Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt/Oder HRB 19876
Eingetragen
30.11.2010
Branche
Elektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern ohne VerteilungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von innovativen Systemen und Komponenten sowie nicht erlaubnispflichtige Dienstleistungen im Bereich automatisierter Fesselflügel zur Windenergiewandlung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Gebhardt
seit 2.2.2023
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (15)

Ungelöste Beteiligungen (2)

Gesellschafter
Beta

5 von 17 Anteilseignern sichtbar

Name
Ort
Anteil
J******* C******** G*******
15.12%
B***** M***** H***************
11.08%
J** T********
9.82%
Dr.Ing. Peter István Kövesdi
Germany
9.07%
Bhoch4 Ventures Verwaltung GmbH
Germany
8.97%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EnerKite GmbH

Eberswalde

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene, in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 14.353.343,49 11.911.504,77
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12,00 12,00
3. Geleistete Anzahlungen 41.925,00 139.924,56
14.395.280,49 12.051.441,33
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 50.289,00 8.472,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 63.721,00 55.576,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.700,00
114.010,00 68.748,00
14.509.290,49 12.120.189,33
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände 106.881,54 140.609,08
106.881,54 140.609,08
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 44.783,25 159.858,24
151.664,79 300.467,32
C. Rechnungsabgrenzungsposten 17.348,50 16.804,49
14.678.303,78 12.437.461,14

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 35.290,00 33.915,00
II. Kapitalrücklage 2.400.314,55 1.804.220,20
III. Bilanzverlust -721.676,79 -575.671,24
1.713.927,76 1.262.463,96
B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen 331,00 0,00
C. Einlagen stiller Gesellschafter 1.555.840,67 416.923,29
D. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen 5.576.505,23 4.889.332,70
E. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 302.441,72 168.960,85
302.441,72 168.960,85
F. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 563.239,03 625.909,52
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180.701,11 221.723,44
3. Sonstige Verbindlichkeiten davon aus Steuern: 3.404.705,13 3.721.170,91
4.148.645,27 4.568.803,87
G. Passive latente Steuern 1.380.612,13 1.130.976,47
14.678.303,78 12.437.461,14

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR EUR
1. Andere aktivierte Eigenleistungen 2.441.838,72 1.913.089,77
2. Sonstige betriebliche Erträge 37.156,84 156.098,95
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -303.612,71 -51.507,16
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -46.647,50 -39.681,61
-350.260,21 -91.188,77
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.056.503,01 -962.134,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -212.676,71 -210.472,18
davon für Altersversorgung: EUR -441,84 (Vj: EUR -274,41)
-1.269.179,72 -1.172.607,01
5. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -24.407,52 -22.075,65
-24.407,52 -22.075,65
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -912.614,69 -678.504,96
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -46.143,88 -21.903,17
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -249.635,66 -173.109,80
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung latenter Steuern: EUR -249.635,66 (Vj: EUR -173.109,80)
9. Ergebnis nach Steuern -373.246,12 -90.200,64
10. Sonstige Steuern -788,00 -506,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 228.028,57 77.044,78
12. Jahresfehlbetrag -146.005,55 -13.661,86
13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -575.671,24 -562.009,38
14. Bilanzverlust -721.676,79 -575.671,24

Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die EnerKite GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 des Handelsgesetzbuches (HGB).

Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB für kleine Kapitalgesellschaften unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk grundsätzlich im Anhang gewählt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht dem § 266 HGB sowie § 42 GmbHG. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach den für kleine Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Folgende Umgliederungen zum Vorjahr sind zu erwähnen:

Der Ausweis der geleisteten Anzahlungen erfolgte im Vorjahr im Vorratsvermögen. Im Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis in den immateriellen Vermögensgegenständen.

Die Rückstellung für latente Steuern erfolgte im Vorjahr innerhalb der Rückstellungen. Im Geschäftsjahr erfolgt der Ausweis in den passiven latenten Steuern.

Die Vorjahreszahlen wurden angepasst.

Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 274a, 286 und 288 HGB teilweise in Anspruch.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

1.1 Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: EnerKite GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Eberswalde
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Frankfurt/Oder
Register-Nr.: HRB 19876

2. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Herstellungskosten angesetzt. Von den Wahlrechten nach § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

In die Herstellungskosten wurden neben den unmittelbar zurechenbaren Kosten auch notwendige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Einlagen, die vor Eintragung der Kapitalerhöhung im Handelsregister geleistet wurden, werden im Posten "zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen" mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Einlagen stiller Gesellschafter werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wird nach der sog. indirekten Methode in Höhe der Zuschüsse angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf der Grundlage des geltenden körperschaftsteuerlichen Steuersatzes sowie des geltenden gewerbesteuerlichen Steuer- und Hebesatzes.

Aufwendungen und Erträge werden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt.

3. Angaben zur Bilanz

3.1 Forschungs- und Entwicklungskosten

Die Herstellungskosten für die Entwicklung der Technologie zur Energieerzeugung mittels Winddrachenanlage wurden als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens aktiviert. Forschungskosten wurden nicht aktiviert.

Der Zugang an Entwicklungskosten beträgt im Geschäftsjahr € 2.441.838,72 (Vorjahr: € 1.913.089,77). Der Gesamtbetrag der Entwicklungskosten beträgt € 14.353.343,49 (Vorjahr: € 11.911.504,77).

Die in der Gesetzesbegründung zu § 255 Abs. 2a HGB in Anlehnung an IAS 38.57 genannten Kriterien zur Aktivierung der Herstellungskosten für die Entwicklung eines selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstandes wurden nach Angaben der Geschäftsführung erfüllt.

3.2 Einstellung von Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen

Die gewährten Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln für die Entwicklung der Technologie zur Energieerzeugung mittels einer Winddrachenanlage wurden in einen Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen eingestellt. Der Sonderposten beträgt € 5.576.505,23 (Vorjahr: € 4.889.332,70).

3.3 Angaben zu Forderungen gegenüber Gesellschaftern

In den sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Forderung gegenüber einem Gesellschafter in Höhe von € 50.000,00 (Vorjahr: € 0,00) enthalten. Diese Forderung resultiert aus der Kapitalerhöhung vom 18.12.2023 und besteht aus dem vereinbarten Aufgeld.

3.4 Gewinn-/Verlustvortrag bei teilweiser Ergebnisverwendung

Bei Aufstellung der Bilanz wurde im Bilanzverlust ein Verlustvortrag von € 575.671,24 einbezogen.

3.5 Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 3.404.705,13 (Vorjahr: € 3.721.170,91) enthält partiarische Nachrangdarlehen in Höhe von € 69.381,14 (Vorjahr: € 123.243,11) und Wandeldarlehen in Höhe von € 263.923,02 (Vorjahr: € 1.253.752,22) sowie im Rahmen eines Crowdinvestings aufgenommene Finanzierungsmittel in Höhe von € 2.754.854,07 (Vorjahr: € 1.885.874,07).

