Stammdaten

Register
Amtsgericht Augsburg HRB 13792
Vorher
CTP Papierhilfsmittel Verwaltungs GmbHCTP Verwaltungs GmbH
Eingetragen
7.12.1981
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von PrüfmaschinenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von Spezialprodukten für die produzierende Industrie.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marcus Pfeifle
seit 29.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Marcus Pfeifle
86830 Schwabmünchen
500.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

CTP GmbH

Schwabmünchen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens:

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Schwabmünchen und ist beim Amtsgericht Augsburg im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer 13792 seit dem 7. Dezember 1981 eingetragen. Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung und der Vertrieb von Spezialprodukten für die produzierende Industrie.

Dabei fokussiert sich die CTP GmbH auf Lösungen und Additive für die verschiedenen Bereiche der Papierproduktion und der Papierveredelung und beliefert Kunden in 32 Ländern.

1.2. Forschung und Entwicklung:

Die Entwicklung innovativer Produkte mit hoher Effizienz sichert den Erfolg der Gesellschaft.

Die Produkte finden in vielen verschiedenen Bereichen Anwendung. Bei der Herstellung und Veredelung von Standardpapieren und Kartons sowie bei Spezialpapieren unterschiedlichster Art.

Ein Einsatz von Standardprodukten ist oft nur bedingt möglich. Vielmehr müssen die Produkte auf die gewünschten Ziele und die aktuell vorherrschenden Bedingungen vor Ort abgestimmt sein, um ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen.

Dabei arbeiten die verschiedenen Bereiche der Entwicklung (Grundlagenforschung und Entwicklung neuer Produkte für neue Anwendungen, Weiterentwicklung der bestehenden Produkte hinsichtlich ihrer Effizienz, Anpassung der bestehenden Produkte an die wechselnden Bedingungen und die produktionstechnischen Möglichkeiten der verschiedenen Kunden) unter Einbezug der Anwendungstechnik und der Kundenbetreuung eng zusammen.

Dies ermöglicht eine kundenorientierte Entwicklung abgestimmt auf die zu erreichenden Ziele und die produktionstechnischen Gegebenheiten, in einer möglichst kurzen Zeit.

2. Wirtschaftsbericht:

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken.

Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 % zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Zwar lag das BIP im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,7 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Allerdings kam die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die preisbereinigte gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %). Dabei verlief die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen recht unterschiedlich.

https://www.destatis.de

Die Papierindustrie umfasst die Produktion verschiedener Papiersorten sowie die vorgelagerte Erzeugung von Holz- beziehungsweise Zellstoff. Deutschland ist mit rund 25 Prozent Marktanteil der größte Papierproduzent innerhalb der EU und der Viertgrößte weltweit, nach China, den USA und Japan. Die europäische Papierindustrie insgesamt hat einen Anteil von ca. 23 % am globalen Markt.

Es wird in der Papierbranche zwischen vier Sortenbereichen unterschieden: Verpackungspapiere, grafische Papiere, Hygienepapiere und Spezialpapiere.

Strukturell wächst die Produktion von Verpackungspapieren aufgrund des starken Trends hin zu nachhaltigen Verpackungslösungen auf Basis nachhaltiger Rohstoffe. Bedingt durch die schwache Konjunktur in Deutschland ist sie zuletzt aber ebenfalls rückläufig.

Die deutsche Papier- und Zellstoffindustrie hat im Jahr 2023 einen deutlichen Rückgang bei Produktion und Absatz hinnehmen müssen. Die Aufholjagd der Nach-Corona-Jahre ist gestoppt. Die Kennzahlen für die Branche sind schlecht wie lange nicht mehr. Wie der Verband DIE PAPIERINDUSTRIE mitteilt, ging die Produktion 2023 um rund 14 Prozent auf 18,6 Mio. Tonnen zurück. Sie sank damit auf den niedrigsten Wert der vergangenen 20 Jahre. Der Absatz brach um 13 Prozent auf 18,8 Mio. Tonnen ein. Der Branchenumsatz fiel um 27 Prozent auf 15,5 Mrd. Euro.

