Milwaukee Finance GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bart Julien Lorrez seit 12.10.2020 | Geschäftsführer |
Michael Steubing seit 16.1.2019 | Geschäftsführer |
Mohamed Mariami seit 28.4.2017 | Prokura |
Ingo Dr. Plesterninks seit 30.9.2014 | Prokura |
Matthias Jaryssek seit 16.9.2014 | Prokura |
Martin Dr. jur. Seiling seit 16.9.2014 | Prokura |
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Mauser Corporate GmbHBrühlJahresabschluss zum 31. Dezember 2019LageberichtGeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019(1) GESCHÄFTSFELDER UND ORGANISATIONSSTRUKTUR DER MA USER CORPORATE GMBH, BRÜHLMauser Corporate GmbH (nachfolgend auch "Mauser Corporate" oder "Unternehmen") hat ihren eingetragenen Firmensitz in Brühl. Die Geschäftsadresse lautet Schildgesstrasse 71-163, 50321 Brühl. Die Mauser Corporate ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung nach deutschem Recht. Der Grundstein für die MAUSER Gruppe wurde 1896 gelegt. Die Gesellschaften der Gruppe sind international führend in der Entwicklung und Herstellung starrer Industrieverpackungen. Die Mauser Corporate GmbH gehört zum Segment International der MAUSER Gruppe, die zum 3. April 2017 an die SCI Mauser International GmbH, Brühl, verkauft wurde. SCI Mauser International GmbH ist eine Gesellschaft, deren Anteile indirekt über die Mauser Packaging Solutions Holding Company, Delaware/USA, von der Stone Canyon Industries LLC, Santa Monica/USA, (nachfolgend auch "SCI") gehalten werden. Zum 31. Dezember 2019 wird der Jahresabschluss der Mauser Corporate in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois/USA, -ebenfalls eine indirekte Tochtergesellschaft der Stone Canyon Industries LLC -einbezogen. Mit "MAUSER Gruppe" werden in diesem Lagebericht weiterhin die Gesellschaften bezeichnet, die vor dem Verkauf im April 2017 den Konzern der Mauser Group bildeten. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich starrer Verpackungen. Sie produziert und vertreibt starre Metall-, Kunststoff- und Fiberbehälter, Intermediate Bulk Container (IBC) sowie rekonditionierte IBC, Stahl- und Kunststoffbehälter. Durch die ausgedehnte Präsenz mit weltweit mehr als 150 Standorten in 20 Ländern liefert die Mauser Packaging Solutions Gruppe mit rund 10.500 Mitarbeitern ihre Produkte an ihre Kunden, vor allem an Hersteller von Industrie- und Konsumgütern. Die Mauser Corporate ist alleinige Gesellschafterin der Mauser Industriebeteiligungen GmbH (MIB), unter der -mit Ausnahme des nord- und mittelamerikanischen Geschäfts -die internationalen Aktivitäten der ehemaligen MAUSER-Gruppe gebündelt sind. Im Kalenderjahr 2019 verlief das Geschäft der meisten in- und ausländischen Gesellschaften wiederum sehr positiv. Die Mauser Corporate erbringt für andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe verschiedene Dienstleistungen gegen Entgelt. Die Erbringung dieser admin istrativen und beratenden Dienstleistungen in den Bereichen Buchhaltung und Konsolidierung, Finanzen und Controlling, IT, Personal sowie Recht und Steuern erfolgt im Wesentlichen mit eigenem Personal der Mauser Corporate. Bei Bedarf werden auch Fremddienstleistungen und -personal eingesetzt. Die Berechnung der Entgelte erfolgte im Geschäftsjahr -wie im Vorjahr -auf Basis einer Cost-Plus-Methode. Die Erträge der Mauser Corporate resultieren neben den Erträgen aus Konzerndienstleistungen hauptsächlich aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Mauser Industriebeteiligungen GmbH. Vor diesem Hintergrund ist die Mauser Corporate abhängig von der Geschäftsentwicklung der mittelbaren Tochter- und Beteiligungsunternehmen. Wir gehen deshalb in den nachfolgenden Ausführungen auch auf die Lage dieser Unternehmen bzw. der MAUSER Gruppe insgesamt ein. (2) NIEDERLASSUNGENDie Mauser Corporate hat keine Zweigniederlassungen im Sinne des deutschen Handelsgesetzes. (3) PERSONALFür die Mauser Corporate ist es von größter Bedeutung, die besten und motiviertesten Mitarbeiter zu ermitteln, Loyalität und Teamwork zu entwickeln und zu pflegen sowie diese Mitarbeiter langfristig im Unternehmen bzw. in der MAUSER Gruppe zu halten. Die Mitarbeiter werden als wesentlicher Faktor für den Erfolg der Gesellschaft gesehen. Aus diesem Grund bilden Kompetenzaufbau und -erhalt in der Belegschaft ein zentrales Thema der strategischen und nachhaltigen Unternehmensführung. MAUSER unterstützt und fördert die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter strukturiert, um nationale und internationale Karrieremöglichkeiten eröffnen zu können. Im Jahresdurchschnitt waren 74 Mitarbeiter (im Vorjahr 76 Mitarbeiter) beschäftigt. (4) FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGDie Mauser Corporate unterhält keine Forschungs- und Entwicklungseinheiten. (5) WELTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGIn Deutschland ist der langanhaltende Aufschwung vorerst zu einem Ende gekommen. Bislang ist jedoch nicht von einer breiten und tiefergehenden Rezession auszugehen. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (18.02.2020) sank die Produktion der deutschen Industrie seit Mai 2018; dies ist die längste Schwächephase seit Anfang der 1990er Jahre. Die Bruttowertschöpfung im verarbeitenden Gewerbe sank um 3,6 %-Punkte. Während die Industrieschwäche in Deutschland besonders stark ausgeprägt ist, trübt sich die Konjunktur weltweit ebenfalls ein. Dies reduziert hierzulande die Impulse aus dem Außenhandel, der durch die anhaltende Unsicherheit insbesondere aufgrund der Handelskonflikte mit den USA und des Brexits belastet wird. Vor allem bedingt durch den Handelskonflikt zwischen den USA und China ist die Weltwirtschaft im Jahr 2019 schätzungsweise nur um 3 Prozent gewachsen. Für 2020 erwartete das Institut der deutschen Wirtschaft zu Jahresbeginn einen leichten Aufwärtstrend für die Weltkonjunktur, verwies aber auf die zu diesem Zeitpunkt noch nicht absehbaren Folgen der Corona Pandemie. Mit der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus wird die Weltwirtschaft vor bislang nicht bekannte Herausforderungen gestellt. Ende Juli 2020 meldete das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal einen historischen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 10,1 %. In nahezu allen Wirtschaftsbereichen mit Ausnahme des Baugewerbes brach die Wirtschaftsleistung teilweise massiv ein. Dank des umfangreichen Einsatzes von Kurzarbeit konnte sich die Beschäftigung davon weitgehend entkoppeln. Mit der schrittweisen Lockerung der Einschränkungen hat für die deutsche Wirtschaft ab Mai 2020 bereits wieder der Erholungsprozess eingesetzt. Die weitere konjunkturelle Belebung hängt dabei ganz maßgeblich vom Pandemieverlauf im In- und Ausland ab. Einige Volkswirtschaften unserer Handelspartner sind durch die Pandemie weiterhin stark belastet. Schon deshalb wird nach der ersten kräftigeren Erholung nach den Lockerungen im Sommer der weitere Erholungsprozess der deutschen Wirtschaft nur langsam voranschreiten und noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (08.12.2020) setzt seit Herbst 2020 die zweite Corona-Welle der deutschen Wirtschaft heftig zu. Der erneute Lockdown wirkt sich deutlich negativ auf den Arbeitsmarkt und die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts aus. Doch die Zulassung von Impfstoffen macht Hoffnung auf einen kräftigen Wachstumsschub im kommenden Jahr. Das gilt auch für die Weltwirtschaft insgesamt -allerdings werden viele Volkswirtschaften zunächst in einer Winterstarre verharren. Da die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus über den Jahreswechsel hinaus andauern werden, wird sich nach dieser Einschätzung eine wirtschaftliche Erholung in die Jahre 2021 bzw. 2022 verzögern. In diesem Risikoszenario könnten die getroffenen Politikmaßnahmen womöglich nicht ausreichen, tiefgreifende Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur durch Insolvenzen und Entlassungen zu verhindern. Verschlechterte Finanzierungsbedingungen sowie die gestiegene und verfestigte Unsicherheit könnten zudem Investitionen bremsen und zur Kaufzurückhaltung bei Haushalten führen. Schließlich drohen in einem solchen Szenario negative Rückkopplungen über die Finanzmärkte oder das Bankensystem. (6) DARSTELLUNG DES GESCHÄFTSVERLAUFSIm Euroraum insgesamt ließ die wirtschaftliche Entwicklung im Verlauf des Jahres 2019 etwas nach, getrieben durch die globalen Unsicherheiten und die unter anderem damit verbundene Rezession der deutschen Industrie. Auch die MAUSER Gruppe musste sich diesen Herausforderungen stellen. Nachfragerückgänge sowie gesunkene Preise auf der Verkaufsseite standen gesunkenen Polypropylen- und Stahlpreisen auf der anderen Seite gegenüber; diese führten zu geringeren Einsatzstoffkosten. Trotz gesunkener Mengen konnte das Segment International ein positives EBITDA im Geschäftsjahr erzielen. Dies lag in der MAUSER Gruppe für das Geschäftsjahr leicht über dem Vorjahr und über Budget. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte Mauser Corporate einen Umsatz in Höhe von 9,2 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 28,4 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse sind leicht gesunken, gleichzeitig sanken ebenfalls die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Anstieg des Ergebnisses nach Steuern resultiert aus der höheren Ergebnisabführung der Mauser Industriebeteiligungen GmbH. Die Mauser Corporate fungiert als Cashpoolführer ("Master Account Holder") für den Euro- und britischen Pfund-Cashpool der deutschen und einiger europäischer Mauser-Gesellschaften. (7) DARSTELLUNG DER LA GE DER GESELLSCHAFTErtragslageDie Umsatzerlöse der Mauser Corporate resultieren aus erbrachten Personal- und Sachdienstleistungen an andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe und lagen für das Berichtsjahr 2019 bei 9,2 Mio. EUR und damit 0,3 Mio. EUR niedriger als im Geschäftsjahr 2018. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen 2019 0,8 Mio. EUR verglichen mit 0,9 Mio. EUR im Vorjahr. In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden vor allem Auflösungen von Rückstellungen ausgewiesen. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen betrugen 1,9 Mio. EUR und liegen im Vergleich zum Vorjahr auf dem gleichen Niveau. Sie betreffen Aufwendungen für Fremdpersonal und Fremdleistungen, die zur Erbringung der Umsatzerlöse angefallen sind. Die Personalaufwendungen sind im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr mit 8,6 Mio. EUR um 0,1 Mio. EUR leicht gesunken, dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Mitarbeiterzahlen von durchschnittlich 76 auf 74 Mitarbeiter. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nur geringfügig um 0,2 Mio. EUR auf 3,9 Mio. EUR gesunken. Das EBITDA als wesentliche Steuerungsgröße der Gesellschaft betrug -4,3 Mio. EUR und bewegt sich damit auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (-4,2 Mio. EUR). Bei nahezu unveränderten Abschreibungen beläuft sich das Betriebsergebnis (EBIT) auf -4,9 Mio. EUR im Vergleich zu einem EBIT von -4,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2018. Das Finanzergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von 10,3 Mio. EUR auf 33,3 Mio. EUR in 2019 gestiegen. Das negative Zinsergebnis (einschließlich der Erträge aus Ausleihungen) verbesserte sich um 0,6 Mio. EUR auf -4,6 Mio. EUR und das Beteiligungsergebnis stieg um 22,4 Mio. EUR auf 37,9 Mio. EUR im Berichtsjahr aufgrund der höheren Gewinnübernahme von der MIB. In dieser Zunahme der Gewinnabführung der MIB haben sich einerseits im Jahresvergleich deutlich höhere Dividenden der ausländischen Tochterunternehmen sowie ein Einmalertrag der Mauser-Werke GmbH aus einem steuerlichen Verständigungsverfahren, die über die durchgehende Kette an Ergebnisabführungsverträgen an die Gesellschaft hochgeschleust wurden, niedergeschlagen. Andererseits wurden diese positiven Effekte durch einen signifikanten Verlust aus dem Abgang eines liquidierten Tochterunternehmens in der vorgelagerten Ergebnisabführungskette kompensiert. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betrugen im Geschäftsjahr EUR 0,00 im Vergleich zu einem Steuerertrag von EUR 4,7 Mio. im Geschäftsjahr 2018. Im Wesentlichen resultierte der hohe Ertrag im Geschäftsjahr 2018 aus der Auflösung von Steuerrückstellungen im Zusammenhang mit den Ergebnissen aus der Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2005 bis 2014 in Höhe von 6,2 Mio. EUR, gleichzeitig wurden in diesem Posten vor allem 1,5 Mio. EUR Zuführungen zur Rückstellung für erwartete Steuernachzahlungen aus Betriebsprüfungen der Folgejahre ausgewiesen. In Summe ergab sich ein Ergebnis nach Steuern von 28,4 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2019 im Vergleich zu 10,3 Mio. EUR im Vorjahr. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme stieg um 136,2 Mio. EUR an und belief sich am Ende des Berichtszeitraumes auf 867,2 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 731,0 Mio. EUR). Die Summe der immateriellen Vermögenswerte ist um 0,1 Mio. EUR auf 0,9 Mio. EUR und die Sachanlagen um 0,2 Mio. EUR auf 0,6 Mio. EUR gesunken. Investitionen betrafen vor allem den Zugang von Software. Die Finanzanlagen betrugen am Bilanzstichtag 214,8 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 218,5 Mio. EUR). Der Rückgang um 3,6 Mio. EUR resultierte im Wesentlichen aus der teilweisen Tilgung einer gewährten Ausleihung an die Mauser UK Ltd, die sich zum 31. Dezember 2019 noch 4,4 Mio. EUR beläuft. Der Anstieg des Umlaufvermögens war vor allem auf die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 140,5 Mio. EUR auf 646,9 Mio. EUR zurückzuführen und resultierte aus den in 2019 durchgeführten Forderungsabtretungen verschiedener deutscher Mauser-Gesellschaften an die Mauser Corporate GmbH zum 31. August 2019 mit anschließender Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten auf den konzerninternen Verrechnungskonten. Hintergrund der Forderungsabtretungen an die Mauser Corporate war, eine Vereinfachung der Finanzierungsstrukturen in der Gruppe zu erreichen, so dass nahezu alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen beglichen wurden und sich die verbleibenden konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten auf Verrechnungskonten im Wesentlichen bei der Mauser Corporate (Cashpool-Führer) konzentrieren. Darüber hinaus sanken die sonstigen Vermögensgegenstände um 0,4 Mio. EUR auf 0,5 Mio. EUR. Dies resultierte vor allem aus geringeren Vorsteuererstattungsansprüchen im Geschäftsjahr 2019. Das Eigenkapital der Mauser Corporate beträgt unverändert 104,0 Mio. EUR. Dies resultiert aus dem in 2017 geschlossenen Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Mauser Corporate GmbH und der Mauser Intermediate Holding GmbH. Die Eigenkapitalquote sank von 14,2 % im Vorjahr auf 12,0 % im Geschäftsjahr. Das langfristige Fremdkapital belief sich auf 238,6 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 245,6 Mio. EUR) und das kurzfristige Fremdkapital auf 524,5 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 381,3 Mio. EUR). Die Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist ebenfalls insbesondere auf die bereits erwähnten Forderungsabtretungen zurückzuführen. Im Gegensatz dazu verminderten sich die von der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois, USA, gewährten Darlehen um 20,9 Mio. EUR auf 247,1 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 268,0 Mio. EUR). Der kurzfristige Verschuldungsgrad von 504,3 % (Vorjahr: 366,6 %) errechnet sich aus dem Verhältnis kurzfristiges Fremdkapital (inkl. kurzfristige Rückstellungen) zum Eigenkapital. Die dargestellte Vermögenslage der Gesellschaft wird von der Unternehmensführung