Stammdaten

Register
Amtsgericht Siegburg HRB 15159
Vorher
VIATRIS Verwaltungs GmbHMEDA Verwaltungs GmbHMylan Germany GmbH
Eingetragen
14.12.2004
Branche
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen ErzeugnissenGroßhandel mit pharmazeutischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen Grundstoffen
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten zur Gesundheitspflege (Health Care) sowie von Hilfstätigkeiten für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten durch Dritte und alle mit den vorstehend genannten Geschäften zusammenhängenden Geschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Prokura
Lukas Helmrich
seit 25.1.2023
Prokura
Prokura
Michael Wittmann
seit 7.9.2021
Geschäftsführer
Simon Boeselager
seit 29.6.2021
Geschäftsführer
Ursula Scheideler
seit 20.5.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
BGP Products Operations GmbHCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
BGP Products Operations GmbH
Switzerland
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Mylan Germany GmbH

Troisdorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht 2021

Grundlagen des Unternehmens

Die Mylan Germany GmbH (kurz: MYG) ist ein Tochterunternehmen der börsennotierten Viatris Inc., Canonsburg, USA, die weltweit mit rund 45.000 Mitarbeitern in 165 Ländern im Gesundheitssektor tätig ist. Die Viatris-Gruppe ist im Rahmen des Zusammenschlusses der Mylan N.V., dem bisherigen Mutterunternehmen der MYG, mit der Pfizer Division Upjohn im November 2020 gegründet worden. Die Viatris Gruppe ist in der Herstellung und Vermarktung von pharmazeutischen Produkten im Generika- und Over-The-Counter (OTC)-Bereich tätig. Die Viatris Inc., Canonsburg, USA, erwirtschaftete im Jahr 2021 einen Konzernumsatz in Höhe von ca. 17,9 Mrd. US-Dollar.

Die MYG erbringt Serviceleistungen für den Vertrieb für etablierte pharmazeutische Produkte der Viatris-Gruppe auf dem deutschen Markt. Hierbei liegt der Fokus der Gesellschaft in der Unterstützung des Vertriebs von Grippeimpfstoffen. Vertrieben werden die im Konzernverbund produzierten Pharmazeutika hauptsächlich an Pharma-Großhändler, Apotheken, Krankenhäuser und ähnliche medizinische Einrichtungen.

Wirtschaftliches Umfeld

Zahlreiche Sparmaßnahmen in Europa haben sich auch im Geschäftsjahr 2020 auf die nationalen Gesundheitsbudgets und die Gesundheitsbranche ausgewirkt, so auch auf die Viatris-Gruppe. Pharmaökonomische Anforderungen bekommen immer mehr Bedeutung.

Der Umsatz des deutschen Apothekenmarktes betrug im Kalenderjahr 2021 (zum Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers, inkl. Impfstoffen und Testdiagnostika) 44,0 Mrd. Euro. Im Jahr 2021 haben die pharmazeutischen Hersteller 6,5 Mrd. Euro (+14% vs. 2020) als Einsparbeitrag durch Hersteller-Zwangsabschläge sowie Rabatte an die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) geleistet. In diesen Betrag gehen die je nach Arzneisegment (patentgeschützt, mit und ohne Festbetrag, Generikum) anfälligen prozentualen Abschläge ein, ferner Zusatzabschläge infolge des Preismoratoriums, Generikarabatte, Rabatte für Zubereitungen sowie Rabatte aus Erstattungsbeträgen nach § 130 SGB V (AMNOG-Rabatte). Für das Jahr 2021 betrugen die Einsparungen aus Rabattverträgen 5,1 Mrd. Euro (Vorjahr 2020: 4,96 Mrd. Euro).

Das genannte Umsatzvolumen des Apothekenmarktes entspricht einem Zuwachs von knapp +8,0 % vs. 2020. Der Absatz war mit 1,6 Mrd. Packungen und mit 0,7% ebenfalls zunehmend. (Quelle: IQVIA Marktbericht Classic - Entwicklung des deutschen Pharmamarktes im Jahr 2021, S. 4)

Seitens der Regierung gibt weiterhin diverse Maßnahmen, die Auswirkungen auf unser Geschäft hatten. Dazu gehörten im Berichtsjahr folgende Zwangsrabatte: 10% für Generika und zusätzliche 6% für nicht generische Arzneimittel ohne Festbetrag. Zusätzlich gilt für Arzneimittel ohne Festbetrag ein Preismoratorium, wodurch Preissteigerungen zu Lasten des Unternehmers und nicht der Krankenkassen gehen. Dieses seit 1. August 2010 bestehende Preismoratorium wurde mehrfach verlängert und gilt nun bis zum 31. Dezember 2022. Alle Zwangsrabatte müssen an die gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) und die privaten Krankenversicherungen (PKV) von Seiten der Pharmaunternehmen entrichtet werden.

