One Mobility Voltaira GmbH
Marktstraße 155, 72793 Pfullingen, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Ralf Schmitz-Roeckerath seit 23.1.2026 | Prokura |
Stefan Laartz seit 23.1.2026 | Prokura |
Tobias Dr. Kerle seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Chun Pi Lin seit 10.12.2025 | Geschäftsführer |
Jens Schumacher seit 5.6.2025 | Prokura |
Alexander Maier seit 5.6.2025 | Prokura |
Michael Schneider seit 25.3.2025 | Geschäftsführer |
Thomas Chung seit 25.3.2025 | Prokura |
Jan - Hendrik Kälberer seit 20.5.2021 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
FOXCONN INTERCONNECT TECHNOLOGY SINGAPORE PTE. LTD. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
FIT Voltaira Group GmbH (vormals: Prettl SWH GmbH)PfullingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bilanz zum 31. Dezember 2022Prettl SWH GmbH, PfullingenAKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01. bis 31.12.2022Prettl SWH GmbH, Pfullingen
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022der Firma Prettl SWH GmbH, PfullingenI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Pfullingen und wird unter HRB 750422 beim Amtsgericht Stuttgart geführt. Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 II HGB auf. Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich nach den Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen für mittelgroße Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 266 ff. HGB). II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden 2022 beibehalten. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 I 1, III HGB). Die beweglichen Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend § 6 Ila EStG im Erwerbsjahr als sonstige betriebliche Aufwendungen behandelt, solche mit Anschaffungskosten größer € 250 bis € 800 gem. § 611 EStG voll abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 I 1 HGB), gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen wegen einer vorübergehenden oder dauernden Wertminderung (§ 253 III HGB). Die geschätzten Nutzungsdauern betragen:
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB). Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 I HGB). Der Aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Aufwendungen, die im alten Jahr bezahlt wurden, wirtschaftlich aber in das Folgejahr gehören (§ 250 I HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 I 2 HGB). Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB bewertet (§ 284 II Nr. 2 HGB). Die Latenten Steuern werden aufgrund des Wahlrechts zum Überhang an aktiven latenten Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB nicht ausgewiesen. III. Angaben zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 284 III HGB). Anteile an verbundenen Unternehmen Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit werden das Eigenkapital sowie das Ergebnis der verbundenen Unternehmen in Tausend € dargestellt und nicht in der lokalen Landeswährung der jeweiligen Gesellschaft. Aus demselben Grund werden zudem die HBII-Werte der Gesellschaften dargestellt. Das konsolidierungspflichtige Eigenkapital der verbundenen Unternehmen wurde dabei mit dem historischen Kurs, das Ergebnis des Jahres 2022 mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Lediglich bei der inländischen Gesellschaft werden die Werte aus dem nach den Vorschriften des HGB aufgestellten und testierten Jahresabschluss übernommen. Im Jahr 2021 erfolgte eine Außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der PRETTL Industria de Components Automotivos do Brasil Ltda in Höhe von 3.213 T€. Im Jahr 2022 erfolgte zudem eine außerplanmäßige Abschreibung der Beteiligung an der Cable Alliance Morocco S.A.R.L in Höhe von 700 T€. Beide außerplanmäßige Abschreibungen erfolgten aufgrund der Einstellung der Geschäftsaktivitäten.