Besonders bei den grafischen Papieren war der Absatzrückgang 2023 mit 29 Prozent dramatisch und deutlich stärker als in den europäischen Vergleichsmärkten. Auch Verpackungspapiere und -karton hatten beim Absatz mit einem klaren Rückgang (minus 7 Prozent) zu kämpfen. Etwas weniger gravierend fiel die Entwicklung bei den kleineren Hauptsortengruppen Hygienepapiere und Spezialpapiere mit einem schrumpfenden Absatz von jeweils 6 Prozent aus.

Quelle: DIE PAPIERINDUSTRIE e. V.

2.2. Geschäftsverlauf

Im Gegensatz zu der oben genannten Entwicklung auf dem deutschen Papiermarkt konnten bei der CTP GmbH die guten Ergebnisse des Vorjahres nahezu beibehalten werden.

2.3. Investitionen

Nennenswerte Investitionen waren im Geschäftsjahr nicht notwendig.

2.4. Personal

Der Aufwand für Personal und Soziales hat sich um TEUR 311 erhöht. Der Personalstand ist gegenüber dem Vorjahr auf dem gleichen Niveau.

2.5. Darstellung der Lage

Die Veränderungen in der Ertragslage ergeben sich aus folgender Übersicht:

GJ 23 GJ 22 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Rohertrag 10.381 11.403 -1.022
Sonstige betriebliche Erträge 104 77 27
Personalaufwand -3.500 -3.189 -311
Abschreibungen -587 -554 -33
sonstige betriebliche Aufwendungen -2.640 -2.994 354
Ergebnis vor Steuern und Zinsen 3.758 4.743 -985
Zinserträge/Zinsaufwendungen -44 -20 -24
Steuern -1.037 -1.326 289
Jahresüberschuss 2.677 3.397 -720

Der Rohertrag hat sich um TEUR 1.022 bzw. 8,96 % vermindert.

Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 27 resultiert aus gestiegenen Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 15 und erhöhten Investitionszuschüssen in Höhe von TEUR 11.

Die Personalkosten haben sich im Vorjahresvergleich um TEUR 311 erhöht.

Der Anstieg der Abschreibungen um TEUR 33 resultiert aus erhöhten Anlageninvestitionen in den Geschäftsjahren 2022 und 2023.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Wesentlichen infolge gesunkener Kosten für die Warenabgabe (TEUR -348), Werbe- und Reisekosten (TEUR -9), verschiedener betrieblicher Kosten (TEUR -59), KFZ-Kosten (TEUR -8) sowie gestiegener Raumkosten (TEUR +50) um TEUR 354 reduziert.

All diese Veränderungen auf der Aufwand- und Ertragsseite haben zu einer Verschlechterung des allgemeinen Betriebsergebnisses von TEUR 4.731 auf TEUR 3.746 geführt.

Nach Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Ertragsteueraufwendungen beläuft sich das Gesamtergebnis auf TEUR 2.677; es hat sich gegenüber dem Vorjahr somit um TEUR 720 verschlechtert.

Die Vermögensstruktur der Gesellschaft ist durch folgende wesentliche Eckdaten gekennzeichnet:

GJ 23 GJ 22 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Anlagevermögen 5.289 5.590 -301
Kurzfristige Vermögenswerte 6.289 7.737 -1.448
Liquide Mittel 1.145 807 338
Summe Aktiva 12.723 14.134 -1.411

Die Vermögensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2023 leicht verändert. Das langfristig gebundene Vermögen verminderte sich um TEUR 301, da die Anlagenzugänge von TEUR 286 niedriger waren als die Abgänge und Abschreibungen von insgesamt TEUR 587.

Das kurzfristig gebundene Vermögen verringerte sich aufgrund gesunkener Vorräte und Forderungen von TEUR 1.732 sowie erhöhter sonstiger Vermögensgegenstände von TEUR 275 um insgesamt TEUR 1.448 auf TEUR 6.289.

Der Bestand an liquiden Mitteln hat sich um TEUR 338 auf TEUR 1.145 erhöht.