Unternehmensinterne neue Funktionen für Market Access, Rabattverträge und Ausschreibungen sind inzwischen eingerichtet, um den gestiegenen Anforderungen gerecht werden zu können.

Unternehmensstruktur

Der Gegenstand der Gesellschaft ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten zur Gesundheitspflege (Health Care) sowie von Hilfstätigkeiten für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten durch Dritte und alle mit den vorstehend genannten Geschäften zusammenhängenden Geschäften.

Im Rahmen von Integrationsmaßnahmen zu "One Mylan" kam es - insbesondere am Standort Bad Homburg - zur räumlichen Zusammenführung von Abteilungen. In diesem Zusammenhang wurden zum 1. April 2019 der Bereich Sales/Marketing sowie diesen Bereich unterstützende Geschäftsbereiche der deutschen kommerziellen Schwestergesellschaft Viatris Healthcare GmbH (vormals: Mylan Healthcare GmbH), Troisdorf, Mylan dura GmbH, Bad Homburg v. d. Höhe sowie Meda Pharma GmbH & Co. KG, Bad Homburg v. d. Höhe, auf die Mylan Germany GmbH im Rahmen eines Asset-Deals übertragen. Zum Übertragungsstichtag wurden die diesen Geschäftsbereichen zugeordneten immateriellen und materiellen Vermögensgegenstände und Vertragsverhältnisse veräußert. Die bis zum Übertragungsstichtag entstandenen Verbindlichkeiten sind vertragsgemäß beim Veräußerer verblieben. Diese Übertragung umfasst im Einzelnen die Bereiche Marketing Rx/Biosimilars, Medical Affairs, Salesforce, Indirect Procurement, Customer Services, Bl/Cex, Market Access, der Teilbereich Finance Commercial und Finance & Basel Controlling (soweit Positionen nicht ausländischen Gesellschaften zugeordnet sind), Human Resources, Supply Chain Commercial Germany, QA Commercial Germany, Regulatory Affairs Commercial Germany, Office Management Hannover sowie Pharmacovigilance Commercial Germany.

Die Mylan Germany GmbH erbringt als Servicedienstleister alle Aufgaben für den Vertrieb der Produkte in den deutschen Markt und alle damit verbundenen Verwaltungsaufgaben im Namen und auf Rechnung der beauftragenden Schwestergesellschaft. Der Fokus liegt hierbei in der Anbahnung und dem Abschluss von Verkaufskontrakten im Namen und auf Rechnung der servicebeziehenden Schwestergesellschaft, auf deren Grundlage diese Umsatz generiert.

Für das Erbringen der Servicedienstleistungen erhält die Mylan Germany GmbH eine vereinbarte Marge von den deutschen Schwestergesellschaften. Alle übrigen Marketing- und Werbekosten werden produktspezifisch an die inländischen und ausländischen Lizenzinhaber indirekt innerhalb der vorhandenen Lieferkette oder direkt entsprechend den existierenden Verträgen ohne Marge weiterbelastet.

Mit Wirksamkeit zum 01. Januar 2019 hatte die Gesellschaft einen Cashpooling-Vertrag mit der Mylan Luxembourg 2 S.à.r.l., Luxemburg, als Cashpool-Führerin abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag bestehen hieraus Cashpool Forderungen in Höhe von Mio. EUR 27,6.

Überblick Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Umsatz und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2021 lagen die Umsatzerlöse bei TEUR 86.164 (Vorjahr: TEUR 87.184). Damit waren die Umsatzerlöse mit 1,2% leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr.

Die Umsatzerlöse resultieren vollständig wie auch im Vorjahr aus der Erbringung von Servicedienstleistungen für die beauftragenden Schwestergesellschaften.

Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen im Berichtsjahr bei TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 0,7) und beinhalteten ausschließlich Erträge aus der Währungsumrechnung.

Der Personalaufwand betrug im Wirtschafsjahr 2021 TEUR 46.675 (Vorjahr: TEUR 43.236) und enthält Aufwendungen für die Altersvorsorge in Höhe von TEUR 2.425 (Vorjahr: TEUR 664), die hauptsächlich durch die stichtagsbezogene Bewertung der Pensionsverpflichtungen bedingt wurden. Bei stabiler Mitarbeiterzahl resultiert der verbleibende Anstieg der Personalkosten aus Gehaltsanpassungen.

Die Abschreibungen belasteten das Ergebnis mit TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 273) und resultieren aus der planmäßigen Abschreibung von Anlagevermögen sowie der planmäßigen Abschreibung des entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwertes.

