MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH

Sanderweg 1, 35452 Heuchelheim an der Lahn, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Gießen HRB 3967
Eingetragen
26.9.2003
Branche
Ingenieurbüros für Fachplanung von technischer GebäudeausrüstungHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Planung, die Herstellung und der Vertrieb von reinraum- und prozesstechnischenoder damit verwandten Anlagen und Komponenten sowie die Erbringung entsprechender Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Miroslav Horvat
seit 18.11.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AMELICOR GROUP d.o.o.HRV
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
AMELICOR GROUP d.o.o.
Croatia
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH

Heuchelheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH, Heuchelheim

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Gesellschaft - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt - Vergleichsangaben

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH (Gesellschaft) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und somit die Vergleichsangaben zum 31. Dezember 2022 und für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sind nicht geprüft. Unser Prüfungsurteil ist diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 24. April 2025

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Timo Husemann, Wirtschaftsprüfer

Philip Schmid, Wirtschaftsprüfer

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 44.673,00 38.857,00
44.673,00 38.857,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 99.812,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 1,50 1,50
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 630.336,00 405.399,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 77.525,76
730.149,50 482.926,26
III. Finanzanlagen
sonstige Ausleihungen 1.000,00 1.000,00
775.822,50 522.783,26
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.194.796,94 3.528.655,64
2. unfertige Erzeugniss 603.572,70 661.903,67
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 614.555,10 673.576,53
4. geleistete Anzahlungen 52.372,00 31.224,00
4.465.296,74 4.895.359,84
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.649.974,77 1.762.321,78
2. sonstige Vermögensgegenstände 481.088,96 457.659,88
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 44.690,13 (Vorjahr: EUR 36.473,30)
6.596.360,47 7.115.341,50
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 944.289,61 213,01
944.289,61 213,01
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 30.282,73 22.748,17
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 478.454,43 0,00
8.825.209,74 7.661.085,94

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Kapitalrücklage 1.000.000,00 1.000.000,00
III. Gewinnvortrag 171.243,73 1.218.672,48
IV. Jahresfehlbetrag -1.699.698,16 -1.047.428,75
V. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 478.454,43 0,00
0,00 1.221.243,73
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 378.141,21 382.878,65
378.141,21 382.878,65
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstiuten 3.492.138,04 3.668.168,41
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.903.403,16 359.627,22
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 459.531,50 1.500.074,40
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.261.543,26 501.358,36
5. sonstige Verbindlichkeiten 330.452,57 27.735,17
- davon aus Steuern: EUR 221.627,44 (Vorjahr: EUR 0,00) 8.447.068,53 6.056.963,56
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 92.697,28 (Vorjahr: EUR 11.705,71)
8.825.209,74 7.661.085,94

Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 15.417.415,43 15.264.454,99
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -117.352,40 668.301,01
3. sonstige betriebliche Erträge 161.809,91 333.502,78
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 20.620,33 (Vorjahr: EUR 74.675,35)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -8.219.169,13 -9.346.508,04
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.000.924,22 -1.443.564,17
-9.220.093,35 -10.790.072,21
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -4.589.938,87 -3.868.217,29
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.004.970,54 -797.663,56
- davon für Altersversorgung: EUR 8.670,00 (Vorjahr: EUR 55.370,00)
-5.594.909,41 -4.665.880,85
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -259.810,83 -160.548,45
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -1.994.530,81 -1.766.466,47
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 899,24 (Vorjahr: EUR 11.161,29)
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 68,89 40,50
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -89.483,19 -40.334,68
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.818,63)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 112.130,28
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 11.270,00)
11. Ergebnis nach Steuern -1.696.885,76 -1.044.873,10
12. sonstige Steuern -2.812,40 -2.555,65
13. Jahresfehlbetrag -1.699.698,16 -1.047.428,75

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter der Firma

 

MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH

 

Heuchelheim

beim Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 3967 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Ergänzend waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung wurden nach den Gliederungsschemata gemäß § 266 Abs. 2 HGB bzw. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Aufstellung des Anhangs nutzt die Gesellschaft die größenabhängigen Erleichterungen.