Die Kapitalstruktur ergibt sich aus folgenden wesentlichen Eckzahlen:

GJ 23 GJ 22 Veränderung
in TEUR in TEUR in TEUR
Eigenkapital 9.245 10.068 -823
Rückstellungen 807 1.007 -200
Verbindlichkeiten 2.671 3.059 -388
Summe Passiva 12.723 14.134 -1.411

Die Eigenkapitalquote beträgt 72,6 % der Bilanzsumme (Vorjahr 71,2 %).

Die Reduzierung der Rückstellungen ist im Wesentlichen durch reduzierte Ertragsteuerrückstellungen bedingt.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten um TEUR 388 ist in Höhe von TEUR 288 auf niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, in Höhe von TEUR 203 auf gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 104 auf gestiegene sonstige Verbindlichkeiten zurückzuführen.

2.6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Das EBIT beträgt TEUR 3.746 und ist damit um TEUR 985 geringer als im Vorjahr (TEUR 4.731).

2.7. Gesamtaussage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft kann insgesamt als gut bezeichnet werden.

3. Prognosebericht

Aufgrund der anhaltenden politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten im Zuge der Ukraine-Krise ist eine zuverlässige Planung für das Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus weiterhin schwierig. Unter Würdigung aller Aspekte und Abwägung von Chancen und Risiken erwartet die Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2024 eine leichte Erhöhung des Umsatzes bei einem voraussichtlich leicht steigenden EBIT.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Chancen

Durch die durchgeführten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ergeben sich immer wieder neue Chancen auf den Absatzmärkten. Diese bestehen vor allem in den qualitativ hochwertigen, auf die unterschiedlichen Kunden angepassten Additiven.

Dies wird auch durch das Know-how der beschäftigten Mitarbeiter gewährleistet, die den Kunden auch mit ihren praktischen Erfahrungen und ihrer fachlichen Kompetenz unterstützen können.

4.2. Risiken

Größere Ausfall- und/oder Liquiditätsrisiken sind, abgesichert durch eine permanente Debitorenüberwachung sowie eines Cash-Managements, nicht absehbar. Das Risiko der schwankenden Einkaufspreise wird mittels eines international agierenden Beschaffungsmarketings deutlich minimiert.

Die Bewertung von Risiken ist fester Bestandteil des Tagesgeschäftes der Gesellschaft. Die dokumentierte Risikobewertung ist ein wichtiges Instrument zur systematischen Erfassung, Bewertung, Nachverfolgung und Kontrolle der Maßnahmen.

4.3. Gesamtaussage

Insgesamt übersteigen die Chancen die Risiken deutlich. Bestandsgefährdende Risiken sind nicht erkennbar.

Die Ertragskraft der CTP ist eine solide Basis für eine nachhaltige, positive Geschäftsentwicklung.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzdispositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Derivative Finanzinstrumente wie z.B. ein Zins-Swap finden derzeit keine Anwendung.

 

Schwabmünchen, den 20. Dezember 2024

CTP GmbH

Geschäftsführung

Marcus Pfeifle

BILANZEN ZUM 31. DEZEMBER 2023 UND 2022

AKTIVA

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8,-- 8,--
2. Geschäfts- und Firmenwert 1,-- 9,-- 1,-- 9,--
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.631.245,07 4.836.691,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 302.930,-- 370.481,--
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.927,-- 5.289.102,07 383.078,-- 5.590.250,07
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 499,95 499,95
5.289.611,02 5.590.759,02
B. UMLAUFVERMÖGEN:
I. Vorräte:
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.608.709,19 3.603.596,26
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 719.544,26 3.328.253,45 1.342.288,72 4.945.884,98
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände:
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.502.924,98 2.681.602,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 63.958,36 -,--
3. Sonstige Vermögensgegenstände 354.387,18 2.921.270,52 78.584,43 2.760.186,69
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.144.855,16 807.214,52
7.394.379,13 8.513.286,19
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 39.091,57 30.254,62
12.723.081,72 14.134.299,83