Die SWH GmbH ist mittelbar nach §271 Abs. 1 HGB mit über 20 % an folgenden Gesellschaften beteiligt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind in Höhe von T€ 7.593 (Vj.: T€ 6.310) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Gegenüber der Gesellschafterin sind Forderungen in Höhe von T€ 5 (Vj.: T€ 306) enthalten. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 51.807. Der Gewinnvortrag hat sich wie folgt entwickelt:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§ 268 V 1 HGB, § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind in Höhe von T€ 3.943 (Vj.: T€ 2.860) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten, sowie in Höhe von T€ 13.333 (Vj.: T€ 9.725) Verbindlichkeiten aus Darlehen.Gegenüber der Gesellschafterin sind Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 298 (Vj.: T€ 0) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten T€ 287 (Vj.: T€ 247) aus Steuern und T€ 251 (Vj.: T€ 239) aus Lohn und Gehalt. Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 VII HGB). Zum 31.12.2022 bestehen neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 541 (Vj.: T€ 120), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 153 (Vj.: T€ 22) sowie aus Sachbezügen an Arbeitnehmer in Höhe von T€ 111 (Vj.: T€ 78). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind hauptsächlich Verwaltungskosten/Fremdarbeiten in Höhe von T€ 4.779 (Vj.: T€ 3.396), EDV- Kosten in Höhe von T€ 1.170 (Vj.: 1.156 T€), Reisekosten in Höhe von T€ 427 (Vj.: 247 T€), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von T€ 968 (Vj.: T€ 1.211), Miete in Höhe von T€ 125 (Vj.: T€ 126), Personalwerbung in Höhe von T€ 263 (Vj.: T€ 307 ) sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 886 (Vj.: T€ 190) enthalten. V. Sonstige Pflichtangaben Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 57 (Vj.: 51) Mitarbeiter beschäftigt. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Angestellte. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens geführt durch
Angaben gemäß § 285 Nr. 14 HGB: Prettl Produktions Holding GmbH, Pfullingen, Amtsgericht Stuttgart, HRB 353728, ist das Mutterunternehmen der Kapitalgesellschaft, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Die Prettl Produktions Holding GmbH legt ihren Abschluss im Bundesanzeiger offen. Angaben gemäß § 285 Nr. 14a HGB: Die Prettl SWH GmbH, Pfullingen ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser wird lediglich für interne Zwecke erstellt. Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB: Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar liegt bei 15 TEUR für die Abschlussprüfungsleistungen der Prettl SWH GmbH. Die Schutzklausel gem. § 286 IV HGB wurde in Anspruch genommen. Von den Erleichterungen des § 288 II HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Prettl Produktions Holding GmbH, Pfullingen, erstellt einen befreienden Konzernabschluss i.S. des § 291 HGB. VI. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen mit Ausnahme des Verkaufs and FIT nicht vor. Hierauf wird im Lagebericht detailliert eingegangen.
Pfullingen, den 31. März 2023 Prettl SWH GmbH Gez. Ulrich Eichler Gez. Stefan Bude Gez. Bernhard Lutterbeck Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022PRETTL SWH GmbH, PfullingenA. Wirtschaftsbericht I. Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufes und des Geschäftsergebnisses 2022 Geschäftstätigkeit Die SWH GmbH übernimmt für die SWH-Gruppe die Funktion einer Beteiligungs- und Managementholding und beheimatet die Geschäftsführung der SWH-Gruppe sowie die Leitung der Fachfunktionen Vertrieb, Qualität, Einkauf, Finanzen und IT. Die SWH GmbH hält direkt oder indirekt alle Anteile der Firmen der SWH-Gruppe. Die SWH-Gruppe selbst gehört im weiteren Sinne der Geschäftssparte Elektrotechnik an. Hauptprodukte sind Kabelbäume und Sensorleitungen im Wesentlichen für die Automobilindustrie. Kabelbäume für andere Anwendungen werden in geringem Umfang hergestellt, allerdings unter denselben Anforderungen, wie in der Automobilindustrie üblich. Gesamtwirtschaft und Branchensituation Weltwirtschaft Die