Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 52705
Vorher
Lupus alpha Kapitalanlagegesellschaft mbH
Eingetragen
18.7.2001
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Die Gesellschaft ist eine Kapitalverwaltungsgesellschaft im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB). Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von inländischen Investmentvermögen, EU-Investmentvermögen oder ausländischen AIF (kollektive Vermögensverwaltung). Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: a) Organismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) (§ 1 Abs. 2 i.V.m. §§ 192 ff. KAGB); b) Gemischte Investmentvermögen (§§ 218 f. KAGB); c) Sonstige Investmentvermögen (§§ 220 ff. KAGB); d) Geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB sowie geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, welche in die folgenden Vermögensgegenstände investieren: aa) die Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 4 bis 6 KAGB, bb) Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, cc) Geldmarktinstrumente gemäß § 194 KAGB und dd) Bankguthaben gemäß § 195 KAGB. e) Offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen gemäß § 284 KAGB, welche in folgende Vermögensgegenstände investieren: die in § 284 Abs. 1 und Abs. 2 KAGB genannten Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der in § 284 Abs. 2 Nr. 2 Buchstaben e), f) und h) genannten Vermögensgegenstände. f) Allgemeine offene inländische Spezial-AIF gemäß § 282 KAGB, - einschließlich Hedgefonds gemäß § 283 KAGB - welche in folgende Vermögensgegenstände investieren: die in § 284 Abs. 1 und Abs. 2 genannten Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der in § 284 Abs. 2 Nr. 2 Buchstaben e), f) und h) genannten Vermögensgegenstände. Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung sind daneben EU-OGAW, EU-AIF und ausländische AIF, deren zulässige Vermögensgegenstände denen für inländische Investmentvermögen entsprechen. Die Gesellschaft betreibt folgende Dienstund Nebendienstleistungen: a) den Vertrieb von Anteilen oder Aktien an fremden Investmentvermögen, b) sonstige Tätigkeiten, die mit den in diesem Absatz genannten Dienstleistungen und Nebendienstleistungen unmittelbar verbunden sind. Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind. Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen oder Unternehmen gründen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten oder erwerben. Weitere Geschäfte oder Tätigkeiten darf die Gesellschaft nicht betreiben.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Götz Dr. Albert
seit 13.12.2018
Geschäftsführer
Michael Frick
seit 19.10.2007
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Lupus alpha Asset Management AG
Germany
2.560.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Lupus alpha Investment GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsgegenstand der Gesellschaft

Die Lupus alpha Investment GmbH (im Folgenden auch die "Gesellschaft") wurde 2001 als 100%-ige Tochtergesellschaft der Lupus alpha Asset Management AG, Frankfurt am Main, mit einem Grundkapital von 2.560 TEURO gegründet und verwaltet als Kapitalverwaltungsgesellschaft Spezial- und Publikumsfonds.

Die Gesellschaft hat mit Schreiben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) vom 23. Juni 2014 die Erlaubnis für die Tätigkeit als Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß §§ 20, 22 des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB) erhalten. Im Zuge der Erlaubnisbeantragung der Lupus alpha Kapitalanlagegesellschaft mbH zum Erhalt einer KAGB-Lizenz wurde die Gesellschaft in die Lupus alpha Investment GmbH umbenannt. Die Umfirmierung als Kapitalverwaltungsgesellschaft sowie die Umbenennung wurden notariell beurkundet und am 15. Juli 2014 beim Amtsgericht Frankfurt am Main unter der Handelsregisternummer HRB 52705 eingetragen.

Die Lupus alpha Investment GmbH gehört zu dem Konzernverbund der Lupus alpha Gruppe. Zur alleinigen Gesellschafterin Lupus alpha Asset Management AG, Frankfurt am Main, besteht seit 2001 ein Ergebnisabführungsvertrag.

Die Lupus alpha Investment GmbH, Frankfurt am Main, mit einem gezeichneten Kapital von 2.560 TEURO, verwaltete zum 31. Dezember 2023 zehn (im Vorjahr neun) deutsche offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen mit einem Fondsvolumen von 4.867 Mio. EURO (im Vorjahr 3.966 Mio. EURO) und zehn (im Vorjahr neun) deutsche OGAW-Fonds mit einem Fondsvolumen von 911 Mio. EURO (im Vorjahr 944 Mio. EURO).

Darüber hinaus verwaltete die Lupus alpha Investment GmbH zum 31. Dezember 2023 fünf Luxemburger Publikumsfonds mit einem Fondsvolumen von 1.019 Mio. EURO (im Vorjahr 1.014 Mio. EURO). Das Portfoliomanagement der Fonds erfolgt durch die Lupus alpha Asset Management AG, Frankfurt am Main.

Die Lupus alpha Investment GmbH hat inklusive der Umsatz-/Bestandszahlen der Muttergesellschaft ihre Rolle am deutschen Fondsmarkt behauptet. Zu diesem Erfolg trug insbesondere das Geschäft mit institutionellen Kunden maßgeblich bei.

Zum 31. Dezember 2023 waren neben den drei Geschäftsführern weitere 92 Personen (Vorjahr 89) beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2023 stand erneut im Zeichen einiger Krisen, die teilweise ihren Ursprung schon im Jahr 2022 hatten: Der durch Russland gegen die Ukraine geführte Krieg, globale Handelsspannungen, weitere politische Unruhen und die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie prägten weiterhin die makroökonomischen Bedingungen. Auch die anhaltend hohe Inflation blieb im Jahr 2023 ein großes Thema und stellte eine markante Herausforderung für viele Unternehmen und Haushalte dar, auch wenn der Inflationsdruck im Laufe des Jahres aufgrund einer Entspannung vieler Rohstoffpreise in den meisten Regionen deutlich nachließ. Es kamen aber auch neue Krisen hinzu, wie der ab dem 07.10.2023 durch Israel gegen die Hamas im Gazastreifen geführte Kampf.