Zum Abschlussstichtag weist das Unternehmen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 478 auf. Trotz dieser negativen Eigenkapitalsituation ist die Fortführung der Unternehmenstätigkeit (Going-Concern-Prämisse) weiterhin gegeben. Die Geschäftsführung hat detaillierte Maßnahmen zur finanziellen Umstrukturierung eingeleitet, um die Liquidität und Stabilität des Unternehmens zu sichern. Dazu zählen u.a. der Abschluss eines Darlehensvertrages mit einem verbundenen Unternehmen und strukturelle Anpassungen, einschließlich Gehalts- und Personalmaßnahmen, um die zukünftige Ertragsfähigkeit zu verbessern. Nach Einschätzung der Geschäftsführung besteht daher diesbezüglich keine wesentliche Unsicherheit, und das Unternehmen wird in der Lage sein, im gewöhnlichen Geschäftsverlauf seine Vermögenswerte zu realisieren und seine Schulden zu begleichen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss abgewendeten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden weiterhin angewendet.

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte unter der Annahme der Unternehmensfortführung (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB).

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre), bewertet.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen bemessen sich unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer zwischen 3 und 14 Jahren. Die Zugänge des Geschäftsjahres wurden nach der linearen Methode abgeschrieben. Soweit der der beizulegende Zeitwert einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzliche außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Zugangsjahr im vollen Umfang abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten am Bilanzstichtag angesetzt.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Der Ansatz der unfertigen und fertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten. Neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten sind notwendige Fertigungs- und Materialgemeinkosten berücksichtigt. Für Überbestände und Ungängigkeit sind Bewertungsabschläge vorgenommen worden.

Forderungen, sonstige Vermögengegenstände und die liquiden Mittel sind mit dem Nennbetrag bilanziert. Erkennbaren Risiken ist durch entsprechende Wertberichtigung angemessen Rechnung getragen worden. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos, der Skontiabzüge, der Zinsverluste sowie der Mahn- und Beitreibungskosten wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen außerdem pauschal mit 0,5% der Nettoforderungen abgewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, gebildet. Die Auflösung des Postens erfolgte linear entsprechend dem Zeitablauf.

Die sonstigen Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Eine Abzinsung gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB war nicht erforderlich, da sämtliche Rückstellungen eine Restlaufzeit von einem Jahr haben. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der im Anlagevermögen bilanzierten Werte ist der Tabelle zu entnehmen, die dem Anhang als Anlage beiliegt (Anlage zum Anhang).

Die Vorräte sind mit einem Gesamtwert von TEUR 4.465 angesetzt und ergeben sich hauptsächlich aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie aus fertigen und unfertigen Waren.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. TEUR 1.650 (Vorjahr: TEUR 1.762) resultieren aus dem laufenden Geschäftsbetrieb. Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Vermögensgegenständen werden debitorische Kreditoren sowie das Umsatzsteuerguthaben des laufenden Geschäftsjahres ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit Ausnahme der geleisteten Kautionen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Angabe zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen umfassen hauptsächlich Rückstellungen für Personalkosten i. H. v. TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 224), Kosten der Abschlussprüfung von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 26) sowie Rückstellungen für Gewährleistungen von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 77).

Angabe zu Verbindlichkeiten und Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Kautionen mit einer Restlaufzeit größer einem bis zu fünf Jahren beträgt TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 36).

Grundsätzlich haben sämtliche Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Ausnahme hiervon ist ein Teil innerhalb der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Dieser Teil beträgt TEUR 3.074 und hat eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (Vorjahr: TEUR 3.116). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit über fünf Jahren.