Im Berichtsjahr 2021 entstanden sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 34.671 (Vorjahr: TEUR 39.636). Hiervon entfielen auf Aufwendungen für Werbemittel / Marketing in Höhe von TEUR 25.043 (Vorjahr: TEUR 27.867), für die Verwaltung ergaben sich Kosten in Höhe von TEUR 8.056 (Vorjahr: TEUR 10.326).

Die Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen beliefen sich auf TEUR 1.572 (Vorjahr: TEUR 1.441 und alle übrigen Aufwendungen betrugen noch TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 2). Das gezielte Kostenmanagement der Gesellschaft, insbesondere getrieben durch die aufgrund der Corona Pandemie reduzierten Werbeaktionen, konnte somit eine Kostenreduktion von 12,5% im Vergleich zum Vorjahr erzielen.

Des Weiteren ergaben sich im Berichtsjahr Zinsaufwendungen in Höhe TEUR 2.120 (Vorjahr: TEUR 1.803). Diese resultierten aus der stichtagsbezogenen Bewertung der zukünftigen Pensionsverpflichtungen.

Das ordentliche Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern beträgt im abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2021 TEUR 4.529 (Vorjahr: TEUR 4.041) und entspricht somit dem erwarteten Niveau.

Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.313 (Vorjahr: TEUR 1.530) erzielt, welcher im Rahmen der Erwartungen im unteren einstelligen Millionenbereich lag und gleichzeitig eine Steigerung um 51,1% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Die Mylan Germany hat ihren Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr auf konstantem Niveau gehalten.

Die Umsatzrentabilität, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht um 0,9% auf 2,7. Durch das gestiegene Ergebnis verringerte sich die Eigenkapitalrentabilität von 70% im Vorjahr auf 51%.

Vermögens- und Finanzlage

Vermögenslage

Die Bilanzsumme stieg um TEUR 6.565 auf TEUR 50.477 um rund 15% gegenüber dem Vorjahr an.

Das Anlagevermögen der MYG verringerte sich im Geschäftsjahr 2021 um planmäßige Abschreibungen, welchen beim Sachanlagevermögen Ersatzbeschaffungen in Höhe von TEUR 269 gegenüber standen. Bei den immateriellen Vermögensgegenständen gab es keine Ersatzbeschaffungen in 2021. Die Finanzanlagen betrugen wie im Vorjahr TEUR 4. Im Rahmen des Asset Deals 2019 wurde zudem ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 2.457 entgeltlich erworben, welcher über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben wird und zum Bilanzstichtag einen Restbuchwert von TEUR 2.007 aufweist.

Das Umlaufvermögen beträgt im Berichtsjahr 2021 TEUR 45.517 (Vorjahr: TEUR 39.967) und besteht im Wesentlichen aus den Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 42.530 (Vorjahr: TEUR 38.684), welche TEUR 27.573 Forderungen gegen den konzerninternen Cashpool enthalten. Dieser stieg gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.108, getrieben durch das gute Ergebnis der Gesellschaft, an. Darüber hinaus waren im Umlaufvermögen sonstige Vermögensgegenstände in Höhe TEUR 2.988 (Vorjahr: TEUR 1.282) auszuweisen, die hauptsächlich debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 2.668 (Vorjahr: TEUR 449) beinhalten.

Die Gesellschaft weist für das Jahr 2021 aktive latente Steuern gemäß §274 HGB in Höhe von TEUR 2.653 (Vorjahr: TEUR 1.631) aus. Aus der unterschiedlichen Bewertung sonstiger Rückstellungen zwischen Handelsbilanz und Steuerbilanz als auch aus den Bewertungsunterschieden für die übertragenen Pensionsverpflichtungen der übergegangenen Mitarbeiter ergab sich als temporäre Differenz ein steuerlicher Mehrgewinn in Höhe von TEUR 5.825. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 29,62% angesetzt.

Die Verbindlichkeiten mit insgesamt TEUR 6.097 (Vorjahr: TEUR 5.532) bestehen gegenüber fremden Dritten in Höhe von TEUR 3.569 (Vorjahr: TEUR 3.499) und gegenüber verbundenen Unternehmen mit TEUR 916 (Vorjahr: TEUR 643). Des Weiteren entstanden sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.612 (Vorjahr: TEUR 1.390), welche vor allem Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 888 enthalten und für den leichten Anstieg der Verbindlichkeiten insgesamt maßgeblich sind.

