MSG GmbH & Co. KG Grundstücksverwaltung
Selbe AdresseKauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Alexander Pirzkall seit 5.1.2023 | Prokura |
Marcel Lehmann seit 4.10.2021 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
BOS Plastics Systems Trusetal GmbHTrusetalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 2022A. Vorbemerkung Die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH mit Sitz in Trusetal ist beim Amtsgericht Jena unter Nr. HRB 302087 eingetragen. Die Gesellschaft gilt nach den Größenmerkmalen des § 267 Abs. 2 HGB als mittelgroße Kapitalgesellschaft. In Erweiterung des gesetzlichen Gliederungsschemas sind folgende Posten in gesonderter Position ausgewiesen:
Am 14. Januar 2011 wurde zwischen der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, und der B+O Holding GmbH, Ostfildern, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Steuerlich besteht ein Organschaftsverhältnis zwischen der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, und der B+O Holding GmbH, Ostfildern. Die B+O Holding GmbH, Ostfildern, ist Organträgerin. Daher fallen ab dem Geschäftsjahr bzw. Veranlagungszeitraum 2011 keine Ertragsteuern bei der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, an. B. Rechnungslegungsgrundsätze Bei der Bilanzierung und Bewertung sind freiwillig die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften angewandt worden. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen. Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Abnutzbare bewegliche geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben. Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten, wobei für Lager- und Verwertungsrisiken Abschläge in angemessenem Umfang vorgenommen wurden. Grundlage für die Bewertung der unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Herstellungskosten bilden die aus dem betrieblichen Rechnungswesen übernommenen kalkulatorischen Stückkosten, die auf der Basis der geplanten Normalbeschäftigung ermittelt worden sind. Die kalkulatorischen Stückkosten enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten. Ist der beizulegende Wert geringer, wird dieser angesetzt. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 0,5 % gebildet. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich zur Erfüllung von Schulden aus der Verpflichtung aus der Umwandlung von Zeitkonten dienen (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Der Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen wird entsprechend der Nutzungsdauer der jeweiligen Vermögensgegenstände und deren Abschreibungssätzen aufgelöst. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind gegebenenfalls mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung I. Bilanz 1. Anlagevermögen Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von EUR 992.543,36 (i. V. EUR 136.973,67) Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr. In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen EUR 408.889,70 (i. V. EUR 2.943,38) die mittelbare Gesellschafterin. In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 0,00 (i. V. EUR 1.727.201,55). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten in Höhe von EUR 40.062,17 (i. V. EUR 34.936,85) Forderungen, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. 3. Flüssige Mittel Der Posten enthält den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. 4. Eigenkapital Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 960.253,58 (i. V. EUR 960.253,58) enthalten. 5. Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen Von der Thüringer Aufbaubank wurden Investitionszuschüsse für die Anschaffung von Anlagevermögen gewährt. Des Weiteren wurde vom Freistaat Thüringen eine Investitionszulage nach § 2 Investitionszulagengesetz gewährt. Die Zuschüsse und die Zulage wurden nicht ertragswirksam vereinnahmt, sondern es wurde ein Sonderposten gebildet. Der Sonderposten wird entsprechend der Abschreibung jedes zulagefähigen Vermögensgegenstandes aufgelöst (HFA 1/1984). Die Auflösung wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 hat sich der Sonderposten wie folgt entwickelt:
6. Sonstige Rückstellungen Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:
Es ergibt sich ein Ertrag aus Deckungsvermögen in Höhe von EUR 621,50 (i. V. EUR 608,75). 7. Verbindlichkeiten Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von EUR 1.277.008,77 (i. V. EUR 330.258,21) mit folgenden Restlaufzeiten: EUR 127.008,77 = 1 Jahr, EUR 1.150.000 = 1-5 Jahre enthalten. Ebenfalls sind Verbindlichkeiten gegenüber der mittelbaren Gesellschafterin in Höhe von EUR 423.230,44 (i. V. EUR 3.335.065,94) mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr enthalten. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen den Liefer- und Leistungsverkehr in Höhe von EUR 1.071.028,15 (i. V. EUR 3.566.792,65) und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 8. Latente Steuern Aufgrund des ab dem Jahr 2011 gültigen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags und der damit verbundenen ertragsteuerlichen Organschaft mit der B+O Holding GmbH, Ostfildern, als Organträger sind auf Ebene der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, keine latenten Steuern zu bilden. II. Gewinn- und Verlustrechnung 1. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 102 (i. V. TEUR 69) enthalten. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtigung. Nennenswerte periodenfremde Aufwendungen haben sich nicht ergeben. 2. Kursgewinne und Kursverluste Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Kursgewinnen in Höhe von EUR 5.460,70 (i. V. EUR 82,03). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kursverluste in Höhe von EUR 3.846,31 (i. V. EUR 1.425,17). Davon entfallen auf nicht realisierte Kursverluste EUR 0 (i. V. EUR 133,58). 3. Aufwendungen für Altersversorgung In dem Posten "Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung" sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 22.455,69 (i. V. EUR 19.133,28) enthalten. 4. Zinsen und ähnliche Aufwendungen In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind EUR 12.003,43 (i.V. EUR 3.290,74) enthalten, die verbundene Unternehmen betreffen. Es handelt sich dabei um die Gesellschafterin B+O Holding GmbH. D. Sonstige Angaben 1. Personal Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:
2. Haftungsverhältnisse Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB bestehen für fremde Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 157,7 Mio. (i. V. EUR 149,3 Mio.) und betreffen in voller Höhe verbundene Unternehmen. Dabei handelt es sich um die mittelbare Gesellschafterin. Für Kredite desselben Unternehmens wurden Bankguthaben zugunsten der Konsortialbanken der obersten Muttergesellschaft verpfändet. Da die Schuldner, für die gebürgt wird, bisher ihren Verpflichtungen uneingeschränkt nachgekommen sind, ist eine Inanspruchnahme aus den Bürgschaften höchst unwahrscheinlich. Eine Passivierung von Verbindlichkeiten war daher nicht erforderlich. Derzeit liegen uns keine Erkenntnisse vor, dass sich an dieser Einschätzung etwas ändern wird. Zwischen der B+O Holding GmbH, Ostfildern, und der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, besteht seit dem Geschäftsjahr 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Daher besteht die Haftung gemäß § 73 AO für Steuerschulden, die der Organträger aufgrund der mit der B+O Holding GmbH, Ostfildern, bestehenden körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Organschaft schuldet. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von EUR 150.562,63. In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind solche gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 55.765,44 enthalten. Diese betreffen die mittelbare Gesellschafterin. 4. Organe der Gesellschaft Geschäftsführer sind bzw. waren:
Auf die Angabe der Organ-Bezüge (§ 285 Nr. 9 a HGB) wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 5. Konzernzugehörigkeit Die BOS GmbH & Co. KG mit Sitz in Ostfildern stellt als oberstes Mutterunternehmen den Konzernabschluss auf. 6. Honorar für Leistungen des Abschlussprüfers Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars nach § 285 Nr. 17 HGB wurde gemäß § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet. 7. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2022 haben sich keine Vorgänge von besonderer Bedeutung ereignet, über die an dieser Stelle zu berichten wäre. 8. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 960.253,58 auf neue Rechnung vorzutragen.