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beläuft sich auf TEUR 6.046 (Vorjahr TEUR 4.028). Die Besicherungen erfolgen durch Gesellschafter-Bürgschaften, Avale sowie eine Kautionsversicherung.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten u.a. die Lohnverbindlichkeiten zahlbar im Januar 2024. Alle sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 462 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen, wovon TEUR 313 innerhalb eines Jahres und der Rest innerhalb der nächsten fünf Jahre fällig sind. Aus den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die innerhalb von 2 bis 5 Jahren fällig werden, ergeben sich Zinsaufwendungen in Höhe von jährlich TEUR 80 bzw. für den gesamten Zeitraum bis zur Tilgung TEUR 240.

IV. Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse i. H. v. TEUR 15.417 (Vorjahr TEUR 15.264) werden hauptsächlich im Geschäftsbereich der Reinraumtechnik erzielt.

Im Gegensatz zum Vorjahr hat sich der Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen um TEUR 117 vermindert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge i. H. v. TEUR 162 (Vorjahr TEUR 333) beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen i. H. v. TEUR 74 (Vorjahr TEUR 194) sowie Erträge aus der Währungsumrechnung i.H. v. TEUR 21 (Vorjahr TEUR 75).

Die Aufwendungen für den Materialaufwand i. H. v. TEUR 9.220 (Vorjahr TEUR 10.790) ergeben sich hauptsächlich aus Wareneingängen und Bestandsveränderungen.

Der Personalaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 929 auf TEUR 5.595 erhöht und ergibt sich aus gewöhnlichen Gehaltsentwicklungen.

Die Abschreibungen beziehen sich vollständig auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen. Außerplanmäßige Abschreibungen gab es im Geschäftsjahr nicht.

Sonstige betriebliche Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Miete (TEUR 514), Frachtkosten (TEUR 265), Energiekosten (TEUR 172) und diverse Instandhaltungskosten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen gegenüber Kreditinstituten und verbundenen Unternehmen enthalten.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 83 (im Vorjahr: 76).

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Amelicor Group d.o.o, Zagreb, Kroatien, einbezogen. Dieser Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig für den kleinsten Konzernkreis ist bei Amelicor Group d.o.o, Roberta Frangeša Mihanovića 9, Zagreb, Kroatien, erhältlich.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.700 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft verzichtet auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB. Auf schriftliche Anforderung der Wirtschaftsprüferkammer erfolgt deren Übermittlung.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Hummel, Wolfgang Leonberg (bis. 30. Juni 2023)
Horvat, Miroslav Schwäbisch Hall

Die Organtätigkeit entspricht der ausgeübten Tätigkeit. Auf die Angabe der Gesamtbezüge wird in Ausübung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich ansonsten die Bezüge eines Mitglieds dieser Organe feststellen lassen.

 

Heuchelheim, den 24.04.2025

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154.572,25 30.535,50 0,00 185.107,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 154.572,25 30.535,50 0,00 185.107,75
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 111.360,00 0,00 111.360,00
Technische Anlagen und Maschinen 3.150,48 0,00 0,00 3.150,48
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.314.117,09 450.648,33 0,00 1.764.765,42
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.525,76 0,00 77.525,76 0,00
Summe Sachanlagen 1.394.793,33 562.008,33 77.525,76 1.879.275,90
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 1.000,00 0,00 0,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 1.550.365,58 592.543,83 77.525,76 2.065.383,65
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 115.715,25 24.719,50 0,00 140.434,75
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 115.715,25 24.719,50 0,00 140.434,75
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 11.548,00 0,00 11.548,00
Technische Anlagen und Maschinen 3.148,98 0,00 0,00 3.148,98
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 910.886,09 223.543,33 0,00 1.134.429,42
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 914.035,07 235.091,33 0,00 1.149.126,40
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 1.029.750,32 259.810,83 0,00 1.289.561,15
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 38.857,00 44.673,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 38.857,00 44.673,00
II. Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 99.812,00
Technische Anlagen und Maschinen 1,50 1,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 403.231,00 630.336,00
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 77.525,76 0,00
Summe Sachanlagen 480.758,26 730.149,50
III. Finanzanlagen
Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
Summe Finanzanlagen 1.000,00 1.000,00
Summe Anlagevermögen 520.615,26 775.822,50