Weltwirtschaft verlangsamte sich stark infolge einer synchronisierten Straffung der Geldpolitik zur Eindämmung der sehr hohen Inflation, ungünstigerer Finanzbedingungen und Störungen durch die Invasion der Russischen Föderation in der Ukraine. Laut dem jüngsten Bericht der Global Economic Prospects wird sich das globale Wachstum von 2,9 % im Jahr 2022 auf 1,7 % im Jahr 2023 verlangsamen. Die Aussichten beinhalten mehrere Abwärtsrisiken, darunter die Möglichkeit einer höheren Inflation, einer noch strafferen Geldpolitik, finanzieller Spannungen und zunehmender geopolitischer Spannungen (Quelle: Global Economic Prospects January 2023 der WorldBank Group). Weltweiter PKW-Markt Die Pkw-Produktion in Europa ging im Jahr 2022 um 1,6 % zurück, mit gegensätzlichen zugrunde liegenden Trends zwischen der Europäischen Union und Osteuropa. Die EU trug mit einem Plus von 7,1 % für das Gesamtjahr zu einem Anstieg des Produktionsniveaus bei. Das Gesamtvolumen in der Region wurde jedoch erheblich durch den Zusammenbruch des russischen und des ukrainischen Marktes beeinträchtigt, die um 67,4 % bzw. 79,7 % zurückgingen. Trotz anhaltender Lieferketten- und Logistikherausforderungen stieg die nordamerikanische Automobilproduktion im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % auf insgesamt 10,4 Millionen Einheiten. Dieses Wachstum wurde hauptsächlich durch die starke Nachfrage nach Neufahrzeugen in den USA - dem größten Markt der Region - angetrieben. Die südamerikanischen Volumina setzten in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 einen positiven Trend fort. Infolgedessen blieb die Gesamtjahresleistung mit mehr als 2,1 Millionen produzierten Autos solide - ein Plus von 9,1 % gegenüber 2021. Diesen Trend widerspiegelnd, stieg die Produktion in Brasilien um 6,1 % auf fast 1,8 Millionen Einheiten. Infolge der stärkeren Produktion im dritten Quartal 2022 blieb die japanische Produktion mit 6,6 Millionen Einheiten auf dem Niveau des Jahres 2021. Die südkoreanische Pkw-Produktion wuchs um 7,6 % auf 3,4 Millionen Einheiten, da die Exporterholung und das Wachstum der Inlandsnachfrage zu einem Produktionsanstieg führten. Als die Covid Sperrungen aufgehoben wurden und die Nachfrage durch staatliche Anreize stark stimuliert wurde, erholte sich die Fahrzeugproduktion in China trotz des Drucks auf Logistik und Lieferkette schnell. Infolgedessen stieg die chinesische Autoproduktion im vergangenen Jahr um 11,7 % auf 23,2 Millionen gebaute Fahrzeuge, was 34 % der weltweiten Produktion entspricht. Angetrieben von einer robusten Inlandsnachfrage und einem höheren Verbrauchervertrauen erreichte die indische Autoproduktion im Jahr 2022 4,3 Millionen Einheiten, was einem starken Wachstum von 21,6 % entspricht. Insgesamt wurden im Jahr 2022 weltweit mehr als 68 Millionen Pkw produziert, ein Plus von 7,9 % gegenüber dem Vorjahr. Damit lagen sie 2019 immer noch um 5,6 Millionen Einheiten unter dem Produktionsniveau vor der Krise (Quelle: ACEA Economic and Market Report State of the EU auto industry Full-year 2022, January 2023). Elektromobilität Das Jahr 2022 deutete auf einen deutlichen Anstieg der Verkäufe von Elektrofahrzeugen weltweit hin. Die Neuzulassungen lagen mit 10.522 Fahrzeugen um 55% über dem Vorjahr. 13 % des weltweiten Pkw-Absatzes entfielen im Jahr 2022 auf Elektrofahrzeuge. China ist Marktführer beim Verkauf von Elektrofahrzeugen, gefolgt von Europa und den USA. Berichten zufolge soll der globale EV-Markt von 8.151.000 Einheiten im Jahr 2022 auf 39.208.000 Einheiten bis 2030 wachsen. Hauptgründe für dieses Wachstum könnten das Bewusstsein für den Klimawandel und die Notwendigkeit sein, die Umweltverschmutzung durch emissionsfreien Transport zu reduzieren. Die Regierungen verschiedener Länder haben ebenfalls eifrig ihren Teil zur Unterstützung der Industrie beigetragen, indem sie günstige Strategien verfolgten und in die elektrische Zukunft ihrer Länder investierten. Dies wurde durch Subventionen und Steuerrückerstattungen, vorteilhafte Programme und Anreize erreicht, die Rabatte, niedrigere Fahrzeugerwerbssteuern, niedrigere Kfz-Steuern für emissionsfreie