vor dem Hintergrund der Eigentümerstruktur und -zielsetzung als geeignet angesehen, um die geplanten zukünftigen operativen Erträge zu gewährleisten. FazitEs ergab sich keine wesentliche Änderung bei der Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesellschaft verfügt über ausreichendes Eigenkapital und Liquidität. Die Geschäftsführung der Mauser Corporate kommt insgesamt zu dem Schluss, dass die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr unter Berücksichtigung der gestiegenen Erträge aus Gewinnabführung positiv verlaufen ist. (8) FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENAufgrund der internationalen Ausrichtung des Konzerns erfolgen sämtliche Reports an das Management und den Mutterkonzern auf der Basis von US-GAAP-Zahlen. Hier verwendet die MAUSER Gruppe konzernweit einheitliche Kennzahlen und Standards. Die zentrale Steuerungsgröße dabei bildet das EBITDA (earnings before interest and taxes, depreciation and amortization). Zur Analyse der finanziellen Leistungsindikatoren für das Geschäftsjahr 2019 verweisen wir auf die oben gemachten Ausführungen, zum Ausblick auf den Prognosebericht. (9) WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGWie oben beschrieben, ist die Mauser Corporate durch eine Kette abgeschlossener Ergebnisabführungsverträge vom wirtschaftlichen Erfolg ihrer operativen Tochterunternehmen im In- und Ausland, für die sie selbst auch teilweise kaufmännische Dienstleistungen erbringt, abhängig. Daher erstreckt sich die Darstellung von Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zum Teil auch auf Chancen und Risiken dieser Tochterunternehmen. Chancen der künftigen EntwicklungIm Wesentlichen produzieren die operativen Tochterunternehmen starre Industrieverpackungen sowie -i.W. für den Eigenbedarf der Mauser Gesellschaften - Maschinen und Anlagen zur Produktion von großvolumigen Industrieverpackungen aus Kunststoff. Die Nachfrage nach starren Industrieverpackungen an den Märkten wies in den letzten Jahren fast durchgehend ein solides Wachstum auf. Für 2020 wird jedoch aufgrund der Corona-Pandemie mit einer konjunkturbedingten geringeren Nachfrage gerechnet. Obwohl es in der Branche üblich ist, dass die Endkunden Rohstoffpreisrisiken tragen, ist das Management dieses "Pass through"-Mechanismus der Schlüssel zur Margenentwicklung und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit im Markt. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe ist stets bestrebt, die Einkaufskonditionen mit den Lieferanten sowie die Verkaufsmodalitäten mit den Kunden noch stärker zu synchronisieren, um ein Auseinanderlaufen der Konditionen soweit wie möglich zu vermeiden. Aufgrund der Geschäftsstruktur und der Marktentwicklung ist zu erwarten, dass sich der Konsolidierungsprozess im Geschäft für starre Industrieverpackungen fortsetzen wird. Dies bietet den Marktführern neben weiterem organischem Wachstum aus dem Wachstum der Kunden, insbesondere der Chemie- und Petrochemieindustrie, zusätzliche Akquisitionsgelegenheiten. Die Mauser Packaging Solutions Gruppe wird weiterhin alle Möglichkeiten für ein selektives und fokussiertes Wachstum des Geschäfts nutzen. Dabei stehen profitables Wachstum und wirtschaftliches Handeln im Vordergrund. Das Augenmerk liegt weiterhin konsequent auf nachhaltigen und innovativen Verpackungslösungen. Wesentlicher Baustein dafür ist das "MAUSER Sustainability Program". Mit dem 2009 initiierten und im Oktober 2018 ausgeweiteten Programm soll die umweltgerechte Einsparung von Rohstoffen und Energien sowie eine Reduzierung der Umweltbelastung erreicht werden, um letztlich den Kunden effiziente Lösungen zur Verfügung stellen zu können. Die starke nationale Präsenz sowie die nationale Vorreiterschaft in allen Produktlinien und Dienstleistungen ermöglicht es der Mauser Packaging Solutions Gruppe, wirtschaftlichen Nutzen aus unterschiedlichen Trends innerhalb des Bereichs Industrieverpackungen zu ziehen. Die jüngsten Investitionen haben die Gruppe sehr gut positioniert, um auch zukünftig über die branchenüblichen Marktwachstumsraten hinaus zu wachsen. Als Lieferant für die erforderlichen Maschinen bzw. Dienstleister für Wartung, etc. hat auch die Mauser Maschinentechnik GmbH ("MMT") in der Vergangenheit von dieser Entwicklung profitiert und würde zukünftig ebenfalls von einem nachhaltig vergrößerten Aufgabenvolumen profitieren. Risiken der künftigen EntwicklungAuswirkungen der Corona-PandemieDie Produkte der Mauser Packaging Solutions Gruppe wurden als systemrelevant eingestuft, da viele Kunden, z.B. in der Pharma- und Lebensmittelindustrie, zwingend auf unsere Verpackungsprodukte angewiesen waren und sind. Dementsprechend hat die Mauser Packaging Solutions Gruppe während der Pandemie an allen Standorten weiter produziert. Die Effekte der Pandemie in Bezug auf Umsatzerlöse und Ergebnis waren daher bisher vergleichsweise gering. Sowohl auf der Kunden- als auch auf der Beschaffungsseite kam es bisher zu keinen wesentlichen Lieferengpässen bzw. -ausfällen. Gleichwohl hat sich die Geschäftsführung bereits zu Beginn der Krise eingehend mit möglichen Auswirkungen und Folgen der Pandemie beschäftigt. Hierzu wurde ein Krisenmanagement aus der Geschäftsführung und Managern in