Sonstige Rückstellungen blieben mit TEUR 13.303 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 13.030 nahezu konstant und waren für Rückstellungen für bezogenen Leistungen in Höhe von TEUR 6.816 (Vorjahr: TEUR 5.851), Personalrückstellungen für Zuwendungen im Folgejahr mit TEUR 5.877 (Vorjahr: TEUR 6.436) und Restrukturierungsaufwand TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 1.139) anzusetzen. Die Steuerrückstellungen wiesen einen Betrag TEUR 2.678 (Vorjahr: TEUR 3.648) aus. Des Weiteren waren Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 23.884 (Vorjahr: TEUR 19.499) auszuweisen. Dieser Anstieg des geschlossenen Pensionsplans resultierte aus den aktuellen Bewertungs- und Abzinsungsparametern.

Finanzlage

Am Bilanzstichtag besteht gegen die Mylan Luxembourg S.à.r.l., Luxemburg, eine Forderung in Höhe von TEUR 27.573 (Vorjahr: TEUR 25.465). Die Gesellschaft erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 2.377. Dieser wurde vollständig im konzerninternen Cash Pool angelegt (Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -2.377). Die Forderung aus Cash Pooling ist kurzfristig und der Cash Pool Vertrag jederzeit kündbar.

Die Eigenkapitalquote betrug in 2021 8,9 % (Vorjahr: 5,0 %). Dieser Anstieg resultierte aus den positiven Jahresergebnissen der Gesellschaft in 2020 und 2021.

Mitarbeiter MYG

Die Mitarbeiterzahl im Berichtsjahr 2021 lag bei durchschnittlich 405 (Vorjahr: 406). Davon waren durchschnittlich 230 Mitarbeiter in Außendienst tätig, hingegen waren im Jahresdurchschnitt 175 Mitarbeiter im Innendienst angestellt.

Chancen- und Risikomanagement

Das Abwägen von Chancen und Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil der Entscheidungen in den verschiedenen Unternehmensbereichen.

Die MYG verfügt über ein umfassendes Controlling- und Risikomanagementsystem, mit dem die unten beschriebenen Hauptrisiken gemanagt werden. Dabei ist durch ein monatliches Berichtswesen, ein fortschrittliches Datenverarbeitungssystem (SAP), regelmäßige interne und externe Audits, diverse Geschäftsbesprechungen, Prozessanalysetechniken usw. sichergestellt, dass eventuelle Risiken vom Management rechtzeitig erkannt sowie Maßnahmen zur Risikokontrolle und -eindämmung ergriffen werden können.

Zusammengefasst liegen die Hauptrisiken bei der Gesellschaft im gesundheitspolitischen Umfeld. Der Arzneimittelmarkt gilt insgesamt als weitgehend reguliert. Das neue gesundheitspolitische Hauptthema wird die Qualität der Krankenhausversorgung sein.

Die zukünftige Geschäftsentwicklung der MYG hängt weiterhin sehr stark von den künftigen Einflüssen der gesetzlichen Vorschriften ab, die den Arzneimittelmarkt in Deutschland regulieren. Hierzu zählen das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) von 2004, das Arzneimittelversorgungs- und Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) vom 1. April 2006, das Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz [GKV-WSG]) vom 1. April 2007, das seit August 2010 geltende GKV-Änderungsgesetz sowie seit 1. Januar 2011 das Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz (AMNOG).

Die Geschäftsführung der MYG hat bereits eine Reihe an Schritten unternommen, um das Geschäft an das neue Umfeld anzupassen. Weitere Möglichkeiten zur Lizensierung und Kooperation zur Erweiterung unseres Produkt-Portfolios in Deutschland werden ständig aktiv überprüft, um die richtige Mischung an Produkten aufzubauen, mit denen wir den Bedürfnissen von Patienten und Gesundheitsdienstleistern entsprechen.

Liquiditätsrisiken sind aufgrund vorhandener Refinanzierungsmöglichkeiten durch die internationale Viatris-Gruppe nicht gegeben. Geldanlagen und Geldaufnahmen werden in diesem Rahmen bei der Schwestergesellschaft Mylan Luxembourg 2 S.à r.l. ausschließlich in Euro getätigt. Sie unterliegen keiner besonderen Absicherung. Aufgrund der variablen Zinssätze ergeben sich gleichermaßen Zinsänderungsrisiken und -chancen.

Da internationale Geschäfte in verschiedenen Währungen für MYG von untergeordneter Bedeutung sind, ist sie auch keinen nennenswerten Wechselkursrisiken ausgesetzt.

Ein Ausfallrisiko für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird als sehr gering angesehen, da es sich hierbei hauptsächlich um Forderungen gegen deutsche Schwestergesellschaften handelt, welche im Konzernverbund der Viatris Inc. Gruppe eingegliedert sind. Ausfallrisiken werden hier zentral gemonitort.