PASSIVA

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL:
I. Gezeichnetes Kapital 38.000,-- 38.000,--
II. Kapitalrücklage 346,89 346,89
III. Gewinnvortrag 6.529.933,79 6.633.182,18
IV. Jahresüberschuss 2.677.339,63 9.245.620,31 3.396.751,61 10.068.280,68
B. RÜCKSTELLUNGEN:
1. Steuerrückstellungen 72.978,65 398.606,69
2. Sonstige Rückstellungen 733.574,26 806.552,91 608.158,12 1.006.764,81
C. VERBINDLICHKEITEN:
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.271.000,-- 1.559.000,--
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 642.337,90 845.111,02
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -,-- 1.633,17
4. Sonstige Verbindlichkeiten 757.570,60 2.670.908,50 653.510,15 3.059.254,34
12.723.081,72 14.134.299,83

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGEN FÜR DIE GESCHÄFTSJAHRE 2023 UND 2022

2023 2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 10.485.830,73 11.479.998,59
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter (3.097.947,38) (2.841.975,83)
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: EUR 10.490,57 (2022: EUR 10.697,98) (401.641,65) (3.499.589,03) (346.934,88) (3.188.910,71)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (586.627,85) (553.610,44)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (2.640.423,48) (2.994.321,96)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.319,85 13,33
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (57.515,91) (44.196,06) (20.402,76) (20.389,43)
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (1.025.567,10) (1.313.926,86)
8. Ergebnis nach Steuern 2.689.427,21 3.408.839,19
9. Sonstige Steuern (12.087,58) (12.087,58)
10. Jahresüberschuss 2.677.339,63 3.396.751,61

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN

Die CTP GmbH hat ihren Sitz in Schwabmünchen und ist beim Amtsgericht Augsburg im Handelsregister, Abteilung B, unter Nummer 13792 eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft wurde nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften unter Beachtung der Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die größenabhängigen Erleichterungen gem. §§ 286, 288 HGB wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

1. Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene Firmenwerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über 15 Jahre linear abgeschrieben. Andere entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungskosten aktiviert und zwischen 3 und 15 Jahren linear abgeschrieben.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden planmäßig unter Anwendung der linearen bzw. degressiven Abschreibungsmethode ermittelt. Geschäftsbauten werden über 33 Jahre linear abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer beträgt bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 3 und 20 Jahren. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteile an verbundenen Unternehmen mit den Anschaffungskosten angesetzt.

2. Vorräte

Die Vorräte werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind mit den Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der fertigen Erzeugnisse erfolgt zu den steuerlichen Herstellungskosten ohne Einbezug von Verwaltungskosten.

Alle erkennbaren Risiken in den Vorräten, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

3. Forderungen und andere Gegenstände des Umlaufvermögens

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zum Nennwert bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei den Forderungen werden keine Wertberichtigungen vorgenommen, da erkennbare Einzelrisiken nicht vorliegen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch einen pauschalen Wertabschlag von 1 % ausreichend Rechnung getragen.

4. Liquide Mittel

Liquide Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

5. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

7. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Fremdwährungsumrechnung

Kurzfristige Forderungen oder Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahres ergibt sich aus nachstehendem Anlagespiegel:

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31. DEZEMBER 2023

ANLAGEVERMÖGEN

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.365.860,43 0,00 0,00 2.365.860,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 218.749,84 0,00 0,00 218.749,84
2.584.610,27 0,00 0,00 2.584.610,27
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.233.658,79 0,00 0,00 8.233.658,79
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.152.200,19 118.394,06 0,00 2.270.594,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.587.920,83 167.085,79 43.537,97 1.711.468,65
11.973.779,81 285.479,85 43.537,97 12.215.721,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 499,95 0,00 0,00 499,95
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 14.558.890,03 285.479,85 43.537,97 14.800.831,91
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge 2023 Abgänge 2023 Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.365.852,43 0,00 0,00 2.365.852,43
2. Geschäfts- oder Firmenwert 218.748,84 0,00 0,00 218.748,84
2.584.601,27 0,00 0,00 2.584.601,27
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.396.967,72 205.446,00 0,00 3.602.413,72
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.781.719,19 185.945,06 0,00 1.967.664,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.204.842,83 195.236,79 43.537,97 1.356.541,65
6.383.529,74 586.627,85 43.537,97 6.926.619,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 8.968.131,01 586.627,85 43.537,97 9.511.220,89
Buchwert Buchwert
Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8,00 8,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
9,00 9,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.631.245,07 4.836.691,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 302.930,00 370.481,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 354.927,00 383.078,00
5.289.102,07 5.590.250,07
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 499,95 499,95
ANLAGEVERMÖGEN GESAMT 5.289.611,02 5.590.759,02