Diese Krisen beeinflussten das Konsumentenverhalten und so kam es in Europa und insbesondere in Deutschland zu einer Zurückhaltung der Konsumenten, was sich in den Bilanzzahlen der Konsumgüterhersteller negativ bemerkbar machte. Auch die gestiegenen Zinsen, welche auf die im letzten Jahr stark gestiegene Inflation zurückzuführen sind, haben den Konsum leicht geschwächt. Außerdem belasten diese höheren Zinsen auch die Investitionstätigkeit der Unternehmen. Insbesondere die Bauindustrie leidet stark unter den höheren Zinsen. Darüber hinaus hat der deutsche und europäische Konsument durch die Inflation vor allem im letzten Jahr einen Kaufkraftverlust erlitten, der erst wieder durch Lohnsteigerungen über die nächsten Jahre aufgeholt werden kann. Alles in allem gab es in Europa und insbesondere in Deutschland eine schlechte ökonomische Lage, die sich negativ auf die Erfolgsrechnungen der Unternehmen auswirkte. Leider kam es darüber hinaus in den üblicherweise wenig zyklischen Bereichen wie Healthcare und Life Science auch zu Bremsungen bei den Umsätzen vieler Unternehmen, da die Unternehmen aus diesen Bereichen tatsächlich von (negativen) Nachwirkungen der Corona-Pandemie betroffen waren. Grund hierfür waren die übervollen Lager bei Verbrauchsgütern bei diversen Produkten und Wirkstoffen, da man sich während der Pandemie oft so hohe Lagerbestände wie möglich zugelegt hatte, um eventuelle Lieferbeschränkungen oder Lieferkettenprobleme zu vermeiden, so wie es auch im Jahr 2022 geschehen ist. Das gilt auch für die Instrumente von diversen Healthcare-Herstellern, die während der Pandemie eine hohe Nachfrage zu verzeichnen hatten, aber jetzt oft nur noch eine geringe Auslastung in den Laboren erfahren. Betroffen sind auch die Materialien der Chemie-Industrie, die aus den gleichen Gründen im Jahr 2022 oft überbestellt wurden, um lieferfähig zu bleiben. Das wurde im Jahr 2023 rückabgewickelt; aus einer Mangelindustrie wurde durch den sogenannten "destocking"-Effekt (Abbau der hohen Lagerbestände) ein Überangebot gegenüber der (schwachen) Nachfrage erzeugt. Das wirkte sich negativ auf Preise, Umsätze und letztendlich auf die Erfolgszahlen aus. Bei der energieintensiven Industrie kam in Deutschland noch eine Standort-Diskussion hinzu, die in Zusammenhang mit der schwer einzuschätzenden Politik (Industriestrompreis ja oder nein) für Unsicherheit sorgte.

Kapitalmärkte:

Die letzten zwölf Monate waren geprägt von einer Vielzahl an Ereignissen, welche zu nachhaltigen und teilweise sehr starken Marktbewegungen führten.

Im Folgenden werden die zwei wesentlichen Entwicklungen für den Aktien- und für den Anleihemarkt kurz zusammengefasst:

Das bestimmende Thema an den Aktienmärkten war der Fortschritt bei der Entwicklung der künstlichen Intelligenz (mit dem Launch von ChatGPT) und der daraus resultierenden starken (Out-) Performance von Technologieaktien. Insbesondere die großen und in den Indizes hochgewichteten Mega Caps in den USA (die sogenannten "Magnificent 7") konnten von dieser Entwicklung profitieren.

Insgesamt schlossen die globalen Aktienmärkte das Jahr mit hohen Kursgewinnen ab. Der S&P 500 legte um +24,23%, der Euro Stoxx 50 um +19,19% und der Nikkei 225 um +28,24% zu. Auch der DAX verbuchte einen Gewinn von 20,31%. Ausnahme bei den insgesamt positiven Aktienmarktentwicklungen war erneut der chinesische Markt, welcher trotz Aufhebung der Covid-Restriktionen deutlich verlor und das Jahr mit -10,46% (Hang Seng) beendete.

Die starken Kursgewinne der Indizes überdeckten dabei jedoch, dass gerade in den USA nur wenige Titel für einen Großteil der Wertenwicklung verantwortlich waren. Auch die trotz der starken Dezemberbewegung sehr ausgeprägte Underperformance von Small Caps war ein Zeichen der fehlenden Marktbreite.

Insbesondere die von den großen sieben Unternehmen dominierten Sektoren verzeichneten besonders starke Performanceanstiege z.B. im US-Aktienmarkt. Vor allem die Sektoren Technologie, Communication Services und Consumer Discretionary performten überdurchschnittlich gut. Zu den schwächsten Branchen zählten Energieaktien, welche durch den sinkenden Ölpreis (trotz anhaltender geopolitischer Risiken wie dem Angriff der Hamas auf Israel) der schwächste Sektor nach Versorgern waren. Finanztitel hatten einen Großteil des Jahres im Minus notiert, konnten durch eine starke Performance in den letzten acht Wochen jedoch noch ins Plus drehen. Ursache für die anfänglich schwache Entwicklung des Finanzsektors waren die Auswirkungen der Krise der US-Regionalbanken im März und der in der Folge forcierten Übernahmen einiger strauchelnder Banken.