Schlüsselpositionen eingerichtet, welches laufend die aktuelle Lage bespricht. Zudem erfolgt ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch im Konzern. Weiterhin wurden alle nicht dringend notwendigen Ausgaben und Investitionen gestrichen bzw. verschoben, um eine ausreichende Liquidität zu gewährleisten. Zum Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter wurden diverse Schutzmaßnahmen getroffen und die Mitarbeiterunterweisungen hinsichtlich der Hygiene intensiviert. Mitarbeiter mit positiven Fällen oder Verdachtsfällen im Familien- oder Bekanntenkreis wurden in der Hochphase ebenso wie Urlaubsrückkehrer in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt. Mitarbeiter mit Vorerkrankungen oder solche, die zur Risikogruppe gehören, wurden unverzüglich ins Homeoffice versetzt. Für die Mitarbeiter der Verwaltung wurde allgemein ein umfangreiches Homeoffice- und Video-Conferencing-Konzept ausgearbeitet, um die Anzahl der Mitarbeiter vor Ort zu minimieren. Für die Mitarbeiter der Produktion wurden umfangreiche Sicherheits- und Hygienestandards erarbeitet. Aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen sowie der bisher gewonnenen Erkenntnisse sieht sich die Gesellschaft hinsichtlich der Sicherheits- und Schutzmaßnahmen gut aufgestellt. Der bisherige Verlauf der Pandemie innerhalb Deutschlands deutet derzeit auf keine signifikanten wirtschaftlichen Auswirkungen für die Gesellschaft hin. Es wird grundsätzlich davon ausgegangen, dass die Pandemie keine wesentlichen finanziellen Auswirkungen auf die Ziele der Gesellschaft hat. Weitere RisikenUnternehmerisches Handeln ist untrennbar mit dem Eingehen von Risiken verbunden. Die Mauser Corporate ist in das Risikomanagement der Mauser Packaging Solutions Gruppe eingebunden. Dessen Ziel ist es, eine regelmäßige, strukturierte und frühzeitige Analyse von Chancen und Risiken vorzunehmen. Auf dieser Basis kann mit gezielten Maßnahmen frühzeitig und umfassend gegengesteuert werden, um Risiken zu minimieren und Chanen zu verstärken. Bestandteil dieses Systems sind eine Geschäftsplanung mit einem stets aktuell detaillierten Berichtswesen, Projektcontrolling und internes Überwachungssystem, unterstützt durch umfassende Beratung über mögliche Risiken des Steuer-, Wettbewerbs- und Kartellrechts durch interne und externe Experten. ZinsrisikoMauser Corporate finanziert sich hauptsächlich durch den Euro-Cashpool der Unternehmensgruppe für den sie auch Cashpoolführer ist. Die Zinssätze basieren seit dem Kauf der Gruppe durch SCI auf den Finanzierungskosten der Darlehen von Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., an die Mauser Corporate. Sie werden regelmäßig überprüft und ggf. auf geänderte Marktverhältnisse angepasst. Durch die langfristige gesicherte Finanzierung ist das Zinsänderungsrisiko für Mauser Corporate gering. LiquiditätsrisikoDie Liquidität der Mauser Corporate GmbH ist durch Guthaben bei Banken sowie durch bestehende Finanzierungsspielräume der Unternehmensgruppe solide gesichert. Durch die solide Liquiditätslage, die stabile Geschäftsentwicklung, die Rückzahlungsstruktur der bestehenden Konzerndarlehen ist die Wahrscheinlichkeit von Liquiditäts- und Finanzierungsengpässen während der Jahre 2020 und 2021 sehr gering. WährungsrisikoBei der Mauser Corporate bestehen aus dem laufenden Geschäft in sehr geringem Umfang Wechselkursänderungsrisiken. Im Wesentlichen betrifft dies einzelne wenige Beratungsdienstleistungen, die in Fremdwährung fakturiert werden. Die Gesellschaft vermeidet weitestgehend solche Transaktionen und hat zur regelmäßigen Überprüfung ein geeignetes Kontrollsystem implementiert. Außerdem bestehen Währungsrisiken aus Darlehen, die an Tochtergesellschaften in GBP gegeben wurden. Da die Risiken aus diesen Geschäftsvorfällen keinen wesentlichen Einfluss auf die Gesellschaft haben, werden bei der Mauser Corporate keine Absicherungen vorgenommen. Darüber hinaus bestehen für die Mauser Corporate aus den mittelbaren Beteiligungen in Fremdwährungsländern Translationsrisiken. Diese werden von der Mauser Corporate -wie von den meisten Unternehmen - als unternehmerisches Risiko betrachtet und ebenfalls nicht abgesichert. Preisrisiko bei RohstoffenDie operativen MAUSER Gesellschaften sind beim Erwerb von Stahl und Polyethylen Risiken von Marktpreisschwankungen ausgesetzt. Es ist gängige Marktpraxis, Änderungen von Rohstoffpreisen in Form von Vertragsindexklauseln oder in Form von allgemeinen Preisänderungen für Verträge, die an keinen Index gekoppelt sind, an die Kunden weiterzugeben. Im Metall- und Fiberbereich können Preisänderungen aufgrund der Art der Verträge unverzüglich und ohne zeitliche Verzögerung an den Kunden weitergegeben werden. Demgegenüber führen die an den Index gekoppelten Vereinbarungen in den Bereichen Kunststoffe und IBC meist dazu, dass Marktpreisschwankungen mit einer kurzen zeitlichen Verzögerung an den Kunden weitergegeben werden. Um die Verzögerungen, die bei der Anpassung der Rohmaterialpreise entstehen, zu steuern, ist die Gruppe bei der Verhandlung von Kaufverträgen bestrebt, die Preisanpassungsperiode zu verkürzen und die Einkaufs- und Verkaufskonditionen anzugleichen. Des Weiteren bestehen Risiken, dass die unterschiedlichen Indizes, die