Die Pensionsverpflichtungen der auf die MYG übergegangenen Mitarbeitern sind noch nicht durch die jeweiligen Anteile des Deckungsvermögens aus den abgebenden Gesellschaften abgesichert. Es ist geplant, die Anteile aus dem Deckungsvermögen auf die MYG zu übertragen. Dieser Schritt wird im Jahre 2023 erfolgen. Die Chancen und Risiken aus Marktwertschwankungen des Planvermögens werden durch Anlagestrategien des extern gemanagten Fonds berücksichtigt und sollen die Risiken aus den bestehenden Pensionsverpflichtungen reduzieren.

Durch die Corona-Pandemie ist das Bewusstsein gestiegen, stärker auf die Gesundheit zu achten. Seit Beginn der Pandemie 2020 war ein deutlicher Trend Richtung Einkauf bei Online-Apotheken erkennbar, eingegliedert im generellen Trend zum Onlineshopping im deutschen Raum. Dieser Trend hat sich in 2021 fortgesetzt und wird dies auch in 2022 tun.

Dementsprechend werden in der MYG verstärkt Marketing und Sales Aktivitäten umgesetzt, die speziell auf diese Onlinemärkte abstellen. Darüber hinaus werden verschiedene Maßnahmen für die Digitalisierung von Marketing und Sales Aktivitäten stattfinden hin bis zur Einführung von Systemen und Programmen, die die Analyse der Marktdaten im Onlinebereich ermöglichen und ein zielgerichtetes Vorgehen in diesen Märkten ermöglichen sollen.

Prognosebericht

Für 2022 wird mit einer leichten Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich gerechnet, vor allem bedingt durch die Ausweitung der Serviceaktivitäten im Bereich Sales und Marketing. Damit verbunden wird der Personalaufwand für diesen Bereich ansteigen, ebenso werden sich verschiedene Positionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhen, da für 2022 wieder verstärkt Werbemaßnahmen stattfinden werden. Insgesamt wird ein Jahresüberschuss im unteren einstelligen Millionenbereich erwartet. Dieser Trend wird sich auch im Jahr 2023 fortsetzen, mit konstanten Umsätzen und Jahresergebnis wie in 2022.

Das Unternehmen erwartet aktuell aufgrund der Kriegssituation in der Ukraine wenig Auswirkungen auf das Geschäft. Zum einen werden weiterhin dringend notwendige Medikamente im deutschen Markt benötigt, zum anderen wird sich hier die Zahl der Konsumenten noch erhöhen, da für Hilfsaktionen im Inland als auch im Ausland von einem Mehrbedarf auszugehen ist. Die Viatris Gruppe ist hinsichtlich ihrer Lieferkette nicht auf russische Importe angewiesen, so dass die geplanten Absatzvolumina in den deutschen Markt abgegeben werden können. Es wird im Einkauf verschiedener Leistungen zu Preissteigerungen entsprechend der deutschlandweiten Inflationsrate kommen, diese können aber zukünftig durch den zu erwartenden Mehrabsatz an Produkten kompensiert werden.

Die Finanzierung der MYG ist weiterhin über die Mylan-Gruppe gesichert, es werden keine externen Kredite in Erwägung gezogen.

 

Troisdorf, 28. Februar 2023

Mylan Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Michael Wittmann

Simon von Boeselager

Bilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.849,40 25.685,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.006.631,16 2.170.437,08
2.024.480,56 2.196.122,85
N. Sachanlagen:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.864,47 114.790,57
III. Finanzanlagen;
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.000,00 4.000,00
2.295.345,03 2.314.913,42
B. Umlaufvermögen:
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 42.529.731,76 38.684.344,67
2. sonstige Vermögensgegenstände 2.987.524,93 1.282.294,86
45.517.256,69 39.966.639,53
C. Rechnungsabgrenzungsposten 11.474,01 0,00
D. Aktive latente Steuern 2.653.280,70 1.630.703,10
50.477.356,43 43.912.256,05

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 25.000,00 25.000,00
III. Gewinnvortrag 2.153.091,27 622.666,91
IV. Jahresüberschuss 2.313.090,74 1.530.424,36
4.516.182,01 2.203.091,27
B. Rückstellungen:
I. Pensionsrückstellungen 23.883.704,00 19.499.265,00
II. Steuerrückstellungen 2.678.036,04 3.648.158,09
III. sonstige Rückstellungen 13.302.721,43 13.029.827,91
39.864.461,47 36.177.251,00
C. Verbindlichkeiten:
I. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.568.770,93 3.499.488,82
II. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 915.878,70 642.499,27
III. sonstige Verbindlichkeiten 1.612.063,32 1.389.925,69
6.096.712,95 5.531.913,78
50.477.356,43 43.912.256,05