Zweites zentrales Kapitalmarktthema war die Entwicklung der Renditen an den globalen Anleihemärkten und hier insbesondere am Markt für US-Staatsanleihen. Starke Konjunktur- und anhaltend hohe Inflationsdaten führten im ersten Quartal zu einer Fortsetzung der restriktiven Geldpolitik der Fed und zu schnell steigenden Renditen. So markierten zweijährige US-Staatsanleihen im März den höchsten Stand seit 2007. Dieser Anstieg wurde dann kurzzeitig von der Krise der US-Regionalbanken und den Stützungsmaßnahmen der US-Notenbank unterbrochen. Weiterhin hohe Inflationsdaten führten im Frühsommer in Kombination mit der zunehmenden Fokussierung des Kapitalmarktes auf die ausufernden Haushaltsdefizite in den USA zu einem erneuten Anstieg der Renditen und zweijährige US-Zinsen erreichten im Oktober neue Jahreshochs. Gerade die Sorge vor einem weiter ansteigendem Finanzierungsbedarf der USA ließ im Oktober auch langlaufende Renditen auf den höchsten Stand seit 2007 steigen.

Mit niedrigeren Inflationsdaten kamen die Anleihe-Renditen von diesen hohen Niveaus ab Anfang November deutlich zurück. Der Rückgang verstärkte sich durch die Indikation der Fed im Dezember, dass für 2024 Zinssenkungen wahrscheinlicher werden. Die Renditen zehnjähriger Anleihen sanken so von ihren Höchstständen Ende Oktober fast auf das Niveau von Ende 2022. Europäische Renditen verzeichneten auf niedrigerem Niveau einen ähnlichen Verlauf, beendeten das Jahr aber deutlich niedriger. Mit der starken Erholung im Herbst konnten Anleihen das Jahr trotz zwischenzeitlich sehr starker Verluste positiv beenden.

Die Aktien der kleinen und mittelgroßen europäischen Unternehmen starteten nach einem schwächeren 4. Quartal 2022 fulminant ins neue Jahr 2023 und konnten in den ersten fünf Wochen rund 11% zulegen, da sich die Angst vor einer möglichen Rezession deutlich reduzierte. Nachfolgend pendelten die Aktien bis Ende Juli in einer engen Spanne, bevor es in den folgenden drei Monaten bis Ende Oktober zu deutlichen Verlusten kam, die gleichzeitig die Jahrestiefststände markierten. Die Kursschwäche wurde durch die deutlich gestiegenen Zinsen ausgelöst, die sich negativ auf die Unternehmensbewertungen auswirkten. Die letzten beiden Monate gestalteten sich mit Kursgewinnen von rund 16% wieder sehr positiv, wodurch die Aktien fast auf Jahreshoch aus dem Jahr gingen. Die positive Performance wurde durch den deutlichen Rückgang der Zinsen befeuert.

Trotz der genannten belastenden Faktoren konnten die deutschen Nebenwerte im Jahr 2023 Kursgewinne verzeichnen. Das lag vor allem daran, dass die Aussichten schon sehr weit in die Kurse eingepreist waren. Die Nebenwerte hatten im Jahr 2022 stark verloren (ca. 27%). Ausgehend von diesem niedrigen Niveau konnte dann im Jahr 2023 doch noch eine deutlich positive Wertentwicklung vollzogen werden. Dazu beigetragen haben vor allem deutsche KMU` s, die ihre Umsätze viel außerhalb des europäischen Auslands erwirtschaften. Der deutsche Mittelstand ist zumeist auch international unterwegs, das hilft gerade in der gegenwärtigen Krise.

Ausgehend vom Startwert von 13.923 Punkten gewann der DAX bis zum Jahresende 2.828 Punkte. Das Jahr schloss am letzten Handelstag des Jahres bei 16.572 Punkten (+20,31%). Der SDAX schloss mit +17,06% bei einem Jahresendwert von 13.960 Punkten und auch der MDAX beendete das Börsenjahr entsprechend: bei einem Jahresendwert von 27.137 Punkten gewann der Index im Jahresverlauf 2.020 Punkte (+8,04%) hinzu.

Die Marktentwicklung im Jahresverlauf 2023 spiegelte sich auch in der Investmentstatistik des deutschen Fondsverbands BVI wider:

Das Jahr 2023 war unter dem Strich ein erfolgreiches Jahr für die in Deutschland aktiven Asset Manager. Offene Publikumsfonds fanden wieder Anleger, wenngleich nicht alle Gesellschaften profitieren konnten: Es konnten 2023 Nettomittelzuflüsse von insgesamt 63 Milliarden Euro eingesammelt werden, wovon 33,7 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 12,9 Milliarden auf offene Publikumsfonds entfielen.

Das gesamte Nettovermögen von offenen Spezial- und Publikumsfonds ist im Berichtsjahr 2023 um 7,3 Prozent auf 3.461 Mrd. Euro gestiegen. Das auf offene Publikumsfonds entfallende Nettovermögen belief sich zum 31. Dezember 2023 auf 1.382 Mrd. Euro (Ende 2022 1.281 Mrd. Euro), während das Nettovermögen offener Spezialfonds bei 2.079 Mrd. Euro (Ende 2022: 1.944 Mrd. Euro) lag.

2.2. Geschäftsverlauf

Ertragslage

Wesentliche finanzielle Ertragskomponenten der Gesellschaft sind volumenabhängige Provisionserträge aus der Verwaltung von Spezial- und Publikumsfonds. Die Ertragslage der Gesellschaft hängt daher weitgehend von der Entwicklung der Kapitalmärkte und dem Absatzerfolg ab.