Lagebericht zum Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeines

Die MCRT Micro CleanRoom Technology GmbH (nachfolgend "MCRT GmbH" oder "die Gesellschaft"), hat ihren Sitz in Heuchelheim mit weiteren Standorten im Großraum Wetzlar.

Die MCRT GmbH ist ein international tätiges Unternehmen, das sich auf die Reinraumtechnik für Mikroelektronik und Medizin, Chemie und Pharma spezialisiert hat. Ihre Geschäftsbereiche decken unter anderem das Projektgeschäft, einzelne Produkte für den Betrieb von Reinräumen sowie Wartung und Service ab. Zum Service gehört auch die Inbetriebnahme der Reinräume. Diese ist ein wesentlicher Teil des Geschäfts, da sie die reibungslose Abwicklung der Tätigkeit zwischen der Gesellschaft und dem Kunden gewährleistet.

Die Umsätze der Gesellschaft werden zum Großteil in der DACH-Region erwirtschaftet. Die Erzeugnisse der MCRT kommen jedoch auch auf globaler Ebene zum Einsatz.

1.1 Organisation

Anteile der MCRT GmbH werden durch die Amelicor Group in Kroatien vollständig gehalten. Gemeinsam steuert das Konzernmanagement mit der deutschen Geschäftsführung die langfristige Entwicklung des Unternehmens und überwacht strategische Entscheidungen.

1.2 Unternehmenssteuerung und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Unternehmen wird besonders anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA gesteuert. Diese Indikatoren werden monatlich an die Geschäftsführung berichtet.

1.3 Forschung und Entwicklung

Die Gesellschaft selbst betreibt keine eigenen Bestrebungen in der Forschung- und Entwicklung. Grundlegende R&D-Aktivitäten finden im Konzernverbund der Amelicor-Gruppe statt. Daneben entwickelt die Gesellschaft ihr Know-how ständig in der Umsetzung von Kundenforderungen im Rahmen des Projektgeschäfts weiter.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingung

Im Jahr 2023 hat sich die Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der EU in Höhe von 0,7 % gegenüber dem Vorjahr (3,6 %) verringert. 1 Für das Folgejahr 2024 wird wiederum ein Wachstum von 1,5 % erwartet. 2

1 Gross domestic product (GDP) growth in EU and Euro area 2029 | Statista
2 Statista, Growth of the real domestic product (GDP) in the european Union and the Euro area from 2018 to 2028, https://www.statista.com/statistics/267898/gross-domestic-product-gdp-growth-in-eu-and-euro-area/

Im vergangenen Jahr standen Unternehmen unter Druck durch Lieferengpässe, steigende Rohstoff- und Energiekosten sowie die Inflation. Obwohl sich die Industrie deutlich erholte und wieder mehr Aufträge gewinnen konnte, bleibt die Materialknappheit ein erhebliches Problem, das weiterhin zu höheren Preisen führt.

Die MCRT GmbH orientiert sich an den Prognosen sowohl für die Maschinenbauindustrie als auch für die der Elektrobranche. Diese haben sich im Geschäftsjahr 2023 sehr positiv entwickelt und prognostizieren auch für die Folgejahre einen Anstieg der Elektrobranche.

Die Branche der Reinraumtechnik profitiert von der überproportional positiven Entwicklung der Chip-Industrie, welche durch die hohe Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz getrieben wurde und demzufolge unabdingbar sein wird, wenn es darum geht, Reinräume für die Herstellung der dafür benötigten Mikroelektronik zu schaffen. 3

Die Geschäftsführung blickt daher auf eine positive Entwicklung der nischenbezogenen Rahmenentwicklung und erwartet ein positives Wachstum der Branche.

