichen Entscheidung für oder gegen das Atlassian-Ökosystem befinden. Seibert Media rechnet weiterhin mit einem starken Kundenandrang gegen Ende des Jahres und einem kurzfristigen Umstieg vieler Kunden auf eine der Cloud-Varianten ihrer Atlassian-Systeme.

Für den Geschäftsbereich Atlassian Products & Ventures rechnet Seibert Media mit einem Jahresumsatz in der Spanne von 38 bis 45 Millionen €. Hierbei geht das Unternehmen von gleichbleibenden bis leicht sinkenden Umsätzen im Bereich der Intranet Lösung Linchpin aus und bereitet sich sowohl produkt- als auch kundenseitig perspektivisch auf eine Migration zur Cloud-Alternative Mantra vor. Für Linchpin wird künftig nur noch die Data Center-Variante existieren; wodurch ein weiteres Umsatzwachstum hier limitiert bis nicht vorhanden ist. Im Bereich Agile Hive plant Seibert Media leicht steigende Umsätze. Hierbei baut das Unternehmen auf dem soliden Fundament der Data Center-Variante auf und plant mit der Cloud-Variante sowohl neue Kunden zu gewinnen als auch erste bestehende Kunden zu migrieren. Für 2023 rechnet Seibert Media nicht mit signifikanten Umsätzen aus dem Innovationsbereich für neue Produkte; eine erste Monetarisierung einzelner Produkte ist jedoch vorgesehen. Bei draw.io erwartet Seibert Media ein weiteres Umsatzwachstum, welches jedoch geringer ausfallen sollte als in den letzten Jahren. Das stärkste Wachstum erwartet das Unternehmen bei den Produkten Aura und Mantra im Bereich Formatting und Intranet.

Im Geschäftsbereich Google erwartet das Unternehmen für 2023 einen Gesamtumsatz zwischen 4 und 4,5 Millionen €. Hierbei sollte der Großteil der Umsätze aus dem Google Workspace-Lizenzhandel und korrespondierenden Dienstleistungen generiert werden, während im Bereich Google Cloud vorrangig Investitionen in den Aufbau des Geschäftsfelds getätigt werden. In der mittleren Frist sollte der Bereich Google Cloud die Umsätze aus dem Workspace übertreffen. Seibert Media rechnet damit aber nicht vor Ende 2024.

Insgesamt geht Seibert Media davon aus, dass ein Umsatzwachstum im Bereich von 5% bis +35% erreicht wird. In absoluten Zahlen beträgt die Umsatzerwartung im mittleren Szenario 89 Millionen €. Die prognostizierte Umsatzerwartung im mittleren Szenario beträgt hierbei +15%. Auf der Kostenseite gehen wir im erwarteten Szenario von Kosten in Höhe von ca. 83 Millionen € aus. Die mittlere erwartete Umsatzrendite vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023 liegt damit bei +6,97% und somit ca. 3% niedriger als 2022. Dies ist insbesondere auf eine eher konservative Schätzung des Umsatzes und deutlich steigende Personalkosten zurückzuführen. Im Dienstleistungsbereich führen Einstellungen nicht umgehend zu mehr Umsatz sondern treten erst nach einer gewissen Einarbeitungszeit ein. Die Umsätze im Lizenzhandel sind aufgrund der Situation rund um "End-of-Life Server" schwer zu prognostizieren und wurden daher eher zurückhaltend bewertet.

Risiken

Durch die Ankündigung seitens Atlassian im Oktober 2020 zukünftig keine Server-Lizenzen mehr zu verkaufen und das Geschäftsmodell voll auf die Cloud-Lösungen zu fokussieren, tritt für Seibert Media die bereits mit dem Lagegericht 2019 formulierte Risikosituation ein und bleibt weiterhin akut. Die Abkündigung der Server-Produkte wurde bereits letztes Jahr als potenzielle Gefahr eingestuft und soll nachfolgend nochmals kurz erläutert und hinsichtlich Ihrer Kritikalität für das Geschäft von Seibert Media eingeschätzt werden.