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen ergeben sich aus der nachfolgenden Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Beteiligungs- Anteil Jahresüberschuss/
unternehmen Sitz % Eigenkapital (Jahresfehlbetrag)
CTP PAPER SOLUTIONS de R.L. de C.V. Mexiko-Stadt Mexiko 99,00 9.999 MXN -

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 liegt noch nicht vor.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen wie im Vorjahr nicht.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus folgenden Positionen zusammen:

2023 2022
TEUR TEUR
- Verpflichtungen aus dem Personalbereich 322 211
- Provisionen 311 290
- Kundenboni 51 57
- Jahresabschlusskosten 50 50
734 608
==== ====

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der in § 285 Nr. 1 und 2 HGB geforderten Angaben ergibt sich aus nachstehendem Verbindlichkeitenspiegel:

Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag davon mit Restlaufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.271.000,-- 288.000,-- 983.000,-- -,--
(Vorjahr) (1.559.000,-- ) (288.000,-- ) (1.152.000,-- ) (119.000,-- )
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 642.337,90 642.337,90 -,-- -,--
(Vorjahr) (845.111,02) (845.111,02) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten gegenüber Verbundenen Unternehmen -,-- -,-- -,-- -,--
(Vorjahr) (1.633,17) (1.633,17) (-,--) (-,--)
Sonstige Verbindlichkeiten 757.570,60 757.570,60 -,-- -,--
(Vorjahr) (653.510,15) (653.510,15) (-,--) (-,--)
davon Verbindlichkeiten ggü. Gesellschaftern 22.754,09 22.754,09 (-,--) (-,--)
(Vorjahr) (21.208,43) (21.208,43) (-,--) (-,--)
Verbindlichkeiten gesamt 2.670.908,50 1.687.908,50 983.000,-- -,--
(Vorjahr) (3.059.254,34) (1.788.254,34) (1.152.000,--) (119.000,--)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von EUR 1.271.000,-- (2022: EUR 1.559.000,-- ) durch Grundschulden und eine selbstschuldnerische Bürgschaft von Herrn Marcus Pfeifle besichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe von EUR 633.549,68 (2022: EUR 550.297,12) Verbindlichkeiten aus Steuern und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 4.814,48 (2022 EUR 10.508,84).

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 2 (2022: TEUR 0). Des Weiteren sind Erträge aus Schadenersatzleistungen in Höhe von TEUR 28 (2022: TEUR 14) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen aus der Zuführung zu den Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 0 (2022: TEUR 2). Des Weiteren sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 1 (2022: TEUR 0) enthalten.

IV. SONSTIGE ANGABEN

1. Haftungsverhältnisse

Angabepflichtige Haftungsverhältnisse gemäß § 251 und § 268 Abs. 7 HGB bestehen nicht.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverpflichtungen für Lagerräume und Kraftfahrzeuge. Die finanziellen Verpflichtungen hieraus belaufen sich für das Geschäftsjahr 2024 auf TEUR 170.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

3. Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Marcus Pfeifle, Papiertechniker

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird von der Erleichterung des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

4. Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 38 (Vorjahr 39) Arbeitnehmer.

5. Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich des Gesamthonorars des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB wird von der Erleichterung des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

6. Gewinnverwendung

Die Gesellschafterversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 12.707.273,42, der sich aus dem Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.677.339,63 und dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 10.029.933,79 ergibt, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schwabmünchen, 20. Dezember 2024

CTP GmbH

Geschäftsführung

Marcus Pfeifle

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die CTP GmbH, Schwabmünchen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der CTP GmbH, Schwabmünchen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der CTP GmbH, Schwabmünchen, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Augsburg, den 28. März 2025

CONLATA Geißelmaier & Partner mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

PETER MERK, WIRTSCHAFTSPRÜFER

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