Die im Jahresabschluss 2022 für das Geschäftsjahr 2023 prognostizierte leichte Steigerung des Provisionsergebnisses durch Verwaltungsvergütungseinnahmen inländischer AIF sowie OGAW wurde im Berichtsjahr verfehlt: Im Berichtsjahr 2023 konnten niedrigere Provisionserträge durch volumenabhängige Verwaltungsvergütungseinnahmen sowie durch erfolgsabhängige Vergütungen für AIF und OGAW (25,66 Mio. EURO) im Vergleich zum Vorjahr (26,10 Mio. EURO) erzielt werden.

Sie sonstigen betrieblichen Erträge betreffend im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,27 Mio. EURO).

Die Provisionsaufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 14,81 Mio. EURO (im Vorjahr 15,35 Mio. EURO). Die wesentliche Reduzierung der Provisionsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus geringeren Aufwendungen für die Auslagerung des Portfoliomanagements der Luxemburger OGAW (14,00 Mio. EURO, Vorjahr 14,47 Mio. EURO).

Der Verwaltungsaufwand des Geschäftsjahres ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken (9,80 Mio. EURO; im Vorjahr 10,55 Mio. EURO). Im Wesentlichen wurde dies durch geringere Personalaufwendungen verursacht. Unabhängig davon baut die Lupus alpha Investment GmbH ihre Position als Kompetenzzentrum für nationale Aktivitäten im Bereich Asset Management der Lupus alpha Gruppe weiter aus.

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Ergebnis von 1.917 TEURO (im Vorjahr 1.267 TEURO) ab. Dieses ist aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft Lupus alpha Asset Management AG, Frankfurt am Main, abzuführen.

Finanz- und Vermögenslage

Die wesentlichen Vermögenspositionen der Lupus alpha Investment GmbH bestehen aus kurzfristig realisierbaren Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von 4,81 Mio. EURO (im Vorjahr 7,97 Mio. EURO), Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 4,00 Mio. EURO (im Vorjahr 4,00 Mio. EURO) und zum Bilanzstichtag noch nicht eingegangenen Verwaltungsvergütungen für den Monat Dezember in Höhe von 2,97 Mio. EURO (im Vorjahr 2,15 Mio. EURO), die zusammen einen Anteil von 96,71% (im Vorjahr 97,47%) der Bilanzsumme darstellen.

Der Überschuss der liquiden Mittel beträgt zum Bilanzstichtag 2,00 Mio. EURO (im Vorjahr 2,08 Mio. EURO). In den liquiden Mitteln sind die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war jederzeit gewährleistet.

Die Rückstellungen in Höhe von 1,59 Mio. EURO (im Vorjahr 1,61 Mio. EURO) bestehen im Wesentlichen aus Rückstellungen für Bestandsprovisionen und übrigen Rückstellungen (u. a. Personalbereich, Gebühren und Prüfungskosten). Die Rückstellungen sind ausreichend bemessen.

Die Eigenmittel der Gesellschaft belaufen sich auf 2,56 Mio. EURO (im Vorjahr 2,56 Mio. EURO), was einen Anteil von 20,53% (im Vorjahr 17,37%) der Bilanzsumme darstellt. Im Wesentlichen sind diese in Guthaben bei Kreditinstitutionen angelegt. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet.

Die Gesellschaft erachtet den künftigen Geschäftsverlauf positiv.

2.3 Leistungsindikatoren

Der wesentliche finanzielle Leistungsindikator der Gesellschaft, das Provisionsergebnis, wurde unter 2.2. besprochen.

Wesentliche nicht finanzielle Leistungsindikatoren sind das Personal und das Serviceangebot. In Bezug auf die Planung und Steuerung dieser nicht finanziellen Leistungsindikatoren orientierte sich die Gesellschaft an der Wertentwicklung der Anlagekonzepte.

Permanente Verbesserungen in den Investment-Prozessen sowie stetig betriebene Ausbildungs- und Fortbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter im Bereich Asset Management der Gesellschaft sollen diese Entwicklung vorantreiben. Im Berichtsjahr konnte die Gesellschaft einige nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter/innen hat sich im Berichtsjahr um 2 Personen auf 89 Personen (Vorjahr 87 Personen) erhöht.

Eine ziel- und leistungsbasierte Personalpolitik bewirkt, dass die Mitarbeiter auf allen Ebenen der Gesellschaft ein unternehmerisches Denken umsetzen. Unterstützt wird dies durch variable Vergütungskomponenten, die sich an der Erreichung individueller- und unternehmensbezogener Leistungsziele orientieren.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognosebericht

Mit Blick auf das Jahr 2024 geht die Gesellschaft davon aus, dass ein Dauerthema aus dem Jahr 2023 auch 2024 erhalten bleiben wird:

Wann kommt die Leitzinswende der FED? Im Dezember wurde an den Kapitalmärkten eine Wahrscheinlichkeit von knapp 70% für eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte für März 2024 gehandelt. Diese sank nun auf gut 50%, was u.a. auf die Entwicklung der US-Arbeitsmarktzahlen zurückzuführen war. Die Daten zum Auslastungsgrad am Arbeitsmarkt deuten ebenfalls keinen unmittelbaren geldpolitischen Handlungsbedarf an. Im Jahr 2023 hatte der US-Arbeitsmarkt zwar deutlich an Dynamik eingebüßt, zeigte sich aber resilient gegenüber den Zinssteigerungen. Im Jahresdurchschnitt nahm die Anzahl der Beschäftigten netto um gut 3,5 Mio. zu. Dies war bei weitem mehr als in den Jahren vor Corona (Durchschnitt 2012 bis 2019: 2,4 Mio. Stellen), aber deutlich weniger als im Rekordjahr 2022 mit 6,3 Mio. Stellen. Die Steigerung war aus geldpolitischer Sicht zu signifikant, um rasche Zinssenkungen zu rechtfertigen. Bis dahin dürfte sich das Inflationsumfeld noch etwas weiter entspannt haben.