Im Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von € 12.777,47 (Vorjahr: € 11.260,65) enthalten.

Im Betrag der sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von € 3.282,41 (Vorjahr: € 1.840,68) enthalten.

3.6 Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit > 5 Jahre

Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren beträgt € 2.915.465,69 (Vorjahr: € 2.126.797,69).

3.7 Angabe zu Restlaufzeitvermerken

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 896.819,96 (Vorjahr: € 1.922.719,36).

Der Betrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt € 3.251.825,31 (Vorjahr: € 2.646.084,51).

3.8 Angaben zu Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beläuft sich auf € 285.380,90 (Vorjahr: € 446.058,63). Der Ausweis der Verbindlichkeiten erfolgt in voller Höhe in den sonstigen Verbindlichkeiten.

3.9 Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von € 654.531,44 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langjährigen Mietverträgen an Betriebsgrundstücken sowie € 97.825,00 aus Bestellungen und sonstigen schwebenden Geschäften.

3.10 Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem 31. Dezember 2023

Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind folgende Vorgänge von besonderer Bedeutung, die weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt sind, eingetreten:

Mit notarieller Urkunde vom 6. Februar 2024 wurde eine Kapitalerhöhung um € 438,00 auf € 36.059,00 beschlossen und § 3 des Gesellschaftsvertrages entsprechend geändert.

Die EnerKite GmbH wird als Emittent ein Vermögensanlagen-Verkaufsprospekt herausgeben, um weitere Investoren zu gewinnen.

4. Sonstige Angaben

4.1 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 18.

Unterzeichnung gemäß § 245 HGB

Die inhaltliche Richtigkeit und Vollständigkeit des Jahresabschlusses, wie er sich aus diesem Bericht ergibt, wird hiermit versichert.

 

Eberswalde, den 2. September 2024

Dipl.-Ing. Dipl.-Des Frederic Florian Breipohl

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 ist am 19.09.2024 festgestellt worden.

Lagebericht der EnerKite GmbH für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen zur Gesellschaft

Die EnerKite GmbH wurde mit notariell beurkundetem Gesellschaftsvertrag vom 11. November 2010 errichtet. Anschließend wurde sie am 30. November 2010 unter der Nummer HRB 23747 P in das Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam eingetragen und damit gegründet. Die EnerKite GmbH hatte ihren Sitz zunächst in Kleinmachnow. Die Sitzverlegung nach Eberswalde erfolgt im Jahr 2023. Die Geschäftsanschrift lautet Haus 64, Heegermühler Straße 64, 16225 Eberswalde.

Gemäß Gesellschaftsvertrag ist der Gegenstand der Gesellschaft die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von innovativen Systemen und Komponenten sowie nicht erlaubnispflichtige Dienstleistungen im Bereich automatisierter Fesselflügel zur Windenergiewandlung.

Innerhalb dieser Grenzen kann die Gesellschaft alle Geschäfte und Maßnahmen durchführen, die zur Erreichung des Geschäftszweckes notwendig oder nützlich sind. Die Gesellschaft kann sich an Gesellschaften mit gleichem oder ähnlichem Geschäftszweck beteiligen. Sie kann Zweigniederlassungen errichten.

Im Zentrum des Geschäftes der EnerKite liegen somit die Entwicklung und Vermarktung von Flugwindkraftanlagen. Mit Drachen wird hierbei die Energie aus starken und stetigen Höhenwinden über Zugkräfte am Seil in einer Bodenstation in Strom umgewandelt und mittels Batteriespeicher konstant und zuverlässig an den Verbraucher gespeist. Der ultraleichte Flügel, der vollautomatische Betrieb und die bodenbasierte Energieerzeugung setzen neue Maßstäbe in der Zuverlässigkeit und stellen den höchsten Energieertrag aller grünen Energiequellen sicher. Die Strategie von EnerKíte ist, sich als Innovations- und Qualitätsführer der Flugwindkraftbranche zu positionieren. Dabei hat sie den Anspruch, die sicherste, zuverlässigste und dabei effizienteste Anlagentechnologie zum Kunden bringen. Aus diesem Grund wird das System strikt nach den spezifischen neuen Anforderungen der neuen Hochtechnologie ausgelegt. Das Anlagendesign geht konsequent vom maximalen Kundennutzen des Endproduktes aus.

EnerKite ist ein Deeptech Startup in der Late-Seed Phase. Das Unternehmen befindet sich in der Produktentwicklung in TRL-Level 5-6 (Technology Readiness Level, auf Deutsch: Technologie-Reifegrad). Das bedeutet, dass der Technologie- und Konzeptbeweis realisiert ist und derzeit der produktspezifische 100kW Prototyp umgesetzt wird. Das Konzept wird dann im Dauerbetrieb bei Kunden unter Beweis gestellt. So werden sowohl Sicherheitsaspekte als auch die entsprechende Performance nachgewiesen. Auf den langjährigen Erfahrungen aufbauend, wird das Serienprodukt EK100-10 im Rahmen einer modellbasierten Entwicklung dann bis 2026 weiterentwickelt, verifiziert und als Produkt an den Markt gebracht. Die Serienproduktion erfolgt ab 2027.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Lage 2023

Im Jahr 2023 zeigte die globale Wirtschaft ein gemischtes Bild. Weltweit betrug das Bruttoinlandsprodukt (BIP) etwa 105 Billionen USD, was einem realen Wachstum von rund 3,3 % entspricht. In Deutschland sank das BIP 2023 um etwa -0,3 % auf rund 4,2 Billionen Euro. Viele Länder kämpften auch im Jahr 2023 mit den anhaltenden Folgen der Wirtschaftskrise, einschließlich hoher Inflationsraten und steigender Zinssätze. Die Inflation lag 2023 in Deutschland bei etwa 6 %, während die globale Inflationsrate etwa 6,8 % betrug. Die Zentralbanken, einschließlich der Europäischen Zentralbank (EZB) und der Federal Reserve, reagierten mit Zinserhöhungen, die die Zinssätze auf ein Niveau von rund 4 % in der Eurozone und etwa 5 % in den USA hoben.

Der russische Angriffskrieg hat weiterhin tiefgreifende Auswirkungen auf die weltwirtschaftliche Lage. Die Energiepreise blieben volatil, und es gab anhaltende Lieferengpässe bei Rohstoffen, die sowohl die Kosten für Materialien als auch die Löhne bzw. Lohnerwartungen der Beschäftigten beeinflussten. Die durch den Krieg bedingten Unsicherheiten führten zu einer verstärkten Nachfrage nach unabhängigen und dezentralen Energiequellen. Infolge der geopolitischen Spannungen und der Abhängigkeit von russischen Energiemärkten rückten erneuerbare Energien und autarke Energieversorgungslösungen in den Fokus.