2.2 Geschäftsverlauf und Lage

2.2.1 Ertragslage

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 15.417 vom Vorjahreswert TEUR 15.265 gestiegen und haben sich somit gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert. Das interne Budget für das Jahr 2023 ging von einem Umsatz von TEUR 15.372 aus. Insgesamt sieht die Geschäftsführung damit die erwartete Umsatzlage als eingetroffen an. Hinsichtlich der Kundenstruktur ergab sich insgesamt kein gravierender Unterschied zum Vorjahr. Im Absatzmix wurden im Berichtsjahr vor allem Projekte mit höheren Margen realisiert.

Im Vorjahr wurden Bestände des Vorratsvermögens im Vergleich zum Vorvorjahr auf Bestellungen aufgebaut. Im Berichtsjahr ist sowohl der Bestand an fertigen und unfertigen als auch die Auftragslage vergleichsweise konstant. Dadurch ergibt sich eine Bestandsverminderung von TEUR 117, wohingegen im Vorjahr eine Bestandserhöhung an fertigen und unfertigen Erzeugnisse von TEUR 668 zu registrieren war.

3 Chipindustrie - Umsatz weltweit 2024 | Statista

Die Rohergebnisquote inklusive der Bestandsveränderungen erhöhte sich moderat von 34% im Vorjahr auf 39% im Berichtsjahr. Durch bewusste Kosteneinsparungen und eine Verschiebung im Absatzmix konnte eine höhere Roh-Marge realisiert werden.

Der Personalaufwand hat sich zum Vorjahr um TEUR 929 auf TEUR 5.595 erhöht. Die Erhöhung resultiert aus der gewöhnlichen Entwicklung der Gehaltsaufwendungen im Rahmen des ansteigenden Lohnniveaus bei einer erhöhten Anzahl an Arbeitnehmern im Vergleich zum Vorjahr. Im Durchschnitt waren auf Vollzeitbasis 83 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 76).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 228 auf TEUR 1.995 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Ursächlich für diesen Anstieg sind vor allem die höheren Miet- und Raumkosten sowie die im Rahmen des betrieblichen Umzugs im Raum Wetzlar angefallenen Instandhaltungsaufwendungen.

Das EBITDA beläuft sich im Berichtsjahr auf TEUR -1.348, was einen Rückgang von TEUR 391 gegenüber dem Vorjahr entspricht. Diese Entwicklung bleibt deutlich hinter den internen Erwartungen zurück. Im Geschäftsjahr war ein EBITDA von TEUR -358 als Budgetziel festgelegt worden.

Im Geschäftsjahr ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.700 (Vorjahr TEUR 1.047). Hierfür sind im Wesentlichen höhere Fixkosten und strukturelle Anpassungen, einschließlich Gehalts- und Personalmaßnahmen, verantwortlich.

2.2.2 Finanzlage

Trotz dieser Ertragssituation und des daraus negativen resultierenden operativen Cashflows sieht die Geschäftsführung die Liquiditätssituation als stabil an. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 944 gestiegen, was insbesondere durch die Darlehensaufnahme mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist i. H. v. TEUR 1.760. Dadurch wurde die kurzfristige Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gestärkt. Die Gesellschaft ist ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachgekommen.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.164 auf TEUR 8.825 (Vorjahr TEUR 7.661) angestiegen.

Die Veränderung auf der Aktivseite des Jahresabschlusses lässt sich überwiegend durch die Zugänge bei den Guthaben bei Kreditinstituten von TEUR 0 im Vorjahr auf TEUR 944 im Berichtsjahr erklären.