Im Gegensatz zu den USA hat sich das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum nicht so schnell erholt wie viele Marktteilnehmer erwartet hatten. Der Economic Sentiment Indikator verharrte im Jahr 2023 in einem Bereich von -10 bis -20. Im Jahr 2024 stehen einige Wahlen an, so dass politische Entscheidungen dieses Jahr ein bedeutender Treiber des Kapitalmarkts sein dürften. Eine der wichtigsten Wahlen dürfte die US-Wahl sein, die bereits heute ihre Schatten voraus wirft und, abhängig vom Ergebnis, die Deglobalisierung erheblich beschleunigen könnte.

Auch im Jahr 2024 wird Europa voraussichtlich von geopolitischen Verwerfungen am stärksten betroffen sein. Wesentliche Gründe hierfür sind:

eine straffe Finanzpolitik

eine relativ straffe Geldpolitik

höhere Energiekosten im Vergleich zu den USA

Durch die Stilllegung von Kernkraftwerkskomponenten und die starke Abhängigkeit von russischem Gas setzte Europa sich dem Risiko externer Energieschocks aus. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine und den darauffolgenden Sanktionen machen sich diese belastenden Faktoren nun in der Volkswirtschaft bemerkbar. Ein Teil dieser Auswirkungen konnten durch höhere Importe von (teurerem) Flüssigerdgas abgefedert werden, ein anderer Teil durch die Abwanderung energieintensiver Sektoren aus Deutschland nach China, in die Vereinigten Staaten und in andere Länder. Diese Entwicklungen beeinträchtigen die langfristigen Perspektiven der europäischen Wirtschaft jedoch negativ.

Zusammengefasst stellt sich die Lage für die drei Wirtschaftsblöcke wie folgt dar:

Die Vereinigten Staaten haben eine schwache Produktion, aber einen starken Konsum.

Die Eurozone hat eine schwächer werdende Produktion und einen schwachen Konsum.

China hat eine starke Produktion, aber einen schwachen Konsum sowie eine sich stark veränderte politische Landschaft.

Die Inflation im Euroraum wird sich nach Erwartungen der Europäischen Zentralbank im laufenden Jahr wahrscheinlich von durchschnittlich 5,4% (2023) auf 2,7% verringern. Kurzfristig rechnen die Notenbanker aufgrund aufwärtsgerichteter Basiseffekte bei den Energiekomponenten und dem Auslaufen staatlicher Stützungsmaßnahmen zunächst aber noch einmal mit einem vorübergehenden Anstieg. Alles in allem wird die Gesamtinflation nur allmählich sinken und den von der EZB angestrebten Zielwert von zwei Prozent nach eigener Projektion erst in der zweiten Jahreshälfte 2025 erreichen.

Hoffnungen auf eine erste Zinssenkung schon im Frühjahr, wie sie von einigen Investoren gehegt werden, könnten sich somit als verfrüht erweisen. Im weiteren Jahresverlauf ist dies jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf die konjunkturelle Schwächephase der Eurozone, die sich zunächst fortsetzen dürfte. Nach geschätzten +0,6% beim Bruttoinlandsprodukt im abgelaufenen Jahr wird für 2024 nur mit einer marginal höheren Wachstumsrate (0,6% bis 0,8%) gerechnet. Erst mittelfristig (2025 und 2026) sollten sinkende Inflationsraten und ein robustes Lohnwachstum wieder höhere Werte ermöglichen.

Für das erste Quartal 2024 erwartet die Gesellschaft ein weiterhin unruhiges Marktumfeld. Die sehr kurze und vergleichsweise starke Erholung im vergangenen Quartal trifft auf einen nach wie vor gedämpften Optimismus bei den Unternehmen für den Jahresbeginn 2024.

Von einer kurzfristigen Auflösung der Themen rund um Lagerabbau, vorsichtiges Bestellverhalten und allgemeine Nachfrageerholung ist nicht auszugehen. Die Gesellschaft erwartet daher einen verhaltenen Jahresauftakt mit Potential für Rücksetzer. Gleichzeitig sieht die Gesellschaft ein weiterhin niedriges Bewertungsniveau der Small & Mid Caps, was wiederum Chancen in Schwächephasen zum vereinzelten Aufbau von Exposures bieten sollte, da die Gesellschaft eine Aufhellung der allgemeinen konjunkturellen Lage im Jahresverlauf erwartet. Fundamentales Stock Picking ist aus Sicht der Gesellschaft essenziell, um die "echten" Gewinner zu finden und Fehlbewertungen am Markt aktiv zu nutzen.

Die Gesellschaft rechnet für 2024 mit einem Anstieg des Provisionsergebnisses aus volumenabhängigen Verwaltungsvergütungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023. Die Gesellschaft erachtet den künftigen Geschäftsverlauf positiv.

Es ist nach wie vor sehr wichtig, dass wir an unseren Investitionskriterien festhalten und nach qualitativ hochwertigen Unternehmen mit soliden Bilanzen sowie großen Liquiditätspositionen suchen. Die Gesellschaft geht davon aus, dass sich diese Unternehmen in Zukunft voraussichtlich besser entwickeln als der Markt.

Darüber hinaus sehen sich Asset Manager und die gesamte Finanzdienstleistungsbranche weiterhin einem regulatorischen Umfeld gegenüber, das einerseits geprägt ist durch eine historisch außergewöhnlich hohe Veränderungsgeschwindigkeit und andererseits durch eine permanent zunehmende Verschärfung der Regeln mit den Konsequenzen stetig steigender Kosten und tendenziell abnehmender Geschäftsmöglichkeiten.