Energiebedarf und erneuerbare Energien

Der Energiebedarf in Europa wächst kontinuierlich, getrieben durch Industrialisierung, Digitalisierung und die Elektrifizierung von Heizungsanlagen. Im Jahr 2022 lag der Bruttoenergieverbrauch in der EU bei 37.771 Petajoule (PJ) und ging 2023 trotz Energiesparmaßnahmen und veränderten Verbrauchsverhaltens nur leicht zurück. Auch weltweit steigt der Strombedarf rapide an: 2022 lag der globale Stromverbrauch bei etwa 26.587 Terawattstunden (TWh) und wird 2023 auf etwa 27.000 TWh geschätzt. Dieser Trend wird insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern durch die Elektrifizierung von Heiz- und Kühlsystemen sowie von Kochstellen weiter verstärkt. Auch die Verbreitung der E-Mobilität spielt eine zentrale Rolle: Der Anteil von Elektrofahrzeugen am weltweiten Neuwagenmarkt stieg 2022 auf etwa 14 % und wird 2023 auf etwa 18 % geschätzt.

In Europa stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 2023 weiter an, nachdem er 2022 bei 23 % lag. Dieser Anstieg unterstreicht die wachsende Bedeutung grüner Technologien und die Bemühungen, den Energieverbrauch nachhaltiger zu gestalten.

Auswirkungen auf die Branche

Für die Branche der Flugwindkraftanlagen hat die wirtschaftliche Lage sowohl Herausforderungen als auch Chancen mit sich gebracht. Die hohe Inflation erhöhte die Kosten für Rohstoffe und Materialien, was zu einem Anstieg der Produktionskosten führte. Gleichzeitig haben steigende Zinssätze signifikante Auswirkungen auf das Investitionsverhalten. Höhere Zinsen führen zu höheren Kosten für Unternehmenskredite, was das Investitionsklima insgesamt dämpfen kann. Geopolitische Spannungen, steigende Zinsen und die Inflation haben auch den Wagniskapitalmarkt in große Schwierigkeiten gebracht. So sehen sich Unternehmen wie EnerKite mit einer geringeren Investitionsbereitschaft durch Risikokapitalgeber konfrontiert, was die Finanzierung von Projekten erschwert. So sind die Finanzierungsgelder im Jahr 2023 in Deutschland um rund die Hälfte eingebrochen, wie Erhebungen des Datendienstes Pitchbook zeigen. Die Gesamtinvestitionen in Wagniskapital in Deutschland fielen 2023 auf 5,4 Milliarden Euro, verglichen mit 12,7 Milliarden Euro im Jahr 2022. Die Zahl der Wagniskapital- Deals reduzierte sich ebenfalls von 1.320 im Jahr 2022 auf 715 im Jahr 2023. Die Zahl der Insolvenzen erreichte ein Rekordhoch, was die angespannten Marktbedingungen weiter verdeutlicht.

Der Trend zu dezentraler und autarker Energieversorgung, verstärkt durch die geopolitischen Unsicherheiten und den Wunsch nach Unabhängigkeit von unsicheren Energiequellen, begünstigte die Nachfrage nach Mini-Grids auch im Jahr 2023. Flugwindkraftanlagen, die in ländlichen und infrastrukturschwachen Gebieten eingesetzt werden können, erweisen sich als besonders relevant, da sie flexibel und unabhängig von bestehenden Infrastrukturen eingesetzt werden können.

Zukunftsausblick

Für die kommenden Jahre wird ein fortdauernder Trend zur Dezentralisierung der Energieversorgung erwartet. Die Nachfrage nach erneuerbaren und unabhängigen Energiequellen wird voraussichtlich weiter steigen, da Unternehmen und Verbraucher zunehmend Wert auf Energiesicherheit und Nachhaltigkeit legen.

2.2. Geschäftsverlauf

Primärer Geschäftszweck zur derzeitigen Unternehmensphase ist die Prototypentwicklung und -erprobung von Flugwindkraftanlagen. Maßgeblich erforderlich ist hierfür eine entsprechende Entwicklungsinfrastruktur mit hinreichenden Produktions- und Testflächen.

Standortentwicklung

Bereits im Herbst des Vorjahres wurde die neue Halle in Eberswalde bezogen und diese bis zum Jahresende 2022 für die Produktion eingerichtet. Im Geschäftsjahr 2023 konnte dort mit der Produktion von Flügelkomponenten und Anpassungs- und Instandhaltungsarbeiten an der bestehenden Anlage begonnen werden. Auch die Transporteinrichtung für den EK100-Prototyp (Sattelauflieger) wurde beschafft und zur Aufnahme derselben angepasst.

Darüber hinaus wurde zum 01.01.2023 am ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel im "GUT am Flughafen 1" ein Kontakt- und Projektbüro eröffnet. Die Mietflächen umfassen einen Arbeits- und Besprechungsraum mit bis zu 8 Arbeitsplätzen und einen weiteren Arbeitsraum mit 4 Arbeitsplätzen. Ein Konferenzraum sowie ein flexibler Arbeitsraum können bei Bedarf hinzugebucht werden.

Entwicklungsaufwendungen

Die im Vorjahr begonnenen Entwicklungsprojekte wurden im Geschäftsjahr 2023 weitergeführt und teilweise abgeschlossen. Dies umfasste unter anderem die Bestellung von Anlagenkomponenten für den Prototypbau sowie Bauteile und Materialien für die im Rahmen der Entwicklung wesentliche Flugerprobung. Insgesamt wurden Entwicklungsaufwendungen von TEUR 2.442 als in Entwicklung befindliche Vermögensgegenstände in 2023 aktiviert.

Investitionen

Die im Vorjahr begonnenen standortbezogenen Investitionsprojekte wurden im Geschäftsjahr 2023 weitergeführt. Durch die Gesellschaft wurden Infrastrukturinvestitionen für den Ausbau der im Vorjahr neu bezogenen Standorte umgesetzt. Es wurden TEUR 58 investiert, vor allem in den Elektroausbau der Halle.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Die Ertragslage im Abschluss der EnerKite GmbH stellt sich wie folgt dar:

Ertragslage vom 01.01.-31.12.
in EUR 2023 2022 +/- Veränderung
Aktivierte Eigenleistungen 2.441.839 99,5% 1.913.090 99,1% 528.749 27,6%
So. betr. Erträge 12.060 0,5% 17.582 0,9% -5.522 -31,4%
Betriebsleistung 2.453.898 100,0% 1.930.671 100,0% 523.227 27,1%
Material-/Wareneinkauf 350.260 14,3% 91.189 4,7% 259.071 -
Betriebliches Rohergebnis 2.103.638 85,7% 1.839.483 95,3% 264.156 14,4%
Personalaufwand 1.269.180 51,7% 1.172.607 60,7% 96.573 8,2%
Abschreibungen 24.408 1,0% 22.076 1,1% 2.332 10,6%
Raumkosten 223.177 9,1% 124.031 6,4% 99.146 79,9%
Versicherungen, Beiträge und Abgaben 35.780 1,5% 26.484 1,4% 9.296 35,1%
Reparaturen und Instandhaltungen 90.897 3,7% 116.857 6,1% -25.960 -22,2%
Fahrzeugkosten 26.695 1,1% 18.038 0,9% 8.657 48,0%
Werbe-/Reisekosten 91.462 3,7% 32.203 1,7% 59.260 -
Kosten für Kapitalakquise 176.072 7,2% 105.619 5,5% 70.453 66,7%
Verschiedene betriebliche Kosten 263.997 10,8% 250.784 13,0% 13.213 5,3%
Gesamtaufwendungen 2.201.667 89,7% 1.868.698 96,8% 332.970 17,8%
Betriebsergebnis -98.029 -4,0% -29.215 -1,5% -68.814 -
Zinsaufwand 46.144 1,9% 21.903 1,1% 24.241 -
Finanzergebnis -144.173 -5,9% -51.118 -2,6% -93.055 -
Neutraler Aufwand 4.534 0,2% 4.490 0,2% 45 1,0%
Neutraler Ertrag 25.097 1,0% 138.517 7,2% -113.420 -81,9%
Ergebnis vor Steuern -123.610 -5,0% 82.909 4,3% -206.520 -
Steuern Einkommen u. Ertrag 249.636 10,2% 173.110 9,0% 76.526 44,2%
Ergebnis nach Steuern -373.246 -15,2% -90.201 -4,7% -283.045 -
sonstige Steuern 788 0,0% 506 0,0% 282 55,7%
Erträge aus Verlustübernahme 228.029 9,3% 77.045 4,0% 150.984 -
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -146.006 -5,9% -13.662 -0,7% - 132.344 -

Tab. 1: EnerKite GmbH - Ertragslage 2023 - Tabelle kann Rundungsdifferenzen enthalten

Die Betriebsleistung der EnerKite GmbH betrug im Geschäftsjahr TEUR 2.454 (Vj. TEUR 1.931). Die wesentlichen Erträge stammen aus der aktivierten Eigenleistung i. H. v. TEUR 2.442 (Vj. TEUR 1.913). Die Herstellungskosten für die Entwicklung der Technologie zur Energieerzeugung mittels Flugwindkraftanlagen wurden als selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstand des Anlagevermögens aktiviert. Forschungskosten wurden nicht aktiviert.

Die wesentlichen Aufwandspositionen umfassen Personalaufwand, Material- und sonstige betriebliche Aufwendungen.

Die Position "Material-/Wareneinkauf" betrug im Geschäftsjahr inkl. bezogener Leistungen TEUR 350 (Vj. TEUR 91). Die Materialaufwendungen enthalten dabei den Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren über TEUR 304 (Vj. TEUR 52) und Fremdleistungen i. H. v. TEUR 47 (Vj. TEUR 40). Der gestiegene Materialaufwand spiegelt die Fortschritte im Prototyp-Anlagenbau wider.

Der Personalaufwand der EnerKite GmbH betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.269 (Vj. TEUR 1.173). Das Jahr 2023 beendete EnerKite mit 21 (Vj. 18) Angestellten inkl. Geschäftsführer.

Die Abschreibungen betrafen planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen, insb. Maschinen, Kfz (inkl. Sattelauflieger f. Prototyp EK100P) sowie auf geringwertige Vermögensgegenstände und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die wesentlichen sonstigen betrieblichen Aufwendungen werden im Folgenden kurz erläutert.

Die Raumkosten sind v. a. durch die Anmietung der Produktionsflächen in Eberswalde Ende 2022 zzgl. erhöhter Betriebskosten (Gas) sowie durch den Bezug des Projektoffice in Berlin Tegel Anfang 2023 auf TEUR 223 (Vj. TEUR 124) gestiegen. Die Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 91 (Vj. TEUR 117) betreffen Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungskosten für Hard- und Software. Die Werbe- und Reisekosten liegen im Geschäftsjahr mit TEUR 91 (Vj. TEUR 32) über dem Vorjahresniveau und sind insbesondere durch verstärkte Marketingaktivitäten mit Akquise-Zielsetzung sowie Messebesuche, Veranstaltungen sowie Reise- und Übernachtungskosten bedingt. Diese liegen im Geschäftsjahr leicht unter dem Niveau des Jahres 2022 und sind v. a. für anwaltliche Beratung, Notarkosten, Patentkosten und Fördermittelberatung angefallen. Die Kosten für Kapitalakquise über TEUR 176 (Vj. TEUR 106) beinhalten insbesondere die Finanzierungskosten und Vergütungen für Crowdfunding und Honorare für Fördermittelberatung. Die verschiedenen betrieblichen Kosten über TEUR 264 (Vj. TEUR 251) sind zu einem großen Teil durch Rechts- und Beratungskosten bedingt. Der verbleibende Aufwand verteilt sich auf zahlreiche Posten für den gewöhnlichen und ordentlichen Geschäftsbetrieb.

Das Betriebsergebnis der EnerKite GmbH belief sich im Geschäftsjahr auf TEUR -98 (Vj. TEUR -29).

Der neutrale Aufwand beinhaltet für die Geschäftsjahre 2022 und 2023 periodenfremde Aufwendungen. Der neutrale Ertrag umfasst im Jahr 2023 Erträge aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens sowie sonstige periodenfremde Erträge. Im Jahr 2022 sind im neutralen Ertrag im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Nach Berücksichtigung von Finanz- und neutralem Ergebnis belief sich das Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr auf TEUR -124 (Vj. TEUR 83).

Abzüglich der Steuern vom Einkommen und Ertrag i. H. v. TEUR 250 (Vj. TEUR 173) weist die EnerKite GmbH im Jahr 2023 ein Ergebnis nach Steuern von TEUR -373 TEUR (Vj. TEUR -90) aus.

Die Position Erträge aus Verlustübernahme i. H. v. TEUR 228 (Vj. TEUR 77) umfasst die Erträge, die durch die Verlustübernahme der stillen Gesellschafter aus den beiden atypisch stillen Gesellschaften entstehen.

Für das Geschäftsjahr 2023 wies die Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von TEUR 146 (Vj. TEUR 14) aus. Mit dem Jahresfehlbetrag 2023 stieg der Bilanzverlust auf TEUR 722 (Vj. TEUR 576).