Der Umsatz mit dem Atlassian-Ökosystem macht weiterhin den Großteil des gesamten Umsatzes von Seibert Media aus. Auch wenn in den vergangenen zwei Jahren bereits ein Teil der Kunden von Seibert Media auf Data Center- oder Cloud-Varianten migriert ist, bleiben zum Ende 2022 noch ca. 70% des Kundenstamms von Seibert Media, die sich im Laufe des kommenden Geschäftsjahrs auf eine Alternative zum Server-Deployment entscheiden müssen. Für diese Kunden bestehen bis Februar 2024 insgesamt drei Möglichkeiten. Der Wechsel auf die Atlassian Cloud-Produkte, der Wechsel auf die Atlassian Data Center-Produkte oder die Abkehr vom Atlassian-Ökosystem. Die Verlängerung von Server-Lizenzen ist nur noch bis Ende Februar 2024 möglich, neue Plugins werden nicht mehr zu erwerben sein und auch Wechsel innerhalb der Nutzerstaffel vorzunehmen, wird nicht mehr möglich sein.

Aus einer Risikoperspektive besteht die Gefahr, dass insbesondere kleineren Kunden unter 250 Nutzern die Data Center-Varianten zu teuer sind und sich diese ganz vom Atlassian-Ökosystem abwenden. Dies ist insbesondere auf datenschutzrechtliche Bedenken zu Cloud-Produkten von Atlassian zurückzuführen, die insbesondere im DACH-Raum tendenziell stärker verankert sind als in den USA. Auch die starken Preisanpassungen im Data Center-Bereich für Großkunden könnten einige Kunden zu einer Abkehr vom Atlassian-Ökosystem bewegen, da sich die Kosten unverhältnismäßig stark nach oben entwickeln und eine Kosten-Nutzen-Abwägung ggf. negativ ausfallen könnte.

Seibert Media investiert nicht zuletzt aus diesem Grund in die Entwicklung eigener Software-Lösungen sowie in den Aufbau einer strategischen Partnerschaft mit der Google LLC im Bereich Google Workspace und Google Cloud. Zusätzlich liegt ein starker Fokus auf der Entwicklung von Cloud-Produkten und der Migration der Bestandskunden auf zukunftsfähige Deployment-Varianten. Diese Situation hat sich seit letztem Jahr nicht verändert und besteht unverändert fort.

Ein großes Risiko abseits der oben genannten Aspekte stellt die starke Konsolidierung des Partnerumfelds im Atlassian Ökosystem dar. In den letzten Jahren sind mehrere Investmentfunds und Großunternehmen (u.a. Goldmann Sachs) als Finanzpartner bei Atlassian-Partnern eingestiegen. Viele kleinere und mittlere Partner wurden in den vergangenen Monaten aufgekauft oder sind in M&A-Prozesse involviert. Hier nehmen wir eine starke Konzentrierung des Partnermarkts hin zu wenigen aber dafür größeren Partnern wahr. Dies geht einher mit insgesamt deutlich größeren Deal-Volumina im Atlassian-Ökosystem als noch in den vergangenen Jahren. Die stärkere Partnerkonzentration und die große Menge an Geld im Markt führen zu einem deutlich kompetitiveren Umfeld als noch in den vergangenen Jahren. Für Seibert Media wird in den kommenden Monaten und Jahren daher eine der größten Herausforderungen sein, die Stellung als einer der größten Atlassian-Partner im DACH-Raum zu behalten und dennoch finanziell gesund und unabhängig aufgestellt zu sein.

Neben den Risiken, die sich aus dem Geschäftsmodell des größten Lieferanten Seibert Medias - Atlassian - ergeben, bestehen auch die Risiken durch die Corona-Pandemie weiter fort. Auch wenn direkte Auswirkungen in den letzten Jahren nur sehr geringfügig wahrgenommen werden konnten, bleibt die gesamtwirtschaftliche Situation weiterhin unsicher und es ist nicht abschließend absehbar, wie sich die Zahlungs- und Investitionsbereitschaft der Unternehmen in den kommenden Monaten entwickeln wird. Das Neugeschäft ist hierbei weiterhin stärker betroffen als das Geschäft mit Bestandskunden. Insgesamt plant Seibert Media weiterhin bedacht und beobachtet das Marktumfeld intensiv. Kontinuierliches Controlling und intensiver Austausch mit dem Markt und unseren Lieferanten soll sicherstellen, dass wir jederzeit schnell auf signifikante Änderungen im Marktumfeld reagieren können.