Zudem resultiert ein Teil der Veränderung bei den Sachanlagen aus gezielten Modernisierungsmaßnahmen und Investitionen im Rahmen der Verlegung eines Standortes, die der Anpassung an aktuelle Standards sowie der langfristigen Sicherung der betrieblichen Leistungsfähigkeit dienen. Die Zugänge im Anlagevermögen belaufen sich insgesamt im Berichtsjahr auf TEUR 515.

Die Veränderung auf der Passivseite hingegen ist hauptsächlich auf den Abschluss von Darlehen mit verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenem Unternehmen steigen von TEUR 501 im Vorjahr auf TEUR 2.262.

Die MCRT GmbH verfügt zum Stichtag über einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 478. Dieser resultiert im Wesentlichen aus den im Jahr 2022 und 2023 erwirtschafteten Jahresfehlbeträgen.

2.2.4 Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Insgesamt blieb das Geschäftsjahr 2023 hinter den Erwartungen der Unternehmensleitung.

Das Geschäftsjahr 2023 war ein Konsolidierungsjahr, in welchem die Gesellschaft umfassende Umstrukturierungen vorgenommen hat. Prozesse und Produktionsstandorte wurden verlagert, um Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, während notwendige Investitionen nachgeholt wurden. Trotz dieser strategischen Schritte schloss das Jahr mit einem negativen Ergebnis ab.

Hauptgründe für das negative Ergebnis waren gestiegene Mietkosten sowie die Anpassung der Gehälter an höhere Standards, die unter anderem eine Erhöhung der Gehaltsstruktur mit Einführung eines 13. Monatsgehalts erforderten.

Insgesamt bewertet die Geschäftsführung das Geschäftsjahr insgesamt als gerade noch befriedigend, um die Gesellschaft für die Zukunft wettbewerbsfähig aufzustellen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die künftige Entwicklung der Gesellschaft wird durch die wirtschaftliche Lage der Amelicor Group und des internationalen Marktes für Reinraumtechnik beeinflusst. Bei der Wachstumsrate des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der EU für das Jahr 2024 und 2025 wird ein Anstieg erwartet (BIP 2024: 1,5%; 2025: 2,1%). 4 In der Halbleiter-Industrie wird für 2024 ein starkes Wachstum gesehen. Es ist mit einem Anstieg des weltweiten Umsatzes von rund 19% zu rechnen. Ein weiterer Anstieg im Jahr 2025 wird mit zusätzlichen 11% prognostiziert. 5 In der deutschen Pharma-Industrie ist nach aktuellem Ausblick von einer Marksättigung auf einem hohen Niveau auszugehen. Es werden nur geringen Wachstumsraten von 0,7% im Jahr 2024 und in 2025 vorhergesagt. 6

Die Geschäftsführung sieht die Rahmenbedingungen für die unmittelbare Zukunft daher positiv.

Im Jahr 2024 hat die MCRT GmbH einen vorläufigen Umsatz von TEUR 20.470 und ein positives EBITDA von rund TEUR 1.400 erzielt.

Für 2025 prognostiziert die Gesellschaft Umsätze in Höhe von TEUR 28.905 und ein EBITDA von rund TEUR 1.740.

3.2 Darstellung der Chancenlage

Im Folgenden werden die wesentlichen Chancen dargestellt, die sich aus dem aktuellen Marktumfeld und den strategischen Initiativen des Unternehmens ergeben und die eine positive Entwicklung der Geschäftstätigkeit erwarten lassen. Die Darstellung erfolgt in absteigender Reihenfolge ihrer potenziellen positiven Auswirkungen.

Chancen bestehen darin, bedeutende Potenziale durch erweiterte Kooperationen mit der Amelicor Group zu nutzen, die den Zugang zu neuen Märkten und Ressourcen verbessern könnten. Darüber hinaus bietet die Internationalisierung eine wichtige Möglichkeit zur Erschließung neuer Geschäftsfelder und zur Diversifikation des Umsatzes.