2.3.2. Vermögenslage

Die Vermögenslage der EnerKite GmbH stellt sich wie folgt dar:

Vermögenslage zum 31.12.
in EUR 2023 2022 +/- Veränderung
Immaterielle Vermögensgegenstände 14.395.280 98,1% 12.051.441 96,9% 2.343.839 19,4%
davon in Entwicklung befindliche VG. 14.353.343 97,8% 11.911.505 95,8% 2.441.839 20,5%
Sachanlagen 114.010 0,8% 68.748 0,6% 45.262 65,8%
Langfristig gebundenes Vermögen 14.509.290 98,8% 12.120.189 97,4% 2.389.101 19,7%
Forderungen, sonst.Vgl., übrige Aktiva 124.230 0,8% 157.414 1,3% - 33.184 -21,1%
Liquide Mittel 44.783 0,3% 159.858 1,3% - 115.075 -72,0%
Kurzfristiges Vermögen 169.013 1,2% 317.272 2,6% - 148.259 -46,7%
VERMÖGEN 14.678.304 100,0% 12.437.461 100,0% 2.240.843 18,0%
Gezeichnetes Kapital 1 35.621 0,2% 33.915 0,3% 1.706 5,0%
Kapitalrücklage 2.400.315 16,4% 1.804.220 14,5% 596.094 33,0%
Bilanzgewinn/-verlust - 721.677 -4,9% - 575.671 -4,6% - 146.006 -25,4%
Sonderposten f. Zuschüsse und Zulagen 5.576.505 38,0% 4.889.333 39,3% 687.173 14,1%
Wirtschaftliches Eigenkapital 7.290.764 49,7% 6.151.797 49,5% 1.138.967 18,5%
Einlagen Stiller Gesellschafter 1.555.841 10,6% 416.923 3,4% 1.138.917 -
Verbindl. ggü. Kreditinstituten 481.860 3,3% 562.172 4,5% - 80.312 -14,3%
Sonstige Verbindlichkeiten 2.825.160 19,2% 3.017.013 24,3% - 191.853 -6,4%
passive latente Steuern 1.380.612 9,4% 1.130.976 9,1% 249.636 22,1%
Langfristiges Fremdkapital 6.243.472 42,5% 5.127.085 41,2% 1.116.388 21,8%
Rückstellungen 302.442 2,1% 168.961 1,4% 133.481 79,0%
Verbindl. ggü. Kreditinstituten 81.379 0,6% 63.738 0,5% 17.642 27,7%
Verbindl. aus Lieferung u. Leistung 180.701 1,2% 221.723 1,8% - 41.022 -18,5%
Sonstige Verbindlichkeiten 579.545 3,9% 704.158 5,7% - 124.612 -17,7%
Kurzfristiges Fremdkapital 1.144.067 7,8% 1.158.580 9,3% - 14.512 -1,3%
KAPITAL 14.678.304 100,0% 12.437.461 100,0% 2.240.843 18,0%

1 inkl. geleistete Einlagen

Tab. 2: EnerKite GmbH - Vermögenslage 2023 - Tabelle kann Rundungsdifferenzen enthalten

Das langfristig gebundene Vermögen der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.389 gestiegen. Das kurzfristige Vermögen sank im Gegenzug um TEUR 148. Der Anstieg des langfristig gebundenen Vermögens ist insbesondere auf die Aktivierung der sich in der Entwicklung befindlichen immateriellen Vermögensgegenstände zurückzuführen. Der Wert der in Entwicklung befindlichen Vermögensgegenstände erhöhte sich auf TEUR 14.353 (Vj. TEUR 11.912). Relativ betrachtet stieg der Anteil des langfristig gebundenen Vermögens von 97,4 % auf 98,8 %. Im kurzfristigen Vermögen sanken insbesondere die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 141 auf TEUR 107 sowie die liquiden Mittel von TEUR 160 auf TEUR 45. Relativ betrachtet sank das kurzfristige Vermögen damit von 2,6 % auf 1,2 %.

Das wirtschaftliche Eigenkapital der EnerKite GmbH erhöhte sich im Geschäftsjahr von TEUR 6.152 auf TEUR 7.291. Die Kapitalerhöhungen im Geschäftsjahr 2023 wirkten sich positiv auf das Eigenkapital aus, wohingegen der Jahresfehlbetrag und der damit einhergehend gestiegene Bilanzverlust einen negativen Einfluss aufweist. Der Zufluss durch Fördermittel betrug im Geschäftsjahr 2023 insgesamt TEUR 687. Der Posten für Zuschüsse und Zulagen stieg zum Bilanzstichtag somit von TEUR 4.889 auf TEUR 5.577. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote stieg hierdurch von 49,5 % im Vorjahr auf 49,7 % im Jahr 2023.

Im langfristigen Fremdkapital sind alle Verbindlichkeiten ausgewiesen, die nicht innerhalb eines Jahres fällig werden. Die sonstigen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen die partiarischen Nachrangdarlehen aus insgesamt vier Crowdfunding Kampagnen i. H. v. TEUR 2.755 (Vj. TEUR 1.886) sowie zum Bilanzstichtag bestehende Gesellschafterdarlehen, drei partiarische Nachrangdarlehen die außerhalb der Crowdfunding Kampagnen geschlossen wurden, und Wandeldarlehen. Das langfristige Fremdkapital belief sich zum Bilanzstichtag insgesamt auf TEUR 6.243 (Vj. TEUR 5.127).

Im kurzfristigen Fremdkapital sind alle Verbindlichkeiten aufgeführt, die innerhalb eines Jahres fällig werden. Die kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen zum Bilanzstichtag bestehende Gesellschafterdarlehen, Mitarbeiterdarlehen, partiarische Nachrangdarlehen und Wandeldarlehen i. H. v. TEUR 557 (Vj. TEUR 691). Das kurzfristige Fremdkapital sank zum Bilanzstichtag insgesamt um 1,3 % von TEUR 1.159 auf TEUR 1.144.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur hat sich im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich geändert.

2.3.3. Finanzlage

Die Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 weiterhin auf Kapitalaufnahme angewiesen. Bereits im Herbst 2022 wurde eine Crowdfunding-Kampagne "EnerKite 3" über FunderNation GmbH gestartet. Ende August 2023 erfolgte zudem eine Kapitalerhöhung. Es wurden diverse Wandeldarlehen gewandelt, wodurch die Verbindlichkeiten um EUR 1,3 Mio. sanken. Für die Inbetriebnahme des Prototyps sowie den Testbetrieb am Erstkunden war EnerKite auf eine weitere Kapitalaufnahme angewiesen, die größtenteils durch eine weitere digitale Finanzierung und teils durch Business Angel Investoren abgedeckt wurde. Im Oktober 2023 wurde die vierte Crowdfunding-Kampagne "EnerKíte 4" gestartet, bis Ende 2023 wurden EUR 0,3 Mio. investiert. In der neuen Stillen Gesellschaft 2 wurden bis Jahresende weitere EUR 0,1 Mio. eingelegt. Im Dezember 2023 erfolgte eine weitere Kapitalerhöhung um EUR 331. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgt 2024.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden zudem diverse Förderprojekte erfolgreich abgeschlossen und die entsprechenden Fördermittel abgerufen:

EnerWing: Zahlungseingang nicht rückzahlbarer Fördermittel i. H. v. EUR 21.335 auf Basis des endgültigen Verwendungsnachweises. Die Auszahlung aus dem Sicherheitsbehalt i. H. v. EUR 163.153 erfolgt erst im Geschäftsjahr 2024.