Nachtragsbericht

Auf Basis des vorliegenden Jahresabschlusses und dem aktuellen Kenntnisstand der Geschäftsführung über das bisherige Geschäftsjahr 2023 sind keine bestandsgefährdenden wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

 

Wiesbaden, 30.06.2023

Martin Seibert, Geschäftsführer

Joachim Seibert, Geschäftsführer

Sebastian Martini, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Anlagevermögen 2.897.477,24 635.770,93
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.537,11 3.124,11
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.537,11 3.124,11
II. Sachanlagen 1.235.198,00 447.511,17
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.235.198,00 367.019,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 80.492,17
III. Finanzanlagen 1.659.742,13 185.135,65
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40,00 40,00
2. Beteiligungen 1.565.243,24 162.250,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 94.458,89 22.845,65
B. Umlaufvermögen 21.538.131,59 12.373.527,39
I. Vorräte 4.316.738,96 100.832,24
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.281.062,11 88.710,79
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 35.676,85 12.121,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.306.262,82 7.224.030,84
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.614.576,52 6.828.343,10
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 278.678,76 13.171,71
3. sonstige Vermögensgegenstände 413.007,54 382.516,03
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 105.698,03 56.899,62
III. Wertpapiere 0,00 1.343.320,84
1. sonstige Wertpapiere 0,00 1.343.320,84
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.915.129,81 3.705.343,47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 264.757,83 246.446,10
Aktiva 24.700.366,66 13.255.744,42

Passiva

31.12.2022
EUR
31.12.2021
EUR
A. Eigenkapital 10.411.801,82 6.427.364,55
I. Gezeichnetes Kapital 75.000,00 75.000,00
II. Bilanzgewinn 10.336.801,82 6.352.364,55
davon Gewinnvortrag 5.030.912,23 2.660.398,05
B. Rückstellungen 4.715.233,26 2.717.322,38
1. Steuerrückstellungen 3.073.633,26 1.078.529,38
2. sonstige Rückstellungen 1.641.600,00 1.638.793,00
C. Verbindlichkeiten 9.465.221,06 3.995.070,81
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.636,50
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.636,50
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 241.924,64 150.215,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 241.924,64 150.215,35
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.951.969,08 2.314.158,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 6.951.969,08 2.314.158,06
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 46.966,00 14.126,79
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 46.966,00 14.126,79
5. sonstige Verbindlichkeiten 2.222.724,84 1.516.570,61
davon aus Steuern 1.513.544,00 964.887,99
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 17.397,95 22.506,85
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.215.783,57 1.516.570,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 6.941,27
D. Rechnungsabgrenzungsposten 69.860,52 115.986,68
E. Passive latente Steuern 38.250,00
Passiva 24.700.366,66 13.255.744,42

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1. Umsatzerlöse 77.901.836,26 54.538.351,71
2. Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 23.555,40 -20.265,85
3. sonstige betriebliche Erträge 1.228.890,59 602.555,75
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 465.055,64 307.734,29
4. Materialaufwand 50.491.595,68 34.649.865,46
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.722.285,94 1.102.392,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 47.769.309,74 33.547.473,42
5. Personalaufwand 15.050.027,52 11.586.601,18
a) Löhne und Gehälter 12.621.674,31 9.807.299,83
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.428.353,21 1.779.301,35
davon für Altersversorgung 21.478,59 14.028,77
6. Abschreibungen 383.485,92 336.952,40
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 383.485,92 336.952,40
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.149.277,12 3.129.155,64
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 483.304,02 273.335,18
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens -557,64 11.457,10
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.485,90 699,42
davon aus verbundenen Unternehmen 124,75
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 205.642,00 6.115,55
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 205.642,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.930,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.569.412,68 1.727.898,40
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 38.250,00
13. Ergebnis nach Steuern 5.307.769,59 3.694.279,50
14. sonstige Steuern 1.880,00 2.313,00
15. Jahresüberschuss 5.305.889,59 3.691.966,50
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 5.030.912,23 2.660.398,05
17. Bilanzgewinn 10.336.801,82 6.352.364,55

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: //SEIBERT/MEDIA GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Wiesbaden
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Wiesbaden
Register-Nr.: 11502

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear und degressiv vorgenommen.

Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt in den Fällen, in denen dies zu einer höheren Jahresabschreibung führt.

Die Finanzanlagen wurden wie folgt angesetzt und bewertet:

- Beteiligungen zu Anschaffungskosten

- Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten

- Ausleihungen zum Nennwert

- unverzinsliche und niedrig verzinsliche Ausleihungen zum Barwert

- sonstige Wertpapiere zu Anschaffungskosten

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die liquiden Mittel wurden zum Nominalwert angesetzt.

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, soweit diese Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden zum Devisenmittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Die Geschäftsjahresabschreibung enthält damit diese Beträge nicht.

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 42.384,27 0,00 0,00 0,00 42.384,27
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 42.384,27 0,00 0,00 0,00 42.384,27
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.056.081,64 1.179.598,42 143.668,51 74.676,50 3.166.688,05
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 80.492,17 0,00 5.815,67 -74.676,50 0,00
Summe Sachanlagen 2.136.573,81 1.179.598,42 149.484,18 0,00 3.166.688,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 40,00 0,00 0,00 0,00 40,00
2. Beteiligungen 162.250,00 1.608.635,24 0,00 0,00 1.770.885,24
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 22.845,65 71.613,24 0,00 0,00 94.458,89
Summe Finanzanlagen 185.135,65 1.680.248,48 0,00 0,00 1.865.384,13
Summe Anlagevermögen 2.364.093,73 2.859.846,90 149.484,18 0,00 5.074.456,45
kumulierte Abschreibung 01.01.2022
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2022
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 39.260,16 587,00 0,00 0,00 39.847,16
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 39.260,16 587,00 0,00 0,00 39.847,16
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.689.062,64 382.898,92 140.471,51 0,00 1.931.490,05
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 1.689.062,64 382.898,92 140.471,51 0,00 1.931.490,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 205.642,00 0,00 0,00 205.642,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 205.642,00 0,00 0,00 205.642,00
Summe Anlagevermögen 1.728.322,80 589.127,92 140.471,51 0,00 2.176.979,21
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2022
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2021
EUR
Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 2.537,11 3.124,11
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 2.537,11 3.124,11
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 1.235.198,00 367.019,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 80.492,17
Summe Sachanlagen 0,00 1.235.198,00 447.511,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 40,00 40,00
2. Beteiligungen 0,00 1.565.243,24 162.250,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 94.458,89 22.845,65
Summe Finanzanlagen 0,00 1.659.742,13 185.135,65
Summe Anlagevermögen 0,00 2.897.477,24 635.770,93

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr betragen TEUR 265 (Vorjahr TEUR 106).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 279 (Vorjahr TEUR 19) Forderungen aus Liferungen und Leistungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 47 (Vorjahr TEUR 14) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungsarten enthalten.

Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Ausstehende Rechnungen inkl. JAB 79.050,00 56.553,00
Überstunden + Zeitkonten 142.840,00 118.000,00
Urlaubsverpflichtungen 283.010,00 251.000,00
Archivierung 9.200,00 9.200,00
pauschale Lohnsteuer 0,00 2.640,00
Berufsgenossenschaft /Ausgleichsabgabe 48.000,00 50.400,00
Mitarbeiterboni 690.000,00 879.000,00
Gewährleistung 389.500,00 272.000,00
1.641.600,00 1.638.793,00

Latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf nachfolgenden Differenzen:

Rückstellungen für Urlaub und Überstunden 92.273,00 € => Aktive latente Steuern = 27.680 €

Steuerliche digitale Abschreibung Anlagevermögen 219.769,00 € => Passive latente Steuern = -65.930 €

Per Saldo ergibt sich eine Rückstellung für Passive latente Steuern von 38.250 €.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 30 %.