Gesetzliche Regelwerke sorgen weiterhin für umfangreiche Projektarbeiten mit hohen Projektkosten und Ressourcenbindungen bei den Asset Managern. Hierzu zählen insbesondere die fortdauernden Rechtssetzungsprozesse zur European Market Infrastructure Regulation (EMIR), OGAW V, Richtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID II), ESG Daten und der Offenlegungsverordnung/Taxonomie.

Dessen ungeachtet erwartet die Gesellschaft weiterhin ein steigendes Interesse an spezialisierten Investment-Konzepten, insbesondere im Bereich Alternativer Investmentkonzepte. Dieses Interesse wird auch in Zukunft von der Gesellschaft mit eigenen Marktinitiativen und Produktlösungen abgedeckt, was sich in der geplanten Auflage weiterer innovativer Alternative Solutions Produkte, insbesondere in der Asset-Klasse "Volatilität", Produkte der Asset-Klasse "CLO" sowie in Produkte der Asset-Klasse "Convertible Bonds", widerspiegelt.

Darüber hinaus wird die Gesellschaft an den erwarteten weltweiten Marktpotentialen als Anbieter von spezialisierten Produkten innerhalb des Bereichs Asset Management teilhaben.

In Bezug auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren geht die Gesellschaft davon aus, dass diese sich an der Wertentwicklung der Anlagekonzepte orientieren werden.

Gravierende Änderungen an den Märkten und in den Rahmenbedingungen können zu einer anderen Einschätzung führen.

Chancenbericht

Im Geschäftsjahr konnte die Gesellschaft die vorhandenen Produkte weiterentwickeln. Dazu trugen unter anderem die leistungsfähige Organisationsstruktur, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ein erfahrenes Management bei. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben.

Ein weiterhin steigendes Interesse an spezialisierten Investment-Konzepten, insbesondere im Bereich Alternativer Investmentkonzepte, bieten ausreichend Potential und die Chance für die Gesellschaft an der zukünftigen Entwicklung zu partizipieren und den Kunden durch eigene Produkte Lösungen mit Mehrwert bieten zu können.

Lupus alpha geht mit Blick auf das begonnene Jahr 2024 nicht nur von einer Beruhigung der Entwicklung aus, sondern sieht aktuell darüber hinaus die Opportunität, dass neben einer deutlichen Erholung der zugrundeliegenden Kapitalmärkte mit strukturellem und profitablem Wachstum zu rechnen sein könnte.

All die Kräfte, die sich 2023 negativ auf die Entwicklung der Kapitalmärkte ausgewirkt haben, bieten nunmehr im Umkehrschluss auch eine spannende Investmentperspektive und sei es nur im Sinne einer Normalisierung der vorherigen negativ überschießenden Kursentwicklung.

Bereits in den vorübergehenden Aufschwungphasen am Markt im Sommer und Spätherbst letzten Jahres deutete sich das erhebliche (Erholungs-) Potential an.

Risikobericht

Die Risikomessung und zeitnahe Überwachung aller Risiken sind wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems der Lupus alpha Investment GmbH. Eine fortlaufende Weiterentwicklung der Risikosteuerungssysteme trägt dazu bei, die Ausrichtung der Geschäftsstrategie zukunftsorientiert zu gestalten.

Risikomanagement definiert die Lupus alpha Investment GmbH auch als Chancenmanagement. Denn auch verpasste Chancen stellen Risiken dar, die es im Nachhinein zu analysieren gilt.

Risiken aus dem Investmentgeschäft

Risiken aus dem Investmentgeschäft können vornehmlich aus Verletzungen der gesetzlichen und vertraglichen Anlagebestimmungen der Sondervermögen sowie aus der Entwicklung der nationalen und internationalen Finanz- und Kapitalmärkte entstehen. Bei Eintritt dieser Risiken ist mit finanziellen Einbußen für die Gesellschaft zu rechnen. Die Überwachung dieser und weiterer Risiken erfolgt innerhalb der Prozess-Kontrollen der Lupus alpha Investment GmbH in den "Abteilungen Funds Investment Services", "Risk Management & Risk Control" und "Compliance" unter Zuhilfenahme entsprechender EDV-Unterstützung. Operationelle Risiken werden durch eine spezielle IT-Anwendung erfasst und bewertet sowie die sich hieraus abgeleiteten Maßnahmen überwacht. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat werden durch regelmäßige Berichte der für die Risikokontrollen zuständigen Personen zeitnah über die wesentlichen geschäftlichen und operationellen Risiken informiert.

Sonstige Risiken

Im Geschäftsjahr 2023 haben sich für die Gesellschaft und deren Verwaltungsmandate keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr unverändert geblieben. Die Risikotragfähigkeit war jederzeit gegeben.

Auf Grund der bestehenden Struktur der Vermögenspositionen bestehen keine besonderen Preisänderungs-, Marktpreis-, Ausfall-, Liquiditäts-, rechtliche und Operationelle Risiken, die für die Beurteilung der Lage der Gesellschaft von Belang sind.