ProFIT: Gesamtzuschuss im Geschäftsjahr 2023 EUR 162.939 nicht rückzahlbarer Fördermittel auf Basis des endgültigen Verwendungsnachweises. Hierbei handelte es sich um eine Auszahlung in Höhe von EUR 267.306 EUR sowie um eine Rückzahlung zu viel abgerufener Mittel in Höhe von EUR 104.367.

H2020: Zahlungseingang EUR 336.329 nicht rückzahlbarer Fördermittel auf Basis des endgültigen Verwendungsnachweises (inkl. Auszahlung des Sicherheitseinbehalts).

Im Rahmen des Förderprojektes TechnoHyb wurden für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 zusätzlich ca. 0,4 Mio. EUR bewilligt. Im Jahr 2023 wurden hiervon EUR 166.568 abgerufen und an die Gesellschaft ausgezahlt. Der Zufluss durch Fördermittel beträgt im Geschäftsjahr 2023 somit insgesamt EUR 687.173.

Die Liquiden Mittel sanken zum Jahresende 2023 auf TEUR 45 (Vj. TEUR 160). Die Gesellschaft war durch die dargelegten liquiditätssichernden Maßnahmen sowie die erhaltenen Fördermittel befähigt, trotz der angespannten Investitionslage und der erhöhten Unsicherheit am Kapitalmarkt ihre Zahlungsverpflichtungen im Geschäftsjahr 2023 zu erfüllen.

2.3.4. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 befand sich die EnerKite GmbH weiterhin in einer intensiven Entwicklungsphase ohne Umsatzerlöse. In diesem Zusammenhang spielten insbesondere die Liquidität, die Eigenkapitalquote sowie der Verschuldungsgrad eine zentrale Rolle.

Liquidität (Bilanzposition Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks): TEUR 45 (Vj. TEUR 160)

Wirtschaftliche Eigenkapitalquote (Verhältnis von wirtschaftlichen Eigenkapital - inkl. Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen - zur Bilanzsumme): 49,7 % (Vj. 49,5 %)

Bilanzielle Eigenkapitalquote (Verhältnis von bilanziellem Eigenkapital gem. HGB zur Bilanzsumme): 11,7 % (Vj. 10,2 %)

Verschuldungsgrad (Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen wurde zu 50 % und die stillen Gesellschafter zu 100 % dem Eigenkapital zugerechnet): 101 % (Vj. 102 %)

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die EnerKite GmbH misst der Nachhaltigkeit, technologischen Entwicklung und Innovationsfähigkeit hohe Bedeutung bei, da diese Faktoren entscheidend für den langfristigen Erfolg und die Marktpositionierung im Bereich der Erneuerbaren Energien sind.

Nachhaltigkeit bleibt ein zentrales Leitmotiv in der Unternehmensstrategie, sowohl in der Produktentwicklung als auch in den Betriebsprozessen. Die innovative Gitterschalenflügel-Bauweise, die im Jahr 2023 zur Prio-Patentanmeldung geführt wurde, verringert den Materialaufwand an Verbundwerkstoffen für Flügel um bis zu 40% gegenüber herkömmlichen Vollschalen-Bauweisen (Monocoque) und ist ein Beispiel für das Engagement der EnerKite GmbH, Technologien zu entwickeln, die sowohl leistungsfähig als auch ressourcenschonend sind.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1. Beschreibung des Risikomanagements

Das Risikomanagement der EnerKite GmbH identifiziert und bewertet systematisch unternehmerische Risiken und steuert diese gezielt. Schwerpunkte sind finanzwirtschaftliche Risiken, Fortführungsrisiken, technologische Entwicklungsrisiken, regulatorische Heraus-forderungen und Marktrisiken. Eine enge Zusammenarbeit zwischen den Unternehmens-bereichen und der Geschäftsführung sichert eine effektive Risikosteuerung.

Im Finanzbereich kommt dem Controlling eine zentrale Rolle zu. Es umfasst detaillierte Liquiditätsplanungen, Kostenkontrollen und regelmäßige Risikoanalysen. Diese Maßnahmen dienen der proaktiven Steuerung und der Sicherstellung einer soliden finanziellen Basis.

3.2. Einzelrisiken und -chancen

3.2.1. Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Entwicklung von Flugwindkraftanlagen erfordert hohe finanzielle Mittel. Sollte die Liquidität unzureichend sein, könnten Entwicklungsprojekte verzögert oder unterbrochen werden, was die Marktreife der Produkte hinauszögern würde. Darüber hinaus ist die EnerKite GmbH laufenden finanziellen Verpflichtungen ausgesetzt. Bei unvorhergesehenen Mindereinnahmen (z. B. könnten Erstkunden aufgrund von fehlenden Subventionen nicht bereit sein den geplanten Aufschlag für Pilot- und Vorserienanlagen zu bezahlen; Streichung von Fördermitteln; usw.) oder zusätzlichen Kosten und Aufwendungen (Lohnsteigerungen, steigende Inflation, Lieferengpässe usw.) könnte die Gesellschaft gezwungen sein, zusätzliches Kapital zu beschaffen, um ihre Verbindlichkeiten zu decken. Die Geschäftsführung der EnerKite GmbH begegnet diesen Risiken mit einer vorausschauenden Finanzplanung. Sie setzt dabei auf unterschiedliche Finanzierungsquellen, um die finanzielle Basis des Unternehmens langfristig zu stärken.

Ein weiteres finanzielles Risiko liegt in der möglichen Überschreitung der Entwicklungskosten. Unvorhergesehene technische Herausforderungen oder Verzögerungen könnten zu höheren Kosten führen, als ursprünglich kalkuliert. Um diesen Risiken zu begegnen, verfolgt die EnerKite GmbH eine strikte Kostenkontrolle und baut auf ein flexibles Projektmanagement, das schnell auf Veränderungen reagieren kann.

Es bestehen auch finanzielle Chancen durch den Eintritt in den Markt für erneuerbare Energien, geplante Vorbestellungen und staatliche Förderprogramme, die stabile Einnahmequellen und Marktchancen bieten. Die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen und das zunehmende politische Interesse an der Technologie bieten Chancen für die EnerKite GmbH, sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene zu expandieren. Zusätzlich besteht die Chance, durch die erfolgreiche Umsetzung von Entwicklungsprojekten weiteres Investoreninteresse zu wecken und so das Eigenkapital der Gesellschaft zu stärken.