Der Saldo der latenten Steuern am Ende des Geschäftsjahres beträgt 38.250,00 EUR. Dieser Saldo entspricht der Veränderung im Geschäftsjahr.

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von 2.327.777 EUR sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Mieten 2.114.180 EUR
Kfz-Leasing 51.126 EUR
Jobrad-Leasing 63.309 EUR
Stellplatzmiete 84.256 EUR
Sonstige Wartungsverträge 14.906 EUR

Aufgliederung der Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Tätigkeitsbereich Umsatz
EUR
Dienstleistungen 514.211,23
Handel 40.209.004,49
Produkte 10.628.725,71
Sonstiges 26.549.894,83

Erläuterung der periodenfremden Aufwendungen

In der Erfolgsrechnung sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4.920,00 EUR enthalten.

Die Aufwendungen wurden im Posten sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Aufwendungen, die einem anderen Geschäftsjahr zuzurechnen sind:

Umweltpaket 2021

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 49,00
Angestellte 192,00
leitende Angestellte 16,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 257,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 164,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 93,00

Auf Basis des vorliegenden Jahresabschlusses und dem aktuellen Kenntnisstand der Geschäftsführung über das bisherige Geschäftsjahr 2023 sind keine bestandsgefährdenden wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken erkennbar, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens- oder Ertragslage der Gesellschaft haben könnten.

Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Erster Geschäftsführer: Joachim Seibert ausgeübter Beruf: Diplom-Informatiker
Weitere Geschäftsführer: Martin Seibert ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann
Sebastian Martini ausgeübter Beruf: Diplom-Kaufmann

Angaben über den Anteilsbesitz an anderen Unternehmen von mind. 20 Prozent der Anteile

Gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird über nachstehende Unternehmen berichtet:

Firmenname / Sitz Anteilshöhe Jahresergebnis
EUR
Eigenkapital
EUR
Seibert Media corp. / USA 100,00% -56.500,00 34.583,00
//Gartentechnik.com / Wiesbaden 49,00% 8.901,06 45.824,28
Real Experts GmbH 40,00% -145.572,33 71.250,91
KEGON AG 30,00% 66.882,61 2.295.627,00

Die Werte der KEGON AG stammen aus dem Jahresabschluss 2020.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 2022 EUR und gliedert sich wie folgt:

Honorar des Abschlussprüfers EUR
a) Abschlussprüfungsleistungen 18.000,00
b) andere Bestätigungsleistungen 0,00
c) Steuerberatungsleistung 26.000,00
d) sonstige Leistungen 0,00

Vorschlag bzw. Beschluss zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Die Geschäftsführung beschließt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung:

Der Jahresüberschuss beträgt 5.305.889,59 EUR.

Einschließlich des zu berücksichtigenden Gewinnvortrags ergibt sich ein Betrag von 10.336.801,82 EUR, der zu verwenden ist.

Zur Ausschüttung ist ein Betrag von 1.591.767 EUR vorgesehen.

Auf neue Rechnung werden 8.745.034,82 EUR vorgetragen.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Wiesbaden, den 30.06.2023

gez. Martin Seibert als Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

 

Wiesbaden, den 30.06.2023

gez. Martin Seibert als Gesellschafter-Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.10.2023 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die //SEIBERT/MEDIA GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der //SEIBERT/MEDIA GmbH, Wiesbaden - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der //SEIBERT/MEDIA GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Die Einbeziehung der Buchführung in die Abschlussprüfung nach § 317 Abs. 1 Satz 1 HGB sowie die Prüfung des Lageberichts nach § 317 Abs. 2 HGB stellen zusätzliche gesetzliche Anforderungen dar, die über diejenigen der Internationalen Prüfungsstandards (ISA) hinausgehen.

Unsere nach § 317 HGB durchgeführte Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung Internationaler Prüfungsstandards (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der Internationalen Standards (ISA) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Als Teil unserer Prüfung in Übereinstimmung mit ISA üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren uns eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses, einschließlich der Angaben, sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hofheim am Taunus, 20. September 2023

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