Fahrzeuge usw. beinhalten; Ermutigung von Automobilherstellern und -nutzern zur Einführung von Elektrofahrzeugen. In Europa ist Norwegen führend bei der Einführung von Elektrofahrzeugen und verzeichnet einen hohen jährlichen Marktanteil von 86 % im Jahr 2021. Im März 2022 betrugen die Elektrofahrzeugzulassungen 82%. Andere Länder, die bei der Einführung von Elektrofahrzeugen führend sind, sind Schweden, die Niederlande, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und China. Obwohl Norwegen derzeit das einzige Land mit einem EV-Marktanteil von über 50 % ist, gibt es kaum Zweifel, dass andere Länder schnell aufholen werden. (Quellen: https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/elektroautos-verkaufszahlen- neuzulassungen-weltweit-2022/, https://www.wheelspick.com/how-much-will-electric- cars-cost-in-2030/ ; https://iea.blob.core.windows.net/assets/ad8fb04c-4f75-42fc- 973a-6e54c8a4449a/GlobalElectricVehicleOutlook2022.pdf). Sondersituation Ukraine In Europa war das Geschäftsjahr 2022 durch den Kriegsbeginn am 24.Februar 2022 in der Ukraine geprägt. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Mobilitätsindustrie in Europa, da die Ukraine als ein wichtiges "Zulieferland" förmlich über Nacht auszufallen drohte. Viele Lieferanten in der Ukraine mussten teilweise landesweit aber vor allem in den östlichen Landesteilen der Ukraine ihre Produktion unterbrechen und fielen für mehrere Wochen aus und konnten dann nur mit reduzierten Kapazitäten später wieder unter großer Unsicherheit anlaufen. Auch wir waren von dieser Situation direkt betroffen denn die Prettl SWH-Gruppe betreibt in der Ukraine an zwei gemieteten Standorten in den Städten Kamjanets-Podolsky und Chernivtsi Produktionswerke zur Belieferung unserer EMEA (European, Middle-East, Africa)-Kunden. Auf Grund der geographischen Lage unserer Standorte im Südwesten der Ukraine waren weder unsere Mitarbeiter noch unsere Produktionsanlagen von Kollateralschäden aus kriegerischen Handlungen betroffen. Daher hatten wir keinerlei dauerhafte oder nachhaltige Produktionsausfälle zu vermelden. So konnten wir seit Kriegsbeginn dennoch in beiden Werken täglich produzieren und unseren Lieferverpflichtungen jederzeit nachkommen. Durch unser Krisenmanagement und dem hohen Einsatz unserer Belegschaft vor Ort waren wir zeitnah in der Lage die Situation jederzeit zu kontrollieren und konnten auch die Produktionsabläufe kurzfristig an die Situation anpassen. Die Schichtdauer richtete sich nach den jeweiligen regionalen Ausgangsbeschränkungen und unsere Mitarbeiter waren bereit die dadurch verlorene Arbeitszeit durch Wochenendarbeit zu kompensieren und die Lieferfähigkeit aufrecht zu halten. Auch die Versorgungs- und Lieferketten waren nach einigen Anpassungen in den Logistikprozessen durchgehend stabil, so dass die Produktionsabläufe nicht beeinträchtigt waren und jederzeit ausreichend Material und Mitarbeiter zur Verfügung standen. Trotzdem haben wir in engem Austausch mit unseren Kunden aus Risikomanagementgesichtspunkten parallele Produktionskapazitäten über bereits existierende Produktionsanlagen im Rahmen unseres globalen Produktionsnetzwerkes aufgebaut bzw. an einigen Standorten Kapazitätserweiterungen vorgenommen, um für den Fall, der bisher nicht eingetreten ist - ein dauerhafter Ausfall der Versorgungsketten aus der Ukraine - sofort in die Ersatzproduktion einzusteigen. Die Kosten für die notwendigen Produktionsvorbereitungen und die Beschaffung von zusätzlichen Werkzeugen und Anlagen wurden nahezu ausnahmslos von unseren Kunden getragen. Durch diese Maßnahme konnten wir alle Produktionsumfänge in der PKU (PRETTL Kabel Ukraine TÖV), unserem Produktionswerk in der Ukraine, halten und können weiterhin mit diesem Werk nachhaltig planen. Leider aber hat sich unser einziger Kunde der AEU im vierten Quartal des letzten Jahres entschieden seine Produktion aus der AEU abzuziehen, was uns zwang das Werk der AEU in der Ukraine im Dezember 2022 zu schließen und final im Jahr 2023 abzuwickeln. Daher litten auch wir in der EMEA-Region unter den reduzierten Abrufen unserer Kunden durch die schwierige