3.2.2. Fortführungsrisiken und -chancen

Ein wesentliches Risiko besteht darin, dass es der Gesellschaft nicht gelingt, ausreichend neue Investoren oder Fördermittel zu akquirieren. Eine unzureichende Liquiditätsausstattung könnte im schlimmsten Fall die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft gefährden, was die Fortführungsprognose negativ beeinflussen könnte. Um diesen Risiken zu begegnen, hat die Geschäftsführung umfassende Maßnahmen implementiert. Dazu gehört eine proaktive Investor Relations-Strategie, die darauf abzielt, bestehende Investoren zu binden und neue Kapitalgeber zu gewinnen. Zudem wird ein strenges Liquiditätsmanagement durchgeführt, um sicherzustellen, dass die Gesellschaft jederzeit über ausreichende finanzielle Mittel verfügt.

Die erfolgreiche Akquisition von Fördermitteln und Partnerschaften mit führenden Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen bietet die Möglichkeit, den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und das Risiko einer finanziellen Unterversorgung zu reduzieren. Die Diversifikation von Liquiditätsquellen und die Möglichkeit, neue Märkte zu erschließen, stellen ebenfalls wichtige Chancen für die Fortführungsprognose der Gesellschaft dar. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologie und die erfolgreiche Umsetzung von Prototypen könnten das Unternehmen zudem in eine führende Marktposition bringen, sobald die Flugwindkraftanlagen marktreif sind.

3.2.3. Gesetzliche Risiken und Chancen

Für den Betrieb von Flugwindkraftanlagen sind zahlreiche Genehmigungen erforderlich. Ein regulatorisches Risiko besteht darin, dass spezifische Genehmigungsverfahren noch nicht etabliert sind, was die Entwicklung und den Betrieb der Anlagen erschweren könnte. Die Geschäftsführung begegnet diesen Risiken durch enge Zusammenarbeit mit dem Flugwindenergie-Branchenverband "Airborne Wind Europe (AWE)" und Behörden sowie durch die aktive Mitgestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen.

Gleichzeitig könnten neue spezifische Genehmigungsverfahren der EnerKite GmbH erhebliche Wettbewerbsvorteile verschaffen und den Marktzugang erleichtern. Die Etablierung klarer rechtlicher Grundlagen könnte das Vertrauen von Investoren und Kunden stärken.

3.2.4. Operative Risiken und Chancen

Die Konzentration der Entwicklungsaktivitäten an einem Standort birgt das Risiko von Betriebsausfällen durch Beschädigungen der Räumlichkeiten. Um diesem Risiko zu begegnen, hat die Geschäftsführung Schutzmaßnahmen wie Versicherungspolicen und Notfallmanagement implementiert. Auch die Abhängigkeit von Schlüsselpersonen stellt ein Risiko dar. Um dem entgegenzuwirken, setzt die Geschäftsführung auf Wissensmanagement sowie ein 2024 eingeführtes Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, das die Motivation und Bindung der Mitarbeiter stärkt.

Die Bündelung der Entwicklungsaktivitäten an einem Standort fördert die betriebliche Effizienz und bietet strategische Vorteile durch Nähe zu Forschungseinrichtungen und potenziellen Kooperationspartnern.

3.2.5. Strategische Risiken und Chancen

Die EnerKite GmbH setzt auf die Entwicklung von Flugwindkraftanlagen, was ein Klumpenrisiko darstellt. Technische Herausforderungen oder ein unerwartet geringer Marktanteil könnten die wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen. Dieses Risiko wird durch die Diversifizierung von Geschäftsfeldern und die wirtschaftliche Verwertung der Infrastruktur und des Know-hows gemindert.

Gleichzeitig bietet die einzigartige Technologie erhebliche Chancen, sich im Markt für Flugwindkraftanlagen als führende Technologie zu etablieren und neue Märkte zu erschließen. Die wachsende Nachfrage nach erneuerbaren Energien und die politischen Rahmenbedingungen bieten zusätzliche Wachstumschancen.

3.3. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung sieht trotz der bestehenden Zurückhaltung im Markt für Technologie-finanzierungen für Startups sowie den vorhandenen hohen Zinsen keine Faktoren, die die Zahlungsfähigkeit und den Bestand der EnerKite GmbH bis zum 31. Dezember 2024 sowie im Geschäftsjahr 2025 gefährden könnten. Die langfristigen Chancen werden als positiv bewertet.

4. Prognosebericht

4.1. Künftige Branchenentwicklung

Die Entwicklung der Windenergiebranche, insbesondere der Flugwindenergieanlagen, wird in den kommenden Jahren als vielversprechend eingeschätzt. Laut der Weltbank könnte der globale Markt für Mini-Grids, die für den Einsatz von Flugwindkraftanlagen geeignet sind, bis 2030 etwa 40 % der installierten Kapazität weltweit ausmachen. Flugwindkraftanlagen bieten erhebliche Vorteile gegen- über konventionellen Windturbinen, da sie mindestens doppelt so viel Windenergie ernten und kontinuierlich, Tag und Nacht, das ganze Jahr über produzieren können. Ihr geringes Materialaufkommen und die einfache Inbetriebnahme machen sie ideal für schwer zugängliche Gebiete und eröffnen neue Märkte im Windenergiesektor, insbesondere in Regionen ohne zuverlässigen Zugang zu Elektrizität.

Die Aufnahme von Flugwindenergieanlagen in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Jahr 2024 verschafft der Technologie eine gleichberechtigte Position neben Photovoltaik und konventionellen Windkraftanlagen.

4.2. Voraussichtliche Unternehmensentwicklung

EnerKíte befindet sich in der fortgeschrittenen Phase der Produktentwicklung und erreicht derzeit TRL- Level 5-6. Der Technologie- und Konzeptbeweis ist erbracht, und der produktspezifische 100 kW-Prototyp wird derzeit umgesetzt. Dieser Prototyp wird im Dauerbetrieb bei Kunden getestet, um die erreichbare Sicherheit und Performance im Jahr 2025 nachzuweisen. Anfang 2024 wurde der erste Auftrag für eine Pilotanlage erteilt, TEUR 75 wurden dafür bereits angezahlt. Für 2024 sind weitere Vorbestellungen (Pre-Orders) geplant, um den Markteintritt weiter voranzubringen. Startschuss hierfür ist die Messe Hamburg WindEnergy im September 2024. Im Ergebnis erwartet EnerKíte weitere Anzahlungen aus Vorbestellungen bzw. Abnahmevereinbarungen (Offtake-Agreements) in Höhe von TEUR 450.

Für das Jahr 2024 wird erwartet, dass sich die operativen und strukturellen Kosten von EnerKite weitgehend stabilisieren werden. Obwohl zusätzliche Personaleinstellungen geplant sind, um Unterbesetzungen zu begegnen und die Geschwindigkeit in der Entwicklung zu erhöhen, werden keine maßgeblichen Änderungen in den Gesamtkosten erwartet. Das Unternehmen setzt auf ein kontinuierliches Kostencontrolling, um die Effizienz zu wahren und unnötige Ausgaben zu vermeiden.