 

Frankfurt am Main, 8. Mai 2024

Dr. Götz Albert, Geschäftsführer

Michael Frick, Geschäftsführer

Ralf Lochmüller, Geschäftsführer

JAHRESBILANZ zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 4.809.415,43 7.971.433,75
2. Aktien und andere nichtfestverzinsliche Wertpapiere 3.997.018,94 3.997.018,94
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.253.945,52 2.396.643,27
4. Rechnungsabgrenzungsposten 410.310,48 372.557,35
Summe der Aktiva 12.470.690,37 14.737.653,31

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 8.318.556,82 10.566.221,62
2. Rückstellungen
a) andere Rückstellungen 1.592.133,55 1.611.431,69
3. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 2.560.000,00 2.560.000,00
2.560.000,00 2.560.000,00
Summe der Passiva 12.470.690,37 14.737.653,31
Für Anteilinhaber verwaltete Sondervermögen
Spezialfonds 4.867.092.059,56 3.966.455.831,77
Publikumsfonds 1.929.611.472,34 1.957.707.727,66
6.796.703.531,90 5.924.163.559,43
Anzahl
Spezialfonds 10 9
Publikumsfonds 15 14

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2023 bis 31.12.2023

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit - und Geldmarktgeschäften 33.248,51 9.117,77
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 64.595,30 97.843,81 5.500,00
97.843,81 14.617,77
2. Provisionserträge 25.693.866,28 26.141.256,55
3. Provisionsaufwendungen 14.812.390,19 10.881.476,09 15.345.955,22
4. Sonstige betriebliche Erträge 741.387,50 1.034.068,10
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 5.113.975,45 5.690.195,16
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung 818.663,73 5.932.639,18 894.419,33
- darunter: für Altersversorgung EUR 189.929,33 (EUR 209.413,79)
b) andere Verwaltungsaufwendungen 3.866.374,80 3.968.286,18
9.799.013,98 10.552.900,67
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.073,73 6.876,95
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 88,11- 17.591,65
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 1.916.707,80 1.266.617,93
9. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 1.916.707,80- 1.266.617,93-
10. Jahresüberschuß 0,00 0,00

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft wird unter der Firma Lupus alpha Investment GmbH mit Sitz in Frankfurt im Handelsregister B des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der HRB-Nummer 52705 geführt.

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft gemäß § 18 KAGB. Nach § 38 KAGB i.V.m. § 340a Abs. 1 HGB, waren die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften zu beachten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 bis 288 sowie 340 ff. HGB und des GmbHG aufgestellt. Für den Jahresabschluss gelten die Rechnungslegungsvorschriften nach dem Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) vom 11.12.1998 in der Fassung der Änderung durch das Gesetz vom 17.07.2015.

Die Bilanzierung hat gemäß § 38 KAGB nach RechKredV und § 340a ff. HGB zu erfolgen.

Die Forderungen an Kreditinstitute wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren handelt es sich um Wertpapiere des Anlagevermögens, die nicht börsennotiert sind. Diese wurden zu Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung des § 253 Abs. 3 HGB, bewertet. Dabei wurden im Geschäftsjahr unter Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips keine Abschreibungen vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Beträge, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.

Die Bilanz enthält keine Fremdwährungspositionen.

III. Erläuterungen zum Jahresabschluss

1. Erläuterungen zur Bilanz

Bei den Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich um täglich fällige Forderungen T€ 4.809 (Vorjahr: T€ 7.971).

Die im Anlagevermögen enthaltenen Wertpapiere stellen zum Stichtag in Höhe von T€ 3.997 (Vorjahr: T€ 3.997) Anteile an Fonds dar. Die Gesellschaft ist an keinem dieser Fonds zu mehr als 10% beteiligt. Darum sind keine Angaben gemäß § 285 Nr. 26 zu machen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. Die Anlagegüter des Anlagevermögens werden bis zum Wert von € 0,00 abgeschrieben.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen an Kunden von T€ 3.102 (Vj: T€ 2.285) und haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Diese betreffen im Wesentlichen die Forderungen gegenüber Fonds. Es wurden keine Sicherheiten gewährt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (T€ 8.246, Vorjahr: T€ 9.846), Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 62 Vorjahr: T€ 291) sowie Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer (T€ 11 Vorjahr: T€ 9). Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu drei Monaten. Es wurden keine Sicherheiten gewährt.

Die anderen Rückstellungen enthalten Rückvergütungen der Verwaltungsgebühren (T€ 710, Vorjahr: T€ 600), Verpflichtungen aus Provisionszahlungen (T€ 46, Vorjahr: T€ 46), sowie aus dem Personalbereich (T€ 281, Vorjahr: T€ 276).

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Eine Aufgliederung nach geographischen Märkten gemäß § 34 Abs. 2 Nr. 1 RechKredV wurde nicht vorgenommen. Die Positionen Zinserträge, Provisionserträge und sonstige betriebliche Erträge beziehen sich alle auf das Inland.

Unter dem Posten Provisionserträge (T€ 25.694, Vorjahr: T€ 26.141), werden die Gebühren für die Verwaltung der Fondsvermögen gegenüber Dritten ausgewiesen.

Die Position sonstige betriebliche Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Rechnungen (T€ 445, Vorjahr: T€ 455), der Auflösung von Rückstellungen (T€ 271, Vorjahr: T€ 554) sowie Sachbezügen (T€ 15, Vorjahr: T€ 9).

Die Provisionsaufwendungen fielen, wie im Vorjahr, fast ausschließlich für Verwaltungsvergütungen an.

Die Anderen Verwaltungsaufwendungen entfielen im Wesentlichen auf Lizenzen (T€ 637, Vj.: 559, Research (T€ 501, Vj.: T€ 580), Repräsentationskosten (T€ 448, Vj.: T€ 336), Raumkosten (T€ 450, Vj.: T€ 411), EDV-Pflege (271, Vj.: 243), Werbekosten (T€ 257, Vj.: T€ 218), Informationsdienste (T€ 217, Vj.: T€ 195), Rechts- und Beratungskosten (T€ 180, Vj.: T€ 344), Abschluß- und Prüfungskosten (T€ 129, Vj.: T€ 96) sowie einer großen Anzahl verschiedener Kosten von jeweils untergeordneter Bedeutung.