Versorgungslage, den hohen Inflationseffekten, die zu Unsicherheiten bei den Endkunden führten und die Konsumneigung reduzierte. Geschäftsentwicklung Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Umsatz von 13,5 Mio. € erzielt. Dies entspricht einer Umsatzerhöhung von 25,9 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Erhöhung ist im Wesentlichen auf die Erweiterung der Dienstleistungen der SWH GmbH für die SWH-Gruppe und deren konsequente Verrechnung an die Beteiligungen und somit Leistungsempfänger der SWH GmbH zuzuschreiben. Die SWH GmbH als Beteiligungs- und Managementholding hat seine globalen Services in Bereichen Strategie, Richtlinienkompetenz und Konzernprojekte im Zuge der strategischen Neuausrichtung der SWH-Gruppe, vom "Build to print-Unternehmen" zu einem "Lösungsanbieter von Subsystemen und Entwicklungspartner der Mobilitätsindustrie" deutlich erhöht. Das Geschäftsjahr wurde mit einem negativen operativen Ergebnis von 1,2 Mio. € (Plan 0,5 Mio.€) abgeschlossen und lag 2,8 Mio. € über dem Vorjahresergebnis mit einem Verlust 4,0 Mio €. Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022 war für uns unter den gegebenen Umständen zufriedenstellend. II. Lage des Unternehmens Ertragslage Die Gesamtleistung hat sich gegenüber dem Vorjahr um 25,9 % auf 13,5 Mio. € erhöht. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Geschäftsjahr 2022 um 0,8 Mio. € auf 0,8 Mio. € erhöht. Unter anderem sind 541 T€ an Währungskursgewinnen angefallen. Die Personalkosten sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. € auf 6,1 Mio. € gesunken. Der Rückgang im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr erklärt sich durch hohe Kosten für Abfindungen (0,4 Mio. €) im Jahre 2021. Die Personalquote hat sich gegenüber der Gesamtleistung um 15,1 % Punkte gesenkt und liegt bei 45,2 %. Die Abschreibungen liegen mit 0,4 Mio. € um 3,7 % über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 14,8 % auf 9,0 Mio. € gestiegen. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen von verbundenen Unternehmen (Fremdarbeiten und Verwaltungsaufwendungen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €), sowie Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 0,9 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2022 ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 2,6 Mio. € nach einem Jahresfehlbetrag von 13,8 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis im Geschäftsjahr 2021 war vor allem durch die Wertberichtigung der brasilianischen Prettl do Brasil mit 9,3 Mio. € außerordentlich belastet. Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren zur Steuerung der Gesellschaft sind die Personalkosten - in Höhe von 6,1 Mio.€ (Vj. 6,5 Mio. €) - und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen - in Höhe von 9,1 Mio.€ (Vj. 7,9 Mio. €). Vermögenslage Die Bilanzsumme beträgt 84,0 Mio. € und ist um 5,2 Mio. € bzw. 6,5 % gestiegen. Das Anlagevermögen ist um 0,4 Mio. € auf 60 Mio. € gesunken, aufgrund der Abschreibung der Beteiligung (0,7 Mio. €) an der Cable Alliance Marocco. Die Cable Alliance Marocco hat in 2022 seine Geschäftsaktivitäten ruhend gestellt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind um 5,4 Mio. € auf 23,7 Mio. € gestiegen. Diese Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einer Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 4,7 Mio. € auf 21,9 Mio. € sowie der Erhöhung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 0,1 Mio. € auf 1,0 Mio. €. Auch die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 0,6 Mio. € auf 0,9 Mio. € erhöht, was im Wesentlichen aus der Abgrenzung der IT-Infrastruktur resultiert. Der Kassenbestand bei Kreditinstituten hat sich um 106 T€ auf 42 T € verringert. Die Verbindlichkeiten sind um 8,5 Mio. € auf 36,6 Mio. € gestiegen, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen ist, die sich um 4,6 Mio. € erhöhten. Des Weiteren wurden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 3,8 Mio. € aufgebaut zu Zwecke der Eigenfinanzierung und zur Finanzierung der Beteiligungen der SWH GmbH- vor allem Prettl Kabelkonfektion (Aufbau