die Grundlage für die Beschaffung von Rohstoffen darstellen, mit den an den Index gekoppelten Vereinbarungen auf der Kundenseite auseinanderfallen. Über die bestehenden Ergebnisabführungsverträge in der Gruppe werden die Preisrisiken auch bei der Mauser Corporate als mittleres Risiko angesehen. KreditrisikoDie Mauser Corporate trägt das Kreditrisiko aus Darlehensforderungen sowie aus den erbrachten Dienstleistungen. Das Kreditrisiko der operativen Gesellschaften, das sich über die durchgehende Kette an Ergebnisabführungsverträgen bis auf Ebene der Mauser Corporate erstreckt, bezieht sich hauptsächlich auf die Kreditlimits der Kunden, die bestimmten Bonitätsregeln und Genehmigungsprozessen unterliegen. Die Kreditlimits der Kunden werden auf der Grundlage von Warenkreditversicherungen, Kreditauskünften und des bisherigen Zahlungsverhaltens festgelegt. Einzelne Risiken werden über Sicherungsinstrumente -wie Akkreditive oder andere zahlungssichernde Dokumente -gesichert. Die MAUSER Gruppe schloss im Oktober 2015 einen Forderungskaufvertrag (Receivables Purchase Agreement - "RPA") mit der ING Luxembourg S.A. (ING) ab. Im Rahmen dieses RPA hat die Gruppe im Wesentlichen alle Risiken und Chancen im Zusammenhang mit den entsprechenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verkauft und diese folglich vollständig ausgebucht. Am 29. Mai 2019 wurde der RPA angepasst und der maximale Vertragswert des Factoring-Programms auf 110,0 Mio. EUR erhöht. Insgesamt schätzt die Geschäftsführung das Kreditrisiko als gering ein. Rechtliches und steuerrechtliches RisikoDie zentrale Rechtsabteilung der Mauser Corporate GmbH steuert alle Rechtsfälle und nimmt aktiv an der Risikoeinschätzung und deren Abbildung in den Geschäftszahlen der Mauser Corporate teil. Die Geschäftsaktivitäten der Mauser Corporate GmbH haben eine Steuerpflicht zur Folge. Die Einhaltung dieser Anforderung wird unter der Beteiligung externer Fachleute von der zentralen Steuerabteilung der Mauser Corporate überwacht. Darüber hinaus werden zweimal jährlich Compliance-Prüfungen durchgeführt. Mauser Corporate ist seit dem 1. Januar 2017 in die ertragsteuerliche Organschaft der SCI eingebunden. Sollten sich rechtliche und steuerrechtliche Risiken materialisieren, dürfte dies erhebliche Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragslage haben, die jedoch das Fortbestehen der Gesellschaft nicht gefährden würde. Derartige Risiken sind derzeit nicht ersichtlich. Die Mauser Corporate GmbH als Teil der Mauser Packaging Solutions Gruppe verfolgt in ihrer Firmenpolitik die strikte Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien. Ein entsprechendes Compliance Management wurde auf Konzernebene eingerichtet und wird laufend in Abstimmung mit den benannten lokalen Vertretern aktualisiert und überwacht. FazitEs sind weder wirtschaftliche noch rechtliche Bestandsgefährdungspotentiale zu erkennen. Dennoch ist für das gesamte Jahr 2020 aufgrund der anhaltenden Pandemie mit geringeren Volumina zu rechnen. Aufgrund der schlechteren Auftragslage werden die Produktionskapazitäten nicht voll ausgelastet werden. Um Kosteneinsparungen vorzunehmen, wurde bereits zum Ende des zweiten Quartals 2020 Personal vorwiegend aus dem Verwaltungsbereich freigestellt. Der weiterhin positive Stand von Eigenkapital und Liquidität und die nachhaltigen Einnahmen im Zusammenhang mit dem in 2019 durchgeführten Rebranding der Marke Mauser im gesamten Mauser Packaging Solutions Konzern sowie die weiterhin bestehende Auftragslage stellen nach Ansicht der Geschäftsführung den Fortbestand des Unternehmens für das Folgejahr sicher. (10) PROGNOSEBERICHTIm vergangenen Jahr 2019 ist die Nachfrage in nahezu allen Produktgruppen der MAUSER Gruppe leicht gesunken. Gegenläufig stieg insbesondere das Beteiligungsergebnis, von dem die wirtschaftliche Entwicklung der Mauser Corporate maßgeblich geprägt wird. Auch im neuen Geschäftsjahr haben wir konjunkturbedingt für nahezu alle Produkte ein weiteres Abschwächen der Nachfrage erwartet. Die MAUSER Gruppe hat im Vorfeld bei der Beschaffung und der Effizienz gezielte Möglichkeiten zur Kosteneinsparung ermittelt, von denen erwartet wird, dass sie auf Ebene der Mauser Corporate für eine Erhöhung des Beteiligungsergebnisses sorgen werden. Aufgrund der Coronakrise waren im ersten Halbjahr 2020 in der gesamten Mauser Packaging Solutions Gruppe teils erhebliche Mengenverluste zu verzeichnen. Als unmittelbare Reaktion darauf wurde mit dem Ziel der Kosteneinsparung bereits zum Ende des zweiten Quartals 2020 Personal, vorwiegend im Verwaltungsbereich, freigesetzt. Für die deutschen Tochterunternehmen war diese Entwicklung wie oben beschrieben spürbar, aber nicht so gravierend. Aktuell liegt der Umsatz der deutschen Tochterunternehmen nur leicht hinter dem Vorjahr und den Planwerten, das Ergebnis (bereinigtes EBITDA) nahezu auf Plan. Bei den ausländischen Tochterunternehmen waren die Auswirkungen größer, so dass im Geschäftsjahr 2020 deutlich geringere Dividenden zufließen werden. Im Geschäftsjahr 2020 stieg der Umsatz der Mauser Corporate bis November gegenüber den Vergleichszahlen des Vorjahres um rund 4 % an. Aufgrund der Änderungen in den Allokationen der Weiterberechnung der erbrachten