Trusetal, den 3. August 2023 BOS Plastics Systems Trusetal Marcel Lehmann Angabe gemäß § 328 HGB Der Jahresabschluss der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, für das Geschäftsjahr 2022 ist durch Beschluss vom 2. Oktober 2023 festgestellt worden. Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 20221. Angaben zur Branche Die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH ist ein Zulieferer der Automobilindustrie, deren Tätigkeitsfeld sich auf die Herstellung und den Vertrieb von veredelten Kunststoffteilen erstreckt. Das Jahr 2021 war geprägt durch Umsatzeinbrüche aufgrund der Coronapandemie und Halbleitermangel. Im Jahr 2022 wollte die Automobilbranche durchstarten. Doch der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stürzte die Automobilindustrie in ein weiteres Krisenjahr. Energiekostenexplosion und Lieferkettenprobleme waren die Folge. Fehlende Kabelbäume, ein Bauteil welches für fast jedes Fahrzeugmodell benötigt wird, verursachte erhebliche Umsatzeinbrüche. Hinzukommend ist die Automobilindustrie nach wie vor im Wandel, E-Mobilität, Klimaschutz, Vernetzung und autonomes Fahren sind Herausforderungen, denen sich die Zulieferer zu stellen haben. Die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH konnte 2022 trotz der weltwirtschaftlichen Gegebenheiten den defensiv geplanten Warenumsatz erreichen. Der Gesamtumsatz lag um TEUR 4.491 über dem Niveau des Vorjahres bei TEUR 13.638. Jedoch konnten dadurch neben ständigen Optimierungen und möglichen Anpassungen der Kostenstruktur die exorbitant gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise nicht kompensiert werden. Der Preis für Elektroenergie stieg im IV. Quartal um das 3-fache. 2. Geschäftsverlauf Der Umsatz 2022 bewegte sich auf Planungsniveau. Im Geschäftsjahr 2022 erhöhte sich der Umsatz von TEUR 9.147 in 2021 um TEUR 4.491 auf TEUR 13.638. Im Gesamtumsatz des Geschäftsjahres 2022 ist ein Erlösanteil aus Werkzeugen in Höhe von TEUR 183 enthalten. Weiterhin haben insbesondere die Lizenzerlöse aus Lizenzzahlungen der mittelbaren Gesellschafterin in Höhe von TEUR 2.186 zur Umsatzsteigerung beigetragen. Das Eigenkapital entwickelte sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt:
Zur weiteren Rationalisierung des Produktionsprozesses und Schaffung von Fertigungskapazität wurden im Geschäftsjahr 2022 Investitionen in Höhe von TEUR 165 (i. V. TEUR 358) getätigt. Die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter liegt zum 31. Dezember 2022 bei 89 (i. V. 97). Die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH wird seit dem Geschäftsjahr 2011 in das globale Transferpreissystem der Unternehmensgruppe BOS einbezogen. Dadurch erfolgte im Geschäftsjahr 2022 eine Belastung der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH mit Lizenzaufwendungen und Konzernumlagen im Umfang von TEUR 2.572,2 (i. V. TEUR 622,7). 3. Lage der Gesellschaft Das Geschäftsjahr 2022 endet mit einem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und neutralen Aufwendungen (EBIT) in Höhe von - TEUR 68,4 (2021: -1.737,4). Das Ergebnis liegt wesentlich über dem Niveau des Vorjahres und dem Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung durch die Muttergesellschaft überschreitet den Planwert mit + TEUR 631,8. Ursprünglich wurde von einem Ergebnis vor Ergebnisabführung in Höhe von - TEUR 620,1 ausgegangen. Im Wesentlichen waren die Lizenzerlöse in Höhe von TEUR 2.186 der mittelbaren Gesellschafterin ausschlaggebend für das positive Ergebnis. Ohne die Lizenzerlöse läge das Ergebnis krisenbedingt noch unter dem Niveau des Vorjahres und dem Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022. Dem Unternehmen stand eine Kontokorrentlinie in Höhe TEUR 200,0 bei der Deutschen Bank Erfurt zur Verfügung. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die vorhandene Linie mehrmals in Anspruch genommen. Zur Aufrechterhaltung der Liquidität wurde die BOS Plastics System Trusetal GmbH über die Konzernfinanzierung mit finanziellen Mitteln in Form eines Darlehens in Höhe von TEUR 1.250 ausgestattet. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2022 enthalten neutrale Erträge in Höhe von TEUR 15,3 (i. V. TEUR 15,4) und betreffen die Auflösung eines Sonderpostens für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen zum Anlagevermögen. Der Jahresüberschuss vor Ergebnisabführung beträgt im Geschäftsjahr 2022 TEUR +11,7 (i. V. Jahresverlust TEUR -1.727,2). Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. Januar 2011 wurde zwischen der Anteilseignerin, B + O Holding GmbH Ostfildern, und der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH ab dem Jahr 2011 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Dadurch ist die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH seit dem Jahr 2011 verpflichtet, den gesamten Gewinn an die B + O Holding GmbH abzuführen. Gleichzeitig besteht für die B+O Holding GmbH die Pflicht, einen eventuellen Verlust vollständig auszugleichen. Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages ergibt sich eine körperschaftsteuerliche und gewerbesteuerliche Organschaft. Die Besteuerung des Ergebnisses bzw. die Verrechnung des Verlustes der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH erfolgt bei der Organträgerin, der B + O Holding GmbH. 4. Zweigniederlassung Bereits in den Vorjahren wurde zur Erweiterung des Platzvolumens aufgrund neu hinzugekommener Fertigungsaufträge ein Außenlager mit einer Kapazität von ca. 3.000 qm in Barchfeld (Entfernung 6 km von Trusetal) angemietet. Aus Gründen der Kostenreduktion wurde 2020 die angemietete Lagerfläche verringert und somit die anfallenden Lagerhaltungskosten für die dort befindlichen Vorräte reduziert. 5. Prognosebericht Das Budget 2023 wurde auf Basis der vorliegenden Kundeninformation unter Berücksichtigung der angespannten konjunkturellen Lage auf dem Automobilmarkt erstellt. Der so geplante Warenumsatz für 2023 liegt daher bei EUR 13,4 Mio. und entspricht somit dem Niveau von 2022. Zur Auslastung der Werkskapazitäten sowie zur Überschreitung des "break-even" müssen die Umsatzerlöse demzufolge ohne Berücksichtigung von Lizenzzahlungen bei in etwa EUR 17 Mio. liegen. Der Grund dafür wird insbesondere in den geringeren Abnahmen aufgrund des Ukraine-Krieges und dessen Begleiterscheinungen bestehen. Die Schieflage der Autoindustrie aus den Jahren 2021 und 2022 wird sich auch nach einem möglichen Ende des Ukraine-Krieges aufgrund der fehlenden Kundennachfragen nur langsam erholen. Für 2023 wurde ein Ergebnis vor Floating-Lizenzen von - TEUR 957,6 geplant. Das Unternehmen intensiviert massiv die Akquirierung von Neuaufträgen, Insourcing und konzerninternen Verlagerungen. Bereits 2021 wurde seitens der Konzernleitung speziell der Fachbereich "Plastics International", zur fachlichen Unterstützung und Realisierung der strategischen Zielsetzung der Kunststoffbereiche, personell verstärkt, mit dem Ziel der Auslastung der Fertigungsstandorte. Diese Maßnahme konnte bereits Früchte tragen. Der Umsatz 2023 wird auf dem Niveau von 2022 liegen mit steigender Tendenz ab 2024. Ziel der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH ist es, die zukunftsfähige Mobilität, die klimafreundlich, ökologisch und ökonomisch nachhaltig ist, mitzugestalten. 6. Risikobericht Unsere risikopolitischen Grundsätze orientieren sich am Risikoleitbild des obersten Mutterunternehmens BOS GmbH & Co. KG. Um potenziellen Schäden entgegenzuwirken, sind Risiken so gering wie möglich zu halten oder ganz zu vermeiden. In turnusmäßigen Sitzungen des Führungskreises findet eine Überprüfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen statt. Durch ein aktives Debitorenmanagement wird Ausfallrisiken angemessen begegnet. Der russische Angriffskrieg verursacht allerdings auch weiterhin ernste Mangelsituationen, Logistikprobleme, Preissteigerungen. Die steigende Inflation mit steigenden Finanzierungskosten verunsichert die Verbraucher. Steigende Beschaffungspreise in allen Bereichen (= weiterer Anstieg der Inflationsrate), die nicht oder nur teilweise und verzögert an die Kunden weiterbelastet werden können stellt ebenfalls ein Risiko dar. Dem zu begegnen wird eine große Herausforderung. Es gilt zukünftig, Klimaschutz und nachhaltige individuelle Mobilität durch Forschung, Entwicklung und Innovation in Einklang zu bringen, um das Wirtschaftswachstum voranzutreiben. Außerdem ist für unser Unternehmen entscheidend, von der Transformation im Automobilsektor zu profitieren und mittelfristig wieder ein Umsatzniveau zu erreichen, um die langfristige Profitabilität abzusichern. Der Strukturwandel der Autoindustrie vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität scheint momentan nicht so dynamisch zu verlaufen wie geplant. Der Marktanteil wird nach Berechnungen des VdA aufgrund der Reduzierung von staatlichen Förderungen sinken. Global sollen trotzdem erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder mehr Autos verkauft werden als im Vorjahr. Die BOS Plastics Systems GmbH Trusetal wird davon partizipieren.
Trusetal, den 3. August 2023 BOS Plastics Systems Trusetal Marcel Lehmann, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersFür Zwecke der Offenlegung wird der Jahresabschluss im Rahmen der Offenlegungserleichterungen nach § 326 ff. HGB verkürzt wiedergegeben. Der nachfolgende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht: "An die BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BOS Plastics Systems Trusetal GmbH, Trusetal, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Stuttgart, 7. August 2023 Ebner
Stolz GmbH & Co. KG
Matthias Spingler, Wirtschaftsprüfer Josua Weisser, Wirtschaftsprüfer |
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