von 1,6 Mio. €) und Prettl do Brasil (Aufbau von 1,6 Mio. €). Finanzlage Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. € auf -0,8 Mio. € gestiegen. Das Netto-Umlaufvermögen (kurzfristige Forderungen abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten und sonstiger Rückstellungen, ohne Bankguthaben und Finanzierungsverbindlichkeiten) erhöhte sich um 0,9 Mio. €. Diese Erhöhung resultiert aus einer Erhöhung der Forderungen um 4,8 Mio. € sowie einer Erhöhung der kurzfristigen Verbindlichkeiten um 3,9 Mio. €. Die Finanzlage des Unternehmens ist als gesichert zu bezeichnen. Die Forderungen werden durch aktives Forderungsmanagement und ein effizientes Mahnwesen weitgehend innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, die Verbindlichkeiten möglichst innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zur weiteren Verbesserung der Liquiditätslage wurden Finanzierungsprogramme mit unseren Kunden vereinbart. Zum 31.12.2022 hat die SWH GmbH frei Kreditlinien von 2,8 Mio.€. Wir schätzen daher die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der SWH GmbH als nachhaltig und stabil ein. B. Bericht über zukünftige Entwicklungen sowie Chancen und Risiken des Unternehmens I. Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens Die SWH GmbH wird sich im Rahmen seiner Tätigkeit als "Holding der SWH-Gruppe" weiterhin das Gesamtwachstum der SWH-Gruppe unterstützen und sich im Zuge dieser Aufgabe um die stetige Verbesserung und Weiterentwicklung der Systeme und Prozesse innerhalb der SWH Gruppe verantwortlich zeigen. II. Risiko- und Chancenbericht Die PRETTL SWH GmbH ist als Unternehmen der Automobilzuliefererindustrie von der wirtschaftlichen Entwicklung der Kunden und der Entwicklung der Fahrzeugmärkte abhängig. Dabei stellen Absatzschwächen der Fahrzeughersteller wie auch der von uns i.d.R. bedienten direkten Kunden, der sogenannten OEM und TIER1, auch hier ein mittleres Risiko dar. Nach unseren Erfahrungen geht die Entwicklung der globalen Fahrzeugmärkte mit der Entwicklung der konjunkturellen Lage einher. Vor allem im Bereich der Nutzfahrzeuge, welche noch konjunkturabhängiger sind als die Pkw, sehen wir dies immer wieder deutlich, dass sich die Nachfrage nach Fahrzeugen und damit auch die Fahrzeugproduktion kurz- oder mittelfristig durch konjunkturelle Einflüsse abschwächen. Dies stellt damit unserer Meinung nach ein mittleres mögliches wirtschaftliches Risiko dar. Dieses könnte sich durch eine geringere Nachfrage nach Prettl-Produkten konkretisieren und auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens auswirken, jedoch haben sich hier in der Vergangenheit unsere Kunden als im Markt positioniert gezeigt und der Bedarf an Fahrzeugen hat sich in der Vergangenheit mittelfristig immer ausgeglichen, daher schätzen wir hier das Risiko als mittel ein Obwohl sich der Arbeitsmarkt, geprägt durch einen Fachkräftemangel, derzeit als schwierig bezeichnen lässt sehen wir hier ebenfalls ein mittleres Risiko. So waren wir in den letzten Jahren immer in der Lage unsere Personalbedarfe an Fachkräften zu decken, auf Grund unserer Mitarbeiterorientierung und unserem Fokus auf Ausbildung. Um Markt- und Absatzrisiken zu begegnen, werden wir die in den letzten Jahren begonnenen strategischen Linien weiterführen. Dieses Risiko schätzen wir als eher gering ein, da unsere Produkte im Rahmen der Mobilitätsbedarfe weiterhin gefragt sein werden und wir mit unserer Entwicklungs- und Produktstrategie derzeit ein sehr positives Feedback unserer Kunden erhalten. Wir wollen das Know-How in Entwicklung und Konstruktion beibehalten bzw. weiterentwickeln, um schnell und flexibel die geforderten Leistungen bringen zu können. Die Diversifikation in den Produkteinsatzfeldern wird weiter vorangetrieben. Der Einstieg in das Geschäftsfeld der e-Mobility wird bei den vorhandenen Kunden weiter vorangetrieben. Die Produktionsstätten in Niedriglohnländern wollen wir beibehalten und zum Teil weiter ausbauen, um dem weiter zunehmenden Preisdruck von Seiten unserer Kunden durch Belieferung aus diesen Ländern nachkommen zu können. Neben dem Absatzmarkt bestehen auch