V. Sonstige Angaben

1. Nicht bilanzwirksame Geschäfte

Es bestanden zum Bilanzstichtag keine nicht bilanzwirksamen Geschäfte.

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Haftungsverhältnisse im Sinne der §§ 251 und sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. 285 Nr. 3 HGB.

3. Zahl der beschäftigten Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 90 Personen (Vorjahr 87 Personen) beschäftigt. Von den durchschnittlich beschäftigten Personen waren es im Geschäftsjahr 26 Mitarbeiterinnen und 64 Mitarbeiter (Vorjahr 24 Mitarbeiterinnen und 63 Mitarbeiter).

4. Organe

Im Berichtszeitraum waren folgende Personen zu Geschäftsführern bestellt:

Herr Ralf Lochmüller (Bankkaufmann), Frankfurt am Main, Sprecher des Vorstands, zuständig für die Geschäftsbereiche "Strategy & Planning, Clients & Markets",

Herr Michael Frick (Dipl. Kaufmann), Königstein, zuständig für die Geschäftsbereiche "Technology & Infrastructure, Finance & Risk, Compliance",

Herr Dr. Götz Albert (Dipl. Volkswirt), Wiesbaden, zuständig für die Geschäftsbereiche "Portfolio Management (PM)".

Die Gesellschaft wird durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsräte waren die Herren

Dietrich Twietmeyer (Dipl. Agr. Ing.), Bad Soden/Taunus, stellvertr. Vorsitzender,

Dr. Oleg de Lousanoff (Rechtsanwalt und Notar), Frankfurt am Main, Vorsitzender,

Dr. Helmut Wölfel (Rechtsanwalt), München.

5. Bezüge der Organe

Die Geschäftsführer erhielten im Berichtszeitraum keine direkten Bezüge.

Der Aufsichtsrat erhielt für den Berichtszeitraum Bezüge in Höhe von T€ 25.

6. Muttergesellschaft

Die Lupus alpha Asset Management AG, Frankfurt am Main hält 100% der Anteile an der Lupus alpha Investment GmbH, Frankfurt am Main. Diese ist auch Muttergesellschaft des kleinsten Konsolidierungskreises.

Der Jahresabschluss der Lupus alpha Investment GmbH, Frankfurt am Main, wird in den Konzernabschluss der Lupus alpha Holding GmbH, Frankfurt am Main, einbezogen, welche 92% der Lupus alpha Asset Management AG hält. Diese ist auch Muttergesellschaft des größten Konsolidierungskreises.

Der Konzernabschluss der Lupus alpha Holding GmbH wird gemäß § 325 HGB durch Einreichung beim Unternehmensregister der Bundesanzeigerverlagsgesellschaft mbH, Köln veröffentlicht.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Als Aufwand für den Abschlussprüfer ist ein Betrag in Höhe von T€ 65 für Abschlussprüfungsleistungen enthalten.

8. Gewinnverwendung

Zwischen der Lupus alpha Asset Management AG und der Lupus alpha Investment GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

9. Auswirkungen durch das Mindeststeuergesetz

Da die Gesellschaft die Schwellenwerte für die Anwendung des Mindeststeuergesetzes weit unterschreitet, ist dieses nicht anzuwenden. Jedoch würden sich für den tatsächlichen Steueraufwand oder Steuerertrag auch bei dessen Anwendung keine Auswirkungen ergeben.

 

Frankfurt am Main, den 8. Mai 2024

Dr. Götz Albert, Geschäftsführer

Michael Frick, Geschäftsführer

Ralf Lochmüller, Geschäftsführer

Anlagespiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Bruttowert 01.01.2023 + Zugänge Abgänge Umbuchungen Bruttowert 31.12.2023
Euro
Immaterielle Anlagewerte 1.002.092,34 0,00 0,00 0,00 1.002.092,34
Sonstige Sachanlagen Computer 761,01 0,00 0,00 0,00 761,01
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.997.018,94 0,00 0,00 0,00 3.997.018,94
Gesamt 4.999.872,29 0,00 0,00 0,00 4.999.872,29
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023 Geschäftsjahres Abschreibungen des Geschäftsjahres Abgänge Umbuchungen Zuschreibungen Stand 31.12.2023
Euro Euro Euro
Immaterielle Anlagewerte 1.002.092,34 0,00 0,00 0,00 0,00 1.002.092,34
Sonstige Sachanlagen Computer 761,01 0,00 0,00 0,00 0,00 761,01
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 1.002.853,35 0,00 0,00 0,00 0,00 1.002.853,35
Buchwert 31.12.2023 Buchwerte Buchwert 31.12.2022
Euro Euro
Immaterielle Anlagewerte 0,00 0,00
Sonstige Sachanlagen Computer 0,00 0,00
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 3.997.018,94 3.997.018,94
Gesamt 3.997.018,94 3.997.018,94

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Lupus alpha Investment GmbH, Frankfurt am Main

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Lupus alpha Investment GmbH, Frankfurt am Main, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lupus alpha Investment GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 8. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fatih Agirman, Wirtschaftsprüfer

ppa. Heiko Sundermann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2023 dreimal getagt. Er hat sich von der Geschäftsführung durch schriftliche und mündliche Berichte regelmäßig über die Geschäftslage und alle wichtigen Vorgänge unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat die von ihm zu genehmigenden Geschäfte geprüft und mit der Geschäftsführung behandelt.

Die Buchführung, der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC), Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Dem Ergebnis dieser Prüfung stimmt der Aufsichtsrat auch auf Grund seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes zu.

 

Frankfurt am Main, 13. Mai 2024

Dr. Oleg de Lousanoff, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 13.05.2024 festgestellt.

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