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2021

2021 2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 86.163.720,33 87.184.430,30
2. Sonstige betriebliche Erträge 789,23 652,90
3. Personalaufwand
a) Gehälter -37.946.621,42 -36.570.664,52
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.728.575,40 -6.664.874,38
4. Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -289.067,24 -273.098,46
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen -34.671.202,53 -39.635.528,95
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.119.883,78 -1.802.575,41
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag -95.959,45 -706.715,35
8. Ergebnis nach Steuern 2.313.199,74 1.531.626,13
9. Sonstige Steuern -109,00 -1.201,77
10. Jahresüberschuss 2.313.090,74 1.530.424,36

Anhang zum Jahresabschluss 31. Dezember 2021

1. Allgemeine Angaben

Die Mylan Germany GmbH hat ihren Sitz in Troisdorf und wird beim Amtsgericht Siegburg im Handelsregister B mit der Nummer 15159 geführt. Der Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von pharmazeutischen Produkten zur Gesundheitspflege sowie von Hilfstätigkeiten für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von pharmazeutischen Produkten durch Dritte und alle mit den vorherstehend genannten Geschäften zusammenhängenden Geschäfte.

Der Jahresabschluss der Mylan Germany GmbH zum 31.12.2021 wurde auf Grundlage des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Aus Gründen der Klarheit finden sich die zu bestimmten Abschlusspositionen vorgeschriebenen "Davon-Vermerke" ausschließlich im Anhang.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen (pro rata temporis), angesetzt. Die dabei zugrunde gelegte betriebsindividuelle Nutzungsdauer beträgt für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert fünfzehn Jahre, für Software regelmäßig drei Jahre und für die übrigen immateriellen Vermögensgegenstände fünf bis zehn Jahre. Die Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes bemisst sich hierbei an der erwarteten Fluktuationsdauer der übergegangenen Mitarbeiter. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, welche bei einem späteren Wegfall der Gründe bis zur Höhe der fortgeschriebenen Anschaffungskosten aufgeholt wird. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen oder handelsrechtlich gebotene außerplanmäßige Abschreibungen.

Die Abschreibungszeiträume werden ausgehend von den in den steuerlichen Afa-Tabellen angegebenen kürzesten Nutzungsdauern ermittelt, soweit nicht im Einzelfall Anhaltspunkte für eine abweichende betriebsindividuelle Nutzungsdauer vorliegen. Bei Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt die Nutzungsdauer 2 bis 12 Jahre.

Geringwertige Anlagegüter werden seit dem Geschäftsjahr 2018 nur aktiviert, sofern ihre Anschaffungskosten EUR 800,00 übersteigen. Das steuerliche Sammelpostenverfahren für geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten von mehr als EUR 150,00 bis EUR 1.000,00 findet keine Anwendung.

Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung am Bilanzstichtag angesetzt. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibung werden entsprechende Zuschreibungen bis höchstens zu den Anschaffungskosten vorgenommen.

Der Bewertung von Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenständen liegen die Anschaffungskosten zugrunde. Erkennbare Ausfallrisiken werden durch individuell ermittelte Abschläge und das allgemeine Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet; beträgt ihre Restlaufzeit über ein Jahr, erfolgt die Umrechnung nur dann zum Devisenkassamittelkurs, wenn dies zu keiner Aufwertung über die Anschaffungskosten hinausführt.

Latente Steuern werden, soweit dies nach § 274 HGB zulässig ist, für die zeitlichen Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und den steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des kombinierten Ertragssteuersatzes von 29,62%. Der kombinierte Ertragssteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Angewendet wurde der Ertragssteuersatz, welcher im Zeitpunkt der Umkehrung der Differenzen voraussichtlich gilt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung wird vom Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Im Geschäftsjahr ergab sich eine aktive latente Steuer.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bzw. dem Verpflichtungsüberschuss bewertet worden. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden i.d.R. mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden von der Bundesbank veröffentlichten Zinssatz abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger wurden nicht abgezinst.

Die Pensionsrückstellungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) auf Grundlage der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck bewertet. Zukünftig erwartete Entgeltsteigerungen werden in den versicherungsmathematischen Berechnungen und Annahmen konstant berücksichtigt (Gehaltsdynamik 2,50 % p.a.), die Rentensteigerungen werden ebenfalls konstant angesetzt (Rentendynamik 1,75 % p.a.). Der Abzinsungssatz für die Verpflichtungen beläuft sich auf 1,87% (Vorjahr: 2,30 %). Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,35 %; Vorjahr: 1,60 %) ein Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 2.241 (Vorjahr: TEUR 2.539).

Sonstige Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 HGB mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden auf Grundlage der Inflationserwartung berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a Satz 1 unter Anwendung von Satz 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag angesetzt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

Zur Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den gesondert als Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel.