Risiken auf dem Beschaffungsmarkt. Die von der Gesellschaft benötigten wesentlichen Rohstoffe wie Kupfer, Edelstahl und Stahl sowie Aluminium sind mit einem Basiswert eingepreist. Die Einkaufswerte werden ermittelt und mit den Kunden entsprechend abgerechnet. Mit Kunden wird in der Regel die Vereinbarung von Gleitklauseln bezüglich der Rohstoffpreise vereinbart; denen zufolge Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben werden. Durch die unter Umständen erst mit Verzögerung weiter geleiteten Kosten besteht jedoch das Risiko einer Kostensteigerung für diesen Zeitabschnitt. Durch die erwähnten Preisgleitklauseln und Kundenvereinbarungen schätzen wir dieses Risiko ebenfalls als mittel ein. Die Gesellschaft hat keine nennenswerten Währungsrisiken. Die Geschäftsführung sieht aus heutiger Sicht keine bestandsgefährdenden Risiken für die Gesellschaft, weder aus Einzelrisiken noch aus der Gesamtrisikosituation. Durch verschärfte Abgas- und Sicherheitsregelungen und neue Applikationen im Bereich alternative Antriebe und autonomen Fahrens sieht die Geschäftsführung gute Chancen auf weiteres Wachstum der Gesellschaft. Am 31.12.2022 wurde zwischen den Eigentümern der SWH GmbH, der PRETTL Produktions Holding (PRETTL-Familie) und der SWH International Holding GmbH (Finanzinvestor Trilantic Europe) und FIT (Foxconn Interconnect Technology) Hon Teng (HK.6088) ein Kaufvertrag über den Erwerb von 100% der Anteile an der SWH GmbH unterschrieben. Dieser Eigentumswechsel in die HonHai-Gruppe (Foxconn) birgt große Chancen für die SWH-Gruppe. Nicht nur dass wir in Zukunft einen finanzstarken Partner haben, der die Wachstumspläne der SWH finanziell unterstützen kann, sondern auch die hohe Kompetenz in der Entwicklung und Produktion von Stecksystemen von FIT ermöglichen es unsere Produkte vertikal zu erweitern. Auch der Zugriff auf Technologien und Kunden in bestehenden, aber auch neuen Marktsegmenten wird es der SWH ermöglichen seine Kundenlösungen einem größeren Markt anzubieten. Zusätzlich sehen wir Synergien in den Bereichen Einkauf, Forschung und Entwicklung und bei der zukünftigen Nutzung von gemeinsamer Infrastruktur (Werke, IT-Systeme, etc.). III. Prognosebericht Für das Geschäftsjahr 2023 planen wir eine moderate Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. In Anbetracht des sich fortsetzenden Wachstums der PRETTL SWH Gruppe wird die PRETTL SWH GmbH weitere Projekte (z.B.: S4/Hana Implementation, IFRS-Abschluss, weitere Digitalisierungsprojekte etc.) initiieren die mit Kostenschlüsseln nach "armth-length" an die Beteiligungen verrechnet werden. Die Entwicklung der Prettl SWH GmbH beurteilen wir unter den gegebenen Umständen als sehr herausfordernd aber auch mit großen Chancen und Möglichkeiten. Die COVID-Pandemie dürften wir nun hinter uns gelassen haben und der Krieg in der Ukraine hat sich mit seinen Auswirkungen auf unser Geschäftsmodell stabilisiert und wir sehen hier keinerlei weitere negative Auswirkungen zu den bestehenden Beeinträchtigungen. Um unser qualitatives und quantitatives Wachstum in der SWH-Gruppe weiter zu unterstützen, planen wir für das Jahr 2023 einen Anstieg der Personalkosten auf 7,5 Mio.€ von 6.1 Mio.€ in 2022 und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen von 9,1 Mio.€ in 2022 auf 9,6 Mio.€ in 2023. Weltwirtschaft Das globale Wachstum wird sich 2023 voraussichtlich auf lediglich 1,7 % verlangsamen, was dem drittschwächsten Wachstumstempo in fast drei Jahrzehnten entspricht und nur überschattet wurde durch die globale Rezession in der Pandemie und die globale Finanzkrise. Das ist ein um 1,3 %punkte reduziertes Wachstum als in früheren Prognosen (Quelle: WorldBank Group). Die eingeleitete geldpolitische Straffung der Geldpolitik zielte darauf ab die sehr hohe Inflation einzudämmen. Diese verschlechternden finanziellen Bedingungen und anhaltende Störungen durch die Invasion der russischen Föderation in die Ukraine wird die globale Konjunktur stark belasten. Die Kombination aus verlangsamtem Wachstum, Verschärfung der finanziellen Bedingungen, und hohe Verschuldung wird wahrscheinlich die Investitionen der privaten