Dienstleistungen an andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe liegt der Umsatz auf den erwarteten Planwerten des laufenden Geschäftsjahres. Das EBITDA sank in diesem Zeitraum um mehr als 20 %, ausgelöst durch erhöhte Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Personalabbau in 2020. Für 2021 ist, basierend auf dem aktuellen Vertragsbestand, kein weiteres Wachstum der Umsatzerlöse und des Betriebsergebnisses zu erwarten. Zusammenfassend geben wir damit einen leicht optimistischen Ausblick für die weitere Geschäftsentwicklung der Mauser Corporate. Aufgrund der erwarteten Synergieeffekte zwischen der MAUSER Gruppe und der BWAY Gruppe sowie der weltweiten Potentiale für das BWAY Produktportfolio werden sich sehr wahrscheinlich auch weitere Chancen für die beteiligten Unternehmen und damit für die Mauser Corporate ergeben.
Brühl, 18. Dezember 2020 Mauser Corporate GmbH Michael Steubing Bart Lorrez Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019Bilanz zum 31. Dezember 2019Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2019
Anhang 2019Allgemeine HinweiseDie Mauser Corporate GmbH mit Sitz in Brühl erbringt neben ihrer Holdingfunktion verschiedene Managementdienstleistungen sowie administrative, finanzielle und kaufmännische Dienstleistungen für andere Unternehmen der MAUSER Gruppe. Im Handelsregister des Amtsgerichtes Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 82338 geführt. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Die Mauser Corporate GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 2 und 4 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft nimmt die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die deutschen Gesellschaften der Mauser-Gruppe haben im Geschäftsjahr im Rahmen von konzerninternen Abtretungsvereinbarungen ihre Forderungen innerhalb der deutschen Mauser-Gesellschaften an die Mauser Corporate GmbH abgetreten. Dadurch haben sich sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen erhöht. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Sachanlagen werden mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Sachanlagen werden unter Anwendung der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlicher dauernder Wertminderung vorgenommen. Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten bis einschließlich EUR 150,00 werden im Zugangsjahr im Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden auf Grund untergeordneter Bedeutung einem Sammelposten zugeführt und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Die Berechnung der Abschreibungen basiert auf folgenden Nutzungsdauern:
Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und auf Sachanlagen werden zum Nennwert der entsprechenden Eingangsrechnungen bewertet. Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Verzinsliche Ausleihungen sind zum Nominalwert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und erkennbaren Risiken. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,97 % (Vj. 2,32 %) gebildet. Erwartete zukünftige Gehaltssteigerungen wurden mit 2 % berücksichtigt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. FremdwährungsumrechnungGeschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten über einem Jahr werden unter Beachtung des Imparitätsprinzips bewertet. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Angaben zum Anteilsbesitz
1) Eigenkapital und Jahresergebnis 2019
Wechselkurse zu den ausländischen Gesellschaften:
ForderungenSämtliche Forderungen zum 31. Dezember 2019 haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Sonstige VermögensgegenständeDie sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Steuererstattungen in Höhe von TEUR 337 (Vj. TEUR 595) sowie Zinsforderungen von TEUR 90 (Vj. TEUR 68). EigenkapitalDas Stammkapital ist in voller Höhe eingezahlt. KapitalrücklageEinlagen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von unverändert TEUR 58.482. SteuerrückstellungenIn den Steuerrückstellungen sind Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 2.963 (Vj. TEUR 6.897) aus vororganschaftlicher Zeit enthalten. Sonstige RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen berücksichtigen vor allem Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von TEUR 2.096 (Vj. TEUR 1.649), aus Zinsen für Steuernachzahlungen von TEUR 1.995 (Vj. TEUR 1.472) sowie Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 670 (Vj. TEUR 553). VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Darlehensverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren in Höhe von TEUR 238.648 (Vj. TEUR 20.741) und über fünf Jahren in Höhe von TEUR 0 (Vj. TEUR 224.896). Alle anderen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, unbesichert. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen Erlöse aus erbrachten Personal- und Sachdienstleistungen für andere Gesellschaften der MAUSER Gruppe. Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 744 (Vj. TEUR 872) sowie Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 85 (Vj. TEUR 53). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten:
Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind, wie bereits im Vorjahr, nicht angefallen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthielten im Vorjahr mit TEUR 6.215 Erträge aus der Auflösung von Steuerrückstellungen sowie Aufwendungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag von TEUR 1.491 für vororganschaftliche Zeiten. Sonstige AngabenHaftungsverhältnisse gem. § 251 HGBVerbindlichkeiten aus BürgschaftenDie Gesellschaft hat eine Patronatserklärung gegenüber der Tochtergesellschaft Mauser France S.A.S. abgegeben. Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus diesem Haftungsverhältnis schätzt die Geschäftsführung als gering ein. Sonstige finanzielle VerpflichtungenAus Leasing-, Miet- und Serviceverträgen erwachsen der Gesellschaft in den nächsten fünf Jahren finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 459 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 372). Für das Jahr 2020 werden TEUR 425 (davon gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 372) und für die Jahre 2021 bis 2022 TEUR 34 fällig. Bei den Leasingverträgen handelt es sich in allen Fällen um sogenannte Operating-Lease Verträge, die zu keiner Bilanzierung der Vermögensgegenstände bei der Gesellschaft führen. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringen Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken können sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern die Vermögensgegenstände nicht mehr vollständig genutzt werden könnten, wozu es derzeit keine Anzeichen gibt. Darüber hinaus existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären. ArbeitnehmerIm Geschäftsjahr 2019 waren durchschnittlich 74 (Vj. 76) Arbeitnehmer (ausschließlich Angestellte) beschäftigt. Geschäftsführung und Vertretung
Die Geschäftsführer sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhält, wird auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unter Bezug auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. GewinnverwendungDas Jahresergebnis in Höhe von TEUR 28.416 (Vj. TEUR 10.253) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 wird aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an die Mauser Intermediate Holding GmbH abgeführt. Eine entsprechende Verbindlichkeit gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. dem Gesellschafter wurde erfasst. KonzernverhältnisseSämtliche Anteile werden von der Mauser Intermediate Holding GmbH, Brühl, gehalten. Der Jahresabschluss der Mauser Corporate GmbH wird in den Konzernabschluss der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc., Oak Brook, Illinois, USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Dieser Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung für die Mauser Corporate GmbH und wird im Bundesanzeiger für die SCI Mauser International GmbH, Brühl, offengelegt werden. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den US-amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) aufgestellt. Der befreiende Konzernabschluss und der befreiende Konzernlagebericht der Mauser Packaging Solutions Intermediate Company, Inc. sind einem nach § 291 Abs. 2 Nr. 1 HGB aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht gleichwertig und der befreiende Konzernabschluss wird geprüft. Unterschiede zwischen den US-GAAP und den deutschen handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften ergeben sich im Wesentlichen aus der Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens, den unterschiedlichen Kriterien bei der Zuordnung des wirtschaftlichen Eigentums bei Leasinggeschäften sowie dem Ansatz und der Bewertung von Rückstellungen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAufgrund des Ausbruchs des Coronavirus ergeben sich potenzielle Risiken für die Umsatz- und Ertragsentwicklungen der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften und belasten damit mittelbar auch die künftigen Ertragsaussichten der Mauser Corporate GmbH. Die Produkte unserer Gruppe sind als systemrelevant eingestuft. Wesentliche Ausfälle bei Kunden und Lieferanten waren bisher nicht zu verzeichnen; auch sehen wir derzeit keine wesentlichen Risiken durch Engpässe in der Beschaffung oder Produktion bei den operativen Gesellschaften. Die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften unserer Gesellschaft verzeichneten dennoch in den Monaten Mai bis Oktober 2020 leichte Rückgänge in der Nachfrage nach ihren Produkten. Dies wirkt sich negativ auf deren Geschäftsentwicklungen im Hinblick auf die Umsatzerlöse und das EBITDA aus. Damit liegen diese Kennzahlen aktuell leicht hinter Plan. Die allgemeine Lage lässt erwarten, dass sich die Geschäftsentwicklung auf diesem Niveau stabilisiert. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, liegen nicht vor. Mauser Corporate GmbH
Brühl, den 18. Dezember 2020 Michael Steubing, Geschäftsführer Bart Lorrez, Geschäftsführer AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Mauser Corporate GmbH, BrühlPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Mauser Corporate GmbH, Brühl, -bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Mauser Corporate GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 18. Dezember 2020 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Hans-Peter Kreibich, Wirtschaftsprüfer ppa. Christian Dornhöfer, Wirtschaftsprüfer |
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