Der große Teil der technischen Entwicklung wird in Brandenburg verbleiben. Die Serienproduktion des EK100-10 ist dort ab 2027 geplant, unterstützt durch eine intensive Vertriebs- und Marketingstrategie. Die strategische Unternehmensentwicklung, die Projektierung und die Produktionsplanung ist jedoch weiterhin in Tegel beheimatet. Die Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern und Hochschulen sowie wichtigen Zulieferern wird intensiviert, um technologische Fortschritte zu sichern und Markteintrittsbarrieren zu überwinden.

4.3. Voraussichtliche Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren

Die Liquiditätssituation der Gesellschaft wird sich bis Ende 2024 erheblich verbessern. Neben den aus den erwarteten Vorbestellungen resultierenden Auftragsbestätigungen in Höhe von insgesamt TEUR 450 ist der Einstieg eines strategischen Investors in Höhe von bis zu TEUR 5.000 geplant. Zudem beabsichtigen bestehende Investoren, zusätzliche Mittel bereitzustellen. Infolge dieser Maßnahmen wird ein Anstieg der liquiden Mittel auf über EUR 2,0 Mio. gemäß Liquiditätsplanung 2024 zum 31. Dezember 2024 prognostiziert.

Die Eigenkapitalquoten (wirtschaftlich und bilanziell) werden sich durch die geplanten Kapitalmaßnahmen signifikant verbessern. Für 2024 sind Eigenkapitalerhöhungen i. H. v. über EUR 3,0 Mio. geplant. Dieser Betrag enthält TEUR 2.500 vom strategischen Investor.

Der Verschuldungsgrad wird sich trotz der geplanten Zeichnung von knapp TEUR 1.000 an partiarischen Nachrangdarlehen positiv entwickeln. Dies liegt daran, dass das Unternehmen durch die hohen Eigenkapitalzuflüsse eine solide Basis für die Reduzierung des Verschuldungsgrads erhält.

4.4. Gesamtaussage

Die Geschäftsführung der EnerKite GmbH schätzt die zukünftige Entwicklung der Branche der Flugwindkraftanlagen als äußerst vielversprechend ein.

5. Angabe zu im Geschäftsjahr gezahlten Vergütungen an Führungskräfte und Mitarbeiter, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil des Emittenten von Vermögensanlagen auswirkt

Im Geschäftsjahr 2023 wurde an die Mitarbeitenden ein Gesamt-Steuerbrutto (feste Vergütungen) in Höhe von EUR 901.352,37 ausgezahlt sowie pauschal versteuerte Bezüge (geringfügig Beschäftigte und Fahrtkostenzuschüsse für Deutschlandticket) in Höhe von EUR 20.957,03. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmenden betrug 18. Variable Vergütungen wurden nicht ausgezahlt.

Auf die Mitglieder des Managements der EnerKite GmbH (CEO, CFO, CTO, COO) entfielen hiervon Vergütungen in Höhe von insgesamt ca. EUR 265.000 gezahlt. Die Vergütung setzte sich aus einem festen Gehalt für alle Führungskräfte sowie pauschal versteuerten Bezügen (Fahrtkostenzuschuss für Deutschlandticket) zusammen.

Der vertraglich vereinbarte leistungsbezogene Bonus des Geschäftsführers in Höhe von EUR 60.000 war an die erfolgreiche Einwerbung von Eigenkapital oder eigenkapitalähnlichem Kapital gebunden, insbesondere im Rahmen von Kapitalerhöhungen, Einlagen in die Stillen Gesellschaften sowie der Ausgabe von partiarischen Nachrangdarlehen im Rahmen von Crowd-Kampagnen. Diese Bonuskomponente diente dazu, Anreize für die Erreichung wichtiger Unternehmensziele zu schaffen, die sich direkt auf das Risikoprofil des Unternehmens auswirken.

Es ist zu beachten, dass der Bonus des Geschäftsführers im Geschäftsjahr 2023 nicht ausgezahlt wurde und als Rückstellung in den Jahresabschluss eingeflossen ist.

Es gab im Geschäftsjahr 2023 keine besonderen Ereignisse oder Veränderungen, die die Vergütungsstruktur des Managements beeinflusst haben.

 

Eberswalde, den 2. September 2024

Florian Breipohl, Geschäftsführer der EnerKite GmbH

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die EnerKite GmbH, Eberswalde

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EnerKite GmbH, Eberswalde, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EnerKite GmbH, Eberswalde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des Vermögenanlagengesetzes (VermAnIG) und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023,

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnIG und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 25 VermAnIG, i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 25 VermAnIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf die Angaben in den Abschnitten 3.2.2., 3.3. und 4.3. des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter die Liquiditätssituation der Gesellschaft beschreiben. Sofern es nicht gelingt, die geplanten Maßnahmen zur Liquiditätssicherung in 2024 umzusetzen, besteht eine wesentliche Unsicherheit, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die bis zum Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen verantwortlich. Diese sonstigen Informationen umfassen die Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 23 Abs. 2 Nr. 3 VermAnIG hinsichtlich des festgestellten Jahresabschlusses gemäß § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB und hinsichtlich des Lageberichts gemäß § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB, aber nicht den Jahresabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu anderen bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns zu den vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangten sonstigen Informationen durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung des VermAnIG in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 VermAnIG i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben in Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Prüfungsurteil

Wir haben auch die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten der EnerKite GmbH, Eberswalde zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse erfolgte die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäß.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in Übereinstimmung mit § 25 Abs. 3 VermAnIG unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised) "Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" (Stand Dezember 2013) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten" unseres Vermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die in allen wesentlichen Belangen ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit diesen Vorschriften als notwendig bestimmt haben, um die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten zu ermöglichen.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten ordnungsmäßig ist, sowie einen Vermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil zu der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 25 Abs. 3 VermAnIG unter Beachtung des International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (Revised) "Assurance Engagements Other than Audits or Reviews of Historical Financial Information" (Stand Dezember 2013) durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Zuweisung stets aufdeckt. Falsche Zuweisungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage der ordnungsgemäßen Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Zuweisungen von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Zuweisungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstelllungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

beurteilen wir die Ordnungsmäßigkeit der Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus der Prüfung des relevanten internen Kontrollsystems und von aussagebezogenen Prüfungshandlungen überwiegend auf Basis von Auswahlverfahren.

 

Berlin, den 6. September 2024

Dentons GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Helm, Wirtschaftsprüfer

Woschnik, Wirtschaftsprüferin

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Eberswalde, den 20.09.2024

EnerKite GmbH

Florian Breipohl, Geschäftsführer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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