Haushalte und der Wirtschaft schwächen und dadurch Unternehmensausfälle auslösen. Hauptfokus bleibt derzeit nach wie vor auf der Generierung von Liquidität damit wir uns aus unserer Sicht die notwendige Handlungsflexibilität bewahren. Maßnahmen sind hierzu insbesondere die Verkürzung von Zahlungszielen mit Kunden, die Verlängerung von Zahlungszielen bei Lieferanten, die Reduzierung von Beständen im Material und Fertigprodukten, der Abbau von Konsignationslager Vereinbarungen für Kunden sowie äußert flexible Handlungsfähigkeit bei Shutdown und Re-Start von unseren Werken. Weltweiter PKW-Markt Der Verkauf von Neufahrzeugen wird 2023 vor allem in Europa und den USA ins Stocken geraten. Man rechnet damit das weltweite Neuwagenverkäufen um nur 0,9 % steigen, gebremst durch eingeschränkte Verbraucherausgaben, hohe Rohstoffpreise und Produktionsstillstände aufgrund von Lieferkettenunterbrechungen. Der Neuwagenverkauf in Westeuropa wird um etwa 3 % zurückgehen, während er in Nordamerika um 2,4 % zurückgehen werden. In der Zwischenzeit werden die Verkäufe neuer LKW um 1,3 % weltweit sinken. Insgesamt bedeutet dies, dass der Neuwagenabsatz nach einem Rückgang im Jahr 2022 nur noch geringfügig in 2023 steigen wird, angeführt von Wachstum in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Lateinamerika. Als Ergebnis wird der Absatz neuer Fahrzeuge im Jahr 2023 mit 79 Mio. Einheiten immer noch unter dem Vorpandemieniveau von 88 Mio. Einheiten liegen (Quelle: ACEA, Autonews). Gesamtmarkt Insgesamt ist das Geschäft aktuell noch sehr volatil. Die Prognosen sind anfällig für erhebliche Risiken, einschließlich einer Eskalation des Ukraine-Krieges, mögliche Energie Engpässe in Europa und die Gefahr, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession abgleitet. Verkauf der SWH-Gruppe Die SWH-Gruppe wurde am 31.12.2022 von seinen beiden Eigentümern PRETTL Produktions Holding (PRETTL-Familie) und SWH International Holding GmbH (Finanzinvestor Trilantic Europe) zu 100% an die FIT (Foxconn Interconnect Technology) Hon Teng (HK.6088) verkauft. Im Rahmen dieses Verkaufs unterzog sich die SWH-Gruppe einem intensiven Due-Dilligence-Prozess, der das Management stark vereinnahmte und ca. 10 Monate dauert. Trotz eines sicherlich schwierigen Umfeldes für Unternehmensverkäufe gab es für die SWH-Gruppe in diesem Prozess mehrere Interessenten. Das große Interesse einiger Bieter und der am Ende verhandelte attraktive Kaufpreis unterstrich die strategische und operative Stärke der Unternehmung. Das Management bewertet diesen Verkauf als sehr positiv, da es sich bei FIT, als eine Beteiligung der Foxconn-Gruppe, um einen strategischen Investor handelt. Die Foxconn-Gruppe hat sich sehr ehrgeizige Ziele im Bereich Mobilität gesteckt und erweitert hier sein Kompetenzportfolio durch gezielte Zukäufe. Die SWH hat also zukünftig einen starken Eigentümer an seiner Seite und wir gehen davon aus, dass es hier ein hohes Synergiepotenzial in vielen Bereichen geben wird. IV. Berichterstattung gem. § 289 Abs. 3 HGB Wir erstatten keinen Bericht über nichtfinanzielle Leistungsfaktoren, da diese Berichterstattung für das Verständnis des Geschäftsverlaufs oder der Lage der Gesellschaft nicht von Bedeutung ist.
Pfullingen, den 31. März 2023 PRETTL SWH GmbH Die Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Prettl SWH GmbH, Pfullingen Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Prettl SWH GmbH, Pfullingen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Prettl SWH GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, den 30. April 2023 KPMG
AG
Wolfram Wildermuth, Wirtschaftsprüfer Mareike Volk, Wirtschaftsprüferin Hinweis zum Bestätigungsvermerk: Die Gesellschaft hat von größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 327 HGB bei der Veröffentlichung Gebrauch gemacht. Der veröffentlichte Bestätigungsvermerk bezieht sich jedoch auf den vollständigen Jahresabschluss der Gesellschaft. Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am:
Pfullingen, den 20.04.2023 gezeichnet: Henrik Onne Bodenstab Andreas Deden |
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