Die Finanzanlagen setzten sich wie folgt zusammen:

Name Sitz Höhe Anteil Eigenkaptial Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
Laboratories Delta SA Lissabon Portugal 0,01% 23.011.020 -1.047.782
MEDA Pharma N.V. Hoeilaart, Belgien 0,02% 20.706.717 9.449.559

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Beteiligungsunternehmen in Höhe von TEUR 14.957 (Vorjahr: TEUR 13.219) sowie Forderungen gegen den Cashpool der Mylan Luxembourg 2 Sàrl in Höhe von TEUR 27.573 (Vorjahr: TEUR 25.465).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen neben den debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 2.668 (Vorjahr: TEUR 449) Kautionshinterlegungen aus Leasing- und Serviceverträgen in Höhe von TEUR 320 (Vorjahr: TEUR 300).

Der zum Ende des Geschäftsjahrs bestehende Überhang aktiver latenter Steuern wurde in Ausübung des Wahlrechts aus § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB angesetzt. Die aktiven latenten Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei den Pensionsrückstellungen sowie den sonstigen Rückstellungen.

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25.

Zum Bilanzstichtag ist gem. § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB ein Betrag durch die Aktivierung der aktiven latenten Steuern ausschüttungsgesperrt. Dem stehen frei verfügbare Rücklagen in Höhe von TEUR 2.178 gegenüber, so dass vom Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2021 maximal ein Betrag von TEUR 1.838 abgeführt werden kann.

Der maximal abführbare Betrag ergibt sich wie folgt:

TEUR
Jahresergebnis 2.313
+ Gewinnvortrag 2.153
+ Frei verfügbare Rücklagen 25
= Maximal abführbarer Betrag vor Ausschüttungssperre 4.491
- Aktivierte latente Steuern 2.653
= Maximal abführbarer Betrag unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre 1.838

Die Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind durch den Transfer von Mitarbeitern aus den Schwestergesellschaften in die Mylan Germany anzusetzen und belaufen sich im Geschäftsjahr 2021 auf TEUR 23.884 (Vorjahr: TEUR 19.499). Die Transferwerte, die von den Schwestergesellschaften übertragen wurden, beliefen sich gemäß Pensionsgutachten auf TEUR 14.278 zum Zeitpunkt des Transfers in 2019.

Die sonstigen Rückstellungen mit insgesamt TEUR 13.303 (Vorjahr: TEUR 13.030) umfassen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 6.486 (Vorjahr: TEUR 7.179) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 6.816 (Vorjahr: TEUR 5.851). Wesentliche Einzelposten der Personalrückstellungen sind Jahresvergütungen mit TEUR 3.231 (Vorjahr: TEUR 3.249), Abfindungsverpflichtungen aus Restrukturierungsmaßnahmen in Höhe von TEUR 609 (Vorjahr: TEUR 1.139), Jubiläumsrückstellungen mit einem Betrag von TEUR 939 (Vorjahr: TEUR 834), Resturlaubsverpflichtungen in Höhe von TEUR 637 (Vorjahr: TEUR 699), Rückstellungen für Überstunden mit TEUR 296 (Vorjahr: TEUR 329) und Rückstellungen für Langzeitkonten von TEUR 775 (Vorjahr: TEUR 827).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 916 resultieren vollständig aus Lieferungen und Leistungen und bestehen im Wesentlichen gegenüber den Schwestergesellschaften Meda Pharma GmbH & Co KG mit TEUR 571 (Vorjahr: TEUR 577) und gegenüber der Viatris Healthcare GmbH mit TEUR 312 (Vorjahr: TEUR 62), alle wie im Vorjahr mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern TEUR 888 (Vorjahr: TEUR 1.077) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 610 (Vorjahr: TEUR 239). Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse mit TEUR 86.164 (Vorjahr: TEUR 87.184) werden ausschließlich durch die Erbringung von Servicedienstleistungen für den Vertrieb von Produkten in den deutschen Markt erzielt. Dabei entfallen TEUR 48.369 (Vorjahr: TEUR 47.267) der Umsatzerlöse auf die Servicedienstleistungen (Anbahnung und Abschluss von Verkaufskontrakten im Namen und auf Rechnung der servicebeziehenden Schwestergesellschaft), für die im Rahmen der einzelnen Verträge neben den entstandenen Kosten ein Mark-Up in Höhe von 5% weiterbelastet wurde. Die verbleibenden TEUR 39.795 (Vorjahr: TEUR 39.917) sind Aufwendungen für Marketing- und Promotionsaktivitäten, die ohne Mark-Up weiterbelastet werden.

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden ausschließlich konzernintern erzielt, davon entfielen im Berichtsjahr 2021 alle Umsatzerlöse auf den Vertrieb von Produkten für inländische Gesellschaften. Im Vorjahr wurden TEUR 85.769 für die Erbringung von Servicedienstleistungen für den Vertrieb von Produkten für inländische Gesellschaften erwirtschaftet, TEUR 1.415 für Gesellschaften, die in Drittländern ansässig sind.