Ein weiterer strategischer Vorteil liegt darin, das bestehende Know-how im Projektgeschäft vertikal auszubauen, um zusätzliche Wertschöpfung entlang der gesamten Projektpipeline zu generieren. Durch den gezielten Abschluss langfristiger Verträge kann das Unternehmen zudem die Kundenbindung stärken und sich eine stabile Einnahmebasis sichern, die zur nachhaltigen Wachstumsförderung beiträgt.

4 https://www.statista.com/statistics/267898/gross-domestic-product-gdp-growth-in-eu-and-euro-area/
5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150902/umfrage/prognostizierter-umsatz-in-der-halbleiterindustrie/
6 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248219/umfrage/prognose-zum-umsatz-in-der-pharmaindustrie-in-deutschland/

3.3 Darstellung der Risikolage

Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken dargestellt, die die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beeinflussen könnten. Die Darstellung erfolgt in absteigender Reihenfolge.

Die Gesellschaft sieht sich in einer sich ständig wandelnden Geschäftsumgebung mit einer Vielzahl von Herausforderungen und Risiken konfrontiert. Die Zukunft birgt eine Vielzahl von Unsicherheiten, die es zu bewältigen gilt. Die Risiken der Gesellschaft werden durch die Geschäftsführung erhoben und im Rahmen des Risikomanagementsystems regelmäßig überwacht.

Nachfolgend sind die zum 31. Dezember 2023 identifizierten Risiken aufgeführt, der die Gesellschaft mittelbar auf kurze und mittelbare Sicht ausgesetzt ist.

Ein wesentlicher Risikofaktor besteht in der Abhängigkeit von Großkunden. Sollte ein Hauptkunde wegfallen, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung und die finanzielle Stabilität der Gesellschaft haben. Diese Abhängigkeit macht das Unternehmen anfällig für Marktschwankungen und strategische Veränderungen bei den Großkunden, was eine Diversifikation der Kundenbasis erforderlich macht.

Laufendes Risiko sind Zahlungsausfälle. Kunden, die ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, können die Liquidität der Gesellschaft erheblich belasten. Solche Zahlungsausfälle können zu finanziellen Engpässen führen und unter Umständen die Fähigkeit des Unternehmens einschränken, eigene Verbindlichkeiten zu bedienen oder strategische Investitionen zu tätigen. Besonders durch die Abhängigkeit von Großkunden stellen Zahlungsausfälle ein wesentliches Risiko dar.

Zusätzlich besteht das Risiko in der Verschiebung von Großaufträgen oder in der Realisierung von Projekten. Verzögerungen in der Umsetzung können Kosten steigern und die Planungssicherheit der Gesellschaft maßgeblich beeinträchtigen.

Ein weiteres bedeutendes Risiko sind die geopolitischen Spannungen zwischen China und Taiwan. Da Taiwan der Hauptstandort für die Herstellung von Mikro-Chips ist, könnten sich Konflikte oder politische Instabilitäten in dieser Region direkt auf die weltweite Lieferkette und die Verfügbarkeit von Halbleitern auswirken. Viele Hauptkunden der MCRT GmbH sind in der Halbleiter-Branche tätig und eine negative Entwicklung dieser wirkt sich direkt auf die Gesellschaft aus.

Langfristig wird weiterhin mit einer positiven Entwicklung gerechnet. Dies geht bereits jetzt aus der Projektplanung und den erteilten Aufträgen hervor. Besonders die für die Gesellschaft wichtigen Großkunden wollen weiterhin mit MCRT zusammenarbeiten und die Kooperation langfristig ausbauen.

Die Geschäftsführung geht von einem langfristigen und stetigen Wachstum aus und bewertet die voraussichtliche zukünftige Entwicklung der Gesellschaft positiv.

 

Heuchelheim, 24.04.2025

Miroslav Horvat, Geschäftsführer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgt in der Gesellschafterversammlung vom 28. April 2025.

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