Die sonstigen betrieblichen Erträge entfallen im Berichtsjahr auf Erträge aus Währungsumrechnung.

Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 2.425 (Vorjahr: TEUR 664).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten in Höhe von TEUR 25.043 (Vorjahr: TEUR 27.867). Die Aufwendungen für die Verwaltung belaufen sich auf TEUR 8.056 (Vorjahr: TEUR 10.326), die Aufwendungen für bezogene Fremdleistungen auf TEUR 1.572 (Vorjahr: TEUR 1.441) und die Aufwendungen aus Währungsumrechnung wiesen im Berichtsjahr TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) aus.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen resultieren im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der stichtagsbezogenen Bewertung der Pensionsverpflichtungen, die sich gemäß Gutachten auf TEUR 2.126 belaufen.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Erträge aus Steuererstattungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 614 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten, welche im Geschäftsjahr in laufender Rechnung korrigiert werden. Zudem sind Erträge aus aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 1.023 (Vorjahr: Ertrag TEUR 246) enthalten.

Sonstigen Steuern fallen im Berichtsjahr als Aufwand in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: Ertrag TEUR 1) für Umsatzsteuer an.

5. Sonstige Angaben

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR 42,7 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 519). Diese betreffen die Mietverträge für das Bürogebäude.

Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 405 Angestellte beschäftigt, davon 230 Mitarbeiter im Vertrieb und 175 in der Verwaltung.

Die Mylan Germany GmbH wird in den Konzernabschluss der Viatris Inc., Canonsburg (PA), USA, (kleinster und größter Konsolidierungskreis) einbezogen, welcher nach US- amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US GAAP) aufgestellt ist. Der Konzernabschluss der Viatris Inc. zum 31. Dezember 2021 kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission file number 001-39695 oder auf investor.viatris.com eingesehen werden. Dieser Konzernabschluss der Viatris Inc. wurde im Bundesanzeiger unter dem Namen der Viatris Healthcare GmbH veröffentlicht.

Die Geschäftsführung im Geschäftsjahr 2021 und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgte durch:

Michael Wittmann, Finance Director Commercial Germany (ab 7. September 2021)

Simon von Boeselager, Country Manager Germany Commercial (ab 29. Juni 2021)

Philipp Pohoralek, Finance Director Commercial Germany (7. Januar 2019 bis 7. September 2021)

Dr. Maximilian von Wülfing, Country Manager Germany Commercial (7. Januar 2019 bis 29. Juni 2021)

Die Geschäftsführervergütung belief sich im Berichtsjahr auf TEUR 616.

Für ehemalige Geschäftsführer und deren Hinterbliebene bestehen am Stichtag keine Pensionsverpflichtungen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 2.313 auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Am 24. Februar 2022 haben Truppen der Russischen Föderation das Staatsgebiet der Ukraine angegriffen und damit einen Krieg zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine ausgelöst. Es kann aus heutiger Sicht nicht verlässlich abgeschätzt werden, wie lange der Krieg dauern wird. Es ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass dies keine wesentlichen Auswirkungen auf unser Geschäft haben wird, da dringend notwendige Medikamente auf dem deutschen Markt weiterhin nachgefragt werden und die Viatris-Gruppe ihren Warenbezug ohne russische Importe abwickelt.

Die Auswirkung der Corona-Pandemie zeigte sich in reduzierten Werbemaßnahmen in 2021, weitere wesentliche Effekte hieraus werden für den Geschäftsverlauf nicht gesehen.

 

Troisdorf, den 28. Februar 2023

Mylan Germany GmbH

Die Geschäftsführung

Michael Wittmann

Simon von Boeselager

Anlagenspiegel zum 31.12.2021

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 239.259 0 0 239.259
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.457.097 0 0 2.457.097
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 293.603 269.499 0 563.102
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.000 0 0 4.000
2.993.959 269.499 0 3.263.458
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2021 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2021
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 213.574 7.836 0 221.410
2. Geschäfts- oder Firmenwert 286.660 163.806 0 450.466
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 178.812 117.425 0 296.237
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
679.046 289.067 0 968.113
Buchwerte
Stand 31.12.2021 Stand 31.12.2020
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.849 25.685
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.006.631 2.170.437
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 266.865 114.791
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 4.000 4.000
2.295.345 2.314.913

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Mylan Germany GmbH, Troisdorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Mylan Germany GmbH, Troisdorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mylan Germany GmbH, Troisdorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen,"

 

Frankfurt am Main, den 28. Februar 2023

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Daniel Rühl, Wirtschaftsprüfer

Stephanie Blüm, Wirtschaftsprüferin

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